Finkgräfe vs. Pacarada – Struber bekommt seine „Competition“

Max Finkgräfe und Leart Pacarada vom 1. FC Köln.
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Finkgräfe vs. Pacarada – Struber bekommt seine „Competition“

In der vergangenen Spielzeit der Shootingstar, nach seiner Verletzung aktuell auf der Bank. Max Finkgräfe ist wieder voll dabei, muss sich nun aber gegen Leart Pacarada durchsetzen. Keine leichte Aufgabe, denn der Routinier befindet sich gerade in der Offensive in Topform beim 1. FC Köln: Gerhard Struber bekommt sein erstes Luxusproblem.

Hier der erfahrene Zweitligaspieler, der endlich wieder angekommen ist und die Offensivbewegung der Kölner bereichert, da der Shootingstar der Vorsaison, der seinen Stammplatz zurückhaben will und für die Entwicklung von jungen Spielern steht beim 1. FC Köln: Gerhard Struber bekommt sein erstes Luxusproblem und muss zwischen Leart Pacarada und Max Finkgräfe entscheiden.

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Angesprochen auf den Wunsch, gegen seinen Heimatclub Fortuna Düsseldorf zu spielen, tat Gerhard Struber das Anliegen von Max Finkgräfe mit einem müden Lächeln ab. Ein Lächeln, das sich irgendwo zwischen „So ist der jugendliche Leichtsinn nun mal“ und „Lass den Burschen mal reden“ bewegte. Struber hatte in diesem Moment einen Hauch von Steffen Baumgart, der vor einem knappen Jahr Jan Thielmann nach langwieriger Verletzung ebenfalls ausbremste. In der vergangenen Woche sprach der Kölner Trainer dann davon, dass sein Youngster vollständig genese und damit auch eine Option für den Kader sei. Max Finkgräfe ist wieder da. Nur kam der Linksverteidiger am vergangenen Sonntag im Duell gegen den Karlsruher SC, wie schon zuvor gegen Düsseldorf, erneut nicht zum Einsatz.

Pacaradas Formkurve zeigt nach oben

Die Gründe dafür sind durchaus verständlich. Leart Pacarada, der bekanntlich von der Verletzung von Finkgräfe profitierte, hat am Sonntag Historisches geleistet. Noch nie zuvor hat in der zweiten Bundesliga ein Spieler vier Tore in einem Spiel und dann auch noch in einer Habzeit vorbereitet. Vor allem die Assists zu den Treffern zum 2:0 und 4:2 waren herausragend. Pacarada erwischte in der Offensive einen beeindruckenden Tag. Auch wenn dem Nationalspieler des Kosovo in der Defensive nicht alles gelingen wollte – an mindestens zwei Gegentoren war der Abwehrspieler nicht unschuldig, beide Tore fielen nach Flanke von seiner Seite -, war Pacarada einer der besseren Kölner gegen den KSC. Die zuletzt doch guten Leistungen des 29-Jährigen stellen den Kölner Trainer nun aber vor größere Probleme.

Denn die Formkurve des Linksverteidigers zeigt ganz stark nach oben. In der vergangenen Spielzeit hatte der 29-Jährige ebenfalls nach einer Verletzung seinen Stammplatz an Finkgräfe verloren, spielte keine große Rolle in den Planungen von Trainer Timo Schultz, nun hat er sich den Stammplatz zurückgeholt und will diesen auch verteidigen. Am Sonntag zeigten sich Licht und Schatten bei dem 29-Jährigen. In der Offensive war der Linksverteidiger überragend und rechtfertigte weitere Startelf-Einsätze. Gerade seine progressiven Pässe sind eine Waffe der Kölner, Pacarada bringt mit die meisten Bälle ins gegnerische Schlussdrittel, leitet in der Vorwärtsbewegung viele Torchancen ein, der 29-Jährige hat ligaweit die zweitmeisten Ballaktionen und seine Standards sind in dieser Spielzeit endlich gefährlich.

Noch mehr Offensive durch Finkgräfe?

Zudem blickt der Linksverteidiger auf viel Erfahrung zurück. Am Samstag könnte der Routinier bereits sein 290 Profi-Pflichtspiel absolvieren, inklusive der 30 Partien in der A-Nationalmannschaft des Kosovo hat Pacarada die 300 locker geknackt. In der Defensive ließ der Abwehrspieler über seine Seite zu viel zu, bot Anlass zur Kritik und öffnete damit auch die Tür zum Konkurrenzkampf. Und den nimmt Max Finkgräfe natürlich dankend an. Die rasante Entwicklung des Youngsters ist bekannt und beeindruckend. Dass der 20-Jährige das Potenzial zum Bundesligaspieler hat, hatte man beim FC früh erkannt. Dass das Eigengewächs aber so durchstarten würde, dürfte auch die FC-Bosse überrascht haben. Die Verletzung im Sommer kam zur Unzeit, der Youngster galt als Stammkandidat.

Auch Finkgräfe legt die Rolle des Linksverteidigers offensiv aus – sogar noch einen Tick offensiver als Pacarada. Der 20-Jährige sucht eher mal das Dribbling, die Eins-gegen-eins-Situation. Zudem strahlt er bei seinen Abschlüssen und gerade dem Kopfballspiel mehr Gefahr aus. In Sachen Ballaktionen und Pässe ins gegnerische Schlussdrittel tut sich bei den beiden Akteuren nicht viel. Allerdings hinkt der Vergleich der beiden Spielzeiten ein wenig. Finkgräfe spielte in der Vorsaison beim insgesamt dann doch defensiv ausgerichteten Abstiegskandidaten, Pacarada ist aktuell Teil des neuen Hurra-Fußballs. So steht Gerhard Struber nun vor der Qual der Wahl. Der Coach hatte erst in der vergangenen Woche von einer Competition im Kader gesprochen. Den gibt es aktuell nur auf der Position des Linksverteidigers.

Vorerst dürfte Pacarada noch die Nase vorne haben, doch Finkgräfe wird das ändern wollen. Zumal sich aktuell in den meisten Fällen bei Struber der Youngster gegen die Erfahrung durchgesetzt har. Die Option Finkgräfe und Pacarada gemeinsam spielen zu lassen, scheint aktuell keine realistische zu sein. Gerade das Mittelfeld der Kölner ist in dieser Saison überragend. Es gibt keinen Grund, dieses auseinanderzureißen. Auf einer Halbposition im Mittelfeld wird sich der Youngster erst beweisen müssen.


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

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Said El Mala

So schlagen sich die FC-Leihspieler

Potocniks Debüt ist ein Fingerzeig für die Zukunft und ein Nackenschlag für die Vergangenheit

Sargis Adamyan und Florian Dietz
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Potocniks Debüt ist ein Fingerzeig für die Zukunft und ein Nackenschlag für die Vergangenheit

Am Sonntag gab Jaka Potocnik sein Debüt für den 1. FC Köln. Und das, obwohl Gerhard Struber ahnte, dass die Leistung noch nicht überzeugend sein würde. Umso erstaunlicher, dass der Trainer dafür einmal mehr Florian Dietz und nun auch Sargis Adamyan zu Hause ließ. Haben Adamyan und Dietz noch eine Zukunft beim 1. FC Köln?

Während Jaka Potocnik sein Debüt feierte, bleiben zwei Stürmer wieder einmal außen vor. Stürmer, die einst als potenzielle Nachfolger von Anthony Modeste gehandelt wurden. Der Einsatz des Youngsters, aber auch die Kadernominierung des Rekonvaleszenten Florian Kainz könnten ein klares Zeichen sein: Haben Adamyan und Dietz noch eine Zukunft beim 1. FC Köln?

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Lange hatten es einige FC-Fans herbeigesehnt, am Sonntag wurde die Forderung erhört. Jaka Potocnik lief gegen den Karlsruher SC zum ersten Mal für die Profis des 1. FC Köln auf. Hinter dem 19-Jährigen liegt eine durchwachsene Zeit zurück. Sein Name wird noch lange mit einem der schwärzesten Kapitel der Kölner Vereinsgeschichte verbunden werden, doch mehr als wohl ein enormes Potenzial steuerte der junge Slowene nicht zur Transfersperre bei. Das haben andere verbockt. Am Sonntag fiel dann der sportliche Startschuss bei den Profis. Tatsächlich konnte sich der Youngster nicht sofort für weitere Aufgaben empfehlen, Gerhard Struber betonte nach der Begegnung, dass der Weg zum Profi für den Youngster noch ein weiter sei. Doch die Einwechslung des Talents, aber auch schon die Kader-Nominierung waren sicherlich ein deutlicher Fingerzeig. Genauso wie die überraschende Berufung von Florian Kainz.

Adamyan und Dietz kein Faktor

Noch am vergangenen Freitag hatte der Trainer erklärt, dass der Ex-Kapitän zwar schnelle Fortschritte mache, ein Einsatz gegen den KSC aber mit Sicherheit noch zu früh käme. Umso erstaunlicher, dass Kainz dann doch auf der Reservebank Platz nahm. Und weil der Österreicher gegen den KSC dann erwartungsgemäß nicht zum Einsatz kam, stellte sich bei so manchem Beobachter durchaus die Frage nach dem „Warum“. Warum berief Struber seinen Landsmann, den er noch zwei Tage zuvor eher nicht im Kader gesehen hat, ließ dafür aber Sargis Adamyan und Florian Dietz außen vor. Beide Angreifer tauchten auf dem Spielberichtsbogen nicht auf. Der Armenier hatte in dieser Saison immer im Kader gestanden, war in der Liga allerdings nicht über drei Kurzeinsätze hinausgekommen.

Das aktuelle Kapitel um Florian Dietz wirkt sogar noch ein wenig kurioser. Der 26-Jährige hat im Sommer seinen Vertrag verlängert, obwohl nicht wenige mit einem Abschied gerechnet haben. „Mit ganz viel Professionalität und Willen hat sich Flo zurückgekämpft. Genau diese Widerstandsfähigkeit brauchen wir in unserer Mannschaft. Darüber hinaus wird uns seine Qualität in der Box guttun“, hatte Christian Keller die überraschende Personalie im Sommer erklärt. Und hinterlässt mit dieser Aussage zehn Wochen später dicke Fragezeichen. Die Qualität kann dem FC in der Box nur guttun, wenn sich der Spieler eben in jener befindet. Nur kommt Dietz in dieser Spielzeit auf zwei 13-minütige Einsätze. Vier Mal stand der Stürmer gar nicht erst im Kader, einmal saß er 90 Minuten auf der Bank. Das Vertrauen in den Angreifer hat bei Struber ganz offensichtlich Grenzen.

Sieben Tore in zweieinhalb Jahren sind zu wenig

Genauso wie bei Adamyan. „Mit Sargis haben wir die Situation, dass sich andere Spieler in der Trainingswoche mehr positioniert haben und im Moment ein Stück weit die Nase vorn haben“, sagte der Trainer am Sonntag. Dass sich Spieler wie Kainz, der aus einer langen Verletzung kommt oder eben Potocnik, den Struber noch vor einer Woche als nicht weit genug empfunden hat, gegen den Armenier durchsetzen, ist wohl ein klarer Fingerzeig. Da kommt auch das obligatorische „Er ist ein ganz wichtiger Faktor für die Mannschaft“ des Trainers nicht gegen an, das Struber ohnehin schon viel zu inflationär benutzt. Denn die blanken Zahlen sind eindeutig. Der von Keller im Sommer 22 als Königstransfer verpflichtete Offensivspieler (wohlgemerkt vor! dem Abgang von Anthony Modeste verpflichtet) stand in 57 von möglichen 90 Spielen auf dem Platz, davon 18 Mal in der Startelf, stand – wenn er denn spielte – im Schnitt gute 30 Minuten auf dem Feld.

In zweieinhalb Jahren erzielte der Armenier vier Tore und bereitete sieben vor. Florian Dietz kommt auf drei Treffer, spielte aber auch aufgrund seiner Verletzung nur 26 Mal. Sieben Tore von zwei Stürmern in zweieinhalb Jahren dürften wohl als schwach angesehen werden. Die beiden Stürmer, die von Keller gemeinsam mit Steffen Tigges, der immerhin zehn Tore erzielte, als Modeste-Ersatz für „okay“ genug erachtet wurden, haben sich bis heute nicht durchgesetzt und der Glaube daran, dass sie es noch tun werden, schwindet weiter und weiter. Und wenn nicht doch noch eine unerwartete, eine überraschende Wende eintritt, müssen sich Keller und vermutlich auch Steffen Baumgart eingestehen, dass sie mit diesen Personalien mal so richtig daneben gegriffen haben.

Nach der abgesessenen Transfersperre wird es wohl die ein oder andere Kurskorrektur geben. Adamyan und Dietz werden möglicherweise diskutierte Personalien werden. Im Gegensatz zu Jaka Potocnik. Auch wenn der Youngster Zeit benötig, gehört ihm wohl die Zukunft beim FC.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Mitgliederrat des 1. FC Köln wählt seine neuen Vorsitzenden

Der Mitgliederrat des 1. FC Köln
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Mitgliederrat des 1. FC Köln wählt seine neuen Vorsitzenden

Am Montagabend gab es die konstituierende Sitzung. Der Mitgliederrat des 1. FC Köln hat mit Fabian Schwab einen neuen Vorsitzenden und mit Stacy Krott erstmals eine Frau als Stellvertreterin.

Sechs Tage nach der Mitgliederversammlung in der Lanxess Arena hat sich das Gremium erstmals getroffen und gewählt. Der Mitgliederrat des 1. FC Köln hat mit Fabian Schwab einen neuen Vorsitzenden, zudem wurde Stacy Krott als Stellvertreterin gewählt.

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Der 40-Jährige Schwab wird Nachfolger von Ho-Yeon Kim, der aber Teil des Mitgliederrats bleibt. „Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Stellvertreterin, für das Vertrauen des Gremiums“, sagte Schwab. „Wir freuen uns darauf, in den kommenden drei Jahren die Zukunft unseres Vereins positiv mitzugestalten. Ich persönlich freue mich darauf, den Vorsitz von Ho-Yeon Kim zu übernehmen und bedanke mich für sein außerordentliches Engagement in den vergangenen Jahren. In der kommenden Woche findet unsere erste ordentliche Sitzung statt. Dem Wunsch nach mehr Kommunikation, den wir deutlich wahrgenommen haben, möchten wir gleich Rechnung tragen. und werden uns zeitnah an die Mitglieder wenden.“ Kim hatte das Amt vier Jahre lang ausgeübt, Schwab war bereits drei Jahre Stellvertreter, ist seit elf Jahren Teil des Gremiums.

Prädestiniert für die Aufgabe

Kim hatte den Mitgliedern auf der Versammlung vergangene Woche geraten, den aktuellen Vorstand nicht zu entlasten. Tatsächlich votierte mehr als die Hälfte der anwesenden Mitglieder gegen eine Entlastung. Bei der Abstimmung zur Wahl des neuen Gremiums erhielt der 43-Jährige 60,83 Prozent Ja-Stimmen, zog mit dem schwächsten Ergebnis in das Gremium ein. „Ich möchte mich herzlich bei allen Mitgliedern für das Vertrauen in den letzten vier Jahren bedanken. Gleichzeitig gratuliere ich Fabian Schwab und Stacy Krott zur Wahl als neue Vorsitzende und wünsche ihnen viel Erfolg für die kommende Amtszeit – im Sinne unseres gemeinsamen 1. FC Köln“, sagte Kim. Mit Krott rückt erstmals eine Frau in den Gemeinsamen Ausschuss auf. Die 42-Jährige scheint als Managerin und zertifizierte Aufsichtsrätin geradezu prädesdiniert für die Aufgabe.

Zudem erhielt Krott nach Sarah Theisen die zweitmeisten Stimmen bei der Wahl des Mitgliederrats. Das Gremium muss alle Entscheidungen von besonderer Bedeutung absegnen. Neben den Vertretern des Mitgliederrats gehört auch das Präsidium, der Aufsichtsratsvorsitzende Lionel Souque sowie Beiratschef Klaus Behrenbeck dem GA weiterhin an. Der FC-Vorstand um Präsident Werner Wolf und die Vizepräsidenten Eckhard Sauren sowie Carsten Wettich waren anwesend, verließen die Sitzung aber vor der Wahl. „Wir gratulieren Fabian Schwab und Stacy Krott zu ihrer Wahl und bieten Ihnen und dem neu zusammengestellten Mitgliederrat unsere Zusammenarbeit an, um den eingeschlagenen Weg im Sinne des FC fortzusetzen“, erklärte FC-Präsident Werner Wolf.

Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag waren zudem Tim Blosze, Josef Derkum, Fritz Guckuk, Johannes Hochstein, Joel Marx, Victor Robertz, Oliver Stratmann, Sarah Theisen und Mario Valentino in den nun 12-köpfigen Mitgliederrat gewählt worden.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Ein Punkt geholt, viele bittere Erkenntnisse gewonnen

Linton Maina ist enttäuscht nach dem 4:4 seines 1. FC Köln
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Ein Punkt geholt, viele bittere Erkenntnisse gewonnen

Auf die beiden unglücklichen Spiele gegen Magdeburg und Düsseldorf folgte ein wilder Auftritt der Kölner Hintermannschaft. Ein Auftritt der Fragen aufwirft, aber gleichzeitig bittere Erkenntnisse liefert. Unter anderem, dass der FC bislang sehr weit von einem Aufstiegskandidaten entfernt ist. Ein Kommentar zum 4:4 des 1. FC Köln gegen Karlsruhe.

Frust und nicht viel Positives lautete die Bilanz nach dem Duell gegen den KSC. Dieses Mal war es nicht die Kölner Offensive, die in den vergangenen Wochen in der Kritik stand, sondern nun die Kölner Hintermannschaft, die ihre Schwächen offenbarte. Aklerdings nicht zum ersten mal. So wird es nicht reichen. Ein Kommentar zum 4:4 des 1. FC Köln gegen Karlsruhe.

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Viel Positives wollte Gerhard Struber im Duell gegen den Karlsruher SC nicht gesehen haben, wie der FC-Coach nach dem 4:4 doch angeschlagen erklärte. Der Frust stand dem Österreicher ins Gesicht geschrieben. Dabei hatte das Unentschieden durchaus positive Aspekte. Im Grunde verkehrten die Geißböcke gleich mehrere Kritikpunkte, die zuletzt immer wieder rund ums Geißbockheim schlichen. Mangelnde Effizienz? Vier Tore bei 15 Abschlüssen und einem xGoals-Wert von 1,5 sprechen für eine beeindruckende Kaltschnäuzigkeit. Der FC hat keinen wettbewerbsfähigen Sturm? Damion Downs mit zwei Treffern, Luca Waldschmidt und Tim Lemperle mit jeweils einem Tor straften auch diesen Punkt Lügen. Köln schlägt aus der erdrückenden Dominanz zu wenig Kapital? Gegen den KSC war der FC nach allen Statistiken nicht dominant (auch nicht in Halbzeit eins), daher war ein Zähler unterm Strich absolut leistungsgerecht.

Gegentore offenbaren die Abwehrschwäche

Dem Kritikpunkt, der Trainer würde nicht genügend auf den eigenen Nachwuchs setzen, steuerte Struber selbst mit den Einwechslungen von Marvin Obuz und dann auch Jaka Potocnik entgegen. Kritikpunkte abgestellt, alles gut also? So einfach ist es nicht. Denn das 4:4 offenbarte eben auch eine ganze Rutsche an negativen Erkenntnissen, wenn sie denn nicht schon längst bekannt waren. So legte die gefühlte Niederlage offen, dass der FC dann doch nicht nur ein Problem in der Offensive hat. Der Chancenwucher der vergangenen Wochen hatte die Schwäche der Kölner Hintermannschaft kaschieren können. Als nun aber mit Timo Hübers auch der Abwehrchef einen schwarzen Tag erwischte, offenbarte der KSC schonungslos die Lücken im Defensivverbund. Wenn vier eigene Tore nicht reichen, dann kann etwas mit der Abwehrreihe nicht stimmen. Zumal die Kölner Hintermannschaft nicht zum ersten Mal in dieser Saison ins Schwimmen geriet.

Es ist schon sehr bezeichnend, dass der 19-jährige Julian Pauli seit einigen Spieltagen der beste Verteidiger der Kölner Viererkette ist. Und das offenbart erst recht, wie schwer den FC die Transfersperre eben nicht nur im Angriff getroffen hat. Es fehlen Alternativen, die Schwächen ansatzweise kompensieren können. So zeigte Jan Thielmann einmal mehr, dass er kein Rechtsverteidiger ist. Das Problem: Spätestens durch den Abgang von Benno Schmitz fehlen auch hier die Optionen. Die gibt es auf der linken Seite. Nur kann Struber nicht einfach auf den offensiv gut spielenden Leart Pacarada verzichten und dafür auf Max Finkgräfe setzen. Immer häufiger wünschen sich FC-Anhänger in den Sozialen Medien das Doppelpack Fingräfe/Pacarada auf der linken Seite. Also auf den Außen? Dabei spielt Struber doch mit Halbpositionen und das machen die aktuellen Spieler im Zentrum gut. Das gewünschte Duo bedeutet also eine taktische Umstellung, die das funktionierende Offensivgebilde auseinanderreißen würde.

Auf Pech folgte nun Unvermögen

Ein Plan B kann eigentlich nicht bedeuten, die funktionierenden Teile des Plan As durch ein Fragezeichen zu ersetzen. Zudem wurde beim 4:4 sehr deutlich, dass Jaka Potocnik eben noch einen ordentlichen Weg zum Profifußballer zu gehen hat. Wie es Thomas Kessler schon vor einigen Tagen erklärte, fehlt dem jungen Slowenen noch ein wenig zum Spieler der Profimannschaft. Möglich, dass Struber das Talent aus Ermangelung an Alternativen einsetzte, was sich für Sargis Adamyan und Florian Dietz, mit dem der FC bekanntlich erst kürzlich den Vertrag verlängert hat, wie ein heftiger Nackenschlag angefühlt haben muss. Eine weitere Erkenntnis, wie es um die Breite des Kaders steht. Zumal Struber auch Florian Kainz in diesen berief, bei dem aber offenbar noch das Vertrauen fehlte, er könne dem zerfahrenen Spiel noch eine Wende geben.

Unterm Strich folgte am Sonntag auf zwei Mal Pech gegen Magdeburg und Düsseldorf dann gegen den KSC Unvermögen. Unabhängig von den Gründen hat Köln neun von 21 möglichen Punkten, gegen die vier bislang gespielten Teams aus dem oberen Tabellendrittel sogar nur zwei, geholt. Der FC hat erst zwei von sieben Spielen (20 Prozent der Saison sind also gespielt) gewonnen, schon vier Mal eine Führung aus der Handgegeben, belegt den achten Tabellenplatz, punktgleich, aber ein Tor vor Elversberg, zwei Treffer vor Fürth. Kein Team aus der Top-12 hat mehr Gegentore kassiert, der Rückstand zum Aufstiegsplatz beträgt sechs Punkte.

Ja, man kann Woche für Woche betonen, dass die Saison noch jung ist. Genauso konnte man in der vergangenen Saison Woche für Woche betonen, dass nun die Spiele kommen würden, die man gewinnen muss. Das Ende ist bekannt. So oder so: Zwei Siege aus sieben Begegnungen ist zu wenig. Als Aufstiegskandidat sollte man jedenfalls mehr Spiele gewinnen, als eben nicht zu gewinnen. Das ist keine neue Erkenntnis, es könnte am Ende aber eine sehr schmerzhafte werden.


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Jaka Potocnik vom 1. FC Köln

Potocnik Debüt

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Strubers Kritik an Thielmann

Endlich liegt der Fokus nur auf dem Sportlichen – das lang ersehnte Debüt des Jaka Potocnik

Jaka Potocnik mit dem 1. FC Köln gegen den Karlsruher SC
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Endlich liegt der Fokus nur auf dem Sportlichen – das lang ersehnte Debüt des Jaka Potocnik

Nach Julian Pauli und Elias Bakatukanda gab am Sonntag der nächste Kölner Youngster seine Premiere in der 2. Bundesliga. Es war eine lange erwartete beim 1. FC Köln: Jaka Potocnik gibt sein lang ersehntes Profi-Debüt.

Wirklich viel Positives will Gerhard Struber beim Auftritt seiner Mannschaft am Sonntag nicht erkannt haben. Doch neben der starken Offensive gab es noch eine andere positive Schlagzeile beim 1. FC Köln: Jaka Potocnik gibt endlich sein lang ersehntes Profi-Debüt für die Geißböcke.

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Direkt nach dem Spiel gab es eine Umarmung und ein paar Worte vom ehemaligen Kapitän. Florian Kainz schloss bei seiner Kader-Rückehr Jaka Potocnik in die Arme, vermutlich um dem Youngster zum Debüt zu gratulieren. Denn das hatte auf sich warten lassen und war sicherlich auch mit einer gewissen Last verbunden. Als Gerhard Struber am Sonntagnachmittag der Meinung war, dass die wilde Begegnung gegen den Karlsruher SC in der Schlussphase noch neue Impulse benötigte, da beorderte der 47-Jährige gleich zwei Stürmer zu sich. Möglicherweise hat die Maßnahme bei dem ein oder anderen Beobachter ein Stirnrunzeln ausgelöst. Und das nicht etwa, weil der Trainer zuletzt noch die Methode „Wechsel nur bei angeschlagenen Spielern“ (so wie im emotionalen Derby gegen Düssedlrof) verteidigt hatte.

Trainingswoche gab den Ausschlag

Vielmehr, weil der Trainer noch vor weniger als zwei Wochen erklärt hatte, dass sich gerade die jungen Spieler noch etwas strecken müssten, sich bei der U21 erst einmal beweisen müssten, um sich einen Platz bei den Profis zu verdienen. Und obwohl Jaka Potocnik seit diesen Worten nicht eine Minute für die Reserve der Kölner auflief, gab der Angreifer am Sonntag das lang ersehnte Debüt. „Generell muss ich sagen, er hat einen guten Trend. Es war aber die Trainingswoche“, erklärte der Trainer das Debüt des Angreifers. „Diese Woche hat uns gezeigt, dass er zugelegt hat und es war die logische Konsequenz, ihn in Spielzeit zu bringen.“ Die bekam er. Potocnik spielte die Schlussviertelstunde hatte auch einige wenige Aktionen, konnte sich aber nicht so richtig in Szene setzen.

„Natürlich haben wir gesehen, dass er ein junger, spannender Spieler ist, der sein Talent hier unter Beweis stellen wird, aber auch noch einen Weg zu gehen hat. Wir haben den Anspruch, uns tabellarisch woanders zu zeigen. Wir sehen aber auch, dass unsere Talente Phasen haben, wo sie es richtig gut machen und Phasen, wie eine Mannschaft mit so viel Erfahrung dann umgeht. Es gibt Lernmomente und ich hoffe, dass die Lernkurve schnell nach oben geht.“ Soll heißen, es lief auch aus der Sicht des Trainers noch nicht alles perfekt. Das wäre auch ein wenig viel verlangt Und doch sind die Erwartungshaltungen bei Potocnik gefühlt besonders hoch. Immerhin war der FC bereit für den jungen Spieler ein hohes Risiko einzugehen – so zumindest ein häufig geäußerter Kommentar in den Sozialen Meden. So forderten einige Fans den Spieler vehement, obwohl sie ihn noch nicht spielen gesehen haben.

Nach der Menge der Schlagzeilen längst Stammspieler

„Er ist in aller Munde“, hatte auch Thomas Kessler vor zwei Wochen betont. „Jeder in Deutschland hat schon mal seinen Namen gehört, ohne ihn auf der Straße zu erkennen“, so der Leiter der Lizenzspielabteilung weiter. Ginge es rein nach der Quantität der Schlagzeilen einzelner FC-Profis wäre Potocnik schon seit Monaten Stammspieler. Tatsächlich wird der Name des Stürmers wohl immer mit der historischen Transfersperre der Kölner in Verbindung gebracht werden. Eine Strafe, für die das junge Talent nichts kann, wie auch Kessler Mitte September noch einmal betonte. Genauso wenig kann der Slowene aber etwas für das Risiko, das der FC bei der Verpflichtung eingegangen ist. Nur insofern, dass man in Köln vom Talent des Youngsters wohl sehr überzeugt gewesen sein muss.

Da die Transfersperre aber nun so gut wie abgesessen ist, sich die FC-Bosse mit Sicherheit schon an der Kaderplanung für den Winter befinden und wohl auch schon die ersten Pläne konkretisieren, sollte bei Potocnik doch langsam ausschließlich der sportliche Werdegang im Fokus liegen. Auch, wenn die komplette Aufarbeitung der FIFA-Sanktion nach wie vor mehr als Wünschenswert wäre. Potocnik selbst schrieb nach der Begegnung, dass er „Glücklich und dankbar“ über sein Debüt war und erhielt viele warme Worte von seinen Teamkollegen. Die hat sich der Junge wohl auch abseits seiner Leistung verdient. “Wir sollten das Thema endlich mal abschließen“, sagte auch Timo Hübers nach dem Spiel gegen den KSC. Recht hat er.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Nun auch Struber-Kritik – Jan Thielmann und die Rolle des Rechtsverteidigers finden nicht zusammen

Jan Thielmann enttäuscht nach einem Spiel des 1. FC Köln
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Nun auch Struber-Kritik – Jan Thielmann und die Rolle des Rechtsverteidigers finden nicht zusammen

Seit genau einem halben Jahr ist Jan Thielmann Stammspieler auf der Position des Rechtsverteidigers. Anfreunden kann sich das Eigengewächs mit der Rolle nicht. Doch es fehlen die Alternativen beim 1. FC Köln: Jan Thielmann als Rechtsverteidiger funktioniert bislang noch nicht.

Es galt eigentlich als eine gute Idee von Timo Schultz. Auch Steffen Baumgart hatte ihn schon auf die Verteidigerposition beordert. Doch aktuell ist es eine Schwachstelle beim 1. FC Köln: Jan Thielmann als Rechtsverteidiger funktioniert bislang einfach noch nicht. Doch den Kölnern fehlen auch die Alternativen.

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Robust im Zweikampf ließ Jan Thielmann seinen Gegner stehen, nahm Tempo in der eigenen Hälfte auf und trieb die Kugel durchs Zentrum. Gut 25 Meter vor dem Tor entschied sich das Kölner Eigengewächs für den Abschluss und schickte den Ball Richtung Oberrang – eine Szene mit Symbolcharakter. Die zweitschlechteste Zweikampfquote, die zweitschlechteste Passquote der FC-Spieler, die meisten Fouls am Gegner – so wirklich viel wollte dem 22-Jährigen am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC nicht gelingen. Mehr als die Hälfte aller gegnerischen Angriffe liefen über Thielmanns Seite, wenn auch keiner von ihnen zum Gegentor fühte. Thielmann war wohl der größte Unsicherheitsfaktor in der insgesamt schwachen Defensive der Kölner.

Beste Leistungen bislang im rechten Mittelfeld

Da dem 22-Jährigen aber im Gegensatz zu seinem Gegenüber Leart Pacarada auch in der Offensive nicht viel gelang, fiel die schwache Leistung des U21-Nationalspielers besonders auf. Mal wieder. Und immer mehr stellt sich bei den Beobachtern das Gefühl ein, dass das kolportierte „Experiment“ gescheitert ist oder zumindest dringend überdacht werden sollte. Vor exakt einem halben Jahr beorderte Timo Schultz den gelernten Offensivspieler aus der Sturmspitze auf die rechte Verteidigerposition. Ein weiter Weg. Ein Weg, der auch nicht unbedingt als die Norm im Profifußball angesehen wird. Nur wirkte Thielmann auch in der Spitze alles andere als gut aufgehoben. Der 22-Jährige ist in den vergangenen Jahren zu so etwas wie zur Kölner Allzweckwaffe geworden, spielte auch schon auf der linken Seite, sogar hinter den Spitzen.

Seine besten Leistungen rief Thielmann wohl im rechten Mittelfeld ab und von dort ist es dann eben doch nicht so weit auf die Verteidigerposition. Zumal das Eigengewächs diese Rolle ja auch schon im Nachwuchs der DFB-Auswahl gespielt hat, bevor Schultz die gleiche Idee hatte. Eine Idee, die auch auf Zustimmung traf. „Ich bin ein Befürworter davon, dass Thielmann rechts verteidigt“, hatte unter anderem Matthias Scherz vor einem halben Jahr auf einer Veranstaltung des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt. Und: „Er hat ein sensationelles Zweikampfverhalten durch seinen niedrigen Schwerpunkt, kann super gegen schnelle Spieler agieren und mit seinem Tempo auch selbst ins Eins-gegen-eins gehen und über die Seite marschieren. Die Position ist vakant, da kann er auch Nationalspieler werden.“

Struber fehlen die Alternativen

Kein Wunder also, dass der Youngster den Vortritt vor den gelernten Rechtsverteidigern Rasmus Carstensen und Benno Schmitz erhielt. Oder? Ein halbes Jahr später sieht die Realtität aber anders aus. Thielmann weist nach wie vor große Probleme im Stellungsspiel auf und gerade das Zweikampfverhalten scheint eine Schwachstelle zu sein. Schon gegen den HSV bekam der Youngster seine Grenzen aufgezeigt, auch gegen Elversberg und Schalke war Thielmann nicht wirklich sattelfest. Dabei arbeitet der 22-Jährige schon mit in die Offensive, liegt ligaweit auf Rang vier der meisten Flanken aus dem Spiel heraus. „Er hat viele Phasen gespielt in den vergangenen Wochen, wo er sehr sehr gute Momente in der neuen Rolle hat“, sagte Gerhard Struber am Sonntag nach dem 4:4.

Wohl auch, weil er nicht gerade viele Alternativen hat. Carstensen blieb nach seiner Einwechslung einmal mehr blaß, scheint in den Augen von Struber ohnehin keine große Rolle zu spielen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass man die Kaufoption des Dänen gezogen hat, um für den Verletzungsfall von Thielmann gerüstet zu sein. Schmitz hat den Verein verlassen. Mit Sicherheit ist diese Position eine, auf der der FC im Winter nachbessern will, anscheinend sogar muss. Denn Thielmann ist bislang nicht in die Rolle reingewachsen. „Es gilt, weiter dran zu bleiben, sich mit ihm zu beschäftigen und zu wachsen. Wir haben heute gesehen, dass er nicht immer auf der Ebene war, wo wir uns den Jan Thielmann wünschen“, sagte der Trainer erstaunlich kritisch. Und auch für für den U21-Nationalspieler gibt es aktuell nur wenige Alternativen. Das Spiel mit den Achtern auf den Halbpositionen kommt dem Youngster zumindest nicht entgegen.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Überragend in der Offensive, schwach in der Defensive – Pacarada als Sinnbild für das 4:4

Leart Pacarada liegt enttäuscht auf dem Rasen des 1. FC Köln
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Überragend in der Offensive, schwach in der Defensive – Pacarada als Sinnbild für das 4:4

Vier Assists in 45 Minuten hat es in der 2. Liga noch nicht gegeben. Die Gesamtleistung des Linksverteidigers stand symptomatisch für das Auftreten des 1. FC Köln: stark in der Offensive, schwach in der Defensive.

Beim 4:4 gegen den Karlsruher SC war das Thema Effizienz beim FC keins mehr. Kaltschnäuzig zeigte sich der Kölner Angriff, löchrig dagegen die Abwehr des 1. FC Köln: stark in der Offensive, schwach in der Defensive.

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Möglicherweise wird Steffen Baumgart am Sonntagnachmittag so ein kleines Lächeln der Marke „Hab ich doch gesagt“ über die sonst schon mal grimmig wirkenden Lippen gehuscht sein. Sollte sich der Kölner Ex-Trainer tatsächlich die reine Statistik der Begegnung des 1. FC Köln gegen den Karlsruher SC angeschaut haben, dann wird er sich vermutlich mit einem Stirnrunzeln über die vier Assists des von ihm geadelten „besten Linksverteidigers der 2. Bundesliga“ bestätigt gefühlt haben. Vier Assists in einem Spiel, sogar in einer Hälfte? Das ist auf jeden Fall historisch und hat es so in Liga zwei noch nicht gegeben. Pacarada gelangen mal zwei Vorlagen in einem Spiel für Sandhausen im Duell gegen Braunschweig und später auch mal für St. Pauli gegen Ingolstadt, aber vier Vorlagen waren dem Linksverteidiger in seinem Profi-Dasein dementsprechend noch nicht gelungen.

FC besonders anfällig über die Außen

Und doch hielt sich die Freude bei dem 29-Jährigen in Grenzen. Denn es gab da eben noch die andere Seite. Vor der Begegnung hätte Pacarada „gedacht, dass sich vier Assists auf jeden Fall besser anfühlen, gerade ist mir das wirklich relativ egal“, sagte der Linksverteidiger nach dem Spiel. „Ich glaube, für den neutralen Zuschauer war es ein atemberaubendes Spiel. Für uns sind das ganz klar verlorene Punkte.“ Tatsächlich stand Pacaradas Leistung symptomatisch für das Kölner Spiel. Der gebürtige Aachener leitete nicht nur die vier Tore ein, der 29-Jährige setzte auch weitere Spieler in Szene, es wären noch weitere Assists möglich gewesen. Und wenn man es ganz genau nimmt, war der Abwehrspieler auch an weiteren Treffern beteiligt. An Toren des Gegners. Pacarada war in der Offensive überragend, in der Defensive aber einer von vielen Unsicherheitsfaktoren.

Denn gerade über die Positionen der Außenverteidiger hatte Karlsruhe ein erstaunlich leichtes Spiel. Sebastian Jung und Dzenis Burnic bereiteten über Pacaradas rechte Seite die Treffer eins und zwei für den KSC vor. Auf der linken Seite sorgten der überragende Marvin Wanitzek, der drei Tore erzielte, und Leon Jensen, der den 4:4-Ausgleich besiegelte, für mächtig Wirbel. Weder Pacarada noch Jan Thielmann bekamen in der Defensive ihre Spieler in den Griff. Da aber auch Timo Hübers eher einen gebrauchten Tag erwischte, verpuffte das Offensiv-Feuerwerk der Kölner. „Wir haben einen super offensiven Ansatz, kriegen es hinten nicht hin, die Tore dann über die Strecke zu bringen. Das ist super frustrierend“, sagte Hübers und erklärte, dass er einige Tage brauchen würde, um das zu verarbeiten.

Die Statistik trügt

Dabei hatte der Nachmittag eigentlich perfekt für den FC begonnen. Noch am Donnerstag deuteten die ersten Zeichen daraufhin, dass Damion Downs vielleicht eine schöpferische Pause erhalten könnte. Der Auftritt gegen Düsseldorf war nicht so wirklich überzeugend. Durch den Ausfall von Dejan Ljubicic war die Startelf aber nun die gleiche wie in der Vorwoche. Und der Stürmer strafte seine Kritiker Lügen. Nach der Führung durch Luca Waldschmidt erhöhte der Angreifer mit einem Doppelpack. Zwar schwamm die Kölner Abwehr auch zu diesem Zeitpunkt bereits einige Male heftig, doch der KSC wirkte noch nicht wirklich wach, vielleicht auch gebeutelt von dem Fußmarsch ins Stadion. Für den Bus hatte es auf der Aachener Straße kein Durchkommen gegeben. Doch nach dem 3:0 fand der KSC das richtige Mittel gegen die löchrige Kölner Abwehr.

„Wir haben uns das komplett selber zuzuschreiben“, sagte Hübers zu recht, um dann doch auf den Irrweg zu gelangen. „Wir haben alles im Griff, sind glaube ich auch die bessere Mannschaft und geben es dann so aus der Hand.“ Die bessere Mannschaft war der FC in Halbzeit eins tatsächlich auch nur auf der Anzeigetafel, hatte bis zum 3:0 sogar seltener als der KSC aufs gegnerische Tor geschossen (5:6), war erstaunlicherweise nur viel effizienter. Zu diesem Zeitpunkt zeigte der zuletzt so oft bemühte xGoals-Wert noch nicht einmal auf die Eins. Und so stand es plötzlich 3:2 in einem Spiel, das eigentlich nach einer Viertelstunde schon entschieden hätte sein müssen. War es nicht, genauso wenig wie nach dem 4:2 noch kurz vor der Pause.

FC in der Schlussphase wieder zu schwach

Nun könnte man meinen, dass die Kölner den späten Treffer in Schwung für Halbzeit zwei umwandeln konnten. „Wie die Mannschaft zum 3:2 zurückgekommen ist, war einfach großartig. Da fand ich, müsste es eigentlich pari stehen“, sagte KSC-Coach Christian Eichner. „Das 4:2 hat uns eigentlich komplett aus dem Spiel genommen psychologisch.“ Nur Köln eben nicht ins Spiel gebracht. Es spielte nur noch Karlsruhe, der FC verlor völlig den Faden. Und tatsächlich deuteten plötzlich so ziemlich alle Statistiken auf die Gäste. Karlsruhe hatte mehr Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe und Achtung: der KSC hatte sogar mehr Abschlüsse. Und da die Badener für ihre Effizienz bekannt sind, waren Anschluss- und Ausgleichstreffer nur eine Frage der Zeit.

Dem FC fiel so gut wie nichts mehr ein. Ganze drei Abschlüsse waren für Köln in Durchgang zwei nur noch drin. Daran änderten auch die Wechsel nichts, obwohl Struber tatsächlich mit Marvin Obuz und Jaka Potocnik die zuletzt von einigen Fans so vehement geforderten Youngster brachte. Einen großen Effekt hatten die Einwechslungen nicht. „Ich bin absolut nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie wir das heute versucht haben, in eine gute Richtung zu bringen“, sagte Struber nach der turbulenten Partie. Ob sich Steffen Baumgart wirklich die Statistik der Begegnung angesehen hat, ist natürlich nicht bekannt. Das Ergebnis wird er zur Kenntnis genommen haben. Und da sich die potenzielle Konkurrenz die Punkte gegenseitig weggenommen hat, vielleicht sogar mit einem kleinen Lächeln.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Unfassbares 4:4-Torspektakel: Der FC verspielt eine 3:0 Führung

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Unfassbares 4:4-Torspektakel: Der FC verspielt eine 3:0 Führung

Der FC verpasst am 7. Spieltag der 2. Bundesliga den nächsten möglichen Sieg, allerdings nicht aufgrund eines Chancenwuchers. Der 1. FC Köln vergibt eine 3:0-Führung gegen den KSC und spielt 4:4.

Acht Tore, ein Fußball-Spektakel und doch enttäuschte FC-Fans: Der 1. FC Köln vergibt eine 3:0-Führung gegen den KSC, kommt nicht über ein Remis hinaus und lässt die nächsten Punkte liegen. Die Führung durch Luca Waldschmidt (3.), Damion Downs (7., 15.) und Tim Lemperle (45.+2) glichen Marvin Wanitzek (19., 27., 55.) und Leon Jensen (52.) aus. Immerhin gab Jaka Potocnik sein Debüt.

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Gerhard Struber hatte schon unter der Woche angedeutet, dass er im Moment keinen großen Grund habe, seine Mannschaft umzustellen. Möglicherweise wäre höchstens Dejan Ljubicic in die Anfansgformation rotiert, doch der Österreicher fehlte aufgrund einer Mandelentzündung. So startete erwartungsgemäß wie in der Vorwoche Luca Waldschmidt. Doch eine Überraschung hatte der Coach dann doch parat. Florian Kainz stand erstmals in dieser Saison wieder im Kader und gibt diesem damit ein wenig mehr Breite. Die brauchte der FC aber gerade in der Offensive im ersten Abschnitt nicht.

Waldschmidt eröffnet den Torreigen

Es waren noch keine drei Minuten gespielt, da hatte Leart Pacarada seine erste von vielen sehr guten Ideen. Mit einem Pass in die Tiefe spielte der Linksverteidiger Waldschmidt an, der Stürmer drang direkt in die Box ein und hämmerte die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte (3.). Und die nächste Aktion von Pacarada war noch stärker. Der Schienenspieler schickte Damion Downs mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte auf die Reise. Der Angreifer ging mit Tempo auf das gegnerische Tor zu und tunnelte Max Weiß (7.). Zwei Schüsse, zwei Tore – von fehlender Effizienz konnte keine Rede sein. Der FC spielte weiter nach vorne. Unter anderem verfehlte Linton Maina mit einem flachen Ball das Tor, Downs machte es anschließend besser. Nach einem weiteren Pass von Pacarada hatte der Stürmer viel Zeit. Genug, um mit einem Schlenzer auf 3:0 zu erhöhen (15.).

Doch der KSC wachte spätestens mit dem dritten Gegentreffer auf und hatte im Kölner Strafraum erstaunlich viele Freiräume. Sebastian Jung flankte von der rechten Seite, die Abwehr von Timo Hübers landete vor den Füßen von Marvin Wanitzek, der locker einschob (19.). Acht Minuten später traf Wanitzek erneut. Wieder kam der Angriff über die rechte Seite. Dieses Mal flankte Dzenis Burnic, wieder sah Hübers im Zentrum nicht gut aus und wieder machte es Wanitzek gut (27.). Und der KSC hätte sogar den Ausgleich erzielen können. Nach einer weiteren Flanke von Jung setzte sich Schleusener problemlos gegen Hübers durch und köpfte den Ball an die Latte (41.). Doch der FC erzielte den nächsten Treffer. Natürlich durch eine starke Vorarbeit von Pacarada, der Lemperle steil schickte und der Angreifer schob zum 4:2 ein (45.+2).

Wanitzek gleicht aus, Potocnik gibt sein Debüt

Der FC brachte den Schwung des späten Treffers in Durchgang eins aber nicht mit in den zweiten Abschnitt. Im Gegenteil: Karlsruhe machte das Spiel, erhöhte den Druck und belohnte sich. Der überragende Wanitzek schlug von der rechten Seite eine Ecke in die Box, Leon Jensen stand am kurzen Pfosten vollkommen blank und nickte ein (52.), Eric Martel schaute nur zu. Und Karlsruhe witterte seine Chance. Nach einer weiteren Hereingabe geriet die Kölner Hintermannschaft komplett ins Schwimmen, bekam die Kugel erst im fünften Versuch geklärt. Doch an der Strafraumgrenze lauerte erneut Wanitzek, der mit einem Schlenzer zum 4:4 traf (55.). Jonas Urbig verhinderte nach einer knappen Stunde gegen Wanitzek sogar den Rückstand (59.).

Struber brachte für die Schlussphase frische Kräfte, setzte zunächst auf Marvin Obuz für Damion Downs und schließlich auch auf Jaka Potocnik und Steffen Tigges für Waldschmidt und Lemperle, doch die Kölner hatten den Zug zum Tor verloren. Dem FC fiel in der Offensive nicht mehr viel ein, der KSC konterte nur noch. Mehr als ein Distanzschuss von Denis Huseinbasic wurde nicht mehr richtig gefährlich. Wirklich zwingend wurden die Geißböcke zumindest nicht mehr. Auch Karlsruhe konnte das hohe Tempo der Anfangsphase nicht weitergehen, verpasste den Lucky Punch. Der FC spielt am kommenden Wochenende zu Hause gegen den SSV Ulm.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli, Hübers, Thielmann (56. Carstensen) – Martel – Maina, Huseinbasic, Lemperle (74. Tigges) – Downs (63. Obut), Waldschmidt (74. Potocnik) – Tore: 1:0 Waldschmidt (3.), 2:0, 3:0 Downs (7., 15.), 3:1, 3:2, 4:4 Wanitzek (19., 27., 55.), 4:2 Lemperle (45.+2), 4:3 Jensen (52.).


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Tabellensituation: Große Sprünge macht der FC selbst mit einem Sieg nicht

Jonas Urbig vom 1. FC Köln im Tor
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Tabellensituation: Große Sprünge macht der FC selbst mit einem Sieg nicht

Der 1. FC Köln ist nach den Samstagsspielen auf Rang zehn in der Tabelle abgerutscht. Und der FC könnte sogar noch weiter abrutschen. Bei einer Niederlage droht dem FC sogar Rang zwölf und selbst mit einem Sieg muss nicht mehr als Platz acht drin sein für den 1. FC Köln: So ist die Situation in der Tabelle für den FC.

Gegen den 1. FC Magdeburg und Fortuna Düsseldorf war Köln überlegen, dominierte den Gegner, hatte die besseren Möglichkeiten. Dennoch konnte der FC aus den beiden Begegnungen nur einen Punkt mit nach Hause nehmen. Nun muss ein Sieg her für den 1. FC Köln: So ist die Situation in der Tabelle für den FC.

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Ein Blick auf die Tabelle des 7. Spieltags der zweiten Bundesliga vor den anstehenden Sonntagsspielen offenbart, dass ein Sprung auf die vorderen Tabellenplätze noch ein weiter Weg ist für den 1. FC Köln. Bereits nach dem 6. Spieltag und dem unglücklichen Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf ordnete sich die Mannschaft von Gerhard Struber im Mittelfeld der Tabelle ein. Am Samstagnachmittag rutschten die Kölner in die untere Tabellenhälfte ab. Zwar hat der FC oft die besseren Leistungswerte, einen höheren xGoals-Wert als die Gegner, ein wesentlich besseres Torschuss-Verhältnis – doch viele Punkte sammelte der FC nicht. Acht Punkte von 18 möglichen Zählern ist jedenfalls nicht die Ausbeute eines Teams, das um den Aufstieg mitspielen will. Und die Aufgaben werden nicht leichter.

FC bei Sieg maximal Platz sechs

Das Ausmaß der vergebenen Chancen zeigt sich beim Blick auf die Blitztabelle am Samstagabend. „In Relation zu den Chancen sollte schon ein bisschen mehr dabei rausspringen. Das ist uns bewusst“, so FC-Trainer Gerhard Struber auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Karlsruhe. Mit einem Platz in der Spitzengruppe wird es vorerst nichts für den 1. FC Köln. Auch nicht bei einem Sieg. Zwar würden die Kölner den Abstand auf den KSC auf drei Punkte verkürzen, mehr als Platz sechs ist für den FC aber an diesem Wochenende nicht möglich. Sollten Hertha BSC und Hannover 96 ihre Sonntagsspiele gegen die SV Elversberg und den 1. FC Nürnberg gewinnen, würden die Geißböcke selbst mit einem Sieg nur auf Rang acht klettern. Der Rückstand zur Spitze und Fortuna Düsseldorf bliebe bei sechs Zählern, Magdeburg wäre vier Punkte entfernt.

Bei einer Niederlage gegen den KSC könnten die Kölner im schlechtesten Falle sogar auf Platz zwölf abrutschen. Dies wäre im Falle eines Sieges von sowohl Nürnberg als auch Elversberg der Fall. Dann dürfte es auch die ersten kritischen Stimmen geben. Am kommenden Wochenende steht dann die Begegnung gegen Ulm auf dem Spielplan. Für den FC die Chance, im letzten Spiel vor der nächsten Länderspielpause Boden gut zu machen. Da dann unter anderem Fortuna Düsseldorf und der Hamburger SV sowie der 1. FC Magdeburg und die SpVgg Greuther Fürth aufeinandertreffen, kann der FC mit einer kleinen Miniserie Boden gut machen. Dazu wäre ein Erfolg gegen den KSC am Sonntag aber Pflicht.


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Gerhard Struber auf der Pressekonferenz des 1. FC köln

Struber zum Karlsruhe-Spiel

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Analyse: FC-Offensive

Analyse: Diese Zahlen zeigen, wie gut der FC in der Offensive wirklich ist

Die Spieler des 1. FC Köln freuen sich über ein Kölner Tor
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Analyse: Diese Zahlen zeigen, wie gut der FC in der Offensive wirklich ist

Nach dem sechsten Spieltag erreicht der FC in zahlreichen Statistiken Bestwerte, zeigt sich nach Aussagen Dritter als bestes Team der Liga. Dennoch stehen die Geißböcke bisher nur auf Platz neun der Tabelle – Mittelmaß. Die Chancenverwertung bleibt das Problem des 1. FC Köln: So stark ist die Offensive des FC.

Am siebten Spieltag geht es für den FC gegen den Karlsruher SC. Der Verein liegt aktuell auf Tabellenplatz zwei und führt eine nicht unbedeutenden Bilanz an. Bei weiteren Werten sieht es dagegen gut aus für den 1. FC Köln: So stark ist die Offensive des FC.

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In gewisser Weise liegen dieser Tage Anspruch und Realität rund um den 1. FC Köln doch sehr weit auseinander. Die Worte von Daniel Thioune wirken zumindest noch nach. Der Trainer von Fortuna Düsseldorf fand nach dem 2:2 gegen den FC besonders lobende Worte für den Gegner. „Ich glaube, dass wir heute gegen die beste Mannschaft der Liga gespielt haben – inhaltlich. So ehrlich muss ich sein. Das war bislang das Beste, was gegen uns gespielt hat“, sagte Thioune. Auch beim FC hat man das in der vergangenen Spielzeit verlorene Selbstvertrauen längst wieder entdeckt. „Wenn man sich anschaut, wo Fortuna Düsseldorf punktemäßig steht… von den Leistungen her könnten wir uns in ähnlichen Tabellenregionen wiederfinden“, sagte Timo Hübers und Linton Maina fand: „Wir müssen ganz woanders in der Tabelle stehen, nicht da, wo wir sind.“

Zahlreiche Bestwerte

De facto steht der FC vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Karlsruhe mit acht Punkten und zwei gewonnenen Spielen aus sechs Begegnungen auf Rang neun. Rein tabellarisch ist der FC also nicht die beste Mannschaft der Liga. Nach dem Tableau sind die Geißböcke eher Mittelmaß. Und doch besteht kein Zweifel daran, dass die Kölner einen besonders attraktiven, einen offensiven, einen starken Fußball in dieser Saison spielen. Die Wucht, die der FC seit Saisonbeginn bis ins Schlussdrittel entwickelt, ist beeindruckend. Und das lässt sich aus zahlreichen Statistiken vor dem 7. Spieltag ablesen. Über die Menge der Torabschlüsse wird nahezu wöchentlich im Zusammenhang mit dem Chancenwucher der Kölner hingewiesen. Tatsächlich ist die Differenz zwischen Platz eins und Platz zwei schon beeindruckend. Auf 138 Torabschlüsse kommt der FC in sechs Spielen, also im Schnitt 23 pro Spiel, der SC Paderborn schloss als Zweiter dieser Statistik 92 Mal ab, also im Schnitt 15 Mal pro Spiel und drei Mal weniger als die Kölner innerhalb des Sechzehners den Abschluss suchten – demnach führt der FC auch diese Bilanz an.

Der FC brachte bislang auch mit Abstand die meisten Kopfbälle aufs Tor (30). Immerhin war die Struber-Elf so auch schon vier Mal erfolgreich. Einzig der HSV ist per Kopfball noch erfolgreicher (6). Zwar suchen die Kölner unter dem neuen Coach vermehrt den Weg durchs Zentrum, zumindest deutlich häufiger als noch unter Steffen Baumgart, es ist aber nicht so, dass die Geißböcke die Flanken vernachlässigen würden. Im Gegenteil. Auch diese Statistik geht mit bisher 130 Flanken, also im Schnitt mehr als 20 pro Spiel und damit mehr als noch in der Vorsaison (18), an den FC. Auf dem zweiten Platz folgt Berlin mit 118 Hereingaben. Dabei kommt in dieser Saison ein Drittel der Flanken auch an, in der Abstiegssaison war es gerade mal ein Fünftel. Zudem brachten die Kölner bislang die meisten Ecken. Von den 48 Hereingaben nutzte der FC in der Liga immerhin zwei. Fürth und Kaiserslautern waren schon fünf Mal nach Ecken erfolgreich.

Zweitschlechteste Effizienz der Liga

Doch der aktuelle Tabellenplatz zeigt, was die Abschlüsse bislang wert sind. „Es ist immer schwierig zu sagen, Torschüsse zählen. Wenn da einer acht Meter übers Tor schießt, wird das auch gezählt“, sagt Jonas Hector in der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“. „Aber die Anzahl der guten Chancen war (gegen Düsseldorf) wieder enorm.“ Und tatsächlich führt der FC auch in der Statistik der Großchancen. Bislang kamen die Kölner auf 16 dicke Möglichkeiten in den bisherigen sechs Spielen, Magdeburg auf immerhin 14. Und spätestens dann wird auch wieder das Problem der Kölner deutlich. Von den 14 Großchancen nutzten die Kölner sechs, während beispielsweise der HSV von seinen 15 gleich zehn verwandelte. Das zeigt sich auch am xGoals-Wert der Zweitligisten. Der liegt mit 19 beim FC ebenfalls am höchsten. Allerdings waren die Kölner nur 14 Mal erfolgreich. Das heißt die xGoals-Effizienz geht mit -5 deutlich ins negative, einzig Jahn Regensburg weist mit seinen zwei Treffern eine schlechtere Bilanz auf, die beste geht ausgerechnet: an den KSC.


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Eric Martel vom 1. FC Köln

Neue Marktwerte

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Eichner vs. Struber