Aufstiegskampf: So steigt der 1. FC Köln schon beim nächsten Heimspiel auf

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Aufstiegskampf: So steigt der 1. FC Köln schon beim nächsten Heimspiel auf

Nach dem 3:1-Erfolg über Preußen Münster stehen die Vorzeichen beim FC auf Aufstieg. Sicher ist der noch lange nicht, doch die Chancen stehen gut. Schon vorzeitig kann der Gang in Liga eins in trockenen Tüchern sein. Allerdings sicher nicht am kommenden Spieltag. So steigt der 1. FC Köln schon gegen Regensburg auf.

Mit fünf Punkten Vorsprung auf Rang vier hat der FC den Aufstieg fest im Visier. Vier Spieltage vor Saisonende scheint nicht mehr viel anbrennen zu können. Schon beim kommenden Heimspiel könnte der Gang in Liga eins gefeiert werden. So steigt der 1. FC Köln schon gegen Regensburg auf.

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Eine bejahende Antwort war Sportdirektor Christian Keller bei der Frage nach einer Vorentscheidung im Aufstiegsrennen am Sonntag nicht zu entlocken. Der FC-Verantwortliche blieb gewohnt nüchtern. „Wir haben fünf Punkte Vorsprung mit dem schlechteren Torverhältnis auf Platz drei. Das heißt, wir bleiben unserer Haltung treu. Das nächste Spiel ist das wichtigste“, so Keller. „Eine Vorentscheidung ist es erst dann, wenn wir soviele Punkte haben, dass die anderen uns nicht mehr einholen können. Da sind wir weit davon entfernt.“ In allzu weiter Ferne liegt das Saisonziel „schnellstmöglicher Aufstieg“ nach dem 30. Spieltag allerdings dann doch nicht mehr. Es ist eher zum Greifen nah. Und so könnte der FC bereits im Heimspiel gegen Jahn Regensburg am 32. Spieltag je nach Ergebnis der Mitkonkurrenten den Sack bereits frühzeitig zu machen und den Fans eine Aufstiegsfeier im eigenen Stadion bescheren.

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So kann der 1. FC Köln am 32. Spieltag aufsteigen

Die Mannschaft von FC-Coach Gerhard Struber steht nach dem 30. Spieltag an der Tabellenspitze, hat 54 Zähler auf dem Konto. Mit einem Punkt Abstand folgt der HSV, Magdeburg liegt mit 49 Zählern auf dem Relegationsplatz. Platz vier bis sechs bekleiden punktgleich (48) die SV Elversberg, der SC Paderborn und die Fortuna aus Düsseldorf. FC-Gegner des letzten Spieltags, der 1. FC Kaiserslautern, folgt mit 46 Zählern, Nürnberg und Karlsruhe dürfen sich mit 44 auch noch geringe Hoffnungen machen. Das Feld der Konkurrenten ist zwar noch breit, jedoch ist der Aufstieg des FC gegen Regensburg rechnerisch durchaus realistisch. Schaffen es die Kölner gegen Hannover und Regensburg zwei Zähler mehr einzufahren als Magdeburg im gleichen Zeitraum oder mindestens einen mehr als die weitere Konkurrenz, ist die frühzeitige Rückkehr ins Oberhaus geschafft. Für den Aufstieg am 3. Mai könnten folgende Szenarien denkbar werden:

Wenn der FC gegen Hannover und Regensburg doppelt punktet…

  • und die Mannschaften von Platz drei bis sechs nicht beide Spiele gewinnen, steigt der FC mit diesen beiden Siegen auf.
  • Nur wenn der HSV in beiden Partien patzen sollte und die kommenden zwei Spieltage ohne Zähler abschließt, darf einer dieser Konkurrenten zwei Siege einfahren.

Spielt der FC einmal unentschieden und gewinnt einmal…

  • darf auch der 1. FC Kaiserlautern maximal vier Zähler holen.
  • müssen Elversberg, Paderborn und Düsseldorf unter der vier Punkte Marke bleiben.
  • darf Magdeburg höchstens zweimal Remis spielen.

Holen die Geißböcke aus den zwei Partien nur zwei Punkte…

  • kann Magdeburg nur mit zwei Niederlagen auf ausreichendem Abstand gehalten werden.
  • dürfen die drei Konkurrenten Elversberg, Paderborn und Düsseldorf nur einen Punkt einfahren.
  • bleibt Lautern mit drei Punkten auf Distanz.
  • können sich Karlsruhe und der FCN höchstens vier Punkte erlauben.

Bei weniger Punkten für den FC ist ein verfrühter Aufstieg noch nicht direkt möglich.


Sechs Spiele, sechs Scorer – Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immens wichtig

Luca Waldschmidt wird von seinen Mitspielern nach dem 2:1 umjubelt
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Sechs Spiele, sechs Scorer – Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immens wichtig

In der Hinrunde, vor allem aber in der Vorsaison wollte es so gar nicht laufen, nun scored der Zehner nahezu in jedem Spiel. Sechs Scorer in sechs Spielen ist zumindest eine beeindruckende Bilanz. Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immer wichtiger.

Auch wenn Preußen Münster bei den Geißböcken sicherlich alles andere als gefährlich war, lieferten die Geißböcke gegen den Abstiegskandidaten eine gute Vorstellung ab. Eine herausragende Leistung bot ausgerechnet ein Akteur, der in der Hinrunde nur selten auf hohem Niveau spielte, nun aber den Unterschied machen könnte: Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immer wichtiger.

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Die Idee war schon eine besonders gute, die Ausführung vielleicht sogar noch einen Tick besser. Mit einem beeindrucken Pass aus der eigenen Hälfte, einem Pass über locker 30 Meter in den Fuß des Mitspielers, schickte Luca Waldschmidt Tim Lemperle auf die Reise. Der Stürmer nahm Fahrt auf, genauso wie der Passgeber, der sich nur wenige Augenblicke später in bester Position im Strafraum der Preußen befand. Doch Lemperle hatte eine aus seiner Sicht bessere Idee. Ein Trugschluss, den Waldschmidt auch mit einer berechtigten kurzen Kritik bedachte. Doch der Pass war dann doch der eines technisch sehr begabten Akteurs. „Für uns war es einfach wichtig, dass er mit seinen Pässen ein richtiger Einfädler war“, lobte Gerhard Struber seinen so oft bezeichneten Unterschiedsspieler.

Oft bezeichnet, aber nicht immer abgerufen, könnte vielleicht die Situation um Luca Waldschmidt lauten. Denn dem 28-Jährigen fehlt auch in dieser Spielzeit die Konstanz. Und doch entwickelt sich der ehemalige Nationalspieler zu einem immer wichtiger werdenden Faktor im Aufstiegsrennen. Aktuell neben Marvin Schwäbe wohl der wichtigste. Und das, weil „Er immer wieder ins Scoren kommt. Fast in jedem Spiel“, so Struber. Tatsächlich erzielte Waldschmidt in den vergangenen sechs Spielen vier Tore, bereitete zwei weitere vor. In den 20 Begegnungen zuvor waren es drei Treffer und keine Vorarbeit. Bei den Erfolgen gegen Ulm und Darmstadt waren es jeweils die entscheidenden Treffer, beim Triumph über Paderborn bereitete der gebürtige Siegener das 2:1 vor, gegen Fürth traf Waldschmidt zum wichtigen Ausgleich und nun gegen Münster zum 2:1, das 3:1 durch Damion Downs bereitete der Offensivspieler ganz stark vor.

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„Das stellt der Luca Waldschmidt im Moment eindrucksvoll unter Beweis“

Für einen richtigen Unterschiedsspieler mag die Konstanz in den Leistungen fehlen, doch die tatsächliche Bilanz spricht aktuell genau dafür. Und für Waldschmidt wäre gegen die Preußen sogar noch mehr möglich gewesen. Denn neben dem starken Pass auf Lemperle setzte der Angreifer unter anderem gleich doppelt Dejan Ljubicic in Szene, der aber zwei Möglichkeiten liegen ließ. Waldschmidt hatte ganz offensichtlich Spaß am Spiel. „Es zeigt einfach, dass wir neben dieser Power und Intensität im richtigen Moment auch Spielwitz haben und das stellt der Luca Waldschmidt im Moment eindrucksvoll unter Beweis“, so der Trainer, der auch in der Vergangenheit nicht müde wurde, seinen Offensivspieler in höchsten Tönen zu loben, ihm Mut zuzusprechen.

Doch Waldschmidt ließ zwischenzeitlich durchklingen, dass ihm das Vertrauen mitunter schon mal gefehlt habe. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der 28-Jährige gerade in der Hinserie zu oft hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist. Gegen Münster erwischte der „Zehner“ einen richtig guten Tag. „Dass Luca mit Ball ein Top-Fußballer ist, ist unstrittig und stand nie zur Diskussion. Aber auch er muss an sich und an seine Qualität glauben und vertrauen, dass er diese auch einsetzen kann“, sagte auch Christian Keller. „Dann ist er ein Spieler, der uns helfen kann und das hat er in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen.“ Und sollte er das auch in den kommenden Wochen können, wird der Offensivspieler der erhoffte Faktor im Aufstiegsrennen.


Zwei verletzungsbedingte Ausfälle sowie ein wichtiger Heimsieg für die Leihspieler des 1. FC Köln

Rasmus Carstensen spielt bei einem Testspiel des 1. FC Köln
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Zwei verletzungsbedingte Ausfälle sowie ein wichtiger Heimsieg für die Leihspieler des 1. FC Köln

Zwei verletzungsbedingte Ausfälle, einmal nicht im Kader, eine Gelbsperre, ein wichtiger Heimsieg, eine Niederlage beim amtierenden Meister und eine beim Aufstiegskandidaten. Der vergangene Spieltag lief für die Leihspieler des 1. FC Köln sehr unterschiedlich. Freud und Leid bei den Leihspielern des 1. FC Köln.

Während die Profis am Ostersonntag einen 3:1-Sieg gegen Münster einfahren konnten, lief der Spieltag für die ausgeliehenen Akteure des FC nicht so rund. Freud und Leid bei den Leihspielern des 1. FC Köln.

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Wichtiger Sieg für Carstensen

Am vergangenen Spieltag kamen gleich vier verliehene FC-Profis nicht zum Einsatz. Während Stürmer Florian Dietz in Österreich beim Unentschieden (1:1) vom SCR Altach gegen den TSV Hartberg aufgrund einer Schulterverletzung erneut zuschauen musste, Chilohem Onuoha beim 1:1 vom SC Verl beim VFB Stuttgart II nicht zum Kader der Verler gehörte, standen auch Said und Malek El Mala Viktoria Köln bei der knappen 0:1-Niederlage in Cottbus nicht zur Verfügung. Malek El Mala musste gegen die Cottbuser weiterhin aufgrund eines doppelten Bänderrisses verletzungsbedingt pausieren. Sein Bruder Said sah am Wochenende zuvor gegen Arminia Bielefeld seine fünfte Gelbe Karte und fiel daher wegen einer Gelbsperre aus.

Rasmus Carstensen konnte im Vergleich zu den vier genannten Akteuren spielen und war mit Lech Posen zuhause gegen Cracovia gefordert. Dabei stand der Däne in der Startelf und kam auf 73 Minuten Spielzeit. Am Ende gewann Posen mit 2:1 und zog damit punktemäßig mit Tabellenführer Raków Częstochow gleich, die mit 0:1 beim Tabellenvierten Stettin verloren.

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Pleiten für Adamyan und Bakatukanda

Sargis Adamyan verlor mit Zweitligaschlusslicht SSV Jahn Regensburg beim 1. FC Magdeburg mit 0:3-Toren. Dabei stand der Armenier in der Startelf und wurde knapp zehn Minuten vor Ende ausgewechselt. Elias Bakatukanda war mit Blau-Weiß Linz in der Meistergruppe der österreichischen Meisterschaft bei Sturm Graz zu Gast. Gegen den amtierenden Titelträger stand der 21-Jährige erneut in der Startformation der Linzer und spielte über die komplette Spielzeit durch. Allerdings konnte auch Bakatukanda die 0:2-Niederlage nicht verhindern. Dadurch bleiben der Rechtsfuß und sein Team auf dem sechsten Rang und haben nur noch Außenseiterchancen auf das europäische Geschäft.


Der Aufstieg ist zum Greifen nah, in dieser verrückten Liga aber längst nicht sicher. Ein Kommentar

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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Der Aufstieg ist zum Greifen nah, in dieser verrückten Liga aber längst nicht sicher. Ein Kommentar

Vier Spieltage vor dem Saisonende stehen die Vorzeichen beim FC auf Aufstieg. Fünf Punkte Vorsprung auf Rang drei sind ein ordentliches Polster. Nur ist diese Zweitliga-Saison alles andere als der Norm entsprechend. Jeder schlägt jeden, selbst fünf Zähler sind keine Sicherheit. Ein Kommentar zum 3:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Münster.

Nach dem 3:1-Erfolg über Preußen Münster, hat der FC einen komfortablen Vorsprung auf den Relegationsplatz. Zwar ist der Aufstieg nun zum Greifen nah, sicher ist er in dieser verrückten Liga aber bei weitem nicht. Ein Kommentar zum 3:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Münster.

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Wie nah Freud und Leid im Fußball beieinander liegen, zeigt die aktuelle 2. Bundesliga dann doch schon auf sehr beeindruckende Art und Weise. In der vergangenen Woche nach dem 1:1 gegen Führt ein leerer Blick, ein bedienter Trainer, nur wenige Tage später die geballte Faust und der Freudenschrei von Gerhard Struber. Nach dem 29. Spieltag der bange Blick nach unten, nach dem 30. der freundliche Gruß von oben. Und dieser dann auch noch mit der Euphorie eines Aufstiegskandidaten. Zuletzt noch große Zweifel, nun schwebt das Wort „Vorentscheidung“ rund über dem Geißbockheim. Tatsächlich ist die Ausgangslage nach dem 30. Spieltag, also vier Spiele vor Saisonende, für den FC eine durchaus gute. Die Kölner haben fünf Zähler Vorsprung vor Rang drei, sechs vor Rang vier. In einer normalen Spielzeit würde man davon ausgehen, dass der Aufstieg bei diesem Abstand bereits in trockenen Tüchern ist.

Zweite Bundesliga ist auch zum Saisonfinale nicht berechenbar

Für die Kölner Verantwortlichen wäre das auch enorm wichtig, denn die Kaderplanung für die kommende Spielzeit ist ohnehin eine komplizierte. Die Sicherheit der Klassenzugehörigkeit würde viel vereinfachen, wie die jüngsten Gerüchte um Linton Maina oder Dejan Ljubicic verdeutlicht haben. Nur ist in dieser Saison einfach vieles nicht normal. Es gibt nach dem 30. Spieltag nicht den glasklaren Aufstiegsfavoriten, dafür noch immer zehn Aufstiegskandidaten. Kandidaten, die sich auch weiterhin fleißig die Punkte abnehmen. Was sind schon fünf Zähler Vorsprung in vier Begegnungen, wenn die Aufstiegskandidaten Paderborn, Kaiserslautern und Hamburg in den vergangenen vier Partien keine sechs Punkte einsammelten. Wenn selbst Abstiegskandidaten wie Braunschweig, Ulm oder Regensburg im gleichen Zeitraum mehr Zähler einfuhren.

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Diese 2. Bundesliga ist auch zum Saisonfinale nicht berechenbar. Der FC ist dementsprechend auch noch nicht durch, die Vorentscheidung noch nicht gefallen. Auch, wenn die Kölner Verantwortlichen mit ihren Aussagen beispielsweise zu den Wintertransfers oder des Vermeidens des Blicks auf die Tabelle in dieser Saison schon des öfteren irritierten, ist der aktuelle Tritt auf die Euphoriebremse daher durchaus berechtigt. Die Marschroute kann in dieser zweiten Liga nur sein, von Spiel zu Spiel zu schauen. Oder wie Christian Keller es formulierte: Die Vorentscheidung sei erst dann gefallen, wenn der FC nicht mehr einholbar sei. Die Bedenken des Sportdirektors sind mehr als nur eine leere Worthülse, sie waren wohl noch nie so berechtigt wie in dieser Spielzeit.

Und sie unterscheiden sich von den Durchhalteparolen der vergangenen Runde, als die damaligen Entscheidungsträger verständlicherweise nicht müde wurden, zu beteuern, dass der Klassenerhalt trotz der äußerst kritischen Tabellensituation ein realistisches Ziel sei. Dass der FC eben noch nicht durch ist, liegt auch daran, dass den Kölnern, wie allen anderen Aufstiegskandidaten, die Konstanz fehlt, das Rennen frühzeitig für sich zu entscheiden. Die Leistungen sind schwankend und daher unberechenbar. Zweifel sind also durchaus berechtigt, nur befinden sie die Geißböcke nun in der besten Ausgangslage. Das Spiel gegen Münster war ganz sicher eins der besseren und dürfte dementsprechend auch Selbstvertrauen auf der Zielgeraden geben. Eigentlich heißt es für den FC nur noch zuzupacken, der Aufstieg ist greifbar, mehr aber ich nicht. Wenn diese Zweitliga-Saison aber eines lehrt, dann eine Weisheit von Sportkommentator Frank Buschmann: „Hinten kackt die Ente“.


Das Gerüchtekarussell des 1. FC Köln nimmt Fahrt auf – die ersten Namen werden gehandelt

Bernado vom VfL Bochum soll auf der Liste des 1. FC Köln stehen
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Das Gerüchtekarussell des 1. FC Köln nimmt Fahrt auf – die ersten Namen werden gehandelt

Zwar wissen die FC-Verantwortlichen noch nicht, in welcher Liga die Kölner in der kommenden Spielzeit spielen werden, die Kader-Planungen werden dennoch auf Hochtouren laufen. Und so verwundert es nicht, dass erste Namen bereits gehandelt werden beim 1. FC Köln: die ersten Transfergerüchte machen die Runde.

Die Saison geht auf die Zielgerade. Noch im vergangenen Sommer wurde gemutmaßt, der FC könnte direkt in die 3. Liga durchgereicht werden, nun stehen die Vorzeichen auf Aufstieg. Kein Wunder, dass in die Kaderplanung Bewegung kommt beim 1. FC Köln: die ersten Transfergerüchte machen die Runde.

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Fünf Punkte beträgt der Vorsprung des 1. FC Köln nach dem 3:1 über Münster auf den Relegationsplatz, sechs auf Rang vier. Wäre die Spielzeit nicht so eng, so verrückt, die Kölner Verantwortlichen könnten so langsam für die kommende Bundesliga-Saison planen – wohlgemerkt die erste Bundesliga. Doch aktuell müssen die Planungen wohl noch zweigleisig verlaufen. Die Situation ist weiterhin unklar, auch, wenn der Aufstieg gefühlt zum Greifen nahe ist. So oder so wird der FC Veränderungen im Kader vornehmen müssen. Sollten die Geißböcke den Aufstieg noch verspielen, werden zahlreiche Leistungsträger den Verein verlassen, sind für den FC nicht mehr zu halten. Sollte Köln in die Bundesliga zurückkehren, werden die Kölner ebenfalls an einigen Stellschrauben drehen müssen.

Neben Ache auch Bernardo ein Thema beim 1. FC Köln?

Said El Mala steht im Grunde als erster Neuzugang der Kölner fest. Der 18-Jährige wurde bereits im vergangenen Sommer verpflichtet, auch aufgrund der Transfersperre an die Viktoria (zurück) verliehen. Die „Rückehr“ zum Geißbockheim ist wohl beschlossene Sache. Doch dabei wird es wohl kaum bleiben. So kommt es nicht von ungefähr, dass die ersten Namen von potentiellen Neuzugängen so langsam die Runde machen. Am Montagabend packte Sky-Experte Florian Plettenberg die ersten Namen auf eine mögliche Wunschliste der Kölner Verantwortlichen. So sollen die Kölner wie berichtet konkret an Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern interessiert sein. Der 26-Jährige kommt in dieser Saison auf 16 Tore und soll laut Sky weniger als fünf Millionen Euro kosten. Ache könnte im Aufstiegsfall für die Kölner interessant werden. Der Stürmer habe bereits angekündigt, eine vorhandene Ausstiegsklausel ziehen zu wollen.

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Weiteres Interesse bestehe an Bernardo, den Plettenberg ebenfalls mit dem FC in Verbindung bringt. Der 29-Jährige steht aktuell beim VfL Bochum unter Vertrag, ist Stammspieler beim VfL und wäre im Sommer ablösefrei zu haben, denn der Vertrag des Abwehrspielers läuft aus. Der Brasilianer kam über RB Salzburg nach Europa, spielte unter anderem für RB Leipzig, Brighton und seit 2023 für den VfL Bochum. Bernardo ist in der Abwehr flexibel einsetzbar, spielte sowohl als Innenverteidiger, aber auch auf der Außenbahn und im defensiven Mittelfeld als Sechser. Der Marktwert des Abwehrspielers liegt bei rund fünf Millionen Euro. Bochums Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner bestätigte zuletzt in einem Interview, dass Bernardo den VfL mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen werde.

Auch die „Sport Bild“ griff den Transfer von Bernardo auf. Laut deren Informationen zieht es den Brasilianer wohl eher zu Eintracht Frankfurt. Die Gespräche zwischen den Parteien seine „weit fortgeschritten“, so „Sport Bild“. „Eine finale Einigung stehe kurz bevor“.


Der 1. FC Köln ist offenbar an Ragnar Ache interessiert

Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern (Foto: Ronny Hartmann/Getty Images)
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Der 1. FC Köln ist offenbar an Ragnar Ache interessiert

Hat der FC bereits den kommenden Stürmer im Visier? Der 1. FC Köln ist offenbar an Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern interessiert. Das meldet Sky-Experte Florian Plettenberg am Montagabend.

Nicht nur im Fall des Aufstiegs muss der FC an einigen Stellschrauben des Kaders drehen. Und ganz offensichtlich gibt es bereits die ersten potentiellen Kandidaten. Der 1. FC Köln ist laut Sky-Experte Florian Plettenberg an Ragnar Ache interessiert.

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Auch nach dem 3:1-Erfolg über Preußen Münster ist der FC noch lange nicht durch, der Gang in die Bundesliga trotz der fünf Punkte Vorsprung alles andere als sicher, die FC-Bosse haben noch keine Planungssicherheit und doch wird hinter den Kulissen schon fleißig am Kader gearbeitet. Wie Sky-Experte Florian Plettenberg via X erklärt, ist der FC „ernsthaft“ an Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern interessiert. Demnach habe der 26-Jährige eine Ausstiegsklausel im Vertrag und könnte die Pfälzer für eine Ablösesumme von unter fünf Millionen Euro verlassen. Im Falle des Aufstiegs soll der Stürmer eine ernsthafte Option für die Kölner sein. Ache hatte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder betont, seine Zukunft in der Premier League zu sehen. Der FC könnte dabei eine Zwischenstation sein.

16 Tore in 26 Ligaspielen

Laut „Bild“ soll der Stürmer diese auch ziehen wollen. Im vergangenen Sommer war unter anderem ein Wechsel des Stürmers zu Union Berlin gescheitert. Dem Vernehmen nach wollten oder konnten die Eisernen die geforderte Ablöse nicht zahlen. Im Winter war Ache dann ins Visier von Como geraten. Der Transfer bahnte sich auch schon an, platzte aber auf der Zielgeraden. Ache kommt in der aktuellen Saison in 26 Ligaspielen auf 16 Tore, bereitete einen weiteren Treffer vor. Im Spiel gegen den FC fiel er mit einer Wadenverletzung aus. Kurios: Am letzten Spieltag spielt Köln bekanntlich gegen Lautern, der Stürmer hätte somit direkten Einfluss auf die Ligazugehörigkeit der Geißböcke, sollte bis dahin der Aufstieg noch nicht in trockenen Tüchern sein.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Ob ein Transfer des Stürmers zum FC wirklich realistisch ist, ist indes fraglich, da dem Vernehmen nach euch einige Bundesligisten an Ache interessiert seien. Im Oktober 2023 machte zudem das Gerücht die Runde, der FC habe einen Wechsel des Stürmers abgelehnt. Damals berichtete die Bild, der damalige Eintracht Spieler sei dem FC angeboten, aber von den Kölner Verantwortlichen als „zu schlecht“ eingeschätzt worden. Vom Anforderungsprofil würde der Mittelstürmer zum FC jedenfalls passen.


Jan Thielmanns beste Saisonleistung für den 1. FC Köln und das auf unbeliebter Position

Jan Thielmann gemeinsam mit Damion Downs und Tim Lemperle
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Jan Thielmanns beste Saisonleistung für den 1. FC Köln und das auf unbeliebter Position

Mit einer ordentlichen Leistung hat der FC einen verdienten 3:1-Erfolg über Münster eingefahren. Einer der Erfolgsgaranten war dabei Jan Thielmann und das auf der unbeliebten Position und der Baustelle des 1. FC Köln: Jan Thielmann liefert gegen Münster ab.

Das Lächeln war aus dem Gesicht nicht mehr wegzudenken. Jan Thielmann grinste nach dem 3:1-Sieg gegen Münster über beide Ohren. Auch, weil das Kölner Eigengewächs eine richtig gute Leistung abgerufen hat für den 1. FC Köln: Jan Thielmann liefert gegen Münster ab.

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Wie ausgelaugt Jan Thielmann in der 90. Minute wirklich war, wird wohl nur der U21-Nationalspieler selbst gewusst haben. 29 Sprints, neun Kilometer abgespult – dass der vermeintliche Rechtsverteidiger gegen Münster viel gelaufen ist, stand aber außer Frage. Ob er die letzten Minuten nicht auch noch durchgehalten hätte, ist zumindest nicht unwahrscheinlich. Doch Thielmann wurde in der Nachspielzeit für Meiko Sponsel ausgewechselt und verhalf somit dem 23-Jährigen zum Profi-Debüt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Kölner Eigengewächs eine starke Leistung abgerufen, wohl die beste der gesamten Saison und das auf einer Position, die ihm in den vergangenen Monaten so gar nicht gelegen hatte. Denn Gerhard Struber stellte gegen Münster wieder auf Viererkette, Thielmann rückte in die letzte Reihe. Auch aus Ermangelung an Alternativen. Denn Jusuf Gazibegovic fehlt den Kölnern nach wie vor verletzt.

„Dass das jetzt nicht seine favorisierte Position ist, ist klar“

Und der Arbeitstag begann recht früh mit einem schlechten Moment. Charalambos Makridis ließ Thielmann auf der Außenbahn viel zu leicht aussteigen, der 23-Jährige ging nach einer einfachen Körpertäuschung viel zu früh zu Boden. Und doch wurde es noch das Spiel des Kölner Youngsters. Denn nur wenige Minuten später leitete Thielmann die Kölner Führung mit einem Pass auf Dejan Ljubicic ein, der schickte wiederum den U21-Nationalspieler die Linie entlang, Thielmann legte quer: 1:0 durch Tim Lemperle. Und der Rechtsverteidiger wollte noch mehr. Immer wieder flankte Thielmann die Kugel gefährlich in die Box. So hätte Lemperle schon früher auf 2:0 stellen können, doch der Versuch wurde von Münster-Keeper Johannes Schenk stark pariert.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Thielmann kam auf eine starke Passquote, hatte die viertmeisten Ballkontakte und gewann im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen. Allerdings beging der 23-Jährige auch drei Fouls, für ein taktisches sah er die Gelbe Karte, die siebte in dieser Spielzeit. Dennoch war Thielmann ein absoluter Aktivposten. „Ich bleibe dabei, dass die Überzeugung in die eigene Qualität entscheidend ist“, sagte Christian Keller. „Dass das jetzt nicht seine favorisierte Position ist, ist klar.“ Der Föhrener hatte in der Hinrunde mit der Position als rechter Verteidiger gekämpft, sich nie wirklich anfreunden können. Und das, obwohl er auch in der U21-Nationalmannschaft als Rechtsverteidiger agierte. Auch deswegen wurden die FC-Bosse auf dem Winter-Transfermarkt noch einmal aktiv, verpflichteten Gazibegovic, der sich zunächst aber ebenfalls schwertat.

„Wir haben ihn da aus unterschiedlichen Gründen öfter platziert. Er kann das spielen“, bekräfitge Keller, räumte aber weiter ein: „Wenn er eine Reihe weiter vorne spielen darf, kommen seine Waffen noch einmal besser zur Geltung.“ So lief Thielmann in der Rückrunde eigentllich eine Spur offensiver auf, die Formkurve zeigte nach oben. „Wenn er davon überzeugt ist, dass er auch auf der Position seine Qualität einbringen kann, und das war er, dann kann dabei so eine gute Leistung herumspringen“, sagte Keller. Zur gesamten Wahrheit gehört aber auch, dass Thielmann in der Defensive nicht so richtig gefordert wurde, wenig zu tun bekam. Das dürfte gegen Hannover anders aussehen.


Trotz Pleite in Duisburg: U21-Trainer Sbonias „sehr stolz auf die Jungs“

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln.
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Trotz Pleite in Duisburg: U21-Trainer Sbonias „sehr stolz auf die Jungs“

Die U21 des 1. FC Köln konnte dem großen Favoriten nur eine Hälfte lang Paroli bieten: Der MSV Duisburg drehte gegen die FC-Reserve nach der Pause auf und verdiente sich den Sieg. Kölns Trainer Evangelos Sbonias unterstrich nach der Partie jedoch die positiven Aspekte der Partie. So bewertet der U21-Trainer des 1. FC Köln das Duisburg-Spiel.

Die FC-Reserve steht weiterhin mit 40 Punkten auf dem achten Platz der Tabelle. Es bleiben noch drei Spiele, in denen kaum noch große Sprünge zu erwarten sind. Dennoch war Coach Evangelos Sbonias insgesamt zufrieden mit der Leistung. So bewertet der U21-Trainer des 1. FC Köln das Duisburg-Spiel.

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Etwas Zählbares war im Vorfeld ohnehin kaum zu erwarten: Die U21 des 1. FC Köln ging als klarer Außenseiter in das Duell gegen den designierten Aufsteiger. Umso überraschter waren nicht wenige der 18.403 Zuschauer in der MSV-Arena angesichts des Spielverlaufs in der ersten Hälfte. Die Kölner machten es den Zebras sichtlich schwer, die Gastgeber fanden nicht richtig ins Spiel. Die Krönung war der FC-Führungstreffer durch den Kapitän Marco Höger. Nach dem Seitenwechsel drehte Duisburg jedoch auf und verdiente sich den Dreier. Trainer Evangelos Sbonias wies nach der Partie zuvorderst auf die Umstände hin, unter denen sein Team in der Duisburger Arena antreten musste: „Wir hatten sieben Akademie-Spieler, die von den U-Mannschaften ausgebildet worden sind, in der Startelf. Wenn man das weiß, kann man es ein Stück weit besser einordnen, dass ich trotz der 1:3-Niederlage sehr stolz auf die Jungs bin.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

„Am Ende verlieren wir ein bisschen bitter“

Insbesondere die angesprochenen ersten 45 Minuten stellten den Coach dabei sehr zufrieden: „Vor allem die erste Hälfte, wie sie es angegangen sind, wie mutig sie waren, sich Torchancen herausgespielt haben, war sehr gut.“ Und der Trainer haderte mit der verpassten Chance, die Partie möglicherweise in andere Bahnen zu lenken: „Vielleicht müssen wir 2:0 in Führung gehen. Wenn nicht in der ersten Hälfte, dann zwingend mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit. Dann wird es vielleicht ein anderes Spiel und wir bekommen andere Räume, die wir bespielen können. Das ist leider nicht passiert.“ Stattdessen zahlte sich der Duisburger Doppelwechsel zur zweiten Hälfte aus, der MSV drehte auf und entschied das Duell zu seinen Gunsten.

„Wir bekommen im Gegenzug einen Doppelschlag, der eine Top-Mannschaft wie Duisburg auszeichnet und eiskalt ausgenutzt wird. Davon erholen wir uns dann leider nicht mehr, kommen dann auch nicht mehr zurück“, bilanzierte Sbonias und konstatierte: „Am Ende verlieren wir ein bisschen bitter hier 3:1 und müssen und wollen am Ende das Positive herausziehen mit den vielen jungen Spielern, die bei uns ausgebildet worden sind, vor so einer Kulisse gegen so eine Mannschaft sich auszutesten und zu schauen, wie weit sie denn sind, um dann auch wertvolle Erkenntnisse zu haben in der weiteren Entwicklung.“

Die FC-Reserve steht mit weiterhin 40 Punkten auf dem achten Platz der Tabelle – und wird in den verbleibenden drei Spielen der Saison kaum noch große Sprünge machen. Rödinghausen als Siebter ist mit 42 Zählern noch in Reichweite. Die U21 des SC Paderborn kann jedoch auch als aktuell Neunter noch vorbeiziehen. Die SCP-Reserve steht bei 36 Zählern, hat aber auch ein Spiel mehr in der Hinterhand als der FC. Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit dem letzten Heimspiel der Saison weiter. Gegner sind im Franz-Kremer-Stadion die Sportfreunde Lotte.


Meiko Sponsel: Das nächste Debüt beim 1. FC Köln, aber eins mit Schattenseite

Meiko Sponsel beim Spiel des 1. FC Köln
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Meiko Sponsel: Das nächste Debüt beim 1. FC Köln, aber eins mit Schattenseite

Mit Meiko Sponsel feierte am Sonntag bereits das siebte Kölner Eigengewächs in dieser Spielzeit sein Debüt bei den Profis. Für den Rechtsverteidiger der Lohn harter Arbeit, aber auch ein Abschiedsgeschenk trotz Debüt: Meiko Sponsel wird den 1. FC Köln verlassen.

Auch wenn es am Ende nur wenige Minuten waren, wird der Rechtsverteidiger seine Premiere beim FC wohl nicht vergessen. Auch, weil es eine Art Abschiedsgeschenk war. Denn trotz Debüt: Meiko Sponsel wird den 1. FC Köln verlassen.

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Thomas Kessler ließ sich nach dem Abpfiff nicht lange bitten. Der Leiter der Lizenzspielabteilung steuerte ziemlich schnell Meiko Sponsel an, umfasste das Gesicht des U21-Spielers und flüsterte dem Akteur etwas ins Ohr. Vermutlich ein Glückwunsch zum Profidebüt des 23-Jährigen, möglicherweise einen Hinweis zu der kleinen Panne, die mit der Einwechslung einherging. Denn als der Rechtsverteidiger eingewechselt wurde, hatte Stadionsprecher Michael Trimmel zunächst Steffen Tigges ausgemacht und ausgerufen. Doch der 70-Jährige korrigierte sich umgehend. Für Sponsel sicherlich dennoch ein ganz besonderer Moment, den er auch mit einer ordentlichen und akrobatischen Defensivaktion noch krönte. Seit acht Jahren ist der Abwehrspieler nun ein Geißbock, nun also das Profidebüt.

„Das hat er sich verdient“

Für den FC ist es in dieser Spielzeit nach Julian Pauli, Elias Bakatukanda, Jaka Potocnik, Neo Telle, Oliver Schmitt und Mikail Özkan bereits die siebte Profi-Premiere. Für einen Aufstiegskandidaten mit dem wohl wertvollsten Kader der Liga ein mehr als positives Signal – wenn auch mindestens in Teilen der Transfersperre geschuldet. Und einigen Verletzungen. Vermutlich wäre Sponsel nicht zu seinem Debüt gekommen, wenn sich Jusuf Gazibegovic nicht schwerer verletzt hätte. So aber kam der 23-Jährige zu seinem späten Premieren-Einsatz in der ersten Mannschaft. Sponsel wird somit wie seine Vorgänger auch ein Bild im Flur des Geißbockheims aufhängen dürfen. Dort werden alle Eigengewächse, die bei den Profis vorgespielt haben, geehrt.

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Für den FC wird es wohl eine Erinnerung bleiben. Denn der Rechtsverteidiger wird nicht weiter für die Kölner auflaufen. Daran ändert auch die Begegnung gegen Münster nichts. „Meiko ist ein Junge, der zwar nicht immer im Rampenlicht der Profis stand, der hier etliche Jahre im Nachwuchs gespielt hat, der sein Herz am rechten Fleck hat, der auch Qualität hat und oft durch Verletzungen gestoppt wurde“, sagte Christian Keller. „Dass er hier bei seinem Heimatverein drei Minuten Profidebüt bekommt, ist für ihn doch richtig gut. Das hat er sich verdient.“ Verdient ja, doch viel mehr wird es in Köln dann wohl nicht geben. „Ich würde die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sehen, dass es zu Ende geht. Er hat die Qualität mindestens eine, wenn nicht zwei Ligen höher zu spielen.“

Soll heißen: Die Qualität für mehr als Regionalliga bei der U21, aber nicht 2. Liga oder Bundesliga bei den Profis der Geißböcke. Und da der Vertrag des 23-Jährigen im Sommer ausläuft, stehen die Zeichen klar auf Trennung und das war genau so auch ausgemacht. Das Abschiedsgeschenk erhielt der Rechtsverteidiger nun schon einige Wochen vor dem Saisonende.


Lemperle und Downs: Schießt sich das Sturmduo für den Aufstieg des 1. FC Köln ein?

Tim Lemperle und Damion Downs freuen sich nach einem Tor
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Lemperle und Downs: Schießt sich das Sturmduo für den Aufstieg des 1. FC Köln ein?

Über Monate wurde der FC für seine mangelnde Offensivpower kritisiert, gegen Münster überzeugte der Angriff der Geißböcke endlich wieder. Das lag sicher auch am Gegner, aber eben nicht nur. Hat der 1. FC Köln sein Sturmduo für das Saisonfinale gefunden?

Erstmals seit einem halben Jahr standen Tim Lemperle und Damion Downs wieder gemeinsam in der Startelf der Geißböcke. Und beide Angreifer funktionierten gegen Münster. Das macht Mut. Hat der 1. FC Köln sein Sturmduo für das Saisonfinale gefunden?

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Ein verdienter Sieg, drei wichtige Punkte, die Tabellenführung und den Vorsprung auf Teile der Konkurrenz ausgebaut – der 30. Spieltag hätte für den FC nicht so wirklich viel besser laufen können. Und doch trat Christian Keller auf die Kölner Euphoriebremse. „Das war natürlich ein ganz wichtiger Sieg und aus meiner Sicht auch ein total verdienter Sieg, der gerne noch etwas höher hätte ausfällen können“, sagte der Sportdirektor. „Aber ich möchte an Ostern nicht motzen, wir sind zufrieden.“ Tatsächlich hätte der Sieg höher ausfallen können, wenn nicht müssen. Alleine Damion Downs hätte sein Torkonto noch ein wenig in die Höhe schrauben müssen. Doch der Stürmer scheiterte einmal an einer guten Parade von Münster-Keeper Johannes Schenk und einmal an der Latte.

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Starke Werte in der Offensive des 1. FC Köln

Und doch wäre ein Hadern nach dem 3:1-Erfolg über Münster ein falsches Zeichen gewesen. Denn nach Monaten des Minimalisten-Fußballs hat der FC in der Offensive mal wieder gut funktioniert. Drei Tore in einem Pflichtspiel gab es für den FC zuletzt im Dezember beim 3:1-Triumph über den 1. FC Nürnberg und in der Liga in dieser Saison zum vierten Mal. Im Jahr 2025 hatten die Geißböcke ganze elf Tore erzielt, im Schnitt noch nicht einmal eins pro Spiel. Nur Regensburg war seltener erfolgreich. Nun aber erinnerte das Offensivspiel an die ersten Begegnungen der Hinrunde, als der FC zum Teil im Angriff sogar ein Feuerwerk abbrannte. Das wäre für die Begegnung gegen Münster ein wenig hochgegrifen, dennoch erarbeiteten sich die Geißböcke auch weitere Hochkaräter.

Noch in der Vorwoche hatte Marvin Schwäbe nach dem 1:1 gegen Greuther Fürth erklärt, dass es immerhin schon ein Fortschritt sei, sich wieder Chancen herauszuspielen. Dieser Trend setzte sich gegen die Preußen fort. Auch, weil das Sturmduo Tim Lemperle und Downs von Beginn an funktionierte. Seit einem halben Jahr hatten die beiden nicht mehr gemeinsam in der Startelf gestanden. „Beide haben eine gute Tiefe, haben Dynamik, haben Speed. Beide können auch Bälle gut sichern“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber. „Sie sind in mehrerlei Hinsicht für den Gegner einfach schwer zu handeln. Beide sind torgefährlich, das tut uns gut und macht uns in unserer gesamten Ausrichtung noch einmal unberechnbarer.“

Auch Downs fand positive Worte. „Das Zusammenspiel mit Tim hat sich total gut angefühlt. Wir verstehen uns richtig gut auf dem Platz. Das hat man in mehreren Phasen wohl auch gesehen. Wie viele Chancen wir kreiert haben, es macht einfach richtig Spaß“, so der Stürmer. „Wir sind ein ähnlicher Spielertyp, wir können uns dann gut abwechseln und dementsprechend auch Ergebnisse bringen.“ Tatsächlich sah die Offensive gut aus. Der FC erspielte sich einen xGoals-Wert von mehr als 4.

„Es ist immer gut, wenn beide Stürmer treffen“

Dieser lag in der Rückrunde bislang im Schnitt bei 1,5 – die Qualität der Kölner Torchancen ließ also nur anderthalb Treffer pro Spiel erwarten. Die geringe Wahrscheinlichkeit gepaart mit einer mangelnden Effizienz brachten den Geißböcken den Ruf des Minimalisten-Fußballs erst ein. So brauchten die Kölner in dieser Phase 15 Torschüsse für ein Tor, schossen aber auch deutlich seltener auf die Kiste, als noch in der Hinrunde. Gerade einmal 13 waren es pro Begegnung. Gegen Münster kamen die Geißböcke nun auf 20 Abschlüsse, nahezu jeder sechste landete im Tor. Und dennoch fand Keller auch kritische Worte. „Es hat mir gut gefallen. Trotzdem, das wissen beide Jungs, das können sie besser“, sagte der Sportdirektor. „In Sachen Effizienz, in Sachen Positionierung, in Sachen Anlaufen und in ein paar anderen Sachen.“

Nach einem verdienten 3:1-Erfolg wohl Kritik auf hohem Niveau. Das fand dann auch Keller. „Wir wollen aber nicht die Sachen rausheben, die man besser machen soll. Sie haben beide ihr Tor gemacht und beide waren sehr engagiert gegen den Ball, beide haben viele Bälle gesichert“, so der Sportdirektor, dessen Resumé insgesamt aber gut ausfiel. „Es ist natürlich immer gut, wenn die Stürmer treffen. Wenn der zentrale Zehner dann auch noch trifft, dann haben die das heute gut gemacht“, sagte Keller. Immerhin so gut, dass Winter-Neuzugang Imad Rondic 90 Minuten auf der Bank saß. Der FC scheint aktuell sein schlagkräftiges Offensiv-Duo wiedergefunden zu haben. Allerdings war Münster auch erstaunlich schwach, der FC dominant. Gegen Hannover wird die Geißböcke ein anderes Kaliber erwarten. Wie gut Lemperle und Downs dann funkionieren, wird sich zeigen müssen.