Trainerin Carlson „extrem stolz“: FC-Frauen müssen nach Derby-Bonuspunkt nachlegen

Britta Carlson, Frauen-Trainerin des 1. FC Köln
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Trainerin Carlson „extrem stolz“: FC-Frauen müssen nach Derby-Bonuspunkt nachlegen

Den Fußballerinnen des 1. FC Köln ist im Derby bei Bayer Leverkusen eine positive Überraschung gelungen. Das Team erkämpfte sich mit Leidenschaft einen Punkt – muss bis zum Saisonende aber beweisen, dass derlei Auftritte keine Ausnahmen sind. Zwei Leistungsträgerinnen fallen jedoch für längere Zeit aus. Der 1. FC Köln erkämpft sich einen Punkt gegen Leverkusen.

Gelungene Überraschung im Derby: Der 1. FC Köln erkämpft sich einen Punkt gegen Leverkusen.

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Der eine Zähler aus dem Derby bei Bayer Leverkusen lässt sich zweifellos in der Kategorie „Bonuspunkt“ verbuchen. Die Kölnerinnen traten als klarer Außenseiter an bei der Werkself, die noch auf den Qualifikationsplatz für die Champions League schielte. Doch die Kölnerinnen schafften es mit beherztem Einsatz, Leidenschaft und konsequentem Verteidigen, dass Leverkusen seiner Favoritenrolle nur phasenweise gerecht werden konnte. In der Schlussphase waren die Kölnerinnen dem Siegtreffer sogar näher als die Gastgeberinnen. Das freute insbesondere FC Trainerin Britta Carlson:

„Das macht mich besonders stolz, weil man weiß, wo wir herkommen. Gerade nach dem Jena-Spiel war es schon schwierig, die Spielerinnen wieder aufzubauen. Deswegen bin ich extrem stolz, dass sie bis zum Schluss auch daran geglaubt haben, dass wir das Spiel noch gewinnen können bei einem sehr ambitionierten Gegner.“

Remis nach zwischenzeitlicher FC-Führung

Der zwischenzeitliche Führungstreffer durch Taylor Ziemer gab den Kölnerinnen sichtlich Auftrieb: „Wenn man gerade im Derby ein Auswärtstor erzielt, dann hilft es auf jeden Fall, dass man mehr Selbstbewusstsein bekommt.“ Doch nach der Pausenführung drückten zunächst die Gastgeberinnen erfolgreich auf den Ausgleich: „Dann haben wir die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit verpennt, das ist ein bisschen ärgerlich“, konstatierte Carlson, ergänzte aber direkt: „Aber auch das kreide ich den Mädels nicht an. Es ist jetzt noch nicht so, dass alles klappt. Das erwarte ich auch gar nicht. Für mich dann eher wichtiger, dass sie da relativ schnell wieder rauskommen und nicht zusammenbrechen und das ist, glaube ich, nicht selbstverständlich. Insofern haben sie es dann super gemacht.“

Unterstützung für verletzte Spielerinnen

Vor der Partie hielten die Spielerinnen ein Trikot mit der Rückennummer 19 hoch. Damit spendete das Team der ungarischen Stürmerin Dora Zeller Kraft, die mit einer schweren Knie-Verletzung von ihrer Länderspiel-Reise zurückkehrte und fortan für längere Zeit ausfallen wird. „Es tut mir extrem leid“, äußerte Carlson, „weil Dora auf einem sehr guten Weg war bei uns in der Mannschaft, eine sehr wichtige Spielerin für uns und insofern sehr schade, dass sie erst mal ausfällt.“ Neben Zeller wird auch Sylwia Matysik im Saison-Endspurt nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Verteidigerin musste ihre Reise mit der polnischen Nationalmannschaft verletzt abbrechen. Vanessa Leimenstoll ging derweil angeschlagen mit einer Gesichtsmaske in das Derby in Leverkusen. „Sie hatte sich die Nase gebrochen beim Jena-Spiel“, klärte die Trainerin nach der Partie auf, „das hat man im Nachhinein festgestellt, als sie zwei Tage Kopfschmerzen hatte.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die Kölnerinnen müssen in den verbleibenden drei Saisonspielen zeigen, dass der verdient erkämpfte Punkt im Derby keine Einmaligkeit ist. Nach zwei freien Tagen über Ostern beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel am 27. April (18:30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt. Dann soll bestenfalls direkt der nächste Champions-League-Aspirant geärgert werden. Mit weiteren Punkten soll und muss die Saison an den letzten drei Spieltagen mit einem besseren Gefühl abgeschlossen werden als es lange Zeit mit Blick auf die Tabelle in dieser Saison vorherrschte.


Marvin Schwäbe begeistert und weckte offenbar das Interesse der Bayern

Wie schon in den vergangenen Wochen überragte Marvin Schwäbe am Freitag gegen Fürth. Der Kölner Keeper ist längst der wichtigste Faktor der Kölner im Aufstiegsrennen. Kein Wunder, dass er Interesse weckt. Und das soll es im Winter auch von der Säbener Straße gegeben haben an dem Keeper des 1. FC Köln: Hat Marvin Schwäbe das Interesse von Bayern München geweckt?

Überraschender Punkt in Leverkusen: FC-Frauen stoppen Pleiten-Serie im Derby

Aurora Mikalsen (Foto: Daniela Porcelli / getty Images)
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Überraschender Punkt in Leverkusen: FC-Frauen stoppen Pleiten-Serie im Derby

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln holen einen überraschenden Punkt bei Bayer Leverkusen. Das rheinische Derby in der Bundesliga endete 1:1. Taylor Ziemer hatte den FC dabei sogar zu einer Pausen-Führung geschossen. Für die Kölnerinnen war es der erste Punktgewinn nach zuvor vier Niederlagen in Folge.

Auf gleich fünf Positionen stellte FC-Frauen Trainerin Britta Carlson ihre Startelf im Vergleich zum Duell gegen Jena um. Die Fußballerinnen des 1. FC Köln holen einen Punkt in Leverkusen.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen Jena vor der Länderspiel-Pause auf fünf Positionen: Celina Degen, Dora Zeller und Sylwia Matysik fehlten verletzungsbedingt, Paula Hoppe und Laura Donhauser rückten auf die Bank. Dafür kehrte Aurora Mikalsen zwischen die Pfosten zurück. Zudem rutschten Sara Agrez, Janina Hechler, Anna Gerhardt und Vanessa Leimenstoll in die erste Elf. Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeberinnen: Cornelia Kramer köpfte nach einer hohen Hereingabe von der rechten Kölner Abwehrseite freistehend jedoch zu unplatziert über das Tor (5.). Mikalsen lenkte einen flachen Distanzschuss von Loreen Bender um den Pfosten zur Ecke (11.). Die FC-Frauen, die bis dahin im Offensivspiel harmlos agierten, hatten jedoch plötzlich den Torschrei auf den Lippen. Hechlers Schuss nach einer Ecke von Martyna Wiankowska wurde aber noch vor der Torlinie geklärt (25.).

Die Führung gab den Kölnerinnen Auftrieb

Leverkusen blieb auch in der Phase danach tonangebend, das Tor erzielte jedoch der FC: Loreen Bender spielte einen Fehlpass in der Kölner Hälfte in die Füße von Laura Vogt, die sofort umschaltete und den Ball in die Tiefe spielte zu Taylor Ziemer. Die Stürmerin schüttelte zwei Abwehrspielerinnen ab und traf flach ins lange Eck zum 0:1 (35.). Die Führung gab den Kölnerinnen sichtlich Auftrieb. Adriana Achcinska übersah kurz danach bei einem weiteren Kölner Angriff jedoch die besser postierte und freistehende Laura Feiersinger und verfehlte stattdessen mit ihrem Schuss vom Sechzehner das Tor (39.). Die zweite Hälfte begann wie die erste, mit druckvollen Leverkusenerinnen. Und folgerichtig fiel der schnelle Ausgleich: Cornelia Kramer stieg nach einer Ecke von Kristin Kögel am ersten Pfosten frei zum Kopfball und traf zum 1:1 (53.). Mikalsen, die die Finger noch am haltbar wirkenden Ball hatte, sah dabei nicht glücklich aus.

Den Kölnerinnen fehlten trotz des erkennbaren Willens die Mittel, um Leverkusens Abwehr nochmals vor Herausforderungen zu stellen. Bayer wiederum gelangen trotz der optischen Überlegenheit ebenfalls keine gefährlichen Aktionen, sodass der FC den überraschenden Punkt ins Ziel brachte. Für den 1. FC Köln geht es am 27. April (18:30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter. Bayer 04 Leverkusen: Repohl – Merino Gonzalez, Ostermeier, Friedrich, Levels (58. Piljic) – Bender (66. Grant), Zdebel, Vidal, Kögel (80. Vilhjalmsdottir) – Kramer, Kehrer (66. Boboy).

1. FC Köln: Mikalsen – Gerhardt, Hechler, Agrez, Wiankowska – Feiersinger, Achcinska, Vogt, Leimenstoll (58. Billa) – Ziemer, Bienz (72. Donhauser). Tore: 0:1 Ziemer (35.), 1:1 Kramer (53.). Schiedsrichterin: Annika Kost (Schwerte). Zuschauer: 1784.