Formkurve, Restprogramm, Personal – wer macht das Aufstiegsrennen und was für den 1. FC Köln spricht

Florian Kainz im Duell gegen Hannover.
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Formkurve, Restprogramm, Personal – wer macht das Aufstiegsrennen und was für den 1. FC Köln spricht

Fünf Spieltage vor dem Saisonende machen sich noch zehn Teams Hoffnung auf den Aufstieg, sieben auf den direkten. Die Ausgangslage ist für den Tabellenzweiten keine schlechte. Rest-Programm, Formkurve und Personal: Was spricht für den 1. FC Köln?

Es bleibt spannend bis zum Schluss in der 2. Bundesliga. Zumindest deutet alles auf ein packendes Finale. Durch ist noch keine Mannschaft, aber wie ist die Tendenz? Rest-Programm, Formkurve und Personal: Was spricht für den 1. FC Köln?

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Spätestens mit dem 1:0-Erfolg über den FC Schalke 04 hatte der FC den Ausrutscher vom ersten Pflichtspiel des Jahres wieder ausgemerzt. Die Geißböcke verbuchten den dritten Sieg in Serie, wenn auch einen weiteren glücklichen, untermauerten die Tabellenführung und damit auch die Aufstiegsambitionen. Doch seit der kleinen Serie will es nicht mehr so richtig rund laufen bei den Geißböcken. Der FC gewann von den vergangenen acht Spielen drei, holte gerade einmal elf von 24 möglichen Punkten. Und zeichnete sich als alles andere als ein Aufstiegskandidat aus. Nicht nur das, der FC belegt in der Formtabelle seit dem Schalke-Spiel nur noch Rang elf. Umso erstaunlicher, dass die Ausgangsposition nach dem 29. Spieltag nach wie vor eine besonders gute ist. Der FC hat vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Elversberg und Düsseldorf müssten als Tabellendritter oder -vierter also ein Spiel mehr gewinnen und eins mehr unentschieden spielen, um Köln abzufangen.

Elversberg aktuell in Topform

Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen würde man in der Regel behaupten, dass der Vorsprung einem soliden Polster entspricht. Nur sagt eben die Formkurve der jüngeren Vergangenheit etwas anderes. So zeigt die bei den Saarländern deutlich nach oben. Die „Elv“ sammelte in den vergangenen acht Spielen vier Siege ein, verlor nur eine Begegnung, weist aktuell den besten Punkteschnitt auf. Auch Düsseldorf sammelte zuletzt mehr Zähler als die Kölner ein. Es könnte also nochmal knapp werden. Der Hamburger SV gewann ebenfalls vier der letzten acht Spiele. Doch spätestens mit dem 2:4 gegen Braunschweig dürften die ersten HSV-Fans wieder nervös werden. Verspielen die Rothosen noch Platz eins? Der Vorsprung ist in dieser seltsamen Liga jedenfalls alles andere als komfortabel.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Immerhin spricht das Restprogramm nach wie vor für den HSV. In den verbleibenden fünf Spielen bekommen es die Hanseaten nur noch mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu tun. Der Durchschnittsrang der Gegner liegt bei 13. Auch der FC hat nicht gerade das schwerste Restprogramm vor der Brust. Zumindest auf dem Papier. Der Durchschnittsrang liegt bei 11,4. Nur gibt es da direkt drei „aber“. Zum einen wird der Schnitt von Jahn Regensburg (18.) und Preußen Münster (16.) mächtig nach unten gedrückt, zum anderen spielen die Geißböcke demnach noch gegen drei Aufstiegskandidaten (Hannover, Nürnberg und Kaiserslautern) und dann sind da eben noch die vergangenen beiden Spiele, die der FC trotz der vermeintlichen Favoritenrolle zurecht nicht gewann.

Schalke das Zünglein an der Waage?

Für Paderborn und Nürnberg haben es die restlichen Spiele besonders in sich. Beide Teams spielen in fünf Begegnungen gegen vier Mitkonkurrenten um den Relegationsplatz. Das Zünglein an der Waage könnten wiederum die Königsblauen sein. Denn der FC Schalke 04 spielt in den fünf verbleibenden Spielen gegen fünf Aufstiegskandidaten. Unter anderem gegen den HSV (1.), Elversberg (3.) und Düsseldorf (4.). Spannend wird mit Sicherheit auch das Endspiel zwischen dem FC und Kaiserslautern. Die Kölner würden sich bestimmt glücklich schätzen, wenn das Rennen zu diesem Zeitpunkt entschieden wäre. Auszugehen ist davon aber nicht. Immerhin hofft der FC für den Liga-Endspurt noch auf die Rückkehr einiger verletzten Leistungsträger. Timo Hübers und Dominique Heintz werden wohl nicht mehr lange ausfallen, auch Linton Maina und Max Finkgräfe werden in dieser Spielzeit wohl wieder zurückerwartet.

Dennoch umgibt den FC wohl mit das größte Verletzungspech der Aufstiegskandidaten. Auch der 1. FC Magdeburg und Fortuna Düsseldorf haben mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Beim Hamburger SV fällt mit Miro Muheim ein Leistungsträger bis in den Mai aus, am Samstag schockte die Verletzung von Hannovers Marcel Halstenberg die Liga. Eine entscheidende Rolle könnten im Liga-Endspurt aber auch die Joker spielen. Und da beweist vor allem Lukas Kwasniok vom SC Paderborn ein goldenes Händchen. Die Ostwestfalen führen die Joker-Liste mit 22 Torbeteiligungen vor Fortuna Düsseldorf mit 18 an. Beim FC waren erst fünf Joker an Toren beteiligt.


Freitag nicht absehbar: Der 1. FC Köln ist ein Gewinner im Kampf um die direkten Aufstiegsränge

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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Freitag nicht absehbar: Der 1. FC Köln ist ein Gewinner im Kampf um die direkten Aufstiegsränge

Die 2. Bundesliga bleibt weiterhin spannend wie selten zuvor. Und obwohl der FC wichtige Zähler liegen gelassen hat, steht da noch immer Rang zwei. Nach normalem Ermessen wird es so langsam für den ein oder anderen Gegner aber schwer. Der 1. FC Köln befindet sich im Siebenkampf um die direkten Aufstiegsplätze.

Nur ein Punkt geholt und dennoch den Abstand auf einige Konkurrenten vergrößert. Die ersten Teams spielen wohl nur noch um den Relegationsrang. Der 1. FC Köln befindet sich aber weiterhin mitten im Siebenkampf um die direkten Aufstiegsplätze.

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So ein wenig scheint die 2. Bundesliga in dieser Saison wie verhext. Zumindest zeichnet sich auch fünf Spieltage vor dem Saisonende nicht der ganz große Aufstiegskandidat ab. Und am Freitag war es alles andere als vorstellbar, dass sich der FC nach einer mäßigen Leistung gegen die SpVgg Greuther Fürth und nur einem Punktgewinn sogar noch ein wenig (ein ganz klein wenig) wie einer der Gewinner des Spieltags fühlen darf. Immerhin haben die Geißböcke den Vorsprung auf die eigentlich als stark eingeschätzte Konkurrenz aus Magdeburg, Kaiserslautern, Paderborn und Hannover vergrößert und gleichzeitig den Rückstand auf den Spitzenreiter aus Hamburg verkleinert. Der FC steht trotz der verpassten „Big Points“ gegen Hertha BSC und eben das Kleeblatt in der Tabelle immer noch gut da, hat weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Magdeburg unterliegt dem SSV Ulm

Auf der anderen Seite hat sich die Tabelle an diesem 29. Spieltag weiter zusammengeschoben. Auf einmal mischt die SV Elversberg mal wieder so richtig mit im Konzert der Großen und auch der Karlsruher SC hat als Tabellenzehnter nur sechs Zähler Rückstand auf Rang drei. Auf der Zielgeraden der Spielzeit dürfen sich also noch zehn Mannschaften Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Dabei werden aber sicher nicht mehr alle Teams in den Kampf um die direkten Aufstiegsplätze eingreifen können. Zumindest nicht nach normalen Ermessen – doch, was ist in dieser Spielzeit schon normal? Insgesamt sind für die Mannschaften noch 15 Punkte zu holen. Mehr als sechs Zähler wird wohl kein Team auf das Spitzenduo aufholen. Und sollte das der Fall sein, haben sieben Teams die direkte Chance auf den Aufstieg.

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Der HSV führt die Tabelle mit 52 Punkten an, ein Zähler vor dem FC. Es folgen die SV Elversberg nach dem 3:1 in Hannover sowie Fortuna Düsseldorf nach dem 2:1-Erfolg in Paderborn, der 1. FC Magdeburg, der 1. FC Kaiserslautern und der SCP mit sechs Zählern Rückstand auf Rang zwei. Da aber noch einige direkte Duelle anstehen, wird sich die Tabelle noch weiter zusammenschieben. In der Theorie geht es für die Positionen sieben bis zehn also eigentlich nur noch um den Relegationsplatz. Doch da ist weiterhin ein kleines „aber“. Denn ausgerechnet Mannschaften wie Nürnberg oder Paderborn haben gleich mehrere direkte Duelle vor der Brust. Es wäre also alles andere als verwunderlich, wenn sich die Situation vier Spieltage vor dem Saisonende wieder komplett verändert hat.


Schon vor dem Derby am Montag: FC-Frauen haben Klassenerhalt quasi sicher

Anna Gerhardt vom 1. FC Köln
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Schon vor dem Derby am Montag: FC-Frauen haben Klassenerhalt quasi sicher

Derby-Zeit in der Frauen-Bundesliga: Die Frauen des 1. FC Köln treten zum Abschluss des 19. Spieltags am Montagabend (18 Uhr) bei Bayer 04 Leverkusen an. Die Kölnerinnen streben nach Wiedergutmachung nach der jüngsten 0:1-Heimpleite gegen Jena.

Zwei Leistungsträgerinnen werden jedoch vermutlich ausfallen. Immerhin: Der Klassenerhalt ist seit Samstagmittag zwar noch nicht rechnerisch, aber immerhin unter realistischen Gesichtspunkten sicher. Die Frauen des 1. FC Köln treten bei Bayer 04 Leverkusen an.

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Kölns Trainerin Britta Carlson hatte in der jüngsten Länderspiel-Pause nur einen Mini-Kader zur Verfügung. „Es waren stets zwischen neun und elf Spielerinnen dabei“, berichtete die Übungsleiterin, „der Vorteil daran war, dass wir individueller arbeiten konnten.“ Der große Nachteil war jedoch: Die enttäuschende 0:1-Heimniederlage gegen Jena direkt vor der Pause konnte nicht im Kollektiv analysiert werden. „Es ist schwer, wenn du es nicht direkt aufarbeiten kannst. Zwei Wochen später kannst du es auch nicht mehr gleichwertig machen“, sagte Carlson, die jedoch zugleich feststellte: „Die Spielerinnen, die hier waren, haben Vollgas gegeben und Jena schnell abgeschüttelt.“

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“Sie war zuletzt eine wichtige Kraft für uns“

Die Länderspiel-Pause hatte für den FC jedoch negative Folgen. Mit Sylwia Matysik und Dora Zeller werden gleich zwei etatmäßige Stammspielerinnen sehr wahrscheinlich ausfallen. Auch wenn Carlson zumindest bei Matysik noch Rest-Hoffnungen auf einen Einsatz hegte. Bitter: Damit verpassen gleich zwei Ex-Leverkusenerinnen die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte im Ulrich-Haberland-Stadion. „Wenn Spielerinnen wie Dora ausfallen, tut das sehr weh“, klagte Carlson, „sie war zuletzt eine wichtige Kraft für uns.“ Immerhin: Im Tor wird Aurora Mikalsen zurückkehren. „Das ist kein Geheimnis“, äußerte die Trainerin. Jasmin Pal werde zudem wieder im Kader stehen. Bis sie wieder eine Option für die Startelf sein kann, werde es allerdings noch einige Zeit dauern: „Sie ist auf einem guten Weg, macht jede Woche Fortschritte.“

Und auch Anna Gerhardt kehrt nach ihrer Rotsperre zurück. „Derbys sind immer besonders, es sind immer enge Spiele, hitzige Spiele, ich freue mich sehr auf Montag“, sagte die Verteidigerin. Der drohende Negativ-Rekord, den die FC-Frauen in dieser Saison aufstellen könnten, spiele derweil keine Rolle. 2017/18 holten die Kölnerinnen lediglich elf Zähler und stiegen ab. Aktuell steht das Team bei gerade einmal sieben Punkten. „Der negative Rekord ist für uns nicht relevant. Wir schauen darauf, uns zu verbessern“, unterstrich Carlson.

Der Abstieg dürfte vom Tisch sein

Der Klassenerhalt ist derweil seit Samstagmittag unter realistischen Gesichtspunkten perfekt. Das Schlusslicht Turbine Potsdam verlor das Kellerduell gegen Jena mit 0:1 und liegt damit weiter sechs Punkte hinter dem 1. FC Köln. Nur bei einem Potsdamer Erfolg und mit Blick auf das direkte Duell in Köln am letzten Spieltag hätte Turbine noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt gehabt. Da die weiteren Gegner bis zum Saison-Finale für die Brandenburgerinnen jedoch Leverkusen und Wolfsburg heißen – wenn auch beides zuhause –, dürfte ein Kölner Abstieg in dieser Saison vom Tisch sein. Der Sieg Jenas bedeutet im Umkehrschluss für den FC jedoch auch, dass selbst der zehnte Platz nunmehr drei Punkte entfernt ist. Vielleicht können die Kölnerinnen jedoch schon am Montagabend mit einem Derbysieg wieder aufschließen.


Ein weiteres Comeback: Macht Mark Uth nun den Unterschied beim 1. FC Köln?

Mark Uth vom 1. FC Köln
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Ein weiteres Comeback: Macht Mark Uth nun den Unterschied beim 1. FC Köln?

Die Sorge schwingt mit, die Hoffnung aber mindestens genauso. Mark Uth stand gegen Fürth eine halbe Stunde auf dem Platz und erzeugte ein wenig mehr Spielwitz und Kreativität beim 1. FC Köln: Mark Uth lässt einmal mehr Hoffnung aufkeimen.

So richtig viel Positives gab es aus Kölner Sicht am Freitagabend nicht in Fürth zu holen. Nur die Erkenntnis, dass mit dem Routinier möglicherweise ein wenig mehr Spielqualität auf den Platz zurückkehrt beim 1. FC Köln: Mark Uth lässt einmal mehr Hoffnung aufkeimen.

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Luca Waldschmidt war alles andere begeistert. Der Gesichtsausdruck sprach Bände. Der ehemalige Nationalspieler klatschte mit Gerhard Struber und der Bank noch ab, ließ sich dann aber doch zu einer kleinen Reaktion hinreißen, als er gegen die Bedachung der Bank schlug. Mit der Auswechslung nach einer guten Stunde hatte er offenbar nicht gerechnet. Der 28-Jährige kommt nun auf vier Torbeteiligungen in fünf Spielen, war auch gegen Fürth erfolgreich – wenn auch vom Punkt. Und doch gehörte in dem Moment die Aufmerksamkeit eigentlich einem anderen Spieler: Mark Uth. Der Kölner Routinier kam nach einer guten Stunde für Waldschmidt und damit zu seinem längsten Pflichtspiel-Einsatz in dieser Saison. Schon unter der Woche hatte Struber angedeutet, dass die Zeit bald für Uth reif sein könnte.

25 Einsätze in drei Spielzeiten

Allerdings mit Handbremse. Kein Wunder, die Verletzungshistorie des Angreifers ist bemerkens- und bedauernswert. In dieser Spielzeit sammelte der 33-Jährige bis zum Fürth-Spiel sechs Kurzeinsätze und 40 Spielminuten. In den vergangenen drei Spielzeiten waren es insgesamt 25 Einsätze. Schmerzhaft wenig für einen Spieler, der immer wieder als einer der Hoffnungsträger der Kölner auserkoren wurde, aufgrund seiner Verletzungen dieser Hoffnung aber nicht gerecht wurde. Nun gibt es den neuen Anlauf und die Hoffnung, dass dieser von längerer Dauer ist. Gegen Fürth fehlte auch nicht viel und der Routinier hätte ein besonders bemerkenswertes Comeback gefeiert. Eine gute Minute stand der Angreifer auf dem Feld, da spielte Damion Downs einen genialen Pass und Uth tauchte alleine vor Fürths Keeper Nahuel Noll auf. Doch der Kölner entschied sich für die kurze Ecke, möglicherweise wäre die lange die bessere Wahl gewesen.

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Uth selbst ärgerte sich in der Situation wohl am meisten. Auch, wenn der Stürmer eine der größten, vielleicht sogar die größte Chance der Geißböcke liegenließ, war er sicherlich einer der Aktivposten. Uth strahlte auf dem Platz eine ganz andere Präsenz aus, wirkte so, als könne er die Ideen haben, die dem FC in den vergangenen Wochen so abgegangen sind. Auch, wenn sich das nicht in Zahlen belegen ließ. „Mark hat das gut überstanden. Er kann einfach kicken, hat ein gutes Gefühl mit dem Ball. Er ist gut ins Spiel gekommen“, lobte nach der Begegnung dann auch der Coach. „Das war ein weiteres positives Signal, dass wir die Jungs für den Endspurt zurückbekommen. Mark kann jetzt seine Qualität unter Beweis stellen.“ Dass der Angreifer das Zeug dazu hat, hat er bereits bewiesen. Nun muss nur noch der Körper mitspielen.


Kommentar: Rechnen braucht nur der nicht, der genug auf dem Konto hat – den Luxus muss man sich verdienen

Gerhard Struber wirkt enttäuscht
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Kommentar: Rechnen braucht nur der nicht, der genug auf dem Konto hat – den Luxus muss man sich verdienen

Auch, wenn die Konkurrenz dem FC mal wieder in die Karten gespielt hat und Köln von Rang zwei winkt, tun die Geißböcke gerade zu wenig dafür, sich den Nimbus des Aufstiegskandidaten zu verdienen. Nur auf die Ausrutscher der Gegner zu bauen, wird nicht reichen. So wird der Rechenschieber am Ende des Tages doch eine Rolle spielen. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln in Fürth.

Zum zweiten Mal in Folge haben die Kölner wichtige Punkte liegen gelassen. Mit fünf Punkten mehr wäre der FC dem Aufstieg zumindest schon ein Stück näher. Nur zählt „wäre“ nicht. Und so wird es wohl bis zum Ende spannend bleiben. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln in Fürth.

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Es ist noch keine 14 Tage her, da weigerte sich Gerhard Struber, den Rechenschieber aus der Schublade zu holen. Der FC hatte gegen Paderborn 2:1 gewonnen und die ersten Experten prophezeiten schon einen sehr wahrscheinlichen Aufstieg. Leichtes Restprogramm, kleines Polster, Historie – dass der Fußball aber seine eigenen Gesetze und Geschichten schreibt, bekamen der FC und die Kölner Fans am Freitagabend einmal mehr schmerzhaft zu spüren. Ein mageres 1:1 entführten die Geißböcke eben aus Fürth. Ein 1:1, bei dem durchaus der Siegtreffer möglich gewesen wäre, genauso wäre aber auch ein 1:2, vielleicht sogar ein 1:3 aus Kölner Sicht ein realistisches Ergebnis gewesen. Vermutlich war der FC dem Sieg ein „Stück weit“ näher. Zumindest haben die Kölner einen ganz klaren Elfmeter nicht zugesprochen bekommen.

Eine Frage der Qualität

Der Tenor der Geißböcke ist weiterhin, nur auf sich selbst zu schauen. Doch die Betrachtung kann und darf den FC-Verantwortlichen nicht gefallen. Wenn vier Mal in Folge der Keeper der Man of the Match ist – und das gegen drei Teams aus dem Tabellenkeller – und man dem Sieg aufgrund eines nicht gegebenen Elfmeters (dem zweiten in diesem Spiel) hinterhertrauert, dann ist es mit der Qualität ganz offensichtlich so eine Sache. Egal ob Chancenwucher, lahmende Offensive oder fehlende Ideen – am Ende des Tages liefern die Kölner für einen Aufstiegskandidaten viel zu oft einfach zu wenig ab. Immer wieder haben Spieler, Trainer und Verantwortliche betont, dass es auch eine Qualität sei, Spiele knapp zu gewinnen, dass es nicht um Schönspielerei gehe, vielmehr um das Ergebnis. Sie haben darauf hingewiesen, dass die Tabelle ja auch eine gewisse Wahrheit spricht.

Aber tut sie das? Oder ist die Wahrheit vielmehr, dass man auf Rang zwei der Tabelle mit allen Optionen steht, weil es die neun (!) anderen Aufstiegskandidaten auch nicht schaffen, die nötige Qualität, einen Hauch Konstanz in ihr Auftreten zu bringen, um die Liga zu dominieren. Es auch nicht schaffen, gegen die vermeintlich Kleinen zu gewinnen. Tatsächlich hat die Liga in dieser Spielzeit viel von einem Quetschebüggel. Zumindest zieht sich das Tableau mal auseinander, um sich nur ein Spieltag später wieder ganz tief ineinander zu schieben. Nein, die Qualität eines Bundesligisten lassen die Geißböcke in dieser Spielzeit viel zu oft vermissen. Dass der Tabellenplatz nach dem 29. Spieltag nicht mehr viel mit Glück zu tun hat, stimmt so nicht. Zumindest haben die Geißböcke Glück, dass es die Konkurrenz auch nicht besser machen will. Magdeburg, Hannover, Hamburg und Karlsruhe heißen die bisherigen Verlierer des Spieltags.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Das 1:1 gegen Fürth kann den Köln-Fan schon ein wenig ratlos zurücklassen. Denn auch wenn es in der Historie noch nie eine Mannschaft fertig gebracht hat, den Vier-Punkte-Vorsprung nach dem 28. Spieltag zu verspielen, die Kölner tun dieser Tage einiges dafür, diesen Rekord zu brechen. Die Leistung einiger Spieler darf zumindest hinterfragt werden. Und so ein wenig Sorge, dass der FC sich zu einem zweiten HSV, der es im übrigen auch noch nicht geschafft hat, entwickelt, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Gerhard Struber will das Rechnen anderen überlassen. Das ist leicht gesagt. Die Wahrheit ist eine andere. Es ist genau wie im Leben: Rechnen braucht nur der nicht, der genug auf dem Konto hat. Und den Luxus muss man sich wohl verdienen.


Nach desolatem Auftritt: Struber watscht zwei Stammspieler ab – „Abschreckung“

Imad Rondic beim Spiel des 1. FC Köln
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Nach desolatem Auftritt: Struber watscht zwei Stammspieler ab – „Abschreckung“

Gut war der Auftritt der Kölner am Freitagabend wahrlich nicht. Dennoch schnupperten die Geißböcke noch am möglichen Sieg. Damit hatten gleich zwei Profis aber relativ wenig zu tun beim 1. FC Köln: Struber watscht zwei Profis ab.

Für seine Wechselfreudigkeit ist Gerhard Struber wahrlich nicht bekannt. Gegen Fürth entschied sich der Trainer bereits zur Halbzeit, die Formation zu verändern beim 1. FC Köln: Struber watscht zwei Profis ab.

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Damion Downs und Dejan Ljubicic standen längst bereit. Die beiden FC-Profis hatten sich sogar ihr Leibchen schon ausgezogen, da war gerade erst eine gute halbe Stunde gespielt. „Zur Abschreckung“, sagte Gerhard Struber später mit einem angedeuteten Lächeln im Gesicht, obwohl ihm so gar nicht zum Lachen zumute war. Der FC hatte eine desolate erste Halbzeit gegen Fürth gespielt. Eine erste Halbzeit, die so gar nichts mit erstklassigem Fußball zu tun hatte. Die Abschreckung galt insofern auch nicht dem Gegner, der so mutig aufspielte, dass wohl weder Downs noch Ljubicic beim bloßen Anblick für die ganz großen Sorgenfalten gesorgt hätten. Die Abschreckung war wohl eher eine Warnung an die eigenen Spieler. Denn was beispielsweise Imad Rondic und Florian Kainz auf den Platz legten war – vorsichtig formuliert – interessant.

Zwei Wechsel schon zur Pause

Kainz war für Mathias Olesen in die Anfangsformation gerutscht. Und wirkte an der Rolle auf einer Art offensiven Sechs seltsam desinteressiert. Gerade in der Rückwärtsbewegung tat sich der Österreicher besonders schwer. Beim Gegentreffer ließ er sich viel zu einfach austanzen, hatte auch anschließend nicht so wirklich die Jetzt-erst-recht-Körperhaltung parat. Zwar mühte sich der Mittelfeldmann in der Vorwärtsbewegung, wollte Struktur ins Spiel bekommen, doch blieb der Auftritt brotlos. Allerdings auch, weil die Mitspieler ebenfalls nicht ins Spiel fanden. Der Wechsel zur Pause war nötig – und für Struber ungewohnt früh. Schon gegen Darmstadt hatte der Coach ein ähnliches Zeichen gesetzt, damals zur Halbzeit gleich drei Mal gewechselt. Unter anderem musste auch Florian Kainz vom Platz, der FC gewann am Ende 2:1.

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Die Watschen kassierte dieses Mal auch Imad Rondic, der es in der Anfangsphase fertig brachte, gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position, den Ball nicht aufs Tor zu bringen. Anschließend vertendelte er einen einfachen Ball, den Kainz ihm stark in den Lauf spielte. Was Rondic in der Situation vorhatte, blieb sein Geheimnis, der Ball landete im Toraus. Auch bei einem Flugkopfball machte der Angreifer nicht gerade die beste Figur, verpasste den Ball hauchdünn und landete mit dem Gesicht auf dem Rasen. Rondic arbeitete wahrlich nicht daran, das Image des Fehleinkaufs zu widerlegen. Zwar hatte Chrstian Keller bekanntlich betont, Rondic war gar nicht verpflichtet worden, um sofort zu helfen. Nur ließ die Leistung Zweifel aufkommen, ob der Stürmer denn überhaupt eine Hilfe werden kann.

Zwar sagte Struber nicht mehr zu den beiden frühen Auswechslungen, die Maßnahme an sich spricht aber für einen Trainer, der eher für eine gewisse Wechsel-Trägheit steht, Bände. Insofern war die Auswechslung mehr als eine Abschreckung – es ging eher Richtung Abwatschen.


Personalnot sorgt für fehlende Konstanz: U21 tritt in der Regionalliga auf der Stelle

Evangelos Sbonias beim Spiel der U21 des 1. FC Köln
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Personalnot sorgt für fehlende Konstanz: U21 tritt in der Regionalliga auf der Stelle

Die Inkonstanz ist aktuell weiter die größte Konstanz bei der U21 des 1. FC Köln: Die ersatzgeschwächte FC-Reserve verliert gegen Wuppertal und schaffte es einmal mehr nicht, einen zweiten Sieg in Folge einzufahren – oder wenigstens den einen verdienten Punkt am Geißbockheim zu halten.

Trainer Evangelos Sbonis haderte mit dem ertraglosen Auftritt seiner Mannschaft. Die U21 des 1. FC Köln: Die ersatzgeschwächte FC-Reserve verliert gegen Wuppertal.

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Den FC-Talenten fehlt es in der Rückrunde der Regionalliga West weiter an Konstanz: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias schaffte seit der Winterpause keine zwei Siege mehr in Serie. Zuletzt gelang dies im Advent mit zwei Dreiern gegen Oberhausen (3:2) und Hohkeppel (2:0). In der ersten Phase vor der Winterpause gelang dies dem Team insgesamt dreimal. Doch seither sind Siege gewissermaßen Eintagsfliegen. Auch die 4:0-Vorlage aus dem Derby in Mönchengladbach konnte diesmal nicht genutzt werden. 0:1 hieß es am Ende gegen den Wuppertaler SV. Freilich: Der Sieg der Bergischen war äußerst schmeichelhaft. Zur Wahrheit gehört aber auch: Für mindestens einen Punkt, der hochverdient gewesen wäre, war die U21 am Ende offensiv zu harmlos.

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Sbonias muss improvisieren

Nun ist dem jungen und ersatzgeschwächten Team unterm Strich allerdings nur bedingt ein Vorwurf zu machen. Trainer Evangelos Sbonias muss sich seit Wochen strecken, um überhaupt eine schlagfertige Mannschaft auf den Rasen zu bekommen. Auch gegen Wuppertal musste der Coach wieder improvisieren. Georg Strauch hatte sich kurzfristig auch noch abgemeldet: „Er ist im Training im Rasen hängengeblieben, hat sich danach an der Hüfte und im Leistenbereich nicht gut gefühlt. Wir müssen mal schauen, was da ist“, berichtete Sbonias hinterher.

Die Konsequenz: Aus der Not heraus rückte Patrik Kristal diesmal zurück auf die Doppel-Sechs neben Marco Höger. „Viele Jungs fehlen“, erklärte der Coach, „wir wollten mit einer zweiten Sechs spielen, weil wir viele lange Bälle erwartet haben. Patrik kann beide Positionen gut spielen, das hat er auch super gemacht, er war heute sehr ballsicher zusammen mit Marco Höger“, lobte Sbonias. Kristal machte in der Schlussphase Platz für einen Debütanten – den U19-Kapitän Nick Zimmermann. Der 19-Jährige kam in einem undankbaren Moment bei 0:1-Rückstand zu seiner Regionalliga-Premiere.

„Jede Niederlage fühlt sich bescheiden an“

„Er ist ein Junge, der einen super Job macht in der U19, so wie alle, die nächste Saison zur U21 stoßen werden. Heute hat er es sich dann auch verdient gehabt, den Einsatz zu bekommen. In der Regionalliga ist es dann meistens so, dass die Situationen sehr ekelhaft sind, in denen man reingeworfen wird“, konstatierte der Trainer. Nach den intensiven 90 Minuten mit Auswärts-Feeling aufgrund des stimmgewaltigen Wuppertaler Anhangs resümierte Sbonias: „Jede Niederlage fühlt sich bescheiden an, aber auf die Art und Weise ist es natürlich dann noch mal ein Stück bescheidener.“

Die Inkonstanz der Ergebnisse führt dazu, dass die FC-Reserve im Mittelfeld der Regionalliga verharrt und den Sprung zurück ins oberste Drittel seit Wochen ungenutzt verstreichen lässt. Viel wichtiger als der Tabellenplatz war und ist aber auf der Zielgeraden der Saison, insbesondere den im Sommer aufrückenden U19-Talenten vermehrt Spielpraxis zu geben. Im Vorjahr zwang die Transfersperre zu diesem Schritt, in diesem Jahr die chronisch akute Personalnot. Vor der U21 liegt nun eines der Highlights der Saison mit dem Auswärtsspiel am Ostersonntag (14 Uhr) beim Tabellenführer und designierten Aufsteiger MSV Duisburg.