Sportlich gab es am Samstagabend für den 1. FC Köln nur wenige Lichtblicke. Zu den positiven Höhepunkten gehörte sicherlich die Rückkehr des Shootingstars der Hinrunde. Julian Pauli gibt nach vier Monaten sein Comeback beim 1. FC Köln.
Ausgerechnet gegen Berlin gab es dann die ersehnte Rückkehr: Julian Pauli gibt vier Monate nach seiner Verletzung gegen die Hertha sein Comeback beim 1. FC Köln. Eins der wenigen Highlights an einem bitteren Abend.
Julian Pauli im Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC (Foto: Pau Barrena/GettyImages)
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Gefühlt waren es Meter, die Jan Thielmann auf recht kurzer Distanz gegenüber seinem Gegenspieler verlor. Der U21-Nationalspieler war sichtbar gezeichnet von den strapaziösen, intensiven Minuten zuvor. Ausgepumpt stützte er wenig später die Arme auf die Knie, rang nach Luft. Gerhard Struber hatte die Zeichen natürlich schon längst gelesen und wechselte den 22-Jährigen in der 73. Minute schließlich aus. Für Thielmann brachte der Trainer Julian Pauli und der Abend in Köln erlebte doch noch einen kleinen emotionalen Höhepunkt. Mehr als 120 Tage, ziemlich genau vier Monate nach der erstaunlich folgenschweren Verletzung kehrte der Youngster wieder aufs Spielfeld zurück. Pauli übernahm seine Rolle im Defensivverbund, allerdings war dieser in der Schlussphase schon ein wenig auseinandergerupft.
„Ein positives Signal“
Für Pauli endet damit ein überraschend langer Leidensweg. Im Pokalspiel gegen Hertha war der Youngster mit Marton Dardai aneinandergerauscht, zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Obwohl die Tests auf dem Spielfeld alle gut verliefen, musste Pauli raus und fiel monatelang aus. Und das, nachdem der Innenverteidiger der große Gewinner einer insgesamt durchwachsenen Hinrunde gewesen ist. Das Talent war am Geißbockheim natürlich bekannt. Dass der Abwehrspieler aber direkt das Zeug zum Stammspieler haben würde, im ersten Saisondrittel sogar Dominique Heintz hinter sich ließ, war so vielleicht nicht erwartbar gewesen. Stammspieler, U20-Nationalmannschaft und in der Viererkette der Geißböcke der beste Akteur – ein steiler Aufstieg, dann der bittere Ausfall.
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Am Samstagabend dann das ersehnte Comeback bei den Profis, das schon mehrfach in dieser Spielzeit angedacht war, doch immer wieder verschoben wurde. Bei Pauli lief nicht alles rund. Der 19-Jährige vertendelte einen Ball im gegnerischen Strafraum, holte immerhin eine Ecke raus und machte ein weiteres Mal das Spiel langsam, als es in der Schlussphase Beschleunigung gebraucht hätte. Und dennoch war die Einwechslung des Youngsters eine der wenigen Kölner Highlights. „Es ist natürlich sehr positiv, dass Julian nach dieser langen Zeit zurück ist“, sagte Gerhard Struber. „Das ist für uns natürlich ein positives Signal.“ Auch Christian Keller sah den Einsatz positiv. „Für Julian haben wir uns alle sehr sehr gefreut. Und das nicht erst jetzt, sondern schon in den letzten zehn Tagen, in denen er wieder voll mittrainiert hat“, so der Sportdirektor.
Für den Youngster schließt sich damit der Kreis gegen die Hertha. Für Struber bietet sich damit eine weitere Alternative im Defensivverbund.
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Die Ausgangslage war gut, der Auftritt der Geißböcke aber bei weitem nicht ausreichend für Punkte gegen eine angagierte Berliner Mannschaft mit individueller Qualität. Darum ist die Niederlage des 1. FC Köln gegen Hertha verdient.
Die Kölner hatten sich für das Duell gegen Berlin vorgenommen, brachten auch eine hohe Intensität auf den Platz, kassierten am Ende aber eine 0:1-Pleite und das auch zu recht. Darum ist die Niederlage des 1. FC Köln gegen Hertha verdient.
Enttäuschung beim 1. FC Köln
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Der Gesichtsausdruck war dann doch ein wenig versteinert. Gerhard Struber schaute auf das Spielfeld, war sichtlich bedient. Der Trainer ahnte nach einer guten Stunde des Heimspiels gegen Hertha BSC wohl, dass es sehr schwer werden würde, doch noch die erhofften „Big Points“ einzusammeln. Und eigentlich hatte der 48-Jährige genau das schon am Donnerstag vorausgesehen, als er den Rechenschieber anderen ans Herz legte und vielmehr betonte, dass er sich so gar nicht erklären könne, warum die Hertha denn am unteren Ende der Tabelle „herumturne“. Mit dem Samstagabendspiel hat diese Frage neues Futter gefunden. Denn die Hertha war die Mannschaft, die in Köln zwar nicht überragend, dann aber schon wie ein Aufstiegskandidat aufspielte: dominant, mit Zug zum Tor, vor allem ideenreich und mit individueller Qualität.
Berlin einfach besser
Und das von der ersten Minute an. Die Uhr hatte sich noch keine zwei Mal gedreht, da hatte Berlin schon die ersten beiden Torabschlüsse auf dem Konto stehen. Zwar brannte auch der Gast kein Offensivfeuerwerk ab, doch den Geißböcken wurde schnell klar, dass die „Alte Dame“ mit Siegeswillen nach Köln gekommen war. „Es war wirklich der erwartet schwere Gegner. In der ersten Halbzeit haben wir uns mit dem Zugriff aufs Spiel schwergetan, haben es nicht geschafft, die Positionierung herzustellen“, erklärte Struber später. Erst nach einer Viertelstunde meldeten sich die Geißböcke erstmals ernsthaft an. Als Imad Rondic einen Kopfball nach Flanke von Jan Thielmann aufs Tor brachte. Doch nur zwei Minuten später hätte es auf der anderen Seite klingeln müssen. Als der starke Fabian Reese eine Flanke von der rechten Seite perfekt durch die Box schlus und Marten Winkler seine Füße nicht unter Kontrolle und damit den Ball aus zwei Metern nicht aus leere Tor brachte.
Köln investierte zwar, lief viel, probierte, ackerte – doch der Zugriff auf den Gegner wollte nicht gelingen. Hertha hatte Räume, nutzte die, war im Schlussdrittel aber auch nicht immer gefährlich. „Wir waren immer am Reparieren“, sagte der Trainer und meinte wohl, dass man irgendwo dann doch der Musik hinterherlief und schob hinterher: „Wir hatten eine gute Intensität auf dem Platz – auch in der ersten Halbzeit, wo man das vielleicht rein optisch nicht meinen konnte“, betonte auch Christian Keller. „Wir kamen immer einen Tick zu spät und es sah aus, als wären wir nicht griffig.“ Dennoch hielten die Kölner zur Pause noch die Null. „Wir sind mit einem Ergebnis in die Halbzeit gegangen, mit dem wir viel Hoffnung für die zweite Halbzeit hatten.“
Reese mit Geniestreich
Die zerstörte Fabian Reese im Grunde mit dem ersten Angriff nach dem Wechsel. Diego Demme spielte einen perfekten Ball auf den Angreifer, der im Grunde doch sehr ungestört seine individuelle Klasse bewies, als er die Kugel im Sechzehner in den Winkel schlenzte. „Reese knallt den an den Innenpfosten, da habe ich nur hinterhergeschaut. Wir dürfen ihn da nicht nach innen lassen“, sagte Keeper Marvin Schwäber zu recht. „Ansonsten war der einfach gut getroffen.“ Die FC-Verantwortlichen sprachen später von einem „besonderen“, von einem „überragenden“ Treffer. Einer, der aber in der Entstehung hätte unterbunden werden können. So liefen die Kölner dem Rückstand hinterher, entwickelten auch ein Übergewicht, bewiesen aber auch in dieser Phase einmal mehr, dass es an offensiven Ideen, Gefahr und Durchschlagskraft mangelt.
Zwar kamen die Kölner durch Luca Waldschmidt, Tim Lemperle und spät auch durch Damion Downs zu großen Chancen, nur eben zu keinen Toren. Und auch in dieser Phase hatte Berlin eigentlich die besseren Möglichkeiten. Alleine Derry Scherhant hätte das Spiel entscheiden müssen, scheiterte aber an dem erneut stark parierenden Marvin Schwäbe. „Wir haben zwei hochkarätige Chancen herausgespielt, wo das Trömmelche normalerweise schon zu trommeln anfängt. Aber der Gegner hat uns auch weiter Probleme bereitet, Marvin Schwäbe hat uns lange im Spiel gehalten“, sagte Struber und untermauerte seine Worte von vergangenem Donnerstag: „Über beide Halbzeiten muss man festhalten: Der Gegner war richtig stark, hat es sehr gut gemacht. Deshalb war es aus meiner Sicht auch ein verdienter Sieg für die Hertha.“
Und das auch, weil der FC zu harmlos, zu zaghaft war. Und das ist für einen Gegner wie Berlin zu wenig.
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Der FC hätte mit einem Sieg wichtige Punkte sammeln können, kassierte aber eine bittere Niederlage. Und die war zudem auch noch verdient. Berlin hatte die besseren Chancen, hätte sogar höher gewinnen können. Dementsprechend fallen auch die Noten aus. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Hertha BSC.
Eine verdiente Niederlage kassiert der FC am 28. Spieltag der 2. Bundesliga gegen die Hauptstädter und verpasst damit die Tabellenspitze und die Chance, das Polster auf einen Nicht-Aufstiegsplatz auszubauen. Das schlägt sich auch in den Noten wieder. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Hertha BSC.
Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln nach der Niederlage
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Die Ausgangslage war eigentlich gut, der Auftritt nicht gut genug. Zumindest war Hertha BSC der verdiente Sieger am Samstagabend im Kölner Stadion. Von Beginn an waren die Berliner griffiger, machten mehr Druck und erarbeiteten sich die besseren Chancen. Schon Winkler hätte die „Alte Dame“ in Führung bringen müssen. Nach dem Wechsel war dann Fabian Reese da und schlenzte den Ball stark in den Giebel. Zwar erhöhten die Kölner nach dem Rückstand den Druck, doch auch weiterhin hatte der Gast die bessere Chancen und war dem zweiten Tor deutlich näher.
Starker Keeper, in der Abwehr viel Durchschnitt
Marvin Schwäbe
Obwohl die Hertha in den ersten 45 Minuten die zwingenderen Chancen hatte, bekam der Keeper nur wenige Chancen sich auszuzeichnen. Beim Abschluss von Maza wäre er machtlos gewesen, der Pfosten rettete. Nach dem Wechsel dann mehr gefragt. Beim Schlenzer von Reese chancenlos. Klärte aber stark unter anderem gegen Scherhant und Winkler.
Leart Pacarada
Spielte wieder auf seiner Außenposition, beackerte auch die Seite, fand aber nur selten gute Lösungen. Suchte einmal selbst den Abschluss, fand aber das Tor nicht, seine Standards die Mitspieler nur selten.
Dominique Heintz
Gewohnt unaufgeregt in den Zweikämpfen und wichtig im Spielaufbau. Beim Gegentreffer von Reese viel zu zaghaft in der Abwehraktion.
Eric Martel
Fügte sich direkt mit einer starken Grätsche am Sechzehner ein. Kam Mitte der ersten Halbzeit zu einem starken Abschluss, verfehlte das Tor nur knapp. Sein zweiter Versuch war ebenfalls nicht gefährlich. Dennoch in der Box immens wichtig.
Joel Schmied
Ordentlicher Auftritt des Schweizers. Gute Zweikampfquote, starke Passquote, daher wichtig im Aufbauspiel.
Jan Thielmann
Schenkte in der Anfangsphase im Aufbauspiel einen Ball viel zu einfach weg, der die Hertha zum Konter einlud. Auf der anderen Seite leitete der U21-Nationalspieler aber auch die erste ernsthafte Chance durch Rondic ein. Ließ Winkler bei der hundertprozentigen Chance komplett alleine. Holte sich Szenenapplaus als er mit einem Flugkopfball einen Konter unterband. Durchwachsene Leistung.
Stand erneut in der Startelf. Kam recht früh zu einem gefährlichen Ballverlust. Leistete sich einige unerklärliche Fehlpässe ohne Not.
Denis Huseinbasic
Spielte offensiver als zunächst angenommen. Verhaspelte sich in dem ein oder anderen Dribbling, zeigte aber auch einige richtig starke. Versuchte, das Spiel anzukurbeln. Das gelang ihm viel zu selten.
Luca Waldschmidt
Wieder eine bemerkenswert unauffällige erste Halbzeit. Kam nach gut 50 Minuten zu seinem ersten Abschluss. Der ging aber ins falsche Stockwerk. Der zweite Versuch war richtig gefährlich, Ernst war aber erneut zur Stelle. Danach wieder viel Leerlauf.
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Tim Lemperle
Wie schon gegen Paderborn zu Beginn ein belebendes Element. Allerdings oft mit den falschen Entscheidungen. Tauchte zunehmend ab. Ließ die riesen Chance nach Vorarbeit von Thielmann liegen. Den muss ein Stürmer machen.
Imad Rondic
Sorgte mit einem Kopfball nach Thielmann-Flanke das erste Mal für Gefahr. Auf der anderen Seite aber auch, als er Dominique Heintz ohne Not eben in Nöte brachte. Wieder für einen Stürmer erstaunlich viel unterwegs.
Der FC verliert am Samstagabend 0:1 gegen Hertha BSC und muss den Platz an der Tabellenspitze wieder abgeben. Nach dem Spiel äußerten sich unter anderem Gerhard Struber und Marvin Schwäbe: Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC.
Der FC hat die dicke Chance verpasst, das Polster auf die Nicht-Aufstiegsplätze noch weiter auszubauen. Der 1. FC Köln unterliegt Hertha BSC 0:1, behauptet aber immerhin den zweiten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf Rang vier beträgt fünf Zähler.
Die Konkurrenz hatte gepatzt, der FC die Chance, den Vorsprung auszubauen. Doch die Chance ließen die Kölner liegen. Der 1. FC Köln unterliegt Hertha BSC am 28. Spieltag 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Fabian Reese (46.).
Marvin Schwäbe war einer der besseren Kölner (Foto: Par Barrena/GettyImages)
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Wenig überraschend stellte FC-Trainer Gerhard Struber nur auf einer Position um. In der Innenverteidigung startete Dominique Heintz, Leart Pacarada rotierte auf die linke Außenbahn und Max Finkgräfe saß auf der Bank. Dort nahm auch Damion Downs Platz sowie Dejan Ljubicic, der nach seiner Gelbsperre zurück in den Kader kehrte. Überraschend war dagegen die offensive Rolle von Denis Huseinbasic, der bei Ballbesitz im Grunde auf einer Linie mit Luca Waldschmidt agierte. Der erste Abschluss gehörte aber den Gästen. Fabian Reese versuchte es aus 18 Metern, wurde aber geblockt. Die anschließende Ecke nutzte Linus Gechter zum nächsten Abschluss, verfehlte aber mit dem Kopf deutlich (2.). Auch anschließend hatte der Gast aus Berlin mehr Zug zum Tor. Wieder blockten die Kölner einen Versuch, dieses Mal von Jonjoey Kenny (6.). Der FC tat sich in den Anfangsminuten im Aufbauspiel dagegen schwer.
Reese schockt den FC
So dauerte es bis zur elfften Minute, als Leart Pacarada es mal aus der Distanz versuchte, doch der Ball rauschte über die Querlatte. Gefährlicher wurde dann eine Flanke von Jan Thielmann, die Imad Rondic aufs Tor brachte, aber Tjark Ernst war zur Stelle (14.). Auf der anderen Seite hätte es wiederum klingeln müssen. Eine Flanke von Reese flog komplett durch die Box und der komplett frei stehende Marten Winkler verpasste die Kugel (17.). Nach einer längeren Durststrecke brachte Eric Martel nach starker Vorarbeit von Huseinbasic auf den Kasten, doch die Kugel rauschte aus 18 Metern knapp am Tor vorbei (28.). Doch auch weiterhin hatte der Gast seine freien Räume, kam immer wieder ins Schlussdrittel, ohne dort aber die ganz große Gefahr zu erzeugen.
Die Kölner kamen in dieser Phase hauptsächlich durch Standards vors gegnerische Gehäuse. Doch einen Abnehmer fanden die ruhenden Bälle von Leart Pacarada nur selten. Ganz anders die Hertha. Reese spielten einen perfekten Ball auf Ibrahim Maza, der zog aus spitzem Winkel ab und traf nur den Außenpfosten (45.). Den anschließenden Konter spielten die Kölner nicht clever zu Ende. Mit einem Flachschuss von Lemperle endete die erste Halbzeit. Der Stürmer traf nur das Außennetz. Nach dem Wechsel erwischte die Hertha einen Einstand nach Maß. Diego Demme schickte Reese auf der rechten Seite lang. Der Offensivspieler wurde von Heintz nicht konsequent genug gestört. Reese nahm Maß und schlenzte die Kugel in den Winkel (46.). Der FC reagierte, investierte nun deutlich mehr in die Offensive, blieb aber zunächst glücklos. Wie beim Versuch von Luca Waldschmit aus 18 Metern (53.).
FC findet den Schlüssel nicht
Nach einer Flanke von Pacarada kam der Offensivspieler eneut zum Abschluss, aber Ernst machte sich lang (55.). Im Gegenzug musste sich Schwäbe strecken, der Abschluss von Maza rauschte knapp am langen Pfosten vorbei (57.). Beim Versuch von Derry Sherhant war der Kölner Keeper wieder da (63.). Aber auch der FC kam zu seinen Abschlüssen. Die dickste Chance ließ Lemperle nach Vorarbeit von Thielmann liegen. Der U21-Nationalspieler hatte die Kugel stark zurückgelegt, der Angreifer verfehlte das Tor aber deutlich (65.). Struber reagierte und brachte mit Finkgräe und Ljubicic zwei frische Kräfte. Die nächste Chance gehörte aber erneut den Gästen. Wieder war Sherhant durch, doch Schwäbe parierte stark mit dem Fuß (66.). Und Sherhant hatte den Deckel drauf machen müssen, vergab aber auch den dritten Versuch (71.).
Der FC warf alles nach vorne, suchte seine Chance. Und das mit Florian Kainz und Damion Downs für die Schlussphase. Doch weiterhin hatte Berlin die besseren Chancen. Unter anderem scheiterte Winkler aus kurzer Distanz an Schwäbe (78.). Der FC drückte, wollte den Ausgleich. Unter anderem schickte Kainz Stürmer Downs, der auch den Ball aufs Tor brachte, doch Toni Leistner rettete im letzten Moment (87.). In den Schlussminuten wollte nicht mehr viel gelingen. Für den FC geht es bereits am Freitag mit dem Auswärtsspiel gegen Greuther Fürth weiter.
Die U21 der Geißböcke hat ihren Negativ-Trend nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ausgerechnet im Derby beendet: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias setzte sich bei der U23 Borussia Mönchengladbachs deutlich durch. Die Kölner spielten dabei lange Zeit in Überzahl. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt im Derby in Mönchengladbach 4:0.
Einen besseren Zeitpunkt für das Ende des Negativ-Trends hätten sich die Geißböcke wohl nicht aussuchen können: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt im Derby in Mönchengladbach 4:0.
Jubel bei den Spielern der U21 des 1. FC Köln (Archivbild)
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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur 2:3-Niederlage beim KFC Uerdingen auf vier Positionen: Emin Kujovic, Oliver Schmitt und Mikail Özkan kehrten aus dem Profi-Kader zurück, zudem stand auch der Kapitän Marco Höger nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder in der Anfangsformation. Dafür saßen Fayssal Harchaoui, Jakob Krautkrämer und Patrik Kristal zunächst nur auf der Ersatzbank. Gabriel Miocevic stand diesmal nicht im U21-Aufgebot. In einem umkämpften und bis dahin an Höhepunkten armen Derby gab es den ersten echten Aufreger erst in der Schlussphase der ersten Hälfte: Mikail Özkan schlug einen Ball weit in die Spitze. Mönchengladbachs Jonathan Foss brachte Mansour Ouro-Tagba im Sechzehner im Laufduell von hinten zu Fall.
Ouro-Tagba und Potocnik treffen vom Punkt
Schiedsrichter Kristijan Rajkovski entschied sofort auf Elfmeter und zeigte dem Mönchengladbacher wegen der Notbremse die Rote Karte (37.). Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 0:1 (39.). Sbonias wechselte zur zweiten Hälfte, ließ den bereits verwarnten Höger draußen, brachte dafür Harchaoui. Die Gastgeber erwischten in Unterzahl einen druckvollen Start in den ersten Minuten, konnten dabei jedoch keine zwingende Torgefahr entwickeln. Das Tor erzielten stattdessen die Kölner: Teoman Akmestanli legte den Ball am Sechzehner links raus zu Jonas Saliger. Der brachte den Ball in einer Mischung aus Hereingabe und Torschuss in den Sechzehner. Dabei wurde die Kugel jedoch abgefälscht und landete bei Oliver Schmitt, der mühelos zum 0:2 einschoss (54.).
Und nur wenige Sekunden später köpfte Jonas Saliger einen Latten-Abpraller nach einem strammen Schuss von Emin Kujovic ins Tor, stand dabei jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte (55.). Das 0:3 fiel unter Mithilfe des Gladbacher Schlussmanns Maximilian Brüll, dem es bei einer hohen Hereingabe Saligers am Timing im Herauslaufen fehlte. Jaka Potocnik köpfte über den Keeper und ein Abwehrspieler konnte den Ball erst hinter der Torlinie weggrätschen (69.). In der Schlussphase gab es sogar einen zweiten Elfmeter für den FC: Patrik Kristal passte in den Sechzehner zu San-Luca Spitali, der jedoch klar von Veit Stange umgerissen wurde. Potocnik behielt vom Punkt die Nerven und verwandelte sicher zum 0:4 (82.).
Unterm Strich war der Kölner Derby-Sieg auch in der Höhe völlig verdient, hätte am Ende sogar noch deutlicher ausfallen können. Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Wuppertaler SV weiter.
Nach dem wichtigen Erfolg über Paderborn steht für den 1. FC Köln nun die nächste schweren Aufgabe vor der Tür. Am Samstagabend empfängt das Team von Gerhard Struber die Alte Dame im eigenen Stadion. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Hertha BSC.
Nach dem Erfolg über den SC Paderborn haben die Kölner als Spitzenreiter den Aufstieg in der eigenen Hand. Gegen Berlin wollen die Geißböcke nun nachsetzen. Doch das wird nicht einfach: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Hertha BSC.
Florian Kainz im Duell gegen Hertha BSC im Dezember
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Aktuelle Form: Nachdem die Berliner zu Beginn der Rückrunde aus den ersten fünf Partien lediglich eine gewannen und viermal als Verlierer vom Platz gingen, entließen die Verantwortlichen Cheftrainer Christian Fiel. Für diesen übernahm Stefan Leitl, der erst im Dezember des vergangenen Jahres bei Hannover 96 entlassen wurde. Doch auch unter dem neuen Trainer lief es nicht direkt rund. Nach einem 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg folgten zwei Niederlagen in Elversberg (1:2) und zuhause gegen den FC Schalke 04 (0:4). Beim Abstiegsgipfel in Braunschweig gelang den Berlinern mit einem 5:1-Sieg der erste Erfolg unter dem neuen Coach. In der vergangenen Woche legten die Blau-Weißen dann sofort nach. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC war das Team von Leitl klar spielbestimmend und feierte am Ende einen souveränen 3:1-Sieg.
In der Rückrundentabelle belegt das Team von Trainer Leitl mit zehn Punkten den 14. Platz – nur der SSV Ulm (9 Punkte), der Karlsruher SC (8), der SSV Jahn Regensburg (8) und Darmstadt 98 (7) holten in diesem Zeitraum noch weniger Punkte.
Stärken und Schwächen
Dribbelstark: Hertha versucht es im Angriff immer wieder mit Dribblings und ist in dieser Statistik Spitzenreiter. Mit 247 Dribblings gingen die Spieler der Blau-Weißen am häufigsten in Eins-gegen-eins-Duelle und haben bei diesen auch die höchste Erfolgsquote der Liga. Pro Spiel gelingen den Berlinern durchschnittlich neun erfolgreiche Dribblings.
Viele Versuche von außen: Die Berliner sind das Team mit den drittmeisten Flanken der Liga. Insgesamt versuchten die Herthaner mit 314 Flanken zum Erfolg zu kommen. Nur der SC Paderborn mit 362 und der Karlsruher SC mit 344 Hereingaben suchten noch häufiger den Weg über die Außen.
Viel Ballbesitz: Gemeinsam mit dem Hamburger SV hat Hertha den drittmeisten Ballbesitz der Liga. In bislang 27 Pflichtspielen hatten die Hauptstädter im Durchschnitt 53 Prozent den Ball. Nur der 1. FC Magdeburg mit 57 Prozent und Schalke 04 mit 55 Prozent stehen hier vor der Alten Dame.
Stark vom Punkt: Mit fünf Treffern erzielten die Berliner gemeinsam mit Ulm, Fürth und Paderborn die zweitmeisten Tore vom Punkt. Einzig Fortuna Düsseldorf mit sieben Toren nach Strafstoß kann Hertha hier überbieten. Allerdings. Anders als die Fortuna verwandelten die Berliner alle ihre Elfmeter und kommen somit auf eine Quote von 100 Prozent.
Topspieler
Im Fokus: Mit Fabian Resse haben die Berliner einen echten Top-Spieler in den eigenen Reihen. Der Linksaußen wechselte im Sommer 2023 ablösefrei von Holstein Kiel in die Hauptstadt und etablierte sich dort sofort zum Leistungsträger. In seiner Premierensaison für Hertha erzielte der 27-Jährige neun Treffer und bereitete 14 weitere Tore vor. Reeses Leistungen blieben auch anderen Vereinen nicht verborgen. So soll unter anderem neben Dortmund und Mainz auch der FC an einer Verpflichtung des Linksaußen interessiert gewesen sein. Aus einem Abgang wurde jedoch nichts und so ging Reese als absoluter Hoffnungsträger für die Berliner in die Saison. Doch im ersten Testspiel der Saison in Cottbus gab es dann den großen Schock. Bei einem Foul verletzte sich Reese schwer am Sprunggelenk.
Nach seinem Comeback im November und einer erneuten Sprunggelenkproblematik ist der Rechtsfuß seit dem 19. Spieltag wieder voll einsatzfähig. In den ersten Wochen merkte man dem ehemaligen Schalker die fehlende Spielpraxis noch ein wenig an, dennoch wurde deutlich, was er der Mannschaft mit seiner Qualität geben kann. Und diese Qualität zeigte Reese auch in den vergangenen drei Spielen. Hier erzielte der Offensivspieler insgesamt fünf Treffer und führte die Mannschaft von Leitl zu zwei extrem wichtigen Siegen gegen Braunschweig und Karlsruhe. Dass Reese in die Bundesliga will, ist kein Geheimnis und wurde von ihm auch schon mehrfach bestätigt. Sollte der 27-Jährige in den letzten Wochen der Saison weiter so performen wie in den vergangenen Spielen, dürfte ein Abgang im Sommer durchaus realistisch sein. Allerdings besitzt Reese bei den Berlinern noch einen Vertrag bis 2028.
Taktik
Formation/Taktik: Während Hertha sowohl unter dem ehemaligen Trainer Christian Fiel als auch in den ersten Wochen unter Leitl überwiegend im 4-3-3 mit kreativen Achtern und zwei sehr schnellen Außen agierte, hat Leitl in den letzten beiden Spielen auf ein 3-5-2 System umgestellt. Dabei übernimmt Hertha-Kapitän Toni Leistner die Position des zentralen Innenverteidigers und die beiden Eigengewächse Linus Gechter sowie Marton Dardai die Position neben ihm. Auf den beiden Schienenpositionen hat der Hauptstadtclub mit Zeefuik und Kenny zwei Spieler, die die Außenbahn über 90 Minuten hoch und runter marschieren. Mit Demme spielt auf der Sechserposition ein Spieler, der schon internationale Luft schnuppern dürfte und beim Angriff als Absicherung agiert. Auf der Zehn haben die Berliner mit Maza und Cuisance zwei sehr spielstarke Spieler, die in der Lage sind, sehr schwierige Situationen zu lösen.
Die beiden agieren jedoch nicht nur hinter den Spitzen, sondern verschieben auch manchmal auf die Außen, um das Spiel breitzumachen. In der Spitze haben die Blau-Weißen mit Reese und Scherhant dann zwei Akteure, die zu den schnellsten Spielern der Liga gehören und auch die Top-Scorer der Hertha sind. Nach dem Wechsel zu Leitl setzen die Berliner wie bereits unter dessen Vorgänger auf Ballbesitz und spielerische Lösungen, allerdings hat sich das Spiel vorne verändert. Durch das neue System setzt die alte Dame neuerdings auf viele tiefe Läufe, bei denen sie durch ihre beiden Angreifer zwei sehr gute Abnehmer dieser Bälle haben. In der Defensive versuchen die Berliner, sehr kompakt zu stehen und stellen bei Angriffen des Gegners auf eine Fünferkette um. Dabei halten sie das Zentrum sehr eng und probieren, den Gegner auf die Außen zu drängen.
Das sagen die Trainer
Gerhard Struber über Hertha BSC: „Ich halte von der Hertha sehr, sehr viel. Speziell die Ausrichtung nach vorne und die Qualität, welche sie vorne haben, ist Top in der Liga. Sie haben Dynamik, Spielwitz, Durchschlagskraft und mit Fabian Reese einen Spieler, der sehr torgefährlich ist und uns alles abverlangen wird. Hertha ist eine Mannschaft, die aus meiner Sicht sehr überraschend dort hinten steht und müsste aufgrund ihrer Qualität weiter vorne stehen. Von der individuellen Qualität ist es eine Mannschaft, die sehr viel mitbringt.“
Hertha-Co-Trainer Andre Mijatovic: „Wir brauchen nicht mehr Motivation. Wir spielen am Samstagabend um 20:30 gegen den Tabellenführer in Köln. Köln ist gut in Form und wir erwarten ein offenes Spiel. Der FC hat viel Qualität im Kader und deshalb wird es eine große Herausforderung. Wir sind sehr gut vorbereitet und ich glaube, dass wir etwas mitnehmen werden.“
Personal Paderborn: Die Berliner müssen in Köln auf John Anthony Brooks (Sprunggelenkverletzung), Marton Dardai (10. Gelbe Karte), Jeremy Dudziak (Hüftgelenk-OP), und Bilal Hussein (Sprunggelenkverletzung) verzichten.
Mögliche Startelf: Ernst – Gechter, Leistner, Klemens – Kenny, Demme, Zeefuik – Cuisance, Maza – Reese, Scherhant
Die Personalsituation hat sich pünktlich vor dem Spiel gegen die „Alte Dame“ deutlich verbessert. Trainer Gerhard Struber kann zumindest besser planen und der Coach wird seine Startelf sicherlich auch wieder ein wenig umbauen. So könnte der 1. FC Köln im Heimspiel gegen Hertha spielen.
Unter der Woche begrüßte Gerhard Struber wieder einige Rückkehrer beim Training und auch zur Abschlusseinheit am Freitag gab es wohl positive Nachrichten. Der Trainer hat nun auf einigen Position wieder die Wahl. So könnte der 1. FC Köln im Heimspiel gegen Hertha spielen.
Gerhard Struber bei einem Spiel des 1. FC Köln
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„Das schreit nach Einsatzzeit“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit einem verschmitzten Lächeln. Der Trainer der Geißböcke scheint sichtbar erleichtert, dass sich die Personalsituation bei den Geißböcken wieder ein wenig entspannt. Unter der Woche war mit Dominique Heintz ein Stammverteidiger zurückgekehrt und auch Julian Pauli ist wieder mit von der Partie und „schreit nach Einsatzzeit“. Der Youngster wird mit Sicherheit nicht beginnen, doch die Personalsituation lässt es wohl zu, dass Struber auf einige U21-Spieler verzichten kann, die in der Vorwoche noch im Kader standen. So dürfte die Dreierkette bereits feststehen. Eric Martel wird wohl wieder die zentrale Rolle übernehmen und von Joel Schmied und Heintz flankiert werden. Pauli wäre dann eine Option von der Bank.
Lemperle und Rondic wieder als Sturm-Duo?
Für Leart Pacarada würde es in diesem Fall wieder auf die Außenposition gehen. Der Linksverteidiger hatte in der Vorwoche als Innenverteidiger ausgeholfen, die Rolle auch gut gelöst. Dennoch ist eine Rückkehr auf seine Stammposition wahrscheinlich. Dann würde Max Finkgräfe wohl erst einmal wieder den Platz auf der Bank einnehmen müssen. Auf der rechten Seite ist Jan Thielmann nach einem weiteren ordentlichen Auftritt gesetzt. Auf der Doppelsechs schreit viel nach dem Siegtorschützen der Vorwoche Denis Huseinbasic. Der Mittelfeldspieler findet immer besser in Form. Gut möglich, dass Struber dem 23-Jährigen dann aber Dejan Ljubicic zur Seite stellt. Der Österreicher meldete sich am Freitag rechtzeitig im Mannschaftstraining zurück.
Auch Luca Waldschmidt wird wohl wieder auflaufen. Der Offensivspieler war zuletzt an drei Sieg-Toren direkt beteiligt. Waldschmidt dürfte dann auch wieder Tim Lemperle und Imad Rondic mit seinen Pässen und Anspielen versorgen. Das Sturm-Duo hat in der vergangenen Woche sehr gut funktioniert.
Duell gegen Hertha BSC: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen
Für den FC steht am Abend das Heimspiel gegen Hertha BSC auf dem Programm. Auf dem Papier eine eindeutige Sache. Doch die Kölner Verantwortlichen warnen vor dem Gegner. Dabei würde ein Sieg einmal mehr „Big Points“ bedeuten. Nutzt der 1. FC Köln die Patzer der Konkurrenz?
Die U21 des 1. FC Köln will nach drei Regionalliga-Niederlagen in Folge zurück in die Erfolgsspur. Die Aufgabe könnte dabei jedoch kaum anspruchsvoller sein, denn das Team ist am Samstag bei der U23 Borussia Mönchengladbachs zu Gast. Die Fohlen liegen aktuell auf dem zweiten Platz – und die U21 muss vermutlich abermals auf zwei Routiniers verzichten.
Im Grenzlandstadion kommt es für die Kölner Reserve am Samstag (16 Uhr) zum Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen belegen aktuell den zweiten Rang, der FC sucht die Form. Die U21 des 1. FC Köln will nun aber zurück in die Erfolgsspur finden.
Kommt für Meiko Sponsel der Einsatz noch zu früh? Die U21 des 1. FC Köln auf der Suche nach der Form
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Eigentlich hätte Marco Höger am Samstagnachmittag sein Comeback nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre feiern können. Im Derby der Zweitvertretungen hätte Högers Routine der jungen Kölner Mannschaft auch gut zu Gesicht gestanden. Hinter dem Einsatz des 35-Jährigen steht jedoch ein dickes Fragezeichen, wie FC-Trainer Evangelos Sbonias verriet: „Er hat leider in dem Spiel, in dem er seine Gelb-Rote Karte gesehen hat, etwas am Knöchel abbekommen.“ Höger sei zwar in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, „aber da müssen wir schauen, wie es für das Wochenende reicht und wie der Knöchel reagiert“, ergänzte der Coach. Mit Stephan Salger fehlt ein weiterer Routinier mit muskulären Problemen, auch der Offensivspieler Joao Pinto fehlt aus diesem Grund.
Die Langzeitverletzten Alessandro Blazic, Yannick Mausehund und Arda Süne fehlen ohnehin. Etienne Borie und Meiko Sponsel absolvierten in dieser Woche zumindest wieder Teile des Mannschaftstrainings, doch für sie dürfte das Derby ebenfalls noch zu früh kommen. Oliver Schmitt, Mikail Özkan, Emin Kujovic sowie Neo Telle, der sich im Wochenverlauf krank abmeldete, trainierten zudem mit dem Zweitliga-Team. Entsprechend stand Sbonias nur ein kleiner Kader zur Verfügung.
Sbonias hadert mit der Last-Minute-Niederlage
Das Hauptaugenmerk war dabei zu Wochenbeginn zweifellos die Verarbeitung des Last-Minute-Schocks der Uerdingen-Pleite. „Wenn man sich im Nachhinein das 3:2 anschaut, dann sind da viele Sachen dabei, die man mit ein bisschen mehr Ruhe und mit ein bisschen mehr Abgeklärtheit lösen kann und dann fährt man mit einem 2:2 nach Hause“, blickte der Coach zurück.
Sbonias wolle seinem Team den Ehrgeiz nicht nehmen, „dass man in der Nachspielzeit alles dafür tut und versucht, dann trotzdem noch nach einem 0:2-Rückstand ein 3:2 mit nach Hause zu nehmen“. Allerdings bilanzierte der Trainer auch: „In der Zusammenfassung ist es so, dass dann schon eine Kette von Fehlern, die aus der Hektik heraus passieren, und dann kriegt man halt das 2:3 und hat dann gar nichts in der Hand. Das haben wir versucht, ein paar Dinge einzuordnen, aber ohne ihnen diesen Mut zu nehmen, dass man dann in der Nachspielzeit auch einen Tick weit all-in geht, um dieses Spiel zu gewinnen.“
Das Derby am Samstag in Mönchengladbach bietet dem Team bereits die Chance zur Wiedergutmachung. Mit einem Dreier wäre auch die Durststrecke von drei Spielen ohne Sieg auf Anhieb vergessen. „Sie sind sehr variabel in dem Spiel, wechseln auch je nach Gegner die Formation“, charakterisierte Sbonias den kommenden Gegner und schlussfolgerte: „von daher ist das eine sehr große Aufgabe, die wir da am Wochenende zu erfüllen haben. Da müssen wir schauen, dass wir alles, was wir im Tank haben, und alles, was wir an Qualität haben, auf den Platz bekommen.“
Die U21 würde mit einem Sieg – es wäre der elfte im dann 27. Saison-Spiel – die 40-Punkte-Marke knacken.