Offener Brief an die DFL: Der 1. FC Kรถln fordert neue Investoren-Abstimmung

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Offener Brief an die DFL: Der 1. FC Kรถln fordert neue Investoren-Abstimmung


In einem offenen Rundschreiben an die DFL und alle 36 dazugehรถrigen Klubs hat der 1. FC Kรถln eine erneute Abstimmung zum geplanten Investoren-Deal gefordert. Das berichtet die „Sportschau“, der das Rundschreiben vorliegt.

Laut der „Sportschau“ hat die Geschรคftsfรผhrung des 1. FC Kรถln in einem offenen Brief an die DFL sowie an alle Klubs mitgeteilt, dass der โ€žgefasste Beschluss fรผr ein Verhandlungs- und Abschlussmandat des DFL-Prรคsidiums auf einem sehr fragilen Fundament steht.โ€œ Die Sportschau zitiert weiter: „Mit Hinblick auf die strittige Abstimmung von Hannover-Geschรคftsfรผhrer Martin Kind bestehe der Verdacht, dass โ€žein VerstoรŸ gegen die 50+1-Regel vorliegt.โ€œ

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Die FC-Verantwortlichen fordern die โ€žHerstellung von Rechtssicherheit und Akzeptanzโ€œ als Grundlage fรผr den Einstieg eines Investors. Der FC kรผndigt in dem Brief an, den DFL-Bossen โ€žzeitnah einen fรถrmlichen Antrag zukommen zu lassen, um das DFL-Prรคsidium vom durch die Mitgliederversammlung erteilten Abschlussmandat zu befreien.โ€œ Die Entscheidung darรผber solle an die 36 Klubs der DFL zurรผckfallen. Sollte fรผr die Abstimmung die Einberufung einer auรŸerordentlichen Mitgliederversammlung notwendig sein, werde der FC diese ebenfalls beantragen, heiรŸt es weiter. Kรถln ist mit der Forderung nicht alleine. Zuvor hatten schon mehrere andere Klubvertreter eine neue Abstimmung gefordert.

Unter anderem Claus Vogt, Prรคsident des VfB Stuttgart. „Unser Verstรคndnis von Demokratie – auch im FuรŸball – sollte sein: Die Mehrheit entscheidet“, schrieb Vogt vor knapp zehn Tagen im Netzwerk X: „Kann aber nicht sichergestellt werden, dass ein demokratisch zustande gekommenes Abstimmungsergebnis korrekt ist, sollte man im Sinne der Demokratie und im Sinne unseres FuรŸballs miteinander diskutieren, ob eine erneute, transparente Abstimmung aller 36 Vereine in der DFL notwendig ist. Ich meine: ja, es ist notwendig!“ Auch die beiden Berliner Bundesligisten wรผnschen sich mehr Transparenz.

FC hat nach eigenen Angaben mit „Nein“ gestimmt

Bei der Abstimmung im Dezember hatten 24 der 36 Klubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga fรผr den Einstieg eines Investors gestimmt, damit war die nรถtige Zwei-Drittel-Mehrheit genau erreicht worden. Hannovers Vereinsfรผhrung soll Martin Kind angewiesen haben, gegen den Investoren-Einstieg zu stimmen. Kind betonte, dass nur er selbst wisse, wie er gestimmt habe. Der FC hatte nach eigenen Angaben mit „Nein“ gestimmt. Den Einstieg eines Investors und damit einen Milliarden-Deal unterstรผtzen viele Fans nicht. Seit einigen Wochen wird teils heftig demonstriert. In einigen Fรคllen drohte sogar der Spielabbruch.

Die DFL hatte zuletzt noch erklรคrt, dass der Beschluss „wirksam und rechtmรครŸig gefasst“ sei. Dem widersprechen die FC-Bosse in ihrem Schreiben. Der FC vertrete „die Position, dass eine der fรผr den deutschen ProfifuรŸball historisch weitreichendsten Entscheidungen รผberhaupt, mit einer Bindungsdauer von bis zu 20 Jahren nicht mithilfe rechtlicher Experteneinschรคtzungen und Gutachten, sondern auf Grundlage eines unstrittigen Beschlusses legitimiert werden muss“, heiรŸt es weiter. Am Dienstag war etwas รผberraschend mit der US-Investmentgesellschaft Blackstone einer der beiden potenziellen Investoren aus den Verhandlungen ausgestiegen. Die luxemburgische Gesellschaft CVC ist damit vorerst einziger Bieter.

Kessler: โ€žEs muss keiner Sorge haben, dass er uns vom Hof reitetโ€œ

So plant der FC mit Max Finkgrรคfe
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Kessler: โ€žEs muss keiner Sorge haben, dass er uns vom Hof reitetโ€œ

Er ist der groรŸe Gewinner seit dem Amtsantritt von Timo Schultz. Max Finkgrรคfe begeistert aktuell ganz Kรถln und Teile der Bundesliga. Kein Wunder, dass sich viele FC-Fans Gedanken um die Zukunft des Youngsters machen.

Seit einigen Wochen besticht Max Finkgrรคfe durch seine herausragende Form. Der Youngster ist der groรŸe Gewinner des neuen Jahres. So plant der FC mit Max Finkgrรคfe.

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Zwรถlf Bundesliga-Spiele, sieben Startelf-Einsรคtze, drei bis vier Mal bester Feldspieler, ein Tor – die Bilanz von Max Finkgrรคfe kann sich sehen lassen. Der 19-Jรคhrige ist in dieser Spielzeit sicherlich der Shooting-Star der Liga. Nach seinem Tor gegen Hoffenheim wurde der Youngster einmal mehr mit Lob รผberhรคuft. Schon bei seinem starken Auftritt gegen Eintracht Frankfurt verglich TV-Experte Lothar Matthรคus den Linksverteidiger mit Jonas Hector, brachte ihn sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung. โ€žEs ist ein Spieler, der im vergangenen Jahr noch U19 gespielt hatโ€œ, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung am Mittwoch. โ€žEr hat mit einem guten 2004er Jahrgang im vergangenen Jahr den DFB-Pokal gewonnen. Wir haben ihn sehr eng bei uns gehabt in einer Phase, in der er auch ein bisschen gesundheitlich angeschlagen war.โ€œ Gerade auch in dieser Phase habe man den Spieler versucht, weiter aufzubauen. Das versuchte auch Steffen Baumgart, der ebenfalls das Talent in dem Youngster gesehen und ihm frรผh zum Bundesliga-Debรผt verholfen hat.

Kessler: โ€žEr macht momentan einfach Freudeโ€œ

Doch der Kรถlner Ex-Trainer setzte nur sporadisch auf den Linksverteidiger, der sich mittlerweile festgespielt hat. Baumgart wird und wurde auch deswegen von einigen Fans kritisiert. Der Coach setze zu wenig auf die jungen Spieler, hieรŸ es. Finkgrรคfe sammelte seine Erfahrung zunรคchst in der Kรถlner Reserve und das ziemlich erfolgreich. Fรผr Kessler der richtige Weg. โ€žDiese Spielzeit, die man in der U21 hat, ist fรผr die Jungs unglaublich wichtig. Es ist fรผr die jungen Spieler wichtig, nicht nur Posterboys zu sein, sondern auch Spielzeit zu habenโ€œ, sagte der ehemalige Keeper. โ€žWir sind sehr froh, dass wir die wichtige U21 haben, in der wir den Jungs, die unter der Woche bei uns trainieren auch die Spielpraxis geben. Max ist ein gutes Beispiel dafรผr.โ€œ Ein gutes Beispiel fรผr einen schnellen Weg.

Denn es warten noch einige weitere Talente in der Reserve. Wie bereits in der Vorwoche betonte Trainer Timo Schultz beispielsweise erneut, dass Innenverteidiger Elias Bakatukanda seine Sache gerade sehr gut mache. Auch der Abwehrspieler kรถnnte also schon bald sein Bundesliga-Debรผt feiern. Am Freitagabend sicher nicht von Beginn an. Denn Schultz lieรŸ zwischen den Zeilen lesen, dass das Abwehr-Duo in Abwesenheit von Jeff Chabot eher Timo Hรผbers und Luca Kilian heiรŸen wird.

Finkgrรคfe nutzt seine Chance

Dennoch kรถnnte auch das Abwehrtalent am Wochenende zum Einsatz kommen. Kessler betonte, dass es normal sei, โ€ždass der ein oder andere ein bisschen lรคnger braucht, um die Spielzeit zu nutzen.โ€œ Bei Finkgrรคfe sei es natรผrlich schรถn, dass er die Chance genutzt habe. โ€žEr hat die Verletzung von Paca einfach genutzt. Er macht momentan einfach Freude. Aber am Ende des Tages ist es noch ein junger Spielerโ€œ, sagte Kessler und sprach eine leichte Warnung aus: โ€žDa wird es auch noch die ein oder andere Delle geben. Er hat auch gegen Hoffenheim die ein oder andere Situation gehabt, in der er sehr gefordert war – natรผrlich auch gegen einen guten Stรผrmer. Da muss er noch ein bisschen dazulernen.โ€œ

Dennoch ist man in Kรถln gerade sehr froh um die Qualitรคten des Youngsters, dessen Vertrag im Sommer 2025 auslรคuft. Kein Wunder, dass viele Kรถlner Fans auf eine schnelle Verlรคngerung des Kontrakts hoffen. โ€žEs muss keiner Sorge haben, dass er uns im Sommer vom Hof reitetโ€œ, sagte Kessler. Max Finkgrรคfe hatte in der vergangenen Woche noch betont, wie dankbar er seinem Verein sei. Klingt so, als wรผrde das gute Beispiel dem FC noch erhalten bleiben.


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Kommentar: So spielt kein Absteiger

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Kommentar: So spielt kein Absteiger

Beim 1:1 in Hoffenheim spielte der FC in der Offensive lange zu harmlos, fand kaum statt. Dennoch wรคre gegen die TSG auch ein Erfolg mรถglich gewesen. Am Ende steht ein Punkt gegen einen Europa-League-Anwรคrter und die Erkenntnis, dass der FC in der Liga mithalten kann. Ein Kommentar.

Das 1:1 bei der TSG Hoffenheim hatte schon viel von Magerkost. Lange gab es so gut wie keine Annรคherung an das Gehรคuse der Sinsheimer. Und doch fรผhlte sich das 1:1 wie eine Niederlage an. Auch, weil der FC einmal mehr einem Gegner auf Augenhรถhe begegnet ist. 1. FC Kรถln: Kommentar zum Spiel in Hoffenheim.

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Von den jรผngsten 16 Duellen gegen Hoffenheim nur zwei gewonnen, in den vergangenen 20 Jahren nur zwei direkte Karnevalsspiele fรผr sich entschieden – rein nach der Statistik gab es fรผr den FC am Sonntagabend wenig in Sinsheim zu holen. Die Enttรคuschung eigentlich vorprogrammiert – und tatsรคchlich fรผhlte sich das achtbare Remis bei der TSG wie eine Niederlage an. Der FC hat an drei weiteren Punkten geschnuppert, die den Kรถlnern nach dem Erfolg der Eisernen gegen Wolfsburg auch sehr gut zu Gesicht gestanden hรคtten. So wurde es einer, der nach einem durchschnittlichen Auftritt zweier angeschlagener Klubs doch verdient war. Einer, der fรผr die Kรถlner aber noch sehr wichtig werden kann und einer, mit dem vor dem Spieltag nicht unbedingt zu rechnen gewesen ist.

In der Hinrunde noch Ausrede

Vor allem aber war es bereits der sechste Punkt im fรผnften Spiel unter Timo Schultz. Das ist sicher keine gigantische Ausbeute, die Situation nach wie vor bedrohlich und die GeiรŸbรถcke alles andere als รผber den Berg. Eine Hochrechnung, wie viele Punkte die bisherige Ausbeute am Ende der Spielzeit bedeuten kรถnnten, macht auch keinen groรŸen Sinn. Dafรผr ist der FuรŸball bekanntlich zu unberechenbar. Doch sind diese sechs Zรคhler mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Zur Erinnerung: Die Kรถlner Verantwortlichen hatten vor dem Saisonauftakt mehrfach betont, wie schwer das Auftaktprogramm gegen die Teams aus der kolportierten oberen Tabellenhรคlfte sein werden wรผrde. Als die Kรถlner sich am fรผnften Spieltag gegen Werder Bremen erstmals mit einem Gegner auf Augenhรถhe wรคhnten, war aus der Mahnung lรคngst eine Ausrede geworden. Mit nur einem Zรคhler lag der FC punktgleich mit Darmstadt (17.) und Mainz (18.) auf dem Relegationsplatz.

Es folgte der schwache Auftritt bei Werder, die Gewissheit, dass das eine schwere Saison werden wรผrde und nicht nur das harte Auftaktprogramm Grund fรผr eine drohende Misere sein kรถnne. Fรผnf Monate spรคter hat sich die Tabellensituation nicht grundlegend verรคndert. Der FC ist noch immer oder wieder 16., die Konkurrenz ist auf einen Hauch Distanz gebracht. Allerdings holten die GeiรŸbรถcke aus den gleichen Begegnungen sechs Punkte. Eine Ausbeute, die dem FC in der Hinrunde zu diesem Zeitpunkt Rang zehn eingebracht hรคtte. Und das ohne Leistungstrรคger wie Luca Waldschmidt oder Davie Selke. Timo Schultz hat dem FC Stabilitรคt und Selbstvertrauen zurรผckgegeben. Attribute, die bei dem Hurra-FuรŸball von Steffen Baumgart verloren gegangen sind. Das Spiel mag vielleicht nicht mehr so attraktiv sein, es ist aber effektiv. Und nur darauf kommt es im Abstiegskampf an. So lag am Sonntag ein Sieg in der Luft, bei dem die Kรถlner genau einen Schuss direkt aufs Tor gebracht hรคtten.

Spiele auf Augenhรถhe

Der Ausgleich in der Nachspielzeit war bitter, aber durchaus leistungsgerecht. Leistungsgerecht gegen einen Gegner, der sich im Kampf um die Europa League sieht. Sicher war das Spiel gegen Hoffenheim kein Leckerbissen und gerade die Offensive zu harmlos. Und doch bleiben nach den ersten Wochen unter dem neuen Trainer zwei wichtige Erkenntnisse. Erstens: So wie die Kรถlner aktuell auftreten, spielt kein Absteiger. In keinem der bisherigen Schultz-Spiele, auch nicht bei der 0:4-Klatsche gegen Dortmund, war der FC chancenlos. Die Kรถlner spielten grรถรŸtenteils auf Augenhรถhe, hรคtten vielleicht mit ein wenig mehr Spielglรผck sogar noch mehr Punkte geholt. Zweitens: Es befinden sich dieselben Spieler im Kader wie noch vor Weihnachten. Und dieser hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er zumindest aktuell doch die Qualitรคt fรผr die Bundesliga hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Erkenntnis nicht zu spรคt kommt.


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Knackt der FC gegen Hoffenheim den nรคchsten Startelf-Rekord?

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Knackt der FC gegen Hoffenheim den nรคchsten Startelf-Rekord?

Gegen Wolfsburg und Frankfurt stellte Timo Schultz bereits fรผnf Spieler auf, die nicht รคlter als 22 Jahre alt sind. Nun kรถnnte beim FC sogar die jรผngste Startelf der Saison und der gesamten Liga auflaufen.

Timo Hรผbers fรคllt am Sonntagabend bekanntermaรŸen krankheitsbedingt gegen Hoffenheim aus. So ist Timo Schultz gezwungen, ร„nderungen in der Startelf des 1. FC Kรถln vorzunehmen. Kommt es zum Startelf-Rekord beim 1. FC Kรถln?

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Faride Alidou und Denis Huseinbasic gehรถren bislang wohl auch zu den Gewinnern unter dem neuen Trainer Timo Schultz. Die beiden FC-Profis, die unter Steffen Baumgart keine groรŸe Rollen spielten, standen in den vergangenen Spielen in der Startelf und lieferten ab. Alidou erzielte zwei Treffer, Huseinbasic hat dem defensiven Mittelfeld gemeinsam mit Eric Martel mehr Stabilitรคt verliehen. Die Hereinnahme der beiden Akteure hat dem FC sichtlich gut getan. Gleichzeitig lieรŸ Schultz in den vergangenen beiden Partien damit in der Anfangsformation fรผnf Spieler auflaufen, die nicht รคlter als 22 Jahre sind. Mehr junge Spieler setzte bislang kein Bundesligist in der Startelf ein, fรผnf auch nur Frankfurt, Leverkusen und Freiburg. Zuletzt betrug das Durchschnittsalter der Kรถlner 25,2 Jahre. Der FC stellte damit die jรผngste Mannschaft des vergangenen Spieltags.

Rekord hรคlt Schalke

Am Sonntagabend wird der Schnitt mit groรŸer Wahrscheinlichkeit noch einmal fallen und die Chancen stehen nicht schlecht, dass der FC sogar mit der jรผngsten Startelf der gesamten Saison und vielleicht sogar der gesamten Liga auflรคuft. Bislang stellte RB-Coach Marco Rose das jรผngste Team bei der 2:3-Niederlage gegen Leverkusen auf. Der Altersdurchschnitt lag bei den Leipzigern damals bei 24,6 – gegen Borussia Dortmund vertraute Timo Schultz einer Startelf im Altersdurchschnitt von 24,9 Jahren – und das mit vier Spielern, die nicht รคlter als 22 Jahre waren. Fairde Alidou spielte damals noch keine Rolle in den Startelf-รœberlegungen des Trainers.

Durch den Ausfall von Timo Hรผbers ist der Trainer nun gezwungen, seine Startelf im Vergleich zu den Begegnungen gegen Wolfsburg und Frankfurt umzubauen. Zwar stellte Schultz dem Kรถlner Youngster Elias Bakatukanda einen Einsatz in Aussicht, dass der Youngster aber bereits in der Anfangsformation stehen sollte, ist unwahrscheinlich. Eine 1A-Variante wรคre laut Trainer Luca Kilian. Dadurch wรผrden die Kรถlner den Schnitt bereits auf knapp 25 Jahre senken. Sollte sich Schultz dann fรผr den etwas offensiver ausgerichteten Rasmus Carstensen entscheiden, wรผrde der Altersdurchschnitt auf unter 24,5 Jahre und damit unter Leipzigs Schnitt gegen Leverkusen fallen. Sicherlich keine ausgeschlossene Personalie – schlieรŸlich kรผndigte Schultz an, dass es auf ein, zwei Positionen ร„nderungen geben kรถnne. Die jรผngste Startelf der gesamten Bundesliga-Geschichte stellte der FC Schalke 04 in der Spielzeit 72/73 gegen Hertha BSC auf.


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Der nรคchste bittere Fingerzeig?

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Der nรคchste bittere Fingerzeig?

Das System umgestellt und damit erfolgreich – aktuell scheint beim 1. FC Kรถln die Formation ohne echten Zielstรผrmer zu funktionieren. Steffen Tigges und Florian Dietz haben es unter Timo Schultz schwer.

Timo Schultz scheint beim 1. FC Kรถln die richtigen MaรŸnahmen getroffen zu haben. Es lรคuft zuletzt deutlich besser. Sehr zum Leidwesen einiger Akteure. Keine Chance mehr fรผr Tigges und Dietz?

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Fรผnf Punkte aus vier Spielen – die Formkurve des 1. FC Kรถln zeigt aktuell eindeutig nach oben – und das nicht nur nach Ergebnissen. Zunรคchst Florian Kainz, dann Faride Alidou sowie Denis Huseinbasic und zuletzt Dejan Ljubicic – seitdem Timo Schultz die Fรคden beim 1. FC Kรถln in der Hand hรคlt haben gleich mehrere Spieler zurรผck zu alter Form gefunden. Seit vier Wochen ist Timo Schultz nun am GeiรŸbockheim und der Kรถlner Coach hat ganz offensichtlich bei einigen Spielern die richtigen Stellschrauben gefunden. Doch wo es Gewinner gibt, gibt es meistens auch Verlierer. Einige andere Spieler scheinen auch unter Schultz einen schweren Stand zu haben.

Tigges und Dietz konnten bisher nicht รผberzeugen

Allen voran Steffen Tigges. Der Wunschspieler von Steffen Baumgart war 2022 an den Rhein gewechselt. Durchaus mit der Idee, mittelfristig in die FuรŸstapfen von Anthony Modeste treten zu kรถnnen. Der Franzose war damals noch Spieler des 1. FC Kรถln, doch der Abschied kam schneller als gedacht. Auf den plรถtzlichen Abschied reagierte die Kรถlner Verantwortlichen bekanntlich nicht sofort. Die Chance fรผr Tigges. Allerdings eine Chance, die der Angreifer bis heute nicht genutzt hat. Wรคhrend Baumgart trotzdem an Tigges festhielt, saรŸ der 25-Jรคhrige gegen seinen Ex-Klub Dortmund 90 Minuten auf der Bank und stand zuletzt zweimal gar nicht mehr im Kader. Stattdessen setzt Schultz auf den 1,78-Meter-Angreifer Jan Thielmann und das zuletzt mit Erfolg. Der Youngster erzielte gegen Frankfurt sein erstes Saisontor.

Wohl auch aufgrund der Transfersperre war ein Wechsel im Winter offenbar kein Thema. Und wenn, ist es seit dem Ende der Wechselperiode vor einer Woche keins mehr. Tigges kam am vergangenen Wochenende auch nicht bei der U21 zum Einsatz, fรผr die er in dieser Saison schon einmal aufgelaufen ist. ร„hnlich schwer hat es auch Rekonvaleszent Florian Dietz. Zwar saรŸ der zweite fitte Zielstรผrmer gegen die Eintracht auf der Bank, gespielt hat er nicht. Dietz kommt unter Timo Schultz bislang auf drei Minuten Einsatzzeit. Am Samstagabend erhielt Sargis Adamyan als Joker den Vorzug. Der Armenier hatte keinen Zugriff mehr aufs Spiel. Da die Kรถlner im Winter noch einen Stรผrmer nachverpflichten wollten, scheint sich das Vertrauen in die Qualitรคt der Stรผrmer sehr in Grenzen zu halten. Damion Downs stand seit Oktober ebenfalls nicht mehr im Profi-Kader. Fรผr Sonntag entschied sich der Coach gegen Dietz und Downs. Tigges steht wieder im Kader, ob er auch spielen wird, steht aber auf einem anderen Blatt.

Kilian noch ohne Einsatzminute

Zuletzt hat Schultz das System zunehmend von der Baumgartschen Spielweise abgewandt. Der neue Coach will bewusst auf weniger Flanken runterfahren. „Im mordernen FuรŸball werden die wenigsten Tore noch aus hohen Flanken erzielt“, erklรคrte Schultz am Freitag. „Es ist klar, dass es was anderes ist, wenn man das Zentrum mit zwei grรถรŸeren Spielern und die Flรผgel doppelt besetzt. Dann ist es offensichtlich, dass man รผber Flanken zum Torerfolg kommen will“, so Schultz weiter. Doch der FuรŸball des Ostfriesen ist ein anderer. Schultz will offenbar auch weiterhin auf Jan Thielmann als Sturmzentrum setzen und liefert die Erklรคrung direkt mit. „Alleine unser Spielermaterial gibt es her, dass wir รผber das Zentrum und den flachen Ball kommen werden“, sagte Schultz. Ein Fingerzeig fรผr die groรŸ gewachsenen Zielstรผrmer?


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Mit Zuversicht ins Duell gegen Hoffenheim

Kรถln gegen Hoffenheim
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Mit Zuversicht ins Duell gegen Hoffenheim

Der 2:0-Erfolg รผber Eintracht Frankfurt hat dem 1. FC Kรถln viel Selbstvertrauen gegeben. Das wird am Sonntag auch nรถtig sein. Denn dann geht es gegen den Angstgegner Hoffenheim.

Durch das verรคnderte Spiel unter Trainer Timo Schultz agiert der 1. FC Kรถln defensiv kontrollierter. Offensiv zeichnen sie sich laut Gegner-Coach Pellegrino Matarazzo durch Schnelligkeit aus. Die gewonnene Sicherheit und das stรคrkere Selbstvertrauen macht die GeiรŸbรถcke gefรคhrlicher und so geht der FC mit Zuversicht ins Hoffenheim-Spiel.

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Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt hatte Spuren hinterlassen. Steffen Baumgart war nach dem 1:1-Unentschieden gegen die Hessen im September beim Training ungewohnt dรผnnhรคutig. „Ich gebe vor, was gemacht wird. Wer das mitmacht, ist dabei. Wer nicht, kann tanzen gehenโ€œ, schrie der Trainer sein Team auf dem Trainingsplatz an. AnschlieรŸend lieรŸ er auf der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel erstmals auffallend Dampf ab. So wie in den bisherigen Spiele kรถnne es nicht weitergehen, sagte der heutige Ex-Coach. Wenn es nach dem neuen Trainer geht, kรถnnte es nun genauso weitergehen, wie in den ersten Spielen der Rรผckrunde. Fรผnf Punkte aus vier Spielen, durchaus ansprechende Leistungen, der FC befindet sich im Aufwind.

Schultz wรผnscht sich den Auswรคrtssieg

Doch gerade der Erfolg รผber Frankfurt war nun nicht so nach dem Geschmack von Timo Schultz. „Das Ergebnis steht am Ende, das ist auch das entscheidende. Es war fรผr uns extrem wichtig, dass wir zu Null gespielt haben. In dem Spiel habe ich aber auch ganz viele Sachen gesehen, die mir nicht so gut gefallen haben. Daran werden wir arbeiten mรผssen“, sagte Schultz. Der Trainer ist Realist genug, dem Sieg gegen die Hessen nicht zu viel Bedeutung zu schenken. „Es sind nur drei Punkte“, hatte der Coach schon unmittelbar nach dem 2:0 erklรคrt. Fรผr die Kรถlner heiรŸt es nun, nachzulegen. „Wir haben uns in eine Situation gebracht, in der es darum geht, den Platz zu verteidigen und anzugreifen, um รผber den Strich zu kommenโ€œ, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Je nach den Ergebnissen der Konkurrenz kรถnnte der FC mit einem Sieg mit den Eisernen gleichziehen. Und Schultz gab schon den nรคchsten Schritt vor: „Auswรคrtssieg“, sagte der Coach lรคchelnd.

Dabei ist die Hรผrde fรผr den FC keine leichte. „Es ist eine spielstarke Mannschaft, die unabhรคngig davon, ob sie Dreier- oder Viererkette spielt, sehr viel Personal im Zentrum hat. Die wollen FuรŸball spielen. Die haben richtig gute Zocker“, sagte Schultz. „Sie haben sich sicherlich noch einiges vorgenommen.“ Das haben sie sicherlich. Denn die Ausbeute der vergangenen Monate ist mehr als รผberschaubar. Seit Anfang November holten die Sinsheimer ganze acht Punkte. Im gleichen Zeitraum sammelten die GeiรŸbรถcke sogar zwรถlf Zรคhler ein. „Zur Einordnung gehรถrt auch ein Rรผckblick auf die vergangenen zwรถlf Monate. Vor einem Jahr habe ich hier begonnen, damals standen wir auf dem 14. Tabellenplatz“, sagte Pellegrino Matarazzo. „Nun sind wir Achter und auf Tuchfรผhlung mit den Europapokal-Plรคtzen. Als ich vor einem Jahr kam, waren wir in den ersten Spielen nicht siegfรคhig. Nun sind wir in jedem Spiel siegfรคhig.“

Matarazzo: „Kรถlns Spiel hat sich verรคndert“

Auch in der vergangenen Spielzeit war Hoffenheim in einer รคhnlichen Situation. Damals hatten die Sinsheimer in zwรถlf Spielen einen Punkt eingefahren. Mit Matarazzo kam die Wende. Dennoch gewann der FC die Begegnung bei der TSG damals. Die Chancen stehen auch in dieser Spielzeit nicht schlecht. Denn Schultz hat offenbar die richtigen Hebel gefunden. „Sie haben unter ihrem neuen Trainer Timo Schultz einen anderen Ansatz und ein kontrolliertes Defensivspiel“, sagte Matarazzo. „Auch offensiv spielen sie nun mit viel mehr Speed, auch wenn das vielleicht mit der Verletzung von Davie Selke zusammenhรคngt. Ihr Spiel hat sich verรคndert.“ So weichen die Kรถlner zunehmend von dem unter Baumgart so essentiellen Flankenspiel ab. „Die wenigsten Tore werden noch aus hohen Flanken erzielt. Alleine unser Spielermaterial gibt es her, dass wir รผber das Zentrum und den flachen Ball kommen werden“, erklรคrte Schultz.

Allerdings reist der FC zu seinem Angstgegner. Von den jรผngsten 15 Liga-Spielen hat der FC nur eins gewonnen, Hoffenheim zehn. „Positive Serien mรถchte man immer fortsetzen. Dennoch geht es immer von Null los. Wir mรถchten natรผrlich am Sonntag im Heimspiel drei Punkte einfahren“, sagte Matarazzo. Die Schultz-Truppe wird es auch der TSG Hoffenheim nicht einfach machen. SchlieรŸlich soll es so weitergehen wie in den vergangenen Wochen. ย 


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Gibt es am Sonntag das nรคchste Bundesliga-Debรผt?

Elias Geoffrey Bakatukanda
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Gibt es am Sonntag das nรคchste Bundesliga-Debรผt?

An der Innenverteidigung gibt es in dieser Saison bislang wenig zu rรผtteln. Jetzt droht mit Timo Hรผbers allerdings eine Kรถlner Sรคule wegzubrechen. Der Abwehrspieler รถffnet damit einem Youngster die Tรผr.

Timo Hรผbers hat in der Bundesliga in dieser Saison ganze elf Minuten verpasst. Der Abwehrspieler ist der Dauerbrenner unter den Feldspielern des 1. FC Kรถln. Nun droht der Abwehrspieler am Sonntag auszufallen. Fรผr ihn kรถnnte ein weiterer Youngster spielen. Steht Elias Bakatukanda vor seinem Profi-Debรผt?

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Der 2:0-Erfolg des 1. FC Kรถln รผber Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende dรผrfte die grรถรŸte รœberraschung des vergangenen Spieltags gewesen sein. Vor dem Duell hรคtten wohl nur die wenigsten Experten einen รคhnlichen Spielverlauf und vor allem Sieger erwartet. Selbst vor den beiden Platzverweisen gegen die Hessen war der FC das bessere Team, รผberzeugte nahezu auf ganzer Linie, beeindruckte sogar phasenweise. Und das, obwohl der FC mit der jรผngsten Startelf des Spieltags aufgelaufen war. 25,1 Jahre betrug das Alter der Anfangsformation der Kรถlner im Schnitt. Kein anderes Team war am vergangenen Wochenende so jung. Insgesamt liefen beim FC fรผnf Spieler auf, die nicht รคlter als 22 Jahre alt waren. Und am Sonntag kรถnnte ein weiterer Youngster dazukommen.

รœberraschende dritte Variante

Denn Timo Hรผbers droht fรผr die Begegnung gegen Hoffenheim auszufallen. Der Innenverteidiger plagte sich bereits die ganze Woche mit leichten Krankheitssymptomen herum, am Freitag setzte der Abwehrspieler dann aus. Ausgerechnet Hรผbers, der Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten. „Ich habe noch die Hoffnung, dass er noch zurรผckkommt“, sagte Timo Schultz am Freitag. Doch die Zeit ist knapp. Und so denkt der Trainer bereits รผber mรถgliche Alternativen nach, ohne in Sorgen zu verfallen. Denn auf dieser Position „sei man besonders gut aufgestellt“, sagte der Coach und nannte Dominique Heintz und Luca Kilian seine „1A-Varianten“. Dabei setzte der Trainer die Heintz-Variante wie bereits Steffen Baumgart als AuรŸenverteidiger ein. Kilian spielte unter Schultz bislang nicht eine Minute, war komplett auรŸen vor. Und so nannte Schultz am Donnerstag noch eine รผberraschende dritte Variante.

Bakatukanda kรถnnte dritter Debรผtant sein

„Elias Bakatukanda macht es sehr gut, seitdem ich da bin. Er ist ein sehr hochtalentierter Spieler, dem ich das auch zutraue“, betonte Schultz. Der Innenverteidiger gilt als vielversprechendes Talent, unterschrieb erst im vergangenen April seinen ersten Profivertrag. Der 19-Jรคhrige hat sich zum Stammspieler der U21 entwickelt, kassierte zwar in der Saison eine Gelb-Rote Karte gegen Aachen, kam aber nach der Sperre eindrucksvoll zurรผck. Auch Bakatukanda gehรถrte zu den sechs Spielern, die Baumgart im Sommer „viel SpaรŸ“ machten. Der Innenverteidiger รผberzeugte auch beim Testspiel gegen Rot-Weiss Essen Anfang des Jahres, auch wenn er einen Gegentreffer mit verschuldete.

Timo Schultz setzt – wohl auch notgedrungen – vermehrt auf junge Spieler, drรผckte den Altersdurchschnitt im Vergleich zu Steffen Baumgart um mehr als ein Jahr. Natรผrlich auch, weil Routiniers wie Davie Selke, Luca Waldschmidt und Mark Uth fehlen. Dennoch wird der Weg der Kรถlner in Zukunft, auch aufgrund der Transfersperre, der Einsatz von Nachwuchskrรคften sein. Spieler wie Max Finkgrรคfe geben dem Weg bislang recht. Der Youngster feierte in dieser Saison sein Debรผt und hat sich in den vergangenen Woche festgespielt. Zu Beginn der Saison gab auch Damion Downs seine Bundesliga-Premiere. Nun kรถnnte mit Elias Bakatukanda das dritte Bundesliga-Debรผt der Kรถlner folgen. Damit wรคre der FC das dritte Team der Liga, das in dieser Saison drei Spieler mit Profidebรผt in eigenen Reihen hรคtte.


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Benno Schmitz – plรถtzlich in guter Verhandlungsposition?

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Benno Schmitz – plรถtzlich in guter Verhandlungsposition?

Nach einer eher bescheidenen Saison war Benno Schmitz beim 1. FC Kรถln zuletzt wieder gesetzt. Fรผr den 29-Jรคhrigen die Chance, weitere Pluspunkte fรผr eine Vertragsverlรคngerung zu sammeln. Aufgrund der Transfersperre befindet sich Schmitz ohnehin in guter Position.

Beim 2:0-Erfolg รผber Eintracht Frankfurt lieferte Benno Schmitz eine ordentliche Leistung ab. Der Rechtsverteidiger sammelte wichtige Pluspunkte. Aufgrund der Transfersperre will der 1. FC Kรถln wohl den Vertrag verlรคngern. Benno Schmitz mit guten Karten im Vertragspoker.

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Zuletzt ging es eindeutig wieder aufwรคrts. Nachdem Benno Schmitz gegen den 1. FC Heidenheim noch gar nicht und gegen Borussia Dortmund ganze drei Minuten auf dem Platz stand, hieรŸ es zuletzt fรผr den 29-Jรคhrigen wieder zwei Mal Startelf. Auch, weil sein direkter Konkurrent auf der rechten Verteidigerposition Rasmus Carstensen sich gegen den BVB gleich einige Fehler erlaubte. Fehler, die mit dem Ausgang der 0:4-Klatsche direkt zu tun hatten. „Er hat jetzt am Wochenende in meinen Augen eine sehr gute Leistung gebracht“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. „Er hat sehr stabil die rechte Abwehrseite bearbeitet.“ Tatsรคchlich wirkte der 29-Jรคhrige in der Defensive stabiler als Carstensen, allerdings trat Schmitz in der Offensive kaum auffallend in Erscheinung.

Bislang noch keine Verlรคngerung

Dennoch: Schmitz konnte nun wieder eine grรถรŸere Rolle in den Planungen der Kรถlner Verantwortlichen zu spielen. Der Routinier war im ersten Jahr unter Steffen Baumgart einer der Leistungstrรคger, war auch offensiv sehr wichtig und wurde infolgedessen zum „kรถlschen Cafu“ ernannt. In der vergangenen Saison war Schmitz ebenfalls Stammspieler, konnte aber schon nicht mehr an die Leistungen der Vorsaison anknรผpfen. In dieser Spielzeit gab es mit Carstensen einen neuen starken Kontrahenten, der dem 29-Jรคhrigen zwischenzeitlich den Rang abgelaufen hatte. Zwischen Ende September bis Mitte Dezember stand Schmitz nicht mehr in der Startelf.

Vermutlich hat es auch deswegen noch keine Vertragsverlรคngerung gegeben, eine Verlรคngerung, mit der viele eigentlich schon im vergangenen Sommer fest gerechnet hatten. SchlieรŸlich gab es gleich bei einer Reihe von Leistungstrรคgern wie Davie Selke, Jan Thielmann, Marvin Schwรคbe oder Mark Uth eine Reihe von Vertragsรผberarbeitungen. Dem Vernehmen nach soll es รผber die Personalie Schmitz unterschiedliche Meinungen zwischen Steffen Baumgart und Christian Keller gegeben haben. Demnach soll sich der Ex-Trainer fรผr einen Verbleib stark gemacht haben, wรคhrend der Sportdirektor eher auf die Karte Carstensen setzen wollte.

FC benรถtigt weiteren Rechtsverteidiger

Doch vor allem durch die Transfersperre hat sich die Situation nun fรผr alle Beteiligten grundlegend verรคndert. Stand jetzt hat der FC keinen etatmรครŸigen Rechtsverteidiger in der kommenden Spielzeit unter Vertrag. Der Kontrakt von Schmitz lรคuft genauso aus, wie die Leihe von Carstensen. Bei dem Dรคnen soll allerdings die Kaufoption gezogen werden. Zudem hat der FC das Buhlen um Nachwuchsspieler Pierre Nadjombe verloren. Der Youngster wechselt zum 1. FC Magdeburg. Die Kรถlner sind aktuell auf die Vertragsverlรคngerung fast schon angewiesen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir mit Benno รผber den Sommer hinaus arbeiten werden“, sagte Kessler. Das klingt alles andere als sicher. Mรถglicherweise wollen die Kรถlner Verantwortlichen den Vertrag nur um ein Jahr verlรคngern, um dann 2025 den Umbruch auf dieser Position einzuleiten.

Doch der ehemalige Keeper der Kรถlner betonte auch, dass dazu „immer mehrere Parteien“ gehรถren wรผrden. โ€žWir sind mit den Interessenvertretern von Benno und auch mit Benno im Austausch“, sagte Kessler. Fรผr den Rechtsverteidiger selbst haben sich die Situation und auch die Verhandlungsposition deutlich verbessert. Auch Schmitz werden die Nรถte der GeiรŸbรถcke nicht verborgen geblieben sein. Selbst wenn die Kaufoption fรผr Carstensen gezogen wird, ist ein zweiter Rechtsverteidiger wohl nรถtig. Schmitz ist mit seinen 132 Ligaeinsรคtzen fรผr den FC mittlerweile neben Florian Kainz der Kรถlner mit den meisten Einsรคtzen und gleichzeitig der dienstรคlteste FC-Spieler. Bereits am Sonntagabend hat Schmitz die Chance, weitere Pluspunkte im Ringen um die Vertragsverlรคngerung zu sammeln.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Baumgart: „Ich fiebere extrem mit“

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Baumgart: „Ich fiebere extrem mit“

Gut anderthalb Monate nach seinem Aus beim 1. FC Kรถln hat Steffen Baumgart in einem Podcast รผber seine Zuneigung zum FC, die Trennung und seinen Nachfolger gesprochen.

Zweieinhalb Jahre hat Steffen Baumgart die Geschicke beim 1. FC Kรถln geleitet. Kurz vor Weihnachten folgte das Aus. Nun hat sich der ehemalige Trainer der Kรถlner im Podcast von Ewald Lienen und Michael Born geรคuรŸert. Das sagt Steffen Baumgart zum FC und zu Timo Schultz.

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Gut anderthalb Monate nach seinem Aus beim 1. FC Kรถln wirkt Steffen Baumgart aufgerรคumt, aber auch gewohnt locker. In der aktuellen und unterhaltsamen Episode des Podcasts „DerSechzehner“ von Trainer-Legende Ewald Lienen und DAZN-Kommentator Michael Born plauderte der 52-Jรคhrige รผber sein Verhรคltnis zu Schiedsrichtern und seine Zeit als Spieler unter Lienen. Natรผrlich wurde der Trainer auch auf seinen Abschied vom FC angesprochen. Es gehe ihm gut, sagt Baumgart. „Es gehรถrt in unserem Job nun mal dazu, dass es irgendwann nicht mehr weitergeht. Wir haben das sauber gelรถst. Das ist eine Situation, die ich im FuรŸball mehr als einmal erlebt habe“, so der 52-Jรคhrige weiter. „Es ist aus meiner Sicht alles vernรผnftig gelaufen โ€“ gerade auch fรผr Kรถlner Verhรคltnisse.“ Nun freue er sich aber, wenn eine neue Tรผr aufgehe.

Baumgart: „Dass wir 40 Punkte holen, hรคtte ich uns auch zugetraut“

Baumgart beschreibt, dass es bereits nach dem Freiburg-Spiel erste Gesprรคche gegeben habe und man weitere Gesprรคche nach dem Berlin-Duell fรผhren wollte. „Du kannst so einen Verein nicht einfach abstรผrzen lassen“, betont Baumgart. „Es ging einfach darum, ob wir gemeinsam die hundertprozentige รœberzeugung haben, dass es geht. Und der รœberzeugung war ich nicht mehr. Wir haben dann gemeinsam entschieden, dass wir jemanden finden mรผssen, der diesen absoluten Glauben hat, den du in der Situation brauchst.“ Anfang Januar prรคsentierten die Kรถlner Verantwortlichen Timo „Schulle“ Schultz als neuen Coach. „Mit Schulle haben sie jemanden gefunden, der das sehr gut verkรถrpert und aus meiner Sicht auch sehr gut macht. Und dann hoffen wir mal, dass das alles gut geht“, sagt Baumgart (Der Podcast wurde vor dem Frankfurt-Erfolg ausgezeichnet, Anm. d. Red.).

Zwar verfolge Baumgart die Spieler „nicht mehr so wild“, schlieรŸlich „ist es nicht mehr meine Truppe“, der Trainer schaut sie aber immer noch und das auch intensiv. „Ich gucke das schon und fiebere auch extrem mit. Nach zweieinhalb Jahren kannst du dich diesem Verein nicht mehr entziehen. Dieser Verein macht etwas mit dir. Ich habe zweieinhalb gute Jahre gehabt โ€“ auch das letzte halbe Jahr. Ich habe mich sehr wohl gefรผhlt“, sagt Baumgart, der merkt, „dass mir das insgesamt fehlt.“ Nun verfolgt der gebรผrtige Rostocker die Arbeit seines Nachfolgers. „Die Verรคnderung ist natรผrlich da. Du hast keinen Mittelstรผrmer mehr vorne drin. Davie Selke ist raus, dadurch haben nun andere Spieler die Chance“, sagte der ehemalige FC-Coach. So wie Jan Thielmann, der am vergangenen Samstag gegen Frankfurt das 2:0 erzielte. „Jan hat uns einfach bis Oktober gefehlt. Wer Jan Thielmann kennt, der weiรŸ, dass der immer bei 100 Prozent ist. Der gibt Gas und das brauchst du im Moment.“

Baumgart: „Dann mรผssen Leute fรผhren, die das noch gar nicht kรถnnen“

Der Ex-Trainer betonte noch einmal, dass ihm mit Ellyes Skhiri und Jonas Hector zwei Ankerpunkte verloren gegangen seien. „Dann mรผssen Leute fรผhren, die das noch gar nicht kรถnnen“, so Baumgart, der sich weiterhin nicht vorstellen kann fรผr diese Saison eine 50-Punkte-Marke in Aussicht gestellt zu haben. „Ich habe mehr Punkte eingerechnet als zehn. Dass wir 40 Punkte holen, hรคtte ich uns auch zugetraut“, sagt Baumgart. „Wenn du zwei Spieler wie Skhiri und Hector verlierst und die wรผrden jedem Bundesliga-Team fehlen, dann kannst du nicht international trรคumen. Fรผr einen Schwachmaten halte ich mich nicht.“

Heute FC-Profi, Bundesliga-Debรผt fรผr Hoffenheim

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Heute FC-Profi, Bundesliga-Debรผt fรผr Hoffenheim

Gleich sechs Kรถlner Profis trugen bereits das Trikot der TSG Hoffenheim. Drei von ihnen starteten in Sinsheim auch ihre Bundesliga-Karriere.

Auch wenn am Sonntag nicht alle, die einst im Trikot der Sinsheimer aufliefen, im Kader der Kรถlner nach Hoffenheim mitreisen, hat die TSG fรผr einige FC-Profis eine besondere Bedeutung. Europa League, Jugendnationalmannschaft oder Bundesliga-Debรผts. Diese Verbindungen haben Spieler des 1. FC Kรถln zu Hoffenheim.

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Wenn bis Sonntag alles den gewohnten Weg geht, dann wird Philipp Pentke wie gewohnt den FC zum Auswรคrtsspiel begleiten, wohlwissend, dass der Keeper das Spiel von der Reservebank aus verfolgen wird. Fรผr der 38-Jรคhrigen wohl kein Problem, der Torhรผter wurde genau fรผr die Aufgabe verpflichtet. Und dennoch wird die Begegnung am 21. Spieltag eine ganz besondere fรผr den gebรผrtigen Freiberger. Philipp Pentke kehrt erstmals wieder zurรผck an alte Wirkungsstรคtte. Und das nicht an irgendeine. Pentke wechselte erst im zarten Alter von 34 Jahren nach Sinsheim. Am 18. Spieltag kam der Keeper zu seinem ersten Einsatz fรผr die TSG und damit auch im fortgeschrittenen FuรŸballer-Alter zu seinem Bundesliga-Debรผt. Der Torwart spielte acht Mal in der Bundesliga, immer fรผr Hoffenheim. Dazu gegen die Bayern im DFB-Pokal und sogar in der Europa League gegen Gent.

Uth spielte mit Hoffenheim gegen Liverpool um die Kรถnigsklasse

Der Keeper ist aber nicht der einzige FC-Profi, der wichtige Meilensteine mit Hoffenheim feierte. Auch Mark Uth spielte erstmals im Trikot der TSG Bundesliga. Nachdem der Durchbruch beim FC nicht gelingen wollte, ging Uth den Umweg รผber die Niederlande. Mit 20 Pflichttoren in der Spielzeit 14/15 stieg das Interesse aus der Bundesliga. Der Porzer wechselte nach Hoffenheim. Uth debรผtierte gegen Leverkusen, spielte sogar gegen den FC Liverpool in der Qualifikation zur Champions League und erzielte gegen die Reds auch zwei Tore. Fรผr die Sinsheimer lief der gebรผrtige Kรถlner รถfter auf als fรผr den FC. „Die Anfangszeit in Hoffenheim war zwar nicht ganz so rosig fรผr mich, die letzten zweieinhalb Jahre aber wรผrde ich als nahezu perfekt bezeichnen“, sagte Uth einst in einem Interview und betonte, dass Julian Nagelsmann ihn in dieser Zeit besser gemacht habe. Dem Vernehmen nach soll damals auch Borussia Dortmund ein Auge auf den Angreifer geworfen haben.

Wie Pentke wird auch der Stรผrmer bekanntermaรŸen nicht gegen Hoffenheim auflaufen, der 32-Jรคhrige ist nach wie vor verletzt und wird wohl erst gegen Mรคrz wieder ins Training einsteigen. Chancen auf einen Einsatz, wenn auch eher nicht von Beginn an, hat dagegen Sargis Adamyan. Und auch der 30-Jรคhrige feierte spรคt und bei den Sinsheimern sein Bundesliga-Debรผt. 2019 kam der Armenier zur TSG, im September feierte er gegen Wolfsburg seine Premiere in der hรถchsten deutschen Spielklasse und spielte spรคter mit Hoffenheim immerhin in der Europa League.

Auch Marvin Schwรคbe, Matthias Kรถbbing und Davie Selke haben bereits das Trikot der TSG getragen – allerdings nie in der Bundesliga. โ€žIch habe da meine Base aufgebautโ€œ, sagt Selke vor einiger Zeit, der heute noch von seiner Gastfamilie in Hoffenheim schwรคrmt. Und: โ€žDort bin ich Jugend-Nationalmannschaftsspieler geworden.โ€œย Sein Profi-Debรผt hรคtte der Kรถlner Angreifer mit Sicherheit auch dort feiern kรถnnen. Doch Selke war ungeduldig, wechselte nach Bremen und schaffte dort den Durchbruch. Von den ehemaligen TSG-Spielern wird zu Beginn nur Marvin Schwรคbe zum Einsatz kommen.

FC-Karnevalssitzung in Bildern

Luca Waldschmidt, Davie Selke und Jeff Chabot
Jeff Chabot
Vorstand und Geschรคftsfรผhrung
Jan Thielmann
Thomas Kessler
Timo Schultz
Philipp Pentke, Mathias Kรถbbing und Marvin Schwรคbe
Eric Martel
Florian Kainz
Max Finkgrรคfe
Dominique Heintz
Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic
Markus Rejek, Philipp Tรผroff und Christian Keller
Davie Selke
FC Frauen
Damian Downs


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