Aluminium, Abschlüsse und mangelnde Effizienz – Das erwartet den FC gegen den HSV

Jubel bei Spielern des Hamburger SV
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Aluminium, Abschlüsse und mangelnde Effizienz – Das erwartet den FC gegen den HSV

Nach dem Pokal-Aus gegen den FC Bayern München am vergangenen Mittwoch steht für den FC am Wochenende der 9. Bundesliga-Spieltag auf dem Programm. Am Sonntagnachmittag empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den Hamburger SV. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Hamburg.

Mit dem HSV trifft der FC am Sonntagnachmittag auf den Tabellendreizehnten – und auf den Mitaufsteiger der vergangenen Saison. Beide Teams haben im Sommer in der Transferphase ordentlich nachgelegt. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Hamburg.

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Form: Nachdem sich der HSV in der ersten Runde des DFB-Pokals mit viel Mühe beim Oberligisten FK Pirmasens durchgesetzt hatte, holten die Rothosen aus den ersten drei Ligaspielen lediglich einen Zähler. Am vierten Spieltag feierte das Team von Merlin Polzin dann mit einem 2:1 gegen Heidenheim den ersten Sieg in der Bundesliga seit Mai 2018. Nach einem 0:0 bei Union Berlin gewannen die Hamburger deutlich mit 4:0 gegen Mainz. Nach der Länderspielpause verlor der HSV zunächst mit 1:2 in Leipzig, bevor sich die Nordlichter am vergangenen Wochenende mit 0:1 gegen Wolfsburg geschlagen geben mussten. Unter der Woche zog der HSV mit einem 1:0-Sieg in Heidenheim ins Achtelfinale des Pokals ein. Aktuell stehen die Rothosen mit acht Punkten auf dem 13. Tabellenplatz.

Viele Abschlüsse aber wenig Effizienz

Alupech: Das Team von Trainer Merlin Polzin hatte in dieser Saison schon viel Pech vor dem gegnerischen Tor. An den ersten acht Spieltagen scheiterten die Rothosen bereits viermal am Aluminium. Nur Mainz und Wolfsburg mit jeweils fünf Aluminiumtreffern scheiterten noch häufiger am Pfosten oder an der Latte.

Viele Abschlüsse: Der HSV gab in dieser Saison bereits 114 Torschüsse ab. Damit steht der Bundesligaaufsteiger in dieser Statistik hinter dem FC Bayern München (153), dem VfB Stuttgart (134) und RB Leipzig (117) auf dem vierten Platz. Im Vergleich. Der FC gab an den ersten acht Spieltagen 20 Torschüsse weniger ab als der kommende Gegner.

Wenig Effizienz: Obwohl Hamburg eine der Mannschaften ist, die mit die meisten Torschüsse der Liga abgeben, stellt der HSV gemeinsam mit Heidenheim und lediglich sieben eigenen Treffern die zweitschlechteste Offensive der Liga. Nur Borussia Mönchengladbach konnte mit sechs eigenen Treffern noch weniger Erfolgserlebnisse feiern. Insgesamt findet lediglich jeder 16. Schuss der Hamburger den Weg ins Netz.

Im Fokus: Luka Vuskovic

Im Fokus: Mit Luka Vuskovic hat der Hamburger SV ein echtes Innenverteidigertalent im Kader. Der 18-Jährige wechselte im Sommer per Leihe von Tottenham Hotspur zu den Rothosen und entwickelte sich in Hamburg sofort zum Stammspieler. Ab dem dritten Spieltag stand der Kroate in jedem Pflichtspiel des HSV in der Startelf und bestritt dabei auch jede Partie über die komplette Spielzeit. Beim 2:1-Sieg gegen Heidenheim brachte Vuskovic das Team von Merlin Polzin mit 1:0 in Führung und hatte somit einen großen Anteil am ersten Bundesligasieg des HSV nach dem Aufstieg. Besonders auffällig ist Vuskovics Präsenz in der Luft. Mit 51 gewonnenen Kopfballduellen ist der Rechtsfuß der beste Kopfballspieler der Bundesliga. Mit insgesamt 73 Prozent gewonnener Zweikämpfe ist der 18-Jährige der beste Innenverteidiger der Liga. Besonders interessant. Luka Vuskovic ist der Bruder von Mario Vuskovic, der aktuell aufgrund von Doping gesperrt ist, vor der Sperre jedoch beim HSV unter Vertrag stand.

Klares System

Formation: Merlin Polzin lässt seine Mannschaft überwiegend in einem 3-4-3-System auflaufen. Zwischen den Pfosten ist Daniel Heuer Fernandes gesetzt. Davor haben Luka Vuskovic und Daniel Elfadli einen Stammplatz. Den dritten Platz in der Dreierkette machen Nicolas Capaldo, Jordan Torunarigha und Warmed Omari unter sich aus. Auf den beiden Schienenpositionen haben Miro Muheim links und Giorgi Gocholeishvili rechts den Vorzug erhalten. Allerdings fiel der Georgier aufgrund einer Nasenbeinfraktur zuletzt aus. Im zentralen Mittelfeld ist Nicolai Remberg gesetzt. Neben dem ehemaligen Kieler wechselten sich bislang vorwiegend Sambi Lokonga und Fabio Vieira ab. Vorne setzt der HSV auf Tempo. Dabei sind Ransford Königsdörffer in der Spitze und Ryan Philippe auf der rechten Außenbahn seit den vergangenen Wochen gesetzt. Auf der linken Außenbahn wechseln sich Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompe ab.

“Sie haben Top-Transfers getätigt“

Lukas Kwasniok über den HSV: „Sie haben Top-Transfers getätigt, aber konnten die Transfers nicht im Verlauf der Vorbereitung abschließen, sondern erst hinten raus. Das hat bei Ihnen natürlich erst einmal für eine gewisse Unruhe gesorgt. Dann hast du das Problem, dass du am Anfang gegen die Bayern spielst, eine Reise bekommst und dann auf einmal alles infrage gestellt wird. Mit den Verpflichtungen hinten raus hat diese Mannschaft einfach extrem an Qualität dazugewonnen. Sie können auch den Ansatz von Merlin, fußballerisch gute Akzente zu setzen, in der Bundesliga umsetzen. Ich würde sagen, da sind sie uns sogar einen kleinen Step voraus. Sie haben sich dazu entschlossen, mit zwei defensiven Mittelfeldspielern in der Dreierkette zu agieren, und das führt dazu, dass sie recht schnell eine Spieldominanz entwickeln. Sie haben eine gute Mischung gefunden und gegen Wolfsburg auf ein Tor gespielt, nur die Murmel nicht über die Linie stolpern können. Aber die Leistung war wie davor in Leipzig gut. Für mich ist das nicht überraschend, weil die Transfers, die sie getätigt haben, top gewesen sind.“

Polzin will die „Wucht im Keim ersticken“

Merlin Polzin über den FC: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die über sehr viel Qualität, über teilweise viel Bundesligaerfahrung verfügt und auch viele Möglichkeiten in der Offensive hat. Ich glaube, die Stimmung wird richtig cool werden. Es ist ein cooles Stadion und ein sehr sympathischer Verein. Ich glaube, der FC ist immer mit sehr viel Herz und Leidenschaft unterwegs. Man freut sich immer auf diese Duelle. Wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir in diesen Duellen nicht nur mithalten, sondern auch gegen diese sehr erfahrene Bundesligamannschaft gewinnen können. Es wird ein Spiel werden, in dem uns alles abverlangt werden wird. Ich glaube, Lukas und sein Trainerteam sind dafür bekannt, Lösungen zu finden, durch die der Gegner vor Probleme gestellt wird. Wir müssen die Wucht, die in diesem Stadion entstehen kann, versuchen, im Keim zu ersticken.“

Mögliche Aufstellung HSV: Heuer Fernandes – Capaldo, Vuskovic, Elfadli – Gocholeishvili, Lokonga, Remberg, Muheim – Philippe, Königsdorffer, Dompe

Ausfälle HSV: Merlin Polzin muss in Köln lediglich auf Warmed Omari (Sprunggelenkverletzung) verzichten. Alle anderen Profis stehen den Hamburgern zur Verfügung. Allerdings fiel zuletzt auch


Wie stellt Kwasniok gegen den HSV auf? So könnte der 1. FC Köln spielen

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
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Wie stellt Kwasniok gegen den HSV auf? So könnte der 1. FC Köln spielen

Für den 1. FC Köln steht wenige Tage nach der 1:4-Niederlage im DFB-Pokal das Heimspiel gegen den Hamburger SV auf dem Programm. So könnte der 1. FC Köln gegen Hamburg spielen.

Nach zwei aufreibenden Duellen gegen den BVB und die Bayern steht nun das Duell gegen die Rothosen auf dem Plan. Lukas Kwasniok könnte seine Mannschaft auf wenigen Positionen verändern. Ein Offensivspieler bekam vom FC-Coach bereits am Freitag einen Startelfplatz in Aussicht gestellt. So könnte der 1. FC Köln gegen Hamburg spielen.

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Beim Heimspiel gegen den Hamburger SV muss Lukas Kwasniok lediglich auf die drei Langzeitverletzten Rav van den Berg, Luca Kilian und Timo Hübers verzichten. Bei van den Berg gab es am Freitag jedoch positive Nachrichten. So trainierte der Niederländer gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Feld. Kwasniok bremste jedoch die Erwartungen nach dem Training: „Ich weiß nicht, ob man das als Mannschaftstraining titulieren kann, wenn man ein wenig Fußballtennis spielt“, so der Coach. „Ohne jeglichen Körperkontakt war es ein perfekter Tag, um ihn da einzubinden. Es ist schon der Plan, dass er spätestens nach der Länderspielpause wieder alles absolvieren kann“, so der 44-Jährige nach dem Freitagstraining.

Große Chance für Heintz

Alle anderen FC-Profis haben das Pokalspiel gegen den FC Bayern München gut überstanden und stehen dem FC-Trainer daher auch im Heimspiel gegen den HSV zur Verfügung. Allerdings ist es möglich, dass Kwasniok seine Mannschaft auf ein paar Positionen verändern wird. Marvin Schwäbe kehrt wieder ins Tor zurück. Ron-Robert Zieler wurde von Kwasniok vor der Saison als Pokaltorhüter benannt, ist in der Liga jedoch die klare Nummer zwei. Vor Schwäbe ist die Sache allerdings spannender. In der Dreierkette dürften erneut Joel Schmied und Eric Martel beginnen. Den dritten Platz machen Dominique Heintz, Cenk Özkacar und Tom Krauß unter sich aus. Da Heintz am Fuß einige Qualitäten mitbringt, das Spiel auch mit langen Bällen aufbauen kann und der FC gegen den HSV den Ball haben dürfte, hat der Linksfuß große Chancen, in die Startformation zu rücken.

Allerdings könnten auch zwei der drei Genannten beginnen. Sollte nämlich Eric Martel wieder ins Mittelfeld rücken, dürfte Krauß die zentrale und Heintz oder Özkacar die linke Position übernehmen. Auf den Schienenpositionen gibt es an Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen aktuell wohl kein Vorbeikommen. Im Mittelfeld hängt alles mit der Personalie Martel zusammen. Rückt der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler ins Mittelfeld, dürfte neben ihm Isak Johannesson beginnen. Bleibt Martel allerdings in der Defensive, würden sich Denis Huseinbasic oder Tom Krauß, sofern der ehemalige Schalker nicht selbst in der Abwehr aufläuft, für die Position neben Johannesson anbieten.

Wie gestaltet Kwasniok die Offensive?

Ganz so offen wie die Besetzung der Abwehr dürfte das Personal in der Offensive nicht sein. Zwar hat Kwasniok mit Said El Mala, Ragnar Ache, Marius Bülter, Linton Maina, Luca Waldschmidt und Jakub Kaminski gleich sechs Profis, die für die verbliebenen drei Positionen infrage kommen, allerdings gibt es Favoriten. Ein Profi bekam am Freitag jedoch schon die Mitteilung, dass er gegen den HSV wahrscheinlich in der Startelf stehen wird. „Er macht einen guten Eindruck und dann ist die Wahrscheinlichkeit schon auch relativ hoch, dass er beginnt, um dann zu schauen, wie lange er dann durchhalten kann“, so Kwasniok über Ragnar Ache, der gegen den FCB sein erstes Pflichtspieltor im FC-Trikot erzielte und auch sonst einen guten Auftritt zeigte.

Neben Ache dürfte auch Said El Mala wieder starten, der in den vergangenen Wochen zu den positiven Erscheinungen des FC zählte und immer wieder gefährliche Momente in den Spielen erzeugte. Die dritte Position dürfte sich dann in einem 50:50-Duell zwischen Kaminski und Bülter entscheiden, die beide gewisse Qualitäten ins Spiel bringen. Für Bülter würde seine Körperlichkeit sprechen, die die Kölner gegen die robusten Hamburger definitiv benötigen können. Allerdings überzeugte der 32-Jährige gegen den FC Bayern nicht. Kaminski gehört in dieser Saison zu den konstantesten FC-Spielern und stellte die Gegner durch sein unermüdliches Anlaufen immer wieder vor große Probleme. Wenn Kwasniok sich jedoch entscheidet, El Mala nach den Startelfeinsätzen gegen Dortmund und München erst einmal auf die Bank zu setzen, dürften sowohl Kaminski links als auch Bülter rechts beginnen.

So könnte der FC gegen Hamburg spielen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Dominique Heintz vom 1. FC Köln

Dominique Heintz

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson

Kristoffer Lund

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg

Said El Mala

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
Ragnar Ache



1. FC Köln gegen den HSV: Ein Traditionsduell und ein Kampf gegen eine weitere Serie

Die Hamburger Spieler jubeln im Duell gegen den 1. FC Köln
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1. FC Köln gegen den HSV: Ein Traditionsduell und ein Kampf gegen eine weitere Serie

Auch wenn die ruhmreichen Tage der Clubs schon ein wenig zurückliegen, kommt es am Sonntag in Köln zu einem Traditionsduell. Es wartet eine schwere Aufgabe auf die Geißböcke. Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV und damit auch gegen eine weitere Serie.

Der 1. FC Köln spielt am Sonntag gegen den HSV und damit auch gegen eine weitere Serie. Denn die vergangenen Duelle verliefen alles andere als erfolgreich. Doch genau das kann dem FC auch Hoffnung machen.

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Geht es nach den Zahlen, dann ist das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV ein besonders traditionelles. Zumindest standen sich die beiden Teams inklusive Meisterschaftskampf in der Oberliga bereits 110 Mal gegenüber. Beide Teams feierten Meisterschaften, holten bereits den Pokal, spielten europäisch. Der Glanz von einst ist bekanntlich ein wenig in die Jahre gekommen. Die großen Titel liegen lange zurück. Zwar gibt es wohl kaum zwei Meinungen, dass beide Vereine ins deutsche Oberhaus gehören, die vergangenen Jahre sprachen aber eine andere Wahrheit. Dementsprechend geht es trotz gutem Saisonstart erst einmal darum, die Klasse zu halten.

Königsdörffer wird zum FC-Schreck

Von einer Weichenstellung wollte Lukas Kwasniok daher im Vorfeld der Partie auch nichts wissen. „Es geht darum, einfach am Ende genügend Punkte zu haben, um überm Strich zu stehen“, sagte der Trainer. Den HSV wähnt der Kölner Coach als Mitaufsteiger wohl zu recht auf Augenhöhe. Dabei fiel die Bilanz in den vergangenen Jahren wahrlich nicht gut aus für die Geißböcke. Keine der jüngsten fünf Begegnungen hat der FC gegen den HSV gewonnen, nur eine von den vergangenen neun. Die vergangenen vier Spiele in Köln gingen drei Mal an den Gast, das vierte endete Unentschieden. In der Aufstiegssaison avancierte Ransford Königsdörffer zum FC-Schrecken. Der Stürmer erzielte die drei Hamburger Treffer bei den beiden HSV-Siegen gegen den FC.

Besonders bitter auch das Pokal-Aus 2022. Damals hatte sich Florian Kainz bekanntlich im Elfmeterschießen selbst angeschossen, der verwandelte und vermeintlich Sieg bringende Elfer galt nicht. Zudem hat der HSV in dieser Saison keins seiner drei Sonntags-Duelle verloren. Für den FC wird das Duell also einmal mehr auch ein Kampf gegen eine Serie. Und das könnte durchaus ein gutes Omen sein. Denn schlechte Serien hatte der FC auch gegen Freiburg, Wolfsburg und Hoffenheim aufzuweisen. Die Bilanz aus diesen Spielen beträgt bekanntlich sieben Punkte und acht Tore. Auch, wenn die Begegnung keine Weichenstellung für den FC wird, mit einem Sieg würde das Polster auf die Abstiegsränge noch einmal anwachsen.