Mit dem Duell bei den Wรถlfen startet der FC in den zweiten Block der aktuellen Bundesliga-Saison. Keine leichte Aufgabe, aber fรผr FC-Coach Lukas Kwasniok keine unlรถsbare. So will der 1. FC Kรถln in Wolfsburg punkten.
Nach dem perfekten Saisonauftakt und mit einem kleinen Punktepolster geht es fรผr die Geiรbรถcke in den zweiten Block der aktuellen Spielzeit. Den Auftakt gibt es beim VfL in Niedersachen und der Kรถlner Trainer erwartet ein hartes Stรผck Arbeit. Aber einen Plan wird sich der Coach auch wieder zurecht legen. So will der 1. FC Kรถln in Wolfsburg punkten.

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13 Tage nach dem รผberraschend deutlichen 4:1-Erfolg รผber den SC Freiburg geht es fรผr die Geiรbรถcke mit dem Auswรคrtsspiel beim VfL Wolfsburg in der Bundesliga weiter. Und rund ums Geiรbockheim entsteht der Eindruck, dass die Lรคnderspielpause der Euphorie keinen Abbruch getan hat. Kein Wunder, nach zwei Siegen zum Auftakt belegen die Kรถlner mit sechs Zรคhlern den dritten Rang der Tabelle, haben die Chance, zum ersten Mal seit nahezu drei Jahrzehnten wieder mit drei Liga-Siegen in die Spielzeit zu starten und sogar die Tabellenfรผhrung fรผr ein paar Stunden zu รผbernehmen. Dass die Stimmung in Kรถln keine schlechte ist, ist also nur folgerichtig, aber auch nicht selbstverstรคndlich. „In allererster Linie mรผssen wir etwas dazu beitragen, dann werden die Leute freudvoll ins Stadion kommen und freudvoll nach Hause gehen“, sagt Lukas Kwasniok. „Und dann supporten sie uns auswรคrts mit einer noch grรถรeren Begeisterung.“
Kwasniok erwartet ein hartes Stรผck Arbeit
Nach Wolfsburg begleiten den FC rund 3.500 Fans. Und die will Kwasniok wieder schnell auf seine Seite bringen. „Unser Auftrag ist es, sie immer wieder davon zu รผberzeugen, dass wir im jeden Spiel am Anschlag sind und jedes Spiel in der Lage sind, zu gewinnen und immer ein gutes Spiel abzuliefern. Und gutes Spiel heiรt auch schon mal wie gegen Mainz mit allem was du hast zu verteidigen“, sagt der Trainer. „Es kann ja sein, dass der Gegner schon mal besser ist. Aber die Zuschauer spรผren ja trotzdem, dass die alles geben, wenn auch nicht alles gelingt.“ Das habe sich der Club auf die Fahnen geschrieben, so Kwasniok weiter. Das aller Wichtigste sei nun aber etwas anderes. „Wir tun jetzt gut daran, dass wir die zwei Siege abhaken. Dass sich die Menschen darรผber freuen, aber in erster Linie, dass wir demรผtig bleiben und beim Anpfiff wieder Fuรball spielen und arbeiten wollen.“
Der Kรถlner Coach sieht ganz offensichtlich eben jenes Stรผck Arbeit auf sein Team zukommen. Zwar kommen die Wรถlfe bislang „nur“ auf vier Zรคhler, die Auftritte des VfL waren aber durchaus ansprechend, das Remis gegen Mainz kann mit dem Ausgleich in letzter Minute durchaus als unglรผcklich bezeichnet werden. Das weiร auch Kwasniok. „Sie haben schon viele gute Fuรballer in ihren Reihen. Im vorderen Bereich, auf der Sechs mit Maxi Arnold, der als Taktgeber die Bรคlle in den offensiven Bereich bringt. Die Spieler haben Tempo, aber auch fuรballerische Qualitรคt“, sagt der 44-Jรคhrige. „Sie haben sehr robuste Innenverteidiger, haben da noch mal nachgelegt. Sie suchen fuรballerische Lรถsungen. Und dann haben sie auch gute Schรผtzen. Der Aaron Zehnter hat eine gute linke Klebe, der Arnold – da kรถnnen schon einige aus der Distanz Tore erzielen.“
Die gleiche Startelf wie gegen Freiburg?
Und so kommt der Trainer zum Fazit, als „Underdog nach Wolfsburg“ zu fahren, aber „chancenlos sind wir ganz sicher nicht“, sagt Kwasniok. Personell kann der Trainer nahezu aus dem Vollen schรถpfen. Luca Kilian wird nach seinem dritten Kreuzbandriss bis auf Weiteres fehlen, hinter Isak Johannesson steht nach einem Pferdekuss im Lรคnderspiel gegen Frankreich ein Fragezeichen. Aufschluss werde wohl erst die Einheit am Freitag bringen. Ansonsten ist der Kader komplett. Zumindest in der Theorie kรถnnte also die gleiche Elf auflaufen, wie gegen Freiburg – auch, wenn Kwasniok mehrfach betont hat, keine explizite Startelf zu haben. „Ich bin jetzt kein Trainer, der obwohl er das Gefรผhl hat, die letzte Startelf ist die beste fรผrs nรคchste Spiel, auf keinen Fall dabei bleibt, nur damit ich mir selbst treu bleibe“, sagt der Coach. „Ich bin Pragmatiker. Und wenn ich รผberzeugt bin, dass vier Mal die gleiche Startelf die richtige Wahl ist, dann werde ich das tun.“
Anpassungen seien durchaus normal. Und der Konkurrenzkampf belebt ganz offensichtlich das Kรถlner Geschรคft. „Es macht doch Spaร, allen Jungs das Gefรผhl zu geben, sie kรถnnen es beim Spiel in die Anfangself schaffen. Denis Huseinbasic hat es zuletzt echt gefreut, ein anderer war vielleicht nicht ganz so happy“, sagt der Trainer. So wirklich lรคsst sich Kwasniok nicht in die Karten schauen, arbeitet wohl wieder an einem Masterplan. Das Ziel gibt der Trainer aber schon vor: „Es wรคre schon ganz cool, wenn wir in Wolfsburg wieder รผberraschen kรถnnen.“


















