Darum sind vertragslose Spieler beim FC wohl kein Thema

Christian Keller telefoniert
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Darum sind vertragslose Spieler beim FC wohl kein Thema

Ein Jahr lang konnte der FC auf dem Transfermarkt nur zuschauen. Nun besteht sogar die Mรถglichkeit, dass die FIFA die Sanktion aufhebt und Kรถln schon vor der Winterpause vertragslose Spieler verpflichten kรถnnte. Christian Keller erteilte der Idee bereits eine Abfuhr fรผr den 1. FC Kรถln: Darum machen vertragslose Spieler fรผr den FC aktuell wenig Sinn.

Die Verhandlungen haben laut Thomas Kessler begonnen, Christian Keller sprach von ersten Treffen mit den Scouts, vermutlich schon Gesprรคche. Der FC darf ab Winter wieder neue Spieler verpflichten und die Kaderplanung wird vorangetrieben. Das EuGH-Urteil in Bezug auf die Transferregelungen der FIFA hatte zwischenzeitlich sogar neue Mรถglichkeiten erรถffnet: Spieler, die aktuell frei auf dem Markt sind. Falls die FIFA die Transfersperre aufhebt, kรถnnten die Kรถlner sogar umgehend Profis ohne Kontrakt unter Vertrag nehmen. Es gรคbe die Mรถglichkeit auf einen breiteten Kader beim 1. FC Kรถln: Darum machen vertragslose Spieler fรผr den FC aktuell wenig Sinn.

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Mit dem 2:0-Erfolg รผber den SSV Ulm hat der FC am vergangenen Wochenende das erste Saisonviertel abgeschlossen. Und die Zwischenbilanz fรคllt insgesamt durchwachsen aus. Zwรถlf von mรถglichen 24 Punkten sind fรผr einen Club, der gerne um den Aufstieg mitspielen wรผrde, sicherlich zu wenig. Da hilft es auch nicht, dass die Kรถlner nicht nur mit der FC-Brille als eins der spielstรคrksten Teams der Liga eingeschรคtzt werden. Die Bilanz fรคllt auch deswegen mau aus, weil der FC in der Breite nicht gut besetzt und offenbar nicht in der Lage ist, in engen Spielen noch einmal von der Bank nachzulegen. Auch wenn die Gerรผchtekรผche bislang eher kalt geblieben ist, ist es sicher, dass der FC im Winter nachlegen wird. Das bestรคtigte Thomas Kessler auf einer Talkrunde von „Express“ und „Kรถlner Stadt-Anzeiger“. Konkret sprach der Leiter der Lizenzspielabteilung von einem Rechtsverteidiger und einem Stรผrmer, es kรถnnte aber auch weitere Kandidaten geben.

Keller: Vertragslose Spieler bringen Kรถln „keinen Mehrwert“

In der Theorie ginge das auch schon frรผher. Wenn die FIFA im Zuge des jรผngsten EuGH-Urteils die Sanktion gegen den FC aufhebt, kรถnnten die Kรถlner auch jetzt noch vertragslose Spieler unter Vertrag nehmen. Dem erteilte Christian Keller zuletzt bekanntlich eine Abfuhr. Neue Spieler wรผrden Kรถln keinen „Mehrwert“ bringen, so die Erklรคrung des Sportdirektors. Eine รคhnliche Einschรคtzung gab es vor einem guten Jahr, als sich der FC bereits in der Anfangsphase der Krise befand und sich nicht wenige Fans noch den ein oder anderen vertragslosen Spieler, vor allem einen Stรผrmer, gewรผnscht haben. Damals beteuerte Steffen Baumgart, sich zwar mit den Spielern generell zu beschรคftigen, es sei aber „immer sehr schwierig, jemanden aus dem Urlaub oder der Arbeitslosigkeit zu holen und zu sagen: โ€˜Jetzt bist du der Richtigeโ€™. Das liegt vielleicht auch an mir, dafรผr bin ich nicht der Richtige.“

Gut mรถglich, dass sich die Denke ein paar Monate spรคter radikal verรคndert hatte, als die FIFA-Sanktion vom internationalen Gerichtshof bestรคtigt wurde. Der FC konnte im Winter nicht nachjustieren, ein Nottransfer im Herbst hรคtte die Situation vielleicht in eine andere Richtung gelenkt. Das ist im Nachhinein spekulativ, fest steht aber, dass die Kรถlner in der kommenden Transferperiode nachbessern dรผrfen. Und das auch erst dann tun werden. In den Sozialen Medien fragen sich einige Fans, warum nicht jetzt schon nachgesteuert wird. Denn es gibt aktuell durchaus interessante, freie Spieler, die zumindest aufgrund ihres sportlichen Anforderungsprofils zum FC passen wรผrden. Zum Beispiel Rechtsverteidiger Timothy Fosu-Mensah, der bis zum Sommer noch bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stand. Der ehemalige Abwehrspieler von Manchester United dรผrfte sich allerdings in anderen Sphรคren wรคhnen.

Obligatorische Namen in der Verlosung

Das gilt offenbar fรผr den Ex-Bayern-Abwehrspieler Bouna Sarr nicht. „Ohne mich selbst zu entwerten: Ich bin nicht in der Position, das zu verlangen, was ich bei Bayern verdient habe, oder auch nur in die Nรคhe davon zu kommen“, sagte der Franzose Ende August in einem Interview der „L’Equipe“. „Ich suche nach einem Projekt, das mich wieder in Schwung bringt, mir wieder SpaรŸ macht.“ Sarr sei fรผr jede Herausforderung offen. Einen Verein hat der Franzose noch nicht gefunden. Auch einige Mittelstรผrmer sind aktuell zu haben. Zum Beispiel Eric-Maxim Choupo-Moting, der sich allerdings nicht in der 2. Bundesliga sieht, wie sein Berater im Sommer unmissverstรคndlich kundtat. Ein Wechsel wรผrde im Nachzeitalter von Faxgerรคten ohnehin eine gewisse Komik beinhalten. Das Spektrum reicht vom ehemaligen franzรถsischen Nationalspieler Wissam Ben Yedder bis hin zu den obligatorischen Dauerkandidaten Anthony Modeste und Sebastian Andersson.

Es gรคbe durchaus auch realistische Namen. Spieler, die sich sowohl vorstellen kรถnnten, in Liga zwei zu spielen als auch fรผr den FC leistbar wรคren, das Gehaltsgefรผge nicht sprengen wรผrden. Doch Keller klang vor einer guten Woche sehr eindeutig und ist nicht unbedingt als wankelmรผtig bekannt. Und das ist wiederum sehr verstรคndlich, wenn auch der fehlende Mehrwert sicherlich nicht der Hauptgrund fรผr die Marschroute ist. Tatsache ist, dass sich die Kรถlner nach dem achten Spieltag auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsrรคngen befinden, gerade in der Vorwรคrtsbewegung wurden die GeiรŸbรถcke nicht umsonst schon mehrfach als das „Beste der Liga“ geadelt. Mit 20 Toren hat der FC die meisten Treffer erzielt, kommt zu den meisten Abschlรผssen und Offensivaktionen. Ja, die Kรถlner kรถnnten vor dem Tor effektiver sein, aber der FC-Angriff kommt mittlerweile auf zehn Tore – schlecht ist das nicht.

Sind Transfers vor der Winterpause รผberhaupt nรถtig?

Der Gedanke, dass die Qualitรคt ausreicht, um auf einen Schnellschuss zu verzichten und dann lieber erst im Winter nachzuverpflichten, ist also durchaus nachvollziehbar. Zumal aktuelle Kandidaten auch nicht grundlos ohne Vertrag sind. Anfang September erklรคrte Keller, dass die Scouts bereits zusammengesessen hรคtten, um eine Bestandsaufnahme der geeigneten Neuzugรคnge, des „Schattenkaders“ zu machen. Es gibt also bereits Planungen, vermutlich ist man sogar schon sehr viel weiter, vertragslose Spieler werden bei den Ideen sicher keine groรŸe Rolle gespielt haben. Fรผr diese wiederum Gehalt bezahlen, obwohl sie mรถglicherweise nicht ideal in das geplante oder konkrete Profil des Kaders passen, um dann aber noch einmal im Winter einen geeigneteren Spieler zu holen, macht angesichts des doch schlagkrรคftigen Angriffs keinen Sinn.

Zudem lieรŸ Kessler zuletzt durchblicken, dass es fรผr Wintertransfers schon Gesprรคche gegeben habe. Ein Dazwischengrรคtschen anderer Namen kรถnnte bei mรถglichen Vertragsverhandlungen wohl mehr als kontraproduktiv sein. Und dann sind da noch die Punkte der Glaubwรผrdigkeit oder des Vertrauens. Seit Beginn der Saison stรคrken die FC-Bosse dem Nachwuchs um Julian Pauli, Damion Downs und Co. den Rรผcken, sprechen ihnen eben jenes Vertrauen aus. โ€žWir sollten unseren jungen Spielern die Chance geben, dass sie Entwicklungsschritte gehenโ€œ, sagte der Sportdirektor vor einigen Wochen in Bezug auf mรถgliche Wintertransfers. Je nach Entwicklung wรผrden Transfers nicht nรถtig sein. Ein Nachbessern wird es wohl geben, bereits vor der Winterpause wรคre es fรผr die Youngster nicht weniger als ein Nackenschlag und wรผrde einmal mehr unnรถtig Unruhe in den Club bringen.

Ob die FIFA die Transfersperre aufhebt, ist offen, vielleicht sogar unwahrscheinlich. Dass der FC ab Winter nachbessern kann und es dann auch erst tut, ist dagegen beschlossen.


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Poldis Zukunft

Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln

U21 fรคhrt zur EM

Nach Kessler-Ankรผndigung: Bochum-Test als Beginn der „Bewerbungsphase“?

Sargis Adamyan und Steffen Tigges jubeln
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Nach Kessler-Ankรผndigung: Bochum-Test als Beginn der „Bewerbungsphase“?

Fรผr den 1. FC Kรถln steht am Donnerstag das Testspiel gegen den VfL Bochum auf dem Plan. Wรคhrend sich ein GroรŸteil des Stammpersonals auf Lรคnderspielreise befindet, wird FC-Trainer Gerhard Struber vornehmlich auf Spieler zurรผckgreifen, die zuletzt hinten dran waren beim 1. FC Kรถln: Die zweite Reihe erhรคlt ihre Bewerbungschance.

Unter Ausschluss der ร–ffentlichkeit tritt der FC am Donnerstag das Testspiel gegen den VfL Bochum an. Sein gesamtes Stammpersonal wird FC-Trainer Gerhard Struber dabei nicht testen kรถnnen. Acht Leistungstrรคger befinden sich mit den Nationalmannschaften auf Reisen. Dennoch ist die Begegnung wichtig fรผr einige Akteure des 1. FC Kรถln: Denn die zweite Reihe erhรคlt gegen den VfL ihre Bewerbungschance.

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Bevor der GroรŸteil der Profis des 1. FC Kรถln sich in drei freie Tage verabschiedet, steht fรผr den FC noch das Testspiel am Donnerstag gegen den VfL Bochum auf dem Programm. Gerhard Struber wird gegen den Bundesligisten sicherlich sehen wollen, wie weit seine Mannschaft ist. Nur wird das Bild ein wenig verzerrt daherkommen. Denn mit Eric Martel, Jan Thielmann, Jonas Urbig, Tim Lemperle (alle U21 Deutschland), Denis Huseinbasc (Bosnien-Herzegowina), Leart Pacarada (Kosovo) sowie Damion Downs und Julian Pauli (beide U20 Deutschland) befinden sich gleich acht Stammspieler auf Reisen mit ihren Nationalmannschaften. Auch Mathias Olesen ist mit Luxemburg unterwegs. Mit der A-Elf hat die Mannschaft am Donnerstag also herzlich wenig zu tun. Immerhin werden Timo Hรผbers, Linton Maina, Max Finkgrรคfe und Luca Waldschmidt dabei sein.

Kessler kรผndigt harte Entscheidungen an

Auch beim VfL Bochum fehlen fรผnf Spieler, die sich auf Reisen befinden. Neben einigen Nachwuchstalenten wird beim FC also vornehmlich die zweite Reihe zum Einsatz kommen. Und nach den Worten von Thomas Kessler am Dienstagabend beginnt wohl fรผr einige Spieler eine Art „Bewerbungsphase“. Auf einer Talkrunde von „Express“ und „Kรถlner Stadt-Anzeiger“ kรผndigte der Leiter der Lizenzspielabteilung neben mรถglichen Wintertransfers auch einiger harte Kaderentscheidungen an. „Wenn wir den Kader verstรคrken wollen, werden wir auch noch auf anderen Positionen gucken. Mal schauen, was da bis zum Winter passieren kรถnnte. Wir haben vielleicht schon das ein oder andere Gesprรคch gefรผhrt, dann wird es auch die ein oder andere Kaderentscheidung geben, die hart istโ€œ, sagte Kessler.

Demnach wird es wohl die ein oder andere Trennung geben. Somit bietet das Testspiel gegen den VfL Bochum den Akteuren die Chance, sich fรผr hรถhere Aufgaben beim FC zu beweisen. Bislang hรคlt sich die Spielzeit einiger Ergรคnzungsspieler in Grenzen. Gerhard Struber hat seine Stammformation gefunden. Bislang gab es nur sporadische Wechsel, meist nach Verletzungen oder Krankheit – wie zuletzt im Fall Dejan Ljubicic, der am Mittwoch noch nicht mit der Mannschaft trainierte. Fรผr den ร–sterreicher rotierte Luca Waldschmidt zurรผck in die Startformation und machte seine Sache gut. Ansonsten kommt von der Bank bei den Kรถlnern bislang sehr wenig. Mit 33 Einwechslungen liegt Gerhard Struber im Trainervergleich der 2. Bundesliga auf Rang 15. Dementsprechend kรผndigte der Trainer an, dass gegen Bochum Spieler zum Einsatz kommen, die sonst nicht so viel Einsatzzeit erhalten haben.

Wenig Einwechslungen, viele Spieler

Dabei haben bei den Kรถlnern durchaus viele Spieler ihre Chance in dieser Saison schon bekommen. Bis auf die Ersatzkeeper, Langzeitverletzten und die vor dem Saisonstart in die Nachwuchsmannschaften zurรผckbeorderten Akteure standen alle Spieler des Kรถlner Kaders in dieser Saison bereits auf dem Feld. Einzig bei Meiko Wรคschenbach steht das Debรผt noch aus. Der zรคhlbare Erfolg und die Leistungen der Joker sind allerdings รผberschaubar. Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Co. kommen weiterhin nicht so recht in Fahrt. Beim FC ist auffallend, dass die Einwechselspieler nur selten Impulse setzen. Erst zwei Jokertore haben die Kรถlner erzielt. Die durch Linton Maina und Luca Waldschmidt, die beide aktuell zum Stammpersonal gehรถren. Auch in der Defensive konnten nicht alle Einwechselspieler รผberzeugen, tun sich aktuell schwer.

So gibt es gleich einige Kandidaten, die Thomas Kessler bei seiner Ansprache im Auge gehabt haben kรถnnte. Viel Spielzeit wird es wohl auch in den kommenden Partien fรผr die zweite Reihe nicht geben. An der ersten Elf fรผhrt bis auf wenige Ausnahmen bislang wenig vorbei. Spannend dรผrfte der Zweikampf mit Luca Waldschmidt werden, wenn Dejan Ljubicic wieder voll ins Training eingreift. Gegen Bochum wird der Mittelfeldspieler noch nicht dabei sein. Gleiches gilt auch fรผr Mark Uth. Das Spiel wird um 13 Uhr im Franz-Kremer-Stadion unter Ausschluss der ร–ffentlichkeit angepfiffen. Die Augen der FC-Bosse werden dafรผr umso genauer hinsehen.


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Poldis Abschied

Experten-Meinung EuGH

Kaufoption gezogen, Vertrag verlรคngert, Leihe beendet – und doch kaum Einsatzzeit

Rasmus Carstensen, Florian Dietz und Mathias Olesen
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Kaufoption gezogen, Vertrag verlรคngert, Leihe beendet – und doch kaum Einsatzzeit

Im Sommer wurden beim FC die Weichen auf eine Saison unter den Vorzeichen der Transfersperre gestellt. Unter anderem wurde die Kaufoption fรผr Rasmus Carstensen gezogen, der Vertrag mit Florian Dietz verlรคngert und die Leihe von Mathias Olesen beendet. Doch Einsatzzeit gibt es kaum beim 1. FC Kรถln: Diese FC-Spieler haben aktuell kaum eine Chance.

Rasmus Carstensen stand am Samstag gar nicht erst im Kader, Mathias Olesen spielte eine, Florian Dietz erstmals seit August wieder 25 Minuten. Die drei Akteure sind aktuell auรŸen vor beim 1. FC Kรถln: Diese FC-Spieler haben aktuell kaum eine Chance-

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Fรผr Mathias Olesen dรผrfte die Reise zur Nationalmannschaft wieder mit ein wenig Vorfreude verbunden sein. Zwar belegt Luxemburg, in der EM-Qualifikation immerhin erst in den Playoffs gescheitert, in der Tabelle der Gruppe 3 der C-Liga nach zwei Spieltagen punktlos den letzten Platz, doch fรผr den Mittelfeldspieler des 1. FC Kรถln bedeuten die Spiele mit der Nationalmannschaft in aller Regel auch Spielzeit. Und damit etwas, das fรผr den in Kopenhagen geborenen Luxemburger bei den GeiรŸbรถcken ein seltenes Gut geworden ist. Im DFB-Pokal noch der Matchwinner mit seinem Treffer in der Verlรคngerung, in der Liga kommt Olesen bei drei Einsรคtzen auf erstaunliche acht Minuten – insgesamt. Im Schnitt kam der 23-Jรคhrige in der regulรคren Spielzeit also noch nicht einmal drei Minuten pro Spiel zum Einsatz.

Olesen hat aktuell keine Chance

Auch am Samstag wurde Olesen erst in der 90. Minute fรผr Denis Huseinbasic eingewechselt. Einfluss nahm der Luxemburger natรผrlich nicht mehr auf die Partie, mit sieben Ballkontakten hatte der 23-Jรคhrige aber deutlich mehr Berรผhrungen als Sargis Adamyan, der sechs Minuten vor Olesen kam, den Ball aber nur drei Mal spielte. Der Kontakt-pro-Minute-Wert war schon bemerkenswert, zufriedenstellen konnte er Olesen wohl eher nicht. Der Luxemburger hatte sich schon in der vergangenen Lรคnderspielpause รผber die geringe Einsatzzeit bei den GeiรŸbรถcken รถffentlich gewundert. Tatsรคchlich hat sich Gerhard Struber auf den GroรŸteil einer ersten Elf festgelegt. Die vom Trainer ausgelobte „Competition“ gibt es zurzeit nur auf einer, maximal zwei Positionen. Und der Pokalheld von Sandhausen spielt dabei ganz offensichtlich keine Rolle.

Fรผr den erkrankten Dejan Ljubicic rotierte Luca Waldschmidt in die Startformation. Der ehemalige Nationalspieler betrieb zuletzt Eigenwerbung, so dass es nun fรผr den ร–sterreicher heiรŸt, den Wettkampf wieder anzunehmen. Die Position dรผrfte also umkรคmpft sein, Olesen wird aber aktuell weder an Denis Huseinbasic noch an Eric Martel vorbeikommen. Der zweite Wettkampf ist aktuell auf der rechten Abwehrseite offen. Und das, weil Jan Thielmann offenbar noch nicht die Leistungen abruft, die sich die Kaderplaner erhofft haben. Auch, wenn Olesen in der Nationalmannschaft durchaus schon mal in der Abwehr und im rechten Mittelfeld auflief, ist diese Position im FC-Gebilde keine Option fรผr den zentralen Mittelfeldspieler. Dafรผr eigentlich fรผr den gelernten Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen.

Rasmus Carstensen als Backup fรผr Jan Thielmann

Eigentlich, denn der Dรคne spielt ebenfalls รผberhaupt keine Rolle in den Planungen von Gerhard Struber. Und das, obwohl der 23-Jรคhrige der einzige nominelle Kandidat fรผr diese Position ist. Carstensen bekam schon in der vergangenen Spielzeit Jan Thielmann vor die Nase gesetzt – Offensivspieler. Am Samstag spielte zunรคchst Max Frinkgrรคfe auf der Position – gelernter Linksverteidiger, nach elf Wochen Verletzungspause. Zur Halbzeit kam Julian Pauli – 19-jรคhriger Innenverteidiger, in seiner Premierensaison. Die Situation ist fรผr den Dรคnen alles andere als erfreulich. Carstensen wurde im Sommer fรผr dem Vernehmen nach 1,5 Millionen Euro fest verpflichtet und sollte in Zeiten der Transfersperre als Backup gehalten werden, falls der nicht gerade verletzungsresistente Thielmann ausfรคllt.

ร„hnlich wie Olesen, der nach der Verletzung von Jacob Christensen kein Wechselkandidat mehr war. Eine durchaus logische und verstรคndliche Vorgehensweise. Gerade beim Rechtsverteidiger wรคren die Kรถlner im Verletzungsfall blank. Nur war Carstensen am Samstag noch nicht einmal das Backup und ist offenbar auch kein adรคquater Ersatz, nachdem das Experiment mit Thielmann zumindest eine erste Pause gefunden hat. „Wir haben zwei Spieler im Kader, die Rechtsverteidiger spielen kรถnnen. Beide haben auch schon gezeigt, dass sie es deutlich besser spielen kรถnnen als in den letzten Wochen. Das Trainer-Team war der Meinung, dass beiden auch mal eine Pause guttut“, sagte Christian Keller am Samstag. „Jan hat jetzt zwei Lรคnderspiele, da hoffe ich, dass er gute Leistung bringt und stabil ins eigene Leistungsvermรถgen zurรผckkommt. Mit Rasmus arbeiten wir hier, er kann es definitiv auch besser.โ€œ Und was, wenn das nicht reicht?

Was macht Benno Schmitz?

So wird sich der ein oder andere Fan mรถglicherweise gefragt haben, was eigentlich aus Benno Schmitz geworden ist. Dem Routinier hat der FC dem Vernehmen nach ein Angebot unterbreitet. Die Parteien konnten sich nicht einigen. Angeblich soll es sich um einen Einjahresvertrag gehandelt, der gebรผrtige Bayer soll mehr gewollt haben. Mรถglicherweise hat man dem 29-Jรคhrigen auch das geplante Szenario mit Jan Thielmann aufgemalt. Bei den Grasshoppers Zรผrich gab es fรผr Schmitz einen Dreijahresvertrag und zunรคchst auch einen Stammplatz, wenn auch als Linksverteidiger. Am vergangenen Wochenende saรŸ der Abwehrspieler erstmals 90 Minuten auf der Bank. Carstensen wird das nicht sonderlich helfen. Der Rechtsverteidiger hat genauso wenig wie Rรผckkehrer Mathias Olesen von der Transfersperre profitiert.

Im Gegensatz zu Carstensen stand Florian Dietz am Samstag gegen Ulm nicht nur im Kader, der Stรผrmer spielte auch zum ersten Mal seit der Begegnung gegen Elversberg im August wieder. Immerhin 25 Minuten. Dennoch dรผrfte die bisherige Einsatzzeit von rund 50 Minuten in drei Spielen sowie vier Kadernominierungen bei acht Begegnungen sicher nicht das sein, was sich der Angreifer versprochen hat, als er im Sommer einen neuen Vertrag unterzeichnete. โ€žMit ganz viel Professionalitรคt und Willen hat sich Flo zurรผckgekรคmpft. Genau diese Widerstandsfรคhigkeit brauchen wir in unserer Mannschaft. Darรผber hinaus wird uns seine Qualitรคt in der Box guttunโ€œ, sagte Christian Keller. Nur mรผsste Dietz dafรผr auch in der Box auftauchen kรถnnen. Die Einsatzchancen halten sich nach dem schwachen Auftritt gegen Ulm in Grenzen. Mรถglicherweise gibt es im Winter neue Szenarien. Fรผr Olesen gibt es nun immerhin erstmal Einsatzzeit und auch eine Bรผhne bei den Lรคnderspielen.


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Neun Profis bei den Nationalmannschaften

Gerhard Struber und Luca Waldschmidt vom 1. FC Kรถln

Ist der Knoten geplatzt?

Wechselspiel in Angriff und Abwehr – wieder einmal kann der FC nicht nachlegen

Sargis Adamyan kommt fรผr Luca Waldschmidt
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Wechselspiel in Angriff und Abwehr – wieder einmal kann der FC nicht nachlegen

Fรผnf Spieler wechselte Gerhard Struber beim 2:0-Erfolg รผber den SSV Ulm ein, Einfluss auf das Spiel nahm keiner der Akteure. Trotz der Rรผckkehr gleich mehrerer Spieler zeigt sich nach wie vor das Problem beim 1. FC Kรถln: Der FC kann von der Bank nicht nachlegen.

Sargis Adamyan spielte zuletzt gegen Magdeburg, Florian Dietz gegen Elversberg, Max Finkgrรคfe und Florian Kainz in dieser Spielzeit noch gar nicht. Alle kamen gegen Ulm zum Einsatz, waren aber aus unterschiedlichen Grรผnden kein Faktor der GeiรŸbรถcke und es offenbart sich weiterhin das Problem beim 1. FC Kรถln: Der FC kann von der Bank nicht nachlegen.

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Wirklich รผberraschend kam das Comeback am Samstag nicht, auch nicht die Rรผckkehr in die Startelf. Nach dem schwachen Auftritt von Jan Thielmann gegen Karlsruhe hatte sich bereits unter der Woche angedeutet, dass Max Finkgrรคfe auf der ungewohnten Position zum Einsatz kommen kรถnnte. Elf Wochen nach seiner Verletzung stand der Youngster wieder auf dem Platz und das in der Anfangsformation. Zwar hatte sich der gelernte Linksverteidiger in der Vorsaison einen Stammplatz erkรคmpft, war einer der wenigen Leistungstrรคger in der Krisenspielzeit, dennoch offenbart seine Berufung in die Anfangself einmal mehr das Kernproblem der Kรถlner: Einen Rekonvaleszenten von Beginn an auf einer ungewohnten Position einzusetzen, bedeutet einmal mehr, dass im Kader zu wenig Alternativen gibt.

Kainz blieb nach Einwechslung blass

Auf der Position des Rechtsverteidigers fรคllt das Problem durch das erstaunliche Wechselspiel besonders auf. Rasmus Carstensen scheint in den Augen von Gerhard Struber keine Option zu sein, also sollte Offensivspieler Jan Thielmann umfunktioniert werden, nun Finkgrรคfe. Auch der Versuch misslang (zumindest am Samstag). Also probierte es Struber mit Julian Pauli und riss damit das bislang gut funktionierende Innenverteidiger-Duo auseinander. Dominique Heintz rรผckte ins abwehrzentrum nach und damit ein Routinier, der in dieser Saison aber auch nicht immer zu รผberzeugen wusste. Eine dauerhafte Lรถsung ist Pauli auf der rechten Seite also wohl auch nicht. Und auch die weiteren Einwechslungen verdeutlichten einmal mehr, dass der FC aktuell von der Bank nicht nachlegen kann.

Florian Kainz kam nach einer guten Stunde. Auch dem ร–sterreicher fehlte nach langer Verletzungspause sichtbar noch der Anschluss zur Mannschaft. Kainz ackerte, spielte in seinen 25 Minuten auch nahezu so viele Pรคsse wie Lemperle in der guten Stunde zuvor, Einfluss auf das lahmende Kรถlner Spiel nahm der Mittelfeldspieler aber nicht. Im Gegenteil, das Offensivspiel wurde zunehmend ausgebremst. Das hatte sicherlich nur bedingt mit dem Wechsel zu tun, denn auch zuvor fiel dem FC in der Vorwรคrtsbewegung trotz รœberzahl gegen kompakte stehende Ulmer nur noch wenig ein. Ein belebendes Element war der frische Wind aber nicht. Allerdings war das nach der langen Verletzung von Kainz so auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen.

Wechselspiel im Angriff deutet auf eine gewisse Ratlosigkeit

Mehr erwartet haben dรผrfte sich Struber dagegen von Sargis Adamyan und Florian Dietz, die in gewisser Weise ebenfalls ein Comeback feierten: Adamyan spielte zuletzt gegen Magdeburg, Dietz im August gegen Elversberg. Nachdem der Kรถlner Trainer zuletzt Marvin Obuz und Jaka Potocnik das Vertrauen gab, (mit mรครŸigem Erfolg,) bot die Begegnung gegen Ulm, und dann auch noch in รœberzahl fรผr Dietz und Adamyan die Chance, sich erneut zu prรคsentieren. Diese Chance nutzten beide einmal mehr nicht. Adamyan kam auf ganze drei Ballkontakt, Dietz immerhin auf neun, einen Torschuss und zwei Pรคsse. Und so zeigt sich durch das Wechselspiel im Angriff auch eine gewisse Ratlosigkeit. Keiner der vier Ersatz-Angreifer strahlt ernsthafte Gefahr aus, wirkt so, als kรถnne er dem Spiele eine entscheidende Wendung geben.

33 Spieler wechselte Struber in dieser Spielzeit bereits ein, der FC kommt auf zwei Joker-Tore und die mit Linton Maina und Luca Waldschmidt von Spielern, die mittlerweile zum Stammpersonal gehรถren. Ein Goldenes Hรคndchen beweist dagegen Steffen Baumgart, dessen Einwechselspieler mittlerweile auf acht Torbeteiligungen kommen – Ligabestwert. Wรคhrend Struber im Mittelfeld einen Ausfall wie aktuell den von Dejan Ljubicic, aber auch schon von Eric Martel, gut kompensieren kann, darf in der Verteidigung und gerade im Sturm nicht sonderlich viel passieren. Die Bank bietet aktuell jedenfalls keine Alternativen. Mรถglicherweise sieht es nach der Lรคnderspielpause mit Dejan Ljubicic und Mark Uth besser aus.


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Experten-Meinung EuGH

Bittere Pleiten, Sensationen – legendรคre Spiele des FC gegen Bayern

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Bittere Pleiten, Sensationen – legendรคre Spiele des FC gegen Bayern

Am Samstag treffen der 1. FC Kรถln und Bayern Mรผnchen zum 106. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Beide Teams feierten in den Duellen bereits groรŸe Erfolge, kassierten aber auch bittere Klatschen.

Die Rollen sind am Samstagnachmittag eigentlich klar verteilt, wenn es der FC mit Bayern Mรผnchen zu tun bekommt. Das war nicht immer so. Denn auch der FC erlebte schon gute Momente gegen den Rekordmeister. Legendรคre Spiele zwischen dem 1. FC Kรถln und Bayern Mรผnchen.

13 Jahre liegt der letzte Sieg des 1. FC Kรถln รผber Bayern Mรผnchen zurรผck, die Vorzeichen kรถnnten bei dem Tabellenzweiten und dem Tabellenvorletzten kaum grรถรŸer sein und doch rechnet sich FC-Trainer Timo Schultz durchaus Chancen gegen die Bayern aus. Und die jรผngsten Ergebnisse geben dem Kรถlner Trainer im Grunde auch recht. SchlieรŸlich schnupperte der FC zuletzt einige Male an der รœberraschung gegen den Rekordmeister. Ob den Kรถlnern diese auch am Samstag gelingen will, ist fraglich. Immerhin: Eine mรผde Nullnummer haben die Fans nicht zu erwarten. Denn in den bisherigen 105 Begegnungen gab es ganze vier torlose Remis.

Zudem spricht der bisherige Saisonverlauf nicht gerade fรผr eine torarme Begegnung. Auf der einen Seite der FC, der im Schnitt nahezu zwei Treffer pro Spiel kassiert, auf der anderen der FC Bayern, der knapp drei Tore im Schnitt erzielt. In erster Linie durch Harry Kane. Der englische Nationalspieler kommt bislang alleine schon auf 32 Ligatore und damit auf mehr als die gesamte Kรถlner Mannschaft. „Er ist weltklasse“, adelte Timo Hรผbers den englischen Nationalspieler in der Hinrunde.

Bittere Pokal-Pleiten

In der Historie dieser Begegnung gab es zahlreiche torreiche Spiele. Alleine acht Treffer fielen im Pokalspiel vor rund 20 Jahren. Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga bekam vom Spitzenreiter der Bundesliga die Grenzen aufgezeigt – und das schmerzlich. Mit acht Buden im Gepรคck fuhren die Kรถlner wieder zurรผck in die Domstadt. Giovanne Elber (2), Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger sorgten frรผh fรผr die Entscheidung. Im zweiten Abschnitt erhรถhten erneut Elber und Schweinsteiger sowie Zรฉ Roberto und Willy Sagnol zum 8:0-Endstand.ย Es ist bis heute die hรถchste Klatsche, die die Kรถlner gegen die Bayern kassierten.

Fรผr die FC-Fans eine schmerzhafte Erinnerung, fรผr einige Bayern Anhรคnger dagegen eine Genugtuung fรผr eine รคhnlich derbe Pleite, die eben der heutige Rekordmeister ebenfalls im DFB-Pokal kassierte. Im April 1972 standen sich die Klubs im Viertelfinale des Pokals gegenรผber. Bayern hatte das Hinspiel 3:0 gewonnen, stand bereits mit einem Bein im Halbfinale. Doch der FC schlug zurรผck, setzte sich in Kรถln nach Toren von Bernd Rupp (2), Jรผrgen Glowacz, Hannes Lรถhr sowie einem Eigentor von Georg Schwarzenbeck und dem Treffer von Gerd Mรผller 5:1 durch.

Premiere ging an den FC, der Titel spรคter an die Bayern

Nur wenige Jahre zuvor waren die Vorzeichen ohnehin andere. So war Kรถln bei der Premiere des Duells im Dezember 1965 haushoher Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. 6:1 hieรŸ es nach 90 Minuten. Heinz Hornig (2), Fritz Pott, Christian Mรผller und Karl-Heinz Thielen trafen fรผr den FC. Fรผr die Bayern Franz Beckenbauer und Karl Borutta, der allerdings zum 1:0 ins eigene Netz. Die Kรถlner Vorherrschaft hielt aber nicht besonders lang. Bayern lief dem FC den Rang ab, Kรถlner Siege wurden zunehmend eine Seltenheit. Wรคhrend die Bayern bis heute 56 Spiele gegen den FC gewannen, setzte sich Kรถln 24 Mal durch. So kassierten die GeiรŸbรถcke 1971 gegen die Bayern ihre hรถchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte. 0:7 hieรŸ es damals.

Eine besonders bittere Pleite setzte es aus Kรถlner Sicht vor allem aber 1989. Der FC machte sich lange Hoffnungen auf den Titel, glaubte sogar bis zum 30. Spieltag daran. SchlieรŸlich lag die Mannschaft von Christoph Daum nur zwei Zรคhlern hinter den Bayern. Doch im Heimspiel gab es am 31. Spieltag eine 1:3-Niederlage. Roland Wohlfahrt erzielte alle drei Mรผnchner Treffer. Die Hoffnung war dahin. Vor zwรถlf Jahren gelang dem FC dann der letzte Sieg gegen die Bayern. Mario Gomez und Hamit Altintop brachten die Bayern in Fรผhrung. Das war auch dringend nรถtig. Denn die Bayern belegten nur den dritten Platz, die Champions-League schien in Gefahr. Doch Christian Clemens brachte die Kรถlner wieder ins Spiel. Und dann kam der groรŸe Auftritt von Milivoje Novakovic. โ€žNovaโ€œ glich nicht nur per Kopf aus, mit einem Rechtsschuss sorgte er fรผr den 3:2-Erfolg der GeiรŸbรถcke und stรผrzte den Rekordmeister tiefer in die Krise.

In der befindet sich nun bekanntlich der FC. Ein Sieg gegen die Bayern kรคme wohl einer Sensation gleich. Doch auch die hat es in der Historie der beiden Klubs bereits gegeben. Im vergangenen Jahr war der FC in beiden Begegnungen ganz nah dran. Besonders emotional wurde es bekanntermaรŸen am letzten Spieltag der vergangenen Saison, als Jonas Hector und Timo Horn zu „Tommi“ verabschiedet wurden. Das ist noch keine Saison her und doch irgendwie legendรคr.

 

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Erstes Tor seit 322 Tagen: Ausgerechnet Tigges leitet das Wahnsinns-Finish ein

Steffen Tigges bringt die Wende gegen Bochum
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Erstes Tor seit 322 Tagen: Ausgerechnet Tigges leitet das Wahnsinns-Finish ein

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum zwischenzeitlichen 1:1 leitete Steffen Tigges die spรคte Wende gegen den VfL Bochum ein. Ausgerechnet Tigges, der unter Timo Schultz bislang keine groรŸe Rolle gespielt hat.

Der 1. FC Kรถln gewinnt am 28. Spieltag 2:1 gegen den VfL Bochum und darf weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das, obwohl Kรถln bereits wie der groรŸe Verlierer des Spieltags aussah. Einen groรŸen Anteil hatte daran ein Stรผrmer, der eigentlich auรŸen vor war: Steffen Tigges bringt die Wende gegen Bochum.

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Nein, viel sprach nicht mehr fรผr den 1. FC Kรถln im Duell gegen den VfL Bochum. Der FC hatte sich 90 Minuten lang bemรผht, doch wirklich viel wollte den GeiรŸbรถcken auch gegen den VfL nicht gelingen. Als Luca Waldschmidt nur wenige Minuten vor Ende der regulรคren Spielzeit mit einem strammen Schuss aus knapp 18 Metern scheiterte, hatten sich schon viele Fans auf die Niederlage gegen den VfL und damit mit einer drastischen Verschlechterung im Kampf um den Klassenerhalt eingestellt. Die Einwechslung von Steffen Tigges nur eine Minute zuvor, trug wohl nicht unbedingt zum Aufkeimen groรŸer Hoffnung bei. Zu wenig ist der Angreifer in dieser Saison in Erscheinung getreten. In 18 Einsรคtzen kam Tigges gerade einmal auf zehn Abschlรผsse – allerdings in 18 Kurzeinsรคtzen.

Im 19. Spiel das erste Saisontor

In der 19. Begegnung erzielte Tigges sein erstes Saisontor – und dazu ein besonders wichtiges. „Fรผr solche Momente lebt man als Spieler: Dass man reinkommt und das Spiel in eine andere Bahn lenkt“, sagte der Stรผrmer unter anderem dem „Kรถlner Stadt-Anzeiger“. Tigges lenkte das Spiel in eine andere Richtung, denn keine 120 Sekunden spรคter traf Waldschmidt zum 2:1-Siegtreffer. Der FC darf Dank der Einwechselspieler somit weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. Und das, obwohl die Kรถlner sich lange sehr schwer taten. „Ich habe in den 90 Minuten vorher ganz viele Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben“, sagte Timo Schultz, der mit seinen Einwechslungen aber maรŸgeblichen Anteil am Erfolg der Kรถlner hatte – zumindest bewies der Trainer ein besonders glรผckliches Hรคndchen.

Und das war so bei Tigges nicht abzusehen. Denn wรคhrend Waldschmidt fรผr den Kรถlner Trainer ein Unterschiedsspieler ist, spielte der Zielstรผrmer bislang keine groรŸe Rolle. Zwar kommt Tigges in den zwรถlf Schultz-Begegnungen auf immerhin acht Einsรคtze, allerdings spielte der 25-Jรคhrige in diesem Zeitraum insgesamt keine 70 Minuten. Und das, obwohl mit Davie Selke ein Zielstรผrmer lange ausgefallen war. Schultz setzte lieber auf Jan Thielmann als Selke-Ersatz – ein deutliches, kein positives Zeichen an Tigges. Zuletzt hatte der Trainer auch Damion Downs bevorzugt. Der Stรผrmer hatte mit seinem ersten Bundesliga-Tor im Rheinderby die Nominierung gerechtfertigt. Spรคtestens nachdem Downs am Freitagabend den entscheidenden Treffer fรผr die U21 im Duell gegen die U23 von Paderborn erzielt hatte, wuchs bei einigen Fans die Kritik, dass Schultz Tigges und nicht den 19-Jรคhrigen nominiert hatte.

Schultz: „Er hat ein Ausrufezeichen gesetzt“

Nun bekam also Tigges seine Chance. „Seitdem ich hier bin, war er bis jetzt eher hinten dran. Wir haben ihm gesagt, dass er seine Stรคrken fรผr uns einbringen kann, einbringen muss“, sagte Schultz und nannte die Stรคrken in einem: „Er ist sehr ballsicher als Wandspieler, er ist gut in der Luft.“ Und gerade die Stรคrke in der Luft bescherte dem FC den zwischenzeitlichen Ausgleich. Florian Kainz brachte eine Ecke Richtung kurzer Pfosten, Tigges stieg am hรถchsten und lieรŸ das Kรถlner Stadion explodieren. Die rund 50.000 FC-Fans ahnten nicht, dass Waldschmidt kurz darauf noch einen draufsetzte. Fรผr Tigges war es der erste Treffer nach 322 Tagen. Ob der Stรผrmer auch am kommenden Samstag gegen die Bayern spielen wird, ist trotz der Verletzung von Selke und einem mรถgliche Aus offen. Aber: „Er hat ein Ausreifezeichen gesetzt.“  

Bilder zum Spiel 1. FC Kรถln – VfL Bochum


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Leihspieler, Youngsters, Abgรคnge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken wรผrde

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hรคtte die Sperre auf den FC-Kader
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Leihspieler, Youngsters, Abgรคnge – wie sich eine Transfersperre auf den Kader auswirken wรผrde

In den vergangenen Tagen wurde schon heftig รผber einen mรถglichen Transfer von Youssoufa Moukoko spekuliert, in Kรถln befindet man sich auf der Suche nach einem neuen Stรผrmer. Dabei steht รผber allem noch die drohende Transfersperre und die hรคtte erhebliche Auswirkungen auf den Kader.

Hinter den Kulissen des 1. FC Kรถln dรผrfte aktuell fleiรŸig gearbeitet werden, der kriselnde Bundesligist will im Winter noch einmal nachjustieren, den Kader verbessern, um dann in der Rรผckrunde noch einmal angreifen zu kรถnnen. Gerade fรผr die Offensive werden bereits die ersten Namen gehandelt. Dabei scheint die Sanktion der Fifa allerdings ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Wie ginge es weiter nach einem CAS-Urteil: Diese Auswirkung hรคtte die Sperre auf den FC-Kader

CAS-Urteil: Diese Auswirkung hรคtte die Sperre auf den FC-Kader

Schon jetzt wird die drohende Strafe Auswirkungen auf die Transferideen der Kรถlner Verantwortlichen haben, eine sichere Perspektive kann der FC keinem Spieler aufzeigen. Das macht die Verhandlungen zumindest nicht leichter, wie FC-Sportdirektor vor rund zehn Tagen im Sport1-Doppelpass erklรคrte. รœber genau dieses Problem stolperten die Kรถlner im Frรผhsommer mindestens bei Benedict Hollerbach, dem Vernehmen nach aber auch bei einem Sechser, der wie der Angreifer kurz vor Toreschluss noch abgesprungen sein soll. Im besten Fall spricht der internationale Sportgerichtshof in Lausanne also sein Urteil, den FC frei und die Kรถlner kรถnnten tatsรคchlich an den richtigen Stellschrauben im Kader drehen. „Ich glaube schon, dass der FC dahingehend optimistisch sein kann, dass das Urteil reduziert wird. Dahingehend, dass die Sperre komplett aufgehoben wird, das wรผrde ich mir fรผr Kรถln zwar wรผnschen, aber diesen Optimismus wรผrde ich nicht teilen“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter.

Acht Vertrรคge laufen im Sommer aus

Der Experte geht also davon aus, dass der FC „nur“ in diesem Winter mit der Sperre belegt sein wird. Ein Nachjustieren gerade an den Kaderschwรคchen wรคre dann nicht mรถglich. Denn die Sperre bedeutet ein Registrierungsverbot. Neue Spieler kรถnnten demnach beim Verband nicht registriert werden, hรคtten keine Spielerlaubnis. Der Kader wรผrde sich also auf der „Haben“-Seite nicht verรคndern. Abgaben sind von einer mรถglichen Transfersperre laut Experten dagegen nicht betroffen. SchlieรŸlich soll eine Sperre gegen den Verein nicht auf den Schultern der Spieler ausgetragen werden, die den Klub mรถglicherweise verlassen wollen. Der FC mรผsste in diesem Fall mit dem aktuellen Kader bis zum Saisonende weiter arbeiten.

Genauso ist es im Worst-Case-Szenario allerdings auch mรถglich, dass der Gerichtshof bei der ausgesprochenen Sperre von zwei Transferperioden bleibt. Ein herber Schlag fรผr den FC. „Ein Sommer ohne Transfers wรคre sportlich wesentlich schwerer zu verkraften, als ein Winter“, sagt auch Fachanwalt Gregor Reiter. Das zeigt ein Blick auf die aktuelle Vertragssituation in Kรถln. Stand jetzt verfรผgen 23 FC-Profis รผber einen Kontrakt รผber das kommende Jahr hinaus. HeiรŸt, bei zahlreichen Spielern, darunter auch Stammspielern oder Akteuren, die zum erweiterten Kreis des Stamms gehรถren wie Benno Schmitz oder Dominique Heintz, lรคuft der Vertrag im kommenden Sommer aus. Das gleiche gilt fรผr die Leihspieler wie Luca Waldschmidt oder Rasmus Carstensen, die ebenfalls nur bis zum Sommer geliehen sind. Sollten diese Spieler den Verein verlassen und der FC dรผrfte den Kader nicht nachbessern, wรคren die Kรถlner in einer besonders misslichen Lage. Die ohnehin schon kritisierte Breite des Kaders wรผrde empfindlich leiden. Sollten die Kรถlner zudem noch absteigen, wรผrden sich mit Sicherheit einige Leistungstrรคger verabschieden. Kรถln kรถnnte auch hier nicht nachbessern.

Die Hรคnde wรคren dem FC nicht gรคnzlich gebunden

Doch die Transfersperre bedeutet nicht, dass den Kรถlnern in Sachen Kaderplanung die Hรคnde gรคnzlich gebunden sind. So dรผrfen die FC-Verantwortlichen auch nach oder wรคhrend der ausgesprochenen Transfersperre die Vertrรคge mit den eigenen Spielern verlรคngern. „Es geht ausschlieรŸlich um Neu-Registrierungen. Ein Vertrag kann ja auch auรŸerhalb der Transferperiode verlรคngert werden“, erklรคrt Fachanwalt Reiter. Und auch die Kaufoption der Leihspieler dรผrfen die Kรถlner definitiv ziehen. „Dies sollte eigentlich nicht gehen, da bei Ablauf des Leihvertrages der Spieler zurรผck zu seinem alten Verein muss, bei dem er auch noch einen Arbeitsvertrag hat und der FC mรผsste diesen Spieler bei einem endgรผltigen Transfer auf Grundlage eines Transfervertrags neu verpflichten und damit auch neu registrieren“, so Reiter. Aber: „Allerdings sieht Art. 25 Abs. 3 FIFA-Transferstatuen genau fรผr diesen Fall eine Ausnahme vor: Rechtlich ist es eine Neuregistrierung, aber sie ist trotz Transfersperre ausdrรผcklich erlaubt.“ Der FC kรถnnte also Akteure wie Carstensen und Waldschmidt fest an den Verein binden.

Und dann wรคren da noch die Nachwuchshoffnungen, die Talente, auf die viele Fans schon heute gerne setzen wรผrden. Auch die Kรถlner Youngsters dรผrfte der FC wohl zu der Profimannschaft hochziehen. „Das ist kein Transfer im klassischen Sinne. Das sind Spieler des Vereins. Da รคndert sich primรคr die Rechtsgrundlage, auf der sie beschรคftigt sind“, sagt der Fachanwalt. „Meiner Meinung nach kรถnnte der FC die Akteure auch bei einer ausgesprochenen Transfersperre zu Profis machen. Das ist keine Frage einer Neu-Registrierung.“  

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Das sagt Timo Hรผbers รผber Harry Kane, die Bayern und „talentfreie Tugenden“

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Das sagt Timo Hรผbers รผber Harry Kane, die Bayern und „talentfreie Tugenden“

Fรผr Timo Hรผbers steht am Freitagabend ein besonderes Spiel auf dem Programm. Der Innenverteidiger wird es mit Harry Kane und damit dem aktuell besten Stรผrmer der Liga zu tun bekommen.

Trotz der anhaltenden Krise ist die Vorfreude auf das Bayern-Spiel am Freitagabend bei den Profis des 1. FC Kรถln groรŸ. Am Rande des Trainings รคuรŸerte sich der Innenverteidiger zu der bevorstehenden Aufgabe. Das sagt Timo Hรผbers รผber Harry Kane, „talentfreie Tugenden“ und die Bayern.

Die 0:6-Pleite gegen Leipzig, das bittere Aus gegen Lautern, der glรผckliche Punkte in Bochum – nachdem zum Saisonauftakt auf das Kรถlner Abwehrzentrum weitestgehend Verlass war, lief es auch bei den beiden Innenverteidigern Jeff Chabot und Timo Hรผbers in den vergangenen Wochen alles andere als rund. Die Souverรคnitรคt der ersten Pflichtspiele ist jedenfalls verloren gegangen, die Unsicherheit auch in der Kรถlner Abwehrreihe sicht- und spรผrbar. Ausgerechnet jetzt bekommen es die Kรถlner mit dem Rekordmeister, der torgefรคhrlichsten und angriffslustigsten Mannschaft der Liga zu tun. Und mit einem Starensemble. „Es ist immer eine schรถne Aufgabe, sich da zu messen“, sagte Timo Hรผbers am Dienstag nach dem Training. „Auch, wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass wir in dem Spiel drei Punkte holen. Es ist aber auch ein Spiel, in dem es mรถglich ist ein bis drei Punkte zu holen. Das ist die Marschroute.“

Hรผbers bekommt es mit Kane zu tun

Mit nur sechs Punkten aus elf Spielen sind die Kรถlner denkbar schlecht in die Spielzeit gestartet. Das Spiel gegen die Bayern, ohnehin schon eine Mammutaufgabe, wird so zu einer noch grรถรŸeren Herausforderung. Das heiรŸt aber weder fรผr Trainer noch fรผr die Spieler, eine andere Herangehensweise zu suchen. „Wir mรผssen in den ganzen talentfreien Tugenden eine deutliche Bank besser sein als die Bayern und selbst dann ist nicht gesichert, dass wir etwas holen“, so Hรผbers. Der FC setzt also wie von Trainer Steffen Baumgart gefordert auf Willen, Leidenschaft, Kรถrpersprache. Doch gerade die lieรŸen die Kรถlner im Duell gegen den VfL Bochum einmal mehr vermissen. Das soll sich gegen die Bayern รคndern. Wozu das fรผhren kann, hatte unter anderem der 1. FC Saarbrรผcken beim Pokal-Erfolg รผber Mรผnchen bewiesen.

„Wir versuchen, das Stadion mit auf unsere Seite zu nehmen, selber Chancen herausspielen und dann schauen wir, was dabei herauskommt“, sagt der 27-Jรคhrige. Bislang ist beim FC noch nicht viel herausgekommen. Bei den Bayern dagegen schon. 42 Tore hat der FCB in den bisherigen elf Spielen schon erzielt, alleine 17 gehen auf das Konto von Harry Kane. Und genau mit dem bekommt es Hรผbers am Freitagabend zu tun. „Er ist ein Weltklasse Stรผrmer, unheimlich Abschlussstark im Sechzehner“, sagt der Innenverteidiger. „Da kรถnnen aber auch noch ein paar andere gut kicken. Deswegen mรผssen wir das im gesamten Abwehrverbund auffangen.“

Dabei รผberstrahlt der Stรผrmer aktuell so ziemlich alles, was die Bundesliga aufbieten kann. Kommt der englische Nationalspieler zum Abschluss, ist die Torwahrscheinlichkeit recht hoch. „Es hilft nichts, wenn wir versuchen, Kane eins-gegen-eins aus dem Spiel zu nehmen“, sagt Hรผbers. So etwas habe man vielleicht frรผher einmal probiert. „Vielleicht geht es eher darum, die Zuspieler nicht in die Rรคume kommen zu lassen, dass sie ihn gezielt anspielen kรถnnen.“ Selbst das ist ein schweres Unterfangen. Immerhin kehren die meisten Bayern-Profis erst Mittwoch oder Donnerstag von ihren Lรคnderspielreisen zurรผck. Eine groรŸe Vorbereitung auf den FC wird es nicht geben. Ein Vorteil fรผr den FC? „Das kann ein Vorteil sein, es kann genauso gut keiner sein“, sagt Hรผbers. „Auch wenn es am Freitag nicht der leichteste Gegner ist, ist es den Versuch wert, da vielleicht etwas zu starten.“

Die Mannschaften liegen eng beieinander

Denn gerade eine kleine Serie kann aktuell viel wert sein. „Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist das alles ganz eng beieinander. Es ist ja jetzt noch nichts entschieden. Wir mรผssen jetzt nicht zwei Mal in Folge gewinnen, um รผberhaupt wieder dran zu sein“, sagt Hรผbers. Tatsรคchlich wรผrde der FC die Abstiegsrรคnge mit einem Sieh verlassen, der Tabellenzwรถlfte ist gerade einmal fรผnf Punkte entfernt. „Wir sind dran. Ein, zwei Spiele, dann kann es schon wieder ganz anders aussehen. Genauso wie es eine negative Serie gibt, kann es auch wieder eine positive Serie geben.“

 

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Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

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Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

In die letzte Saisonphase des Jahres startet der FC ausgerechnet gegen den FC Bayern. Steffen Baumgart bleibt bei seinem OffensivfuรŸball und glaubt an die รœberraschung.

Fรผr den FC geht es in den kommenden Wochen darum, die schwache bisherige Saisonbilanz ein wenig aufzupolieren und sich eine gute Ausgangssituation fรผr den Rรผckrundenauftakt zu verschaffen. Doch ausgerechnet jetzt empfangen die Kรถlner den Rekordmeister. Trainer Steffen Baumgart will auch gegen die Bayern seinen OffensivfuรŸball zeigen. Offensiv gegen die Bayern: Der FC zwischen Mut und Harakiri

FC-Trainer Steffen Baumgart ist nicht gerade bekannt fรผr seinen Wankelmut. Im Gegenteil: der 51-Jรคhrige bleibt sich, seinem FuรŸball, seinen Aussagen in aller Regel treu. Dafรผr wurde der Kรถlner Coach in jรผngster Vergangenheit auch gerne und oft kritisiert. Der fehlende Wankelmut wird in diesem Fall mit Sturheit รผbersetzt. Baumgart sei stur, bei seinem Spielsystem, renne auch gegen Topteams blind an, mitunter ins Verderben, hieรŸ es von so manchem Anhรคnger nach der 0:6-Pleite gegen Leipzig. Andere kritisierten die vermeintliche Missachtung der eigenen Jugendspieler. Max Finkgrรคfe und Damion Downs hรคtten doch schon auf deutlich mehr Einsatzminuten kommen mรผssen. Baumgart hรคlt weiterhin an seiner Linie fest.

Baumgart bleibt bei seinem System

Und das aus seiner Sicht nicht ohne Grund. รœber zwei Spielzeiten ist Baumgarts Verstรคndnis von FuรŸball schlieรŸlich aufgegangen. Nach dem Fast-Abstieg in der Spielzeit 20/21 fรผhrte der Kรถlner Coach den FC in den europรคischen Wettbewerb, brachte eine enorme Euphorie rund um das GeiรŸbockheim. Und das eben mit seinem attraktiven OffensivfuรŸball. Was dem 51-Jรคhrigen jetzt von einigen Anhรคngern als ideenlos, kopflos, als Harakiri ausgelegt wird, galt noch vor einigen Monaten als mutig, wurde positiv wahrgenommen. Und das auch vollkommen zu recht. Denn mit diesem FuรŸball fuhr der FC in den vergangenen Spielzeiten Punkte und Siege gegen Topteams wie Leverkusen, Dortmund und Leipzig ein. Und sah auch gegen die Bayern nicht schlecht aus. „Wir haben es in den letzten Spielen gegen Bayern aus meiner Sicht gut gemacht und trotzdem in den letzten Minuten immer noch einen gekriegt“, sagte Baumgart am Montag.

So in der vergangenen Spielzeit. Ausgerechnet bei den Bayern sah der FC lange Zeit wie der Sieger aus, fรผhrte nach einem Treffer von Ellyes Skhiri bis in die Schlussphase mit 1:0, ehe Joshua Kimmich mit einem Hammer das Spiel noch egalisierte. Und auch im Mai, beim emotionalen Abschied von Jonas Hector und Timo Horn, schnupperte der FC an einer รœberraschung, hรคtte dem BVB beinahe Schรผtzenhilfe gegeben. Doch dieses Mal war es Jamal Musiala, der in der Schlussminute den Dreier fรผr die Bayern noch eintรผtete. Grundsรคtzlich ist der FC also schon in der Lage, den Bayern Paroli zu bieten und das offensichtlich mit dem Baumgartschen FuรŸball. Nur will dieser in dieser Spielzeit noch so gar nicht gelingen. „Wir versuchen schon die Dinge zu machen, die wir fรผr uns richtig halten. Wir wissen, was wir machen mรผssen, um รผberhaupt eine Chancen haben zu kรถnnen“, sagt der Kรถlner Coach. „Selbst dann wird es schwer.“

Eine knappe Niederlage ist trotzdem eine Niederlage

Das Motto heiรŸt also weiterhin mit der vollen Kapelle Richtung Angriff. Und trotz der Krise will Baumgart auch nicht eine knappe Niederlage als mรถglichen Erfolg gelten lassen. „Fรผr uns zรคhlt nicht nur eine gute Leistung, sondern auch das Ergebnis und das wollen wir haben. Daran werden wir alles setzen. Mir geht es nur ums Gewinnen“, sagte der Trainer. „Ein 0:2 ist auch eine Niederlage.“ Gegen die Bayern brauch es dazu aber eine „รผberragende Leistung“, sagt der Trainer. Immerhin spielt dem FC die Lรคnderspielpause ein wenig in die Karten. Wรคhrend die Kรถlner auf gerade einmal vier Spieler aktuell verzichten mรผssen, fehlt dem Rekordmeister gefรผhlt der gesamte Kader.

Nicht umsonst hatte sich FCB-Coach Thomas Tuchel รผber die Ansetzung der Partie geรคrgert. โ€žWenn die Jungs erst einen Tag vor dem Spiel zurรผckkommen, finde ich es verstรคndlich, wenn ein Trainer darรผber nicht glรผcklich ist. Aber wenn ich sehe, wie die Bayern zurzeit spielen, wird uns das leider keine Vorteile gebenโ€œ, sagt der FC-Coach. Unterm Strich werden sich die Kรถlner also auf ihre Tugenden konzentrieren, die Baumgart auch einfordert. „Gegen die Bayern kann ich eine รผberragende Leistung bringen und trotzdem sechs Stรผck kriegen. Wenn wir unsere Tugenden auf den Platz bringen und trotzdem keine Chance haben, dann sind sie einfach zu starkโ€œ, erklรคrte Baumgart und schob dann die Marschroute fรผr Freitag hinterher: โ€žGucken, was geht. Und alles raushauen.โ€œ

 

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Mark Uth und Rasmus Carstensen sind wieder im Teamtraining des 1. FC Kรถln

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Mark Uth und Rasmus Carstensen sind wieder im Teamtraining des 1. FC Kรถln

Der 1. FC Kรถln ist am Montag in die Vorbereitung auf das Bayern-Spiel gestartet. Am Training nahmen die zuletzt angeschlagenen Mark Uth und Rasmus Carstensen wieder teil.

Personell scheint der 1. FC Kรถln das Freitagabend-Spiel gegen den FC Bayern entspannt angehen zu kรถnnen. Abgesehen von den Nationalspielern konnte Steffen Baumgart auf nahezu den kompletten Kader zurรผckgreifen. Mark Uth und Rasmus Carstensen befanden sich wieder im Teamtraining. Die beiden waren vergangene Woche im Testspiel gegen Porz noch geschont worden.

Sportlich kรถnnte die Situation beim 1. FC Kรถln vor dem Spiel gegen den FC Bayern Mรผnchen am Freitagabend wohl kaum schwieriger sein, immerhin sieht es personell weiterhin ganz gut aus. So nahmen am Montag auch wieder die zuletzt angeschlagenen Mark Uth und Rasmus Carstensen am Training teil. Uth hatte vergangene Woche das Training frรผhzeitig beenden mรผssen und war im Testspiel gegen die SpVg Porz geschont worden. Baumgart betonte spรคter, es habe eine Reaktion auf die Belastung gegeben. Auch Carstensen hatte die Begegnung in Porz verpasst. Am Montag waren die beiden Akteure wieder dabei. Gerade auf Mark Uth ruhen die Hoffnungen vieler Fans. Philipp Pentke und Jacob Christensen arbeiten dagegen weiterhin im Rehabereich. Pentke hatte sich eine Fleischwunde zugezogen, die unter anderem genรคht wurde. Mit der Rรผckkehr von Christensen, der eine Bรคnderdehnung auskuriert, wird zeitnah gerechnet.

Nationalspieler weiterhin im Einsatz

Voll war der Trainingsplatz aber nicht. Dann aktuell weilen bekanntlich einige Kรถlner Profis bei ihren jeweiligen Nationalmannschaften. So trifft Florian Kainz mit ร–sterreich am Dienstag auf die DFB-Auswahl. Fรผr die beiden U21-Nationalspieler Jan Thielmann und Eric Martel steht ebenfalls am Dienstag das Spitzenspiel der EM-Quali gegen den Tabellenfรผhrer aus Polen auf dem Spielplan. Die Begegnung findet in Essen statt. Bereits am Montag fierte Mathias Olesen den zweiten Erfolg mit Luxemburg in dieser Lรคnderspielpause. Luxemburg gewann gegen Liechtenstein 1:0. Bereits Ende der vergangenen Woche stand fest, dass sich Luxemburg nicht mehr fรผr die EM in Deutschland qualifizieren kann. Immerhin hatte Olesen sein erstes Lรคnderspieltor erzielt.

Am Freitagabend steht das Heimspiel gegen den FC Bayern Mรผnchen an. Beim Rekordmeister war man รผber die Ansetzung des Freitagspiels nicht sonderlich erfreut. Die meisten Nationalspieler werden erst Mittwochabend zurรผckerwartet. Der Abstand zum Spiel beim FC ist doch sehr knapp.

 

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