Schon einmal kam Gladbach mit vier Niederlagen zum FC – mit bitteren Folgen für die Borussia

Auf Anthony Modeste war in der Saison 2015/2016 Verlass
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Schon einmal kam Gladbach mit vier Niederlagen zum FC – mit bitteren Folgen für die Borussia

Die Konstellation dürfte den Fans von Borussia Mönchengladbach bekannt vorkommen. Vier Spiele, vier Niederlagen und dann stand das Derby gegen den 1. FC Köln an. Die aktuelle Ausgangslage gab es vor elf Jahren bereits. Mit bitteren Folgen für die Fohlen. Es folgte die fünfte Pleite und der Abschied des Trainers.

Ein Tag der Kölner Schadenfreude hat sich erst vor wenigen Wochen mal wieder gejährt. Zumindest dürfte der 19. September 2015 nicht zu den beliebtesten Daten der Fohlen-Anhänger gehören. Borussia Mönchengladbach reiste damals nach vier Niederlagen zum 1. FC Köln. Ausgerechnet zum großen Rivalen. Die Mannschaft von Lucien Favre hatte einen katastrophalen Saisonstart hingelegt. Und das als Champions-League-Teilnehmer. Beim FC gab es den nächsten Frust.

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Dabei war die Begegnung alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen. Die Geißböcke taten sich schwer, die ganz großen Chancen gab es nicht. Die Elf von Peter Stöger brauchte diesen einen großen Moment und erhielt ihn nach einer guten Stunde. Anthony Modeste entschied die Begegnung durch den einzigen Treffer in der 64. Minute. Während der FC den Derbysieg feiern durfte, steckte die Borussia noch tiefer in der Krise. Fünf Spiele, fünf Niederlagen, null Punkte – schlechter hätte die Spielzeit für die Gladbacher kaum beginnen können. Und schlechter hatte sie zu diesem Zeitpunkt für die Fohlen noch nie begonnen. Ein Schrei nach der Reißleine? Nicht ganz. Lucien Favre erklärte selbst seinen Rücktritt. Der Schweizer zog nach dem Fehlstart die Konsequenzen, obwohl die Vereinsführung ihn nach eigenen Angaben gerne behalten hätte. Für die Borussia endete damit eine Ära, die den Verein zuvor zurück in die Spitzengruppe der Bundesliga geführt hatte.

Kann der 1. FC Köln die Geschichte wiederholen?

Elf Jahre später erinnert die Ausgangslage zumindest auf den ersten Blick an die damalige Situation. Wieder hat Gladbach seine ersten vier Bundesliga-Spiele verloren. Wieder stehen null Punkte auf dem Konto. Und wieder führt der Spielplan die Borussia am fünften Spieltag zum 1. FC Köln. Nur mit einem gravierenden Unterschied, der über die Verletzungssorgen der Kölner und die Ausgangslage der Gladbacher hinausgeht: Den Trainerwechsel haben die Fohlen bereits vollzogen. Alexander Blessin startet als neuer Trainer direkt mit dem Derby. Und das dürfte der Borussia ein wenig Hoffnung machen. Denn das erste Bundesliga-Spiel verlor unter den Borussen-Trainern bisher einzig und allein Bernd Krauss – das 1992 gegen den 1. FC Saarbrücken, das aber deutlich: 2:5. Der FC wiederum stockte damals sein Punktekonto auf zehn Zähler auf und schnupperte an den Top-Plätzen. Am Ende der Saison stand ein guter neunter Platz.

Für den FC ist die historische Parallele eine nette Randnotiz. Mehr allerdings auch nicht. Denn die Kölner haben selbst keinen überzeugenden Saisonstart hingelegt. Vier Punkte aus vier Begegnungen sind nicht die Ausbeute, die sich die Verantwortlichen erhofft hatten. Und auch bei René Wagner ist die Kritik zuletzt lauter geworden. Ein Entscheidungsspiel wird die Begegnung sicherlich nicht werden. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Einen Sieg können aber beide Teams und auch beide Trainer gut gebrauchen.

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Said El Mala und Mikey Moore mit breiter Brust gegen das Schlusslicht: Ist das der Schlüssel im Derby?

Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore mit breiter Brust gegen das Schlusslicht: Ist das der Schlüssel im Derby?

Sie kommen mit reichlich Rückenwind zurück, der Gegner steckt dagegen tief in der Krise. Said El Mala und Mikey Moore wollen im Derby gegen Gladbach den Unterschied machen. Die Voraussetzungen könnten für die beiden Youngster kaum reizvoller sein.

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Die Vorfreude auf das Derby war Mikey Moore am Donnerstag in der Mixed Zone des FC bereits anzuhören. Der Engländer weiß, welche Bedeutung das Spiel für die Kölner Fans hat, kennt aber auch aus England und Schottland die Bedeutung von wichtigen Rivalitäten. Alleine das legendäre Old firm spielte der Offensivmann sechs Mal. Für die Rangers und gegen Celtic traf er in diesen Spielen zwei Mal. „Er hat es im letzten Jahr erlebt. Er ist ein junger Spieler, der diese Erfahrung schon in einem anderen Land machen durfte, diese Spiele zu spielen. Und darf es jetzt hier in Deutschland tun und er freut sich drauf“, sagte René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz. „Wir erwarten von ihm, dass er seine Qualität auf den Platz bekommt, dass er gefährlich wird und dass er mit dem Selbstvertrauen, dass er sich bei der U20 geholt hat, zurückkommt und auch für uns trifft.“

El Mala und Moore: Mit Rückenwind gegen Gladbachs wacklige Defensive

Das Selbstvertrauen dürfte besonders groß sein. Denn Moore hatte bei der englischen U20 nicht nur Minuten gesammelt. Der 19-Jährige kam mit zwei Toren, einer Vorlage und einer gewonnen Elite League zurück. „Wir haben ihn geholt, damit er gefährlich wird. Genauso soll er aber auch assistieren können“, so Wagner weiter. Das hat er in La Nucia tatsächlich unter Beweis gestellt, am Donnerstag deutete der Spieler an, dass er nichts gegen seinen ersten Bundesliga-Treffer ausgerechnet im Derby hätte. Nach den erfolgreichen Spielen mit den Three Lions auf der Brust dürfte der Youngster der Tottenham Hotspur vor Selbstbewusstsein strotzen.

Ein Schlüssel gegen die Fohlen? Fakt ist, dass der Elf vom Niederrhein zuletzt genau das fehlte, eben jenes Selbstvertrauen. Gladbachs Defensive wackelte schon arg, fing sich die meisten Großchancen und dann auch Tore der Liga. Verunsicherung machte sich breit und dürfte der Kölner Offensive eigentlich in die Karten spielen. Gerade die unterschiedlichen Qualitäten der beiden Offensivspieler könnten dabei zum Trumpf werden. Während El Mala mit seinem Tempo und seinen Dribblings immer wieder den direkten Weg zum Tor sucht, kann Moore mit seiner engen Ballführung und seinen kreativen Zuspielen auch auf engstem Raum für Gefahr sorgen. Für eine Gladbacher Hintermannschaft, die bislang enorme Probleme mit der defensiven Stabilität hat, könnte diese Mischung zur nächsten Herausforderung werden.

Warum El Mala und Moore im Derby besonders gefährlich werden könnten

Auch der zweite Part des kongenialen Duos scheint sich auf Länderspielreise die nötige Motivation geholt zu haben. Said El Mala hatte für die deutsche Nationalmannschaft debütiert. „Er kam mit der Erfahrung, zwei Mal gespielt zu haben zurück. Das hat schon auch was mit ihm gemacht“, sagte Wagner. „Er hat gespürt, wie schon es ist, für das eigene Land zu spielen. Er weiß, was für ihn jetzt wichtig ist.“ So erklärte der Trainer weiter, dass der 20-Jährige auch bei der Nationalmannschaft seine „Themen bearbeitet“ habe. „Für uns war es in Summe eine Supersache.“ Tatsächlich sollen sich die beiden Offensivspieler immer besser ergänzen. Am Geißbockheim erhofft man sich von dem kongenialen Duo geniale Dinge. Gerade die spielerischen Elemente der beiden könnten gegen die aktuelle Schießbude der Liga entscheidend sein. Denn mit bereits 16 Gegentreffern, also im Schnitt vier pro Spiel, ist eine gewisse Wahrscheinlichkeit eines Treffers durchaus gegeben.

Und beide haben eine gewisse Verbindung zu diesem Spiel. Moore traf nicht nur im Derby in Schottland. Wie berichtet hat der Offensivspieler auch in den nordlondoner Derbys – wenn auch in der Jugend – gegen Arsenal und Chelsea getroffen. Dagegen hat El Mala bekanntlich eine Historie bei den Gladbachern. Der Youngster wurde einst bei der Borussia ausgebootet, spielte im Nachwuchsleistungszentrum keine Rolle mehr. Nun gibt es das Wiedersehen mit einem Nationalspieler, mit einem Topstar. einem Spieler dessen Marktwert alleine 40 Prozent des Kaderwerts der Fohlen ausmacht. Es spricht also durchaus einiges dafür, dass die beiden Kölner Offensivspieler ein wenig zaubern. Nur gibt es natürlich auch eine andere Wahrheit. Auch der FC ist in dieser Spielzeit nicht gerade für seine Torgefahr bekannt, hat wie berichtet enorme Effizienzprobleme. Die wollen El Moore am Sonntag ablegen.

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Diskussionen um seine Zukunft beim 1. FC Köln: So reagiert René Wagner auf Druck: „Schwer, es nicht wahrzunehmen“

René Wagner wirkt nachdenklich
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Diskussionen um seine Zukunft beim 1. FC Köln: So reagiert René Wagner auf Druck: „Schwer, es nicht wahrzunehmen“

Vier Punkte aus vier Spielen – wirklich rosig ist die Situation beim FC gerade nicht. Bislang stand der Vorstand zumindest nach Außen hinter dem Trainer, stärkte ihm den Rücken. Doch der Druck vor dem Derby ist nicht von der Hand zu weisen. Bei einer Niederlage dürfte er mindestens zunehmen. Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach äußert sich der Trainer zu den Diskussionen um seine Person und erklärt, warum er sich davon nicht beeinflussen lassen will.

Nach der Länderspielpause geht es am Sonntag für den FC in der Bundesliga weiter. Mit vier Punkten aus vier Spielen und nicht den besten sportlichen Leistungen ist ein gewisser Druck beim FC wieder zu spüren. Zumindest wird René Wagner in den Sozialen Medien bereits heftig kritisiert. Ausgerechnet vor dem emotionalen Duell mit Borussia Mönchengladbach wird nun auch über die Zukunft des Trainers spekuliert. Der 38-Jährige selbst versucht, die Unruhe von seiner Mannschaft fernzuhalten. Auf der Pressekonferenz am Freitag bezog Wagner Stellung zu den Diskussionen um seine Person.

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Dass die kritischen Stimmen auch den FC-Coach erreichen, daraus macht Wagner kein Geheimnis. „Was drumherum passiert, nehme ich natürlich wahr. Es ist auch relativ schwer, es nicht wahrzunehmen“, erklärte der Trainer. Allerdings wolle er sich nicht von der öffentlichen Debatte leiten lassen. „Wenn ich mich davon beeinflussen lassen würde, würde es meinen Job schwerer machen.“ Seine Konsequenz sei deshalb eindeutig: „Vollgas Richtung Derby!“ Die Diskussionen um den Trainer hatten zuletzt noch einmal Fahrt aufgenommen. Sky hatte am Donnerstag berichtet, dass Wagner bei einer Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach möglicherweise ins Wanken geraten könnte. Dabei hatten die Verantwortlichen dem Coach in den vergangenen Wochen mehrfach öffentlich das Vertrauen ausgesprochen. Präsident Jörn Stobbe hatte erst kürzlich betont, dass Wagner weiterhin die volle Rückendeckung des Vereins genieße.


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René Wagner will den Fokus beim 1. FC Köln aufs Derby richten

Im Interview mit come-on-fc.com hatte der Trainer erklärt, dass er keine Stimmung in diese Richtung wahrnehmen würde und der Austausch sehr klar sei. „Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern habe mit den Menschen, die verantwortlich sind. Da gibt es diese Stimmen nicht. Das ist mir ganz wichtig“, erklärte der 38-Jährige. Ein unmittelbares Endspiel um seinen Arbeitsplatz soll die Begegnung am Sonntag demnach nicht werden. Allerdings dürfte auch Wagner bewusst sein, dass ein weiterer Rückschlag die Diskussionen kaum verstummen lassen würde. Zumal der FC nach dem durchwachsenen Saisonstart dringend ein Erfolgserlebnis benötigt. Die Defensive zeigte sich bislang anfällig, offensiv fehlt häufig die Durchschlagskraft. Hinzu kommen die Ausfälle der beiden Angreifer Ragnar Ache und Thijs Dallinga.

Ausgerechnet das Duell mit dem Erzrivalen bietet nun die Gelegenheit, die Stimmung rund um den Verein innerhalb von 90 Minuten zu verändern. Wagner weiß um die besondere Bedeutung der Begegnung. Schließlich arbeitet der gebürtige Dresdner bereits seit mehreren Jahren beim FC und hat die emotionale Aufladung des Derbys längst kennengelernt. „Ich bin lange genug hier und habe schon einige Fans gehört, die sagen: Das ist das einzige Spiel in der Saison, das zählt“, sagte Wagner. Für seine Mannschaft habe die Partie ebenfalls einen besonderen Stellenwert. Gerade den zahlreichen Neuzugängen müsse vermittelt werden, welche Bedeutung die Begegnung für den Verein und sein Umfeld habe. Die Rückendeckung der Vereinsführung besitzt der Trainer weiterhin. Die Unterstützung der bislang skeptischen Anhänger könnte er sich am Sonntag zumindest ein Stück weit zurückholen.

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Mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile: Werden die kommenden Wochen für den 1. FC Köln zum Härtetest?

René Wagner muss seine Mannschaft klug aufstellen
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Mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile: Werden die kommenden Wochen für den 1. FC Köln zum Härtetest?

Die Begegnung gegen den Hamburger SV vor der Länderspielpause könnte ein Vorgeschmack auf die kommenden Aufgaben gewesen sein. In gleich mehreren Partien kann sich der FC möglicherweise auf tiefstehende Gegner einstellen. Das hat in der Vergangenheit gerne mal Probleme bereitet. Findet der FC genug Lösungen im Spiel mit Ball?

Das Spiel beim Hamburger SV hat dem 1. FC Köln zuletzt eine ungewohnte Ausgangslage beschert. Die Rothosen überließen dem FC über weite Strecken den Ball und zogen sich insbesondere in der ersten Halbzeit tief in die eigene Hälfte zurück. Solche Spielverläufe sind für Köln nicht alltäglich, denn normalerweise bekommt die Mannschaft mehr Räume für schnelle Angriffe und kann nach Ballgewinnen häufiger mit Tempo nach vorne spielen. Bei der 1:2-Niederlage in Hamburg war dagegen vor allem Geduld gefragt, um gegen eine kompakte Defensive Lösungen zu finden. Das gelang phasenweise, denn die Domstädter kamen zu einigen Möglichkeiten, nutzten diese aber nicht konsequent genug, weshalb die drei Punkte schließlich im Volkspark blieben. Genau diese Art von Herausforderung könnte in den kommenden Wochen häufiger auf den 1. FC Köln zukommen.

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So muss der 1. FC Köln gegen tiefstehende Gegner Lösungen finden

Mit Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 und Union Berlin (DFB-Pokal und Bundesliga) warten in den kommenden Wochen drei Gegner in vier Partien, die dem FC möglicherweise ähnlich häufig wie der HSV den Ball überlassen. Dabei ist vor allem das Derby gegen Gladbach schwer einzuschätzen. Alexander Blessin hat erst vor wenigen Wochen das Traineramt übernommen und steht vor seiner ersten Bundesliga-Partie mit der Mannschaft. Gegen Frankfurt wird die Ausgangslage auswärts noch einmal eine andere sein, da der Europopokal-Anwärter im Heimspiel durchaus einen höheren Anspruch haben dürfte, als die anderen Gegner. Anschließend warten mit Schalke und Union zwei weitere Mannschaften, gegen die Köln möglicherweise häufiger Lösungen gegen eine kompakte Defensive finden muss. Beide Teams sind für ihren Fokus auf die Arbeit gegen den Ball bekannt. Nicht alle Spiele werden deshalb gleich aussehen, die grundsätzliche Herausforderung könnte sich für den FC aber wiederholen.

Gerade im letzten Drittel werden dadurch Spieler wichtiger, die auch dann für Gefahr sorgen können, wenn der Gegner nur wenig Raum anbietet. Mikey Moore bringt technische Qualität, Kreativität und die Fähigkeit mit, Situationen auf engem Raum aufzulösen. Said El Mala kann mit seiner Dynamik, seinem Tiefgang und seiner Qualität im Eins-gegen-eins und seinem Dribbling eine andere Art von Gefahr erzeugen. Für die Geißböcke wird es in solchen Spielen darauf ankommen, diese unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenzubringen und nicht darauf angewiesen zu sein, dass sich nach einem Ballgewinn automatisch große Räume für einen schnellen Gegenangriff ergeben. Gerade gegen einen tiefen Block können individuelle Aktionen, überraschende Pässe oder ein gewonnenes Dribbling den Unterschied machen.

Warum die kommenden Spiele für den 1. FC Köln so wichtig werden

Die kommenden Wochen haben allerdings nicht nur aus taktischer Sicht eine besondere Bedeutung. Vier der fünf nächsten Pflichtspiele gehen gegen Mannschaften, die als potenzielle Konkurrenten im unteren Tabellenbereich relevant sein können. Für den FC und Cheftrainer René Wagner geht es damit um mehr als die Frage, wie gut die Mannschaft gegen unterschiedliche Spielweisen Lösungen findet. Es geht auch um gute Ergebnisse und wichtige Punkte im direkten Duell mit Teams, die im weiteren Saisonverlauf eine ähnliche Tabellenregion anpeilen könnten. Gleichzeitig steigt damit die Bedeutung der Leistungen. Sollten in dieser Phase die Ergebnisse ausbleiben und die Auftritte nicht überzeugen, dürfte zwangsläufig auch die Diskussion um den Trainer größer werden. Gerade weil mehrere solcher Spiele unmittelbar hintereinander warten, könnten die kommenden Wochen deshalb eine wichtige Richtung für den weiteren Saisonverlauf vorgeben.

Das Spiel in Hamburg hat bereits gezeigt, dass der FC auch gegen einen tief stehenden Gegner zu Chancen kommen kann. Dass die Domstädter solche Möglichkeiten teilweise liegen ließen, dürfte dabei ein Punkt sein, an dem die Mannschaft ansetzen muss. Denn wenn die Räume für Konter kleiner werden und der Gegner weniger Fehler im offenen Feld anbietet, müssen die vorhandenen Chancen konsequenter genutzt werden. Gleichzeitig brauchen die Kölner Spieler, die mit individuellen Aktionen eine kompakte Defensive auseinanderziehen können. Genau diese Mischung aus Effizienz, Kreativität und Tiefgang dürfte in den kommenden Wochen besonders gefragt sein.

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Polizei bereitet sich auf das Derby vor: Neues Konzept greift, Aufenthaltsverbote und Gefährderansprachen

Polizei vor dem Stadion des 1. FC Köln
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Polizei bereitet sich auf das Derby vor: Neues Konzept greift, Aufenthaltsverbote und Gefährderansprachen

In wenigen Tagen steht das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Mönchengladbach auf dem Bundesliga-Spielplan. Nicht nur sportlich wird sich auf das Spiel vorbereitet. Auch die Polizei hat vor der als Risikospiel eingestufte Begegnung alle Hände voll zu tun. Dabei setzt sie auf ein neues Konzept und trifft erste Maßnahmen.

Emotionen pur verspricht das Derby am kommenden Sonntag im Kölner Stadion (15:30, Liveticker bei come-on-fc.com). Und das bedeutet in aller Regel auch mehr Arbeit für die Polizei. Zumal die Begegnung natürlich als Risikospiel eingestuft wurde. ie Polizei Köln hat nun Einzelheiten ihres Einsatzkonzepts veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht dabei die erneuerte Stadionallianz NRW, die erstmals bei einem Kölner Derby in ihrer neuen Form zum Einsatz kommt.

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Die im Juli überarbeitete Vereinbarung zwischen dem nordrhein-westfälischen Innenministerium, den Vereinen der ersten drei Profiligen, der Landespolizei und der Bundespolizei soll die Zusammenarbeit rund um Fußballspiele verbessern. Dabei geht es insbesondere um eine frühzeitige Abstimmung, eindeutige Zuständigkeiten und mehr Eigenverantwortung der Vereine. So sollen die Veranstalter mit ihren Ordnungsdiensten, Fanbeauftragten und Sicherheitsbeauftragten für die Sicherheit in den Stadien sorgen. Im Vorfeld des Derbys hat die Polizei bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene und drei Anhänger von Borussia Mönchengladbach wurden Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Darüber hinaus führte die Polizei mit 50 weiteren Kölner Fußballanhängern sogenannte Gefährderansprachen durch.

Polizei beobachtet beim Derby An- und Abreisewege

Am Spieltag selbst wollen die Einsatzkräfte insbesondere die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans beobachten. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten kündigt die Polizei ein konsequentes Einschreiten an. Gleichzeitig sieht die neue Stadionallianz vor, dass sich die Polizei bei Fußballspielen stärker im Hintergrund hält. Die Verantwortung für die Sicherheit innerhalb des Stadions liegt weiterhin beim Veranstalter, also beim 1. FC Köln. Der Verein übernimmt diese Aufgabe unter anderem mit seinen Ordnungsdiensten sowie Fan- und Sicherheitsbeauftragten. „Das Derby lebt von Emotionen, Leidenschaft und einer gesunden sportlichen Rivalität. Es ist unser absolutes Hauptaugenmerk, gemeinsam den passenden Rahmen dafür zu organisieren: ein stimmungsvolles und sicheres Fußballfest für alle Fans im RheinEnergieSTADION“, sagt FC-Geschäftsführer Philipp Türoff.

„Wir stehen dazu im engen und vertrauensvollen Austausch mit dem Gastverein und den zuständigen Sicherheitskräften. Die neuen Stadionallianzen NRW setzen stark auf die Eigenverantwortung der Clubs und Fans. Das ist ein Vertrauensvorschuss, den wir als 1. FC Köln befürworten und dem wir verantwortungsvoll gerecht werden wollen“, so der Geschäftsführer weiter. Die Polizei bleibt dagegen für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zuständig. Durch die engere Zusammenarbeit soll der Einsatz der Polizeikräfte zielgerichteter erfolgen.

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Marius Bülter könnte Ragnar Ache durchaus ersetzen – doch für Wagner gibt es einen Haken

Marius Bülter könnte eine Option am Sonntag eine Option werden
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Marius Bülter könnte Ragnar Ache durchaus ersetzen – doch für Wagner gibt es einen Haken

Dass Marius Bülter weiß, wo das Tor steht, bewies der Angreifer gegen Viktoria Köln. Nach den Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga könnte der 33-Jährige nun im Sturmzentrum gefragt sein. Die Daten zeigen allerdings: Ein Ache-Ersatz wäre Bülter nicht.

René Wagner wird nach dem Spiel gegen Viktoria Köln am vergangenen Samstag sicherlich schon geahnt haben, dass da möglicherweise die nächste Baustelle auf ihn wartet. Es wäre „extrem bitter“, wenn beide Mittelstürmer ausfallen würden, sagte der Coach. Und nur wenige Stunden später bewahrheitete sich der Verdacht. Thijs Dallinga wird dem FC monatelang fehlen, Ragnar Ache wohl einige Wochen. Und natürlich ploppten gleich die Spekulationen rund ums Geißbockheim auf, ob es vielleicht doch noch eine Veränderung im Kader geben werde. Die gibt es in diesem Jahr wohl nicht mehr, das Verletzungspech soll intern aufgefangen werden. Unter anderem wird Marius Bülter gehandelt. Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob das Profil zum Gesuch des Trainers passt.

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Tatsächlich hat der 33-Jährige die Position über viele Jahre bekleidet, wurde als klassischer Mittelstürmer geführt und eingesetzt. Und doch wuchs zuletzt der Eindruck, dass der Spieler eher auf den Außen zu Hause ist. Zuletzt prägten die Einsätze auf den Außen das Bild, das der Offensivspieler hinterließ. Bülter gilt als flexibel einsetzbarer Offensivspieler. Linksaußen, Rechtsaußen, hinter den Spitzen oder eben ganz vorne – der Routinier bringt reichlich Erfahrung auf unterschiedlichen Positionen mit. Doch auf welcher ist er für die Mannschaft am effektivsten? Ganz sauber trennen lassen sich die Daten nicht – schließlich sind viele Aufstellungen fließend, Spieler lassen sich in andere der angedachten Räume fallen, verschieben innerhalb des Teams, auch während des Spiels. Und doch lassen sich zahlreiche Begegnungen klar definieren, in denen der Angreifer als Mittelstürmer oder Flügelspieler auflief. Seine stärkste Phase im Angriffszentrum erlebte der Routinier in der Saison 2021/22 bei Schalke 04. In den ausgewerteten Spielen erzielte Bülter als zentrale Spitze 13 Tore und bereitete neun weitere Treffer vor – bei 2119 Einsatzminuten.


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Ist Marius Bülter überhaupt ein Mittelstürmer?

Nur hat sich das Spiel des mittlerweile 33-Jährigen seitdem erheblich verändert. Bülter hat zahlreiche andere Positionen bekleidet, wird von den Trainern anders eingesetzt, hat sich aber auch angepasst. Und doch wäre das Sturmzentrum wahrlich kein Neuland für die Offensivkraft. Was die Position angeht, wäre er keine Notlösung, auf die Wagner nur aufgrund der Ausfälle von Ache und Dallinga zurückgreifen müsste. Bülter kommt seit dem Sommer 23 auf 2,06 Abschlüsse und 0,26 Expected Goals pro 90 Minuten. Dass diese Werte höher ausfallen können als bei Einsätzen auf dem Flügel, kommt natürlich nicht überraschend. Ein Mittelstürmer bewegt sich nun mal häufiger in zentralen und tornahen Räumen. Viel wichtiger erscheint bei der Suche nach einem Sturm-Ersatz die Frage, welche Art von Angreifer denn überhaupt gesucht wird. Denn im direkten Vergleich mit Ache und Dallinga fallen dann doch erhebliche Unterschiede auf.

Denn die Bezeichnung „Mittelstürmer“ sagt wenig darüber aus, wie ein Spieler diese Position interpretiert. Ache ist ein klassischer Zielspieler. Der Angreifer bindet Innenverteidiger, wird bei langen Zuspielen gesucht und soll der eigenen Mannschaft die Möglichkeit geben, über gewonnene oder zumindest behauptete Bälle nachzurücken. Das lässt sich besonders deutlich am Kopfballspiel ablesen. Ache kommt seit der Saison 22/23 auf elf Kopfballduelle in 90 Minuten, bei Bülter sind es vier. Von den Luftduellen gewinnt Ache wiederum fünf, also einen mehr als der vermeintliche Ersatz überhaupt bestreitet, der selbst wiederum im Schnitt nur etwas mehr als eins dieser Duelle für sich entscheidet. Auch insgesamt entscheidet der aktuell verletzte Angreifer mehr Zweikämpfe für sich. Dabei ist auch dort die Rolle eine andere.

Warum Marius Bülter kein Eins-zu-eins-Ersatz für Ragnar Ache ist

Während Ache als physischer Fixpunkt im Angriff dient, ist Bülter wesentlich stärker am spielerischen Geschehen beteiligt. Der 33-Jährige spielt als Mittelstürmer mehr als 21 Pässe pro 90 Minuten, Ache kommt nicht einmal auf zehn. Auch im Dribbling liegen Welten zwischen beiden Angreifern. Bülter kommt auf 3,09 Dribblings pro 90 Minuten, Ache auf 1,60. Daraus lässt sich durchaus ableiten, dass wiederum der 33-Jährige vielmehr ins eigentliche Spiel mit eingebunden ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang noch eine andere Statistik. So kommt Ache deutlich häufiger zum Abschluss (3,24 zu 2,04 pro 90 Min) und erzeugt dabei auch die deutlich höhere Torgefahr (0,6 zu 0,26 xGoals-Wert). Bemerkenswert: Dallingas Werte liegen nur knapp über denen von Bülter.

Damit ergibt sich für Wagner eine durchaus interessante Situation. Die Frage, ob Bülter grundsätzlich im Sturmzentrum spielen kann, ist eigentlich schnell beantwortet. Das kann er. Mehr als 4500 ausgewertete Einsatzminuten auf dieser Position und seine Vergangenheit etwa bei Schalke liefern dafür genügend Belege. Die wichtigere Frage ist, was eine solche Entscheidung für das Kölner Spiel bedeuten würde. Einen Eins-zu-eins-Ersatz für Ragnar Ache sollten die Fans jedenfalls nicht erwarten. Ache ist Zielspieler und physischer Fixpunkt, Bülter ein beweglicher und wesentlich stärker ins Kombinationsspiel eingebundener Angreifer. Heißt wohl im Umkehrschluss: Sollte Bülter im Sturm auflaufen, wird sich nicht der Angreifer an die Qualitäten eines Ragnar Ache anpassen, vielmehr müsste Wagner wohl sein System an die Qualitäten von Marius Bülter anpassen.

Seine beiden Treffer gegen Mönchengladbach erzielte der Angreifer übrigens als Offensivspieler hinter den Spitzen.

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Assad Kotya-Fofana macht auf sich aufmerksam – doch wie geht es für das FC-Talent weiter?

Assad Kotya-Fofana im Spiel gegen die Viktoria
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Assad Kotya-Fofana macht auf sich aufmerksam – doch wie geht es für das FC-Talent weiter?

In der vergangenen Woche verlängerte Assad Kotya-Fofana seinen Vertrag bei den Geißböcken, es folgte der Startelf-Einsatz im Testspiel gegen die Viktoria. Und der Innenverteidiger lieferte. Kotya-Fofana gilt beim FC als großes Talent. Doch gerade auf seiner Position zeigt die jüngere FC-Vergangenheit, wie schwer der Weg zu den Profis werden kann.

Mit Vertragsverlängerung und Einsatzminuten im Testspiel der Profis blickt Assad Kotya-Fofana auf eine ereignisreiche Woche zurück. Der Blick ist aber auch schon nach vorne gerichtet. Denn der 18-Jährige gilt als großes Talent. Doch reicht das?

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Den 31. August 2025 wird Assad Kotya-Fofana möglicherweise nie mehr vergessen. Der Innenverteidiger brachte ein seltsames Kunststück fertig – einen seltenen Doppelpack. Zunächst erzielte der Abwehrspieler im Duell gegen die U19 der SV Elversberg mit einem Traumtor aus 40 Metern das 2:0, anschließend verhalf er den Saarländern mit einem Eigentor zur Rückkehr ins Spiel. Da der FC die Begegnung sicher über die Zeit brachte, waren die Worte von Trainer Stefan Ruthenbeck anschließend mahnend, aber nicht vernichtend. Ein Jahr später erlebt der nun 18-Jährige wieder Momente, die nicht einfach an ihm vorbeiziehen werden. Die vergangene Woche dürfte zumindest eine ganz besondere sein. Zunächst verlängerte der Defensivmann seinen Vertrag bei den Geißböcken, anschließend wurde er in den Kader der Profis für das Testspiel gegen die Viktoria aus Köln gerufen und stand sogar als einzige Nachwuchshoffnung sofort in der Anfangsformation.


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Assad Kotya-Fofana überzeugt bei den Profis des 1. FC Köln

Zwar hatte Kotya-Fofana ein paar Wackler in den ersten Minuten drin, dann spielte der Innenverteidiger aber eine seiner größten Qualitäten zunehmen aus: die Ruhe am Ball, selbst unter Druck. Eine Qualität, die dem 18-Jährigen von Mitspielern und Trainern gleichermaßen attestiert wird. René Wagner sprach später von den U21-Spielern, die alles reingeworfen haben. Gerade der Innenverteidiger erhielt viele Minuten. Natürlich auch, weil die Hintermannschaft der Geißböcke aufgrund der Länderspielpause mächtig ausgedünnt war. Gleich drei der vier Innenverteidiger waren mit den Nationalmannschaften unterwegs, „nur“ IV Nummer drei Joel Schmied weilte am Geißbockheim. Kotya-Fofana gilt schon lange als großes Talent der Kölner Akademie. Die Vertragsverlängerung ist ein folgerichtiger Schritt. „Ich habe mich für die Verlängerung entschieden, weil ich mich beim FC sehr wohlfühle und in den Gesprächen mit den Verantwortlichen viel Vertrauen gespürt habe“, sagte der Spieler. „Ich möchte mich beim FC weiterentwickeln und meinen Weg hier weitergehen.“

Und doch wird die Frage erlaubt sein, wie der Weg aussehen könnte. Denn in Sachen Vertrauen in die eigene Jugend geht der FC zwar vorbildlich voran, die Durchlässigkeit der Innenverteidiger ließ aber zuletzt zu Wünschen übrig. Neo Telle galt einst als großes Talent, feierte unter Gerhard Struber sein Profidebüt, spielt mittlerweile bei der Fortuna aus Köln. Elias Bakatukanda bestreitet gerade sein drittes Jahr als Leihspieler, Julian Pauli sein zweites. Beide schnupperten bekanntlich ebenfalls bereits Profi-Luft mit dem Geißbock auf der Brust. Gerade bei Pauli wäre im Sommer bei einem passenden Angebot ein Verkauf wohl eine Variante gewesen. Eine gewisse Parallele zu Nationalspieler Yann Bisseck lässt sich wohl nur schwer von der Hand weisen. Dass der FC mit gestandenen Abwehrspielern plant, ist in der Bundesliga natürlich Normalität, es verdeutlicht aber auch, dass der Weg in die Bundesliga ein sehr weiter ist.

Wie geht es für Assad Kotya-Fofana beim 1. FC Köln weiter?

Und das wird sich für den 18-Jährigen wohl auch nicht so schnell ändern. Bakatukanda und Pauli werden im Sommer erst wieder ans Geißbockheim zurückkehren. Dann wird man sich die nächsten Schritte überlegen. Sollte Rav van den Berg tatsächlich im Winter eine andere Herausforderung suchen und es sich dabei nicht um eine Leihe handeln, würden die Kölner an dieser Stelle ebenfalls nachbessern. Timo Hübers sollte im Laufe der Rückrunde ebenfalls wieder zur Mannschaft stoßen. Der FC scheint also quantitativ auf dieser Position gut aufgestellt zu sein. Kotya-Fofana wird seinen Weg finden müssen. Möglicherweise über Leihen, möglicherweise weiter über die U21, obwohl er wie auch schon bei seinen vorherigen Stationen noch eine Altersgruppe darunter spielen könnte. Mit der Vertragsverlängerung und den ersten Minuten im Testspiel ist aber ein erster großer Schritt getan.

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Sturm-Not beim 1. FC Köln: Kann Kevin Ekweribe wirklich zur Option werden?

Kevin Ekweribe im Trainingsspiel der Profis des 1. FC Köln
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Sturm-Not beim 1. FC Köln: Kann Kevin Ekweribe wirklich zur Option werden?

Nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache sucht der FC nach einer Alternative für das Sturmzentrum. Kevin Ekweribe wurde nun für das Training der Profis hochgezogen. Deswegen ist der Spieler aber nicht zwangsläufig schon eine Alternative.

Ein neues Gesicht am Geißbockheim? Kevin Ekweribe trainierte am Dienstag bei den Profis mit. Der Junioren-Spieler dürfte von den Ausfällen der etatmäßigen Mittelstürmer profitieren. Doch kann der 18-Jährige schon Bundesliga? Daten aus 48 Spielen zeigen, was für – und was gegen – den Nachwuchsstürmer spricht.

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Mit sichtbar viel Spaß kehrten Said El Mala und Mikey Moore von den Länderspielen mit ihren Nationalmannschaften zurück. Kein Wunder, beide hatten positive Erlebnisse gesammelt. Obwohl die Offensivhoffnungen mit einer kompletten Trainingswoche also genug Zeit haben, sich auf das Derby gegen Gladbach vorzubereiten und wohl alternativlos sind, waren einige Nachwuchskräfte weiterhin bei den Profis. Und dazu mit Kevin Ekweribe noch ein neues Gesicht. Der Offensivspieler wurde nun ebenfalls zu den Profis hochgezogen. Mit großer Wahrscheinlichkeit als Reaktion auf die Ausfälle von Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Denn Ekweribe ist nominell ein Mittelstürmer, der in dieser Saison in fünf U19-Ligaspielen bereits drei Tore erzielt hat und ein weiteres vorbereitete. Für viele FC-Fans wohl ein neues Gesicht, doch der Angreifer ist am Geißbockheim kein Unbekannter. Seit 2019 kickt das Nachwuchstalent für den FC, durchlief seit der U12 sämtliche Stationen und ist nun in der U19 angekommen, sammelte aber auch schon Minuten in der U21.

Kevin Keweribe ist beim FC vor allem Mittelstürmer

Stefan Ruthenbeck lieferte darauf Anfang des Jahres eine ziemlich eindeutige Antwort. Der U19-Trainer bezeichnete seinen Angreifer damals als „Neuner“ und nannte gleich mehrere Eigenschaften, die den Spieler auszeichnen. Der Youngster bringe ein gutes Tempo mit, könne mit beiden Füßen Tore erzielen und aufgrund seiner Größe auch als Zielspieler eingesetzt werden und Bälle festmachen. Gerade letztere Worte dürften FC-Coach René Wagner gerade gut in den Kram passen. Denn durch die Ausfälle von Ache und Dallinga fehlt dem FC genau das – ein Zielspieler, der die Bälle festmachen kann. Doch es gibt einen kleinen Haken. Die Daten sprechen bislang noch eine andere Wahrheit. come-on-fc.com liegen die Daten aus 48 Spielen Ekweribes seit März 2024 vor. Die Stichprobe umfasst mehr als 2300 Einsatzminuten aus verschiedenen Wettbewerben und inzwischen auch der U21. Allerdings bildet sie nicht sämtliche Pflichtspiele des Angreifers in diesem Zeitraum ab, ist aber umfangreich genug, um eindeutige Tendenzen zu erkennen.

In jenen Begegnungen erzielte der Stürmer 14 Tore, hochgerechnet erzielt der Spieler 0,5 Treffer in 90 Minuten. Bemerkenswert: In diesen Spielen kommt der Stürmer auf einen xGoals-Wert von 14,1. Er traf also genau so oft, wie es die Qualität seiner Chancen erwarten ließ. Dabei kommt er im Schnitt auf zwei Abschlüsse pro Spiel, einer kommt auch aufs Tor. Zum Vergleich: Ache kommt auf etwas mehr als drei Abschlüsse pro Spiel, Dallinga auf etwas mehr als zwei. Soweit so gut. Doch dann gibt es eben noch weitere Daten. In den ausgewerteten Begegnungen bestritt Ekweribe 89 Kopfballduelle und gewann davon 38 – eine Quote von knapp 43 Prozent. Bei sämtlichen erfassten Zweikämpfen liegt seine Erfolgsquote bei knapp 39 Prozent. Das widerspricht nicht Ruthenbecks Einschätzung eines möglichen Zielspielers. Die Werte liefern aber zumindest keinen Hinweis darauf, dass Ekweribe sein Spiel bislang hauptsächlich über körperliche Dominanz oder die Lufthoheit definiert.

Mit Tempo über die Flügel

Für seine bislang auffälligsten Stärken gibt es handfeste Belege. So aus dem Februar 2025 als der Angreifer mit einem 90-Meter-Solo im Spiel gegen den FC Augsburg in der U17 nahezu die komplette Hintermannschaft der Fuggerstädter abschüttelte und eiskalt einschob. Auch in anderen Begegnungen kam der Offensivspieler mit Tempo über die Flügel, bereitete so auch einige Treffer vor. Heißt: Ekweribe kann auch mit Tempo über die Flügel kommen und sucht zudem auch mal gerne den Weg in die Tiefe. Allerdings wird er in seinen Mannschaften nicht vorwiegend als Außenstürmer eingesetzt. Im Gegenteil. In nahezu neun von zehn Spielen ist der Angreifer der „Neuner“, den Ruthenbeck in ihm sieht. Und der Torerfolg gibt dieser Maßnahme auch recht: Zwölf seiner 14 Treffer erzielte der Spieler als nomineller Mittelstürmer – das heißt aber nicht, dass er diese Tore auch als klassischer Knipser verwertete. Er erscheint also als Mittelstürmer, der aufgrund seines Tempos und seiner Beweglichkeit auch aus anderen Räumen Gefahr entwickeln kann.

Seien Torgefahr bewies der Spieler auch, als er im Halbfinale um die Deutsche U19-Meisterschaft gegen den SC Paderborn in der Verlängerung traf. Ruthenbeck lobte anschließend ausdrücklich die Wirkung seiner Einwechselspieler. Nur wenige Wochen später setzte der Verein ein weiteres Signal. Der FC verlängerte den Vertrag mit seinem Nachwuchsstürmer langfristig. Der Technische Direktor Lukas Berg erklärte dabei, Ekweribe sei mit seinem Potenzial „noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt“. Und so dürfte der Stürmer auch nicht wirklich als ernsthafte und dauerhafte Alternative für die Bundesliga gelten. Zwischen Nachwuchs- und Profifußball liegen Welten – gerade auf einer Position, auf der Körperlichkeit, Handlungsschnelligkeit und Zweikampfhärte besonders gefragt sind. Dennoch: Der FC verfügt aktuell nicht über viele gelernte Mittelstürmer, Ekweribe ist einer. Ob nach der U19, nun der U21 auch der Schritt bei den Profis erfolgt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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Von den Rotations-Königen zur Stammelf beim 1. FC Köln? Diese FC-Profis sind unter René Wagner gesetzt

René Wagner hat zunächst viel rotiert - doch eigentlich hat er eine Stammelf
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Von den Rotations-Königen zur Stammelf beim 1. FC Köln? Diese FC-Profis sind unter René Wagner gesetzt

Auf den ersten Blick ist René Wagner wie sein Vorgänger Lukas Kwasniok ein Freund der Rotation. Doch der Schein trügt. Denn der Kölner Coach hat längst eine feste Formation gefunden, die wenig Spielraum lässt.

Lukas Kwasniok hatte bereits früh angekündigt, dass es bei ihm keine Stammelf geben werde. Rein statistisch scheint das auch für seinen Nachfolger zu gelten. Doch die Statistik hat bekanntlich nicht immer recht.

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Fünf Pflichtspiele, fünf unterschiedliche Startformationen und 16 von Beginn an eingesetzte Spieler – was nach Lukas Kwasniok klingt, ist in echt René Wagner. Der neue Cheftrainer liegt in Sachen Rotation mit seinem Vorgänger zumindest statistisch auf einer Wellenlänge. Kwasniok stellte allerdings 17 Spieler in die jeweiligen Anfangsformationen der ersten fünf Auftritte seiner Mannschaft. Statistisch kann also in beiden Fällen keine Rede von einer Stammformation sein. Doch der Schein trügt. Denn Wagner scheint durchaus den Großteil einer festen Anfangself gefunden zu haben. Das war vor einem Jahr anders und das bewusst. Denn Kwasniok machte nie einen Hehl daraus, dass er auf eine feste Anfangsformation grundsätzlich verzichten würde. „Es wird keine dauerhafte Stammelf geben, sondern immer nur eine Startelf“, sagte der damalige Coach schon bei seinem Amtsantritt. Und Kwasniok ließ seinen Worten Taten folgen. Bis zum 14. Spieltag schickte der Trainer keine zwei Mal die gleiche Elf aufeinanderfolgend ins Rennen.

Darum wechselte René Wagner seine Startelf beim 1. FC Köln

Nicht nur das, in jenem Zeitraum standen die gleichen elf Spieler nie gemeinsam zum Anstoß auf dem Platz. Insgesamt nahm der Ex-Coach in jenen Spielen zehn Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche vor. Bei Wagner sind die nackten Zahlen ähnlich. Auch der aktuelle Trainer hat noch nicht einmal mit der gleichen Elf begonnen, ließ 16 Spieler zum Anpfiff von der Leine, allerdings nahm der 38-Jährige insgesamt nur sieben Wechsel im Vergleich zur Vorwoche vor. Und doch gibt es einen wesentlichen Unterschied. Während Kwasniok seine Wechsel mit einer taktischen Herangehensweise erklärte, vielleicht sogar auf den Überraschungsmoment setzte, sind die Wechsel bei Wagner anders begründet. Denn Wagner vermeintliche Stammelf stand erst in wenigen Spielen komplett zur Verfügung. Ellyes Skhiri kehrte bekanntlich erst kurz vor dem Deadline Day zum FC zurück, hatte an seiner Form zu arbeiten, gehört mittlerweile aber zu den unumstrittenen Stammspielern.

Mikey Moore erhielt wiederum erst spät die Freigabe. Said El Mala und Doppeltorschütze Thijs Dallinga fielen gegen den VfB Stuttgart erkrankt aus, hätten sonst gegen die Schwaben sicherlich begonnen. Die unterschiedlichen Formationen sind also nicht der Ausdruck eines taktischen Kniffs, vielmehr waren sie zum Großteil erzwungen. Denn innerhalb der vergangenen Wochen hat sich schon eine Anfangsformation herauskristallisiert, die unter Wagner nur wenig Spielräume lässt. Marvin Schwäbe ist im Tor genauso gesetzt wie die Innenverteidigung Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey sowie Linksverteidiger Gideon Mensah. Alessio Castro-Montes war bis zu seiner Verletzung ebenfalls fest eingeplant. Im Zentrum führt kein Weg an Skhiri vorbei, Tom Krauß spielte bislang ebenfalls immer in der Anfangsformation. Die Dreierkette davor ist mindestens auf zwei Positionen festgespielt. Mikey Moore und Said El Mala sind unausweichlich.

Diese Spieler sind in Wagners FC-Stammelf gesetzt

Und auch Linton Maina hat zuletzt viele Argumente gesammelt, warum er die Nase vor Luca Waldschmidt, Jan Thielmann oder Marius Bülter hat. Wirklich umkämpft schien nur die Spitze mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Schien, weil die beiden bekanntlich ausfallen. Hier wird es also erneut Veränderungen geben müssen – verletzungsbedingt. Auch unter Kwasniok gab es durchaus Spieler, die der Trainer immer wieder aufstellte. Eine feste Elf wollte der damalige FC-Coach daraus aber ausdrücklich nicht entstehen lassen. Noch nach den ersten Saisonspielen betonte Kwasniok, unterschiedliche Gegner würden unterschiedliche Spielertypen erfordern. Die Rotation war nicht Begleiterscheinung, sondern Teil seiner Idee. Kwasniok hatte also durchaus Stammspieler, während Wagner an einer Stammelf arbeitet. Die Rotation wurde bei Kwasniok erst später auch aufgrund der zahlreichen Verletzungen notwendig.

Wagner reagiert aktuell auf Begleiterscheinungen punktuell. Die Sorge, der Trainer würde als ehemaliger Assistent von Kwasniok dessen Arbeitsweise kopieren, stellt sich zunehmend als nicht berechtigt heraus. Wagner fordert offenbar nicht nur eine klare Kommunikation, er ist anscheinend ein Freund einer klaren Hierarchie. Wie fest diese Hierarchie tatsächlich ist, werden die kommenden Wochen zeigen. Denn eine Stammelf bedeutet im Umkehrschluss, dass es für die Spieler dahinter zunehmend schwerer wird. Wagner hatte schon früh in der Saison erklärt, dass er auch diese Spieler bei „der Stange halten“ wolle. Spannend, wie er das umsetzen will.


Sechs Spieler standen in allen fünf bisherigen Pflichtspielen des 1. FC Köln in der Startelf: Marvin Schwäbe, Tom Krauß, Gideon Mensah, Alessio Castro-Montes, Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili.

Wagners Startelf im Überblick
Die ersten fünf Pflichtspiele der Saison 2026/27
16
verschiedene Starter
5
verschiedene Startelfen
7
Veränderungen
SpielerWÜRTSGVFBSVWHSV Starts
Schwäbe●●●●●5/5
Krauß●●●●●5/5
Mensah●●●●●5/5
Castro-Montes●●●●●5/5
Simpson-Pusey●●●●●5/5
Lochoshvili●●●●●5/5
Johannesson●●●○○3/5
Ache●●●○○3/5
El Mala●●○○●3/5
Thielmann●●●○○3/5
Maina○○●●●3/5
Bülter●○○●○2/5
Okon-Engstler○●●○○2/5
Skhiri○○○●●2/5
Dallinga○○○●●2/5
Moore○○○●●2/5
● Startelf ○ nicht gestartet
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