Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

1. FC Köln gegen Leverkusen
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Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

Mit nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen und zwei Punkten aus den vergangenen sechs steuert der FC geradewegs auf die Abstiegsränge zu. Auch, wenn die Tabellensituation komfortabel ist, sind Sorge und Frust berechtigt. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

Nur zwei Punkte holte der FC aus den vergangenen sechs Pflichtspielen. Kein anderes Team der Liga beweist eine ähnlich schwache Form. Der FC wird in den kommenden Wochen sicherlich einige Dinge hinterfragen. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

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Unter der Woche betonte Lukas Kwasniok, kein großer Freund vergangener Statistiken zu sein. Kein Wunder, denn diese spiegeln dann auch des Öfteren eine etwas verschobene Realität wider. Die Geißböcke können sich zum Beispiel wenig dafür kaufen, dass sie gegen Union Berlin deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torabschlüsse und sogar deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe auf dem Konto hatten. Am Ende standen am Samstagabend Null Punkte. Die spielen in Statistiken ein, an denen der Trainer eher schlecht vorbeikommt, die die aktuelle Realität und vor allem Gefühlslage aber dann auch nicht widerspiegelt. Die Kölner belegen nach der Niederlage das erste Mal in dieser Saison einen schlechteren Platz als Rang zehn. Aber: Als Aufsteiger liest sich die Tabelle aktuell sehr beachtlich: Köln ist zum Jahreswechsel Tabellenelfter, hat noch eine Menge Gegner und vier Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen.

Der Absturz ist mehr als brutal

Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die Geißböcke aktuell noch von dem starken Saisonauftakt zehren. Ein Polster, das man sich in Köln angefuttert hat. Kwasniok erklärte, dass der Auftakt den ein oder anderen hat träumen lassen. Ganz sicher haben die frühen Punkte aber auch über schon damalige Probleme hinweggetäuscht. Die Erfolge über Regensburg und Mainz waren mehr als glücklich und zeigten schon früh in der Saison, dass es der Aufsteiger schwer haben würde, wenn er den Ball hat, das Spiel machen muss. Möglicherweise ist das auch nicht die Kernaufgabe eines Liga-Neulings. Der Absturz von dem vermeintlich besten Transfersommer der Vereinsgeschichte bis zur Weihnachtstristesse mit gerade einmal einem einzigen Sieg aus zehn Pflichtspielen ist mehr als brutal. Die Enttäuschung, die Trainer und Team in den Sozialen Netzwerken entgegenströmt, ist also durchaus verständlich.

Nur zwei Punkte aus sechs Spielen

Der FC wollte sich eigentlich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden, der Frust kurz vor Weihnachten ist rund ums Geißbockheim aber groß. Und berechtigt. Zwei Punkte holten die Kölner aus den Begegnungen seit dem Erfolg über den Hamburger SV. Und das, obwohl sich der FC mit den Gegnern wie Borussia Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen und auch Union Berlin auf Augenhöhe wähnte. Kwasniok würde die Begegnungen sicherlich als Highlight-Spiele bezeichnen. Nur sollten genau diese, zumindest das ein oder andere, gewonnen werden. Und sowohl Union als auch St. Pauli waren Kontrahenten, bei denen das hätte gelingen können, eigentlich müssen. Und da hilft es auch nicht, dass Kleinigkeiten sicherlich hier und da den Unterschied gemacht haben. Gelinde gesagt, ist die Entwicklung der Kölner besorgniserregend.

Thomas Kessler kündigte indes an, dass man nun in Ruhe schauen werde, welche Dinge gut gelaufen seien, welche nicht. Es wird die ein oder andere Analyse geben, zu der auch sicher seine Transfers gehören werden, von denen unterm Strich dann doch nicht alle eingeschlagen sind. Ein emotionaler Schnellschuss ist nicht zu erwarten. In keine Richtung. Dennoch: Der FC wird wohl nicht daran vorbeikommen, auf dem Transfermarkt nachzubessern. Denn schon das kommende Spiel hat einen besonderen Charakter. Sollte der FC auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht gewinnen und dann in das Duell gegen die Bayern gehen, dann könnte der Abschluss der Hinrunde ungemütlicher werden als der Weihnachtsfrust nach Samstag.

Nach Pleite des 1. FC Köln: „Willkommen in der Bundesliga“? Willkommen im Abstiegskampf

Lukas Kwasniok im Duell gegen den FC St. Pauli
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Nach Pleite des 1. FC Köln: „Willkommen in der Bundesliga“? Willkommen im Abstiegskampf

Nach dem furiosen Saisonstart lief es zuletzt nicht mehr rund bei den Geißböcken. Das erarbeitete Punkte-Polster auf die Abstiegsränge ist aktuell auf vier Zähler geschmolzen für den 1. FC Köln: Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.

Die beiden verbleibenden Duelle der Hinrunde gegen Heidenheim und die Bayern werden nicht einfach werden für Trainer Lukas Kwasniok und sein Team beim1. FC Köln: Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.

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Dominique Heintz hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Der ehemalige U21-Nationalspieler kommt auf mehr als 300 Pflichtspiele in den höchsten beiden deutschen Spielklassen, Europa League und DFB-Pokal. Der 32-Jährige weiß, wovon er spricht, wenn er denn vor den Mikrofonen spricht. „Willkommen in der Bundesliga, jeder kleine Fehler wird sofort bestraft“, sagte der Innenverteidiger beispielsweise nach dem bitteren 0:1 gegen Union Berlin. Fußball gilt tatsächlich als Fehlersport, es gibt Experten, die behaupten, jedes Spiel würde ohne individuelle Fehler torlos ausgehen. Rein statistisch unterliefen den Eisernen am Samstagnachmittag mehr Fehler als den Geißböcken, doch waren die der Kölner folgenschwerer. Der schwache Klärungsversuch vor dem 0:1, die Rote Karte von Rav van den Berg.

Das Punkte-Polster beim FC schmilzt

Der FC hat vor allem durch individuelle Fehler in den vergangenen Wochen den Faden des Saisonauftakts verloren und eben viel zu wenig Spiele gewonnen. Sei es durch die kapitale Aussetzer wie von Kristoffer Lund, die zu den Elfmetern gegen Gladbach führten oder Aktionen wie jüngst die Rote Karte von Rav van den Berg. Nur zwei von möglichen 18 Punkten gab es seit dem Erfolg über den Hamburger SV Anfang November. In den Duellen gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe wie Bremen, Union, St. Pauli oder Gladbach erzielten die Geißböcke insgesamt drei Treffer. Vor allem die spielerischen Elemente fehlten, die dem FC Punkte hätten bescheren können. Auf der anderen Seite liegt das letzte Duell ohne Gegentreffer fast zwölf Wochen zurück.

„Wir müssen nüchtern und ruhig einordnen“, sagte Lukas Kwasniok. „Ein Punkt hätte uns heute sicher gutgetan, aber wir sind mittendrin in diesem Klassenerhaltskampf. Mittendrin statt nur dabei.“ Am Ende des Spieltags konnten die Kölner sogar glücklich sein, dass sich das 0:1 gegen die Truppe von Steffen Baumgart nicht noch negativer auswirkte. Die beiden Abstiegskandidaten aus Mainz und St. Pauli trennten sich torlos, der 1. FC Heidenheim kassierte eine derbe 0:4-Klatsche gegen die Bayern. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zur Winterpause noch satte vier Zähler. Auch die Ausbeute von 16 Punkten aus den bisherigen 15 Spielen ist durchaus eine, mit der ein Aufsteiger leben kann.

Als nächstes ein richtungweisendes Spiel gegen Heidenheim

Auf den ersten Blick scheint die Situation also noch recht komfortabel zu sein für den FC. Doch der Schein trügt. Denn nach der Winterpause geht es zunächst auswärts gegen Heidenheim. Sollten die Geißböcke Anfang Januar dort ebenfalls keine Punkte mitnehmen, schmilzt das Polster auf das Team von der Ostalb auf nur noch einen Zähler an. Während Heidenheim gegen den Abstiegskonkurrenten Mainz spielt, wartet auf den FC der FC Bayern München. Ein Duell, bei dem Kwasniok und Co. wohl eher keine Punkte eingeplant haben dürften. Mit zwei Niederlagen in den verbleibenden beiden Spielen würde sich der FC also ausgerechnet zum Ende der Hinrunde Richtung Abstiegsrang bewegen. Mit der Ruhe wäre es dann in Köln gänzlich vorbei.

Heintz kommt nicht nur auf mehr als 300 Pflichtspiele, der Innenverteidiger hat in seiner Karriere gleich mit mehreren Clubs gegen den Abstieg gespielt. Der Routinier weiß also nicht nur, wovon er redet, er weiß, dass die Stunde bereits jetzt geschlagen hat. Der FC ist im Abstiegskampf angekommen.


21 Punkte dank Jessens neuntem Tor: Frauen des 1. FC Köln bejubeln geglückten Jahres-Abschluss in Leipzig

Die FC-Frauen jubeln nach dem Sieg
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21 Punkte dank Jessens neuntem Tor: Frauen des 1. FC Köln bejubeln geglückten Jahres-Abschluss in Leipzig

Die Fußballerinnen des FC haben sich mit einem Sieg in die Winterpause verabschiedet: Die Frauen des 1. FC Köln gewannen zum Rückrunden-Auftakt der Bundesliga bei RB Leipzig mit 1:0 (0:0) und knackten damit die 20-Punkte-Marke in dieser Saison.

Die Frauen des 1. FC Köln gewannen bei RB Leipzig mit 1:0. Damit gelang auch die erfolgreiche Wiedergutmachung nach dem Jena-Fehltritt eine Woche zuvor.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Formation zum Jahres-Abschluss zum Vergleich zur 0:1-Heimpleite gegen Jena nur auf einer Positionen: Laura Vogt kehrte nach ihrer Gelb-Sperre zurück in die erste Elf und ersetzte dort die am Fuß verletzte Vanessa Leimenstoll. Emilia Asgeirsdottir setzte bedrängt von der nacheilenden Martyna Wiankowska einen Schuss ans Kölner Außennetz (4.). Direkt im Gegenzug wurde es hitzig in der Leipziger Hälfte: Adriana Achcinska passte aus dem Mittelfeld in die Spitze in den Lauf der durchstartenden Sandra Jessen. Die Stürmerin wurde jedoch von Julia Magerl zu Fall gebracht, auch die Keeperin Elvira Herzog war bereits aus ihrem Tor geeilt, um zu klären (5.). Der anschließende Freistoß aus gefährlicher Situation von Wiankowska knapp vor dem Strafraum blieb jedoch in der RB-Abwehr hängen.

Jessen mit neuntem Saisontreffer

Wenig später hätte sich RB den Ball fast selbst ins Tor gelegt: Elvira Herzog passte die Kugel genau in den Fuß von Laura Feiersinger, die direkt zu Achcinska ablegte. Deren zu schwacher Abschluss war jedoch keine Mühe für Herzog (12.). Und obwohl das Spiel bis dahin zumeist in ihrer Hälfte stattfand, besaßen die Leipzigerinnen die beste Torchance: Annabel Schaschings Schuss innerhalb des Sechzehners landete in hohem Bogen an der Kölner Latte. Den Abpraller von Delice Boboy kratzte Anna Gerhardt von der Torlinie und der dritte Versuch von Asgeirsdottir aus spitzem Winkel landete nur am FC-Außennetz (19.).

Die Kölnerinnen gaben die Partie danach jedoch aus den Händen, RB war fortan tonangebend, kam jedoch zu keinen zwingenden Torchancen mehr bis zur Halbzeit. Dafür strich ein abgefälschter Schuss von Wiankowska in der Nachspielzeit plötzlich nur knapp am Leipziger Tor vorbei (45.+2). Die FC-Frauen wechselten zur zweiten Hälfte: Lydia Andrade ersetzte die angeschlagene Pauline Bremer. Und die Gäste starteten furios. Zunächst köpfte Sandra Jessen einen Freistoß von Laura Vogt am Fünfer nur an die Latte (47.). Wenige Augenblicke später servierte abermals Vogt einen Ball hoch in den Strafraum, Laura Feiersinger legte ab und Jessen hatte aus kurzer Distanz keine Probleme, zum 1:0 für den FC einzuschieben (48.). Es war der neunte Saisontreffer der Isländerin.

FC-Frauen überwintern auf Platz acht

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der jedoch lange ohne zwingende Torraum-Szenen blieb. Jessen scheiterte nach einem Aussetzer der RB-Abwehr mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Herzog (80.). Unterm Strich war der Sieg nicht komplett unverdient, da Leipzig nach der kurzen Kölner Drangphase zum Start der zweiten Hälfte nichts mehr einfiel. Der FC überwintert damit bei bärenstarken 21 Punkten auf dem achten Platz. In der Bundesliga geht es am 24. Januar (12 Uhr) zuhause gegen den SC Freiburg weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (90.+6 Bohnen), Degen, Agrez, Wiankowska – Vogt, Feiersinger – Donhauser, Achcinska (82. Hasenauer), Bremer (46. Andrade) – Jessen. Tor: 0:1 Jessen (48.).


Der ewige Dominique Heintz überzeugt auch gegen Union Berlin

Dominique Heintz vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin
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Der ewige Dominique Heintz überzeugt auch gegen Union Berlin

Nach der Niederlage gegen Union Berlin ist der FC mit sechs Spielen ohne Sieg auf dem harten Boden der Bundesliga-Realität angekommen. Ein Abwehr-Routinier stand nach seiner Verletzung wieder auf dem Platz mit dem 1. FC Köln: Dominique Heintz überzeugt einmal mehr.

Nach dem Duell gegen die Hauptstädter ärgerte sich der 32-Jährige über den Punktverlust. Kein Wunder, denn der Abwehrspieler war einer der besseren Akteure beim 1. FC Köln: Dominique Heintz überzeugt einmal mehr.

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Im Nachhinein wirkten die Worte des Kölner Abwehrspielers ein wenig so, wie ein Blick in die Glaskugel. Nachdem Dominique Heintz unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, sprach der 32-Jährige über die Schwäche seiner Mannschaft: “Wir tun uns ein bisschen schwer, den letzten Pass vorne an den Mann zu bringen und torgefährlich zu werden“, sagte Heintz. „Am Anfang der Saison hatten wir noch ein bisschen mehr Power vorne, wo wir den Gegner mehr überraschen konnten. Da müssen wir wieder hinkommen, dass wir uns einfache Torchancen erspielen.“ Gegen die Mannschaft von Steffen Baumgart wurde dieses Vorhaben am Samstagnachmittag nicht in die Tat umgesetzt. Es waren die gleiche Probleme, wie in den vergangenen Spielen, in denen die Geißböcke das Spiel machen mussten.

Heintz mit starken Werten

Während der FC also auch im sechsten Spiel in Folge eine Enttäuschung einstecken musste, lief die Begegnung für den Abwehrspieler persönlich wieder gut. Heintz war von Beginn an präsent, nahm Wooyeong Jeong und Christopher Trimmel jegliche Spielfreude, luchste auch Stürmer Oliver Burke den Ball ab. Insgesamt gewann Heintz 80 Prozent (!) seiner Zweikämpfe, kam auf 110 Ballkontakte (nur van den Berg hatte mit 116 mehr) und erreichte eine Passquote von 84 Prozent. Und das gegen seinen Ex-Verein, bei dem der Pfälzer nicht so wirklich zum Zug kam.

Heintz untermauert aktuell einmal mehr das Narrativ des Stehauf-Männchens. „Ich brauche keine Bestätigung von außen oder dass die Medien mich immer als den Spieler beschreiben, der nicht aufgibt. Auf der anderen Seite entsteht dieser Eindruck ja durch die harte Arbeit und schafft so ein positives Gefühl. Das kannst du aber nur schaffen, wenn du täglich in der Arbeit sauber bleibst, eine gute Haltung hast, gut zu deinen Mitstreitern bist“, sagte Heintz im Oktober im Interview mit come-on-fc.com über seine Arbeitseinstellung. Den Lohn dafür erntet der 32-Jährige durch das Vertrauen des Trainers „Egal, in welcher Phase du bist, ob Du spielst oder nicht, du musst immer dran bleiben. Du darfst einfach nichts in deiner Mentalität oder an deiner Art in der täglichen Arbeit ändern. Dann wirst du irgendwann wieder belohnt. Dazu versuche ich immer, die Mannschaft zu unterstützen“, sagte der Routinier im Oktober weiter.

Heintz profitiert natürlich auch von der extremen Verletzungsmisere in der Innenverteidigung, war auch selbst kürzlich davon betroffen. Zu Beginn der Saison wurde der Kölner Routinier von Trainer Lukas Kwasniok noch nicht berücksichtigt, war zunächst außen vor. Möglicherweise aufgrund eines Tempodefizits, das ihm nachgesagt wurde. Heintz belehrte die Kritiker allerdings eines besseren und weiß durch seine Erfahrung mögliche Schwachstellen an anderer Stelle gekonnt auszugleichen. In den vergangenen Spielen, in denen der 32-Jährig auflief, lieferte er durchweg gute Leistungen ab und arbeitete stets für die Mannschaft.

„Willkommen in der Bundesliga“

Gearbeitet hat Heintz auch am vergangenen Samstag. Und dennoch sind die Geißböcke nun sechs Spiele in Folge sieglos. Der Vorsprung auf Rang 16 ist geschrumpft, der FC steht aktuell auf dem elften Tabellenplatz. „Wir sind aufgestiegen, wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen, wie viele Punkte wir uns schon hart erarbeitet haben, was für tolle Spiele wir schon gezeigt haben“, ordnet der Abwehrspieler ein. „Aber trotzdem dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen das klar analysieren, die Winterpause gut nutzen, gut dran arbeiten im Trainingslager, um dann in Heidenheim bereit zu sein.“ Denn die Partie gegen den FCH wird wohl bereits zu einer Art Wegweiser für die Rückrunde werden. Deutlich wurde am Samstag einmal mehr, dass der FC im Oberhaus angekommen ist: „Das sind alles Top-Mannschaften. Jeder kleine Fehler wird bestraft“, sagte Heintz und ergänzte: „Willkommen in der Bundesliga“.


Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Rav van den Berg sieht die Rote Karte
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Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Mit der Roten Karte gegen Rav van den Berg veränderte sich die Dynamik des Spiels der Geißböcke gegen Union. Möglicherweise war sie spielentscheidend für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

Lange war es ein typisches 0:0-Spiel gegen die Köpenicker. So richtig überlegen war keine der beiden Mannschaften am Samstagnachmittag im Kölner Stadion. Nach der Roten Karte für Rav van den Berg gab es in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

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Eigentlich hatte Rav van den Berg einen mindestens soliden Abend abgerissen. Der Innenverteidiger der Kölner, der in den vergangenen Wochen so ein wenig als Hoffnungsträger der Kölner Abwehrmisere diente, kam auf die meisten Ballkontakte der Viererkette, baute das Spiel mit zahlreichen Pässen auf, von denen überragende 98 Prozent auch den Mitspieler fanden. Dann verpennte der Niederländer ein Abspiel von Marvin Schwäbe, bog den Fehler aber mit einer Grätsche geradeso noch aus. Anschließend folgte die folgenschwere Fehleinschätzung des Abfangens eines Diagonalpasses. Van den Berg unterband den Pass mit einem Handspiel, sah zur Überraschung der Zuschauer umgehend die Rote Karte. Nach Ansicht der Fernsehbilder eine mindestens vertretbare Entscheidung.

Lies auch: DFB spricht Strafe für Rav van den Berg aus

„Eine hundertprozentige Torchance“

Zwar wies van den Berg immer wieder daraufhin, den Ball mit der Schulter gespielt zu haben, doch die Bilder waren eindeutig. „Ich habe den Schiedsrichter nach dem Spiel kurz darauf angesprochen.
Er sagt zu mir, dass der Spieler blank alleine aufs Tor zuläuft. Ich habe ehrlicherweise nicht die gleiche Wahrnehmung gehabt“, sagte Thomas Kessler später. „Er sagt zu mir, es ist für ihn eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Arm nicht dazu nimmt. Was soll ich jetzt anders dazu sagen, außer dass ich ihm das ja glauben muss.“ Tatsächlich gab es keinen Grund, die Rote Karte zurückzunehmen. „Wenn ich es jetzt so sehe auf dem Bild, dann geht er klar zur Hand und wenn der Schiri sagt, der geht danach allein aufs Tor, dann ist es eine Rote Karte“, sagte Dominique Heintz.

In Unterzahl war es für die Geißböcke natürlich fortan schwer. Für Lukas Kwasniok war sie am Ende des Tages „spielentscheidend“. Doch zur Wahrheit gehört eben auch, dass der FC bereits nach gut 20 Minuten den Faden zunehmend verloren hatte, ihn in der zweiten Halbzeit schon gar nicht mehr fand. So hatte Leopold Querfeld die Führung schon nach einer Stunde auf dem Kopf, aber Marvin Schwäbe rettete weltklasse. Die Kölner fanden dagegen in der Offensive überhaupt kein Mittel mehr, steigerten den xGoals-Wert von 0,3 zur Pause nur noch auf 0,5, während Union im Schlussdrittel erst in der letzten halben Stunde des Spiels in Erscheinung trat. Die Rote Karte veränderte sicherlich die Dynamik des Spiels, aber ob sie Spiel entscheidend war, ist im Nachhinein nicht zu klären.

Und wieder fehlt ein Innenverteidiger

Fakt ist, Union war in dieser Phase schon am Drücker, dem FC unterliefen in der Rückwärtsbewegung zunehmend Fehler und die Offensive war harmlos. Allerdings war die Kölner Hintermannschaft bei der gegnerischen Ecke absolut unsortiert. „Du kannst natürlich auch eine Standardsituation verteidigen. Aber gerade das Tor fällt aus dem Rückraum. Da rückt dann einer ins Zentrum, weil ein Mann weniger auf dem Platz ist und der Ball fällt ihm dann genau vor die Füße“, sagte Kessler. Sicher hätte sich der FC aber auch in Unterzahl besser sortieren können. So oder so wird van den Berg den Kölnern nun erst einmal fehlen. Wie lange ist noch unklar. Eine Rote Karte zieht bekanntlich mindestens ein Spiel Sperre mit sich. Bei der Verhinderung einer klaren Torchance kann es auch mehr geben.

Ein bitterer Rückschlag. Denn der FC ist bekanntlich besonders in der Defensive gebeutelt. Gerade ist Dominique Heintz als dritter nomineller Innenverteidiger wieder in den Kader zurückgekehrt. Joel Schmied wird frühestens im Trainingslager wieder eingreifen können. Ob es für Heidenheim schon reicht, erscheint aber mehr als fraglich. Die Rote Karte war also nicht nur unnötig und für die Begegnung gegen Union besonders ungünstig, sie wird dem FC auch zum Jahresbeginn noch wehtun.


Said El Mala als Joker? Zurück zur alten Marschroute, aber die Probleme bleiben die gleichen beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok mit Denis Huseinbasic und Said El Mala
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Said El Mala als Joker? Zurück zur alten Marschroute, aber die Probleme bleiben die gleichen beim 1. FC Köln

Etwas überraschend war die Aufstellung der Kölner gegen Union Berlin am Samstagnachmittag schon. Lukas Kwasniok entschied sich gegen seinen Topscorer in der Startelf, wollte zunächst wie schon zu Beginn der Saison Abarbeiten. Erst schien der Plan auch aufzugehen beim 1. FC Köln: Es gibt wieder Diskussionen um die Rolle von Said El Mala.

Die 0:1-Niederlage gegen Union Berlin dämpfte die vorweihnachtliche Stimmung im Stadion schon sehr. Gegen die Mannschaft von Ex-Trainer Steffen Baumgart wollte der FC wieder punkten und sich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden. Coach Lukas Kwasniok versuchte, wie zu Beginn der Saison durch ein Abarbeiten und frische Einwechselspieler zu bestehen mit dem 1. FC Köln: Es gibt wieder Diskussionen um die Rolle von Said El Mala.

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Eine gute Viertelstunde schien der Plan von Lukas Kwasniok aufzugehen. Gegen Union Berlin startete der FC druckvoll, körperbetont und vor allem dominant. So kamen die Geißböcke in der Anfangsphase gegen die Eisernen auf einen Ballbesitz von 80 Prozent, hatten bereits zwei Mal den freien Torabschluss gesucht und 60 Prozent der Zweikämpfe für sich entschieden. Union wirkte dagegen fahrig, hatte zu diesem Zeitpunkt im Schnitt nur etwas mehr als jeden zweiten Pass zum Mitspieler gebracht. Der Beginn war also durchaus verheißungsvoll. Und dennoch war es durchaus überraschend, dass Said El Mala den Beginn des Spiels von der Bank aus beobachten sollte. Lukas Kwasniok hatte den Shootingstar zunächst nicht aufgestellt, dafür agierte Jakub Kaminski mal wieder in vorderster Front.

Zurück zur alten Marschroute

Eine durchaus überraschende Maßnahme. Denn El Mala war in den vergangenen Wochen eine Art Lebensversicherung der Kölner. Mit sechs Toren und drei Vorlagen hatte der 19-Jährige maßgeblichen Anteil an einigen Punkten, war mitunter Spiel entscheidend. Nicht umsonst bekam er bereits hier und da den Beinamen „Kölner Lebensversicherung“ verpasst. Und dennoch war die Rück-Beorderung von Kaminski in die Offensive offenbar eine sehr gute Maßnahme. Der Pole war sofort wieder Aktivposten und erinnerte an die starken Auftritte zu Saisonbeginn, die dem 23-Jährigen immerhin ebenfalls fünf Tore und einen Assist eingebracht hatten. Kwasniok hatte bereits auf der Pressekonferenz am Donnerstag angedeutet, dass er in Sachen Aufstellung wieder ein wenig „Back to the roots“ wolle. Eben zu den Formationen, die in der Anfangsphase Punkte beschert hatten.

Und so erklärte Kwasniok auch später die Maßnahme, El Mala erst einmal auf die Bank zu setzen. „Wir haben unsere beste Phase in dieser Saison gehabt, als wir uns einfach darauf fokussiert haben gegen Mannschaften so zu spielen, dass wir abarbeiten“, erklärte der Coach. „Dass wir Spieler aufs Feld bekommen, die in der Lage sind, in allererster Linie die – auf gut Deutsch gesagt – „Drecksarbeit“ zu verrichten, um dann hinten raus eben noch ein paar Künstler mehr auf dem Feld zu haben, die dann die Spiele für uns entscheiden.“ Eine Maßnahme, die gerade zu Saisonbeginn regelmäßig aufging. Immerhin kommen die Kölner auf 15 Torbeteiligungen durch eingewechselte Spieler in dieser Saison, sieben davon erzielten die Joker selbst.

Der FC erzeugt kaum Torgefahr

Wiederum sechs Torbeteiligungen erzielte Said El Mala als Joker. Es scheiden sich aber die Geister, ob der Kölner Youngster effektiver von der Bank oder von Beginn an ist. Kaminski belebte die Kölner Offensive sichtbar, war ein Aktivposten. Allerdings auch gegen eine erschreckend schwach aufspielende Berliner Mannschaft. Und die Kölner Offensivbemühungen nahmen nach dem vielversprechenden Beginn von Minute zu Minute ab, kamen in der zweiten Halbzeit nahezu komplett zum Erliegen. Auch Kaminski baute sichtbar ab, wurde in der Schlussphase zum ersten Mal in dieser Saison ausgewechselt. Dagegen witterte das Team von Steffen Baumgart im zweiten Abschnitt seine Chance und nutzte sie nach der berechtigten aber unnötigen Roten Karte und wieder einmal nach einer Standardsituation.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Kölner trotz einem gefühlten Chancenplus in Halbzeit eins auf einen xGoals-Wert von 0,5 kamen – die Qualität der Chancen insgesamt also noch nicht einmal einen Treffer hätte annähernd erwarten lassen, ganz anders als die 1,5 der Berliner. Wie gehabt zeigte sich einmal mehr, dass die Kölner große Probleme haben, ein Spiel selbst zu gestalten, sich Möglichkeiten zu erspielen.


Die Niederlage gegen Union ist ein Spiegelbild der vergangenen Spiele des 1. FC Köln

Linton Maina, Said El Mala und Denis Huseinbasic sind enttäuscht nach der Niederlage gegen Union
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Die Niederlage gegen Union ist ein Spiegelbild der vergangenen Spiele des 1. FC Köln

Mit der Niederlage gegen Union Berlin hat der FC das sechste Spiel in Folge nicht gewonnen. Dabei war die Partie wie ein Spiegelbild der vergangenen Wochen: Der 1. FC Köln zeigt gegen Union wieder die gleichen Schwächen.

Mit 0:1 unterlagen die Geißböcke in einer engen Begegnung Union Berlin. Damit hat der FC aus den vergangenen sechs Spielen nur magere zwei Punkte geholt. Die Gründe für die Formkrise ließen sich auch in der Partie gegen die Köpenicker gut erkennen: Der 1. FC Köln zeigt gegen Union wieder die gleichen Schwächen.

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Nach 90 engen Minuten plus Nachspielzeit war es in Köln erstmal vorbei mit einer besinnlichen Weihnachtszeit. Stattdessen sank die Stimmung nach dem 0:1 gegen Union Berlin und damit dem sechsten Ligaspiel in Folge ohne Sieg in den Keller. „Wir sind enttäuscht, das ist keine Frage. Wir wollten kurz vor Weihnachten hier noch mal drei Punkte zu Hause lassen, um dann auch Weihnachten zu genießen. Jetzt verlierst du dieses Spiel, das ist jetzt in diesem Moment natürlich bitter“, so Sportdirektor Thomas Kessler. Was viele FC-Fans daran wohl besonders bitter finden dürften, ist, dass sie sich wie bei einem Déjà-vu vorgekommen sein müssen. Denn die Punkte, die letztendlich zur Kölner Niederlage führten, waren die gleichen wie bereits des Öfteren in den vergangenen Wochen.

Wenige große Kölner Chancen

So tat sich der FC erneut schwer im eigenen Spielaufbau. Gegen die kompakt verteidigenden Berliner fanden die Geißböcke nur wenige Lücken. Dabei sah es in der ersten Halbzeit noch besser aus. So hatten die Kölner schon einige Abschlüsse und waren zumindest nicht schlecht im Spiel, auch wenn nur wenige Schüsse wirklich zwingend waren. Das sah auch Trainer Lukas Kwasniok so. „Ich finde, dass wir das in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht haben. Wir hatten die drei, vier Einschussmöglichkeiten, ohne dass da eine Hundertprozentige dabei gewesen ist und haben dann in der zweiten Halbzeit nicht mehr den Weg zum Tor gefunden“, sagte der Coach.

Denn gerade in der zweiten Hälfte hatte der FC, wie es der Trainer selber anspricht, kaum noch Möglichkeiten. In der Phase zeigte sich wieder, dass den Kölnern im Spiel nach vorne häufig die Kreativität fehlt – wie schon so oft in den vergangenen Wochen. Aber immerhin: Selber ließ der FC über weite Strecken nur wenig zu. Bis auf eine große Chance nach einer Ecke durch einen Kopfball von Leopold Querfeld, den Marvin Schwäbe stark parierte, stand die FC-Defensive in den ersten 80 Minuten sicher. „Ich glaube, es gab gefühlt kein Spiel, was so sehr nach einem 0:0 aussah. Ich glaube, dass keine Mannschaft irgendwie die Oberhand hatte, irgendwie Großchancen hatte“, meinte darum auch Schwäbe nach dem Spiel durchaus zurecht.

Individueller Fehler und Standardschwäche

Dann sorgte aber wie schon öfter in den vergangenen Partien ein individueller Fehler der Kölner für die Wende im Spiel. Rav van den Berg verschätzte sich als letzter Mann bei einem langen Ball und spielte diesen darum deutlich sichtbar mit dem Arm. Schiedsrichter Christian Dingert sah darin die Verhinderung einer klaren Torchance, da seiner Einschätzung nach sonst Livan Burcu frei durch gewesen wäre. Ein richtige Entscheidung, die aber vielleicht der ein oder andere Schiedsrichter auch anders bewertet hätte. „Ich habe ehrlicherweise nicht die gleiche Wahrnehmung gehabt“, widersprach etwa Kessler der Einschätzung des Schiedsrichters, dass Livan Burcu alleine aufs Tor zugelaufen wäre, ohne dass noch ein Kölner hätte eingreifen können. Trotzdem können sich die Kölner über die Entscheidung nicht beschweren.

Selbst in Unterzahl hätten die Geißböcke jedoch zumindest das Unentschieden halten können. Wenn nicht die nächste Schwäche erneut aufgetreten wäre, die dem FC zuletzt gekostet hat: die Probleme bei Standards. Denn erneut kassierten die Kölner ein Gegentor nach einer Ecke. So fehlte den Domstädtern die letzte Konsequenz beim Tor von Andras Schäfer. „Wir klären den Ball, aber nicht zur Seite, sondern genau in die Mitte. Er trifft ihn ja nicht mal richtig oder lässt ihn einfach ein bisschen abrutschen. Aber da stehen zwei Mann von uns, das muss nach außen geklärt werden. Am besten zum Einwurf oder auf die Tribüne und dann nehmen wir hier einen Punkt mit“, so Dominique Heintz. Ein Problem, dass die Geißböcke einfach nicht abgestellt bekommen.

Union-Niederlage als Spiegelbild

Daher war die Niederlage am Ende wie ein Spiegelbild der Probleme in der Kölner Sieglos-Serie. Der Einsatz stimmt, die Probleme bleiben aber mit den Schwierigkeiten im Spielaufbau, den individuellen Aussetzern und der Standardschwäche die selben. Dabei gibt es viele Kleinigkeiten, die im Moment gegen den FC laufen. So wäre beim guten Saisonstart eine der Chancen aus der ersten Hälfte vielleicht reingegangen oder die Rote Karte nicht gegeben worden. Im Moment laufen die Dinge aber in entscheidenden Momenten und in engen Partien wie jetzt gegen Union gegen die Geißböcke. Und die Schwächen bekommen sie gleichzeitig nicht in den Griff.

Dafür ist es vielleicht ganz gut, dass jetzt erstmal Winterpause ist. „Ich glaube eine Pause ist immer so, dass man sagt, man kann sich noch mal resetten, man kann noch mal auf gewisse Dinge eingehen. Natürlich tut uns so ein Trainingslager dann in der Phase vielleicht auch gut“, meinte Schwäbe. Und im Trainingslager kann Kwasniok mit seiner Mannschaft nochmal gezielter an den Problemen arbeiten – damit die FC-Fans im wichtigen, ersten Spiel im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim nicht erneut ein Déjà-vu erleben.


Eine Fünf, aber auch Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Eric Martel im Duell gegen Union Berlin
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Eine Fünf, aber auch Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin

Lange strahlten die Kölner gegen die Eisernen eine beeindruckende Dominanz aus, wirklich gefährlich wurde der FC aber im Heimspiel nur selten. In der Schlussphase geriet Köln zunehmend in Gefahr. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin.

Lange deutete es auf eine torlose Begegnung der Geißböcke gegen Steffen Baumgarts Köpenicker hin. Doch der FC schwächte sich selbst und fand in der Offensive zu wenig statt. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Union Berlin.

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Schwäbe überzeugt, die Defensive nicht immer

Marvin Schwäbe, Einzelkritik 2

Marvin Schwäbe

Sammelte im ersten Abschnitt Ballkontakte eigentlich nur im Spielaufbau. War nach einer guten Stunde beim Kopfball von Querfeld hellwach, um dann gegen den Versuch von Schäfer chancenlos zu sein.


Dominique Heintz, Einzelkritik 2-

Dominique Heintz

Stand wieder in der Anfangsformation. Gewohnt routiniert, stark gegen Jeong im Tackling und sogar eine Eins-gegen-eins-Situation in der eigenen Hälfte. Schlug zu Beginn des zweiten Abschnitts auch eine Flanke, die aber keinen Abnehmer fand. Hatte insgesamt wenig in der Defensive zu tun. Gewann starke 80 Prozent seiner Zweikämpfe.


Eric Martel

Spielte wieder auf der Sechs und das auch sehr solide. Gewann immerhin 72 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 90 Prozent der Pässe zum Mitspieler. Wirkte aber gerade bei seinen Klärversuchen nicht immer sicher. Hatte in der Schlussphase Glück, dass eine Abwehraktion nicht zu großen Handspieldiskussionen führte.


Rav van den Berg Einzelkritik 4-

Rav van den Berg

Solide im Zweikampf und Stellungsspiel. Kam auf die meisten Ballkontakte und spielte dafür eine starke Passquote von 98 Prozent. Abenteuerlich als er ein Zuspiel von Schwäbe verträumte, dann aber selbst ausbadete. Um nur wenige Minuten später die Rote Karte zu sehen.


Kristoffer Lund, Einzelkritik 5

Kristoffer Lund

Wirkte in der Anfangsphase nach wie vor nicht immer sattelfest. Hier ein Abspiel-, da ein Stockfehler. Fing sich zwischenzeitlich, gerade im Defensivverhalten. War dennoch ein Unsicherheitsfaktor und beim Gegentor heftig mit in der Verlosung.


Isak Johannesson, Einzelkritik 4+

Isak Johannesson

War gerade zu Beginn immer mal wieder in Offensivaktionen eingebunden. Wohl auch, weil er auf einer Art Zehn agierte. Sein Steckpass auf Kaminski hätte ein Tor verdient gehabt. Seine Leistung nahm im Laufe des Spiels merklich ab.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Zu wenig Gefahr in der Offensive

Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Fügte sich im Zentrum direkt einmal mit einem starken und wichtigen Tackling gegen Burke ein. Das gab offenbar Selbstvertrauen. Krauß war der Motor im Zentrum, forderte die Bälle und trieb sie ins letzte Drittel. War aber nicht in allen Situationen glücklich. Machte nach 70 Minuten Platz für Denis Huseinbasic.


Sebastian Sebulonsen

Hatte es auf der rechten Seite mit dem schnellen Ansah und dem trickreichen Köhn zu tun, holte sich recht früh den gelben Karton ab. War dennoch in den Zweikämpfen kompakt. Brachte sich in die Offensive mit ein, unter anderem mit einer starken Flanke, die Kaminski nicht verwerten konnte. Auch seine Ablage auf Ache nach einer guten halben Stunde war gut.


Jakub Kaminski Einzelkritik 2

Jakub Kaminski

Fühlt sich in der offensiveren Rolle sichtbar wohler. Hatte schon in den ersten Minuten die ersten Abschlüsse. Probierte es aus 16 Metern, nach Ablage von Ache und nach Steckpass von Johannesson. War auch zu Beginn des zweiten Abschnitts Aktivposten. Baute aber merklich ab und ging in der Schlussphase vom Platz.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Holte sich früh mit guten Aktionen Selbstvertrauen. Zeigte einmal mehr, dass er in der Offensive einfach besser aufgehoben ist. Ackerte, und mühte sich. Allerdings mit insgesamt doch zu wenig Ertrag.


Ragnar Ache

Kehrte für Marius Bülter in die Anfangsformation zurück. Ackerte gewohnt, zeigte die geforderte „Körperlichkeit“. War aber nicht immer vom Glück verfolgt, wie bei der Ablage von Sebulonsen, als er einen Schritt zu spät kam. Wurde nach einer knappen Stunde mit nur 16 Balkontakten ausgewechselt.


Marius Bülter Einzelkritik 4

Marius Bülter

Kam nach einer knappen Stunde für Ache. Sammelte in der guten halben Stunde ganze sieben Ballkontakte und diese hatten wenig bis gar keinen Einfluss auf die Begegnung.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


0:1 gegen Union Berlin: Der 1. FC Köln verschenkt Punkte vor Weihnachten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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0:1 gegen Union Berlin: Der 1. FC Köln verschenkt Punkte vor Weihnachten

Der FC bleibt auch im sechsten Spiel in Serie ohne Dreier. Der 1. FC Köln verliert gegen Union Berlin 0:1. Und das trotz deutlicher Dominanz und nach einem Treffer nach Standardsituation. Zu allem Überfluss sah Rav van den Berg in der Schlussphase nach einem Handspiel die Rote Karte.

Der FC wollte sich eigentlich mit einem Sieg in die kurze Winterpause verabschieden, verpasste die Chance aber und zog am Ende unglücklich den Kürzeren. Nach 80 Minuten Dominanz sah Rav van den Berg die Rote Karte und ermöglichte Union eine kurze Drangphase, die in der Nachspielzeit zum 0:1 durch Andras Schäfer führte. Der 1. FC Köln verliert gegen Union Berlin 0:1.

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Lukas Kwasniok hatte sich noch nicht so wirklich in die Karten schauen, aber einige Tendenzen in Sachen Aufstellung durchblicken lassen. Insgesamt nahm der Trainer vier Veränderungen vor. So startete erwartungsgemäß Dominique Heintz in der Innenverteidigung. Sebastian Sebulonsen übernahm dafür die rechte Schiene. Auf der linken Seite startete Kristoffer Lund, dafür begann Jakub Kaminski in der vordersten Linie. Said El Mala nahm genauso wie Luca Waldschmidt zunächst auf der Bank Platz. Und auch Ragnar Ache rotierte für Marius Bülter in die Anfangsformation. Für Denis Huseinbasic kehrte Isak Johannesson in die Anfangsformation zurück, spielte aber eine Art Zehner. Eric Martel war Teil der Doppelsechs neben Tom Krauß.

Union findet in der Offensive nicht statt

Die Geißböcke waren zunächst auf einen geordneten Spielaufbau aus, Union setzte erwartungsgemäß auf eine stabile Defensive mit Umschaltmomenten. Der FC war aber zunächst besser im Spiel. Kaminskis erster Versuch landete bei Eric Martel, dessen Schuss aber geblockt wurde (5.). Keine 60 Sekunden später probierte es der Pole erneut und fand dieses Mal Berlins Keeper Rönnow (6.). Ein scharfer Querpass von Johannesson fand im Zentrum keinen Abnehmer (8.). Erst nach gut zehn Minuten kamen auch die Eisernen zum ersten Abschluss, doch Jeong wurde noch entscheidend gestört. Der FC mühte sich weiter und hatte gute Aktionen. So war es erneut Kaminski, der mit einem Drehschuss dem Tor nahe kam (23.). Zwei Minuten später schickte Johannesson den 23-Jährigen, doch Rönnow tauchte beim Flachschuss schnell genug ab.

Auch eine Ablage von Sebulonsen auf Ache konnte die Abwehr der Eisernen rechtzeitig klären. Von Union war in der Offensive in dieser Phase wenig bis gar nichts zu sehen. Auch die Kölner taten sich in der Schlussminuten der ersten Halbzeit ein wenig schwerer, blieben zwar dominant, im Schlussdrittel passierte aber nicht mehr viel. So ging es torlos in die Pause. Der FC machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte, spielte weiter nach vorne. Ein erster Vorstoß von Heintz fand im Zentrum genauso wenig einen Abnehmer (50.) wie der nächste Versuch von Martel (53.). Berlin näherte sich mehr oder weniger gefährlich nach Standards dem Kölner Tor an – meistens weniger gefährlich.

Van den Berg sieht Rot

Richtig gefährlich wurde ein Kopfball von Leopold Querfeld nach einer Ecke von Christopher Trimmel, den Marvin Schwäbe mit Mühe an den Pfosten lenkte (65.). Kwasniok reagierte und brachte mit Marius Bülter und Said El Mala frische Offensivkräfte, zudem kam Denis Huseinbasic für den starken Krauß. Doch so wirklich wurde die Offensive der Geißböcke dadurch auch nicht angekurbelt. Und die Kölner schwächten sich selbst. Van den Berg unterband einen Pass in letzter Linie mit der Hand und sah den roten Karton (83.). Eine sehr harte Entscheidung. Glück hatten die Geißböcke kurz darauf, als Kaminski der Ball im Sechzehner an die Hand sprang, Christian Dingert wertete es nicht als strafbar – genauso wenig wie eine Aktion von Martel ebenfalls in der Box.

Doch das Glück brachte den Kölnern am Ende auch nicht mehr viel. Denn in der ersten Minute der Nachspielzeit schlug Berlin mit dem gefühlt zweiten gefährlichen Torschuss zu. Nach einer Ecke konnten die Geißböcke nicht gut klären. Andras Schäfer traf aus der Distanz (90.+1). Der FC warf noch einmal alles nach vorne, belohnte sich aber nicht mehr. Damit verabschiedet sich der FC in die kurze Winterpause. Am 2. Januar bricht das Team dann ins Trainingslager Richtung Spanien auf, bevor am 10. Januar das Auswärtsspiel gegen Heidenheim auf dem Plan steht.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund, Heintz (86. Özkacar), van den Berg, Sebulonsen – Martel, Krauß (68. Huseinbasic) – Johannesson – Kaminski (86. Maina), Ache (58. Bülter), Thielmann (68. El Mala) – Tore: 0:1 Schäfer (90.+1); Gelbe Karten Köln: Sebulonsen; Rote Karte: Van den Berg