Stürmerin Sandra Jessen fällt bei den FC-Frauen länger aus, hinter Marina Hegering bleiben Fragezeichen

Sandra Jessen feierte ihr Comeback (Foto: Christof Koepsel/Getty Images for DFB)
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Stürmerin Sandra Jessen fällt bei den FC-Frauen länger aus, hinter Marina Hegering bleiben Fragezeichen

Es hatte sich bereits am Samstag abgezeichnet, am Sonntag wurde es zur Gewissheit: Die Frauen des 1. FC Köln müssen für längere Zeit auf ihre Stürmerin Sandra Jessen verzichten. Die Isländerin muss wegen einer Meniskus-Verletzung operiert werden.

Auch Marina Hegering droht der nächste Ausfall. Die Trainerin Britta Carlson fand derweil lobende Worte für ihre Mannschaft.

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Sandra Jessen ist der Pechvogel der laufenden Saison. Die Stürmerin verpasste einen Großteil der Vorbereitung verletzungsbedingt, wurde dann aber immerhin rechtzeitig zum Saisonstart fit. Richtig ins Rollen kam die Isländerin noch nicht – und nun wird sie erneut mindestens wochenlang fehlen. Die Stürmerin zog sich in München bei einem Zweikampf eine Meniskus-Verletzung zu und wird in Köln operiert. Jessen musste zunächst noch in München bleiben für weitere Untersuchungen, die am Sonntag in der Domstadt fortgesetzt wurden, ehe die endgültige Diagnose feststand. Wie lange die Angreiferin ausfallen wird, lässt sich noch nicht beziffern, allerdings müssen wohl mindestens einige Wochen angesetzt werden.

„Wir wollten die Bayern ärgern, das haben wir leider nur phasenweise geschafft“

Offen ist zunächst noch, ob sich Marina Hegering schwerer verletzt hat oder vielleicht in Berlin schon wieder mitwirken kann beim DFB-Pokal-Spiel. Die Bilder aus München gaben jedoch eher wenig Grund für Optimismus. Kölns Trainerin Britta Carlson ärgerte sich derweil über die Anfangsphase ihrer Mannschaft beim Branchen-Primus: „Wir haben gegen Bayern die ersten 20 Minuten leider verschlafen und zu einfache Gegentore bekommen. Wir haben viel zu leichtsinnig verteidigt.“ Zugleich merkte die Trainerin allerdings auch an: „Wir hatten auch schon in der Anfangsphase eine große Chance durch Lydia Andrade und auch danach hatten wir unsere Möglichkeiten.“

Nach dem Horror-Start stabilisierten sich die Kölnerinnen aber und kamen bis auf 2:3 heran. „Ich denke, wenn wir die ganze Zeit so gespielt hätten, wie nach dem 0:3, dann wäre etwas drin gewesen“, mutmaßte Carlson, die auch ihren Ärger über die Schiedsrichter-Leistung losließ: „Wir müssen uns die ersten 20 Minuten selbst ankreiden, aber man muss auch sagen, dass wir nicht mit den Schiedsrichterentscheidungen einverstanden waren. Das haben beide Clubs so gesehen.“ Dennoch hielt auch Kölns Trainerin unterm Strich fest: „Letztlich spiegelt die Höhe des Ergebnisses nicht ganz das Spiel wider. Wir wollten die Bayern ärgern, das haben wir leider nur phasenweise geschafft.“

So bleibt nach dem Auftritt beim Meister ein gemischtes Bild: Der FC muss sich die ersten 20 Minuten klar ankreiden lassen, zeigte anschließend aber die Reaktion, die Carlson von ihrer Mannschaft sehen wollte.

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Unterschiedliche Vorzeichen vor XXL-Pause: Gladbach nutzt die Chance „Neuanfang“, der FC setzt auf Geduld

René Wagner und Alexander Belssin
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Unterschiedliche Vorzeichen vor XXL-Pause: Gladbach nutzt die Chance „Neuanfang“, der FC setzt auf Geduld

Nach einem katastrophalen Saisonstart trennte sich Borussia Mönchengladbach nach nur drei Spieltagen von Eugen Polanski. Gegen Mainz übernahm interimsweise Jan-Moritz Lichte. Nun wurde just vor der dreiwöchigen Länderspielpause der neue Trainer vorgestellt. Alexander Blessin ist der neue Mann in der Zentrale. Der Ex-Pauli-Coach fokussiert sich jetzt voll und ganz auf das anstehende Rheinderby.

Mit Ach und Krach schleppten sich die Fohlen in die lange Länderspielpause. Auch das vierte Spiel der noch jungen Saison ging verloren. Somit steht die Borussia als einzige Mannschaft der Liga noch ohne einen einzigen Punkt da. Stattdessen fing sich das Tabellen-Schlusslicht bereits 16 Gegentore ein, im Schnitt also vier pro Partie. Und das drei Wochen vor dem Derby. Grund genug, um die Reißleine mit dem schon angeschlagen in die Saison gestarteten Eugen Polanski zu ziehen. Der neue Trainer hört auf den Namen Alexander Blessin. Dieser ist in der Bundesliga kein Unbekannter. In den letzten beiden Spielzeiten stand der 53-Jährige beim FC St. Pauli an der Seitenlinie. Doch wofür steht der neue Gladbacher Coach, was zeichnet ihn aus und wie könnte er dem 1. FC Köln gefährlich werden? Und warum sollte der FC nicht schon wieder der Aufbaugegner sein?

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Mehr als die Summe ihrer Teile

Der Aufstieg der Kiezkicker in der Saison 2023/24 wurde von einem Abgang begleitet. Erfolgstrainer Fabian Hürzeler breitete seine Flügel aus und flog zu Brighton & Hove Albion auf die Insel. Der Trainer, der im Norden für einen attraktiven und offensivfreudigen Spielstil gestanden hatte, war nun also fort. Das denkbar schwierige Erbe trat eben Alexander Blessin an – und er stellte die Mannschaft radikal um. Aus der einstigen Offensivmacht in der zweiten Bundesliga wurde ein defensives Bollwerk, das es jeder Bundesliga-Mannschaft schwer machen sollte. Im Nachhinein lässt sich guten Gewissens behaupten, dass St. Pauli mit dem Spielstil von Fabian Hürzeler schlechtere Chancen auf den Klassenerhalt gehabt hätte.

Blessin hielt seine Mannschaft nicht nur irgendwie in der Liga, nein. Die St. Paulianer stellten mit 41 Gegentoren hinter den Bayern die zweitbeste Defensive. Zudem waren sie unangefochtener Tabellenführer in der Zahl der gelaufenen Kilometer. Der Coach schweißte eine Mannschaft zusammen, die als Gesamtkonstrukt mehr als die Summe ihrer Teile leisten konnte. Durch defensive Disziplin und harte Arbeit.

Gladbacher Vorbereitungen auf das Rheinderby

Defensive Disziplin ist genau das, was die Borussia im Moment dringend benötigt. Dabei bringt die Länderspielpause dem neuen Trainer auf der einen Seite zwar viel Zeit, auf der anderen Seite beraubt sie ihn aber auch derer Spieler, mit denen er am meisten Arbeiten müsste. Mit Ko Itakura (Japan), Kevin Diks (Indonesien), Lukas Ullrich (Deutschland U21), Fabio Chiarodia (Italien U21) und Jan Leszczynski (Polen U20) fehlen Blessin gleich fünf Abwehrspieler. Nicht die besten Voraussetzungen, um an der defensiven Stabilität zu operieren.

Die Vorbereitungen auf das Rheinderby beinhalten aber auch Aspekte, die über das Sportliche hinausgehen. Blessin schaffte es bis zuletzt bei St. Pauli, alle im Verein hinter seiner Idee zu vereinen. Der Coach ging stets voller Leidenschaft voran und übertrug dieses Feuer auch auf seine Spieler. An dieser Flamme könnte sich der FC durchaus verbrennen. Denn wo der Kontrahent die günstige Gelegenheit des Trainerwechsels ergriffen hat, halten die Domstädter weiter an ihrem Coach fest. Von allen Seiten wird stets Geduld gefordert. Vielleicht wäre die Unruhe um René Wagner nicht so groß, wenn am Horizont nicht das Rheinderby anstehen würde. Einen ausbaufähigen Saisonstart können die Fans noch verzeihen, eine Niederlage gegen den verhassten Rivalen jedoch nicht. Und dass die Geißböcke durchaus als Aufbaugegner hinhalten können, zeigte das 1:2 gegen die bis dahin ebenfalls punktlosen Hamburger.

Kann Gladbach den psychologischen Effekt zum Vorteil nutzen?

Es gab zu Saisonbeginn durchaus Parallelen zwischen den Trainern beider Mannschaften. Beide trugen Rucksäcke aus der Vorsaison mit in die neue Spielzeit. Die Kölner legten jedoch einen Saisonstart hin, der ein Festhalten an René Wagner rechtfertigen lässt. Es darf aber die Frage erlaubt sein, ob man damit nicht den idealen Zeitpunkt für eine Kursänderung verpasst.

Schon allein der psychologische Effekt des Trainerwechsels kann eine Menge freisetzen. Er ist eine Botschaft im Tenor „so geht es nicht mehr weiter“. Blessin war bei St. Pauli bereits ein Meister der Wagenburgmentalität. Wir gegen den Rest. Wir beweisen es Allen. Jetzt erst recht. Viel mehr braucht es manchmal nicht, zumal die Fans in Gladbach bereit für einen Kurswechsel sind. Und um seine Mannschaft vor dem Spiel der Spiele zusammenzuschweißen und vorzubereiten, sind drei Wochen mehr als ausreichend.

Auf der Gegenseite ist die Stimmung in Köln gedämpft. Dort geht es eben erstmal so weiter, aber reicht das? Es ist alles andere als undenkbar, dass eine Niederlage gegen Gladbach den Druck auf René Wagner erheblich erhöhen würden. Die Verantwortlichen glauben weiterhin an den gemeinsamen Weg. Vielleicht steuert man aber auch unmittelbar auf eine Sackgasse zu.

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„Er hat Lust, ich habe Lust“ – Said El Mala spricht über Mikey Moore – und seinen Anruf bei Jürgen Klopp

Said El Mala im Deutschlandtrikot
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„Er hat Lust, ich habe Lust“ – Said El Mala spricht über Mikey Moore – und seinen Anruf bei Jürgen Klopp

Gegen den HSV stand das Duo Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal gemeinsam auf den Platz. Der Kölner Shootingstar glaubt an die weitere Entwicklung, die gemeinsamen Stärken. Im Podcast von Radio Köln sprach der Shootingstar auch über den Auftakt des 1. FC Köln und den kommenden Gegner. Vor allem aber über seine DFB-Nominierung.

Said El Mala wurde erneut in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen. Dieses Mal soll es aber das Debüt geben. Über den Anruf vom Bundestrainer, sein Zusammenspiel mit Mikey Moore und das bevorstehende Derby sprach der Youngster im FC-Podcast bei Radio Köln.

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Sieben Abschlüsse, vier davon aufs Tor – kein anderer Akteur versuchte es im Volksparkstadion am vergangenen Samstag so oft. Insofern war Said El Mala auch gegen den Hamburger SV ein Aktivposten der Kölner. Der Treffer wollte nicht gelingen und es gab am Ende bekanntlich auch keinen Punkt. „Irgendwann muss man das abhaken, aber es hat natürlich schon weh getan“, sagt Said El Mala im aktuell FC-Podcast von „Radio Köln“. „Wenn du so kurz vor der Halbzeit und nach der Halbzeit die Tore kassierst, dann musst du das auch erst einmal verarbeiten.“ Dennoch drückten die Kölner bekanntlich weiter, versuchten es, mehr als der Anschlusstreffer von Ragnar Ache war nicht mehr drin. „Wir müssen uns einfach ankreiden, dass wir die Tore nicht gemacht haben. Es fehlte die Effizienz. Daran arbeiten wir und werden es besser machen.“ Und so verließen die Geißböcke ohne Punkte, dafür aber begleitet von Pfiffen den Platz. Für El Mala verständlich. „Die Fans fahren so einen weiten Weg, reisen für uns viele Kilometer und supporten uns. Deswegen kann ich das voll und ganz nachvollziehen“, so der Offensivspieler.

„Wir wissen beide, was der andere macht“

Eine konkrete Antwort auf die wieder aufkeimenden Probleme bei den Standards hat der 20-Jährige nicht, glaubt aber, dass sich das Team doch bald verbessern werde. „Das ist einfach ein Thema, das nicht von heute auf morgen weg zu trainieren ist“, sagt El Mala. Doch für den Offensivspieler hatte das Duell beim HSV auch einen sehr positiven Aspekt. Das erste Mal spielte der 20-Jährige gemeinsam mit Mikey Moore. Auf das Duo warten die Kölner Fans schon eine gefühlte Ewigkeit. Zunächst war El Mala krank, dann wurde der Kölner Shootingstar ein- und der Engländer wiederum ausgewechselt. Gegen die Rothosen standen die beiden erstmals auf dem Feld. Und tatsächlich war bereits eine gewisse Harmonie zu sehen. René Wagner sprach später davon, dass sich das Duo nun mehr und mehr einspielen werde. „Es war natürlich das erste Spiel, da kann man nicht direkt erwarten, dass alles klappt“, sagt der 20-Jährige. „Aber ich glaube schon, dass wir uns sehr, sehr gut auf dem Platz verstehen.“ Auch abseits des Platzes scheint es eine gewisse Harmonie zu geben. Die beiden unterhalten sich auch im Training auffallend oft.

„Es ist mir klar, dass sich die Gegner auf mich einstellen“

„Wir wissen beide, was der andere macht und was die Stärken des anderen sind“, so El Mala. Eine weitere Kostprobe wird es aber erst in gut zweieinhalb Wochen geben. Dann steht das Derby an. El Mala freut sich bereits auf das Duell gegen den Rivalen, das „das geilste Spiel in der Saison“ sei. „Es ist immer Druck auf diesem Duell und klar, es wird brisant, es gibt die Rivalität – darüber braucht man nicht reden. Verlieren verboten heißt es für beide Mannschaften“, sagt der 20-Jährige. Dass er seine Jugend in Gladbach verbracht hat, bevor er bei den Fohlen ausgebootet wurde, ist für ihn kein Thema mehr. „Ich spiele jetzt für den 1. FC Köln und bin sehr zufrieden.“

Kein Wunder, El Mala hat sich durch gute Leistungen in den Fokus und die Herzen der Kölner Anhänger gespielt. Ohne Frage ist der Youngster der Publikumsliebling. Das bringt aber auch mehr Druck im Spiel mit sich. „Es ist mir klar, dass sich die Gegner auf mich einstellen und zu zweit manchmal zu dritt kommen. Dann heißt es für mich einfach, Lösungen zu finden“, so der Spieler weiter. „Aber das ist ja dann auch irgendwo eine Bestätigung, dass man irgendwas richtig gemacht hat.“

„Und dann liegt es nur an mir“

Die größte Bestätigung, dass El Mala einiges richtig gemacht hat, gab es in der vergangenen Woche. Der Kölner Youngster ist für die A-Nationalmannschaft nominiert worden. Im Podcast erzählt El Mala, dass er zunächst nicht ans Telefon gehen konnte, als Jürgen Klopp anrief. Der Youngster saß im Flugzeug und rief später erst zurück. Das Gespräch sei sehr kurz gewesen. „Er hat sich gefreut, ich habe mich auch gefreut, dass ich wieder dabei sein und mich zeigen darf. Jürgen freut sich darauf, dass ich komme. Er hat Lust, ich habe Lust“, so die Kölner Nummer zehn. Der Bundestrainer habe ihm mit seiner Art auch die Nervosität genommen. Dieses Mal soll es mit dem Debüt klappen. Denn El Mala war im November vergangenen Jahres bereits nominiert, saß zunächst auf der Bank und wurde dann zur U21 geschickt. Dieses Mal ist die Marschroute für ihn klar: „Wer gut trainiert, der wird auch spielen – denke ich. Das liegt am Training. Ich hoffe, dass ich die Chance kriege, mich zu zeigen. Und dann liegt es nur an mir.“

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Über die U-Nationalmannschaft zurück in den Fokus: Kann Rav van den Berg die Gunst der Stunde bei Oranje nutzen?

Rav van den Berg spielt unter René Wagner keine Rolle
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Über die U-Nationalmannschaft zurück in den Fokus: Kann Rav van den Berg die Gunst der Stunde bei Oranje nutzen?

Unter René Wagner spielt der teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte überhaupt keine Rolle. Dennoch wurde der Innenverteidiger für die Länderspiele der niederländischen U21 nominiert. Dort ist der 22-Jährige eigentlich gesetzt und auch Kapitän. Und gerade jetzt wackelt die Defensive des 1. FC Köln: Nutzt Rav van den Berg die Gunst der Stunde?

Rav van den Berg ist zwar Kapitän der niederländischen U21, eine Nominierung für die anstehenden Spiele des Oranje-Nachwuchses war aber alles als selbstverständlich. Denn so wirklich ausgezeichnet hat sich der Akteur beim FC zuletzt nicht mehr. Im Gegenteil.

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René Wagner hatte harte Entscheidungen und enttäuschte Gesichter angekündigt, als der Trainer das erste Mal in dieser Saison ein nahezu kompletten Kader zur Verfügung stehen hatte. Ein besonders enttäuschtes Gesicht dürfte wohl Rav van den Berg gehabt haben, denn der Niederländer wurde nun zwei Mal in Serie noch nicht einmal für den Kader nominiert. Gegen Bremen und den Hamburger SV fiel der Abwehrspieler der Kaderbreite der Geißböcke zum Opfer. Wagner setzte nicht zu den ganz großen Erklärungen an, verwies darauf, dass er eben nur einen weiteren Innenverteidiger neben Jahmai Simpson-Pusey und Luka Loshoshvili mitnehmen wolle. Der 38-Jährige entschied sich jeweils für Joel Schmied. Wagner und van den Berg finden nicht so recht zusammen. Nachdem der Dresdner das Amt von Lukas Kwasniok übernommen hatte, stand der Niederländer gegen Frankfurt noch einmal auf dem Platz, danach keine Minute mehr.

Niederlande aktuell nur auf Rang fünf

Van den Berg wisse um die Themen an denen er arbeiten müsse, sagte Wagner zuletzt. Das scheinen eine Menge zu sein. Denn der teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte hat seit Anfang April kein Pflichtspiel mehr für den FC bestritten. Und das obwohl die Kölner Defensive in dieser Saison alles andere als sattelfest erscheint. Der 22-Jährige hatte also auch keine Chance, sich ins Schaufenster zu stellen und wurde dennoch für die Spiele der U21 von Niederlande nominiert. Gleich drei Begegnungen hat die „junge Elftal“ vor der Brust. Alle drei Begegnungen sind EM-Qualifikationsspiele für das Endturnier in Albanien und Serbien im kommenden Sommer.

Und es geht um denkbar viel. Mit nur fünf Zählern aus fünf Spielen belegen die Niederlande Rang fünf in der Tabelle, die Quali zur Europameisterschaft droht zu scheitern. Ein direktes Ticket für das Endturnier erhalten nur die Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite. Die weiteren Zweitplatzierten spielen die restlichen Tickets in Playoffs aus. Für die Niederlande ist noch alles möglich. Zumindest Rang zwei ist nur zwei Zähler entfernt, bei einem Spiel weniger. Nur Gruppenkopf Norwegen scheint enteilt. Für Rav van den Berg geht es in den kommenden Tagen also um zwei Dinge. Zum einen will sich der Innenverteidiger mit seinem Team eine bessere Ausgangsposition in der Quali erarbeiten, auf der anderen Seite steht die bessere Ausgangsposition beim FC. Im Training hat der 22-Jährige jedenfalls keine Chance, Wagner von seinen Qualitäten zu überzeugen – dann vielleicht im Oranje-Trikot.


Alle Länderspiele der FC-Profis im Überblick

Said El Mala

🇩🇪 Deutschland

  • vs. Serbien1. Okt, 20:45ZDF
  • bei Griechenland4. Okt, 20:45RTL

Isak Johannesson

🇮🇸 Island

  • vs. Estland26. Sep, 18:00DAZN
  • bei Luxemburg29. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Bulgarien3. Okt, 18:00DAZN
  • bei Estland6. Okt, 20:45DAZN

Luka Lochoshvili

🇬🇪 Georgien

  • vs. Nordirland25. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Ukraine28. Sep, 20:45DAZN
  • bei Ungarn2. Okt, 20:45DAZN
  • bei Nordirland5. Okt, 20:45DAZN

Paul Okon-Engstler

🇦🇺 Australien

  • bei Brasilien25. Septba
  • bei Brasilien29. Septba

Gideon Mensah

🇬🇭 Ghana

  • bei Elfenbeinküste24. Septba
  • vs. Gambia29. Septba
  • vs. Marokko4. Okttba

Jahmai Simpson-Pusey

England England (U21)

  • bei Kasachstan25. Septba
  • vs. Slowakei2. Okttba
  • vs. Irland6. Okttba

Mikey Moore

England England (U20)

  • bei Italien25. Septba
  • vs. Frankreich29. Septba
  • vs. Deutschland3. Okttba

Reigan Heskey

England England (U19)

  • bei Irland25. Septba
  • vs. Norwegen29. Septba
  • vs. Belgien5. Okttba

Rav van den Berg

🇳🇱 Niederlande (U21)

  • bei Norwegen25. Septba
  • vs. Slowenien2. Okttba
  • vs. Bosnien & Herzegowina6. Okttba

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1. FC Köln verlängert mit Mittelfeld-Talent: Kristiyan Irmiev soll „langfristig“ bleiben

Kristiyan Irmiev wird langfristig beim FC bleiben
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1. FC Köln verlängert mit Mittelfeld-Talent: Kristiyan Irmiev soll „langfristig“ bleiben

Ein weiteres Talent soll langfristig beim 1. FC Köln bleiben: Kristiyan Irmiev verlängert seinen Vertrag. Der 19-jährige zentrale Mittelfeldspieler hat einen langfristigen Kontrakt bei den Geißböcken unterschrieben. Das gab der Verein am Mittag bekannt.

Im Sommer durfte er das erste Mal Profiluft schnuppern. Kristiyan Irmiev trainierte nicht nur mit den Profis, der Mittelfeldspieler reiste auch mit nach Kitzbühel und konnte sich im Trainingslager Profi-Trainer René Wagner zeigen. Nun hat er seinen Kontrakt bei den Geißböcken verlängert.

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Zum Profidebüt hat es bislang noch nicht gereicht, doch die ersten Eindrücke hat der 19-Jährige bei René Wagner und den Verantwortlichen des Profibereichs hinterlassen. Beim FC ist man überzeugt von dem Weg, den der Spieler bei den Geißböcken in Zukunft absolvieren könnte. „Wir freuen uns sehr, dass unser gemeinsamer Weg mit Krissi weitergeht. Er hat sich das über die Jahre richtig verdient. Und gerade in der U19-Zeit gezeigt, was er für Qualitäten hat“, sagt Lukas Berg, sportlicher Direktor bei den Kölnern. „Auch der Eindruck, den er in der Vorbereitung bei den Profis hinterlassen hat, war sehr gut. Wir haben mit der Verlängerung einen Rahmen geschaffen, in dem er sich in den nächsten Jahren bestens weiterentwickeln kann.“ Irmiev durchlief ab der U11 sämtliche Juniorenmannschaften beim FC. Gerade bei der U19 machte der Spieler auf sich aufmerksam. Unter anderem gewann Irmiev 2025 die U19-Meisterschaft. Zudem erreichte er die Youth League und schaffte es auch im Vorjahr ins Finale um den nationalen Titel.

Irmiev aktuell für die U21 eingeplant

Aktuell spielt der 19-Jährige in der U21 und kam in der Regionalliga bereits acht Mal zum Einsatz. „Der FC bedeutet mir sehr viel, weil ich hier seit der U11 viele wichtige Erfahrungen gesammelt habe und der Verein für mich ein Stück Zuhause geworden ist“, so Irmiev. „Ich habe verlängert, weil ich mich hier sehr wohlfühle, mich weiterentwickeln möchte und gemeinsam mit dem FC noch viel erreichen kann. Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar für das Vertrauen und freue mich, gemeinsam hart zu arbeiten.“ Tatsächlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich einige U21-Spieler schon bald wieder bei den Profis zeigen dürfen. Immerhin befinden sich dort neun Spieler auf Länderspielreise.

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Schon wieder eine Muskelverletzung beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes fällt vorerst aus

Alessio Castro-Montes fällt vorerst aus
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Schon wieder eine Muskelverletzung beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes fällt vorerst aus

Der FC muss vorerst auf einen seiner bisherigen Stammspieler verzichten, es gibt die nächsten muskulären Probleme beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes fällt erneut aus. Wie der FC am Dienstag bekannt gegeben hat, wird der Belgier vorerst fehlen. Castro-Montes war am Samstag angeschlagen vom Platz gegangen.

Neben der Standardschwäche scheinen die Kölner auch ein weiteres Problem aus der Vorsaison nicht in den Griff zu bekommen. Es fällt erneut ein Spieler mit einer Muskelverletzung aus. Das war auch in der vergangenen Spielzeit ein großes Problem in Köln.

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Dabei hatte sich die Verletzung schon am Samstag angedeutet. Der Belgier musst bei der Niederlage in Hamburg frühzeitig vom Platz. Schon da zeigte Castro-Montes, dass es nicht weitergehen würde. Nun folgt die Gewissheit. Castro-Montes wird dem FC bis auf Weiteres fehlen. So heißt es von Vereinsseiten. Demnach habe sich der Spieler einer tieferen Untersuchung unterzogen. Nun falle er aufgrund einer „Muskelverletzung“ aus. Wie lange der Belgier fehlen wird, ist unklar. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich diese Diagnose bei FC-Spielern ziehen kann. In der vergangenen Saison waren zahlreiche Abwehrspieler immer wieder aufgrund von muskulären Problemen ausgefallen. So mussten Ex-Trainer Lukas Kwasniok, aber dann auch René Wagner immer wieder improvisieren. Nicht selten spielten eigentlich positionsfremde Akteure in der Innenverteidigung, machten ihre Aufgabe aber unterm Strich gut.

Castro-Montes auch in der vergangenen Saison lange verletzt

Auch für Alessio Castro-Montes ist eine Muskelverletzung nichts neues. In der vergangenen Saison fiel der 29-Jährige mit einer ähnlichen Diagnose von Ende Januar bis April aus. Die Rückkehr hatte sich einige Mal verzögert. In dieser Saison profitierte Castro-Montes ausgerechnet von muskulären Problemen bei Sebastian Sebulonsen. Der Norweger war eigentlich gesetzt auf der rechten Verteidigerposition, hatte sich aber in der Vorbereitung verletzt. Castro-Montes übernahm den Part und gab ihn bislang nicht mehr. Allerdings hatte Castro-Montes schon vor dem Spiel gegen den Hamburger SV nicht komplett trainieren können. Eigentlich hatte man beim FC gedacht, die Probleme mir muskulären Verletzungen besser im Griff zu haben. Aktuell zieht sich auch diese Baustelle durch die neue Saison.

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Wiedererlangte Stärke, neue Stammkräfte, junge Talente – Unsere fünf Gewinner des Saisonauftakts

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Wiedererlangte Stärke, neue Stammkräfte, junge Talente – Unsere fünf Gewinner des Saisonauftakts

Einige Neuzugänge haben sich beim FC bereits festgespielt, andere Akteure blühen unter Rene Wagner aktuell auf. Trotz des durchwachsenen Saisonauftakts gibt es einige Spieler, die sich in den ersten Wochen in den Vordergrund gespielt haben beim 1. FC Köln: Fünf Gewinner des Saisonstarts.

Der FC ist mit gemischten Gefühlen in die neue Saison gestartet. Nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal folgten in der Bundesliga ein Sieg, ein Remis und zwei Niederlagen. Rund läuft es bei den Geißböcken deshalb längst nicht überall. Einige Spieler konnten aber bereits auf sich aufmerksam machen – und sich damit zu Gewinnern des Saisonstarts entwickeln.

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Linton Maina: Der Außenbahnspieler erwischte nach einer ordentlichen Vorbereitung zunächst einen Platz auf der Bank. Sowohl in Würzburg als auch gegen Hoffenheim kam Maina als Joker. Gegen die TSG leitete der Berliner mit seiner Vorlage die Wende ein. Der FC drehte die Partie und holte am Ende die ersten drei Punkte der Saison. Seitdem stand der schnelle Offensivspieler jeweils in der Startelf. Gegen Werder Bremen erzielte er zwischenzeitlich die Führung für die Kölner. Mit seinem Tempo und seiner Dynamik sorgt der 27-Jährige immer wieder dafür, dass der FC über die Außenbahn gefährlich werden kann.

Von Skepsis begleitet

Gideon Mensah: Der Linksverteidiger stieg erst später in die Vorbereitung ein und konnte in den Testspielen sowie im DFB-Pokal zunächst nicht wirklich überzeugen. Das änderte sich mit dem Start in die Bundesliga. Seitdem macht der Ghanaer seine Sache auf der linken Seite ordentlich. Vor allem defensiv präsentiert sich Mensah bislang sehr solide und lässt über seine Seite nur wenig zu. Mit Borna Sosa bekam der FC am Deadline Day noch einen weiteren Konkurrenten für die Position. Aktuell führt jedoch kein Weg am 28-Jährigen vorbei.

Ellyes Skhiri: Der Tunesier musste sich nach seiner Rückkehr in die Domstadt zunächst mit Kurzeinsätzen begnügen. Gegen Werder Bremen und zuletzt beim Hamburger SV bekam der Mittelfeldspieler dann erstmals von Beginn an das Vertrauen. Dabei konnte der Tunesier zeigen, was er dem FC geben kann. Vor allem im Zentrum bringt Skhiri Ruhe und Präsenz ins Kölner Spiel. Er kann gegen den Ball wichtige Räume schließen und gibt der Mannschaft gleichzeitig eine zusätzliche Option im Mittelfeld. Nach seinen ersten Einsätzen als Starter deutet sich an, dass Skhiri für den FC noch eine wichtige Rolle spielen kann. Seine Rückkehr entwickelt sich damit zunehmend zu einem Gewinn für die Geißböcke.

Mikey Moore: Der Engländer hat in seinen ersten Einsätzen direkt angedeutet, welche Qualitäten er in das Kölner Offensivspiel einbringen kann. Beim VfB Stuttgart wurde der 19-Jährige eingewechselt und sorgte sofort für einen Impuls. In seinem ersten Einsatz bereitete Moore zudem einen Treffer vor und setzte damit ein Ausrufezeichen. Gegen Werder Bremen blieb der Offensivspieler anschließend eher unauffällig. Beim Hamburger SV zeigte er sich dagegen wieder deutlich aktiver und brachte mit seinem Tempo und seiner Dynamik Bewegung in die Offensive. Gerade im Eins-gegen-eins kann Moore für den FC eine zusätzliche Waffe sein. Im eigenen Abschluss fehlt ihm aktuell noch die nötige Genauigkeit. Insgesamt hat der Londoner aber bereits gezeigt, dass er das Kölner Offensivspiel bereichern kann.

Alessio Castro-Montes: Der 29-Jährige profitierte zunächst von der Verletzung von Sebastian Sebulonsen. Dadurch bekam der Belgier die Chance, sich auf der rechten Seite festzuspielen – und nutzte diese bislang. Castro-Montes stand in jedem Spiel von Beginn an auf dem Platz und sammelte damit früh viel Spielpraxis. Auch nachdem Sebulonsen wieder fit war, bekam der Belgier zuletzt den Vorzug vor dem Norweger. Damit hat er sich in der Hierarchie zunächst behauptet. Ganz fehlerfrei sind seine Auftritte aber wahrlich nicht, immer wieder gibt es kleinere und auch größere Wackler. Dass er dennoch den Stammplatz hält macht ihn zu einem Gewinner.

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El Moore macht Lust auf mehr – aber der wichtigste Faktor, der fehlt noch

Said El Mala und Mikey Moore
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El Moore macht Lust auf mehr – aber der wichtigste Faktor, der fehlt noch

Zwei Personalien haben den Transfersommer des 1. FC Köln überstrahlt: Der Verbleib von Said El Mala und die Leihe von Mikey Moore. Beide gelten als hochtalentiert und sollen dem FC mit ihrer Qualität in dieser Saison viele Punkte sichern. Beim Auswärtsspiel in Hamburg am 4. Spieltag standen die beiden Youngster erstmalig gemeinsam auf dem Platz. Das Potenzial des Duos war erkennbar, Zählbares ist bei dem Zusammenspiel jedoch noch nicht herausgekommen.

Seit der Moore-Verpflichtung mussten sich die FC-Fans gedulden. In Stuttgart fehlte El Mala zunächst krankheitsbedingt, gegen Bremen war die einzige gemeinsame Aktion, als der Brite durch den Nationalspieler ersetzt wurde. Den ersten gemeinsamen Einsatz hatten sich sowohl die beiden Spieler als auch das restliche Umfeld wohl anders vorgestellt. Die Geißböcke verloren ihr Auswärtsspiel bei dem bis dahin noch tor- und sieglosen HSV. Nach vier Spieltagen bleibt damit zunächst nur Tabellenplatz 13. Die Ansätze des neu geformten Offensivduos machten trotzdem Lust auf mehr.

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Die Anfangsphase der Partie im Hamburger Volkspark gehörte dem FC. Insbesondere El Mala und Moore setzten immer wieder zum Dribbling an, setzten Mitspieler in Szene und kamen zu Torabschlüssen. Den Weg ins Tor von Daniel Heuer Fernandes fand der Ball allerdings nicht. Stattdessen waren es die Gastgeber selbst, die kurz vor der Halbzeit nach einer Ecke die Führung erzielten. In der zweiten Halbzeit dauerte es nach einem schnellen weiteren Gegentreffer bis in die Nachspielzeit, bis den Kölnern durch Ragnar Ache der Anschluss gelang. An der Niederlage konnte dieser Treffer jedoch ebenso wenig ändern wie die beiden Offensivspieler. In den kommenden Wochen sind beide zunächst mit ihrer Nationalmannschaft unterwegs. Während El Mala von Bundestrainer Jürgen Klopp für den zweiten Block seiner ersten vier Spiele berufen wurde, läuft Moore für die U20-Auswahl der Three Lions auf. Im Anschluss folgt das Derby gegen Borussia Mönchengladbach, in dem es auf beide ankommen wird.

Ein Duo oder zwei Solos?

Dass beide Spieler über enorme Qualität verfügen, dürfte keinem Zuschauer entgangen sein. Die Frage der nächsten Wochen ist jedoch, ob sie auch in der Lage sind, sich gegenseitig besser zu machen. In Hamburg sind viele Abschlüsse durch eine Einzelaktion von einem der beiden entstanden. Ein direktes Zusammenspiel kam eher selten zustande. Dieses soll nach der Länderspielpause dazukommen. Mit Moore auf der zentralen Position hinter der Spitze und El Mala auf der linken Außenbahn sind die Wege zwischen den beiden vermeintlich kurz. René Wagner könnte den Briten auch deshalb im Zentrum und nicht auf der rechten Außenposition aufgestellt haben. Im Endeffekt ist es jedoch egal, ob die Tore nach einem Zusammenspiel oder einer Einzelleistung fallen, wichtig ist, dass sie überhaupt fallen. Dabei setzen die Kölner Verantwortlichen auf beide. In den nächsten Partien sollen sie das dann auch auf dem Platz zeigen.

Ausbildung beim 1. FC Köln

Die Transferstrategie der Domstädter hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Anstelle von Verpflichtungen innerhalb der Bundesliga oder aus Liga zwei suchte der FC zuletzt wesentlich internationaler und auch nach wesentlich jüngeren Spielern. Gerade El Mala hat nach seinem Transfer vom Stadtnachbarn Viktoria Köln an das Geißbockheim gezeigt, wie schnell die Entwicklung eines jungen Spielers gehen kann. Im Winter folgte mit Jahmai Simpson-Pusey ein weiteres Talent. Der Innenverteidiger avancierte ebenfalls schnell zum Stammspieler und wurde daraufhin im Sommer fest von Manchester City verpflichtet. Auf der einen Seite erhofft man sich von den Talenten den Durchbruch in Köln und gute Leistungen für den FC, auf der anderen Seite verspricht sich der Club auch einen wirtschaftlichen Ertrag. Die Spieler sollen in der Domstadt den nächsten Schritt gehen und sich auf den Zettel größerer Clubs spielen. Andere Teams aus der Bundesliga haben gezeigt, wie es gehen kann.

In diesem Sommer wurden mit Reigan Heskey, Martin James und Gil Neves gleich drei Talente aus den Nachwuchsbereichen der europäischen Spitzenteams verpflichtet. Obwohl keiner von ihnen bisher für die Profis wichtig war, versprechen sich die Verantwortlichen mittelfristig eine Entwicklung. Bei Moore ist die Lage noch eine andere. Obwohl von Beginn an klar war, dass Tottenham nicht bereit ist, den Offensivmann mit Kaufoption zu verleihen, war der FC von dem Spieler fest überzeugt. Der sportliche Mehrwert soll zu der fehlenden Perspektive in keinem Verhältnis stehen. Sollten Moore und El Mala zudem auf dem Platz ein Verständnis füreinander entwickeln, kann dieses Duo jede Abwehrkette der Liga vor Herausforderungen stellen.

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XXL-Länderspielpause: René Wagner bekommt seine zweite Vorbereitung, doch wieder eine erschwerte

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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XXL-Länderspielpause: René Wagner bekommt seine zweite Vorbereitung, doch wieder eine erschwerte

Fast drei Wochen ruht der Ball in der Bundesliga – die erste XXL-Länderspielpause steht an. Und damit kommt René Wagner in den Genuss einer zweiten Vorbereitung. Die erste verlief aufgrund von Verletzungen und späten Verpflichtungen suboptimal. Nun gibt es Zeit an Abläufen und Taktik zu arbeiten beim 1. FC Köln: René Wagner bekommt eine zweite Vorbereitung.

Der FC startet am Montag in das Training während der Länderspielphase. Drei Wochen bleiben dem Trainer Zeit, bestimmte Punkte aufzuarbeiten. An der Eingespieltheit kann das Team aber nicht komplett arbeiten. Denn wieder werden einige Spieler fehlen.

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Der Saisonauftakt war vielversprechend, zumindest stimmten die Ergebnisse gegen die Würzburg Kickers und die TSG Hoffenheim im Pokal. Doch die vergangenen Wochen waren dann wiederum ernüchternd. Einen Punkt holte der FC aus den jüngsten drei Spielen, traf aber bereits auf zwei Konkurrenten, die man möglicherweise bis zum Ende der Saison in der Tabellennachbarschaft haben wird. Die Enttäuschung ist nicht nur bei den Fans groß, auch den Protagonisten selbst war gerade nach dem Duell gegen Hamburg der Frust anzumerken. Es gibt zahlreiche Erklärungen für den holprigen Auftakt. Eine dürfte die fehlende Eingespieltheit des Teams sein. So kamen wichtige Säulen wie Ellyes Skhiri oder Mikey Moore erst relativ spät zur Mannschaft. Tatsächlich verlief die gesamte Vorbereitung alles andere als optimal. Anders als geplant reisten die Kölner nur mit wenigen Neuzugängen (Luka Lochoshvili, Reigan Heskey, Martin James und Paul Okon-Engstler) ins Trainingslager nach Kitzbühel.

Erschwerte Bedingungen

Aufgefüllt wurde die Mannschaft mit U21-Spielern. Einige der Wochen im Sommer fühlten sich mehr wie ein Provisorium an. Wagner selbst betonte nach dem Bremen-Spiel, dass es in dieser Phase dann für sein Team auch mal schwierig sei – gerade weil noch nicht alle Teile so zusammengespielt haben, so zumindest der Tenor. Themen habe der FC genug an denen zu arbeiten sei, erklärten die Verantwortlichen wiederum nach dem Spiel gegen den HSV – und der Eindruck von dem Spiel bestärkte diese These. Also wird man in Köln die XXL-Länderspielpause gerne annehmen. Wagner erklärte, dass man mit ihr auch erstmal Erfahrungen sammeln müsse. Tatsächlich ist es die erste XXL-Länderspielpause, der FC hat nun fast drei Wochen Zeit, Anlauf auf die zweite Saisonphase zu nehmen. Dort wartet bekanntlich direkt das Derby gegen Borussia Mönchengladbach.

Viel Zeit, um gewisse Dinge vielleicht aufzuholen. „Wir werden jetzt an Themen arbeiten müssen und Momente schaffen, in denen wir besser werden. Das werden wir tun“, sagte Wagner am Samstag. Allerdings sind erst einmal ein paar freie Tage ab Dienstag anberaumt. Am Tag der deutschen Einheit steht ein Testspiel gegen Viktoria Köln an, auch dort wird Wagner die Chance haben, bestimmte Mittel auszuprobieren. Baustellen scheint es einige zu geben. Von der mangelnden Chancenverwertung über die fehlende Konstanz bis hin zu den Standards. Die Mannschaft soll sich besser einspielen, Abläufe werden angepasst. Doch auch dieses Mal gibt es natürlich ein kleines Aber. Denn der FC wird auch in den kommenden drei Wochen auf so manchen Stammspieler verzichten müssen, wieder nicht in voller Gänze trainieren können. Denn zahlreiche Leistungsträger sind mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. So wird Said El Mala zur A-Nationalmannschaft stoßen, Mikey Moore spielt bei der englischen U20 vor, Jahmai Simpson-Pusey bei der U21, genauso wie Rav van den Berg für den Nachwuchs der Niederlande.

Weitere Spieler wie unter anderem Isak Johannesson sind ebenfalls nominiert. Es wird also wieder nicht die komplette Mannschaft beisammen sein. Zwar bekommt René Wagner nun seine zweite Vorbereitung – es wird aber erneut eine unter erschwerten Bedingungen werden. Und mit dem Derby wartet wohl eine richtungweisende Partie.

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Neun aktuelle Profis im Einsatz – FC muss auf zahlreiche Nationalspieler verzichten – alle Spieler, Länderspiele und TV-Zeiten in der Übersicht

Said El Mala steht im Kader der DFB-Auswahl
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Neun aktuelle Profis im Einsatz – FC muss auf zahlreiche Nationalspieler verzichten – alle Spieler, Länderspiele und TV-Zeiten in der Übersicht

Gleich auf neun Nationalspieler muss René Wagner in den kommenden Wochen verzichten. Die Profis sind mit ihren jeweiligen Auswahlen unterwegs. Für die Spieler die Chance, sich auf internationalem Parkett zu beweisen. Auch für Akteure, die zuletzt das Nachsehen hatten beim 1. FC Köln: Nein Profis auf Länderspielreise.

Drei Wochen hat der FC nun Zeit, sich auf das Derby gegen Borussia Mönchengladbach vorzubereiten. Doch dem Kölner Coach fehlen gleich neun Spieler. Diese weilen bei den jeweiligen Nationalmannschaften.

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Lange haben die FC-Fans und sicher auch der Spieler darauf gewartet, in etwas mehr als einer Woche könnte es soweit sein. Der FC hat aller Wahrscheinlichkeit nach bald wieder einen deutschen A-Nationalspieler. Said El Mala wurde für den Kader berufen. Der Offensivspieler war bereits im November vergangenen Jahres dabei, kam aber nicht zum Einsatz. Das soll sich nun ändern. Der 20-Jährige trainiert zunächst aktuell individuell noch beim FC, ehe er am Sonntag zum DFB geht. Dor stehen für den Kölner Youngster noch zwei mögliche Begegnungen auf dem Plan. Wie berichtet reist der DFB-Tross mit zwei Kadern zu den vier Spielen. El Mala befindet sich im zweiten Kader. Es stehen die Begegnungen gegen Griechenland (1. Oktober) und Serbien (4. Oktober) auf dem Programm. Für Isak Johannesson geht es dagegen gleich in vier Partien. Der Mittelfeldspieler trifft mit Island in der Nations League zwei Mal auf Estland (mit Patrik Kristal) sowie auf Bulgarien und Luxemburg.

Ersten Einsatzminuten für Rav van den Berg?

Luka Lochoshvili spielt mit Georgien ebenfalls in der Nations League zwei Mal gegen Georgien, zudem gegen die Ukraine und Ungarn. Paul Okon-Engstler bekommt es mit einem großen Kaliber zu tun. Australien spielt gleich doppelt gegen Brasilien. Spannend geht es auch für Gideon Mensah zu. Der Linksverteidiger trifft mit Ghana in der Quali zum Afrika-Cup auf die Elfenbeinküste und Gambia sowie in einem Testspiel auf das Top-Team Marokko. Für den englischen Nachwuchs sind Jahmai Simpson-Pusey (U21), Mikey Moore (U20) und Reigan Heskey (U19) im Einastz. Rav van den Berg wurde für die U21 der Niederlande berufen. Der Innenverteidiger könnte damit die ersten Minuten Einsatzzeit diese Saison sammeln. Unter René Wagner kommt van den Berg bislang gar nicht zum Zug. In der vergangenen Spielzeit stand der Abwehrspieler unter dem damaligen Interimscoach nur einmal auf dem Platz.


Said El Mala

🇩🇪 Deutschland

  • vs. Serbien1. Okt, 20:45ZDF
  • bei Griechenland4. Okt, 20:45RTL

Isak Johannesson

🇮🇸 Island

  • vs. Estland26. Sep, 18:00DAZN
  • bei Luxemburg29. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Bulgarien3. Okt, 18:00DAZN
  • bei Estland6. Okt, 20:45DAZN

Luka Lochoshvili

🇬🇪 Georgien

  • vs. Nordirland25. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Ukraine28. Sep, 20:45DAZN
  • bei Ungarn2. Okt, 20:45DAZN
  • bei Nordirland5. Okt, 20:45DAZN

Paul Okon-Engstler

🇦🇺 Australien

  • bei Brasilien25. Septba
  • bei Brasilien29. Septba

Gideon Mensah

🇬🇭 Ghana

  • bei Elfenbeinküste24. Septba
  • vs. Gambia29. Septba
  • vs. Marokko4. Okttba

Jahmai Simpson-Pusey

England England (U21)

  • bei Kasachstan25. Septba
  • vs. Slowakei2. Okttba
  • vs. Irland6. Okttba

Mikey Moore

England England (U20)

  • bei Italien25. Septba
  • vs. Frankreich29. Septba
  • vs. Deutschland3. Okttba

Reigan Heskey

England England (U19)

  • bei Irland25. Septba
  • vs. Norwegen29. Septba
  • vs. Belgien5. Okttba

Rav van den Berg

🇳🇱 Niederlande (U21)

  • bei Norwegen25. Septba
  • vs. Slowenien2. Okttba
  • vs. Bosnien & Herzegowina6. Okttba

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