Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zu einem möglichen Stadionneubau des 1. FC Köln

Jörn Stobbe, Wilke Stroman und Sven-Georg Adenauer
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Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zu einem möglichen Stadionneubau des 1. FC Köln

In einer guten Woche steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Wahl beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zum Thema Stadionneubau.

Nur noch wenige Tage bis zur Vorstandswahl bei den Geißböcken. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand und haben somit die Chance, die Zukunft mitzugestalten. Fakt ist, mit dem Wechsel in Präsidium soll sich einiges ändern beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zum Thema Stadionneubau.

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Für alle die, die nicht die Zeit für längere Wahlveranstaltungen haben, sich nicht auf Wahlprogramme fokussieren können oder wollen, werden wir in den kommenden Tagen einige Fragen, die den Fans auf der Seele brennen, von den Teams beantworten lassen. Dazu haben wir mit allen Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Die Aufgabe: Beantwortet die wichtigsten Fan-Fragen in 20 Sekunden.

Die Stadionauslastung im Heimbereich liegt beim FC grundsätzlich bei 100 Prozent, das Thema Ticketing kocht gefühlt fast wöchentlich auf. Lange Wartezeiten, frustrierte Fans – nicht umsonst wird über einen Ausbau des Kölner Stadions diskutiert. Eine Alternative wäre sogar ein Stadion Neubau, der aber wohl an einem anderen Standort. Für viele Fans kommt das aber gar nicht in Frage. Was sagen die Kandidaten?

Stadionneubau: Ja oder nein?


„Ich würde sagen: Fokus erst einmal auf den Ausbau. Wir werden tatsächlich eine Stadionstrategie gemeinsam mit den Mitgliedern entwickeln. Wir wollen auf der nächsten Mitgliederversammlung schon einen Masterplan vorlegen. Und wir bleiben in Müngersdorf, prüfen den Ausbau und gehen das an.“

Jörn Stobbe
(Team FC)

„Wir wollen weder wegziehen noch wollen wir abreißen und neu bauen. Aber: Wir wollen versuchen, zu erweitern. Dafür ist das Stadion auch mal geplant worden. Am 29.9. wissen wir, wer die Stadt regiert und wer im Rat der Stadt Köln ist. Da müssen wir in den Dialog gehen und versuchen, den Ausbau zu realisieren.“

Wilke Stroman
(Next Level FC)

„Für uns kommt ein Stadionneubau nur dann in Frage, wenn ein Ausbau nicht möglich ist. Für ein neues Stadion spricht, dass wir dann möglicherweise mehr Kapazitäten hätten. Das würde dazu führen, dass wir pro Spiel mehr als 1,2 Millionen Euro mehr an Einnahmen hätten.“

Sven-Georg Adenauer
(Team Adenauer)

In den kommenden Tagen erscheint jeden Tag eine Kernfrage und die kurzen Antworten der Kandidaten zu dem jeweiligen Thema.


Winkt Said El Mala nun sogar die Startelf beim 1. FC Köln?

Said El Mala wird sicherlich bald auch in der Startelf stehen
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Winkt Said El Mala nun sogar die Startelf beim 1. FC Köln?

Drei Ligaspiele, ein Tor, eine Assist – Said El Mala ist bereits in der Bundesliga angekommen. Bislang haben die FC-Bosse versucht, die Euphorie um den Youngster zu bremsen. Doch die Tonlage hat sich verändert. Said El Mala drängt auf die Startelf des 1. FC Köln.

Der Start in die neue Liga ist dem Youngster definitiv gelungen. Bereits ein Tor und ein Assist stehen auf dem Konto des Leih-„Rückkehrers“. Folgt nun schon bald der nächste Schritt? Said El Mala drängt auf die Startelf des 1. FC Köln.

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Das Tempo in seinem Dribbling steht dieser Tage ein wenig im Kontrast zu den Bremsversuchen, die die FC-Bosse in Bezug auf Said El Mala unternehmen. Gegen Wolfsburg versetzte alleine die Vorarbeit des Youngsters zum zwischenzeitlichen 2:2 zahlreiche Experten ins Staunen – mit hohem Tempo, mit einer starken Ballführung, allerdings komplett unbekümmert. Der Vergleich zu Lukas Podolski in ähnlich jungen Jahren liegt tatsächlich auf der Hand. Lange waren die Kölner Verantwortlichen darauf bedacht, den Youngster möglichst aus der Schusslinie der Öffentlichkeit zu holen.

Doch die Leistungen sprechen nun mal schon jetzt eine zu laute Sprache, als das El Mala sich unter dem Radar bewegen könnte. Schon am vergangenen Wochenende prophezeite Lukas Kwasniok seinem Schützling dann doch eine große Laufbahn, natürlich unter gewissen Bedingungen, natürlich mit einem großen „Wenn“. Doch die Tonlage hat sich schon ein wenig verschoben. „Fakt ist, er bringt uns in der Offensive eine Qualität, die es ganz selten gibt“, sagte der Trainer dann auch am Donnerstag.

„Dafür ist der Spieler mit seinen Qualitäten einfach zu gut“

Und so drängt sich nach den vergangenen Spielen natürlich die Frage auf, ob für El Mala vielleicht sogar ein wenig mehr drin ist, als die Jokerrolle. „Er kann halt dribbeln und hat dann auch noch ein sehr hohes Tempo dabei, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren“, so der Coach weiter. „Zum Fußballspiel gehört dann aber auch dazu, dass du in die andere Richtung arbeiten musst. Und das ist zu Beginn dann doch ein wenig wichtiger als in der letzten halben Stunde, wenn du ein bisschen darauf hoffen kannst, dass der Gegner vielleicht auch schon ein bisschen müder ist und nicht mehr mit alle Mann attackieren kann.“

Deswegen glaube Kwasniok auch, dass die aktuelle Einsatzzeit sehr gut zu El Mala passe. „Und dennoch will ich nicht ausschließen, dass er irgendwann dann mal und das kann auch schon am Samstag sein, dass er von Beginn an aufläuft“, so Kwasniok. „Dafür ist der Spieler mit seinen Qualitäten einfach zu gut.“ Kwasniok will weiterhin nach der größten Möglichkeit einer Siegchance aufstellen und sei sich nicht sicher, ob er deswegen etwas verändern werde. „Er tut uns aktuell hinten raus nochmal richtig richtig gut“, sagt Kwasniok.


Kader des 1. FC Köln für Leipzig – Kwasniok verzichtet auf Neuzugang

Matthias Köbbing, Linton Maina und Florian Kainz vom 1. FC Köln
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Kader des 1. FC Köln für Leipzig – Kwasniok verzichtet auf Neuzugang

Der FC ist am Freitag zum Auswärtsspiel nach Leipzig aufgebrochen. Gegen RB würden die Geißböcke gerne für die nächste Überraschung sorgen. Allerdings werden nicht alle Spieler mit nach Sachsen fahren. Mit diesem Kader reist der 1. FC Köln nach Leipzig.

Trotz der Verletzung von Rav van den Berg muss Lukas Kwasniok am Freitag wieder Spieler zu Hause lassen. Gleich zwei Feldspieler musste der Coach daher streichen. Mit diesem Kader reist der 1. FC Köln nach Leipzig

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Kurz nach der letzten Trainingseinheit der Woche ist der FC am Freitagnachmittag zum Auswärtsspiel in Leipzig aufgebrochen. Gegen RBL soll wenn möglich die nächste Überraschung her. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre sprechen nicht unbedingt für die Geißböcke. Doch Lukas Kwasniok betont, dass man sich zwar nicht größer, aber auch nicht kleiner machen müsse, als man ist. Die Underdog-Rolle nimmt der FC dennoch an. Spannend dürfte sein, welcher Spieler welche Rolle oder eben nicht einnimmt. Denn Kwasniok steht neben den beiden Langzeitverletzten Rav van den Berg und Luca Kilian der gesamte Kader zur Verfügung. Dementsprechend habe der Trainer die ehrenvolle Aufgabe, wieder zwei Spieler zu streichen, sagte der Coach am Donnerstag.

Überraschend nicht dabei

In der vergangenen Woche war Linton Maina etwas überraschend aus dem Kader gestrichen worden. Der Offensivspieler hat sich unter der Woche aber wieder gezeigt und reist mit nach Leipzig. Ebenfalls im Kader befindet sich Dominique Heintz, der damit zum ersten Mal mit der Mannschaft zu einer Begegnung fährt. Das dürfte auch als Reaktion auf den Ausfall von Rav van den Berg verstanden werden. Wie schon in der Vorwoche spielt Jusuf Gazibegovic in den Planungen von Kwasniok keine Rolle. Etwas überraschend: In der vergangenen Woche hatte der Trainer Neuzugang Alessio Castro-Montes in den Kader berufen. Es schien so, als müsse Gazibegovic deswegen zu Hause bleiben. Nun ist aber der Neuzugang ebenfalls nicht mit von der Partie.

Diese Spieler sind für Samstag mit von der Partie

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler, Matthias Köbbing
Abwehr: Sebastian Sebulonsen – Timo Hübers, Cenk Özkacar, Joel Schmied, Dominique Heintz – Kristoffer Lund
Mittelfeld: Denis Huseinbasic, Isak Johannesson, Tom Krauß, Eric Martel – Said El Mala, Jakub Kaminski, Florian Kainz, Jan Thielmann, Linton Maina
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt

Verletzt oder nicht berücksichtigt: Luca Kilian, Jusuf Gazibegovic, Alessio Castro-Montes und Rav van den Berg

U21 reift zu Mannschaft der Stunde: Gelingt in Oberhausen der vierte Sieg in Folge?

Die U21 des 1. FC Köln beim Training
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U21 reift zu Mannschaft der Stunde: Gelingt in Oberhausen der vierte Sieg in Folge?

Die U21 des 1. FC Köln mausert sich in der Regionalliga West allmählich zu einer Mannschaft der Stunde. Die FC-Reserve stieß mit drei Siegen in Folge ins Tabellen-Mittelfeld vor. Am Wochenende trifft die U21 des 1. FC Köln auf Oberhausen.

Die FC-Reserve könnte am Wochenende den Anschluss ans erste Drittel schaffen. Am Wochenende trifft die U21 des 1. FC Köln auf Oberhausen.

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Die Kappe des Trainers wirkt weiterhin als Glücksbringer: Seit drei Partien steht Evangelos Sbonias mit Basecap an der Seitenlinie – und alle drei Spiele gewann seine Mannschaft. „Wenn es so leicht wäre“, schmunzelte der Coach darauf angesprochen kurz nach dem 2:1-Derby-Erfolg gegen Mönchengladbachs U23 am Mittwochnachmittag, „da steckt schon ein bisschen mehr dahinter.“ Die U21, die sich in den ersten Wochen der neuen Saison mit ihrer Unerfahrenheit noch reihenweise Gegentore und Niederlagen einhandelte, bewegt sich mittlerweile deutlich gefestigter. Nach dem fünften Spieltag stand das Team mit 14 Gegentoren am Tabellen-Ende der Regionalliga. In den drei Spielen seither gab es nur noch drei weitere Einschläge im Kölner Kasten.

„Jetzt geht es darum zu gucken, welche Körner noch da sind“

Durch die drei jüngsten Siege in Folge kletterte das Team auf den neunten Platz – und kann mit einem weiteren Dreier am Samstag (14 Uhr) bei Rot-Weiß Oberhausen sogar den Kontakt zum ersten Drittel der Tabelle herstellen. Sbonias ließ jedoch am Mittwoch durchblicken, dass er im Niederrhein-Stadion zum Abschluss der englischen Woche etwas rotieren lässt: „Jetzt geht es darum zu gucken, welche Körner noch da sind. Dann muss man vielleicht auch mal schauen, welche Jungs da am frischesten sind, um nochmal alles rauszuknallen und im besten Fall dann noch mal ein Ergebnis zu ziehen.“

Sargis Adamyan dürfte auch gegen RWO wieder dazugehören. Der Armenier blieb bis auf eine Kopfballchance gegen Mönchengladbach blass, doch Sbonias betonte die Wichtigkeit des erfahrenen Angreifers für sein junges Team: „Ich habe ihm zum Spaß gesagt, dass ich in den letzten sechs Tagen mehr rausgeholt habe aus seinem Körper als in den letzten sechs Monaten. Er gibt auch Stabilität. Man hört das vielleicht nicht, aber er ist in der Kabine wichtig, beim Warmmachen wichtig und in diesen Phasen, wo es nicht läuft. Dass nicht alles funktioniert, ist auch klar, aber es geht darum, eine gewisse Präsenz zu haben. Das macht er sehr gut momentan.“

Noch wichtiger für die Ergebnisse war in den vergangenen beiden Spielen Emin Kujovic, der sowohl in Bochum als auch gegen Mönchengladbach die Kölner Siegtore erzielte. „Emin ist jetzt in der dritten Saison bei uns, ist extrem gereift und in unserem Spiel ein großer Faktor, vor allem in der Stabilität gegen und mit dem Ball.“ Und schmunzelnd schob Sbonias hinterher: „Dass er den Ball da oben reinsetzt. Da darf ich morgen wieder gucken, dass er wieder von der Wolke runterkommt, auf der er gerade schwebt.“


So liefen die Saisons, als der 1. FC Köln mit sieben Punkten und zuvor acht Toren gestartet ist

Anthony Modeste ist der teuerste Abgang des FC
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So liefen die Saisons, als der 1. FC Köln mit sieben Punkten und zuvor acht Toren gestartet ist

Mit sieben Punkten aus drei Spielen startete der FC in die Saison. Als die Geißböcke dies das letzte Mal zuvor in der Bundesliga schafften, gab es am Ende etwas zu feiern beim 1. FC Köln: So endete die Saison beim letzten Sieben-Punkte-Start.

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit könnte die Fans nach dem guten Start träumen lassen beim 1. FC Köln: So endete die Saison beim letzten Sieben-Punkte-Start.

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Zum Schluss der FC-Wahlarena von Ex-FC-Spieler Jonas Hector und Comedian Fabian Köster präsentierte Vorstand Dr. Carsten Wettich den Traum seines Teams am Ende der Saison 2027/28. „Wir würden uns wünschen, der FC erreicht das Pokalfinale und reist mit seinen mittlerweile mehr als 200.000 Mitgliedern nach Berlin. In der ersten Elf stehen drei Spieler aus der eigenen FC-Akademie, die deutschlandweit den besten Ruf genießt. Said El Mala schießt das entscheidende Tor und wechselt danach für 150 Millionen zum FC Liverpool“, so Wettich. Dass das alles nur eine Träumerei war, ist klar. Aber bei ein paar Kölner Fans dürfte der gute Saisonstart in der Bundesliga dieses Jahr vielleicht schon so manche Träumerei befeuern. Wie gut die Geißböcke am Ende der Saison dastehen, ist natürlich noch völlig offen. Es kann immer noch durchaus sein, dass der FC am Ende mit unten drin steht. Aber ein Blick in die Geschichte des Vereins dürfte den Anhängern Mut machen.

Erinnerungen an glorreiche Zeiten

Denn das letzte Mal zuvor ist der FC 2016/17 mit sieben Punkten aus drei Spielen in die Bundesliga gestartet. Und damals wie heute war bei den Partien ein Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg und ein Sieg gegen den SC Freiburg dabei. Am Ende der Spielzeit holten die Geißböcke ganze 49 Punkte, ein gewisser Anthony Modeste erzielte 25 Saisontore und schoss den den 1. FC Köln so auf Rang fünf und dadurch in die Europa League. Auch wenn das natürlich Träume entstehen lassen kann für die momentane Saison, waren die Voraussetzungen damals völlig andere. Die Kölner waren bereits im dritten Jahr in Folge in der höchsten deutschen Spielklasse und hatten sich Jahr für Jahr kontinuierlich gesteigert. Trainer Peter Stöger hatte die Mannschaft damals über die Zeit aufgebaut. Außerdem gab es mit Modeste einen Stürmer im Kader, der alles überragte.

Aber es gibt noch eine weitere Statistik, die Erinnerungen an eine für die Domstädter sehr erfolgreiche Spielzeit weckt. Denn das erste Mal seit 1977/78 schafften die Geißböcke in den ersten drei Begegnungen der ersten Liga mindestens acht Tore. Damals waren es sogar zehn Treffer. Die Saison 77/78 dürfte jedoch allen Kölner Anhängern aus einem anderen Grund in Erinnerung im Kopf sein: In der Spielzeit gewann der FC das letzte Mal die Meisterschaft. Trainerlegende Hennes Weisweiler führte die Mannschaft damals zum Titel. Der Start in die aktuelle Saison weckt also einige Erinnerung an erfolgreiche Zeiten.


Auf den FC wartet eine schwere Aufgabe – doch die Party soll auch in Leipzig weitergehen

Kristoffer Lund und Joel Schmied vom 1. FC Köln
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Auf den FC wartet eine schwere Aufgabe – doch die Party soll auch in Leipzig weitergehen

Aktuell ist der FC wohl das Überraschungsteam der Bundesliga. Doch die Saison ist noch jung und die bevorstehende Aufgabe wird denkbar schwer. Und doch fahren die Kölner mit breiter Brust nach Sachsen. So will der 1. FC Köln in Leipzig punkten.

Die Geißböcke sind überraschend gut in die Spielzeit gestartet, nach vier Pflichtspielen noch ungeschlagen, doch die kommende Aufgabe wird nicht leicht. So will der 1. FC Köln auch in Leipzig punkten und die junge Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

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Es hat nicht lange gedauert und Lukas Kwasniok hat in Köln wieder ein Feuer entfacht – oder wie es in Köln so gerne heißt, die Euphorie entfacht. „Unsere Aufgabe ist es doch, die Menschen zu emotionalisieren und zu euphorisieren“, sagte der Trainer am Donnerstag und erklärte, dass das auch alles andere als schlecht sei. „Viel schlimmer wäre es doch, wenn man nach drei Niederlagen fragen müsste, wie man sie euphorisiert bekommt. Wir wissen das schon einzuordnen.“ Eingeordnet stehen auf dem Tableau aktuell sieben Punkte, die am Ende der Saison zum Klassenerhalt beitragen sollen und im besseren Fall zu einer ruhigen Spielzeit führen können. Man solle „eben nicht immer alles auf die Goldwaage legen“, sagt Kwasniok und freut sich über die Spur Selbstironie, die er in Köln gerade erlebt.

„Wir sind der Underdog“

Zu der genauen Einordnung gehört allerdings eben auch, dass es in Köln dann auch schnell in eine andere Richtung gehen kann. Und das würde Kwasniok dann doch gerne zu verhindern wissen. Am liebsten mit drei Punkten aus Leipzig. Doch die Aufgabe ist keine leichte. RBL hat zwar eine schwache Saison hinter sich, der Kaderwert von rund 350 Millionen Euro spricht eine deutliche Sprache. Alleine die Verpflichtung von Neuzugang Conrad Harder kommt in die Sphären der gesamten Kölner Transferausgaben in diesem Sommer.

Dementsprechend ist für Kwasniok auch die Rollenverteilung klar. „Wir sind der Underdog und in dieser Rolle fühlen wir uns sehr wohl“, sagt der Coach. „Ich habe schon das Gefühl, dass sie mit dem Abschluss der Transferphase, sehr klar in ihren Überlegungen sind. Sie sind eine sehr sehr intensive Mannschaft. Sie haben die meisten intensiven Läufe, die meisten Sprints hinter den Bayern. Und das gilt es dann erst einmal zu kontrollieren. Sie haben sich die RB-DNA wieder auf die Fahne geschrieben.“

Einige Spieler fallen für Leipzig aus

Laut dem Kölner Coach lasse sich das gerade an den vergangenen Spielen ablesen. „Da haben sie einfach sehr wenig zugelassen“, so Kwasniok. „Und dass sie darüber hinaus gute Fußballer in ihren Reihen haben, ist jetzt auch nicht so verwunderlich. Wenn du ein paar Mark in der Tasche hast, dann kannst du auf dem Markt auch investieren.“ Und mit diesem starken und breiten Kader muss das Team gleich mehrere Ausfälle kompensieren. Xaver Schlager, Benjamin Henrichs und Antonio Nusa fallen definitiv aus. Auch Lukas Klostermann und Amadou Haidara stehen wohl nicht zur Verfügung und auch Max Finkgräfe fehlt.

Der Kader ist dünn besetzt, daher wird Timo Werner wohl in die Mannschaft rutschen. Der Matchplan ist für den Trainer ein eindeutiger. „Unsere Aufgabe wird es sein, diese hohe Intensität mitgehen zu können. Sonst haben wir keine Chance“, sagt der Trainer. „Wir laufen viel, aber jetzt müssen wir noch einen Zahn drauflegen.“ Immerhin stehen dem Kölner Coach bis auf die beiden Langzeitverletzten Rav van den Berg und Luca Kilian alle Spieler zur Verfügung. Kwasniok wird also einmal mehr die Qual der Wahl haben. Doch das fällt eher in die Kategorie Luxuspoblem.


Interview: „Für mich war relativ schnell klar, dass mein Weg mit dem FC weitergeht“

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Interview: „Für mich war relativ schnell klar, dass mein Weg mit dem FC weitergeht“

Am Samstag steht für den Sechser der Geißböcke die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte an. Mit come-on-fc.com blickt der 23-Jährige auf den Saisonstart zurück und spricht über seine Rückkehr nach Leipzig mit dem 1. FC Köln: Eric Martel im Interview.

Die Rolle, die der Mittelfeldspieler bei den Kölner übernimm, ist eine große. Für seine Leistungen wurde Eric Martel jüngst von Lothar Matthäus mit Joshua Kimmich verglichen. Mit come-on-fc spricht der 23-Jährige über das Lob und die Last-Minute-Qualitäten des 1. FC Köln: Eric Martel im Interview.

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Das Gespräch führten Hendrik Broschart und Simon Bartsch

Herr Martel, mit ein paar Tagen Abstand: Fühlt sich der wilde Ritt in Wolfsburg wie ein Sieg an oder wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen?

Wenn man sich das Spiel von Anfang an anschaut, kann man natürlich sagen, dass mehr drin gewesen wäre, weil wir in der Anfangsphase vielleicht das ein oder andere Tor hätten erzielen können. Dann führst du vielleicht schon das 2:0. Wir hatten sehr viele Pausen im Spiel, in denen kein richtiger Spielfluss entstehen konnte. Auch die Abseitssituation und das Foulspiel waren ärgerlich für uns. Wir haben erneut gezeigt, dass wir bis zum Schluss an uns glauben und auch spät noch Tore erzielen können. Das ist die Stärke einer Mannschaft, die zusammenhält. Wenn man so spät ein Tor macht, fühlt sich das auf jeden Fall eher nach Sieg als nach Unentschieden an.

In den vergangenen Spielzeiten waren späte Tore eher eine Qualität des von den Fans ungeliebten Nachbarn. Woher kommt diese plötzliche Stärke auf dieser Rheinseite?

Eric Martel:  Unsere Einwechselspieler geben einen enormen Input. Man merkt einfach, dass die Mannschaft durch sie noch einen Energieschub bekommt. Dadurch schaffen wir es meiner Meinung nach, in den letzten Minuten noch einmal, einen Zahn zuzulegen und Tore zu erzielen.

„Es gibt auch keinen, der weniger als 100 Prozent gibt“

Die Mannschaft ist im Sommer wild durcheinandergewürfelt worden. Inklusive Said El Mala wurden zwölf Spieler integriert und doch macht das Team gerade nicht den Eindruck, als müsse es sich noch lange finden…

Eric Martel: Die Mannschaft wurde einfach sehr gut zusammengestellt. Die Spieler haben den richtigen Charakter und wollen Fußball spielen, wie es der Trainer vorgibt. Es gibt auch keinen, der weniger als 100 Prozent gibt. Deshalb hat es auch nicht lange gedauert, bis wir zueinander gefunden haben.

In der vergangenen Saison spielte oft die gleiche Elf und dann meist im gleichen taktischen System. Jetzt rotiert der Coach, zeigt sich flexibel in der Ausrichtung. Ist das nicht eigentlich eine große Umstellung? Immerhin gibt es auch harte Entscheidungen.

Eric Martel: Natürlich ist es eine gewisse Umstellung, aber bei uns ist das eigentlich kein großes Thema. Die Ergebnisse geben dem Trainer recht. Wir vertrauen ihm da zu 100 Prozent. Er stellt uns immer top auf das Spiel ein.

Die Ergebnisse sind in der Tat vielversprechend. Sieben Punkte aus drei Spielen. Hat Sie dieser Start überrascht?

Eric Martel: Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass ich damit gerechnet hätte. Vor der Saison hätte ich das so sofort unterschrieben. Jetzt wissen wir alle, dass wir überraschen können. Das zeigen die Ergebnisse und die Spielweise. Aber letztendlich ist das bisher nur ein guter Start. Vor uns liegt noch ein ganz langer Weg. Natürlich ist es für die Mannschaft und unser Selbstvertrauen top, gleich sieben Punkte in drei Spielen zu holen. Trotzdem wissen wir genau, dass die Bundesliga qualitativ sehr hochwertig ist und man sich keine Schwäche erlauben darf. Wenn man nur ein bisschen lockerlässt, kann es ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen.

Die ersten Experten sprechen schon von einer sorgenfreien Saison, vielleicht sogar vom FC als potenziellen Überraschungsteam. Neben Thomas Kessler hat auch Lukas Kwasniok einen ganz neuen Wind in das Team gebracht. Sie haben in den vergangenen Jahren schon viel in Köln miterlebt. Wie groß ist der Anteil des Trainers am aktuellen Erfolg?

Eric Martel: Lukas Kwasniok hat einen sehr hohen Anteil an der aktuellen Situation. Er stellt uns von Spiel zu Spiel immer wieder neu auf die Gegner ein. Man sieht auf dem Feld, was da an Input von ihm kommt und wie wir dann zusammen versuchen, gegen die Mannschaften zu spielen. Das funktioniert bisher ganz gut. Daher kann man schon sagen, dass das ein großer Verdienst des Trainers ist.

„Über seine Zukunft macht man sich ja immer Gedanken“

Der Coach hat ein sehr laufintensives Spiel implementiert. Ist das auch ein Grund, warum das mit der Mannschaft aktuell so ein perfekter Fit ist?

Eric Martel: Ich mag es, so intensiv zu spielen. Wir haben bewusst Spieler dazu verpflichtet, die diese Eigenschaften besitzen. So kannst du einfach viel Energie erzeugen. Jeder, der die Spiele zuletzt gesehen hat, der sieht, dass man mit einer hohen Intensität eine hohe Energie auslösen kann.

War dieser intensive Fußball denn auch Thema bei den ersten Gesprächen, die Sie mit Lukas Kwasniok im Sommer geführt haben.

Eric Martel: Natürlich war das ein wichtiger Punkt.

Als Sie im Trainingslager den Verbleib in Köln angekündigt haben, war das auf Ihre Art sehr sachlich. Es wirkte ein bisschen, wie im Vorbeigehen gedroppt. War es so eine einfache Entscheidung?

Eric Martel: Über seine Zukunft macht man sich ja immer Gedanken. Für mich war jedoch relativ schnell klar, dass mein Weg mit dem FC weitergeht.

Am Wochenende ploppten in türkischen Medien dennoch noch einmal Gerüchte über einen Blitz-Wechsel zu Besiktas auf. Vermutlich brodelte da mehr als gekocht wurde. Wie gehen Sie mit dieser Art des Transfer-Journalismus um? Ist da auch mal ein Schmunzeln dabei?

Eric Martel: Ich nehme das zwar wahr, aber letztendlich spielt das für mich keine Rolle. Ich habe klar gesagt, dass ich jetzt erstmal für den FC weiterspielen werde. Das ist jetzt einfach in meinem Kopf drin. Ich denke gar nicht ans Wechseln, sondern für mich steht die Entwicklung mit dem FC im Fokus. Und ja, mein voller Fokus liegt auf der Bundesliga.

Apropos Entwicklung: Thomas Kessler hat sich am Sonntag im „Doppelpass“ gewünscht, dass Sie und Michael Reschke doch mal einen Blick auf die aktuelle Entwicklung beim FC werfen könnten und es dann vielleicht ein wenig früher den nächsten Kaffee geben solle. Ist schon ein Termin vereinbart?

Eric Martel: Wie gesagt, ich will die Hinrunde abwarten, um zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Der Start in die Saison war natürlich ein guter, erster Schritt. Aber wie gesagt: Das ist erst der Anfang. Die Hinrunde ist noch lang. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Es ist aber ein positiver Trend zu erkennen.

„Natürlich fühle ich mich geehrt“

Positiv ist auch Ihre Entwicklung in den vergangenen Jahren beim FC. Auf dem Platz sind Sie einer der absoluten Leader und Leistungsträger. Sie sind nicht in den Mannschaftsrat gewählt worden. Eine Enttäuschung oder braucht es dieses Amt nicht, um eine Leader-Rolle zu übernehmen?

Eric Martel: Wir haben einen von den neuen und einen von den Spielern in den Rat gewählt, die schon da waren – so hat die Mannschaft es entschieden. Für mich ist das überhaupt kein großes Thema. Das hat keine Auswirkung auf meine Herangehensweise im Spiel oder in der Kabine.

Jüngst hat Sie Lothar Matthäus mit Joshua Kimmich verglichen, Sie als „Kimmich des 1. FC Köln“ bezeichnet und als einen der besten Sechser der Bundesliga hervorgehoben. Solches Lob von ganz oben: Wie gehen Sie persönlich mit solchen Vergleichen und Wertschätzungen um?

Eric Martel: Natürlich fühle ich mich geehrt, wenn so große Namen über mich sprechen. Das nehme ich auf und das freut mich auch. Letztendlich heißt es für mich aber, dass ich es weiterhin bestätigen muss. Und so gehe ich meine Aufgaben auch an: Ich versuche einfach, gut zu spielen und zu performen.

Am Samstag wartet die nächste schwere Aufgabe. Es geht gegen Leipzig und damit auch gegen Ihren Ex-Verein. Gibt es noch Verbindungen? Wie sehen Sie die Entwicklung?

Eric Martel: Nicht direkt zum Verein, aber die Familie meiner Verlobten wohnt in Leipzig und einige enge Freunde von uns. Deswegen ist das für mich schon ein besonderes Spiel.

„Wir müssen uns also auf einen starken Gegner einstellen“

RB wird in dieser Saison sicherlich den Anspruch haben, wieder ganz oben mitzuspielen. Was erwartet euch am Samstag?

Eric Martel: Die Mannschaft verfügt über sehr hohes Tempo und über eine sehr hohe individuelle Qualität. Wir müssen uns also auf einen starken Gegner einstellen. Wir spielen auswärts in Leipzig. Wir wollen wie in den letzten Spielen mit 100 Prozent ins Spiel gehen, weil wir sonst Probleme bekommen werden.

Sie haben im Nachwuchs in Leipzig gespielt. Die Nachwuchsarbeit in Köln ist seit einigen Jahren ein Thema, das immer wieder hochkocht. Wie nehmen Sie den Kölner Nachwuchs wahr?

Eric Martel: Allein die Ergebnisse zeigen schon, was für eine gute Arbeit bei uns geleistet wird. Es kommen immer wieder Jungs zu uns hoch in den Profikader. Zuletzt gab es die Deutsche Meisterschaft. Es ist doch schön zu sehen, dass unsere jungen Burschen auch so einen guten Job machen. Das spricht für die Jugendarbeit des FC.

Sie gehören ebenfalls noch zu den jüngeren Akteuren im Kader, haben einige Pflichtspiele aber schon abgespult und übernehmen Verantwortung. Stehen Sie den jungen Spielern da mit Rat zur Seite oder kommen die Jungs gar nicht mehr mit ihren Fragen?

Eric Martel: Wie Sie schon sagen, bin ich selbst noch relativ jung (lacht). Ich versuche schon, als Vorbild voranzugehen. Für mich ist es das Wichtigste, kontinuierlich Leistung abzurufen, im Training immer am Limit zu sein und wenn ich die Einsatzzeit bekomme, diese dann auch zu nutzen. Man muss immer versuchen, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Gerade als junger Spieler ist es wichtig, viel aufzusaugen – vor allem von den Profis, die viel Erfahrung haben.

In der Rolle scheinen Sie sich sehr wohlzufühlen. Ihre Leistungswerte sind immer top. Sie gehören zu einem der laufstärksten Spieler der Liga. Jetzt ist Laufen essenziell für den Fußball, aber unter den Spielern nicht immer der beliebteste Part. Wie ist es bei Ihnen?

Eric Martel: Das liegt schon ein wenig an meiner Genetik. Ich konnte schon immer gut laufen. Es war nicht so, dass ich mir das erarbeiten musste. Es gehört natürlich auch Disziplin dazu. Aber ehrlich gesagt, Joggen, in der Freizeit, das ist gar nichts für mich. Wenn es um den Ball geht, mache ich das sehr gerne, außerhalb vom Fußball eher nicht (lacht).



Bloß kein „Angsthasenfußball“ – der FC kämpft gleich gegen mehrere bittere Statistiken an

Florian Kainz im Duell gegen RB Leipzig
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Bloß kein „Angsthasenfußball“ – der FC kämpft gleich gegen mehrere bittere Statistiken an

Sieben Punkte aus drei Spielen sprechen eine beeindruckende Sprache. So wirklich war mit dem Auftakt der Geißböcke sicherlich nicht zu rechnen. Die Brust ist breit, doch der kommende Gegner hat es in sich für den 1. FC Köln: Der FC muss auch die Statistik durchbrechen.

So wirklich rund lief es zuletzt für den FC eher selten gegen Leipzig. Nun aber steht da ein ziemlich perfekter Start für den 1. FC Köln: Doch der FC muss bei den Sachsen auch die Statistik durchbrechen.

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Tom Krauß gab am Mittwoch nach dem Training die Marschroute für das Duell gegen seinen Ex-Club aus Leipzig vor. „Wir kommen schon mit einer Brust, wollen das auf dem Platz zeigen und keinen Angsthasen-Fußball spielen“, sagte der Defensiv-Allrounder. Nach sieben Zählern aus drei Partien und inklusive Pokal vier ungeschlagenen Spielen in Serie ist die breite Brust auch nicht sonderlich verwunderlich. „Wir gehen wie in Wolfsburg als Underdog in das Spiel rein. Diese Rolle haben wir gut angenommen“, so Krauß weiter.

Allerdings ist genauso die Sorge vor Angsthasen-Fußball gegen Leipzig auch nicht weit hergeholt. Denn die Statistik spricht ganz sicher nicht für die Geißböcke. Im Gegenteil. Nur eine der bisherigen sieben Begegnungen bei RB konnte der FC für sich entscheiden. 2018 sorgten Vincent Koziello und Leonardo Bittencourt für den 2:1-Erfolg bei den Sachsen. In der vergangenen Bundesliga-Spielzeit gab es bekanntlich zudem zwei dicke Packungen. In Leipzig kassierte Köln eine 0:6-Klatsche, beim Rückspiel in Köln gab es ein 1:5. Den Kölner Ehrentreffer erzielte damals Sargis Adamyan.

Mit breiter Brust nach Leipzig

Zudem zeigen sich die Sachsen in dieser Saison bislang wieder zurück in der Spur. RBL holte bereits sechs Zähler, hat sich von der derben Bayern-Klatsche zum Saisonauftakt erholt. Mit einem weiteren Erfolg würde Leipzig am FC vorbeiziehen. Und die Chancen auf Punkte stehen auch nicht schlecht. Denn Leipzig hat noch nie gegen einen Aufsteiger verloren. In 36 Begegnungen gab es 31 Siege und fünf Remis. Zudem erzielte Leipzig gegen keine andere Mannschaft im Schnitt so viele Tore (2,4 pro Begegnung). Der FC wird also ein dickes Brett zu bohren haben.

Und dennoch fahren die Kölner nach gutem Start mit breiter Brust nach Leipzig. „Das können wir zurzeit, egal wo wir hinfahren“, sagte Lukas Kwasnoik. „Das haben wir uns erarbeitet, das haben sich die Jungs erarbeitet. Und genau das will ich ja auch sehen. Wir treten mit breiter Brust auf, machen uns aber nicht breiter als wir sind.“ Immerhin hat mit Köln erstmals seit acht Jahren wieder ein Aufsteiger nach den ersten drei Spielen sieben Punkte eingefahren. Vor neun Jahren waren die Geißböcke ähnlich gut in die Spielzeit gestartet. Damals spielte der FC im September auch gegen Leipzig. Es gab ein 1:1 in Köln.


Max Finkgräfe und der bittere Abschied aus Köln

Max Finkgräfe kommt bei RB Leipzig noch nicht zum Zug
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Max Finkgräfe und der bittere Abschied aus Köln

Im Sommer wechselte Max Finkgräfe vom FC Richtung Leipzig. Bei den Roten Bullen läuft es für den Linksverteidiger aber alles andere als rund. Der 21-Jährige wartet noch auf seine ersten Minuten. Aber: Max Finkgräfe wird auch gegen den 1. FC Köln nicht spielen.

Vier Pflichtspiele und noch keine Einsatzminute – seinen Wechsel zu RB Leipzig dürfte sich der Linksverteidiger komplett anders vorgestellt haben. Und nun die nächste bittere Nachricht: Max Finkgräfe wird auch gegen den 1. FC Köln nicht spielen.

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Die Entscheidung pro RB Leipzig sei ihm nicht schwer gefallen, erklärte Max Finkgräfe im Juli als sein Wechsel zum Club aus Sachsen bekannt gegeben wurde. „Die Verantwortlichen um Marcel Schäfer haben mir einen klaren Weg aufgezeigt, der mich total überzeugt. Ich freue mich sehr auf den Trainingsstart in der kommenden Woche, um dann gemeinsam mit David Raum – einem aktuellen deutschen Nationalspieler – die linke Außenbahn zu beackern“, sagte das Kölner Eigengewächs.

Nur liegen diese Bemühungen beim 21-Jährigen aktuell eher brach. Schon in der Vorbereitung deutete sich an, dass es der Linksverteidiger schwer haben könnte. Finkgräfe kam in den Testspielen zum Einsatz, im letzten aber für eine B-Elf, die gegen eine B-Elf aus Lens antrat, während sich am gleichen Tag auch die A-Teams gegenüberstanden.

Bislang noch keine Einsatzzeit

Und so verwundert es nicht so richtig, dass der 21-Jährige in dieser Spielzeit noch gar nicht zum Einsatz gekommen ist. Gegen den FC Bayern München und im Pokal gegen Sandhausen stand der gebürtige Gladbacher nicht im Kader, gegen Heidenheim und Mainz saß er 90 Minuten auf der Bank. Finkgräfe dürfte sich seinen Wechsel nach Leipzig sicherlich anders vorgestellt haben.

Denn die sportlichen Gründe für den Abgang lassen sich mit der aktuellen Situation sicherlich nicht erklären. Finkgräfe suchte eine neue Herausforderung und war dem Vernehmen nach alles andere als glücklich über seine Situation in der vergangenen Saison unter Gerhard Struber. So sehr, dass ein Verbleib selbst unter einem neuen Trainer offenbar ausgeschlossen war.

David Raum soll seinen Vertrag verlängern

Dabei hätte der Fußball von Lukas Kwasniok dem etwas offensiver ausgerichteten Finkgräfe vielleicht eher gelegen als dem mittlerweile ausgemusterten Leart Pacarada. Doch das Tischtuch war offenbar zerschnitten. „Max hat uns nach offenen Gesprächen klar signalisiert, dass er seinen Vertrag beim 1. FC Köln nicht verlängern möchte“, erklärte Sportdirektor Thomas Kessler damals. „Wir hätten uns gut vorstellen können, den Weg gemeinsam mit Max weiterzugehen.“

Nun gehen die Kölner auf der linken Außenbahn bekanntlich einen neuen, einen anderen Weg. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Kristoffer Lund, der sich bislang sehr gut schlägt. Finkgräfe muss sich nun dem Duell mit David Raum stellen. Der Youngster hat einen Vertrag bis 2030 unterschrieben, ihm könnte also die mittelfristige Zukunft gehören. Könnte, denn in Leipzig ist man sehr daran interessiert, den Vertrag mit David Raum langfristig zu verlängern.

Der Weg wird für den 21-Jährigen nicht leichter werden. Den Kölnern spülte der Transfer weitere Millionen in die Kassen, die offensichtlich sinnvoll eingesetzt wurden. Zudem soll der FC eine Weiterverkaufsgebühr kassieren, sollte Finkgräfe aus Leipzig weiterziehen. Am Samstagabend steht also das Spiel gegen seinen Ex-Club an. Das aber ohne den Linksverteidiger, der verletzt ausfallen wird.