Razzia nach Attacke auf Fans des 1. FC Köln: Polizei durchsucht Häuser in Norddeutschland

Polizei bei einem Fußballspiel (Archivfoto)
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Razzia nach Attacke auf Fans des 1. FC Köln: Polizei durchsucht Häuser in Norddeutschland

Am Montagmorgen durchsuchte ein Sonderkommando der Polizei mehrere Häuser und Wohnungen in Norddeutschland. Hintergrund ist ein brutaler Angriff auf Fans des 1. FC Köln durch vermummte Hooligans vor der Zweitliga-Partie gegen den Hamburger SV im Januar. 1. FC Köln: Razzien nach Prügel-Attacken auf FC-Fans im Januar.

Neue Entwicklungen nach den Ausschreitungen vor dem Rückrunden-Auftakt des FC gegen den HSV im Januar: Die Polizei führte am Montagmorgen mehrere Hausdurchsuchungen durch. Und das im Zusammenhang mit einem Spiel des 1. FC Köln: Razzien nach Prügel-Attacken auf FC-Fans im Januar.

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Der Start in die jüngste Zweitliga-Rückrunde gegen den Hamburger SV ist vielen FC-Fans in schlechter Erinnerung geblieben: Zum einen stand am Ende eine 0:1-Niederlage für die Geißböcke, zum anderen kam es im Vorfeld des Spiels der Saison 2024/2025 zu heftigen Ausschreitungen. Vor dem bekannten Club „Die Rutsche“ auf der Reeperbahn griffen etwa 50 Vermummte friedlich vor der Kneipe stehende Menschen an. Sie schlugen und traten teils wahllos auf die Anwesenden ein, demolierten Mobiliar und attackierten Fensterscheiben. Ein Großaufgebot der Polizei kontrollierte rund 400 mutmaßlich Beteiligte und stellte dabei zahlreiche Beweismittel sicher, darunter mehr als 60 Vermummungsmaterialien und mutmaßliche Tatkleidung. Gegen einige Tatverdächtige wurden Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Das Landeskriminalamt ermittelte unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs und der Körperverletzung.

Razzia durch SoKo “Rutsche” am Montagmorgen

Der damalige Sportdirektor Christian Keller zeigte sich in einer Pressemitteilung des Vereins tief betroffen: „Es fehlen mir die Worte. Wenn harmlose Passanten – auch wenn sie in FC-Klamotten rumlaufen – dann von vermummten Halbstarken angegriffen werden, da weiß ich gar nicht, was ich dazu sagen soll. Und dann Halbstarke auf ältere Menschen und Frauen einschlagen. Das ist dermaßen asozial“, äußerte er sich damals deutlich über die Ausschreitungen.

Wie die „Bild“ berichtete, wurde für diesen besonders aufsehenerregenden Fall eine Sonderkommission gegründet. Die „Soko Rutsche“, benannt nach der Kiez-Kneipe, vor der sich die brutale Attacke ereignete, durchsuchte heute ab 6 Uhr morgens über 20 Objekte in Norddeutschland. Mithilfe von Videoaufnahmen konnten bereits vorab 22 Personen identifiziert werden. Durch die Razzien sollen weitere Beweismittel für die weiterführenden Ermittlungen sichergestellt werden.


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Entspannt auch bei großen Angeboten: Der 1. FC Köln lernt mit der Vertragsverlängerung von Said El Mala wohl aus früheren Fehlern

Said El Mala im Testspiel gegen Leicester City
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Entspannt auch bei großen Angeboten: Der 1. FC Köln lernt mit der Vertragsverlängerung von Said El Mala wohl aus früheren Fehlern

Gegen Leicester City lief Said El Mala das erste Mal im FC-Trikot. Obwohl er aber noch kein Pflichtspiel für den FC bestritten hat, buhlt etwa Brighton & Hove Albion heftig um das Talent. Trotz großer Summen bleiben die Kölner gelassen, da er gerade erst verlängert hat mit Said El Mala: Der 1. FC Köln lernt wohl aus früheren Fehlern.

Said El Mala gilt momentan als wahrscheinlich das größte Kölner Talent. Das ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. Einem Wechsel schob der FC aber vor einer Woche einen Riegel vor mit der Vertragsverlängerung mit Said El Mala: Der 1. FC Köln lernt wohl aus früheren Fehlern.

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13 Tore und fünf Vorlagen in 32 Einsätzen für Viktoria Köln in der dritten Liga und zusätzlich auch noch Topscorer bei der U19-EM: Said El Mala hat in der abgelaufenen Saison groß aufgespielt. Und das ist auch den Verantwortlichen beim 1. FC Köln nicht verborgen geblieben. Darum verlängerten sie vor einer Woche den Vertrag des Top-Talents – gemeinsam mit dem seines Bruders Malek – zu verbesserten Bezügen bis 2030. „Said hat sich mit starken Leistungen in der Rückrunde und der Europameisterschaft empfohlen. Wir haben daher proaktiv den Vertrag angepasst, um ihm für seine Entwicklung die nötige Anerkennung zu zeigen“, begründete Sportdirektor Thomas Kessler den Schritt im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Gelassen bei großem Transferangebot

Bei anderen Talenten hat der FC in den vergangenen Jahren genau diesen Zeitpunkt immer mal wieder verpasst. Zum Beispiel bei Tim Lemperle. Zu spät bemühten sich die FC-Bosse um das Eigengewächs, ließen ihn lange zu Konditionen spielen, die nicht seinem Leistungsstand entsprachen. Das kam natürlich schlecht an bei Stürmer. Auch bei El Mala hätten die Kölner erstmal noch weiter abwarten können. Direkten Druck hatten sie nicht, schließlich wurde der Linksaußen erst vor einem Jahr verpflichtet und hat nach seiner Leihe zu Viktoria Köln noch kein Pflichtspiel für die Geißböcke absolviert. Der FC hätte Platz im Gehaltsbudget sparen können, indem er auf die Verlängerung zu diesem Zeitpunkt verzichtet. Dass der Verein die Ausdehnung des Kontrakts trotzdem vollzogen hat, zeigt, dass sie aus Fällen wie dem von Lemperle gelernt haben. Sie bringen El Mala so die Wertschätzung entgegen, die er nach seinen Leistungen in der abgelaufenen Spielzeit verdient hat.

Gleichzeitig sendet der Verein mit der Verlängerung ein starkes Signal an mögliche Interessenten und den Spieler. „Es gab mehrere Angebote, aber wir wollten ein klares Zeichen setzen, dass wir ihn als wichtigen Bestandteil unseres Teams sehen“, sagt Kessler. So bot direkt vor der Verlängerung der Premier League-Verein Brighton & Hove Albion bis zu zehn Millionen Euro für den 18-Jährigen. Und auch jetzt lassen die Seagulls nicht locker. So sollen die Engländer laut transfermarkt.de und der Kölnischen Rundschau ein verbessertes Angebot für El Mala abgegeben haben. Brighton biete 15 Millionen Euro als Ablöse, dazu eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent. Außerdem würde der Linksaußen direkt zum FC zurückverliehen bei vollständiger Kostenübernahme seitens der Seagulls. Trotz des großen Angebots können die Kölner aber entspannt bleiben, da sie das Top-Talent eben langfristig an sich gebunden haben. Und das ohne eine Ausstiegsklausel.

Ähnliche Philosophie bei weiteren Talenten

Aber El Mala soll wohl kein Einzelfall sein. Eine wirtschaftliche Anpassung nach entsprechenden Leistungen ist auch bei anderen Talenten Teil der Strategie. „Es ist wichtig, dass wir den Spielern von Anfang an einen klaren Plan aufzeigen, der nicht nur ihre Entwicklung fördert, sondern auch in der Vertragsgestaltung reflektiert wird. Wenn ein Spieler seine Leistung auf dem Platz bringt, sollte er dafür auch entsprechend belohnt werden. Letztlich geht es darum, eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen, in der sich die Spieler kontinuierlich weiterentwickeln und sich bei uns wohlfühlen, um ihr volles Potential zu entfalten“, so Kessler.

Dass diese Strategie natürlich auch nicht insofern in die andere Richtung ausschlagen darf, dass Talenten überdotierte Verträge gegeben werden, die ihre Leistungen (noch) nicht rechtfertigen, ist dabei natürlich auch klar. Trotzdem wirkt es so, als ob der FC da einen Mittelweg finden könnte beziehungsweise ihn bei El Mala schon gefunden hat. Und dass der Verein so eben aus seinen früheren Fehlern in Bezug auf Verträge für Talente gelernt hat und auch mal in Vorleistung geht, um sie zu halten.

Lukas Kwasniok im Interview: „Das ist aktuell ein perfektes Match“

Lukas Kwasniok im Interview mit come-on-fc.com
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Lukas Kwasniok im Interview: „Das ist aktuell ein perfektes Match“

Seit einigen Wochen ist Lukas Kwasniok nun beim FC im Amt. Im zweiten Teil des Interviews spricht der Coach mit come-on-fc nicht nur über die Personalien Eric Martel und Said El Mala. Er äußert sich auch zu seiner Kaderplanung beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok im Interview – Teil 2.

Der Coach verrät, wieviel Mitspracherecht er bei der Kaderplanung hat und wie er seine Kaderentscheidungen trifft beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok im Interview – Teil 2.

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Die Hälfte der Vorbereitung ist vorbei. Wie weit sind Sie denn gedanklich schon mit einem Gerüst für die Startformation.

Gedanklich sind wir nach dem Trainingslager schon ein gutes Stück weiter. Das Gesamtkonstrukt verändert sich in der Saison aber immer wieder. Wir haben erste Ideen, was zu Beginn der Saison funktionieren könnte. Aber es wird immer wieder Anpassungen geben. Ich habe noch nie eine Saison mit der Mannschaft beendet, mit der ich sie angefangen habe. Und das wird auch dieses Mal nicht so sein. Manchmal bekommt ein Spieler seine Chance erst nach zwölf Spieltagen, mal nach 24, aber dann muss er auch da sein. Je nach Leistung werde ich an den Spielern einfach nicht vorbeikommen.

Eric Martel hat vergangene Woche erklärt, dass er zumindest diese Saison beim FC bleiben wird. Wie wichtig ist diese Personalie?

Als ich mit Thomas Kessler über mein Engagement gesprochen habe, da hatte ich den Vertrag noch nicht signiert, haben wir auch darüber gesprochen, wie wichtig Eric als Anker dieser Mannschaft ist. Nicht nur mit seinen fußballerischen Qualitäten, sondern auch mit seiner Persönlichkeit, weil er beispielsweise immer gewinnen will. Er reißt damit andere mit. Eric weiß, was er am FC hat. Wir wissen, was wir an ihm haben. Das ist aktuell ein perfektes Match. Dass sich das dann im Laufe einer Saison ändern kann, das ist im Rahmen des Möglichen. Es ist aber genauso möglich, dass er im Winter sagt, dass er bleiben will.

„Darauf müssen wir reagieren“

Ist es denn eine besondere Herausforderung, einen Kader zu übernehmen, bei dem es so viele Fragezeichen gab und gibt oder ist es gerade besonders spannend, weil man den Kader mitformen kann?

Es liegt in der Natur der Sache, dass wenn du in der sportlichen Führung und im Trainerteam neue Persönlichkeiten hast, wenn die Transfersperre aufgehoben worden ist, dass es dann zu einem etwas größeren Umbruch kommt. Das ist nicht außergewöhnlich.

Wie läuft eine Kaderplanung mit Ihnen und Thomas Kessler ab. Schlägt der Sportdirektor Namen vor oder können Sie auch Wünsche äußern?

Es wäre schlimm, wenn nicht. Wir sind täglich dazu im Austausch, nicht nur Thomas Kessler und ich. Manchmal mit dem gesamten Scoutingteam, aber auch mit den Trainern. Wir sind im Fußball, da ist viel in Bewegung, auf dem Transfermarkt, aber auch in unserer Mannschaft, darauf müssen wir reagieren. Das Wichtigste dabei ist, dass wir uns vertrauen können. Deswegen bin ich guter Dinge, dass wir noch zwei, drei gute Transfers tätigen können.

Welche Namen stehen denn noch auf der Wunschliste?

Ich nehme Euch Journalisten jetzt doch nicht die Arbeit ab (lacht).

Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln
Lukas Kwasniok beim Training des 1. FC Köln

Sie haben einige junge Spieler zu Hause gelassen, die sich nun erst einmal in der U21 beweisen sollen. In der jüngeren Vergangenheit gab es oft Kritik von Seiten der Fans, im Umgang mit jungen Spielern. Aber auch Frust und Enttäuschung bei dem ein oder anderen Youngster, der sich dann gegen den FC entschieden hat. Hat sich da ein anderes Selbstverständnis bei dem Nachwuchs eingeschlichen? Ein 18- oder 19-jähriger Nachwuchskicker kann doch nicht davon ausgehen, dass er sofort Bundesliga spielt.

Wenn ein Spieler aus meiner Sicht gut genug ist, dann spielt er auch. Und wenn er nicht gut genug ist, dann muss er eben weiterarbeiten – entweder in der U19 oder in der U21. Julian Pauli war in der vergangenen Saison die große Überraschung und da gab es auch keinen Trainer, der gesagt hätte, er sei zu jung. Wir wehren uns nicht gegen junge Spieler, die spielen. Und trotzdem wird es dann zum Thema, wenn sie erstmal keine Einsätze bekommen. Das heißt aber nicht, dass sie nicht ausreichend gefördert werden, nein, die Spieler sind in dem Moment dann noch nicht so weit. Die allermeisten Spieler, die aus den U-Mannschaften rauskommen, brauchen zwei, drei Jahre in einer Übergangsphase in den Seniorenbereich.

„Wenn du das nicht kannst, musst du dir einen anderen Job suchen“

Einer der jungen Spieler, die aktuell im Fokus spielen, ist Said El Mala. Wie schätzen Sie den Youngster ein?

Er ist ein sehr guter Spieler. Er hat die Gabe, mit seinen Aktionen Spiele entscheiden zu können. Thierry Henry hat mal gesagt, dass er im ersten Spiel seiner Laufbahn verstanden hat, wie man sich verhalten muss, um als Team den größten Erfolg zu feiern und nicht nur um selbst zu glänzen. Das ist der entscheidende Prozess, um aus einem guten Spieler einen herausragenden Akteur für die Mannschaft zu machen. Und bei diesem Prozess werden wir ihn begleiten. Dazu gehören nicht nur Highlight-Momente, sondern auch Fleiß, Defensiv-Arbeit und Verbindung im Spiel mit dem Ball.

In der jüngeren Vergangenheit haben Sie gesagt, dass Fußball in erster Linie Entertainment ist. Ist da eine gewisse Diskrepanz zwischen Ergebnissport und Unterhaltung? Oder wie viel Unterhaltung kann der Fußball gebrauchen?

Ich glaube, das Entscheidende ist, sich vom Ergebnis ein wenig lösen zu können. Als Trainer ist es relativ einfach, wenn wir Spiele gewinnen, ist alles toll. Wenn wir Spiele verlieren, werden wir Trainer kritisiert. Wenn du das nicht kannst, musst du dir einen anderen Job suchen. Ich persönlich unterhalte lieber, in dem Glauben, dass man so auch positive Ergebnisse erzielen kann. Es gibt keine Garantie, dass du erfolgreich bist. Dann habe ich lieber unterhaltsamen Fußball gespielt – und einen guten Umgang mit der Mannschaft und mit den Fans. Es macht dann einfach mehr Spaß. Das Ergebnis kann ich als Trainer nur zu 50 und 60 Prozent beeinflussen.

Würden Sie sich dementsprechend als Entertainer beschreiben?

Ich glaube, dass man eine Mischung aus beidem sein muss. Auf dem Platz konsequent und anspruchsvoll, aber wenn es darum geht, den Jungs Dinge zu vermitteln, musst Du Dir immer wieder etwas einfallen lassen. Dazu gehört dann auch mal, dass ein Trainer wie im Trainingslager vom Zehn-Meter-Turm springen muss. Das war auch mein erster Sprung. Als ich da oben stand, dachte ich auch nicht, dass ich das mit links mache. Dann gilt es aber auch, die Jungs ein wenig zu animieren. Meine Haltungsnote war eher Kartoffelsack. Aber man muss auch mal über sich selbst lachen und sich selbst nicht zu wichtig nehmen können.

Kommen wir zurück zur Stadt Köln. Haben Sie mittlerweile eine Wohnung gefunden? Kann Köln beruhigt sein?

Ja, das Umzugsunternehmen ist mittlerweile bestellt.   

Wie empfinden Sie die Kölner Fans, gerade die, die mit nach Bad Waltersdorf gereist sind?

Das hier zu erleben, war nochmal eine andere Stufe – und das im positiven Sinne. Das gibt einem Trainer Energie. Man steht eben nicht jeden Morgen auf und ist voller Tatendrang. Aber wenn man zum Training fährt und sieht die Menschen und was sie für uns alles auf sich nehmen, das ist schon sehr speziell und gibt dir einfach Power.

Das Gespräch führte Simon Bartsch

In Teil 1 des Interviews spricht der Trainer über die Fannähe des Vereins, die Besonderheiten des 1. FC Köln und seine Zeit bisher. Hier geht es zu Teil 1.

Lukas Kwasniok im Interview: „Es geht nicht darum, als sozialer, guter Mensch dazustehen, wir sind im Leistungssport“

Lukas Kwasniok im Interview mit come-on-fc.com
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Lukas Kwasniok im Interview: „Es geht nicht darum, als sozialer, guter Mensch dazustehen, wir sind im Leistungssport“

Seit einigen Wochen ist der Trainer nun im Amt. Im Trainingslager sprach der Coach mit come-on-fc nicht nur über die Fannähe des Vereins, die dann doch überraschende Realität beim FC und den Weg zum Ziel des 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok im Interview.

Nach ein paar Wochen als Cheftrainer des 1. FC Köln hat Lukas Kwasniok seine ersten Erfahrungen mit dem Verein und der Mannschaft gesammelt. Der Coach äußert sich zu einer Zeit beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok im Interview.

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Herr Kwasniok, vor einigen Tagen beim Fan-Fest in Bad Waltersdorf haben wir Sie beim Zapfen, aber auch beim Bierverkauf beobachten dürfen. Haben Sie eine neue Berufung gefunden?

Lukas Kwasniok: Nein, auch wenn ich das nicht zum ersten Mal gemacht habe – im FC-Dress natürlich schon. Wenn du im Amateurfußball groß wirst, dann wirst du bei den Sportfesten auch für den Bierwagen eingeteilt. Insofern bin ich eigentlich geübt, aber der Zapfhahn lief nicht so gut. Es war schon sehr schaumig. Aber im Ernst: Wir wollen nahbar bleiben, deshalb habe ich das gerne gemacht. Ich glaube, in Köln ist es ganz wichtig, den Menschen das Gefühl zu geben, dass du Teil dieses Clubs bist. Wahrscheinlich ist diese Verbundenheit bei keinem anderen Verein in Deutschland so sehr ineinander verwurzelt wie hier. Die Menschen in Köln geben einem das Gefühl, der FC gehört zu der Stadt und die Stadt zum FC. Das ist schon sehr, sehr speziell.

Haben Sie das bei Ihrem Amtsantritt so erwartet?

Natürlich wurde mir erzählt, wie es in Köln so ist. Es ist ein bisschen so, wie wenn dir erzählt wird, dass sich mit einem Kind das Leben verändert, dann denkst du auch: ,Ja, ja – Danke für den Hinweis‘. Und wenn es dann soweit ist, merkst du, dass sich tatsächlich alles verändert hat. So ähnlich war das jetzt beim FC. Du versuchst dich darauf einzustellen und wenn es dann soweit ist, ist es doch nochmal etwas anderes.

Wie wichtig ist es, als Trainer Inhalte, Ideen oder eben Spielweisen dem Team “gut verkaufen“ zu können?

Verkaufen ist für mich der falsche Begriff. Du musst die Jungs davon überzeugen, dass das, was du machst, ein erfolgreicher Weg sein kann. Insofern würde ich aus „Verkaufen“ „Überzeugen“ machen. Du musst sie von deiner Idee begeistern können. Und ihnen zeigen, dass dieser Weg uns ans Ziel führen kann. Jeder Spieler hat schon verschiedenste Trainer gehabt und mit der Erfahrung fühlen sie sehr schnell, ob der Trainer wackelt, in dem, was er tut oder ob er von seinem Weg absolut überzeugt ist.

Sie sind ein sehr kommunikativer Trainer, suchen das Gespräch mit den Spielern, scheinen bereits ein Vertrauen aufzubauen. Wie wichtig ist für Sie ein enges Vertrauensverhältnis?

Das Vertrauensverhältnis baut sich erst mit der Zeit auf. Es wäre fatal, wenn die Jungs mir jetzt schon komplett blind vertrauen würden. So schnell geht das nicht. Das ist ein Prozess, aber es ist natürlich das Ziel. Die Jungs sollen auf das Feld gehen und erkennen, dass sie einen Wettbewerbsvorteil haben, weil sie Dinge machen oder eben nicht machen. Das müssen sie aber erst einmal spüren und fühlen. Deswegen habe ich aktuell noch nicht diese Erwartungshaltung. Wir haben schon ein gutes Verhältnis. Erstmal beobachte ich die Dinge lange, ohne sie zu bewerten.

Lukas Kwasniok im Trainingslager in Bad Waltersdorf

„Das wird immer ein Teil von mir sein“

Eine Bewertung haben Sie nach dem Spiel gegen Fortuna Köln getroffen, einige Spieler scharf kritisiert. Hätten Sie gedacht, mit der Mannschaft schon weiter zu sein oder haben Sie einige der Jungs anders eingeschätzt?

Ich habe das nicht als schlimme Aussage empfunden. Nach so einem Spiel, bei dem wir teilweise nicht auf Augenhöhe mit einem Regionalisten waren, muss ich nicht um den heißen Brei rum reden und so tun, als ob es reichen würde. Bei allen Jungs, mit denen wir hier im Trainingslager arbeiten, habe ich das Gefühl, dass alle das Potenzial haben, am ersten Spieltag in der Startelf zu stehen. Zum Trainingslager sind vier Jungs dazu gekommen mit Eric, Jan, Said und Seb. Also mussten wir Entscheidungen treffen, weil ich kein Freund von einem Trainingslager mit 33 Spielern bin. Es geht nicht darum, als sozialer, guter Mensch dazustehen, wir sind im Leistungssport.

Ihre Aussagen wurden von vielen Fans als erfrischend ehrlich und authentisch wahrgenommen. Gibt es denn auch Momente, in denen Sie sich im Nachhinein besser gebremst hätten?

Im FC-Dress ist mir das noch nicht passiert. Es wird immer ein Teil von mir sein, dass ich – für andere ungewohnt, für mich normal – Dinge klar anspreche.

Eins Ihrer Mottos ist „Work hard, be smart“. „Work hard“ haben wir nun einige Wochen hautnah miterlebt, wie sieht „be smart“ aus?  

„Be smart“ bedeutet dann auch mal einen Trainingstag freizugeben. Wir arbeiten drei, vier Tage sehr hart und machen dann einen Tag frei. Ich mag es einfach nicht, nur zu trainieren, um Beobachtern das Gefühl zu geben, hier wird richtig durchgezogen. Das ist für mich Zeitvergeudung – viel wichtiger ist es, dass auch der Kopf zwischendurch regenerieren kann.

„Dann macht auf einmal alles Sinn“

Wie weit sehen Sie den Kader nach der Hälfte der Vorbereitung?

Ich bin zufrieden. Auch mit dem Trainingslager. Wir sind deutlich weiter als nach den ersten beiden Wochen. Es ist schon eine exponentielle Kurve zu erkennen. Das war das klare Ziel unseres Trainingslagers. In letzten Einheiten war eine ganz andere Haltung und Herangehensweise zu erkennen. Die Jungs haben meine Ideen so langsam verinnerlicht und wir sind auf einem guten Weg. Es gibt aber noch viele Themen, die wir noch gar nicht angegangen sind, wie zum Beispiel die Arbeit gegen den Ball.

Ihre Spieler sprachen zum einen davon, dass das Training aktuell sehr intensiv ist, sie erklärten aber auch, dass es gar nicht so einfach sei, die Spielidee zu adaptieren. Ist die so komplex?

Die Jungs sind aus der Vergangenheit einen anderen Ansatz gewohnt, und zwar im körperlichen Bereich als auch im gedanklichen. Es ist nicht komplex, es ist anders – ein anderer Spielstil, andere Spiel- und Belastungsformen. Die einzelnen Elemente passen immer besser, und Du merkst: die Zahnräder greifen ineinander und dann macht auf einmal alles Sinn. Dass es in den ersten Wochen hakt, ist ganz normal.

Das Gespräch führte Simon Bartsch

In Teil 2 des Interviews spricht der Trainer über Eric Martel und Said El Mala, die Kaderplanung mit Thomas Kessler und die Hintergründe seiner Kaderentscheidungen. Der zweite Teil erscheint Montagmorgen.

Als Kapitän wegen des Interesses anderer Vereine abgesetzt: Clemens Riedel wohl weiterhin ein Kandidat beim 1. FC Köln

OF Clemens Riedel vom SV Darmstadt 98 (Foto: Simon Hofmann/Getty Images)
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Als Kapitän wegen des Interesses anderer Vereine abgesetzt: Clemens Riedel wohl weiterhin ein Kandidat beim 1. FC Köln

Er war schon vor einiger Zeit als Kandidat beim FC gehandelt worden, nun könnte das Gerücht wieder Fahrt aufnehmen: Clemens Riedel wurde als Kapitän beim SV Darmstadt 98 abgesetzt. Grund sei das Interesse anderer Vereine – wie auch das des 1. FC Köln: Clemens Riedel ist wohl ein Transfer-Kandidat.

Aktuell suchen die Kölner noch nach Verstärkungen für die Innenverteidigung. Dabei könnte eine frühere Option wieder heiß werden beim 1. FC Köln: Clemens Riedel ist wohl ein Transfer-Kandidat.

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In der Innenverteidigung hat es schon einige Gerüchte beim 1. FC Köln gegeben, bis jetzt aber noch keinen Neuzugang. Zuletzt wurden Danilho Doekhi von Union Berlin und Ahmetcan Kaplan von Ajax Amsterdam ins Rennen gebracht. Bei letzterem soll es sogar schon eine Einigung mit dem Spieler gegeben haben, die Geißböcke konnten sich aber nicht mit Ajax auf eine Ablöse verständigen. Nun könnte ein Kandidat, der schon kurz nach dem Ende der abgelaufenen Saison gehandelt wurde, wieder heißer werden. Denn der FC soll an Clemens Riedel von Zweitligist Darmstadt 98 interessiert sein. Der Innenverteidiger führte die Lilien in der vergangenen Spielzeit mit gerade mal 21 Jahren als Kapitän auf den Platz, wurde jetzt aber als solcher abgesetzt. Außerdem ist er kein Teil mehr des Mannschaftsrats.

Interesse anderer Vereine

Ein Grund dafür soll ein möglicher Wechsel sein. „Clemens hat mit seinen Leistungen und aufgrund seines Potenzials Interesse geweckt“, sagte der Darmstädter Sportchef Paul Fernie laut der Frankfurter Rundschau. So sei es „unsicher, ob er am Ende der Transferperiode noch unser Spieler sein wird. Auch diese Überlegungen haben bei der Auswahl des Mannschaftsrates eine Rolle gespielt.“ Es deutet daher vieles auf einen Abschied des inzwischen 22-Jährigen hin. Ein mögliches Ziel solle dem Vernehmen nach der 1. FC Köln sein. Das Interesse von Borussia Mönchengladbach sei dagegen abgekühlt. Riedel besitzt in Darmstadt nur noch einen Vertrag bis 2026 und dürfte daher eventuell auch etwas unter seinem geschätzten Marktwert von vier Millionen Euro zu haben sein.

Der Defensivspieler passt an sich auch gut in das Kölner Profil. So verfügt er über die Qualitäten im Spielaufbau, die im System von Trainer Lukas Kwasniok gefragt sind. Auch sammelte der 22-Jährige bereits in seinem jungen Alter 14 Spiele Bundesliga-Erfahrung mit den Lilien. Allerdings ist Riedel ein Rechtsfuß, während die Geißböcke eher auf der Suche nach einem Innenverteidiger mit einem starken linken Fuß sind. Trotzdem könnte der Darmstädter für den FC ein guter Deal sein, da er noch über eine Menge Potenzial verfügen dürfte und damit in das Konzept der Kölner als Entwicklungsverein passen würde.

Starkes Debüt beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen empfiehlt sich für die Startelf

Sebsatian Sebulonsen trifft im Test gegen Leicester City
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Starkes Debüt beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen empfiehlt sich für die Startelf

Seit ungefähr einer Woche ist Sebastian Sebulonsen beim FC. Dort soll er Jusuf Gazibegovic als Rechtsverteidiger Konkurrenz machen. Und in seinem ersten Einsatz fügte sich der Norweger direkt gut ein beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen überzeugt beim Debüt.

Erster Einsatz, erster Treffer für den 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen überzeugt bei seinem Debüt gegen Leicester City. Der Rechtsverteidiger zeigt gute Ansätze und verschafft sich so erstmal eine gute Position im Konkurrenzkampf mit Jusuf Gazibegovic.

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Mit seinem Wechsel zum FC hat Sebastian Sebulonsen bereits ein großes Ziel erreicht. „Es war immer ein Traum, in einer der fünf großen Ligen zu spielen. Die Bundesliga sieht mit der Fankultur und allem anderen nach einer wirklich guten Liga aus, um darin zu spielen“, sagte der Rechtsverteidiger vergangenen Dienstag nach dem Training. Und dass er für den Sprung in die Bundesliga bereit sein könnte, deutete er in Köln direkt an. Bei seinem Debüt für die Geißböcke im Testspiel gegen Leicester City überzeugte der Norweger und traf nach gerade mal fünf Minuten zur Führung.

Qualitäten in der Offensive

Bei dem Tor zeigt sich auch eine seiner Stärken: sein Offensivdrang. Denn der als rechter Schienenspieler aufgestellte Verteidiger rückt bis in die vorderste Linie mit vor und bot den Laufweg in die Tiefe an, wo er dann auch den Pass bekam. Dabei erkannte Sebulonsen gut den Platz im Zentrum und füllte diesen auf statt nur auf seiner Seite zu bleiben. Kurz darauf bereitete der 25-Jährige mit einer butterweichen Flanke auf Kaminski auch fast noch einen Treffer vor, doch sein Mitspieler scheiterte am Torwart. Auch danach machte der Neuzugang eine starke Partie und zeigte bei seinen Läufen auch seine starke Physis, die FC-Sportdirektor Thomas Kessler bereits bei der Verpflichtung gelobt hatte.

Mit seinem Auftritt untermauerte der Norweger auch nochmal, dass er nicht als Back-up, sondern als Herausforderer für Jusuf Gazibegovic gekommen ist. Letzterer hatte am gleichen Tag im Interview mit der Kölnischen Rundschau seine Ansprüche klargestellt: „Ich will hier in Köln das zeigen, was ich in Graz gezeigt habe. Dazu muss ich Stammspieler sein, das ist das Ziel.“ Dass Sebulonsen dabei aber mehr als nur ein Wörtchen mitzureden hat, steht spätestens seit dem Test gegen Leicester City fest. Wobei der Norweger nach dem gutem Debüt wahrscheinlich sogar eher in der Pole Position ist. Auf jeden Fall hat er mit seiner Leistung schonmal eine erste Bewerbung auf einen Platz in der Startelf zu Saisonbeginn abgegeben. Die muss er jetzt in den kommenden Testspielen bestätigen.


FC-Profis zurück in Köln – wie es jetzt beim 1. FC Köln weitergeht

Lukas Kwsaniok ist mit seiner Mannschaft wieder zurück in Köln
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FC-Profis zurück in Köln – wie es jetzt beim 1. FC Köln weitergeht

Am Samstagnachmittag ist der FC vom Trainingslager aus Bad Waltersdorf in der Steiermark heimgekehrt. Nun gibt es erst mal ein paar Tage frei für die Profis des 1. FC Köln: So geht es nach dem Trainingslager weiter.

Nach einer intensiven Woche in der Steiermark sind die Kölner wieder am Geißbockheim angekommen. Nun gibt es eine kleine Pause beim 1. FC Köln: So geht es nach dem Trainingslager weiter.

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Insgesamt zeigten sich Lukas Kwasniok und Thomas Kessler dann sehr zufrieden. „Das Trainingslager hat sich gelohnt, das ist das Entscheidende. Wir haben extrem viel von dem umgesetzt, was wir trainiert haben in den vergangenen sieben Tagen“, sagte der Coach am Freitag, bevor es dann zu einem gemeinsamen Abendessen und am Samstag eben zur Rückreise ging. Am Nachmittag fuhr dann der Bus am Geißbockheim vor und Spieler und Trainer gingen vorerst auseinander. Nun haben die Spieler erst einmal zwei Tage frei. Getreu Kwasnioks Motto „Work hard, be smart“ steht nach der intensiven Arbeit die Regeneration an. Sonntag und Montag hat der FC-Tross frei, bevor es dann am Dienstag beim FC mit den regulären Einheiten am Geißbockheim weitergeht. Die fanden bislang immer um 10.30 Uhr statt.

Noch vier Testspiele

Doch für die Kölner geht es nun auch mit einigen Testspielen weiter. Am Mittwochabend findet in Siegburg das Vorbereitungsspiel gegen den Siegburger SV statt. Am Sonntag ist eine Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Franz-Kremer-Stadion angedacht, wie es heißt, gegen einen Gegner aus dem benachbarten Ausland. Einen Tag zuvor findet die Saisoneröffnung mit Bühnenprogramm, Autogrammstunde und Mannschaftsvorstellung auf den Stadionvorwiesen statt. Weiter geht es dann am 8. August mit der „Generalprobe“ gegen Atalanta Bergamo im Kölner Stadion. Spätestens dort wird sich wohl eine erste Elf herauskristallisiert haben. Für voraussichtlich den B-Anzug ist noch ein weiterer Test am 9. August geplant – der aber erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Das erste Pflichtspiel findet dann am 17. August in Regensburg statt. In der 1. Runde des DFB-Pokals geht es gegen den Jahn, bevor dann eine Woche später das Auswärtsspiel beim FSV Mainz den Beginn in die Bundesliga-Saison markiert.


Irres Transfergerücht beim 1. FC Köln: Der FC soll an Danilo Doekhi interessiert sein

Danilho Doekhi soll auf der Liste beim 1. FC Köln stehen
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Irres Transfergerücht beim 1. FC Köln: Der FC soll an Danilo Doekhi interessiert sein

Der FC ist weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen für die Defensive. Gerade in der Innenverteidigung soll noch etwas passieren. Aus Italien ploppt nun das nächste Gerücht auf. Der 1. FC Köln soll an Danilho Doekhi interessiert sein.

Nachdem der Wechsel von Ahmetcan Kaplan aufgrund der Ablöseforderungen von Ajax offenbar gescheitert ist und der FC bereits Calvin Brackelmann vom SC Paderborn und Keven Schlotterbeck vom FC Augsburg ins Visier genommen haben soll, ist nun der nächste Name in der Gerüchteküche aufgetaucht. Der 1. FC Köln soll an Danilho Doekhi interessiert sein.

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Wie der Transferexperte Rudy Galetti berichtet, sollen sich die Verantwortlichen des FC Informationen zu Danilo Doekhi vom 1. FC Union Berlin eingeholt haben. Allerdings ist der FC nicht der einzige Verein, der den Niederländer im Blick hat. Auch der FC Torino, der CFC Genua, Feyenoord Rotterdam sowie weitere namentlich nicht genannte Clubs sollen Interesse an den Diensten des Innenverteidigers haben. Nachdem Doekhi die Jugendmannschaften von Excelsior Rotterdam und Ajax Amsterdam durchlaufen hat und für die zweite Mannschaft der Amsterdamer zum Einsatz gekommen ist, wechselte der gebürtige Rotterdamer im Sommer 2018 zu Vitesse Arnheim. Bei Arnheim entwickelte sich Doekhi sofort zum Stammspieler und zog nach 140 Pflichtspielen für die Niederländer im Sommer 2022 nach Berlin weiter. In Köpenick hatte der 27-Jährige ebenfalls keine Anlaufschwierigkeiten und gehörte sofort zum festen Bestandteil der Defensivreihe.

Konstanter Verteidiger

In seiner ersten Saison kam der Niederländer wettbewerbsübergreifend auf 36 Spiele und erzielte sechs Treffer und zwei Vorlagen. Damit hatte er einen enormen Anteil daran, dass sich Union für die Champions League qualifizierte. Auch in den vergangenen beiden Spielzeiten knüpfte Doekhi an seine starke Premierensaison an und kam in zwei Jahren auf insgesamt 64 Pflichtspiele, in denen er drei Treffer erzielte. Der Vertrag des Verteidigers läuft bei den Berlinern im nächsten Sommer aus, womit Union nur noch in diesem Sommer sowie im kommenden Winter Ablöse für Doekhi erzielen kann. Bereits in den vergangenen Transferfenstern hatte es immer wieder Gerüchte um einen möglichen Abgang des Defensivspielers gegeben. Allerdings schoben die Eisernen einem Wechsel einen Riegel vor.

Bei Union hat Doekhi in den vergangenen drei Jahren eine Schlüsselrolle in der Abwehr eingenommen. Insgesamt bringt Doekhi ein sehr spannendes Profil mit, welches dem FC in der kommenden Saison definitiv weiterhelfen würde. Fraglich scheint jedoch, ob die Kölner für ihn überhaupt eine interessante Option sind. Genau wie bei Union würde der Niederländer in Köln zunächst um den Abstieg spielen und somit keinen sportlichen Fortschritt machen. Diesen könnte Doekhi beispielsweise bei Feyenoord machen und gleichzeitig international spielen. Allerdings ist der Niederländer Rechtsfuß und die Kölner suchen einen Linksfuß. Der Marktwert des Abwehrspielers wird zudem auf 13 Millionen Euro eingeschätzt, die feste Ablöse liegt wohl bei neun Millionen Euro. Daher scheint ein Wechsel des 27-Jährigen nach Köln aktuell eher unrealistisch.

Von Flügelflitzer bis Verletzungspech: Gewinner und Verlierer des Trainingslagers vom 1. FC Köln

Julian Pauli und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Von Flügelflitzer bis Verletzungspech: Gewinner und Verlierer des Trainingslagers vom 1. FC Köln

Am Samstag ist das Trainingslager der Kölner in Bad Waltersdorf zu Ende gegangen. Lukas Kwasniok hat seine Mannschaft sehr gefordert. Dabei konnten einige FC-Profis Duftmarken setzen, für andere lief es nicht so optimal beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner und Verlierer des Trainingslagers.

Nach einer Woche in Bad Waltersdorf lassen sich erste positive Tendenzen erkennen. Einige Akteure konnten sich in den Vordergrund spielen, andere waren eher Pechvögel beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner und Verlierer des Trainingslagers.

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In der Hotellobby des Spa Resorts Styria wirkte Jakub Kaminski fast schon unscheinbar, als er auf einen Gesprächspartner wartete. Nur wenige Tage zuvor hatte der polnische Nationalspieler aber selbstbewusst angekündigt, für FC-Trainer Lukas Kwasniok die erste Wahl sein zu wollen. Und Kaminski hat viel dafür getan, dass genau das auch eintreffen wird. In den Trainingseinheiten im Thermenstadion in Bad Waltersdorf war der 23-Jährige einer der Aktivposten, suchte in jeder Trainingsform das Dribbling oder das Eins-gegen-Eins und den schnellen Torabschluss. Seine gute Woche in der Steiermark krönte der Schienenspieler mit einem ganz starken Auftritt gegen Leicester City, bei dem er unter anderem Sebastian Sebulonsen das 1:0 auflegte.

Viel Konkurrenz

Dabei muss sich Kaminski gerade auf der linken Außenbahn großer Konkurrenz erwehren. Mit Shootingstar Said El Mala, Flügelspieler Linton Maina sowie Routinier Florian Kainz gibt es gleich drei Spieler, die auch ein Interesse an eben jeder Position haben. Mit den guten Eindrücken, die Kaminski hinterlassen hat, dürfte er mindestens Pluspunkte beim Kölner Coach gesammelt haben. Das gilt auch für Sebulonsen. Der Norweger war unmittelbar vor dem Trainingslager verpflichtet worden, reiste mit und fügte sich direkt in die Mannschaft ein. Nach außen wirkt der Rechtsverteidiger introvertiert, doch sportlich ist Sebulonsen voll da. Er erzielte gegen Leicester sein erstes Tor im FC-Trikot, bereitete weitere Großchancen vor und leitete einige Aktionen ein.

Den größten Hype löst aber nach wie vor Said El Mala aus. Der Offensivdrang des 18-Jährigen ist schon beeindruckend. El Mala sucht immer wieder das Eins-gegen-Eins, hat einen starken Abschluss, verpasst aber mitunter schon das rechtzeitige Abspiel. Wie gut sich der U19-Nationalspieler in der Bundesliga zurechtfinden wird, muss sich erst zeigen. Seine Chancen wird er aber bekommen. Ein Gewinn für den FC ist zweifelsohne der Verbleib von Eric Martel, der alleine schon aufgrund seiner Einstellung und Mentalität ein unheimlich wichtiger Faktor der Mannschaft sein kann. Martel kündigt an, die Entwicklung bis zum Winter abwarten zu wollen. Eine Vertragsverlängerung ist somit durchaus eine Option.

Verletzungen machen einen Strich durch die Rechnung

Eigentlich hätten es zwei Youngster noch in die Auswahl der Gewinner des Trainingslagers schaffen sollen. Doch Verletzungen machten den beiden einen Strich durch die Rechnung. So sind Youssoupha Niang und Julian Pauli mindestens die Unglücksraben des Trainingslagers. Dabei scheint die Verletzung von Niang deutlich schlimmer zu sein. Der Angreifer war auf die Schulter gefallen. Aktuell steht noch nicht fest, ob der Youngster operiert werden muss. Konservativ soll dagegen der Bänderriss von Pauli behandelt werden. Dennoch: beide Spieler werden dem FC wohl einige Wochen und damit wahrscheinlich auch zum Pflichtspiel-Auftakt gegen Regensburg fehlen.

Nicht so wirklich in Fahrt kam im Trainingslager auch Ragnar Ache. Der Stürmer blieb im Vergleich zu einigen anderen Offensivspielern blass und fiel kaum auf – war auch im Duell gegen Leicester City abgemeldet. Das aber sicher nicht nur aufgrund der eigenen Leistung. Ache soll beim FC eine Rolle spielen, die er so aus Kaiserslautern nicht kennt und die insofern mit einer gewissen Umgewöhnung einhergeht.


Chancenlos nach der Pause: U21 verliert zum Regionalliga-Auftakt deutlich in Bocholt

Evangelos Sbonias und Fayssal Harchaoui
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Chancenlos nach der Pause: U21 verliert zum Regionalliga-Auftakt deutlich in Bocholt

Fehlstart für die U21 in der Regionalliga West: Die Zweitvertretung des 1. FC Köln verliert beim 1. FC Bocholt und muss sich mit 3:0 (0:0) geschlagen geben. Die Kölner verloren nach einer passablen ersten Hälfte komplett den Faden und am Ende auch in der Höhe verdient.

Den Start in die Regionalliga West hätte sich Trainer Evangelos Sbonias sicher anders gewünscht: Die Zweitvertretung des 1. FC Köln verliert beim 1. FC Bocholt.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias stellte seine neuformierte Mannschaft im gewohnten 4-2-3-1-System auf. Vor Luis Hauer im Tor bildeten San-Luca Spitali links, Mikail Özkan und Luc Dabrowski im Zentrum und Marvin Ajani die Viererkette. Fayssal Harchaoui und der neue Kapitän Luca Dürholtz spielten auf der Doppel-Sechs. Davor agierte Etienne Borie als Zehner, Nilas Yacobi stürmte über den linken Flügel, Luiz Labenz über rechts. Mansour Ouro-Tagba lief als Neuner auf. Und die Kölner setzten den ersten Offensiv-Akzent durch Ajani, dessen Flachschuss aus rund 20 Metern knapp neben dem rechten Pfosten vorbeizischte (5.). Die rund 200 mitgereisten FC-Fans, die ihre Mannschaft lautstark von der Gegentribüne aus unterstützten, hatten den Ball wohl schon im Tor gesehen.

Passable erste Hälfte

Kölns Keeper Hauer hatte derweil mit dem ersten richtigen Abschluss der Gastgeber durch Johannes Dörfler keine Probleme und hielt den Schuss aus dem Sechzehner sicher fest (12.). Die FC-Reserve hatte derweil Glück nach einem schnellen Bocholter Vorstoß, als es Hauer am richtigen Timing beim Herauslaufen fehlte. Dabrowski bereinigte die Situation jedoch für den geschlagenen Torhüter (19.). Danach war es wieder der FC, der den Torschrei auf den Lippen hatte: Borie passte den Ball aus dem Zentrum links raus zu Yacobi, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ, anschließend aber knapp am langen Pfosten vorbeischlenzte (24.).

In einem offenen Schlagabtausch brach Bocholt einmal mehr mit einem schnellen Pass in die Spitze durch, Hauer verhinderte jedoch den Rückstand mit einer starken Parade eines Kopfball-Aufsetzers vom Fünfmeterraum (28.). Bocholts Torwart Lucas Fox fischte derweil einen strammen Spitali-Schuss vom Sechzehner aus dem Winkel (34.). Und die beiden Schlussmänner standen weiter im Fokus, anschließend wieder Hauer: Die FC-Abwehr ließ sich von einem schnell ausgeführten Freistoß aus dem Mittelfeld überrumpeln, Hauer machte sich jedoch breit und verhinderte den Einschlag gegen Marvin Lorch (35.).

Sbonias wechselt zur Halbzeit

Dem FC wurde derweil die Riesenchance zum 0:1 genommen: Bei einem Zuspiel von Ouro-Tagba auf Yacobi entschied der Schiedsrichter Lasse Lütke-Kappenberg fälschlicherweise auf Abseits, Yacobi wäre vom Mittelkreis aus frei durch gewesen (39.). Dafür hatte der FC Glück, als Spitali der Ball nach einer hohen Hereingabe beim Kopfballversuch an den Arm sprang, der Schiedsrichter aber zum lautstarken Unmut der Zuschauer nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte (44.). Es folgte ein Powerplay der Gastgeber in der Nachspielzeit: Zunächst verhinderte Hauer mit einer weiteren starken Abwehr das 1:0 (45.+1), kurz danach stand Özkan auf der Torlinie genau richtig und wehrte den Ball ab (45.+2). Es waren die Schlusspunkte einer abwechslungsreichen ersten Hälfte.

Sbonias reagierte zur zweiten Hälfte und brachte positionsgetreu Arda Süne und Safyan Toure, Labenz und Borie blieben dafür draußen. Auf dem Feld machte sich dies jedoch zunächst nicht bezahlt. Stattdessen gelang Bocholt das schnelle 1:0. Eine eigentlich harmlose flache Hereingabe von der linken Kölner Abwehrseite rutschte Özkan in der Mitte unglücklich unter dem Fuß durch, Arnold Budimbu – der in der FC-Jugend ausgebildet wurde – nutzte die Chance und staubte aus kurzer Distanz zum 1:0 ab (53.).

Niederlage in der Höhe verdient

Und die Kölner hatten Glück, dass das Schiri-Gespann seine Entscheidung kurz danach noch änderte: Zunächst erzielte Budimbu mit einem strammen Schuss vom Sechzehner ins lange Eck das vermeintliche 2:0. Mitten in den Bocholter Jubelt entschied der Schiedsrichter jedoch auf Abseits beim hohen Zuspiel in die Spitze bei der Entstehung des Treffers (59.). Ein zweiter Gegentreffer wäre in der aufgepeitschten Atmosphäre am Hünting der Todesstoß für die U21 gewesen. Den FC-Talenten fehlte es jedoch in der Zeit danach an den zündenden Ideen, um dem Spiel eine Wende zu verleihen.

Budimbu hätte derweil gleich zweimal auf 2:0 erhöhen können (71./73.). Das erledigte schließlich Marvin Lorch, der sich durch Toure und Dürholtz hindurchspielen konnte und trocken zum 2:0 einschoss (74.). Budimbu bediente Cedric Euschen, der vom Sechzehner ohne Ballannahme unbedrängt per Flachschuss zum 3:0 traf (77.). Unterm Strich war die Niederlage auch in der Höhe verdient. Die Kölner verloren in der zweiten Hälfte in der emotionalen Atmosphäre am Hünting komplett den Faden. Bocholt untermauerte derweil seinen Status als Mitfavorit auf den Aufstieg. Für die U21 geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem ersten Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück weiter.

1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Dabrowski, Özkan, Spitali (80. Lippert) – Harchaoui (73. M. El Mala), Dürholtz – Labenz (46. Toure), Borie (46. Süne), Yacobi (62. Kristal) – Ouro-Tagba. Tore: 1:0 Budimbu (53.), 2:0 Lorch (74.), 3:0 Euschen (77.). Zuschauer: 2297.