1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey zurück auf dem Weg zum Transfercoup – doch Manchester City redet mit

Jahmai Simpson-Pusey im Spiel gegen Union Berlin
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1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey zurück auf dem Weg zum Transfercoup – doch Manchester City redet mit

Jahmai Simpson Pusey hat sich in der Innenverteidigung zu einer absoluten Konstante beim FC entwickelt. In seinem jungen Alter beweist der 21-Jährige schon eine enorme Spielstärke sowie ein intelligentes Abwehrverhalten. Dem Klub könnte er in Zukunft eine beträchtliche Ablösesumme in die Kassen spülen.x

Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich die Defensive des 1. FC Köln in der Saison stabilisieren können. In den vergangenen drei Partien kassierte der Klub lediglich ein Gegentor. Ein Grund für diese positive Entwicklung ist unter anderem Jahmai Simpson-Pusey.

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Der junge Engländer wechselte im Januar zunächst per Leihe ans Geißbockheim und machte mit guten Leistungen sofort auf sich aufmerksam. Nur eine Muskelverletzung sowie eine unglückliche Rot-Sperre bremsten den 21-Jährigen zwischenzeitlich aus. Im Sommer war bei den FC-Bossen dann schnell klar, dass man Simpson-Pusey fest verpflichten möchte. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zog laut mehreren Medienberichten allerdings nicht die Kaufoption, sondern handelte die fixe Ablösesumme auf sechs Millionen Euro herunter. Simpson-Pusey wurde mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet. Manchester City sicherte sich allerdings eine Rückkaufoption für die Zukunft. Dass die Kölner sich bei dem Transfer vom englischen U21-Nationalspieler so schnell sicher waren, untermauern seine Leistungen auch in der laufenden Spielzeit.

Jahmai Simpson-Pusey unter René Wagner beim 1. FC Köln gesetzt

Während die Verteidigung zu Beginn der Saison noch etwas wackelig wirkte, steigerte sich besonders Simpson-Pusey von Spiel zu Spiel. Der FC-Profi ist ein spielstarker Innenverteidiger, der eine unheimliche Abgeklärtheit in seinem jungen Alter mitbringt. In den ersten Bundesliga-Spielen lief er noch in der Viererkette neben Luka Lochoshvili auf. Da der Georgier jedoch sichtlich noch Anlaufschwierigkeiten hatte, stellte René Wagner in den vergangenen Spielen auf Dreierkette um. Mit Simpson-Pusey als zentralem Innenverteidiger und Joel Schmied sowie Tom Krauß auf den äußeren Halbpositionen haben die Kölner die Gegentorflut zumindest in den letzten Begegnungen gestoppt.

Mit einer Passgenauigkeit von 98 Prozent untermauerte Simpson-Pusey auch am Sonntag gegen Union wieder seine Spielstärke. Im gegnerischen Pressing behält der Engländer oft einen kühlen Kopf, lässt seine Gegenspieler auch immer wieder mit einem Haken gekonnt aussteigen. Sein gesteigertes Selbstvertrauen ist dem Youngster deutlich anzumerken. Er koordiniert das Spiel aus seiner zentralen Position und ist ein wichtiger Rückhalt für seine Vorderleute. Daher ist er unter Wagner auch gesetzt. Mit seinen gezielten langen Bällen kreierte er in dieser Saison schon gleich mehrere Torschussvorlagen. Und auch wenn es beim FC aktuell keinen klaren Abwehrchef in der Defensive gibt, schlüpft Simpson-Pusey mehr und mehr in diese Rolle hinein.

Rückkaufoption von Manchester City könnte zum Problem werden

Sollte die Entwicklung des 21-Jährigen weiter so Fahrt aufnehmen, dürfte der FC in Zukunft mit einer ordentlichen Ablösesumme rechnen. Laut transfermarkt.de liegt sein Marktwert derzeit bei neun Millionen Euro (Stand: 4. November 2026). Im Laufe der Saison dürfte dieser jedoch noch steigen. Genau auf eine derartige Transfer-Strategie will der FC in Zukunft setzen. Man möchte junge Spieler mit Potenzial verpflichten und für mehr Geld wieder verkaufen. So ähnlich hatte man es sich auch mit der Verpflichtung von Rav van den Berg vorgestellt. Der FC legte im Sommer 2025 eine satte Ablösesumme von acht Millionen Euro für den niederländischen U21-Nationalspieler auf den Tisch. In der vergangenen Saison wurde er dann zwischenzeitlich von einer Schulterverletzung sowie von einer Rotsperre zurückgeworfen.

Als Wagner dann das Amt von Lukas Kwasniok übernahm, setzte dieser ihn nach nur einer Partie auf die Ersatzbank. Seitdem spielt der 22-Jährige keine Rolle mehr bei den Kölnern. Sein Aufenthalt in der Domstadt wollte van den Berg eigentlich nur als Sprungbrett nutzen, um dann zu einem besseren Klub wechseln zu können. Doch daraus wurde nichts. Aktuell fällt der Niederländer mit einer Muskelverletzung aus. Sollte er jedoch im Anschluss weiterhin keine Spielzeit erhalten, könnte ein Abgang definitiv ein Thema werden.

Kessler betonte zu der Situation bereits im Oktober in einem Interview mit der „Bild“: „Sollte sich an seiner sportlichen Situation bis zum Winter nichts Grundlegendes verändern, werden wir uns selbstverständlich gemeinsam mit ihm und seiner Agentur zusammensetzen und offen darüber sprechen, welche Perspektive für alle Beteiligten am sinnvollsten ist.“ Laut der Zeitung wären sowohl ein Leihgeschäft als auch ein Verkauf denkbar.

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FC-Stürmer im Fokus: Kevin Ekweribe ist nun auch erstmals für die deutsche U19-Nationalmannschaft nominiert

Kevin Ekweribe im Profi-Training des 1. FC Köln
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FC-Stürmer im Fokus: Kevin Ekweribe ist nun auch erstmals für die deutsche U19-Nationalmannschaft nominiert

Für die U19 des 1. FC Köln trifft er in dieser Saison bisher wie er will, jetzt steht Kevin Ekweribe erstmals im Aufgebot der deutschen U19-Nationalmannschaft für den Lehrgang im November. Eine Auszeichnung für den Stürmer, die er sich mehr als verdient hat. Für den 18-Jährigen ist die Berufung durch Bundestrainer und Ex-FC-Profi Hanno Balitsch der nächste Schritt in seiner Entwicklung. Zuletzt durfte sich der Angreifer sogar schon im Profi-Training von René Wagner zeigen und hinterließ dabei einen bleibenden Eindruck.

Die U19 des 1. FC Köln um Trainer Stefan Ruthenbeck glänzte in den letzten Jahren durch hervorragende Arbeit. Ein Meistertitel, einmal Vizemeister und ganz besondere Spiele in der UEFA Youth League, unter anderem gegen Inter Mailand im ausverkauften RheinEnergieStadion, gehören dabei zu den absoluten Highlights. Auch in dieser Saison überzeugen die Jungböcke bisher auf voller Linie und haben ihren Platz in der Hauptrunde schon so gut wie sicher. Am vergangenen Wochenende gab es einen 3:0-Erfolg im Stadtderby gegen Fortuna Köln. Doppeltorschütze in dieser Partie: Kevin Ekweribe, der jetzt offiziell zu den besten Spielern seines Jahrgangs zählt.

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Neun Spiele, sieben Tore, eine Vorlage. Das ist die bisherige Bilanz von Ekweribe in dieser Saison. Damit gehört er gemeinsam mit Eymen Erdogan (zwei Tore, sieben Vorlagen) und Kapitän Benjamin Ley (vier Tore) zu den offensiven Schlüsselspielern im FC-Kader. Seine Treffsicherheit ist auch anderen Trainern nicht verborgen geblieben. So beförderte Wagner den jungen Angreifer bereits in den Trainingskader der Profis, wo er sich mehrfach präsentieren durfte. Obwohl diese Nominierung wohl primär aus Gründen des Personalmangels erfolgte, ist sie dennoch ein Zeichen, dass der Profi-Coach ihn und auch weitere Eigengewächse auf dem Schirm hat. Außerdem kam Ekweribe in dieser Spielzeit schon zweimal für die U21 in der Regionalliga zum Einsatz. Im Heimspiel gegen die Zweitvertretung des SC Paderborn legte er dabei nur drei Minuten nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer auf und leitete damit den späteren Punktgewinn ein.

DFB-Debüt in Portugal?

Diese Leistungen bleiben natürlich auch vom DFB nicht ungesehen. Für die zweite EM-Qualifikationsrunde Mitte November wurde der Stürmer erstmals berufen und könnte in Portugal sein Debüt mit dem Adler auf der Brust geben. Für Ekweribe, der seit der U12 für den FC aufläuft, ist es die erste Berufung in ein DFB-Nachwuchsteam überhaupt. Dort wird unter anderem auf FC-Spieler Maik Afri Akumu treffen, der im Sommer bereits an der Vorbereitung der Profis teilnahm und nun bereits zum wiederholten Mal für die Nationalmannschaft nominiert wurde. Die beiden U19-Kapitäne Ley und Lennard Völp sind jeweils auf Abruf für den anstehenden Lehrgang und könnten noch nachnominiert werden. Des Weiteren stehen mit Louis Lemke vom Hamburger SV oder Cassiano Kiala vom FC Bayern einige Akteure im Aufgebot, die schon erste Erfahrungen in der Bundesliga gesammelt haben. Ekweribe hat das nicht – noch nicht.

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Malek El Mala nach Debüt-Tor: Was jetzt beim 1. FC Köln gegen Leverkusen für ihn spricht

Malek El Mala hofft auf weitere Einsätze, Argumente hat er gesammelt
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Malek El Mala nach Debüt-Tor: Was jetzt beim 1. FC Köln gegen Leverkusen für ihn spricht

Es dauerte sieben Minuten, es brauchte zwei Ballkontakte: Malek El Mala feierte einen perfekten Einstand bei seinem Debüt für den 1. FC Köln. Der 21-Jährige hatte somit seinen großen Anteil am späten Punktgewinn gegen Union Berlin und sammelte gleichzeitig gute Argumente für mehr Spielzeit. Ob er sie bekommt, erscheint aber trotz des Treffers komplett offen. Wie geht es weiter mit dem jungen Spieler?

Besser hätte es für den älteren der beiden El-Mala-Brüder am Sonntagnachmittag wohl nicht laufen können. Der Angreifer feierte gegen Union Berlin sein erhofftes Debüt. Lange und oft hatte er mit Verletzungen zu kämpfen, sich dann über gute Leistungen in der U21 für mehr empfohlen, die Chance bekommen und sie nach zwei Kaderplätzen ohne Spielzeit am Sonntag genutzt. Sieben Minuten auf dem Feld, der zweite Ballkontakt, das erste Tor. Nun ist auch Malek El Mala beim FC angekommen. Doch wie realistisch ist seine Chance auf Einsatzzeit?

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Viel brauchte es nicht und Malek El Mala hatte den Diskussionen um seine Person und seine Position im System von René Wagner neues Feuer geliefert. Keine 420 Sekunden nach seiner Einwechslung stand der 21-Jährige goldrichtig und traf ausgerechnet nach einem Standard zum 1:1 gegen die Eisernen. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es fühlt sich einfach unglaublich an. Direkt reinzukommen und fünf Minuten später das Tor zu machen, das ist unbeschreiblich“, sagte Malek El Mala. „Ich stand einfach da, wo man stehen muss.“ Unbeschreiblich scheint die Situation wirklich. Die Brüder El Mala kamen mit großen Ambitionen zum FC. Da die beiden ihre Karriereschritte stets gemeinsam bestritten hatten, sollte es wohl auch in Köln den gemeinsamen Durchbruch geben. Doch Malek musste auf diesen lange warten. Beim FC wurde man nicht müde zu betonen, dass man an den Qualitäten beider Spieler nicht zweifle, nur wollte es bei Malek nicht so schnell gehen.

Malek El Mala: Lange Leidenszeit vor dem ersten Tor

„Jeder sieht, was Malek kann. Er hat die letzten Wochen viel gearbeitet. Seine Qualität ist viel zu gut, um nicht in der Bundesliga spielen zu dürfen“, sagte der kleine Bruder am Sonntagabend. Qualität mag sein, nur wollte der Körper nicht immer mitspielen. „Verzweiflung war da nie – aber immer dieser Rückschlag, fast von neu anzufangen. Trotzdem habe ich nie aufgegeben und heute hat es mal geklappt“, sagte Malek. Im Kölner Umfeld wuchsen dennoch auch Zweifel, ob überhaupt beide El Malas den Durchbruch schaffen würden. Der ist sicher auch noch nicht mit dem Debüt und dem Premierentor gegen Union Berlin erreicht. Denn neben seinem Tor kam der 21-Jährige im Duell zu einem weiteren Ballkontakt, ein aussagekräftiger Leistungsnachweis war das sicherlich noch nicht. Aber es war der Beweis, dass der Youngster durchaus den Mut und die Qualität hat, Tore für den FC zu erzielen.

Und daran hapert es bei den Geißböcken bekanntlich. Zumindest an der entwickelten Torgefahr. Malek stand zwar „nur“ „genau richtig“. Doch auch das muss ein Stürmer erst einmal tun, andere taten das in dieser Spielzeit noch nicht. „Ich freue mich natürlich, dass er ein Tor gemacht hat. Ich hätte mir noch mehr gewünscht, dass wir Bülti und ihn noch ein wenig mehr gefunden hätten nach Flanken“, sagte René Wagner. Tatsächlich probierten es die Kölner weiterhin, kamen sogar zu einer Reihe von Abschlüssen, das zweite Tor wollte nicht mehr fallen.

Warum René Wagner auf Malek El Mala als Neuner setzte

Und der Trainer nannte auch den Grund, warum er Malek die Chance nun gegeben hat. „Wenn wir gegen einen tiefen Block spielen, dann gibt es am Ende nur noch Flanken. Wir haben mit Malek El Mala eine klare Neun im Kader und dann muss ich den auch bringen“, so Wagner, der aber gegen andere tiefstehende Gegner auf einen klassischen Zielstürmer eben dann auch verzichtete. „Am Ende ist es egal, ob es ein Spieler ist, der noch nicht in der Bundesliga gespielt hat, sondern der hat einen Grund, warum der heute dabei ist. Wenn wir einen Mittelstürmer brauchen, dann setzen wir ihn auch ein.“  

Ragnar Ache kehrt zurück: Was das für Malek El Mala bedeutet

Klingt fast so, als würde der ältere Bruder schon bald weitere Chancen bekommen. Doch das ist nicht gesagt. „Am Ende brauchten wir eine Neun, Malek war da und ich freue mich, dass er ein Tor gemacht hat“, so Wagner. Aber: „Jetzt schauen wir das Spiel nochmal an, dann gucken wir, was wir nächste Woche brauchen gegen Leverkusen und dann schauen wir weiter.“ Dann soll auch Ragnar Ache wieder zur Verfügung stehen. Der Stürmer absolvierte am Montag am Geißbockheim eine individuelle Einheit. Am Dienstag ist trainingsfrei, bevor es am Mittwoch weitergeht. Der Angreifer hat also noch Zeit, für die Begegnung gegen den Nachbarn komplett fit zu werden. Dann dürfte Ache den Vorzug erhalten. Für El Mala hat sich dennoch etwas Entscheidendes verändert. Bis zum vergangenen Sonntag war er ein Nachwuchsspieler, dessen fünf Regionalliga-Tore und Trainingsleistungen für eine Chance bei den Profis sprachen. Jetzt hat er auch in der Bundesliga getroffen.

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Raus aus Christian Kellers Schatten: Thomas Kesslers eigener Weg beim 1. FC Köln – auch bei René Wagner

Thomas Kessler und Christian Keller bei einem Spiel des 1. FC Köln 2025
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Raus aus Christian Kellers Schatten: Thomas Kesslers eigener Weg beim 1. FC Köln – auch bei René Wagner

In einem Interview blickte Christian Keller in der vergangenen Woche zurück auf seine Zeit beim 1. FC Köln und gab einen Einblick in Entscheidungen als Geschäftsführer. Dieses Amt hat Thomas Kessler von dem Ex-Sportchef vor anderthalb Jahren (zunächst als Sportdirektor) übernommen. Und Kessler hat den FC seitdem auf einigen Ebenen umgekrempelt. Das wird auch an der Personalie René Wagner deutlich.

Geht es um die Identifikation mit dem eigenen Verein, kann Thomas Kessler wohl kaum jemand etwas vormachen. Der Geschäftsführer Sport der Geißböcke spielte bereits in der Jugend beim 1. FC Köln, stand auch bei den Profis im Tor, wechselte nach der Karriere die Seite und agierte hinter den Kulissen. Dort lange als Leiter des Lizenzbereichs als enger Mitarbeiter von Christian Keller. Von diesem hat er vor ziemlich genau anderthalb Jahren seine neue Position zunächst als Sportdirektor, dann als Geschäftsführer übernommen. Eine mögliche Sorge, „Kess“ würde den FC so weiterführen wie bisher, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: Thomas Kessler geht seinen eigenen Weg.

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Die großen Störgeräusche sind ausgeblieben als Christian Keller und der 1. FC Köln im Mai vergangenen Jahres getrennte Wege gingen. Der Ex-Geschäftsführer zog sich aus dem Fußballgeschäft weitestgehend vorerst zurück. Hier mal ein Interview, da mal eine Geschichte aus seiner Zeit bei den Geißböcken. In der vergangenen Woche erklärte der Wirtschaftsexperte in einem Gespräch mit „The Beautiful Business“, wie er den FC sanierte, seinen Blick auf die Transfersperre und den damit verbundenen Abstieg 2024. Interessant waren darin seine Bemerkungen zu einer eingeführten Gehaltsobergrenze, die Keller lange medial heruntergespielt hatte, sowie Spieler, die bewusst auf den Transfermarkt gesetzt und verkauft worden seien, um Gehalt zu sparen.

Thomas Kessler hat den Kader des 1. FC Köln umgekrempelt

Namen nannte der Ex-Sportchef nicht, doch Anthony Modeste könnte einer dieser Kandidaten gewesen sein. Dazu passt ein unvergessenes Interview des Stürmers in Donaueschingen, als der Franzose wie aus dem Nichts mit seinem Abschied kokettierte. Eine Lücke, die sehr lange nicht gestopft wurde. Das Erbe hat Thomas Kessler angetreten. Er hat es nicht verwaltet, er hat es abgelöst. Denn der aktuelle Kader trägt eine andere Handschrift. Nur noch wenige Akteure, die Keller unter Vertrag genommen hat, spielen aktuell für den FC. Nicht alle – wie etwa Luca Waldschmidt – dürften mit ihrer aktuellen Spielzeit zufrieden sein. Dafür hat Kessler einen neuen Kader geformt. Deutlich mehr als 20 Spieler hat der Ex-Keeper verpflichtet, nicht alle, aber einige sind eingeschlagen. Leistungsträger wie Jahmai Simpson-Pusey oder Tom Krauß wurden geholt, viele Altlasten abgegeben.

Christian Keller wollte René Wagner wohl nicht, Thomas Kessler schon

Gerade die Spieler, die unter Keller nicht zündeten, sind kein Thema mehr in Köln. Dieser Umbau war aber auch so nur möglich, weil Kessler nun wieder andere Mittel zur Verfügung stehen, als in der Zeit zuvor. Und daran hat Keller zweifelsohne seinen Anteil. Doch Kessler hat den Kader nicht nur umgebaut, der Sportchef greift auch ein und korrigiert seine eigenen Entscheidungen. Einige von ihm verpflichtete Leihspieler wurden nicht übernommen, das Kapitel Lukas Kwasniok – dem Vernehmen nach ein Wunschkandidat von Kessler – frühzeitig beendet. Und der 40-Jährige schlug einen anderen Weg ein, beförderte René Wagner. Dass der einstige Co-Trainer seines Vorgängers ebenfalls eine Wunschvorstellung des Geschäftsführers ist, ist bekannt. Genauso wurde bereits kolportiert, dass Kessler, noch in anderer Funktion, Wagner auch schon vor einigen Jahren ins Spiel gebracht haben soll.

Die Beförderung kam also nicht aus dem Nichts. Laut Sky lag Wagner im Sommer 2025 ein Angebot aus der Premier League vor, nach einem Gespräch mit Kessler entschied er sich zur Aufgabe als Co-Trainer beim 1. FC Köln. „René kennen und schätzen wir seit seinem ersten Engagement bei uns als Co-Trainer als ausgewiesenen Fußballfachmann“, sagte Kessler bei der Beförderung. Wie weit diese Entscheidung von der eines Christian Kellers entfernt scheint, deutete der Sportjournalist Martin Sauerborn im Podcast der „FC-Thekenphilosophen“ nun an. Demnach sei Wagner nach der Entlassung von Steffen Baumgart von Kessler als künftiger Trainer ins Spiel gebracht worden. Wagner sei laut Sauerborn durch das Assessment-Center gefallen, gerade bei der Frage nach der Fähigkeit als „Anführer“ zu fungieren, habe der heutige Coach „Defizite gezeigt“.

Warum Thomas Kessler an René Wagner festhält

Kessler holte Wagner also anderthalb Jahre später zum FC, installierte ihn im März dieses Jahres als Interimscoach und beförderte den Dresdner im Sommer zum Cheftrainer. Der Ex-Keeper ist von Wagner überzeugt, stärkt ihm aktuell den Rücken. Denn auch diese Personalie ist eine Handschrift des neuen Geschäftsführers. Tatsächlich gelang mit dem Trainer der Klassenerhalt, auch jetzt stehen die Kölner wieder über dem Strich, haben das Achtelfinale im Pokal erreicht. Dass die Ergebnisse in der Liga zuletzt ausblieben und die Kritik am Trainer lauter wurde, gehört genauso dazu. An der Konstellation ändert das nichts: Wagner ist Kesslers Trainer. Er steht für den Bruch mit der Keller-Zeit wie kaum ein anderer. Damit steht Kesslers Emanzipation aber auch im direkten Zusammenhang mit Wagners Erfolg. Der eine hat einen neuen Weg eingeschlagen, der andere muss beweisen, dass es die richtige Richtung ist. Aktuell gibt es da aber heftigen Gegenwind.

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Kommentar: Ein Tor ist noch keine Stürmerlösung – das muss Malek El Mala beim 1. FC Köln auch nicht sein

Malek El Mala jubelt nach seinem Tor
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Kommentar: Ein Tor ist noch keine Stürmerlösung – das muss Malek El Mala beim 1. FC Köln auch nicht sein

Gefordert, eingewechselt, getroffen und Punkt gerettet: Die Geschichte von Malek El Mala ist eine, die Fußballromantiker lieben. Doch ein Tor macht noch keinen fertigen Mittelstürmer aus. Warum der 1. FC Köln im Winter trotzdem einen Angreifer suchen muss und der 21-Jährige gerade deshalb Schutz vor dem Hype verdient. Ein Kommentar.

40 Jahre nach den Allofs standen beim 1. FC Köln wieder zwei Brüder gemeinsam auf dem Platz. Ausgerechnet der Debütant erzielte den wichtigen Ausgleich. Mehr Fußball-Märchen geht wohl kaum. Und gerade deshalb lohnt der nüchterne Blick darauf, was dieses Tor beweist und was nicht.

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Es ist die Geschichte für Fußballromantiker: 40 Jahre nach den Allofs hat der FC also wieder ein Brüder-Paar auf die Platte gebracht und nicht nur das: Malek El Mala kam, traf und siegte. Zumindest persönlich, gegen jene Kritiker, jene Nörgler, die einen Einsatz des 21-Jährigen für verfrüht oder unverdient hielten. Der ältere der beiden El Malas kam am Sonntag zu seinem ersten Bundesliga-Spiel – das in der 72. Minute, in der 79. hatte er sich als Bundesliga-Torschütze in die Geschichtsbücher eingetragen. Das Debüt, genauso wie sein erstes Tor werden dem Mittelstürmer immer in Erinnerung bleiben, diese ist Malek El Mala nicht zu nehmen. Es war ein Einstand nach Maß. Ein Einstand, den sich wohl jeder Fußballer bereits in den Kindertagen ausgemalt hat. Und ein Einstand, der Lust macht auf mehr. Was der Einstand aber nicht ist, ist das Versprechen eines Heilsbringers.

Die Entscheidung auf Malek El Mala zu setzen, war die richtige

Die Bilanz ist auf den ersten Blick eine sehr gute. Fünf Ballkontakte, ein Tor. Es brauchte sogar nur die zweite Ballberührung, um dieses schöne Kapitel der spannenden Geschichte der El-Mala-Brüder weiterzuschreiben. Diese reichten für einen gelungenen Auftakt, sie reichen aber nicht für eine Einschätzung darüber, welche Rolle El Mala künftig beim FC spielen kann. Geschweige denn, welches Potenzial tatsächlich noch in ihm steckt. Denn bei dem Vertrauen in dieses wird schon die Frage erlaubt sein, warum sich René Wagner mit dem Debüt so viel Zeit gelassen hat. Das Argument, es habe in der Schlussphase eben einen Mittelstürmer gebraucht und Malek sei der einzige dieser Art im Kader, ist zwar richtig, doch hätte es genauso gut schon gegen den FC Schalke 04 gelten können oder müssen, als den Kölnern eben auch nichts eingefallen ist und der 21-Jährige auf der Bank saß.

Nur damit das nicht falsch verstanden wird: Malek El Mala soll nicht kleiner geredet werden als er ist. Die Entscheidung, ihn einzusetzen war ganz offensichtlich die richtige. Denn der Angreifer stand da, wo ein Stürmer zu stehen hat. Er hat das Tor erzielt, dem FC einen Punkt gerettet und alleine damit schon seine Aufstellung gerechtfertigt. Nur ist der 21-Jährige damit nicht zwangsläufig die finale Antwort auf die Suche nach dem fehlenden Mittelstürmer – so schön die Geschichte auch sein mag. Sein Treffer sollte auch nichts daran ändern, dass sich die Verantwortlichen im Winter mit der Stürmerfrage beschäftigen müssen. Das ist kein Misstrauensvotum gegen den 21-Jährigen. Es wäre vielmehr unfair, ihm diese Verantwortung schon jetzt aufzubürden.

Es sei nur daran erinnert, dass die Kölner Verantwortlichen beispielsweise 2023 auf den vermeintlichen Engpass im Sturm mit den Angreifern aus dem eigenen Kader wie Florian Dietz oder Steffen Tigges reagiert haben, als die Lücke, die Anthony Modeste bereits eine Spielzeit zuvor hinterlassen hatte, noch nicht ausreichend geschlossen war – das Ergebnis ist bekannt, keiner dieser Spieler ist noch Teil des FC-Profikaders. Glaubt man den Äußerungen der Mitspieler, der Verantwortlichen, des Trainers wird es bei Malek eine andere Entwicklung geben.

1. FC Köln setzt selbst auf den Hype um Said El Mala

Nur braucht es dafür Geduld, Entwicklung. Es ist ein gutes Jahr her, da mahnte Lukas Kwasniok vor dem Hype um Said El Mala. Der Trainer machte die Medien zum Teil dafür verantwortlich, die über den Spieler berichteten, der durch seine außerordentlichen Leistungen die Schlagzeilen selbst bestimmte. Ganz von der Hand zu weisen war die Kritik nicht. Kwasniok beklagte damals, er werde „in jeder Woche dreimal zu Said El Mala befragt“, nach gerade einmal sechs Bundesliga-Spielen. „Wie soll da jemand normal bleiben?“ Paradoxerweise inszenierten die Kölner im Sommer selbst dann das Vertragsverlängerungs-Video von Said, gepaart mit Leuchtreklamen in der ganzen Stadt, sicher auch, um möglichst viele Trikots zu verkaufen. Aus PR-Sicht ein Geniestreich. Aber eben auch weiteres Feuer für einen Hype. Said hat den Rummel ausgehalten, weil er Woche für Woche geliefert hat. Malek hat bislang einen Nachmittag geliefert.

Nun steht mit Malek der nächste El Mala im Rampenlicht. Natürlich ist seine Geschichte reizvoll. Zwei Brüder beim selben Verein, beide mit Bundesliga-Talent, einer davon trifft gleich bei seinem Debüt. Das ist eine Geschichte, die sich ganz von alleine schreibt. Es ist eine Geschichte, die den Hype multiplizieren kann. Ob Nilas Yacobi eine ähnliche Aufmerksamkeit erhalten würde, darf mindestens hinterfragt werden. Die Richtung der Folgekapitel ist jedenfalls nicht vorgegeben. Malek El Mala hat bislang einen einzigen bemerkenswerten Moment in der Bundesliga erlebt. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Ob er sich dauerhaft durchsetzen kann, wird sich erst zeigen müssen. Der Vergleich mit Said macht dabei genauso wenig Sinn, wie der mit Spielern wie Marius Bülter oder Luca Waldschmidt. Der FC braucht Spieler, die sich entwickeln dürfen.

Malek El Mala ist nicht der Heilsbringer, der die Lücke im Angriff stopft. Das wird auch weiterhin im Winter passieren. Darüber braucht man sich dann auch nicht ärgern. Vorerst sollte man sich über seine Einsatzzeit und gerne auch über seine Tore freuen. Man darf den Treffer abfeiern. Ein Tor macht noch keinen fertigen Mittelstürmer. Aber einen, der seine Chance verdient hat, ohne dass dafür gleich die nächste Leuchtreklame aufgehängt werden muss.

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Wat bliev? Beim 1. FC Köln hält die Dreierkette dicht – der Angriff bleibt ratlos

Tom Krauß und Marius Bülter im Spiel gegen Union Berlin
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Wat bliev? Beim 1. FC Köln hält die Dreierkette dicht – der Angriff bleibt ratlos

Eine funktionierende Position für Tom Krauß, Halt in der letzten Kette und ein Traum-Debüt und Bundesliga-Tor. Auf der anderen Seite aber eine Offensive, die gegen tief stehende Berliner 70 Minuten lang ratlos wirkt. Das 1:1 bei Union hatte zwei Gesichter und es stellt sich durchaus die Frage was beim 1. FC Köln gut und was schlecht lief.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer sahen am Sonntag bei der Partie zwischen Union Berlin und dem 1. FC Köln über weite Strecken ein zähes Spiel, ganz anders als noch beim 5:0 gegen die Eisernen am Dienstag. Am Ende stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Was hinten funktionierte, scheiterte vorne an alten Mustern.

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Das war gut: In den vergangenen drei Spielen kassierte der FC wettbewerbsübergreifend lediglich ein Gegentor. Nachdem die Kölner fast einen Negativrekord aufgestellt hätten (spielten gegen Schalke erstmals seit dem 30. Januar wieder zu Null), stabilisierte sich die Abwehr zuletzt. Gegen Union setzte René Wagner am Sonntag erneut auf eine Dreierkette mit Joel Schmied, Jahmai Simpson-Pusey und Tom Krauß. Das Trio stand so schon im Pokalspiel gegen Union auf dem Feld und wusste direkt zu überzeugen. Simpson-Pusey übernahm dabei die zentrale Position und koordinierte seine Nebenleute. Krauß agierte als flexibler Innenverteidiger, der im eigenen Ballbesitz häufig auf die Sechser-Position rutschte. Am Sonntag zeigte er wieder ein starkes Spiel, gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte eine Passgenauigkeit von 96 Prozent. Der gebürtige Leipziger sollte nach dem Skhiri-Ausfall verstärkt die Rolle des Tunesiers in der Mannschaft übernehmen. Mit seiner Mentalität und Erfahrung ist er aktuell gesetzt und geht mit Leistung voran.

Neue Dreierkette: Die Kölner Abwehr steht wieder

Schmied rotierte für Luka Lochoshvili in die Startelf und brachte sofort Stabilität in die Kölner Hintermannschaft. Der Georgier wirkte hingegen zuletzt teilweise etwas unsicher, während Schmied seine Chance direkt nutzen konnte. Der Schweizer schob wie Krauß immer wieder aus der Dreierkette raus, um den Gegner früh zu stören. Neben seiner Zweikampfstärke überzeugte er auch im Spiel mit Ball und lenkte das Geschehen von seiner linken Halbposition aus. Schmied hat während seiner knapp zwei Jahre beim FC schon bewiesen, welche Qualitäten er mitbringt. Wagner hat mit seinem neuen Defensiv-Trio also vielleicht eine Option gefunden, die der Mannschaft mehr Stabilität bringt.

Debüt-Tor: Malek El Mala belohnt Wagners Mut

Ein weiterer positiver Punkt aus dem Spiel gegen Union ist die Geschichte um Malek El Mala. Nach zwei Spielen ohne Einsatz im Kader war es an der Alten Försterei endlich so weit. Der ältere El-Mala-Bruder stellte nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung seine Stürmer-Qualitäten unter Beweis und traf zum Ausgleich. Wagner hat mit Malek ein Zeichen gesetzt. Zum einen zeugte die Einwechslung von Vertrauen. In einer schwierigen Spielphase schenkte er dem 21-Jährigen sein Bundesliga-Debüt, der das Vertrauen mit seinem Treffer direkt zurückzahlen konnte. Zum anderen war der Wechsel auch ein wichtiges Zeichen für den Nachwuchs. Wagner hat seine jungen Talente im Blick. Durch starke Leistungen und Einsatzbereitschaft kann es auch der Nachwuchs in die Profi-Mannschaft schaffen. Zwar hätte El Mala diese Chance ohne diverse Ausfälle wahrscheinlich nicht bekommen, manchmal braucht es aber genau solche Situationen.

Gegen tief stehende Berliner fehlen die Ideen

Das war schlecht: Den Kölnern fehlt in der Offensive schlichtweg die Durchschlagskraft gegen tiefstehende Gegner. Der FC dominierte mit 63 Prozent Ballbesitz über weite Strecken das Spiel, doch der Ertrag blieb am Ende aus. Im Pokalspiel unter der Woche schenkten die Geißböcke den Unionern noch fünf Tore ein, wobei die Mannschaft von Mauro Lustrinelli einen anderen Ansatz wählte. Die Berliner pressten den FC auf vorderster Linie, während sich dahinter mehr Räume für die Kölner auftaten. Mit schnellen Umschaltspielern wie Said El Mala und Linton Maina spielte dem FC das in die Karten. An der Alten Försterei entschieden sich die Berliner fünf Tage später für eine defensivere Herangehensweise.

Nach dem frühen Treffer konzentrierten sich die Hausherren fortan auf die Defensive und überließen den Gästen das Spiel. Damit hatten die Kölner sichtlich Probleme. Es fehlte in der Offensive erneut an Lösungen. Die Wagner-Truppe schlug oft wilde Flanken oder war schlichtweg zu ungenau im letzten Drittel. Die Torschuss-Statistik von 13:5 spricht für den FC, doch wirklich hochkarätige Chancen waren Mangelware. Zudem unterstrich die El-Mala-Einwechslung, wie sehr den Kölnern ein echter Stürmer fehlt. Malek stand in der 79. Minute genau da, wo ein Angreifer stehen sollte. Diese Qualität ist dem FC durch die Ausfälle von Ragnar Ache und Thijs Dallinga abhandengekommen. Ersterer wird aber aller Voraussicht nach gegen Bayer Leverkusen (8. November/15.30 Uhr, im Liveticker bei come-on-fc.com) in den Kader zurückkehren und soll dem Kölner Offensivspiel neue Optionen bieten.

Fazit vor Leverkusen: Was der 1. FC Köln aus Berlin mitnimmt

Negativ war zudem der frühe Gegentreffer in der 11. Minute. Die Berliner strahlten kaum offensive Gefahr aus und wurden neben dem Tor lediglich bei einem Lattentreffer in der 42. Minute gefährlich. Die Gastgeber konnten sich tief hinten reinstellen, womit der FC seit Jahren seine Probleme hat. Der frühe Treffer war also das Worst-Case-Szenario aus Sicht der Kölner. Gerade gegen einen tiefstehenden Gegner hätten die Qualitäten von Mikey Moore vielleicht ein Gamechanger sein können. Wagner gab jedoch Isak Johannesson die Chance und setzte auf die Joker-Qualitäten der Tottenham-Leihgabe. Der Isländer tat sich abermals schwer und sorgte kaum für offensive Impulse. Wann Moore sich vollständig beim FC festspielt, bleibt noch abzuwarten. Obwohl der Ertrag in den letzten Spielen noch ausblieb, zeigte der Offensivspieler schon einige vielversprechende Ansätze.

Gegen Bayer Leverkusen könnte der 19-Jährige wieder in die Startelf zurückkehren. Mit dem Spiel gegen die Werkself und dem anschließenden Auswärtsspiel in München hat der FC nun zwei schwere Aufgaben vor der Brust. Daher ist nicht auszuschließen, dass Wagner die Taktik der Geißböcke für die beiden Partien erneut anpasst. Das Spiel in Berlin dürfte aufgezeigt haben, was in den nächsten Wochen noch besser werden muss, aber auch, auf welche eigenen Stärken die Domstädter vertrauen können.

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1. FC Köln: Verhinderte die Technik Rot nach Foul an Said El Mala?

Said El Mala diskutiert mit Schiedsrichter Richard Hempel nach einem Foulspiel an ihm.
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1. FC Köln: Verhinderte die Technik Rot nach Foul an Said El Mala?

Für wirklich viel Gesprächsstoff sollte das müde 1:1-Unentschieden des 1. FC Köln bei Union Berlin nicht sorgen. Doch im Nachgang wird nun eine Szene besonders interessant. Denn ein Foulspiel an Said El Mala wurde möglicherweise nicht regelkonform geahndet. Zeno van den Bosch sah die Gelbe Karte, den roten Karton verhinderte möglicherweise die Technik.  

Es war ein recht unspektakuläres Spiel. Und das, obwohl Schiedsrichter Richard Hempel eigentlich gerne Mal zu einer Karte neigt. 15 Spieler hat der Unparteiische in seinen 43 Erst- und Zweitliga-Spielen des Platzes verwiesen – und möglicherweise hätte es am Sonntag einen weiteren geben können – und das für einen Spieler von Union Berlin. Möglicherweise hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen. Doch die Technik funktionierte aus Kölner Sicht nicht wie erhofft.

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In der 37. Minute der Partie gegen Union Berlin lag Said El Mala plötzlich schreiend am Boden, schlug mit der Hand wild auf den Boden ein. Kurz zuvor hatte Union-Verteidiger Zeno Van den Bosch den Kölner von den Beinen geholt. Aus der Ferne sah die Aktion tatsächlich nicht wirklich schlimm aus. Der Belgier stieg dem deutschen Nationalspieler von hinten auf den Knöchel, sodass El Mala zunächst unter Schmerzen zu Boden ging. Schiedsrichter Richard Hempel unterbrach die Partie sofort und entschied auf Gelb und Freistoß. Der VAR schaltete sich nicht ein, wodurch die Entscheidung bestehen blieb. Auch am Fernseher war die Szene im Normalbild oder im normalen Tempo nicht unbedingt anders einzuschätzen. Für den Kölner Angreifer ging es kurz darauf weiter. Für Van den Bosch dementsprechend auch – zu Unrecht?

Unscharfe Bilder: Warum der VAR beim Foul an Said El Mala nicht eingriff

Während El Mala auf dem Köpenicker Rasen lag, erhofften sich vielleicht viele Kölner Zuschauer dann doch eine Überprüfung der Szene. Ähnliche Zweikämpfe führten in der Vergangenheit schon zu Platzverweisen. Überprüft werden konnte diese Szene jedoch nicht, da die nötigen Kameraeinstellungen nicht verfügbar waren. Auf keinem der verfügbaren Bilder war ein überhartes Einsteigen sichtlich erkennbar. Wie der „Kicker“ berichtet, überprüfte Video-Assistent Patrick Hanslbauer die Szene zwar, konnte anhand des verfügbaren Materials aber keine eindeutige Fehlentscheidung von Schiedsrichter Hempel feststellen. Ein Sprecher der DFB Schiedsrichter GmbH bestätigte dem Fachmagazin die technischen Probleme. Demnach waren die Aufnahmen an der Alten Försterei nicht scharf genug, um die Szene entscheidend beurteilen zu können.

Bei den Bildern der eigenen Kamera der ARD war die Szene zwar besser zu sehen, eine klare Entscheidung war aber auch dort nur schwer zu treffen. Zudem lagen diese Bilder den Unparteiischen gar nicht vor. Damit blieb es bei der Gelben Karte für van den Bosch. Ob das Foulspiel wirklich eine Rote Karte verdient gehabt hätte, ist somit nicht bestätigt. Allerdings hatten Said El Mala und Schiedsrichter Richard Hempel offenbar ordentlich Redebedarf. Immerhin konnte der 20-jährige Kölner weiterspielen. Es ist auch nicht gesagt, dass der FC gegen zehn tief stehende Berliner mehr Ideen entwickelt hätte. Ein Vorteil wäre es dennoch gewesen.

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Durchbruch in Dänemark: Julian Pauli trifft erstmals für Odense BK

Julian Pauli im Training
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Durchbruch in Dänemark: Julian Pauli trifft erstmals für Odense BK

Während Julian Pauli bei Odense BK langsam zum Leistungsträger heranwächst, muss Jaka Cuber Potocnik verletzungsbedingt pausieren. Patrik Kristal durfte in der Liga erstmals von Beginn an ran und andere Leihgaben kämpfen weiterhin um Einsatzzeiten. So schlugen sich die FC-Leihspieler am vergangenen Wochenende.

Der 1. FC Köln hat für die Saison 2026/27 insgesamt acht Spieler verliehen. Mehrere von ihnen waren am vergangenen Wochenende bei ihren Leihvereinen im Einsatz. Grund zur Freude gab es vor allem in Dänemark, wo ein Kölner Innenverteidiger an seine positive Entwicklung der letzten Wochen anknüpfen und sich mit seinem ersten Treffer belohnen konnte.

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Julian Pauli entwickelt sich zum Leistungsträger

Für Julian Pauli verläuft die Leihe zu Odense BK bislang äußerst erfolgreich. Der Innenverteidiger hat sich beim dänischen Erstligisten schnell etabliert und ist inzwischen zu einer festen Größe in der Mannschaft aufgestiegen. In den bislang zehn Pflichtspielen stand der 21-Jährige neunmal in der Startelf. Lediglich bei seinem Debüt kam er zunächst von der Bank. In den vergangenen fünf Partien spielte Pauli dann jeweils sogar über die volle Distanz. Im Duell mit Silkeborg IF belohnte sich der Kölner nun erstmals mit einem eigenen Treffer für seine guten Leistungen der letzten Wochen. Nachdem Odense zunächst früh in Rückstand geraten war, drehte die Mannschaft die Partie. Pauli setzte dabei den Schlusspunkt und traf zum 4:1-Endstand. Für den Innenverteidiger war es der nächste Schritt in seiner Entwicklung während der Leihe.

Bereits in der vergangenen Saison sammelte Pauli bei Dynamo Dresden wertvolle Erfahrungen. Beim damaligen Zweitligisten kam er auf 21 Ligaeinsätze und gehörte ebenfalls zum Stammpersonal. Mit dem Wechsel nach Dänemark folgte die nächste Herausforderung. Dort sammelt der Abwehrmann erstmals regelmäßige Erfahrungen im Ausland und scheint sich auch auf diesem Niveau schnell zurechtzufinden. Für den 1. FC Köln könnte die erfolgreiche Entwicklung jedoch einen Abschied im kommenden Sommer bedeuten. Odense BK hat sich bei der Leihe eine Kaufoption gesichert und damit die Möglichkeit, den Innenverteidiger nach der Saison fest zu verpflichten. Wie hoch die mögliche Ablösesumme ausfällt und ob sich der FC seinerseits eine Rückkaufoption gesichert hat, ist bislang nicht bekannt. Setzt Pauli seine positive Entwicklung fort, dürfte ein fester Transfer für die Dänen durchaus interessant werden.

Verletzungsrückschlag für Potocnik, Niederlagen für Niang und Gazibegovic

Weniger erfreulich verlief das Wochenende für Jaka Cuber Potocnik. Der Angreifer von Rot-Weiss Essen musste bereits in der Vorwoche im Heimspiel gegen Jahn Regensburg nach rund 25 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Dabei zog sich der 21-Jährige eine Bänderverletzung zu. Wie lange der Kölner Leihspieler ausfallen wird, ist bislang noch offen. Potocnik verpasste deshalb sowohl das Pokalspiel gegen RB Leipzig, das RWE mit 1:2 verlor, als auch den 1:0-Auswärtssieg bei Sonnenhof Großaspach. Für den Angreifer ist die Verletzung einen bitterer Rückschlag, nachdem er zuletzt regelmäßig auf Spielzeit gekommen war.

Patrik Kristal durfte beim FC Thun erstmals in einem Ligaspiel von Beginn an ran. Beim Auswärtsspiel gegen Lausanne-Sport stand der 18-Jährige in der Startelf und durfte sich weiter zeigen. Nach 61 Minuten war sein Einsatz beendet. Für den estnischen Offensivspieler gab es dennoch Grund zur Freude: Thun setzte sich in einer spektakulären Partie mit 5:4 durch und sicherte sich drei wichtige Punkte. Rechtsverteidiger Jusuf Gazibegovic stand bei Widzew Lodz schon zum vierten Mal in Folge in der Startelf. Beim Auswärtsspiel gegen GKS Katowice absolvierte der Rechtsverteidiger die kompletten 90 Minuten und bereitete dabei einen Treffer vor. Trotzdem musste sich Widzew am Ende mit 2:3 geschlagen geben.

Eine Niederlage gab es auch für Youssoupha Niang und den FC St. Pauli. Der gebürtige Bonner saß im Duell mit dem 1. FC Nürnberg zunächst auf der Bank und wurde erst in der 81. Minute beim Stand von 1:2 eingewechselt. Der Angreifer konnte dem Spiel in der Schlussphase allerdings keine entscheidende Wendung mehr geben. Am Ende verloren die Kiezkicker mit 1:3. Für Yannick Mausehund bleibt die Situation beim TSV Havelse unverändert schwierig. Beim 1:1 gegen den FC Ingolstadt saß der Abwehrspieler erneut über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Damit wartet der Kölner Leihspieler inzwischen seit drei Partien auf weitere Einsatzminuten.

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“Als FC hast du immer den Traum“: Britta Carlson und die FC-Frauen hoffen aufs Finale

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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“Als FC hast du immer den Traum“: Britta Carlson und die FC-Frauen hoffen aufs Finale

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig durchgesetzt. Das Team von Britta Carlson gewann das Duell zweier Bundesligisten mit 1:0. Die Trainerin zeigte sich anschließend stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft.

Nach dem Sieg gegen RB Leipzig war die Stimmung gut. FC-Trainerin Britta Carlson sprach unter anderem über den großen Traum vom Pokalfinale in der eigenen Stadt.

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Der 1. FC Köln darf weiter vom Endspiel im eigenen Stadion träumen. Die FC-Frauen sicherten sich mit einem 1:0-Erfolg gegen RB Leipzig das Ticket für das Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Gäste aus Leipzig hatten zwar mitunter mehr Spielanteile, fanden gegen die kompakte Spielweise des FC aber keine durchschlagenden Lösungen. Für Britta Carlson sei der Auftritt ihrer Mannschaft deshalb ein besonderer Grund zur Freude gewesen: „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, die das wieder gezeigt hat, auch mit ein, zwei Ausfällen, die wir die Woche hatten, da so durchzukommen“, erklärte die Trainerin nach der Partie.

Britta Carlson „extrem stolz“ trotz AusfällenBritta Carlson „extrem stolz“ trotz Ausfällen

So fügte sich Weronika Zawistowska ins Lazarett ein. Die polnische Nationalspielerin habe unter der Woche im Training ohne Gegnereinwirkung einen Außenbandriss erlitten und werde erst in der übernächsten Woche wieder auf dem Platz stehen. Zudem fehlte Jil Schäfer aufgrund einer Nasennebenhöhlen-Entzündung. Die personellen Alternativen auf der Bank wurden daher immer knapper für Carlson. Gerade vor diesem Hintergrund habe ihr die Umsetzung des Matchplans gefallen. Ihre Mannschaft habe es geschafft, die Stärken des Gegners weitgehend zu unterbinden: „Wir sind eine Pressing-Mannschaft, wir sind eine Mannschaft, die eklig ist zu bespielen. Das haben wir heute extrem gut umgesetzt.“

Der Traum vom DFB-Pokalfinale in Köln 

Der Erfolg könnte für die Kölnerinnen auch emotional eine besondere Bedeutung entwickeln. Nach dem Schlusspfiff feierte die Mannschaft auf dem Rasen jedenfalls ausgelassen mit den Fans. Der DFB-Pokal hat mit dem Endspiel im RheinEnergieSTADION einen besonderen Reiz für den 1. FC Köln. „Als FC hast du immer den Traum, mal in Köln im Finale zu stehen. Das ist einfach etwas ganz Besonderes. Deine Heimatstadt, deine Fans, die da sind“, äußerte die Trainerin nach der Partie. Zwei Schritte sind bis dahin allerdings noch zu gehen.

Der Einzug ins Viertelfinale sei auch ein zusätzlicher Antrieb für die kommenden Aufgaben. Die bisherige Saison habe gezeigt, dass die Mannschaft trotz verschiedener Herausforderungen auf einem guten Weg sei. Der Erfolg gegen Leipzig könne dabei weiteres Selbstvertrauen geben.

Wiedersehen mit Leipzig in der Bundesliga 

In knapp einer Woche treffen beide Mannschaften erneut aufeinander, dann in der Bundesliga, aber wieder im Franz-Kremer-Stadion. Carlson wolle die Erkenntnisse aus dem Pokalspiel für die Vorbereitung nutzen. Trotz des Erfolgs gebe es genügend Ansatzpunkte: „Auch wenn wir es heute 1:0 gewonnen haben, sind trotzdem viele Dinge, an denen wir weiterarbeiten müssen. Das wissen wir auch.“ Und wenn die Mannschaft die Dinge beim Wiedersehen mit Leipzig umsetzt, stehen die Chancen gut, dass nach dem Schlusspfiff erneut gefeiert werden kann.

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1. FC Köln: Vom Torrausch zurück zur Harmlosigkeit – die Offensive gibt Rätsel auf

Said El Mala hatte im Spiel gegen die Eisernen einen schweren Stand
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1. FC Köln: Vom Torrausch zurück zur Harmlosigkeit – die Offensive gibt Rätsel auf

Von der Pokal-Gala zurück in den Liga-Alltag, den grauen Liga-Alltag. Und das in jeglicher Hinsicht. Nur wenige Tage nach dem glorreichen 5:0-Erfolg über die Eisernen im Cup, mühte sich der 1. FC Köln an der Alten Försterei am Sonntag zu einem zähen 1:1-Unentschieden gegen Union Berlin. Der FC ist nicht nur zurück im Liga-Grau, er verfällt dabei auch wieder in bekannte Muster und die lassen die Diskussionen der vergangenen Wochen wieder aufleben.

Mit einem Punkt kehrt der 1. FC Köln aus Köpenick zurück. Die Geißböcke sicherten sich bei den Eisernen einen wichtigen Zähler, offenbarten aber einmal mehr eine erschreckende Offensivschwäche. Und die dürfte kurzfristig vergessene Kritik wieder aufkommen lassen.

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Ein großer Prophet musste man wohl nicht sein, um zu ahnen, dass das zweite Spiel gegen die Eisernen innerhalb weniger Tage ein anderes werden würde, als noch das 5:0 am Dienstag. Dass es aber ein so zäher Nachmittag an der Alten Försterei werden würde, war nicht eingeplant. „Sie haben auf Fünferkette umgestellt. Das war für uns in der ersten Halbzeit nicht so einfach, da mussten wir uns erst einmal dran gewöhnen“, erklärte René Wagner. Das klappte zwar im zweiten Abschnitt besser, aber ehrlicherweise recht spät. Gerade die erste Stunde erinnerte dann doch sehr an die bisherigen Auftritte in der Liga. Der FC mühte sich, erarbeitete sich nach dem Rückstand durch Janik Haberer zunehmend ein Übergewicht, nur brachte das den Kölnern rein gar nichts ein. Bis zur Halbzeit kamen die Gäste auf zwei Abschlüsse, nicht in Tornähe, der xGoals-Wert lag bei 0,08.

Offensive des 1. FC Köln: 0,12 xG in 70 Minuten

Zwar änderte sich diese Bilanz nach dem Wechsel deutlich, aber eben erst sehr spät. Bis zur 70. Minute waren es vier Abschlüsse, der xGoals-Wert lag bei 0,12 – und das bei einem Ballbesitz von mehr als 60 Prozent. Das Bild erinnerte gleich an mehrere Auftritte der Kölner. Köln kam durchaus in die gegnerische Hälfte, ließ dort aber Tempo, Präzision und die nötigen Ideen vermissen. Der Ballbesitz wurde selten in echte Gefahr umgemünzt. Sicherlich standen die Eisernen kompakter als noch im Pokal, hatten vielleicht aus ihren Fehlern gelernt und dem FC nicht die Räume auf den Flügeln angeboten, doch der FC scheiterte lange eben auch an der Unfähigkeit gegen die Köpenicker ein Mittel zu finden. Es sind die Elemente, die dem FC schon die gesamte Spielzeit fehlen. Das Kreative, die Torgefahr, die Aktionen im Schlussdrittel. Umso erstaunlicher, dass Wagner in der Startelf einmal mehr auf einen Spieler verzichtete, von dem man sich genau das verspricht: Mikey Moore.

Mikey Moore auf der Bank, Malek El Mala als Joker

Noch vor dem Spiel hatte Wagner angekündigt, dass Moore auch schon von der Bank bewiesen habe, Energie und Gefahr mit aufs Feld zu bringen. Das blieb der 19-Jährige den Zuschauern am Sonntag schuldig. Und hätte es nicht kitschiger sein können, änderte sich das Spiel mit der Hereinnahme von Malek El Mala, der dann ab der 72. Minute mit seinem Bruder Said El Mala gemeinsam auf dem Platz stand – 40 Jahre nach dem letzten Bruder-Paar, den Allofs. Und Malek bedankte sich für das Vertrauen sieben Minuten nach seiner Einwechslung und mit dem zweiten Ballkontakt. „Wenn wir in der 2. Halbzeit ein bisschen eher das Tor machen, dann glaube ich schon, dass wir das Spiel noch drehen können“, sagte Wagner. Tatsächlich änderte sich das Bild erst mit dem Wechsel. Zunächst vergab Bruder Said aus kurzer Distanz, dann machte es Malek besser.

Nur zwei Schüsse aufs Tor: Die alten Probleme sind zurück

In der Schlussphase hätten die Kölner auch noch den Siegtreffer erzielen können, es blieb aber beim leistungsgerechten Unentschieden. Die späte Steigerung kann Wagner einerseits Mut machen, allerdings steht erneut die Frage im Raum, wie der FC mit dem Spielgerät gefährlicher werden kann. Dass am Ende 13 Torabschlüsse auf dem Konto der Geißböcke standen, war 70 Minuten nicht abzusehen – allerdings kamen davon auch nur zwei (!) aufs Tor El Malas Treffer und ein Distanzschuss von Innenverteidiger Joel Schmied in der Schlussviertelstunde. Der Pokalerfolg hatte zumindest kurzfristig den Eindruck vermittelt, dass die Kölner Offensive einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht haben könnte. Das Wiedersehen in der Bundesliga zeigte allerdings, wie schnell die alten Schwierigkeiten zurückkehren können.

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