Jahmai Simpson Pusey hat sich in der Innenverteidigung zu einer absoluten Konstante beim FC entwickelt. In seinem jungen Alter beweist der 21-Jährige schon eine enorme Spielstärke sowie ein intelligentes Abwehrverhalten. Dem Klub könnte er in Zukunft eine beträchtliche Ablösesumme in die Kassen spülen.x
Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich die Defensive des 1. FC Köln in der Saison stabilisieren können. In den vergangenen drei Partien kassierte der Klub lediglich ein Gegentor. Ein Grund für diese positive Entwicklung ist unter anderem Jahmai Simpson-Pusey.

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Der junge Engländer wechselte im Januar zunächst per Leihe ans Geißbockheim und machte mit guten Leistungen sofort auf sich aufmerksam. Nur eine Muskelverletzung sowie eine unglückliche Rot-Sperre bremsten den 21-Jährigen zwischenzeitlich aus. Im Sommer war bei den FC-Bossen dann schnell klar, dass man Simpson-Pusey fest verpflichten möchte. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zog laut mehreren Medienberichten allerdings nicht die Kaufoption, sondern handelte die fixe Ablösesumme auf sechs Millionen Euro herunter. Simpson-Pusey wurde mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet. Manchester City sicherte sich allerdings eine Rückkaufoption für die Zukunft. Dass die Kölner sich bei dem Transfer vom englischen U21-Nationalspieler so schnell sicher waren, untermauern seine Leistungen auch in der laufenden Spielzeit.
Jahmai Simpson-Pusey unter René Wagner beim 1. FC Köln gesetzt
Während die Verteidigung zu Beginn der Saison noch etwas wackelig wirkte, steigerte sich besonders Simpson-Pusey von Spiel zu Spiel. Der FC-Profi ist ein spielstarker Innenverteidiger, der eine unheimliche Abgeklärtheit in seinem jungen Alter mitbringt. In den ersten Bundesliga-Spielen lief er noch in der Viererkette neben Luka Lochoshvili auf. Da der Georgier jedoch sichtlich noch Anlaufschwierigkeiten hatte, stellte René Wagner in den vergangenen Spielen auf Dreierkette um. Mit Simpson-Pusey als zentralem Innenverteidiger und Joel Schmied sowie Tom Krauß auf den äußeren Halbpositionen haben die Kölner die Gegentorflut zumindest in den letzten Begegnungen gestoppt.
Mit einer Passgenauigkeit von 98 Prozent untermauerte Simpson-Pusey auch am Sonntag gegen Union wieder seine Spielstärke. Im gegnerischen Pressing behält der Engländer oft einen kühlen Kopf, lässt seine Gegenspieler auch immer wieder mit einem Haken gekonnt aussteigen. Sein gesteigertes Selbstvertrauen ist dem Youngster deutlich anzumerken. Er koordiniert das Spiel aus seiner zentralen Position und ist ein wichtiger Rückhalt für seine Vorderleute. Daher ist er unter Wagner auch gesetzt. Mit seinen gezielten langen Bällen kreierte er in dieser Saison schon gleich mehrere Torschussvorlagen. Und auch wenn es beim FC aktuell keinen klaren Abwehrchef in der Defensive gibt, schlüpft Simpson-Pusey mehr und mehr in diese Rolle hinein.
Rückkaufoption von Manchester City könnte zum Problem werden
Sollte die Entwicklung des 21-Jährigen weiter so Fahrt aufnehmen, dürfte der FC in Zukunft mit einer ordentlichen Ablösesumme rechnen. Laut transfermarkt.de liegt sein Marktwert derzeit bei neun Millionen Euro (Stand: 4. November 2026). Im Laufe der Saison dürfte dieser jedoch noch steigen. Genau auf eine derartige Transfer-Strategie will der FC in Zukunft setzen. Man möchte junge Spieler mit Potenzial verpflichten und für mehr Geld wieder verkaufen. So ähnlich hatte man es sich auch mit der Verpflichtung von Rav van den Berg vorgestellt. Der FC legte im Sommer 2025 eine satte Ablösesumme von acht Millionen Euro für den niederländischen U21-Nationalspieler auf den Tisch. In der vergangenen Saison wurde er dann zwischenzeitlich von einer Schulterverletzung sowie von einer Rotsperre zurückgeworfen.
Als Wagner dann das Amt von Lukas Kwasniok übernahm, setzte dieser ihn nach nur einer Partie auf die Ersatzbank. Seitdem spielt der 22-Jährige keine Rolle mehr bei den Kölnern. Sein Aufenthalt in der Domstadt wollte van den Berg eigentlich nur als Sprungbrett nutzen, um dann zu einem besseren Klub wechseln zu können. Doch daraus wurde nichts. Aktuell fällt der Niederländer mit einer Muskelverletzung aus. Sollte er jedoch im Anschluss weiterhin keine Spielzeit erhalten, könnte ein Abgang definitiv ein Thema werden.
Kessler betonte zu der Situation bereits im Oktober in einem Interview mit der „Bild“: „Sollte sich an seiner sportlichen Situation bis zum Winter nichts Grundlegendes verändern, werden wir uns selbstverständlich gemeinsam mit ihm und seiner Agentur zusammensetzen und offen darüber sprechen, welche Perspektive für alle Beteiligten am sinnvollsten ist.“ Laut der Zeitung wären sowohl ein Leihgeschäft als auch ein Verkauf denkbar.
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