Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Stuttgart

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Bilanz, TV, Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Stuttgart

Ein Punkt aus fünf Spielen lautet die überschaubare Bilanz des FC in der bisherigen Saison. Nun folgt das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Alles Wissenswerte rund um die Partie gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen den VfB geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Stuttgart.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart?

Zum 105. Mal treffen der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart in Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz spricht knapp für die Geißböcke. Der FC gewann 41 der bisherigen Begegnungen, der VfB ging 37 Mal als Sieger vom Platz. 26 Spiele endeten Remis. Allerdings spricht die Torbilanz (168:162) für die Schwaben und der VfB hat sieben der jüngsten zehn Partien gewonnen.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln bei Stuttgart im TV?

Das Spiel beginnt am Samstag um 15.30 Uhr. Die Begegnung wird daher bei Sky live übertragen. Zusammenfassungen gibt es wie immer unter anderem bei der Sportschau und im Sportstudio.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Stuttgart?

Der liegt bereits mehr als 50 Jahre zurück. Im Januar 1973 setzte sich der FC 5:1 gegen den VfB durch. Zwar geriet Köln im ersten Durchgang nach einem Treffer von Manfred Weidmann in Rückstand. Der FC drehte im zweiten Abschnitt aber auf. Jupp Kapellmann (2), Ricardo-Horacio Neumann, Hannes Löhr und Heinz Flohe waren erfolgreich.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Stuttgart?

Gefühlt kassierte der FC schon etliche herbe Klatschen gegen den VfB. Und der Eindruck täuscht nicht. Drei Mal unterlag Köln den Schwaben bereits mit fünf Toren Unterschied. Unvergessen das 1:6 1991 im eigenen Stadion. Im Kampf um die internationalen Plätze ging der FC im Müngersdorfer Stadion regelrecht unter. Fritz Walter und Karl Allgöwer trafen im ersten Abschnitt für den VfB. Michael Frontzeck (2), Matthias Sammer und Eyjolfur Sverrisson im zweiten. Für Köln traf Alfons Higl zum zwischenzeitlichen 1:3. Auch 1968 verlor der FC gegen Stuttgart 1:6, allerdings beim VfB. Zudem gab es ein 0:5 vor 37 Jahren.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Stuttgart?

Zwölf Tore erzielte Hannes Löhr im Kölner Dress gegen den VfB Stuttgart, Klaus Allofs war sieben Mal erfolgreich. Für Stuttgart traf Karl Allgöwer sogar 13 Mal gegen den FC.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Stuttgart?

Für die Geißböcke stand keiner so oft gegen Stuttgart auf dem Feld wie Pierre Littbarski. Der Weltmeister von 1990 bestritt 30 Spiele gegen den VfB. Auf der anderen Seite verfügt Karl Allgöwer mit 27 Einsätzen über die größte „FC-Erfahrung“.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Stuttgart?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 79.3 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga. Stuttgarts Marktwert berechnet das Portal auf 114 Millionen Euro. Ex-FC-Profi Serhou Guirassy ist der wertvollste Stuttgarter mit rund 16 Millionen Euro. Beim FC ist Dejan Ljubicic der wertvollste Spieler mit 8.4 Millionen Euro.

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Baumgart rotiert: Auf der Suche nach der richtigen Elf

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Baumgart rotiert: Auf der Suche nach der richtigen Elf

Mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart steht der FC vor einer schweren Aufgabe. FC-Trainer Steffen Baumgart sucht die richtige Elf für die Krisensituation.

Nach dem fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga befindet sich der 1. FC Köln bereits in der ersten Krise. Die Kölner stehen vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit dem Rücken zur Wand. Zumal die Leistungen der Geißböcke nicht immer überzeugend waren. Somit muss sich der Trainer etwas einfallen lassen. Steffen Baumgart dürfte sich auf der Suche nach der richtigen Elf befinden.

Steffen Baumgart gab sich ein wenig geheimnisvoll. In der Regel macht der Trainer des 1. FC Köln keinen besonderen Hehl aus seiner Aufstellung. Getreu dem Motto, wir konzentrieren uns sowieso nur auf uns, ob der Gegner die Startelf kennt, ändert an unserer Spielweise ohnehin nichts. Doch wie schon in der vergangenen Wochen vor dem Bremen-Duell rückte der Trainer auch auf der Pressekonferenz vor dem Stuttgart-Spiel nicht mit der Sprache heraus. War er in den vergangenen Wochen mutmaßlich noch auf der Suche nach der richtigen Sechs, bringt nun die Rückkehr eines Außenspielers die Startelf ins Wanken. „Ob es große Wechsel gibt, werde ich noch nicht sagen, will ich noch nicht sagen“, betonte der Coach, der seine Spieler nach einer langen Fehleranalyse in die Pflicht nimmt. „Entscheidend ist die Umsetzung auf dem Platz. Wir wissen schon was wir machen. Es ist uns bislang aber in 90 Minuten nicht gelungen.“

Baumgart setzt gegen Stuttgart auf Erfahrung

Schon am Dienstag hatte der Trainer gesagt, dass die Arbeit in den Köpfen seiner Spieler begonnen habe. Nun gilt es, das Team auf den Platz zu bringen, dass die Situation am besten annimmt, über 90 Minuten Intensität abrufen kann. Ob es Wechsel gibt, hängt also nicht mit vermeintlichen Fehlern der Vorwoche zusammen. „Ich habe bisher keinem etwas vorzuwerfen“, sagte Baumgart am Donnerstag. „Es gibt also keine Gedankengänge, wer das vielleicht besser macht. Es gibt Gedanken, wer passt besser auf das Spiel.“ Dabei hat der 51-Jährige gar nicht so viele realistische Optionen, der Kern der Mannschaft steht. Da ist aber eine Möglichkeit mehr als noch gegen Bremen und die macht die Aufstellung nicht einfacher.

Da mit dem in der Vorwoche noch gesperrten Rasmus Carstensen ein Aktivposten wieder zur Verfügung steht, besteht zumindest die Möglichkeit, dass Baumgart von Dejan Ljubicic auf der rechten Seite absieht und den Österreicher wieder ins defensive Mittelfeld zieht. Gegen Bremen hatte der Kölner Coach den 25-Jährigen überraschend auf die „halbe Acht“ beordert. Dabei überraschte nicht die Rolle an sich, Ljubicic hat schließlich auch in der vergangenen Spielzeit mehrfach und auch gut auf dieser Position gespielt. Vielmehr verwunderte, dass Baumgart auf die Konstante im defensiven Mittelfeld verzichtete und dafür Florian Kainz auf die Sechs rotierte. Der Mittelfeldspieler machte keine schlechte Partie, war aber nicht sonderlich effektiv. Und so stehen die Chancen nicht schlecht, dass Baumgart das „Experiment“ wieder ad acta legt und Kainz wieder eine offensivere Rolle zuspricht.

Viererkette sicher gesetzt

Doch das ist erst der Anfang des Mannschaftspuzzles. Bleibt Baumgart bei dem gewünschten Tempo über die Außen und Kainz im Zentrum, ist wiederum der Einsatz von Luca Waldschmidt fraglich. Die Neuverpflichtung konnte in der vergangenen Woche nicht überzeugen, Linton Maina dürfte auf der linken Seite aktuell gesetzt sein. Offen wäre dann die Position neben Ljubicic. Denis Huseinbasic tat sich auch in der Vorwoche schwer. Möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich, dass Baumgart sich daher auch für die einfache Sechs entscheidet und mit einer Doppelspitze agiert. Dann könnten Steffen Tigges oder eben doch Waldschmidt ein Thema werden.

Sicher scheint nur, dass Baumgart in Zeiten der Punkte-Krise nicht zu viel auf den eigenen Nachwuchs setzen wird. „Jetzt müssen die ran, die wirklich die Erfahrung haben. Wenn wir jetzt die Hoffnung auf 19-jährige A-Jugendliche legen, wird es schwierig“, sagte Baumgart in Richtung Damion Downs, der in der vergangenen Woche gegen Bremen beinahe den Ausgleich erzielt hätte. Der Trainer setzt darauf, dass sich die Leistung seiner arrivierten Akteure stabilisiert. „Wir sollten nicht die kleinsten Strohhalme greifen, sondern die, die ein bisschen dicker sind. Davie Selke macht einen immer besseren Eindruck, Linton Maina kommt in Fahrt.“ Trotz der durchwachsenen Leistung in der Vorwoche sind Jeff Chabot und Timo Hübers genauso wie Leart Pacarada und Benno Schmitz in der Viererkette gesetzt. Gerade im Mittelfeld gibt es weiterhin zahlreiche Fragezeichen.

So könnte der FC gegen Stuttgart spielen

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CAS-Urteil: Sportrechtler teilt FC-Optimismus nicht

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CAS-Urteil: Sportrechtler teilt FC-Optimismus nicht

Kommt die Transfersperre oder nicht? Die Frage war natürlich auch ein Thema auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend. Die Kölner Bosse hörten sich sehr optimistisch an. Sportrechtler Gregor Reiter ist deutlich skeptischer.

Am Mittwochabend nahmen die Kölner Verantwortlichen erstmals Stellung zu der CAS-Verhandlung im Fall Jaka Cuber Potocnik – und hörten sich dabei doch recht optimistisch an bezüglich des CAS-Urteil: Sportrechtler Gregor Reiter teilt den FC-Optimismus allerdings nicht.

Dass das Thema CAS-Urteil im Fall Jaka Cuber Potocnik auf der Mitgliederversammlung auf den Tisch kommen würde, überraschte nicht wirklich. Wie ein Damoklesschwert schwebt die mögliche Transfersperre über dem 1. FC Köln und seltsamerweise auch über der aktuellen sportlichen Situation. Dass die Kölner Verantwortlichen aber Stellung bezogen, verwunderte dann doch. Schließlich hatte der Klub bislang immer darauf verwiesen, dass man sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern werde.

Diesen Hinweis gab FC-Vizepräsident Carsten Wettich auch am Mittwochabend, um dann aber doch einige Worte über das Urteil und den möglichen Ausgang zu finden. „Aus unserer Sicht haben unsere Zeugen bestätigt, dass der Sachverhalt wie von uns vorgetragen richtig ist. Das heißt, sie haben bestätigt, das schriftliche Zusagen Olimpija Ljubljanas an den Spieler Jaka Potocnik nicht eingehalten wurden“, erklärte Wettich und betonte, dass der Spieler überzeugt gewesen sei, verschiedene Zusagen bekommen zu haben, die nicht eingehalten worden seien. Demzufolge habe der Spieler rechtmäßig gekündigt. Tatsächlich hatte Potocnik einen Tag vor der Unterschrift beim FC sein altes Arbeitspapier in Ljubljana gekündigt. Unter anderem war dem Spieler versprochen worden, er könne am Training der ersten Mannschaft teilnehmen. Dazu sei es dem Vernehmen nach aber nicht gekommen.

Sportrechtler Dr. Gregor Reiter glaubt weiterhin an eine Sperre

Die zeitliche Nähe zwischen Kündigung und neuem Kontrakt stellt den FC vor ein Problem. Vor allem deswegen wirft die FIFA dem FC Anstiftung zum Vertragsbruch vor. Anfang Februar hat die FIFA den FC tatsächlich für schuldig befunden, die Kündigung von Seiten der Mutter sei „ohne Rechtsgrund“ erfolgt. Der FC ging vor dem CAS in Berufung, es folgte das Aussetzen der Strafe und zuletzt die Verhandlung. Und die scheint aus Kölner Sicht positiv verlaufen zu sein. „Genauso wurde von den Zeugen bestätigt, dass wir den Spieler nicht angestiftet haben. Dieser Sachverhalt ist am Ende aber unerheblich, wenn die Kündigung wirksam ist. Was bedeutet das? Der CAS wird seine Entscheidung treffen.“ Aufgrund der Zeugenaussagen und der von Experten sei der Klub zuversichtlich, „dass unsere Argumentation auf positives Gehör trifft und der CAS dann die Kündigung von Jaka als rechtsmäßig erachtet und die Spielsperre gegen den Spieler und die Transfersperre gegen den FC aufheben wird“, erklärte Wettich am Mittwoch.

Klingt aus Sicht des FC erst einmal gut. Der renommierte Sportrechtler Gregor Reiter teilt den Optimismus der Kölner Verantwortlichen aber nicht. „Die Argumentation des 1. FC Köln ist und bleibt einfach zu dünn. Der Kündigungsgrund ist nicht ausreichend“, sagt Reiter zu come-on-fc.com. „Mal angenommen, Ljubljana hätte die Gehälter nicht bezahlt und somit gegen seine Hauptleistungspflicht gegenüber dem Spieler verstoßen. Dann hätte ein außerordentlicher Kündigungsgrund für den Spieler vorgelegen und die Nähe zwischen Kündigung und neuem Vertrag würde weniger ins Gewicht fallen“, sagt Reiter. „In diesem Fall wäre der FC vielleicht mit einer Verwarnung oder einer geringen Geldstrafe davon gekommen. Aber bei den vorgetragenen Kündigungsgründen, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der CAS von einer Transfersperre vollständig absieht.“

FC fährt zweigleisig

Der Sportrechtler erlebte einen ähnlichen Fall, allerdings vor einem deutschen Arbeitsgericht. Auch in diesem Fall wurden mündliche Absprachen nicht eingehalten, das Arbeitsgericht sah keinen gerechtfertigten Grund für eine Kündigung. „Dazu kommt dann die zeitliche Nähe der Kündigung und des neuen Vertrags. Ich habe schon viele Transfers mit abgewickelt. Auch am Deadline Day. Aber, dass ein Spieler einen Vertrag unterschreibt, der am gleichen Morgen erstmalig Kontakt zu dem neuen Club hatte, das habe ich noch nicht erlebt. Das heißt nicht, dass es das nicht geben kann. Aber der FC wird hier echte Überzeugungsarbeit leisten müssen, um die Vermutung der Anstiftung aus der Welt zu schaffen.“ Reiter glaubt, dass der CAS auch aus rechtspolitischen Gründen bei der Strafe bleibt. „Sollte der CAS dem FC recht geben, dann wird dieses Urteil von den Juristen der Vereine sehr genau studiert werden. Es öffnet meiner Meinung nach die Möglichkeit zum Missbrauch“, so Reiter. „Dann will ich nicht wissen, wie andere Klubs mit diesem Urteil umgehen.“

Reiter weiter: „Aus meiner Sicht wäre eine Reduktion des Strafmaß auf ein Transferfenster für den FC schon ein gutes Ergebnis.“ Hoffnung hatte den Kölnern eine Entscheidung des CAS bei Olympique Marseille gemacht. Auch der französische Erstligist war mit einer Transfersperre belegt worden, diese wurde aber gänzlich aufgehoben. Marseille legte offenbar gute Gründe vor, die eine vermeintliche Anstiftung zum Vertragsbruch widerlegten. Ob der FC die vorlegen kann, ist fraglich. Nun warten die Kölner auf das Urteil aus Lausanne. „Sollte der CAS den FC mit einer Transfersperre von einer Periode belegen, gehe ich davon aus, dass das Urteil vor der Wintertransferperiode verkündet wird“, sagt Reiter. „Der CAS wird den FC nicht mit dieser einen Sperre im Sommer belegen. Ein Sommer ohne Transfers wäre sportlich wesentlich schwerer zu verkraften, als ein Winter. Sollte die Verkündung erst im neuen Jahr anstehen, wäre das vielleicht ein gutes Zeichen. Persönlich würde ich mich für den FC freuen, wenn ich Unrecht hätte, nur mir fehlt der Glaube.“

Komplett überzeugt sind die FC-Verantwortlichen auch nicht und fahren sicherheitshalber zweigleisig. „Um alle Eventualitäten abzudecken, denken wir in allen Szenarien“, erklärte Keller am Mitwoch.

 

Serhou Guirassy: Vom Kölner Entwicklungsspieler auf Juves Wunschzettel

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Serhou Guirassy: Vom Kölner Entwicklungsspieler auf Juves Wunschzettel

Am Samstag kehrt Serhou Guirassy nach Köln zurück. 2016 verpflichteten die Kölner Verantwortlichen den Stürmer, in der Hoffnung ihn entwickeln zu können. Das gelang dem FC nicht. Nun, sieben Jahre später ist er der Top-Torjäger der Liga und wird von Klubs wie Juventus Turin umworben.

Seine vergebene Chance gegen Werder Bremen 2017 wird den meisten Kölnern noch im Sinn sein. Serhou Guirassy überzeugte beim FC eher selten. Aktuell startet der Stürmer durch. Serhou Guirassy: Vom FC-Entwicklungsspieler auf Juves Wunschzettel.

Möglicherweise war Peter Stöger seiner Zeit im Jahr 2016 schon ein wenig voraus. Seine Worte würden zumindest auch heute noch perfekt zum FC, zu Steffen Baumgart und Christian Keller passen. „Wir wollen ihn als jungen Spieler bei uns weiterentwickeln, wir glauben an sein Potenzial“, sagte der damalige Kölner Cheftrainer, als Serhou Guirassy seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieb. Der Stürmer war damals zarte 20 Jahre alt, also im besten Entwicklungsalter, hatte zunächst Probleme mit dem Medizincheck und wurde dann für (damals wohl nicht sonderlich verwunderlich) fünf Jahre verpflichtet. 3,8 Millionen Euro soll das Talent, der damalige U20-Nationalspieler Frankreichs gekostet haben.

Der Wunsch des Entwickelns hielt sich für die Kölner aber in Grenzen. Auch, weil der Offensivspieler oft verletzt war, sehr oft. Guirassy kam in zweieinhalb Jahren auf 45 Einsätze, erzielte in diesen neun Tore und bereitete zwei vor. Wirkliche Torgefahr strahlte der junge Stürmer zu Beginn der FC-Zeit nur selten aus, vielmehr fiel er in dieser Phase mit technischen Schwierigkeiten auf. So wie beim 0:0 gegen Werder Bremen im Oktober 2017. Eine flache Hereingabe von Tim Handwerker schoss der frei stehende Franzose erstaunlich weit über anstatt ins leere Tor. Erstaunlich, weil er eigentlich nur einen Meter vom Kasten entfernt stand und Werder-Keeper Jiri Pavlenka längst geschlagen war. Guirassy fehlte die Technik, dabei war unbestritten, dass er ein Rohdiamant war. Dennoch: zu wenig Entwicklung, vielleicht auch eine zu langsame für den ambitionierten Aufstiegskandidaten. Bestimmt auch, weil sein späterer Trainer Markus Anfang in ihm eher einen Außenspieler als einen Stürmer sah.

Guirassy wird zur Stuttgarter Lebesnversicherung

Das Duo Simon Terodde und Jhon Cordoba war gesetzt und die Rückkehr von Anthony Modeste wohl nur noch eine Frage der Zeit. Der Franzose war bereits in Köln, wartete noch auf die Spielgenehmigung. Der FC suchte einen Abnehmer für Guirassy und fand ihn beim SC Amiens. „Dieser Wechsel ist für beide Seiten eine gute Lösung. Serhou ist ein junger, talentierter Spieler, der für seine Entwicklung regelmäßige Spielpraxis benötigt. Die können wir ihm derzeit nicht bieten“, hieß es damals von Kölner Seiten. Worte, die ebenfalls von Christian Keller hätten stammen können, aber von Armin Veh, dem damaligen Sportdirektor ausgesprochen wurden.

Zur guten Lösung wurde die Leihe in erster Linie allerdings für Amiens. Denn die Vertragspartner hatten eine Kaufpflicht in dem Kontrakt verankert, die im Falle des Klassenerhalts der Franzosen greifen würde. So musste der SC den Stürmer verpflichten. Sechs Millionen Euro brachte der Verkauf den Geißböcken und damit nicht einmal die Hälfte von dem, was die Franzosen für den Stürmer einstrichen. Denn nach anderthalb Jahren und neun Saisontoren wechselte der Stürmer zu Stade Rennes, für 15 Millionen Euro. Bis heute ist nicht vollends geklärt, ob die Kölner noch einmal mit verdienten. Auf eine ordentliche Spielzeit 20/21 folgte eine durchwachsene beim französischen Erstligisten. Die Leihe zum VfB Stuttgart wurde möglich. Der schlaksige Stürmer sollte die Nachfolge von Sasa Kalajdzic antreten, wurde aber so viel mehr. Mit elf Toren in 22 Spielen war Guirassy plötzlich die Lebensversicherung der Schwaben.

Juve soll an Guirassy interessiert sein

Und diese ließ sich der VfB nicht nur in diesem Sommer als Kaufoption rund neun Millionen Euro kosten. Dem Vernehmen nach wurde mit der Unterschrift das Gehalt ordentlich in die Höhe geschraubt. So sehr, dass die ersten namhaften interessierten Klubs erschrocken das Portemonnaie wieder geschlossen haben. Unter anderem waren der FC Fulham und Ajax Amsterdam im Sommer an einer Verpflichtung interessiert. Nun bleibt der Stürmer in Stuttgart. Zum Glück für die Schwaben. Denn Guirassy hat in den ersten fünf Saisonspielen zehn Tore geschossen, den VfB damit jetzt schon in erstaunlich ruhige Fahrgewässer geführt. Ein Konkurrent im Abstiegskampf wird Stuttgart für den FC in dieser Saison wohl nicht mehr. Und Guirassy hat weiteres Interesse geweckt. Wie gleich mehrere italienische Medien berichten, ist unter anderem Juventus Turin an dem einstigen Entwicklungsspieler der Kölner interessiert, er soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro besitzen. Gut möglich, dass es den Angreifer schon im Winter Richtung Italien zieht. Der Marktwert wird von Gool.ai mittlerweile auf 18 Millionen Euro gerechnet. Allerdings soll es beim VfB angeblich Überlegungen geben, Guirassy die Ausstiegsklausel abzukaufen.

Aber was macht den Stürmer so stark? In erster Linie ist die Torquote von zehn Treffern in fünf Spielen mehr als nur beeindruckend. Zumal er sowohl aus der Distanz, mit dem Kopf und als Abstauber traf. Guirassy hat ein beeindruckendes Stellungsspiel, aktuell ein Gespür für die richtigen Laufwege und er findet immer wieder die Räume, um zu Chancen zu gelangen. Dabei initiiert er diese auch selber, tritt als Torschussvorlagengeber in Erscheinung. Er ist stark im Eins-gegen-eins, das er auch immer wieder sucht und absolviert erstaunlich viele Sprints. In den vergangenen Jahren hat der Angreifer zudem massiv an seiner Physis gearbeitet. Die aktuell einzig offenkundige Schwäche ist die Defensivarbeit des Angreifers.

Die Entwicklung war so natürlich nicht abzusehen

Vom Kölner Chancentod auf den Wunschzettel von Juventus Turin – hat der FC bei diesem Transfer also alles falsch gemacht? Das ist definitiv zu einfach gedacht und im Nachhinein leicht zu sagen. Auch, wenn es den Anschein macht, als habe der FC Millionen in den Wind gesetzt. Nicht jeder junge Spieler schlägt ein. Als der FC Guirassy ziehen ließ, war die heutige Entwicklung beim besten Willen nicht abzusehen. Und auch in der Folgezeit in Frankreich war der Stürmer kein schlechter Spieler, aber bislang eben bei keiner Station ein überragender. Nicht umsonst konnte der VfB Guirassy problemlos ausleihen. Rennes hatte damals für knapp 50 Millionen Euro zwei Angreifer verpflichtet, Guirassy drohte die Bank, wenig Einsatzzeit – nur noch die Rolle des Jokers.

Der Stürmer erzielte zwar auch in der Vorsaison elf Tore, die technischen Schwierigkeiten schimmerten aber auch in der vergangenen Spielzeit immer wieder durch. Unterm Strich kassierten die Kölner mindestens sechs Millionen Euro für einen Spieler, den sie für vier Millionen verpflichtet hatten und der in Köln aus diversen Gründen nicht zünden wollte. Für die damalige Zeit ein guter Deal. Der FC hat zumindest schon schlechtere eingefädelt. Am Samstag kehrt der Angreifer zurück nach Köln. Mit Akteuren wie Benno Schmitz, Dominique Heintz und Florian Kainz trifft er auf einige alte Bekannte. Ob das hilft, den Angreifer in den Griff zu bekommen, wird man dann sehen.

So könnte der FC gegen Stuttgart spielen

Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Stuttgart und seinem Personal

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Stuttgart und seinem Personal

Fünf Spiele, ein Punkt. Das soll sich am Samstag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart ändern. Auf der Pressekonferenz äußerte sich Steffen Baumgart zum Gegner und seinem Personal.

Nach der Niederlage gegen Bremen steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Stuttgart auf dem Spielplan. Das sagt Steffen Baumgart zu Stuttgart und dem Personal.

Ungewohnt nachdenklich, vielleicht sogar ratlos wirkte FC-Trainer Steffen Baumgart am vergangenen Samstag nach der Pleite gegen Werder Bremen. Der Trainer hatte ganz offensichtlich noch Probleme, vor allem die zweite Halbzeit, vielmehr den Leistungsabfall seiner Profis in eben jener, einzusortieren. Das Spiel hatte Spuren und Fragen hinterlassen. „Die Fragen und Antworten waren uns schnell klar. Sie waren uns aber auch schon auf dem Platz zum Teil klar. Es ist immer die Frage, wie du die Antworten dann auf dem Platz umgesetzt bekommst, wenn es mal nicht so läuft“, sagte der Trainer am Donnerstag, nachdem er am Mittwoch eine lange Video-Analyse für sein Team anberaumt hatte.

Der Trainer will sich aber nicht länger mit den schlechten Dingen aufhalten, er will wieder die positiven Aktionen auf dem Platz sehen und in den Vordergrund rücken. „Ich habe die Jungs gebeten, dass wir jetzt auch Schluss mit den Auswertungen machen. Wir haben noch einmal die Sachen angesprochen, die für unser Spiel wichtig sind. Entscheidend ist die Umsetzung auf dem Platz. Wir wissen schon was wir machen. Es ist uns bislang aber in 90 Minuten nicht gelungen.“

Baumgart: „Sie haben ja nicht nur einen Torschützen“

Das soll nun aber gegen den VfB Stuttgart gelingen. Keine leichte Aufgabe, denn der VfB hat einen Lauf. „Die Stuttgarter spielen einen sehr guten Fußball. Die gewinnen ja nicht nur deutlich, sondern sind dem Gegner in Phasen auch überlegen“, sagte der Trainer. Vor allem in der Offensive scheinen sie aktuell den meisten Bundesligisten überlegen zu sein. Serhou Guirassy erzielte bereits zehn Treffer in fünf Spielen, wird mittlerweile von halb Europa gejagt. „Sie haben ja nicht nur einen Torschützen. Der ist zwar sehr auffällig durch die geschossenen Tore, aber sie haben vier Offensivkräfte da vorne. Es ist schon interessant zu sehen, wie sie gemeinsam agieren. Da sieht man klare Abläufe. Sie machen es einfach sehr sehr gut. Sie erarbeiten sich viele Torchancen“, sagt Baumgart. „Am Ende sind wir aber in der Bundesliga und da kann jeder jeden schlagen.“ Man wolle nun wieder erfolgreicher Fußball spielen: „Und das bedeutet für uns, drei Punkte gegen Stuttgart holen.“

Personell sieht sich der Kölner Trainer für diese Aufgabe den Umständen entsprechend gerüstet. „Es sieht eigentlich sehr gut aus. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle mit dabei“, sagt der Trainer. „Rasmus Carstensen wird wieder dabei sein. Es sind alle bereit.“ Eric Martel fällt dagegen weiterhin aus. Der Sechser war zu Reha-Einheiten in Augsburg, wird aber in der kommenden Woche wieder am Geißbockheim verweilen. „Dann werden wir mit ihm ins Training gehen und dann werden wir erste Prognosen abgeben können“, sagt Baumgart. Aber: „Wir gehen davon aus, dass er in der Länderspielpause zurückkehrt.“ Ob der Kölner Trainer die Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche umstellt, ließ er bewusst offen. „Ob es große Wechsel gibt, will ich noch nicht sagen. Da lassen wir uns überraschen“, sagt Baumgart. „Es wird aber auf jeden Fall entscheidend sein, über einen langen Zeitraum Intensität auf den Platz zu bringen.“

Aufgrund mangelnder Leistung wird der Trainer jedenfalls keine Wechsel vornehmen. „Ich habe bisher keinem etwas vorzuwerfen“, sagt Baumgart. „Es gibt also keine Gedankengänge, wer das vielleicht besser macht. Es gibt Gedanken, wer passt besser auf das Spiel.“

 

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Krise des 1. FC Köln weckt Erinnerungen: Hoffen statt Bangen

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Krise des 1. FC Köln weckt Erinnerungen: Hoffen statt Bangen

Mit nur einem Punkt aus fünf Spielen ist der FC denkbar schlecht in die Saison gestartet. Erinnerungen werden wach. Allerdings ist man rund um das Geißbockheim (noch) guter Dinge.

Die Bilanz ist alles andere als vielversprechend. Nur ein Zähler zum Saisonauftakt – das weckt Erinnerungen an einige schlechte Spielzeiten. Am Geißbockheim herrscht aber offenbar ein Motto in der Kölner Krise: Hoffen statt Bangen.

So ganz wohl fühlte sich Steffen Baumgart mit dem Begriff „Krise“ noch nicht. Laut Definition könne man die aktuelle Situation mit fünf Spielen und einem Punkt wohl durchaus als „Krise“ betrachten, sagte der Trainer, er wisse aber nicht, ob das Wort richtig sei, immerhin gab er aber zu, dass man sich sehr dicht an einer Krise befände. Die ist wohl punktetechnisch nicht von der Hand zu weisen. Einzig in der Spielzeit 2017/2018 standen die Kölner noch schlechter da. Der FC hatte nach dem fünften Spieltag noch keinen Punkt auf dem Konto, erst einen Treffer erzielt, 13 kassiert. Am Ende der Spielzeit stiegen die Kölner bekanntlich sang- und klanglos ab. Rund um das Geißbockheim ist von Panik aber keine Spur. „Es war jetzt nicht so, dass uns irgendeine Mannschaft an die Wand gespielt hat. Wir haben in der Mannschaft alles, was es braucht, um Bundesliga zu spielen“, sagte Timo Hübers am Mittwoch nach einer langen Analyse-Einheit. „Es wäre gut, wenn wir das jetzt mal über 90 Minuten zeigen und dann auch drei Punkte mitnehmen.“

FC will den Stiefel weiter herunterspielen

Tatsächlich zeigten die Kölner gerade in den Begegnungen gegen Dortmund und Hoffenheim ansprechende Leistungen. Nur eben nicht über die angesprochenen 90 Minuten. Das reiche nicht, um in der Bundesliga Spiele zu gewinnen, hatte Steffen Baumgart zuletzt gesagt. Die Kritik, dass der Kader nicht mehr zu der Spielidee von Trainer Baumgart passe, wollte Sportdirektor Christian Keller auf der Mitgliederversammlung am Abend nicht gelten lassen. „Es ist sicher nicht so, dass aktuell die Spiele nicht erfolgreich ausgetragen werden, weil die Spielidee nicht zu Kader passt. Es liegt nicht an der Spielidee, es liegt an der konsequenten Umsetzung dieser Idee“, erklärte der 46-Jährige. „Plastisch ausgedrückt: Vorne sind ein paar Jungs gelaufen, hinten waren einige geparkt, dazwischen gab es eine große Lücke. Dann bekommst du keinen Zugriff mehr. Damit bekommt der Gegner Dominanz, aber nicht weil er besser spielt. Das macht er, weil wir nicht konsequent unsere Spielidee umgesetzt haben. Wir müssen unsere Prinzipien konsequenter umsetzen.“

Und das am besten schon gegen den VfB am Samstag. Die Schwaben befinden sich in einer erstaunlichen Form, stehen mit zwölf Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Auf die Zahlenspielchen will sich Timo Hübers nicht einlassen. „Vor einem Jahr hatten die Stuttgarter die Sorgen, die wir jetzt haben. Wir hatten ganz andere Probleme, über die wir uns jetzt freuen würden. So schnell kann es im Fußball gehen“, sagte der Innenverteidiger. FC-Trainer Baumgart sieht jedenfalls keinen Grund auf die Misere mit einer Änderung der Spielidee zu reagieren. Seinen Prinzipien würde er treu bleiben. „Uns hat die letzten Jahre ausgezeichnet, dass wir unabhängig vom Gegner unseren Stiefel heruntergespielt haben“, sagte auch Hübers. Und Baumgart: „Ich habe schon öfter die Situation gehabt, dass ich gegen die Wand gelaufen bin und die Wand hat sich nicht geöffnet. Ich habe so lange weitergemacht, bis sie sich geöffnet hat. Ich hoffe, dass sie sich rechtzeitig öffnet.“ Das Vertrauen haben Mannschaft dun Trainer zu 100 Prozent, wie Keller am Mittwochabend noch einmal betonte.

Keller: „Es gibt keine Alternative zum Optimismus“

Zwar erinnert die Situation in Teilen an die Spielzeit vor sechs Jahren, doch der Blick in die Kölner Historie darf auch Hoffnung machen. Denn der FC ist schon mehrfach mit einem Punkt aus fünf Spielen in die Saison gestartet, abgestiegen ist er in diesen Fällen nicht. Ein weiterer Baustein der Kölner Hoffnung liegt in den Rekonvaleszenten, die in den kommenden Wochen und Monaten alle nach und nach zurückerwartet werden. Bereits zur Länderspielpause Anfang Oktober könnte sich das Lazarett deutlich lichten, sollten sich nicht weitere FC-Profis eben auf diesen Reisen verletzen. So erwartet der Kölner Coach schon bald Eric Martel, Mathias Olesen und anscheinend auch Mark Uth zurück. Florian Dietz wird bereits am Wochenende bei der U21 zum Einsatz kommen. „Es gibt keine Alternative zum Optimismus“, sagte Christian Keller am Mittwoch. „Im Fußball ist ganz viel Psychologie. Ich möchte, dass unsere Mannschaft in jedes Spiel geht, mit dem Glauben, dieses Spiel gewinnen zu können. Es darf dich nie die Angst antreiben, dass du etwas verlieren kannst, vielmehr musst du an die Chance glauben, dass du etwas gewinnen kannst.“

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Keine neuen Spieler, aber Hoffnung im CAS-Urteil

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Keine neuen Spieler, aber Hoffnung im CAS-Urteil

Sportdirektor Christian Keller schließt eine weitere Neuverpflichtung so gut wie aus. Stattdessen hoffen die Kölner auf ein aus ihrer Sicht positives Urteil des CAS.

Viele Themen wurden auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln angesprochen. Ein zentrales Thema war natürlich die Kaderplanung der Kölner. Dazu gab es auch konkrete Antworten: Keine neuen Spieler, aber Hoffnung im CAS-Urteil

Christian Keller benötigte zuletzt oft ein dickes Fell. Wenn er denn die Kritik in den Sozialen Medien, in so machen Kommentaren gelesen hat. Hat er offenbar, denn Keller nahm auf der Mitgliederversammlung direkte Stellung zu den Kritikpunkten. „Ich glaube, die Punkte sind wichtig“, sagte der Sportdirektor, er wolle direkt auf die Kritik eingehen. Und dann erklärte der 46-Jährige souverän, warum er den akuten Kurs beim FC fahre und den Klub eben nicht kaputt spare. Ob man den Ausführungen des Geschäftsführers folgen wollte oder nicht, Keller machte einen souveränen Eindruck. „Es ist richtig, dass wir den Kaderetat massiv reduziert haben. Wir haben bereits in der vergangenen Spielzeit den Kaderetat um knapp 25 Prozent reduziert. Das sind absolut fast 15 Millionen Euro gewesen“, sagte Keller und rechnete dann vor, dass der Klub ohne diesen Sparkurs wohl nur schwer hätte überleben können. Die Alternativen wären ein Investor gewesen oder „Zukunftseinnahmen zu verfrühstücken“, für Keller also beides keine Alternativen. „Unsere Aufgabe ist es, die Überlebensfähigkeit des Vereins sicherzustellen. Wenn wir diese Aufgabe ernst nehmen. Und das tun wir, dann müssen wir länger denken. Wir brauchen ein gesundes Fundament“, so Keller.

Keine vertragslosen Spieler nach Köln

Der Sportdirektor hatte sich offenbar gut vorbereitet, reagierte souverän auf Zwischenrufe, hatte die Antworten parat. Kein Wunder, er weiß, welche Themen den Mitgliedern unter den Nägeln brennen. Unter anderem treibt die Kölner Fans nach wie vor die aktuelle Personaldecke um. Und so gab Keller auch ähnlich offen wie am Deadline Day bekannt, dass es keine weiteren Neuverpflichtungen geben würde. „Nein, das tun wir nicht. Wir planen es nicht, wir schließen es aber auch nicht aus. Passieren kann immer alles“, sagt Keller. Aber: „Vertragslose Spieler sind zum aktuellen Zeitpunkt schon rund vier Monate aus dem Trainingsbetrieb raus. Vier Monate kannst du nicht einfach aufholen. Wenn du diesen Spieler jetzt verpflichtest, ist die Wahrscheinlichkeit sehr sehr hoch, dass bis wir diesen Spieler auf unsere hohe Spielintensität und auf unsere Automatismen gebracht haben, es Winter ist und sich das nächste Transferfenster öffnet.“ Ähnlich hatte sich am Dienstag Steffen Baumgart geäußert, der zusätzlich noch erwähnte, dass seine verletzten Akteure zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich auch wieder fit sein würden.

Ob der FC aber von dem geöffneten Transferfenster profitieren wird, ist nach wie vor offen. Das Urteil des internationalen Sportgerichtshofs in der Causa Jaka Cuber Potocnik ist noch nicht gesprochen. Experten rechnen mit einer Reduktion der Sperre auf eine Transferperiode. Die Kölner Verantwortlichen wirken allerdings deutlich optimistischer. „Aus unserer Sicht haben die benannten Zeugen bestätigt, dass der Sachverhalt von uns vorgetragen wurde, richtig ist. Der Spieler ist davon überzeugt, bei dem Vertragsabschluss verschiedene Zusagen bekommen hat. Diese wurde trotz mehrfacher Aufforderung nicht eingehalten. Demzufolge hat Jaka Potocnik rechtmäßig gekündigt. Genauso wurde von den Zeugen bestätigt, dass wir den Spieler nicht angestiftet haben. Dieser Sachverhalt ist am Ende aber unerheblich, wenn die Kündigung wirksam ist“, sagte FC-Vizepräsident Carsten Wettich. „Was bedeutet das? Der CAS wird seine Entscheidung treffen. Aufgrund der Zeugenaussagen sind wir zuversichtlich, dass unsere Argumentation auf positives Gehör trifft und der CAS dann die Kündigung von Jaka als rechtsmäßig erachtet und die Spielsperre gegen den Spieler und die Transfersperre gegen den FC aufheben wird.“

Keller: „Es ist ein Drahtseilakt“

Für die von vielen Fans ausgemachten Lücken im Kölner Kader wird es so oder so also keine schnelle Lösung geben. Schon am Deadline Day hatte Keller betont, dass er dem aktuellen Kader vertraue. Daran hat sich auch in der sportlichen Krise nichts geändert. „Wir kaufen nicht im höchsten Regal ein. Daraus folgt, dass es einem an Erfahrung im Kader fehlt, man nicht so viel Konstanz abliefert. Ich weiß aber, weil ich die Mannschaft und das Trainerteam jeden Tag sehe, die identifizieren sich zu 100 Prozent mit dem FC und geben ihr Bestes für diesen Club. Wir müssen dieser Mannschaft und diesem Trainerteam Vertrauen schenken. Im Fußball wird sehr schnell hinterfragt, in den seltensten Fällen ist das erfolgreich“, sagte Keller. „Wenn man Vertrauen gibt, wird das zurückgezahlt. Es ist ein Drahtseilakt, wir probieren wirtschaftliche Gesundung und sportlichen Erfolg in eine Balance zu bringen, um den FC langfristig nach vorne zu bringen. Wir werden das hinkriegen, wenn wir zusammenhalten und zusammen agieren. Dann ist die Wahrscheinlichkeit immens hoch, dass wir es diese Saison wieder hinkriegen.“ 

So bewerten wir die Kölner Spieler – die Einzelkritik

Das sagen die FC-Bosse zur Kaderplanung, CAS und Geißbockheim

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Das sagen die FC-Bosse zur Kaderplanung, CAS und Geißbockheim

Auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend sprachen die Kölner Verantwortlichen und äußerten sich unter anderem zur Kaderplanung und zum Geißbockheim.

Auf der Mitgliederversammlung des FC wurden viele Themen besprochen: Das sagen die FC-Bosse zur Kaderplanung, CAS und Geißbockheim

Thema Kader und Sparen beim 1. FC Köln

Christian Keller zum Sparen: Ich möchte damit starten, was ich in den vergangenen Wochen immer mal wieder gehört habe. Ich glaube, die Kritikpunkte sind wichtig. Der erste Kritikpunkt ist, Keller spare den Verein kaputt und keiner mache etwas dagegen. Der zweite Kritikpunkt, der daran gekoppelt ist: Der Kader ist auf einzelnen Positionen zu dünn besetzt. Zu Punkt 1: Es ist richtig, dass wir den Kaderetat massiv reduziert haben. Wir haben bereits in der vergangenen Spielzeit den Kaderetat um knapp 25 Prozent reduziert. Das sind absolut fast 15 Millionen gewesen. Wir haben 12.4 Millionen Euro Gewinn gemacht. Wir haben gehört, dass wir zwei Sondereffekte a zehn Millionen Euro zum Ergebnis beigetragen haben. 12.4 minus zwei Mal 10 ab, sind wir negativ. Ziehen wird davon noch einmal die 15 Millionen ab, sind wir akut negativ. Das hätte für uns tief rote Zahlen bedeutet. So rote Zahlen, dass der FC sie nach der Pandemie nicht verkraftet hätte. Die Überlebensfähigkeit wäre akut gefährdet. Das sind einfach nackte Fakten.

Hätten wir das nicht gemacht, hätten wir eine negative Liquidität ausgewiesen. Es hätte sonst nicht nur Auflagen sondern auch Bedingungen gegeben. Wenn sie mich fragen, war es alternativlos. Nein, es war nicht alternativlos. Option 1: Man kann immer versuchen, einen Investor mit an Bord zu holen. Wir sind uns alle einig, dass das der FC nicht machen möchte. Option 2: Wir hätten das machen können, was wir in der Pandemie gemacht haben und/oder weitere Erträge aus der Zukunft zu verfrühstücken. Und über diesen Punkt kann man streiten. Wir sagen, und da schließe ich den Vorstand und meine Kollegen aus der Geschäftsführung mit ein: nein, das können wir nicht weitermachen. Und warum? Unsere größte Aufgabe ist es, einen guten Tabellenplatz zu erzielen. Den hätte ich auch gerne. Unsere Aufgabe ist es, die Überlebensfähigkeit des Vereins sicherzustellen. Wenn wir diese Aufgabe ernst nehmen. Und das tun wir, dann müssen wir länger denken. Wir brauchen ein gesundes Fundament. Wir haben damit angefangen. Wir brauchen keine Sondereffekte mehr.

Keller zur Kaderplanung: Wir kaufen nicht im höchsten Regal ein. Daraus folgt, dass es einem an Erfahrung im Kader fehlt, man nicht so viel Konstanz abliefert. Ich weiß aber, weil ich die Mannschaft und das Trainerteam jeden Tag sehe: Die identifizieren sich zu 100 Prozent mit dem FC und geben ihr Bestes für diesen Club. Wir müssen dieser Mannschaft und diesem Trainerteam Vertrauen schenken. Im Fußball wird sehr schnell hinterfragt, in den seltensten Fällen ist das erfolgreich. Wenn man Vertrauen gibt, wird das zurückgezahlt. Es ist ein Drahtseilakt, wir probieren wirtschaftliche Gesundung und sportlichen Erfolg in eine Balance zu bringen, um den FC langfristig nach vorne zu bringen. Wir werden das hinkriegen, wenn wir zusammenhalten und zusammen agieren. Dann ist die Wahrscheinlichkeit immens hoch, dass wir es diese Saison wieder hinkriegen. Und dass der eine oder andere, der sich einen Stürmer wünscht, nächste Saison zufriedengestellt wird. Ich finde unsere Stürmer übrigens okay.

Thema CAS und Verhandlung Jaka Cuber Potocnik

Wettich und Keller zum CAS: „Es war ein sehr strukturiertes Hearing beim CAS. Jetzt war erstmals die Möglichkeit, die Zeugen zu hören. Am Ende sind alle Parteien bei ihren Anträgen geblieben. Aus unserer Sicht haben die benannten Zeugen bestätigt, dass der Sachverhalt von uns vorgetragen wurde, richtig ist. Der Spieler ist davon überzeugt, bei dem Vertragsabschluss verschiedene Zusagen bekommen hat. Diese wurde trotz mehrfacher Aufforderung nicht eingehalten. Demzufolge hat Jaka Potocnik rechtmäßig gekündigt. Genauso wurde von den Zeugen bestätigt, dass wir den Spieler nicht angestiftet haben. Dieser Sachverhalt ist am Ende aber unerheblich, wenn die Kündigung wirksam ist. Was bedeutet das? Der CAS wird seine Entscheidung treffen. Aufgrund der Zeugenaussagen sind wir zuversichtlich, dass unsere Argumentation auf positives Gehör trifft und der CAS dann die Kündigung von Jaka als rechtsmäßig erachtet und die Spielsperre gegen den Spieler und die Transfersperre gegen den FC aufheben wird“, sagt Carsten Wettich und Keller ergänzt: „Es ist extrem schwer, etwas zu belegen, was man nicht gemacht hat.“

Thema Ausbau Geißbockheim

Wolf und Sauren zum Geißbockheim-Ausbau: „Das Thema brennt uns zu recht unter den Nägeln. „Auch wenn man nicht jeden Tag in den Medien davon liest, wir sind mit Hochdruck dabei, eine Lösung für unser Leistungszentrum zu finden“, sagte Vizepräsident Ecki Sauren. Präsident Werner Wolf ergänzte: „Die Idee war, mit Marsdorf als vollwertige Alternative weiterzumachen. Ich kann natürlich verstehen, dass der eine oder andere genervt sagt und genervt ist: Das Tempo ist nicht richtig. Es nutzt aus unserer Sicht wenig, mit einem Wegzug aus Köln zu drohen. Wir werden nicht der 1. FC Troisdorf oder der 1. FC Brühl werden, wir sind der 1. FC Köln und an diese Stadt gekettet. Es nützt nichts laut zu schießen“, sagte Wolf. „Wir kommen damit nicht weiter, auch wenn man eine Menge Applaus bekommen. Wir arbeiten seit 2014 daran und haben immer noch kein präsentables Ergebnis. Man hat vor der letzten Wahl darauf gesetzt, dass die Erweiterung im Grüngürtel nicht passiert. Wir leben in einer Demokratie. Wir haben keine Alternative. Klar, kann man darauf schlagen. Aber das ist nicht meine Art. Wir haben ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Es ist ein kompliziertes Vorgehen. Der Ball ist in den Händen der Politik und die nehmen uns ernst. Wir gehen in kein wirtschaftliches Risiko rein. Es nützt nichts, öffentlich zu schießen“, so Wolf.

„Entweder die Stadt Köln ermöglicht uns den Bau im Grüngürtel, so wie es uns der Rat schon mal zugesagt hat oder die Stadt hilft uns dabei, den Standort Marsdorf zu verwirklichen. Das muss wirtschaftlich zu realisieren sein. In den vergangenen Wochen haben die Vertreter einen großen Schritt auf uns zugemacht. Die Richtung stimmt, die Größenordnung stimmt noch nicht. Wir bleiben eng am Ball. Eine einfache, schnelle Lösung gibt es nicht.“

So bewerten wir die Kölner Spieler – die Einzelkritik

Zahlen haben sich deutlich verbessert

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Zahlen haben sich deutlich verbessert

Der 1. FC Köln hat auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend die Geschäftszahlen der abgelaufenen Saison präsentiert. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Wirklich überraschend kam die Nachricht am Mittwochabend nicht mehr: FC-Bosse präsentieren Geschäftszahlen. Das gab Geschäftsführer Philipp Türoff vor knapp 1200 Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln in der Lanxess-Arena bekannt.

Die Zahlen seien „deutlich verbessert“, sagte der 47-Jährige. Demnach habe der FC mit einem Umsatz von 172,2 Millionen Euro sowie einem Gewinn von 12,4 Millionen Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr ein deutlich besseres Ergebnis als in der Vorsaison erzielt. Im Vorjahr lag der Umsatz des FC bei 148,4 und der Jahresgewinn bei -15,7 Millionen Euro. Zudem haben die Kölner die Verbindlichkeiten von 66 Millionen Euro auf 50,5 senken können. „Wir haben vor allem durch Sondereffekte ein starkes Jahr mit einem guten Ergebnis hingelegt“, sagte Türoff. „Mit großer Disziplin sind wir dabei unserem Ziel nähergekommen, den FC in seinen Kostenstrukturen so aufzustellen, dass zukünftig auch ohne Sondereffekte positive Geschäftsergebnisse erreicht werden können. Wir müssen diesen Weg konsequent weitergehen, um den FC auf einem dauerhaft stabilen Fundament wachsen zu lassen.“ So konnten die Geißböcke das Eigenkapital auf 15,7 Millionen Euro hochschrauben. Die Lizenz für die Bundesliga habe der Verein ohne Auflagen erhalten.

Türoff: „Das Geld war schon weg, bevor wie es verdient haben“

Neben der Senkung der Personalkosten sowie den Einnahmen aus der Teilnahme an der Conference League haben die Kölner auch durch den Verkauf von Salih Özcan und Anthony Modeste für insgesamt rund zehn Millionen Euro das Plus erzielt. „Wir gehen unsere Schritte zu wirtschaftlichem Wachstum mit einem klaren Plan und sehr transparent. Der beste Rückenwind für den FC ist Geschlossenheit und Kontinuität“, sagte der 47-Jährige. Die Zahlen der Kapitalgesellschaft sind nur ein vorläufiges Ergebnis, der Jahresabschluss wird erst im kommenden Monat finalisiert. „Wir dürfen uns über diese Zahlen freuen, die sind gut. Man muss aber auch verstehen, dass dieses Geld jetzt nicht bei uns in der Kasse herumliegt“, sagte Türoff. „Sanierung bedeutet, das Geld war schon weg, bevor wir es jetzt verdient haben. Wir müssen den Weg der finanziellen Gesundung weitergehen. Wir haben ein wichtiges Signal gesetzt, wir sind aber noch nicht durch.“

Türoff wies daraufhin, dass er schon im vergangenen Jahr auf deutlich mehr als die 66 Millionen Euro Verbindlichkeiten hinwies. Unter anderem sprach der Geschäftsführer damals schon von einem vorverkauften Sponsoring. „Es wurden im Grund schon Einnahmen der Zukunft verfrühstückt, als es dem FC schlecht ging. Diese Rückführung schließt sich in das abgeschlossene Geschäftsjahr, aber auch in das kommende.“ Von diesen fehlenden Einnahmen sei der FC auch in der Spielzeit 23/24 immer noch belastet. Türoff wies auch daraufhin, dass in den 15 Millionen Euro Eigenkapital auch die Genussrechte enthalten sind. Diese (rund acht Millionen Euro) werden auch zurückgeführt werden müssen. Dennoch befinde man sich auf einem guten Weg und verfüge nun auch über etwas „Handlungsspielplan“.

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Mixed-Zone mit Abwehrchef: Das sagt Timo Hübers zur aktuellen Situation und dem Gegner

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Mixed-Zone mit Abwehrchef: Das sagt Timo Hübers zur aktuellen Situation und dem Gegner

Gegen Werder Bremen machte die Kölner Hintermannschaft am Samstag nicht die beste Figur. Überhaupt ist die Lage beim FC nicht die beste. Timo Hübers glaubt an baldige Erfolge. Wenn möglich, schon gegen Stuttgart.

Für den 1. FC Köln steht nach den ersten fünf Spieltagen ein Punkt auf dem Konto. Am Samstag sah auch die Kölner Defensive nicht besonders gut aus. Nun trifft der FC auf den VfB Stuttgart. Das sagt Timo Hübers zur aktuellen Situation und dem Gegner.

Für Timo Hübers und seinen Innenverteidiger-Partner Jeff Chabot gab es sicherlich schon dankbarere Zeiten. Gegen Bremen sahen die beiden Abwehrspieler des 1. FC Köln bei beiden Gegentreffern nicht besonders gut aus, auch wenn die Fehlerkette an einem anderen Punkt begann. Die Leistung stimmte einigermaßen, der Ertrag am Ende des Spiels war überschaubar: Null Punkte. Damit befindet sich der FC wohl endgültig in einer handfesten Krise. „Die sportliche Situation ist unbestritten. Wir haben jetzt auch genug darüber gesprochen, dass wir gerne mehr Punkte gehabt hätten“, sagt der Abwehrspieler am Mittwoch, fügte aber hinzu: „Es war jetzt nicht so, dass uns irgendeine Mannschaft an die Wand gespielt hat. Wir haben in der Mannschaft alles, was es braucht, um Bundesliga zu spielen. Es wäre gut, wenn wir das jetzt mal über 90 Minuten zeigen und dann auch drei Punkte mitnehmen.“

Für Hübers besteht kein Grund zur Panik

Doch die Aufgabe ist keine leichte. Der FC trifft auf die formstarken Stuttgarter. Die Schwaben belegen aktuell den dritten Tabellenplatz. „Uns hat die letzten Jahre ausgezeichnet, dass wir unabhängig vom Gegner unseren Stiefel herunter gespielt haben“, sagt Hübers. Und: „Vor einem Jahr hatten die Stuttgarter die Sorgen, die wir jetzt haben. Wir hatten ganz andere Probleme, über die wir uns jetzt freuen würden. So schnell kann es gehen“, sagt der Abwehrmann. „Und das, obwohl sich die Mannschaften nicht groß verändert haben. Für uns ist in diesem Jahr genauso alles drin, wie es vor einem Jahr für Stuttgart drin gewesen ist.“ Punktetechnisch befinden sich die Kölner zweifelsohne in einer Krise, ein Grund zur Panik sieht der 26-Jährige aber nicht. „Es ist ja schon so, dass wir Dinge, die wir gut gemacht haben auch schon mal über 90 Minuten lang gut hinbekommen haben.“ Jetzt ginge es darum, diese erneut über 90 Minuten auf den Platz zu bekommen.

Dazu gab es am Mittwoch eine längere Videoanalyse, in der sich die Kölner einige Dinge anschauten. „Dem Trainer ist es wichtig, dass wir das, was wir spielen können, auch auf den Platz bringen. Dass jeder einzelne Spieler seine beste Leistung abruft“, sagt Hübers. Das solle dann auch mit dem Spiel kombiniert werden, dass die Mannschaft vor dem Duell besprochen habe. „Wir machen und tun. Man kann keinem vorwerfen, dass er auf dem Platz nicht alles geben würde. Es geht jetzt darum, die Power, die man hat, bestmöglich einzusetzen. Man sieht, dass alle Bock haben. Wenn kein Ehrgeiz da wäre, wäre es schlimmer.“ Für Euphorie sollte in Köln jedenfalls gesorgt sein. „Wir haben ein Heimspiel. Jeder, der schon mal im Stadion war, weiß, dass es etwas besonderes ist. Wir versuchen die Power von den Rängen mit in unser Spiel zu bringen.“

 

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