Personalnot: Baumgart muss vor Leverkusen-Duell erneut puzzeln

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Personalnot: Baumgart muss vor Leverkusen-Duell erneut puzzeln

Ausgerechnet vor dem Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen nehmen die Personalsorgen bei den Geißböcken wieder zu. Steffen Baumgart muss bei der Startaufstellung ganz schön kreativ werden.

Noch am vergangenen Dienstag hatte FC-Trainer Steffen Baumgart betont, dass sich sein Lazarett lichten würde, die Lage spitzt sich aber vor dem Duell gegen Leverkusen wieder zu. Vor allem in der Offensive. Linton Maina und Luca Waldschmidt fallen aus. Personalnot: Baumgart muss erneut puzzeln.

Der Spaß scheint den Akteuren des 1. FC Köln trotz der anhaltenden Krise und vor dem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer aus Leverkusen nicht vergangen zu sein. Zumindest mischte sich FC-Trainer Steffen Baumgart am Freitag unter seine Mannschaft und nahm an Teilen des Trainings teil. Nun ist es dem ehemaligen Stürmer durchaus zuzutrauen, dass er selbst gerne am Sonntag im Duell gegen Bayer Leverkusen auf dem Platz stehen würde. Er ist ja auch an der Seitenlinie stets bei der Sache, spult gefühlt mehr Kilometer ab, als so manch einer seiner Profis. So ganz frisch sah der Coach nach der Einheit aber nicht mehr aus, musste sogar aufgrund von Rückenbeschwerden in Maina-Manier zum Geißbockheim gefahren werden, ein Einsatz ist nicht nur deswegen mehr als unwahrscheinlich.

Kainz wieder auf der linken Seite?

Dabei würde dem FC eine weitere Alternative am Sonntag gut zu Gesicht stehen. Denn gerade die Offensivspieler scheinen dem FC zunehmend abhanden zu kommen. So bestätigte Baumgart am Freitag, dass Luca Waldschmidt im Duell gegen den Nachbarn nicht zur Verfügung stehen wird. Die Neuverpflichtung brütet aktuell einen Infekt aus, wird also nicht zur Mannschaft stoßen können. Mit der von Waldschmidt erhofften Wende wird der 27-Jährige also selbst nichts zu tun haben. Auch Linton Maina fällt aus, nahm auch am Samstag nicht am Training teil. Und damit beginnt für den Kölner Trainer auch vor der schweren Aufgabe gegen Leverkusen das große Puzzle Mannschaftsgefüge, das er schon in den vergangenen Wochen immer wieder aus der Schachtel kramen musste.

Mit Linton Maina fällt der schnelle Linkaußen aus. So wie schon zu Saisonbeginn, als der Offensivspieler wegen anhaltender Rückenbeschwerden im Pokal und gegen Dortmund gar nicht und gegen Wolfsburg nur in der Schlussphase zum Einsatz kam. Sein Ersatz in der Liga: eben Luca Waldschmidt. Der Neuzugang spielte für Maina jeweils auf der linken Seite, erzeugte natürlich zwangsläufig nicht das von Baumgart erhoffte Tempo, sollte aber für kreative Momente sorgen. Nun hätte Baumgart die Möglichkeit, Florian Kainz – wie von vielen Fans gefordert – wieder auf die linke Außenbahn zu beordern. Nur betonte der Kölner Trainer am Freitag, dass in erster Linie er für die Aufstellung verantwortlich sei. „Auf der Position, auf der er in den letzten zehn Spielen der Rückrunde gespielt hat, von denen wir acht Spiele erfolgreich bestritten haben, hat er die meisten Tore vorbereitet und nicht über die linke Seite“, sagte Baumgart am Freitag. Dennoch ist Kainz auf der linken Seite in Anbetracht der Alternativen nicht unmöglich.

Spielt Eric Martel doch?

Allerdings würde diese Rotation die Frage nach der zentralen Position hinter den Spitzen eröffnen. Und da Baumgart mit großer Wahrscheinlichkeit den starken Leverkusener Schienenspielern Tempo entgegen setzen will, könnte tatsächlich Faride Alidou eine Option für die Startelf werden. Eric Martel sollte eigentlich noch keine Option für die Startformation sein. Allerdings hatte Baumgart zu Beginn der Woche noch betont, dass der Sechser für dieses Wochenende noch überhaupt kein Thema sei. Martel sollte eigentlich erst nach der Länderspielpause wieder zum Einsatz kommen. Durch die aktuelle personelle Entwicklung wird der 21-Jährige dann wohl doch wieder zum Kader gehören, voraussichtlich aber erst von der Bank kommen.

Mathias Olesen trainierte die Woche wieder voll mit. Ob der Nationalspieler Luxemburgs aber zum Kader gehören wird, ließ Baumgart offen. Der Mittelfeldspieler könnte wie Mark Uth und Florian Dietz zunächst in der U21 eingesetzt werden. Wie auch immer Baumgart dieses Puzzle löst, die taktische Ausrichtung ist klar: „Ich habe meine Teams sich noch nie hinten reinstellen lassen.  Ich glaube, dass wir mehr Dinger bekommen, wenn wir uns hinten reinstellen. Deswegen werden wir weiterhin früh attackieren“, sagt der Trainer.

So könnte der FC gegen Leverkusen spielen

 

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Pokal-Spiel des 1. FC Köln wird erneut im Free-TV gezeigt

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Pokal-Spiel des 1. FC Köln wird erneut im Free-TV gezeigt

Die 2. Runde des DFB-Pokals ist terminiert worden. Der FC ist am Dienstagabend (31.10.) zu Gast auf dem Betzenberg. Das Spiel wird wie schon die Erstrunden-Begegnung im Free-TV übertragen.

Mit dem 1. FC Kaiserlautern hat der 1. FC Köln auch in der 2. Runde des DFB-Pokals ein recht schweres Los erwischt. Das beschert dem FC aber auch ein weiteres Spiel im Free-TV. Am 31.10. wird die Begegnung gegen den Zweitligisten im ZDF (20.45 Uhr) übertragen. Kölner Pokal-Spiel erneut im Free-TV

Nach dem der 1. FC Köln schon in der 1. Runde des DFB-Pokals mit dem VfL Osnabrück ein Auswärtsspiel bei einem starken Zweitligisten absolvieren musste, geht es nun mit dem Duell auf dem Betzenberg erneut gegen einen starken Gegner aus der 2. Bundesliga. Andere Teams hatten bei der Auslosung mehr Glück. Allerdings bedeutet das auch, dass der FC ein weiteres Free-TV-Spiel erhält. Die Begegnung gegen den 1. FC Kaiserlautern wird nämlich wie auch schon das Erstrundenmatch im öffentlich-rechtlichen TV übertragen. Dieses Mal zeigt das ZDF ab 20.15 Uhr die Begegnung der Kölner. Die ARD zeigt am Mittwoch die Begegnung des 1. FC Saarbrücken gegen Bayern München.

Jubiläum für den FC gegen Lautern

„Wir freuen uns auf ein Traditionsduell in der zweiten Pokalrunde in einem tollen Stadion und werden alles dafür geben, um die nächste Runde zu erreichen“, sagte Thomas Kessler. Das Erreichen des Achtelfinales würde dem FC auch finanziell weiterhelfen. Für die nächste Runde erhalten die Klubs mehr als 800.000 Euro. Mit jeder Runde verdoppelt sich die Summe. Zumindest die kommende Runde sollte also für den FC möglich sein. Allerdings sind die Geißböcke in den vergangenen Jahren immer gegen unterklassige Teams ausgeschieden.

Das Duell wird das 100. Pflichtspiel zwischen den beiden Traditionsklubs. Der FC gewann allerdings nur 26 Begegnungen, Kaiserslautern dagegen 42. Die beiden Teams standen sich zuletzt vor knapp zehn Jahren gegenüber. In der Spielzeit 2013/14 gab es jeweils ein torloses Remis. Im Pokal gab es bislang vier Auseinandersetzungen. 1954 setzte sich Lautern mit 7:0 durch, 1985 mit 4:1 nach Verlängerung und 1989 im Achtelfinale mit 2:1. Den einzigen Kölner-Sieg im Pokal gab es 1990. Damals gewann der FC 2:1 bei den roten Teufeln. Die Tore für Köln erzielten Maurice Banach und Frank Greiner.

Die Ansetzungen:

Dienstag, 31. Oktober 2023:
VfB Stuttgart – Union Berlin (18:00 Uhr)
FC Homburg – SpVgg Fürth (18:00 Uhr)
FC St. Pauli – Schalke 04 (18:00 Uhr)
VfL Wolfsburg – RB Leipzig (18:00 Uhr)
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Köln (20:45 Uhr, live im ZDF)
Arminia Bielefeld – Hamburger SV (20:45 Uhr)
SpVgg Unterhaching – Fortuna Düsseldorf (20:45 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Heidenheim (20:45 Uhr)

Mittwoch, 1. November 2023:
Holstein Kiel – 1. FC Magdeburg (18:00 Uhr)
Borussia Dortmund – TSG Hoffenheim (18:00 Uhr)
SC Freiburg – SC Paderborn (18:00 Uhr)
SV Sandhausen – Bayer Leverkusen (18:00 Uhr)
1. FC Saarbrücken – Bayern München (20:45, live in der ARD)
1. FC Nürnberg – Hansa Rostock (20:45 Uhr)
Hertha BSC – Mainz 05 (20:45 Uhr)
Viktoria Köln – Eintracht Frankfurt (20:45 Uhr)

 

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Leverkusen und seinem Personal

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Pressekonferenz beim FC: Das sagt Baumgart zu Leverkusen und seinem Personal

Sechs Spiele, ein Punkt. Ausgerechnet jetzt geht es zum Auswärtsspiel bei Tabellenführer Leverkusen. Auf der Pressekonferenz äußerte sich Steffen Baumgart zum Gegner und seinem Personal.

Nach der Niederlage gegen den VfB Stuttgart steht am kommenden Sonntag das Auswärtsspiel in Leverkusen auf dem Spielplan. Der FC ist zu Gast bei Bayer. Das sagt Steffen Baumgart zu Leverkusen und dem Personal.

Am Sonntag ist der 1. FC Köln zu Gast bei Bayer Leverkusen. Eine denkbar schwere Aufgabe. Schließlich geht es gegen den souveränen Tabellenführer, der in der Saison noch ungeschlagen ist, obwohl Leverkusen schon gegen Bayern und Leipzig gespielt hat. Insgesamt gewann die Werkself acht der neun bisherigen Pflichtspiele. „So ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Dennoch wissen wir, was auf uns zukommt. Das wird ein schönes und intensives Spiel, auf das sich beide Mannschaften freuen sollen“, sagte Baumgart. „Wir treffen auf einen richtig guten Gegner, der einen guten Fußball spielt. Das wird eine Herausforderung für uns, die wir aber auch in den vergangenen beiden Jahren wohl sehr gut angenommen haben.“

Baumgart: „Luca Waldschmidt ist raus für Sonntag“

Dabei machten die vergangenen Leistungen der Kölner wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Nachbarschaftsduell. „Die Jungs haben viel gut gemacht, aber auch nicht gut genug. Wir müssen an den Dingen arbeiten, die nicht so gut laufen“, sagte der Trainer. „Das sind die Entscheidungsfindung im letzten Drittel, die Entscheidungsfindung beim Torschuss und die Entscheidungsfindung, was Mut angeht. Wir werden aber unser Ding weiterhin durchziehen. Ich glaube, dass wir mehr Dinge bekommen, wenn wir uns hinten reinstellen. Deswegen werden wir weiterhin früh attackieren.“ Attackieren werden auch die Leverkusener, vor allem über Victor Boniface. „Alle elf Spieler, die ich erwarte haben ihre Qualität. Victor Boniface ist es ja nicht alleine. Die Qualität hat er ja schon letztes Jahr in Belgien gezeigt. Aber auch wenn wir Florian Wirtz sehen, da kannst du dich als Stürmer freuen. Boniface ist es nicht alleine, mir gefällt generell der Fußball. Sie haben drei, vier in der Box, die Tore machen können und deswegen bin ich gespannt, welche Antwort wir darauf finden“, sagte Baumgart.

Die personelle Situation ist dagegen weiterhin angespannt. Linton Maina ist nach wie vor fraglich, ausfallen wird definitiv eine andere Offensivkraft: „Luca Waldschmidt ist krank und dementsprechend raus für Sonntag“, sagte Baumgart, der sich noch nicht sicher ist, ob der genesene Mathias Olesen so wie Mark Uth und Florian Dietz zunächst in der U21 spielen wird. „Was die Aufstellung angeht, wissen wir aber nicht zu 100 Prozent, wie wir es machen.“ Sicher wird wohl der Einsatz von Florian Kainz sein, über dessen Position zuletzt viel diskutiert wurde. „Die zentrale Position habe ich ihm gegeben. Wenn ich ihn auf die Sechs oder Acht stelle, dann habe ich mir da sehr viele Gedanken drum gemacht“, sagte Baumgart. „Auf der Position, auf der er in den letzten zehn Spielen der Rückrunde gespielt hat, von denen wir acht Spiele erfolgreich bestritten haben, hat er die meisten Tore vorbereitet und nicht über die linke Seite. Für mich ist wichtig, dass er da ist.“

Baumgart: „Wir werden nicht absteigen“

Besonders motivieren braucht der Trainer sein Team für das Nachbarschaftsduell wohl nicht. „Motivation ist das Spiel. Aber das ist es bei jedem Bundesliga-Spiel“, sagt der Trainer, der auch keinen Vorteil in der Doppelbelastung der Leverkusener sieht. Immerhin hat Bayer gegen Molde auf gleich sieben Positionen durchrotiert. „Auch ohne das Spiel in Molde, wäre Leverkusen am Wochenende fit gewesen. Die Rotation halte ich für normal und das wird auf das Spiel keinen Einfluss haben“, sagt Baumgart. „Leverkusen weiß genau, wie die Abläufe sind und man sieht die Handschrift des Trainers.“ Der Kölner Coach freut sich auf das Duell, das rund 7500 FC-Fans begleiten werden. Und betont noch einmal: „Wir werden nicht absteigen. Wir werden lange darum kämpfen, unten rauszukommen.“

 

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Gegnercheck: variable Spielweise, starker Kader & Wirtz als Faktor

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Gegnercheck: variable Spielweise, starker Kader & Wirtz als Faktor

Am Sonntag tritt der 1. FC Köln zum Nachbarschaftsduell bei Bayer Leverkusen an. Das Duell gegen die Werkself wird die bislang wohl schwerste Aufgabe in dieser Saison. Und das nicht nur, weil der FC gegen den Tabellenführer spielt.

Auch am 7. Spieltag der Bundesliga steht der 1. FC Köln vor einer schweren Aufgabe – sogar vor einer besonders schweren. Am Sonntag ist der FC zu Gast bei Bayer Leverkusen – alles andere als ein Selbstläufer. Das zeigt auch der Gegnercheck: variable Spielweise, starker Kader, Wirtz als Faktor

Als Steffen Baumgart vor gut zwei Wochen auf eine kleine Spitze von Bayer Leverkusens Social-Media-Abteilung angesprochen wurde, hatte der Kölner Coach umgehend und für Baumgart erwartungsgemäß die passende Antwort parat. Sinngemäß sagte der 51-Jährige, wenn man guten Fußball sehen wolle, müsse man zur Werkself gehen, wenn man ihn erleben, fühlen wolle, dann solle man doch bitte zum FC kommen, dem einzig wahren Klub der Region. Nun sagte Baumgart das nicht ohne den nötigen Respekt. Denn der Trainer weiß sehr wohl um die hohe Qualität des Gegners. „Leverkusen spielt wirklich sehr gut. Wenn man es neutral betrachtet, macht es Spaß, ihnen beim Fußball zuzuschauen“, so Baumgart. „Es ist nicht schwierig, gute Leistungen anzuerkennen.“

Leverkusens Offensive beginnt in der Defensive

Und so rechnet der Kölner Trainer am Sonntag wohl damit, dass die Zuschauer in der BayArena guten Fußball zu sehen bekommen, zumindest von der Werkself. Denn die Chancen stehen auch alles andere schlecht. Der Tabellenführer spielt aktuell wohl den reifsten und attraktivsten Fußball der Liga, steht nicht umsonst ungeschlagen an der Tabellenspitze und hat wettbewerbsübergreifend acht von neun Pflichtspielen gewonnen. Leverkusen hat aber schon gegen die beiden Großkaliber aus München und Leipzig gespielt. Aber was macht den Kölner Nachbarn so stark? Ein Teil der Wahrheit sind vor allem zwei Namen: Simon Rolfes und Xabi Alonso. Zunächst ist da Alonso, der seit seiner Amtsübernahme Leverkusen Schritt für Schritt weiterentwickelt hat. Bayer stellt sich schnell auf die Spielweise der Gegner ein und entwickelt eigene Ideen, die Gegner auszuspielen und bedient sich gleich einer Vielzahl an Spielweisen. Dabei verlässt der Trainer nur sehr selten seine 3-4-2-1-Ordnung. Die Leverkusener Offensive beginnt meist in der Defensive. Zumindest interpretieren die Defensivspieler ihre Rolle extrem offensiv, setzen die Gegner sehr früh unter Druck.

Bei Ballgewinn sucht Leverkusen den schnellen, den direkten Weg zum Abschluss. Die zentrale Rolle bei dem Offensivspiel übernimmt – und da müssen alle FC-Fans jetzt ganz tapfer sein – Florian Wirtz. Der Nationalspieler hat von Alonso alle Freiheiten auf dem Feld erhalten, nutzt diese auch und wurde so zum absoluten Dreh- und Angelpunkt der Leverkusener. Der 20-jährige Pulheimer kommt zwar auch erst auf ein Tor und zwei Assists in der Liga, hat aber schon 19 Torschussvorlagen abgegeben. Zudem leitet Wirtz mit seinen second und third Assists viele Chancen ein. Über die schnellen Schienenspieler werden ebenfalls viele Möglichkeiten kreiert. Dabei sind Flanken keine Waffe der Werkself. Leverkusen bringt im Schnitt pro Spiel weniger als sieben, der FC spielt mehr als 15 pro Spiel. Vielmehr spielen die Außen den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Defensive. Diese Leverkusener Waffe will Alonso in der Rückwärtsbewegung dagegen unbedingt vermeiden. Durch die hohe Passsicherheit und Laufbereitschaft erspielt sich Leverkusen aber viel Ballbesitz.

Rolfes ist der Architekt des Erfolgs

Simon Rolfes ist der Architekt des starken, ausgeglichenen Kaders. Der ehemalige Nationalspieler wurde nicht umsonst im Sommer für seine Transferpolitik über den Klee gelobt. Mit Granit Xhaka und Jonas Hofmann hat Rolfes zwei routinierte erfahrene Mittelfeldspieler an den Rhein geholt. Beide übernehmen auf dem Feld Verantwortung, delegieren, lenken. Zwar war Nathan Tella von Southhampton die teuerste Neuverpflichtung, Victor Boniface ist dennoch der absolute Königstransfer der Leverkusener. Und das kommt für Steffen Baumgart alles andere als überraschend. Im Sommer hatte der Kölner Trainer betont, dass er eher einen Victor Boniface verpflichtet hätte, als einen Harry Kane und damit zumindest eine Reaktion von Bayern-Trainer Thomas Tuchel erzwungen. Mit seinen 1,90 Metern, seiner Physis hätte der Nigerianer sicherlich perfekt in das System der Kölner gepasst.

Ein weiterer Topzugang ist der Spanier Alejandro Grimaldo. Der Linksverteidiger lässt gewisse Parallelen zu Jonas Hector erkennen. Denn Grimaldo zieht es immer wieder ins Zentrum, von dem er auch selbst als kreativer Spieler in Erscheinung tritt – der 28-Jährige sucht dabei genauso selbst den Abschluss wie er auch als Vorbereiter in Erscheinung tritt. Der Spanier kommt bislang bereits auf drei Vorlagen und zwei Tore in der Liga. Dabei ist seine Schusstechnik beeindruckend, wie Grimaldo unter anderem gegen die Bayern oder Mainz per Freistoß bewies. Umso erstaunlicher, dass der Abwehrspieler ablösefrei an den Rhein wechselte. Der Marktwert des Spaniers wird von gool.ai auf 25.6 Millionen Euro berechnet. Auch von der Bank kann Alonso noch einmal Qualität bringen, wie das Europa-League-Spiel am Donnerstag gezeigt hat.

Und doch hat Leverkusen auch eine deutliche Schwäche. Die Gegentoranfälligkeit bei Standardsituationen. Bereits vier Gegentreffer kassierten die Leverkusener nach Freistößen und Ecken. Ob der FC daraus Profit schlagen kann, wird sich erst zeigen. Es spricht sicher nicht viel für die Geißböcke, aber es haben nicht nur Pokalspieler ihre eigenen Gesetze.

Der Vergleich:

Der Kaderwert spricht deutlich für die Gäste. Leverkusen erreicht laut Gool.ai einen Kaderwert von rund 405 Millionen Euro, der FC liegt aktuell bei rund 80 Millionen Euro. Kölns wertvollster Spieler ist Dejan Ljubicic (9.1 Mio), gäbe es in Leverkusen eine interne Liste der wertvollsten Spieler, würde sich der Österreicher auf Rang 16 einsortieren. Der wertvollste Spieler der Nachbarn ist – Achtung, wieder tapfer sein – Florian Wirtz, dessen Wert Gool.ai auf mehr als 55 Millionen Euro berechnet. Die Bilanz spricht für Leverkusen. Bayer hat von 75 Pflichtspielen 30 gewonnen, der FC nur 19.

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Neuzugänge der Geißböcke: Der eine Bankdrücker, der andere Stammspieler

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Neuzugänge der Geißböcke: Der eine Bankdrücker, der andere Stammspieler

Mit Jacob Christensen und Rasmus Carstensen hat der FC im Sommer zwei vielversprechende dänische Spieler an den Rhein gelotst. Die Wege der beiden 22-Jährigen könnten aber nicht unterschiedlicher sein.

Gleich zwei dänische Spieler hat der FC im Sommer verpflichtet. Jacob Christensen sollte das Mittelfeld verstärken, Rasmus Carstensen wurde als Backup für Benno Schmitz verpflichtet. Die Wege der beiden könnten nicht unterschiedlicher sein: Der eine Bankdrücker, der andere Stammspieler

Als die mögliche Verpflichtung von Rasmus Carstensen als gesuchter Rechtsverteidiger so langsam durchsickerte, war die Verwunderung bei so manchem Kölner Fan groß. Zwar waren bereits dänische Spieler als mögliche Neuzugänge von vermeintlichen Experten genannt worden, allerdings allesamt Spieler, die eigentlich schon längst bei anderen Klubs unterschrieben hatten. Carstensen war da ein unbeschriebenes Blatt, er würde aber mit Sicherheit der vierte Däne im Kader der Kölner werden. Denn erst wenige Wochen zuvor hatten die Kölner Verantwortlichen mit Jacob Christensen bereits einen dänischen Mittelfeldspieler verpflichtet. Mit dem in Kopenhagen geborenen Mathias Olesen und dem damals noch unter FC-Vertrag stehenden Kristian Pedersen waren es also vier Spieler aus dem Nachbarland. Der Vergleich zu Danish Dynamite natürlich mehr als naheliegend.

Unterschiedliche Spielertypen, unterschiedliche Erwartungshaltung

Doch die Vorzeichen konnten bei den beiden Neuverpflichtungen nicht anders sein. Christensen kam ablösefrei vom FC Nordsjælland zum FC. Auch wenn die Kölner Verantwortlichen an gleich mehreren Stellen betonten, dass der junge Däne ein Entwicklungsspieler, eben nicht ein Eins-zu-eins-Ersatz für den abgewanderten Ellyes Skhiri sei, war und ist die Erwartungshaltung an den 22-Jährigen erstaunlich groß. Zwar kam Christensen mit der Empfehlung von mehr als 150 Pflichtspielen für den Entwicklungsklubs aus der Nähe von Kopenhagen, aber eben aus der dänischen Liga, die nicht unbedingt als eine der ersten Adressen Europas gilt. Dennoch bescheinigen die Experten dem Mittelfeldmann ein enorm hohes Potenzial, rechnen sogar mit einem höheren fußballerischen Endvermögen, als es bei Skhiri zu erwarten sei. Christensen könne mittelfristig in die Rolle des Kölner Leistungsträgers der vergangenen Saison hineinwachsen, sich etablieren. Für einen ablösefreien Spieler sowohl sportlich als auch wirtschaftlich eine gute Neuverpflichtung.

Nur spielt Christensen unter Steffen Baumgart bislang überhaupt keine Rolle. Einzig im Pokal kam der Mittelfeldspieler bislang auf ein paar Minuten Einsatzzeit. Christensen stand noch nicht einmal auf dem Platz, als Baumgart händeringend nach einem Sechser suchte. Von Danish Dynamite keine Spur. Im Gegensatz dazu steht die Erwartungshaltung und Entwicklung von Rasmus Carstensen. Der Rechtsverteidiger wurde als Benno-Schmitz-Backup verpflichtet, scheint dem „kölschen Cafu“ aber zunehmend den Rang abzulaufen. Vielleicht wäre die Situation eine andere, hätte Baumgart andere schnelle Außenbahnspieler für die rechte offensive Seite. Denn dort hat Carstensen recht schnell seinen Platz gefunden. Schnell, weil die Erwartungshaltung an den 22-Jährigen eben keine besonders große war. Denn der Abwehrspieler hat eine schwere Saison bei Genk hinter sich, kam ganze vier Mal in der Liga zum Einsatz. Dass Carstensen starke Konkurrenz in Belgien auf seiner Position hatte, floss in die Bewertung mancher Fans nicht ein.

Stammspieler versus Bankdrücker

Nach dem sechsten Liga-Spieltag ist Carstensen aber bereits mehr als nur eine Alternative, mehr als ein Backup. In den bisherigen Ligaspielen stand der Däne vier Mal von Beginn an auf dem Feld, einmal wurde er eingewechselt. Gegen Bremen war er Gelb-Rot gesperrt. Laut Definition ist ein Stammspieler ein Spieler, der nur aus triftigem Grund nicht auf dem Feld steht. Diesen Umstand dürfte die Sperre wohl abdecken. Auch wenn es Carstensen bislang noch nicht auf die Scorerliste geschafft hat, gehört er zu den absoluten Lichtblicken der bisherigen eher düsteren Saison. Am vergangenen Wochenende lief der Däne das erste Mal für Benno Schmitz auf der Verteidigerposition auf. Der Kölner Routinier war kurzfristig ausgefallen. Carstensen hatte in der Defensive mit Christ Führich seine Probleme, dafür sorgte er in der Offensive für die ein oder andere Aktion. „Wir haben schon vor Stuttgart gesehen, dass er es gut kann, es war schon viel zu sehen. Er arbeitet und macht, gewöhnt sich an unser Tempo“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Dienstag.

Der Abwehrspieler ist noch bis zum Ende der Saison von Genk ausgeliehen und offenbar mit einer Kaufoption in Höhe von 1.5 Millionen Euro ausgestattet. Laut den neuen Marktwerten von gool.ai hat Carstensen seinen Marktwert von 1.3 Millionen Euro im August auf mehr als 4 Millionen in die Höhe getrieben. Für den Sommer prognostiziert das Online-Portal dem 22-Jährigen eine weitere Marktwertsteigerung – schon jetzt deutet sich ein wahres Schnäppchen an. Womöglich hat Benno Schmitz nach seiner Genesung noch die Nase vorne. Doch Carstensen wird am Sonntag gegen Leverkusen die Chance erhalten, den Abstand weiter zu verkürzen. Ganz anders als Jacob Christensen. Der Mittelfeldspieler wird, wenn überhaupt, von der Bank kommen.

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Personal-Situation beim 1. FC Köln: Maina bricht ab, Waldschmidt fehlt

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Personal-Situation beim 1. FC Köln: Maina bricht ab, Waldschmidt fehlt

Wenige Tage vor dem wichtigen Spiel gegen Leverkusen verschärft sich die Personalsituation des 1. FC Köln wieder ein wenig. Zumindest musste Linton Maina das Training abbrechen, Luca Waldschmidt fehlte krankheitsbedingt.

Eigentlich hatte FC-Trainer auf Entspannung im Personal gehofft, die Lage spitzt sich aber wenige Tage vor dem Duell gegen Leverkusen wieder ein wenig zu. Linton Maina bricht das Training ab, Luca Waldschmidt fehlt krankheitsbedingt.

In der aktuell angespannten Situation hatte FC-Trainer Steffen Baumgart auf einen kleinen Lichtblick gehofft. Das Lazarett würde sich lichten, hatte der Coach noch am vergangenen Dienstag gesagt, schon am Donnerstag verschärfte sich die Lage dann wieder. So ist Benno Schmitz auch weiterhin angeschlagen, wird dem FC mit großer Wahrscheinlichkeit im Duell gegen Leverkusen nicht zur Verfügung stehen. Für ihn wird wohl erneut Rasmus Carstensen auf der rechten Verteidigerposition seine Chance erhalten. Der Däne hatte zu Beginn der Saison eher im Mittelfeld gespielt und dort seine Sache gut gemacht. Am vergangenen Wochenende wurde er von Stuttgarts Chris Führich immer wieder an die Grenzen seiner Möglichkeiten geführt, so dass Dejan Ljubicic verstärkt aushelfen musste, offensiv nur wenig stattfand.

Zudem fehlte Luca Waldschmidt am Donnerstag krankheitsbedingt. Noch am Mittwoch hatte der Angreifer die Fragen der Medienvertreter beantwortet. Er hoffe auf die Wende in den kommenden Spielen, hatte die Neuverpflichtung gesagt. Ob er Teil dieser möglichen Wende sein kann, ist aktuell offen. Eine Wasserstandsmeldung gab es nicht. Genauso wie bei Linton Maina. Der Mittelfeldspieler musste die Trainingseinheit am Dienstag frühzeitig abbrechen. Warum genau, ist auch bei ihm aktuell noch nicht bekannt. Maina hatte bereits Teile der Saisonvorbereitung und den Pokalauftakt verpasst. Damals litt der schnelle Außenspieler unter Rückenproblemen. Leart Pacarada, der noch am vergangenen Dienstag beim Aufwärmen abbrechen musste, war wieder voll dabei. Für den Linksverteidiger ist die Begegnung gegen Leverkusen eine besondere. Pacarada wurde in Leverkusen ausgebildet.

Auch Eric Martel, Mathias Olesen, Mark Uth und Florian Dietz haben voll mit der Mannschaft trainiert. Wenn FC-Trainer Steffen Baumgart seine Meinung nicht aufgrund der neuen Verletzungen ändert, wird nur Olesen eine Option für die Begegnung am Sonntag sein. Uth und Dietz sollen am Samstag bei der U21 zum Einsatz kommen, Martel ist erst für das Derby gegen Mönchengladbach wieder ein Thema.

 

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Bislang nur Ersatzspieler: Wie geht es weiter mit Luca Kilian?

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Bislang nur Ersatzspieler: Wie geht es weiter mit Luca Kilian?

Luca Kilian blickt auf eine durchwachsene Saison zurück: Stammspieler, Platzverweise, Verletzungspause und Bankdrücker. Über letzteren Status kommt der Abwehrspieler auch in dieser Saison nicht hinaus. Und in der Krise ist Besserung nicht in Sicht.

Luca Kilian kommt aktuell nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus. Wenn überhaupt. Erst in zwei Spielen kam der Innenverteidiger zum Einsatz – ganze elf Minuten stand er auf dem Feld. Wie geht es weiter mit Luca Kilian?

Elf aus 540 ist ein ziemlich bescheidener Wert. Ganze elf Minuten stand Luca Kilian in dieser Saison in der Liga auf dem Platz. Einige davon sogar als Stoßstürmer gegen den BVB. Möglicherweise hat sich FC-Trainer Steffen Baumgart gegen den Heimatklub einen ähnlichen Motivationsschub wie bei Kilians Treffer gegen den anderen Ex-Klub aus Mainz erhofft. Dazu wird es in dieser Saison nicht mehr kommen. Das hat Baumgart sehr deutlich gemacht. Selbst Co-Trainer Kevin McKenna wäre dem Coach auf dieser Position lieber gewesen, sagte Baumgart lachend nach dem Dortmund-Spiel. Fünf Spieltage später ist den Kölnern das Lachen weitestgehend vergangen. Der FC befindet sich in der Krise. Genauso wie Luca Kilian. Der Innenverteidiger ist aktuell nur zweite Wahl.

Platzverweise ärgerten Baumgart

Nach der schweren vergangenen Saison hat der oft so genannte Zieh-Sohn von Steffen Baumgart gerade bei diesem einen schweren Stand – eine Verbesserung seiner Situation ist angesichts der starken Konkurrenz nicht absehbar. Zwar hatte der 24-Jährige in der Hinrunde der vergangenen Spielzeit einen Stammplatz sicher, das aber vor allem, weil sich Jeff Chabot bereits zu Saisonbeginn gegen Stuttgart eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte und bis zur WM-Pause ausgefallen war. Kilian war dagegen schon in der Vorbereitung der vergangenen Spielzeit ein wenig in Baumgarts Ungnade gefallen, hatte zumindest einen öffentlichen Rüffel seines Trainers kassiert. Nun kam der Innenverteidiger zwar auf seine Einsätze, überzeugte auch mit einer extrem starken Passquote und einem ordentlichen Aufbauspiel, die bescheidene Zweikampfquote ließ aber genauso zu Wünschen übrig wie die Souveränität, die ihn in seiner Premierensaison beim FC ausgezeichnet und die FC-Bosse dazu gebracht hatte, ihn für rund zwei Millionen Euro fest zu verpflichten.

Mit dem Treffer gegen Schalke hatte die vergangene Spielzeit verheißungsvoll angefangen, dann aber schnell nachgelassen. Kilian kassierte gleich zwei Gelb-Rote Karten, die seinen Trainer besonders wurmten. Gerade die gegen Mainz war besonders bitter. Gegen den Ex-Klub war der Abwehrspieler erschreckend übermotiviert, kassierte schon nach 30 Minuten die Ampelkarte und trug demnach auch seine Mitschuld an dem 0:5-Debakel. „Er muss den Laufweg mit seinem Gegenspieler einfach mitmachen, anstatt in den Körper zu gehen. Das ist ärgerlich, weil es nicht das erste Mal passiert“, ärgerte sich Baumgart nach der Begegnung. Zu Beginn des Jahres verletzte sich Kilian, kehrte erst Ende März zurück – das aber erneut sehr motiviert. „Man sehnt sich danach, nach der langen Zeit in der Bundesliga mal wieder auf dem Platz zu stehen, denn das ist das Schönste der Welt“, sagte Kilian damals. Nur stand der Abwehrspieler nicht besonders viel auf dem Platz – ganze 24 Minuten. „Am Ende entscheidet der Trainer, wen er aufstellt. Ich muss erstmal wieder reinkommen und versuche, mich dann so gut wie möglich anzubieten. Ich gebe natürlich weiterhin Gas, um ihm die Entscheidung so schwer wie möglich zu machen“, sagte der Abwehrspieler.

Starke Konkurrenz für Kilian

Die Entscheidung wird dem Trainer aktuell wohl eher leicht fallen. Denn zurzeit ist die Kölner Innenverteidigung einer der wenigen Mannschaftsteile, die wie erhofft funktioniert. Trotz der anhaltenden Misere und großen Lücken in der Defensivbewegung, hat der FC in der Liga erst elf Gegentore kassiert. Das Duo Jeff Chabot und Timo Hübers gehört zu den besten Defensivverbunden der Liga. Gerade Chabot spielt erneut eine starke Saison. Der 25-Jährige ist mittlerweile der unangefochtene Abwehrchef der Geißböcke. Mit seiner konsequenten, aggressiven Spielweise hat der Innenverteidiger die Kölner Defensive stabilisiert, ist einer der besten Abwehrspieler der vergangenen Saison gewesen und auch in dieser Spielzeit für den FC unverzichtbar. Ähnliches gilt auch für Timo Hübers, der erst vor wenigen Wochen seinen Vertrag verlängerte, unter der Bedingung, mehr Verantwortung zu übernehmen. Gerade in der jetzigen Phase ist nicht davon auszugehen, dass Baumgart die einzige Konstante neben Marvin Schwäbe auseinandernehmen wird.

Mit Dominique Heintz haben die Kölner im Sommer noch einen weiteren Innenverteidiger dazu gewonnen. Der Rückkehrer verfügt über viel Bundesliga-Erfahrung, auch was das Thema Abstiegskampf angeht. Diese Erfahrung dürfte Baumgart in der aktuellen Situation vermutlich sogar bevorzugen. Die aktuelle Krise hat Kilians Chancen auf mehr Einsatzzeit jedenfalls nicht erhöht. Immerhin darf er mit Spielzeit im kommenden Testduell gegen Rösrath nächste Woche hoffen – ein schwacher Trost.

 

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Vor dem Nachbarschafts-Duell: Diese Siege über Leverkusen sollten dem FC Mut machen

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Vor dem Nachbarschafts-Duell: Diese Siege über Leverkusen sollten dem FC Mut machen

Für den 1. FC Köln steht mitten in der sportlichen Krise das Spiel gegen den Tabellenführer auf dem Spielplan. Eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen. Doch auch Derbys (oder Nachbarschafts-Duelle) scheinen eigene Gesetze zu haben.

Auf dem Papier könnte die Angelegenheit nicht klarer sein. Tabellenführer gegen Tabellenvorletzten – ungeschlagen gegen sieglos – die Rollen sind für das Auswärtsspiel des 1. FC Köln in Leverkusen klar verteilt. Sollte man meinen. Denn diese Leverkusen-Siege sollten dem FC Mut machen.

Glaubt man den Worten von FC-Trainer Steffen Baumgart gibt es in der Region nur einen wahren Spitzenverein – den 1. FC Köln. „Es gibt einen großen Verein und es gibt einen nicht so großen Verein. Ich glaube, wir sind der Größere, auch wenn es sportlich vielleicht anders erscheint“, sagte der Kölner Coach vor wenigen Wochen. Dabei ist „vielleicht“ stark untertrieben. Leverkusen scheint sportlich nicht nur der größere Verein zu sein, aktuell ist er es ohne Frage. Und das nicht nur, weil Leverkusen die Tabelle souverän anführt, die Werkself spielt aktuell den wohl attraktivsten und zweifelsohne erfolgreichsten Fußball der Liga. Xabi Alonso und Simon Rolfes haben eine starke Einheit geformt, die selbst von den Top-Teams der Liga bislang nicht aufgehalten werden konnte.

2019 leitet ein 2:0 die Wende ein

Somit spricht momentan wenig dafür, dass der FC gegen seinen rheinischen Nachbarn den sportlichen Turnover schafft. Die Vorzeichen sollten in einem Duell zwischen ungeschlagenen Tabellenführer und sieglosen Tabellenvorletztem zumindest klar vergeben sein. Hoffnung macht den Kölnern ein ähnliches ungeschriebenes, aber motivierendes Gesetz wie das des Pokals. Es geht in ein Nachbarschafts-Duell gegen die Werkself. „Davie hat es auch schon im Interview gesagt: In einem Derby können wir Einiges zurückholen, was die Wochen zuvor nicht funktioniert hat. Solche Spiele haben nochmal eine andere Bedeutung“, sagte Luca Waldschmidt am Mittwoch. Was sich anhört wie der Mut des Verzweifelten in einer schier aussichtslosen Situation, ist allerdings gar nicht so abwegig. Schließlich haben die Kölner in ähnlichen Situationen gegen Leverkusen überrascht.

Das zum Beispiel vor gar nicht mal allzu langer Zeit. In der Saison 2019/2020 lag der FC nach dem 14. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz, als es gegen Leverkusen ging. Köln hatte gerade einmal acht Punkte eingesammelt, dafür aber 32 Gegentore kassiert, seit sechs Spieltagen nicht mehr gewonnen. Leverkusen lag dagegen auf dem sechsten Rang, nur einen Zähler hinter dem Tabellendritten Borussia Dortmund und einen Punkt vor dem späteren Meister Bayern München. Nichts deutete auf einen Erfolg der Kölner hin. Und so war es wohl Markus Gisdols Mut der Verzweiflung, nahezu die gesamte Mannschaft auszuwechseln. Mit sechs neuen Spielern, darunter Debütant Jan Thielmann, startete der Coach gegen Leverkusen. Der FC kämpfte leidenschaftlich. Auch Leverkusen kämpfte – allerdings mit unfairen Mitteln. Und so wurden Aleksandar Dragovic und Leon Bailey vom Platz gestellt. Der FC setzte sich nach Toren von Jhon Cordoba (73.) und Sebastian Bornauw (84.) nicht unverdient durch. Es war der Auftakt einer beeindruckenden Serie von acht Siegen in elf Spielen und damit am Ende der Saison der sichere Klassenerhalt.

Podolski wird zum Matchwinner

Auch die Spielzeit 2011/2012 stand für den FC unter keinem guten Stern. Mit 30 Punkten stiegen die Geißböcke damals ab. Am 6. Spieltag reiste der Tabellen-15. aus Köln zu den viertplatzierten Leverkusenern. Auch damals wurden dem FC nur wenige Chancen eingeräumt. Lukas Podolski ließ die FC-Fans nach einer Galavorstellung beim 4:1-Sieg gegen die Werkself von einer ordentlichen Saison träumen. „Poldi“ war der überragende Spieler, legte einen Treffer auf und erzielte zwei Tore. Der Sieg gegen den Nachbarn war eins von wenigen Highlights in der insgesamt bitteren Spielzeit.

Bereits ein Jahr zuvor schockte der FC den Nachbarn von der anderen Rheinseite. Leverkusen träumte in der Saison 2010/2011 von der ersten Meisterschaft – mal wieder. Tatsächlich war Bayer das einzige Team, das kurz vor Saisonende noch den Spitzenreiter aus Dortmund hätte abfangen können. Leverkusen tat es auch nicht, weil der FC selbst noch dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigte. Und die holten sich die Kölner durch einen Doppelpack von Milivoje Novakovic. Leverkusen hatte keine Chance mehr auf den Titel, war zum fünften Mal „Vizekusen“. Auch 14 Jahre zuvor „verhalfen“ die Geißböcke dem Rivalen zum zweiten Platz. Am 33. Spieltag empfing der FC die Werkself in Müngersdorf und schickte sie schließlich mit einer 4:0-Packung wieder nach Hause. Alleine drei Tore erzielte Toni Polster. Bayern sicherte sich den Titel und feierte diesen mit einem großen Poster von Polster – dem Derbyhelden, falls man das Duell denn Derby nennen will.

Davon gab es gleich mehrere. Unter anderem auch Dominic Maroh, der 2015 mit einem Doppelpack in Leverkusen oder Davie Selke, der in der vergangenen Saison ebenfalls mit zwei Treffern zum Nachbarschafts-Duell-Helden avancierte. Natürlich gab es auch Niederlagen. Einige. Bittere. Doch in der aktuellen Situation muss man an die dunklen Stunden vielleicht nicht unbedingt erinnern.

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Wende im Derby: Luca Waldschmidt glaubt daran

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Wende im Derby: Luca Waldschmidt glaubt daran

Luca Waldschmidt galt zum Saisonauftakt als möglicher Königstransfer der Kölner. Aktuell will es aber noch nicht so recht laufen. Bis auf den Treffer gegen seinen Arbeitgeber aus Wolfsburg wollte Waldschmidt noch nichts gelingen. Zuletzt saß er auf der Bank.

Seit diesem Sommer sucht Luca Waldschmidt sein Glück beim 1. FC Köln. Gefunden hat er es noch nicht. Im Gegenteil: Auch der ehemalige Nationalspieler ist bislang Teil der Kölner Krise. Aber: Luca Waldschmidt glaubt an die Wende im Derby.

Die Vorbereitung lief so vielversprechend, aktuell will es so gar nicht rundlaufen für Luca Waldschmidt. Der Neuzugang ist einer der Kölner Akteure, die symptomatisch für den Kölner Saisonverlauf stehen. Der von Wolfsburg ausgeliehene ehemalige Nationalspieler kam im Sommer nach Köln. Die FC-Verantwortlichen erhofften sich mehr Optionen für die Offensive, ein variableres Spiel – und natürlich Tore von ihrem vermeintlichen Königstransfer, den Christian Keller aus der Tasche gezaubert hatte.

Tatsächlich ist Waldschmidts Ausbeute beim FC bislang aber alles andere als königlich. „Ich möchte natürlich weiterhin in meine Aktionen kommen und damit erfolgreich werden“, sagte Waldschmidt am Mittwoch. Das gelang ihm etwa gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber aus Wolfsburg, ansonsten aber noch nicht. Ein Treffer steht bei Waldschmidt zu Buche. Zuletzt saß er gegen den VfB Stuttgart wie auch schon gegen Hoffenheim zunächst nur auf der Bank. „Generell möchte ich immer spielen. Ich kenne niemanden, der erfreut ist, wenn er auf der Bank sitzt“, sagte Waldschmidt, der aber auch betont, dass die Situation für ihn normal sei.

Das Mosaik will noch nicht passen

„Ich bin mit dem Trainerteam im offenen und ehrlichen Austausch und ich spüre das Vertrauen des Trainers extrem“, sagte Waldschmidt weiter. Das Vertrauen und der offene Dialog mit Baumgart waren Gründe für seine Entscheidung, zum FC zu wechseln. Das betonte der Angreifer noch vor wenigen Wochen. Ein weiterer Grund war natürlich seine Situation in Wolfsburg. Beim VfL kam Waldschmidt nicht mehr über die Rolle des Edeljokers hinaus. Auch beim FC droht ihm nun diese Rolle.

Allerdings auch, weil FC-Trainer Steffen Baumgart noch auf der Suche nach der richtigen Formation ist. So spielt Florian Kainz oft auf der zentralen Position hinter der Spitze, über die Außen will Baumgart eigentlich für Tempo sorgen. Das spricht für Spieler wie Linton Maina, Rasmus Carstensen oder Faride Alidou. Für das Mosaik gibt es zu viele Steine, die eben noch nicht perfekt ineinander passen. Waldschmidt spielte mal links, mal rechts, mal im Zentrum. So überzeugen wie noch in der Vorbereitung konnte er auf keiner der Positionen.

Auch Waldschmidt ist Teil der Kölner Krise, noch nicht da angekommen, wo ihn der Trainer, Waldschmidt sich aber auch selbst sieht. „Aus den sechs bisherigen Spielen ist die Punkteausbeute natürlich zu gering. Die Leistung war okay. Nicht immer super schlecht, aber auch nicht immer super gut. Die guten Dinge sollten wir mitnehmen“, sagt Waldschmidt, der sich des Duktus‘ der Kölner der vergangenen Wochen bedient. „Wir kommen immer wieder in Situationen, in denen wir Tore schießen können. Wir müssen einfach im letzten Drittel öfter die richtige Entscheidung treffen. Es fehlt uns nicht an Intensität. Man sieht auch, dass wir zusammenhalten und fighten“, sagt der 27-Jährige.

Der FC sollte langsam anfangen zu punkten, denn die Situation und damit auch die Aufgabe wird nicht leichter. Nun stehen die Derbys auf dem Plan. Für Waldschmidt kommen sie genau richtig: „Davie hat es auch schon im Interview gesagt: In einem Derby können wir Einiges zurückholen, was die Wochen zuvor nicht funktioniert hat. Solche Spiele haben nochmal eine andere Bedeutung. Das ist uns bewusst. Es werden sehr wichtige Spiele – für die Fans, für die Region und für uns auch.“ Und natürlich für Luca Waldschmidt.

 

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Jacob Christensenkommt nicht als Skhiri-Ersatz – zumindest noch nicht

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Jacob Christensenkommt nicht als Skhiri-Ersatz – zumindest noch nicht

Über Jacob Christensen wird in den Sozialen Medien aktuell viel diskutiert. Sicherlich erfüllt der Mittelfeldspieler noch nicht die Erwartungen der Kölner Verantwortlichen. Ein Fehleinkauf als vermeintlicher „Skhiri-Ersatz“ ist er aber auch nicht. Eine Einordnung.

Nur ein Kurzeinsatz im DFB-Pokal, in der Liga noch ohne Einsatzminute – für Jacob Christensen läuft es beim FC noch nicht wirklich rund. Kein Wunder, dass um den Dänen eine Diskussion in den Sozialen Medien entbrannt ist.Jacob Christensen: Eine Einordnung zu seiner Rolle beim FC

Christian Keller bekommt zurzeit an vielen Stellen in den Sozialen Medien oder Foren sein Fett weg. Das ist angesichts der aktuellen sportlichen Situation auch kein Wunder und wohl ein üblicher Mechanismus in Zeiten der Krise. Der Sportdirektor hat in der vergangenen Woche seinen Sparkurs logisch erklärt, seine Kaderplanung verteidigt. Und doch: Die Mannschaft scheint momentan nicht in der Lage zu sein, sich aus der prekären Situation zu befreien. Der Kader offenbart einige große Baustellen, die nicht wegzudiskutieren sind. Vor allem das defensive Mittelfeld offenbart Lücken und wird deswegen auch immer wieder zum Thema. Zumal FC-Trainer Steffen Baumgart bislang keine Lösung gefunden hat, den Ausfall von Eric Martel zu kompensieren. Was der Kader nicht her gibt, kann selbst Entwickler Baumgart nicht auffüllen. Apropos Entwicklung: Aktuell wird über Jacob Christensen heiß diskutiert. Der Däne war im Sommer verpflichtet worden und wird nun bereits an einigen Stellen als Fehleinkauf tituliert. Aber ist das gerechtfertigt?

Christensen wurde nicht als Ersatz für Skhiri verpflichtet

Tatsächlich stand schon sehr lange fest, dass Ellyes Skhiri den Verein verlassen würde. Im vergangenen Februar wiederholte der Tunesier seine Ambitionen, die Geißböcke zu verlassen, den Vertrag nicht unterschreiben zu wollen. Im April wiederholte FC-Trainer Steffen Baumgart, dass er keine Chance sehe, Skhiri zu halten. Am 1. Juni verkündete der FC seinen Abschied, einige Tage später verabschiedete sich der Tunesier. Die Kölner Verantwortlichen hatten also in der Theorie genügend Zeit, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten. In große Teile dieses Zeitraums fiel allerdings die Transfersperre (Ende März bis Ende Mai), die Verhandlungen mit Spielern sicher nicht einfacher gemacht hat.

Dennoch ließ sich Christian Keller zu einer Aussage in einer Medienrunde hinreißen, die ihm nun gerne vorgehalten wird. „Auf der Sechs werden wir versuchen, einen Spieler zu holen, der am besten direkt gutes Bundesliga-Niveau spielen kann“, sagte Keller Anfang Juni und fügte hinzu, einige „fertige“ Spieler holen zu wollen. Nun wird der Sportdirektor dafür kritisiert, dass Neuzugang Christensen kein fertiger Bundesliga-Spieler und schon mal gar kein Ersatz für Ellyes Skhiri sei.

Das wiederum hat beim FC auch niemand zu irgendeinem Zeitpunkt behauptet. Im Gegenteil: Aufgrund seiner Erfahrung von 150 Pflichtspielen und seiner technischen Versiertheit und der Fähigkeiten im Spielaufbau „trauen wir ihm den Sprung in die 1. Bundesliga zu. Natürlich wird sich Jacob dazu zunächst an die höhere Spielintensität anpassen müssen“, sagte beispielsweise Keller bei der Spieler-Vorstellung. Steffen Baumgart betonte zum Vorbereitungs-Auftakt, also noch vor der ersten Trainingseinheit: „Wir haben Jacob nicht als Eins-zu-eins-Ersatz für Ellyes Skhiri geholt, sondern weil wir ihn entwickeln wollen. Wir haben auf der Sechs mit Eric Martel, Dejan Ljubicic, Denis Huseinbasic und Mathias Olesen vier Spieler, die sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt haben“, so der 51-Jährige. „Bei allen Neuzugängen sind wir davon überzeugt, dass sie uns auf Sicht besser machen, den Kader breiter machen und uns mehr Möglichkeiten geben.“ Diese Perspektive werden die Kölner Verantwortlichen mit großer Wahrscheinlichkeit auch dem Spieler mitgeteilt haben. Christensen wird wissen, dass er Skhiris Fußstapfen nicht ad hoc ausfüllen muss.  

Christensen verfügt über großes Potenzial

Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass sich die Kölner Verantwortlichen größere und schnellere Entwicklungsschritte bei dem Dänen vorgestellt haben. Genauso ist es möglich, dass sie die Situation um die zentrale Position im defensiven Mittelfeld falsch eingeschätzt haben. Es besteht zumindest eine große Diskrepanz zwischen Kellers Aussagen im Juni und denen vom Juli, als Keller bestätigte, dass es keinen weiteren Zugang für die Sechs geben würde. Die durch die Verletzung von Martel entstandene Vakanz ist deutlich sichtbar.

Ob der Däne in die Rolle mittelfristig herein wachsen kann, wäre reine Spekulation. Aktuell scheint er nicht soweit zu sein. Dennoch ist der Begriff „Fehleinkauf“ relativ. Jacob Christensen wurde zunächst einmal ablösefrei verpflichtet. Es ist davon auszugehen, dass er auch nicht am oberen Ende der Gehaltstruktur wiederzufinden ist. Zwar spielt der zentrale Mittelfeldspieler in Baumgarts Planungen aktuell keine Rolle. Dazu kann und sollte es aber noch kommen. Experten wie die Datenscouts von Global Soccer Network bescheinigen dem Mittelfeldspieler zumindest ein großes Potenzial. Er gilt vor allem im defensiven Bereich auf der Sechs als besonders stark, ist zweikampstabil, verfügt über eine gutes Positionsspiel, er offenbart aber laut Experten noch Lücken im Offensivspiel sowie im Antritt. Christian Keller deutete bereits an, dass Christensen schon bald seine ersten Minuten bekommen könne. Steffen Baumgart sagte am Dienstag zum Dänen: „Wir müssen Geduld haben.“

Unterm Strich lässt sich festhalten, dass Christensen möglicherweise die Erwartungen der Kölner Verantwortlichen noch nicht erfüllt hat. Das aber mittelfristig tun kann. Ein Ersatz für Skhiri ist er nicht, das haben die Kölner Verantwortlichen aber auch nicht behauptet.