Urteil da: Schock für den 1. FC Köln

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Urteil da: Schock für den 1. FC Köln

Eine weitere bittere Niederlage für den 1. FC Köln. Die von der FIFA verhängte Transfersperre ist vom Internationalen Sportgerichtshof am Tag der Baumgart-Entlassung bestätigt worden. Der FC hatte einen Freispruch angestrebt, die Argumente reichten dafür aber offenbar nicht.

Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten in Bezug auf das CAS-Urteil: Der FC ist mit einer Transfersperre für zwei Wechselfenster belegt worden. Der 1. FC Köln darf also bis zum kommenden Winter keine Spieler neu verpflichten.

Noch vor wenigen Wochen hatte Christian Keller seine Wunsch-Einkaufsliste präsentiert. Der Kölner Sportdirektor wünschte sich einen Innenverteidiger, einen Sechser und einen Stürmer, um die Achse der Mannschaft zu stabilisieren und die Breite des Kaders zu stärken. Die Gerüchteküche begann umgehend zu brodeln. Keller wird die Einkaufsliste wieder wegpacken können. Denn der FC wird in den kommenden beiden Transferperioden nicht auf dem Transfermarkt tätig werden dürfen. Die Hängepartie um die Transfersperre des 1. FC Köln ist zwar beendet, das Urteil des CAS endlich gesprochen – schmecken wird es den FC-Bossen nicht. Der FC wird erst im kommenden Winter den Kader verbessern dürfen.

Kölner Verantwortliche bis zuletzt optimistisch

Bis zuletzt waren die Kölner Verantwortlichen optimistisch, dass die Transfersperre nach ihrer Aussetzung vom Sportgerichtshof nun auch komplett aufgehoben wird. „Wir hätten uns ein anderes Urteil gewünscht und auch erwartet. Entsprechend sind wir sehr enttäuscht, dass der CAS trotz zahlreicher Gegenbeweise die Kündigung von Jaka Potocnik als nicht rechtswirksam eingestuft und gleichzeitig auch keine hinreichenden Beweise für eine Nicht-Anstiftung zu dieser Kündigung durch den 1. FC Köln gesehen hat“, sagte Christian Keller. „Unabhängig davon besitzen wir nun Klarheit und der mehrmonatige Schwebezustand ist endlich vorüber. Wir haben immer gesagt, dass wir das Szenario Transfersperre stets mitbedacht haben und werden unsere Kaderplanung bis zum Ende der nunmehr feststehenden Sperre dementsprechend gestalten. Dabei gilt: In jeder Herausforderung liegt immer auch eine Chance. Genau mit dieser Haltung werden wir nach vorne blicken und diese Herausforderung angehen.“

Die FIFA hatte die Sperre im März ausgesprochen, der Verband warf den Kölnern Anstiftung zum Vertragsbruch vor. Konkret geht es um die Nachwuchshoffnung Jaka Cuber Potocnik. Der mittlerweile 19-Jährige hatte im Januar 2022 über seine Mutter seinen Vertrag bei Olimpija Ljubljana fristlos gekündigt. Bereits am Folgetag unterschrieb der junge Slowene ein neues Arbeitspapier beim 1. FC Köln. Eine zeitliche Nähe, die aus Sicht einiger Experten eine Anstiftung nahelegen könnte. Der FC argumentierte, dass mündliche Absprachen nicht eingehalten worden seien, eine Kündigung des Spielers damit rechtmäßig gewesen sei.

Rechtsexperte äußerte Zweifel

Der Rechtsexperte Dr. Gregor Reiter äußerte bereits in einem Interview mit come-on-fc.com Bedenken. „Aus meiner Sicht sind die Kölner Argumente zu dem von der FIFA unterstellten Sachverhalt zu dünn. Die Kündigung von Seiten des Spielers wurde anscheinend auf nicht eingehaltene Versprechen wie die Teilnahme am Training der ersten Mannschaft gestützt“, sagte Reiter. „Dieser Sachverhalt rechtfertigt keine außerordentliche Kündigung des Arbeitsvertrages durch den Spieler. Ein Grund für eine Kündigung wären zum Beispiel ausstehende Gehaltszahlungen und auch hätte es erst einmal einer Abmahnung durch den Spieler bedurft, auf die die gegnerische Partei mit Zahlung hätte reagieren können.“ Das scheint das CAS offenbar ähnlich gesehen zu haben.

Somit ist der FC nun mit dem Registrierungsverbot belegt worden. Das heißt, dass die Kölner Verantwortlichen keine neuen Spieler in einem dafür notwendigen Tool anmelden können. Bislang geführte Gespräche sind damit hinfällig. Das Registrierungsverbot gilt explizit nicht für geliehene Spieler – diese können fest verpflichtet werden. Auch Nachwuchsspieler dürfen in den Profikader hochgezogen werden. Auf der anderen Seite dürfen aber Spieler den Verein auch verlassen. Der Klub hatte eigentlich vor, im Winter auf drei Positionen nachzubessern, den Kader wieder auf Bundesliga-Niveau zu heben. Schwerwiegender dürfte allerdings die Sperre im kommenden Sommer für den FC sein. Sollten sich die akuten Abstiegssorgen bewahrheiten, würden weitere Leistungsträger den Klub verlassen.

Die komplizierte Stürmersuche – im Schatten der Transfersperre

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Die komplizierte Stürmersuche – im Schatten der Transfersperre

Beim FC sind Winterverstärkungen fest eingeplant. Und das, obwohl das CAS-Urteil noch nicht gesprochen ist. Die Ungewissheit macht Transferverhandlungen unheimlich schwierig.

Der 1. FC Köln würde im Winter gerne Transfers tätigen. Doch das gestaltet sich aufgrund der drohenden Sanktion der FIFA als besonders schwer. So wirkt sich das CAS-Urteil auf Transferbemühungen des FC aus.

Glaubt man den Kölner Verantwortlichen wird gerade nicht nur auf dem Trainingsplatz sondern auch hinter den Kulissen des Geißbockheims kräftig gearbeitet. Der FC will im Winter noch einmal nachrüsten. „Wir versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen. Wir beschäftigen uns mit personellen Veränderungen im Kader“, erklärte Steffen Baumgart Ende November und auch Christian Keller bestätigte am Sonntagabend beim Streamingdienst „DAZN“, dass man nach wie vor den Markt für mögliche Verstärkungen sondiere. Kein Wunder, das Spiel gegen Mainz hat ein weiteres Mal offenbart, dass die Qualität des Kölner Kaders auch gegen die Mannschaften auf Augenhöhe an Grenzen stößt. Nicht umsonst wiederholte Keller erst jüngst, dass auf seinem Wunschzettel gleich drei Spieler – ein Innenverteidiger, ein Sechser und ein Stoßstürmer – stünden.

Drei bis sechs Millionen Euro für neue Spieler?

Nun betonte Keller auch, dass es sich bei den genannten Positionen um Wünsche handle, um nicht mehr und nicht weniger. Denn zum einen fehlt dem FC das nötige Kleingeld, um beliebig zuzugreifen, zum anderen macht die Ungewissheit der Transfersperre Verhandlungen mit Spielern und deren Beratern schwierig. „Die Situation wird von uns immer angesprochen, der aktuelle Stand ständig übermittelt – und damit die Ungewissheit, dass wir nicht wissen, ob das Urteil dieses Jahr kommt und wie es ausfällt“, erklärte Keller bei „DAZN“. Die Gespräche seien geprägt von „vollkommener Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit.“ Laut „Sky“ wäre der FC in der Lage, sechs Millionen Euro für einen Spieler, der unmittelbar hilft, zu akquirieren. Eine Summe, die tatsächlich eine Soforthilfe bedeuten könnte.

Wie zielführend Gespräche über eine Verhandlung mit ungewissem Ausgang überhaupt sein können, steht auf einem anderen Blatt. Gerade im direkten Vergleich zu potenziellen Mitbietern dürften die Kölner Argumente schon alleine aufgrund der anhaltenden Krise keine besonders guten sein. Die Aussicht auf einen eben nur eventuellen Transfer dürfte das Buhlen um neue Spieler ganz sicher nicht einfacher machen. Im Gegenteil: Sicherheit oder Einsatzgarantien können die Kölner ihren Verhandlungspartnern bislang nicht bieten. Neben dem FC würden sich auch die potenziellen Neuverpflichtungen in eine unnötige Hängepartie begeben, während eine mögliche Konkurrenz Nägel mit Köpfen machen kann. Diese Erfahrung mussten die Kölner schon im vergangenen Frühling machen, als die ersten Gespräche mit möglichen neuen Spielern wie Benedict Hollerbach bereits positiv verlaufen waren, die Akteure aber dennoch absprangen.

CAS-Urteil noch 2023

Dass es trotzdem geht, zeigt vielleicht das Beispiel Luca Waldschmidt. Die Verpflichtung wurde im Juni bekannt gegeben, Keller betonte damals, dass man sich schon lange mit Waldschmidt beschäftigt habe. Diese Planungen dürften wohl in die Zeit der Ungewissheit gefallen sein. Dennoch ist die Situation für die Kölner keine einfache. Zwar hat der internationale Sportgerichtshof das Urteil noch für dieses Jahr angekündigt, der FC befindet sich aber schon jetzt gegenüber anderer Klubs klar im Nachteil. Zudem gilt die Wintertransfer-Periode nicht als besonders einfach. In der aktuellen Situation haben die Kölner jedenfalls sicher nicht die Qual der Wahl. Die „Bild“ brachte zuletzt Sebastian Polter als möglichen Stürmer ins Spiel. Doch der Zweitliga-Angreifer kommt auf Schalke nicht über die Rolle des Zuschauers hinaus.

Laut Sky soll der FC in den Benelux-Ländern und Skandinavien, vor allem in Norwegen auf der Suche sein. Keller betonte, dass man aktuell in mehreren Szenarien plane. Immerhin hat der Sportdirektor mittlerweile die Gewissheit, dass es dieses Jahr noch eine Antwort aus Lausanne geben wird. Spätestens dann wird er wissen, ob er sich die gemachten Hausaufgaben hätte sparen können.

CAS-Urteil offenbar noch in diesem Jahr

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CAS-Urteil offenbar noch in diesem Jahr

Der 1. FC Köln wird wohl noch in diesem Jahr Klarheit haben, wann der FC auf dem Transfermarkt aktiv werden darf. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird noch in diesem Jahr das CAS-Urteil erwartet.

In der vergangenen Woche wiederholte FC-Sportdirektor Christian Keller seinen Wunsch, auf dem Transfermarkt noch einmal nachzulegen. Allerdings hängt das von der möglichen Transfersperre im Winter ab. Schon bald könnte es Klarheit geben für den 1. FC Köln: Das CAS-Urteil kommt offenbar noch in diesem Jahr.

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Das berichtet unter anderem der „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Der endgültige Schiedsspruch wird voraussichtlich vor Ende 2023 verkündet, sobald er vom Schiedsgericht endgültig festgelegt wurde“, zitiert der Stadt-Anzeiger den Gerichtshof. Offenbar sind nur noch kleinere Details zu klären. Das Warten hätte damit schon bald ein Ende. Das bedeutet aber auch, sollte es eine Transfersperre für die Kölner geben, greift diese schon zu Beginn der kommenden Transferperiode, der FC dürfte somit im Winter keine neuen Spieler registrieren. Experten gehen davon aus, dass die im März verhängte und im Mai ausgesetzte Sperre von zwei Transferperioden auf eine Periode verkürzt wird.

Der Verein will im Winter nachrüsten

Die Kölner Verantwortlichen wollen allerdings im Winter auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen und auf die aktuelle Krise reagieren. Christian Keller sagte am vergangenen Freitag, dass er am liebsten die Achse stabilisieren würde und das mit einem Innenverteidiger, einem Sechser und einem Stürmer. Dieser war schon mehrfach als potenzielle Neuverpflichtung genannt worden. Allerdings betonte der Sportdirektor auch schon mehrfach, dass die drohende Transfersperre nicht aus der Welt sei.

Der Weltverband FIFA hatte dem FC die „Anstiftung zum Vertragsbruch“ vorgeworfen und den Klub deswegen mit einer Transfersperre für zwei Transferfenster belegt. Konkret geht es um das U19-Sturmtalent Jaka Cuber Potocnik. Der Slowene stand bei NK Olimpija Ljubljana unter Vertrag. Am 30. Januar 2022 hatte die Mutter des Angreifers den Vertrag mit dem slowenischen Klub aufgrund nicht eingehaltener Versprechen gekündigt. Pikant: Schon am folgenden Tag unterschrieb der Youngster seinen Vertrag beim 1. FC Köln. „Die Kündigung von Seiten des Spielers wurde anscheinend auf nicht eingehaltene Versprechen wie die Teilnahme am Training der ersten Mannschaft gestützt“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter. „Dieser Sachverhalt rechtfertigt keine außerordentliche Kündigung des Arbeitsvertrages durch den Spieler. Ein Grund für eine Kündigung wären zum Beispiel ausstehende Gehaltszahlungen und auch hätte es erst einmal einer Abmahnung durch den Spieler bedurft, auf die die gegnerische Partei mit Zahlung hätte reagieren können.“ Die Kölner Verantwortlichen sind dagegen optimistisch, freigesprochen zu werden.

Hängepartie hat ein Ende

Der FC legte immerhin erfolgreich Einspruch gegen das Urteil ein, so dass die Sperre ausgesetzt, aber nicht aufgehoben wurde. So konnten die Kölner im Sommer Spieler verpflichten. Im September kam es dann in Lausanne zur Anhörung der Parteien. Zuletzt hatten die Kölner vermeldet, dass sie bereits im September Strafanzeiger wegen Falschaussage gegen drei Vertreter des slowenischen Klubs eingereicht hätten. Am Tag darauf folgte die Retourkutsche und Ljubljana war dem FC Bestechung vor. Eine Transfersperre hätte keine Auswirkung auf mögliche Abgänge oder die feste Verpflichtung von aktuellen Leihspielern. Immerhin hätte die Hängepartie damit ein Ende. Denn den Kölnern sind auf dem Transfermarkt in gewisser Weise die Hände gebunden. Finale Transfergespräche kann der FC jedenfalls nicht führen. Bei einer Sperre würde allerdings Baumgarts vehementer Wunsch nach Verstärkungen nicht erhört werden.

Der FC und die Ungewissheit Transfermarkt

1. FC Köln: Interview mit Fachanwalt Reiter zum CAS-Urteil
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Der FC und die Ungewissheit Transfermarkt

Die Kölner Verantwortlichen sind sich einig darüber, dass im Winter auf dem Transfermarkt nachgebessert werden soll und dennoch herrscht große Ungewissheit beim 1. FC Köln.

Der 1. FC Köln würde im Winter gerne Transfers tätigen. Doch das gestaltet sich aufgrund der drohenden Sanktion der FIFA als besonders schwer. So wirkt sich das CAS-Urteil auf Transferbemühungen des FC aus.

Die Zuversicht war bei den Kölner Verantwortlichen im Sommer groß, dass der aktuelle Kader das Zeug zum Klassenerhalt hat. Das wurden die FC-Bosse jedenfalls nicht müde zu betonen. Rund drei Monate später sieht die Situation anders aus. Der FC belegt den letzten Tabellenplatz mit gerade einmal sechs Zählern, stellt den schwächsten Angriff der Liga und war zuletzt auch in der Defensive besonders anfällig. Und längst ist man sich auch bei den FC-Bossen einig, dass es aktuell wohl doch nicht so ganz reicht. Zumindest soll im Winter nachjustiert werden. Mindestens einen Stoßstürmer wollen die Kölner verpflichten und unmittelbar auf die anhaltende Sturmflaute reagieren. Denn die Kölner Angreifer haben erst fünf Tore erzielt. Möglicherweise steht aber auch ein gestandener Sechser im Fokus von Christian Keller, Steffen Baumgart und Co. Dieser sollte dem Vernehmen nach schon im Sommer verpflichtet werden, sprang aber aufgrund der unsicheren Situation in Bezug auf die Transfersperre genauso wie Benedict Hollerbach ab.

Gleiche Situation wie im Frühling

Zwar sind die Kölner Verantwortlichen mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass der aktuelle Kader vielleicht doch nicht ausreicht, der FC steckt aber im Grunde in derselben Situation wie vor einem guten halben Jahr. Und damit zu einem Zeitpunkt, als die Kaderplanung für die aktuelle Saison in die heiße Endphase ging. Auch jetzt ist jegliche Bemühung auf dem Transfermarkt ein Fischen im Trüben. Denn das Urteil des internationalen Sportgerichthofs ist komplett offen, genauso wie der Zeitpunkt der Urteilsverkündung. Experten gehen von einer Reduktion der Sperre auf eine Transferperiode aus, der Gerichtshof kann aber genauso gut bei dem von der FIFA ausgesprochenen Strafmaß von zwei Perioden bleiben, beim FC ist man nach wie vor optimistisch, verschont zu werden. Erst am Dienstag gab der Verein bekannt, dass man gegen drei Vertreter des Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana Strafanzeige gestellt habe. Der slowenische Klub konterte mit einem Bestechungsvorwurf.

Baumgart: „Wir beobachten die Jungs, die wir haben wollen“

Die Ungewissheit hält die Kölner Verantwortlichen natürlich nicht davon ab, nach Verstärkungen zu suchen und möglicherweise auch erste Gespräche zu führen. Solange das Urteil nicht gesprochen ist, gilt eine Transfersperre nicht. Sollte sie erst nach Eröffnung des Transferfensters ausgesprochen werden, gilt sie für das folgende Transferfenster. Insofern ist es nur logisch, dass der FC sucht. „Wir versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen. Wir beschäftigen uns mit personellen Veränderungen im Kader. Und trotzdem weiß auch ich nicht, wohin das Pendel ausschlägt“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Mittwochmittag. „Du kannst zwar Gespräche führen, du hast aber eine Ungewissheit“, betonte der Trainer. Heißt: Vorgespräche finden statt, verbindlich können diese aber nicht werden. Dabei rennt die Zeit. Denn der FC ist nicht der einzige Klub, der sich im Winter noch einmal verstärken will. Vereine, die einem wechselwilligen Spieler eine sichere Perspektive bieten, dürften wohl klar im Vorteil sein. „Wir machen unsere Arbeit genauso normal weiter, wie es ist. Wir beobachten auch die Jungs, die wir haben wollen“, sagte Baumgart am Mittwoch. Jungs bedeutet zumindest, dass sich die Kölner nicht nur mit einem interessanten Spieler beschäftigen.  

Beobachten, Vorgespräche – mehr geht nicht. Dabei wäre eine Transfersperre im Winter – sofern es sich tatsächlich um eine Sanktion für eine Transferperiode handelt – wohl das kleinere Übel. Im Sommer laufen einige Verträge aus, im Falle eines Abstiegs würde wohl der ein oder andere Leistungsträger den Klub verlassen. Sollte der FC dann auch noch absteigen, wäre das Horror-Szenario perfekt. Immerhin darf Köln die Kaufoption der geliehenen Spieler ziehen. Doch wäre das wohl nur im Falle von Rasmus Carstensen ein realistisches Szenario. Luca Waldschmidt und Faride Alidou dürften bei einer kolportierten Kaufsumme von rund vier Millionen Euro zu teuer sein. Der Blick richtet sich weiterhin gespannt Richtung Lausanne.

Bestechungsvorwurf gegen den FC: Ljubljana holt zum Gegenschlag aus

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Bestechungsvorwurf gegen den FC: Ljubljana holt zum Gegenschlag aus

Der Transferstreit um Jaka Potocnik nimmt zunehmend härtere Züge an. Nachdem der FC am Dienstag mitteilte, Strafanzeige gegen drei Mitarbeiter von Olimpija Ljubljana gestellt zu haben, holt der slowenische Klub am Mittwoch zum Gegenschlag aus und wirft dem FC einen Bestechungsversuch vor.

Am Dienstag überraschte der 1. FC Köln mit einer Meldung. Die Geißböcke gaben an, im September Strafanzeige gegen drei Mitarbeiter von Olimpija Ljubljana gestellt zu haben. Nun folgt das nächste Kapitel dieser Schlammschlacht. Der slowenische Klub erhebt einen schweren Bestechungsvorwurf: Ljubljana holt zum Gegenschlag aus.

So kündigte der Conference-League-Teilnehmer an, wegen Verleumdung rechtliche Schritte zu prüfen und dann gegen den FC vorzugehen. Die Kölner waren wegen des Vorwurfs der Anstiftung zum Vertragsbruch beim Wechsel von Jaka Potocnik von der Fifa zu einer Transfersperre von zwei Wechselperioden verurteilt worden. Alle drei Parteien hatten Einspruch vor dem internationalen Sportgerichtshof eingelegt. Dieser hatte die Transfersperre vorerst aufgehoben. Vom Tisch ist sie deswegen aber noch nicht. Zwei Monate nach der Anhörung warten die Beteiligten auf ein Urteil. Wann dieses gesprochen wird, ist komplett offen. Genauso wie das Urteil an sich.

Bestechungsvorwurf gegen den FC

Am Dienstagmittag waren die Kölner in die Offensive gegangen, hatten mitgeteilt, dass sie Strafanzeige gestellt haben. Laut der Mitteilung, hätten sich jene drei Vertreter in Widersprüche verstrickt. Auf „Grundlage falschen Tatsachenvortrags“ versuche Olimpija Ljubljana, „eine ungerechtfertigte Schadenersatzhöhe zugesprochen zu bekommen.“ Der FC teilte weiter mit, dass die Staatsanwaltschaft Köln den Anfangsverdacht bejaht und ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet habe. Am Nachmittag meldete sich der deutsche Vizepräsident von Ljubljana, Christian Dollinger, in verschiedenen Medien zu Wort und zeigte sich über den Kölner Vorstoß „sehr überrascht“.

Am Mittwoch holte dann Olimpija-Geschäftsführer Igor Barišić zum Gegenschlag aus. Auf dem slowenischen Online-Portal Sportklub wird der Geschäftsführer mit einem ausführlichen Statement zitiert. „Wir sehen diese Ankündigung als einen verzweifelten Versuch, von der Straftat der Verantwortlichen des 1. FC Köln abzulenken und Einfluss auf die Entscheidung des CAS zu nehmen.“ Der Geschäftsführer wurde anschließend noch deutlicher: „Fakt ist, dass Köln den Spieler zum Vertragsbruch veranlasst hat. Fakt ist, dass Olimpija ausschließlich mit den Vertragsvorgaben des Verbandes arbeitet, die im Einklang mit der Fifa stehen. Tatsache ist, dass Olimpija den Spieler nicht verkaufen wollte. Es ist auch Tatsache, dass Olimpija eine Schadensersatzklage eingereicht hat. Tatsache ist, dass Köln eine Entschädigung angeboten hat, falls Olimpija gegenüber dem CAS eine falsche Aussage macht und erklärt, dass die fristlose Kündigung gerechtfertigt war“, zitiert das Online-Portal weiter. In diesem Fall wäre das Verfahren wohl eingestellt worden.

FC habe 500.000 Euro geboten

Die Vorwürfe bekräftige der Geschäftsführer am Abend dann noch einmal gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Demnach habe der FC Ljubljana vorgeschlagen, den Tatsachenvortrag so anzupassen, dass Potocniks Kündigung am Ende doch rechtmäßig gewesen wäre. „Köln hat eine Entschädigung angeboten, falls NK Olimpija eine Falschaussage vor dem Cas macht und erklärt, dass die fristlose Kündigung berechtigt war“, zitiert der Stadt-Anzeiger Barišić. „Fakt ist, dass dieser Bestechungsversuch von der Geschäftsführung abgelehnt wurde.“ Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger habe der FC Olimpija 500.000 Euro sowie weitere 250.000 Euro nach den ersten zehn Profi-Partien des Spielers geboten. Eine Reaktion von Seiten des FC gibt es zu dem Vorwurf noch nicht.

Nach CAS-Urteil: FC will Strafanzeige stellen

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Nach CAS-Urteil: FC will Strafanzeige stellen

Der 1. FC Köln hat im Zusammenhang mit der von der FIFA verhängten Transfersperre Strafanzeige wegen versuchten Betrugs gegen drei Vertreter des slowenischen Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana gestellt. Das teilte der Klub am Mittag mit.

Das CAS-Urteil ist noch nicht gesprochen, doch es gibt eine weitere Entwicklung im Transfer-Zoff um den jungen Offensivspieler Jaka Potocnik und rund um das CAS-Verfahren: Der FC stellt Strafanzeige gegen Vertreter des slowenischen Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana.

Wie der Klub am frühen Nachmittag mitteilte, hat der FC bereits Mitte September vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) erfolgten Hearing eine Strafanzeige wegen versuchten Betrugs gegen drei Vertreter des slowenischen Fußballclubs NK Olimpija Ljubljana gestellt. Laut Mitteilung habe die Staatsanwaltschaft Köln den Anfangsverdacht mittlerweile bejaht und ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Sperre wurde ausgesetzt

Seit Mitte September warten die Parteien auf ein Urteil im Transfer-Streit um den Offensivspieler Jaka Potocnik. Der FC hatte den Angreifer unter Vertrag genommen, einen Tag nachdem er bei seinem Ex-Verein Ljubljana gekündigt hatte. Daraufhin forderte der Klub vom FC 2,5 Millionen Euro Schadenersatz für Potocnik. Der Fall landete beim Verband, die FIFA sah den Verdacht der Anstiftung zum Vertragsbruch und hat den FC mit einer Transfersperre belegt. Gegen die Entscheidung der FIFA hatten alle drei Parteien Einspruch eingelegt. Der internationale Sportgerichtshof setzte die Sperre dann im Mai aus. Die Anhörung fand schließlich im September statt. Damals hatte der FC auch Zeugen, unter anderem den ehemaligen Präsidenten sowie einen leitenden Mitarbeiter von Ljubljana, vorgebracht, die den Sachverhalt aus Kölner Sicht bestätigten. Demnach habe sich Ljubljana an mündliche Zusagen, die bei der damaligen Vertragsschließung mit Potocnik getroffen worden sein, nicht gehalten.

„Die von NK Olimpija Ljubljana benannten Zeugen und beim CAS aussagenden Clubvertreter haben sich hingegen in Widersprüche verwickelt und in Teilen den von NK Olimpija Ljubljana schriftsätzlich vorgebrachten Tatsachenvortrag selbst widerlegt“, heißt es in der Mitteilung der Geißböcke. Und weiter: „Hierdurch sowie durch weitere Aussagen von FC-Seite benannter Zeugen konnte nach Überzeugung des 1. FC Köln belegt werden, dass NK Olimpija Ljubljana auf Grundlage falschen Tatsachenvortrags versucht, eine ungerechtfertigte Schadenersatzhöhe zugesprochen zu bekommen.“ Um wen es sich bei den Vertretern handelt, nannte der FC nicht.

CAS-Entscheidung offen

Ob die Strafanzeige Auswirkungen auf das Urteil des Sportgerichtshofs hat, ist vollkommen offen. Genau wie der Zeitpunkt und das Ergebnis des Urteilspruchs. Experten rechnen aber noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung. Der Sportrechtler Dr. Gregor Reiter erklärte gegenüber come-on-fc.com, dass er eine gänzliche Aufhebung der Sperre für unwahrscheinlich halte (Hier geht es zum Interview). Der Experte hält eine Transfersperre von einer Transferperiode für wahrscheinlich. Der Schaden dürfte aber schon jetzt groß bei den Kölnern sein. Da der Ausgang der Verhandlung komplett offen ist, gestalten sich mögliche Transfergespräche schwierig. Das zeigte bereits die Transferphase im Sommer, als den Kölnern unter anderem Benedict Hollerbach noch vor Vertragsabschluss absprang. Dem Vernehmen nach soll sich auch ein Sechser noch umentschieden haben.

Weitere Infos in Kürze

Wohl kein Abschiedsspiel für Timo Horn

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Wohl kein Abschiedsspiel für Timo Horn

Vor drei Wochen gab Timo Horn seinen Abschied vom FC bekannt – nach 329 Pflichtspielen. Ein Abschiedsspiel wird es wohl nicht geben.

Ausgerechnet der 200. Bundesliga-Einsatz gab der Karriere von Timo Horn eine entscheidende Wende. Im Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz im November 2021 zog sich die damalige Kölner Nummer eins eine Knieverletzung zu. Horn fiel monatelang aus und verlor seinen Stammplatz an Marvin Schwäbe. Seitdem kam der gebürtige Kölner noch zu einem weiteren Liga-Einsatz gegen Eintracht Frankfurt und im Pokal gegen Jahn Regensburg.

Insgesamt kommt Horn auf 329 Pflichtspiele für den FC, für den er zwei Jahrzehnte spielte. Ein weiterer Einsatz im FC-Trikot wird voraussichtlich nicht dazukommen. „Ich habe nie davon gesprochen, dass er eine Chance bekommen wird, zu spielen. Dass er einen vernünftigen Abschluss verdient hat, darüber brauchen wir aber nicht reden“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen. „Wenn die Meisterschaft am Wochenende entschieden ist, wird er gegen Bayern München im Tor spielen. Ist das nicht der Fall, wird er nicht spielen.“

Das gleiche gilt auch für das Spiel in Bremen. „Werder ist noch nicht durch und wir wollen mit aller Macht gewinnen. Das heißt nicht, dass wir mit Timo nicht gewinnen würden, aber aus meiner Sicht macht man sowas nicht“, so Baumgart. Vor gut drei Wochen hatte Timo Horn bekannt gegeben, dass er den Verein verlassen würde. „Den FC zu verlassen, das kann sich jeder vorstellen, fällt mir unheimlich schwer. Seit ich denken kann, bin ich Fan dieses Klubs, seit ich Fußball spiele, bin ich beim FC“, sagte Horn.  

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Auch Horn verlässt den 1. FC Köln

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Auch Horn verlässt den 1. FC Köln

Am vergangenen Samstag verkündete Jonas Hector sein Karriere-Ende, nun kündet Timo Horn seinen Abschied vom FC an. Köln verliert ein weiteres prägendes Gesicht.

Insgesamt 671 Pflichtspiele für den FC, Abstiege, Aufstiege – zwei Reisen quer durch Europa, von London bis Belgrad. Jonas Hector und Timo Horn haben mehr als ein Jahrzehnt den FC mit geprägt, waren Gesichter des Vereins, Aushängeschilder. Nachdem Jonas Hector bereits am vergangenen Samstag sein Karriere-Ende für den Sommer angekündigt hat, verabschiedet sich nun auch Timo Horn. Damit endet in Köln eine Ära.

Timo Horn wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim 1. FC Köln nicht verlängern. Das geben Club und Spieler am Donnerstagvormittag bekannt. Der Kölner Keeper gehört aktuell mit rund drei Millionen Euro Jahresgehalt noch zu den Großverdienern bei den Geißböcken – und das als klare Nummer zwei. Der FC soll dem 29-Jährigen ein Angebot unterbreitet, Horn dieses aber ausgeschlagen haben. Dem Vernehmen nach wurde Horn ein sechsstelliges Gehalt angeboten. „Den FC zu verlassen, das kann sich jeder vorstellen, fällt mir unheimlich schwer. Seit ich denken kann, bin ich Fan dieses Clubs, seit ich Fußball spiele, bin ich beim FC, und seit meinem Profi-Debüt 2012 stand ich hier eigentlich immer im Tor“, sagte der Keeper. „Das hat sich nach meiner Verletzung in der vergangenen Saison verändert. Konkurrenz gehört im Fußball dazu, die Rolle als Nummer zwei war neu für mich – trotzdem habe ich mich immer reingehauen, die Situation so angenommen und mit dem FC das zweite Mal in meiner Karriere Europa erreicht.“

Der Kölner Keeper war mehr als ein Jahrzehnt die Nummer eins im Kasten der Geißböcke. Nach einer Knieverletzung musste er den Stammplatz aber an Marvin Schwäbe abtreten. Sicher keine zufriedenstellende Rolle für Horn. So gab es schon im vergangenen Winter Gespräche über einen möglichen Abgang, ein Wechsel kam aber nicht zustande. „Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein und das zu schaffen, hat mich unheimlich stolz gemacht. Doch mein Anspruch ist es, Woche für Woche zwischen den Pfosten zu stehen und als Torwart der Rückhalt für eine Mannschaft zu sein“, sagt Horn. „Deshalb habe ich mich für eine neue Herausforderung ab Sommer entschieden. Für all die Jahre und Erlebnisse am Geißbockheim und die Zusammenarbeit mit sehr vielen Menschen, die immer alles für den Verein gegeben haben, bin ich sehr, sehr dankbar.“ Wie die „Sport Bild“ berichtet, sucht Horn nun aber eine neue Herausforderung, will noch einmal als Nummer eins angreifen. Angebote soll es aus Italien, den Niederlanden, aber auch aus Deutschland geben.

2002 wechselte Horn vom SC Rondorf in die Jugend des 1. FC Köln. Zusätzlich spielte Horn auch in den Junioren-Nationalmannschaften des DFB, gewann mit der U21 2016 in Rio Olympisches Silber. Für den FC absolvierte er 329 Pflichtspiele. „Nur Toni Schumacher und Bodo Illgner standen häufiger für den FC im Tor als Timo. Sich über so viele Jahre hinweg als Nummer eins zu behaupten, ist eine Leistung, für die man hart arbeiten muss. Aber es gehört mehr dazu: Timo hat sich im Laufe der Zeit von einem jungen talentierten Torhüter zu einem gestandenen Bundesliga-Spieler entwickelt, der auf dem Platz und in der Kabine, aber auch von der Bank oder Tribüne aus, immer wichtig für das FC-Team war“, sagte Sportdirektor Christian Keller. „Dass er den Anspruch hat, zu spielen, ist für uns nachvollziehbar. Es gehört auch Mut dazu, sich nach so vielen FC-Jahren nun bei einem neuen Verein beweisen zu wollen. Dafür wünschen wir ihm alles erdenklich Gute und viel Erfolg.“

So bewerten wir den FC gegen Hoffenheim

Marvin Schwäbe

Viel zunächst nur durch ein Gerangel mit Brooks und eine Gelbe Karte auf. Das änderte sich nach dem Wechsel. Parierte stark gegen Angelino. Keine Probleme gegen Skov, beim Anschlusstreffer machtlos. Note: 3+

Jonas Hector

Souveränes und unaufgeregtes Spiel des Kapitäns. Seine Routine verdirbt dem Gegner die Laune. Schaltete sich auch regelmäßig in die Offensive ein. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder überragte der Innenverteidiger in der Defensive. Topwert in den Zweikampf- (78%) und Passwerten (100%!!!). Ließ im Zentrum keine Gefahr aufkommen. Note: 2

Timo Hübers

Sicherte neben Chabot den Raum vor dem Tor. War aber erneut nicht so konsequent wie sein Nebenmann. Note: 3

Benno Schmitz

Brachte im ersten Durchgang nur jeden zweiten Ball zum Mitspieler und war damit ein Unsicherheitsfaktor. Steigerte sich nach dem Wechsel, fand aber in der Offensive so gut wie nicht statt. Note: 3-

Florian Kainz

Auf der Zehn Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Traf sicher vom Punkt, bereitete das 2:0 butterweich vor. Sein Pass auf Tigges hätte auch eine Torbeteiligung verdient gehabt. Note: 1-

Dejan Ljubicic

Versuchte das Offensivspiel über die linke Seite anzutreiben, leistete sich aber viele Ungenauigkeiten. Musste nach einer knappen Stunde angeschlagen vom Platz. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri, war gefühlt auch an mehr Defensivaktionen beteiligt. Rettete stark gegen Kramaric und schaltete sich in die Offensivbewegung ein. Note: 2

Ellyes Skhiri

Wichtig, dass Skhiri wieder dabei war. Stabilisierte das Zentrum. War aber längst nicht so auffällig. Note: 3+

Linton Maina

Viel Arbeit, wenig Ertrag. Hatte gegen Brooks erstaunlich große Schwierigkeiten. Seine Hereingabe führte immerhin zum Elfmeter. Note: 3-

Davie Selke

Ganz anderer Auftritt des Stürmers. Leitete früh einen ersten guten Angriff über Außen ein. Prüfte Baumann zunächst aus kurzer Distanz, machte es nur wenige Minuten später viel besser. Zeigte auch gute Aktionen als Wandspieler. Note: 2

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Das bedeutet die Transfer-Strafe für den FC

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Das bedeutet die Transfer-Strafe für den FC

Dem 1. FC Köln droht eine heftige Strafe. Zwei Transferperioden könnte er demnach keine Spieler verpflichten. Doch was bedeutet das?

Eigentlich befand sich der 1. FC Köln gedanklich schon im Rheinderby gegen den Rivalen aus Mönchengladbach, als die Bombe platzte. Wie die „Bild“ am Mittwochnachmittag berichtete, droht dem FC eine empfindliche Strafe. Zwei Transferperioden, also die komplette kommende Saison, dürfen die Geißböcke keine neuen Spieler verpflichten. Sollte das Urteil der Fifa auch den Profibereich betreffen und Bestand haben, wären die Folgen für den FC drastisch.

Schließlich werden die Kölner mit Ellyes Skhiri im Sommer einen absoluten Leistungsträger verlieren. Zwar ist Eric Martel auf dem besten Weg eine ähnliche Rolle bei den Geißböcken einzunehmen, doch erstens sind die Fußstapfen des Tunesiers doch recht groß und zweitens ist Martel bereits Teil der Doppelsechs, FC-Trainer Steffen Baumgart bräuchte für diese taktische Variante auf jeden Fall eine Alternative. Nach der hat sich der FC dem Vernehmen nach schon umgeschaut, könnte die Suche aber dann einstellen.

Bereits verpflichtet haben die Kölner Leart Paqarada. Der 28-Jährige soll voraussichtlich die Nachfolge von Jonas Hector auf der linken Abwehrposition antreten. Doch auch dieser Deal würde platzen. Da der Vertrag von Hector im Sommer ausläuft und der Kapitän offenbar über sein Karriereende nachdenkt, fehlt dem FC auf dieser Position eine erstklassige Alternative. Kristian Pedersen konnte jedenfalls bislang nicht komplett überzeugen. Und nicht nur das: auch auf die Innenverteidiger-Position hat die Strafe eine Auswirkung. Jeff Chabot, aktuell von Sampdoria Genua ausgeliehen, könnte nicht fest verpflichtet werden.

Auch im Angriff sehen die Kölner akuten Handlungsbedarf. Schließlich wollen die aktuellen Angreifer nicht wirklich zünden. Spekulationen und Gerüchte gibt es zahlreiche. Die sind in diesem Moment vom Tisch. Der FC wird mit Sicherheit vor den internationalen Gerichtshof ziehen. Doch wie groß sind die Erfolgsaussichten? Das ist noch nicht abzusehen. Allerdings erhielt der FC Barcelona 2015 eine ähnliche Strafe für Verstöße gegen Vertragsauflagen bei Transfers.

So oder so sind die Kölner auf die Einschätzung des CAS angewiesen und müssen die aktuellen Planungen mit den Spielern mit auslaufenden Verträge noch einmal überdenken. Immerhin kann der FC wie so oft angekündigt sein Hauptaugenmerk auf die Jugend richten.

FC entlässt Sascha Glass

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FC entlässt Sascha Glass

Der 1. FC Köln hat auf die Talfahrt seiner Frauenmannschaft reagiert und Cheftrainer Sascha Glass entlassen. Vorerst soll Nicole Bender-Rummler die Mannschaft betreuen.

1. FC Köln Frauen – SC Sand Frauen Fussball Frauen Bundesliga 2021 2022 Franz Kremer Stadion Köln Deutschland 05.12.2021 Trainer Sascha Glass (1. FC Köln) Copyright Eduard Bopp Sportfotografie mail@fotobopp.de

Zehn Spiele in Serie haben die Frauen des 1. FC Köln nicht mehr gewonnen, in diesem Zeitraum ganze drei Punkte eingefahren. Jetzt haben die Kölner Verantwortlichen die Reißleine gezogen und Cheftrainer Sascha Glass entlassen. Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball, übernimmt das Team interimsweise vor dem Duell gegen Werder Bremen.  „Wir wollten den Klassenerhalt auch diese Saison wieder gemeinsam mit Sascha erreichen. In den letzten drei Jahren haben wir mit ihm eine enorme Entwicklung gemacht und sind in der vergangenen Saison erstmalig in der Bundesliga geblieben“, sagte Bender-Rummler. „Nach der anhaltenden Negativserie war eine Veränderung aber leider unumgänglich, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Die Qualität für den Ligaverbleib ist in unserer Mannschaft definitiv vorhanden.“

Am Dienstag kamen die Kölner Frauen nicht über ein torloses Unentschieden beim Tabellenschlusslicht aus Potsdam hinaus. Es folgte der Rausschmiss. „Sascha Glass gilt großer Dank für seinen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer 1. Frauenmannschaft in den vergangenen Jahren sowie Respekt für seinen professionellen Umgang mit der erfolgten Freistellung“, sagte FC-Sportdirektor Christian Keller. Über die langfristige Nachfolge wolle man sich innerhalb des Vereins Gedanken machen. Vorerst liegt das Vertrauen bei Nicole Bender-Rummler. „„Mit Nicole bin ich permanent in einem engen Austausch. Mit ihrer Arbeit hat sie den Frauenfußball beim FC Schritt für Schritt vorangebracht. Auch in der aktuell schwierigen Phase agiert sie souverän, trifft die richtigen Entscheidungen – und den Ton unseres Teams. Nicht zuletzt aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Spielerin weiß sie genau, welche Ansprache das Team jetzt braucht“, so Keller.

Nach der anhaltenden Negativserie ist der FC auf dem vorletzten Tabellenplatz angekommen. Das rettende Ufer ist aber nach wie vor in Sicht.