Es ist der nächste personelle Rückschlag für den 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey wurde vom DFB für zwei Spiele gesperrt. Der Innenverteidiger hatte bei der 1:2-Niederlage gegen Dortmund die Rote Karte gesehen.
Er hat sich nach seiner Verletzung gerade erst wieder zurück gekämpft, nun wird er dem FC wieder erst einmal fehlen. Jahmai Simpson-Pusey handelte sich gegen den BVB eine Rote Karte ein und muss nun zwei Spiele zuschauen.
Noch vor dem Duell gegen Borussia Dortmund hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok von seiner Mannschaft gefordert, mal im richtigen Moment das Foul zu ziehen. Das Vergehen von Jahmai Simpson-Pusey hatte der Coach wohl eher nicht gemeint. Der Engländer hatte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Maximilian Beier an der Achillessehne getroffen, das von hinten und ohne die Chance auf den Ball. Schiedsrichter Daniel Siebert hatte die Szene in der Dynamik nicht als schwerwiegend eingeschätzt, doch dann meldete sich eben noch der VAR Benjamin Cortus. Nach Ansicht der Bilder blieb dem Unparteiischen gar nichts anderes übrig als Simpson-Pusey die Rote Karte zu zeigen – alle dafür relevanten Komponenten waren gegeben. Der FC spielte fortan in Unterzahl.
Zwei Spiele Sperre
Und schlug sich gut. Nun aber hat der DFB das Urteil über die Sperre des Engländers gefällt. Ein erwartbarer Rückschlag für die Kölner: Jahmai Simpson-Pusey wird dem FC in den wichtigen Duellen gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag und gegen Borussia Mönchengladbach eine Woche später fehlen, der Verband hat den Spieler für zwei Begegnungen gesperrt. Der Engländer war im Winter erst von Manchester City ausgeliehen worden und überzeugte bei den Kölnern von Beginn an. Simpson-Pusey fiel allerdings einige Wochen verletzt aus und hatte sich gerade erst wieder in die Startelf gespielt. Lukas Kwasniok wird also im Duell gegen den Hamburger SV notgedrungen wieder umbauen müssen. Gerade in der Defensive sind die Kölner bekanntlich arg gebeutelt.
Aktuell fehlen mit Sebastian Sebulonsen, Luca Kilian, Timo Hübers, Joel Schmied, (stand jetzt) Alessio Castro-Montes und nun eben Simpson-Pusey gleich sechs Abwehrspieler.
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Nur noch bis Sommer läuft der Vertrag von Sechser Eric Martel beim FC. Auf eine Verlängerung konnten sich beide Seiten bisher nicht einigen. Daher beobachten auch andere Vereine aus der Bundesliga die Situation um den Profi des 1. FC Köln: Der VfB Stuttgart zeigt wohl Interesse an Eric Martel.
Bis jetzt hat es noch keine Entscheidung im Vertragspoker der Kölner mit Eric Martel gegeben. Jetzt könnte ein neuer Interessent Schwung bringen in die Situation rund um den Sechser des 1. FC Köln: Der VfB Stuttgart zeigt wohl Interesse an Eric Martel. Das berichtet „fußballdaten.de“.
Auch in dieser Spielzeit ist Eric Martel weiter eine der unangefochtenen Stützen der Kölner Mannschaft. Nachdem der Sechser zwar vor einige Wochen gegen den SC Freiburg das erste Mal seit langem nicht in der Startelf gestanden hatte, hat sich der 23-Jährige seitdem wieder festgespielt. Ob das aber über den Sommer hinaus so bleiben wird, ist weiter unklar. Denn der Vertrag des ehemaligen U21-Nationalspielers läuft nach der aktuellen Saison aus. Eigentlich hatte der FC-Profi sich bis zur Rückrunde Bedenkzeit erbeten. Die Entscheidung dauert inzwischen aber schon ein gutes Stück länger. Die unklare Zukunft ruft weitere Interessenten auf den Plan. So soll laut „fußballdaten.de“ der VfB Stuttgart Martel genau beobachten. Der Verein habe hochrangige Scouts eingesetzt, um ein Leistungsprofil des zentralen Mittelfeldspielers zu erstellen.
Interessenten aus dem In- und Ausland
Neben dem VfB soll auch der SC Freiburg am Sechser interessiert sein. Beide Vereine sollen im variabel einsetzbaren Profi einen Spieler sehen, der keine Anpassungszeit brauche und sofort Leistungen bringen könne. Gleichzeitig bringt „fußballdaten.de“ mehrere ausländische Vereine mit Martel in Verbindung. Etwa Celtic Glasgow: Über ein Interesse des schottischen Erstligisten war schon länger spekuliert worden. Dort sei der Defensivspezialist laut dem Portal dafür vorgesehen, gemeinsam mit Callum McGregor das Mittelfeldzentrum zu kontrollieren. Aber auch die AC Florenz solle am 23-Jährigen dran sein. Die Italiener habe der Mittelfeldspieler mit seiner taktischen Disziplin überzeugt, die dem Spiel des 17. der Serie A mehr defensive Stabilität bringen solle.
Aus einem ähnlichen Grund beobachte Besiktas Istanbul ebenfalls den FC-Profi. Der türkische Top-Verein möchte Martel wohl mit einem garantierten Stammplatz sowie der Aussicht auf internationale Titel in Europa locken. Gleichzeitig habe der FC Martel ein letztes Vertragsangebot vorgelegt, dass ihn zu einem der bestbezahlten Kölner Spieler machen würde. Für den 23-Jährigen sei es jedoch wichtig, regelmäßig Einsätze im europäischen Wettbewerb zu sammeln. Das solle seinen möglichen Weg in die deutsche A-Nationalmannschaft beschleunigen.
Tabellensituation verschlechtert Position des FC im Poker
Zuletzt hatten noch die „Ruhr-Nachrichten“ berichtet, dass der FC der erste Ansprechpartner im Vertragspoker für den Mittelfeldspieler sei. Ob das weiter der Fall ist, wenn Vereine wie der VfB Stuttgart, der gute Karten hat, nächstes Jahr in der Champions League anzutreten, ernst machen, bleibt abzuwarten. Nicht hilfreich dürfte die sportliche Situation der Kölner sein. Denn durch die Niederlage gegen den BVB am vergangenen Wochenende sind die Geißböcke punktgleich mit St. Pauli, die auf dem Relegationsplatz stehen. Dass Martel wie beim Kölner Abstieg 2023/24 dem Verein treu bleibt und mit in die zweite Liga geht, dürfte ausgeschlossen sein.
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Auch zwei Tage nach dem Spiel beschäftigt der nicht gegebene Elfmeter in der Nachspielzeit gegen den BVB beim Handspiel von Yan Couto den 1. FC Köln: DFB leitet Verfahren wegen Trippel-Aussagen ein.
Nach dem Handspiel von Yan Couto entschied Schiedsrichter Daniel Siebert nicht auf Elfmeter. Auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein. Daraufhin ließ sich Stadionsprecher Michael Trippel zu einer Aussage hinreißen, die Konsequenzen haben könnte für den 1. FC Köln: DFB leitet Verfahren wegen Trippel-Aussagen ein.
Stadionsprecher Michael Trippel mit Geschäftsführer Thomas Kessler
Auch zwei Tage nach der Niederlage lässt das Spiel vom Samstagabend den 1. FC Köln nicht los. Nicht nur, dass der FC mal wieder ein Topspiel trotz einer engagierten Leistung verloren hat und der Verein tiefer in den Abstiegsstrudel rutscht. Der DFB-Kontrollausschuss hat nun zusätzlich ein Ermittlungsverfahren gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel eröffnet, wie der „EXPRESS“ berichtet. Anlass sind die Aussagen Trippels nach dem nicht gegebenen Elfmeter in der Nachspielzeit. Dortmunds Yan Couto hatte den Ball nach einem Kölner Freistoß klar mit der Hand berührt. Schiedsrichter Daniel Siebert ließ die Partie jedoch weiterlaufen und auch Videoschiedsrichter Benjamin Cortus griff nicht ein. Darauf meldete sich Trippel noch einmal zur Szene zu Wort. „Pfui, widerlich.“ Nach dem Schlusspfiff gab es dann noch eine weitere Aussage des Sprechers. „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an.“
Kritik auch von Kessler an Trippels Aussagen
Den Ärger, den der Stadionsprecher schon vorhergesehen hatte, gibt es jetzt. Auf Anfrage des „EXPRESS“ teilte der DFB mit: „Der Kontrollausschuss leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Angeschrieben wird hier zunächst die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, da diese gemäß § 9a Nr. 1 DFB-Rechts- und Verfahrensordnung für das Verhalten ihrer Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen, Mitglieder, Anhänger, Zuschauer und weiterer Personen, die im Auftrag des Vereins eine Funktion während des Spiels ausüben, verantwortlich ist.“ Grund für das Verfahren ist, dass Stadionsprecher zur Neutralität aufgefordert sind.
Bereits direkt nach dem Spiel hatte Sportdirektor Thomas Kessler deutliche Worte für das Verhalten Trippels, der seit 1999 FC-Stadionsprecher ist, gefunden: „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“ So muss der Stadionsprecher auch intern zum Rapport antreten.
„Intervention wäre angebracht gewesen“
Auch die Sportliche Leitung der DFB Schiri GmbH hatte die Aussagen des Stadionsprechers bereits kritisiert: „Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Tatsächlich räumte die Schiri GmbH mittlerweile auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. Yan Couto hatte den Ball in der Nachspielzeit an den Arm bekommen. Damit hatte der Verteidiger sicher den bereit stehenden Linton Maina in seinem Rücken behindert. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem SID.
Den Geißböcken und Trippel droht jetzt eine Geldstrafe. Die härteste mögliche Bestrafung, dass der Stadionsprecher von seinen Aufgaben entbunden werden könnte, ist aber sehr unwahrscheinlich. Strafmildernd könnte neben Kesslers Ermahnung auch sein, dass sich Trippel bereits reumütig gezeigt hat. „Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid. Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat“, so der Stadionsprecher gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Trotzdem dürfte das Verfahren ein Nebenschauplatz sein, den der FC im Kampf gegen den Abstieg gerade nicht gebrauchen kann.
Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen den BVB lobte FC-Trainer Lukas Kwasniok Shootingstar Said El Mala für dessen Defensivarbeit. Tatsächlich war es in der Rückwärtsbewegung eine der besseren Partien des Youngsters des 1. FC Köln: Said El Mala überzeugt gegen den BVB auch defensiv.
Noch am vergangenen Wochenende hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann den Kölner Shootingstar für dessen Defensivarbeit kritisiert. Die richtige Antwort gab der 19-Jährige im Duell gegen den BVB, wenn auch gerade in der Offensive dem Youngster des 1. FC Köln nicht alles gelingen wollte.
Eigentlich war Lukas Kwasniok nach der 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen Borussia Dortmund nicht zum Lachen zumute. Der Trainer beschwerte sich zu recht über den nicht gegebenen Elfmeter in der Schussphase (der DFB räumte mittlerweile den Fehler von Daniel Siebert beziehungsweise VAR Benjamin Cortus ein). Doch zu einem Spaß ließ sich der Coach dann doch hinreißen. „Vielleicht muss der Bundestrainer jede Woche etwas sagen“, sagte der 44-Jährige bezogen auf die Leistung von Said El Mala. Denn Kwasniok hatte durchaus ein gutes Spiel des 19-Jährigen gesehen, war vor allen Dingen mit der Defensivarbeit des Shootingstars zufrieden. „Said El Mala gegen den Ball – unglaublich“, sagte Kwasniok.
El Mala arbeitet gegen den BVB mit zurück
Kein Wunder: Für den Offensivspieler geht es auch um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in den USA, in Mexiko und Kanada. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte am vergangenen Wochenende angedeutet, dass es für eine Nominierung für die kommenden Länderspiele eng werden würde. In dem gleichen Interview betonte der Bundestrainer aber auch, dass sich der kommende Kader nicht mehr großartig von dem WM-Kader unterscheiden werde. „Er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet“, sagte Nagelsmann. Ergo könnte es für El Mala mit der WM also sehr eng werden.
Auch Kwasniok hatte zuletzt mehrfach betont, dass El Mala seine Felder noch in der Defensivarbeit hat. Auch deswegen spielte der Kölner Topscorer häufiger als Joker nur in der Schlussphase. Gegen den BVB, der sich angeblich intensiv mit dem 19-Jährigen beschäftigt, zeigte der Kölner Shootingstar, dass er durchaus gewillt ist, gegen den Ball zu arbeiten. Der Youngster war des Öfteren in der eigenen Hälfte zu finden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Offensivspieler im Angriff eben nur wenige Momente hatte. Noch in der ersten Halbzeit schloss El Mala einmal aus spitzem Winkel ab. Seine Flanken wirkten mitunter schon gefährlicher. So wie die Hereingaben auf Youssoupha Niang.
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Wieder haben die Kölner gegen eine Top-Mannschaft lange gut mitgehalten, an der Überraschung geschnuppert und das in Unterzahl. Am Ende steht der FC wieder mit leeren Händen da. Was bringt ein gutes Spiel, wenn man Woche für Woche den Abstiegsplätzen näher kommt? Nichts! Ein Kommentar zur 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Dortmund.
Auch im fünften Spiel in Folge ist der FC sieglos geblieben. Gegen den BVB vielleicht nicht die ganz große Überraschung. Dennoch kommt der Abstiegsplatz immer näher und näher. Und die Zweifel wachsen, ob die Kölner die Kurve noch kriegen werden.
Lukas Kwasniok kann nicht mehr hingucken
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Lukas Kwasniok war ganz offensichtlich voller Überzeugung und doch klangen seine Worte auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage gegen den BVB auch ein wenig gequält. „Auch, wenn es der ein oder andere nicht mehr hören kann, wir werden dieses Ding drehen“, sagte der Coach der Geißböcke. Und alleine schon, weil das den Klassenerhalt bedeuten würde, darf man fein damit sein, wenn der 44-Jährige nach dem letzten Spieltag ein lautes „Siehste“ hinterherschicken wird. Doch die Situation, und das weiß auch der Trainer, wird von Woche zu Woche bedrohlicher. Denn nachdem am Sonntagnachmittag erst St. Pauli einfach und dann Werder Bremen dreifach gepunktet haben, sind es nur noch acht Gegentore, die den FC vom Relegationsplatz trennen.
In der Formtabelle unten angekommen
Lange hat Köln von einem Polster profitiert, das sich die Geißböcke wiederum angefressen haben, als sie in den ersten Spielen euphorisiert überperformt haben. Die Realität ist hart und schmerzhaft. Mit nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Spielen sind die Kölner in der Formtabelle ziemlich weit unten angekommen. Einzig Wolfsburg und Heidenheim sind noch schlechter, aber auch nur aufgrund der Torbilanz und das mit einem Treffer Unterschied. Aus den vergangenen 16 Begegnungen holten die Kölner zwei Siege – genauso wenige wie Schlusslicht Heidenheim. Der FC ist in diesem Zeitraum das zweitschlechteste Team. Dass der Trainer das Vertrauen vieler Fans ganz offensichtlich verloren hat, ist angesichts dieser Punkteausbeute absolut verständlich. Das ist nun einmal Teil der Maschinerie, genauso wie das Rückenstärken der Vereinsführung und die Durchhalteparolen des Trainers.
Dabei kann man Lukas Kwasniok sicher nicht vorwerfen, er habe keinen Plan für die Begegnung gegen den BVB gehabt. Trotz der anhaltenden Verletzungsmisere, die den FC ja auch an diesem Spieltag wieder heimgesucht und über die sich der 44-Jährige noch nicht einmal beschwert hat, schien der Kölner Coach sogar den richtigen Schlüssel gegen schwache Dortmunder gefunden zu haben. Die Geißböcke waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft, waren der Führung deutlich näher und spielten auch nach dem Rückstand aus dem Nichts weiter mit. Tatsächlich durften sich die FC-Fans lange Hoffnung auf die ganz große Überraschung machen. Die (berechtigte) Rote Karte von Jahmai Simpson-Pusey hat die Spieldynamik verändert, dem BVB natürlich in die Karten gespielt.
Fußball ist nun mal ein Ergebnissport
Und dennoch hat Köln weiter Gas gegeben, Moral bewiesen und am Ende an der Überraschung geschnuppert und sie wahrscheinlich sogar mit der klaren Fehlentscheidung in der Nachspielzeit genommen bekommen. Die Leistung der Kölner war gegen den Tabellenzweiten einmal mehr gut. In langer Unterzahl wäre ein Punkt möglich gewesen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie intakt ist und selbst in dieser schwierigen Zeit nicht auseinanderfällt. Der FC scheint gewappnet für den Abstiegskampf, hat die richtige Reaktion auf den trostlosen Auftritt gegen Augsburg eine Woche zuvor gezeigt. Man ist geneigt, Hoffnung aus der Leistung, der Moral, dem Willen zu ziehen – nur war man das in dieser Spielzeit schon viel zu oft. Es reicht nicht, immer nur nah dran zu sein.
Lukas Kwasniok brachte es am Samstagabend selbst auf den Punkt. „Am Ende ist Fußball ein Ergebnissport“, sagte der Trainer – wenn auch zu Niko Kovac, um dem BVB-Coach zu den drei Punkten zu gratulieren. Recht hat Kwasniok. Die jüngsten Bilanzen offenbaren aber schonungslos, dass von den guten Ergebnissen in Köln zu wenige vorhanden sind. Auch, wenn der Trainer nichts davon wissen will: Die kommenden Begegnungen werden sicherlich auch über seine Zukunft entscheiden. Gewinnen die Kölner nicht mindestens eine der beiden Partien gegen den Hamburger SV oder Borussia Mönchengladbach, dann wird es für den Trainer eng werden. Und so langsam werden sich die Kölner auf einen Gedanken vorbereiten müssen: Dass das Ding am Ende vielleicht doch nicht gedreht wird.
Der Anschlusstreffer gegen Borussia Dortmund war für Jakub Kaminski bereits die achte Torbeteiligung in der Liga in dieser Saison. So viel hat der Pole in Deutschland noch nie erreicht und damit erneut seine Bedeutung für den 1. FC Köln untermauert: Jakub Kaminski überragt einmal mehr.
Der Treffer kam möglicherweise ein wenig zu spät. Doch Jakub Kaminski brachte den FC mit seinem Anschlusstor wieder in die Begegnung gegen Borussia Dortmund zurück – und das in Unterzahl. Kaminski krönte damit seine erneut außerordentliche Leistung und untermauerte, wie wichtig er für den FC ist. Für den Polen war es die achte Torbeteiligung in dieser Saison. In der Liga erreichte der 23-Jährige nie mehr.
Eigentlich hatte vor der Begegnung gegen Borussia Dortmund viel darauf hingedeutet, dass der FC mit seiner stärksten Offensivreihe auftreten könnte. Das Trio um Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erzielte immerhin mehr als die Hälfte aller Kölner Tore in dieser Spielzeit. Doch der Kölner Coach musste einmal mehr kurzfristig umstellen, eine neue Aufstellung finden. Denn im Abschlusstraining hatte Alessio Castro-Montes etwas verspürt, eine Reaktion gezeigt, wie es von Vereinsseiten unmittelbar vor Spielbeginn hieß. Der Belgier stand damit nicht wie erwartet in der Anfangsformation. Eine Garantie, die Lukas Kwasniok dem Schienenspieler angesichts der dünnen Personaldecke eigentlich ausgesprochen hatte. Nun also die Rolle rückwärts.
Kaminski zum sechsten Mal erfolgreich
Und die führte wohl mit dazu, dass Jakub Kaminski wieder einmal auf einer anderen Position als eigentlich vorgesehen agierte. Kwasniok entschied sich gegen die Dortmunder zu einer 4-2-3-1-Formation, ließ den Polen hinter den Spitzen auflaufen. Die rechte Seite der Viererkette übernahm Tom Krauß, in der vordersten Kette spielte Youssoupha Niang auf dem rechten Flügel. Kaminski aber sollte die zentrale Position übernehmen. Nur war der 23-Jährige gefühlt wieder überall zu finden. Der Pole spulte 12,4 Kilometer ab, einzige Eric Martel auf Kölner Seite mehr (12,6). Mit 22 absolvierte Kaminski auch die meisten Sprints, scheute wieder einmal keinen Zweikampf und gewann auch etwa die Hälfte. Vor allem aber ist der polnische Nationalspieler wieder zu seiner Torgefahr zurückgefunden. Beim 2:2 gegen Hoffenheim hatte Kaminski schon den Treffer von Said El Mala vorbereitet.
Nun traf Kaminski auch zum ersten Mal seit Monaten wieder selbst. Bei der 3:4-Niederlage gegen Frankfurt war der 23-Jährige zuletzt erfolgreich. Nun schraubte der Offensivspieler sein Torkonto auf sechs in die Höhe. Der Pole belegt damit intern hinter Said El Mala (8) den zweiten Platz vor Ragnar Ache (5). Gegen die Westfalen war Kaminski einmal mehr der gefährlichste Kölner Spieler und untermauerte einmal mehr, warum er in offensiver Rolle so wichtig ist. Und Kaminski überbot mit nun acht Torbeteiligungen seinen Bundesliga-Bestwert aus der Spielzeit 22/23. Damals traf er in 31 Ligaspiele vier Mal, bereitete drei Tore vor. Einen weiteren Treffer gab es zudem im DFB-Pokal. Ob Castro-Montes in der kommenden Woche zurückkehrt und damit Kaminski die Chance ermöglicht, auch weiterhin in der offensive zum Einsatz zu kommen, wird sich wohl zu Anfang der Woche herausstellen.
Der nicht gegebene Elfmeter in der Schlussphase erhitzte die Gemüter bei den Geißböcken und offensichtlich auch beim Stadionsprecher des 1. FC Köln: So reagiert der DFB auf die Trippel-Aussage.
Nach dem Handspiel von Yan Couto entschied Schiedsrichter Daniel Siebert nicht auf Elfmeter und wurde auch nicht vom VAR überstimmt. Das wiederum führte nicht nur bei den Fans für Unverständnis. Stadionsprecher Michael Trippel ließ sich zu einer Aussage hinreißen, die noch Konsequenzen haben dürfte.
Für die rund 50.000 Fans im Stadion gab es ohnehin kein Vertun: Schiedsrichter Daniel Siebert hatte ganz offensichtlich ein klares Handspiel anders bewertet. Doch Stadionsprecher Michael Trippel verdeutlichte die Szene noch einmal. „Pfui, widerlich.“ Nach dem Schlusspfiff meldete sich der Sprecher erneut. „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an.“ Der Frust war verständlich und dennoch fand Thomas Kessler deutliche Worte. „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“
„Hier hat er sich ein Stück weit vergaloppiert“
Ein wenig Rückendeckung erhielt Trippel von Kölns Trainer Lukas Kwasniok später im Sportstudio. „Wie man es auch bei mir sehen kann, gehen die Emotionen manchmal mit einem durch. Hier hat er sich ein Stück weit vergaloppiert.“ Dabei sind die kritischen Worte von Thomas Kessler durchaus verständlich. Denn Nebenschauplätze kann der FC in der aktuellen Phase nicht gebrauchen. Und dieser wird wohl zu einem werden. Denn ein Stadionsprecher ist zur Neutralität aufgefordert. Der DFB-Kontrollausschuss wird wohl voraussichtlich ein Verfahren einleiten.
„Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel“, hieß es in einer Stellungnahme der Sportlichen Leitung der DFB Schiri GmbH: „Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Trippel äußerte sich mittlerweile im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid. Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat.“
„Intervention wäre angebracht gewesen“
Tatsächlich räumte die Schiri GmbH mittlerweile auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. Yan Couto hatte den Ball in der Nachspielzeit an den Arm bekommen und damit sicher den bereit stehenden Linton Maina in seinem Rücken behindert. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem SID.
Es war wohl die Szene des Spiels. Yan Couto bekam in der Nachspielzeit den Ball an die Hand, einen Elfmeter gab es nicht. Nicht die erste VAR-Entscheidung gegen die Geißböcke. Nur dieses Mal war sie besonders ärgerlich, denn der 1. FC Köln war offensichtlich im Recht: DFB räumt Fehler ein.
Das Handspiel von Yan Couto in der Nachspielzeit sorgte verständlicherweise bei den FC-Protagonisten für viel Ärger. Nun räumte der DFB gegenüber dem SID auch den Fehler der Unparteiischen ein. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen. Die Geschichte mit dem VAR und dem FC geht damit in dieser Spielzeit in die nächste Runde.
Lukas Kwasniok kann die Entscheidung nicht verstehen
Es gibt durchaus Statistiken und Untersuchungen die beweisen sollen, dass sich Glück und Pech in einer Saison bei den Clubs nivellieren. Und sollte das beim 1. FC Köln auch der Fall sein, dann können sich die Geißböcke auf eine hohe Anzahl an Entscheidungen pro Köln freuen. Denn tatsächlich gab es in dieser Spielzeit schon einige VAR-Eingriffe oder eben Nicht-Eingriffe, die von Kölner Seite durchaus verständlicherweise kritisiert wurden. Alleine Ragnar Ache hätte in den Begegnungen gegen Leipzig und Stuttgart zwei Elfmeter für die Kölner zugesprochen bekommen können. Gegen den VfB vor drei Wochen wurde der Angreifer beim Sprung geschubst, gegen Leipzig einen Spieltag zuvor wurde dem 27-Jährigen laut Trainer Lukas Kwasniok „das Trikot zerrissen und unten noch das Bein weggeflext“.
FC immer wieder im VAR-Pech
Sicherlich „Kann-Entscheidungen“ – deutlicher war dagegen gegen die Sachsen das Handspiel von Christoph Baumgartner. Der Österreicher verhinderte auf der Linie ein klares Tor, doch es gab weder Elfmeter noch die Rote Karte. Und das, weil die Unparteiischen auf Abseits entschieden hatten. Eine Millimeter-Entscheidung, die auch Marvin Schwäbe am Samstagabend wieder aus der Erinnerungskiste hervorkramte. Und zwar, weil gleich zwei Aspekte zur Diskussion führten. Zum einen die Frage, ob zuvor David Raum den Ball als gewollte Abwehraktion verteidigt hatte, denn dann wäre es eine neue Spielsituation gewesen und Abseits hätte nicht gelten dürfen. Zum anderen steht nach wie vor die Frage nach der richtigen Kalibrierung im Raum.
Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, eine genaue Abseits-Linie sei gar nicht exakt möglich – folglich eine klare Linie bei Millimeter-Entscheidungen auch kein klarer Beweis. Genauso gibt es aber auch Experten, die die Linie durchaus als exakt bezeichnen. Zwei Mal war in diesem Jahr auch schon Alessio Castro-Montes von VAR-Entscheidungen betroffen. Zunächst wurde der Belgier im Spiel gegen Heidenheim vor dem zweiten Tor des Tabellenletzten gefoult. Der Pfiff blieb aus, das Tor zählte – kein Eingriff des VAR. Gegen Freiburg bekam der Schienenspieler die Kugel an den Arm, es gab Elfmeter. Und das, obwohl die Kugel von der Hüfte gegen den Arm sprang und das laut Regelwerk in dem Fall dann kein zwingendes Handspiel ist. Auch Kristoffer Lund bekam nach einem Handspiel im Rheinderby einen Elfmeter gegen sich gepfiffen.
Sehr selten Glück mit dem VAR
Und das, nachdem der US-Amerikaner zuvor bereits einen Foul-Elfmeter verursacht hatte. Beide Entscheidungen äußert hart, beide Entscheidungen wieder im Bereich des Möglichen. Das erste Mal sorgte der VAR in dieser Spielzeit im Duell der Kölner in Wolfsburg für Unmut. Damals trafen die Kölner früh, das Tor wurde aber zu recht zurückgenommen, weil Joel Schmied seinen Gegenspieler umgeschubst hatte. Das Ärgerliche: Vor dem 1:1 der Wolfsburger wurde Timo Hübers ähnlich zu Fall gebracht und der Video-Assistent griff nicht ein. „Die 50:50-Aktionen haben wir im Moment gegen uns“, sagte Marvin Schwäbe am Samstagabend. Schwäbe war im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart ebenfalls in eine VAR-Situation verwickelt. Damals kam der Keeper gegen Ermedin Demirović einen Schritt zu spät. Es gab zu recht Elfmeter.
Glück mit dem VAR hatten die Kölner in dieser Saison eher selten, sie hatten es aber. So zum Beispiel als Ache im Derby gegen Borussia Mönchengladbach einen Strafstoß zugesprochen kam. Einer, der ganz sicher keiner war. Dennoch hat das Pech aktuell deutlich die Überhand.
Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln Redebedarf: VAR-Ärger, Platzverweis-Diskussionen – und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant vom 1. FC Köln: Youngster Youssoupha Niang nutzt die Topspiel-Bühne.
Einen kühlen Kopf zu bewahren, fiel allen Beteiligten am Samstagabend anlässlich des Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln nicht leicht. Mit dabei war Startelfdebütant Youssoupha Niang.
Feierte am Samstag gegen Borussia Dortmund sein Startelfdebüt für den 1. FC Köln: Youssoupha Niang
Nach der gestrigen Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln eine Menge Gesprächsbedarf. Wieso entscheidet sich der VAR beim Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto gegen das Eingreifen? Was ging in Jahmai Simpson-Puseys Kopf vor, als er Dortmunds Maxi Beier gefoult hat? Beim Samstagabendspiel gegen die Schwarzgelben überschlugen sich die Ereignisse. Und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant, der in dieser Gemengelage versuchte, gegen den Tabellenzweiten Eindruck zu schinden. Die Rede ist von Youssoupha Niang.
Kwasniok: „Er hat einfach eine Pferdelunge“
FC-Coach Lukas Kwasniok hatte sich vor der Begegnung mit der Kovac-Elf den Kopf darüber zerbrochen, wie er der Tormaschinerie der Gäste Sand ins Getriebe streuen und gleichzeitig nicht auf Offensivpower verzichten könnte, um eine Nullnummer wie gegen Augsburg zu verhindern. Kwasnioks Lösungsansatz war mutig: Das Sturmjuwel Youssoupha Niang kam in dieser Saison in der Bundesliga für den FC erst auf vier Kurzeinsätze. Der Flügelspieler laborierte zudem den Großteil der Saison an einer Schulterverletzung und wurde auch immer wieder durch muskuläre Probleme ausgebremst. Trotzdem erhielt er gegen die Borussia den Vorzug gegenüber Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Linton Maina musste nach Erkrankung noch geschont werden, der 27-Jährige verfolgte das Geschehen zu Beginn noch von der Bank.
„Wir gehen davon aus, dass wir gegen Dortmund viel laufen müssen. Youss ist ein sehr laufstarker Spieler, der sich leider zu Beginn der Saison die Schulter verletzt hat und deshalb länger ausgefallen ist”, erklärte Kwasniok am Samstag am Sky-Mikrofon. Für das Duell mit Dortmund war Niang wieder fit und passte laut Kwasniok mit seinem Spielerprofil gut zu den Anforderungen des Gegners: „Er hat einfach eine Pferdelunge, kann in beide Richtungen sehr gut arbeiten, ist laufstark und schnell. Ich glaube, dass du heute über Geschwindigkeit kommen musst. El Mala und Niang müssen gegen den Ball sehr fleißig sein.”
Niang mit Bestwert gegen Borussia Dortmund
Von Beginn an war klar: Niang nahm seinen Coach beim Wort. Bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute bewies er, dass er das Vertrauen des Trainers verdient hatte. So gehörte ihm die erste nennenswerte Chance der Begegnung nach gut fünf Minuten. Eine Flanke von Said El Mala beförderte er per Aufsetzer auf den Kasten von BVB-Keeper Kobel. Dieser konnte den Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Auch in der 56. Minute scheiterte Niang nur knapp. Der unermüdliche Jakub Kaminski schoss nach Ablage von El Mala auf das gegnerische Tor und zwang Kobel zu einem Abpraller.
Niang stand goldrichtig und kam aus kürzester Distanz an den Ball, doch sein Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt. Insgesamt schloss der 19-Jährige häufiger ab als jeder andere Spieler auf dem Platz. Dabei muss erwähnt werden: Niang bemühte sich, die gefährlicheren Gelegenheiten lagen aber bei den Gästen, die bekanntlich mehr als die Hälfte der Partie in Überzahl agierten. Dies spiegelt sich auch in den xGoals-Werten der Partie wider: Diese lagen bei 1,03 für den FC zu 1,88 für den BVB.
FC-Nachwuchsarbeit trägt Früchte
Auch wenn Niangs Startelfdebüt nicht mit einem Scorerpunkt oder gar einem Punktgewinn gegen ein Topteam gekrönt wurde, bleibt der Eindruck, dass die Geißböcke auf das nächste „Young Goat“ zählen können – auch in derart brenzligen Situationen wie dem Fight gegen Dortmund, der von Beginn an intensiv war und in der Nachspielzeit seinen Höhepunkt fand. Es bleibt abzuwarten, ob Lukas Kwasniok den 19-Jährigen auch für das nicht weniger wichtige Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV kommenden Samstag von Beginn an aufstellt.
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Am Samstagabend empfing der FC den BVB im heimischen Stadion. Nach der 1:2-Niederlage in Unterzahl äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.
Die Partie in Müngersdorf startet stark für den FC. Dennoch kassieren die Geißböcke nach 16 Minuten das 0:1. Nach der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey agierten die Kölner die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl.
Marvin Schwäbe im Kasten des 1. FC Köln
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“Ich will niemandem den Willen absprechen, aber…“
Marvin Schwäbe zur Unterzahl:„Das macht die Mannschaft aus, die versucht immer alles reinzuhauen. Natürlich funktioniert nicht immer alles so, wie wir uns das vorstellen, aber heute hat man – gerade in Unterzahl über diese lange Strecke – wieder gesehen, dass wir dem BVB so die Stirn bieten, dass ist top. Am Ende ist es natürlich schade, dass nichts dabei rumkommt.“
Zu den Toren durch Standards: „Die letzten Wochen waren viel besser als noch die Hinrunde. Deswegen lassen wir uns von dem einen Gegentor nicht unterkriegen. Da müssen wir auf jeden Fall noch einmal drüber gucken und vielleicht enger am Mann sein. Der steht da komplett blank alleine vor mir. Das ist dann extrem schwer.“
“Natürlich würden wir alle gerne ein bisschen weiter oben stehen und hätten gerne ein paar Punkte mehr. Am Ende muss sich jeder an die eigene Nase fassen und gucken, ob er immer 100 Prozent gegeben hat und ob er komplett da ist. Ich will niemandem den Willen absprechen, aber wir sind im Leistungssport, wir wollen immer alles reinhauen, wollen aber auch Punkte holen. Jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind und wo wir die Punkte holen müssen und darauf kommt es dann an.“
Zur Trainerdiskussion: „Für uns steht das jetzt gerade nicht zur Debatte.“
„Das war für mich ein ganz klares Handspiel„
Tom Krauß: „Das war für mich ein ganz klares Handspiel. Und wenn das ein 50/50-Ding ist, muss man rausgehen und sich das wenigstens anschauen. Klar, der Schiedsrichter hat es vielleicht nicht gesehen, aber die im Keller. Und es bringt am Ende nichts, dass du sagst, wir haben wieder Pech. Jetzt kommen die entscheidenden Phasen. Dann musst du vielleicht auch mal ein bisschen Glück haben mit so einer Handsituation. Für mich ist das ganz klar Hand und deswegen ist es unfassbar bitter.“
„Am Ende musst du es leider hinnehmen, weil am Ende die entscheiden. Die stehen da auf dem Platz und sind die Schiedsrichter. Wir sind auch nur Menschen, wir geben auch alles jede Woche, um irgendwie hier die Punkte zu holen. Am Ende brauchen wir jetzt Punkte, ganz klar.“
Zur Roten Karte: „Es ist natürlich unfassbar bitter. Du bist eigentlich gut im Spiel, musst vielleicht auch mit der ersten Chance das 1:0 machen, kriegst dann wieder ein scheiß Gegentor, das muss man ehrlicherweise sagen. Dann gehst du mit 1:0 in die Halbzeit und mit der Roten Karte natürlich, kriegst dann das 2:0. Aber am Ende siehst man trotzdem, dass wir uns irgendwie zurückkämpfen wollen, das 2:1 noch schießen wollten. Und das haben wir erreicht. Dann hat man gesehen, was dann in den letzten Minuten los war. Und eigentlich spielst du ja 2:2 mit der Entscheidung, wenn dann natürlich der Schütze den Elfmeter trifft. Aber ja, normalerweise hast du dann einen Elfmeter.“
Zum VAR im Fußball: „Uns bringt das gerade wenig. Du weißt gar nicht mehr, was sie für eine Linie haben. Und das ist in der Phase, wo wir gerade sind, absolut bitter.“
„Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance“
Thomas Kessler: „Es ist natürlich eine sehr große Enttäuschung jetzt nach dem Spiel. Das ist sehr unglücklich gelaufen für uns. Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben gerade in der ersten Viertelstunde ein paar gute Aktionen gehabt.“
Zum VAR: „Ich glaube, der VAR war ja heute sehr wachsam. Die Spiel entscheidende Szenen aus unserer Sicht ist natürlich die Rote Karte gegen Jahmai. Wenn man sich das im Video anschaut, Jahmai ist das ganze Spiel super fleißig gewesen und kommt einfach einen Schritt zu spät. Und wenn du jemanden dann so auf die Achillissehne triffst, dann brauchst du dich nicht beschweren, wenn der VAR kommt und sagt, dass das eine Rote Karte ist. Das ist natürlich bitter für uns, über eine Halbzeit in Unterzahl zu spielen.
Zum Handspiel: „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was Benjamin Cortus in diesem Moment im Keller gemacht hat. Der Ball ist lange unterwegs, er geht am Kopf vorbei, er berührt ihn mit der Hand und deswegen ist Linton Maina im Rücken, wo er sich verschätzt, nicht in der Lage, den Ball anzunehmen. Dann ist es eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Ball am Fuß hat und frei vorm Tor steht. Dass da keiner von Außen eingreift… Ich will da auch ehrlicherweise keine Erklärung hören. Das ist eine klare Vereitlung einer Torchance. Dass man das nicht sieht, dafür habe ich absolut kein Verständnis.“
“Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren“
Lukas Kwasniok zum Handspiel: „Ich brauche mir die Situation nicht öfter anschauen, ich muss ja nur einmal hinschauen. Da gibt es für mich nicht so viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man die Szene bewerten kann. Ich habe da keine Erklärung für. Ich möchte, ich weiß gar nicht wer verantwortlich ist, dem DFB oder der DFL den Gefallen nicht tun, und losledern. Denn dann müsste ich dafür bezahlen. Das macht kein Sinn. Den Elfmeter bekommen wir nicht mehr gepfiffen.“
“Ich fand, dass wir die erste Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen sind. Wir haben die ersten 15 Minuten auf ein Tor gespielt, hatten fünf, sechs Eckbälle. Dann schenken wir dem Gegner einen Eckball, den wir eigentlich auf den ersten Ball sehr sehr gut verteidigen, dann aber nicht schnell genug rausrücken. Guirassy ist dann knapp nicht im Abseits und auf einmal steht es 0:1 und keiner weiß in dem Moment so recht, warum. Die Mannschaft hat sich davon aber auch nicht unterkriegen lassen und hat dann zumindest bis zur 25 Minute den Gegner immer wieder gestresst. Wir hatten keine hochkarätigen Torchancen, aber es waren schon Einschussmöglichkeiten da.“
„Mit der Roten Karte war das dann ein völlig anderes Spiel. Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen oder einen Punkt zu holen, gering ist, aber sie da ist, wenn wir uns bis zum Schluss hier aufopfern. Leider kassieren wir dann das 2:0 – ein bisschen zu früh mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit. Tom Krauß, der ein gutes Spiel auf der rechten Position als Notnagel gemacht hat, rutscht in dem Moment weg und ruckzuck waren es dann nicht nur einer weniger, sondern zwei. Dann kannst du das nicht mehr kontrollieren.“
“Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Dortmunder uns an die Wand gespielt haben. Sie hatten den Ball, aber uns war schon klar, wenn eine Aktion mal im Netz landet, dass das Stadion dann nochmal explodiert. So war es dann. Am Ende meint es der gute Mann da oben nicht ganz so gut mit uns.“
Zum anstehenden Duell beim HSV und der Trainerfrage:„Aktuell bin ich erstmal mit dieser Niederlage sehr beschäftigt. Ich glaube, das aller Wichtigste im Leben ist, sich auf die Dinge zu fokussieren, die man beeinflussen kann. Wenn man die Mannschaft heute hier gesehen hat, dann glaube ich nicht, dass es zwei Meinungen gibt im Bezug auf Leistung und Aufopferungsbereitschaft. Das ist uns als Trainer ganz ganz wichtig. Grundsätzlich liegt dein Schicksal nie in deinen eigenen Händen.“