Neben dem FC in Mainz mussten auch die verliehenen Kölner Spieler am Wochenende ran. Für einen gab es sogar die Startelfpremiere. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.
Einige Profis sind momentan vom FC an andere Vereine verliehen. Für sie lief das vergangene Fußball-Wochenende jedoch sehr unterschiedlich: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.
Jaka Potocnik ist momentan an Rot-Weiss Essen verliehen
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Elias Bakatukanda: Der Innenverteidiger bekommt bei Blau-Weiß Linz in der ersten Liga Österreichs im Moment eine Menge Spielpraxis. So stand Bakatukanda am Samstag wie bereits bei allen Spielen davor über die vollen 90 Minuten auf dem Feld. Sonderlich erfolgreich war seine Mannschaft dabei bis jetzt aber noch nicht. So verloren sie zuletzt im Oberösterreich-Derby gegen die SV Ried mit 0:2. Damit ist Linz nach vier Spieltagen weiter ohne Punkt und folglich Tabellenletzter.
Erster Startelfeinsatz
Chilohem Onuoha: In der dritten Liga kam Onuoha an der ersten beiden Spieltagen beim SC Verl nur als Joker zum Einsatz, sammelte rund 50 Minuten Spielzeit. Gegen den VfB Stuttgart II erhielt der Stürmer aber unverhofft mehr Einsatzzeit, da er in der 39. Minuten für den verletzten Torschützen Alessio Besio eingewechselt wurde. Seiner Mannschaft konnte der Angreifer aber nicht zum Sieg verhelfen, das Spiel ging 1:1 aus.
Rasmus Carstensen: Ähnlich wie Onuoha kam auch Carstensen in den ersten Partien bei seinem Leihverein Aarhus GF nur von der Bank. Nun war es am 6. Spieltag aber soweit: Der Rechtsverteidiger durfte in der Startelf ran. So trug der Däne bis zu seiner Auswechslung in der 63. Minute zum 1:0-Erfolg gegen Vejle Boldklub bei. Nach dem dritten Sieg in Folge ist Aarhus in der ersten dänischen Liga bis auf den vierten Platz vorgerückt, nur zwei Punkte hinter Tabellenführer FC Kopenhagen.
Zweimal nur die Bank
Jaka Potocnik: Die ersten drei Partien von Rot-Weiss Essen in der dritten Liga und im Pokal hatte der Angreifer noch mit einem Muskelfaserriss und dem daraus entstandenen Trainingsrückstand verpasst. Im Spiel gegen Wehen Wiesbaden stand Potocnik jetzt das erste Mal im Kader, wenn auch noch ohne Einsatz. Ohne Unterstützung des Stürmers gewann Rot-Weiss Essen mit 4:3. Dabei hatte der Verein aus dem Ruhrgebiet schon 3:1 geführt, den Vorsprung aber wieder verspielt, nur um dann in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch den Siegtreffer zu erzielen.
Mansour Ouro-Tagba: Noch kein Erfolg ist die Leihe von Ouro-Tagba an den VfB Stuttgart II. Am Wochenende saß der Stürmer beim Duell mit dem SC Verl um Chilohem Onuoha erneut 90 Minuten auf der Bank und hatte somit keine Chance, beim 1:1 seiner Mannschaft zum Sieg zu verhelfen. Es bleibt abzuwarten, wann 20-Jährige sein Debüt für die Zweitvertretung der Stuttgarter geben wird.
Bis einschließlich kommenden Montag können die Teams der Bundesliga neue Spieler verpflichten. Es bleiben also noch sieben Tage, in denen auch bei den Kölnern noch etwas passieren kann und auch muss. Was sich beim 1. FC Köln noch am Kader tun kann.
Mehr als 20 Transferhandlungen hat Thomas Kessler auf seiner Liste in diesem Sommer schon stehen. Dazu einige ausgemusterte Spieler. Doch es könnte noch einmal Bewegung in die Sache kommen. Was sich beim 1. FC Köln noch am Kader tun kann.
Ist Thomas Kessler noch auf Spielersuche?
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Thomas Kessler kann man in diesem Sommer wahrlich keine Untätigkeit vorwerfen. In seiner ersten Transferphase als Sportdirektor hat der ehemalige Kölner Keeper ziemlich viel bewegt. Zehn Sommer-Neuverpflichtungen stehen auf der Seite der Zugänge. Bis auf Rav van den Berg kam bislang jeder Spieler, der in diesem Sommer verpflichtet wurde, auch schon zum Einsatz. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Abgänge. Der FC hat ein komplett neues Gesicht bekommen. Sportlich hakt es zwangsläufig auch noch an der ein oder anderen Stelle, die Ergebnisse stimmen aber bislang. Und die Kaderveränderungen sind noch nicht abgeschlossen. Es soll noch mindestens einen Zugang, ganz sicher aber einige Abgänge geben. Dabei rennt die Zeit. Den Kölnern bleiben noch sieben Tage, bevor am kommenden Montagabend das Transferfenster schließt.
Mögliche Zugänge
Auf der Seite der Neuverpflichtungen steht aktuell nur noch ein Name. Raphael Obermair wird weiterhin gehandelt. Die Kölner brauchen einen weiteren linken Schienenspieler. Denn durch die Ausbootung von Leart Pacarada und den Abgang von Max Finkgräfe ist das die einzige Position im Kader, die nicht doppelt besetzt ist. Der Kapitän des SC Paderborn steht ganz oben auf der Liste und aktuell macht es den Anschein, als fehle Plan B. Dabei ist alles andere als gesagt, dass die Kölner den Wunschspieler von Lukas Kwasniok auch bekommen. Zwar will auch Obermair zum FC kommen, doch die Ostwestfalen sollen wie berichtet eine Forderung von utopischen 2,7 Millionen Euro aufgerufen haben. Die Vorstellung liegt deutlich über denen der Kölner und auch deutlich über dem Marktwert.
Die Fronten scheinen zudem verhärtet. Zuletzt gab es einige Misstöne. Und Obermair soll sich wie das „Westfalen-Blatt“ berichtet vom Training abgemeldet haben. Weil der „Kopf frei“ bekommen möchte. Eine zerfahrene Situation. Fakt ist, dass Obermair einen gültigen Vertrag beim SCP hat – wenn auch nur noch bis 2026. Darüber hinaus sehen die Kölner Kaderplaner keine zwingende Notwendigkeit, noch einmal aktiv zu werden. Kwasniok gab in einer Talkrunde in der vergangenen Woche an, dass es auch nicht dringend einen weiteren Stoßstürmer brauche. Allerdings sind die Kölner spätestens nach der Ausbootung von Imad Rondic in vorderster Front sehr dünn besetzt. Mit Ragnar Ache und Marius Bülter verfügen die Kölner eigentlich nur über zwei klassische Stürmer. Ein weiterer Zugang erscheint nicht ausgeschlossen.
Erster Abgang fix
Ende vergangener Woche haben die FC-Bosse dann ihren Kader noch einmal an drei Stellen verkleinert. Der FC will natürlich Abnehmer für Rondic, Pacarada und Jacob Christensen finden. Denn die drei Akteure belasten die Payroll. Dafür sind die Kölner offenbar auch bereit, die Spieler für eine geringe bis gar keine Ablöse abzugeben. Interessenten soll es geben, eine Lösung bislang jedenfalls noch nicht. Doch dabei soll es nicht bleiben. Nach wie vor ist der FC auf der Suche nach Abnehmer für potenzielle Leihspieler. Julian Pauli stand in den beiden Pflichtspielen nicht im Kader. Dem Kölner Youngster wollen die FC-Bosse Spielzeit über eine Leihe ermöglichen – und das mindestens in der 2. oder zur Not 3. Liga. Aktuell deutet sich noch kein Wechsel an.
Ähnlich verhält es sich mit den Nachwuchsspielern Neo Telle und Emin Kujovic. Die beiden Akteure sollen ebenfalls verliehen werden, sind aktuell aber Teil des U21-Kaders. Bei Telle gestaltet sich die Situation insofern schwierig, weil der Vertrag des Innenverteidigers ausläuft. Wollen die Kölner ein Leihkonstrukt anstreben, muss der Youngster einen neuen Kontrakt unterschreiben. Wie es mit dem bereits zuvor ausgemusterten Sargis Adamyan weitergeht, ist ebenfalls noch offen. Dem Armenier lagen Angebote vor, eine Einigung gab es aber nicht. Dem Vernehmen nach, weil sich FC und Spieler nicht auf eine Abfindung einigen konnten. Anders verhält es sich bei Florian Dietz: Der Stürmer wechselt in die 3. Liga zum SSV Jahn Regensburg. Das haben die Vereine am Vormittag bestätigt.
Mit zwei Pflichtspiel-Siegen und diese auch auswärts ist der FC nach den Ergebnissen perfekt in die neue Saison gestartet. Das versprochene Spektakel lässt noch auf sich warten. Ob es das aber am Ende braucht, ist eine andere Frage. Ein Kommentar zum Auftakt des 1. FC Köln.
Zwei Siege zum Saisonauftakt hätten im Frühsommer wohl viele Fans unterschrieben. Die Auftritte gegen Regensburg und Mainz lassen den Beobachter aber auch in einem Zwiespalt zurück. Ein Kommentar zum Auftakt des 1. FC Köln.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem Erfolg über Mainz (Foto: Alex Grimm/GettyImages)
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Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege, zwei emotionale Explosionen in der Nachspielzeit – nach den nackten Ergebnissen ist dem FC ein ziemlich guter Start in die neue Saison gelungen. Das sollte man trotz der doch überschaubaren spielerischen Leistung nicht herunterspielen. Der FC ist nach der Tabelle in der Bundesliga bereits nach dem ersten Spieltag angekommen, hat sehr früh die ersten wichtigen Punkte auf dem Konto und gleichzeitig bewiesen, dass die Kölner mit einer neu zusammengewürfelten Truppe gegen einen Bundesligisten mithalten können, sogar gegen einen, der in dieser Spielzeit (noch) europäisch unterwegs ist. Das hätten sicherlich viele Fans sofort unterschrieben, als die DFL den Spielplan für die nun laufende Saison herausgegeben hat.
Der FC kann von der Bank nachlegen
Der Start ist geglückt und das ermöglicht Lukas Kwasniok und seinem Team Luft, um die kommenden Wochen in ruhigen Fahrgewässern anzugehen. Ein Pokal-Aus verbunden mit einer Auftakt-Niederlage hätte Zweifel an dem Unterfangen Klassenerhalt und dann natürlich auch an der Kaderzusammenstellung genährt. Insofern kann der FC aus den beiden Pflichtspiel-Siegen Kraft, Selbstvertrauen und Motivation schöpfen. Man sollte aber nicht den Fehler machen, hinter den Erfolgen eine Zermürbungs-Taktik als Allheilmittel für die Bundesliga abzuleiten. Sicherlich wird die Doppelbelastung der Mainzer in den taktischen Überlegungen der Kölner eine Rolle gespielt haben. Das gaben Marvin Schwäbe und Lukas Kwasniok nach der Begegnung auch zu. Allerdings darf, kann und wird das nicht der Masterplan für die Begegnung gewesen und erst recht nicht für die kommenden Aufgaben sein.
Fakt ist, dass der FC von der Bank qualitativ nachlegen kann. Gegen Mainz brachte der Coach vor allem Akteure, die spielerische Lösungen suchen und sie wie im Fall von Luca Waldschmidt mit seiner grandiosen Flanke vor dem 1:0 auch gefunden haben. Fakt ist aber auch, dass das Spiel erst durch die Rote Karte eine neue Dynamik bekommen hat. Zur Wahrheit gehört zudem, dass sich die Kölner sowohl gegen Regensburg als auch gegen die Rheinhessen in der Vorwärtsbewegung extrem schwer getan haben. Natürlich spricht der 1:0-Erfolg für eine stabile Defensivleistung – aber war sie das? Marvin Schwäbe bekam so gut wie gar nichts zu tun. Sicherlich auch, weil die Kölner Abwehrspieler bei den Mainzer Versuchen immer wieder ein Bein, ja auch mal einen Arm oder den Körper an der Kugel hatten.
Noch kein Spektakel
Dass den 05ern nicht viel im Schlussdrittel gelang, lag aber ganz sicher auch daran, dass mit Jonathan Burkardt die Mainzer Torgefahr der Vorsaison die wenigen Kilometer nach Frankfurt abgewandert ist. Weder Benedict Hollerbach noch Nelson Weiper erfüllten die Aufgabe eines klassischen Mittelstürmers ausreichend. Nur deutete auf den Siegtreffer der Kölner mindestens genauso wenig hin. Denn nach vorne war das Heilmittel viel zu oft der lange Ball. Der Kölner Spielaufbau war überschaubar, nicht selten war der sichere Pass das bevorzugte Mittel – und das ganz offensichtlich nicht im Sinne des Trainers, der an der Seitenlinie nicht nur durch das FC-Trikot auffiel. Von dem versprochenen Spektakel sind die Geißböcke bislang noch ein Stück weit entfernt.
Nun wissen die FC-Fans ja schon seit der vergangenen Spielzeit, dass das Ergebnis vor der Schönspielerei steht. Schließlich werden einzig die Punkte über den Verbleib in der Liga entscheiden. Das muss nicht gefallen, kann aber am Ende der Saison den Ausschlag geben. Und da ist noch ein anderer nicht unwesentlicher Punkt: Den Geißböcken gelangen die beiden Erfolge auch durch Willen, Leidenschaft, Glaube und Moral. Anders sind die späten Tore in dem eigentlich verloren geglaubten Spiel in Regensburg und dem Abnutzungskampf in Mainz nicht zu erklären. Bekanntlich sind genau das die Tugenden, um im Abstiegskampf zu bestehen – und an dem wird sich der FC sicherlich erst einmal orientieren müssen.
Der FC will Raphael Obermair verpflichten, der wiederum will zu den Kölnern. Aber der SC Paderborn möchte seinen Spieler nicht abgeben. Um eine Einigung zu erzielen, bleiben nur noch ein paar Tage für den 1. FC Köln: Wie lange wartet man auf Wunschspieler Obermair?
Noch ungefähr eine Woche ist das Transferfenster geöffnet. Solange hat der FC noch Zeit, um Raphael Obermair vom SC Paderborn loszueisen. Aber eine Einigung ist noch nicht in Sicht für den 1. FC Köln: Wie lange wartet man auf Wunschspieler Obermair?
Raphael Obermair vom SC Paderborn (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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Eigentlich hat der 1. FC Köln keine Zeit mehr zu verlieren. Denn schon in etwa einer Woche schließt das Transferfenster. Dabei möchte der Verein sich mit Raphael Obermair nochmal auf der linken Schiene verstärken. Denn spätestens seit der Ausbootung von Leart Pacarada vor ein paar Tagen sind die Kölner auf dieser Position sehr dünn besetzt. Mit Kristoffer Lund steht nur ein gelernter Linksverteidiger im Kader. Auch Linton Maina hat unter Lukas Kwasniok schon in dieser Rolle gespielt, ist aber eine sehr offensive Besetzung. Darum ist es nur logisch, dass der FC-Coach seinen früheren Spieler gerne zu sich holen würde. So machte der Trainer schon vor zweieinhalb Wochen Druck: „Bei dieser Personalie ist es schon so, dass ein starkes Interesse unsererseits da ist. Der Spieler ist 29 und es wäre schön, wenn man ihm die Möglichkeit gibt, dass er auch in der Bundesliga noch mal zeigt, was er drauf hat.“
Angespannte Stimmung zwischen den Vereinen
Seitdem sollen die Geißböcke laut Sky gleich zwei Angebote abgegeben haben. Gleichzeitig solle Paderborn aus FC-Sicht utopische Forderungen stellen. Wie das „Westfalen-Blatt“ schreibt, verlangt der SCP 2,7 Millionen Euro. Und das, obwohl der Vertrag des Paderborner Kapitäns im kommenden Sommer ausläuft und der Marktwert auf rund 1,5Millionen Euro geschätzt wird. Dass die Atmosphäre zwischen den beiden Vereinen angespannt ist, zeigt sich an den öffentlichen Aussagen. Während Kwasniok dem SC Paderborn eine Lüge darüber unterstellte, dass Köln noch kein Angebot abgegeben habe, fand SCP-Coach Ralf Kettemann es sehr kritisch, dass Kwasniok mit seiner ersten Obermair-Aussage die Ostwestfalen „in die moralische Peitsche mit reinnimmt und sagt, dass es schön wäre, wenn der SC Paderborn dem Spieler das ermöglicht“.
Es bleibt daher unklar, ob bis zur Transfer-Deadline noch ein Übereinkommen für einen Wechsel erzielt werden kann. Obermair wirkt dabei wie die Wunschlösung von Kwasniok, der den Spieler sehr schätzt. Ob der 29-Jährige auch Thomas Kesslers Plan A ist oder von Beginn an war, darf bezweifelt werden. So sollen die Geißböcke schließlich in dieser Transferperiode schon sehr an Derrick Köhn, der stattdessen zu Union Berlin ging, und Aaron Zehnter, der sich für Wolfsburg entschied, interessiert gewesen sein. Nun möchte der Sportdirektor anscheinend stattdessen seinem Coach die Wunschlösung erfüllen. Der würde damit einen Profi bekommen, bei dem der Trainer genau weiß, wie er einzusetzen ist und was die Stärken und Schwächen sind.
Wie lange kann Kessler pokern?
Aber Kessler kann nicht nicht ewig darauf spekulieren, noch eine Einigung zu finden. Die Ostwestfalen wollen ihren Leistungsträger offensichtlich nur äußerst ungern verlieren. Darum könnte es für den FC sinnvoll sein, sich jetzt schon mehr mit Alternativen zu beschäftigen. Denn dass die Kölner auf der linken Schiene Bedarf haben, ist wie schon beschrieben eindeutig. Wenn die Geißböcke jetzt nur auf eine Einigung beim Obermair-Deal setzen, drohen sie am Ende leer auszugehen, denn die Zeit läuft ihnen so langsam davon. Sollte Kessler aber schon Alternativen vorbereiten, würde das gleichzeitig etwas den Druck aus den Verhandlungen mit dem SCP nehmen. Falls sich dann doch nochmal eine Gelegenheit in den Gesprächen mit Paderborn ergibt, kann der FC immer noch den Wechsel des 29-Jährigen forcieren. Und wenn nicht, hat man die alternative Lösung in der Hinterhand. Die Kölner dürfen sich nur nicht zu sehr auf Kwasnioks Wunschtransfer versteifen.
Am Sonntag war die Reserve der Geißböcke zu Gast bei den Sportfreunden Lotte. Die Mannschaft von Evangelos Sbonias konnte erneut trotz eines zwischenzeitlichen Ausgleichs keine Punkte mit nach Hause nehmen: Die U21 des 1. FC Köln verliert 1:2 gegen die Sportfreunde Lotte.
Trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers von Malek El Mala konnte die Reserve der Geißböcke erneut nicht punkten: Die U21 des 1. FC Köln verliert 1:2 gegen die Sportfreunde Lotte.
Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln.
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Während die Profis mit einem glücklichen 1:0-Erfolg perfekt in die neue Bundesliga-Saison gestartet sind, läuft es beim Kölner Nachwuchs auch weiterrhin alles andere als rund. Die Mannschaft von Evangelos Sbonias kassierte am Sonntagnachmittag die dritte Niederlage in Serie. Mit nunmehr einem Sieg aus fünf Spielen belegt die U21 des FC den letzten Platz der Regionalliga West. Gegen die Sportfreunde Lotte hatte sich die Sbonias-Elf eigentlich viel vorgenommen. Allerdings übernahm der Gastgeber von Beginn an die Initiative, war das bessere Team und belohnte sich schließlich auch. Luca Horn erzielte Mitte der ersten Halbzeit die verdiente Führung. Mit der Führung im Rücken dominierten die Sportfreunde auch weiterhin das Geschehen und hätten das ergebnis frühzeitig in die Höhe schrauben können. FC-Keeper Luis Hauer verhinderte einen höheren Rückstand.
El Mala Treffer reicht nicht
Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Lotte war dem zweiten Treffer deutlich näher als die Kölner dem Ausgleich. So fiel das 1:1 tatsächlich aus dem Nichts. Nach einem Zuspiel von Arda Süne setzte sich Malek El Mala gefühlt gegen die komplette gegnerische Hintermannschaft durch und schob nach gut 70 Minuten überlegt zum Ausgleich ein. Die Freude währte aber nicht lange. Nur fünf Minuten später erzielte Leon Demaj nach einem Eckball den 2:1-Siegtreffer. Die Geißböcke warten somit weiterhin auf den zweiten Saisonsieg. Die nächste Chance dazu haben die Kölner am Montag in einer Woche. Dann spielt die mannschaft von Sbonias zu Hause gegen den Wuppertaler SV.
1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Dabrowski, Telle, Özkan – Kujovic, Dürholtz – Süne, Kristal, Yacobi – M. El Mala
In der 90. Minute trifft Marius Bülter für den FC und sichert der Mannschaft drei Punkte.Die Geißböcke gewinnen 1:0 gegen Mainz 05. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem Torschütze Marius Bülter: Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln in Mainz.
Nach einer intensiven Vorbereitung geht es für den FC nun endlich los. Am Sonntagnachmittag gastiert das Team von Trainer Lukas Kwasniok zum ersten Bundesliga-Spiel in Mainz. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05.
Mit dem Duell in Mainz starten die Kölner in das Unterfangen Bundesliga. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05.
Bo Henriksen hat Mainz neues Leben eingehaucht (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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Aktuelle Form: Nachdem die Mainzer in der Vorbereitung keines ihrer sieben Spiele verloren hatten und dabei sogar sechs Siege einfahren konnten, starteten die 05er am vergangenen Montag mit dem Pokalspiel bei Dynamo Dresden in die neue Saison. Gegen den Zweitligisten tat sich der Conference-League-Teilnehmer ähnlich wie der FC in Regensburg schwer, setzte sich aber ebenfalls knapp durch (1:0). Am Donnerstagabend gab es dann eine bittere Niederlage in den Play-Offs zur Conference League unterlagen die 05er Trondheim nach einem Last-Minute-Gegentreffer 1:2, zeigten dabei aber eine ansprechende Leistung.
Abgang in Mainz
Schmerzhafter Abgang und dessen Nachfolger: Mit Jonathan Burkardt haben die Mainzer einen sehr schmerzhaften Abgang hingenommen. Der 25-Jährige, der im Sommer 2014 aus Darmstadt nach Mainz gewechselt war und seitdem diverse Jugendmannschaften durchlief, feierte in der Spielzeit 18/19 sein Debüt im Profiteam der 05er. Von da an gehörte er stets zur ersten Mannschaft und entwickelte sich kontinuierlich weiter. In der vergangenen Saison stellte der Stürmer mit 18 Treffern und drei Vorlagen seine persönliche Bestleistung auf. Damit hatte er einen großen Anteil daran, dass sich Mainz die Teilnahme am europäischen Wettbewerb sicherte.
Neuzugang und offene Entscheidung
Diese starke Saison blieb auch Eintracht Frankfurt nicht verborgen, die den Offensivspieler vor der Saison für 21 Millionen Euro fest verpflichteten. Als Ersatz für Burkardt nahmen die Mainzer Benedict Hollerbach von Union Berlin unter Vertrag. Für den ehemaligen Wiesbadener überwiesen die Rot-Weißen zehn Millionen Euro nach Berlin. Sowohl in Dresden als auch in Trondheim stand der 24-Jährige in der Startformation. Dabei zeigte sich der ehemalige Kölner Wunschspieler sehr bemüht, blieb jedoch noch ohne Torerfolg.
Unruhe um Weiper: In den vergangenen Tagen gab es in Mainz ein wenig Unruhe. Grund dafür war Stürmer Nelson Weiper, der in Mainz noch einen Vertrag bis 2026 besitzt. Mainz würde den Vertrag mit dem Stürmer gerne vorzeitig verlängern. Allerdings lässt sich Weiper bei seiner Entscheidung ein wenig Zeit. Aufgrund dessen haben die Verantwortlichen rund um Trainer Bo Henriksen den U21-Nationalspieler für die Partien in Dresden und Trondheim aus dem Kader gestrichen, damit er den Kopf freibekommen kann. Auch gegen den FC wird Weiper daher aller Voraussicht nach nicht im Kader stehen.
Trainer und Taktik
Formation: Trainer Henriksen lässt sein Team überwiegend im 3-4-3-System agieren. Dabei besteht die Dreierkette meist aus Dominik Kohr, Stefan Bell und Danny da Costa. Alle drei verfügen über eine gewisse körperliche Präsenz, können aber auch das Spiel von hinten heraus gestalten. Bei den beiden Schienenpositionen setzt der Däne auf zwei Akteure, die viel marschieren können und sich auch immer wieder in das eigene Angriffsspiel einschalten. Im zentralen Mittelfeld agiert Kaishu Sano als defensiver Sechser, während Amiri eher als Achter spielt und das Herzstück des Mainzer Spiels ist. In der Angriffsreihe setzt Henriksen nicht auf einen klassischen Neuner, sondern vielmehr auf drei spielstarke Akteure, die immer wieder ihre Positionen tauschen. Dadurch stellen die 05er den Gegner häufig vor neue Aufgaben. Beim Abwehrverhalten machen die Rheinhessen das Zentrum sehr eng und versuchen, den Gegner früh unter Druck zu setzen.
Lukas Kwasniok über Mainz: „Wir fahren als Underdog dahin, müssen uns aber auch nicht kleiner machen, als wir sind. Ich habe schon das Gefühl, dass uns Mainz zwei Jahre voraus ist. Mit dem Trainer haben sie mit dem extremen Pressing eine Identität auf dem Spielfeld. Sie können unglaublich viel laufen und marschieren. Die drei vorn laufen jeden Ball an und ziehen damit die komplette Mannschaft mit. Bei ihnen hat sich in Hinblick auf die Haltung ein gewisses Selbstverständnis entwickelt. Es wird eine Herkulesaufgabe.“
Bo Henriksen über den FC: „Köln spielt sehr guten Fußball. Sie sind sehr gut mit dem Ball, haben Selbstvertrauen und wollen Fußball spielen. Auch haben sie gute Spieler und eine gute Organisation auf dem Platz. Köln hat gegen Bergamo 4:0 gewonnen und sie auch hoch gepresst. Wir müssen es besser machen als Atalanta. Es wird ein offenes Spiel.“
Mögliche Aufstellung Mainz: Zentner – da Costa, Bell, Kohr – Caci, Amiri, Sano, Mwene – Nebel, J.-S. Lee – Hollerbach
Es fehlen: Niklas Tauer (nicht berücksichtigt) und Nelson Weiper (Versetzt zur U23)
Das Warten hat ein Ende: Das erste Bundesliga-Spiel unter Trainer Lukas Kwasniok steht an. Am Sonntagnachmittag geht es gegen den 1. FSV Mainz 05. Wen der Trainer aufstellen wird, ist noch offen. So könnte der 1. FC Köln spielen.
Die Wochen der Vorbereitung sind vorbei, jetzt geht es wieder los. Der FC startet mit der Begegnung gegen Mainz in die Saison. Trainer Lukas Kwasniok ließ sich im Bezug auf die Aufstellung noch nicht in die Karten gucken: So könnte der 1. FC Köln spielen.
Isak Johannesson dürfte gesetzt sein
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Dass Lukas Kwasniok seinen Kader noch verkleinern würde, hatte der Trainer schon mehrfach angedeutet. Dass Kwasniok allerdings vor den Deadline-Day am 1. September eine finale Entscheidung treffen würde, hatte am Donnerstag dann doch überrascht und wurde an Freitag bereits umgesetzt. Dementsprechend waren Imad Rondic, Leart Pacarada und Jakob Christensen für das Mainz-Spiel schon kein Thema mehr. Nach den Eindrücken der Vorbereitung sowie der Nominierung in der Vorwoche für Regensburg war die Personalentscheidung alles andere als eine Überraschung. Doch auch für den Bundesliga-Start musste der Kölner Coach unliebsame Entscheidungen treffen, schließlich darf der Coach nur 18 Feldspieler für die Begegnung nominieren. So bleiben Dominique Heintz und Julian Pauli auch dieses Mal zu Hause. Zudem verletzte sich Linton Maina und wird also ebenfalls fehlen.
Kwasniok muss seine Startelf umbauen
Durch den Ausfall wird es also definitiv eine Startelf-Veränderung geben müssen. Für Maina wird mit großer Wahrscheinlichkeit Kristoffer Lund starten. Der gelernte Linksverteidiger hatte in der Vorbereitung überzeugt und sollte daher eine Option für die Startelf sein. Aber auch darüber hinaus könnte es weitere Veränderungen geben. Zwar betonte Kwasniok in der Pressekonferenz am Freitag, dass die Eindrücke aus dem Regensburg-Spiel eher wenig Einfluss auf die Aufstellung hätten, allerdings wird der 43-Jährige auch nicht müde, zu betonen, dass er keine Stammelf habe, vielmehr routieren wolle, seine Mannschaft jeweils auf den Gegner anpassen werde. Und es ist wahrlich nicht zu erwarten, dass Conference-League-Teilnehmer Mainz ähnlich aufspielen wird wie Drittligist Regensburg.
Gut möglich, dass Rav van den Berg an Sonntag zu seinem ersten Einsatz für den 1. FC Köln kommt. Dann würde Cenk Özkacar ein Platz auf der Bank drohen, denn der Kölner Coach hatte bereits gesagt, dass die beiden Innenverteidiger wohl eher nicht gemeinsam auflaufen werden. Auch in der Offensive könnte es zu Veränderungen kommen. So sorgte Jan Thielmann gegen Regensburg nach seiner Einwechslung für ordentlich Bewegung und wurde vom Kölner Trainer am Freitag nochmal explizit gelobt. In der Sturmspitzen wäre Ragnar Ache sicherlich eine Option, denn auch der Zielstürmer veränderte die Spieldynamik gegen den Jahn.
Mit bislang zehn neuen Spielern starten die Kölner am Sonntag in die Bundesliga-Spielzeit. Die Transfers haben bereits eine gewisse Euphorie entfacht, dabei ist noch um keinen Punkt gespielt. Ist der 1. FC Köln schon bereit für die Bundesliga?
Von der Aufstiegsmannschaft der Geißböcke sind nur wenige Stützen geblieben, zahlreiche Neuverpflichtungen drängen in die erste Elf. Der neue Coach, vor allem aber Sportdirektor Thomas Kessler haben die Euphorie rund um den FC entfacht. Aber reicht das? Ist der 1. FC Köln schon bereit für die Bundesliga?
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Die Bilanz kann sich sehen lassen. Mehr als 20 Millionen Euro haben die FC-Bosse in neue Spieler investiert. Zehn Akteure wurde in diesem Sommer neu verpflichtet. Wiederum sechs von ihnen standen am Sonntag im Pokalspiel gegen Regensburg in der Anfangsformation, weitere zwei wurden eingewechselt. Einzig Rav van den Berg und Tom Krauß saßen im Jahnstadion 90 Minuten auf der Bank, beide gehören aber ganz sicher zum erweiterten Kreis einer möglichen Startelf. Kölns Trainer Lukas Kwasniok wird bekanntlich nicht müde, zu betonen, dass es bei ihm keine klassische Stammelf gibt, vielmehr einen Pool an Spielern, die für die Anfangsformation in Betracht kommen. Bis auf Ron-Robert Zieler, der zweifelsfrei auch das Zeug dazu hätte, dürften eben alle Neuzugänge zu der illustren Runde gehören.
Zweithöchste Investition der Vereinsgeschichte
Zweifelsohne haben die Kölner ein neues Gesicht verpasst bekommen. Einige Stammspieler der Vorsaison müssen sich sogar Gedanken um ihre Zukunft machen. Zumindest standen sie gegen Regensburg bekanntlich gar nicht erst im Kader, Kwasniok sprach ganz offen über Tendenzen für die Zukunft. Für die Investitionen und auch die Neuverpflichtungen wird Thomas Kessler aktuell von vielen Fans gefeiert. Kein Wunder, nach Jahren des Sparkurses hat der neue Sportdirektor ordentlich Geld in die Hand genommen – sogar mehr als erwartet. Inklusive der Ablöse für den Coach sind es an die 25 Millionen Euro und damit so viel wie seit Jahren nicht mehr, die zweithöchste Investition je. Doch bekanntlich schießt Geld keine Tore und die vergangenen Jahre haben beim FC ebenfalls gezeigt, dass nicht jeder Transfer auch eine sportliche Wende bedeutet.
Der Auftritt gegen Regensburg hat jedenfalls Fragen hinterlassen. 70 Minuten haben die Geißböcke alles andere als überzeugt. Die Hintermannschaft stand nicht immer sattelfest, in der Vorwärtsbewegung fehlte es dagegen lange an Ideen. Erst die Umstellung auf Viererkette, die insgesamt fünf Einwechslungen und wohl auch das drohende Pokal-Aus änderten die Spieldynamik. Dennoch ist man beim FC von den Sommertransfers absolut überzeugt. „Wir brauchten frisches Blut, eine höhere Qualität und einen höheren Konkurrenzkampf in der Mannschaft. Das war unser Auftrag“, sagte Thomas Kessler am Mittwochabend auf dem „Rheinischen Fußballgipfel“ der RP. Er sei „absolut zufrieden“, fügte der Sportdirektor an. Und die Neuverpflichtungen sind in der Tat vielversprechend. Ob sie aber eine höhere Qualität haben, wird sich zeigen müssen.
Sonntag bringt den ersten Schritt Richtung Wahrheit
Ein Garant für den Klassenerhalt oder sogar mehr sind die Transfers nämlich auch nicht. Für viele Spieler sind es bekanntlich die ersten Schritte in der Bundesliga, ob der Weg ins deutsche Oberhaus ein glücklicher sein wird, muss sich in den kommenden Wochen zeigen. Andere FC-Akteure hatten zumindest zuletzt ihre Probleme mit der Erstklassigkeit. Sonst hätten die abgebenden Vereine einem Abgang des jeweiligen Akteurs sicherlich nicht zugestimmt. So wirklich ist die Stärke des Kaders also noch nicht einzuschätzen. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Vorbereitungsspiele allesamt keine Gradmesser waren. Selbst das 4:0 gegen Atalanta Bergamo ist ganz sicher mit Vorsicht zu genießen.
Zudem waren die Transfers nach den zahlreichen Abgängen auch einfach nötig oder sie ermöglichten mindestens andere Schritte. Zwar liest sich der Kaderwert der Geißböcke auch nach den Transfers weiterhin wie der eines Abstiegskandidaten (Platz 15 mit rund 40 Millionen Euro Rückstand auf Union Berlin), doch entscheidet der am Ende nicht über die Punkte auf dem Platz. Dazu wird auch das Zusammenspiel der Mannschaft benötigt. Es muss sich zeigen, ob die neu zusammengewürfelte Mannschaft bereits über eine gewisse Eingespieltheit verfügt. Den ersten Schritt Richtung Wahrheit wird es dann am Sonntag geben. So oder so.
Am Sonntag startet auch für den FC die Saison in der Bundesliga. Es ist auch ein wenig die Reise ins Ungewisse. Zum Auftakt in die Spielzeit wagen die Mitarbeiter von come-on-fc einen Blick in die Zukunft: So fällt unsere Saisonprognose für den 1. FC Köln aus.
Auch wenn es den Kölner Fans immer wieder nachgesagt wird: So wirklich werden wohl die Wenigsten auf Europa hoffen. Die Meinungen zum Abschneiden des FC in der aktuellen Spielzeit kreisen eher in Sphären zwischen Mittelmaß bis Abstiegskandidat. Die Mitarbeiter von come-on-fc wagen ebenfalls einen Ausblick: So fällt unsere Saisonprognose für den 1. FC Köln aus.
Florian Kainz und Linton Maina überzeugten im ersten Testspiel
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Simon Hense: Der FC wird eine solide bis gute Saison spielen. Thomas Kessler hat für mich mit vielen Zugängen wie – um nur ein paar zu nennen – Sebastian Sebulonsen, Tom Krauß, Isak Johannesson oder Jakub Kaminski einen guten Job gemacht und die Qualität des Kaders deutlich gesteigert. Das war sehr wichtig nach dem nicht immer souveränen Aufstiegsjahr. Mit Lukas Kwasniok hat der Sportdirektor außerdem einen passenden Trainer verpflichtet, der für einen aktiven Spielstil steht, aber auch sehr gut darin ist, seine Mannschaft an den Gegner anzupassen. Außerdem gibt es mit dem HSV, Heidenheim, Werder Bremen, St. Pauli oder Union Berlin einige Mannschaften, die ich im Moment aus unterschiedlichen Gründen schwächer oder zumindest nicht besser als den FC sehe. Darum denke ich, dass es am Ende auf Platz 13 hinausläuft.
Einen kleinen Hot Take habe ich auch noch: Johannesson wird seine 17 Scorerpunkte aus der abgelaufenen Zweitligasaison auch in der Bundesliga bestätigen und damit einer der entscheidenden Kölner Spieler sein.
Hendrik Broschart: Anfang August schlug Fußball-Rentner Mark Uth vor dem Testspiel der Geißböcke gegen Arnheim royale Töne an. Uth erklärte damals den neuen Stürmer Marius Bülter kurzerhand zum „Königstransfer“. Dabei ist er bei einem Blick auf die Liste der Kölner Neuzugänge nur einer von vielen spannenden Kandidaten, für die es sich lohnt, die kommende Saison der Domstädter mit besonderem Augenmerk zu verfolgen.
Die Transfersperre, der schmerzliche Abstieg und auch die sportlich fragwürdigen Entscheidungen des ehemaligen Sportdirektors Christian Keller hatten die Geduld der Fans lange Zeit überstrapaziert. Damit ist nun Schluss: Das Transferkarussell drehte sich im Sommer so rasant wie selten zuvor am Geißbockheim. “Don Kess” hat in allen Mannschaftsteilen für frischen Wind gesorgt und den Kader in Spitze und Breite bundesligatauglich geformt. Welche der vielen neuen Spieler sich dabei als echter Glücksgriff erweisen, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Eine solche Aufbruchstimmung wie derzeit hat es beim FC lange nicht gegeben. Die Kölner gehen rundum erneuert in die Mission Klassenerhalt. Wenn es Lukas Kwasniok in seiner Premierensaison gelingt, die neu zusammengestellte Mannschaft zusammenzuhalten, sollte das Mindestziel erreichbar sein.
Cedrik Kaiser: Der 1. FC Köln ist wieder zurück in der Bundesliga. Wäre das nicht Grund genug zum Feiern, steht der FC dank Sparfuchs Dr. Christian Keller finanziell so gut da, wie vielleicht zuletzt in den 80er Jahren. Diesen Umstand nutzte Keller-Nachfolger Thomas Kessler in diesem Sommer aus, um einen Kaderumbruch hinzulegen, der absolut notwendig war. Reichen die Neuzugänge aus, um die Klasse zu halten? Ich habe da keine Zweifel. Ein Grund für mich: Lukas Kwasniok. Kein dogmatischer Sturkopf wie Steffen Baumgart, aber mit einem ebenso beneidenswerten Motivationstalent gesegnet. Kwasnioks erste Monate zeigen, dass er nicht zum 1. FC Köln gekommen ist, um eine Wohlfühloase aufzubauen, sondern der Erfolg des gesamten Teams über allem steht. Sollten die Schlüsselspieler Marvin Schwäbe, Rav van den Berg, Eric Martel, Isak Johannesson und Ragnar Ache performen, steht einem Platz zwischen 10 – 14 nichts im Wege.
Wenn Kwasniok es dann noch gelingen sollte, Spieler wie Jan Thielmann oder Luca Waldschmidt in die Spur zu bekommen, dann wird es einige Feste in Müngersdorf zu feiern geben. Eine Sorge habe ich aber: Sollte die neu formierte Abwehr sich nicht schnell einspielen, droht dem FC eine sehr schwierige Saison mit hartem Abstiegskampf und Kwasniok würde nicht auf dem FC-Wagen den Rosenmontagszug genießen können.
Außerdem wird die Vorstandswahl ein voller Erfolg und ein Zeichen für lebendige Demokratie bei einem Bundesligisten. Am Ende der Saison unterschreibt FC-Geschäftsführer Phillipp Türoff einen Deal mit der Stadt Hürth, ungenutztes Industrieareal für den Neubau des NLZs zu nutzen. Die U19 feiert den historischen Gewinn der Youth League, während tausende Kölnerinnen und Kölner die FC-Bubis durch halb Europa begleiten. Ach ja, in der Saison 26/27 heißt es dann wieder #effzehinternational. Diesmal geht es mit dem FC-Frauen auf die Reise.
Simon Bartsch: Der FC steht vor Saisonbeginn also einmal mehr vor einer Reise ins Ungewisse. Ein am Horizont noch nicht erkennbarer Zielhafen ist für die Kölner mittlerweile eher obligatorisch als neu. Und doch ist diese Spielzeit anders. Mit Lukas Kwasniok wurde wohl ganz bewusst einmal mehr ein Trainer verpflichtet, der Motivieren kann, der Euphorie entfacht, Spektakel verspricht. Das ist vor einigen Jahren schon mal gut gegangen. Auch, weil die Spieler vielleicht glaubten, besser zu sein, als sie am Ende es dann wirklich waren. Das Feuer ist dementsprechend auch schnell wieder erloschen, das Gebilde wie ein Kartenhaus zusammengestürzt. Nun ist die Marschroute wieder „Entertrainer“.
Die große Euphorie hat aber auch Thomas Kessler ausgelöst. Zehn Neuverpflichtungen und fast 25 Millionen Euro sind schon sehr beachtlich. Damit hat der neue Sportdirektor ein unerwartetes Statement gesetzt. Allerdings auch eins, das ein gewisses Risiko birgt. Denn die ganz große Bundesliga-Erfahrung kann der Großteil der neuen Spieler nicht vorweisen. Ein überragender Zweitliga-Spieler muss in der Bundesliga nicht zwingend zünden. Kann er aber und das macht eine Prognose so schwer. Zumal die Testspiele auch alles andere als Gradmesser waren. Weder das 2:2 gegen Fortuna Köln noch der 4:0-Erfolg über Atalanta Bergamo. Das 2:1 gegen Regensburg war hart erarbeitet und sicher nicht der Quell aller Vorfreude auf die Liga. Allerdings dürfte sich das Team noch in der Findungsphase befinden.
Unterm Strich gibt es in dieser Spielzeit sicher andere Teams, die nach aktuellem Transferstand größere Probleme haben dürften. Findet Kwasniok die richtigen taktischen Mittel im Rückwärtsgang, kann die Mannschaft sicherlich einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen.
Meine Hot Takes: Lukas Kwasniok wird auf dem Rosenmontagszug auf dem FC-Wagen Platz nehmen dürfen (Ja, als Trainer). Ragnar Ache wird zweistellig treffen und damit die lange Suche nach einem Modeste-Nachfolger endlich beenden. Isak Johannesson wird der Topscorer der Kölner. Und Said El Mala wird mit dem Kader für die Weltmeisterschaft 2026 in Verbindung gebracht – ABER ACHTUNG: primär von den FC-Fans!