Leihen, feste Verpflichtungen, hohe Summen: Das sind die Transfers des 1. FC Köln in der Übersicht

Sebastian Sebulonsen, Marius Bülter und Jakub Kaminski haben den FC im Sommer verstärkt
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Leihen, feste Verpflichtungen, hohe Summen: Das sind die Transfers des 1. FC Köln in der Übersicht

Elf Spieler hat der FC in diesem Sommer verpflichtet, knapp 25 Millionen Euro investiert. Doch wie gut verlief der Start eigentlich? Kosten, Vertragslänge, Optionen – come-on-fc.com gibt eine Transfer-Übersicht: Das sind die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln

Am Montag hat der 1. FC Köln mit Alessio Castro-Montes den elften und letzten Neuzugang des Sommers verpflichtet. Nun weiß Trainer Lukas Kwasniok genau, mit welchen Spielern er arbeiten kann und wie der Kader bis zum kommenden Winter aussehen wird. Während manche Neuverpflichtungen bereits unter Beweis stellten, wie wichtig sie für die Kölner im Laufe der Saison sein können, hatten andere bislang wenige Chancen, sich zu präsentieren. Transfer-Übersicht: Das sind die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.

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Ron-Robert Zieler: Der erfahrene Schlussmann und Weltmeister von 2014 wechselte zum Start der Vorbereitung von Hannover 96 ans Geißbockheim. Schnell war klar, dass Zieler hinter Marvin Schwäbe die klare Nummer zwei sein würde. Mit dieser Rolle scheint sich der Torwart anfreunden zu können. Überraschend kam die Entscheidung von Trainer Kwasniok, Zieler zum stellvertretenden Kapitän hinter Schwäbe zu machen. In der ersten Runde des DFB-Pokals in Regensburg durfte Zieler sogar im Tor stehen und machte seine Sache dabei sehr abgeklärt. Im Laufe der Saison dürfte der ehemalige Hannoveraner überwiegend auf der Bank sitzen. Allerdings gilt es als sicher, dass der 36-Jährige weiterhin im Pokal zum Einsatz kommen wird und damit auch in der zweiten Runde gegen den FC Bayern München zwischen den Pfosten steht.

Vertrag bis 2027 – Kolportierte Ablöse: 0,5 Millionen Euro

Positive Überraschungen in der Defensive

Sebastian Sebulonsen: Der Norweger war für viele FC-Fans ein unbeschriebenes Blatt. In seinen ersten drei Spielen, bei denen der 25-Jährige immer in der Startelf stand, zeigte der Außenspieler jedoch, was er dem FC geben kann. So brachte der Rechtsverteidiger eine Menge Offensivdrang ins Spiel, fiel durch seine enorme Laufstärke auf und hielt darüber hinaus seine Seite meist sauber. Im Duell mit Jusuf Gazibegovic hat Sebulonsen aktuell eindeutig die Nase vorne und wird in den kommenden Wochen wohl weiterhin gesetzt sein.

Vertrag bis 2028 – Kolportierte Ablöse: 2,5 Millionen Euro

Rav van den Berg: Der Niederländer stand angeblich lange Zeit auf der Liste von Sportdirektor Thomas Kessler. Am Ende setzte sich der FC gegen andere Konkurrenten durch und verpflichtete den Innenverteidiger für rund acht Millionen Euro. Nachdem der 21-Jährige in Regensburg und Mainz ohne Einsatz geblieben war, stellte ihn Kwasniok gegen Freiburg in die Startelf. Und van den Berg zahlte das Vertrauen mit einer guten Leistung zurück. Sollte der Verteidiger auch in den kommenden Wochen an diese Leistungen anknüpfen, dürfte er in der Innenverteidigung gesetzt sein.

Vertrag bis 2030 – Kolportierte Ablöse: 8 Millionen Euro

Unterschiedliche Voraussetzungen

Cenk Özkacar: Der Innenverteidiger kam nach seinem Startelf-Einsatz in Regensburg und einer Einwechslung in Mainz im Heimspiel gegen den SC Freiburg nicht zum Einsatz. Dies hatte jedoch nichts mit seiner Leistung, sondern mit dem enormen Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung zu tun. Als Timo Hübers ausgewechselt werden musste, setzte Kwasniok auf Joel Schmied. Daher macht aktuell alles den Anschein, dass der Türke in der Hierarchie Innenverteidiger Nummer vier ist.

Leihe bis 2026 – Kaufoption

Kristoffer Lund: Der Neuzugang stand in beiden Spielen der neuen Bundesligasaison in der Startformation. Dabei hielt Lund seine Seite sauber, schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein und legte wie sein Pendant Sebulonsen auf der anderen Seite ein großes Laufpensum ab. Nach dem Abgang von Leart Pacarada ist der 23-Jährige aktuell ohne wirkliche Konkurrenz. Vor dem ersten Ersatz Gazibegovic hat Lund klar die Nase vorn. Daher dürfte der Linksverteidiger auch in den nächsten Spielen zur ersten Elf gehören.

Leihe bis 2026 – Kaufoption

Tom Krauß: Die Leihgabe aus Mainz stand nach einer guten Vorbereitung im Pokal in Regensburg zwar im Kader, blieb dabei jedoch ohne Einsatz. In Mainz feierte Krauß dann seine Startelfpremiere, bei der der ehemalige Schalker eine solide Leistung zeigte. Gegen den SC Freiburg musste der 24-Jährige dann zunächst auf der Bank Platz nehmen und wurde in der 59. Spielminute eingewechselt. Der Mittelfeldspieler, der in der Vorbereitung meist als Verteidiger agierte, steht in einem enormen Konkurrenzkampf. Während im Mittelfeld Eric Martel und Isak Johannesson und in der Abwehr Rav van den Berg und Timo Hübers vor ihm stehen, kämpft der Rechtsfuß gegen Denis Huseinbasic, Cenk Özkacar und Joel Schmied um die dritte Position in einer Dreierkette oder die dritte Position im Mittelfeld bei einer Viererkette. Knüpft Krauß jedoch an seine Form aus der Vorbereitung an, dürfte er gute Chancen auf weitere Spiele haben.

Leihe bis 2026 – Kaufpflicht bei Klassenerhalt

Stammspieler

Isak Johannesson: Der Isländer gehört zu dem Kern, den man wohl als Stamm bezeichnen kann. Dabei agierte der Isländer bislang als Achter, der das Spiel des FC gestaltet und ankurbelt. Gegen Regensburg erzielte Johannesson auch sein erstes Tor für den FC und sorgte damit dafür, dass Köln in die zweite Runde des DFB-Pokals einzog. Was beim ehemaligen Düsseldorfer besonders auffällt, ist, dass er sehr mutig spielt und sich auch in engen Situationen durchsetzen kann.

Vertrag bis 2030 – Kolportierte Ablöse: 5,5 Millionen Euro

Jakub Kaminski: Der Neuzugang aus Wolfsburg gehört zu den Überraschungen der noch jungen Saison. Neben seinem Tempo zeichnet sich Kaminski durch seine hohe Arbeitsrate sowie die Quantität in seinen Aktionen aus. Bleibt der Offensivspieler in einer Situation hängen, probiert es der Rechtsfuß beim nächsten Mal erneut. Im Konkurrenzkampf auf der linken Außenbahn, die nach eigener Aussage auch die Lieblingsposition von ihm ist, hat die Leihgabe aus Wolfsburg aktuell die besten Karten und steht vor Linton Maina und Sais El Mala.

Leihe bis 2028 – Kaufoption

Marius Bülter: Der 32-Jährige gehörte in den ersten drei Pflichtspielen zur Startelf. Nachdem Bülter in Regensburg noch ziemlich blass geblieben war, änderte sich dies in der Liga. Sowohl mit seinem Siegtor in Mainz als auch mit seinem Treffer sowie den zwei Vorlagen gegen Freiburg hat der Offensivspieler einen großen Anteil daran, dass die Kölner mit zwei Siegen in die Bundesliga gestartet sind. Überdies zeichnet sich Bülter durch seinen enormen Einsatz und sein Pensum an intensiven Läufen aus. Das Zusammenspiel mit Jakub Kaminski und Jan Thielmann scheint bislang gut zu funktionieren. Daher dürfte der ehemalige Schalker aktuell und auch beim Auswärtsspiel in Wolfsburg vor Ragnar Ache stehen.

Vertrag bis 2027 – Kolportierte Ablöse: 1 Millionen Euro

Erster und letzter Transfer

Ragnar Ache: Der aus Lautern gekommene Angreifer dürfte sich seine ersten Spiele in Köln anders vorgestellt haben. In allen drei Pflichtspielen gehörte der 27-Jährige nicht zur Startelf und verbuchte lediglich drei Kurzeinsätze auf seinem Konto. Überdies wartet der Angreifer noch auf sein erstes Pflichtspieltor im Trikot des FC. Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass Ache mit seinen zwei Vorlagen in Regensburg bereits andeutete, wie er seiner Mannschaft weiterhelfen kann. Da Marius Bülter aktuell gut in Form zu sein scheint, dürfte Ache auch in den kommenden Spielen zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen.

Vertrag bis 2029 – Kolportierte Ablöse: 4,5 Millionen Euro

Alessio Castro-Montes: Der Belgier, der erst am Deadline Day verpflichtet wurde, kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenbahn eingesetzt werden. Dort hat der Mittelfeldspieler jedoch auch einiges an Konkurrenz. Für den Rechtsfuß dürfte es in den kommenden Wochen zunächst darum gehen, die Mannschaft sowie die Spielidee von Kwasniok kennenzulernen. Anschließend wird sich zeigen, ob Castro-Montes eine Verstärkung und Option für die erste Elf ist oder sich primär mit der Rolle des Ersatzspielers zufrieden geben muss.

Vertrag bis 2028 – Kolportierte Ablöse: 2 Millionen Euro


Ein Debüt, mehrere Torbeteiligungen und Drama in der Nachspielzeit: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln

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Ein Debüt, mehrere Torbeteiligungen und Drama in der Nachspielzeit: So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln

Nicht nur die FC-Profis gegen Freiburg waren am Wochenende torhungrig. Auch mehrere verliehene Kölner Profis kamen am Wochenende zu Treffern. So lief es für die Leihspieler des 1. FC Köln.

Erst vergangene Woche hat der FC mit Julian Pauli an Dynamo Dresden erneut ein Talent verliehen. Während der Innenverteidiger aber noch auf sein Debüt warten muss, schoss ein verliehener Kölner Spieler bei seinem Debüt direkt ein Tor. So lief es für die Leihspieler des 1. FC Köln

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Elias Bakatukanda: Das erste Mal in dieser Saison hatte der Innenverteidiger etwas zu feiern. Am 5. Spieltag holte Bakatukanda mit seinem Leihverein Blau-Weiß Linz den ersten Punkt der Spielzeit in der ersten österreichischen Liga. Überraschend gelang dem Verein ein 2:2 gegen den vorherigen Spitzenreiter FC Red Bull Salzburg. Wie in bisher allen Partien zuvor stand der 21-Jährige bei Linz in der Startelf und spielte durch. Das Talent sammelte also erneut wichtige Spielpraxis.

Pauli noch auf der Bank

Julian Pauli: Vergangene Woche wechselte das Kölner Eigengewächs auf Leihbasis zu Dynamo Dresden. Dort soll der 20-Jährige Spielpraxis in der zweiten Liga sammeln, um in Zukunft auch für den FC in der Bundesliga zu spielen. Beim ersten Spiel nach dem Wechsel saß der Innenverteidiger aber noch die gesamte Partie auf der Bank. Ohne ihn verlor Dresden knapp gegen Schalke 04 mit 0:1. Pauli muss sich nun in der Länderspielpause im Training für einen Platz in der Startelf empfehlen.

Rasmus Carstensen: Immer besser in Schwung kommt Rasmus Carstensen bei Aarhus GF. Das zweite Spiel in Folge stand der Rechtsverteidiger gegen FC Fredericia in der Startelf und konnte dabei drei Torbeteiligungen verzeichnen. Zuerst legte der Däne sowohl das 1:0 als auch das 2:0 seines Vereins auf. In der 75. Minute machte der 24-Jährige dann mit dem 3:0 endgültig den Deckel drauf. In der 80. Minute wurde er ausgewechselt, das Spiel ging 4:1 für Aarhus aus. Damit eroberte der Verein den dritten Platz.

Debüt und Tor für Potocnik

Jaka Potocnik: Die ersten Spiele in der Liga und im DFB-Pokal hatte der Stürmer noch wegen eines Muskelfaserrisses verpasst. Jetzt kam Potocnik aber am vierten Spieltag gegen Alemannia Aachen zu seinem Debüt für Rot-Weiss Essen. Der junge Slowene wurde in der 66. Minute eingewechselt und erzielte in der Nachspielzeit noch den Anschlusstreffer zum 2:3. Das erste Tor des 20-Jährigen fiel jedoch zu spät, es blieb bei dem Spielstand und der Niederlage für Essen. Trotzdem dürfte der Treffer dem Talent Aufschwung geben und eine Empfehlung für mehr sein.

Mansour Ouro-Tagba: Ebenfalls zu seinem ersten Einsatz bei seinem Leihverein VfB Stuttgart II kam Ouro-Tagba. Der Stürmer wurde in der 56. Minute eingewechselt. Bitter für den 20-Jährigen und seinem Verein: 1860 München schoss in der siebten Minute der Nachspielzeit noch den Treffer zum 1:1. Damit bleibt die Zweitvertretung des VfB Zehnter und verpasst den möglichen Sprung auf Rang Drei.

Chilohem Onuoha: Noch dramatischer war es bei Onuoha und dem SC Verl. Die Ostwestfalen machten in der 77. Minute das 2:0 gegen den MSV Duisburg und schienen alles im Griff zu haben. Doch der MSV drehte die Partie und schaffte in der zweiten Minute der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer zum 2:3. Der Kölner Leihspieler wurde in der 78. Minute eingewechselt, konnte die Aufholjagd der Duisburger aber nicht aufhalten.


Thomas Kesslers erste Transferphase ist eine vielversprechende

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Thomas Kesslers erste Transferphase ist eine vielversprechende

Elf neue Spieler, noch mehr Abgänge – Thomas Kessler hat auf dem Transfermarkt viel bewegt. Nicht alles hat geklappt, einige Neuverpflichtungen haben dagegen durchaus überrascht beim 1. FC Köln: Thomas Kessler hat vielversprechende Transfers getätigt.

Am Montagabend hat das Transferfenster für Deutschland geschlossen. Der FC kann keine Spieler mehr verpflichten (ausgenommen vertragslose Akteure) und keine mehr auf den geschlossenen Märkten abgeben. Wie erfolgreich die Transferphase war, wird sich erst frühestens im Winter zeigen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler hat vielversprechende Transfers getätigt.

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Als Thomas Kessler sich nach dem 4:1-Erfolg über den SC Freiburg am Sonntagabend den Fragen der Journalisten stellte, war dem neuen Sportdirektor weder eine besondere Erleichterung noch Genugtuung anzusehen. Kessler wirkte durchaus zufrieden, als er das Spiel mit sämtlichen Facetten einordnete, der 39-Jährige fand aber auch mahnende oder bremsende Worte zur Leistung des Teams. Dabei dürfte sich bei dem ehemaligen Kölner Keeper dann durchaus so etwas wie Zufriedenheit eingestellt haben. Denn am Sonntagabend ließ sich da durchaus ein Zwischenfazit seiner bisherigen Arbeit auf dem Feld ablesen. Zwar wird auch der Erfolg des Sportdirektors erst am Ende der Saison einzuordnen sein, doch das Duell gegen den SC Freiburg, spätestens aber der Abend nach dem Deadline Day waren gut 100 Tage nach seiner Ernennung zum dauerhaften Sportdirektor so etwas wie das Ende einer ersten Phase.

Mehr Handlungsspielraum durch bittere Abgänge

Als Kessler Anfang Mai den Job interimsmäßig von Christian Keller übernahm, war die Ernennung durchaus von Skepsis begleitet. Der FC stand vor dem Aufstieg in die Bundesliga. Und sowohl dieser als auch der Klassenverbleib bedeuteten wohl einen erheblichen personellen Umbruch, nur eben auf unterschiedlicher Ebene. Knapp vier Monate später ist dieser Umbruch vollzogen und er ist ganz sicher größer ausgefallen als von vielen Fans und Experten erwartet. Der Kölner Kader hat ein neues Gesicht bekommen. Elf Spieler hat Kessler in diesem Transfersommer verpflichtet. Said El Mala macht als eine Art Leih-Rückkehrer das Dutzend der neuen Akteure voll. Auf der Abgangsseite stehen insgesamt 16 Spieler, die in der vergangenen Spielzeit dem Profi-Kader angehört haben. Kessler macht keinen Hehl daraus, dass er von diesen gerne den ein oder anderen behalten hätte. Max Finkgräfe und Damion Downs sind sicherlich Eigengewächse, die dem FC weiter gut zu Gesicht gestanden hätten.

Auf der anderen Seite haben gerade diese beiden Abgänge dem Sportdirektor wohl deutlich mehr Spielraum bei der Kaderplanung gegeben, als zunächst geplant. Immerhin brachten die beiden Youngster dem FC zusammen zwischen 12 und 14 Millionen Euro ein, die zum Teil wieder in Neuzugänge investiert wurden. Auch so war es Kessler möglich mehr als 25 Millionen Euro in den Kader zu stecken. Erst einmal haben die Geißböcke in einer Transferphase mehr Geld in die Hand genommen. Das in der Spielzeit 2017/18 als die Verpflichtung von Jhon Cordoba alleine 17 Millionen kostete. Damals waren es rund 40 Millionen, die in neue Spieler flossen. 14 Millionen gab Köln damals für Jannes Horn und Jorge Meré aus, für Simon Terrode, Vincent Koziello und João Queirós noch einmal neun. Nicht alles Spieler schlugen damals bekanntlich ein.

Bislang ist der Eindruck ein guter

Dafür gibt es auch in dieser Spielzeit keine Garantie. Bislang kann man aber durchaus den Eindruck gewinnen, dass alle zwölf neuen Spieler das Zeug haben, auch in einer ersten Elf stehen zu können – vielleicht mit einer gewissen Vorsicht beim letzten Neuzugang, Alessio Castro-Montes, der noch nicht in Köln trainiert hat. Dagegen haben sechs, maximal sieben Spieler den FC verlassen, die zum erweiterten Kreis der Stammspieler gehört haben. Die Kölner haben sich also auch in der Breite massiv verstärkt. Nicht umsonst hat Lukas Kwasniok erklärt, es werde keine Stammelf geben. Der Plan, die Mannschaft dem jeweiligen Gegner anzupassen, scheint auf den ersten flüchtigen Blick ein passender. Selbst, wenn Akteure in Topform dann auch mal auf der Bank Platz nehmen.

Auch bei der Trainerwahl ist der erste Eindruck ein vielversprechender. Kwasniok wirkt in seiner taktischen Herangehensweise variabel, hat offenbar nicht umsonst den Ruf eines Taktikers. Allerdings ist es bei der Beurteilung des neuen Coachs selbst für ein Zwischenfazit nach zwei Spieltagen wohl noch ein wenig früh. Das gilt in Teilen auch bei Kessler. Fakt ist, dass nicht alles auf dem Transfermarkt geklappt hat. Gerade zu Beginn der Phase gab es einige Rückschläge, Spieler, die dem FC andere Clubs vorgezogen haben. Doch Kessler hatte immer einen Plan B – selbst bei Raphael Obermair, dessen Deal zuletzt geplatzt ist. Sicherlich ist nicht an allen gehandelten Namen etwas dran gewesen, sicherlich hat es Interesse an Spielern gegeben, die nicht auf dem Radar erschienen sind. Der Sportdirektor macht keinen Hehl daraus, dass es viele Gespräche gegeben habe.

Unterm Strich hat Kessler aber einen kompletten Kader auf die Beine gestellt. Jede Position ist doppelt besetzt, es gibt nach aktuellem Stand keine Vakanz. Keine Lösungen sind bis jetzt für Sargis Adamyan und Imad Rondic gefunden. Die beiden Akteure stehen ausgemustert weiterhin beim FC unter Vertrag. Bei Adamyan ging es zuletzt um eine Auflösung. Noch haben einige Märkte geöffnet, es kann noch etwas passieren. Der Kontrakt von Neo Telle wurde anscheinend ebenfalls nicht verlängert, eine Leihe innerhalb des Landes ist nicht mehr möglich. Der erste Eindruck ist dennoch ein guter. Die erste wirkliche Wahrheit wird man dann im Winter sehen können – zur nächsten Transferphase. Möglicherweise ist Kessler dann eine gewisse Erleichterung oder Genugtuung anzusehen.


Erst trifft El Mala, dann stechen die Joker: Kölner U21 stoppt Negativlauf

Malek El Mala und Fayssal Harchaoui vom 1. FC Köln
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Erst trifft El Mala, dann stechen die Joker: Kölner U21 stoppt Negativlauf

Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den Wuppertaler SV und hat ihren Negativlauf in der Regionalliga West gestoppt: Nach zuvor drei Niederlagen in Folge gewann die Reserve der Geißböcke am Montagabend gegen das Team von Sebastian Tyrala mit 3:2 (1:1). Die FC-Talente verließen dadurch das Tabellen-Ende und sprangen auf Rang elf.

Die Mannschaft von Evangelos Sbonias konnte ihren Negativlauf beenden: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den Wuppertaler SV.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur jüngsten 1:2-Niederlage in Lotte auf drei Positionen: Nicht gänzlich unerwartet stand Yannick Mausehund erstmals nach seiner monatelangen Verletzungspause in der Startelf. Zudem begannen Fayssal Harchaoui und Etienne Borie. Patrik Kristal fehlte dafür komplett im Aufgebot, Neo Telle und Nilas Yacobi rutschten auf die Ersatzbank. Bereits vor der Partie hatte Joao Pinto den Verein verlassen. Der eigentlich noch bis zum kommenden Sommer gültige Vertrag des portugiesischen Stürmers wurde vorzeitig zum 31. August 2025 aufgelöst. Wohin es Pinto zieht, ist derweil noch nicht bekannt.

Malek El Mala trifft

Beide Mannschaften tasteten sich derweil behutsam in die Partie. Die FC-Reserve hatte dabei zumindest gefühlt mehr Spielanteile, zwingende Torchancen sprangen aber nicht heraus. Entsprechend überraschend war es, dass die Gäste den ersten gefährlichen Torabschluss zu verzeichnen hatten. Levin Müller flankte auf Vincent Schaub, dessen Kopfball jedoch am Kölner Tor vorbeiflog (19.). Auf der anderen Seite prüfte Etienne Borie den Wuppertaler Schlussmann aus spitzem Winkel, doch Ngemba Luyambula behielt die Nerven und wehrte den Schuss ab (25.). Besser lief es wenig später: Arda Süne und Marvin Ajani zwangen den WSV mit einem starken Pressing auf dem rechten Flügel zu einem riskanten Fehlpass quer vor dem eigenen Sechzehner. Luca Dürholtz nahm die Kugel auf und legte direkt zu Malek El Mala ab. Der Stürmer legte den Ball mühelos am herausstürmenden WSV-Torwart vorbei ins Netz zum 1:0 (30.).

Die Führung währte jedoch nicht lange: Mikail Özkan kam gegen Daiki Kamo nicht in den Zweikampf. Der Wuppertaler zog aus über 20 Metern ab und traf links unten vom Schützen aus flach ins Eck (35.). Bis zur Pause passierte nichts mehr, aber der WSV wurde stärker. Die zweite Hälfte startete mit einem Knalleffekt für den FC. Arda Süne hatte bei einem Angriff das Auge für den mitgelaufenen Etienne Borie. Dieser nahm den Querpass auf, ließ einen Gegenspieler stehen und vollstreckte nach 38 Sekunden flach ins lange Eck zum 2:1 (46.). Das Spiel blieb jedoch offen. Vincent Schaub stocherte den Ball zwar ins Tor, spielte den Ball aber zuvor mit der Hand – der Treffer zählte nicht und der Wuppertaler Jubel endete abrupt (55.). Nach einer Flanke von Levin Müller tauchte der eingewechselte Amin Bouzraa jedoch unbedrängt am Fünfer auf und vollstreckte am kurzen Eck eiskalt zum 2:2 (67.).

Auftrieb für die kommenden Wochen

Der Ausgleich beflügelte die Gäste sichtlich, die Bergischen drängten fortan auf den Siegtreffer. Die beste Chance hatte jedoch der FC: Zunächst wurde ein Schuss von Luca Dürholtz noch vor der Torlinie abgewehrt und wenige Sekunden später parierte Luyambula gegen Luiz Labenz (80.). Doch der FC durfte doch noch jubeln, zweier Joker sei Dank: Nilas Yacobi eroberte den Ball stark gegen Jeremy Aydogan und bediente Safyan Toure, der in der Mitte zum 3:2 einschob (82.). Die U21 behielt damit endlich einmal die Nerven in der kritischen Phase und drehte die Partie nicht ganz unverdient sogar noch einmal zu ihren Gunsten. Das dürfte für die kommenden Wochen Auftrieb geben.

Angesichts der Länderspielpause absolviert die U21 bereits am Donnerstagabend (19:30 Uhr) auf dem Rasenplatz 7 am Geißbockheim ein Testspiel gegen den Mittelrheinligisten Siegburger SV. Dabei dürften insbesondere die Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz kommen. In der Regionalliga geht es am 13. September (14 Uhr) bei der U21 des VfL Bochum weiter. Die Begegnung wird, wie alle Heimspiele der VfL-Reserve, im Ruhrstadion an der Castroper Straße ausgetragen.

1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Dabrowski, Mausehund (62. Telle), Özkan – Kujovic, Harchaoui (69. Zimmermann)  – Süne (62. Toure), Dürholtz, Borie (69. Labenz)  – M. El Mala (74. Yacobi). Tore: 1:0 M. El Mala (30.), 1:1 Kamo (35.), 2:1 Borie (46.), 2:2 Bouzraa (67.), 3:2 Toure (82.). Zuschauer: 1820.


Kellerduell gegen Wuppertal: U21 vor richtungsweisendem Heimspiel

Die U21 des 1. FC Köln startet in die neue Saison
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Kellerduell gegen Wuppertal: U21 vor richtungsweisendem Heimspiel

Das Duell der Regionalliga West mutiert am Montagabend (19 Uhr) zum Keller-Duell: Die U21 des 1. FC Köln geht als Tabellen-Letzter in das Duell gegen den Wuppertaler SV. Die Bergischen stehen auf dem viertletzten Platz.

Den FC-Talenten droht bei einer vierten Pleite in Folge ein ungemütlicher Herbst. Die U21 des 1. FC Köln geht als Tabellen-Letzter in das Duell gegen den Wuppertaler SV.

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Die Ausbildung der eigenen Talente und das Heranführen der jungen Spieler an den Lizenz-Bereich – das ist die wichtigste Aufgabe, die Evangelos Sbonias als Trainer der U21 beim 1. FC Köln zu erfüllen habe. Dies betont der Coach seit seinem Amtsantritt gebetsmühlenartig. Gleichwohl, das weiß selbstverständlich auch der 42-Jährige, ist Fußball ein Ergebnissport. Und die Ausbildung der eigenen Spieler fällt leichter, wenn sich das Team in der Regionalliga West ohne Druck bewegen kann und somit weniger auf die Ergebnisse geachtet werden muss. Diese Vorzeichen haben sich in den vergangenen Wochen jedoch deutlich verschoben. Die U21 steht nach vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen auf dem letzten Platz.

Eine richtungsweisende Bedeutung

Dem Keller-Duell gegen den Viertletzten Wuppertaler SV kommt daher am Montagabend richtungsweisende Bedeutung zu. Bei einer weiteren Niederlage gegen die Bergischen droht den Kölner ein ungemütlicher Herbst. So würden sie sich damit doch bis auf weiteres in oder an der Abstiegszone bewegen. Die Ausbildung würde entsprechend erschwert, weil der Blick verstärkt auch auf die Ergebnisse gehen müsste. Viele Talente spielen ihr erstes Jahr im Senioren-Fußball und würden direkt zu Beginn mit dem erbarmungslosen sportlichen Druck konfrontiert.

Sbonias selbst blende den aktuellen Zwischenstand in der Liga jedoch aktuell noch aus: „Das ist in meiner Ansprache mit der Mannschaft und auch im Dialog nicht so das Thema. Es geht darum, wie wir die Leistungen auf dem Platz beeinflussen können, um dann Ergebnisse zu erzielen.“ Ferner betonte der Trainer: „Wir werden jetzt hier nicht anfangen, die Entwicklung der Spieler in den Hintergrund zu rücken, weil gerade die Ergebnisse nicht stimmen.“

Flutlicht-Duell

Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Verantwortlichen am Geißbockheim aktuell noch keineswegs in Unruhe verfallen dürften. Ein Szenario wie beim Bonner SC, der nach ebenfalls vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen den Aufstiegstrainer Sascha Glatzel entließ und Björn Mehnert engagierte, dürfte beim FC derzeit ausgeschlossen sein. Gleichwohl dürfte die sportliche Entwicklung in den kommenden Wochen nach diesem Fehlstart einen Einfluss darauf haben, wie es mit dem Trainer im kommenden Sommer weitergeht. Der Vertrag von Sbonias endet nach dieser Saison. Gelingt es dem Coach, seine extrem junge und bisweilen unerfahrene Mannschaft zurück in die Spur zu bringen, hat er für eine Vertragsverlängerung alle Argumente auf seiner Seite.

Das Heimspiel gegen Wuppertal, das wegen des Geißbock-Cups am Wochenende auf den Montagabend gelegt wurde, verspricht atmosphärisch derweil einiges: Da es kein Parallel-Spiel zu den FC-Profis ist, ist mit dem Besuch der aktiven Fanszene zu rechnen. Zudem wird der WSV erfahrungsgemäß von einem stimmgewaltigen Anhang begleitet. Die Rahmenbedingungen versprechen folglich unter Flutlicht einiges für das Duell.

Personalsituation

Der Kölner Trainer kann dabei fast auf den gesamten Kader zurückgreifen. Einzig Gabriel Miocevic und Youssoupha Niang fallen weiterhin verletzt aus. Ein Kandidat für die zuletzt löchrige Abwehr ist somit auch wieder Yannick Mausehund. Für den 19-Jährigen wäre der erste Startelf-Einsatz nach monatelanger Verletzungspause just gegen den Wuppertaler SV allerdings auch ein Sprung ins beinahe kalte Wasser, auch wenn Mausehund bisher bereits drei Kurzeinsätze als Joker in dieser Saison absolvierte.

Offen ist, ob Joao Pinto am Montagabend noch zum Kader der U21 zählen wird. Der portugiesische Angreifer hat aktuell keine Perspektive mehr am Geißbockheim und darf den Verein trotz eines noch bis 2026 gültigen Vertrags bei einem passenden Angebot vorzeitig verlassen.


Luca Waldschmidt trifft auf seine „wichtigste Station“

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Luca Waldschmidt trifft auf seine „wichtigste Station“

Luca Waldschmidt ist mittlerweile seit 2023 Profi der Geißböcke. Die Bilanz des Offensivspielers fällt insgesamt durchwachsen aus. So wie einst in Freiburg läuft es zumindest noch nicht beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt trifft nun auf seine „wichtigste Station“.

Luca Waldschmidt trifft am Wochenende auf das Team der Wiege seines Erfolgs. Beim SC Freiburg wurde der Stürmer des 1. FC Köln laut eigener Aussage „zum Bundesligaspieler“. Am Sonntag geht es in der Bundesliga aber um Punkte für den 1. FC Köln: Luca Waldschmidt trifft nun auf seine „wichtigste Station“.

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Es liefen bereits die letzten Minuten, als Luca Waldschmidt den Zauberfuß mal wieder auspackte. Gefühlvoll schlug der Offensivspieler eine Flanke Richtung langer Pfosten. Möglicherweise wäre die Kugel auch ohne Hilfe im Netz gelandet, aber Marius Bülter bekam noch eine Haarspitze daran, erzielte somit sein erstes Pflichtspieltor für den FC und dankte anschließend natürlich dem Vorlagengeber. „Es war eine super Flanke von Luca, viel musste ich nicht mehr machen und habe ich auch nicht gemacht. Ein großer Anteil am Tor gehört Luca“, sagte der Torschütze. Die Saison ist erst zwei Spiele alt und in gewisser Weise schon ein wenig ein Abbild der vergangenen Spielzeiten des Zauberfußes. Waldschmidt lässt seine unbestrittenen technischen Qualitäten immer wieder aufblitzen, es fehlt die nötige Konstanz.

In Freiburg wird Waldschmidt Nationalspieler

Im Sommer hatte der Offensivspieler angekündigt, sich einen Verbleib durchaus vorstellen zu können, wenn er denn auch weiterhin seine Einsatzzeit erhalte. Einen Stammplatz hat der ehemalige Nationalspieler aber auch nicht sicher, gerade weil die Konstanz fehlt. Ausgerechnet jetzt steht die Begegnung gegen jenen Club an, bei dem der 29-Jährige einst so richtig durchstartete. Während seiner Zeit im Breisgau avancierte der junge Waldschmidt zum Schlüsselspieler, war Leistungsträger beim SC und öffnete sich dadurch Türen zu renommierten Vereinen, vor allem aber zur deutschen Nationalmannschaft.

„In Freiburg bin ich erst zum Bundesligaspieler geworden. Bei den Vereinen davor hat es sich noch eher angefühlt wie ein Jugendspieler“, sagte Waldschmidt vor einigen Jahren dem „Kicker“. „Freiburg war meine wichtigste Station.“ In 56 Spielen kam er auf siebzehn Scorerpunkte und hinterließ im Breisgau eine beeindruckende Spur. So beeindruckend, das Europa lockte und Waldschmidt nahm an. Der Stürmer wechselte zu Benfica mit emotionalen Worten. „Ich habe mir die Entscheidung zu gehen wirklich nicht leicht gemacht, weil ich weiß, was ich am SC Freiburg hatte. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir der Sport-Club entgegengebracht hat“, sagte Waldschmidt damals.

Wiedersehen mit dem SC Freiburg

Der Wechsel zu Benfica Lissabon im Sommer 2020 markierte in gewisser Weise den Wendepunkt. An die starken Leistungen konnte Waldschmidt nicht mehr ganz anknüpfen. Während der SC Freiburg nach seinem Abgang das DFB-Pokalfinale 21/22 erreichte, stand der Offensivspieler aufgrund der Stürmerflut in Lissabon bereits schnell wieder auf der Abschiedsliste.. Trotz einer Freigabeklausel von 88 Millionen Euro wechselte der Stürmer für zwölf Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Es folgte eine durchwachsene Zeit bei den Niedersachsen und schließlich die Leihe nach Köln. Auch dort steht eine Achterbahn der Gefühle. Von der Nationalmannschaft ist Waldschmidt mittlerweile meilenweit entfernt. Am Sonntag gibt es immerhin ein Wiedersehen mit dem SC Freiburg.


Das erwartet den FC gegen Freiburg: Lauffreude und stark in der Luft

Yuito Suzuki vom SC Freiburg
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Das erwartet den FC gegen Freiburg: Lauffreude und stark in der Luft

Nach dem Saisonstart in Mainz steht für den FC nun das erste Heimspiel an. Am Sonntagabend empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den SCF. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den SC Freiburg.

Mit dem Duell gegen die Breisgauer geht es für die Geißböcke am Sonntag gegen einen Europa-League-Teilnehmer. Das Team von Julian Schuster schloss die vergangene Saison auf dem fünften Tabellenplatz ab. Das erwartet den 1. FC Köln gegen den SC Freiburg.

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Form: Nachdem die Freiburger in der Vorbereitung drei Siege und drei Unentschieden einfuhren, startete der SCF mit dem Pokalspiel in Lotte in die neue Spielzeit. Gegen den Viertligisten waren die Freiburger die deutlich überlegene Mannschaft und erreichten mit einem 2:0-Erfolg souverän die zweite Runde des DFB-Pokals. Am vergangenen Wochenende empfing Freiburg dann zum Start in die neue Bundesligasaison den FC Augsburg. Diesen Start stellte sich der Europa-League-Teilnehmer jedoch anders vor. Bereits zur Halbzeit führte Augsburg mit 3:0. Nach dem Seitenwechsel erzielte Vincenzo Grifo per Strafstoß nur noch das 1:3.

Schmerzhafte Abgänge

Viel Bewegung auf dem Transfermarkt: Insgesamt verließen sieben Profis den Sportclub. Die beiden schmerzhaftesten Abgänge sind Ritsu Doan und Killian Sidillia. Während Doan für 21 Millionen zu Eintracht Frankfurt ging, wechselte Sidillia für knapp sechs Millionen Euro zur PSV Eindhoven. Um den Kader für die kommende Dreifachbelastung zu rüsten, waren die Verantwortlichen auch auf der Zugangsseite sehr aktiv. So verpflichteten die Freiburger mit Igor Matanovic, Phillip Treu, Anthony Jung, Derry Scherhant, Yuito Suzuki und Cyriaque Irie sechs Profis, die die Mannschaft sowohl quantitativ als auch qualitativ verstärken.

Besonders spannend ist die Verpflichtung von Igor Matanovic. Der Stürmer stellte in seiner Zeit beim KSC unter Beweis, dass er weiß, wo das Tor steht. In der vergangenen Spielzeit konnte er dies jedoch nicht bestätigen, da er zum einen immer wieder kleine gesundheitliche Probleme und zum anderen eine enorme Konkurrenz hatte. Knüpft Matanovic an seine Zeit in Karlsruhe an, dürfen sich die Freiburger auf einen richtigen Torjäger freuen.

Das erwartet den 1. FC Köln gegen den SC Freiburg

Ballbesitz: Im Heimspiel gegen den FC Augsburg hatten die Freiburger 59 % Ballbesitz. Gemeinsam mit dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen, die ebenfalls 59 % Ballbesitz aufweisen, steht Freiburg in dieser Statistik auf dem zweiten Rang. Lediglich der VfB Stuttgart hatte beim Spiel bei Union Berlin mit 68 % mehr Ballbesitz.

Lauffreudig: Wie bereits in der vergangenen Saison zeigten sich die Breisgauer auch im ersten Spiel der neuen Saison sehr lauffreudig. Mit 124,5 km liefen die Jungs von Trainer Julian Schuster mehr als fast jeder andere Bundesligist. Nur der FC Bayern spulte mit 125,4 km mehr Kilometer ab.

Stark in der Luft: Mit 29 gewonnenen Kopfballduellen gewannen die Freiburger zum Start der Bundesligasaison hinter Mainz 05 (34) die zweitmeisten Zweikämpfe in der Luft.

Taktik und Trainer

Formation: Trainer Julian Schuster lässt seine Mannschaft überwiegend in einem 4-2-3-1-System auflaufen. Dabei setzt er in der Abwehr mit Christian Günter, Phillip Lienhart, Matthias Ginter und Lukas Kübler auf reichlich Erfahrung und Robustheit. Auf den beiden Sechserpositionen agiert meist ein Spieler, der als Abräumer vor der eigenen Defensive agiert, und ein Profi, der das Spiel nach vorn mitgestaltet und auch als eine Art Ballschlepper spielt. In der offensiven Dreierreihe bietet der SCF eine gewisse Schnelligkeit, Flexibilität, aber auch Cleverness. Die drei Profis genießen unter Schuster einige Freiheiten und wechseln in ihren Positionen immer wieder durch. Der Stürmer muss bei Freiburg zum einen mitspielen und zum anderen auch Bälle für die Mannschaftskollegen festmachen können. Im eigenen Spiel setzt Freiburg auf einen Kombinationsfußball, der insbesondere von der Intensität und der Einsatzbereitschaft der Breisgauer abhängt. In der Abwehr versucht der SCF, das Spielfeld kleinzuhalten und dem Gegner so wenig Platz wie möglich bereitzustellen.

Eine weitere Stärke der Freiburger liegt in den Standards. Hier haben sie mit Grifo einen echten Experten, der aus jeder Situation für Gefahr sorgen kann.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok über Freiburg: Die Freiburger zeichnet natürlich eine extrem gute Arbeit über die vergangenen Jahre aus. Sie werden den Abgang von Doan kompensieren können. Sie haben schon gute Transfers getätigt und sind schon lange nicht mehr der kleine Verein, von dem immer wieder gesprochen wird. Freiburg ist eine Mannschaft, die in sich gewachsen ist und sich durch Aktivität, Intensität und eine hohe Gefahr bei Standards auszeichnet. Es wird logischerweise ein schwerer Fight werden.

Julian Schuster über Köln: Wenn man jetzt die Spiele gesehen hat, den Verein kennt, dann das erste Heimspiel wieder im Oberhaus nach einer gewissen Zeit, was da in der Stadt los ist, das kann man sich auch in Freiburg vorstellen. Dazu ein neuer Trainer, viel Energie. Die gilt es, anzunehmen und sich dann auch zu wehren.

Aufstellung: Atubolu – Günter, Lienhart, Ginter, Kübler – Osterhage, Eggestein – Grifo, Suzuki, Dinkci – Höler

Es fehlen: Niklas Beste (muskuläre Probleme), Daniel-Kofi Kyereh (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Maximilian Philipp (nicht berücksichtigt), Max Rosenfelder (Aufbautraining nach Muskelverletzung) und Noah Weißhaupt (nicht berücksichtigt).


Wer schafft es in die erste Elf? So könnte der 1. FC Köln spielen

Lukas Kwasniok musste unliebsame Entscheidungen treffen
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Wer schafft es in die erste Elf? So könnte der 1. FC Köln spielen

Nach dem Liga-Auftakt vor einer Woche steht für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke das erste Heimspiel der Saison an. Wer am Sonntag gegen den SC Freiburg in der Startelf steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln spielen.

Für Lukas Kwasniok ist die Partie gegen den SC Freiburg das Heimdebüt in der Bundesliga. Ob am Sonntag auch einige Spieler das erste Mal im RheinEnergieSTADION auflaufen werden, bleibt noch abzuwarten: So könnte der 1. FC Köln spielen.

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Mit Ragnar Ache, Linton Maina und Florian Kainz hatten drei FC-Spieler in den vergangen Tagen nicht voll mitwirken können. Daher war zu Wochenbeginn und -mitte noch fraglich, ob sie für das erste Bundesliga-Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg zur Verfügung stehen würden. Doch Kwasniok gab am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Entwarnung: „Sie haben heute alle mit trainiert. Sie werden grundsätzlich eine Option sein, wenn jetzt nichts dazwischen kommt.“ Trotzdem wird wohl wegen ihres Trainingsrückstands keiner der drei in der Startelf stehen. Eine Änderung könnte es jedoch links in der Dreierkette geben. Dort spielte in Mainz Tom Krauß, überzeugte seinen Trainer aber nicht vollends. Gut möglich, dass darum Cenk Özkacar eine Chance bekommt, sich zu beweisen. Bereits gegen Mainz war der Neuzugang für Krauß eingewechselt worden.

Debüt von van den Berg oder wieder Schmied?

Eventuell könnte auch Rav van den Berg zu seinem FC-Debüt kommen. So sei der Innenverteidiger laut Kwasniok schon „deutlich näher dran“, aber eben „für die nächsten Jahre und nicht die nächsten Tage oder Wochen“ verpflichtet worden. Daher dürfte eher Joel Schmied erneut den Vorzug bekommen. Und auch ansonsten gibt es nach dem Auftaktsieg in Mainz wenig Gründe für den Coach, zu wechseln. So sollten als Schienenspieler erneut Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen auflaufen, die ihren Job vor einer Woche ordentlich erledigten. Das Zentrum aus Eric Martel und Isak Johannesson wird wohl ebenfalls erneut starten, da sie schon recht eingespielt sind.

In der Offensive dürfte Jan Thielmann wieder den Vorzug vor Luca Waldschmidt bekommen. Zwar hatte Letzterer gegen Mainz mit seiner Vorlage für den Siegtreffer gesorgt, Thielmann ist aber defensiv stärker als der ehemalige deutsche Nationalspieler und hilft mehr im Pressing. Da außerdem Bülter nach seiner guten Leistung inklusive dem entscheidenden Tor gegen den FSV und Kaminski mit seinem ebenfalls auffälligen Auftritt gesetzt sein dürften, fehlt wohl der Platz im Sturm für Waldschmidt. Aber vielleicht zaubert der Trainer am Ende doch noch die eine oder andere Überraschung aus dem Hut.

So könnte der FC gegen Freiburg spielen

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Training des 1. FC Köln

Cenk Özkacar

Timo Hübers beim Testspiel des 1. FC Köln gegen den SC Verl

Timo Hübers

Joel Schmied im Testspiel gegen Fortuna Köln

Joel Schmied

Kristoffer Lund

Eric Martel im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Eric Martel

Isak Johannesson

Sebastian Sebulonsen beim Testspiel gegen Fortuna Köln

Sebastian Sebulonsen

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Jan Thielmann erzielte gegen Atalanta Bergamo einen Doppelpack

Jan Thielmann

Marius Bülter im Test gegen Vitesse Arnheim

Marius Bülter



Auf Pacarada folgt Pauli: Was die beiden Abgänge für den Kader des 1. FC Köln bedeuten

Leart Pacarada und Julian Pauli im Trikot des 1. FC Köln
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Auf Pacarada folgt Pauli: Was die beiden Abgänge für den Kader des 1. FC Köln bedeuten

Am Freitag soll wohl der Wechsel von Julian Pauli offiziell verkündet werden. Und das keine 24 Stunden nach dem Abgang von Leart Pacarada. Das Gesicht verändert sich weiter beim 1. FC Köln: Das bedeuten die Abgänge für den Kader.

In der vergangenen Spielzeit gehörten Leart Pacarada und Julian Pauli mindestens zum erweiterten Kreis der Stammkräfte. Auch wenn der Innenverteidiger Pauli lange verletzt ausfiel, hatten beide Spieler großen Anteil am Aufstieg der Geißböcke. Nun verlassen die Profis den FC. Das Profil wird ein anderes beim 1. FC Köln: Das bedeuten die Abgänge für den Kader.

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Am Ende ging es dann doch erstaunlich schnell. Noch am Mittwochvormittag gab es Anzeichen, dass sich ein möglicher Transfer von Leart Pacarada ziehen könnte. Zumindest zitierte die „Sport Bild“ den Berater, dass man an einer Lösung arbeite, aber der Kosovare durchaus in Köln bleiben könne. Nur wenige Stunden später wurde der Linksverteidiger mit dem 1. FC Heidenheim in Verbindung gebracht. Der Vollzug wurde am Donnerstag kommuniziert. Ähnlich schnell scheint es nun mit Julian Pauli zu gehen. Der Innenverteidiger soll am Freitag offiziell bei Dynamo Dresden vorgestellt werden. Es kommt also auf der Abgangsseite nun doch noch einmal zu ordentlich Bewegung bei den Geißböcken – allerdings zu keiner sonderlich überraschenden. Und zu keiner, die für unnötig Schnappatmung bei den FC-Bossen sorgen wird.

21 Feldspieler im Kader

Denn beide Abgänge waren von den Kölner Verantwortlichen fest eingeplant. Bei insgesamt neun Spielern, die sich auf der Position des Innenverteidigers mindestens wohlfühlen, war es nur folgerichtig, dass mindestens ein Akteur aus der letzten Reihe die Geißböcke noch verlässt. Denn eigentlich ist der Plan eine Doppelbesetzung jeder Position. Das aus dieser Maxime erzielbare Maximum von sechs Innenverteidigern ist nach wie vor übertroffen. Allerdings soll auch Neo Telle noch verliehen werden und in die Rechnung fließt auch der rekonvaleszente Luca Kilian ein. Pauli war wie ein weiterer Innenverteidiger Dominique Heintz zuletzt bekanntlich im Kader kein Thema mehr. Lukas Kwasniok peilt ohnehin einen Trainingskader mit 22 bis 24 Feldspielern an. Mit den Abgängen von Julian Pauli (der noch nicht offiziell ist) und Leart Pacarada sind es nun 21 – wenn die Youngster nicht, dafür aber Kilian mitgerechnet werden.

Ein Kaderplatz frei geworden?

Durch die Abgänge sollte also mindestens ein Platz im Kader frei geworden sein. Es müsste also kein weiterer Spieler den Verein verlassen, wenn ein weiterer Spieler kommt. Und das soll nach wie vor Raphael Obermair sein. Denn während der Abgang von Pauli ein der Kadergröße betreffend folgerichtiger ist, dürfte der Abschied von Pacarada den FC unter einen gewissen Zugzwang setzen. Es fehlt die Alternative zu Kristoffer Lund auf der linken Defensivseite. In den Trainingseinheiten unter der Woche spielte einmal mehr Linton Maina diese Position. Der Schienenspieler wurde bekanntlich auch in den vergangenen Wochen in dieser Rolle eingesetzt. Allerdings hat Maina seine Vorteile definitiv in der Vorwärtsbewegung. Gerade in den ersten Vorbereitungsspielen gab es das ein oder andere Problem im Stellungsspiel. Probleme, die der gebürtige Berliner durch seine Geschwindigkeit wieder wettmachen konnte.

Kwasniok hatte vor einer guten Woche noch betont, dass die Position des Linksverteidigers noch nicht doppelt besetzt sei. Ob es aber einen Plan B neben Obermair gibt, ist aktuell offen. Der Kapitän des SC Paderborn gilt als absolute Wunschlösung. Und das, obwohl auch Obermair kein gelernter Linksverteidiger ist, diese Rolle aber schon oft gespielt hat. Inklusive dem Deadline Day bleiben dem FC noch vier Tage, den gesuchten Spieler zu finden.