Lob für „smarten Move“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli
,

Lob für „smarten Move“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Mit dem 1:1-Unentschieden über St. Pauli hat der FC am Freitagabend einen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Torschütze Luca Waldschmidt und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli.

Für René Wagner war es das dritte Duell als Chefcoach an der Seitenlinie des 1. FC Köln. Und erneut fahren die Geißböcke Punkte ein. Nach dem Ausgleich per Elfmeter durch Luca Waldschmidt zum 1:1 kehrt der FC mit einem Zähler zurück an den Rhein.


„Smarter Move“

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli

Luca Waldschmidt

“Der Punkt ist sehr viel wert. Nach dem 0:1 hier zurückzuliegen, mit dem Stadion, das voll da war, ist es schwer, hier wieder ins Spiel zu kommen. Von daher sind wir sehr glücklich mit dem Punkt.“

Zu seinem verwandelten Elfmeter: „Ich bin ganz klar ran. Da habe ich gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir. Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen.“

“Said hatte direkt im Mittelfeld gefragt, ob ich ihn (den Elfmeter, Anm. der Red.) nehme. Ich habe ja gesagt und er hat gesagt ,Ist gut, mach ihn`. Im Sechtzehner wollte er aber glaube ich nochmal ein bisschen Verwirrung stiften, so dass der Torwart denkt, er schießt. Smarter Move. Mich hatte er schon gefragt, als der Schiri noch draußen war.“

Zum Lob von René Wagner: „René und ich sind in einem guten Austausch und gehen da offen miteinander um. Ich kenne ihn auch schon ein bisschen länger aus der Zeit mit Steffen Baumgart. Er macht es gut in der Ansprache mit der Mannschaft, kriegt uns gut gepackt, vermittelt die Inhalte gut und die kommen dann auch gut bei uns an. Es ist wichtig, wenn man das Vertrauen vom Trainer spürt, auch wenn man nicht direkt in der Startelf ist. Ich bin froh, dass das gut klappt und ich helfen kann.“

Zu Ragnar Ache und seiner Verletzung: „Ich habe leider noch nichts mitbekommen. Ich war noch nicht in der Kabine und er ist direkt rein. Ich hoffe, dass es nicht sehr schlimm ist.“


„So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal“

Entscheidender Faktor? Marvin Schwäbe ist der starke Rückhalt bei den Geißböcken

Marvin Schwäbe

„Man hat gerade am Ende gemerkt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Für uns war es enorm wichtig, dass wir die Distanz gewahrt haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben und bis zum Ende dran geglaubt und weiter nach vorne gespielt haben, um die fünf Punkte zu halten.“

Zum Elfmeterschützen: “Es kommt immer darauf an, wer sich gerade gut fühlt. Luca hat es in der Vergangenheit gut gemacht. Von daher ist es absolut in Ordnung. So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal. Die Jungs legen sich im Training die Bälle für die Elfmeter hin und probieren es. Luca ist enorm sicher. Vielleicht kommt es dann auch auf das bisschen Erfahrung an.

„Wenn man kurzfristig auf die Tabelle geschaut hat, sah es dann nicht gut aus.“

Zur Leistung gerade im zweiten Durchgang: „Ich kann es mir zum Teil selbst nicht erklären. Wir haben im letzten Drittel nicht die Lösungen gefunden.“


„Großen Respekt an Said“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Es war ein wilder Ritt für beide Mannschaften. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, mit Ball gefährlich zu werden. Wir haben zu viel die langen Bälle gespielt, das war eigentlich nicht der Plan. Dann haben wir es in der zweiten Halbzeit auch nicht geschafft, hinten rauszukommen. Dann wurde es schwer, dann kommen die Ecken rein und wir bekommen nach einem Standard das Gegentor. Dann zieht sich Pauli zurück, wir können mit Ball wieder Akzente setzen und kommen dann auch gefährlich in die Box rein, dann wird Kuba gefoult und bekommt den Elfmeter.“

Zum Elfmeter: „Es sah von außen recht klar aus. Die Jungs haben auch so reagiert, dass es einer war. Pauli hat dann auch nicht lamentiert. Es wirkte schon wie ein klarer Elfmeter und das Schiedsrichtergespann war sich auch recht sicher, das war eine gute Kommunikation. Ich bin froh, dass am Ende der VAR da war für uns.“

“Said hat Luca den Ball gegeben. Er wollte schießen, aber Luca war sich sicher und dann hat er den Ball abgegeben. Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann auch reingehauen hat.“

“Der Punkt war unfassbar wichtig. Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir zwei Punkte an St. Pauli ran, so sind wir fünf weg.“


„Wir haben den Abstand gehalten“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

“Es war ein sehr wichtiger Punkt für uns. Uns ist heute nicht alles gut gelungen, gerade mit Ball haben wir nicht immer gute Entscheidungen getroffen. Aber man muss sagen, die Atmosphäre war phantastisch. St. Pauli hat uns alles abverlangt. Es war ein sehr spannendes Spiel und es ist wichtig, mit einem Punkt nach Hause zu fahren.“

„Wir haben den Abstand gehalten. Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben.“

Zum Elfmeter von Luca Waldschmidt: „Es ist so, dass der Trainer sagt, der Junge, der sich am besten fühlt, soll sich den Ball nehmen. Das ist völlig normal. Said brennt für jedes Tor, für jedes Dribbling. Natürlich will er Tore schießen. In der Situation war es eine gute Entscheidung, Luca den Ball zu geben. Das war sehr wichtig.“

Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
,

Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Der FC hat die Vorentscheidung verpasst, einen heftigen Dämpfer aber gerade noch einmal verhindert. Der 1. FC Köln spielt 1:1 beim FC St. Pauli und hält damit die fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Es hätte die Vorentscheidung fallen können, es wurde der harte Rückschlag verhindert. Der FC kam beim FC St. Pauli nicht über ein 1:1 hinaus, erzielte den Ausgleich wenige Minuten vor Spielende. Luca Waldschmidt glich die Führung der Kiezkicker per Strafstoß aus.

Hendrik Broschart berichtet aus Hamburg

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

René Wagner hatte am Mittwoch bereits erklärt, dass es nach dem Bremen-Duell nicht unbedingt viele Gründe für die große Rotation geben würde. Und wie erwartet gab es tatsächlich nur eine Veränderung: Alessio Castro-Montes lief für Kristoffer Lund auf. Der FC legte relativ schnell den Vorwärtsgang ein. Zumindest kamen die Geißböcke zu den ersten Abschlüssen. Der Versuch von Jakub Kaminski wurde zur Ecke geblockt, aus der resultierte ein Schuss von Castro-Montes, der aber in Richtung Tribüne flog (5.). Keine 120 Sekunden später schickte Ragnar Ache Sturmpartner Said El Mala auf die Reise. Der Kölner Shootingstar setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, die Kugel aber weit über das Tor. Ähnlich sah es bei Mathias Pereira Lage beim ersten Versuch der Kiezkicker aus (9.). Die beste Chance der Anfangsphase gehörte ebenfalls dem Gastgeber. Eine Ecke wurde auf Andreas Hountondji verlängert, der am langen Pfosten offenbar zu überrascht war (11.), um den Ball über die Linie zu drücken. Anschließend flachte die Partie zunehmend ab.

Ache verletzt vom Platz

Erst nach einer knappen halben Stunde probierte es Eric Martel aus der Distanz, doch die Kugel wurde wieder geblockt (28.). Auf der anderen Seite waren es aber wieder die Kiezkicker, die gefährlich wurden. Nach einer scharfen Hereingabe drehte sich Hountondji in der Box um Cenk Özkacar und zog ab, aber Marvin Schwäbe parierte weltklasse (33.). Die Phase gehörte nun den Nordlichtern, der FC hatte Schwierigkeiten, sich zu befreien. Auch Lars Ritzka schloss ab, doch wieder war der Kölner Keeper zur Stelle (35.). Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel waren die Kölner über Jan Thielmann wieder da, doch gefährlich wurde der Angriff ebenfalls nicht (45.). Schon in der Pause nahm Wagner den ersten Wechsel vor, brachte Linton Maina für den schwachen Jan Thielmann. Für den ersten Aufreger nach dem Wechsel sorgte Jahmai Simpson-Pusey, der mit einem Rückpass Schwäbe in arge Bedrängnis brachte (48.). Nur drei Minuten später der nächste Kölner Schock: Kaminski schickte Ache auf die Reise, doch der Stürmer verletzte sich bei der Aktion und musste für Marius Bülter vom Platz.

Waldschmidt trifft vom Punkt

Der Angreifer fügte sich mit einer sensationellen Aktion ein. Allerdings im eigenen Strafraum, als er den Ball nach einem Kopfball von Tomoya Ando von der Linie kratzte. Zuvor hatte El Mala aus 18 Metern die Latte getroffen (53.). Der Gastgeber war deutlich besser im Spiel, setzte die Kölner in der eigenen Hälfte fest und belohnte sich. Nach einer Ecke legte Hauke Wahl den Ball zurück und Karol Mets nickte ungestört ein (69.). Für die Schlussphase brachte Wagner mit Luca Waldschmidt und Felipe Chávez noch zwei weitere frische Kräfte. Und das zahlte sich aus. Nach einem Foulspiel von Mets an Kaminski griff der VAR Christian Dingert ein und Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nachträglich auf Elfmeter. Waldschmidt erhielt von El Mala den Ball und traf zum 1:1 (86.). In den Schlussminuten lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, ein Tor fiel aber nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Bayer Leverkusen zu Gast in Köln.

1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes (70. Lund), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (79. Waldschmidt) – Martel, Johannesson (79. Chávez) – Kaminski, Thielmann (46. Maina) – El Mala, Ache (51. Bülter); Tor: 1:0 Mets (69.), 1:1 Waldschmidt (86.)


    Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

    Florian Kainz gegen St. Pauli
    ,

    Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

    Kaum hat der FC das erste Kapitel der Endspiele um den Klassenerhalt erfolgreich geschrieben, wird schon das nächste aufgeschlagen. Nach dem Sieg gegen Werder treten die Geißböcke bei St. Pauli an. Und ein Blick in die Bundesliga-Geschichtsbücher zeigt: Zum Saisonende gab es schon manches Mal entscheidende Duelle zwischen den Paulianern und dem 1. FC Köln: Erneut ein richtungsweisendes Spiel gegen St. Pauli.

    Mit 21 Siegen, sieben Unentschieden und vier Niederlagen ist die Pflichtspielbilanz des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli ziemlich positiv. In den häufig umkämpften Partien stand des Öfteren Abstiegskampf auf dem Programm – allerdings nicht immer.

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    Duelle um Meisterschaft und UEFA-Cup-Teilnahme

    Vor dem 34. Spieltag der Saison 1977/78 war für den 1. FC Köln alles angerichtet: Ein Sieg auf St. Pauli sollte doch zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft locker reichen. Zwar lag Borussia Mönchengladbach punktgleich hinter dem FC auf dem zweiten Tabellenplatz, hatte aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Klare Verhältnisse also? Denkste! Der Titel stand für den Effzeh plötzlich auf Messers Schneide: Die Elf vom Niederrhein zerlegte Borussia Dortmund mit 12:0 und war drauf und dran, den Geißböcken das Kölsch zu versalzen. Das schmeckte Köln-Coach Hennes Weisweiler freilich so gar nicht. Und weil ein knapper FC-Sieg am Millerntor unter diesen Umständen nicht mehr gereicht hätte, machte er seinen Profis weiter Dampf. Mit Erfolg: Die Kölner Mannschaft legte nach und dank eines 5:0-Auswärtssieges war der Meister-Braten am Ende dann doch gar.

    Weniger Erfolg hatten die Rheinländer bei ihrem Trip an die Elbe am 31. Spieltag der Saison 1990/91. Der 1. FC Köln lag als Tabellenfünfter klar auf UEFA-Cup-Kurs, als er bei den akut abstiegsbedrohten Kiez-Kickern baden ging. Die gewannen nämlich nach Toren von Jan Kocian und Dirk Zander 2:0. So wurde der FC am Ende nur Siebter und verpasste die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Allerdings schwammen auch St. Pauli trotz der Punkte gegen die Geißböcke am Ende die Felle davon: Man scheiterte in der Relegation an den Stuttgarter Kickers und stieg in die 2. Bundesliga ab.

    Von Abstiegsk(r)ampf und Aufstiegsfeiern

    Das Abstiegsgespenst geisterte in der Spielzeit 1995/96 auch durch die Domstadt, als im Müngersdorfer Stadion am 29. Spieltag der FC St. Pauli gastierte. Die Millerntor-Truppe hatte zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte mehr auf dem Konto als der 1. FC Köln, bei dem mit Bodo Illgner, Olaf Janßen und Toni Polster der Kult-Faktor auf dem Platz hoch war. In einer allerdings eher krampfigen statt kultigen Partie erlöste kurz vor Spielelende Holger Gaißmayer die Geißböcke mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg. Der Torschütze wurde ein paar Wochen später endgültig zum FC-Retter, weil sein Tor in Rostock den Klassenerhalt bedeutete. Der FC St. Pauli sicherte sich mit Platz 15 ebenfalls den Ligaverbleib.

    Für die Rettung reichte es bei beiden Vereinen in der Saison 2001/02 unterdessen nicht mehr. Am 31. Spieltag trafen sich die beiden Krisenclubs zum Kellerduell in Köln. Zwar schoss Ex-Pauli-Stürmer Mathias Scherz die Geißböcke in der Nachspielzeit zu einem 2:1-Erfolg, wodurch die Domstädter ihre Minimal-Chance auf den Klassenerhalt wahrten. Am Ende ging es für den FC aber zusammen mit den Paulianern runter in Liga Zwei.

    Und dort setzten die Teams nur ein Jahr später ihre brisanten Begegnungen kurz vor Saisonende einfach fort. Dabei behielt der EffZeh nach Toren von Carsten Cullmann und Francis Kioyo sowie einem Gegentreffer von Fabian Gerber zuhause erneut knapp die Oberhand. Der 2:1-Sieg führte am 30. Spieltag zur vorzeitigen Kölner Rückkehr ins Fußball-Oberhaus, während St. Pauli den bitteren Gang in die Regionalliga antreten musste.

    Die nun anstehende Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln steht einmal mehr im Zeichen des Abstiegskampfes. Ein wegweisendes Spiel allemal. Ob es auch wieder Stoff für die Fußball-Geschichtsbücher bietet, wird sich am Freitag zeigen.


    Zurück in die Anfangsformation? Alessio Castro-Montes drängt sich für St. Pauli auf

    Setzt zum Jubelsprung an: Alessio Castro-Montes
    ,

    Zurück in die Anfangsformation? Alessio Castro-Montes drängt sich für St. Pauli auf

    Im vergangenen Sommer sahen ihn einige Skeptiker als Notfallplan an, im Winter gehörte er zu den besten FC-Profis, bevor ihn eine Verletzung ausbremste. Nun könnte es das Startelf-Comeback geben beim 1. FC Köln: Alessio Castro-Montes drängt sich auf.

    Das Tor zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht, doch die Leistungen des Belgiers sind vielversprechend. Dabei deutete zu Saisonbeginn nicht viel darauf hin.

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    Im vergangenen Sommer war er einer der absoluten Wunschspieler. Lukas Kwasniok wollte seinen Wegbegleiter an den Rhein holen, der Spieler wollte zum FC wechseln, doch der SC Paderborn hatte andere Vorstellungen. Raphael Obermair galt als der Topkandidat für einen Lastminute-Wechsel am Deadline Day. Der Deal platzte, der Schienenspieler blieb bei den Ostwestfalen und Thomas Kessler zauberte Alessio Castro-Montes aus dem Hut, stattete den 28-Jährigen mit einem Dreijahres-Vertrag aus. Den belgischen Schienenspieler hatte zuvor niemand so recht auf dem Zettel. Rund zwei Millionen Euro sollen die Kölner für „Monti“ bezahlt haben. Doch so richtig wollte die Rechnung lange nicht aufgehen. Die Hinrunde war durchwachsen, Cstro-Montes spielte keine große Rolle.

    „Deswegen war ich nicht so enttäuscht“

    Erst im neuen Jahr steigerte sich der Schienenspieler, wurde mit drei Assists plötzlich zur festen Größe, bevor ihn eine Verletzung stoppte. Seit zwei Wochen ist der Belgier nun wieder fit. Gegen Bremen hätte der 28-Jährige beinahe seinen zweiten Treffer in Serie erzielt und zum zweiten Mal in Folge wenige Sekunden nach seiner Einwechselung. Nach einem starken Pass von Ragnar Ache war der Schienenspieler durch und schloss eiskalt gegen Mio Backhaus ab. Ein Tor, das den Kölnern ein wenig mehr Ruhe verschafft hätte. Ein Tor, das aufgrund einer Millimeter-Abseitsentscheidung nicht zählte. „Ich dachte von Anfang an, dass es Abseits war“, sagte Castro-Montes, der seine heraneilenden Mitspieler schon am ganz großen Jubel hinderte. „Deswegen war ich nicht so enttäuscht, dass das Tor nicht zählt.“

    Am Freitagabend könnte der Belgier eine der wenigen Veränderungen in der Anfangsformation sein. Castro-Montes wirkt deutlich stabiler als Kristoffer Lund, der zuletzt immer wieder in seinen Leistungen ein wenig wackelte – auch gerne in der Rückwärtsbewegung. Und so stellte Wagner dem 28-Jährigen einen Einsatz von Beginn an zumindest in Aussicht. „Er ist auf jeden Fall ein Stadtkandidat auch wenn wir über seine Fitness sprechen“, erklärte der Coach. Kein Wunder, technisch gehört Castro-Montes sicherlich zu den besseren Fußballern des Teams, ist meist präzise mit seinen Flanken – zumindest in diesem Jahr. Wagner erklärte, dass Lund ein junger Spieler sei, der immer weiter an sich arbeite, um in gewissen Situationen auch andere Lösungen zu finden. Dennoch dürfte Castro-Montes nach seinen guten Auftritten wieder zur Startelf gehören.

    Raphael Obermair darf sich indes weiter Hoffnungen auf die Bundesliga machen. Der 30-Jährige steht mit den Ostwestfalen aktuell auf Platz zwei der 2. Bundesliga,


    Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

    ,

    Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

    Showdown im Tabellenkeller: Der 1. FC Köln reist mit breiter Brust ans Millerntor und kann den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Denn während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga. 1. FC Köln: Ungleiche Verhältnisse gegen den FC St. Pauli.

    Während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga: Die wenigsten Torschüsse, der schwächste xGoals-Wert und nur 25 Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Doch trotz dieser eklatanten Offensivprobleme bleibt das Hinspiel als Warnung präsent: Nutzt Köln die Gunst der Stunde oder schlägt der Kiezklub erneut überraschend zu?

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    In der Theorie kann der 1. FC Köln im Kellerduell gegen den FC St Pauli den Klassenerhalt festzurren und (noch) Interimscoach René Wagner hätte die Geißböcke zum Erreichen des ausgerufenen Saisonziels getragen. Für diesen feierlichen Anlass erweckt die Reise ans Millerntor zu den “Boys in Brown” in erster Linie aus einem Grund Zuversicht, das Projekt Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Ende der regulären Saison abzuschließen.

    Denn Die Kiezkicker sind das Team mit den wenigsten Torschüssen (299), dem geringsten xGoals-Wert (28,3), den wenigsten Joker- (3) und Kontertoren (2). Nur 25 Treffer bejubelten die Hamburger in dieser Saison. Köln hingegen kommt in der gleichen Zeit auf 43 Treffer. Unter Wagner wiesen sie unlängst den höchsten xGoals-Wert aller Teams auf (3,0 in Frankfurt und sogar 4,4 gegen Bremen). Das ist nach dem Heimspiel gegen den HSV (4,6 am 9. Spieltag, 4:1) der zweit- und drittbeste Wert der Domstädter in dieser Saison.

    Bitteres Unentschieden- Schmerzhafte Erinnerungen an das Hinspiel

    Die Kräfteverhältnisse scheinen vorab also klar. Dennoch warnte Wagner im Pressegespräch davor, die Offensiv-Qualitäten der Kiezkicker zu unterschätzen: „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“.

    Das im Fußball trotz derlei eindeutiger Vorzeichen auf dem Platz doch alles passieren kann, zeigte das schmerzhafte Unentschieden im Hinspiel. Denn da reichte ein einziger Abschluss der Blessin-Elf, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach einer Hereingabe aus dem linken Halbfeld schraubte sich Paulis Ricky Jade Jones am höchsten in den Nachthimmel über Müngersdorf und erwischte die butterweiche Flanke mit seinem Hinterkopf. Marvin Schwäbe rutschte obendrein während der Parade unglücklich weg, der Ball landete im rechten unteren Eck zum 1:1-Endstand.

    Kann Wagner den Klassenerhalt klar machen?

    Von Jade Jones wird beim Rückspiel keine Gefahr ausgehen. Der Engländer, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat, fehlt St. Pauli mit einem Riss des Syndesmosebandes. Die ohnehin niedrigen Erwartungen an ein Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber werden durch die Gelbsperre ihres besten Vorbereiters, Joel Chima Fujita, zusätzlich gedämpft. Immerhin können sie auf ihren besten Scorer Daniel Sinani zurückgreifen. Neben drei Vorlagen hat der 71-fache luxemburgische Nationalspieler auch fünf Tore auf dem Konto. Drei dieser Treffer gelangen ihm im Jahr 2026.

    Trotz Sinani, trotz des unglücklichen Hinspiels und dank der herausragenden Fähigkeiten der Geißbock-Offensive werden die Domstädter mit Selbstvertrauen im Millerntorstadion auf den Rasen treten. Sollte Wagners Matchplan gegen die tief stehenden Gastgeber aufgehen, können die Kölner ein weiteres Jahr in der Beletage planen. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen der Kölner Trainer seiner Mannschaft für die wohl wichtigste Aufgabe der Saison mit auf den Weg gibt.


    Gibt es Rotationen? So könnte der FC bei St. Pauli spielen

    René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
    ,

    Gibt es Rotationen? So könnte der FC bei St. Pauli spielen

    Mit dem 3:1-Sieg gegen Werder Bremen hat der 1. FC Köln seine Sieglosserie von acht Spielen beendet und drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Mit dem Spiel beim FC St. Pauli steht für das Team von Trainer René Wagner gleich das nächste Duell gegen einen Tabellennachbarn an. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

    FC-Trainer René Wagner kann gegen St. Pauli fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die beiden Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers stehen dem 37-Jährigen weiterhin nicht zur Verfügung. Daher hat Wagner für das Spiel am Millerntor die Qual der Wahl und muss wieder harte Kaderentscheidungen treffen.

    Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


    Durch den Sieg gegen Bremen und die durchweg ordentlichen Leistungen besteht für den FC-Coach eigentlich kein Grund, groß zu rotieren. Allerdings gibt es ein paar wenige Positionen, wo sich doch etwas ändern könnte. Zwischen den Pfosten wird erneut Marvin Schwäbe starten. Vor dem Schlussmann haben sich Sebastian Sebulonsen rechts sowie Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Innenverteidigung festgespielt. Auf der Linksverteidigerposition durfte gegen Bremen erneut Kristoffer Lund ran. Der US-Amerikaner machte seine Sache ordentlich und ließ auch kaum etwas zu. Allerdings zeigte Alessio Castro-Montes, genau wie nach seiner Einwechslung in Frankfurt, auch einen guten Auftritt und könnte dadurch die Chance in der ersten Elf erhalten. Im zentralen Mittelfeld werden erneut Isak Johannesson als kreativer Part und Eric Martel als defensiverer Sechser starten.

    Fragezeichen in der Offensive?

    In der Offensive sind drei der vier freien Positionen klar. So wird Jakub Kaminski auf der linken Außenbahn beginnen. In der Spitze haben Said El Mala und Ragnar Ache die Nase deutlich vorn und untermauerten diesen Status gegen Bremen mit jeweils einem Tor sowie einer sehr auffälligen Partie. Auf der rechten Außenbahn hat Wagner zwei Optionen. So könnte wie gegen Bremen Jan Thielmann starten oder aber Linton Maina in die Startformation rutschen. Für Maina würde die noch höhere Geschwindigkeit sprechen, während Thielmann insbesondere durch seine Intensität und Arbeitsbereitschaft punktet. Zwischen den beiden scheint es ein Duell auf Augenhöhe zu sein, bei dem Wagner entscheiden muss, welches Profil er lieber auf dem Feld haben möchte.

    So könnte der FC gegen St. Pauli beginnen

    Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

    Marvin Schwäbe

    Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

    Alessio Castro-Montes

    Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

    Cenk Özkacar

    Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln

    Jahmai Simpson-Pusey

    Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

    Sebastian Sebulonsen

    Eric Martel vom 1. FC Köln

    Eric Martel

    Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

    Isak Johannesson

    Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

    Jakub Kaminski

    Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

    Said El Mala

    Linton Maina traf gegen die Bayern

    Linton Maina

    Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

    Ragnar Ache



    Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

    Die Kölner Spieler jubeln nach einem Tor gegen Bremen
    ,

    Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

    Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat sich die Ausgangssituation für den FC komplett verändert. Und die Geißböcke können am Freitag den nächsten Schritt gehen. Das Restprogramm des 1. FC Köln ist zudem eins der leichteren.

    Fünf Punkte und ein starkes Torverhältnis trennen den FC vom Relegationsrang. Das Polster ist gewachsen, die Ausgangslage hat sich deutlich verbessert. Und die restlichen fünf Spieltage sprechen auch für die Domstädter.

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    11. 1. FC Union Berlin 32 Punkte

    Form: Eigentlich wähnten sich die Eisernen schon auf der sicheren Seite. Doch nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 14 Spielen geistert das Abstiegsgespenst durch Köpenick. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine und entließen Steffen Baumgart. Nun soll Marie-Louise Eta das Ruder rumreißen. Das Polster zum Relegationsplatz ist mit acht Zählern bei fünf Spielen eigentlich ein großes.

    Restprogramm: Zumal in den kommenden Gegnern noch Punkte stecken. Union bekommt es von den Top-Teams nur noch mit RB Leipzig zu tun. Neben dem Spiel gegen den FC warten noch die Begegnungen gegen Mainz, Augsburg und am Samstag Wolfsburg. Sollten die Eisernen gegen den Tabellenvorletzten gewinnen, sollte der Klassenerhalt so gut wie sicher sein.

    Chancen: Angesichts des noch großen Polsters kam das Aus von Steffen Baumgart trotz der Negativbilanz recht überraschend. Bei fünf ausstehenden Spielen sollten maximal vier Punkte zum sichern Klassenerhalt reichen – vermutlich sogar weniger.

    12. Hamburger SV 31 Punkte

    Form: Nach einem kurzen Zwischensprint lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund für die Rothosen. In den vergangenen acht Spielen holte das Team von Merlin Polzin nur noch einen Sieg – den im direkten Duell gegen Wolfsburg. Mit 31 Zählern ist das Polster zur gefährlichen Zone aber groß.

    Restprogramm: Obwohl die Ausgangslage eine gute ist, ist der HSV alles andere als durch. Denn von den restlichen fünf Gegnern spielen mit Hoffenheim, Freiburg, Frankfurt und Leverkusen vier um den internationalen Wettbewerb, zum Teil sogar um die Königsklasse. Das fünfte Duell ist dann ausgerechnet das Derby gegen Bremen.

    Chancen: Zwar hat es auch der HSV in den eigenen Händen und ein großes Polster, allerdings könnte tatsächlich das Saisonfinale mit den Spielen gegen die Top-sechs-Teams noch zum Faktor werden. Der HSV rutscht noch einmal rein, die Klasse wird der Aufsteiger dennoch halten.

    13. 1. FC Köln 30 Punkte

    Form: Dem FC ist gegen Bremen der Befreiungsschlag gelungen. Nach acht sieglosen Spielen in Folge gab es wieder drei Zähler und damit hat sich die Serie ein wenig gewandelt – nun sind es vier Spiele ohne Niederlage. Und die Leistung gegen Bremen lässt auf mehr hoffen.

    Restprogramm: Schon am Freitag können die Kölner einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten vom Millerntor stünden die Geißböcke mit mindestens einem Bein auch in der kommenden Saison im Oberhaus. Mit Heidenheim trifft der FC noch auf das Tabellenschlusslicht. Allerdings geht es auch noch gegen den Tabellenführer sowie gegen Bayer Leverkusen und Union Berlin.

    Chancen: Durch den Erfolg über Werder hat sich die Situation für den FC deutlich verbessert. Fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie ein starkes Torverhältnis sind vielversprechend. Selbst wenn die Kölner am Freitag nicht gewinnen sollten, sollte die Qualität des Kaders für den Klassenerhalt ausreichen.

    14. Borussia Mönchengladbach 30 Punkte

    Form: Zwar haben die Fohlen von den jüngsten fünf Spielen nur eins verloren, aber eben auch nur eins gewonnen. Nach dem 0:1 gegen Leipzig befindet sich die Borussia wieder in der Abstiegs-Verlosung. Immerhin hat Mönchengladbach gegen die direkten Konkurrenz stets gepunktet.

    Restprogramm: Mit den Begegnungen gegen Dortmund und Hoffenheim warten noch zwei schwere Heimspiele. Zunächst empfängt die Borussia aber noch Mainz. Die beiden Auswärtspartien sind auf dem Papier lösbar. Es geht noch nach Wolfsburg und Augsburg.

    Chancen: Ähnlich wie beim Rivalen ist das Polster mit fünf Zählern groß und in den ausstehenden Spielen weitere Zähler möglich. Ähnlich wie beim Rivalen stehen die Chancen auf den Liga-Erhalt demnach auch gut.

    15. SV Werder Bremen 28 Punkte

    Form: Auf den wichtigen Sieg gegen Wolfsburg folgten zwei Niederlagen. Das zwischenzeitliche Formhoch scheint wieder abgefallen zu sein. Zumal Werder in Köln wahrlich nicht überzeugte und das unabhängig der Unterzahl. Tatsächlich wird Bremen noch reichlich zittern.

    Restprogramm: Denn von allen Kellerkindern steht der Mannschaft von Daniel Thioune das schwierigste Restprogramm bevor. Bremen trifft mit Stuttgart, Dortmund und Hoffenheim auf drei Teams aus der Top-sechs. An den letzten beiden Spieltagen stehen die Partie gegen die TSG und die Borussia an. Dazu gibt es am kommenden Spieltag noch das Derby gegen den HSV sowie das Heimspiel gegen Augsburg.

    Chancen: Ausgerechnet das Nordderby könnte am Wochenende zum Fingerzeig werden. Sollte Bremen die Partie verlieren, steigt der Druck noch einmal erheblich. Denn das dritte Nordlicht sitzt Werder im Nacken. Durch die drei Top-Teams im Restprogramm könnte es dann für Bremen noch einmal richtig eng werden.

    16. St. Pauli 26 Punkte

    Form: Seit mittlerweile fünf Spielen wartet St. Pauli auf einen Erfolg. Das 0:5 gegen die Bayern am vergangenen Wochenende war besonders schmerzhaft. In der Formtabelle belegen die Kiezkicker den vorletzten Platz. Gerade in der Offensive hapert es. Nur zwei Tore erzielten die Nordlichter in den vergangenen fünf Spielen – kein Team weniger.

    Restprogramm: Mit der Begegnung gegen den Rekordmeister ist die schwerste Aufgabe abgehakt. Von den vermeintlichen Top-Teams steht nun „nur“ noch Leipzig auf der Liste. Dagegen warten mit den Begegnungen gegen Köln, Heidenheim und Wolfsburg aber noch drei direkte Duelle auf St. Pauli. Zudem steht das Heimspiel gegen Mainz an.

    Chancen: Über eine lange Phase zeigte sich St. Pauli sehr stabil und auf einem guten Weg, die Abstiegsplätze zu verlassen. Zuletzt stimmten die Ergebnisse nicht mehr. Dennoch spricht das Restprogramm dafür, dass Pauli mindestens den Relegationsplatz halten kann. Am letzten Spieltag könnte es zum Endspiel mit Wolfsburg kommen.

    17. VfL Wolfsburg 21 Punkte

    Form: Dass ein Trainerwechsel nicht immer die erhoffte Wirkung hat, zeigt der VfL Wolfsburg. Mit Paul Simonis und Daniel Bauer wurden bereits zwei Coachs bei den Niedersachsen entlassen. Der Erfolg ist bislang überschaubar. In der Formtabelle belegen die Wölfe mit nur einem Pünktchen den letzten Platz, in der gesamten Rückrunde gab es noch keinen Sieg, erst drei Unentschieden. Den letzten Sieg feierte der VfL am 17. Spieltag gegen St. Pauli.

    Restprogramm: In den verbleibenden fünf Spielen stehen noch zwei gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte an – gegen Bayern und Freiburg. Die direkten Duelle gegen St. Pauli, Union Berlin und Gladbach werden bei vier Zählern Rückstand zum Relegationsplatz eigentlich zu Pflichtaufgaben.

    Chancen: Wolfsburg steuert dem ersten Abstieg der Vereins-Geschichte entgegen. Mittlerweile ist auch der Effekt des Trainerwechsels zu Dieter Hecking wirkungslos verpufft. Für die Wölfe wird es in dieser Spielzeit wohl sehr sehr eng. Die Entscheidung dürfte am letzten Spieltag fallen.

    18. 1. FC Heidenheim 19 Punkte

    Form: Eigentlich sah die Mannschaft von der Ostalb bereits wie der sichere Absteiger aus. Seit Anfang Dezember hatte das Team von Frank Schmitt keinen Dreier mehr eingefahren. Bis zum vergangenen Spieltag. Da gab es ein 3:1 gegen Union Berlin und damit ein kleiner Befreiungsschlag. Fünf Punkte holte Heidenheim aus den jüngsten drei Spielen und zumindest der Relegationsplatz scheint wieder möglich.

    Restprogramm: Dennoch spricht nicht viel für den Klassenerhalt der Heidenheimer. Ein kleiner Vorteil liegt im Saisonfinale. Das Tabellenschlusslicht spielt nur noch gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs (Bayern), hat dafür aber noch zwei Partien gegen direkte Konkurrenten vor der Brust.

    Chancen: Und dennoch sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wohl nur noch sehr geringe. Heidenheim liegt sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Für eine Mannschaft, die einen Sieg aus den vergangenen 16 Partien holte, fehlt die Fantasie, wie der Rückstand aufgeholt werden kann. Seit dem 2. Spieltag belegt das Team von der Ostalb durchgehend einen der letzten drei Tabellenplätze.


    Von der Startelf zur Ausbootung – Ein Fingerzeig über die Zukunft?

    Denis Huseinbasic hat es aktuell schwer
    ,

    Von der Startelf zur Ausbootung – Ein Fingerzeig über die Zukunft?

    Am Donnerstagnachmittag ist der FC zum Auswärtsspiel nach Hamburg aufgebrochen. Nicht dabei: Denis Huseinbasic. Der Mittelfeldspieler wurde zum zweiten Mal in dieser Spielzeit nicht berücksichtigt für den 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Denis Huseinbasic?

    Bereits zwei Abgänge sind für den Sommer fix. Es wird noch weitere geben. Möglicherweise ist Denis Huseinbasic einer davon. Der Mittelfeldspieler wurde für die Begegnung gegen St. Pauli nicht nominiert. Ein Fingerzeig?

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    Als sich die Mannschaft am Donnerstagnachmittag auf den Weg nach Hamburg machte, da weilte Denis Huseinbasic schon nicht mehr am Geißbockheim. Der Mittelfeldspieler wurde nicht für den Kader für das Freitagabendspiel gegen den FC St. Pauli nominiert, das Team reiste ohne den 24-Jährigen ab. Für den neuen Coach der Geißböcke tut sich gerade ein kleines Dilemma auf, das unter Lukas Kwasniok noch zur Rarität geworden war. Denn der Kader ist so gut gefüllt wie seit dem elften Spieltag nicht mehr. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian ist der Kader vollzählig. Für die Begegnung gegen die Kiezkicker ist auch kein weiterer Akteur gesperrt. Und so musste Wagner wie bereits in der Vorwoche Entscheidungen treffen, die „weh tun“.

    Noch Vertrag bis 2027

    Das war auch schon vor Bremen der Fall. „Ich muss ein paar Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht für jeden cool sind“, sagte der Coach. Das täte ihm unfassbar leid, gerade bei den erfahrenen Akteuren. Tatsächlich traf es neben Joel Schmied die beiden Routiniers Florian Kainz und Dominique Heintz. Schmied erholte sich noch von einer Verletzung. Der dritte Streichkandidat fiel dem 37-Jährigen damit wohl leichter. Doch Schmied ist jetzt wieder fit und steht damit im Kader für die Begegnung gegen St. Pauli. Im Gegensatz zu Huseinbasic. Eine überraschende Entscheidung. Zumindest hatte der 24-Jährige gegen Frankfurt noch in der Anfangsformation gestanden. Vielleicht auch, weil Eric Martel gegen die Hessen gesperrt fehlte. Nur überzeugte der Mittelfeldspieler gegen die Eintracht wahrlich nicht.

    Und die Spekulationen über die Zukunft des siebenmaligen bosnischen Nationalspielers haben erneut begonnen. Fakt ist, dass der Mittelfeldspieler in dieser Saison auf doch eher wenig Einsatzzeit kommt. 16 Mal stand Huseinbasic in dieser Saison auf dem Feld, neun Mal in der Startelf, acht Mal saß er 90 Minuten auf der Bank. 2026 kommt er nur auf drei Einsätze – auch aufgrund von Verletzungen. Doch da stehen eben auch sechs Nicht-Berücksichtigungen in diesem Jahr und nun schon die zweite Kader-Ausbootung in dieser Spielzeit. Huseinbasic hat noch Vertrag bis 2027. Es ist alles andere als gesagt, dass der FC den Vertrag mit dem Mittelfeldspieler verlängern wird. Gut möglich, dass er dem Umbruch zum Opfer fallen wird, die FC-Verantwortlichen im Sommer ein Transfererlös erzielen wollen.

    Schon im vergangenen Sommer hatte der 24-Jährige das Interesse von Braga geweckt, bestätigte später in einem Interview dem „Kicker“, dass ihn das Thema beschäftigt habe. Vielleicht fand Huseinbasic auch deswegen schwer in die Saison. Der Mittelfeldspieler war 2022 für 50.000 Euro von den Kickers Offenbach nach Köln gewechselt, der Marktwert wird auf drei Millionen Euro geschätzt.


    Stadtduell ohne akustischen Derby-Charakter: U21 des 1. FC Köln empfängt Fortuna Köln unter Flutlicht

    Fans des 1. FC Köln im Spiel gegen Stuttgart
    ,

    Stadtduell ohne akustischen Derby-Charakter: U21 des 1. FC Köln empfängt Fortuna Köln unter Flutlicht

    Es wird ein Highlight unter Flutlicht im Franz-Kremer-Stadion, dem der Westdeutsche Fußball-Verband und insbesondere die Polizei jedoch den passenden Rahmen genommen haben: Die U21 des 1. FC Köln empfängt am Freitagabend (19:30 Uhr) den Stadtrivalen SC Fortuna.

    Aufgrund des parallelen Bundesliga-Spiels des FC wird es beim Duell der U21 der Geißböcke gegen Fortuna Köln kein akustisches Duell auf den Rängen geben.

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    Es hätte ein perfekter Fußball-Abend für Fußball-Romantiker werden können. Neben dem Stadtderby auf dem Rasen hätten sich auf den Rängen des altehrwürdigen Franz-Kremer-Stadions zwei Fanlager akustisch duellieren können und so einen passenden Rahmen schaffen können. Diese Ideal-Vorstellung machte jedoch der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) mit seiner Ansetzung der Partie parallel zum Bundesliga-Spiel des FC am Millerntor beim FC St. Pauli zunichte. Für die stimmungsvolle Kulisse werden nur die Fortuna-Fans im Gästeblock sorgen und der U21 somit ein akustisches Auswärtsspiel bescheren.

    „Die Situation war schon einige Male so“

    Der WDFV setzt die Spiele der U21 größtenteils parallel an auf Intervention der Polizei. Dabei wird jedoch nicht ersichtlich, welches erhöhte Gefahrenpotenzial beim Duell FC gegen Fortuna droht, wenn beide Fanlager im Stadion anwesend wären. „Das ist das leidige Thema, das wir seit drei Jahren haben, vor allem auch bei Fortuna Köln“, äußerte Trainer Evangelos Sbonias darauf angesprochen gegenüber come-on-fc.com, „die letzten Jahre war es zwei, drei Mal so, glaube ich, dass wir so eine Situation hatten, wo gegen Fortuna Köln ein würdiger Rahmen hätte sein können.“ Dass es sich für seine Mannschaft daher akustisch wie ein Spiel im Südstadion anfühlen wird, schob Sbonias beiseite: „Das ist nichts, was uns irgendwie beeinflusst. Die Situation war schon einige Male so.“

    Mit Blick auf das sportliche Duell sprach Sbonias entgegen seiner üblichen Gepflogenheit vor anstehenden Spielen diesmal von einer klaren Rollen-Verteilung: „Fortuna Köln spielt eine überragende Saison und ist das Maß der Dinge. Wir haben in dem Spiel wirklich nichts zu verlieren und sind der klare Außenseiter.“ Das wollte der Coach jedoch als Ansporn für seine Mannschaft verstanden wissen: „Die Jungs können und sollen befreit aufspielen, um auf der Bühne zeigen zu können, dass sie gut Fußball spielen können. Und dann werden wir sehen, was wir dafür bekommen.“

    Spielpraxis für U19-Spieler

    Die jüngste Serie von fünf Niederlagen in Folge gehe derweil auch nicht spurlos an seinen Schützlingen vorbei: „Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, das beschäftigt die Jungs nicht. Es ist eine brutal junge Mannschaft, noch mal jünger als in den vergangenen beiden Jahren. Wir haben am Wochenende wieder mit fünf U19-Spielern gespielt. Natürlich macht es was mit einem, wenn du ständig Aufwand betreibst und eigentlich auch gut Fußball spielst in vielen Phasen und dann nicht dafür belohnt wirst.“ Sbonias ergänzte: „Aber das gehört zur Entwicklung dazu, diese Dinge zu akzeptieren, daran nicht zu zerbrechen, nicht zu hadern, nicht vom Weg abzukommen, um dann gestärkt rauszugehen.“ Der Trainer zeigte sich zuversichtlich: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Jungs daraus auch etwas Positives ziehen können, wenn wir weiterhin mit aller Ruhe und Akribie arbeiten.“

    Im Stadtderby wird Sbonias erneut Spielern aus der U19 Spielpraxis geben. Jonathan Friemel ist dabei gesetzt. Weitere Akteure könnten noch dazukommen. Die starke Hinrunde habe diese Situation ermöglicht: „Wir haben den Luxus und das haben wir uns nicht ergaunert, sondern hart verdient. Das Punktepolster haben wir wieder früh in der Saison erreicht, um dann genau solche Entwicklungsschritte zu sehen und solche Jungs vorzubereiten für die nächste Saison und für andere Aufgaben. Eigentlich müssen wir uns glücklich schätzen, dass wir so damit umgehen können.“

    Und vielleicht wachsen die Talente just im Derby als David gegen Goliath über sich hinaus und setzen ein sportliches Ausrufezeichen.

    Said El Mala nominiert für das „Team of the Season“ – Abstimmung läuft noch bis Freitag

    Said El Mala vom 1. FC Köln
    ,

    Said El Mala nominiert für das „Team of the Season“ – Abstimmung läuft noch bis Freitag

    Noch bis zum 17. April läuft die Wahl zur Startelf der Saison der Bundesliga. Und auch ein FC-Profi hat die Chance, einen der elf Plätze zu ergattern für den 1. FC Köln: Said El Mala ist nominiert zur Wahl des „Team of the Season“.

    Elf Treffer erzielte der Kölner in der aktuellen Bundesliga-Saison im Trikot der Geißböcke und gehört damit zu den Topscorern der Liga. Kein Wunder also, dass der 19-Jährige nun für die Wahl des „Team of the Season“ nominiert ist.

     Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

    Nach dem kometenhaften Aufstieg des Kölner Youngsters folgt nach gesammelten Scorerpunkten, einem erheblichen medialen Interesse sowie internationalen Transferangeboten nun eine Auszeichnung für die erbrachten Leistungen vom Kölner Shootingstar Said El Mala. Denn der 19-Jährige wird nunmehr unter anderem in einer Reihe mit Namen wie Luis Díaz und Harry Kane vom FC Bayern München, Serhou Guirassy vom BVB oder Yan Diomande von RB Leipzig genannt. Mit seinen elf Treffern gehört der gebürtige Krefelder zu den Topscorern in der Bundesliga und knackte am vergangenen Wochenende mit seinem Treffer gegen Werder Bremen den Tor-Rekord von Lukas Podolski aus dessen Premieren-Saison.

    Namenhafte Konkurrenz

    Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Kölner Angreifer einer von 40 nominierten Spielern der Wahl zum „Team of the Season“ ist. Elf Clubs stellen in diesem Jahr die Akteure, aus denen dann die beste Elf gewählt werden kann. Bis zum 17. April kann auf bundesliga.de für die Akteure noch abgestimmt werden. Doch die Konkurrenz ist groß und namenhaft. So stehen gemeinsam mit dem einzig nominierten Kölner Akteur für die Angreifer-Position gleich zwölf weitere Spieler zur Wahl. Dabei stellt der FC Bayern München mit Kane, Díaz und Michael Olise gleich drei Kandidaten. Jeweils zwei Spieler schicken der VfB Stuttgart mit Jamie Leweling und Deniz Undav, der BVB (Maximilian Beier, Guirassy) sowie RB Leipzig mit Diomande und Rômulo ins Rennen. Ebenfalls einen Akteur stellen neben dem 1. FC Köln die TSG Hoffenheim mit Fisnik Asllani, Eintracht Frankfurt mit Ritsu Dōan sowie Borussia Mönchengladbach mit Harris Tabaković.

    Ob sich der 19-jährige Kölner gegen die zwölf Mitbewerber durchsetzten kann, wird bereits am Freitag entschieden sein. Im Fokus von El Mala dürfte allerdings eher das anstehende Duell gegen St. Pauli stehen. Die Geißböcke reisen bereits am Donnerstag in die Hansestadt und haben im Freitagabend-Spiel die Chance, sich im Kampf um den Klassenerhalt weitere Luft zu verschaffen. Mit einem Sieg in Hamburg könnte bereits eine Vorentscheidung Richtung Klassenerhalt für das Team von Interimscoach René Wagner fallen. Die Wahl des Kölner Coaches wir dabei sicherlich wieder auf seinen Topscorer El Mala fallen.