„Wollen unseren Zielen näher kommen“: Gelingt Strubers Taktik-Überraschung gegen Darmstadt?

Der 1. FC Köln empfängt am Samstagabend den SV Darmstadt zum Topspiel in der zweiten Bundesliga. Die Partie bekommt vor der Länderspielpause richtungweisenden Charakter. Trainer Gerhard Struber bereitet hinter verschlossenen Türen offenbar eine taktische Überraschung für den kommenden Gegner vor. So will der 1. FC Köln gegen Darmstadt gewinnen.

Ob Aufstieg oder eben nicht – der Kader wird sich im Sommer wohl grundlegend verändern

Christian Keller vom 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Kader » Seite 213

Ob Aufstieg oder eben nicht – der Kader wird sich im Sommer wohl grundlegend verändern

Auch nach dem 25. Spieltag zeichnet sich in der engen Liga nicht ab, in welche Richtung das Pendel für die Kölner am Ende ausschlagen wird. Es bleibt spannend um den 1. FC Köln: Der Kader wird sich im Sommer verändern müssen.

Der Verbleib vieler Leistungsträger beim FC ist aktuell ob der Vertragssituationen nicht in trockenen Tüchern. Und so wird wohl der Sprung in die Bundesliga maßgeblich über das Bleiben oder den Wechsel von Spielern entscheiden. Aber auch im Aufstiegsfall müssten die Verantwortlichen wohl ordentlich nachbessern – und das gleich auf mehreren Positionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ob Aufstieg oder nicht, bei beiden Szenarien wird sich die Mannschaft umstrukturieren beim 1. FC Köln: Der Kader wird sich im Sommer verändern müssen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 2500 Instagram und 1000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Auch, wenn die Leistung alles andere als überzeugend war, der FC dürfte sich am Sonntagabend als einer der großen Gewinner der Liga gefühlt haben. Abgesehen vom Hamburger SV hat kein direkter Konkurrent gewonnen, nahezu alle haben Remis gespielt. Köln ist also beim 1:0-Erfolg über den SSV Ulm nicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen, die Geißböcke sind zurück auf einem direkten Aufstiegsplatz, dürfen sich zweifelsohne weiterhin zu den heißesten Anwärtern auf den Aufstieg zählen. Dabei bleibt die Liga so eng wie nie. Zwischen Platz eins und Platz neun liegen sieben Punkte – mindestens die obere Tabellenhälfte darf sich neun Spieltage vor Saisonende berechtigte Hoffnungen auf den Gang in Liga eins machen. Der FC mischt fleißig mit. Auf der anderen Seite bedeutet die enge Liga aber auch, dass so gut wie keine Planungssicherheit möglich ist und wohl auch so schnell nicht sein wird.

Zehn Verträge laufen im Sommer aus

Das dürfte Christian Keller und Co. vor Probleme bei der Kaderzusammenstellung stellen. Sowohl was den Kader als auch die Gespräche beziehungsweise Verhandlungen mit den aktuellen und möglichen zukünftigen Spielern angeht. So werden gleich mehrere Spieler ihren Verbleib an die Ligazugehörigkeit knüpfen. Etwa Linton Maina oder Dejan Ljubicic, deren Verträge im Sommer auslaufen und die schon angekündigt haben, im kommenden Jahr wohl eher Bundesliga, zumindest erstklassig, spielen zu wollen. Von zehn aktuellen Spielern ist bekannt, dass die Arbeitspapiere nur noch bis Sommer 2025 gültig sind. Zahlreiche weitere laufen im Folgejahr aus. Das ist vertraglich auf den ersten Blick natürlich kein Problem des kommenden Sommers, wird aber zu einem, wenn es sich um Spieler handelt, die nicht beim FC bleiben wollen und für die die Kölner Verantwortlichen noch eine marktgerechte Ablöse kassieren wollen.

Spieler wie Max Finkgräfe, Eric Martel oder Damion Downs fallen darunter, genauso wie Talent Neo Telle. Spieler, die der FC gerne langfristig behalten würde. Sollten die Kölner nicht aufsteigen, wird ein Verbleib allerdings unwahrscheinlicher. Wenn er es bei Leistungsträgern wie Eric Martel nicht ohnehin schon ist. Dem Kapitän der U21-Nationalmannschaft ist ein Karrieresprung durchaus zuzutrauen. Fakt ist, sollte der FC den Gang in die Bundesliga nicht antreten, werden zahlreiche Leistungsträger nicht mehr zu halten sein. Der FC wird sich neu aufstellen, neue Leistungsträger, neue Säulen für das Konstrukt Wiederaufstieg finden müssen. Damit es zu diesem Szenario nicht kommt, haben die FC-Verantwortlichen im Winter bekanntlich ordentlich investiert. Zwischen sechs und acht Millionen Euro wurden für neue Spieler ausgegeben.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Auch beim Aufstieg werden Veränderungen nötig sein

Nur ist der Ertrag bislang überschaubar. Und das eben nicht nur bei den Winter-Neuverpflichtungen. Denn das Gesicht der Kölner wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur im Falle des Nicht-Aufstiegs verändern. Die Begegnung gegen Ulm, aber auch die vergangenen Spiele gegen weitere vermeintlich schwache Mannschaften wie Regensburg, Braunschweig oder Münster erlauben sicherlich die Frage, wie diese Mannschaft in der Bundesliga bestehen will. Gegen vermeintlich schwache Mannschaften mit Ach und Krach gewinnen, wird in der Bundesliga nicht die erfolgsversprechende Marschroute sein. Denn in der aktuellen Konstellation ist davon auszugehen, dass die Kölner nicht zu den stärkeren Mannschaften gehören werden. Im Gegenteil: Der FC hat gegen die möglichen Mit-Aufsteiger im bisherigen Saisonverlauf eher selten gepunktet.

Abgesehen von dem 1:0-Erfolg über Kaiserslautern haben die Kölner gegen keine Mannschaft aus der Top-Fünf bislang gewonnen. Aus der Top-Sieben zwei von neun Spielen. Tatsächlich sind es aber auch die Auftritte gegen die vermeinlich leichten Gegner, die bei den Fans Sorgenfalten hinterlassen. Die Kaderplaner werden also auch im Aufstiegsfall nicht daran vorbeikommen, in nahezu allen Mannschaftsteilen nachzubessern. Denn nach den Eindrücken einiger Begegnungen fehlt die Fantasie, wie die aktuellen Leistungen oder die Form einiger vermeintlicher Leistungsträger den FC in der Bundesliga wettbewerbsfähig machen sollen. Nur wenige Profis bringen über die gesamte Saison konstant gute Leistungen. So gute, dass ein Platz in der Erstklassigkeit verdient wäre. Spieler wie Marvin Schwäbe, Linton Maina oder Eric Martel. Ob aber auch die Youngster schon für den Sprung in die Bundesliga bereit wären, scheint ebenfalls offen.

Christian Keller und Co. stehen in diesem Frühling vor einigen Baustellen. Die Arbeit wird in den kommenden Wochen sicherlich nicht weniger, selbst wenn der Aufstieg irgendwann in trockenen Tüchern sein sollte.


Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Kader » Seite 213

Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Der 1. FC Köln spielte gegen den SSV Ulm zum ersten Mal seit dem zehnten Spieltag wieder mit einer Viererkette von Beginn an. Das Offensivspiel des FC wurde aber nicht sonderlich angekurbelt, dagegen hielt die Defensive die Null. Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

Die Geißböcke gewinnen mit der alten 4-2-3-1-Formation gegen Ulm. Dabei zeigten die Kölner, dass immerhin die Defensive, mit wenigen Ausnahmen, stabil stand und für eine erneute weiße Weste für Marvin Schwäbe sorgte. Im Spiel nach vorne konnte der FC keine Offensivpower entfalten. Dennoch bleibt die Frage: Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 2500 Instagram und 1000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Zurück zum alten System: Gerhard Struber stellte gegen Ulm wieder auf eine Viererformation um. Mit der veränderten Aufstellung kehrte der Effzeh wieder auf ein System zurück, mit dem Struber zu Beginn der Saison gestartet war. Auch wenn es kein Feuerwerk der Offensivspieler wurde, verbuchte die Mannschaft wieder ein Spiel zu Null. In der Verteidigung spielten zu Beginn Yusuf Gazibegovic hinten rechts, Timo Hübers und Joel Schmied in der Innenverteidigung sowie Max Finkgräfe auf der linken Abwehrseite. Natürlich auch, weil durch den Ausfall von Eric Martel und der Erkrankung von Dominique Heintz kaum noch andere Optionen als eine Umstellung auf eine Abwehrreihe mit vier Spielern vorhanden waren.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die Viererkette: Defensiv überzeugend, aber offensiv kaum Impulse   

Dennoch stand die Defensivreihe insgesamt sehr ordentlich vor Schwäbe, auch, wenn nicht alles wegverteidigt werden konnte. So hatten die Geißböcke durch den Pfostentreffer von Batista Meier und der vergebenen Chance von Telalovic durchaus etwas Glück, aber über weite Strecken blieb es bei einem ruhigen Nachmittag für Schwäbe. Das zeigt sich auch an den Statistiken seiner Vorderleute: Schmied konnte 71 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen, Gazibegovic endete mit für einen Außenverteidiger starken 67 Prozent. Hübers (61 Prozent) und Finkgräfe (50 Prozent) konnten ebenfalls in vielen Zweikämpfen die Duelle für sich entscheiden, Finkgräge sogar die meisten aller Spieler. Die Passquote der vier Abwehrspieler war mehr als ordentlich. Auch hier stachen mit Schmied (95-prozentige Passquote), Finkgräfe und Gazibegovic (je 90 Prozent) hervor, lediglich Kapitän Hübers hatte mit 79 Prozent eine eher geringe Passsicherheit erreicht.

Hinzu kommt, dass Hübers mit 89 Prozent gewonnenen Luftzweikämpfen so ziemlich alles aus der Luft weggeräumte. Auch der Spielaufbau von hinten ging eher über Hübers als von Schmied aus. Der Kapitän hatte mit 72 Ballkontakten mehr als doppelt so viele Ballaktionen wie sein Schweizer Nebenmann (33 Ballkontakte), konnte aber an der Spielgestaltung genauso wenig ändern. Die hohen Passquoten aller Verteidiger kamen vor allem dadurch zustande, dass weniger Pässe mit Risiko, sondern mit hoher Sicherheit gespielt wurden. Ein kreativer Aufbauspieler wie Dominique Heintz fehlte besonders in der zweiten Halbzeit. Die Hintermannschaft war zunehmend mit dem Verteidigen als mit dem eigenen Aufbauspiel beschäftigt. Der anfängliche Schwung auf der rechten Seite von Gazibegovic zusammen mit Jan Thielmann verpuffte in der zweiten Halbzeit komplett.

Hält Struber an der Viererkette fest?

Trotz der durchwachsenen Leistung in Ulm stellt sich die Frage, ob Struber nun auch in Zukunft an der Viererkette festhält. Denn der erhoffte Effekt, so mehr Schwung in der Offensive zu entwickeln, verpuffte. Dem FC fiel gerade im Vorwärtsgang einmal mehr herzlich wenig ein. Das war zu Saisonbeginn mit der Viererformation bekanntlich anders. Auch das sicherlich dem fehlenden Personal geschuldet. Auch, aber eben nicht nur. Denn der Angriff lahmt bekanntlich seit einigen Monaten. Und der fehlende Schwung aus den ersten Saisonspielen hängt zweifelsohne auch mit der gesamten taktischen Ausrichtung zusammen. Gegen Ulm presste der FC nicht so aggressiv und früh wie noch in den ersten zehn Spielen. Wirklich viel hat sich also nicht verändert.

Spätestens mit der Rückkehr der aktuellen Ausfälle in der Verteidigung wird sich zeigen, ob der FC bei der Formation bleibt. Oder ob eine weitere Systemumstellung notwendig ist. Der Hurra-Fußball nach vorne ist noch nicht in Erscheinung getreten. Daran hat die Viererkette bisher nichts geändert.