Weiteres Transferfenster: Wird der 1. FC Köln schon im Juni tätig?

Christian Keller bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Weiteres Transferfenster: Wird der 1. FC Köln schon im Juni tätig?

Wie die DFL am Montagnachmittag auch offiziell bestätigte, wird es im Juni ein weiteres Transferfenster geben. Demnach dürfen Bundes- und Zweitligisten bereits frühzeitig tätig werden. Schlägt der 1. FC Köln bereits im Juni auf dem Transfermarkt zu?

Das erste Transferfenster nach dem Registrierungsverbot ist erst wenige Wochen abgelaufen, da steht das zweite schon vor der Tür. Wie die DFL mitteilt, wird es Anfang Juni ein Transferfenster geben, an dem die Bundes- und Zweitligisten zuschlagen dürfen. Schlägt der 1. FC Köln bereits im Juni auf dem Transfermarkt zu?

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Die Nachricht kam nicht mehr so richtig überraschend und doch irgendwie unerwartet. Am Montagnachmittag bestätigte die DFL per Meldung, dass es ein weiteres Transferfenster Anfang Juni geben wird. Vom 1. bis zum 10. Juni können auch deutsche Teams erste Transfers tätigen. Hintergrund ist die Club-WM, die vom 14. Juni bis zum 13. Juli ausgetragen wird und damit zu einem organisatorischen Problem führt. Denn bei den teilnehmenden Teams gibt es Spieler, deren Verträge zwischen Ende Juni auslaufen. „Den beiden Teilnehmern FC Bayern München und Borussia Dortmund soll die Möglichkeit gegeben werden, potenzielle Neuzugänge zur Saison 2025/26 nach Abschluss der Saison 2024/25 frühzeitig registrieren zu können, sodass diese auch bei der Club-WM einsatzberechtigt sind“, zitiert die Sportschau die DFL.

Auch der FC darf frühzeitig Spieler verpflichten

Explizit können beispielsweise Leihspieler früher zum ausleihenden Club zurückgeholt werden. Für die Bayern wäre zum Beispiel die Rückkehr von Mathys Tel interessant. Die DFL reagiert damit auch auf weitere internationale Verbände, die ebenfalls bereits ein weiteres Fenster eingeplant haben. So etwa die englische Premier League, die italienische Serie A und die spanische La Liga. Also Ligen, aus denen Teams an der Club-WM teilnehmen. Tatsächlich werden analog zu den weiteren europäischen Ländern aber nicht nur die betroffenen Clubs in den Genuss des zusätzlichen Fensters kommen. „Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga können aufgrund der außerordentlichen Registrierungsphase im Zusammenhang mit der FIFA-Club-Weltmeisterschaft erstmals vom 1. Juni bis 10. Juni 2025 um 20 Uhr Transfers tätigen“, heißt es von der DFL.

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Das bedeutet, auch der FC kann bereits im Juni die ersten Spieler unter Vertrag nehmen. Auf den ersten Blick erscheint eine solche Maßnahme für den FC möglicherweise nicht unbedingt sinnvoll. Schließlich können potenzielle Neuverpflichtungen ohnehin erst in der kommenden Spielzeit eingesetzt werden. Doch der Markt wird ein frühes Handeln unter Umständen erzwingen. Sicherlich werden nicht alle Clubs bis zur regulären Transferphase vom 1. Juli bis zum 1. September mit ihren ersten Bemühungen warten wollen. Genauso können aber auch Spieler der Geißböcke, deren Verträge bis zum kommenden Sommer auslaufen, frühzeitig wechseln. So gelten die Arbeitspapiere von Spielern wie etwa Linton Maina und Dejan Ljubicic bekanntlich nur bis zum 30. Juni 2025. Im Falle des Nicht-Aufstiegs würden zudem wohl einige Klauseln greifen und weitere Wechsel ermöglichen.

Für den FC bietet sich somit die Chance, früher auf dem Transfermarkt nachzujustieren und auf mögliche Abgänge zu reagieren. Nach Informationen von come-on-fc.com scheint es aber aktuell eher unwahrscheinlich, dass der FC so früh tätig werden wird. Bekanntlich ist der Markt aber so schnelllebig, dass eine Reaktion nötig werden könnte. Beispielsweise könnte der Druck auf der steigen, gerade bei den Spielern, die nur im Falle des sicheren Aufstiegs bleiben würden. Gespräche werden sicherlich schon bald geführt werden.

„Die Beschlüsse gelten vorbehaltlich einer Zustimmung der DFL-Mitgliederversammlung“, heißt es bei der DFL.


Nach Paderborn-Erfolg: Erneut ein Spieler des 1. FC Köln in der „Elf des Spieltags“

Die Spieler des 1. FC Köln
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Nach Paderborn-Erfolg: Erneut ein Spieler des 1. FC Köln in der „Elf des Spieltags“

Mit dem verdienten Erfolg über den SC Paderborn hat der FC die Tabellenspitze zurückerobert und geht mit einem kleinen Puffer in die letzten sieben Partien. Zudem gab es erneut eine Nominierung für den 1. FC Köln: Ein Profi nach Paderborn-Erfolg in der Elf des Tages.

Mit drei Siegen in Folge hat sich der FC den Platz auf der Eins zurückgekämpft und geht nun als Spitzenreiter ins Saisonfinale. Und es gab erneut eine Auszeichnung für den 1. FC Köln: Ein Profi nach Paderborn-Erfolg in der Elf des Tages.

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Am Ende mussten die Kölner dann doch einmal mehr zittern. Der FC hatte sich eine 2:1-Führung beim SC Paderborn mit einer ordentlichen Leistung durchaus verdient, hatte sogar die Chance, noch einmal zu erhöhen, ließ dann aber zu viele gute Chancen liegen. So wurde es in der Schlussphase dann doch nochmal unnötig eng. Doch die Kölner hatten am 27. Spieltag einmal mehr einen besonders starken Rückhalt im Team. Marvin Schwäbe hielt nicht nur im ersten Abschnitt einen Elfmeter, der Keeper hielt in der Schlussphase die knappe Führung der Geißböcke fest und rettete den immens wichtigen Sieg. Auch deswegen wurde der Keeper von den FC-Fans zum Spieler des Spiels gewählt. Und nicht nur das, auch der „Kicker“ hat Schwäbe einmal mehr ausgezeichnet und in die „Elf des Spieltags“ gepackt.

Erneut starke Defensivleistung

Für Schwäbe ist es in dieser Saison bereits die dritte Nominierung und die zweite in Folge. Der Keeper war bereits nach dem Erfolg über den SV Darmstadt für die Auswahl berufen worden. Und der 29-Jährige hat sich damit in der internen Liste der FC-Profis auf den geteilten zweiten Platz geschoben. Mit vier Nominierungen wurde Damion Downs am häufigsten bei den FC-Profis nominiert. Ligaweit führen Fisnik Asllani und Jean-Luc Dompé mit jeweils sechs Berufungen die Liste an. Insgesamt hat der FC bereits 26 Berufungen eingeheimst, fünf weniger als der Hamburger SV. In der gesamten Saison der Bundesliga kam der FC in der Vorsaison auf 14 Nominierungen. Unter anderem schafften es Marvin Schwäbe (vier Mal) und Max Finkgräfe (zwei Mal) damals in die Elf. Die interne FC-Liste bei den noch für Köln aktiven Spielern führt Marvin Schwäbe mit nun sogar zwölf Nominierungen souverän an.

Nominierungen in dieser Saison:

  • Damion Downs 4
  • Eric Martel 3
  • Dejan Ljubicic 3
  • Dominique Heintz 3
  • Marvin Schwäbe 3
  • Linton Maina 2
  • Timo Hübers 2
  • Tim Lemperle 2
  • Leart Pacarada 1
  • Jan Thielmann 1
  • Luca Waldschmidt 1
  • Julian Pauli 1


Niederlagen, bittere Verletzung und ein immens wichtiger Sieg – so schlugen sich die Leihspieler

Florian Dietz vor Wechsel ins Ausland
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Niederlagen, bittere Verletzung und ein immens wichtiger Sieg – so schlugen sich die Leihspieler

Während der FC den nächsten wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen eingefahren hat, gab es für Kölner Leihgaben gleich mehrere Pleiten. Einen Kölner Akteur hat es besonders hart erwischt. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln diese Woche.

Für die ausgeliehenen Spieler des FC verlief das Wochenende alles andere als rund. Richtig Grund zur Freude hatte nur ein Akteur. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln diese Woche.

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Bittere Nachricht für Florian Dietz. Der Stürmer fällt erneut mit einer Schulterverletzung aus und bang um den weiteren Saisonverlauf. Während Dietz also bei der Niederlage vom SCR Altach gegen den Linzer ASK (0:2) nicht zum Kader gehörte und auch Chilohem Onuoha beim 3:0-Heimsieg vom SC Verl gegen Rot-Weiß Essen auf der Tribüne Platz nehmen musste, hatte ein anderer Leihspieler ein erfolgreicheres Wochenende. Sargis Adamyan spielte mit Zweitligaschlusslicht Regensburg gegen den 1. FC Nürnberg. Dabei stand der Armenier in der Startformation, musste jedoch einen frühen Rückstand einstecken. Doch Regensburg ließ sich von diesem Gegentreffer nicht beeinflussen und versuchte alles, um das Spiel zu drehen. Nach der Pause brauchte der SSV dann lediglich acht Minuten, um mit 2:1 in Führung zu gehen und brachte diesen Vorsprung auch ins Ziel. Adamyan wurde in der 86. Minute ausgewechselt und zeigte sich während der gesamten Partie sehr aktiv.

Bittere Niederlage

Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen, Innenverteidiger Elias Bakatukanda sowie die beiden Youngsters Said und Malek El Mala mussten am vergangenen Spieltag mit ihren Teams jeweils Niederlagen einstecken. Carstensen verlor mit Lech Posen 1:3 beim Tabellenletzten Slask Wroclaw und bleibt dadurch weiterhin auf dem dritten Platz der polnischen Liga. Dabei stand Carstensen über die komplette Spielzeit auf dem Platz, agierte jedoch anders als gewohnt als Linksverteidiger.

Bakatukanda empfing mit Blau-Weiß Linz in der österreichischen Meistergruppe Austria Wien. Gegen die Wiener spielte der junge Verteidiger erneut über 90 Minuten, doch auch er konnte die 0:2-Niederlage der Linzer nicht verhindern. Auch die beiden Youngsters Said und Malek El Mala mussten sich am vergangenen Wochenende geschlagen geben. Beim FC Ingolstadt verloren die beiden mit Viktoria Köln 1:3. Während Said sein Startelf-Comeback nach Verletzung feierte und nach 63. Minuten erschöpft ausgewechselt wurde, musste sein Bruder Malek das Spiel zunächst von der Bank verfolgen. In der 64. Spielminute wurde der Stürmer dann von Olaf Janßen beim Spielstand von 0:3 eingewechselt, konnte an der Pleite jedoch auch nichts mehr ändern. 

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Mikail Özkan ist schon der sechste Debütant: Ein beachtlicher Wert – auf den ersten Blick

Mikail Özkan gab sein Debüt für die Profis des 1. FC Köln
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Mikail Özkan ist schon der sechste Debütant: Ein beachtlicher Wert – auf den ersten Blick

Mit Mikail Özkan feierte am Samstag das nächste Kölner Eigengewächs sein Debüt für den FC. Sechs Youngster spielten damit erstmals für die Profis in dieser Saison. Ein beachtlicher Wert, doch es bleibt ein „Aber“. Mikail Özkan ist der sechste Debütant beim 1. FC Köln.

Ausgerechnet an seinem 22. Geburtstag feierte der Innenverteidiger seine Zweitliga-Premiere. Mikail Özkan ist damit der sechste Debütant beim 1. FC Köln in dieser Saion. Ein doch sehr beachtlicher Wert, der für die gut funktionierende Nachwuchsarbeit beim FC steht. Gleichzeitig aber auch Schwächen aufzeigt.

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Ein wenig Stolz schwang dann doch mit als Christian Keller in der vergangenen Woche die FC-Akademie für einen Blick hinter die Kulissen öffnete. „Wir sind aktuell die Profimannschaft, die im deutschen Fußball den Spielern unter 23 Jahren die meisten Spielminuten ermöglicht hat“, sagte der Kölner Sportdirektor. Und als wollte Gerhard Struber die Worte seines Vorgesetzten untermauern feierte am Samstagnachmittag das nächste Kölner Talent sein Profidebüt. Mikail Özkan, seit Samstag 22 Jahre alt und seit Samstag eben auch mit dem ersten Profispiel seiner Karriere ausgestattet. Der Innenverteidiger wechselte 2018 vom FC Hennef die wenigen Kilometer zum FC, durchlief seitdem eben die Kölner Talentschmiede und ist aktuell Stammspieler der Kölner U21. Özkan hatte schon einige Male bei den Profis mittrainiert.

„Er macht es an seinem Geburtstag richtig gut“

„Mikail hat in der Länderspielwoche gut trainiert. Er kommt dann rein, weil wir ihn brauchen, und macht es an seinem Geburtstag richtig gut“, sagte Marvin Schwäbe. „Glückwunsch! Es war ein Top-Debüt mit einer guten Leistung.“ Zwar wurde der 22-Jährige erst unmittelbar vor dem regulären Spielende eingewechselt, doch der Abwehrspieler bekam noch deutlich mehr zu tun, als es den Kölner Verantwortlichen wohl lieb gewesen ist. Özkan machte seine Sache gut. „Es ist doch schön, dass wir auf die Jungs aus dem Nachwuchs nachgreifen können“, sagte auch Gerhard Struber auf der Pressekonferenz nach dem 2:1-Erfolg. Tatsächlich haben die Kölner in dieser Spielzeit schon sechs Mal nachgegriffen, zumindest sechs Spielern zum Profidebüt verholfen – wenn man Oliver Schmitt mitzählen will, der bekanntlich auch schon mal für den SC Verl in der 3. Liga aufgelaufen ist.

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Personaldecke der Abwehr sehr dünn

Ein beachtlicher, wenn auch nicht der beste Wert der zweiten Bundesliga. Schließlich gibt es einige Abstiegskandidaten, die durchaus auf die Einbindung der Eigengewächse bewusst abzielen. Für eine Aufstiegsaspiranten, der sich zudem noch auf erstklassigem Niveau wähnt und mit dem wertvollsten Kader der zweiten Bundesliga arbeitet dennoch eine beeindruckende Anzahl. Doch der Schein trügt ein wenig. Wie schon ein Teil der Statistik eindrucksvoll verrät. Denn mit Özkan, Neo Telle, Elias Bakatukanda und Julian Pauli handelt es sich bei vier der sechs Debütanten um Innenverteidiger. Und das wiederum offenbart den anderen Teil der Wahrheit hinter den sechs Debütanten sowie die doch weiterhin dünne Kaderdecke der Kölner – auch nach dem Wintertransferfenster.

Tatsächlich hätten wohl weder Pauli noch Bakatukanda ohne die Transfersperre für den FC in der Hinrunde ihr Profi-Debüt gefeiert. Und auch Telle und Özkan erhielten ihren ersten Einsatz, nachdem jeweils Timo Hübers mit einem Infekt kurzfristig ausgefallen war. Die Personaldecke bleibt in der Abwehr dünn. Dass allerdings mit Heintz und Hübers gleich zwei Innenverteidiger sowie mit Jusuf Gazibegovic eine weitere Abwehrkraft für das Paderborn-Spiel ausfielen, ist schon ein bemerkenswertes Pech. Gleichzeitig für den Kölner Nachwuchs aber die Chance, die ersten oder weitere Schritte im Profibereich zu machen. Wohl eine durch die Not geborene Chance, aber dennoch eine erfreuliche Entwicklung.

Mindestens Hübers wird diese Woche wohl wieder ins Training einsteigen. Özkan wird dann wohl wieder seine Stammposition in der U21 übernehmen. Das besondere Geburtstagsgeschenk vom vergangenen Samstag wird dem Innenverteidiger keiner mehr nehmen. Und weitere Chancen bei den Profis sind ganz sicher nicht ausgeschlossen.


Gewonnen ist noch nichts! Doch es gibt gute Gründe, die Hoffnung machen – ein Kommentar

Gerhard Struber beim Spiel des 1. FC Köln.
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Gewonnen ist noch nichts! Doch es gibt gute Gründe, die Hoffnung machen – ein Kommentar

Nach dem 2:1-Erfolg über den SCP stehen die Geißböcke sieben Spieltage vor Saisonende an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Das sollte nicht über die Probleme des Clubs hinwegtäuschen. Doch der Erfolg liefert gute Gründe, warum es berechtigte Hoffnung gibt. Ein Kommentar zum Erfolg des 1. FC Köln über Paderborn.

Der Sieg über die Ostwestfalen war durchaus verdient, die Tabellenführung haben die Kölner zurückgewonnen. Doch auch weiterhin ist beim FC sicher nicht alles Gold, was glänzt. Und doch macht das 2:1 absolut Hoffnung. Ein Kommentar zum Erfolg des 1. FC Köln über Paderborn.

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Das kolportierte und mantraartige Vortragen eines vermeintlichen Image der FC-Fans, sie seien sehr wankelmutig unterwegs zwischen „Himmel hochjauchzend“ und „zu Tode betrübt“, kann ohne wenn und aber als besonders nervig, zumindest aber abgenutzt angesehen werden. Doch gerade nach dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn erhält die Ansicht der angeblich neutralen Beobachter mal wieder neues Futter. Denn nach dem Sieg im Spitzenspiel bei den Ostwestfalen sind die Kölner wieder an die Tabellenspitze gesprungen. Sieben Spieltage vor Saisonende kommt der Gedanke an einen möglichen Aufstieg als Spitzenreiter sicherlich nicht von ungefähr. Der Weg zur Ziellinie ist nicht mehr weit, der FC hält die Nase als Führender in den zugegebenermaßen eher mäßigen Fahrtwind, eigentlich heißt es nur noch, die Spitzenposition über die Linie zu bringen.

Köln trotzt den Vorzeichen

Dabei ist am Geißbockheim natürlich auch weiterhin nicht alles Gold was glänzt. Der FC tut sich spielerisch in der Vorwärtsbewegung meist schwer, die aktuelle personelle Situation – selbst wenn sie an unwahrscheinlich hohes Pech geknüpft ist – deckt schonungslose die Lücken im Kader auf, die auch im Winter nicht geschlossen wurden und gerade im Aufstiegsfall einen erheblichen Nachholbedarf mit sich bringen. Neben dem sportlichen Bereich sind nach wie vor auch im Hintergrund einige Schwachstellen beim FC deutlich auszumachen. Der erneute Platz an der Sonne darf nicht den Ist-Zustand des Zweitligisten kaschieren.

Und doch gibt es gleich mehrere Gründe, warum der Erfolg über Paderborn zumindest sportlich durchaus Hoffnung macht. Die Kölner sind unter denkbar schlechten Voraussetzungen in ein Spitzenspiel gestartet, bei dem vorab jegliche Fantasie fehlte, wie der FC ist positiv würde bestreiten können. Nicht wenige Fans oder Beobachter hätten für den FC sicherlich ein Remis vorab unterschrieben. Mit Timo Hübers, Jusuf Gazibegovic und Dominique Heintz fehlte den Kölnern mehr als die Hälfte der Stamm-Abwehr. Dazu mit Linton Maina, Dejan Ljubicic und Damion Downs drei weitere Akteure, die zum potenziellen Startelf-Teil der Mannschaft gehören. Wenn man so will konnte Gerhard Struber gar nicht anders, als ausgerechnet die Bank aufzustellen, von der seit Wochen – nicht zu unrecht – gesagt wird, dass sie kein entscheidender Faktor beim FC ist.

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Gewonnen ist noch nichts

Maximal ersatzgeschwächt gingen die Geißböcke also in eins der Spitzenspiele, von denen der FC in dieser Saison gerademal eins – das gegen Kaiserslautern – gewonnen und Paderborn im eigenen Stadion wiederum keins verloren hatte. Und das gegen eine Mannschaft, von der vor dem Spiel gefühlt die gesamte Liga schwärmte, während der Fußball der Kölner – nicht zu unrecht – kritisiert wurde. Gegen ein Team, gegen das Köln in der 2. Bundesliga noch nicht gewonnen hat. Doch der FC trotzte dem Verletzungspech, trotzte dem prophezeiten spielerischen Ungleichgewicht und trotzte der bedrohlichen Statistik. Die Geißböcke sind weder durch die Tabellensituation noch durch den verdienten Erfolg gegen die Ostwestfalen nun der Top-Aufstiegskandidat. Im Gegenteil: Gewonnen ist noch nichts, das Rennen bleibt hart, umkämpft und wird sich wohl erst am Ende der Spielzeit entscheiden.

Doch der Erfolg darf tatsächlich Hoffnung machen. Der FC hat in einer denkbar unglücklichen Situation die richtige Reaktion gezeigt, hat ordentlichen Fußball gespielt, war trotz der schwierigen Ausgangslage gegen den SCP die bessere Mannschaft. Das sind die Siege, die ein Aufsteiger braucht. Bereits am kommenden Wochenende steht mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC die nächste Prüfung an. Anschließend wird sich wieder zeigen, ob das emotionale Pendel wieder zwischen „Himmel hochjauchzend“ und „zu Tode betrübt“ ausschlägt.


Der FC ist der Gewinner des 27. Spieltags – das Spitzen-Duo verschafft sich Luft

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Der FC ist der Gewinner des 27. Spieltags – das Spitzen-Duo verschafft sich Luft

Mit dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn haben die Kölner die Tabellenführung wieder zurückerobert. Und nicht nur das. Der 1. FC Köln ist der große Gewinner des 27. Spieltags. Doch der Schein trügt.

Zwar spielte der Hamburger SV am Wochenende nur Remis gegen die SV Elversberg und verlor somit die Spitzenposition an die Geißböcke, die Rothosen und der FC konnten sich dennoch ein wenig absetzen. Der 1. FC Köln ist tatsächlich sogar der große Gewinner des 27. Spieltags.

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Imad Rondic klatschte glücklich mit Marvin Schwäbe ab, als Schiedsrichter Frank Willenborg nach gefühlt viel zu langen Minuten der Nachspielzeit die Begegnung gegen den SC Paderborn abpfiff. Unmittelbar zuvor hatte der Kölner Keeper aus kurzer Distanz einen Ball pariert, war zum Matchwinner geworden. Der FC hat das Auswärtsspiel bei den Ostwestfalen gewonnen und damit den zweiten Erfolg gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs in der Saison eingefahren. Zudem haben die Geißböcke auch die Tabellenführung zurückerobert. Denn der Hamburger SV kam am Freitagabend nicht über ein Remis gegen die SV Elversberg hinaus. Und damit kristallisieren sich eigentlich zum ersten Mal in dieser Spielzeit so etwas wie tabellarische Aufstiegsfavoriten heraus.

Auf das Restprogramm wird es ankommen

Sieben Spieltage vor Saisonende hat der FC nun vier Punkte Vorsprung auf den Relegations- und fünf auf den vierten Tabellenplatz. Der Rückstand des HSV beträgt ein Zähler. Heißt im Umkehrschluss für den Tabellenvierten, den SC Paderborn: Alle Mannschaften ab den Ostwestfalen müssen in den verbliebenen sieben Partien bis zum Saisonende mindestens zwei Spiele mehr gewinnen als der FC. Ein dickes Brett in der ausgeglichenen Liga. Zumal Köln in dieser Spielzeit die meisten Begegnungen von allen Zweitligisten für sich entschieden hat. Aus der aktuellen Top-Neun der Liga, allesamt Mannschaften, die sich noch Hoffnungen machen, konnte neben dem FC einzig der 1. FC Kaiserslautern einen Dreier einfahren. Die restliche Konkurrenz punktete maximal einfach. „Jeder Dreier in einem direkten Duell sind natürlich Big Points“, sagte Marvin Schwäbe – erst recht, wenn die Konkurrenz Federn lässt.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Für die Ränge fünf und sechs heißt es gegenüber dem FC sieben Punkte, also zwei Siege und ein Remis in den verbliebenen Spielen aufholen, für die Plätze sieben bis neun sind es drei Siege. Die Wahrscheinlichkeit, dass Düsseldorf, Elversberg oder Nürnberg den FC noch abfangen, ist wohl sehr gering. Doch der Schein trügt auch ein wenig. Denn das Restprogramm der Top-Teams ist höchst unterschiedlich verteilt. Während die Kölner es in den Begegnungen gegen Nürnberg, Hannover und Kaiserslautern noch mit drei direkten Konkurrenten zu tun bekommen, hat beispielsweise Magdeburg drei abaolute Abstiegskandidaten vor der Brust. Sicher kann sich auch nach dem 27. Spieltag noch kein Team fühlen. Zumal der FC am letzten Spieltag noch Besuch vom aktuell Tabellendritten aus Kaiserslautern bekommt.


FC-Frauen zittern um Liga-Verbleib: Showdown gegen Potsdam am letzten Spieltag droht

Britta Carlson, Trainerin der Frauen des 1. FC Köln (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images for DFB)
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FC-Frauen zittern um Liga-Verbleib: Showdown gegen Potsdam am letzten Spieltag droht

Der erhoffte Schritt aus dem Tabellen-Keller will den Fußballerinnen des 1. FC Köln einfach nicht gelingen. Durch die 0:1-Niederlage gegen Jena und das Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz könnte sogar der Klassenerhalt noch einmal in Gefahr geraten. Die Frauen des 1. FC Köln zittern um den Ligaverbleib.

Trainerin Britta Carlson haderte nach dem Spiel insbesondere mit der Chancenauswertung ihrer Mannschaft. Die Frauen des 1. FC Köln zittern um den Ligaverbleib.

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Am Ende war es wie so häufig: Die Gäste jubelten nach dem Abpfiff ausgelassen im Franz-Kremer-Stadion, während man bei den Kölnerinnen in enttäuschte Gesichter sah. Dabei dürften sich die FC-Frauen diesmal jedoch wie im falschen Film vorgekommen sein. Das Team hätte die Partie gegen den Aufsteiger problemlos für sich entscheiden können – wäre da nicht die mittlerweile eklatante Abschluss-Schwäche. „Es ist schade, dass die Spielerinnen sich für die Intensität und den Einsatz nicht belohnen und dass ihnen die letzte Konsequenz und Überzeugung einfach im Abschluss fehlt“, haderte Britta Carlson, die damit auch im sechsten Spiel als FC-Trainerin keinen Sieg feiern konnte und im fünften Spiel kein Kölner Tor sah.

„Wir werden wieder bestraft“

Carlson forderte von ihrem Team zudem mehr Cleverness: „Wir werden wieder bestraft durch einen Fehler im eigenen Spielaufbau und ziehen dann nicht einmal ein Foul, so wie der Gegner uns das vormacht. In diesen Momenten stellen wir uns nicht so an, wie das vielleicht auch eine Mannschaft macht, die es auf jeden Fall auch braucht.“ Zudem ärgerte sich die Trainerin über die vergebenen Möglichkeiten in der Partie: „Ich glaube, Chancen hatten wir genug, auch klare Chancen. Aber sicherlich hat es auch was mit der Qualität zu tun, wenn du über so viele Spiele so wenig Tore schießt. Aber heute war es sehr eindeutig, dass die Chancen da waren. Das ist für mich immer relevant, dass wir uns auch die Chancen rausspielen. Sicherlich fehlt auch eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Carlson vermisste zudem einen anderen Aspekt bei ihrer Mannschaft trotz der Rückkehr von Celina Degen und Sara Agrez: „Und trotzdem hat es mir heute auf dem Platz gefehlt, dass wir nochmal jemanden hatten, der auch im richtigen Moment die Ruhe reinbringt oder eine klare Ansage an das Team macht. Es wurde sehr viel von außen gecoacht. Da wünsche ich mir auch noch mehr Eigenverantwortung, die sich beim Team entwickelt.“ Statt den Ligaverbleib mit einem Heimsieg wohl endgültig zu sichern, muss der Blick beim FC nun auch wieder verstärkt nach unten gehen. Im schlimmsten Fall droht den Kölnerinnen am letzten Spieltag ein Endspiel um den Klassenerhalt gegen das Schlusslicht Turbine Potsdam.

FC muss vorerst weiter um den Ligaverbleib zittern

Die anstehende Länderspielpause kommt Carlson nicht gelegen: „Es ist immer schade, wenn du sowas nicht aufarbeiten kannst. Ich hatte mir schon erhofft, dass wir heute die Nationalspielerinnen auch mit einem guten Gefühl in die Pause schicken können.“ Doch so muss der FC vorerst weiter um den Ligaverbleib zittern. Der erhoffte Trainer-Effekt ist bisher ausgeblieben. Nach den ersten sieben Spielen der Rückrunde hat der FC mit zwei Zählern exakt so viele gesammelt wie zum selben Zeitpunkt in der Hinserie.

Und nach der verpatzten Siegchance gegen Jena droht der FC in dieser Saison einen neuen Negativ-Rekord aufzustellen: 2017/18 standen am Saisonende lediglich elf Zähler auf dem Kölner Konto, der FC stieg ab. Aktuell stehen nur sieben Punkte auf der Habenseite. Und vor dem Potsdam-Duell am letzten Spieltag heißen die übrigen Gegner Leverkusen, Frankfurt und Bremen. Die Saison droht eine historisch schwache in der Bundesliga zu werden – und konterkariert damit die hohen Ansprüche, die der FC ursprünglich mal an sich selbst angelegt hat.



FC-Mitgliederrat erläutert neusten Stand bei der Vorstandssuche

Dr. Werner Wolf vom 1. FC Köln.
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FC-Mitgliederrat erläutert neusten Stand bei der Vorstandssuche

Am Sonntag hat der FC-Mitgliederrat seinen Newsletter verschickt. Hierin informiert das Gremium über den Prozess zur Findung eines Vorstandsvorschlags für die kommende Mitgliederversammlung und über den aktuellen Stand der anstehenden Schritte beim 1. FC Köln: Der FC-Mitgliederrat teilt aktuellen Stand der Vorstandssuche mit.

Nicht nur sportlich gesehen wir es ein zukunftsweisendes Jahr für den FC. Auch auf Vorstandsebene wird es spannend. Denn im Herbst stehen die Neuwahlen an beim 1. FC Köln: FC-Der Mitgliederrat teilt Stand der Vorstandssuche mit.

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Bekanntermaßen steht im aktuellen Jahr 2025 die Wahl des neuen FC-Vorstands an. Im September sollen auf der Mitgliederversammlung die Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen werden. In einem Newsletter an die Vereinsmitglieder gab der Mitgliederrat am Sonntag den aktuellen Stand des laufenden Auswahlverfahrens bekannt. Es werde von der Findungskommission „gezielt Akquise betrieben“ und es würden „aktiv Personen angesprochen, die zu unserem Anforderungsprofil passen“, teilte der Mitgliederrat mit. Seit Januar gäbe es Vorgespräche mit potenziellen Kandidat:innen mit dem Ziel, „den Prozess zu erläutern, gegenseitige Erwartungen an ein Vorstandsamt auszutauschen und einen ersten Eindruck voneinander zu gewinnen.“ Interviews mit den Kandidaten und Kandidatinnen laufen bereits, sollen aber noch bis April weiter geführt werden.

Mehrere Namen im Umlauf

Nach den Gesprächen folgt dann eine interne Abstimmung des Mitgliederrats. „Dabei orientieren wir uns eng an dem von uns erarbeiteten Anforderungsprofil. Anschließend führen wir mit den aussichtsreichsten Kandidat:innen vertiefende Gespräche“, hieß es im Newsletter. Einen Zeitpunkt, wann dieser Prozess abgeschlossen sein wird, wurde noch nicht bekanntgegeben. Sicher ist aber, dass bis zum 15. August der Vorschlag präsentiert ist, denn dann endet die satzungsgemäße Frist zur Einreichung der Vorschläge bei der Wahlkommission.

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Laut „Express“ seien auch schon Namen im Umlauf. So habe man IHK-Chefin Nicole Grünewald und Ex-DFL-Geschäftsführer Christian Müller kontaktiert. Auch mit Mathias Scherz und Dieter Prestin soll es Gespräche gegeben haben. FC-Präsident Dr. Werner Wolf äußerte sich am Samstag im „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wir stehen untereinander in einem engen Austausch, konzentrieren uns auf unsere aktuellen Aufgaben und versuchen, den Club nach allen Kräften bei der Erreichung unserer gemeinsamen Ziele zu unterstützen“, so Wolf. Ob sich das Trio um Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich erneut zur Wahl stellt, ist offen. Nach den Vorkommnissen des letzten Jahres, der harschen Kritik und der Nicht-Entlastung des Vorstands ist allerdings eine Mehrheit bei der Wahl für die aktuelle Vereinsführung wohl schwer zu erreichen.


„Fühlt sich sehr bescheiden an“: Trainer Sbonias sieht sein Team in Krefeld um den Lohn gebracht

Joao Pinto von der U21 des 1. FC Köln
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„Fühlt sich sehr bescheiden an“: Trainer Sbonias sieht sein Team in Krefeld um den Lohn gebracht

Es war ein später Schock für die U21 des 1. FC Köln. Beim KFC Uerdingen fiel der 3:2-Siegtreffer für die Gastgeber in der vierten Minute der Nachspielzeit. Trainer Evangelos Sbonias ärgerte sich, dass sein Team für die Aufholjagd nach der Pause nicht belohnt wurde – und lobte seinen Startelf-Debütanten. Die U21 des 1. FC Köln bringt sich um den Lohn für ihre Arbeit.

Ärgerlich war es dann schon. Denn die Kölner Reserve gab in der Nachspielzeit nach dem erzielten Ausgleich doch noch den Punkt her. Die U21 des 1. FC Köln bringt sich um den Lohn.

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Es war ein bitterer Moment für Phil Thieltges: Der 19-Jährige kam erst in der 89. Minute in die Partie – und war bei der Entstehung des Uerdinger Siegtreffers maßgeblich beteiligt. Thieltges verpatzte erst die Annahme eines Passes von Joao Pinto im Mittelfeld, danach konnte er seinen Gegenspieler nicht an der Ablage in den Strafraum hindern. Das 3:2 für den KFC war die Folge. „Am Ende ist es ein krasser individueller Fehler, der dir hier alles entreißt“, ärgerte sich der Trainer Evangelos Sbonias, „das fühlt sich natürlich jetzt sehr bescheiden an. Aber auch das gehört zur Entwicklung dazu, dass man am Ende so einen Fehler nicht macht und dann noch den Punkt mitnimmt, der am Ende auch hochverdient gewesen wäre.“

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Sbonias stand nur mit zwölf U21-Spielern da

Die U21 war dabei in Krefeld neu zusammengestellt. Marco Höger fehlte gesperrt, Stephan Salger war ebenso verletzt wie Meiko Sponsel, Arda Süne, Etienne Borie, Alessandro Blazic und Yannick Mausehund. Neo Telle, Mikail Özkan, Emin Kujovic und Oliver Schmitt wurden zudem ins Zweitliga-Aufgebot des FC berufen. Die Folge: Am Freitagmittag stand Sbonias plötzlich nur noch mit zwölf Spielern da. Kurzfristig rückten daher Fayssal Harchaoui, Gabriel Miocevic und San-Luca Spitali aus der U19 ins Aufgebot. Miocevic debütierte mit einer Spezialmaske als Spätfolge eines bei der U19 erlittenen Nasenbeinbruchs. „Man hat natürlich schon gemerkt, dass er zu kämpfen hatte mit der Intensität und mit den Umständen“, analysierte Sbonias den Auftritt des Neulings, „er hat sich aber auch reingebissen, ist von Minute zu Minute besser und stabiler geworden. Daher bin ich zufrieden mit dem Debüt.“

Bitter: In der Schlussphase musste der Innenverteidiger angeschlagen vom Feld. „Er ist umgeknickt, hat einen dicken Knöchel“, berichtete Sbonias hinterher und schob hinterher: „Hoffentlich nichts Schlimmeres.“ Die U21 brauchte beim Aufsteiger etwas Anlaufzeit, lag zur Pause mit 0:2 zurück. Der Trainer führte die Umstände als Erklärung an: „Man hat in der ersten Halbzeit gemerkt, dass wir in der Formation noch nie zusammengespielt haben. Dann können natürlich Abläufe und gewisse Sachen, die wir sehen wollen, nicht funktionieren.“

Es gab auch lobende Worte

Nach der Pause drehten die Kölner die Partie jedoch mit einem Doppelschlag. „Riesen-Respekt an die Moral und auch an die Herangehensweise“, lobte der Trainer, „wir schütteln uns in der Halbzeit, sagen uns noch einmal, egal was hier heute passiert, wir wollen hier alles noch mal probieren, um zurückzukommen. Das gelingt uns dann wirklich eindrucksvoll.“ Für die U21 stehen nunmehr drei Niederlagen in Serie in der Statistik. Keine gute Voraussetzung für das Derby am kommenden Samstag. Dann muss die FC-Reserve bei der U23 Borussia Mönchengladbachs antreten, die aktuell Tabellen-Zweiter ist. Der Anstoß im Rheydter Grenzlandstadion ist um 16 Uhr.


2:1-Erfolg zeigt, warum die Rückkehr von Tim Lemperle für den 1. FC Köln so wichtig ist

Tim Lemperle beim 1. FC Köln
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2:1-Erfolg zeigt, warum die Rückkehr von Tim Lemperle für den 1. FC Köln so wichtig ist

Zum ersten Mal seit vier Monaten stand der Angreifer gegen den SC Paderborn nun wieder in der Startelf der Geißböcke. Und obwohl der Stürmer keinen weiteren Scorer sammelte, war der Impact auf die Begegnung deutlich zu sehen beim 1. FC Köln: Darum ist die Rückkehr von Tim Lemperle so wichtig.

Auch wenn auf dem Statistikbogen andere Spieler hervorstachen, war sein Einsatz von großer Bedeutung für den 1. FC Köln: Darum ist die Rückkehr von Tim Lemperle für die Geißböcke so wichtig.

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Es war ein kurzer Moment der Unzufriedenheit, der Tim Lemperle aus dem Tritt brachte. Der kurz zuvor eingewechselte Florian Kainz hatte im Mittelfeld den Ball erobert, Paderborn befand sich mental noch im Vorwärtsgang und Lemperle nutzte die Gunst der Stunde und startete in die verwaiste gegnerische Hälfte. Der Ball des Österreichers war zu lang, zu ungenau und Lemperle ganz offensichtlich nicht so amused. Der 23-Jährige blieb stehen, schüttelte den Kopf und zeigte dann an, wo er den Ball lieber hingespielt bekommen hätte. Die reine Statistik sprach am Samstagmittag auch nicht so richtig für den Angreifer. Lemperle kam auf die wenigsten Ballkontakte der Kölner Startelf, der Stürmer schloss nicht halb so oft ab wie sein Mitspieler Imad Rondic ab und Lemperle lief auch knapp drei Kilometer weniger – wurde aber auch nach 80 Minuten ausgewechselt.

„Die Kombination aus Lemperle und Rondic hat uns dauerhaft wehgetan“

Und doch war der Impact des Angreifers auf die Kölner Angriffsbemühungen immens. Tim Lemperle verändert das Spiel des FC und das – zumindest so der Eindruck nach dem Paderborn-Spiel – tut den Geißböcken gut. „Genauso, wie wir die Kölner stressen wollten, haben sie es mit uns getan. Die Kombination aus Lemperle und Rondic hat uns dauerhaft wehgetan“, sagte Paderborns Trainer Lukas Kwasniok nach der Begegnung. Tatsächlich sorgten die beiden Angreifer immer wieder für Stress in der Paderborner Hintermannschaft. Lemperle hatte schon in der ersten Halbzeit nach einem tiefen Ball von Jan Thielmann das Tor auf dem Fuß, setzte den Lupfer gegen Manuel Riemann aber nicht präzise genug an. Nach dem Wechsel schickte Marvin Schwäbe Lemperle mit einem langen Abschlag und Riemann war außerhalb des Sechzehners nur einen Bruchteil vor dem Kölner Stürmer am Ball.

„Beim Tim hat man einfach gesehen, wie wichtig er für uns ist. Vor allem was das Timing speziell hinter die letzte Linie angeht und wie robust er in seinen offensiven Abläufen und Bewegungen auch ist“, sagte Gerhard Struber. „Und er bringt dann auch einen Imad Rondic immer gut ins Spiel.“ So legte der Stürmer schon nach wenigen Minuten Rondic die Kugel perfekt auf die Füße, doch der Bosnier schaltete nicht schnell genug. Gerade in der ersten Halbzeit fiel Lemperle zudem in der Rückwärtsbewegung immer wieder besonders positiv auf. Der 23-Jährige holte sich die Bälle in der eigenen Hälfte, leitete somit auch Torraumszenen ein. So auch nach dem Wechsel das 2:1, als Lemperle Waldschmidt überlegt bediente, der dann wiederum auf Torschütze Denis Huseinbasic durchsteckte.

Lemperle verändert das Kölner Spiel

Vor allem aber hatte man bei Lemperle am Samstag das Gefühl, dass er einfach Fußball spielen wollte. Der Angreifer strahlte mit dem Ball eine beeindruckende Präsenz aus, hatte immer eine Lösung parat, setzte seine Mitspieler immer wieder ein. Der Auftritt gegen Paderborn machte einmal mehr deutlich, wie sehr Lemperle dem FC in den vergangenen Wochen gefehlt hat. Auch, wenn der Stürmer weder sein Torkonto von neun, noch seine Scorer von 13 weiter in die Höhe schrauben konnte. Lemperle ist für Köln ganz offensichtlich mehr als „nur“ der Topscorer. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass der Stürmer eben nicht nur gute Begegnungen in dieser Saison abgerissen hat, einige Male blass blieb. Dennoch ist die Rückkehr immens wichtig. Auch, wenn sie nicht von langer Dauer ist. Sieben Begegnungen, mit einer möglichen Relegation maximal neun, wird Lemperle für die Kölner bestreiten – dann könnte der Stürmer für Hoffenheim wichtig werden.

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