Seit vier Monaten ohne Sieg: U21 des 1. FC Köln leidet unter Auswärtsschwäche

Joao Pinto von der U21 des 1. FC Köln
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Seit vier Monaten ohne Sieg: U21 des 1. FC Köln leidet unter Auswärtsschwäche

Die Serie entwickelt sich allmählich zu einem Auswärtsfluch: Die U21 des 1. FC Köln bleibt nach dem 0:1 in Bocholt in diesem Jahr weiterhin ohne Sieg auf fremden Plätzen. Der letzte Dreier außerhalb des Franz-Kremer-Stadions liegt schon mehr als vier Monate zurück. Der Trainer Evangelos Sbonias haderte mit den Bedingungen in Bocholt.

Die Bilanz der Kölner Reserve könnte besser ausfallen – zumindest auswärts. Denn seit nunmehr Anfang November sind die jungen Geißböcke auswärts ohne Punkte. Die U21 des 1. FC Köln bleibt ohne Sieg auf fremden Plätzen.

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Der 2. November 2024 ist gefühlt schon eine Ewigkeit her. An jenem Samstag setzte sich die U21 des 1. FC Köln mit 1:0 bei den Sportfreunden Lotte durch. Der mittlerweile verletzte Arda Süne erzielte das Tor des Tages. Es sollte bis heute der letzte Dreier auf fremden Plätzen sein für die FC-Reserve. Fünf Partien sind mittlerweile vergangen ohne einen Kölner Sieg. Das 0:1 in Bocholt war dabei ein Abziehbild der vorherigen Auswärtspleite bei Schalkes U23 (0:1). Der Trainer Evangelos Sbonias haderte mit den Rahmenbedingungen am Bocholter Hünting: „Es waren sehr schwere Bedingungen, der Platz war fast nicht bespielbar.“ Das habe Auswirkungen auf seine Mannschaft gehabt: „Gegen einen kompakten Gegner war es fast unmöglich, unser Spiel durchzuziehen. Das hat man in den ersten 20 Minuten gemerkt, da waren wir gar nicht gut drin.“

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Eine „bittere Auswärtsfahrt“

Mit dem ersten Standard kassierte sein Team zudem das frühe 0:1: „Da müssen wir uns etwas schütteln“, bekannte Sbonias und ergänzte: „Wir haben ein paar Dinge angepasst und unser Spiel geradliniger angelegt.“ Danach sei seine Mannschaft „zu sehr guten Torchancen und Eins-gegen-Eins-Situationen“ gelangt, „da muss man das 1:1 machen.“ Sbonias ärgerte sich insbesondere über den Pfostentreffer Mansour Ouro-Tagbas kurz nach dem Seitenwechsel: „Wenn da das 1:1 fällt, bekommt das Spiel eine andere Dynamik und kippt. So müssen wir immer wieder auf einem schwer zu bespielenden Fußballfeld Lösungen suchen, um einen tief stehenden Gegner zu bespielen.“

Sbonias ging in der Schlussphase ins Risiko, nahm mit Stephan Salger einen Sechser vom Feld und brachte mit Bernie Lennemann einen weiteren Stürmer – doch vergebens. „Am Ende fehlt uns leider wieder die Durchschlagskraft in der einen oder anderen Situation, um mehr aus unseren Chancen zu machen und auf 1:1 zu stellen.“ Sbonias sprach entsprechend von einer „bitteren Auswärtsfahrt“. Schon in der Halbzeit hatte Sbonias versucht, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Joao Pinto blieb draußen, dafür kam Yannick Freischlad in die Partie. Pinto hatte in der ersten Hälfte Licht und Schatten. Offensiv servierte der Portugiese etwa den Eckball, der zu Meiko Sponsels Pfostentreffer führte.

Defensiv agierte der Flügelspieler jedoch mehrfach unbeholfen. So verursachte Pinto den Freistoß zum Tor des Tages und hatte ein weiteres Mal Glück, dass es keinen Elfmeter für Bocholt gab. „Yannick hat gut diese Woche trainiert und sich den Einsatz verdient“, äußerte Sbonias auf den Pausen-Wechsel angesprochen. Für den 20-Jährigen war es das dritte Spiel in der Regionalliga West – allerdings konnte der Stürmer der Partie nicht mehr seinen Stempel aufdrücken.


Ausgerechnet Luca Waldschmidt

Lange sah es beim Auswärtsspiel der Geißböcke nach einer müden Nullnummer aus, doch dann schlug ein Akteur zu, der zuletzt so gar nicht überzeugen wollte. Luca Waldschmidt wird zum Matchwinner des 1. FC Köln.

Hätte er trotz der Personalsorgen nicht gespielt, hätten sich wohl wenige Fans gewundert. Doch Luca Waldschmidt wird nicht nur mit seinem entscheidenden Treffer zum Matchwinner des 1. FC Köln. Der Siegener überragt im Duell gegen Ulm.

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So wirklich viel deutete nicht auf die Erlösung, vielleicht schon wieder einmal auf so etwas wie den tragischen Helden. Als der FC eine gute Stunde vor Spielbeginn die Aufstellung bekannt gab, hatte Gerhard Struber einige Überraschungen offenbart. Und das, obwohl der FC enorme Personalsorgen hatte, es bereits seit Freitag klar war, dass gleich mehrere Leistungsträger ausfallen würden. Luca Waldschmidt hatte jedenfalls bei seinen vergangenen Einsätzen relativ wenig Eigenwerbung betrieben. Hätte der Offensivspieler auf der Bank gesessen, wäre die Verwunderung wohl nicht allzu groß gewesen. Nun aber stand der ehemalige Nationalspieler auf dem Platz und war tatsächlich von Beginn an der Aktivposten einer insgesamt einmal mehr enttäuschenden Kölner Offensive. „Es war schön wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte Waldschmidt.

„Es war keine einfache Phase“

Und der Jubel verdeutlichte das umso mehr. Als der 28-Jährige nämlich wenige Minuten vor Spielende genau die richtige Entscheidung für die Geißböcke im Auswärtsspiel gegen den SSV Ulm und dann auch noch ins Tor getroffen hatte, entlud sich auch eine ganze Menge Frust. Mit geschlossenen Augen, schreiend lief der Sieg-Torschütze über den Platz. „Es war die letzten Wochen keine einfache Phase. Im Gegenteil, es war extrem schwer“, sagte Waldschmidt. „Es hat sehr an mir genagt. Ich habe probiert, nie aufzuhören, immer weiter dran zu bleiben“. Das lief in den vergangenen Monaten alles andere als rund. Seit dem Hinspiel gegen Ulm hatte der Offensivspieler in der Liga nicht mehr getroffen, war meist nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen, empfehlen konnte er sich nicht so recht, wirkte in seinen Aktionen unglücklich, blieb angesichts seiner fußballerischen Historie oft erstaunlich blass.

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Vermutlich hätte Waldschmidt gar nicht erst in der Startformation gestanden, wenn der FC nicht unter extremen Personalsorgen gelitten hätte. Mit Linton Maina, Eric Martel und Damion Downs fielen drei Stammkräfte komplett aus und auch Leart Pacarada und Dominique Heintz nahmen angeschlagen auf der Bank Platz. Überraschend hatten es auch Imad Rondic sowie Dejan Ljubicic nicht in die Anfangsformation geschafft. Dafür aber Waldschmidt – und der Offensivspieler war von Beginn an da. „Ich habe auch gemerkt, dass die Mitspieler mich gesucht haben. Ich hatte viele Bälle, was es mir dann auch einfacher gemacht hat, gut ins Spiel zu kommen nach der längeren Phase, die ich nicht auf dem Platz war“, sagte Waldschmidt. So kam der Offensivspieler schon im ersten Abschnitt auf sechs Abschlüsse, traf dabei gleich zwei Mal knapp das Außennetz, vergab aber auch gute Möglichkeiten.

Top-Werte für Waldschmidt

„Ich müsste eigentlich in der ersten Halbzeit schon eine Tor machen. Das gibt mir dann so ein Gefühl, dass ich heute in die Situation komme. Ich kriege viele Bälle, ich komme zum Abschluss, dann weiß ich, wenn noch einer kommt oder ein zweiter, dass der dann auch sitzt“, sagte Waldschmidt. Nur saß eben zunächst keiner und es drohte kein guter Nachmittag des Ex-Nationalspielers zu werden. „Ich habe viel Geduld gebraucht in der zweiten Halbzeit, um in die Situation zu kommen. Das haben wir eine der wenigen Male ruhig am Ende ausgespielt.“ Max Finkgräfe spielte Jan Thielmann an, der nahm noch einmal den Blick hoch, sah den frei stehenden Waldschmidt und legte dem Offensivspieler den entscheidenden Treffer auf. „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht, sagte Gerhard Struber. „Dass Luca mit seiner Qualität prädestiniert ist für Tore, steht ja außer Frage.“

Wie hart sich der Siegener den Treffer erarbeitet hat, zeigen auch andere Werte. Denn Waldschmidt kam nicht nur auf acht von insgesamt zwölf Kölner Abschlüssen, Waldschmidt spulte mit nahezu zwölf die meisten Kilometer der Feldspieler ab, kam auf eine Passquote von 95 Prozent. Auch seine 65 Ballkontakte waren überdurchschnittlich gut. Doch Waldschmidt wollte den Sieg natürlich nicht für sich alleine beanspruchen. „Es spricht für die Mannschaft, wenn wir unter nicht so einfachen Umständen dann so ein Ding ziehen“, sagte der Siegtorschütze, der den FC damit zumindest für ein paar Stunden zurück an die Spitze geschossen hatte.   


Der 1. FC Köln holt drei wichtige Punkte, liefert aber eine bedenkliche Leistung ab

Gerhard Struber wirkt nachdenklich beim Spiel des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln holt drei wichtige Punkte, liefert aber eine bedenkliche Leistung ab

Die Vorzeichen waren sicherlich keine guten, dennoch tat sich Köln gegen Ulm doch schwerer als vor der Begegnung angenommen. Der 1:0-Erfolg war nicht wirklich verdient, der Gegner ebenbürtig. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Ulm, überzeugt aber nicht.

In nahezu allen Statistiken gleichauf, die Entscheidung erst kurz vor Schluss: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Ulm, überzeugt aber ein weiteres Mal nicht. Und die Leistung macht nicht gerade Mut für das Saisonfinale.

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Die Augen zusammengekniffen, die Fäuste geballt, ein Schrei – Luca Waldschmidt war die Erleichterung nach dem erlösenden 1:0 gegen den SSV Ulm am Samstag deutlich anzusehen. Auch, wenn der Torschütze nach dem Spiel von seiner eigenen schweren Phase sprach, wird wohl durch die ganze Mannschaft in diesem Moment ein Gefühl der Glückseligkeit gegangen sein. Denn so wirklich werden auch die Akteure nicht mehr an die drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten geglaubt haben. Nur fünf Tore hatten die Kölner vor dem Duell gegen die Spatzen in der Liga im Jahr 2025 erzielt. Fünf Tore in sieben Spielen wohlgemerkt. Und in den vergangenen drei war es sogar nur noch eins, das dann wiederum nicht zu drei Punkten reichen wollte. Der FC war mit nur einem Zähler aus den vergangenen drei Begegnungen auf Rang fünf der Tabelle abgerutscht. Und nun deutete nicht viel auf das sechste Tor.

Ohne fünf Stammspieler

Und da die Leistungen in den vergangenen drei Spielen auch der Ausbeute entsprach, machte das Worte Krise die Runde, verbunden mit der Frage, welche Stellschrauben FC-Trainer Gerhard Struber denn in dieser – wenn auch noch kleinen – Ergebniskrise ziehen würde. Vor knapp fünf Monaten drehte der Coach das größere Rad, wechselte unter anderem den Keeper und riskierte das Aufflammen einer zu diesem Zeitpunkt abgekühlten Torwartdiskussion, es gab weitere personelle Veränderungen und natürlich die Umstellung auf die Dreierkette sowie eine andere taktische Ausrichtung. Dieses Mal wurde also wieder über Maßnahmen diskutiert, diese aber durch die personelle Situation diktiert. Wenn man die beiden angeschlagenen Leart Pacarada und Dominique Heintz mitzählt, fehlten Struber fünf Stammspieler.

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Die Voraussetzungen waren also nicht die besten und der FC tat sich dementsprechend auch von Beginn an einmal mehr schwer, fand spielerisch keine Mittel gegen die gut organisierte Ulmer Hintermannschaft. „Hier hatte es noch keine Mannschaft leicht, ins Treffen zu kommen“, sagte Struber nach dem Spiel. Damit hatte der Coach recht, immerhin gehört die Abwehr der „Spatzen“ in Sachen Gegentoren zu den besten der Liga. Dennoch war die Leistung der Kölner einmal mehr überschaubar. „Wenn man nach Ulm fährt, ist die Erwartungshaltung, dass wir drei Punkte holen. In Köln erwartet man, glaube ich, dass wir 5:0 gewinnen. Die drei Punkte haben wir geschafft, das 5:0 nicht“, sagte Timo Hübers. „Über die Art und Weise kann man streiten, es war nicht das schönste Spiel.“ Das war es wahrlich nicht. 

Schwache Leistung der Kölner

Die Kölner wirkten absolut ideenlos. Es fehlten einmal mehr die spielerischen Mittel. Und da sollte die personelle Situation nicht als Ausrede gelten. Schließlich standen zu Beginn der Partie die Erfahrung von mehr als 800 Bundesligaspielen sowie ein Marktwert, der deutlich über dem Kaderwert des Gegners lag auf dem Platz. Abgesehen von einer Dreifachchance nach vier Minuten war aber auch die Gefahr des Gastgebers in Halbzeit eins überschaubar. Nach dem Wechsel war der Gegner phasenweise sogar besser, näher an der Führung. Unter anderem traf Oliver Batista Meier den Außenpfosten. Und als Semir Telalovic den Ball aus kurzer Distanz zehn Minuten vor Spielende über das Tor von Marvin Schwäbe jagte, deutete alles auf eine müde Nullnummer hin. Bis Jan Thielmann Mitspieler Waldschmidt einsetzte und der die Entscheidung erzielte. Verdient war die aber nicht.

Denn unterm Strich bewegten sich die Mannschaften in nahezu sämtlichen Statistiken auf Augenhöhe. Ein qualitativer Unterschied war über die gesamte Spielzeit jedenfalls nicht auszumachen. Die Erleichterung mit dem späten Treffer trotz mäßiger Leistung auch weiterhin eine gewichtige Rolle im Aufstiegsrennen zu spielen, war groß. „Es tut unfassbar gut, auswärts mal wieder 1:0 gewonnen zu haben. Zu Null, drei Punkte, so können wir nach Hause fahren“, sagte dementsprechend auch Marvin Schwäbe. Zwar rutschten die Kölner am Abend wieder ab auf Rang zwei und am Nachmittag kann auch der SC Paderborn den FC überholen, der FC wird aber nach dem 25. Spieltag einen Rang in der Top-drei belegen. Timo Hübers betonte nach dem Spiel, dass schon bald keiner mehr nach dem „Wie“ in Bezug auf den Kölner Erfolg fragen würde. Das stimmt voraussichtlich. Hoffnung auf weitere Dreier gegen deutlich stärkere Gegner macht die Leistung von Samstag aber auch nicht.


Doppeltes Pfosten-Pech: U21 des 1. FC Köln verliert unglücklich gegen Team von Christopher Schorch

Meiko Sponsel vom 1. FC Köln
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Doppeltes Pfosten-Pech: U21 des 1. FC Köln verliert unglücklich gegen Team von Christopher Schorch

Die U21 des 1. FC Köln hat einen verdienten Punktgewinn beim 1. FC Bocholt verpasst: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias konnte seine Chancen nach einem Blitz-Rückstand nicht nutzen, scheiterte unter anderem zweimal am Pfosten. Und so stand am Ende eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen die Mannschaft von Interimstrainer Christopher Schorch. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Bocholt.

An fehlenden Chancen lag der torlose Auftritt der Kölner Reserve nicht. Joao Pintos Flachschuss und Meiko Sponsels Kopfball an den Pfosten hätten zumindest zu einem Ausgleichstreffer führen können. Aber: Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Bocholt.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen Rödinghausen lediglich auf einer Positionen – und das auch nur gezwungenermaßen: Joao Pinto startete für den verletzten Arda Süne. Die Gastgeber erwischten am Hünting einen Blitzstart: Joao Pinto foulte einen Bocholter direkt am Kölner Strafraum kurz vor der Grundlinie. Nicolas Hirschberger brachte den Freistoß an den zweiten Pfosten. Dort stieg Thomas Gösweiner am höchsten. Jonas Nickisch parierte den Kopfball zunächst stark, den Abpraller staubte Gösweiner jedoch zum 0:1 aus FC-Sicht ab (4.). Die Kölner besaßen eine gute Chance zum Ausgleich nach einem Querpass Patrik Kristals vom rechten Flügel zurück ins Zentrum an den Sechzehner. Bocholts Torwart Lucas Fox war jedoch bei Joao Pintos Flachschuss unten in die Ecke aufmerksam und verhinderte so den Ausgleich (15.).

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Köln war nah am Ausgleich

Jonas Nickisch wiederum verhinderte mit einem starken Reflex gegen den Schuss von Raphael Assibey-Mensah aus wenigen Metern den zweiten Bocholter Treffer (24.). Jaka Cuber Potocnik ließ den Ausgleich bei einer Chance aus dem Nichts liegen: Kristal legte ab zum Stürmer, der zunächst blank am Elfmeterpunkt stehend den Ball jedoch zu umständlich annahm und den Schuss unter Bedrängnis schließlich rechts unten am Bocholter Tor vorbeilegte (30.). Noch näher am Ausgleich waren die Kölner etwas später: Georg Strauch schlug den Ball hoch nach vorne, Joao Pinto startete aus abseitsverdächtiger Position frei auf das Tor. Der Schuss des Stürmers wurde aber vom Torwart zur Ecke gelenkt. Pinto schlug die Ecke von der rechten Seite selbst. Marco Höger verlängerte am ersten Pfosten und Meiko Sponsel köpfte dahinter an den zweiten Pfosten (39.).

Im zweiten Durchgang waren es die Gäste, die den ersten Akzent setzten: Der Schlenzer von Mansour Ouro-Tagba landete jedoch nur am Pfosten (51.). Es war der zweite Kölner Aluminiumtreffer an diesem Nachmittag. Insgesamt verlief die zweite Hälfte jedoch deutlich unspektakulärer als die ersten 45 Minuten. Marvin Lorch ließ in der Schlussphase die Riesenchance zur Entscheidung liegen. Jonas Nickisch parierte den Schuss des Bocholters aus kurzer Distanz nach einem Querpass von Raphael Assibey-Mensah an den zweiten Pfosten mit einem starken Reflex (82.). Der zweite Bocholter Treffer hätte dem Spielverlauf jedoch nicht entsprochen. Am Ende blieb es beim unglücklichen 0:1 aus Sicht der U21. Für die FC-Reserve geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Düren weiter.

1. FC Köln U21: Nickisch – Strauch (74. Akmestanli), Smajic, Özkan, Sponsel – Höger, Salger (86. Lennemann) – Kristal (81. Saliger), Pinto (46. Freischlad) – Ouro-Tagba, Potocnik. Tor: 1:0 Gösweiner (4.). Zuschauer: 1856.



Die FC-Einzelkritik beim SSV Ulm: Zwei Zweien, drei Mal knapp an der Fünf vorbei

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln
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Die FC-Einzelkritik beim SSV Ulm: Zwei Zweien, drei Mal knapp an der Fünf vorbei

Der Effzeh gewinnt nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie mit einem 1:0-Auswärtssieg beim SSV Ulm 1846. Dabei konnten die Geißböcke über weite Strecken der Partie zwar nicht überzeugen, am Ende zählen aber nur die drei Punkte. Die Einzelkritik des 1. FC Köln beim SSV Ulm.

Der Effzeh gewinnt nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie mit einem 1:0-Auswärtssieg beim SSV Ulm 1846. Dabei konnten die Geißböcke über weite Strecken der Partie zwar nicht überzeugen, am Ende zählen aber nur die drei Punkte. Die Einzelkritik des 1. FC Köln beim SSV Ulm. Die Einzelkritik des 1. FC Köln beim SSV Ulm.

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Der 1. FC Köln kann doch noch Tore schießen und Spiele gewinnen. Nach dem 1:0-Sieg in Ulm durch Luca Waldschmidt ist der FC wieder an der Tabellenspitze. Der FC kam im Verlauf der ersten Halbzeit hin und wieder mal gefährlich in den gegnerischen Strafraum, ließ aber viel liegen. Nach einer schon schwachen ersten Halbzeit präsentierte sich der FC in der zweiten Halbzeit erstaunlich ideenlos. An einen FC-Sieg hatte kaum noch einer gedacht. Doch in der 87. Minute war es dann soweit, als Waldschmidt nach Vorarbeit von Thielmann die Kölner auf die Siegerstraße brachte. Mit seinem vierten Ligator schoss der zuletzt in die Kritik geratene Offensivmann den FC wieder auf Platz eins in der Tabelle.

Viel Durchschnitt, aber sicher zu Null

Marvin Schwäbe in der Einzelkritik

Marvin Schwäbe

Hatte in der ersten Halbzeit keinen Schuss auf sein Tor zu halten. Wäre bei Batista Meiers Pfostentreffer chancenlos gewesen. Bekam im zweiten Abschnitt mehr zu tun, hielt aber sicher. Das neunte Mal in dieser Saison mit weißer Weste.


Max Finkgräfe Einzelkritik

Max Finkgräfe

Hinten links in Ordnung, allerdings mit weniger Drang zum Tor als Gazibegovic auf der rechten Seite. Hielt seine Seite in der zweiten Hälfte sauber, im Angriffsspiel aber kaum mit Aktionen. Trug den Ball vor dem ersehnten Treffer mit einem Vorstoß nach vorne und setzte Vorlagengeber Thielmann in Szene. 


Joel Schmied Einzelkritik 3

Joel Schmied

Wirkte in der Anfangsphase sicherer als sein Nebenmann Hübers. Konnte den Abschluss von Batista Meier zum Anfang der zweiten Hälfte nicht verhindern, der den Pfosten traf. In der Luft ohne Probleme. Brachte 95 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Musste nach 82 Minuten angeschlagen vom Feld runter.


Timo Hübers Einzelkritik 1. FC Köln 3-

Timo Hübers

Schlimmer Fehler zu Beginn, der bei einem Konter der Ulmer fast zum Gegentor führte. Steigerte sich defensiv dann, allerdings baute Ulm auch im Verlauf der ersten Halbzeit offensiv auch ab. Ab der zweiten Halbzeit stärker gefordert, jedoch ohne weitere Aussetzer.


Jusuf Gazibegovic Einzelkritik

Jusuf Gazibegovic

Spielte erstmals in der Viererkette beim FC von Beginn an. Hatte seine Abwehrseite im ersten Abschnitt im Griff. Schaltete sich mit Thielmann immer mal wieder offensiv ein. Nach der Pause nur noch mit Defensivaufgaben beschäftigt. Eine überzeugende Steigerung nach vorne war das noch nicht.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Wieder zu wenig Offensivpower

Denis Huseinbasic Einzelkritik

Denis Huseinbasic

Wirkte in der ersten Halbzeit nicht immer sicher am Ball. Dementsprechend auch viele Ballverluste, auch in den Zweikämpfen nicht immer richtig zur Stelle. Keine Ideen für das Spiel nach vorne. Durfte eine gute Stunde ran, machte dann Platz für Ljubicic.


Olesen Einzelkritik

Mathias Olesen

Bügelte den Abwehrfehler von Hübers zu Beginn mit zwei geblockten Schüssen aus. Im Spiel nach vorne spielte der Luxemburger keine gefährlichen Bälle, war eher um Sicherheit bemüht. Bisher kein Faktor im Kölner Angriffsspiel.


Florian Kainz, Einzelkritik 4

Florian Kainz

Hatte die frühe Führung auf dem linken Fuß, verzog aber frei vor dem Tor und traf nur das Außennetz. Versuchte sich mit Flanken von der linken Seite, fand aber selten einen Abnehmer. Bereitete die Megachance für Waldschmidt vor. Auch Kainz baute in der zweiten Halbzeit massiv ab, wie nahezu jeder Kölner Offensivspieler.


Luca Waldschmidt Einzelkritik

Luca Waldschmidt

Zunächst wenig auffällig in der Offensive. Dann aber mit einem Chancenwucher: Erst frei vor dem Tor per Kopf. Dann mit zwei weiteren Möglichkeiten, die der 28-Jährige ebenfalls vergab. Nach der Pause nahezu unsichtbar. Bis zu seinem vierten Tor in dieser Saison, der wahrscheinlich der bisher wichtigste Treffer war. Der Matchwinner in Ulm. Dazu die meisten Kilometer, die beste Passquote.


Jan Thielmann Einzelkritik

Jan Thielmann

 Spielte in der Startelf auf der Position, wo er sich am wohlsten fühlt. Bereitete die Großchance für Kainz vor. Wenn etwas offensives passierte, dann zu Beginn über seine Seite. Viele Flanken mit Schnitt zum Tor. Zudem giftig in den Zweikämpfen. Holte sich seine sechste gelbe Karte beim Unterbinden eines gegnerischen Konters ab. In Hälfte zwei baute auch er ab. Dann nach gutem Laufweg mit der Torvorlage für Waldschmidt.


Steffen Tigges

Versuchte viel, konnte einige Bälle bis zur Mitte der ersten Halbzeit festmachen und sich in Zweikämpfen durchsetzen. Eine nennenswerte Torchance hatte Tigges aber zur ersten Halbzeit nicht. Wurde spätestens im zweiten Abschnitt völlig alleine gelassen und konnte vorne im Sturmzentrum einem leidtun.


Dejan Ljubicic Einzelkritik

Dejan Ljubicic

Sollte das Zentrum vor der Abwehr neben Olesen stabilisieren, was ihm zwar gelang, aber auch der Österreicher blieb nach vorne blass. Kreativ wurde der FC auch nach seiner Einwechslung nicht. Wesentlich sicherer am Ball als Huseinbasic, konnte dennoch keine entscheidenden Impulse setzen.

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Luca Waldschmidt schießt den 1. FC Köln vorerst zurück an die Spitze

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln
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Luca Waldschmidt schießt den 1. FC Köln vorerst zurück an die Spitze

Der FC hat seinen erheblichen Personalsorgen und einem schwachen Auftritt getrotzt: Der 1. FC Köln gewinnt beim SSV Ulm 1:0 und schiebt sich zumindest bis zum Abend zurück an die Tabellenspitze. Den entscheidenden Treffer erzielte Luca Waldschmidt.

Ausgerechnet Luca Waldschmidt avanciert gegen die „Spatzen“ zum Matchwinner: Der 1. FC Köln gewinnt beim SSV Ulm 1:0. Und das aufgrund eines Treffers des Offensivspielers weniger Minuten vor Spielende. Der FC springt damit vorerst wieder auf Platz eins. Am Abend spielt aber Hamburg gegen Düsseldorf.

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Notgedrungen musste Gerhard Struber seine Aufstellung auf einigen Positionen umändern. Denn mit Linton Maina (Sprunggelenksverletzung), Damion Downs (Handbruch) und Eric Martel (Infekt) fielen gleich drei Stammspieler aus. Und doch hielt der Kölner Coach einige Überraschungen im Köcher. So wechselte Struber zurück auf die Viererkette sowie auf fünf Positionen – sicherlich auch durch die Infekt-Welle im Kader bedingt. Neben den Ausfällen nahmen zunächst auch Leart Pacarada und Dominique Heintz auf der Bank Platz, die beide unter der Woche ebenfalls unter leichten Symptomen gelitten hatten. In die Mannschaft rotierten Denis Huseinbasic, Jan Thielmann, Mathias Olesen und überraschend auch Luca Waldschmidt und Steffen Tigges.

Waldschmidt der Aktivposten

Die ersten Aktionen gehörten aber den Gastgebern. Auch, weil Timo Hübers den Gegner mit einem unsäglichen Ballverlust an der Seitenlinie einen Konter einleitete. Gleich mehrfach suchten die „Spatzen“ den Abschluss, zwei Mal blockte Olesen (4.). Auf der anderen Seite nahm Jusuf Gazibegovic über rechts Tempo auf und brachte die lange Flanke, Florian Kainz nahm die Kugel direkt, traf aber nur das Außennetz (7.). Doch die Begegnung schlief zunehmend ein, war zerfahren. Viel spielte sich in der neutralen Zone ab, lange passierte nichts. Erst Mitte der ersten Halbzeit wurden die Geißböcke besser. Auch, weil Thielmann es immer wieder mal mit Flanken von der rechten Seite auf Kainz probierte, so richtig gefährlich wurden die Aktionen aber nicht. Erst nach einer Hereingabe von Kainz tauchte Waldschmidt in der Box auf und köpfte knapp am Kasten vorbei (28.).

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Und der Offensivspieler blieb auch weiterhin der Kölner Aktivposten. Thielmann tankte sich auf der rechten Seite durch, legte zurück und der Siegener brachte die Kugel aufs kurze Eck, Christian Ortag tauchte schnell genug ab (36.). Nach einer von Waldschmidt kurz ausgeführten Ecke kam der ehemalige Nationalspieler unmittelbar vor dem Seitenwechsel wieder an den Ball, zog ab und fand erneut das Außennetz (45.), der insgesamt sechste Abschluss des Angreifers. Dennoch war das torlose Remis zur Halbzeit insgesamt wohl leistungsgerecht. Ulm kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Zunächst verfehlte Lucas Röser das Kölner Tor aus 16 Metern deutlich (48.), anschließend traf Oliver Batista Meier aus elf Metern den Außenpfosten (52.). Und auch der nächste Abschluss gehörte Ulm, aber Rösers Versuch stellte Marvin Schwäbe vor keine großen Probleme (56.).

Dem FC fällt zu wenig ein

Der FC tat in dieser Phase recht wenig für die Offensive, überließ dem Gastgeber den Ball. Erst nach einer Stunde ging es dann auch mal spielerisch bei den Kölnern: Thielmann steckte durch auf Kainz, der legte zurück auf Waldschmidt, aber der Offensivspieler dribbelte sich fest, suchte gar nicht erst den Abschluss (61.). Struber reagierte und brachte Dejan Ljubicic für Denis Huseinbasic. Der fügte sich direkt mit einem Foulspiel ein. Den Freistoß von Batista Meier rettete Schmied zum Eckball (66.). Doch wirklich viel Spielkultur wollte auch im zweiten Abschnitt nicht aufkommen. Köln fiel kaum etwas ein, Ulm spielte im Rahmen der Möglichkeiten. Und hätte sich beinahe belohnt. Nach einem Ballverlust von Thielmann konterte der Gastgeber über Aaron Keller. Die Kugel landete bei Semir Telalovic, der aus kurzer Distanz über das Tor schoss (78.).

Auch in der Schlussphase entwickelten die Geißböcke nicht den nötigen Druck. Mehr als ein harmloser Freistoß von Gazibegovic war nicht drin. Bis Finkgräfe die Kugel über die rechte Seite trieb und auf Jan Thielmann ablegte. Der Offensivspieler spielte quer auf Waldschmidt, der ganz sicher einschob (88.). Mehr passierte nicht mehr. Vorerst ist der FC damit wieder Tabellenführer, doch am Abend kann Hamburg nachlegen. Am kommenden Samstag empfängt der FC den SV Darmstadt im eigenen Stadion.

FC: Schwäbe – Finkgräfe, Hübers, Schmied (81. Heintz), Gazibegovic – Huseinbasic (62. Ljubicic), Olesen – Kainz, Waldschmidt, Thielmann – Tigges – Tore: 0:1 Waldschmidt (88.)



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Liveticker SSV Ulm gegen den 1. FC Köln – Waldschmidt erlöst den FC

SSV Ulm gegen den 1. FC Köln
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Liveticker SSV Ulm gegen den 1. FC Köln – Waldschmidt erlöst den FC

Nach dem bitteren 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC war der FC am Samstagmittag zu Gast beim SSV Ulm. Das Hinspiel endete nach Toren von Timo Hübers und Luca Waldschmidt 2:0. Alle Informationen gibt es im Liveticker der Begegnung zwischen dem SSV Ulm und dem 1. FC Köln.

Vor dem 25. Spieltag stand der FC auf Tabellenplatz fünf und hatte weiterhin einen Punkt Rückstand auf den HSV, der sich den Spitzenplatz zurückerobern konnte. Im Duell gegen Ulm will der FC drei Zähler mit nach Hause nehmen, um den Anschluss zu den Aufsteigsplätzen zu halten. Alle Informationen zum Duell gibt es im Liveticker der Begegnung zwischen dem SSV Ulm und dem 1. FC Köln.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem SSV Ulm. Im Hinspiel gewann der FC im Kölner Stadion 2:0. Die Tore für die Kölner machten damals Timo Hübers und Luca Waldschmidt. Im Rückspiel war Waldschmidt dann erneut erfolgreich und bescherrte Köln den wichtigen Dreier.




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Stellt sich die Mannschaft von alleine auf? So könnte der FC gegen Ulm spielen

Gerhard Struber und Florian Kainz bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Stellt sich die Mannschaft von alleine auf? So könnte der FC gegen Ulm spielen

Mit großen Verletzungssorgen ist der FC am Freitag nach Ulm aufgebrochen. Und selbst wenige Stunden vor dem Spiel gibt es noch Fragezeichen. Und das nicht nur hinter dem Personal. So könnte der 1. FC Köln in Ulm starten.

Dreierkette oder Viererkette? Wer steht dem FC überhaupt zur Verfügung? Wenige Stunden vor dem Duell der Geißböcke in Ulm scheinen noch einige Baustellen offen zu sein. So könnte der 1. FC Köln in Ulm starten.

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So ein wenig hatten die Tage vor dem Spiel des FC beim SSV Ulm von einer Achterbahn der Gefühle. Am Donnerstag hatte FC-Trainer Gerhard Struber noch Hoffnung, dass es für Damion Downs reichen könnte, das Trio Leart Pacarada, Dominique Heintz und Eric Martel bezeichnete der Kölner Coach als Wackelkandidaten. Am Freitag nahm das Trio an der Trainingseinheit teil, während sich die Nachricht verbreitete, dass Downs kein Thema mehr sein würde. Der Angreifer muss sich einer Operation unterziehen. Somit fallen beide Top-Torjäger für Samstag aus. Und auch nach der Einheit am Geißbockheim gab es die nächste Hiobsbotschaft: Auch Eric Martel wird nicht gegen die Spatzen mitwirken können. Somit fallen beim FC drei absolute Leistungsträger dieser Spielzeit aus.

Doppelsechs oder Doppelspitze?

Immerhin sind Dominique Heintz und Leart Pacarada nach Ulm gereist. Ob es zu einem Einsatz kommt, ist noch offen. Und so ist die Startelf der Kölner auch weiterhin mit einigen Fragezeichen versehen. Keine Frage gibt es natürlich im Tor. Marvin Schwäbe ist fit, wird gegen Ulm den Kasten hüten. Durch den Ausfall von Eric Martel wird sich wohl auch in der Dreierkette nicht viel verschieben, wenn Struber das System nicht auf Viererkette umstellt. Das könnte zum Beispiel ein Thema werden, wenn es für Heintz nicht reicht. Joel Schmied und Timo Hübers dürften dann sicherlich gesetzt sein. Auf der linken Abwehrseite steht das Fragezeichen hinter Pacarada, Max Finkgräfe wäre die logische Alternative. Auf der rechten Seite wird Jusuf Gazibegovic wohl weiterhin auflaufen.

Und dann wird es auch schon spannend. Auf der Doppelsechs könnten Denis Huseinbasic und Mathias Olesen auflaufen. Dann wären bei einer Viererkette Florian Kainz und Jan Thielmann Optionen für die Außenpositionen, Dejan Ljubicic eine für die Zentrale. Möglich aber auch, dass Struber nur mit einer Sechs und zwei Spitzen spielt. Dann würde wohl Ljubicic auf der halbrechten Seite auflaufen und Thielmann gemeinsam mit Imad Rondic das Sturmzentrum bekleiden.

Duell gegen den Ulm: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Leart Pacarada beim Spiel des 1. FC Köln

Leart Pacarada

Timo Hübers vom 1. FC Köln

Timo Hübers

Dominique Heintz beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Jusuf Gazibegovic

Mathias Olesen vom 1. FC Köln

Mathias Olesen

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln

Denis Huseinbasic

Dejan Ljubicic im Testspiel gegen Viktoria Köln

Dejan Ljubicic

Florian Kainz nach seinem Treffer zur Kölner Führung

Florian Kainz

Jan Thielmann beim 1. FC Köln

Jan Thielmann

Imad Rondic soll für den 1. FC Köln Tore schießen

Imad Rondic



Das erwartet den 1. FC Köln: Starke Defensive, variabler Angriff

Denis Huseinbasic im Hiunspiel des 1. FC Köln gegen den SSV Ulm
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Das erwartet den 1. FC Köln: Starke Defensive, variabler Angriff

Nach der Niederlage in Karlsruhe und dem damit verbundenen Abrutschen auf Platz fünf in der Tabelle steht für den FC das nächste Duell an. Am Samstagmittag gastiert das Team von Gerhard Struber in Ulm. Wir haben die Spatzen genauer unter die Lupe genommen. Das erwartet den 1. FC Köln beim SSV Ulm.

Am Samstag ist der FC zu Gast beim SSV Ulm. Keine leichte Aufgabe für die Geißböcke. Auch, wenn Ulm zu den Keller-Kindern gehört, verfügt der Gegner über viel Qualität. Das erwartet den 1. FC Köln beim SSV Ulm.

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Aktuelle Form: Das Team von Trainer Thomas Wörle gewann von seinen letzten 17 Ligaspielen lediglich eine Partie, ging neunmal mit einem Unentschieden und siebenmal als Verlierer vom Feld. Nach dem letzten Sieg gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg (5:1) am 19. Spieltag setzte es bei Fortuna Düsseldorf (2:3), zu Hause gegen den SC Paderborn (0:2) und beim 1. FC Nürnberg drei Niederlagen am Stück. In den jüngsten beiden Partien spielten die Ulmer zweimal unentschieden. Sowohl gegen die SV Elversberg, als auch gegen Eintracht Braunschweig holte das Team von Wörle einen Punkt. Mit fünf Punkten in der Rückrunde stehen die Spatzen in der Rückrundentabelle auf dem 15. Platz – nur Hertha BSC (4 Punkte), Darmstadt 98 (4 Punkte) und der SSV Jahn Regensburg (4 Punkte) waren schwächer. Kurios: Die Spatzen spielten in dieser Saison am häufigsten Remis. In zehn Spielen teilten sie sich mit ihrem Gegner die Zähler.

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Stärken und Schwächen

Sicher vom Punkt: Mit fünf Elfmetern bekamen die Spatzen in der laufenden Saison hinter Fortuna Düsseldorf und zusammen mit fünf weiteren Teams die zweitmeisten Strafstöße der Liga zugesprochen. Von diesen verwandelten die Ulmer alle fünf. Damit liegen sie neben Hertha BSC und der SpVgg Greuther Fürth nach Düsseldorf, die sieben Tore per Strafstoß erzielten, auf dem zweiten Rang.

Laufstarkes Spiel: Die Ulmer gehören in dieser Saison zu den laufstärksten Teams der ganzen Liga. So legten die Spieler in den bisherigen 24 Ligaspielen 2810,5 Kilometer zurück und liegen damit nur hinter dem SC Paderborn (2879,5 km) und Fortuna Düsseldorf (2822,8 km) auf dem dritten Platz.

Karten freudig: Mit insgesamt 68 Karten liegen die Schwarz-Weißen zusammen mit Preussen Münster hinter Eintracht Braunschweig (70 Karten) auf dem geteilten zweiten Platz. Auch bei den Gelben Karten gehört das Team von Wörle zu den Top drei. Hier liegen die Ulmer mit 64 hinter Eintracht Braunschweig und Preußen Münster auf dem dritten Rang.

Gute Defensive: Die Ulmer stehen auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. Damit stellt der SSV mit 31 Gegentoren zusammen mit Tabellenführer Hamburg die fünftbeste Defensive der Zweiten Bundesliga. Nur der 1. FC Köln (30), die SV Elversberg (30), der SC Paderborn (29) und Hannover 96 (24) mussten weniger Gegentreffer hinnehmen.

Offensiv schwach: Mit nur 25 eigenen Toren stellen die Ulmer hinter Eintracht Braunschweig und Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg die drittschlechteste Offensive der Zweiten Bundesliga.

Stürmer mit Bundesliga-Erfahrung

Im Fokus: Mit Stürmer Semir Telalovic hat der SSV Ulm 1948 einen Spieler in seinen Reihen, der in den vergangenen Jahren schon Erfahrung in der Bundesliga gesammelt hat. Der 25-Jährige wechselte Anfang 2022, nachdem er in der Regionalliga Bayern 14 Treffer in 23 Spielen erzielt hatte, zu Borussia Mönchengladbach II. Bei den „kleinen“ Fohlen war Telalovic in 50 Partien 22 Mal selbst erfolgreich und legte seinen Mitspielern 16 weitere Tore auf. Dadurch wurde der Offensivspieler in die erste Mannschaft der Borussia hochgezogen und absolvierte drei Kurzeinsätze im deutschen Oberhaus. Im Sommer 2023 schloss sich der Stürmer dann dem englischen Zweitligisten Blackburn Rovers an, bevor er nach einem Jahr in England nach Deutschland zurückkehrte und seitdem für die Spatzen auf Torejagd geht. In bisher 19 Ligaspielen traf Telalovic neun Mal und erzielte somit 36 Prozent der Ulmer Tore.

Formation/Taktik: Trainer Thomas Wörle lässt seine Mannschaft überwiegend im 3-4-3 System auflaufen. Die drei in der Offensive tauschen dabei immer wieder die Positionen. Dadurch sind die Ulmer im Spiel nach vorn sehr flexibel. Dabei setzt der SSV im Angriff auf viel Spielerisches und versucht, den Gegner auszukombinieren. Die Außenverteidiger schieben bei Offensivaktionen immer nach vorne, um weitere Anspielstationen zu ermöglichen. Dabei lässt sich Hyryläinen immer wieder fallen, womit die Badener stets mit vier Spielern hinten absichern. Beim Spielaufbau setzen die Ulmer überwiegend auf einen spielerischen Ansatz. Dabei sind sie sich aber auch nicht zu schade, mit langen Bällen zu agieren und dabei auf den zweiten Ball zu gehen oder diesen durch einen Stürmer absichern zu lassen, damit weitere Spieler nachrücken können und man so Überzahl in der Situation schafft.

Das sagt der Coach

Gerhard Struber über Ulm: „Wir spielen gegen eine Mannschaft, die es versteht, gut zu verteidigen. Das ist eine Mannschaft, die das gemeinsam mit einem richtig großen Schulterschluss immer wieder beweist. Sie geben einfach wenig Räume her und machen es dem Gegner schwer, Tore zu schießen. Sie sind im Infight auch eine Mannschaft, die alles in die Waagschale wirft und gleichzeitig über Standards eine Torgefahr ausstrahlt. Also ein Gegner, der einiges mitbringt, was die Defensive angeht, und gleichzeitig aber auch ein Gegner, wo wir klar den Anspruch haben, zu gewinnen. Wir müssen sehr konzentriert und fokussiert sein.“

Personal: Die Ulmer müssen im Heimspiel gegen den 1. FC Köln lediglich auf Innenverteidiger Tom Gaal (Gelbsperre) verzichten. Alle anderen Profis stehen Coach Wörle zur Verfügung.

Mögliche Startelf: Ortag – Reichert, Strompf, N. Kolbe – Rösch, Brandt, Dressel, Keller – Krattenmacher, Röser, Batista Meier



Die Hoffnung Stoßstürmer – Warum Flanken gegen Ulm nicht unbedingt ein probates Mittel sind

Imad Rondic soll für den 1. FC Köln Tore schießen
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Die Hoffnung Stoßstürmer – Warum Flanken gegen Ulm nicht unbedingt ein probates Mittel sind

Seit einigen Wochen ist die Offensive des FC alles andere als beeindruckend. Nun ist die Personallage zusätzlich besonders arg strapaziert. Möglicherweise wird man am Samstag auf Stoßstürmer und Hereingaben setzen müssen beim 1. FC Köln: Flanken sind nicht zwingend ein probates Mittel gegen Ulm.

Linton Maina fällt aus, Damion Downs wohl auch, es bleibt ein Fragezeichen hinter Tim Lemperle. Wer soll die Tore schießen für die Geißböcke? Möglicherweise lautet die Antwortet die Stoßstürmer des 1. FC Köln: Aber Flanken sind gegen Ulm nicht zwingend ein probates Mittel.

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Hätte Gerhard Struber am Donnerstag auf der Pressekonferenz keine Kappe getragen, die Sorgenfalten wären wohl zu sehen gewesen. Die ohnehin nicht gerade besonders effektive Offensive bricht dem FC aktuell auseinander. Linton Maina wird den Kölnern noch Wochen fehlen, Damion Downs wackelt aufgrund einer Armverletzung, trainierte auch am Freitag nicht mit der Mannschaft – ein Einsatz am Samstag ist sehr unwahrscheinlich. Und Tim Lemperle wird nach seiner langen Verletzung auch nicht zwingend eine Alternative für die Startelf sein. Immerhin hat der Stürmer in diesem Jahr nur eine knappe Viertelstunde gegen die SV Elversberg auf dem Platz gestanden. FC-Trainer Gerhard Struber muss sich also andere Strategien einfallen lassen. Denn die drei Offensivkräfte waren an insgesamt 38 Treffern in der Liga direkt beteiligt (21 Tore/17 Vorlagen).

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Ulm in der Rückrunde bei Flanken top

Umdenken heißt also die Maxime. „Wir haben versucht, gewisse Abläufe zu trainieren, um ins Toreschießen zu kommen. Im Training lag ein Schwerpunkt auch beim Spiel im letzten gegnerischen Drittel und in der Box. Da hat es immer wieder gute Abschlüsse gegeben“, erklärte Struber am Donnerstag. Dennoch stellt sich die Frage, wer denn nun die Tore schießen soll, denn so wirklich viele Alternativen gibt es nicht. Im Training agierte Jan Thielmann oft neben Imad Rondic, dem Winter-Neuzugang, der laut Christian Keller aber nicht als Soforthilfe verpflichtet wurde. Auch Steffen Tigges wäre ein probates Mittel in der Box – zumindest nominell. Allerdings haben die drei Offensivspieler in dieser Saison in der Liga zusammen erst ein Tor erzielt und ein weiteres vorbereitet – in beiden Fällen war Thielmann erfolgreich.

Und Rondic und Tigges sind von der Veranlagung wohl auch eher Stoßstürmer, die in vorderster Linie agieren. Eigentlich kein schlechtes Mittel. Schließlich hatte Struber erst vor wenigen Wochen betont, dass gerade Rondic den FC variabler macht. Der FC könnte mit dem Bosnier wieder ein Flankenspiel aufziehen. Ein Mittel, das den FC in den ersten Spielzeiten unter Steffen Baumgart ausgezeichnet und auch zu Beginn der Saison stark gemacht hat. Wäre da nicht dieses kleine „aber“. Denn ausgerechnet der SSV Ulm ist nicht gerade besonders anfällig bei gegnerischen Flanken. Die „Spatzen“ wackeln in der Defensive ohnehin nicht sonderlich. 31 Gegentore hat sich der SSV in der Spielzeit gefangen. Nur vier Teams – allesamt aus der oberen Tabellenhälfte – haben weniger Gegentreffer kassiert.

Und gerade bei gegnerischen Flanken zeigt sich Ulm in der Rückrunde besonders stabil. Kein Team hat in den vergangenen Spielen weniger Hereingaben zugelassen wie Ulm – und das unabhängig der Seite. Besonders erstaunlich: Gerade bei den Luftzweikämpfen weisen die Spatzen eine besonders schwache Quote auf. Immerhin gehören die Geißböcke bei der Anzahl der Hereingaben nach wie vor zu den Spitzenteams der Liga – sicher auch, aufgrund des ersten Saisondrittels. Und: Beim FC kommen knapp 30 Prozent der Flanken auch beim Mitspieler an. Auch da ist Köln eins der Topteams. Aber: Nur fünf Flanken führten auch zum Tor.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Struber geht Personal aus