Nächste Hiobsbotschaft für die Kölner Reserve: Arda Süne wird der U21 des 1. FC Köln kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Der Offensivspieler erlitt beim 1:0-Erfolg gegen Rödinghausen am Sonntag eine Verletzung. Immerhin: Eine Operation, wie beim am Sprunggelenk verletzten Yannick Mausehund, ist nicht erforderlich.
Der 1:0-Erfolg gegen Rödinghausen war am vergangenen Wochenende teuer erkauft: Auch Arda Süne wird der U21 des 1. FC Köln kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen.
Arda Süne im Spiel der U21 des 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf
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Die Bilder am Sonntag beim Heimspiel gegen den SV Rödinghausen ließen bereits Schlimmes befürchten: Arda Süne konnte nach einem heftigen Zweikampf nicht mehr weiterspielen, musste das Spielfeld humpelnd verlassen. Der linke hintere Oberschenkel war dick bandagiert. Mittlerweile herrscht Gewissheit: Süne hat sich „eine Muskelverletzung“ zugezogen, wie der Trainer Evangelos Sbonias unserer Redaktion bestätigte. „Er fällt bis auf Weiteres aus. Das wird schon ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.“ Immerhin: Eine Operation sei erwartungsgemäß nicht erforderlich, sagte Sbonias.
“Das war das Maximum“
Süne ist nach Yannick Mausehund damit der zweite Langzeit-Ausfall innerhalb weniger Wochen bei der Kölner Reserve. Mausehund musste aufgrund einer Sprunggelenksverletzung sogar unters Messer und wird in dieser Saison mutmaßlich nicht mehr auflaufen können. Süne hingegen dürfte noch in dieser Spielzeit wieder auf den Rasen zurückkehren. Der türkische U20-Nationalspieler kam in dieser Saison bislang auf 18 Einsätze (ein Tor, eine Vorlage). Der Vertrag des 19-Jährigen, der erst 2019 von Bayer Leverkusen kam und im vergangenen Sommer aus der U19 in die U21 aufrückte, läuft im kommenden Sommer aus.
Für den FC steht am Samstag das Auswärtsspiel gegen den 1. FC Bocholt auf dem Spielplan. Für die Mannschaft von Evangelos Sbonias wäre mit einem Sieg Platz sechs möglich.
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Nach Linton Maina droht ein weiterer Ausfall in der Offensive des 1. FC Köln: Damion Downs trainiert auch am Mittwoch nicht mit der Mannschaft. Der Stürmer hatte sich gegen Karlsruhe eine Armverletzung zugezogen. Die Zeit bis Samstag wird für den Angreifer so langsam knapp.
Mit der Niederlage am Samstagabend in Karlsruhe ist der 1. FC Köln seit drei Ligaspielen sieglos. Gegen den KSC offenbarten sich wie in den Wochen zuvor Schwächen in der Offensive. Doch hat die Pleite im Wildpark auch in der Tabelle Folgen. Der 1. FC Köln belegt in der Rückrundentabelle den elften Platz.
Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim SSV Ulm gestartet. Dabei begrüßte FC-Trainer Gerhard Struber einen Rückkehrer, doch die Sorgen im Angriff werden nicht geringer beim 1. FC Köln: Tim Lemperle kehrt zurück, Damion Downs fehlt.
Es war ein rundum gelungener Karnevalssonntag im Franz-Kremer-Stadion: Die Reserve des FC hat nicht nur ihre schwarze Serie gegen den SV Rödinghausen beendet, sondern damit auch eine Reaktion auf den jüngsten Schalke-Ausrutscher gezeigt. Ein Youngster feierte dabei sein Comeback. Doch der Trainer der U21 des 1. FC Köln Evangelos Sbonias mahnte zur Geduld.
Der Coach der Kölner Reserve war nach dem Sieg gegen Rödinghausen durchaus zufrieden mit seiner Mannschaft. Der Einsatz des 18-jährigen Rückkehrers Etienne Borie sei allerdings medizinisch „auf Kante genäht“ gewesen. Trainer der U21 des 1. FC Köln Evangelos Sbonias mahnte zur Geduld.
Etienne Borie von der U21 des 1. FC Köln
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Es war ein besonderer Moment für Etienne Borie: Der 18-Jährige feierte in der 67. Minute sein Comeback nach wochenlanger Krankheitspause. Bemerkenswert: Es war bereits Bories zweite Rückkehr in dieser Saison. Der U19-Aufrücker des vergangenen Sommers wurde nach starken ersten Wochen im Oktober von einem Fußbruch abrupt ausgebremst. Anfang Februar kehrte Borie auf den Rasen zurück, sammelte bei der 0:2-Niederlage gegen Düsseldorfs U23 die ersten 30 Regionalliga-Einsatzminuten in diesem Jahr. Doch es folgte ein Rückschlag durch eine Krankheit, die Borie drei weitere Spiele kostete. Der gebürtige Karlsruher kehrte gegen Rödinghausen endlich wieder zurück auf den Rasen. Für den Trainer Evangelos Sbonias war der Kurz-Einsatz bereits ein Ritt auf der Rasierklinge.
“Das war das Maximum“
„Da müssen wir wirklich aufpassen. Er war mit seiner Krankheit wirklich lange raus. Das heute, das sage ich ganz ehrlich, diese 20, 25 Minuten, waren auf Kante genäht. Das war das Maximum, was von der medizinischen Abteilung freigegeben war. Von daher müssen wir da auch einfach aufpassen, dass da nichts passiert. Aber man hat auch gesehen, als er reingekommen ist, was seine Qualitäten sind“, sagte Sbonias. Borie ließ in der Tat nicht nur bei einem Solo durchs halbe Mittelfeld aufblitzen, welche Stärken er ins Kölner Spiel einbringen kann. Bei Emin Kujovic habe sich deswegen ein Einsatz bei der U21 komplett zerschlagen: „Mit der Krankheit ist es einfach zu gefährlich, irgendwelche Belastungen zu fahren, deshalb gehen wir da kein Risiko.“
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Offen blieb zunächst noch, welche Blessur Arda Süne davongetragen hat: „Ihm ist muskulär ein bisschen was reingezogen. Jetzt müssen wir die Untersuchungen abwarten, dann werden wir sehen, was passiert“, sagte Sbonias kurz nach der Partie. Grundsätzlich freute sich der Trainer über den gelungenen Auftritt seiner Mannschaft, gerade auch im Vergleich zur Schalke-Pleite sieben Tage zuvor: „Das ist eine ganz andere Haltung, eine ganz andere Intensität, eine ganz andere Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben.“ Einen kleinen Kritikpunkt sah der Coach aber doch: „Wenn man das Haar in der Suppe suchen möchte, dann müssen wir in der zweiten Halbzeit früher das 2:0 machen. Da sind drei, vier Konter, die musst du abschließen. Das ist das einzige, was wir uns heute vorwerfen lassen müssen.“
U21 bekommt Rosenmontag frei
Bemerkenswert: Joao Pinto wurde in der ersten Hälfte für den verletzten Süne eingewechselt, musste in der Nachspielzeit aber auch für Teoman Akmestanli weichen: „Das war rein taktisch“, erklärte Sbonias, „wir wollten auf der Seite noch mal einen Defensivspieler. Der Hauptgrund waren die Standards. Da sind die Einwürfe reingeflogen und da wollte ich einen Spieler mehr haben, der da mal was wegköpfen kann.“ Die U21 kann nun den Rosenmontag in der Domstadt genießen: „Morgen ist frei und am Dienstag ist wieder Training“, verkündete Sbonias. Am kommenden Samstag geht es mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Bocholt weiter.
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Die Geißböcke erzielten in diesem Jahr gerade einmal fünf Tore. Die Kölner Offensive strahlt zu wenig Gefahr aus, profitierte oft von Spielglück oder der fehlenden Qualität der Gegner. Das reicht nicht. Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Köln – ein Kommentar.
Nach zwei absolvierten Dritteln der Saison sollten sich die Mannschaften eigentlich ihrer Leistung nach in der Tabelle angeordnet haben. Vor wenigen Wochen noch an der Tabellenspitze, ist der FC nach dem 24. Spieltag nun auf Platz fünf abgerutscht. Den Geißböcken mangelt es an einer torgefährlichen Offensive. Und: Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Köln – ein Kommentar.
Die Spieler des 1. FC Köln sind enttäuscht nach der Niederlage in Karlsruhe (Foto. Neil Baynes/Getty Images)
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Die Tonlage hat sich beim 1. FC Köln nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC hörbar verändert. Zumindest konnte man bei einigen Spielern und Verantwortlichen eine in dieser Art bislang unbekannte gewisse Selbstktiritk erkennen – wenn auch nicht jede Aussage die Wahrnehmung einiger Fans trifft. So erklärte Timo Hübers nach dem 0:1, dass es so einfach nicht reiche und Dominique Heintz legte den Finger unbarmherzig in die Wunde der lahmenden Offensive. Der Tenor der Kölner Spieler: Wenn man um den Aufstieg mitspielen will, dann braucht es auch Tore. Und genau daran hapert es gewaltig. Der FC kommt in der Rückrunde auf bislang fünf Treffer und das in sieben Spielen. Weniger hat keine andere Mannschaft in diesem Jahr erzielt.
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Es fehlen die spielerischen Mittel
Und würde der xGoals-Wert der Geißböcke nicht knapp über diesen fünf Toren liegen, könnte man vielleicht noch von ein wenig Pech oder Ladehemmung sprechen. De facto kreieren die Geißböcke einfach zu wenig Möglichkeiten, zu wenig Gefahr, zu wenig Spielzüge, die eine gegnerische Defensive vor große Probleme stellen kann. Köln fehlen aktuell die spielerischen Mittel. Noch in der vergangenen Woche hatte Timo Hübers behauptet, dass man nach dem 23. Spieltag ja nicht ohne Grund auf einem Aufstiegsplatz stehen würde. Tatsächlich sollte man doch meinen, dass sich die Tabelle nach zwei Saisondritteln nicht mehr nach Glück und Pech zusammenstellt, sie sich so nivelliert hat, dass sie auch das Leistungsniveau der Spielklasse wiedergibt.
Doch im Falle der Geißböcke darf man da wohl seine gewissen Zweifel haben. Lange war der Tenor der Kölner, dass man über die Stabilität den Schlüssel zum Erfolg gefunden habe, weil man ja wisse, dass das Team schon über die Qualität verfüge, mit einem Treffer Begegnungen zu entscheiden. Die Ergebnisse gaben Köln auch über Wochen, sogar Monate recht. Die Aufholjagd war auch beeindruckend. Nur karschierte sie ganz offensichtliche Probleme. Dem FC fehlen einfach spielerische Mittel. Für eine Mannschaft, die sich ernsthaft mit dem Thema Aufstieg auseinandersetzt, fehlt es an Kreativität, Spielwitz und Ideen. Und das erstaunlicherweise unabhängig von taktischer Ausrichtung. Am Samstagabend war kein Unterschied zwischen Dreier- und Viererkette, zwischen Doppelsturm, Wandspieler oder Konterstürmer zu erkennen.
Aufstiegsplatz weiter in Reichweite
Vielmehr ist zu erkennen, dass Leidenschaft alleine nicht reicht. Gegen Teams wie Jahn Regensburg, Preußen Münster und Eintracht Braunschweig ging das gut. Vielleicht auch, weil es die Qualität, die Spielweise oder das Momentum des Gegners gerade zugelassen haben. Denn wirklich besser war Köln auch während der Erfolgsserie nicht in allen Partien. Vielleicht war es dann doch über eine lange Serie eine gewisse Form von Spielglück, die den FC getragen hat. Man denke nur an das Heimspiel gegen den FC Schalke 04, als Königsblau den Kölnern zunächst ein Tor auflegte und dann in der Nachspielzeit den sicheren Ausgleich herschenkte. Ohne die erfolderlichen spielerischen Mittel ist fehlendes Glück in der Liga aber nicht zu kompensieren.
Der FC ist nun also auf den fünften Rang in der Tabelle abgerutscht. Ob die Position dem aktuellen Leistungsniveau gerecht wird, ist schwer zu sagen. Denn die Liga bleibt ausgeglichen, bleibt eng. Jeder kann jeder schlagen. Insofern ist auch nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie für den FC in Sachen Aufstieg nichts vorbei. Nur bringen sich am Ende des Tages Mannschaften wie der Hamburger SV (trotz verdienter Niederlage am Sonntag), der 1. FC Magdeburg oder der SC Paderborn durch spielerische Qualität in Stellung für den Aufstiegskampf. Und gerade Teams mit eben jener spielerischen Qualität sind in aller Regel viel seltener auf Spielglück angewiesen. Und das ist bekanntlich endlich. Ganz offensichtlich auch für den FC.
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Die Reserve der Geißböcke hat ihren Rödinghausen-Fluch besiegt: Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen 1:0. Der Erfolg war der erste Dreier gegen die Ostwestfalen nach zuvor acht erfolglosen Anläufen. Mansour Ouro-Tagba erzielte das Tor des Tages nach einem Blitzstart in die zweite Hälfte. Sorgen gab es jedoch um Arda Süne.
Der FC kann gegen die Ostwestfalen doch gewinnen – wenn auch erst im neunten Versuch. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Rödinghausen 1:0. Das entscheidende Tor erzielte Mansour Ouro-Tagba.
Evangelos Sbonias beim Spiel der U21 des 1. FC Köln
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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Start-Formation im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Schalkes U23 sieben Tage zuvor lediglich auf einer Position: Der Kapitän Marco Höger kehrte nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre zurück in die erste Elf. Dafür rutschte Teoman Akmestanli auf die Ersatzbank. Dies hatte in der Praxis aber weitere Verschiebungen zur Folge: Meiko Sponsel rutschte von der rechten auf die linke Abwehrseite, Georg Strauch rückte von der Sechs zurück und spielte als Rechtsverteidiger. Stephan Salger bildete diesmal mit Höger die Doppel-Sechs. Die Kölner waren in der Anfangsphase überlegen und ließen sich auch durch einen frühen Verletzungsschock nicht beirren. Arda Süne musste nach einem Foul von Ebrima Ndure vom Feld. Der linke Oberschenkel war dick bandagiert (20.).
Zunächst zurückgepfiffen, dann erfolgreich
Kurz danach folgte der bis dahin schönste Spielzug: Stephan Salger passte aus dem Mittelfeld in die Gasse zu Jaka Potocnik. Der herauseilende SVR-Torwart Matthis Harsman war jedoch einen Tick eher am Ball, klärte aber genau in die Füße Patrik Kristals. Der Este passte rechts in den Sechzehner zu Mansour Outro-Tagba, dessen Torschuss jedoch viel zu schwach und unplatziert war und von einem Rödinghausener ohne Mühe vor der Linie geklärt wurde (22.). Die – großteils kostümierten – Kölner Fans, die ihr Team abermals lautstark unterstützten, sorgten Mitte der ersten Hälfte für einen Schmunzler. Sie stimmten den Karnevalshit „Die Karawane zieht weiter“ an und zogen von der schattigen Haupttribüne des Franz-Kremer-Stadions auf die sonnige Gegenseite.
Auf dem Rasen entwickelte sich in dieser Phase lange nichts Berichtenswertes. Glück hatte der FC jedoch, als ein Heber Michael Seatons über den herauseilenden Jonas Nickisch knapp am Tor vorbeiflog (39.). Auf der Gegenseite zählte ein Treffer Ouro-Tagbas nicht, weil er zuvor einen Abwehrspieler regelwidrig abgeschüttelt und zu Fall gebracht hatte (40.). Die Kölner erwischten jedoch einen Blitzstart in die zweite Hälfte: Nach dem Anstoß der U21 dauerte es gerade einmal 23 Sekunden, ehe der stramme Schuss von Ouro-Tagba unten im langen Eck einschlug (46.). Kristal hatte die Kugel zuvor in den Laufweg des Stürmers in den Sechzehner gelegt.
Als nächstes gegen Bocholt
Danach besaßen die Gäste jedoch zwei gute Chancen zum Ausgleich: Jonas Nickisch lenkte erst einen gefährlichen Schlenzer von Kevin Wiethaup per Flugparade zur Seite ab (57.). Und nur wenige Augenblicke später behielt er abermals die Nerven gegen Wiethaup (58.). Rödinghausen konnte den Schwung jedoch nicht konservieren, zwingende Torchancen entsprangen im weiteren Spielverlauf nicht mehr. Die U21 rettete den knappen Vorsprung ins Ziel und steht mit jetzt 38 Punkten weiter auf dem siebten Platz der Tabelle. Am kommenden Samstag (Anstoß: 14 Uhr) geht es zum 1. FC Bocholt.
Die Worte nach dem verlorenen Duell in Karlsruhe fielen sehr deutlich aus. Sowohl Kapitän Timo Hübers als auch Christian Keller monierten, dass das Spiel der Kölner einfach zu harmlos sei, man die Chancen nicht kreiere beim 1. FC Köln: Die Kritik am Spiel aus den eigenen Reihen wird lauter.
Die 0:1- Niederlage gegen den Karlsruher SC zeigte erneut deutlich die Schwächen der Kölner. Und auch Spielern, Trainer sowie FC-Sportdirektor Christian Keller blieb das nicht verborgen. Erneut gab es keine Torgefahr des 1. FC Köln: Die Kritik am Spiel aus den eigenen Reihen wird lauter.
Enttäuschte Profis des 1. FC Köln nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC. (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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Ausgerechnet der Ex-Kölner und gegnerische Trainer brachte die entscheidende Situation nach intensiven, aber für den FC glücklosen 90 Minuten auf den Punkt. „Es war ein richtiges Kacktor“, sagte Christian Eichner nach dem 0:1 der Kölner beim Karlsruher SC. „Es war wie in Zeitlupe. Ich sehe den Ball kommen und kann nicht mehr reagieren“, sagte der Kapitän. „Das war eine super unglückliche Situation. Das müssen wir vorher besser verteidigen.“ Tatsächlich verlor der in der vergangenen Woche groß und gegen Karlsruhe eher mäßig aufspielende Florian Kainz den entscheidenden Zweikampf gegen Christoph Kobald, der flankte scharfs vors Tor, Jusuf Gazibegovic schoss Timo Hübers den Ball gegen die Beine und damit ins eigene Tor. „In neun von zehn Fällen klärt er ihn anders“, sagte Hübers. „Vielleicht stehe ich auch woanders.“
„Wir treffen oft die falschen Entscheidungen“
Ein besonders bitteres Slapstick-Tor. Vor allem, weil es gleichzeitig die Niederlage bedeutete, in einer Begegnung, in der es lange so gar nicht nach einem Tor ausgesehen hatte. Tatsächlich standen zu diesem Zeitpunkt vier Torschüsse auf der Haben-Seite der Karlsruher – allerdings keiner Richtung Kölner Tor. Marvin Schwäbe erlebte bis zum Gegentreffer einen nahezu beschäftigungslosen Abend. Selbst nach dem Treffer lag der xGoals-Wert der Badener bei 0,2. Und lange war der von den Geißböcken dann auch nicht deutlich höher. Wieder einmal entwickelte der FC keine ernstzunehmende Torgefahr im Schlussdrittel. „Wir müssen schon dahinkommen, dass wir vorne viel mehr Durchschlagskraft entwickeln“, sagte Dominique Heintz. „Wir spielen das schon bis zur Zone drei ordentlich durch und treffen dann oft die falsche Entscheidung.“
„Das ist im Moment zu wenig“
Und streng genommen war „oft“ gegen Karlsruhe sogar ein wenig untertrieben. Zwar standen bei den Kölnern am Ende fünf Schüsse aufs Tor, wirklich nah an einem Treffer war der FC aber nicht. „Wenn du oben mitspielen willst, dann musst du Tore schießen“, lautete also das einfache Rezept von Heintz. Die Lösung scheint aber dann doch nicht auf der Hand zu liegen. Selbst mit der Doppelspitze Damion Downs und Imad Rondic, auch mit Viererkette war der FC einfach viel zu harmlos. „Wir haben mit zwei Stürmern gespielt und hätten irgendwann dazu kommen müssen, die Frequenz im Strafraum zu erhöhen“, sagte Christian Keller gegenüber dem „Geissblog“. Die Kölner schlugen zwar 16 Flanken, noch nicht einmal ein Drittel der Hereingaben erreichte dann den Mitspieler.
Auch, wenn der Gegentreffer aus KSC-Sicht glücklich zustande kam, angesichts der harmlosen Offensive wäre ein Erfolg der Kölner auch nicht wirklich verdient gewesen. Und das gegen einen Gegner, der in den vergangenen Wochen auch nur im Duell gegen den 1. FC Magdeburg überzeugen wollte. Und so wurde vor allem der Kölner Kapitän nach der Pleite so richtig deutlich: „Das ist im Moment zu wenig. Wir haben so ein bisschen zwei Gesichter diese Saison. Am Saisonanfang, wo wir jedes Spiel drei, vier Tore schießen aber auch drei, vier kassieren“, sagte Hübers. „Wenn wir am Ende vor den ganzen Verkleideten in der Kurve stehen, dann sagt keiner was. Aber dafür dürfen solche Aktionen eben nicht passieren. Dafür müssen wir vorne eben einen reindrücken, vielleicht auch mal aus einem Standard oder aus einem besseren Ballbesitz aus dem Spiel heraus.“ Es bleibt nur die Frage nach dem Wie.
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Erneut fährt der FC eine bittere Niederlage ein. Durch das Eigentor von FC-Kapitän Timo Hübers verloren die Geißböcke 0:1 in Karlsruhe. Vor allem zwei Profis konnten in dem Duell überhaupt nicht überzeugen: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den Karlsruher SC.
Für den FC gab es am Samstagabend erneut keinen Dreier gegen die Badener. Anders als im Hinspiel konnten die Kölner im Rückspiel allerdings gar keinen Punkt einfahren: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den Karlsruher SC.
Jusuf Gazibegovic vom 1. FC Köln gegen den Karlsruher SC (Neil Baynes/Getty Images)
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In einer intensiven und zweikampfbetonten ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen zwischen den beiden Strafräumen ab. Während die Karlsruher keinen einzigen Torschuss abgaben, hatte der FC zwei Möglichkeiten, in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit setzte sich das Spiel der ersten 45 Minuten fort. Nach 55. Spielminuten fiel dann aus dem Nichts die Führung für die Gastgeber. Christoph Kobald setzte sich Rechtsaußen gegen Florian Kainz durch und spielte den Ball in die Mitte. Hier versuchte Jusuf Gazibegovic diesen zu klären, schoss dabei jedoch Timo Hübers an, von dem der Ball im Kasten der Kölner landete. Im Anschluss an diese Aktion waren die Kölner sehr bemüht, kamen gegen eine sehr stabil stehende Defensive jedoch nicht mehr gefährlich vor das Tor.
Viel Durchschnitt, viel Unglück in der Defensive
Marvin Schwäbe
Bis zur Nachspielzeit beschäftigungsloser Abend für den Torwart. War beim Gegentreffer von Hübers machtlos. Parierte kurz vor Schluss gegen Schleusener und verhinderte damit eine höhere Niederlage.
Timo Hübers
Ließ mit seinen Kollegen nicht viel zu. Versuchte sich auch ab und an ins Offensivspiel seiner Mannschaft einzuschalten. Wurde bei seinem Eigentor von Gazibegovic sehr unglücklich angeschossen und hatte keine Chance auszuweichen.
Joel Schmied
Der verursachte Elfmeter im Derby gegen Düsseldorf schient von Beginn an vergessen. Wie die beiden anderen Innenverteidiger sehr zweikampfstark und ruhig im Spielaufbau. Wurde aufgrund einer Systemumstellung kurz nach dem Gegentreffer ausgewechselt.
Dominique Heintz
Nahezu fehlerfreier Auftritt des Linksfußes. Zeigte sich im Zweikampf sehr robust und versuchte, das Spiel immer wieder mit Bällen über zwei Linien zu eröffnen – kam auf eine starke Passquote von nahezu 90 Prozent.
Max Finkgräfe
Stand für den gesperrten Pacarada in der Anfangsformation. Hatte in der Offensive so gut wie keine Aktionen, hatte so seine Probleme in der Defensive.
Jusuf Gazibegovic
Ließ in der Defensive schon sehr wenig zu, war in der Vorwärtsbewegung aber überhaupt kein Faktor. War dann extrem unglücklich beim Gegentor.
Wieder zu wenig Offensivpower
Eric Martel
Kehrte zurück in die Startelf. Agierte als Ballverteiler vor der Dreierkette und zeigte sich gewohnt zweikampfstark. Forderte immer wieder die Bälle. Hatte in der zweiten Halbzeit den einzigen Torschuss der Kölner aufs Tor, muss seinen Abschluss aber grundsätzlich schärfen.
Florian Kainz
Versuchte seine Stärken zwischen den Linien zu entfalten. Das gelang dem Österreicher zu selten. Legte Heintz Kopfballchance per Flanke vor. Spielte einige sehr einfache Fehlpässe. Ließ sich unmittelbar vor dem Gegentreffer zum 1:0 zu einfach von Kobald auf der Außenbahn abkochen. Blieb anschließend sehr unauffällig.
Dejan Ljubicic
Bereitete mit einem starken Pass die Riesen-Chance von Downs in der ersten Halbzeit vor. Hatte nach 20. Minuten selbst einen Abschluss, den KSC-Torwart Weiß jedoch ohne Problem parierte. Legte Martel den einzigen Torschuss der Kölner in der zweiten Halbzeit auf. Bot sich immer wieder an, um das Spiel zu gestalten. Blieb in seinen Aktionen jedoch ohne Erfolg.
Linton Maina
Legte nach einer eigenen Ecke einen Sprint über den halben Platz hin und klärte vor dem eigenen Sechzehner. Musste nach dieser Aktion behandelt werden. Versuchte im Anschluss weiterzuspielen. Nach 39 Minuten verließ er den Platz aufgrund von muskulären Problemen.
Imad Rondic
Kam nach knapp 40. Minuten für den verletzten Maina. War wie in der vergangenen Woche sehr bemüht und lauffreudig. Offensiv blieb der Winter-Neuzugang erneut glücklos und ließ sich häufig im Zweikampf sehr leicht durch die Verteidiger abkochen.
Denis Huseinbasic
War nach seiner Einwechslung sehr aktiv. Forderte immer wieder die Bälle, um das Spiel schnell zu machen und zu gestalten. Konnte am Rückstand nichts mehr ändern.
Damion Downs
Hatte nach 13 Minuten die größte Möglichkeit der Kölner. Scheiterte mit seinem Abschluss an Weiß. Zeigte sich im weiteren Spielverlauf sehr bemüht. Blieb jedoch ohne weitere nennenswerte Aktion.
Wie bewertet ihr den FC?
In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.
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Der FC kann seinen Karnevals-Fluch nicht brechen: Timo Hübers Eigentor beschert den nächsten Dämpfer im Kampf um den Aufstieg. Der 1. FC Köln unterliegt dem Karlsruher SC 0:1.
Auf das Slapstick-Eigentor von Timo Hübers konnte der FC keine Antwort liefern. Der 1. FC Köln unterliegt dem Karlsruher SC 0:1 und lässt im Aufstiegsrennen Federn. Timo Hübers traf in der 52. Minute in das eigene Tor.
Eric Martel im Zweikampf im Spiel des 1. FC Köln gegen den Karslruher SC (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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Im Vergleich zum Rheinderby am vergangenen Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf rotierte FC-Trainer Gerhard Struber für die Partie gegen den Karlsruher SC erneut auf einigen Positionen. Linksverteidiger Leart Paqarada fehlte gelbgesperrt, für ihn rückte Youngster Max Finkgräfe in die Startformation. Eric Martel gab nach zwei Spielen Verletzungspause sein Comeback im defensiven Mittelfeld der Geißböcke. Im Sturm setzte Struber diesmal von Beginn an auf Damion Downs, der am letzten Spieltag noch Imad Rondic den Vortritt lassen musste. Beim Spitzenspiel am Samstagabend im Karlsruher BBB Bank Wildpark sahen die 3.800 mitgereisten FC-Fans von Beginn an ein wildes Spiel. Die erste gute Chance hatten die Hausherren nach einem Eckball. Dzenis Burnic versuchte es mit einem Volleyschuss aus 20 Metern, doch Timo Hübers klärte per Kopf vor Marvin Schwäbe (10.).
Ruppige Karlsruher sorgen für frühes Maina-Aus
Damion Downs sorgte im direkten Gegenzug für die Antwort des FC und tauchte frei vor KSC-Keeper Max Weiß auf. Dieser war schnell unten und konnte Downs Schuss aus spitzem Winkel ins rechte untere Eck parieren. Insgesamt zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei den letzten Auftritten des 1. FC Köln. Die Struber-Elf wirkte von Beginn an hellwach und mit hoher Intensität im Spiel, im letzten Drittel fehlte jedoch die Präzision im Abschluss und die Entscheidungsfindung, so dass sich der FC in der ersten Halbzeit zwar viele, aber kaum wirklich gute Chancen erspielen konnte. Die ruppige Gangart der Karlsruher führte dann auch dazu, dass Linton Maina bereits in der 38. ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Imad Rondic ins Spiel.
Wieder ein unglückliches Tor gegen den FC
Ein Slapstick-Eigentor von Timo Hübers (52.) sorgte dann für den ersten Treffer des Abends. Florian Kainz attackierte den Karlsruher Kobald nur halbherzig, der konnte flach und scharf in den Kölner Fünfer passen. Dort konnte Gazibegovic nur noch aus kurzer Distanz Hübers anschießen, der Ball flog zentral ins Tor von Marvin Schwäbe. FC-Coach Struber reagierte daraufhin und brachte Huseinbasic für Schmied, stellte das Spielsystem um auf eine Viererkette. Der KSC ging in Führung, ohne einen eigenen Torschuss auf das Tor der Kölner abzugeben. Auch im Anschluss an den Gegentreffer hielt der FC die Zügel in der Hand, Gleichwohl die Hausherren in der zweiten Hälfte immer wieder auch gute Chancen kreiierten. Ein strammer Abschluss vom eingewechselten Robin Heußer schlug rechts unten neben dem FC-Tor ein (71.).
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Besonders im zweiten Abschnitt hatte Schiedsrichter Richard Hempel durch die harte Herangehensweise der Gastgeber alle Hände voll zu tun. Die Geissböcke bemühten sich intensiv um den Ausgleich, kämpften allerdings bis zum Schluss mit Problemen im Abschluss und der harten Gangart der Karlsruher. Ein ideenloser FC konnte die Niederlage beim Karlsruher SC nicht verhindern, ein unglückliches Eigentor von Timo Hübers sorgte für den 1:0 Endstand. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast beim SSV Ulm 1846.