Kainz der enttäuschte Gewinner? Ein wichtiges Erfolgserlebnis, aber kein Grund „happy“ zu sein

Florian Kainz nach seinem Treffer zur Kölner Führung
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Kainz der enttäuschte Gewinner? Ein wichtiges Erfolgserlebnis, aber kein Grund „happy“ zu sein

Die Enttäuschung war nach dem Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf bei den Geißböcken verständlicherweise groß. Gerade beim Torschützen des 1. FC Köln: Florian Kainz trotz gutem Spiel enttäuscht.

Wie schon im Hinspiel war der FC gegen Fortuna Düsseldorf die bessere Mannschaft, musste aber in der Schlussphase den Ausgleich hinnehmen. Das Remis fühlte sich also wie eine Niederlage an. Vor allem für einen Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz trotz gutem Spiel enttäuscht.

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Florian Kainz war mehr als nur die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Aus den Augen des Mittelfeldspieler sprach Frust, als sich der Österreicher nach dem Spiel den Fragen der Journalisten in der Mixed Zone stellte. „Das 1:1 ist sehr bitter, wir sind sehr enttäuscht“, sagte der 32-Jährige und erhielt später auch die Bestätigung dieser Worte von Trainer Gerhard Struber, der den Spielausgang ebenfalls nur als „sehr bitter“ beschreiben konnte. „Wir können uns eigentlich nur vorwerfen lassen, dass wir nach dem 1:0 nicht weiter oder weniger nach vorne gespielt haben“, sagte Kainz. „Die ersten 75 Minuten haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, guten Kombinationsfußball gezeigt, waren sehr ballsicher. Leider haben wir es nicht geschafft, das 1:0 über die Runden zu bringen.“

„Er hat super Qualitäten im Ballbesitz und immer wieder ein gutes Auge“

Die Enttäuschung war durchaus verständlich: Schließlich fiel der Ausgleich nicht nur wie im Hinspiel in letzter Minute, er kam unglücklich zu Stande und vor allem war er alles andere als verdient. Denn 80 Minuten spielte Düsseldorf so gut wie gar nicht mit, erarbeitete sich so gut wie keine Torgefahr und ein potenzieller Ausgleich lag nie wirklich in der Luft. Zur Wahrheit gehört auch, dass der „Effzeh“ ebenfalls lange alles andere als der Inbegriff von Offensivpower war. Dennoch war Köln das bessere Team. „Im Hinspiel 2:2, im Rückspiel 1:1 gewonnen“, sagte daher auch Daniel Thioune. Für den FC war es folgerichtig eine gefühlte Niederlage. Und das auch, weil der FC nach der mageren Kost gegen Magdeburg tatsächlich über einige Phasen spielerische Mittel fand.

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Das eben auch, weil Florian Kainz einen guten Tag erwischte. Und das auf seiner nicht gerade favorisierten Position als Sechser. „Er hat heute eine Position gehabt, wo er viel zwischen den Linien unterwegs war. Ich glaube, da ist er auch am allerstärksten, hat gute Ideen mit eingebracht“, sagte Kapitän Timo Hübers über seinen Vorgänger. Kainz spielte einige starke Bälle, suchte immer mal wieder den Steckpass als Mittel und zudem ab und an den Abschluss – auch, wenn er dabei nicht die ganz große Gefahr ausstrahlte. So unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als sein überhasteter Versuch deutlich am Kasten vorbeirauschte. Nach dem Wechsel probierte es der österreichische Nationalspieler mit einem Volley, doch Florian Kastenmeier hatte wenig Probleme. Kainz übernahm auch bei einigen Ecken wieder Verantwortung.

„Das war für mich sehr wichtig, um auch mal ein Erfolgserlebnis zu haben“

„Wir müssen da nicht drumherum reden, er hat super Qualitäten im Ballbesitz und immer wieder ein gutes Auge“, sagte Hübers. Ganz abgesehen von den Qualitäten, kam der Mittelfeldspieler hinter Leart Pacarada auf die zweitmeisten Ballkontakte aller Akteure (99), erzielte hinter Joel Schmied die zweitbeste Passquote der Kölner (93 Prozent). Zudem war er neben Jusuf Gazibegovic und Luca Waldschmid der Kölner mit den meisten Abschlüssen (jeweils drei). Und sein dritter Versuch saß. Nach feinem Zuspiel von Linton Maina schob der ehemalige Kölner Kapitän die Kugel ein und brachte den „Effzeh“ auf Erfolgskurs. „Das war für mich sehr wichtig, um auch mal ein Erfolgserlebnis zu haben“, sagte Kainz. Denn so richtig rund lief es nach der verkorksten vergangenen Spielzeit auch in dieser Saison nicht immer.

Nun aber erzielte der Mittelfeldspieler sein zweites Saisontor, das erste seit dem 3:1-Erfolg über den 1. FC Nürnberg Mitte Dezember. Die Erleichterung war nicht nur Kainz nach dem Treffer anzumerken, auch der Jubel der Mannschaftskollegen fiel besonders euphorisch aus. Am Ende reichte es dennoch nicht für drei Punkte und somit auch nicht für ein positives Fazit. „Man ist dann natürlich nicht so happy, wenn man nicht gewinnt“, sagte Kainz – zumal sich der Punkt wie eine Niederlage angefühlt haben muss.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Choreo sorgt für Diskussionen beim 1. FC Köln

Die Choreografie der Anhänger des 1. FC köln sorgt für Diskussionen.
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Choreo sorgt für Diskussionen beim 1. FC Köln

Vor dem Duell der Geißböcke gegen Fortuna Düsseldorf war im Kölner Fanblock ein Banner zu sehen. Dieses sorgt nun für Gesprächsstoff. Auch FC-Sportdirektor Christian Keller äußerte sich zu der Darstellung. Die Choreografie der Anhänger des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen.

Große Banner und Spruchbänder gehören zu den Spielen wie Fangesänge und die Hymne. Doch das im Vorfeld des Rhein-Derbys gezeigte Banner sorgt für Gesprächsstoff. Die Choreografie der Anhänger des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen.

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Das von der Polizei im Vorfeld der Begegnung als Risikospiel eingestufte Derby zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf verlief auf dem Spielfeld ruhig. Befürchtete Gewaltszenen und Massenschlägereien wie bei den Begegnungen gegen Magdeburg oder dem HSV blieben abseits des Platzes aus. Es gab jedoch im Vorfeld der Begegnung bei der Anreise der gegnerischen Fans den ein oder anderen Polizeieinsatz. Doch kocht ein Thema rund um die eigentlich sportliche Begegnung hoch und sorgt für mächtig Diskussion. Zum Einmarsch der beiden Teams war in der Südkurve des Kölner Stadions ein riesiges Banner entrollt worden. Die Abbildung darauf zeigte die Glücksgöttin Fortuna, der ein Messer an den Hals gehalten wird. In großen Lettern erschien der Spruch „Glück ist kein Geschenk der Götter“. Die von der aktiven Fanszene der Kölner dargebotenen Choreos werden im Vorfeld mit dem Verein abgesprohen und offiziell genehmigt.

„Man kann sicherlich trefflich über das Motiv der Choreo streiten“

So auch in diesem Fall. Auf die doch heftigen Kritik als Reaktion auf das Plakat reagierte FC-Sportdirektor Christian Keller. Der 46-Jährige erläuterte nach der Begegnung die Hintergründe der Aktion und die Beweggründe für deren Genehmigung. „Wenn sich die Rivalität bestenfalls nur auf dem Platz abspielen soll, muss man vielleicht an einer anderen Ecke ein Zugeständnis machen. Unabhängig davon, ob es einem gefällt oder nicht. Man kann sicherlich trefflich über das Motiv der Choreo streiten. Für mich ist das einfach die Rivalität zwischen zwei Fanszenen, die in dieser Kultur so normal ist. Ob sie dem Otto Normalverbraucher gefällt, ist etwas anderes“, so Keller. „Das Wichtigste ist bei so einem emotionsgeladenen Derby, dass es friedlich verläuft. Es gab fast gar nichts.“

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Zum Motiv des Banners ergänzte Keller: „Wir haben nichts Diskriminierendes in dem Motiv gesehen und auch keinen Aufruf zur Gewalt. Wir konnten mit dem Motiv leben, schön haben wir es nicht gefunden.“ Ganz so gewaltfrei lief das Derby dann allerdings doch nicht ab. Offenbar war es in der zweiten Halbzeit doch zu Auseinandersetzungen der beiden Fanslager gekommen. Auf dem Oberrang der Nordtribüne versuchten die Anhänger der Teams offenbar, Absperrungen zu übersteigen und warfen Bengalos. Die Polizei griff ein und kontrollierte die Lage. Zu schwereren Auseinandersetzungen kam es nicht.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Ex-Kölner nutzt Abwehr-Patzer: U21 des 1. FC Köln verliert auf Schalke

Patrik Kristal für die U21 des 1. FC Köln
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Ex-Kölner nutzt Abwehr-Patzer: U21 des 1. FC Köln verliert auf Schalke

Die U21 des 1. FC Köln kassiert die zweite Niederlage gegen Schalke 04 nach der Winterpause: Das Duell der Zweitvertretungen bei der U23 des FC Schalke 04 ging mit 0:1 (0:1) verloren. Das Tor des Tages erzielte der Ex-Kölner Tidiane Toure, der einen groben Aussetzer der FC-Defensive ausnutzte.

Ausgerechnet der Ex-Kölner Tidiane Toure traf für Schalke 04. Nach dem Treffer gelang es den Kölnern nicht mehr, noch auszugleichen. Die U21 des 1. FC Köln kassiert zweite Niederlage gegen Schalke 04.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Heimerfolg gegen Wiedenbrück acht Tage zuvor auf drei Positionen: Der Kapitän Marco Höger fehlte gelb-rot-gesperrt, Emin Kujovic stand im Zweitliga-Kader für das Derby gegen Fortuna Düsseldorf und Yannick Mausehund fällt für den Rest der Saison verletzt aus. Rijad Smajic rückte dafür in die Innenverteidigung. Zudem starteten Teoman Akmestanli nach abgesessener Gelbsperre und der Routinier Stephan Salger. Die U21 erwischte im Parkstadion den besseren Start, kontrollierte die Partie vom Anstoß weg, fand jedoch keinen Weg in den gegnerischen Strafraum. Es entwickelte sich eine Partie ohne Höhepunkte auf beiden Seiten, in der die Gastgeber aus dem Nichts in Führung gingen.

U21 des 1. FC Köln kassiert zweite Niederlage gegen Schalke

Die Königsblauen profitierten dabei aber von einem kapitalen Aussetzer der Kölner Hintermannschaft. Timothe Rupil schlug den Ball aus dem Mittelfeld hoch an die linke Sechzehner-Ecke des FC. Jonas Nickisch und Teoman Akmestanli fehlte dabei die Abstimmung, Akmestanli köpfte den Rückpass am herauslaufenden Nickisch vorbei.  Ausgerechnet der Ex-Kölner Tidiane Toure nutzte das Geschenk und drückte den Ball ins leere Tor zum Schalker 1:0 (36.). Dies entpuppte sich in der Folge als kleiner Wirkungstreffer für die Kölner. Sbonias wechselte zur zweiten Hälfte zweimal aus: Der bereits verwarnte Rijad Smajic kehrte ebenso nicht auf den Rasen zurück wie auch der bis dahin blasse Patrik Kristal. Dafür kamen Jakob Krautkrämer und Joao Pinto ins Spiel. Meiko Sponsel rückte dafür von der rechten Abwehrseite ins Zentrum, Krautkrämer bearbeitete fortan die rechte Seite.

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Die Wechsel entfalteten auf dem Platz jedoch zunächst keine große Wirkung zugunsten des Kölner Spiels. Erst nach rund einer Stunde zeigte die U21 etwas mehr Zug zum gegnerischen Strafraum, zwingende Torgefahr blieb jedoch weiterhin lange Zeit aus. Erst Jaka Potocnik hatte in der Schlussminute gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch zunächst am Schalker Schlussmann Faaris Yusufu und setzte den Nachschuss am langen Eck vorbei (90.). Und so stand unterm Strich ein schmeichelhafter Heimerfolg für die Königsblauen, denen ein Aussetzer in der Kölner Abwehr für drei Punkte reichte.

1. FC Köln U21: Nickisch – Sponsel, Smajic (46. Krautkrämer), Özkan, Akmestanli – Strauch (77. Saliger), Salger – Kristal (46. Pinto), Potocnik, Süne – Ouro-Tagba (65. Schmitt). Tor: 1:0 Toure (36.).



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Gegentreffer sorgt für Frust und Unverständnis beim 1. FC Köln

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Gegentreffer sorgt für Frust und Unverständnis beim 1. FC Köln

Über das Handspiel gab es wenig Diskussionen, über die Vorgeschichte schon. Düsseldorf entführt nach einem Last-Minute-Elfmeter einen Punkt beim 1. FC Köln: Frust nach umstrittenen Elfmeter.

Sichtbar enttäuscht war Gerhard Struber nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldrof. Vor allem mit einer Szene haderte der Kölner Coach des 1. FC Köln: Frust nach umstrittenen Elfmeter.

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So ein wenig hatte es dann doch von dem Hinspiel. Der FC war in Düsseldorf die bessere Mannschaft, gab den Ton an und führte. Damals erzielte Jona Niemiec mit einem „Tausend-Gulden-Schuss“ wie Gerhard Struber den Treffer am vergangenen Donnerstag bezeichnete den späten Ausgleich. Ein „Tausend-Gulden-Schuss“ war der Ausgleich am Sonntag nicht, ein glücklicher in gewisser Weise schon. Denn über die Entstehung gab es am Sonntag dann doch einige unterschiedliche Ansichten. Den Elfmeter gab Schiedsrichter Michael Bacher aufgrund eines Handspiels, das wiederum so eindeutig war, dass es über die Sanktion keine zwei Meinungen geben konnte. Joel Schmied, bis dahin mit seinem solidesten Auftritt für den FC, sprang seltsam unkontrolliert zum Ball und spielte jenen mit der Hand – eine zweifelsohne unnatürliche Handbewegung, ein berechtigter Strafstoß, wenn auch zu einem höchst unglücklichen Zeitpunkt.

„Ein ganz klares Foulspiel“

Schmied verursachte so also den Strafstoß, der wiederum zum 1:1-Ausgleich führte. „Er weiß ja selber, dass er in dem Moment diesen Blackout gehabt hat. Sowas kann vorkommen. Das tut uns heute natürlich sehr weh, weil wir dem Gegner damit Punkte schenken“, befand Gerhard Struber nach der Begegnung. Strittig war dagegen die Entstehung des Elfmeters. Denn nur wenige Augenblicke zuvor hatte Linton Maina mal wieder Tempo aufgenommen, setzte zum Konter an, wenn auch im direkten Zweikampf mit Valgeir Lunddal. Und der hinderte den Kölner dann am Umschaltmoment und das zumindest mit sehr strittigen Mitteln. Wobei die Meinungen der FC-Akteure doch schon sehr eindeutig ausfielen. „Er hat seine Hand am Hals und bringt Linton zu Fall und bringt ihn aus dem Gleichgewicht“, sagte etwa Florian Kainz. „Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Foulspiel an Linton.“

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„Oft ist es gut, ein kritisches Feedback zu bekommen“

Doch Schiedsrichter Bacher hatte die Szene eben nicht als klares Foulspiel gewertet, eher als gar kein Foulspiel. „Linton hat die klar bessere Position zum Ball, wird dann vom gegnerischen Spieler gehalten, der eh schon zwei Köpfe größer ist und dann noch die Hände braucht“, sagte Timo Hübers. „Da steht ein Linienrichter drei Meter daneben.“ Tatsächlich wurde die Szene vom VAR auch überprüft. Ein Vergehen stellte kein Unparteiischer fest. Und das brachte Gerhard Struber ein wenig auf die Palme. Zumindest so, dass er seine Meinung dann auch dem Schiedsrichter kundtat. „Ich habe ihm ein Feedback gegeben. Es war kritisch“, sagte der Kölner Coach. „Oft ist es gut, ein kritisches Feedback zu bekommen. Ich bin da immer ganz dankbar. Der Schiri war es ganz offensichtlich nicht.“ Und so erhielt auch der Kölner Coach nach dem Spiel noch seine Verwarnung.

Am Ende des Tages änderte sein Einspruch nichts mehr, am Ergebnis die Entscheidung des Schiedsrichters dagegen schon. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Fortuna nachezu 80 Minuten lang gar nichts auf die Beine gestellt bekam, sich kaum eine Chance erspielte. Auch Fortunen-Trainer Daniel Thioune schätzte das Spiel ähnlich ein, hatte den FC ebenfalls über einen Großteil der Begegnung als die bessere Mannschaft gesehen. Das Foul an Linton Maina wollte der Düsseldorfer Coach dann aber so halten wie Schiedsrichter Michael Bacher. Genauer kommentierte Thioune die Szene nicht mehr.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

FC kassiert wieder Last-Minute-Ausgleich gegen Düsseldorf

Florian Kainz erzielt das zwischenzeitliche 1:0
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FC kassiert wieder Last-Minute-Ausgleich gegen Düsseldorf

Der FC hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst und das erneut durch einen Gegentreffer in letzter Minute sowie einen Strafstoß. Der 1. FC Köln spielt gegen Fortuna Düsseldorf 1:1.

Ein sehenswerter Treffer von Florian Kainz reicht dem FC nicht. Der 1. FC Köln spielt gegen Fortuna Düsseldorf 1:1 und verpasst den Sprung an die Tabellenspitze. Florian Kainz erzielte das 1:0, Ísak Bergmann Jóhannesson glich per Elfmeter aus.

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Gerhard Struber stellte seine Startelf erwartungsgemäß um. Alleine schon, weil Jan Thielmann gelbgesperrt ausfiel. Für den U21-Nationalspieler lief Jusuf Gazibegovic auf. Außerdem feierte Imad Rondic sein Startelf-Debüt. Der Winter-Neuzugang stand für Damion Downs in der Anfangsformation, der noch in der vergangenen Woche angeschlagen einige Trainingseinheiten verpasst hatte. Die erste Offensiv-Aktion gehörte aber Gazibetgovic, der es aus 20 Metern mal probierte, aber noch deutlich verzog (4.). Der FC machte das Spiel, ließ so aber Platz für Räume. Dženan Pejčinović spielte auf der linken Seite Myron van Brederode frei, der Marvin Schwäbe mit einem ersten Flachschuss prüfte, aber vor keine großen Herausforderungen stellte (9.). Der FC begielt aber weiterhin die Kontrolle, tat sich aber erwartungsgemäß im Schlussdrittel schwer.

Kastenmeier pariert Ljubicic-Schlenzer

Erst nach knapp 20 Minuten fand Linton Maina das erste Mal einen Abschluss, der auch das Tor erreichte, aber Florian Kastenmeier war da. Düsseldorf erarbeitete sich auch einige längere Ballbesitzphasen, doch die Kölner Defensive stand gut und sorgte selbst für Offensivmomente. Eine Flanke von Leart Pacarada landete bei Gazibegovic, der aber über das Tor köpfte (21.). Nur eine Minute später spielte Rondic Dejan Ljubicic frei, dessen Schlenzer von Kastenmeier pariert wurde (22.). Ljubiviv brachte anschließend eine scharfen Ball vors Tor, doch Mathias Olesen kam einen Schritt zu spät (23.). Der FC war kurzfrstig am Drücker, Düsseldorf fand nur noch selten Entlastung. Doch auch dem Gastgeber fiel nach dieser Druckphase zunehmend weniger ein. So war es eine Art Verzweiflungsversuch von Kainz kurz vor der Halbzeit, die es auf die Torschussstatistik schaffte (43.).

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Gerhard Struber reagierte schon zur Pause, brachte Luca Waldschmidt für den gerade in der Offensive unauffälligen Mathias Olesen, dafür rückte Ljubicic eine Kette zurück. Der FC spielte weiter munter nach vorne und eine Flanke von Waldschmidt kam gefährlich Richtung zweiten Pfosten, Maina einen Schritt zu spät (51.). Auch Düsseldorf bemühte sich, doch mehr als ein vollkommen verunglückter Versuch von Pejčinović war lange nicht drin (52.). Die Kölner strahlten weiterhin viel Dominanz aus, erhielten auch immer mal wieder Umschaltmomente, spielten diese aber nicht sauber zu Ende. So verpasste Ljubicic eine scharfe Hereingabe von Maina nur knapp (55.). So wirklich zwingend wurde es aber nicht. Florian Kainz versuchte es mal aus 20 Metern mit einem Direktschuss, der aber Kastenmeier nicht wirklich forderte (65.).

Kainz bringt den FC auf Erfolgskurs, Düsseldorf gleicht aus

Besser machte es Kainz nach einer ganz starken Hereingabe von Maina. Der Offensivspieler tankte sich auf der linken Seite durch, spielte clever zurück auf den Österreicher, der an der Sechzehnerlinie lauerte und überlegt einschob (68.). Düsseldorf tat fortan mehr für das Spiel, wollte sich nicht geschlagen geben und wurde gefährlich. Unter anderem retteten Gazibegovic und Timo Hübers im Verbund (72.). Der FC stand nun tief, ließ Düsseldorf kommen. Und die Fortuna kam. Unter anderem legte der eingewechselte Vincent Vermeij den Ball aus wenigen Metern über Schwäbe, aber auch über das Tor (82.). Und die Fortuna erhielt die Chance es präziser zu machen. Nach einer Flanke bekam Schmied den Ball an die Hand, Schiedsrichter Michael Bacher entschied auf Elfmeter. Allerdings war der aktion ein Foul an Maina vorausgegangen, das der Schiedsrichter necht gesehen hatte.

Ísak Bergmann Jóhannesson verwandelte gegen Schwäbe sicher. Der FC warf noch einmal alles nach vorne, doch der erhoffte Siegtreffer fiel nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Köln zu Gast beim Karlsruher SC.


FC: Schwäbe – Heintz, Schmied (90. Tigges), Hübers- Pacarada, Olesen (46. Waldschmidt), Kainz, Gazibegovic (Telle) – Ljubicic, Maina, Rondic (56. Downs) – Tore: 1:0 Kainz (68.), 1:1 Jóhannesson (90.)


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Der FC und das Problem von der Bank: Mehr als 50 Einwechslungen, nur fünf Torbeteiligungen

Gerhard Struber wirkt beim Spiel des 1. FC Köln nachdenklich
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Der FC und das Problem von der Bank: Mehr als 50 Einwechslungen, nur fünf Torbeteiligungen

Auch am vergangenen Spieltag gegen Magdeburg wurde einmal mehr deutlich, dass die Kölner ihre Probleme haben, in der Schlussphase, noch einmal für Gefahr zu sorgen. Die Bilanz im Vergleich zur Konkurrenz fällt erstaunlich schwach aus. Beim 1. FC Köln fehlt die Gefahr von der Bank.

Alleine vier ehemalige oder aktuelle A-Nationalspieler saßen am vergangenen Spieltag bei den Geißböcken auf der Bank. Nach der Einwechslung erzeugten die Geißböcke aber mal wieder kaum Gefahr. Es zeigt sich auch weiterhin ein altes Problem: Beim 1. FC Köln fehlt die Gefahr von der Bank.

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Als Daniel Heger den Ball über die Linie gedrückt hatte, reagierte Gerhard Struber schnell. Vier Minuten nach der Führung der Magdeburger brachte der Kölner Coach am vergangenen Spieltag mit Imad Rondic eine weitere Offensivkraft, löste die Dreierkette mit der Auswechslung von Joel Schmied auf, um noch mögliche Impulse zu setzen. Erst wenige Minuten zuvor waren Luca Waldschmidt und Jusuf Gazibegovic gekommen. Unterm Strich verpufften aber alle Maßnahmen. Der FC kassierte eine deutliche 0:3-Pleite gegen das Team aus Sachsen-Anhalt und erzeugte vor allem in der Schlussviertelstunde auch so gut wie keine Gefahr mehr. Die Niederlage ging gerade aufgrund der zweiten Halbzeit wohl auch in Ordnung. „Ich denke, dass unser Spiel an sich einfach Substanz kostet. Wir investieren viel, wir geben viel“, sagte Gerhard Struber am Freitag. Umso wichtiger wäre eine funktionierende Bank.

Kölner Bank mehr wert als der Kader einiger Konkurrenten

Das Gefühl, dass die Kölner ab gerade dort wenig positive Impulse setzen, ist kein neues, aber eigentlich doch ein erstaunliches. Denn bei den Kölnern saßen mit unter anderem Jusuf Gazibegovic, Max Finkgräfe, Luca Waldschmidt oder Denis Huseinbasic Spieler auf der Bank, die laut des Online-Portals transfermarkt.de auf einen Marktwert von deutlich mehr als 15 Millionen Euro kommen. Wenn man so will, liegt der Marktwert der Kölner Bank regelmäßig über dem Gesamt-Kaderwert von Mannschaften wie Ulm, Münster oder Regensburg. Am vergangenen Spieltag saßen beim FC – trotz enger Personalsituation – auch vier ehemalige oder aktuelle A-Nationalspieler auf der Bank. Es ist also nicht so, dass der FC nicht gurndsätzlich mit Qualität nachlegen könnte.

Wohl einige Mannschaften der 2. Bundesliga würden sich die Kölner Ersatzspieler für ihre Startelf gut vorstellen können. Und doch ist die Bilanz der Joker in dieser Spielzeit eher überschaubar. Der FC kommt in dieser Saison auf vier Jokertore. Damion Downs war zwei Mal nach seiner Einwechslung erfolgreich, Luca Waldschmidt und Linton Maina jeweils ein Mal. Der Außenspieler traf bekanntlich im ersten Duell gegen den Hamburger SV nach seiner Einwechslung, gehört aber seitdem zum uneingeschränkten Stammpersonal. Mit Florian Kainz bereitete ein weiterer Einwechselspieler ein Tor vor. Die weiteren Offensiveinwechslungen, insgesamt mehr als 50, blieben ohne Torbeteiligung. Zum Vergleich: Der kommende Gegner aus Düsseldorf kommt auf elf Tore und 18 Torbeteiligungen seiner Joker, genauso wie der Hamburger SV, der SC Paderborn auf immerhin 17.

FC erzielt nur selten späte Tore

In der Schlussviertelstunde haben die Kölner erst sechs Saisontore geschossen und sind damit von den Aufstiegskandidaten einer der schlechteren. Der HSV kommt beispielsweise auf 15 Treffer in der Crunchtime, Paderborn auf 14. Das ist möglicherweise auch dem Verletzungspech der Kölner in der Offensive geschuldet, aber eben nicht nur. Wenn der FC am Sonntag gegen Düsseldorf antritt, hat sich die Personalsituation deutlich entspannt. Zumindest dürften die Sorgenfalten von Gerhard Struber weniger geworden sein. So werden auf der Bank erneut einige Spieler mit Rang und Namen Platz nehmen – wichtig wäre, dass sie nun auch nach der Einwechslung funktionieren.



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Stärkste oder schwächste Liga?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

So will der FC gegen Düsseldorf punkten

Viele Tore, wenige Karten, Überläufer und Pokalsieger – im Derby steckt viel Historie

Jubel bei Spielern des 1. FC Köln biem letzten Sieg 2013
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Viele Tore, wenige Karten, Überläufer und Pokalsieger – im Derby steckt viel Historie

Am Sonntag kommt es zum Derby zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf. Trotz der lokalen Nähe gab es die Begegnung in den vergangenen Jahren eher selten. Demnach liegt der letzte Heimsieg auch schon sehr lange zurück für den 1. FC Köln: So viel Historie steckt im Derby.

Trotz der Rivalität der beiden Teams ist ein unfaires Spiel auf dem Platz in den bisherigen Begegnungen der Mannschaften eher selten. In 57 Partien gab es nur zwei Platzverweise. Doch es verbirgt sich noch viel mehr hinter dem Traditionsduell des 1. FC Köln: So viel Historie steckt im Derby.

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Hitzig, aber fair? Auch wenn die Rivalität zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf viele Jahre andauert und die Duelle stets auch auf dem Rasen hitzig geführt werden, gab es in 57 Partien nur zwei Platzverweise. Dabei flog sogar noch nie ein Kölner gegen die Fortuna vom Platz, alle zwei Roten Karten gingen an Düsseldorfer Spieler. Zuletzt ging das Derby 1999 nicht mit allen Spielern zu Ende.

Tore garantiert? Fans, die am Sonntag in Müngersdorf sind, können sich also nicht nur auf die volle Anzahl an Spielern einstellen, wahrscheinlich werden sie auch viele Tore sehen. Von 57 bisherigen Duellen endeten nur drei torlos. In den letzten neun Partien fielen durchschnittlich knapp drei Tore pro Spiel. Innerhalb der vergangenen 30 Duelle gab es sogar nur ein Spiel ohne Treffer, am 19. Spieltag der Saison 1995/96 trennten sich der FC und die Fortuna in Köln 0:0.

Für beide Clubs im Einsatz: Spielerwechsel im Profibereich zwischen den beiden rivalisierenden Clubs sind eine Seltenheit. Der letzte Profi, der direkt die Seiten wechselte, war Adam Matuszczyk, der in der Saison 2011/12 vom FC an die Fortuna ausgeliehen wurde. Einer, wenn nicht sogar der prominenteste Abgang ist der vom aktuellen Fortuna-Geschäftsführer Klaus Allofs. Der ehemalige Offensivspieler wechselte zur Saison 1981/82 für 1,15 Millionen D-Mark von Düsseldorf in die Domstadt. Weitere bekannte Spieler, die für beide Vereine aktiv waren, sind Simon Terodde, Marcel Ndjeng oder Adil Chihi.

Doppelter Kampf um den Pokalsieg

Geschichte: Das Derby gegen die Düsseldorfer lieferte schon einige historische Ereignisse. Am Ende der Saison 77/78 sollte der 1. FC Köln sowohl die deutsche Meisterschaft als auch den DFB-Pokal gewinnen. Darauf deutete am ersten Bundesliga-Spieltag im Düsseldorfer Rheinstadion rein gar nichts hin. Zwar ging der FC in Führung, doch die Fortuna ging am Ende mit 5:1 als Sieger vom Platz. Am Ende der Spielzeit standen jedoch die Geißböcke ganz oben, die Fortuna wurde Fünfter. Im April 78 trafen sich die Fortuna und die Kölner in Gelsenkirchen zum Pokalfinale wieder. Die Düsseldorfer waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, vergaßen aber das Toreschießen. Das erledigte dafür der von Hennes Weisweiler trainierte FC. Nationalspieler Bernd Cullmann und der belgische Stürmer Roger van Gool sorgten mit ihren Treffern für den 2:0-Erfolg des Effzeh, der damit seinen dritten Pokalsieg nach 1968 und 1977 feierte.

Letzter Heimsieg liegt mehr als 25 Jahre zurück

An derselben Stätte wie zwei Jahre zuvor bestritten 1980 erneut Düsseldorf und Köln das DFB-Pokalfinale – und es war das Duell der Cupsieger der vergangenen beiden Jahre. 1979 gewannen die Düsseldorfer in Hannover 1:0 nach Verlängerung gegen Hertha BSC und an jenem Mittwochabend im Parkstadion verteidigten sie ihren Titel. Wieder war es Cullmann, der das von Karl-Heinz Heddergott trainierte Köln in Führung brachte, doch diesmal schlugen die Düsseldorfer zurück. Rüdiger Wenzel glich nach einer Stunde aus, fünf Minuten später drückte Thomas Allofs den Ball zum 2:1 für die Truppe von Otto Rehagel über die Linie.

Blick auf die Statistik: Istgesamt trafen die beiden Clubs in Pflichtspielen 57 Mal aufeinander. Der FC gewann 27 dieser Begegnungen, verlor 14, demnach endeten 16 Remis. Die Bialnz spricht also eigentlich für die Geißböcke. Eigentlich, weil der FC zuletzt 1998 ein Heimspiel gegen die Fortuna für sich entscheiden konnte. Auch der letzte Sieg gegen die Fortuna überhaupt liegt schon mehr als zehn Jahre zurück Auch, weil die Teams in den vergangenen Jahren nicht wirklich oft gegeneinander gespielt haben. Düsseldorf gewann zuletzt 2019 gegen den FC.



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Stärkste oder schwächste Liga?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

So will der FC gegen Düsseldorf punkten

Das erwartet den 1. FC Köln: Top-Sturm, flexibel im System und rechtzeitig in Form

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Das erwartet den 1. FC Köln: Top-Sturm, flexibel im System und rechtzeitig in Form

Nach der deutlichen 0:3-Pleite gegen den 1. FC Magdeburg steht dem FC ein weiteres schweres Spiel bevor. Im Derby empfängt Köln den Nachbarn. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf.

Am Sonntagnachmittag erwartet der FC den Nachbarn aus Düsseldorf im eigenen Stadion. Keine leichte Aufgabe, denn der Gegner ist wieder rechtzeitig in Form und verfügt über viel Qualität. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf.

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Aktuelle Form: Das Team von Trainer Daniel Thioune ist in diesem Jahr als eine von drei Mannschaften bislang ungeschlagen. In die Rückrunde startete die Fortuna zuhause mit einem Unentschieden gegen Darmstadt 98 (2:2), bevor Düsseldorf die beiden anschließenden Partien in Karlsruhe und im Heimspiel gegen Ulm jeweils mit 3:2 gewann. Nach einem weiteren Remis in Hannover (1:1) setzten sich die Düsseldorfer am vergangenen Wochenende vor heimischem Publikum nach einem 0:1 Rückstand mit 2:1 gegen Hertha BSC durch. In der Rückrundentabelle belegt das Team von Trainer Thioune mit elf Punkten den dritten Platz – nur der 1. FC Kaiserslautern (13 Punkte) und der 1. FC Nürnberg (12) holten in diesem Zeitraum mehr Punkte.

Die meisten Elfmeter, oft Aluminium

Laufintensives Spiel: Die Düsseldorfer gehören in dieser Saison zu den laufstärksten Teams der ganzen Liga. So legten die Spieler in den bisherigen 22 Ligaspielen 2589,5 Kilometer zurück und liegen damit nur knapp hinter dem SC Paderborn (2627,8 km) auf dem zweiten Platz.

Stark vom Punkt: Mit sieben Elfmetern bekam die Fortuna in der laufenden Saison die meisten Strafstöße aller Mannschaften zugesprochen. Von diesen verwandelten die Düsseldorfer sechs, womit sie auch bei den Treffern vom Punkt das beste Team der Liga sind.

Aluminiumpech: In den bisherigen 22 Pflichtspielen scheiterte das Team von Trainer Daniel Thioune bereits siebenmal am Pfosten oder an der Latte. Damit steht die Fortuna mit Eintracht Braunschweig auf dem geteilten dritten Platz. Einzig der Karlsruher SC mit 15 – und der Hamburger SV mit acht Aluminiumtreffern liegen dort vor den Rot-Weißen.

Goldenes Händchen: Fortuna Düsseldorf erzielte in dieser Saison bereits elf Jokertore. Neben den Treffern haben Thiounes Joker weitere sieben Tore vorbereitet. Mit insgesamt 18 Scorern nach Einwechslungen ist die Fortuna die beste Mannschaft in dieser Kategorie. Im Vergleich dazu: Die Einwechslungen des FC waren bislang erst an fünf Toren beteiligt.

Top-Stürmer und flexibel im System

Im Fokus: Mit dem Polen Dawid Kownacki und dem deutschen U-20 Nationalspieler Dzenan Pejcinovic hat Fortuna Düsseldorf zwei echte Top-Stürmer. Kownacki kehrte nach seinem Abgang im Sommer 2023 vor der Saison per Leihe vom SV Werder Bremen zurück nach Düsseldorf. Mit neun Treffern und sechs Vorlagen in bislang 18 Ligaspielen ist der 27-Jährige der Top-Scorer im Team von Daniel Thioune. Während der Pole meist in der Starelf steht, kommt sein Teamkollege Pejcinovic regelmäßig von der Bank. Dabei weiß der 20-Jährige jedoch zu überzeugen. In zwölf Einwechslungen kommt der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Stürmer auf fünf Treffer. Damit ist er der Top-Joker der gesamten Liga. Seine Qualität von der Bank stellte der Angreifer am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen Hertha BSC unter Beweis. Gegen die Berliner drehte er die Partie für die Fortuna mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten.

Formation/Taktik: Trainer Daniel Thioune stimmt seine Mannschaft immer auf den Gegner ab und hat dem Team in seiner Amtszeit eine taktische Flexibilität beigebracht. So spielten die Düsseldorfer in dieser Saison schon mit einer Vierer- und Dreierkette, mit einem oder zwei Stürmern oder mit einem oder zwei Sechsern. Innerhalb der Partien kann sich die Fortuna taktisch zügig auf Veränderungen des Teams gegenüber einstellen. Dabei setzt der ehemalige HSV-Coach auf Ballbesitz, aber auch schnelles und geradliniges Spiel zum gegnerischen Tor. Die Abwehrreihe der Düsseldorfer steht im Angriff häufig sehr hoch und versucht, Gegenstöße schnell zu unterbinden. Das Spiel der Düsseldorfer findet jedoch nicht nur im Zentrum statt. Auch versuchen die Spieler häufig über die Außenbahn Chancen zu kreieren und setzen dabei auch häufig auf Flanken.

Personal: Die Düsseldorfer müssen in Köln auf Emmanuel Iyoha (muskuläre Probleme), Dennis Jastrzembski (Reha), Robert Kwasigroch (Meniskusverletzung) und Tim Rossmann (muskuläre Probleme) verzichten.

Mögliche Startelf:  Kastenmeier – Lunddal, Oberdorf, Siebert, Heyer – Haag, Johannesson, Kwarteng, van Brederode – Kownacki, Pejcinovic

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Stärkste oder schwächste Liga?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Schwäbe vs. Kastenmeier: Das Duell der besten Torhüter der Liga?

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln und Florian Kastenmeier von Fortuna Düsseldorf.
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Schwäbe vs. Kastenmeier: Das Duell der besten Torhüter der Liga?

Wenn der FC am Sonntag den Nachbarn aus Düsseldorf empfängt, treffen auch zwei hervorragende Keeper aufeinander. Trotz der 0:3-Pleite gegen Magdeburg ist Marvin Schwäbe der Keeper mit den wenigsten Gegentreffern, Florian Kastenmeier der mit den meisten Paraden. Beim 1. FC Köln kommt es zum Duell der besten Keeper der Liga.

Am Sonntag stehen sich nicht nur die Rhein-Rivalen gegenüber, auch zwei besonders gute Torhüter treffen aufeinander. Beim 1. FC Köln kommt es zum Duell der besten Keeper der Liga.

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Für Marvin Schwäbe war der vergangene Freitag wohl ein besonders bitterer. Der Keeper der Geißböcke hatte in der Liga bis dato in elf Spielen gerade einmal fünf Gegentore kassiert. Ein ziemlich rekordverdächtiger Wert, der auch einige Male als Vergleich zu dem mittlerweile bei den Bayern spielenden Jonas Urbig herhalten musste. So als wäre die Gegentorquote der alleinige Beweis, dass Gerhard Struber mit seinem Wechsel zwischen den Pfosten recht gehabt hat. Der Vergleich hinkt natürlich gewaltig. Und das nicht nur, weil die personelle Veränderung auch mit einigen taktischen Umstellungen einher ging und Urbig nun mal gegen andere Mannschaften gespielt hatte als Schwäbe. Nun kommen also die Begegnungen, in denen der FC in der Hinrunde gleich 15 Gegentore in sechs Partien kassiert hatte.

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Schwäbe zeigt beeindruckende Effizienz

Und gleich im ersten Spiel fing sich Schwäbe drei Dinger, schraubte das Gegentor-Konto also auf acht in die Höhe. Zwar lag der xGolas-Wert des FCM bei 0,8, die Qualität der Chancen lag also unter einem erwartbaren Treffer und gerade beim 0:3 sah der Torhüter nicht so richtig gut aus, ein „Siehste“ wäre aber dennoch viel zu leicht. Denn die Bilanz spricht eben auch dafür, dass Schwäbe aktuell zu den besten Keepern der 2. Bundesliga gehört. Der 29-Jährige wurde zuletzt mit der Statistik der gehaltenen Bälle immer wieder als der beste Keeper Europas geadelt. Tatsächlich ist der Wert von 78 Prozent (damals mehr als 80) abgewehrter Schüsse ein verdammt guter, doch sagt dieser ganz sicher nicht aus, dass der Kölner Keeper insgesamt besser als die Martinez, Neuers oder Simóns dieser Welt und er verantwortlich für die FC-Wende ist.

Und doch zeigen weitere Werte, wie stark der Kölner Keeper in dieser Saison aufspielt. So lag der xGoals-Wert der Gegner in den zwölf Schwäbe-Liga-Spielen bei elf Gegentreffern. Heißt, der FC hätte eigentlich elf Gegentore kassieren müssen, Schwäbe fing sich aber „nur“ acht. Keine andere Mannschaft war im gleichen Zeitraum so stabil. Auf Rang zwei folgt Münster mit 14 Gegentoren. Zudem führten bei dem Kölner Torhüter auch nur drei gegnerische Großchancen zu einem Treffer – in diesem Zeitraum der absolute Bestwert. Es folgen der HSV, Hannover und Paderborn mit jeweils fünf. Allerdings steht Schwäbes Gegenüber Florian Kastenmeier dem Kölner Keeper in wenig nach. Die Düsseldorfer Nummer eins hat sogar vier Tore weniger kassiert, als es der xGoals-Wert vorausgesagt hätte.

Kastenmeier mit den meisten Paraden

Der 27-Jährige kommt in dieser Spielzeit bereits auf 90 Paraden, so viel wie kein anderer Torhüter der 2. Bundesliga. Erst beim 1:1 gegen den Karlsruher SC rettete der Schlussmann seinem Team mit einer akrobatischen Rettungsaktion in der Schlussminute den Punkt und erklärte das Kunststück mit dem Kinderturnen seiner Tochter. Auch die Paradenquote des Fortunen-Keepers ist mit 74 Prozent überdurchschnittlich gut. Zudem hielt Kastenmeier bei diesen Paraden jeden zweiten Ball fest, Schwäbe kommt auf knapp 38 Prozent. Aber: Während die Kölner Nummer eins sieben Mal in dieser Spielzeit zu Null spielte, kommt Kastenmeier immerhin auf sechs weiße Westen. Der Topwert liegt bei Ron-Robert Zieler mit neun. Allerdings stand Schwäbe zehn Mal weniger zwischen den Pfosten. Die Begegnung am Sonntag könnten wohl Kleinigkeiten entscheiden oder eben die Torhüter.



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Stärkste oder schwächste Liga?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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„Es ist Derby“: Gerhard Struber setzt auf eine „gute Connection zwischen Herz und Hirn“

Gerhard Struber vom 1. FC Köln.
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„Es ist Derby“: Gerhard Struber setzt auf eine „gute Connection zwischen Herz und Hirn“

Am Sonntagmittag treffen Gerhard Struber und sein Team im Rhein-Derby auf den Rivalen Düsseldorf. Die Mannschaft von Daniel Thioune ist in diesem Jahr noch ungeschlagen, könnte mit einem Sieg sogar am FC vorbeiziehen. Somit erwartet die Geißböcke keine leichte Aufgabe. So will der 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf punkten.

Düsseldorf hat vor dem 23. Spieltag gerade einmal drei Zähler Rückstand auf die Kölner. Zudem sind die 95er eine der laufstärksten Mannschaften der Liga und werden es den Geißböcken im Kölner Stadion sicher nicht leicht machen, die Punkte einzufahren. Doch Gerhard Struber vertraut auf sein Team. So will der 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf punkten.

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Ein wenig war Gerhard Struber die Erleichterung am Freitagmittag auf der Pressekonferenz vor dem Derby gegen Düsseldorf anzumerken. Die Personalsituation hat sich gerade noch rechtzeitig deutlich entspannt. Der Kölner Coach muss möglicherweise gar nicht so viel puzzlen, wie es zu Beginn der Woche noch den Anschein gemacht hat. Zumindest Leart Pacarada und Damion Downs werden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder zur Verfügung stehen. Das Abschlusstraining am Samstag wird wohl endgültig entscheiden. Doch Struber klang recht zuversichtlich. Und das nicht nur in Bezug auf das Personal. Der Kölner Trainer geht davon aus, dass seine Mannschaft ein ganz anderes Gesicht zeigt als noch gegen den 1. FC Magdeburg in der Vorwoche. „Ich glaube schon, dass wir das Lenkrad gut in der Hand haben werden“, sagte der Coach.

„Es ist eine Riesenchance“

Dabei erwartet den FC eine denkbar schwere Aufgabe. Düsseldorf ist in diesem Jahr nur eins von drei Teams, das noch ungeschlagen ist, hat sich in der Tabelle wieder nach oben gearbeitet und würde mit einem Sieg sogar am FC vorbeiziehen. Der Plan des Kölner Coachs ist verständlicherweise ein anderer. „Es ist eine Riesenchance mit einem Sieg – und das ist auch das Ziel – uns ein Stück weit von Düsseldorf abzusetzen“, sagt Struber, richtet aber den Fokus mehr auf die Leistung als auf das Ergebnis. „Wir denken aber nicht an das Szenario, sondern vielmehr daran, was wir in die Waagschale werfen und beitragen können, um ins Punkten zu kommen. Wir konzentrieren uns extrem auf unseren nächsten Gegner und darauf, wie wir ins Liefern kommen.“

Und so sind dem 48-Jährigen auch nicht die Stärken des Rivalen entgangen. „Wir haben einen großen Respekt vor dem Gegner. Sie haben in jeder Linie in ihrem Spiel gute Ideen. Es ist eine Mannschaft, die versteht, sehr gut zu kontern und über den Torwart bereits das Spiel gut zu eröffnen“, sagt der Trainer. „Sie haben eine gewisse Effizienz im Torabschluss, machen aus wenig viel, um am Ende auch ins Punkten zu kommen. Sie stehen nicht aus Zufall da oben. Sie werden uns mit Sicherheit fordern.“ Davon ist auszugehen, denn die Fortunen gehören zu den laufstärksten Mannschaften der Liga, spielen einen sehr intensiven Fußball und werden sich ganz sicher auch nicht vor dem FC verstecken. Aber: „Wir müssen aus wenig viel machen und darin besitzen wir eine große Qualität. Ich bin guter Dinge und freue mich riesig darauf“, sagte Düsseldorfs Trainer Daniel Thioune.

„Wir sollten Magdeburg nicht als Reizpunkt sehen“

Die Qualität der Geißböcke ließ zuletzt ein wenig zu wünschen übrig. „Ich finde, dass wir einfach mutiger sein sollen, dass wir unberechenbarer sind. Mit guten Tiefenläufen“, sagte Struber. „Es wird aber auch wichtig, dass wir unsere Sechser gut ins Spiel kriegen, dass wir die Zehner dann möglicherweise auch gut anspielbar machen und dass wir einfach versuchen, schon auch im Zentrum versuchen, ihnen Probleme zu bereiten.“ Vor allem aber sollen auch wieder die Flügelspieler gut eingesetzt werden. Sicher werden die Kölner wieder mit einer Dreierkette agieren. Struber sehe keine Grund mit „Ach und Krach“ eine Systemumstellung zu vollziehen. „Ich finde es grundsätzlich schon sehr ordentlich, wie stabil wir sind. Wir sollten vielleicht Magdeburg nicht als Reizpunkt sehen.“

Da stand die Kölner Defensive bekanntlich nicht sonderlich sicher. Und nach vorne entwickelte der FC so gut wie keine Gefahr. Doch der Kölner Coach ist dennoch optimistisch. „Wir sind was den Xg angeht auf Platz zwei der Liga. Wir könnten ein bisschen effizienter sein in der Hinführung und Verwertung von Chancen“, sagte Struber und lieferte die Marschrichtung für die Begegnung am Sonntag direkt mit: „Es ist Derby, es ist Atmosphäre, es ist eine aufgeheizte Stimmung und da braucht’s einfach eine gute Connection zwischen Herz und Hirn.“

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