Mit seinen zwei Toren gegen Mainz hat er eine starke Bewerbung fรผr mehr abgegeben. Offenbar befindet sich der Angreifer des 1. FC Kรถln absolut in starker Form: Beginnt Ragnar Ache nun gegen den SC Freiburg?
Mit seiner Einwechslung verรคnderte sich die Statik des Spiels, mit seinen Toren wurde er zum Matchwinner des 1. FC Kรถln: Beginnt Ragnar Ache nun gegen den SC Freiburg? Die Form spricht jedenfalls fรผr die Anfangsformation. Doch FC-Trainer Lukas Kwasniok neigt bekanntlich zu unterschiedlichen Formationen.
Ragnar Ache bejubelt seinen Siegtreffer gegen Mainz 05
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Ganze 14 Minuten dauerte der Auftritt im Hinspiel Ende August. Ragnar Ache kam erst in der Schlussphase, hatte aber keinen groรen Impact mehr beim 4:1-Erfolg der Kรถlner รผber den SC Freiburg. Gute fรผnf Monate spรคter hat der Angreifer viel dafรผr getan, im Rรผckspiel dann von Beginn an aufzulaufen. Ache erzielte bekanntlich im vergangenen Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 beide Treffer, avancierte beim 2:1-Sieg als Doppelpacker zum Matchwinner und gab damit eine beeindruckende Bewerbung fรผr mehr ab. Und das, nachdem gerade das Ende des vergangenen Jahres alles andere als rund fรผr den Stรผrmer lief. Es wurde sogar รผber eine mรถgliche Unzufriedenheit, vielleicht sogar ein Abschied spekuliert.
„Wichtiger Bestandteil der Mannschaft“
Doch die Vorzeichen haben sich geรคndert. Ache hat gute Chancen, am Wochenende zu beginnen. „Ich weiร, dass es manchmal schwer zu akzeptieren ist, dass Spieler erst einmal eine gewisse Zeit benรถtigen anzukommen“, sagte Kwasniok am Freitag. Bei dem Angreifer habe es viel mit der kรถrperlichen Verfassung zu tun gehabt. „Ich habe immer gesagt, er arbeitet hart und lasst den Jungen doch einfach mal machen. Dann entsteht so ein Vertrauen.“ Nach seiner Einwechslung gegen die Rheinhessen รคnderte sich die Statik des Spiels. Gerade das Zusammenspiel mit Alessio Castro-Montes scheint besonders gut zu funktionieren. „Wer hรคtte gedacht, dass er zwei Spiele mit dieser Intensitรคt gehen kann und dann gegen Mainz 45 Minuten das Spiel verรคndert hat“, so der Trainer weiter.
„Darauf sind wir stolz. Das ist die Basis, um bei mir von Beginn an aufzulaufen.“ Gut mรถglich, dass Kwasniok also mit einer รคhnlichen Formation starten wird, wie er gegen Mainz aufgehรถrt hat. „Ich werde den Teufel tun, ihn nur temporรคr einzusetzen, wenn er mir das im Training mit Leistung untermauert“, sagte der Coach. „Es ist fรผr die Mannschaft eine Hilfe, fรผr mich eine Hilfe und fรผr den Spieler freut es mich immens, weil das zeigt, dass dauerhafte Arbeit belohnt wird. Jetzt ist er voll da.“ Allerdings betonte der Trainer am Freitag auf der Spieltags-PK, dass Ache und Marius Bรผlter eine Option seien, er aber als Trainer auch ein Auge darauf haben muss, dass er auch Alternativen nach 70, 80 Minuten von der Bank bringen kann.
Fรผr den Trainer sei nicht nur die Startelf entscheidend, sondern das ganze Gefรผge. Neben der ansteigenden Form spricht noch etwas ganz anderes fรผr Ache. Denn der Stรผrmer hat gute Erinnerungen an die Mannschaft aus dem Breisgau. Gegen Freiburg erzielte der Angreifer seinen allerersten Bundesliga-Treffer, das erste Pflichtspieltor in Deutschland. Auch Aches Bilanz ist gegen den Sportclub besonders gut. Der Angreifer spielte drei Mal gegen Freiburg und gewann alle drei Spiele. Am Sonntag wรผrde er seine Form sicherlich sehr gerne erneut unter Beweis stellen.
Nach acht sieglosen Spiele in Folge haben die Geiรbรถcke mal wieder drei Punkte eingefahren. Gleich mehrere Spieler รผberzeugten beim 1. FC Kรถln: Drei FC-Profis nach 2:1 gegen Mainz in der Kicker Elf des Spieltags.
Die Kรถlner sind mit einem Dreier in die Rรผckrunde der Bundesliga gestartet. Gegen die Rheinhessen gab es einen verdienten Sieg und damit auch gleich drei Nominierungen fรผr Spieler des 1. FC Kรถln: Gleich drei FC-Profi befinden sich nach dem 2:1 gegen Mainz in der Kicker Elf des Spieltags.
Glรผckliche Spieler des 1. FC Kรถln nach dem Erfolg รผber Mainz (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt sicherte sich der FC am Wochenende gegen Mainz die Punkte 18 bis 20 und durchbrach vor allem den รผber Wochen anhaltenden Negativtrend. Nach acht sieglosen Spielen in Folge haben die Kรถlner endlich wieder gewonnen. Und zum Matchwinner avancierte Ragnar Ache, der gleich zwei Treffer gegen die Rheinhessen erzielte. Kein Wunder, dass der Stรผrmer von den Fans mit รผberwรคltigender Mehrheit zum Man of the Match gewรคhlt wurde. Doch fรผr Ache gibt es noch eine weitere Nominierung der Angreifer steht auch zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der „Kicker Elf des Spieltags“.
Schon neun Spieler in dieser Saison nominiert
Ache ist mit der Nominierung am 18. Spieltag aber nicht alleine. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde Alessio Castro-Montes in die Auswahl gewรคhlt. Der Belgier steigerte sich nach durchwachsener erster Halbzeit, bereitete im zweiten Abschnitt mit einer starken Flanke den ersten Treffer von Ache vor. Schon gegen Heidenheim war der Schienenspieler nominiert worden. Damals hatte Castro-Montes beide Kรถlner Tore vorbereitet. Das Trio komplett macht Jahmai Simpson-Pusey. Der Englรคnder รผberzeugte einmal mehr mit seiner Ruhe, einem guten Stellungsspiel, seiner Kopfballstรคrke und einer hohen Passsicherheit. Insgesamt haben es damit bereits neun FC-Profis in dieser Saison in die Auswahl des Fachmagazins geschafft. Neben Castro-Montes wurden Jakub Kaminski, Marvin Schwรคbe und El Mala jeweils schon zwei Mal nominiert.
Jeweils einmal schafften es neben Ache und Simpson-Pusey auch Marius Bรผlter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl. Somit kommt der FC auf 13 Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig stellten mehr Spieler. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison auf 14 Nominierungen, Schwรคbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhรผter fรผnf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemรคร gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern Mรผnchen (34) und Harry Kane (7).
Nach acht Spielen konnte der FC mal wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Nach einer schwachen ersten Hรคlfte brachte Lukas Kwasniok mit einem Dreier-Wechsel die Wende: Der 1. FC Kรถln erzwingt gegen Mainz sein Glรผck.
Nach einem Rรผckstand zeigte die Mannschaft von Lukas Kwasniok gegen Mainz Moral: Der 1. FC Kรถln erzwingt gegen Mainz 05 sein Glรผck. So kรถnnen die Geiรbรถcke dank Doppelpacker Ragnar Ache nach acht sieglosen Spielen wieder jubeln.
Ragnar Ache bejubelt seinen Siegtreffer gegen Mainz 05
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Es gibt wohl kaum eine Szene, die besser zeigt, wie sehr die Geiรbรถcke in der zweiten Hรคlfte gegen Mainz alles reinwarfen, als der Siegtreffer von Ragnar Ache. Luca Waldschmidts gute Ecke verlรคngerte Marius Bรผlter an den zweiten Pfosten. Dort lenkte zwar Danny da Costa den Ball zuerst ans Aluminium, aber Ache verwertete den Abpraller etwas glรผcklich mit dem Gesicht zum 2:1. Eine Szene, die gleich in mehrerlei Hinsicht eine enorme Symbolkraft hat: Zum einen, weil ausgerechnet der Neuzugang aus Kaiserslautern den Ball รผber die Linie drรผckte. Der Doppelpack war die Erlรถsung fรผr den Angreifer nach seinem bislang schwierigen Start in Kรถln. โAls Stรผrmer werden wir immer nach Toren beurteilt. Wenn man keine Tore schieรt, dann kommen gewisse Berichte, gewisse Sachen in die Welt. Und das macht natรผrlich auch ein bisschen was mit dem Selbstvertrauen, man zweifelt. Dann geht der in Heidenheim nicht rein. Dann denkt man nach. Jetzt mit den zwei Toren tut das natรผrlich sehr sehr gutโ, so der 27-Jรคhrige.
Zum anderen wegen der Art und Weise des Treffers: Der Angreifer erzwang mit wortwรถrtlich vollem Kรถrpereinsatz das Glรผck der Kรถlner, das in den vergangenen Partien so oft gefehlt hatte. Auรerdem sorgte ausgerechnet eine Standardsituation, sonst eine groรe FC-Schwรคche auf beiden Seiten des Spielfeldes, fรผr den ersten Dreier seit Anfang November. Und damit fรผr Erleichterung bei Mannschaft und Verantwortlichen.
Schwache erste Hรคlfte
Dabei war die Leistung der Geiรbรถcke in der ersten Hรคlfte noch deutlich schwรคcher als in der starken zweiten. Zwar hatten die Kรถlner einige Torannรคherungen, wirklich zwingend wurden sie dabei aber nicht. Ganz anders als die Mainzer, die zumindest ein paar groรe Chancen hatten. Und eine nutzten sie im Anschluss an einen Einwurf in Person von Stefan Bell. Der Mainzer legte sich den Ball an Eric Martel vorbei und schloss mit Wucht unter die Latte ab. โIn der ersten Halbzeit haben wir kaum Chancen zugelassen, aber eben auch wenig kreiert. Wir waren einfach zu passivโ, kritisierte Alessio Castro-Montes.
Und die Kรถlner konnten sich bei Keeper Marvin Schwรคbe bedanken, dass sie zur Pause nicht schon hรถher zurรผcklagen. So parierte der Schlussmann unter anderem stark im Eins-gegen-Eins einen Abschluss von Silas. So gab es zur Pause schon einige Unmutsbekundungen von den Rรคngen. โDu hattest zum ersten Mal das Gefรผhl, dass die Jungs in ihrem Handeln nicht so richtig frei sind. Die ersten 20 bis 25 Minuten haben sie es schon versucht. Aber mit dem 0:1 hat man schon gemerkt, dass das Selbstvertrauen nicht mehr da warโ meinte Trainer Lukas Kwasniok.
Umstellungen zur zweiten Halbzeit zeigen Wirkung
In der Pause fand der Coach aber genau die richtigen Worte, um seine Schรผtzlinge aufzubauen. โWenn du dann mit Pfiffen in die Halbzeit verabschiedet wirst und dass dann auch irgendwie zu recht, dann gilt es in der Pause ruhig und sachlich zu bleiben. Vor allem wenn du das Gefรผhl hast, dass die Jungs Support brauchenโ, so der Trainer. โIch hatte nicht das Gefรผhl, dass sie nicht gewollt haben. Sie waren etwas gehemmt. Wir haben dann umgestellt und ihnen gesagt, dass sie mutig sein sollen. Doch wenn du ihnen von Mut erzรคhlst, dann musst du auch selbst mutig sein.โ Also stellte Kwasniok um und vollzog zur zweiten Halbzeit gleich drei Wechsel. Mit den Einwechslungen von Kristoffer Lund, Tom Krauร und eben Ache stellte der Coach auรerdem auf Viererkette um.
Genau die richtigen, mutigen Entscheidungen. Denn nach der Pause war der FC die deutlich aktivere Mannschaft – und kam endlich auch zu einigen groรen Chancen. Besonders das Zusammenspiel von Ache und Bรผlter funktionierte in einigen Situationen hervorragend. โNach dem Wechsel hatten wir nichts mehr zu verlieren und sind All-in gegangen. Wir haben alles reingeworfen und uns am Ende belohntโ, bewertete Castro-Montes die Leistungssteigerung in der zweiten Hรคlfte. So erzwangen die Gastgeber letztendlich zuerst den Ausgleich, bei dem der Belgier eine schรถne Vorlage lieferte, und kurz vor Schluss auch noch den Siegtreffer.
Erlรถsender Erfolg
Dabei fiel mit dem ersten Dreier nach acht sieglosen Spielen auch einiges von den Spielern ab. โDas war heute schon sehr erlรถsend. Im Stadion war es schon ein bisschen unruhig. Wir haben uns vorgenommen, weiterzumachen, alles zu geben, 120 % zu geben und zu probieren, das Spiel zu drehen und am Ende des Tages hat es auch geklapptโ, erklรคrte etwa Ache. Und auch Marvin Schwรคbe war ob des erkรคmpften Sieges erleichtert: โWir sind natรผrlich gerade รผberglรผcklich, dass die lange Leidenszeit, wo wir natรผrlich alles gegeben haben und nicht belohnt wurden, heute ein Stรผck weit belohnt wurde. […] Wir wollten es unbedingt. Und es ist umso schรถner, dass wir das dann auch zu Hause erleben durften.โ
Wรคhrend Kwasnioks Worte und Umstellungen zur Halbzeit daran einen maรgeblichen Anteil hatten, betonte der Coach selber nach Anpfiff noch einen anderen Faktor. โIch hatte schon das Gefรผhl, dass die Sรผd heute das Spiel auf unsere Seite gezogen hat. Gerade in der zweiten Halbzeit haben sie nicht von uns gelassen und waren unser 12. Mann und haben das Stadion wieder zum Leben erwecktโ, bedankte sich der Trainer bei den Fans, die ihn zuletzt auch kritisiert hatten. Um diese zumindest sportlich wieder zufrieden zu stellen, haben die Kรถlner jetzt einen Schritt gemacht. Mit viel Einsatz, mutigen Entscheidungen und am Ende dem nรถtigen Quรคntchen Glรผck. Letzteres hatte die Mannschaft aber selber erzwungen und sich damit eben auch verdient.
Es hatte lange gedauert, doch am Samstagnachmittag gelang dem Stรผrmer der Kรถlner der Befreiungsschlag. Gleich zweimal traf der Angreifer und sicherte den Geiรbรถcken mit seinem Doppelpack drei Punkte gegen den 1. FSV Mainz 05: Ragnar Ache wird zum Matchwinner beim 1. FC Kรถln.
Mit seinen beiden Toren verdoppelte der 27-Jรคhrige seine bisherige Trefferquote der Saison. Viermal versenkte der Angreifer die Kugel nun im Kasten der Gegner. Am Samstag war der Doppelpack der Befreiungsschlag fรผr die Kรถlner: Ragnar Ache wird zum Matchwinner beim 1. FC Kรถln.
Ragnar Ache und Said El Mala nach dem 2:1-Erfolg รผber Mainz (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Viel unterschiedlicher hรคtten die Gefรผhlswelten wohl nicht sein kรถnnen. Vor genau vier Wochen saร Ragnar Ache auf der Auswechselbank der Geiรbรถcke, den Trรคnen mindestens nahe. Der Stรผrmer war nach einer knappen Stunde im Duell gegen Union Berlin ausgewechselt worden – das beim Stand von 0:0. In der Schlussphase trafen die Eisernen zum 1:0. Ache saร anschlieรend auf der Bank, musste offensichtlich von Jan Thielmann getrรถstet werden. 28 Tage spรคter stand der Stรผrmer auf dem Rasen und flachste mit Said El Mala herum, machte ein Selfie mit seinem Offensivkollegen, wirkte glรผcklich. „Das war heute schon sehr erlรถsend“, sagte der Angreifer – nach seiner Gala. Denn der Stรผrmer avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner im Duell gegen Mainz.
Dabei war Ache erst zur Pause eingewechselt worden. Marius Bรผlter hatte den Vorrang erhalten. „Ich habe lange รผberlegt, ihn sogar von Beginn an auflaufen zu lassen. Aber ich habe schon das Gefรผhl gehabt, dass drei Mal zu starten in einer Woche vielleicht ein Tick zu viel ist“, sagte Lukas Kwasniok und erklรคrte, warum er in der Vergangenheit mit einem Stรผrmer agiert hatte. Nun aber der Versuch mit Bรผlter und Ache. „Das war eigentlich zum ersten Mal in dieser Saison mรถglich. Dadurch, dass wir hinten lagen, haben wir uns fรผr diese Variante entschieden. Das hat super geklappt und wir hoffen, dass sie mir so in Zukunft รถfter zur Verfรผgung stehen.“ Tatsรคchlich รคnderte sich mit der Einwechslung des Angreifers die Spieldynamik. Der FC war gegen die Rheinhessen fortan drรผckend รผberlegen und erspielte sich zahlreiche Torchancen.
Schon nach einer knappen Stunde machte sich die Einwechslung von Ache bezahlt. Der Stรผrmer stand bei einer perfekten Flanke von Alessio Castro-Montes genau richtig und wuchtete den Ball รผber die Linie. In der Schlussphase, als die meisten Fans bereits mit dem nรคchsten Remis rechneten, war der Angreifer erneut zur Stelle. Dieses Mal mit Glรผck und mit dem Gesicht, aber das stรถrte wohl keinen der 50.000 Zuschauer. „Es ist natรผrlich schรถn, dass du heute so jemanden wie Ragnar hast, der dann so einen Impact auf das Spiel hat“, sagte Thomas Kessler. „Ich freue mich einfach sehr fรผr ihn, weil ihm die beiden Tore auch guttun werden.“ Guttun, weil die vergangenen Wochen nicht immer einfach fรผr den Stรผrmer waren.
So gab es gerade zu Jahresbeginn auch Gerรผchte, dass Ache mit seinen Einsatzzeiten nicht sonderlich glรผcklich wรคre. „Als Stรผrmer werden wir immer nach Toren beurteilt. Wenn man keine Tore schieรt, dann kommen gewisse Berichte, gewisse Sachen in die Welt. Und das macht natรผrlich auch ein bisschen was mit dem Selbstvertrauen, man zweifelt“, sagte Ache. „Jetzt mit den zwei Toren tut das natรผrlich sehr sehr gut.“ Zumal der 27-Jรคhrige seine Saisontore verdoppelt hat.
Mit einer Niederlage haben sich die Geiรbรถcke in die Winterpause verabschiedet. Von der Anfangseuphorie ist zuletzt nicht mehr viel geblieben. Und das liegt auch an den Neuverpflichtungen des 1. FC Kรถln: Nicht alle Transfers รผberzeugen.
Im Sommer wurde Thomas Kessler fรผr seine zahlreichen Neuverpflichtungen gefeiert. Wohl zu recht, denn die Kรถlner spielten bekanntlich groร auf. In den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve dann aber auch bei dem ein oder anderen Akteur ein wenig nach unten. So sehr, dass รผber weitere Neuverpflichtungen nachgedacht wird beim 1. FC Kรถln: Nicht alle Transfers รผberzeugen.
Sebastian Sebulonsen, Marius Bรผlter und Jakub Kaminski
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Ron-Robert Zieler: Die Rollenverteilung war schon bei der Verpflichtung ganz klar kommuniziert. Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei ans Geiรbockheim. Eine Rolle, die dem Routinier sehr gut zu Gesicht steht. Zieler hat bislang auch schon bewiesen, dass er zu jeder Zeit einspringen kรถnnte und wรผrde. Mit mehr als 400 Bundesliga- und 2. Bundesliga-Spielen gehรถrt Zieler zu den erfahrensten Spielern beim FC. Fazit: Gute Verstรคrkung (als Nummer zwei)
Starker Eindruck in der Defensive
Sebastian Sebulonsen: Zu Saisonbeginn einer der ganz groรen Gewinner beim FC. Gehรถrte zum absoluten Stammpersonal als Lukas Kwasniok noch erklรคren musste, dass er gar keine Stammpositionen vergebe. Und das zahlt sich Stand jetzt auch beeindruckend aus. Der FC hat den Norweger fรผr 2,5 Millionen Euro verpflichtet, Sebulonsen konnte seinen Marktwert laut transfermarkt.de aber auf fรผnf Millionen in die Hรถhe treiben. Und nicht nur das: Der 25-Jรคhrige feierte sogar sein Debรผt in der norwegischen Nationalmannschaft. Fรผr Kwasniok extrem wichtig: Der Norweger kann auch als Innenverteidiger auflaufen. Fazit: Absolute Verstรคrkung
Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Auch der gebรผrtige Dรคne startete gut, auch der gebรผrtige Dรคne macht sich Hoffnungen auf die WM – allerdings fรผr die USA. Doch gerade Lund hat in den vergangenen Wochen extrem nachgelassen, war gefรผhlt an nahezu jedem Gegentor seit dem Gladbach-Spiel beteiligt. Durch die vergangenen Wochen wird auch รผber einen mรถglichen Neuzugang auf der linken Seite spekuliert. Das haben sich Lund, aber auch die Kรถlner Kaderplaner sicherlich anders vorgestellt. Fazit: Durchwachsene Leistungen stellen Auftakt in Frage
Pech und schwerer Stand
Rav van den Berg: Der Kรถnigstransfer des Sommers konnte die Ablรถse in Hรถhe von acht Millionen Euro noch nicht so richtig rechtfertigen. Das lag vor allem an seiner Verletzung, die er sich gegen Wolfsburg zugezogen hat. Van den Berg fiel wochenlang aus. Dass er das Potenzial zu einem ganz groรen Defensivspieler hat, hat der 21-Jรคhrige schon mehrfach aufblitzen lassen. Dass er noch Schwรคchen hat, ist aber auch nicht zu รผbersehen. Zuletzt an einer Roten Karte fรผr ein absolut unnรถtiges Handspiel. Fazit: Absolute Verstรคrkung
Cenk รzkacar: Die Verpflichtung des Tรผrken sorgte vor allem aufgrund seiner Vita fรผr Fragezeichen. Immer wieder wurde der Innenverteidiger verliehen. Doch auch bei den Leihstationen gehรถrte รzkacar nur selten zum Stammpersonal. Und so ist es auch beim FC. รzkacar stand in 17 Begegnungen fรผnf Mal in der Startelf, saร aber auch sieben Mal 90 Minuten komplett auf der Bank. Bei keinem seiner insgesamt zehn Einsรคtze sammelte der Abwehrspieler Argumente fรผr eine feste Verpflichtung. Fazit: Noch keine Verstรคrkung
18 Spieler bereits in der Startelf
Tom Krauร: Der 24-Jรคhrige hat sich sicherlich mehr von dem aktuellen Saisonverlauf versprochen. Dabei gehรถrt Krauร durchaus zu den Spielern, die den FC in der Breite auf ein anderes Niveau gehoben haben. Der Mittelfeldspieler ist laut Kwasniok ein Defensiv-Allrounder und daher auch auf verschiedensten Positionen bereits eingesetzt worden. Seine Einsatz-Bilanz gleicht einer Achterbahn. Mal in der Startelf, mal Joker, mal Bankdrรผcker. Fazit: Verstรคrkung in die Breite
Isak Johannesson: Der Islรคnder ist stark in die Saison beim FC gestartet und war unter Kwasniok lange unangefochtener Stammspieler. Das hat sich in den vergangenen Wochen aber ein wenig verschoben. Ausgerechnet seit dem schmerzhaften WM-Aus mit der Nationalmannschaft von Island findet der Mittelfeldspieler nicht mehr so recht in die Spur. Vor allem strahlt Johannesson in der Vorwรคrtsbewegung bislang zu wenig Gefahr aus. Dennoch scheinen sich die 5,5 Millionen Euro Investition im Sommer gelohnt zu haben. Nach dem letzten Marktwert-Update schรคtzt transfermarkt.de den Islรคnder auf zehn Millionen Euro ein. Fazit: Verstรคrkung
Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geiรbรถcke des vergangenen Sommers ist bislang die sportlich grรถรte Enttรคuschung. Castro-Montes ist noch nicht so richtig angekommen. Bislang kommt der erfahrene Belgier auf vier Einsรคtze. Der einzige von Beginn an war bislang der enttรคuschendste. Die FC-Verantwortlichen haben den Schienenspieler fรผr rund zwei Millionen Euro unter Vertrag genommen, als dieser laut transfermarkt.de noch fรผnf Millionen wert war. Durch den jรผngsten Downgrade auf drei Millionen haben sich die beiden Werte angepasst. Bislang bleibt die Verpflichtung ein Rรคtsel. Fazit: Noch keine Verstรคrkung
Die Kรถlner Hoffnungstrรคger
Jakub Kaminski: Lukas Kwasniok bezeichnet den Offensivspieler als den besten Spieler des Kaders. Dass der 23-Jรคhrige einer der besten Akteure ist, hat er bereits beeindruckend unter Beweis gestellt. Zu Saisonbeginn als Alleinunterhalter auf der linken Offensivseite. Zuletzt auch gerne mal eine Reihe dahinter als Laufwunder und Lรผckenstopfer. Das zahlt sich aus. Kaminski hat seinen Marktwert ebenfalls gesteigert. Dass der FC die Kaufoption zieht, scheint unausweichlich. Fazit: Absolute Verstรคrkung
Said El Mala: Der 19-Jรคhrige ist der absolute Shootingstar der Geiรbรถcke und neben Lennart Karl der Bundesliga. Kein Wunder, dass er sich berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen darf. Beim FC ist El Mala mit seinen Toren und Assists mittlerweile so etwas wie die Lebensversicherung. Allerdings hat der 19-Jรคhrige noch einige Felder, an denen er arbeiten muss. Ob er das kรผnftig in Kรถln tut, wird wohl der kommende Sommer zeigen, ist dann aber eher unwahrscheinlich. Fazit: Absolute Verstรคrkung
Ragnar Ache: Die Szenen nach dem Spiel gegen Union Berlin spiegelten mรถglicherweise die Gefรผhlswelt des Angreifers wider. Ache kam zum FC, um seine Bundesligatauglichkeit unter Beweis zu stellen. Bislang hat die Zeit in Kรถln viel von einer Achterbahnfahrt. Die Bilanz ist bislang eine solide. In 16 Begegnungen erzielte Ache zwei Tore, bereitete aber sechs weitere vor. Dennoch ist der Angreifer nicht gesetzt. Fazit: Verstรคrkung
Marius Bรผlter: Der Stรผrmer war zum Saisonauftakt wohl die grรถรte รberraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groร auf. Gerade in den vergangenen Wochen wollte es fรผr den Stรผrmer aber nicht mehr rundlaufen. Bรผlter wirkte zu oft wie ein Fremdkรถrper im Kรถlner Spiel. Fazit: Zuletzt schwรคchelnd
Der Wechsel des Stรผrmers wird mit der Erwartung einhergegangen sein, sich in der Bundesliga zu beweisen. So richtig geht der Plan aber noch nicht auf beim 1. FC Kรถln: Ragnar Ache hat momentan einen schweren Stand.
Gegen Union Berlin nutzte der Kรถlner Angreifer seine Kopfballstรคrke vornehmlich zur Abwehr in der Verteidigung. Dabei stรคnde dem FC die Torgefahr des Stรผrmers sicherlich gut zu Gesicht. Doch der letzte Treffer liegt bereits zwei Monate zurรผck beim 1. FC Kรถln: Ragnar Ache hat momentan einen schweren Stand.
Lukas Kwasniok und Ragnar Ache vom 1. FC Kรถln
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Ragnar Ache war sichtbar berรผhrt. Der Stรผrmer saร nach seiner Auswechslung auf der Bank, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Es bedurfte ganz offensichtlich der besonderen Worte von Jan Thielmann, der versuchte, den Angreifer wieder aufzubauen. „Ich glaube nicht, dass er persรถnlich wegen der Auswechslung enttรคuscht war, sondern weil wir das Spiel verloren haben“, sagte FC-Trainer Lukas Kwasniok spรคter auf der Pressekonferenz. Tatsรคchlich war Ache beim Stand von 0:0 vom Platz gegangen, die Begegnung eigentlich noch offen. Auch, wenn die Geiรbรถcke zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr oft ins Schlussdrittel der Berliner kamen – zumindest nicht sonderlich gefรคhrlich. In der Theorie war also noch alles mรถglich. Die genauen Grรผnde fรผr den Frust wird wohl nur Ragnar Ache selbst kennen.
Hohe Erwartungen zu selten erfรผllt?
Es ist aber schon sehr wahrscheinlich, dass Ache sich seine Zeit beim FC dann doch anders vorgestellt hat. Der Stรผrmer kam mit groรen Erwartungen, wollte in Kรถln beweisen, dass er das Zeug hat, Bundesliga zu spielen. Der erste Versuch bei Eintracht Frankfurt wollte bekanntlich nicht so recht funktionieren, รผber eine starke Zeit bei Kaiserslautern empfahl sich der Angreifer fรผr mehr. Die Bilanz ist insgesamt keine schlechte. Wettbewerbsรผbergreifend kommt Ache auf zwei Tore und sechs Vorlagen, also acht Scorerpunkte. Doch liegt der letzte Scorer nun schon einen Monat, der letzte Treffer fast zwei Monate zurรผck. Auch gegen Union konnte der Stรผrmer seine Scorerbilanz nicht aufpolieren. Ein Schussversuch wurde im letzten Moment geblockt, bei einer Top-Ablage von Sebastian Sebulonsen kam der 27-Jรคhrige einen Schritt zu spรคt.
Auf der anderen Seite zeigte Ache aber auch mit seinen Ablagen, wie wichtig er sein kann. Der gebรผrtige Frankfurter macht den Ball im Zentrum fest, dienst als Wandspieler und รผber sein Kopfballspiel schwรคrmte Lukas Kwasniok ebenfalls des รfteren. Gerade in der Defensive zeigte Ache diese Qualitรคt am Samstag, als der Stรผrmer gleich mehrere Standards der Eisernen sicher wegklรคrte. Und doch ist Angreifer in der Zentrale eben nicht – oder nur selten – erste Wahl. In den 17 Pflichtspielen kam Ache bis auf die Begegnung gegen Bremen aufgrund einer Gehirnerschรผtterung immer zum Einsatz. In der Startelf stand der 27-Jรคhrige aber nur fรผnf Mal. Einen bleibenden Eindruck hinterlieร er in den Begegnungen gegen die Bayern und den Hamburger SV.
Zur Wahrheit gehรถrt aber auch, dass der Angreifer zu wenig gefรผttert wird. Zwar schlugen Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Co. am Samstag einige Flanken, diese erreichten Ache aber viel zu selten. Auch bei den Standards wird der bullige Stรผrmer zu selten in die richtige Position gebracht, zu selten gefunden.
So wirklich oft kam Ragnar Ache in dieser Spielzeit noch nicht รผber die Rolle des Jokers hinaus. Mรถglicherweise kรถnnte der Angreifer aber gegen Leverkusen genau der richtige Mann fรผr die Anfangsformation sein beim 1. FC Kรถln: Darum kรถnnte Ragnar Ache gegen Leverkusen starten.
Bayer Leverkusen geht sicher als der Favorit in das Spiel gegen den FC. Doch so รผbermรคchtig wie vor zwei Jahren scheint der Nachbar nicht mehr zu sein. Ein X-Faktor kรถnnte ein Angreifer werden beim 1. FC Kรถln: Darum kรถnnte Ragnar Ache gegen Leverkusen starten.
Ragnar Ache kรถnnte gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen
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Nicht bei allen Anhรคngern des 1. FC Kรถln kommt die fast schon obligatorische Personal-Rotation von Lukas Kwasniok dieser Tage gut an. Fakt ist aber, dass der FC-Coach auch mit den wechselnden Formationen Woche fรผr Woche die richtige Lรถsung fรผr den kommenden Gegner sucht und gerade auch zu Beginn der Spielzeit meist gefunden hat. Nun wird sich der Trainer seine Gedanken um den kommenden Kontrahenten, Bayer Leverkusen machen. Kwasniok weiร natรผrlich um die Qualitรคt. Leverkusen befindet sicher selbst noch in einer Art Umbruch, hatte im Sommer einen groรen Aderlass, hat aber auch einige starke neue Spieler dazubekommen. Wie die Begegnungen gegen den FC Augsburg und auch Newcastle United gezeigt haben, fehlt es der Werkself an der nรถtigen Konstanz.
Leverkusen bei Flanken anfรคllig
Eine Schwรคche, die sich bei Bayer in dieser Saison bereits herausgestellt hat, ist ausgerechnet etwas, von dem sich Kwasniok im Sommer wohl deutlich mehr versprochen hat. „Bei mir sind die Wingbacks der Gamechanger. Die kรถnnen sich รผberall reinschleichen und machen die meisten Toreโ, hatte der Coach gesagt. Allerdings hat sich Kwasniok sicherlich auch Assists von seinen Schienenspielern gewรผnscht. Die sind bislang bekanntlich rar gesรคt. Kristoffer Lund kommt bislang auf eine Torvorlage, Sebastian Sebulonsen hat sich noch gar nicht aufs Scorerboard gebracht. Und das, obwohl beide in ihren Begegnungen auch ordentlich viele Flanken schlagen. Mรถglicherweise kommt der Nachbar dem FC am Samstag in dieser Hinsicht gerade recht.
Zwar lรคsst Leverkusen nicht viele Flanken im Spiel zu, nur die, die in die Box kommen, sorgen regelmรครig fรผr Gefahr. Jede fรผnfte gegnerische Flanke fรผhrt zu einem Torschuss des Gegners, jeder vierte Torschuss fรผhrt zu einem Gegentor. Leverkusen hat in dieser Spielzeit bereits vier Treffer nach Hereingaben aus dem Spiel heraus hinnehmen mรผssen, beim FC waren es erst zwei. Insgesamt haben die Leverkusener schon sechs Kopfballtore kassiert, so viel wie kein anderes Team der Liga. Mรถglicherweise wird Kรถlns Trainer Lukas Kwasniok also die Flanken als probates Mittel gegen den Nachbarn ansehen. Im Ligavergleich belegt Kรถln Plรคtze im Mittelfeld bei den Flanken und den erfolgreichen Hereingaben. Tatsรคchlich erzielte Kรถln auch schon vier Tore nach Flanken aus dem Spiel – nur Dortmund, Stuttgart und Augsburg รถfter.
Startelf-Einsatz fรผr Ache?
Das kรถnnte wiederum fรผr einen Startplatz von Ragnar Ache sprechen. Kwasniok hat schon mehrfach die Kopfball-Qualitรคten des Angreifers hervorgehoben. „Das Krasse ist: Er kรถpft nicht einfach blind. Er hรผpft, dann steht er und steht er, dann guckt er, dann kรถpft er. Das ist eine Waffe. Das habe ich selten so gesehen“, hatte der Trainer im September gesagt. „Ohne Ragnars Kopf weiร ich nicht, wo er gelandet wรคre.“ Alleine fรผr Kaiserslautern traf Ache in den vergangenen beiden Spielzeiten elf Mal mit dem Kopf, im Schnitt jeder dritte Treffer. Fรผr den FC zeigte der Stรผrmer diese Qualitรคt gegen die Bayern. Allerdings bereitete der Angreifer auch schon Tore mit dem Kopf vor, wie die beiden Treffer im Pokal gegen Regensburg.
Ob sich Kwasniok tatsรคchlich fรผr den Mittelstรผrmer entscheidet, wird sich zeigen. Denn in der vergangenen Woche spielte Said El Mala in der zentralen Position der Offensive. Und der Shootingstar machte seine Sache sehr gut.
Es gibt den nรคchsten verletzungsbedingten Ausfall beim 1. FC Kรถln: Ragnar Ache fรคllt mit einer Gehirnerschรผtterung aus. Der Stรผrmer hatte sich am Mittwoch verletzt.
Bereits am Mittwoch deutete sich die nรคchste Hiobsbotschaft an, nun ist der Ausfall offiziell beim 1. FC Kรถln: Ragnar Ache fรคllt mit einer Gehirnerschรผtterung aus. Damit ist der Stรผrmer keine Option fรผr das Spiel gegen Werder Bremen.
Ragnar Ache vom 1. FC Kรถln
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Auf dem Weg zur sportlichen Wende muss der FC vorerst auf einen weiteren Angreifer verzichten. Ragnar Ache fรคllt bei den Geiรbรถcken mit einer Gehirnerschรผtterung aus. Das gab der Verein am Donnerstagmittag bekannt. Ache hatte sich am Mittwoch im Training verletzt, als er einen Ellbogen ins Gesicht bekam. Der Stรผrmer war daraufhin vom Platz gegangen. Sichtbar benommen musste Ache gestรผtzt werden. „Die Untersuchungen ergaben eine leichte Gehirnerschรผtterung“, heiรt es von Seiten des FC.
Ragnar Ache keine Option fรผr Bremen
Der 27-Jรคhrige kam in der Liga in dieser Spielzeit fรผr den FC elf Mal zum Einsatz, erzielte einen Treffer und bereitete vier weitere vor. Nur drei Mal stand der Mittelstรผrmer in dieser Saison in der Startelf. Auch, weil Trainer Lukas Kwasniok offenbar mit der kรถrperlichen Verfassung nicht gรคnzlich zufrieden war. Zuletzt ging der Trend aber deutlich nach oben. Ache hatte immer wieder betont, dass er nun kรถrperlich fit sei, auch die 90 Minuten durchzuspielen. Und gerade in den vergangenen Wochen war der Angreifer auch auf immer mehr Spielzeit gekommen. So stand der Sommerneuzugang gegen den HSV und Eintracht Frankfurt in der Startelf und wurde im Derby bereits zur Halbzeit eingewechselt. In allen drei Partien gelang ihm jeweils eine direkte Torbeteiligung.
Am Samstag in Bremen ist der Angreifer aber durch die Gehirnerschรผtterung keine Option. So muss Kwasniok seine Offensive durch den Ausfall des Mittelstรผrmers erneut umbauen. Eine Alternative im Sturm wรคre Marius Bรผlter. Der 32-Jรคhrige bringt mit 1,88 Meter eine รคhnlich physische Komponente ins Spiel wie Ache und hatte sich am vergangenen Wochenende mit einem Treffer nach seiner Einwechslung fรผr mehr empfohlen. Ob der Trainer dann aber auf den Neuzugang aus Hoffenheim setzt oder doch eine andere Lรถsung bevorzugt ist offen.
Am Samstag steht fรผr den Kรถlner Angreifer das Wiedersehen mit seinem Ex-Club an. Dann empfรคngt der FC Eintracht Frankfurt im Kรถlner Stadion. Nachdem der Sommer-Neuzugang gegen Gladbach nicht in der Startelf stand, will er nun 120 Prozent geben fรผr den 1. FC Kรถln: Ragnar Ache und seine besondere Motivation gegen Frankfurt.
Zwei Jahre spielte der FC-Stรผrmer bei der Eintracht. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen mit dem 1. FC Kรถln: Ragnar Ache und seine besondere Motivation gegen Frankfurt.
Ragnar Ache jubelt รผber seinen Treffer gegen den HSV
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Mรถglicherweise kam die Lรคnderspielpause fรผr Ragnar Ache ein wenig zur Unzeit. Natรผrlich hat auch der Stรผrmer die freien Tage in der vergangenen Woche genossen. „Das hat sehr gut getan. Es ging darum, auch mal den Kopf frei zu kriegen“, sagte der Stรผrmer am Rande des Dienstags-Trainings. In den Kรถlner Karneval war der Angreifer nicht eingetaucht. „Ich bin nicht so der ,Drauรen‘-Mensch“, so Ache. Der 27-Jรคhrige hatte gerade vor der Lรคnderspielpause einen Lauf. Rechnet man den herausgeholten Elfmeter gegen Gladbach im Derby mit, war der Stรผrmer gleich an drei Toren in den vergangenen drei Pflichtspielen beteiligt. Darunter das Pokalspiel gegen die Bayern und der Treffer beim 4:1 gegen den Hamburger SV.
โWas habe ich da zwei Jahre gemacht?“
„Das war ein sehr schรถnes Gefรผhl. Vor allem nach der Zeit“, sagt der Angreifer. Es wirkt fast so, als sei der Stรผrmer nun angekommen – in Kรถln, aber auch in der Bundesliga. Wenn man so will auf dem zweiten Weg. Denn fรผr Ache ist es der zweite Anlauf in der hรถchsten deutschen Spielklasse. Ache kommt gebรผrtig aus Frankfurt, zog mit seiner Familie aber frรผh in die Niederlande und ging dort die ersten Schritte Richtung Profi-Fuรball. Es folgte die Rรผckkehr in seine Heimat und dort der erste Profi-Vertrag in Deutschland. Und zwar beim kommenden Kรถlner Gegner bei Eintracht Frankfurt. Damals wohl ein Kindheitstraum. Immerhin war Ache als Kind Fan der Eintracht. Doch das Verhรคltnis ist abgekรผhlt. „Ich verfolge das nicht wirklich. Ich kenne ja keinen mehr“, sagt Ache. Das Verhรคltnis scheint tatsรคchlich ambivalent.
Denn bei der Eintracht kam der Spieler nicht so zum Zug wie erhofft. „Was habe ich da zwei Jahre gemacht?“, fragte sich Ache mit einem Grinsen im Gesicht. „Ich habe zwei Jahre nicht wirklich gespielt, aber ich war zwei Jahre da.“ Der Stรผrmer lief 23 Mal fรผr die Eintracht auf – allerdings nur einmal lรคnger als 20 Minuten. Auf der Liste stehen auch Spiele in der Europa League gegen den FC Barcelona – offiziell jeweils eine Minute. So wirklich glรผcklich wurde Ache bei seiner Eintracht nicht. Und so folgte der Umweg รผber Greuther Fรผrth und Kaiserslautern nach Kรถln und nun eben gegen die Hessen. Keine leichte Aufgabe: „Wir mรผssen schon ehrlich zu uns sein. Wir sind Aufsteiger. Frankfurt hat in den letzten Jahren in Europa gespielt, Champions League, Conference League oder Euro League, die Ambitionen haben die jetzt auch.“
Ache fรผhlt sich โfast so gut wie nieโ
Ache will dazu „120 Prozent geben“, vor allem dรผrfte es der Stรผrmer seinem ehemaligen Arbeitgeber auch zeigen wollen. Bereit dazu ist der Stรผrmer. „Ich fรผhle mich top. Ich wรผrde sagen, fast so gut wie nie. Und damit kann man weiter machen“, sagt Ache, der auch nicht enttรคuscht war, dass er zuletzt nach zwei Spielen von Beginn an, wieder zunรคchst auf der Bank saร. „Ich hatte zwei Spiele hintereinander in einer Englischen Woche gespielt. Das passiert, das ist Fuรball. Letztes Jahr in Paderborn hat er (Lukas Kwasniok, Anm. d. Red.) auch 25 Mal durchgewechselt, dieses Jahr auch schon ich weiร nicht wie oft. Das gehรถrt dazu.“ Nun will sich der Stรผrmer fรผr einen Einsatz gegen die Eintracht beweisen und dort dann seinen Lauf fortfรผhren.
Der 1. FC Kรถln steht nach dem 4:1-Heimsieg im Aufsteigerduell gegen den Hamburger SV auf dem siebten Tabellenplatz der Bundesliga und kann mit breiter Brust ins prestigetrรคchtige Rheinische Derby mit Borussia Mรถnchengladbach am 10. Spieltag gehen. Groรen Anteil am jรผngsten Erfolg der Geiรbรถcke hat auch eine Neuverpflichtung des 1. FC Kรถln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.
Gegen den FC Bayern traf er im Pokal und nรคhrte die Hoffnung auf eine รberraschung. Gegen den HSV wurde er mit seinem Tor zum Dosenรถffner fรผr den 1. FC Kรถln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.
Ragnar Ache jubelt รผber seinen Treffer gegen den HSV (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Fรผr Ragnar Ache persรถnlich dรผrfte die vergangene Woche trotz der Pokal-Niederlage und dem Aus gegen Rekordmeister FC Bayern Mรผnchen (1:4) ziemlich zufriedenstellend gewesen sein. Der Angreifer stand sowohl im DFB-Pokal gegen die Mรผnchner in der Startelf als auch jรผngst beim Heimspiel gegen den HSV und erรถffnete beide Partien jeweils zugunsten seiner Farben mit einem Tor. Nachdem er vor Beginn der vergangenen Woche noch ohne Pflichtspieltreffer fรผr den FC in dieser Saison war, scheint Ache nun gerade rechtzeitig vor dem Derby gegen den Rivalen vom Niederrhein seine Form und vor allem auch seinen Platz im Kรถlner System gefunden zu haben und kรถnnte so womรถglich ein entscheidender Faktor im Duell mit Mรถnchengladbach werden.
Ragnar Ache kommt rechtzeitig in Formย
Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hatte schon im Pokal gegen die Bayern einen vor allem in Halbzeit eins sehr ordentlichen Auftritt hingelegt und ging nicht unverdient durch das erste Saisontor von Ache in Fรผhrung. Im wichtigen Bundesliga-Duell im Kampf um den Klassenerhalt gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg sorgte sein Tor jedoch auch beim Stรผrmer selbst noch mal fรผr euphorischere Stimmung. โEs fรผhlt sich viel besser an als am Mittwoch. Ein Tor zu schieรen und zu gewinnen, ist immer ein geiles Gefรผhlโ, so der gebรผrtige Frankfurter.
Nach zuletzt zwei Auftritten von Beginn an zeigte sich der Neuzugang aus Kaiserslautern fokussiert und blickt auch dem Duell mit dem Rivalen selbstbewusst und mit Vorfreude entgegen. โIch fรผhle mich top und bereit fรผr das Derbyโ, so der 27-Jรคhrige. Ein positives Signal fรผr alle FC-Fans, denn dabei war vor allem die Fitness des 1,83 Meter groรen Offensivmannes immer wieder auch ein Thema am Geiรbockheim und vermutlich Mitgrund oder gar Hauptgrund fรผr seinen Bankplatz in den meisten Pflichtspielen in dieser Saison. โAm Anfang der Saison hรคtte ich keine 90 Minuten spielen kรถnnenโ, bestรคtigte auch er selbst die Probleme zu Beginn der Spielzeit. โJetzt haben sich die beiden Spiele gut angefรผhlt, so muss ich weitermachen und weiterarbeiten, sodass ich mehrere Spiele hintereinander 90 Minuten spielen kann.โ
Mit X-Faktor Ache ins Derby
Mit seiner Prรคsenz im Angriffsdrittel und seiner wiedergefundenen Form bringt Ache beim 1. FC Kรถln noch einmal eine neue Komponente ins Spiel. Der ehemalige U21-Nationalspieler verfรผgt รผber ein starkes Timing in der Luft und ist aufgrund seiner Sprungkraft trotz โnurโ 1,83m ein exzellenter Kopfballspieler auch im Luftduell gegen deutlich grรถรere gegnerische Verteidiger. Als Wandspieler gewinnt Ache immer wieder wichtige Zweikรคmpfe im oder rund um den gegnerischen Strafraum und hat dabei oft auch den Blick fรผr den besser postierten Nebenmann, legt so viele Torschรผsse oder gefรคhrliche Aktionen per Kopf auf. Dazu verfรผgt er รผber ein gutes Stellungsspiel, wie jรผngst gesehen beim in der Entstehung durchaus etwas wirren 1:0-Fรผhrungstors des FC.
Pรผnktlich zum Derby kann FC-Coach Kwasniok also auf einen formstarken Ache bauen, der langsam aber sicher angekommen scheint bei seinem neuen Arbeitgeber und in der Bundesliga. Mit einem Sieg gegen den ungeliebten Rhein-Rivalen kรถnnte sich wohl auch Ache endgรผltig in die Herzen der Kรถlner Anhรคnger spielen – falls er da nicht ohnehin schon angekommen ist. Derย Stรผrmer selbst zeigte sich nach Abpfiff der Partie gegen den HSV noch ein wenig zurรผckhaltend, was die Zukunft angeht. โIm Fuรball darf man immer trรคumen, aber am Ende muss man bodenstรคndig bleiben und von Woche zu Woche gucken, dass man Spiele gewinnt und Punkte holt.โ Die nรคchste Chance dazu hat der 1. FC Kรถln dann am kommenden Samstag im Topspiel am Abend (18.30 Uhr) gegen die Borussia aus Mรถnchengladbach. Vielleicht kann ja dann auch Ache mithelfen, aus dem Traum vom Derbysieg Realitรคt werden zu lassen.