Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Nach acht sieglosen Spielen in Folge haben die Kölner wieder einen Dreier eingefahren und sich damit die Chance auf die Vorentscheidung am kommenden Freitag erspielt. Geschafft ist der Klassenerhalt aber noch nicht. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit dem ersten Sieg seit Ende Januar haben die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. In Köln hat man das Gefühl eines kollektiven Aufatmens. Dabei ist das Ziel noch nicht erreicht.

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Es trägt schon eine gewisse Komik in sich, dass Lukas Kwasniok am Ende recht behalten könnte. Der Ex-Trainer der Geißböcke wurde bis kurz vor seinem Aus nicht müde zu betonen, dass seine Mannschaft das Zeug zum Klassenerhalt habe. Dass eben nur ein Quäntchen fehle und dass das Spielglück nicht auf Seiten der Kölner sei. Als Argumente hielten unter anderem die 50:50-Schiedsrichter-Entscheidungen her, der mitunter seltsame Eingriff oder eben Nicht-Eingriff des VARs und ja, auch der Ausfall zahlreicher Spieler wurde selten, aber ab und an genannt. Durch den 3:1-Erfolg gegen Werder Bremen hat sich die Situation beim FC grundlegend verändert. René Wagner hat in den vergangenen beiden Spielen mehr Punkte eingefahren als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Der FC hat nun ein beruhigendes Polster von fünf Zählern auf Rang 16, von neun auf Rang 17. Gewinnt Köln am Freitag, ist die Vorentscheidung in Sachen Klassenerhalt gefallen.

Eine andere Ausgangslage

Und das dann vier Spieltage vor Saisonende. Tatsächlich hat sich die Ausgangslage innerhalb von zwei Spieltagen komplett verändert. Rund um das Geißbockheim ist wieder eine gewisse Euphorie zu spüren. Das Ziel Klassenerhalt scheint plötzlich so greifbar nahe. Denn nun lautet die Bilanz nicht mehr acht sieglose Spiele in Folge, sondern vier Partien ohne Niederlage in Serie. Wagner spielt bei seiner bisherigen Ausbeute als Cheftrainer in die Karten, dass die Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Bremen zum Großteil mal pro FC ausgefallen sind (zu Recht!) und dass dem Interimscoach nahezu der gesamte Kader wieder zur Verfügung steht. Bis auf die beiden Langzeitverletzten hat der 37-Jährige die Qual der Wahl, muss schmerzhafte Entscheidungen treffen. Quantitativ stellt sich der Kader nicht mehr von alleine auf.

Vor allem aber profitierten die Kölner am Sonntag von dem von Kwasniok angesprochenen Spielglück, das dem FC lange fehlte. Und da liegt dann auch wieder der andere Teil der Wahrheit. Denn auf Glück alleine können und sollten sich die Geißböcke im Saisonfinale nicht verlassen. Der 3:1-Erfolg gegen Bremen darf nicht die Probleme kaschieren, die auch unter René Wagner (noch) nicht abgestellt sind. Der Sieg war zweifelsfrei verdient, die Leistung gegen ein dezimiertes Werder aber ganz sicher nicht beeindruckend. Und das nicht nur aufgrund der eklatant schwachen Chancenverwertung. Der FC tat sich gerade im Spielaufbau in Überzahl doch schwer. Die Geißböcke offenbarten erneut Unkonzentriertheiten, Stockfehler, Ungenauigkeiten und gerieten am Ende des Spiels sogar noch einmal in Bedrängnis.

Der FC kann am Freitag einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, eine Art Vorentscheidung herbeiführen. Acht (durch die Torbilanz eigentlich neun) Punkte Vorsprung wären schon ziemlich nah am Klassenerhalt. Er kann! Gespielt ist die Begegnung noch nicht, gewonnen erst recht nicht – wie das Hinspiel in Köln (1:1) enttäuschend bewiesen hat. Aber: Der FC hat die Rettung in der eigenen Hand, hat den Ball im Grunde auf dem Elfmeterpunkt liegen und es wirkt so, als haben die Kölner unter dem neuen Trainer auch eine ergebnisorientierte Idee, wie Siege gelingen können. Mit dem ersten Erfolg seit Ende Januar dürfte sich das Team das nötige Selbstvertrauen geholt haben, am Millerntor die nächsten Punkte einzufahren – möglicherweise die entscheidenden. Sollte dem FC der Klassenerhalt gelingen, hätte Kwasniok recht gehabt. Nur würde der Erfolg der personellen Entscheidung unterm Strich genauso recht geben.


Der nächste starke Auftritt: Cenk Özkacar verdient sich den Stammplatz

Cenk Özkacar und Jakub Kaminski jubeln nach dem Spiel
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Der nächste starke Auftritt: Cenk Özkacar verdient sich den Stammplatz

Seit Wochen ist Cenk Özkacar einer der Kölner Leistungsträger. Auch am Sonntag im Duell gegen Bremen überzeugte der Innenverteidiger, der es zu Saisonbeginn noch so schwer hatte. Cenk Özkacar macht sich beim 1. FC Köln unverzichtbar.

Einmal mehr stand Cenk Özkacar am Wochenende wieder in der Startelf. Und der Türke zahlte das Vertrauen mit einer weiteren starken Partie zurück. Mittlerweile ist der 25-Jährige absoluter Stammspieler – und das zu Recht.

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Der direkte Weg führte zu Lukas Sinkiewicz. Cenk Özkacar lief nach dem 2:0 im Heimspiel gegen Werder Bremen zum neuen Co-Trainer der Geißböcke. Unmittelbar zuvor hatte der Innenverteidiger mit einem Kopfball an den Pfosten das Tor durch Ragnar Ache vorgelegt. Der Stürmer traf im Nachschuss. „Sinke hat die letzten drei Wochen viel mit den Innenverteidigern am Kopfballspiel trainiert. Deshalb ist Cenk zu ihm gerannt nach dem 2:0, so habe ich das interpretiert. Die Beiden haben eine Wette am Laufen und ich hoffe, Cenk gewinnt sie“, sagte Trainer René Wagner. Für Özkacar war es der erste Assist – wenn auch nicht offiziell – in dieser Saison, vor allem aber die Krönung einer erneut starken Leistung. Der Innenverteidiger ist aktuell aus der Startelf der Kölner kaum noch wegzudenken.

Die meisten Ballkontakte, die meisten Pässe

Und das war zu Saisonbeginn nicht zwingend abzusehen gewesen. Der Leihspieler des FC Valencia war in den vergangenen Jahren bei keinem Club so richtig durchgestartet, immer wieder auf Leihbasis in halb Europa unterwegs. Und auch bei den Geißböcken deutete nicht viel auf eine wirklich glückliche Zeit. In den ersten sieben Ligaspielen kam der Türke auf zwei Kurzeinsätze. Aufgrund der anhaltenden Personalprobleme sammelte der Abwehrspieler schließlich doch Minute um Minute und ist aktuell ein absoluter Stammspieler. Am Sonntag erhielt der 25-Jährige den Vorzug vor Rav van den Berg. Der Niederländer rutschte aus der Startformation, weil auch der frisch gebackene Vater Jahmai Simpson-Pusey wieder mit von der Partie war und von Beginn an auflief.

Van den Berg war im Sommer für rund acht Millionen Euro plus Boni an den Rhein gewechselt. Schon alleine aufgrund der Ablöse der eigentliche Königstransfer des ersten Transferfensters in dieser Spielzeit. Und dennoch erhielt Özkacar am Wochenende den Vorzug, stand nun in neun der vergangenen zehn Begegnungen von Beginn an auf dem Platz. Neben einigen guten Defensivaktionen kam der Türke am Sonntag auf die mit Abstand meisten Ballkontakte und die meisten Pässe aller Spieler. Davon kamen mehr als 90 Prozent auch beim Mitspieler an. Mit einer Saison-Zweikampfquote von rund 60 Prozent gehört Özkacar in dieser Statistik zu den besseren Innenverteidigern der Spielzeit. Und damit sammelt der Türke Bewerbungspunkte. Die Zukunft des 25-Jährigen ist weiterhin offen. Der FC besitzt eine Kaufoption, ob er sie zieht ist noch unklar. Und leise Hoffnungen auf die WM-Teilnahme wird Özkacar sicherlich auch noch haben.

Die jüngsten Leistungen sprechen definitiv für ihn.


Auch Dominique Heintz wird den 1. FC Köln verlassen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin
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Auch Dominique Heintz wird den 1. FC Köln verlassen

Irgendwie hatte es sich dann doch in den vergangenen Wochen angedeutet, nun nimmt ein weiterer Abschied Konturen an. Dominique Heintz wird den 1. FC Köln wohl ebenfalls im Sommer verlassen. Der Innenverteidiger wird aber seine Karriere wohl fortsetzen wollen.

Den 3:1-Erfolg der Geißböcke verfolgte Dominique Heintz als Zuschauer im Kölner Stadion. Der Abwehrspieler stand gegen Werder Bremen nicht im Kader und wird es wohl auch in den kommenden Wochen schwer haben, auf Einsatzzeit zu kommen. Die Zeichen stehen auf Abschied.

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Die Saison war noch jung, als Dominique Heintz im Oktober mit come-on-fc.com über seine Zukunft sprach. „Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein“, sagte Heintz damals. „Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.“ Diese ist nun gefallen. Come-on-fc.com kann die Meldung des „Express“ bestätigen: Demnach wird Dominique Heintz keine Zukunft beim FC haben. Demnach habe Thomas Kessler dem Innenverteidiger die Entscheidung bereits mitgeteilt. Der Routinier wird also offensichtlich dem weiteren Kaderumbruch zum Opfer fallen.

„Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf“

Am Sonntagnachmittag hatte René Wagner die undankbare Aufgabe gleich mehrere Akteure aus dem Kader zu streichen. Die Schattenseite des dickeren Kaders, der sich seit Wochen von Spieltag zu Spieltag wieder füllt. Neben Florian Kainz traf es den Rekonvaleszenten Joel Schmied sowie eben Heintz. „Ich habe es beiden schon die Tage gesagt, dass es nicht einfach wird, in den Kader zu kommen. Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf im Training“, erklärte Wagner auf Heintz und Kainz angesprochen bei DAZN. „Jetzt muss ich schwere Entscheidungen treffen. Die beiden und Joel Schmied hat es nun getroffen.“ Und leichter dürfte es angesichts der personellen Lage auch in den kommenden Wochen nicht werden. Gerade in der Innenverteidigung ist Köln aktuell so gut aufgestellt, dass auch der (wirtschaftliche) Königstransfer des vergangenen Sommers Rav van den Berg auf der Bank Platz nahm.

Der 32-jährige Heintz lief insgesamt für die Geißböcke 160 Mal auf. Im August 2023 war der Routinier wieder ans Geißbockheim zurückgekehrt, hatte in Köln schon von 2015 bis 2018 gespielt. Nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer gab es durchaus Skeptiker, die dem Routinier den Sprung in die Bundesliga nicht mehr zugetraut haben. Doch Heintz strafte die Kritiker lügen, sprang aufgrund der Verletzungswelle gleich mehrfach ein und überzeugte durchweg mit starken Leistungen. Heintz gilt als sehr Heimatverbunden, fühlt sich auch in der Pfalz sehr wohl und könnte sich eine Rückkehr in seine alte Heimat gut vorstellen. Möglicherweise gibt es die Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern. Am Betzenberg startete die Karriere des Abwehrspielers.


Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Said El Mala jubelt nach dem 1:0 gegen Bremen
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Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Früh gingen die Kölner im Heimspiel gegen Werder Bremen in Führung. Und das einmal mehr durch Said El Mala. Der Kölner Youngster ist nach wie vor eine Lebensversicherung des 1. FC Köln: Said El Mala knackt den Podolski-Rekord.

Mit seinem elften Saisontor brachte der 19-Jährige die Geißböcke auf die Erfolgsspur und überholte nebenbei Lukas Podolski.

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So richtig rund lief Said El Mala nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen nicht mehr. Der Offensivspieler der Geißböcke humpelte leicht durch die Katakomben des Kölner Stadions. Doch so die ganz großen Sorgenalten braucht kein FC-Verantwortlicher auf der Stirn tragen. Denn El Mala litt eher unter Ermüdungserscheinungen. „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt“, sagte der 19-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Tatsächlich hatte El Mala gegen Frankfurt einen Schlag auf den Knöchel bekommen, arbeitete zumindest die ersten Tage individuell. Am Sonntag hatte es der Kölner Torjäger aber in die Startelf geschafft. Kein Wunder, bei bis dato zehn Toren und vier Vorlagen. Kein anderer Kölner ist an an anhähernd vielen Treffern beteiligt.

„Da brauche ich nicht zum Trainer gucken“

Und der Kölner Angreifer hat seine Bilanz gegen Bremen noch aufpoliert. Nach einem Foulspiel an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Elfmeter und Said El Mala schritt fast schon selbstverständlich zur Tat. „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen“, sagte El Mala. „Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen.“ Ein Tor und dazu noch eine Premiere. „Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere“, so der Schütze weiter, der bestätigte, dass es keinen Augenkontakt zum Coach gegeben habe. „Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Für Coach René Wagner gab es keine Einwände. „Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat“, sagte der Trainer. Mit dem Tor und einem Rekord. Denn der 19-Jährige hat damit mehr Treffer erzielt als Lukas Podolski bei dessen Premieren-Saison. „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes“, erklärte der Außenspieler. „Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“ Denn der Fokus liegt voll und ganz auf dem Klassenerhalt. Und in diese Richtung haben die Kölner einen großen Schritt gemacht. Für El Mala geht es aber auch weiter um Eigenwerbung – für die Nationalmannschaft, aber auch potenzielle Interessenten.

Dazu wollte sich der Kölner dann aber nicht äußern. „Die Lust ist extrem groß, ich fühle mich extrem wohl“, so der Torschütze. „Was passiert, kann ich nicht sagen. Ich habe noch fünf Spiele zu gehen, da gebe ich alles.“


Der 1. FC Köln verdient sich den Erfolg gegen Bremen, hat dabei aber auch endlich das nötige Spielglück

Ragnar Ache erzielte gegen Bremen das zwischenzeitliche 2:0
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Der 1. FC Köln verdient sich den Erfolg gegen Bremen, hat dabei aber auch endlich das nötige Spielglück

Nach acht sieglosen Spielen konnte der FC gegen Bremen endlich wieder einen Dreier einfahren. Im Gegensatz zu den vorherigen Wochen war dabei der Spielverlauf von Beginn an auf der Seite des 1. FC Köln: Mit Spielglück und guter Leistung zum ersehnten Erfolg.

Mit dem Sieg gegen Werder Bremen holte der FC wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dabei waren die Weichen wegen zweier Schlüsselszenen früh auf Sieg für die Geißböcke gestellt – die sich nach längerer Zeit mal wieder für eine ordentliche Leistung belohnen konnten.

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Es waren wohl die beiden Schlüsselszenen im Duell zwischen dem FC und Werder Bremen. Bereits nach nichtmal fünf Minuten foulte Bremens Olivier Deman Jakub Kaminski im Strafraum. Eine sehr unnötige Aktion aus Werder-Sicht, weil der Kölner nur gerade so im Sechzehner war und von der Situation eigentlich nicht die größte Gefahr ausging. Den Geißböcken konnte es egal sein, Said El Mala verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt. Mitte der ersten Halbzeit spielte dann noch der Ex-Kölner Leonardo Bittencourt einen schwachen Pass zurück auf Marco Friedl. Ragnar Ache kam dazwischen und wurde im Anschluss vom Bremer Kapitän gefoult. Weil dieser der letzte Mann war, sah er folgerichtig die Rote Karte. Spätestens damit waren die Weichen sehr stark auf einen Sieg für den FC gestellt. „Natürlich hat uns die Rote Karte geholfen. Die Führung vorneweg hat gut getan“, meinte daher auch Marvin Schwäbe.

Nach längerer Zeit mal wieder kein Rückstand

Denn durch die Situationen waren nach längerer Zeit endlich mal wieder das Spielglück und der Spielverlauf auf Seiten der Kölner. In der vorherigen Sieglos-Serie waren die Geißböcke nämlich – bis auf im Spiel gegen die TSG Hoffenheim – immer erst in Rückstand geraten. Darum hatte Trainer René Wagner vor dem Spiel noch betont, dass genau das nicht schon wieder passieren dürfe. Was den Kölnern mit eben etwas Spielglück auch gelang. „Das Tor war auch ein bisschen eine Erleichterung. Ich habe es auch den Fans angesehen im Stadion, wie die sich gefreut haben und das ist einfach ein geiles Gefühl“, betonte etwa Torschütze El Mala die Bedeutung des frühen Treffers.

Dabei war es ebenfalls günstig für den FC, dass es ein Elfmeter war. Denn dass die Chancenverwertung nicht zu den Stärken des Teams zählt, zeigte sich im weiteren Spielverlauf. Hätte es da noch Unentschieden gestanden, wäre die Mannschaft nach den ersten vergebenen, guten Chancen vielleicht nervöser geworden. Aber das ist hypothetisch, da der Spielverlauf eben auf Seiten der Kölner war. Und die machten, wie sich an den vielen vergebenen Möglichkeiten ablesen lässt, außerdem ein gutes Spiel. „Großes Lob an meine Mannschaft. Ich bin überglücklich wegen meiner Spieler, die heute gute Leistungen gezeigt haben“, stimmte die Performance seines Teams René Wagner insgesamt zufrieden. Auch wenn er sich den dritten Treffer früher gewünscht hätte.

Keine Bestrafung nach unnötigem Anschlusstreffer

Denn zur Wahrheit gehört ebenfalls, dass es sich die Kölner am Ende wieder selber schwerer als unbedingt nötig gemacht hatten. Neben dem Chancenwucher ist da vor allem der Elfmeter für Bremen zu nennen, nur recht kurz nachdem sie es eigentlich mit dem 2:0 durch Ragnar Ache deutlich sicherer gestaltet hatten. Der Umstand gefiel Schwäbe bei allen positiven Aspekten nicht: „Gebraucht hätte ich den nicht. Ich glaube, es ist natürlich, dass sie gerade am Ende noch ein bisschen aufmachen, dann kriegen sie noch den Elfmeter und machen den Anschlusstreffer. Ich glaube, wir hätten vorher einfach die Situation ein bisschen mehr und besser ausspielen können, um das einfach nicht so zuzulassen.“  

Bestraft wurde es jedoch dieses Mal am Ende nicht, dass die Geißböcke die Bremer so nochmal ins Spiel brachten, da Köln in Überzahl ansonsten sicher stand. Und sich in der einen weiteren kritischen Situation auf Schwäbe im Tor verlassen konnten. Der hielt beim Stand von 1:0, kurz nach dem wegen hauchdünnen Abseits aberkannten Treffer von Alessio Castro-Montes, nach einem abgefälschten Distanzschuss von Senne Lynen mit einer überragenden Parade die Führung fest. Erneut ein Punkt, an dem der Spielverlauf in diesem Spiel auf Seiten der Kölner war, die dank ihres Keepers an der Stelle gar nicht erst in die schwierige Situation kamen, mal wieder ein unglückliches Gegentor und damit den Ausgleich zu bekommen.

„Wir haben Bock zu kicken“

So konnten die Kölner mit Spielglück und einer guten Leistung schlussendlich den ersten Dreier seit dem 20. Spieltag feiern. Und können so mit ordentlich Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf gegen St. Pauli am kommenden Freitag gehen. „Der Sieg gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen, Wochen und das spürt glaube ich auch das ganze Stadion draußen. Wir haben Bock zu kicken“, meinte El Mala. Mit dieser Einstellung und Energie gibt es schonmal gute Voraussetzungen, dass die Geißböcke das Spielglück und den Spielverlauf auch gegen die Hamburger auf ihre Seite ziehen können.


Wenig Ausreißer nach oben, zwei nach unten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen

Jan Thielmann probiert es direkt
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Wenig Ausreißer nach oben, zwei nach unten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen

Endlich etwas Aufatmen heißt es für die Kölner nach dem Sieg gegen die Bremer im Kampf gegen den Abstieg. Allerdings überzeugten nicht alle Geißböcke. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen.

Der FC hat die erhofften Punkte gegen Bremen eingefahren, profitierte aber auch von zwei frühen – und berechtigten – Schiedsrichterentscheidungen. Trotz des absolut verdienten Siegs war nicht alles gut bei den Geißböcken.

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Ordentliche Defensive gegen schwache Bremer

Marvin Schwäbe Einzelkritik 3

Marvin Schwäbe

Lange kaum geprüft, dann in der 52. Minute per Abfälscher erstmals gefordert und direkt zur Stelle. Der Kapitän wurde immer wieder ins Aufbauspiel eingebunden, vor allem über lange Bälle. Beim Elfmeter dann aber ohne Chance. Insgesamt eine souveräne und routinierte Leistung.


Kristoffer Lund Einzelkritik Note 4

Kristoffer Lund

Rotierte viel und versuchte, über die linke Seite offensive Impulse zu setzen, blieb dabei aber insgesamt zu unauffällig. Defensiv mit unnötigen Fouls und sichtbaren Abstimmungsproblemen in der Abwehrkette im Zusammenspiel mit Özkacar. Wirkte nicht immer eingebunden ins Spiel. Wurde zur Halbzeit folgerichtig ausgewechselt.


Cenk Özkacar Einzellkritik 3+

Cenk Özkacar

Defensiv mit wichtigen Klärungsaktionen und Präsenz auf der letzten Linie, vor allem in der Luft. Bei dem Innverteidiger zeigten sich aber auch einige Unsicherheiten im Aufbau mit teils abenteuerlichen Fehlpässen. Hatte offensiv Pech bei einem Kopfball vorm Tor. Da der Ball anschließend aber vor den Füßen von Ache landete, der auf 2:0 erhöhte, sogar eine Vorlage. Insgesamt mehr Licht als Schatten.


Jahmai Simpson-Pusey Einzelkritik 3

Jahmai Simpson-Pusey

Als letzter Mann nicht aufzufallen, ist im Fußball ja bekanntlich nichts Schlechtes, eher im Gegenteil. Genau das zeichnete den Abwehrspieler nach einer kleinen Unsauberkeit zu Beginn erneut aus. Defensiv wieder einmal extrem zuverlässig, zweikampfstark und sicher im Stellungsspiel. Sah spät noch Gelb, blieb aber auch in der Schlussphase stabil und abgeklärt.


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 2-

Sebastian Sebulonsen

Ein sehr auffälliger Auftritt von Sebastian Sebulonsen gegen die Bremer. Auf der rechten Seite, immer wieder mit viel Raum vor sich, den er ordentlich aufmischte. Schaltete sich regelmäßig offensiv ein und harmonierte im ständigen Austausch mit Thielmann. Insgesamt ein sehr ordentliches, aktives Spiel ob vorne oder hinten.


Einzelkritik Eric Martel 2-

Eric Martel

Der Motor im Zentrum ist wieder da: gedankenschnell, zweikampfstark und immer anspielbar. Eric Martel war seinem Gegenspieler meist einen Schritt voraus und brachte die gewohnte Struktur und gewünschte Ruhe zurück ins FC-Spiel. Leitete mit wichtigen Verlagerungen und Pässen viele Angriffe ein.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<

Überzeugendes Mittelfeld


Isak Johannesson Einzelkritik 2-

Isak Johannesson

Tat sich zunächst im ersten Kontakt und in Anschlusssituationen schwer, steigerte sich aber im Laufe des Spiels deutlich. Krönte seine insgesamt ordentliche Leistung in der Nachspielzeit mit einem starken Lupfer über den zu diesem Zeitpunkt überragenden Mio Backhaus zum 3:1.


Jakub Kaminski Einzelkritik 3

Jakub Kaminski

Holte den frühen Elfmeter raus und war wie gewohnt im Aufbau extrem präsent. Ließ sich immer wieder fallen, bot sich an und wirbelte das Mittelfeld mit vielen Ballaktionen auf. Mit einem technisch sehr sauberen ersten Kontakt und mit guten Seitenwechseln, auch wenn seine Standards heute ungefährlich blieben. Seine Laufleistung sticht wie immer hervor.


Jan Thielmann Einzelkritik, Note 4

Jan Thielmann

Insgesamt sehr aktiv, mit vielen Positionswechseln und Zug zum Tor. Hatte das 2:0 gleich zweimal auf dem Fuß, seine Abschlüsse blieben aber zu harmlos – sinnbildlich für seine fehlende Effizienz heute. Zeigte dafür starke Gegenpressing-Momente und holte sich verlorene Bälle wieder. Defensiv stabil, offensiv mit vielen Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden.


Ragnar Ache, Einzelkritik Note 3+

Ragnar Ache

Ackerte viel gegen den Ball und provozierte so auch die Rote Karte gegen Friedl (24). Als Zielspieler aktuell in der Spitze unverzichtbar, machte Bälle fest und verteilte sie. Vergab zunächst mehrere gute, wenn nicht sogar sehr gute Chancen. Belohnte sich dann aber in der 65. Minute im zweiten Versuch per Nachschuss. Überschattet wurde sein Auftritt später mit dem verursachten Elfmeter und dem folgerichtigen gelben Karton.


Said El Mala, Einzelktirik Note 3+

Said El Mala

Übernahm früh Verantwortung und verwandelte den Elfmeter souverän zur Führung. Machte insgesamt einen wachen und selbstbewussten Eindruck. Vor allem im Gegenpressing war der Youngstar sehr aggressiv. In Eins-gegen-Eins-Situationen mit guten Ansätzen, ließ seinen Gegenspieler Yukinari Sugawara mehrfach im ersten Kontakt nach Innen aussteigen, konnte daraus aber nichts Nennenswertes erreichen. Viele Hereingaben zu ungenau und aus dem Spiel kaum eigene Abschlüsse.


Einzelkritik Castro-Montes 2-

Alessio Castro-Montes

Kam zur zweiten Halbzeit und traf direkt – der Treffer wurde jedoch wegen Abseits wieder aberkannt. Brachte sofort das erhoffte Tempo auf die linke Seite und gewohnte Dynamik mit ins Umschaltspiel. Wirkte sehr präsent und knüpfte an seine gute Form aus der Vorwoche an. Kein Vergleich zum erster Bremen-Auftritt.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


Das gab es zuletzt vor 10 Jahren: 0:1 in Bonn ist fünfte U21-Pleite des 1. FC Köln in Folge

Evangelias Sbonias, U21 des 1. FC Köln
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Das gab es zuletzt vor 10 Jahren: 0:1 in Bonn ist fünfte U21-Pleite des 1. FC Köln in Folge

Die Niederlagen-Serie der Kölner Talente setzte sich auch beim Bonner SC fort: Die U21 des 1. FC Köln kassierte mit dem 0:1 (0:1) die fünfte Pleite in Folge. Eine solch schwarze Bilanz gab es für die Kölner zuletzt vor zehn Jahren.

In Bonn war es letztlich der Aussetzer von Ilias Elyazidi, der die Niederlage einleitete. Die Schlussoffensive der Kölner gegen das Bonner Bollwerk blieb letztlich zu harmlos.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage zuhause gegen Fortuna Düsseldorfs U23 auf drei Positionen. Mikail Özkan, Ilias Elyazidi und Bernie Lennemann ersetzten Luc Dabrowski, Fayssal Harchaoui und den verletzten Etienne Borie. Die FC-Reserve trat damit einmal mehr mit einer extrem jungen Startelf an. Nur aufgrund des 32-jährigen Routiniers Marvin Ajani lag das Durchschnittsalter der Anfangsformation bei 20,7 – ohne ihn bei 19,6. Dennoch übernahm die U21 von Anfang an die Spielkontrolle, die abwartend agierenden Gastgeber kamen kaum für längere Zeit in Ballbesitz. Die Kölner konnten aus dieser optischen Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen und kamen nicht gefährlich Richtung Bonner Strafraum, allerdings fehlte dazu auch der notwendige Nachdruck im Offensivspiel.

Treffer aus dem Nichts

Der Führungstreffer für den BSC fiel entsprechend aus dem Nichts – und begünstigt von einem Kölner Blackout: Elyazidi trat bei seinem Passversuch im Mittelfeld über den Ball. Bonns Maximilian Pommer nahm die Kugel schnell auf, sprintete unbedrängt in den Strafraum, schüttelte dort noch Mikail Özkan mühelos ab und schob am Torwart Mikolaj Marutzki vorbei zum 1:0 ein (21.). Der Treffer war ein Wachmacher für die Hausherren: Lucas Cuetos strammer Schuss kurz danach flog knapp über die Latte (25.). Die U21 tauchte nach einer halben Stunde erstmals gefährlich im Bonner Strafraum auf: Marvin Ajani spielte in die Gasse zu Bernie Lennemann, der frei vor Elias Bördner auftauchte. Der BSC-Schlussmann war jedoch aufmerksam und spitzelte dem Kölner Angreifer den Ball mit den Händen vom Fuß (30.). Lennemann ging dabei zwar auch zu Boden, ein Foul lag jedoch nicht vor.

Kurz danach ging es für den Stürmer nach einem weiteren unglücklichen Zusammenprall mit einem Abwehrspieler im Strafraum nicht mehr weiter. Fynn Schenten rückte dafür fortan vom linken Flügel ins Sturm-Zentrum neben Youssoupha Niang, der eingewechselte Safyan Toure übernahm die vorherige Schenten-Position. Bis zur Halbzeit passierte vor beiden Toren jedoch nichts mehr. Die FC-Talente waren nach dem Seitenwechsel entschlossener, den Weg Richtung Angriffsdrittel zu suchen, doch gefährliche Szenen entwickelten sich weiter nicht. Die Bonner Abwehr stand sicher. Im Gegenzug agierte der BSC jedoch ebenfalls komplett ungefährlich, ruhte sich auf dem knappen Vorsprung aus.

Der Wille war den Kölnern anzumerken, auch Sbonias versuchte mit seinen Wechseln noch einmal Akzente zu setzen. Doch es blieb dabei, dass die Geißböcke die Lücke in der Abwehr nicht fanden. Die Niederlage im Sportpark Nord war für den FC die fünfte Niederlage in Folge. Eine solche schwarze Serie gab es zuletzt vor zehn Jahren im Frühjahr 2016 der Saison 2015/16 mit ebenfalls fünf Niederlagen in Serie unter dem damaligen Trainer Martin Heck.

Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit dem Stadtderby zuhause gegen den SC Fortuna Köln weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Friemel – Ajani (61. Süne), Kristal (71. Harchaoui), Elyazidi (71. Dürholtz), Schenten (61. Adamyan) – Lennemann (37. Toure), Niang. Tore: 1:0 Pommer (21.). Zuschauer: 1499.


„Ich hatte Bock!- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Said El Mala jubelt nach der Führung
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„Ich hatte Bock!- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Mit dem 3:1-Erfolg über Bremen hat der FC am Sonntagnachmittag drei Punkte wichtige eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Für René Wagner war es das erste Bundesliga-Duell als Chefcoach an der Seitenlinie im Kölner Stadion. Gegen die Bremer gelang den Geißböcken der erste Sieg nach acht Spielen ohne Dreier.


„Wir haben Bock zu kicken“

Said El Mala vom 1. FC Köln

Said El Mala

Zu seinem Elfmeter: „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen. Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen. Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere. Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Zu seinem elften Saisontor und dem Knacken des Podolski-Rekords: „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes. Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Ich hoffe, es kann noch jemand toppen irgendwann. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“

„Das Tor war auch ein bisschen eine Erleichterung. Ich habe es auch den Fans angesehen im Stadion, wie die sich gefreut haben und das ist einfach ein geiles Gefühl.“

„Der Sieg gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen, Wochen und das spürt glaube ich auch das ganze Stadion draußen. Wir haben Bock zu kicken.“

Zu seinen Wadenkrämpfen: „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt.“


„Es hat einfach gut funktioniert“

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

„Das war heute unfassbar wichtig. Ich glaube, wir haben einfach gesehen, was wir für einen großen Schritt machen können. Das war wahrscheinlich die Extra-Motivation, die wir so gebraucht haben. Ich muss sagen, wir haben einen sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich hat uns die Rote Karte gut getan. Die Führung vorneweg hat gutgetan.“

Zum Elfmeter der Bremer: „Gebraucht hätte ich den nicht. Ich glaube, es ist natürlich, dass sie gerade am Ende noch ein bisschen aufmachen, dann kriegen sie noch den Elfmeter und machen den Anschlusstreffer. Ich glaube, wir hätten vorher einfach die Situation ein bisschen mehr und besser ausspielen können um das einfach nicht so zuzulassen.“  

„Wenn wir jetzt zu Hause gegen eine Mannschaft spielen, die jetzt vielleicht auch nicht vor Selbstbewusstsein strotzt, ist es klar, dass sie auch ein bisschen abwartender spielen und wir mehr Ballbesitz haben. Und dann versuchen wir einfach die Stärken auszuspielen und ihre Schwächen zu bespielen. Es hat einfach gut funktioniert.“


„Said hat sich gut gefüht“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Wir kommen gut ins Spiel mit dem Elfmeter. Die rote Karte half uns natürlich. Bremen war gefährlich nach Umschaltsituationen. Es war wichtig, dass wir das zweite Tor gemacht haben. Trotzdem ist es dann nicht einfach, auch bei elf gegen zehn nicht. Das dritte Tor hätte für uns schon früher fallen können. Aber großes Lob an meine Mannschaft. Ich bin überglücklich wegen meiner Spieler, die heute gute Leistungen gezeigt haben.“

„Auch mit einem Mann mehr hatten wir nicht immer die absolute Sicherheit mit Ball. Da geht es darum, den Jungs in diesen Phasen Selbstbewusstsein zu geben. Der Sieg sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben für die nächsten Aufgaben.“

„Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat.“

Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Said El Mala erzielte gegen Bremen die frühe Führung
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Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Im ersten Heimspiel unter Cheftrainer René Wagner gelang den Geißböcken gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen der langersehnte Befreiungsschlag: Der 1. FC Köln spielt gegen Werder Bremen 3:1. Damit klettert der FC in der Tabelle an den Grün-Weißen und an Borussia Mönchengladbach vorbei bis auf Platz 13. 

Mit 3:1 besiegt der 1. FC Köln Werder Bremen und verschafft sich so ordentlich Luft im Abstiegskampf. Ein früher FC-Elfmeter und eine Rote Karte für Werder-Kapitän Marco Friedl Mitte der ersten Hälfte stellten die Weichen früh auf Sieg für die Kölner. Durch den Erfolg stehen die Geißböcke nun mit 30 Punkten fünf Zähler vor dem Relegationsplatz, auf dem mit dem FC St. Pauli der nächste Gegner steht. 

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Vor dem Duell mit dem Konkurrenten im Abstiegskampf hatte FC-Coach René Wagner noch versucht, den Druck möglichst von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir wissen, dass es Druck gibt von außen, müssen den intern aber so gering wie möglich halten“, erklärte der Trainer. So wollte der Coach es schaffen, dass seine Mannschaft trotz zuvor acht Spielen ohne Sieg möglichst befreit aufspielen konnte. Um wieder ein Erfolgserlebnis und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu feiern, nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zur Partie in Frankfurt vor. Eric Martel rückte nach seiner Gelbsperre für Tom Krauß in die Anfangsformation. Neben ihm erhielt Isak Johannesson den Vorzug vor Denis Huseinbasic. Zusätzlich musste in der Innenverteidigung Rav van den Berg seinen Platz für Jahmai Simpson-Pusey räumen.

Früher Elfmeter für den FC

Schon nach fünf Minuten kam es dann direkt zur ersten Schlüsselszene des Spiels. Johannesson spielte von der rechten Seite Jakub Kaminski im Strafraum an, der von Olivier Deman gefoult wurde. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied sofort auf Elfmeter. Den verwandelte Said El Mala sicher zur frühen Kölner Führung. Und der FC hätte nach etwas über zehn Minuten fast kurios nachgelegt: Werder-Keeper Mio Backhaus schoss bei einem langen Befreiungsschlag Ragnar Ache an, der Ball ging jedoch knapp vorbei. Aber auch Bremen kam besser in die Partie und zeigte sich erstmals in der Offensive. Bei einer Ecke rutschte der Ball auf Marco Grüll durch, der von der Strafraumkante knapp verzog. Ebenso nicht genau genug zielten in den Minuten danach Leonardo Bittencourt mit einem Schlenzer aus linker Position im Strafraum sowie Senne Lynen mit einem Distanzschuss nach einem geklärten Bremer Freistoß.

Etwas später verlängerte Ache auf Höhe der Mittellinie einen langen Ball auf Jan Thielmann. Der wurde jedoch am Ende im Strafraum noch von Deman gestoppt wurde. Nach knapp 25 Minuten stand Ache dieses Mal selber im Mittelpunkt. Der Angreifer kam bei einem schwachen Rückpass von Bittencourt auf Marco Friedl dazwischen. Der Bremer-Verteidiger rutschte darauf etwas weg und foulte so als letzter Mann den Kölner Stürmer – eine klare Rote Karte. Der FC agierte also fortan in Überzahl, übernahm deshalb immer mehr die Kontrolle. Und forderte kurz darauf erneut Elfmeter. Deman hatte nach einer Flanke gegen Ache den Arm ausgefahren – zu wenig dieses Mal für Referee Reichel. Davon ließen sich die Geißböcke nicht beirren. So konterte der FC nach einem Ballverlust von Yukinara Sugawara über Kaminski und El Mala. Johannesson kam zentral zum Abschluss, zielte aber zu ungenau auf Backhaus. Der war auch kurz danach bei einer Doppelchance von El Mala, der vor seinem Abschluss schön Amos Pieper aussteigen ließ, und Thielmann erneut auf dem Posten.

Dreifach-Chance führt zum 2:0

In der Nachspielzeit hätte Ache nach einem etwas missglückten Abschluss von Johannesson den Ball fast noch ins Tor gelenkt, verpasste aber haarscharf. Keine zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Sebastian Sebulonsen im Gegenpressing stark den Ball, sodass der FC-Stürmer dieses Mal wirklich zum Abschluss kam, aber im Bremer Keeper seinen Meister fand. So ging es mit der knappen Führung in die Pause. Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Geißböcke dann aber jubeln – wenn auch nur für kurze Zeit. Nach einem tollen Steckpass von Ache war der zur Halbzeit eingewechselte Alessio Castro-Montes frei durch. Der Belgier behielt zwar die Nerven, war zuvor jedoch minimal im Abseits. Bremen blieb also im Spiel und hätte in der 52. fast den Ausgleich erzielt. Lynen versuchte es aus dem Rückraum per Dropkick. Den tückisch abgefälschten Versuch konnte Marvin Schwäbe nur gerade so über die Latte lenken.

Die Kölner behielten die Partie ansonsten unter Kontrolle, konnten aber erstmal weiter nicht erhöhen. Erneut Ache schoss aus ein paar Metern Entfernung volley knapp drüber, nachdem Werder eine FC-Flanke nicht richtig klären konnte. Es musste erst eine Dreifach-Chance für das 2:0 herhalten. Nach einer schönen Ecke von Castro-Montes köpfte Özkacar an den Pfosten. Aches ersten Nachschuss hielt Backhaus noch, den dritten machte der 27-Jährige dann endlich rein. Kurz darauf stand der Angreifer allerdings im eigenen Strafraum im Mittelpunkt: Nach einer Hereingabe kam der Stürmer gegen Deman zu spät und traf seinen Gegenspieler am Fuß. Nach Eingriff des VARs gab es folgerichtig Elfmeter. Den verwandelte Romano Schmid eiskalt.

Waldschmidt an die Latte – Johannesson mit der Entscheidung

Damit war Werder ergebnistechnisch wieder dran. Die Grün-Weißen hatte aber erstmal Glück, dass sie nicht direkt erneut zwei Tore im Rückstand lagen. Nach einem Doppelpass mit Johannesson am Strafraumrand zirkelte der eingewechselte Luca Waldschmidt die Kugel ans Lattenkreuz. Auch Kaminski verpasste das Bremer Tor nach einer Ecke knapp. Der FC hielt in dieser Phase den Druck auf die Gäste hoch, drängte auf die Entscheidung. Kurz vor Schluss scheiterten dann erst Waldschmidt und dann Bülter im Eins-gegen-Eins am jeweils stark reagierenden Backhaus. Letzterer behielt auch in der Nachspielzeit gegen Eric Martel die Oberhand. In der letzten offiziellen Minute der Nachspielzeit patzte der Bremer-Schlussmann dann aber. Johannesson erzielte aus sehr spitzem Winkel bei einem Konter die Entscheidung.

So geht der FC mit Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf am kommenden Freitag um 20:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dann müssen die Kölner nach Hamburg zum FC St. Pauli.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (46. Castro-Montes), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (86. Krauß) – Kaminski, Martel, Johannesson, Thielmann (67. Maina) – El Mala (67. Bülter), Ache (76. Waldschmidt); Gelbe Karten 1. FC Köln: Ache (71.), Simpson-Pusey (84.), Martel (90.+1); Tore: El Mala (7.); Ache (65.), Johannesson (90.+7)


Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen: Johannesson mit der Entscheidung in der Nachspielzeit – Köln gewinnt mit 3:1

Eric Martel und Said El Mala nach dem Spiel gegen Leipzig
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen: Johannesson mit der Entscheidung in der Nachspielzeit – Köln gewinnt mit 3:1

Am Sonntagnachmittag empfängt der FC Werder Bremen. Dann steht für die Geißböcke das 29. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen.

Nach dem 2:2-Unentschieden im Derby vor der Länderspielpause müssen die Geißböcke heute zu Hause gegen die Mannschaft von Daniel Thioune  zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von René Wagner, denn der Erfolgsdruck ist hoch.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Werder Bremen. Spannend wird sein, wie der René Wagner seine Mannschaft aufstellen wird und ob es Veränderungen gegenüber der Startelf gegen Frankfurt geben wird. Personell kann der Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, aus dem Vollen schöpfen. Denn Eric Martel ist nach seiner Sperre der vergangenen Woche zurück und auch Jahmai Simpson-Pusey steht wieder zur Verfügung. Unter der Woche trainierte Said El Mala noch individuell, wird allerdings gegen die Hanseaten zur Verfügung stehen.

Gegen Bremen stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der Druck auf den neuen Trainer und das Team ist enorm im Kampf um den Klassenerhalt. Das weiß auch Wagner, sieht in der Herausforderung allerdings das Positive. „Es ist einfach eine sehr stabile Mannschaft gegen den Ball. Die schaffen es immer wieder sehr, sehr gefährlich umzuschalten, haben viele Spieler mit hoher Geschwindigkeit auf der letzten Linie“, so der Kölner Trainer. Daher müsste seine Mannschaft Restverteidigung aufmerksam sein, aber auch selber auf Umschaltmomente setzen, da er dort bei den Bremern Probleme sehe. Trotzdem ist es für Wagner ebenfalls Teil des Planes, „das wir mit Ball weiter daran arbeiten, was wir die letzten drei Wochen besprochen haben. Dass wir auch mal Kontrolle über das Spiel bekommen.“