Marvin Schwäbe soll auf der Liste der Bayern stehen – wieder einmal

Marvin Schwäbe soll auf der Liste der Bayern stehen
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Marvin Schwäbe soll auf der Liste der Bayern stehen – wieder einmal

Ganz sicher ist es noch nicht, doch laut eigener Aussage sieht „es ganz stark danach aus“, dass Manuel Neuer seine Karriere im kommenden Sommer beenden werde. Und dann benötigen die Bayern eine neue Nummer zwei. Und wieder einmal taucht der Name des Keepers des 1. FC Köln auf: Der FC Bayern München soll an Marvin Schwäbe interessiert sein.

Der FC Bayern München arbeitet aktuell offenbar bereits an einer Nachfolge für Manuel Neuer. Die langjährige Nummer eins wird voraussichtlich im kommenden Sommer seine Karriere beenden. Für den Fall soll ein erfahrener Keeper an die Säbener Straße geholt werden. Da auch Sven Ulreich den FCB verlassen könnte. Laut dem Bild-Podcast „Bayern Insider“ ist Marvin Schwäbe ein Gedankenspiel.

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Final entschieden ist es noch nicht, doch Manuel Neuer erklärte selbst, dass es „ganz stark danach“ aussehe, dass der Weltmeister von 2014 den Rekordmeister nach 16 Jahren verlässt und seine Karriere endgültig beendet. Der Torhüter hatte im Sommer nach der WM seinen finalen Rücktritt aus der DFB-Elf erklärt. Nun könnte der Abschied vom Vereinsfußball folgen. Tatsächlich will der Rekordmeister dann einen erfahrenen Keeper als Nummer zwei nach München holen und im Idealfall einen, dessen Vertrag ausläuft. Im Podcast der Bild „Bayern Insider“ werden einige Namen gehandelt. Demnach soll Finn Dahmen weit oben auf der Liste stehen. Der Keeper des FC Augsburg weilt aktuell bei der deutschen Nationalmannschaft, könnte noch gut zum Einsatz kommen. Dahmen ist nach den Statistiken einer der besten Schlussmänner der Liga – und sein Arbeitspapier endet im kommenden Sommer. Auch Oliver Baumann könnte im Fokus stehen.

Nicht die ersten Gerüchte

Und dann wird auch wieder Marvin Schwäbe genannt, der ebenfalls auf der Liste der Bayern stehen soll – wieder einmal. Im Frühling war der Torhüter Thema bei „Bayern Insider“. Auch damals wurde im Podcast über das Gedankenspiel Schwäbe zum Rekordmeister gesprochen. Allerdings soll das angespannte Verhältnis zu Jonas Urbig einen Wechsel unwahrscheinlich gemacht haben. Der Euskirchener soll beim FCB die neue Nummer eins werden, wird dazu aufgebaut. Urbig war im Winter 2025 nach München gewechselt, nachdem er beim FC zunächst zur Nummer eins befördert worden war, diese Position aber an Schwäbe wieder abgeben musste. Allerdings wäre auch der Vertrag im folgenden Sommer ausgelaufen und es gab keine Anzeichen für eine Vertragsverlängerung. Schwäbe hatte seine Degradierung natürlich alles andere als wohlwollend empfunden.

Ist ein Wechsel zum FCB realistisch?

Aber auch vor dem Urbig-Wechsel wurde der Keeper schon mit dem FCB in Verbindung gebracht – angeblich hatte es auch lose Gespräche gegeben. Wie wahrscheinlich ist ein Abgang des Keepers Richtung Säbener Straße? Eigentlich ist es nur schwer vorstellbar, dass Schwäbe sich einmal mehr hinter Jonas Urbig einordnet. Die Zeit hinter dem jungen Keeper ist sicher nicht spurlos an dem Hessen vorbeigegangen. Der 31-Jährige wäre zudem die offizielle Nummer zwei, eine Rolle, mit der sich der ambitionierte Keeper nicht zufrieden geben dürfte. Allerdings auch eine Rolle, die er zunächst nach seinem Wechsel zum FC hinter Timo Horn eingenommen hatte. Das interne Duell entschied der heute 31-Jährige bekanntlich für sich.

Ein Abschied aus der Domstadt ist zurzeit nicht angedacht, aber offenbar auch nicht ausgeschlossen. „Ich habe nie einen Hehl draus gemacht, dass wir uns als Familie am Standort Köln wohlfühlen und nach fünf Jahren natürlich auch eingelebt haben. Für mich gibt es in der Hinsicht keinen Grund, zu sagen, dass ich etwas anderes machen will“, sagte Schwäbe im Sommer der „Bild“. „In den letzten drei, vier Jahren ist auch viel passiert. Wenn man nach dem Abstieg plötzlich Nummer zwei ist, dann zeigt das, dass man es nicht immer nur in der eigenen Hand hat.“ Er wolle sich aber erst einmal auf die Leistungen beim FC fokussieren. Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung hatte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben.

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Traumtor, Achtungserfolg, aus dem nächsten Kader gestrichen – so unterschiedlich liefen die Länderspiele der FC-Profis

Luka Lochoshvili im Duell gegen Irland
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Traumtor, Achtungserfolg, aus dem nächsten Kader gestrichen – so unterschiedlich liefen die Länderspiele der FC-Profis

Sechs Nationalspieler der Geißböcke waren am Freitag im Einsatz. Während es für einige richtig erfolgreich lief, kassierten andere Niederlagen und für einen war es einmal mehr besonders bitter. So unterschiedlich liefen die Länderspiele für die Profis des 1. FC Köln.

Unterschiedlicher könnte die Bandbreite der Erlebnisse mit der jeweiligen Nationalmannschaft für die Profis des 1. FC Köln wohl nicht ausgefallen sein. Vom Traumtor über den Achtungserfolg bis hin zur Ausbootung war alles dabei.

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Möglicherweise lässt sich der Freitag als Déjà-vu für den ein oder anderen Profi der Kölner einordnen. Und das in unterschiedliche Richtungen. Während Mikey Moore auch bei der U20 der Three Lions in der Offensive wirbelt, kam Rav van den Berg seine Rolle bei der U21 der Niederlande wohl auch bekannt vor. Denn der Innenverteidiger spielte keine beim Bondscoach. Freud und Leid lagen aber nicht nur bei den beiden Kölner Profis nah beieinander. Moore hatte bereits am Freitagmittag mit einem Traumtor maßgeblichen Anteil am Erfolg der U20 der Engländer gegen Italien. Wie berichtet trafen die beiden Teams in dem Stadion in La Nucia aufeinander, in dem der FC sein Training im Januar dieses Jahres absolviert hatte. England setzte sich 3:1 gegen die Squadra Azzurra durch und führt die Tabelle der Elite League an. Allerdings waren auch nur vier Mannschaften im Einsatz. Im zweiten Duell gewann die deutsche U20 gegen Frankreich 1:0. Max Moerstedt erzielte den Treffer.

Einmal mehr ausgebootet

Auch für Paul Okon-Engstler lief es rund. Australien spielte im Freundschaftsspiel gegen Brasilien 1:1. Der Mittelfeldspieler spielte 85 Minuten, stand in der Startelf und lieferte gegen Vinicius Jr und Co. eine ordentliche Partie ab. Erst in der Nachspielzeit kam die Selecao noch zum Ausgleich. Reigan Heskey stand ebenfalls in der Anfangsformation. Der Linksaußen traf mit der U19 Englands auf Irland. Nach einer guten Stunde ging das Kölner Talent vom Platz. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:0. Die englische U19 setzte sich nach einem Treffer von Arsenal-Talent Max Dowman 1:0 durch. Keine Einsatzzeit gab es derweil für Jahmai Simpson-Pusey. Der Innenverteidiger muss noch auf seiner ersten Minuten für die U21 der Three Lions warten. England – gespickt mit zahlreichen Bundesliga-Spielern – gewann gegen Kasachstan 4:2.

Eine Niederlage musste Luka Lochoshvili mit Georgien einstecken. Der EM-Teilnehmer von 2024 unterlag Nordirland im Heimspiel 0:1. Besonders ärgerlich: Nach einem Foulspiel an Lochoshvili hätte Georgien in Führung gehen können. Doch Superstar Khvicha Kvaratskhelia vergab vom Punkt. Auf der anderen Seite traf Shea Charles in der Nachspielzeit. Bitterer verlief der Abend für Rav van den Berg. Der Niederländer hatte auf Einsatzminuten bei der U21 der Niederlande gehofft, nachdem es beim FC unter René Wagner bekanntlich gerade nicht so wirklich rund läuft. Doch der Innenverteidiger stand auch beim Nachwuchs von Oranje nicht im Kader. Über den Grund gab der niederländische Fußballverband nichts bekannt, eine Verletzung erscheint also eher unwahrscheinlich.


So spielen die Profis des 1. FC Köln

Said El Mala

🇩🇪 Deutschland

  • vs. Serbien1. Okt, 20:45ZDF
  • bei Griechenland4. Okt, 20:45RTL

Isak Johannesson

🇮🇸 Island

  • vs. Estland26. Sep, 18:00DAZN
  • bei Luxemburg29. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Bulgarien3. Okt, 18:00DAZN
  • bei Estland6. Okt, 20:45DAZN

Luka Lochoshvili

🇬🇪 Georgien

  • vs. Nordirland25. Sep0:1
  • vs. Ukraine28. Sep, 20:45DAZN
  • bei Ungarn2. Okt, 20:45DAZN
  • bei Nordirland5. Okt, 20:45DAZN

Paul Okon-Engstler

🇦🇺 Australien

  • bei Brasilien25. Sep1:1
  • bei Brasilien29. Sep

Gideon Mensah

🇬🇭 Ghana

  • bei Elfenbeinküste24. Sep0:2
  • vs. Gambia29. Sep, 18:00
  • bei Marokko4. Okt, 20:00

Jahmai Simpson-Pusey

England England (U21)

  • vs. Kasachstan25. Sep4:2
  • vs. Slowakei2. Okt
  • vs. Irland6. Okt

Mikey Moore

England England (U20)

  • bei Italien25. Sep3:1
  • vs. Frankreich29. Sep
  • vs. Deutschland3. Okt

Reigan Heskey

England England (U19)

  • bei Irland25. Sep1:0
  • vs. Norwegen29. Sep
  • vs. Belgien5. Okt

Rav van den Berg

🇳🇱 Niederlande (U21)

  • bei Norwegen25. Sep0:0
  • vs. Slowenien2. Okt
  • vs. Bosnien & Herzegowina6. Okt

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Schwächen, Baustellen, Überraschungen – fünf Erkenntnisse aus dem Saisonstart des 1. FC Köln

René Wagner ließ eine Handvoll Nachwuchsspieler bei den Profis mittrainieren
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Schwächen, Baustellen, Überraschungen – fünf Erkenntnisse aus dem Saisonstart des 1. FC Köln

Fünf Pflichtspiele hat der 1. FC Köln seit dem Saisonstart absolviert. Nun bleiben zwei Wochenenden ohne Begegnung um Punkte, ehe es im Derby gegen Borussia Mönchengladbach weitergeht. Zeit für Rene Wagner und seine Mannschaft, um die ersten Wochen aufzuarbeiten. Denn der Saisonstart hat einige Erkenntnisse geliefert, an denen der FC in den kommenden Wochen arbeiten sollte.

Trotz des noch frühen Saisonzeitpunkts lassen sich bereits einige Entwicklungen erkennen. Dabei geht es nicht nur um die Ergebnisse, sondern auch um die Auftritte der Mannschaft und die Veränderungen innerhalb des Kaders.

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1. Defensive und Standards bleiben beim FC eine Baustelle

Die letzte Kette bleibt beim 1. FC Köln auch in dieser Spielzeit ein Thema. Vor allem ein Schwachpunkt zieht sich wie ein roter Faden auch über die Sommerpause hinaus. Denn bereits in der vergangenen Saison hatten die Geißböcke immer wieder Probleme bei Standardsituationen. Und daran hat sich bislang wenig geändert. Bereits fünf Gegentore kassierte der FC nach Standards. Heißt: Im Schnitt gibt es einen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Der Wert ist noch schwächer als in der Vorsaison als es 0,6 Gegentore gab, Insgesamt fehlt es der Defensive noch an der nötigen Stabilität und Konsequenz. Immer wieder leisten sich die Kölner kleinere Fehler und Aussetzer, die von den Gegnern bestraft werden.


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2. Es fehlt die nötige Konstanz

Das Spiel gegen Hamburg war kein schlechtes und doch scheint auch diese Begegnung ein Muster zu offenbaren: Der FC schafft es bislang nicht, seine Leistung über die komplette Spielzeit konstant auf den Platz zu bringen. Stattdessen wechseln sich gute und schwächere Phasen regelmäßig ab. Gegen Hoffenheim war die erste Halbzeit noch schwächer, nach der Pause steigerten sich die Kölner deutlich und drehten die Partie. Auch beim VfB Stuttgart war die erste Hälfte schwach, ehe der FC nach dem Seitenwechsel besser wurde. Gegen Werder Bremen zeigte sich das Bild umgekehrt: Einer guten ersten Halbzeit folgte eine deutlich schwächere zweite Hälfte. Beim Hamburger SV spielte der FC erstmals über beide Halbzeiten ordentlich. Trotzdem gab es auch hier einige Schwächephasen.

3. Die Neuzugänge spielen bereits eine große Rolle

Die Sommer-Neuzugänge haben beim FC deutlich weniger Eingewöhnungszeit benötigt als vielleicht erwartet. Luka Lochoshvili und Gideon Mensah standen bislang in jedem Spiel in der Startelf. Dazu kamen gegen Werder Bremen und den Hamburger SV mit Mikey Moore, Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga gleich drei weitere Neuzugänge beziehungsweise Rückkehrer zum Einsatz. In den vergangenen beiden Spielen bestand die Anfangsformation damit zu fast der Hälfte aus neuen Spielern. Trotz der kurzen gemeinsamen Zeit konnten die Neuzugänge bereits zeigen, was sie dem FC geben können. Mensah hat sich auf der linken Seite festgespielt, Dallinga sorgte gegen Hoffenheim mit seinem Doppelpack direkt für ein Ausrufezeichen. Auch Moore und Skhiri haben in ihren ersten Einsätzen bereits angedeutet, welche Qualitäten sie einbringen können.

4. Die Konkurrenz im Kader ist groß

Die Konkurrenz innerhalb des Kaders ist deutlich größer geworden und sorgt gleichzeitig für neue Möglichkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist Linton Maina. Der Offensivspieler schien nach der vergangenen Saison bereits weitgehend abgeschrieben, kämpfte sich nach einer guten Vorbereitung aber zurück und stand zuletzt in drei Ligaspielen in Folge in der Startelf. Gegen Hoffenheim bereitete Maina die Wende mit seiner Vorlage vor, gegen Werder Bremen erzielte er zwischenzeitlich die Führung. Die Konkurrenz führt gleichzeitig dazu, dass Wagner harte Entscheidungen treffen muss. Nicht jeder Spieler schafft es derzeit in den Kader. Rav van den Berg und Paul Okon-Engstler sind Beispiele dafür. Für den Trainer bedeutet die große Auswahl mehr Möglichkeiten, für die Spieler aber auch einen deutlich härteren Kampf um Einsatzzeiten.

5. Kein einfacher Weg

Mit den Begegnungen gegen Werder Bremen und den Hamburger SV haben die Geißböcke früh in der Saison bereits zwei Konkurrenten gespielt. Die Punkteausbeute ist mit einem Zähler aber ernüchternd. Zwar ist die Spielzeit noch jung, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Weg zum Saisonziel Klassenerhalt kein Selbstläufer wird. Immerhin gab es gegen die TSG einen Erfolg, den vielleicht nicht jeder vorab auf dem Zettel hatte. Vier Punkte aus vier Spielen ist unterm Strich okay, doch es wäre sicherlich mehr möglich gewesen.

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U21 des 1. FC Köln: Ohne zwei Junioren-Nationalspieler gegen Hilden – „Sie wollen die Situation verändern“

Mit verlängertem Vertrag zum nächsten Sieg? Kristiyan Irmiev wird wohl bei der U21 zum Einsatz kommen
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U21 des 1. FC Köln: Ohne zwei Junioren-Nationalspieler gegen Hilden – „Sie wollen die Situation verändern“

Drei Niederlagen in Serie haben die Kölner Zweite in der Regionalliga West zurückgeworfen. Doch am Samstag soll zuhause die Trendwende gelingen. Die U21 des 1. FC Köln empfängt Aufsteiger Hilden. Trainer Manuel Hartmann sieht trotz der jüngsten Rückschläge positive Entwicklungen, muss allerdings auf zwei Junioren-Nationalspieler verzichten.

Die U21 des 1. FC Köln steht vor dem nächsten wichtigen Heimspiel. Nach drei Niederlagen in Folge wollen die Geißböcke am Samstag gegen den VfB Hilden wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Allerdings steht nicht das gesamte Personal zur Verfügung.

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Dabei hatte Köln zuletzt bereits dreimal die Favoritenrolle inne. Sowohl beim Bonner SC als auch gegen Bergisch Gladbach und bei Westfalia Rhynern ging die Mannschaft jedoch als Verlierer vom Platz. Entsprechend groß ist der Wunsch nach einer Reaktion. „Drei Niederlagen in Folge sind nicht das, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Trainer Manuel Hartmann mit Blick auf die vergangenen Wochen. Gleichzeitig betonte der Coach, dass er seine Mannschaft weiterhin als gefestigt wahrnehme. Die Ergebnisse hätten nicht zu einem Verlust des Selbstvertrauens geführt: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir aus den Ergebnissen nicht die falschen Ableitungen ziehen“, erklärte Hartmann. Gerade in den vergangenen beiden Begegnungen habe er eine positive Entwicklung seiner Mannschaft gesehen.

„Diese Entwicklung bedarf aber Zeit“

Das Problem aus Sicht des Trainers: Die Kölner schaffen es bislang nicht, diese Leistungen über die komplette Spielzeit abzurufen. Gegen Rhynern habe seine Mannschaft insbesondere in der Anfangsphase mit dem Ball sehr klar agiert und gegen den Ball aggressiv gearbeitet: „Jetzt geht es darum, diese Stabilität über 90 Minuten zu zeigen und die Spiele für uns zu ziehen“, forderte Hartmann. Dabei sah der Trainer vor allem in den entscheidenden Situationen noch Luft nach oben. Sowohl im Abschluss als auch in der Defensive müsse seine Mannschaft konsequenter werden. Es seien häufig nur kleine Details, die den Unterschied ausmachen würden.

„Wir müssen verstehen, warum wir in den entscheidenden Momenten vor dem gegnerischen Tor als auch in der Verteidigung unseres eigenen Tores nicht konsequent genug sind“, sagte Hartmann. Dass diese Entwicklung nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein wird, sei dem Trainer bewusst. Hartmann sprach deshalb bewusst von individuellen Entwicklungsschritten. Die Spieler müssten lernen, ihr vorhandenes Talent auch in spielentscheidende Aktionen umzusetzen: „Diese Entwicklung bedarf aber Zeit, die wir unseren jungen Talenten geben möchten“, erklärte der Coach.

„Wir erwarten ein intensives Spiel“

Gleichzeitig sei Hartmann davon überzeugt, dass seine Mannschaft die richtige Einstellung mitbringe: „Ich sehe, wie die Jungs trainieren, wie sie miteinander umgehen und wie sehr sie diese Situation verändern wollen.“ Nun müsse es darum gehen, diese Einstellung auch am Spieltag umzusetzen: „Es geht Woche für Woche darum, aus dem Talent spielentscheidende Qualität am Spieltag zu machen.“ Mit dem VfB Hilden wartet allerdings ein Gegner, den die Kölner keinesfalls unterschätzen dürfen. Der Aufsteiger kommt mit der Empfehlung einer Mannschaft, die dem FC das Leben schwer machen kann: „Hilden ist eine Mannschaft, die uns sicherlich fordern wird“, sagte der Trainer, „wir erwarten ein intensives Spiel, in dem es viele Zweikämpfe und Umschaltsituationen geben kann.“

Personell muss die U21 gegen Hilden auf zwei wichtige Spieler verzichten. Gil Neves ist mit der U19-Nationalmannschaft Portugals unterwegs, Maik Akumu wurde für die deutsche U19-Auswahl nominiert. „Die zwei Nationalmannschaftsabstellungen machen uns sehr stolz“, betonte Hartmann. Sportlich sind die Ausfälle dennoch spürbar. Gerade Neves hat sich im zentralen Mittelfeld zu einer wichtigen Option entwickelt. Akumu bringt wiederum Tempo und Dynamik für die Offensive mit und ist damit auch als Einwechselspieler eine wertvolle Alternative. Für die Kölner geht es gegen Hilden nicht nur darum, die Negativserie zu beenden. Mit einem Erfolg könnte die U21 auch den Abstand zur Abstiegszone wahren beziehungsweise weiter vergrößern.

FC-Mittelfeldmann bringt Ancelotti, Vini & Co an den Rand einer Niederlage: Erfolg für Paul Okon-Engstler und Australien

Paul Okon-Engstler überzeugt im Duell gegen Brasilien
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FC-Mittelfeldmann bringt Ancelotti, Vini & Co an den Rand einer Niederlage: Erfolg für Paul Okon-Engstler und Australien

Nachdem Paul Okon-Engstler beim 1. FC Köln zuletzt nicht mal mehr im Kader stand, gab es für den 21-Jährigen nun wieder einen Erfolg zu verbuchen. Beim 1:1-Unentschieden seiner Australier gegen den Rekordweltmeister Brasilien stand der Kölner in der Anfangsformation. Den Treffer für die Socceroos erzielte Ex-Bayern-Talent Nestory Irankunda per Freistoßtor, der Ausgleich der Selecao fiel erst in der Nachspielzeit durch Rayan.

Paul Okon-Engstler hat einen turbulenten Sommer hinter sich. Nach seinem Einsatz bei der Weltmeisterschaft in  Nordamerika wechselte der Sechser zum FC. Trotz einiger anfänglichen Schwierigkeiten stand er in den ersten Pflichtspielen der Saison sofort in der Anfangsformation von René Wagner. Nach der Verpflichtung von Ellyes Skhiri ging seine Spielzeit jedoch immer weiter zurück. Der Erfolg gegen Brasilien könnte der Kölner Nummer 23 jetzt neue Energie geben.

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Neun FC-Spieler sind aktuell auf Länderspielreise. Die mit Abstand weiteste Anreise hatte Paul Okon-Engstler. Der Mittelfeldspieler ist für seine Heimat Australien im Einsatz und trifft dabei gleich doppelt auf Brasilien. Das erste Aufeinandertreffen konnte der Außenseiter dabei beinahe direkt für sich entscheiden. Immer wieder verzweifelte die Truppe um die Weltstars Raphinha, Vini Jr. und Marquinhos an der Defensive der Socceroos. In Queensland sahen die Australier gegen die überlegenen Südamerikaner lange wie der Sieger aus. Trotz des späten Ausgleichs zeigte die Mannschaft von Tony Popovic eine engagierte Leistung und leistete lange Widerstand. Okon-Engstler stand in der Startelf und wurde erst in der 84. Minute ausgewechselt.

Konkurrenz im Mittelfeldzentrum

Während Okon-Engstler wie schon bei der WM in der Nationalmannschaft gesetzt ist, gestaltete sich die Situation in Köln zuletzt komplizierter. Hinter Skhiri, Isak Johannesson und Tom Krauß bekam er zuletzt immer weniger Spielzeit. Der Abstand zum Geißbockheim und das Vertrauen des Nationaltrainers könnten ihm helfen, vor dem anstehenden Derby wieder Selbstvertrauen aufzubauen. Die Qualitäten von Okon-Engstler sind unbestritten – schließlich sind sie der Grund, warum der FC ihn überhaupt verpflichtet hat. In Zukunft soll er sich in der Domstadt weiterentwickeln und mittelfristig zu einer Säule des Kölner Spiels werden. Der Auftritt gegen Brasilien untermauerte erneut, dass der Neuzugang dazu fähig ist. Am Dienstag testen die Australier erneut gegen Brasilien. Womöglich gelingt den Australiern dann im zweiten Anlauf der Sieg gegen die Rekordweltmeister.

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Erfolg über Italien: Mikey Moore bringt sich bei den Three Lions in Derby-Torlaune

Mikey Moore jubelt nach einem Treffer der Geißböcke
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Erfolg über Italien: Mikey Moore bringt sich bei den Three Lions in Derby-Torlaune

Erstes Spiel, erstes Tor, erster starker Auftritt – Mikey Moore hat bei seinem Debüt in der englischen U20 einen starken Eindruck hinterlassen. Die Three Lions setzten sich im Spiel gegen Italien 3:1 durch. Gute Nachricht für den 1. FC Köln: Mikey Moore bringt sich in Torlaune für das Derby.

Während ein Großteil der Mannschaft gerade ein paar freie Tage genießt, sind andere Spieler mit den Nationalmannschaften unterwegs. Gideon Mensah spielte am Donnerstag stark auf, doch Ghana unterlag der Elfenbeinküste dennoch 0:2. Am Freitag kommen die nächsten Spieler zum Einsatz. Zwei bereits früh. Mikey Moore überzeugte beim 3:1-Erfolg der U20 der Engländer über Italien, erzielte sogar die zwischenzeitliche 2:0-Führung. Paul Okon-Engstler war für Australien im Einsatz.

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Länderspielreisen sind für die Vereine bekanntlich Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite ist die Spur Stolz, dass der Club Nationalspieler in den eigenen Reihen hat und diese sich zudem weiterhin im Wettbewerb messen dürfen. Auf der anderen Seite schwingt immer die Sorge vor Verletzungen mit, zudem fehlt das Personal beim Training, kann sich also nicht mit der Mannschaft weiter einspielen. Im Fall von Mikey Moore dürften die FC-Verantwortlichen das ein wenig gelassener sehen. Denn der Engländer hat bereits bewiesen, dass er kaum Eingewöhnungszeit benötigt. Moore ist innerhalb weniger Wochen bei den Geißböcken angekommen, schon jetzt aus einer Stammelf nicht mehr wegzudenken. Zur Erinnerung: Obwohl sich Verein und Spieler lange einige waren, befand sich der 19-Jährige in der Warteschleife, weil Tottenham erst einmal ausloten wollte, ob Moore den Lilywhites nicht doch sofort würde weiter helfen können und dann lange auf einen möglichen Nachfolger wartete.

Quasi ohne große Vorbereitung ging es dann für die Kölner auf den Platz und der englische Youngster lieferte eindrucksvoll. Nun ist er Stammspieler, wieder für einige Wochen nicht bei der Mannschaft und wird doch ein wichtiger Faktor im Derby gegen Borussia Mönchengladbach sein. Viel wichtiger aber: Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Offensivspieler mit viel Selbstvertrauen von seiner Länderspielreise heimkehrt. Moore wurde erstmals für die englische U20-Nationalmannschaft berufen und liefert auch dort ab. Wieder keine Spur von langer Eingewöhnungsphase. Der 20-Jährige stand in der Elite League im Duell gegen Italien im Estadi Olimpic Camilo Cano in La Nucia, jenem Stadion, in dem sich der FC im vergangenen Winter auf die Rückrunde vorbereitete, direkt in der Startelf. Und nicht nur das, Moore präsentierte sich wieder extrem spielfreudig und krönte seine gute Leistung mit dem zwischenzeitlichen 2:0. Zuvor hatte Jesse Derry die Engländer in Führung gebracht.

Für Italien verkürzte Airidas Golambeckis mit einem Eigentor. Nach 80 Minuten war für den FC-Profi Schluss, kurz darauf erhöhte Shea Lacey auf den 3:1-Endstand. Auch Paul Okon-Engstler musste früh ran. Der Mittelfeldspieler stand für Australien gegen Brasilien ebenfalls in der Startelf. Am Abend spielen noch Jahmai Simpson-Pusey und Reigan Heskey für die U21 und die U19 der Engländer. Außerdem ist Rav van den Berg mit der U21 der Niederlande gegen Norwegen sowie Luka Lochoshvili mit Georgien gegen Nordirland im Einsatz.

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Länderspiele en Masse: Gleich sechs Profis des 1. FC Köln spielen am Freitag

Lua Lochoshvili ist mit der Nationalmannschaft Georgiens unterwegs
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Länderspiele en Masse: Gleich sechs Profis des 1. FC Köln spielen am Freitag

Nachdem am Donnerstagabend die DFB-Auswahl ihr erstes Spiel und Jürgen Klopp bestritt und Gideon Mensah mit Ghana im Einsatz war, greifen am Freitag mehrere Spieler der Geißböcke ins Geschehen ein und präsentieren damit auch den 1. FC Köln: Gleich ein Sechstett an Kölnern Nationalspielern ist am Freitag im Einsatz.

Für Gideon Mensah gab es am Donnerstagabend eine bittere 0:2-Niederlage mit Ghana, die deutsche Nationalmannschaft spielte 1:1 gegen die Niederlande. Am Freitag greifen gleich sechs Nationalspieler des 1. FC Köln in die unterschiedlichen Wettbewerbe ein.

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Zwar ist Said El Mala erneut in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen worden, der Kölner Shootingstar ist allerdings erst für die zweite Phase der Länderspiele vorgesehen. El Mala muss sich also noch ein wenig gedulden. Für die weiteren FC-Profis, die mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind, geht es allerdings jetzt schon los. Gideon Mensah kam am Donnerstagabend für Ghana bereits zum Einsatz. Gegen den Top-Favoriten Elfenbeinküste gab es in der Qualifikation des Afrika-Cups eine 0:2-Niederlage. Dabei spielte Mensah die 90 Minuten durch und war einer der besseren Feldspieler bei den Black Stars. Am Freitag werden dann sechs Spieler ihr Land vertreten. Gleich drei Kölner Akteure könnten für die Three Lions auflaufen. Reigan Heskey spielt mit der U19 gegen Irland. Im Gegensatz zu der deutschen U19, für die vom FC Maik Afri Akumu und Benjamin Ley im Einsatz sind, nehmen die jungen Three Lions aber nicht an einem mehrtägigen Länder-Turnier teil, Englands U19 wird drei Freundschaftsspiele absolvieren.

Zwischen Nations League, Elite Liga und Freundschaftspiel

Die englische U20-Nationalmannschaft nimmt dagegen an der Elite Liga teil. Die besten Teams Europas messen sich dort. Dementsprechend stehen für Mikey Moore im England-Dress einige Hochkaräter an. England trifft am frühen Mittag auf Italien, am kommenden Dienstag auf Frankreich und am Tag der Deutschen Einheit auf Deutschland. Zu einem Wiedersehen mit FC-Profis wird es aber wohl eher nicht kommen. Für das erste Aufgebot wurde kein FC-Nachwuchsspieler in den Kader der U20-Nationalmannschaft berufen. Immerhin befindet sich Luis Stapelmann auf Abruf. Für Jahmai Simpson-Pusey könnte es die Premier in der englischen U21 geben. In der EM-Qualifikation steht am Abend das Duell gegen Kasachstan in Wolverhampton an. Auch Rav van den Berg spielt um die Teilnahme am Endturnier an Albanien und Serbien. In Deventer muss Oranje eigentlich schon einen Sieg einfahren. Doch es geht gegen den Spitzenreiter aus Norwegen, die Niederlande hat sieben Zähler Rückstand.

Und für zwei Kölner geht es auch in den A-Nationalmannschaften los. Paul Okon-Engstler spielt mit Australien in einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien. Für Luka Lochoshvili startet die Länderspielphase mit dem Duell Georgiens gegen Nordirland. Erst am frühen Abend am Samstag kommt es zum direkten Kölner Duell. Dann spielt Isak Johannesson mit Island gegen Estland mit Patrik Kristal. Bemerkenswert: Beide Spieler dürften im Gegensatz zu ihren aktuellen Teams (Kristal ist an Thun ausgeliehen) für das Duell gesetzt sein.


Die Einsätze der FC-Profis in der Übersicht

Said El Mala

🇩🇪 Deutschland

  • vs. Serbien1. Okt, 20:45ZDF
  • bei Griechenland4. Okt, 20:45RTL

Isak Johannesson

🇮🇸 Island

  • vs. Estland26. Sep, 18:00DAZN
  • bei Luxemburg29. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Bulgarien3. Okt, 18:00DAZN
  • bei Estland6. Okt, 20:45DAZN

Luka Lochoshvili

🇬🇪 Georgien

  • vs. Nordirland25. Sep, 20:45DAZN
  • vs. Ukraine28. Sep, 20:45DAZN
  • bei Ungarn2. Okt, 20:45DAZN
  • bei Nordirland5. Okt, 20:45DAZN

Paul Okon-Engstler

🇦🇺 Australien

  • bei Brasilien25. Sep, 12:00
  • bei Brasilien29. Sep

Gideon Mensah

🇬🇭 Ghana

  • bei Elfenbeinküste24. Sep0:2
  • vs. Gambia29. Sep, 18:00
  • bei Marokko4. Okt, 20:00

Jahmai Simpson-Pusey

England England (U21)

  • vs. Kasachstan25. Sep, 20:30
  • vs. Slowakei2. Okt
  • vs. Irland6. Okt

Mikey Moore

England England (U20)

  • bei Italien25. Sep, 11:30
  • vs. Frankreich29. Sep
  • vs. Deutschland3. Okt

Reigan Heskey

England England (U19)

  • bei Irland25. Sep, 20:00
  • vs. Norwegen29. Sep
  • vs. Belgien5. Okt

Rav van den Berg

🇳🇱 Niederlande (U21)

  • bei Norwegen25. Sep, 18:30
  • vs. Slowenien2. Okt
  • vs. Bosnien & Herzegowina6. Okt

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Frauen des 1. FC Köln vor Pokal-Hürde beim Zweitligisten: „Dann wird es wieder schwer“ – Entwarnung bei Marina Hegering

Marina Hegering jubelt mit ihren Mitspielerinnen
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Frauen des 1. FC Köln vor Pokal-Hürde beim Zweitligisten: „Dann wird es wieder schwer“ – Entwarnung bei Marina Hegering

Die Fußballerinnen des FC sind zuletzt zweimal in Folge im Cup an Zweitligisten gescheitert. Das soll sich am Samstag nicht wiederholen im DFB-Pokal: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treffen auf Hertha BSC. Trainerin Britta Carlson fordert von ihren Spielerinnen deshalb volle Konzentration – und kann dabei wohl wieder auf ihre Kapitänin Marina Hegering setzen.

Auswärts bei einem Zweitligisten. Was auf den ersten Blick für den 1. FC Köln als lösbare Aufgabe erscheint, entpuppte sich in den beiden Vorjahren jeweils als Stolperfalle. In der vergangenen Saison war im Achtelfinale beim SC Sand nach einem 2:3 Schluss. Ein Jahr zuvor scheiterte der FC bereits in der ersten Runde bei Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen.

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Trainerin Britta Carlson gab sich vor dem diesjährigen Pokal-Auftakt überraschend selbstkritisch: „Wir sind zweimal im Pokal gegen Zweitligisten rausgeflogen, im letzten Jahr auch zurecht, weil wir das einfach nicht seriös genug angegangen sind.“ Das wiederum solle diesmal anders werden: „Ich weiß, dass unsere Mannschaft mit dem gesamten Team diesen Fehler kein zweites Mal machen will.“ Entsprechend habe man sich intensiv auf den Gegner vorbereitet, diesen auch live vor Ort beobachtet. Aktuell steht Hertha BSC in der zweiten Bundesliga auf dem zweiten Platz – und das als Aufsteiger.

Britta Carlson warnt vor dem Gegner

„Die haben eine Mannschaft, die Fußball spielen will, die gute Ideen hat und robust ist“, charakterisierte Carlson die Hauptstädterinnen und unterstrich zugleich: „Trotzdem steht außer Frage, dass es an uns liegt, wie wir das Spiel gestalten. Wir wollen die Partie unbedingt gewinnen, wir sind der Favorit, das wollen wir auch ganz deutlich zeigen.“ Aber, und damit ist der Bogen zu den Vorjahren gespannt, dürfen die Kölnerinnen während der Partie keine Spannung abbauen: „Dafür braucht es eine ganz seriöse Leistung mit 100 Prozent Einsatz. Wenn wir nicht Vollgas geben und nur ein bisschen weniger Einsatz zeigen, dann wird es wieder schwer.“

Eine gute Nachricht zeichnet sich vor der Reise nach Berlin ab. Marina Hegering könnte am Samstag schon wieder auf dem Platz stehen. Die Kapitänin hat die 2:5-Niederlage beim Deutschen Meister Bayern München offenbar glimpflich überstanden. Das MRT habe bei der 36-Jährigen zeigte keine strukturelle Verletzung offenbart. „Marina geht es gut“, verriet Carlson come-on-fc.com. Hegering habe in München lediglich „leicht etwas gemerkt“ und deshalb kein Risiko eingehen wollen.

„Eine große Rotation haben wir nicht geplant“

Bereits am Dienstag stand die Abwehrspielerin wieder auf dem Trainingsplatz. „Wir bauen sie diese Woche weiter auf und es sieht, Stand jetzt, gut aus, dass sie auch am Wochenende dabei sein kann“, berichtete Carlson. Die Trainerin plant derweil keine großen personellen Umstellungen. Gerade das Tor wäre hierfür im Pokal prädestiniert, aber dort bleibe Lisa Schmitz gesetzt: „Wir werden im Tor nicht rotieren.“ Es gehe in Berlin „nicht um Spielpraxis, sondern in erster Linie darum, in die nächste Runde reinzuziehen“. Auch bei den Feldspielerinnen seien keine größeren Veränderungen vorgesehen. Der FC habe sich zuletzt immer besser auf den Positionen und in den Abläufen eingespielt. „Das ist wichtig für die kommenden schweren Aufgaben. Eine große Rotation haben wir nicht geplant.“

Hertha BSC soll unter keinen Umständen ein Stolperstein werden. Britta Carlson und ihr Trainerteam bereiten die Mannschaft entsprechend akribisch auf die Partie vor. Mit einem Sieg in der Hauptstadt wäre der erste Schritt getan auf dem Weg zum Finale im eigenen Wohnzimmer. Das Endspiel des DFB-Pokals steigt am 17. Mai im Rhein-Energie-Stadion.

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Der FC in der Länderspielpause: Mängel bekannt, Verbesserungen angekündigt – die Umsetzung ist für den 1. FC Köln gar nicht möglich

René Wagner und Evangelos Sbonias
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Der FC in der Länderspielpause: Mängel bekannt, Verbesserungen angekündigt – die Umsetzung ist für den 1. FC Köln gar nicht möglich

Nach der 1:2-Niederlage und dem fünften Gegentor nach einer Standardsituation hat René Wagner angekündigt, dass man in der Länderspielpause an seinen Themen arbeiten werde. Doch das wird alles andere als leicht für den Trainer des 1. FC Köln: Für das Aufarbeiten fehlt die Abwehr.

Fünf Gegentore nach Standards, zehn in fünf Spielen – die Kölner Abwehr wackelt. An den Fehlern wird René Wagner mit seinem Team aber nicht arbeiten können. Denn die hinterste Reihe fehlt komplett.

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Sollte man nach dem Saisonauftakt mit vier Punkten, aber neun Gegentoren aus den ersten vier Spielen sowie einem wackligen 2:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen die Würzburger Kickers (3. Liga, Platz 15) nach den drei größten Baustellen der Geißböcke suchen, dürften wohl zwei sehr schnell zu finden sein. Der FC kassiert im Schnitt aktuell zwei Gegentore pro Partie und jeder zweite Treffer fällt nach einem ruhenden Ball. Obwohl im Sommer an den Stellschrauben Defensivarbeit und Standardschwäche gedreht worden ist, ziehen sich die Probleme beider Felder wie ein roter Faden auch durch die neue Spielzeit. Individuelle Fehler, verpasste Umschaltmomente, zu leichte Gegentore – die Kölner Abwehr wackelt bislang gehörig, tat das aber auch schon in der Vorbereitung bedenklich. Gegen den Aufsteiger Paderborn kassierten die Geißböcke zum Abschluss der Vorbereitung in zwei Spielen sieben (!) Gegentore, alleine drei steuerte Steffen Tigges bei, der bekanntlich in Köln nicht gerade für seinen Torriecher bekannt geworden ist.

Eingespieltheit wird weiter ein Thema bleiben

Bei den Standards fällt den Kölnern auch recht wenig ein. Fünf Gegentore in fünf Spielen ist ein bedenklicher Wert, der den FC schneller wieder Richtung Abstiegskampf wehen kann, als es den Verantwortlichen am Geißbockheim lieb sein dürfte. Mit Luka Lochoshvili sollte eigentlich ein Innenverteidiger geholt werden, der defensiv die Box bei den Standards bewacht, offensiv aber weiß, wo das gegnerische Tor steht. Bislang ist der Erfolg dieser Maßnahme überschaubar. Genauso wie an anderen Ecken der doch recht leicht verwundbaren Kölner. Aber René Wagner deutete in den vergangenen Wochen immer wieder gerne an, dass der Mannschaft die Eingespieltheit fehle. Der Trainer wird mit seiner Einschätzung sicherlich recht haben. Das gesamte Kaderpuzzle schloss sich erst wenige Tage vor, eigentlich sogar erst am Deadline Day. Eine Vorbereitung mit kompletten Kader wäre von Vorteil, im Sommer einer WM aber wohl tatsächlich, utopisch gewesen.

Am vergangenen Samstag erklärte der Kölner Coach, dass man durchaus die Problemfelder kenne und wisse, woran man arbeiten müsse. Auch daran wolle man sich in der XX-Länderspielpause machen. Doch gerade in der schwächelnden hintersten Kette wird das nur schwer möglich sein. Linksverteidiger Gideon Mensah ist mit der Nationalmannschaft Ghanas unterwegs, Jahmai Simpson-Pusey spielt erstmals für die U21 der Three Lions, Luka Lochoshvili für Georgien. Dazu fällt Rechtsverteidiger Alessio Castro-Montes vorerst aus. Heißt: Die komplette hinterste Reihe ist bei der Aufarbeitung der Schwächen gar nicht da. Zudem kann auch Rav van den Berg nicht aushelfen. Für den FC bleiben also mit Sebastian Sebulonsen, Borna Sosa und Joel Schmied nur drei Spieler, die an den Einheiten teilnehmen werden. Der gesamten Mannschaft bleiben wohl gerade einmal drei Einheiten für die Vorbereitung auf Mönchengladbach.

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Moore, Heskey und JSP für England nominiert: Warum die Berufung dem FC weitere Türen öffnet

Mikey Moore, Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey sind für England nominiert
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Moore, Heskey und JSP für England nominiert: Warum die Berufung dem FC weitere Türen öffnet

Gleich drei Talente des 1. FC Köln wurden für Spiele der englischen Junioren-Nationalmannschaften nominiert, könnten am Freitag zum Einsatz kommen. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die der FC offenbar bewusst angestoßen hat. Zumindest dürften die Kölner immer deutlicher auf der Markt-Karte englischer Topclubs werden.

Mit Jahmai Simpson-Pusey, Reigan Heskey und Mikey Moore muss René Wagner in den kommenden Wochen gleich auf drei Talente verzichten, die für die Junioren-Mannschaften Englands auflaufen werden. Alle drei könnten am Freitag zum Einsatz kommen.

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Eine wirklich glückliche Figur machte Jahmai Simpson-Pusey am Samstagnachmittag nicht. Der 20-jährige Innenverteidiger war einer der Spieler, die nicht nah genug bei Nicolas Capaldo standen, als dieser gegen den FC zum 1:0 für den Gastgeber vollstreckte, vor dem zweiten Gegentor verlor der Engländer das direkte Duell gegen Albert Grønbæk, kam nicht mehr hinterher und konnte so auch nicht die entscheidende Hereingabe verhindern. Trainer René Wagner sprach später davon, dass der Spieler traurig in der Kabine säße und auch Thomas Kessler wusste um die große Enttäuschung des Akteurs. Dabei ist der schwache Auftritt des Spielers eine absolute Ausnahme. „JSP“ war in der Rückrunde der Vorsaison und auch in einigen Spielen der neuen eine Konstante bei den Geißböcken. Der Innenverteidiger erkämpfte sich im Winter den Stammplatz, obwohl er zuvor bei Celtic so gut wie gar keine Spielpraxis gesammelt hatte. Beim FC läuft es besser für ihn. „Der FC hat mir eine Chance gegeben, als ich an einem schwierigen Punkt in meiner Karriere stand“, sagt JSP. 

Simpson-Pusey

Zwar ist der Engländer weit entfernt von überragend, doch Simpson-Pusey ist schon so ein wenig eine Art Aushängeschild für die Geißböcke. Der 20-Jährige hat bekanntlich seine Ausbildung bei Manchester City gemacht, gilt als großes englisches Talent. Seine Durststrecke in Schottland beendete der Abwehrspieler mit guten Leistungen und dem Stammplatz in der Bundesliga. Und ganz nebenbei dürfte er Türöffner für den FC auf dem englischen Markt gewesen sein. Zu Beginn des Jahres stieß der Spieler zur Mannschaft. Damals, im Trainingslager in La Nucia wirkte Simpson-Pusey noch ein wenig verschüchtert, auf dem Platz war davon nichts zu merken. Simpson-Pusey übernahm direkt Verantwortung, löste Situationen unter Druck auf beeindruckende Art und Weise und setzte sich in der Kölner Innenverteidigung gegen routinierte oder ebenfalls talentierte Abwehrspieler durch. Zur Erinnerung: Rav van den Berg war im vergangenen Sommer für mehr als acht Millionen Euro gekommen. Bis heute hat der Niederländer keine Chance, Simpson-Pusey zu überholen.

Der 20-Jährige ist also zum Aushängeschild für englische Nachwuchstalente beim FC geworden. Manchester City sah das Talent in dem Spieler, wollte es aber an anderer Stelle weiterentwickeln. Und die Skyblues werden aus diesem Grund auch noch immer den Blick Richtung Domstadt wagen. Zwar hat der FC den Spieler fest unter Vertrag genommen, dem Vernehmen nach ist der englische Topclub aber aus den Verträgen noch nicht gänzlich gestrichen. Soll heißen: Gut möglich, dass es ein Konstrukt gibt, bei dem der Abwehrspieler eines Tages dann doch wieder zu seinem Ausbildungsclub zurückkehrt. So oder so haben die Kölner gute Argumente gesammelt, warum es sich lohnt, einen talentierten Nachwuchsspieler in die Bundesliga zu schicken. Simpson-Pusey ist also auch ein Türöffner für weitere Talente. Talente eben wie Reigan Heskey und Mikey Moore. Zweiterer ist bereits unumstrittener Stammspieler eines Bundesliga-Vereins, ließ sein Können mehr als nur aufblitzen.

Tottenham vertraut dem FC eins seiner größten Talente an

Moore kam nicht mit der Empfehlung aus Tottenham nach Köln, eine verloren gegangene Form wieder oder in die Spur zu finden. Vielmehr vertrauen die Lilywhites den FC-Verantwortlichen, dass der Youngster in der Domstadt weiter geformt wird, den nächsten Schritt gehen kann, um dann in London die nächste Stufe zu zünden. Selbst wenn klar ist, dass Moore nicht bleiben wird. „Ich will, dass die Fans nach der Saison sagen, dass ich alles für den Club gegeben habe und sie Spaß daran hatten, mich spielen zu sehen“, sagte der Spieler jüngst. Auch bei Heskey sind die Vorzeichen andere. Der 18-Jährige wurde fest vom FC verpflichtet und mit einem langen Vertrag bis 2031 ausgestattet. Die Kölner gehen behutsam mit dem Youngster um, setzen Vertrauen in den Spieler, der sich wiederum bewusst für die Bundesliga und Köln entschieden hat.

Und alle drei stehen im englischen Verband im Fokus, wurden für Junioren-Nationalmannschaften nominiert: Simpson-Pusey für die U21, Moore für die U20 und Heskey spielt weiterhin für die U19. Der FC dürfte also auf der Landkarte des englischen Fußballs angekommen sein. Das ist alles andere als exklusiv. Jadon Sancho, Jude Bellingham, Jarrell Quansah – zahlreiche englische Topspieler gingen den Weg über deutsche Clubs. Nur scheint der FC diesen Weg auch einzuschlagen und viele Beispiele zeigen, dass es ein lukrativer sein kann. Wenn Köln in dieser Wahrnehmung auch nur ein kleines Stück nach vorne rückt, ist das sportlich und wirtschaftlich enorm wertvoll. Zwar können die Kölner nicht mit den englischen Topclubs finanziell mithalten, doch sie können etwas bieten, wofür bei ManCity, Tottenham und Co. bei Talenten nur wenig Platz bleibt: Einsatzzeit auf hohem Niveau.

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