Ausgerechnet Jakub Kaminski – natürlich Jakub Kaminski

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln freut sich über sein Tor. (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Ausgerechnet Jakub Kaminski – natürlich Jakub Kaminski

Mit seinem späten Treffer zum 3:3 sorgte der Offensivspieler für Erfolgsgefühle bei den Fans des 1. FC Köln: Ausgerechnet Jakub Kaminski trifft in Wolfsburg. Beim VfL wurde der Pole nicht mehr glücklich, beim FC strahlt der 23-Jährige wieder.

Es sind die Geschichten, die wohl nur der Fußball schreibt. Spät gab es den Ausgleich für den 1. FC Köln: Und ausgerechnet Jakub Kaminski trifft in Wolfsburg zum 3:3.

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Gefühlt war es ein Sieg. Als Jakub Kaminski den Ball zum späten Ausgleich ins Tor schob explodierte der Gästeblock in der Volkswagenarena. Genauso wie kurz zuvor der Rest des Stadions in Ekstase verfallen war, als Maximilian Arnold per Freistoß für die ebenfalls späte Führung der Wölfe gesorgt hatte. Kaminski glich aus. Und während die FC-Fans den gefühlten Siegtreffer gebührend feierten, blieb der Torschütze einigermaßen ruhig. „Ich habe großen Respekt vor Wolfsburg, weil ich noch Spieler des VfL bin. Deswegen wollte ich nicht jubeln. Es ist aber gut für mich, hier in Köln zu sein“, sagte der Torschütze später. Tatsächlich war es wieder einmal diese Geschichte, die der Fußball schreibt. Ausgerechnet ein Spieler, der nicht mehr so recht glücklich war, traf dem VfL ins Mark.

„Wir sind froh…“

Beim FC ist man unterdessen sehr glücklich über den Wechsel. „Wir sind froh, dass wir Jakub im Sommer davon überzeugen konnten, zu uns nach Köln zu kommen. Er hat jetzt unter der Woche auch viel Selbstvertrauen in der Nationalmannschaft tanken können, hat da mit einem guten Auftritt auf sich aufmerksam gemacht“, sagte Thomas Kessler nach dem 3:3. „Ich freue mich immer, wenn er vom Platz kommt und über beide Backen strahlt.“ Und wenn es nach Kaminski geht, soll es so auch weitergehen. Der junge Pole fühlt sich ganz offensichtlich beim FC sehr wohl, dreht sportlich unheimlich auf und betonte zuletzt, dass er es sich gut vorstellen könne, weiter für den FC zu spielen.

Die Vertragskonstellation lässt das auch zu. Kaminski ist vom VfL bekanntlich geliehen, der FC hat eine Kaufoption vereinbart. Ob er die ziehen wird, ist aber zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch kein Thema. „Wir haben jetzt erst den dritten Spieltag hinter uns. Wir haben ihn ja bewusst mit einer Kaufoption geliehen, weil Jakub natürlich ein interessanter Spieler ist“, sagt Kessler. „Der VfL Wolfsburg hat in der Vergangenheit viel Geld für ihn investiert. Wir sind in Vorleistung gegangen und wir haben ihn zum Glück in der Situation, sag mal, aufsammeln können, wo er beim VfL nicht mehr zufrieden war. Es war sehr wichtig, dass wir dann eine Kaufoption verankern konnten. Jetzt gucken wir mal, wie die Saison so verläuft, aber wir sind sehr sehr happy, dass wir diese vertragliche Konstellation haben.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis gegen Wolfsburg?


Und das vor allem, weil der Pole aktuell performt. Zwei Tore in drei Spielen, dazu bereits acht Torabschlüsse, acht Torschussvorlagen – der 23-Jährige sorgt beim FC für viel Gefahr. Für Wolfsburg erzielte der Offensivspieler in 78 Begegnungen fünf Treffer – nun also im ersten Spiel gegen seinen eigentlichen Verein den ersten. Auch deswegen ist Kesslers aktuelle Meinung zum Polen auch eindeutig: „Gerade sind wir sehr froh, dass er unser Spieler ist.“


Kommentar: Die Saison ist noch jung, doch eine Stärke könnte am Ende entscheidend sein

Die Spieler des 1. FC  Köln
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Kommentar: Die Saison ist noch jung, doch eine Stärke könnte am Ende entscheidend sein

Der FC ist mit sieben Punkten aus drei Pflichtspielen in die Saison gestartet. Und das nicht nur aufgrund starker Leistungen. Auch der Wille und die Leidenschaft spielen offensichtlich eine wichtige Rolle. Und das könnte am Ende entscheidend sein. Ein Kommentar zum Unentschieden des 1. FC Köln gegen Wolfsburg.

Die Mannschaft von Lukas Kwasniok mag in manchen Feldern noch Verbesserungspotenzial besitzen. Was die Einstellung des Teams angeht, ist diese allerdings bereits vorbildlich. Ein Kommentar zum Unentschieden des 1. FC Köln gegen Wolfsburg.

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Die Stimmung unter den Kölner Spielern tendierte in den Katakomben des Wolfsburger Stadions Richtung ausgelassen. Der späte Ausgleich durch Jakub Kaminski fühlte sich bei vielen Fans auf jeden Fall wie ein Sieg an. Unterm Strich war es am Ende dann tatsächlich zwar nur ein Punkt, den die Kölner aus Wolfsburg entführten, doch mal Hand aufs Herz – mit sieben Zählern aus drei Pflichtspielen hat bei dem Auftaktprogramm wohl kaum jemand gerechnet. Der andere Aufsteiger steht zumindest deutlich schlechter da. Dennoch werden die Kölner Verantwortlichen nicht müde, den Ball flach zu halten. Sowohl Thomas Kessler als auch Lukas Kwasniok zeigen sich trotz der bisherigen guten Ausbeute verhalten, finden auch genug Gründe mit den bisherigen Leistungen zu hadern. Und das nicht ohne Grund.

Wie bewertet ihr den FC gegen Wolfsburg?

Es sind noch viele Begegnungen zu spielen

Denn trotz der guten Ausbeute gibt es noch viele Felder, an denen gearbeitet werden muss. Die Kölner Defensive offenbart dann ab und an noch große Lücken. Die FC-Verantwortlichen betonen zudem, dass es auch spielerisch noch Luft nach oben gäbe. Dazu schleichen sich immer wieder kleinere Fehler und Nachlässigkeiten ein. Gerade im Spiel nach vorne besteht sicherlich auch noch Optimierungsbedarf. Alles andere wäre aber auch verwunderlich. Der FC ist nach wie vor ein Aufsteiger, die bisherigen Gegner voraussichtlich nicht die, die am Ende um die Klasse zittern müssen. Zudem wurde im Sommer der Kader auf links gedreht. Die Mannschaft kann nicht aus einem Guss groß aufspielen. Insofern haben Kwasniok und Co. auch Recht, wenn sie betonen, dass man sich über das Erreichte durchaus freuen darf, die Arbeit aber längst noch nicht abgeschlossen ist.

Die Saison ist einfach noch viel zu jung, um aus den bisherigen Ergebnissen, aber eben auch Leistungen, große Schlüsse ziehen zu können. Der FC darf sich auf keinen Fall schon in Sicherheit wiegen, eine ruhige Saison zu erleben, genau so wenig wie er in Panik verfallen müsste, wenn die Punkteausbeute deutlich schlechter gewesen wäre. Es ist noch eine weite Strecke zu gehen, es sind noch viele Begegnungen zu spielen. Und doch machen die ersten Spiele eine Sache ganz klar: Wenn in drei von vier Partien der Spielstand kurz vor Spielende noch zu den eigenen Gunsten gedreht wird, spricht das für eine sehr intakte Mannschaft. Wie schon gegen Regensburg und Mainz hat der FC wieder einmal Moral bewiesen. Die Spieler haben leidenschaftlich gekämpft, eine hohe Intensität offenbart, Willen gezeigt. Sollte es am Ende der Saison noch um den Klassenerhalt gehen, die Geißböcke bringen schon jetzt viele Eigenschaften auf den Platz, auf die es am Ende ankommen wird.


Julian Pauli muss frühzeitig vom Platz, Pacarada möglicherweise schwerer verletzt

Julian Pauli vom 1. FC Köln
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Julian Pauli muss frühzeitig vom Platz, Pacarada möglicherweise schwerer verletzt

Bitteres Debüt für den Kölner Youngster des 1. FC Köln: Julian Pauli muss verletzt vom Platz. Auch für Leart Pacarada verlief der erste Einsatz für den neuen Arbeitgeber besonders bitter. Der Linksverteidiger hat sich wohl am Knie verletzt.

Das hat er sich sicherlich anders vorgestellt, der Linksverteidiger des 1. FC Köln: Julian Pauli muss verletzt vom Platz. Das gleiche gilt für Leart Pacarada. Lange stand der ehemalige Kölner für den 1. FC Heidenheim nicht auf dem Platz.

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Nach bereits sieben Minuten war Schluss. In der Partie des 1. FC Heidenheim gegen Dortmund musste Leart Pacarada, der erst kürzlich nach seiner Ausbootung durch Lukas Kwasniok zum FCH gewechselt war, bereits kurz nach dem Anpfiff vom Platz. Der Linksverteidiger verletzte sich in der fünften Minute des Spiels so schwer, dass es nicht mehr weiterging für den 30-Jährigen. Von Betreuern gestützt musste der Nationalspieler des Kosovo den Platz verlassen. Ein besonders bitterer Schlag für den Abwehrspieler. Denn bereits in der vergangenen Saison war Pacarada bei den Geißböcken von Verletzungen geplagt und fiel aus. Pacarada war ohne Fremdeinwirkung im Rasen hängen geblieben und verletzte sich wohl am Knie. Nach dem Sturz blieb Pacarada auf dem Rasen liegen, schrie und hielt sich die Hände vors Gesicht.

Verletzungspause statt Einsatzzeit?

Und das ausgerechnet bei seinem ersten Einsatz für seinen neuen Arbeitgeber. In der vergangenen Partie gegen RB Leipzig war der Ex-Kölner nicht zu Einsatzzeit gekommen und verfolgte die Begegnung von der Bank aus. Nun könnte eine längere Verletzungspause die Aussicht auf mehr Spielzeit, die den 30-Jährigen wohl mit zum Wechsel nach Heidenheim bewogen hat, zu Nichte machen. Eine Diagnose steht noch aus. Im Sky-Interview äußerte sich jedoch Trainer Frank Schmidt zur Verletzung. So habe Pacarada berichtet, dass es „mehrfach geknackt“ habe. Der Trainer spricht von einer „schweren Verletzung“. Eine Kreuzbandverletzung kann bislang noch nicht ausgeschlossen werden. Auch Julian Pauli spielte die erste Begegnung für seinen neuen Club nicht zu Ende. Der Youngster der Geißböcke steht aktuell bei Dresden unter Vertrag.

Im Duell gegen die SV Elversberg stand Pauli in der Anfangsformation, doch der Innenverteidiger musste nach einer Stunde mit einer muskulären Verletzung im Oberschenkel vom platz. Auch bei Pauli steht eine erste Diagnose aus. Dresden spielte gegen den Aufstiegskandidaten 2:2.


Nach Freiburg-Pleite: FC-Frauen vor richtungsweisenden Wochen

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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Nach Freiburg-Pleite: FC-Frauen vor richtungsweisenden Wochen

Gut gespielt, aber mit leeren Händen auf dem Heimweg: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln konnten sich im Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Freiburg (0:1) nicht für einen phasenweise starken Auftritt belohnen. Die kommenden Wochen werden richtungsweisend bei den Frauen des 1. FC Köln.

Trainerin Britta Carlson lobte nach dem Freiburg-Spiel ihre Mannschaft – und haderte mit dem Offensiv-Ertrag. Die kommenden Wochen werden richtungsweisend bei den Frauen des 1. FC Köln.

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Am Ende gab es im Breisgau außer warmen Worten des Gegners nichts zu holen für die Frauen des 1. FC Köln. „In der ersten Hälfte hat uns der FC überrollt. Wir hatten gar keine Kontrolle in unserem Spiel“, äußerte Freiburgs Trainer Edmond Kapllani nach der Partie.  Diese Vorlage verwertete Kölns Coach Britta Carlson kurz danach für ein Lob an ihre eigene Mannschaft: „Wir haben von der ersten Minute gezeigt, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten, waren sehr dominierend in unserem Spiel.“

„Wir haben heute gezeigt, dass wir es können“

Das Manko im Kölner Spiel – und das ist nunmehr bereits ein jahrelanges Dilemma – war die eigene Chancenverwertung. Sowohl vor der Pause als auch danach hätte der FC zwingend in Führung gehen müssen. „Uns hat vor dem Tor allerdings die Durchschlagskraft gefehlt“, haderte Carlson, „Freiburg hat sein Tor durch einen Standard gemacht. Das fehlt uns momentan noch. Wir waren die bessere Mannschaft, wir haben viel umgesetzt, haben mit Herz gespielt, mit Intensität und der Qualität das Spiel zu gestalten.“

Dennoch stehen die Kölnerinnen auch nach dem zweiten Spieltag weiter ohne Punkte da – und eben sogar auch ohne einen eigenen Treffer. An diesem Manko muss Carlson dringend arbeiten – auch wenn sie dabei auf wichtige Spielerinnen verzichten muss. Mit Anna-Lena Stolze, Pauline Bremer und Dora Zeller fehlte in Freiburg ein Offensiv-Trio, das eigentlich Tore garantieren sollte. Carlson nahm am Ende aus Freiburg zwar keine Punkte, dafür aber positive Eindrücke mit zurück in die Domstadt: „Wir haben heute gezeigt, dass wir es können. Es fehlen die letzten paar Prozentpunkte, um sich zu belohnen, oder in allen Phasen wach zu sein und das Tor zu verhindern mit allem, was wir haben. Alle haben bis zuletzt gekämpft. In der entscheidenden Phase waren wir aber nicht wach genug – und das müssen wir einfach abstellen.“

Richtungsweisende Wochen

Die kommenden Wochen werden bereits richtungsweisend für die FC-Frauen für den weiteren Saison-Verlauf. Das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg muss als Bonus-Spiel angesehen werden, auch wenn dem FC in der vergangenen Saison mit dem 0:0 ein Achtungserfolg gelang. In den Duellen danach in Essen sowie beim Heimspiel-Doppelpack gegen den rheinischen Rivalen aus Leverkusen und den Aufsteiger Union Berlin sollten die Geißböcke nach Möglichkeit vier bis sechs Punkte einfahren, um nicht wieder bis zur Winterzeit im Tabellenkeller zu hängen. Dann wäre auch das Saisonziel der Sportchefin Nicole Bender-Rummler weiter greifbar, den Klassenerhalt frühzeitig – und damit nicht erst im Frühjahr – sicherzustellen.


„Dem Jungen steht eine große Laufbahn bevor“ – Said El Mala erneut ein Gamechanger

Said El Mala spielt für den 1. FC Köln
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„Dem Jungen steht eine große Laufbahn bevor“ – Said El Mala erneut ein Gamechanger

Gegen Wolfsburg war Said El Mala einer der entscheidenden Spieler. Sein Dribbling vor dem zwischenzeitlichen 2:2 war „sensationell“ und mindestens genauso wichtig für den 1. FC Köln: Said El Mala trumpft auf, die Verantwortlichen bremsen.

In Wolfsburg holte sich Said El Mala seinen nächsten Scorerpunkt in der Bundesliga. Wie bereits in den Spielen davor überzeugte der 19-Jährige als Einwechselspieler beim 1. FC Köln: Said El Mala trumpft auf, die Verantwortlichen bremsen.

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Es war eine außergewöhnliche Aktion. Links an der Seitenlinie zog Said El Mala an, setzte sich gegen letztendlich gleich drei Wolfsburger Verteidiger durch, lief Richtung Mitte und hatte dann noch das Auge für den eingelaufenen Isak Johannesson im Rückraum, der den 2:2-Ausgleich erzielte. Eine Szene, in der der frischgebackene deutsche U21-Nationalspieler innerhalb von nur ein paar Sekunden zeigte, wieso er momentan das mit Abstand gehypteste Talent – wohl über die Grenzen von Köln hinaus – ist. Und es war nicht nur die eine Situation, in der der Linksaußen sein enormes Potential zeigte. Gleich mehrmals dribbelte der Youngster sich durch die gegnerischen Reihen und sorgte bei den Wölfen für Unruhe.

Kwasniok und Kessler bremsen

„Er hat ja in den letzten Wochen schon gezeigt, dass es noch einmal Schwung bringen kann. Heute auch wieder, heute war es sogar spielentscheidend“, lobte Marius Bülter. „Das spricht für ihn. So muss er weitermachen.“ Dass sie mit El Mala ein riesiges Talent in den eigenen Reihen haben, ist natürlich auch den Kölner Verantwortlichen um Thomas Kessler und Lukas Kwasniok bewusst. Trotzdem versuchen beide, die Erwartungen etwas zu dämpfen und die Leistungen des 19-Jährigen einzuordnen. „Er hat ja nicht nur ein Solo hingelegt. Er ist nicht zu verteidigen bei diesen Abschlüssen, das muss man einfach so sagen. Insofern ist er eine Waffe. Aber um in der Bundesliga von Beginn an eine Waffe zu sein, ist es noch ein weiter Weg und deswegen müssen wir aufpassen, dass wir aus einer Waffe keine Platzpatrone machen, wenn er dann zu früh 90 Minuten performen muss“, so der Coach.

Die Einschränkung ist durchaus berechtigt. So mache es schon einen Unterschied, ob der Youngster von Beginn an gegen dann noch frische Verteidiger spielen muss oder erst später eingewechselt wird, wenn die Gegner schon etwas müde und eher mal unaufmerksam sind. In die gleiche Kerbe schlägt auch Kessler: „Man muss auch ehrlicherweise sagen, er kommt dann natürlich auch in einem hoch emotionalen, sehr intensiven Spiel rein. Ich habe mir gerade mal die Laufdaten angeschaut“, so der Kölner Sportdirektor. „Es war eine unglaublich hohe Intensität auf dem Platz und dann fällt es natürlich auch ein bisschen leichter, wenn du dann mit dieser Unbekümmertheit spät in das Spiel reinkommst und dann eben auch einfach mal deine Eins-gegen-Eins-Situationen hast. Das hat er gut gemacht, er hat uns heute auch geholfen, aber sicherlich ist der Ausschlag dafür, dass natürlich vorher auch viel gearbeitet wurde von der ganzen Mannschaft.“

„Dem Jungen steht eine große Laufbahn bevor“

Bei den Kölnern ist man verständlicherweise darauf bedacht, den Hype um den Spieler klein, El Mala auf dem Boden zu halten. Der Youngster soll behutsam aufgebaut werden, nicht in den übergroßen Fokus geraten. Dabei ist er schon längst auf dem Radar. Nicht umsonst gab es im Sommer die Millionen-Offerte aus England. Brighton & Hove Albion soll bis zu 15 Millionen Euro geboten haben. Ohnehin wird El Mala mittelfristig eine wichtige Rolle spielen können. Das weiß auch der Trainer. „Wir wissen um seine Stärken. Dieses Dribbling, gepaart mit dem Tempo, dem Jungen steht eine große Laufbahn bevor“, sagt Kwasniok. Um dann natürlich auch auf die Bremsen zu treten. „Wenn er denn demütig bleibt, wenn wir gut mit ihm arbeiten. Wenn er bereit ist, das anzunehmen.“


Der 1. FC Köln überzeugt erneut mit Willen und Kaderbreite, zeigt aber auch Schwächen

OF Alessio Castro-Montes im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Der 1. FC Köln überzeugt erneut mit Willen und Kaderbreite, zeigt aber auch Schwächen

Es war eine dramatische Schlussphase: Nach drei Toren in vierzehn Minuten Nachspielzeit erkämpfte sich der FC noch einen Punkt in Wolfsburg. Dabei zeigten die Kölner wieder die richtige Einstellung: Der 1. FC Köln trotzt den Rückständen, zeigt aber auch Schwächen.

Es war trotz zweimaligen Rückstands gegen die Wölfe der nächste Lucky Punch für den FC, dieses Mal zum Ausgleich in der Nachspielzeit: Der 1. FC Köln trotzt den Rückständen, zeigt aber auch Schwächen.

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Es war einer dieser Momente, bei denen man im Nachhinein immer „ausgerechnet“ sagt. Denn in der 14. Minute der Nachspielzeit flankte Isak Johannesson auf Ragnar Ache, der schön ablegte auf Jakub Kaminski. Ausgerechnet Kaminski. Der Spieler, der eigentlich noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag steht und an den 1. FC Köln verliehen ist. Und der Pole ließ sich die Chance gegen seinen Stammverein nicht nehmen und vollendete zum 3:3-Endstand. So hatten die Geißböcke bereits das dritte Mal in den ersten vier Pflichtspielen durch einen Treffer kurz vor Schluss das letzte Wort. Dieses Mal sogar, obwohl sie noch kurz vorher das 3:2 kassiert hatten. „Am Ende spricht es natürlich für die Jungs. Ich glaube, wenn du bei so einer langen Nachspielzeit dann in dieser Nachspielzeit noch das 3:2 bekommst, gibt’s, glaube ich, oft Spiele, wo das dann der Nackenschlag ist, der dafür sorgt, dass du das Spiel dann verlierst. Deswegen ist es schön zu sehen, dass die Jungs einfach nicht aufgegeben haben“, lobte daher Sportdirektor Thomas Kessler.

Starker Start bis zur Unterbrechung

Bis zum Lucky Punch in der letzten Minute war es aber ein langer Weg. Und eigentlich waren die Kölner auch gut in die Partie reingekommen. So schien der FC perfekt an die Leistung gegen Freiburg anzuschließen. Denn bereits nach fünf Minuten erzielte Luca Waldschmidt – ein weiterer ehemaliger Wolfsburger – nach einem schönen Angriff über die Flügel bereits das 0:1. Ein Treffer, den es genauso vor zwei Wochen gegen Freiburg hätte geben können. Und der nur fiel, weil der Angreifer in der Situation aufmerksam war und so abstauben konnte. „Das passiert nicht so häufig, aber man muss trotzdem immer drauf spekulieren, dass der Torwart einen abklatschen lässt und dann da sein. Dann läuft man fünfzigmal umsonst, einmal fällt er dann runter. Ich glaube, wir haben trotzdem sauber durchgespielt,“ so Waldschmidt.

Und auch in den Minuten danach spielten die Geißböcke gut weiter. So kam zum Beispiel Jan Thielmann zu einem vielversprechenden Abschluss, den Grabara aber dieses Mal festhielt. Bis zur Gewitterunterbrechung waren die Kölner die bessere Mannschaft – danach wendete sich das Blatt jedoch mehr und mehr. „Dann waren mit dieser Unterbrechung die Wolfsburger obenauf, haben dann dieses 1:1 gemacht. Und sie waren auch in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft“, fand Lukas Kwasniok. So bauten die Wölfe immer mehr Druck auf, während der FC keine Lösungen mehr fand, um sich gefährlich nach vorne zu kombinieren. „Ich fand, wir haben viele Räume, die wir uns vorher vorgenommen haben, wir besprochen haben, haben wir nicht so bespielt, obwohl sie da waren“, kritisierte darum auch Kessler.

Lücken in der Defensive

Gleichzeitig gab es in der Defensive Lücken und falsche Entscheidungen. Wie bei Sebulonsen, der in die Wolfsburger Pressingfalle geriet und so den Freistoß zum Ausgleich verursachte. Beim 2:1 wiederum war nicht klar, wer Joakim Maehle übernehmen sollte, als dieser in die Tiefe startete, den Pass bekam und den zwischenzeitlichen Führungstreffer der Wölfe erzielte. Wie in den schwierigen oder engen Phasen in den Partien gegen Jahn Regensburg und Mainz 05 halfen den Kölnern dann jedoch zwei Sachen: der Glaube an das Comeback bis zum Schluss und Impulse durch Einwechslungen.

So sorgte Said El Mala mit seinen Dribblings immer wieder für Unruhe in der Hintermannschaft der Gastgeber – und schlussendlich auch für das 2:2. Der Linksaußen dribbelte gleich an mehreren Wolfsburger außen vorbei und zog Richtung Tor. Dort legte der 19-Jährige zurück auf Isak Johannesson, der ebenfalls eingewechselt worden war. Ein Großteil des Tore gehörte aber ganz klar dem deutschen U21-Nationalspieler. „In den letzten Wochen und Spielen hat er schon gezeigt, wenn er reinkommt, dann gibt es jedes Mal Schwung. Heute auch wieder, heute sogar spielentscheidend. Das spricht für ihn, so muss er weitermachen“, so Marius Bülter.

Kampf bis zum Schluss

Trotzdem kassierte der FC in der 11. Minute der Nachspielzeit noch das 3:2 nach einem Freistoß von Maximilian Arnold. Zuvor hatten gleich drei Kölner Jesper Lindström nicht mit fairen Mitteln stoppen können. Aber erneut steckten die Geißböcke nicht auf. „Nach dem 3:2 hat man an unserer Körpersprache gesehen, dass wir das Spiel noch nicht aufgegeben haben und uns dann auch den Ausgleich verdient haben“, sagte Bülter. Mit Ache und Johannesson waren erneut zwei Joker am Treffer beteiligt.

So kann der FC dank des bereits dritten Lucky Punch in dieser Spielzeit und einer insgesamt doch ordentlichen Leistung in Wolfsburg auf einen sehr gelungen Saisonstart zurückblicken. Dabei gibt es zwar gerade in der Defensive und im Spiel mit Ball unter Gegnerdruck noch einige Themen, an denen die Mannschaft arbeiten muss. Aber sie hat weiterhin die Gewissheit, Qualität von der Bank bringen zu können und so Begegnungen noch spät zu entscheiden. Unter anderem darum ist auch Kwasniok bereits jetzt angetan von seinem Team: „Ich bin stolz auf das, was die Mannschaft in zehn Wochen erreicht hat.“ Und auf dieser Grundlage lässt sich bei den Geißböcken weiter aufbauen.


Nach 3:3 des 1. FC Köln: Heimfahrt-Fanfrust nach Nachspielzeit-Spektakel

Nach dem Spiel in Wolfsburg gab es den Rückfahrt-Schock
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Nach 3:3 des 1. FC Köln: Heimfahrt-Fanfrust nach Nachspielzeit-Spektakel

Der Punktgewinn in Wolfsburg fühlte sich nach dem Nachspielzeit-Spektakel wie ein Sieg an, die Heimfahrt aus Niedersachsen gestaltete sich dann aber zum Albtraum für einige Anhänger des 1. FC Köln: FC-Fans erleben Frust-Heimkehr.

Der Punktgewinn in Wolfsburg geriet in der Nacht für viele FC-Fans dann doch noch in den Hintergrund. Auf das Spättor-Festival in der Volkswagen-Arena folgte eine Horror-Rückkehr für rund 400 Anhänger des 1. FC Köln: FC-Fans erleben Frust-Heimkehr.

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Nach dem Treffer von Jakub Kaminski kannte die Freude in Wolfsburg bei den Fans der Geißböcke keine Grenzen mehr. Ausgerechnet der Ex-Wolfsburger hatte den FC vor der ersten Saisonniederlage bewahrt und für späte Glückseligkeit gesorgt. Doch die Stimmung wurde spätestens mit der Rückfahrt massiv gedämpft. Bei einem Autounfall auf einer Brücke in Hannover-Kleefeld beschädigten rumfliegende Trümmer eine Oberleitung der ICE-Strecke. Das führte zwangsläufig zu weiteren Behinderungen des Bahnverkehrs. Ohnehin war es im Vorfeld zu massiven Verspätungen der Züge gekommen. So fuhren einige Bahnen erst Stunden nach anberaumten Abfahrtstermin. Bei dem Unfall wurde allerdings auch ein ICE beschädigt, in dem sich rund 400 Kölner Fußballfans befunden haben.

Zug muss evakuiert werden

Über lange Zeit ging wohl gar nichts. Die Kölner Fans saßen fest. Wie ein betroffener FC-Anhänger come-on-fc berichtet, wurde der Zug gegen 2:30 Uhr evakuiert, die Zuggäste liefen zu Fuß zum nahegelegenen Bahnhof Kleefeld und wurden von dort mit Shuttle-Bussen zum Hauptbahnhof Hannover gebracht. Von dort ging es dann am Morgen Richtung Köln, die Ankunft erfolgte für viele Fans dann gegen 8:30 Uhr. Schon auf der Hinreise nach Wolfsburg hatte ein Stellwerkfehler zu massiven Verspätungen geführt. Zahlreiche Fans erreichten das Stadion erst wenige Minuten vor Spielbeginn, der Gästeblock blieb an vielen Stellen lange leer. Während der Begegnung sorgte dann das Wetter für eine längere Unterbrechung. Schiedsrichter Bastian Dankert hatte das Spiel nach einem Blitzschlag unterbrochen.

Wie beertet ihr die FC-Profis gegen Wolfsburg?

Schauer und Gewitter machten auch die Rückfahrt auf den Autobahnen zu einem unangenehmen Unterfangen. Teilweise war die Sicht mehrere Kilometer schwer beeinträchtigt. Doch die Unannehmlichkeiten waren wohl nicht ansatzweise so vergleichbar wie die Fahrt für die Gestrandeten im ICE.


Drei Zweien, eine Fünf: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Wolfsburg

Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Drei Zweien, eine Fünf: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Wolfsburg

Es war ein dramatisches Duell gegen den VfL Wolfsburg mit vielen Wendungen und einem Lucky Punch zum Kölner Ausgleich in der letzten Minute. So stachen besonders zwei Joker heraus: Die Einzelkritik zum Heimspiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg.

In der 14. Minute der Nachspielzeit gelang dem 1. FC Köln doch noch der Ausgleich in Wolfsburg. Aber bei einem 3:3 gab es natürlich gerade in der Defensive auch schwächere Leistungen: Die Einzelkritik zum Heimspiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg.

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Mehrere lange Unterbrechungen, 14 Minuten Nachspielzeit in der zweiten Hälfte und insgesamt drei Tore in dieser: Das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg hatte eine Menge zu bieten. So kam der FC gleich zweimal nach einem Rückstand zurück. Dafür verantwortlich waren vor allem die Joker auf Seiten der Geißböcke sowie zum Schluss die Wolfsburger Leihgabe Jakub Kaminski. Dabei hatten die Kölner jedoch auch einige schwächere Phasen, standen in der Defensive nicht immer sicher und verursachten zu viele Freistöße.

Kein guter Tag für van den Berg

Marvin Schwäbe

Leitete mit einem guten langen Ball auf Lund das 0:1 ein (5.). Zeigte ein paar gute Paraden, zum Beispiel gegen Skov Olsen (74.). Beim Freistoß zum 3:2 machte er zwar einen kleinen Schritt in die falsche Richtung, wäre aber wahrscheinlich ohnehin chancenlos gewesen. Ansonsten aber eine solide Leistung.


Kristoffer Lund

Mit einer guten Kopfballverlängerung zu Waldschmidt vor dem Führungstreffer (5.), ansonsten offensiv nur zwei ungefährliche Distanzschüsse. Wählte öfter unter Druck den langen Ball, der aber häufig nicht ankam. Bekam beim 2:1 im Verbund mit van den Berg die linke Seite nicht zu. Dafür gewann Lund viele seiner Zweikämpfe.


Joel Schmied

Verteidigte größtenteils solide, auch wenn er manchmal etwas Probleme mit dem quirligen Amoura hatte. Sorgte mit seinem Herausstechen einmal für viel Raum in seinem Rücken und verursachte so eine gute Chance von Skov Olsen (44.). Sonst aber mit besserem Timing bei seinen Aktionen. Schaltete sich ein, zwei Mal gut in die Offensive ein, wie bei einem Einwurf in der 15. Minute. Kostete mit seinem Foulspiel nach VAR-Prüfung Bülters Tor. Bekam später für ein Foul an Wimmer eine etwas harte, aber vertretbare Gelbe Karte (73.).


Rav van den Berg

Verlor beim Ausgleich zum 1:1 das Kopfballduell gegen den 20 Zentimeter kleineren Amoura. Hatte diesem mit einer schwachen Kopfballklärung auch davor schon eine gute Chance aufgelegt (20.). Fehlende Kommunikation beim 2:1 mit Martel, wer den einlaufenden Vorlagengeber Maehle übernimmt. Konnte keinen seiner Luftzweikämpfe gewinnen und nur eines seiner vier Duelle am Boden. Aber mit einem guten Block beim Fallrückzieher von erneut Maehle (45+3.). Musste dann in der 71. verletzt raus.


Timo Hübers

Führte viele Zweikämpfe am Boden und in der Luft und gewann sie größtenteils. In der Anfangsphase aber mit ein, zwei Duellen, bei denen er sich nicht durchsetzen konnte und Glück hatte, dass daraus nichts für Wolfsburg entstand. Stark dagegen sein Block beim Kopfball von Amoura nach einer Ecke, ansonsten wäre der Ball viellicht reingegangen. Das 2:1 konnte der Innenverteidiger dann jedoch nicht mehr blocken.


Sebastian Sebulonsen

Seine vielen langen Einwürfe in der ersten Hälfte brachten alle keine Gefahr. Selber kam er einmal zu einem Abschluss, der aber geblockt wurde (15.). Traf vor dem Wolfsburger Ausgleich in Halbzeit eins die falsche Entscheidung, indem der Abwehrspieler tief in der eigenen Hälfte sich den Ball zurücklegte und damit in die Wolfsburger Pressingfalle geriet. So wusste er sich nur mit einem Foul zu helfen, der Freistoß führte zum 1:1. Konnte auf der anderen Seite in der Offensive ebenfalls nicht den größten Einfluss nehmen, trotz viel Einsatz.


Kaminski mit dem Schlusswort


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Eric Martel

Hatte mit starken 12,67 Kilometern mal wieder die beste Laufleistung und lief so einiges zu als alleiniger Sechser. Stoppte zum Beispiel einen möglichen Wolfsburger Konter über Wimmer, als dieser einen unsauberen Kontakt hatte (17.). Ließ beim 2:1 aber Vorlagengeber Maehle ziehen und stimmte sich nicht richtig mit van den Berg ab. Sein schwacher Pass in der 76. verursachte einen gefährlichen Konter der Wölfe. Außerdem foulte der zentrale Mittelfeldspieler Lindström bei diesem Dribbling am Strafraumrand, sodass Arnold per Standard das 3:2 erzielen konnte. Blockte einige Minuten zuvor wiederum stark mit einer Grätsche eine Wolfsburger Flanke (74.).


Luca Waldschmidt

Leitete seinen eigenen Führungstreffer stark ein. Zwei schöne Hereingaben auf Thielmann, einmal per Flanke (18.) und einmal per Freistoß (45.). Ansonsten lief das Spiel viel an ihm vorbei, der Angreifer hatte nicht so viel Einfluss. Zeigte aber eine gute läuferische Leistung. Musste dann zur Halbzeit für Johannesson Platz machen.


Jakub Kaminski

Am Ende erzielte ausgerechnet der vom VfL Wolfsburg geliehen Spieler den Ausgleichstreffer tief in der Nachspielzeit zum 3:3 nach der Ablage von Ache. Rückte in der ersten Hälfte oft neben Bülter ein, um so das Zentrum zuzumachen. In der Offensive zeigte er sich ein paar Mal gefährlich, hatte aber nicht den ganz großen Einfluss wie zum Beispiel noch gegen Freiburg. Mit 22 Sprints zog Kaminski die meisten aller Kölner an, ein Beleg für seinen großen Einsatz.


Jan Thielmann

Brauchte beim 0:1 fast zu lange mit seinem Abschluss, hatte die Zeit aber durch seine gute Position vorher (5.). Ordentlicher Abschluss nach Ablage von Vorlage von Waldschmidt, der jedoch kein Problem für Grabara war (19.). Rückte sonst häufig in der Defensive neben Martel ins Zentrum. So mit einer sehr wichtigen Grätsche bei einem Wolfsburger Umschaltmoment (11.). Brauchte aber selber im Umschalten zu lange für ein Abspiel bei einer sonst guten Konterchance (38.). Führte außerdem viele Zweikämpfe, von denen er starke 73 Prozent gewann und zog viele Fouls.


Marius Bülter

Wieder sehr beweglich in der Offensive, wenn auch nicht so gefährlich wie noch gegen Freiburg. Schöner Laufweg und gute Hereingabe auf Thielmann beim ersten Treffer (5.). Erzielte selber ein wegen eines Schmied-Fouls aberkanntes Tor nach einem Johannesson-Freistoß (56.). Hatte Glück, dass Schwäbe gegen Skov Olsen, den Bülter beim Freistoß im Rücken aus den Augen verloren hatte, auf dem Posten war (56.). Sein Schuss kurz vor Schluss nach Vorlage von El Mala wurde noch geblockt (90+11).


Starke Joker

Isak Johannesson

Kam zur Halbzeit für Waldschmidt. Gab ein paar gute Hereingaben bei Standards, etwa beim aberkannten Tor von Bülter (56.). Erzielte dann das 2:2 nach Vorlage von El Mala, bei dem er schön im Rückraum einlief. Stark dann, wie der Mittelfeldspieler den Ausgleich von Kaminski einleitete.


Alessio Castro-Montes

Kam direkt zu seinem Debüt als Joker. Dabei zeigte der Neuzugang schon einige gute Ansätze, die aber noch nicht ideal mit seinen Mitspielern abgestimmt waren. Hatte Glück, dass Wolfsburg die Situation nach seinem unnötigen Ballverlust in der eigenen Hälfte nicht besser ausspielte (90+4). Verhinderte kurz darauf aber in der gegnerischen Hälfte mit einem guten Zweikampf einen möglichen Wolfsburger Konter (90+6).


Said El Mala

Brachte viel Schwung nach seiner Einwechslung. Seine Flanke nach einer starken Annahme eines Seitenwechsels geriet etwas zu hoch (71.). Kam durch ein schönes Dribbling zu einem noch geblockten Abschluss (82.). Überragend, wie er vor dem 2:2 gleich drei Wolfsburger im Dribbling ausspielte und schön zurück auf Johannesson legte. Hatte zum Schluss mit einem Schuss von der Strafraumkante sogar noch die Chance auf das 4:3, zielte aber nicht genau genug.

„Sieht leider nicht so gut aus“: Rav van den Berg fällt wahrscheinlich länger aus

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln
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„Sieht leider nicht so gut aus“: Rav van den Berg fällt wahrscheinlich länger aus

Im Spiel gegen Wolfsburg fiel Rav van den Berg nach einem Foul unglücklich auf die Schulter. Jetzt muss der Verteidiger wohl erstmal aussetzen beim 1. FC Köln: Rav van den Berg droht länger auszufallen.

Es war es der zweite Einsatz von Rav van den Berg für den FC. Aber nach einem Foul von Lovro Majer ist die Lage wohl schlecht beim Innenverteidiger des 1. FC Köln: Rav van den Berg droht länger auszufallen.

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Es war Rav van den Bergs zweiter Startelfeinsatz in Folge für den 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg. Und den hatte sich der Abwehrspieler nach seiner guten Leistung gegen den SC Freiburg verdient. Aber im Gegensatz zur Partie von vor knapp zwei Wochen konnte der Innenverteidiger nicht die vollen 90 Minuten plus Nachspielzeit durchspielen. Denn in der 68. foulte ihn Lovro Majer, sodass der Kölner Neuzugang unglücklich auf seine Schulter fiel und länger behandelt werden musste. Kurz darauf kam deshalb für ihn Florian Kainz. Anscheinend ist die Verletzung des 21-Jährigen tatsächlich eine Ernsthaftere: Der Niederländer droht länger auszufallen.

Lange Pause droht

So zeigten sich besorgt die Kölner Verantwortlichen um van den Berg. „Das sieht leider nicht so gut aus. Er ist nach dem nach dem Foul sehr unglücklich auf die Schulter gefallen. Wir müssen das jetzt natürlich noch in der in der Klinik checken lassen, aber das sieht so aus, als ob er uns länger noch fehlen wird“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler. Eine mögliche Verletzung des Schultereckgelenks steht im Raum. „Bevor ich jetzt irgendwie schon eine Diagnose abgebe, möchte ich mich zurückhalten. Aber das Schultergelenk schmerzt sehr und es ist jetzt davon auszugehen, dass es jetzt nicht irgendwie nächste Woche gleich wieder weitergeht“, so Trainer Lukas Kwasniok.

Ein längerer Ausfall des teuersten Sommer-Neuzugang wäre natürlich sehr bitter für den FC und den Spieler. So hatte Kwasniok van den Berg nach dessen Wechsel bewusst langsam an die Mannschaft herangeführt und in den ersten beiden Pflichtspielen auf der Bank gelassen, da dieser vor seinem Wechsel nur individuell trainiert hatte. Jetzt muss der Innenverteidiger womöglich länger auf seinen dritten Einsatz im Kölner Trikot warten. Die weiteren Untersuchungen werden zeigen, wie schlimm die Verletzung ist und wie lange der Innenverteidiger wirklich ausfällt.