Medienbericht: Ist der FC weiterhin an Fabian Reese interessiert?

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Medienbericht: Ist der FC weiterhin an Fabian Reese interessiert?

Unabhängig vom kurz bevorstehenden Transfer-Urteil des internationalen Sportgerichtshofs suchen die Kölner Verantwortlichen nach potenziellen Verstärkungen. Die „Sport Bild“ bringt erneut Fabian Reese ins Spiel. Doch wie realistisch ist das Gerücht?

Die Verantwortlichen des 1. FC Köln arbeiten weiterhin an möglichen Verstärkungen zum Winter. Nun bringt die „Sport Bild“ einen weiteren Namen ins Spiel. Ist FC an Fabian Reese interessiert? Wie realistisch wäre ein Transfer?

picture alliance/dpa | Andreas Gora

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Erst am vergangenen Mittwoch trumpfte der Offensivspieler einmal mehr auf. Im Pokal-Achtelfinale gegen den Hamburger SV brachte Fabian Reese die Hertha zunächst in Führung und glich später noch zum 2:2 aus, bereitete das 3:3 in der Verlängerung vor. Reese hatte großen Anteil am Erreichen der nächsten Runde des Hauptstadt-Klubs. Der schnelle Außenspieler kommt in der bisherigen Saison auf sieben Pflichtspieltore und sieben Assists. Nicht nur aufgrund seiner Scorerpunkte ist Reese einer der Top-Offensivspieler der 2. Bundesliga. Zu den Stärken gehören die progressiven Läufe, aber auch die so genannten third Assists, also Pässe, die Chancen einleiten. Der 26-Jährige hat auf jeden Falls großen Anteil an der positiven Formkurve der Berliner. „Das ist der beste Spieler in der 2. Liga und wir sind froh, dass wir ihn im Team haben“, sagte in der vergangenen Woche der Ex-Kölner und Hertha-Kapitän Toni Leistner und Trainer Pal Dardai plant für seinen Schützling sogar den Sprung in die Nationalmannschaft.

Interesse soll noch vorhanden sein

Nicht umsonst sollen nun auch wieder einige Bundesligisten die Fühler nach dem Offensivspieler ausgestreckt haben. Laut der „Sport Bild“ hat auch der 1. FC Köln weiterhin Interesse an dem 26-Jährigen. Reese war vor einem Jahr schon einmal Thema bei den Geißböcken. Damals stand er allerdings noch bei Holstein Kiel unter Vertrag. Laut Artikel sollen sich die Kölner Verantwortlichen auch mit dem Außenspieler getroffen haben. Doch Reese entschied sich vor einem Jahr für die Hertha, gegen Wolfsburg, Augsburg, Köln und Bremen. Der gebürtige Kieler wollte in Berlin Bundesliga spielen und verließ seinen Heimatklub. Es folgte der Abstieg mit Berlin und dir Rückkehr in Liga zwei. Das Interesse aus Köln soll laut der „Sport Bild“ nicht abgeklungen sein. Genauso wenig wie das anderer Bundesligisten.

Doch wie realistisch ist ein Transfer? Zu aller erst steht und fällt jeder Transfergedanke der Kölner mit dem bevorstehenden CAS-Urteil. Der FC kann mit den Spielern und Spielerberatern zwangsläufig nicht in finale Gespräche treten, so lange die Sperre noch im Raum steht. Alle Verhandlungen finden unter Vorbehalt statt. Gegenüber Mitbietern ist Köln in diesem Punkt klar im Nachteil. Laut „Sport Bild“ ist auch Werder Bremen weiterhin an einer Verpflichtung des Norddeutschen interessiert. Werder-Trainer Ole Werner hat mit dem Außenbahnspieler schon gearbeitet, die beiden kennen und schätzen sich. Allerdings hat Reese zuletzt auch betont, wie wohl er sich in Berlin fühlt. Die Hertha ist seit neun Pflichtspielen ungeschlagen, steht im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat sich auch in der Liga den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen herstellen können. Erst nach dem 2:1-Erfolg über Lautern am Wochenende betonte Reese: „In diesem Team steckt so viel. Wir wollen am Saisonende aufsteigen“. Das hört sich nicht nach Abschied an.

Aktuell suchen die Kölner auf anderen Positionen

Mit seiner Schnelligkeit und variablen Spielweise würde der 26-Jährige dennoch fast schon perfekt in das Spielsystem von Steffen Baumgart passen. Zudem schlägt Reese gefährliche Flanken. Die Online-Plattform gool.ai berechnet den Marktwert des Linksaußen auf 2.6 Millionen Euro. Er wäre also im Bereich des Finanzierbaren für die Geißböcke. Und doch überwiegt das „aber“. Denn Reese ist alles andere als der gesuchte Stoßstürmer. Der 26-Jährige ist eigentlich auf der linken Außenbahn zu Hause, spielt aber auch auf dem rechten Flügel. Dort agieren im aktuellen Kölner Konstrukt Linton Maina und Jan Thielmann. Mit Luca Waldschmidt, Florian Kainz, aber auch Spielern wie Rasmus Carstensen und Max Finkgräfe sind die Kölner auf diesen Positionen eigentlich überbesetzt, selbst wenn die Form der meisten Geißböcke aktuell nicht stimmt. Gerade in Bezug auf die von Christian Keller geäußerte Wunschliste (Innenverteidiger, Sechser und Stoßstürmer) würde eine Reese-Verpflichtung wenig Sinn ergeben, obgleich der Spieler dem FC definitiv gut tun würde.

 

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Die komplizierte Stürmersuche – im Schatten der Transfersperre

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Die komplizierte Stürmersuche – im Schatten der Transfersperre

Beim FC sind Winterverstärkungen fest eingeplant. Und das, obwohl das CAS-Urteil noch nicht gesprochen ist. Die Ungewissheit macht Transferverhandlungen unheimlich schwierig.

Der 1. FC Köln würde im Winter gerne Transfers tätigen. Doch das gestaltet sich aufgrund der drohenden Sanktion der FIFA als besonders schwer. So wirkt sich das CAS-Urteil auf Transferbemühungen des FC aus.

Glaubt man den Kölner Verantwortlichen wird gerade nicht nur auf dem Trainingsplatz sondern auch hinter den Kulissen des Geißbockheims kräftig gearbeitet. Der FC will im Winter noch einmal nachrüsten. „Wir versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen. Wir beschäftigen uns mit personellen Veränderungen im Kader“, erklärte Steffen Baumgart Ende November und auch Christian Keller bestätigte am Sonntagabend beim Streamingdienst „DAZN“, dass man nach wie vor den Markt für mögliche Verstärkungen sondiere. Kein Wunder, das Spiel gegen Mainz hat ein weiteres Mal offenbart, dass die Qualität des Kölner Kaders auch gegen die Mannschaften auf Augenhöhe an Grenzen stößt. Nicht umsonst wiederholte Keller erst jüngst, dass auf seinem Wunschzettel gleich drei Spieler – ein Innenverteidiger, ein Sechser und ein Stoßstürmer – stünden.

Drei bis sechs Millionen Euro für neue Spieler?

Nun betonte Keller auch, dass es sich bei den genannten Positionen um Wünsche handle, um nicht mehr und nicht weniger. Denn zum einen fehlt dem FC das nötige Kleingeld, um beliebig zuzugreifen, zum anderen macht die Ungewissheit der Transfersperre Verhandlungen mit Spielern und deren Beratern schwierig. „Die Situation wird von uns immer angesprochen, der aktuelle Stand ständig übermittelt – und damit die Ungewissheit, dass wir nicht wissen, ob das Urteil dieses Jahr kommt und wie es ausfällt“, erklärte Keller bei „DAZN“. Die Gespräche seien geprägt von „vollkommener Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit.“ Laut „Sky“ wäre der FC in der Lage, sechs Millionen Euro für einen Spieler, der unmittelbar hilft, zu akquirieren. Eine Summe, die tatsächlich eine Soforthilfe bedeuten könnte.

Wie zielführend Gespräche über eine Verhandlung mit ungewissem Ausgang überhaupt sein können, steht auf einem anderen Blatt. Gerade im direkten Vergleich zu potenziellen Mitbietern dürften die Kölner Argumente schon alleine aufgrund der anhaltenden Krise keine besonders guten sein. Die Aussicht auf einen eben nur eventuellen Transfer dürfte das Buhlen um neue Spieler ganz sicher nicht einfacher machen. Im Gegenteil: Sicherheit oder Einsatzgarantien können die Kölner ihren Verhandlungspartnern bislang nicht bieten. Neben dem FC würden sich auch die potenziellen Neuverpflichtungen in eine unnötige Hängepartie begeben, während eine mögliche Konkurrenz Nägel mit Köpfen machen kann. Diese Erfahrung mussten die Kölner schon im vergangenen Frühling machen, als die ersten Gespräche mit möglichen neuen Spielern wie Benedict Hollerbach bereits positiv verlaufen waren, die Akteure aber dennoch absprangen.

CAS-Urteil noch 2023

Dass es trotzdem geht, zeigt vielleicht das Beispiel Luca Waldschmidt. Die Verpflichtung wurde im Juni bekannt gegeben, Keller betonte damals, dass man sich schon lange mit Waldschmidt beschäftigt habe. Diese Planungen dürften wohl in die Zeit der Ungewissheit gefallen sein. Dennoch ist die Situation für die Kölner keine einfache. Zwar hat der internationale Sportgerichtshof das Urteil noch für dieses Jahr angekündigt, der FC befindet sich aber schon jetzt gegenüber anderer Klubs klar im Nachteil. Zudem gilt die Wintertransfer-Periode nicht als besonders einfach. In der aktuellen Situation haben die Kölner jedenfalls sicher nicht die Qual der Wahl. Die „Bild“ brachte zuletzt Sebastian Polter als möglichen Stürmer ins Spiel. Doch der Zweitliga-Angreifer kommt auf Schalke nicht über die Rolle des Zuschauers hinaus.

Laut Sky soll der FC in den Benelux-Ländern und Skandinavien, vor allem in Norwegen auf der Suche sein. Keller betonte, dass man aktuell in mehreren Szenarien plane. Immerhin hat der Sportdirektor mittlerweile die Gewissheit, dass es dieses Jahr noch eine Antwort aus Lausanne geben wird. Spätestens dann wird er wissen, ob er sich die gemachten Hausaufgaben hätte sparen können.

Diese Spieler sind in der Krise außen vor

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Diese Spieler sind in der Krise außen vor

Mit zehn Punkten aus 14 Spielen ist der FC denkbar schlecht in die Saison gestartet. Nur wenige Feldspieler konnten die Form der vergangenen Spielzeit kompensieren. Einige Akteure sind wohl auch aufgrund der Krise aber komplett außen vor.

Neben Jeff Chabot und Eric Martel wird es wohl schwierig im Kölner Kader Feldspieler zu finden, die in dieser Saison in den meisten Spielen überzeugt haben. Gleich zahlreiche Spieler befinden sich außer Form. 1. FC Köln: Diese Spieler sind die Verlierer der Krise.

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Sechs Punkte holten die Geißböcke aus den vergangenen fünf Begegnungen und damit mehr als in den neun Spielen zuvor. Der FC scheint sich gefangen zu haben. Zumindest einigermaßen – denn wirklich von der Stelle kommen die Kölner auch weiterhin nicht, belegen den Relegationsplatz. Baumgart setzt in dieser schweren Phase auf seine Routiniers, auf Erfahrung. „Wir sollten nicht die kleinsten Strohhalme greifen, sondern die, die ein bisschen dicker sind“, sagte der Kölner Coach vor einigen Wochen, allerdings in Bezug auf Spieler wie Damion Downs oder Max Finkgräfe, die durchaus bei den Profis mittrainieren sollen, aber über Kurzeinsätze bei den Profis nicht hinauskommen sollen. Die Zeit zum Entwickeln habe man gerade nicht, man müsse die Liga halten, sagte Baumgart erst vor wenigen Tagen. Die Youngsters sind aber nicht die einzigen Spieler, die in der jetzigen Situation auf wenig Spielzeit kommen.

Wenig Einsatzzeit für Huseinbasic

Denis Huseinbasic: Im Sommer rankten sich ein paar Gerüchte um den Mittelfeldspieler. Demnach soll es Interesse vom VfB Stuttgart und von dem ein oder anderen Klub aus dem Ausland gegeben haben. Wirklich handfest war das aber nicht, eine seriöse Quelle war nicht zu finden. Huseinbasic wollte sich so oder so beim FC durchsetzen. Trotz der verkorksten U21-EM standen die Chancen zu Beginn der Saison auch nicht schlecht. Der 22-Jährige erhielt Einsatzzeit, stand sogar aufgrund der Verletzung von Eric Martel gleich mehrfach in der Startelf. Allerdings konnte Huseinbasic nicht wirklich überzeugen und ist seitdem mehr oder weniger außen vor. In den vergangenen sieben Spielen kam der Mittelfeldspieler auf 36 Einsatzminuten, vier Mal blieb er ohne Einsatz auf der Bank.

Mathias Olesen: Es ist auch nicht die Spielzeit von und für Mathias Olesen. Der Nationalspieler Luxemburgs erhielt zu Beginn der Saison noch einige Male Einsatzzeit als Joker nach einer guten Stunde. Es folgte die Oberschenkelverletzung im Spätsommer. Nach seiner Rückkehr gab es zwei undankbare Einwechslungen in den Partien gegen Leverkusen und Leipzig. Im Duell gegen RB holte sich der Mittelfeldspieler nach zehn Minuten die Ampelkarte ab. In den jüngsten vier Spielen kam Olesen nur gegen die Bayern auf fünf Minuten Spielzeit, zwei Mal war er gar nicht erst im Kader.

Adamyan ein Transferkandidat

Luca Kilian: Acht Einsätze in 14 Spielen hört sich eigentlich nicht schlecht an. Nur stand der Innenverteidiger in nur zwei Spielen von Beginn an und insgesamt 245 Minuten auf dem Feld. Wenn sich Jeff Chabot am vergangenen Sonntag nicht nach einer halben Stunde hätte auswechseln lassen, wären es wohl noch deutlich weniger gewesen. Bei seinen beiden Startelf-Einsätzen konnte Kilian nicht überzeugen. Eigentlich ist der 24-Jährige die Nummer vier in der Rangfolge der Innenverteidiger. Allerdings hat sich Dominique Heintz aktuell auf der linken Seite festgespielt, so dass Kilian der erste Einwechselspieler im Abwehrzentrum ist. Dennoch: Würde sich der FC nicht in der Krise befinden, hätte Kilian sicherlich mehr Spielzeit erhalten.

Sargis Adamyan: Der Stürmer, der im Sommer 2022 als Königstransfer beim FC vorgestellt worden ist, wollte sich in diesem Sommer eigentlich zurückmelden, durchbeißen, wie er selbst sagte. Nach der vergangenen schwachen Saison zeigte Adamyan in der Vorbereitung auch gute Ansätze, war in den Testspielen einer der absoluten Aktivposten. So bestand die leise Hoffnung, dass der Armenier dem FC in dieser Spielzeit tatsächlich würde helfen können. Doch die Formkurve zeigte ebenso schnell auch wieder nach unten. Nachdem Adamyan zu Beginn der Spielzeit gegen Wolfsburg sogar über eine Stunde auf dem Feld stand, wurde es anschließend immer weniger. Gegen Stuttgart und Leverkusen saß Adamyan immerhin noch auf der Bank, seitdem stand er nicht mehr im Kader. Aktuell laboriert der Angreifer an einer Muskelverletzung und wird in diesem Jahr nicht mehr für die Kölner spielen. Ob er es überhaupt nochmal tut, ist offen. Denn Adamyan gilt als möglicher Transferkandidat – auch um potenziellen Platz für Neuzugänge zu schaffen.


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Florian Dietz – ein weiterer Lichtblick

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Florian Dietz – ein weiterer Lichtblick

Nach mehr als einem Jahr hat Florian Dietz am Sonntagabend gegen Mainz sein Comeback gegeben und deutete an, dass er eine gute Ergänzung werden kann.

Für Florian Dietz ist am vergangenen Sonntag eine lange Leidenszeit zu Ende gegangen. Der Angreifer stand nach mehr als einem Jahr wieder auf dem Platz in einem Bundesliga-Spiel für den 1. FC Köln: Florian Dietz – ein weiterer Lichtblick

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Die Einwechslung kam doch ein wenig überraschend. Als Steffen Tigges nach einer eher schwachen Vorstellung gegen den FSV Mainz vom Platz musste, fiel die Wahl von FC-Trainer Steffen Baumgart eben nicht auf Davie Selke. Der aktuell erfolgreichste Kölner Feldspieler hatte unter der Woche krankheitsbedingt zwei Trainingseinheiten verpasst. Nicht wenige Experten hatten dennoch mit einem Startelf-Einsatz des Stürmers gerechnet. Denn Selke befand sich bereits am vergangenen Freitag wieder im Mannschaftstraining. Dass der Stürmer gegen Mainz dann aber gar nicht zum Einsatz kommen würde, kam eben überraschend. Steffen Baumgart entschied sich aber für Florian Dietz. Der 25-Jährige kam damit nach etwas mehr als einem Jahr zu seinem Comeback und es war kein schlechtes.

Dietz mit enormen Verletzungspech

Im November 2022 war Dietz erst wenige Minuten zuvor in die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim eingewechselt worden. In der Nachspielzeit musste der Angreifer aber schon wieder verletzt vom Platz: Kreuzbandriss. Für den Stoßstürmer nicht die erste schwere Verletzung. „In erster Linie tut es mir sehr leid für Flo. Aber er ist ein richtiger Kämpfer. Er hat sich nach seiner ersten Knieverletzung, aber auch nach seiner schweren Schulterverletzung mit eiserner Disziplin wieder rangearbeitet“, sagte Baumgart damals. Bereits drei Mal fiel der Stürmer mit Schulterverletzungen wochenlang aus. Dazu dann der zweite Kreuzbandriss. Dietz arbeitete in der Vorbereitung hart, schnupperte im Sommer auch schon am Comeback bei den Profis, musste aber noch einmal einen Schritt zurück machen, um einen weiteren voranzukommen.

Es folgten die ersten Einsätze bei der Kölner U21 in der Regionalliga West. Und diese verliefen sehr erfolgreich. Dietz hatte nach der langen Verletzung keine Probleme, erzielte in sechs Spielen vier Tore und bereitete zwei Treffer vor. Und viel hat nicht gefehlt und Dietz hätte auch seinen ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Spielzeit mit seinem ersten Bundesliga-Tor dieser Saison gekrönt. Linton Maina spielte mit einer seiner wenigen guten Aktionen Dietz den Ball in den Fuß. Der Angreifer bekam das Spielgerät mit dem ersten Kontakt aber nicht perfekt unter Kontrolle und traf dann beim Abschluss nicht richtig. Dennoch kam der Ball dem linken Eck bedrohlich nahe. Dietz strahlte in der knappen halben Stunde jedenfalls mehr Gefahr aus als Tigges in der Stunde zuvor. Für Dietz war es der insgesamt 19. Pflichtspiel-Einsatz bei den Profis, drei Treffer erzielte er für den FC.

Am kommenden Sonntag wird der Stoßstürmer wohl wieder zunächst auf der Bank Platz nehmen. Dann sollte Davie Selke wieder in der Startelf stehen. Selke trainierte am Dienstag erneut komplett mit. Ob Dietz dann aber der Vertreter des Angreifers ist, ist komplett offen. Schlecht war der erste Eindruck nach langer Verletzung nicht.


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Trainingsauftakt beim 1. FC Köln: Chabot wieder zurück, Pacarada fällt aus

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Trainingsauftakt beim 1. FC Köln: Chabot wieder zurück, Pacarada fällt aus

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen den SC Freiburg am kommenden Sonntag gestartet. Während Jeff Chabot wieder ins Team-Training eingestiegen ist, fällt Leart Pacarada aus.

Ein Leistungsträger scheint dem 1. FC Köln im Spiel gegen den SC Freiburg wieder zur Verfügung zu stehen, dafür fällt ein anderer Spieler aus. Das ergab der Trainingsauftakt: Jeff Chabot ist wieder zurück, Leart Pacarada fällt dagegen aus.

Am vergangenen Sonntag war nach 34 Minuten für Jeff Chabot bereits Feierabend. Der Innenverteidiger hatte sich schon in der Nacht nicht gut gefühlt, gab dann aber für die Begegnung gegen Mainz grünes Licht. Im Spiel holte ihn das Unwohlsein wieder ein, Chabot ging frühzeitig vom Platz. Für das Duell gegen den SC Freiburg scheint der Abwehrchef aber wieder zur Verfügung zu stehen. Denn Steffen Baumgart begrüßte den Innenverteidiger zum Trainingsauftakt. Auch Davie Selke trainierte wieder voll mit. Der Stürmer war in der vergangenen Woche an zwei Tagen ausgefallen, kehrte zwar vor dem Spiel gegen Mainz wieder ins Mannschaftstraining zurück, kam aber gegen den FSV nicht zum Einsatz. Für Selke spielten Steffen Tigges und später Florian Dietz in der Sturmspitze.

Pacarada fällt aus

Verzichten müssen die Kölner aber vorerst auf Leart Pacarada. Der Abwehrspieler war am Sonntag gegen Mainz zur Halbzeit gekommen und hatte seine Aufgabe besser gelöst als zuvor Dominique Heintz. Gegen den etatmäßigen Innenverteidiger hatte Pacarada seinen Stammplatz verloren. Den Einsatz am Sonntag hat der Neuzugang aber teuer bezahlt. Pacarada wird dem FC in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen, wohl erst zur Rückrunde wieder angreifen können. Der Abwehrspieler hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Damit dürfte Heintz auch für das Duell gegen Freiburg gesetzt sein.

Auch Sargis Adamyan wird in diesem Jahr nicht mehr für den FC auflaufen. Der Armenier ist weiterhin verletzt. In den vergangenen Spielen gehörte der Angreifer ohnehin nicht mehr zum Kader. Ob Adamyan überhaupt noch einmal für die Kölner auflauft, ist fraglich. Schließlich könnte der Stürmer als einer der Verkaufskandidaten gelten. Florian Kainz absolvierte eine individuelle Einheit, Faride Alidou nahm dafür wieder am Mannschaftstraining teil. Am kommenden Sonntag ist der FC zu Gast beim SC Freiburg (15.30 Uhr, DAZN).

 

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Kommentar: Defensive auf Kosten der Offensive wird nicht die Lösung sein

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Kommentar: Defensive auf Kosten der Offensive wird nicht die Lösung sein

Seit der 0:6-Niederlage gegen RB Leipzig hat der FC in der Liga nur noch ein Spiel verloren, allerdings auch nur ein Spiel gewonnen. Und das gegen die vermeintlichen Mannschaften auf Augenhöhe. Die stabilisierte Defensive legt die Offensive lahm. Und das wird am Ende nicht reichen. Ein Kommentar

Mit dem Remis gegen Mainz tritt der 1. FC Köln auf der Stelle. Aus den Spielen gegen die Klubs auf Augenhöhe holte der FC genau einen Sieg. Das ist zu wenig im Abstiegskampf. Ein Kommentar zu Kölns müdem 0:0 gegen Mainz.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Steffen Baumgart die bevorstehenden Begegnungen als Endspiele ausgerufen. Endspiele, bei denen man nur diese eine Chance habe. Der FC hatte gerade gegen RB Leipzig eine bittere 0:6-Klatsche kassiert, die Defensive wurde dabei regelrecht auseinander genommen, die Offensive rannte im Baumgart-Style oft an, aber damit geradewegs hinein ins Verderben. Der Kölner Trainer betonte, dass nun die Spiele auf Augenhöhe kommen würden, an denen man sich messen lassen werde. Das schwere Auftaktprogramm, das man den Kölnern sicherlich nicht absprechen kann, das aber auch als Ausrede für die Misere herhalten musste, war passé, nun sollte die Aufholjagd folgen. Eine Aufholjagd, an deren Ende die Tabelle wohl eher die Wahrheit sprechen würde.

Defensive auf Kosten der Offensive

Auch, wenn auf diese Ansage des Trainers noch das Pokal-Aus gegen Lautern folgte, der FC hat sich seit der bitteren Klatsche einigermaßen stabilisiert. Zumindest wenn es nach den reinen Ergebnissen geht. Denn nach dem Leipziger Tore-Allerlei haben die Kölner nur eins der ausgelobten Endspiele verloren. Das Endspiel gegen die Bayern – also ein Duell, das schon aufgrund des Gegners auf verlorenem Posten stand. Nur ein Endspiel verloren, aber eben auch nur ein Endspiel gewonnen. Unterm Strich hat der FC aus den fünf Duellen gegen die vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe aus Bremen, Augsburg, Bochum, Darmstadt und Mainz sechs Punkte geholt. Chance genutzt oder Chance vergeben? Da die Kölner in dieser Spielzeit gegen die Top-Teams eben nicht überraschen können, sind diese fünf Endspiel-Punkte selbst in diesem Schneckenrennen-Abstiegskampf wohl eher zu wenig.

Der FC kann bislang von Glück sagen, dass die direkte Konkurrenz ebenfalls alles andere als überzeugt und genauso wenig punktet. Die Tabelle ist im Keller eng wie lange nicht mehr. Es werden wohl gleich mehrere Vereine bis zum Ende der Spielzeit zittern müssen. Der FC ist einer davon. Denn zur Fünf-Punkte-Wahrheit gehört auch, dass aktuell die Fantasie fehlt, wie die Geißböcke spielerisch mal wieder einen Sieg einfahren wollen. Steffen Baumgart hat seinen Offensiv-Fußball-Weg verlassen, um die Defensive zu stabilisieren. Das hat gegen Darmstadt gut und gegen Mainz einigermaßen gut funktioniert. Der Preis ist aber hoch. Denn diese Maßnahme hat das Offensivspiel der Kölner komplett ausgehebelt. Der FC fand im Angriff gegen Darmstadt wenig und gegen Mainz so gut wie gar nicht statt.

Hoffen auf Lausanne

Nachdem Baumgarts Hurra-Fußball zu Beginn der Saison gescheitert ist, müssen sich die Kölner nun eingestehen, dass sie die Buspark-Variante ebenfalls nicht sonderlich voran bringt. Aktuell sind Mannschaften wie Mainz und Bochum augenscheinlich eben doch mehr als Gegner auf Augenhöhe, denen der FC nur mit einer gehörigen Portion Glück jeweils einen Zähler abtrotzte. Es fehlt die Qualität im Kader. Die Offensiv-Variante ist zu anfällig, die Defensiv-Idee zu ungefährlich, einen Mittelweg gibt es bislang nicht. Und der Glaube, dass der FC gegen die widererstarkten Freiburger und Eisernen auf den Erfolgskurs findet, ist überschaubar. Angesichts dieser Erkenntnis und der bisherigen Leistungen bleibt nur die stille Hoffnung, dass der internationale Sportgerichtshof den FC von der Bedrohung Transfersperre befreit. Sonst wird der Rest der Saison nicht nur schwere Kost, es wird auch eine ernüchternde.


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Wie geht es weiter mit Ljubicic? Alles, aber kein Dementi

Dejan Ljubicic: Kein Dementi zu möglichem Verkauf
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Wie geht es weiter mit Ljubicic? Alles, aber kein Dementi

In der vergangenen Woche sorgte die Reaktion von Steffen Baumgart auf ein Gerücht um Dejan Ljubicic für große Wellen. Beim FC ist man nun auf Ruhe bedacht. Dementiert wurde ein möglicher Verkauf aber nicht.

Kehrt er den Geißböcken den Rücken oder bleibt der Mittelfeldspieler dem 1. FC Köln noch bis zum Sommer erhalten? Diese Frage um den 26-Jährigen bleibt bislang unbeantwortet. Zu Dejan Ljubicic gibt es kein Dementi zu möglichem Verkauf.

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Auch beim 0:0 gegen den FSV Mainz 05 blieb bei Dejan Ljubicic am Sonntagabend die erhoffte Leistungssteigerung einmal mehr aus. Der Österreicher sucht nach wie vor nach seiner Form. Wie schon in den meisten bisherigen Saisonspielen konnte der 26-Jährige wahrlich keine besonders große Eigenwerbung betreiben. Dabei scheint diese doch in seinem Interesse. Im Sommer machte Ljubicic keinen besonders großen Hehl daraus, den 1. FC Köln im kommenden Sommer verlassen zu wollen. Wie der Mittelfeldspieler selbst bestätigte, habe es Kontakt zum VfL Wolfsburg gegeben. Doch einem Transfer schoben Christian Keller und Steffen Baumgart einen Riegel vor. Vor allem, weil man wohl ahnte, dass der Abgang von Ellyes Skhiri doch schwer wiegen würde.

Der Ball liegt bei Keller und Co.

Nur wenige Monate später könnte sich die Situation um den Sechser allerdings verändert haben. So berichteten „Bild“ und „Sky“ vor wenigen Tagen, dass Ljubicic möglicherweise ein Verkaufskandidat der Kölner sei. So könne man dringend benötigte Gelder erzielen, die wiederum im neues Personal gesteckt werden könnten. Viel Konjunktiv, wenige Fakten – aber immerhin Gesprächsstoff genug, dass Steffen Baumgart sich überraschend deutlich zu der vermeintlichen Transferentscheidung äußern wollte. Von einem Substanzverlust sprach der Coach, von den zahlreichen Stammspielern, die in seiner Amtszeit den Verein verlassen hätten. Sinngemäß betonte Baumgart, man dürfe nicht in die Situation kommen, Leistungsträger abzugeben, um neue Entwicklungsspieler zu verpflichten, die dem Klub nur möglicherweise weiterhelfen. Gerade angesichts der aktuellen Situation um den FC eine durchaus vertretbare Denke, die Worte verständlich.

Dafür, dass es sich bis dato aber nur um Gerüchte handelte, waren die Worte beziehungsweise Steffen Baumgart aber wiederum sehr deutlich. Das Thema brennt dem Coach ganz offensichtlich unter den Nägeln. Verständlich, gerade der Aderlass um Eylles Skhiri, Jonas Hector und auch Anthony Modeste wurde nicht aufgefangen, der FC befindet sich auch aufgrund dieser Personalien in der Abwärtsspirale. Ein weiterer Abgang eines Leistungsträgers würde die Situation sicher nicht einfach mal gerade so verbessern. Auch, wenn Dejan Ljubicic weit unter seiner Form spielt und gerade in der Offensive in dieser Spielzeit so gut wie gar keine Akzente setzt, Baumgart will den Sechser noch bis zum Sommer halten. Er wolle nicht, dass Ljubicic geht, hatte der Trainer betont und damit den Ball ziemlich scharf seinen Mitspielern Keller und Co. zugepasst. Auch, wenn beide Seiten Baumgarts Worte im Nachhinein relativierten, die Position des Trainers ist klar kommuniziert. Sollte Ljubicic im Winter verkauft werden, dann ausdrücklich gegen den Wunsch des Coachs.

Keller äußert sich nicht zu einem möglichen Wechsel

Nun ist Christian Keller kein Freund von Gerüchten und Spekulationen, beteiligt sich an solchen nach eigener Aussage selten. Die Spekulationen um einen Ljubicic-Abgang wollte der Sportdirektor am Sonntag aber zu wiederholten Male nicht beenden. „Erst einmal wünsche ich mir, dass Ljubicic heute gut spielt“, antwortete der Sportdirektor auf die Reporter-Frage nach dem Verbleib des Mittelfeldspielers. Denn das sei wichtig. Schon in der vergangenen Woche hatte Keller bei „Sky“ betont, dass es „bis dato noch kein unmoralisches Angebot“ gäbe, man nun erstmal schaue, „was die Wintertransferperiode“ so bringe. Auch das hörte sich nicht wie ein Dementi ab. Aber: „Es ist keine zwingende Voraussetzung, dass wir jemanden abgeben müssen, um einen neuen Spieler zu holen“, sagte der Sportdirektor.

Eine zwingende Voraussetzung für einen neuen Spieler ist aber das Aufheben der Transfersperre, die nach wie vor wie ein dunkler Schatten über dem Geißbockheim schwebt. Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung folgen. Sollte die Transfersperre Bestand haben respektive auf eine Periode reduziert werden, dürfte der Verkauf von Dejan Ljubicic ohnehin kein Thema mehr sein. Dann werden auch Keller und Co. keinen weiteren Leistungsträger einfach abgeben wollen.


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Auch Luca Waldschmidt fehlen die Ideen

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Auch Luca Waldschmidt fehlen die Ideen

Steffen Baumgart reagierte am Sonntag auf die Formsuche seines Kapitäns und ließ Florian Kainz erstmals in dieser Saison zunächst auf der Bank. Dafür sollte Luca Waldschmidt für die kreativen Momente sorgen. Das gelang dem 27-Jährigen nicht.

Erstmals in dieser Saison saß Florian Kainz gegen den FSV Mainz am Sonntag zunächst nur auf der Bank. Für die kreativen Momente sollte jemand anderes sorgen beim 1. FC Köln: aber auch Luca Waldschmidt fehlen die Ideen

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Es hatte sich unter der Woche schon ein wenig angedeutet und doch kam die Umstellung überraschend. Zum ersten Mal seit seinem krankheitsbedingten Ausfall gegen Wolfsburg im Februar dieses Jahres stand Florian Kainz nicht in der Startelf der Geißböcke. Der Kölner Kapitän war schon in der vergangenen Woche zur Halbzeit ausgewechselt worden, Baumgarts später geäußerte Sorge vor einem Platzverweis war indes nicht die komplette Wahrheit. Denn Florian Kainz ist weiterhin auf der Suche nach seiner Form, bleibt bislang meilenweit hinter den eigenen Erwartungen zurück und konnte eigentlich nur einmal in der bisherigen Saison gegen Borussia Mönchengladbach überzeugen. Bislang hielt der Kölner Coach aber am Mittelfeldspieler fest, suchte lange die richtige Rolle für Kainz, fand sie nicht.

Waldschmidt mit wenig Ideen

Und so sollte gegen Mainz Luca Waldschmidt für den kreativen Moment, für die Ideen auf dem Feld sorgen. „Dafür haben wir ihn nach Köln geholt“, hatte Baumgart in der vergangenen Woche erklärt und vor dem Spiel gegen Mainz betont: „Wir haben uns für Luca entschieden, weil er es in den letzten Wochen gut gemacht hat.“ Gerade in der Vorwoche gegen Darmstadt hatte es der ehemalige Nationalspieler tatsächlich gut gemacht. Waldschmidt war zur Halbzeit für Kainz gekommen und gegen zugegeben schwache Darmstädter der auffälligste Kölner Offensivspieler. Der Zehner leitete einige Angriffe ein und schlug die gefährliche Ecke, die Davie Selke zum entscheidenden Treffer verwertete. Waldschmidt traf auch selbst ins Tor, doch der Treffer wurde wegen Abseits zu recht nicht gegeben.

Und so ruhten die Hoffnungen am Sonntagabend eben auf Luca Waldschmidt. Und der Start war verheißungsvoll. Nach gut zehn Minuten nahm sich der 27-Jährige bei der ersten Kölner Offensivaktion ein Herz und zog aus 16 Metern ab. Möglicherweise hätte der Offensivspieler seine Mitspieler in dieser Situation einbinden müssen, doch Waldschmidt übernahm die Verantwortung. Nur blieb es der einzige Torabschluss der Kölner bis zur Abnahme von Eric Martel unmittelbar vor Ende des ersten Durchgangs. Zwar ackerte Waldschmidt sichtbar, kam auch schon im ersten Abschnitt auf mehr als sechs Kilometer Laufleistung – abgesehen von einer weiteren Torschussvorlage wollten dem gebürtigen Siegener weitere Offensivaktionen aber nicht gelingen. Auch dem Neuzugang aus Wolfsburg fiel in der Vorwärtsbewegung recht wenig ein.

Wenige Offensivaktionen

Bis zu seiner Auswechslung hatte der Zehner zwar die meisten Kilometer abgespult, Waldschmidt kam aber nur auf ganze 29 Ballkontakte (von den Spielern aus der Startformation erreichten nur Jan Thielmann (26) und Steffen Tigges (11) schlechtere Werte) sowie 20 Pässe – für einen zentralen Spieler eine sehr überschaubare Anzahl. So verpuffte Waldschmidts aufopferungsvoller Kampf gegen Mainz. Auch der ehemalige Nationalspieler war am Sonntagabend nicht der erhoffte Ideengeber in der Offensive. Natürlich auch, weil Mainz im ersten Abschnitt viel mehr Spielanteile hatte, Köln nicht zur Entfaltung kommen ließ. „Mit Ball haben uns die Ideen gefehlt, das ist erst gegen Ende besser geworden. Wir hatten hintenraus noch ein, zwei gute Aktionen“, sagte Timo Hübers. Da stand Waldschmidt schon nicht mehr auf dem Feld.

Vor dem Duell gegen Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr, DAZN) stellt sich für Steffen Baumgart somit einmal mehr die Frage, wer hinter den Spitzen am meisten bewirken kann. Die letzten 15 Minuten gegen Mainz lassen einmal mehr auf Mark Uth hoffen, doch der gebürtige Kölner ist in Sachen Leistung in dieser Spielzeit ebenfalls keine Konstante.


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Darum musste Chabot vom Platz

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Darum musste Chabot vom Platz

Nach einer guten halben Stunde musste der Kölner Abwehrchef Jeff Chabot gegen Mainz vom Platz. Nach dem Duell erklärte FC-Trainer Steffen Baumgart die Auswechslung.

Beim 0:0 gegen den FSV Mainz musste Jeff Chabot bereits nach einer halben Stunde vom Platz. Der Abwehrchef des 1. FC Köln war sichtbar entkräftet und enttäuscht. Steffen Baumgart erklärte später die Maßnahme: Darum musste Jeff Chabot vom Platz.

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Nach 34 Minuten war die Begegnung bereits wieder beendet. Jeff Chabot saß auf dem Boden, die Hände auf die Beine gestützt, der Blick irgendwo zwischen Leere und Enttäuschung. Nichts ging mehr. Während bei Chabot in diesem Moment eine Art Stillstand einkehrte, herrschte auf der Bank für einen Moment Betriebsamkeit. Luca Kilian machte sich schließlich bereit und wurde nach dieser guten halben Stunde gegen seinen Ex-Verein, gegen den er in der jüngeren Vergangenheit Höhen und Tiefen erlebte, für den eigentlichen Abwehrchef eingewechselt. Auch gegen Mainz war Chabot bemüht, hatte einige wichtige Zweikämpfe gewonnen, den Spielaufbau mit eingeleitet – eine Verletzung war nicht ersichtlich.

Chabot klagte über Unwohlsein

Nach dem Spiel erklärte Steffen Baumgart die Maßnahme. „Jeff hatte sich heute morgen eigentlich krank abgemeldet“, sagte der Kölner Coach. „Wir wollten aber erst nochmal abwarten. Er ist spazieren gegangen und hat dann gesagt, dass er es probieren wollte.“ Chabot stellte sich angeschlagen in den Dienst der Mannschaft. Unter der Woche hatten auch Davie Selke und Leart Pacarada über Unwohlsein geklagt. So erklärte sich auch, dass das Trikot von Max Finkgräfe in einem Social-Media-Video aus der Kabine vor dem Spiel zu sehen war, der Kölner Youngster aber nicht auf dem Spielbogen auftauchte. Offensichtlich war der Linksverteidiger als Backup gedacht. Finkgräfe hatte die Niederlage seiner U21 am Nachmittag verpasst. So lief doch Chabot auf, Finkgräfe machte sich zwar mit warm, war aber nicht Teil des Kaders. Dieser darf nur 20 Spieler umfassen.

Chabot gab also grünes Licht. Die Verantwortlichen hofften, dass ihr Abwehrchef das Spiel durchhalten würde. Nach einer halben Stunde ging Chabot dann doch vom Platz. „Er hat sich zur Verfügung gestellt und gemacht, was er machen sollte. Ihm war dann schwindelig und er war einfach durch“, erklärte der Trainer weiter. Chabot schlich erschöpft Richtung Kabine, Kilian sprang ein und löste die Aufgabe insgesamt ordentlich. Bereits am Dienstag beginnen die Kölner mit der Vorbereitung auf das Spiel beim SC Freiburg am Sonntagnachmittag. Ob Chabot zum Trainingsauftakt schon wieder auf dem Platz steht, ist offen. Gegen die Breisgauer sollte er allerdings wieder mit von der Partie sein.


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Schwere Kost zu wenig für ein „dreckiges 1:0“

1. FC Köln: Defensive gestärkt, Offensive gewohnt schwach
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Schwere Kost zu wenig für ein „dreckiges 1:0“

Der 1. FC Köln hat zwar zum zweiten Mal in Serie zu Null gespielt, war aber weit vom zweiten Sieg in Folge entfernt. 75 Minuten lang fanden die Kölner in der Offensive nicht statt. Zu wenig für die drei erhofften Punkte.

Das 0:0 gegen den FSV Mainz war für den FC das Symbolbild des Abstiegskampfs. Wirklich viel wollte den Kölnern nicht gelingen. Zumindest in der Vorwärtsbewegung des 1. FC Köln: Defensive gestärkt, Offensive gewohnt schwach.

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Jan Thielmanns Blick wirkte leer als der Kölner Youngster nach dem müden 0:0 gegen den FSV Mainz auf dem Rasen des Kölner Stadions stand, begleitet von den vielen Pfiffen zahlreicher Fans. Nur wenige Zentimeter hatten dem 21-Jährigen gefehlt. Wenige Zentimeter und Thielmann hätte dem FC zu dem verholfen, was der U21-Nationalspieler noch unter der Woche auf seinem vorweihnachtlichen Wunschzettel notiert hatte. Ein dreckiger 1:0-Sieg wäre dem Spieler auch recht, hatte er am vergangenen Mittwoch noch gesagt. In der Schlussphase verunglückte dem Außenbahnspieler eine Flanke, der Ball wurde immer länger und landete schließlich am Innenpfosten des Mainzer Tors. Von dort prallte der Ball ins Feld und durch die Beine von Mark Uth, hätte dieser diese in diesem Moment zusammengehalten, den Treffer hätte der gebürtige Kölner nicht verhindern können.

Thielmann verpasst das 1:0

Dann wäre aus dem insgesamt doch glücklichen torlosen Remis ein „dreckiger“ 1:0-Erfolg geworden. Ein „dreckiger“, aufgrund des Spielstils, ein unverdienter, weil sich Mainz schon in der ersten Halbzeit gleich mehrfach hätte belohnen müssen. 8:2 hieß die Torschussbilanz nach 45 Minuten zu Gunsten der Rheinhessen. Allerdings brachte auch der Gast nur drei auf das Tor von Marvin Schwäbe. „Das war heute ganz schwere Kost. Vieles von dem, was wir wollten, haben wir nicht hinbekommen. Ich glaube, die erste Halbzeit sollten wir direkt ad acta legen“, sagte Baumgart und sein Gegenüber bestätigte: „Die erste Halbzeit ging total dominant an uns. Wir haben den Gegner gut bestimmt und hätten das Spiel killen können“, so Jan Siewert. Schon in der vierten Minute stand Jonathan Burkardt sträflich frei, kam aus zehn Metern zum Abschluss, scheiterte aber an einem seltsamen Block von Rasmus Carstensen. Seltsam, weil sich der Däne zu diesem Zeitpunkt auf drei Mainzer Spieler konzentrierte.

Im Laufe der ersten Halbzeit fingen sich die Kölner in der Defensive. Und das, obwohl Jeff Chabot frühzeitig vom Platz musste. Allerdings passierte in der Offensive so gut wie gar nichts. Steffen Tigges, für den unter der Woche noch erkrankten Davie Selke im Spiel, kam auf beeindruckende neun Ballkontakte, Luca Waldschmidt in den ersten 45 Minuten immerhin auf ein Laufpensum von mehr als sechs Kilometern sowie einem Schuss und Linton Maina lief die Außenbahnen rauf und runter, ohne so richtig am Spiel teilzunehmen. „Mit Ball haben uns die Ideen gefehlt, das ist erst gegen Ende besser geworden“, erklärte Timo Hübers, der beste Kölner Feldspieler. Thielmann hätte mit einem längeren Bein dem Spiel eine andere Wende geben können.

Baumgart: „Fußball-Ästheten kommen momentan nicht auf ihre Kosten“

Mainz-Keeper Daniel Batz war eine Sekunde vor dem 21-Jährigen am Ball. Auf der anderen Seite hatte Thielmann kurz zuvor gegen Brajan Gruda ähnlich gegrätscht und so die Mainzer Führung verhindert. Die Bilanz war zur Halbzeit aber eindeutig. Mainz kam auf mehr Ballbesitz, die besseren Chancen, mehr gewonnene Zweikämpfe und die bessere Passquote. „Wenn man ehrlich ist, hatte das in der ersten Halbzeit nicht viel mit Fußball zu tun. Die Mainzer hatten gute Lösungen gegen das, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Marvin Schwäbe.

Erst nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Zwar verpasste Ludovic Ajorque die Mainzer Führung nur knapp, genauso knapp wie Burkardt bei seinem Treffer im Abseits gestanden hatte, doch Köln tat nun mehr für die Offensive. Selbst Tigges kam zu einem Abschluss, wenn auch zu einem sehr harmlosen. Vor allem die eingewechselten Offensivspieler, zu denen Davie Selke erstaunlicherweise nicht gehörte, brachten noch einmal Schwung. Florian Dietz und Mark Uth hatten jeweils mehr Abschlüsse als Tigges in den ersten 60 Minuten zuvor. So richtig gefährlich war das aber auch nicht.

Immerhin glichen die Kölner die Statistik im zweiten Durchgang an. Köln hatte am Ende mehr Ballbesitz, mehr Pässe, eine höhere Zweikampfquote – zu mehr als einem Punkt reichte das aber auch nicht. „Am Ende gehst du trotzdem mit einem Teilerfolg aus dem Spiel heraus. Wir wollten mehr, aber nehmen den Punkt mit“, sagte Baumgart, der einmal mehr den von ihm so gehassten Defensiv-Bus parkte. „Fußball-Ästheten kommen momentan nicht auf ihre Kosten“, sagte der Trainer vollkommen zu recht. Ein dreckiges 1:0 gab es aber auch nicht.


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