Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Das sagt Steffen Baumgart zu Transfers, Selke und Alidou

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Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Das sagt Steffen Baumgart zu Transfers, Selke und Alidou

Mit einem Neuzugang und einigen Rückkehrern ist der 1. FC Köln in die Vorbereitung auf das Wolfsburg-Spiel gestartet. Nach der Einheit äußerte sich Steffen Baumgart zu den aktuellen Personalien.

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gestartet. Mit dabei war auch ein Neuzugang: Faride Alidou absolvierte die erste Einheit. Anschließend sprach der Trainer über die Personalsituation. Das sagt Steffen Baumgart zu Transfers, Selke und Alidou.

Für einen kurzen Augenblick wurde der Trainer mal laut. So ganz zufrieden war der Coach mit den Abläufen der ersten Trainingseinheit vor dem Wolfsburg-Spiel noch nicht. Das lag aber nicht an seinem Neuzugang. Faride Alidou hinterließ einen sehr guten Eindruck. Das sah offenbar auch der 51-Jährige so. „Er hat viel von dem, was wir uns vorgestellt haben. Er hat eine gute Geschwindigkeit und ist ein robuster Spieler“, sagte Baumgart nach der Einheit. „Jetzt geben wir ihm die Zeit, reinzukommen und schauen, dass er im Laufe der Saison ein guter Faktor werden kann.“ Klingt so, als wäre der Neuzugang keine Option für Samstag, zumindest nicht von Beginn an. „Ich habe nicht den Plan, dass er von Anfang an spielt. Aber ich warte erst mal ab. Wenn alles gut läuft, wird er im Kader stehen“, so der Coach. „Wir sollten nicht alles von ihm erwarten.“

Linton Maina mit Extra-Einheiten

Dabei kann Baumgart einen schnellen Spieler wir Alidou mehr als nur gut gebrauchen. Schon nach dem Pokalspiel gegen Osnabrück hatte der Trainer betont, dass er gerne „drei, vier schnelle Spieler“ im Kader hätte. Immerhin nahm Linton Maina wieder am Training mit der Mannschaft teil. Überstürzen will Baumgart aber auch bei ihm nichts. „Linton schiebt erst mal Extra-Schichten. Er ist erst einmal 14 Tage hinterher“, sagte der Coach. Nach der Einheit ging es für den Offensivspieler noch zu einigen Extra-Sprints. Maina war bereits im Trainingslager mit einem grippalen Infekt ausgefallen. Nach seiner Rückkehr litt er unter Rückenbeschwerden. „Er hat von sechs Wochen Vorbereitung vier nicht gemacht. Bei meinem Spiel brauchen die Jungs die Vorbereitung“, sagte Baumgart. „Wir haben noch 33 Spiele und mindestens ein Pokalspiel. Wir wollen schon, dass er davon 30 macht.“

Eine Option für Samstag ist Maina damit genauso wenig wie Mark Uth. „Bei Mark ist eine Rückkehr absehbar. Ihm geht es aber noch nicht so gut, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Baumgart und betonte noch einmal, dass wohl keine strukturelle Verletzung vorläge. „Wenn du ein Jahr nicht gespielt hast, dann merkst du das. Das ist ein normaler, aber kein kurzer Prozess.“ Genauso wie Mark Uth plagten auch Davie Selke muskuläre Probleme. Selke nahm aber komplett am Mannschaftstraining teil. Ein Einsatz am Samstag ist also sehr wahrscheinlich. Seine Auswechslung gegen Dortmund sei so abgesprochen gewesen, sagte Baumgart. Und: „Ich gehe davon aus, dass er morgen einen Schritt weiter ist. Er muss aber an seiner Intensität arbeiten, damit er auf Dauer mehr als 60 bis 70 Minuten spielt.“

Kilian soll nicht mehr im Sturm spielen

Gegen den BVB ging Selke bereits nach 52 Minuten vom Platz, genauso wie gegen den VfL Osnabrück im Pokal. In Dortmund entschied sich der Coach, mit Luca Kilian einen Innenverteidiger für die Schlussphase in den Sturm zu setzen, so wie es der heutige Co-Trainer Kevin McKenna in der Vergangenheit gerne mal getan hat. „Das gefiel mir gar nicht. Das hätte ich gerne anders gehabt. Kili haut immer alles raus. Er ist immer bei 100 Prozent. Aber das ist keine Position, die er spielen sollte“, gab Baumgart zu. „Ich würde Kili da nicht mehr so gerne einwechseln. Da wäre McKenna heute noch deutlich besser.“ Somit scheint die Kölner Offensive auch weiterhin ein fragiles Gebilde zu sein. Ob es weitere Neuverpflichtungen gibt, wollte der Trainer aber nicht konkret sagen. „Ich bin mit dem Kader sehr zufrieden, aber wir halten die Augen offen“, sagte der Trainer mit einem breiten Grinsen. „Lassen wir uns überraschen. Da müssen Sie viel zwischen den Zeilen lesen.“ Gut möglich also, dass doch noch einmal etwas passiert.

In den vergangenen Tagen hatte Baumgart immer wieder betont, dass er mit dem Kader zufrieden sei. Nach dem Abgang von Nikola Soldo hatte der Trainer zudem gesagt, dass man die Situation im Auge behalte, eine Alternative aber durchaus im vorhandenen Kader zu finden sei. Nun ließ er sich zumindest ein Grinsen entlocken. Die Laune war auf jeden Fall wieder besser.

 

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Alidou gibt Trainings-Einstand beim 1. FC Köln

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Alidou gibt Trainings-Einstand beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln ist in die Vorbereitung auf das Wolfsburg-Spiel gestartet. Während Mark Uth nicht am Training teilnahm, absolvierte Faride Alidou seine erste Einheit.

Personal-Update beim 1. FC Köln: Mit Faride Alidou und Davie Selke, aber ohne Mark Uth im Training ist der FC in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) gestartet.

Der Arbeitstag begann für Faride Alidou früh. Der 22-Jährige schlug schon Stunden vor dem ersten Training bei seinem neuen Klub, dem 1. FC Köln, auf und wurde erst einmal eingekleidet. Anschließend ging es dann erst einmal auf den Platz. Bei seiner Vorstellung am Montag sagte der Offensivspieler, dass er eine große Motivation verspüre, dem neuen Klub zu helfen. Den Eindruck vermittelte der 22-Jährige in der ersten Einheit schnell. Große Anpassungsschwierigkeiten scheint der gebürtige Hamburger im Training zumindest nicht zu haben. Ebenfalls am Mannschaftstraining nahmen Linton Maina und Davie Selke wieder teil.

Selke hatte sich gegen den BVB noch frühzeitig vom Platz nehmen lassen. Offenbar wieder mit muskulären Problemen. Diese schienen am Dienstag jedoch ausgeheilt. Linton Maina hatte Teile der Vorbereitung des FC aufgrund eines grippalen Infekts verpasst. Im ersten Training nach der Genesung litt er dann unter starken Rückenbeschwerden und fiel weiterhin aus. Nun ist der Flügelspieler zurück. Auch Steffen Tigges absolvierte die Einheit mit der Mannschaft.

Mark Uth weiterhin nicht im Training

Dafür fehlte Mark Uth. Der Angreifer hatte sich im Pokalfight gegen den VfL Osnabrück wie Selke mit muskulären Problemen auswechseln lassen, bei beiden wurden keine strukturelle Verletzungen diagnostiziert. Während aber Selke am Donnerstag in der Startelf gestanden hatte, fiel Uth für das Duell gegen den BVB aus. Die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag dürfte somit ebenfalls zu früh kommen. Nach wie vor fehlen zudem Florian Dietz, Jan Thielmann und Noah Katterbach.

 

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Suche nach der Nummer Sechs: Dejan Ljubicic auf dem Weg zum Skhiri-Ersatz?

Dejan Ljubicic
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Suche nach der Nummer Sechs: Dejan Ljubicic auf dem Weg zum Skhiri-Ersatz?

Dejan Ljubicic überzeugte im Spiel gegen Borussia Dortmund auf der Doppelsechs. Der Mittelfeldspieler wird eine wichtige Rolle im Kölner Gefüge übernehmen.

Lange wurde rund um den 1. FC Köln über einen adäquaten Ersatz für Ellyes Skhiri diskutiert. Sportchef Christian Keller hatte einen Routinier in Aussicht gestellt und einen talentierten „Entwicklungsspieler“ verpflichtet. Dabei könnte der Nachfolger aus den eigenen Reihen kommen. Ist Dejan Ljubicic auf dem Weg zum Skhiri-Ersatz?

Dejan Ljubicic

Wochen-, wenn nicht sogar monatelang ließ die FC-Fans die Personalie Ellyes Skhiri nicht los. Erst als der Tunesier auch offiziell bei Eintracht Frankfurt vorgestellt wurde, starb der letzte Funken Hoffnung für einen Verbleib des Mittelfeldakteurs. Skhiri geht bei den Hessen den nächsten Schritt, die Personalie ist aber in Köln noch immer präsent. Denn die Frage nach der Nachfolge wurde rund ums Geißbockheim lange diskutiert. Daran ist auch Christian Keller nicht ganz unschuldig. Der Kölner Sportchef hatte einen Neuzugang in Aussicht gestellt, der direkt auf Bundesliga-Niveau funktionieren würde. Es wurde Jacob Christensen, ein talentierter Mittelfeldspieler, der aber noch entwickelt werden soll, gegen den BVB beispielsweise nicht zum Einsatz kam.

Dejan Ljubicic als Sechser nach Köln geholt

Und so flammte die Frage nach einem adäquaten Ersatz immer mal wieder auf. Keller beantwortete sie mittlerweile mit Alternativen aus dem eigenen Fundus. Ihm würden gleich einige Spieler einfallen, die dort spielen könnten. Unter anderem nannte der Sportchef Dejan Ljubicic. Gegen den BVB untermauert der Österreicher zum einen, warum Keller ihn auf dem Zettel hat und der Sportchef ihn zum anderen, nicht gehen lassen wird. Ljubicic machte neben Eric Martel auf der Doppelsechs ein überragendes Spiel. Der 25-Jährige, der vor wenigen Tagen noch mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht worden war, hielt das Zentrum kompakt, gewann wichtige Zweikämpfe und schaltete sich immer wieder in die Offensivaktionen ein. Und das auch gefährlich. Ljubicic spielte Selke frei, der nur die Latte traf, der Österreicher versuchte es aber aus 18 Metern auch selbst und verfehlte das Tor nur knapp.

Ljubicic

Dejan

92%

Passquote

69%

Zweikampfquote

In der Rückwärtsbewegung war er zudem unverzichtbar und zeigte seiner Stärken auf der Position. Das kommt nicht wirklich überraschend. „Ich wurde eigentlich als Sechser geholt aus Wien. Aber ich kann auch rechts spielen, ich kann auch als Zehner agieren. Auf der Doppelsechs fühle ich mich sehr wohl“, sagte Ljubicic am Samstagabend bei Sky. Tatsächlich kam Ljubicic als Sechser 2021 zum FC, auch aufgrund der starken Doppelsechs Skhiri/Martel wurde der 25-Jährige offensiver eingesetzt und löste auch dort seine Aufgaben gut. Trotz langer Verletzungspause erzielte Ljubicic in der Vorsaison wettbewerbsübergreifend acht Tore, bereitete zwei weitere Treffer vor. Er entwickelte sich in den vergangenen beiden Jahren zum Leistungsträger.

Dejan Ljubicic mit überragenden Werten

Nach der überragenden Leistung in Dortmund dürfte er auf der Sechs gesetzt sein. Das zeigen auch die reinen Daten. Dejan Ljubicic lief 12.76 Kilometer, nur Eric Martel spulte 200 Meter mehr ab. Der Österreicher gewann zudem 69 Prozent seiner Zweikämpfe. Einen besseren Wert erreichte am Samstag nur der starke Jeff Chabot mit 77 Prozent. Dazu kamen 92 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an, der Topwert der Begegnung. Zum Vergleich beim 3:2-Erfolg der Kölner im vergangenen Jahr kam Skhiri auf 12.5 Kilometer, gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe und kam auf eine Passquote von 87 Prozent. Natürlich ist Ljubicic ein anderer Spielertyp, die beiden Akteure sind nur schwer zu vergleichen, doch schon jetzt ist zu sehen, dass der 25-Jährige auf der Sechs eine große Rolle spielen könnte. Und noch in einer anderen Kategorie ähnelt Ljubicic dem Tunesier. Der 25-Jährige ist mit einem Marktwert von 8.81 Millionen Euro der wertvollste FC-Spieler dieser Saison. Skhiri kam in Köln auf rund 15 Millionen Euro. Mittelfristig dürfte der FC also einen Skhiri-Ersatz gefunden haben.

Aber auch der zweite Teil der Doppelsechs überzeugte am Samstag. Neben dem Topwert in der Laufleistung brachte Martel 91 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, gewann immerhin 55 Prozent seiner Zweikämpfe. Jeff Chabot gewann prozentual die meisten Zweikämpfe, zudem kam er auf 83 Prozent Passquote und lief knapp 10.5 Kilometer. Nicht ganz so gut lief es für Benno Schmitz. Der Rechtsverteidiger brachte nur 59 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und gewann im Schnitt nur jeden zweiten Zweikampf. Das Ranking der einzelnen Kategorien gibt es hier.

 

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Die nächste Neuverpflichtung: Faride Alidou wechselt zum 1. FC Köln

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Die nächste Neuverpflichtung: Faride Alidou wechselt zum 1. FC Köln

Was lange währt: Faride Alidou wechselt wie (lange) erwartet zum 1. FC Köln. Der Offensivspieler wird für ein Jahr von Eintracht Frankfurt ausgeliehen.

Die Geißböcke haben ihren Wunschspieler doch noch bekommen. Faride Alidou wechselt zum 1. FC Köln. Der Außenspieler wird von Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Zwar besitzt der FC eine Kaufoption, die Hessen vereinbarten aber eine Rückkaufoption.

picture alliance / Action Plus | AllShotLive

Die Verhandlungen waren zäh, zumindest zogen sie sich über einige Wochen. Zwischenzeitlich sollen die Gespräche sogar ins Stocken geraten sein. Nun ist eine Einigung getroffen worden. Der 1. FC Köln hat Faride Alidou nun doch unter Vertrag genommen. Der Offensivspieler wird für ein Jahr ausgeliehen. Zwar konnte Christian Keller die erhoffte Kaufoption für den schnellen Mann aushandeln, Frankfurt hat sich aber dem Vernehmen nach eine Rückkaufoption in den Vertrag schreiben lassen. Sollten die Kölner nach Ablauf der Leihe also den Joker ziehen und Alidou fest verpflichten wollen, muss Frankfurt dem zustimmen und von ihrem Rückkaufrecht Abstand nehmen. Die Eintracht hat also im Grunde das letzte Wort. Dementsprechend liegt die Rückkaufoption aber auch höher als die Kaufoption. Der FC würde bei Abgabe also durch die Weiterentwicklung des Spielers Geld verdienen. Laut unseren Informationen liegt die Kaufoption der Kölner bei drei bis vier Millionen Euro, die Rückkaufoption rund zwei Millionen Euro darüber.

Eine Lösung im Fall Faride Alidou scheint in Sicht

„Faride bringt sehr großes Potential mit. Zu seinen Stärken zählen unter anderem Geschwindigkeit, Tiefgang und das offensive Eins-gegen-Eins. Wie jeder junge Spieler hat Faride aber Entwicklungsfelder, um konstant gutes Bundesliga-Niveau zu erreichen“, sagt Christian Keller. „Wir haben ihm deshalb einen klaren Plan aufgezeigt, wie wir mit ihm arbeiten möchten und was er dabei einbringen muss. Dabei gab es eine Übereinstimmung der wechselseitigen Erwartungen. Entsprechend freuen wir uns, dass Faride ab sofort Teil unserer Mannschaft ist.“ Schon in der vergangenen Woche hatten sich die Gerüchte verdichtet, dass sich Spieler und Verein angenähert hätten. Eintracht Frankfurt wollte einer Kaufoption aber nicht zustimmen, die Kölner den Deal nur mit dieser Möglichkeit unter Dach und Fach bringen. Am vergangenen Donnerstag hatte Eintracht-Sportboss Markus Krösche durchblicken lassen, dass der Deal kurz bevorsteht. Steffen Baumgart gab zwar zu, dass man sich um einen Offensivspieler kümmere, eine Einigung ihm aber nicht bekannt sei. Das hat sich nun geändert.

Mit dem 22-Jährigen bekommt der FC den gewünschten schnellen Offensivspieler. Gool.ai berechnet den Marktwert des Offensivspielers aktuell auf 1,3 Millionen Euro. Die Online-Plattform gibt als besondere Stärken des U21-Nationalspielers progressive Läufe sowie die Passsicherheit an. Der gebürtige Hamburger wechselte 2012 in die Jugend des HSV, durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften und feierte im Oktober 21 sein Profidebüt im Duell gegen Fortuna Düsseldorf. Im vergangenen Sommer folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Dort besitzt der 22-Jährige einen Vertrag bis 2026. Alidou ist eigentlich auf der linken Außenbahn zu Hause, wurde aber auch rechts und im Zentrum eingesetzt. Für Frankfurt kam der Außenspieler auf 15 Einsätze, in der U21 spielte Alidou zehn Mal. „Der FC hat mir in den Gesprächen eine ehrliche Perspektive mit auf den Weg gegeben und mir gesagt, woran ich arbeiten muss, um mich als Bundesliga-Spieler durchzusetzen. Dass der Verein auf junge Spieler setzt, hat man bereits in den letzten beiden Spielzeiten gesehen“, sagte Alidou. „Das war mir wichtig, gibt mir ein gutes Gefühl und ist zeitgleich große Motivation, hier zu spielen und dem FC dabei zu helfen, eine gute Saison in der Bundesliga zu absolvieren.“ Bereits am Dienstag soll er ins Training einsteigen.

 

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Kommentar: Hoffnung und Warnung zugleich

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Kommentar: Hoffnung und Warnung zugleich

Der 1. FC Köln kam bei Borussia Dortmund einer Überraschung sehr nahe. Das lag an der starken Defensivleistung. Dass es am Ende keinen Punkt gab, an der schwachen Chancenverwertung. Der Saisonauftakt macht Hoffnung auf mehr, er sollte aber auch als Warnung wahrgenommen werden.

Bis weit in die Schlussphase war der FC in Dortmund näher an einem Sieg als die Borussia – trotz der deutlichen Dominanz der Westfalen. Der Erfolg in Osnabrück, die Leistung in Dortmund – der FC scheint auch in diesem Jahr wieder zu funktionieren. Oder? Dazu unser Kommentar: Hoffnung und Warnung zugleich.

Mit dem knappen Erfolg über den VfL Osnabrück und der unglücklichen Niederlage beim Deutschen Vizemeister ist der FC ordentlich in die neue Saison gestartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Unterm Strich steht aber ein Saisonauftakt, der durchaus Hoffnung auf mehr machen darf. Das 3:1 nach Verlängerung über die Niedersachsen hält für Steffen Baumgart und sein Team zumindest den Traum vom Pokalfinale in Berlin aufrecht, das 0:1 in Dortmund hat wiederum die Kritiker Lügen gestraft, die nach den Hector- und Skhiri-Abgängen bereits vor dem ersten Spieltag den sicheren Gang in die Zweitklassigkeit prophezeit haben. Die Leistung beim BVB stimmte nicht nur, sie war in weiten Teilen erstklassig.

Die Begegnung in Dortmund hat jedenfalls bewiesen, dass Steffen Baumgart seinen Zauber auch in der dritten Saison am Geißbockheim noch nicht verloren hat. Dortmund war ohne Frage das Team mit mehr Ballbesitz, vermutlich mit den besseren Individualisten und womöglich auch mit der besseren Spielanlage – die größeren Chancen, mehr Leidenschaft, mehr Herz, vor allem aber mehr Ideen brachte der FC auf den Platz. Köln führte den hochgelobten Titelaspiranten an den Rande einer Niederlage, hat ihn vor eine schwere Aufgabe gestellt, ihn überrascht und geärgert. Nichts anderes hat Baumgart versprochen, nichts anderes hat der FC geliefert. Köln macht auch in der dritten Spielzeit unter dem 51-Jährigen Spaß. Zudem scheint auch in dieser Saison der Plan aufzugehen, junge Spieler zu entwickeln, ihnen Vertrauen zu schenken, sie stark zu reden und zu machen und dafür eine gute Leistung zurückgezahlt zu bekommen. Rasmus Carstensen könnte ein solcher Akteur werden, genauso wie Max Finkgräfe.

In beiden Spielern lässt sich aber auch ein aktuelles Problem der Geißböcke ablesen. Trotz ihrer guten Leistungen wurden sie auf Positionen eingesetzt, die sie zwar schon gespielt haben, die aber nicht ihrer Kernaufgabe entsprechen. Vielleicht aufgrund ihres Potenzials, wahrscheinlich aber, weil dem FC die Alternativen fehlen. Der Kader ist – auch aufgrund von Verletzungen – auf einigen Positionen sehr dünn besetzt. Baumgart schiebt die einen Spieler hin, die anderen her. Der Eindruck von Lückenbüßern ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Ein Luca Kilian als Stoßstürmer ist ein eindeutiger Beleg für fehlendes Personal. Das kann gut gehen, muss es aber auf lange Sicht nicht. Natürlich werden Akteure wie Linton Maina und Steffen Tigges bald zurückkehren, dafür werden sehr wahrscheinlich andere ausfallen. Es bleibt ein Tanz auf dünnem Eis, selbst wenn in diesen Tagen der Deal mit Faride Alidou dann endlich über die Bühne geht.

Zudem sollte man, nein, man darf bei all der Freude über die gute Leistung einen anderen Aspekt nicht aus den Augen verlieren: der FC steht ohne Punkte da. Klar, in der Liga ist erst die erste Etappe absolviert, 33 weitere werden folgen. Also kein Grund zur Panik. Die Leistung macht Lust und Hoffnung auf mehr. Das Ergebnis gegen den BVB sollte aber zumindest als Warnung verstanden werden. Denn am Ende des Tages werden gute Leistungen alleine nicht reichen – es braucht eben doch Punkte.

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Unbekümmert und selbstbewusst ist Finkgräfe auf den Radar beim 1. FC Köln

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Unbekümmert und selbstbewusst ist Finkgräfe auf den Radar beim 1. FC Köln

Ausgerechnet gegen den Vizemeister Borussia Dortmund feierte Max Finkgräfe sein Profidebüt – es war ein eindrucksvolles und eins, das Lust auf mehr macht.

Zwar blieb der 1. FC Köln beim starken Auftritt gegen Borussia Dortmund ohne Punkte, dennoch gab es gleich einige Gewinner. Zum Beispiel Max Finkgräfe: Unbekümmert und selbstbewusst auf den Radar.

Auf den ersten Blick überraschte dieser Moment nach einer guten Stunde im Duell der Kölner bei Borussia Dortmund. Der FC bäumte sich gerade gegen eine erwartbare Niederlage beim Vizemeister auf. Nicht nur das, die Kölner schnupperten an der Überraschung. Dennoch nahm FC-Trainer Steffen Baumgart mit Florian Kainz und Luca Waldschmidt zwei der Routiniers vom Platz. Dafür schickte der Kölner Coach den 22-jährigen Mathias Olesen und Max Finkgräfe auf den Platz. Baumgart verhalf dem A-Junioren-Pokalsieger zum Profidebüt. Das Debüt an sich kam alles andere als überraschend. Das hatte Baumgart dem Youngster bereits vor dem Pokalspiel in Osnabrück in Aussicht gestellt. Viel überraschender war der Zeitpunkt, der Gegner, das Momentum. „Am Montag bei Osnabrück haben wir den Zeitpunkt noch nicht für richtig gehalten. Auch, weil da viele Emotionen dabei waren“, sagte Baumgart. „Heute fanden wir es richtig, ihn zu bringen.“ Und mit einer beeindruckenden Unbekümmertheit, mit einem gesunden Selbstbewusstsein zahlte der 19-Jährige das Vertrauen dem Trainerteam zurück.

Selbstbewusster Auftritt von Finkgräfe

Das Arbeitszeugnis konnte sich jedenfalls sehen lassen. In den verbliebenen 25 Minuten lief Finkgräfe, der noch im April mit der U19 der Geißböcke den DFB-Pokal gewann, mehr als vier Kilometer, absolvierte 20 Sprints, brachte 70 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und drei Flanken in den Strafraum. Kurzum, Finkgräfe belebte das Kölner Offensivspiel. Und: Der 19-Jährige hatte unmittelbar vor Spielende sogar den Siegtreffer aus dem Fuß. Aus spitzem Winkel jagte der Youngster den Ball über das Gehäuse. „Die Eier musst du erst einmal haben“, lobte Baumgart seinen Schützling. Und die „Eier“ hatte Finkgräfe nicht nur bei dem Schuss. Der 19-Jährige war sich für keinen Zweikampf zu schade, suchte auch gegen vermeintliche Dortmunder Größen das direkte Duell und gewann vier von fünf. Ein beeindruckender Auftritt.

Finkgräfe

Max

70%

Passquote

80%

Zweikampfquote

Und das, obwohl Finkgräfe gar nicht auf seiner angestammten Position in der Viererkette spielte. Baumgart brachte den Youngster für die Offensive und machte damit viel richtig, genauso wie mit Rasmus Carstensen auf der rechten Seite. Dass Finkgräfe auf dem linken Flügel spielen kann, bewies er zuvor – wenn auch selten – in der U19, nun auch in der höchsten deutschen Spielklasse. Für die Kölner Verantwortlichen ist die rasante Entwicklung keine große Überraschung. Schon bei der US-Reise im Herbst vergangenen Jahres hatte Finkgräfe auf sich aufmerksam gemacht. Im April gab es die folgerichtige Vertragsverlängerung bis Sommer 2025. Dabei war Finkgräfes Weg zu den Profis alles andere als einfach. Der Youngster hatte in verschiedenen Juniorenteams von Mönchengladbach über Dortmund seine Startschwierigkeiten und auch beim Nachwuchs vom FC tat sich der Defensivspieler zunächst schwer, entwickelte sich aber schließlich zu einer festen Größe. 

Finkgräfe plötzlich auf dem Radar

So sehr, dass Christian Keller bereits Anfang des Sommers dem „Express“ verriet, dass dem heute 19-Jährigen wohl am ehesten der Sprung zu den Profis zuzutrauen sei. Kein Wunder also, dass Finkgräfe zu den Nachwuchskräften gehören sollte, die sich in der Vorbereitung beweisen sollten. Das tat er eindrucksvoll. „Wir haben mit Max Finkgräfe einen sehr interessanten Spieler, der noch unter dem Radar schwirrt. Der aber das Zeug hat, über den Radar zu kommen“, sagte Christian Keller vor knapp zwei Wochen. Spätestens seit Samstagabend hat es der Youngster mit dem Profidebüt auf den Radar der Bundesliga geschafft. Die Chancen, dass die Kölner noch viel Freude an Finkgräfe haben werden, stehen jedenfalls nicht schlecht.

 

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1. FC Köln nah an der Überraschung: Das lief gut, das lief schlecht

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1. FC Köln nah an der Überraschung: Das lief gut, das lief schlecht

Der 1. FC Köln kam bei Borussia Dortmund einer Überraschung sehr nahe. Das lag an der starken Defensivleistung. Dass es am Ende keinen Punkt gab, an der schwachen Chancenverwertung.

Bis weit in die Schlussphase war der FC in Dortmund näher an einem Sieg als die Borussia – trotz der deutlichen Dominanz der Westfalen. Das lag vor allem an dem kompakten Mittelfeld der Geißböcke, es war aber nicht alles gut beim FC. 1. FC Köln: Das lief gut, das lief schlecht.

Youssoufa Moukoko strahlte über das ganze Gesicht, als er sich nach dem doch glücklichen 1:0-Erfolg über den FC von den Fans feiern ließ. Auf dem Kopf trug er seine neue Kopfbedeckung – eine Schiebermütze von Steffen Baumgart. Dieser hatte dem Stürmer das Bekleidungsstück überlassen, nachdem sich die beiden beim letzten Aufeinandertreffen auf diesen speziellen Trikot-Schiebermützen-Tausch geeinigt hatten. Dass Moukoko mit Mütze zur Wand stapfte, war aber alles andere als selbstverständlich. Denn in der 88. Minute dürfte man sich ernsthafte Sorgen um das Stück Stoff machen. Baumgart riss sich die Mütze vom Kopf, sichtbar genervt, wütend, frustriert. „Am Ende geht ein Ding aus wenig rein“, sagte der Coach nach der höchst unglücklichen 0:1-Pleite gegen den Titelkandidaten. „Von unseren Dingern muss eher einer reingehen, als sich gegen das Standbein schießen und oben geht er dann rüber.“ Das einzige Manko des Kölner Spiels an diesem Abend.

FC lässt zu viele Chancen liegen

Tatsächlich sorgte eine verunglückte Aktion der wenig glücklich agierenden Dortmunder Offensive um den FC wiederum ins Unglück zu stürzen. Dollyen Malen stand bei der Ecke in der 88. Minute sträflich frei, rutschte beim Schussversuch weg und traf den Ball irgendwo zwischen Fuß, Knöchel und Schienbein. Dieser nahm eine physikalisch nur schwer erklärbare Flugkurve und segelte über den mit 1,84 Meter wahrlich nicht kleinen Leart Pacarada ins Tor. Baumgarts Mütze musste sich so einem besonderen Reiß- und Stresstest unterziehen. Offenbar mit gutem Ende. Der Frust war mehr als verständlich. Davie Selke traf nach einem tollen Ljubicic-Pass und starker Einzelleistung erst Niklas Süle und dann den Pfosten. Sargis Adamyan fand gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position Gregor Kobels Beine und nicht den Weg ins Dortmunder Gehäuse und Dejan Ljubicic schlenzte den Ball aus aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbei. Genauso wie der starke Max Finkgräfe in der Schlussphase. „Ich bin mehr als zufrieden mit den Jungs, sie haben alles gegeben. Es war eine klasse Mannschaftsleistung“, sagte der Kölner Coach. „Wir haben mutig agiert und hatten gute Möglichkeiten.“ Nur wollte eben keine dieser Chancen den Weg ins Tor finden.

Dortmund kam im ersten Abschnitt zu einem gefährlich Abschluss, als Julian Brandt aus spitzem Winkel an Marvin Schwäbe scheiterte. So richtig gefährlich wurden die Westfalen dann aber nicht mehr – trotz der in der vergangenen Saison ausgestrahlten Torgefahr. Und so war es die verunglückte Malen-Aktion, die den Dortmundern den Auftaktsieg und dem FC eine bittere Niederlage bescherte. Dabei war Dortmund von der Spielanlage das bessere Team. Der BVB kam auf 67 Prozent Ballbesitz, spielte mehr als doppelt so viele Pässe wie der FC und zwang die Kölner zwischenzeitlich zu einer sehr defensiven Ausrichtung. Dabei wirkte die Dortmunder Offensive aber seltsam ideenlos, uninspiriert, unkreativ. Auch, weil die Kölner Defensive einen beeindruckend guten Job erledigte. Die Doppelsechs mit Eric Martel und Ljubicic gewann gefühlt jeden Zweikampf im Zentrum, gerade der Österreicher leitete dann zahlreiche Umschaltmomente ein. Der FC stand im Mittelfeld kompakt, hielt die Räume, die der BVB benötigte, eng, geschlossen.

Köln überzeugt in der Defensive

Die Innenverteidigung um Jeff Chabot und Timo Hübers fischte zudem so gut wie alles aus dem Sechzehner. Von den zwölf Flanken der Dortmunder fand nur eine einzige einen gelb-schwarzen Angreifer. Alleine Chabot gewann einmal mehr mehr als 70 Prozent seiner Zweikämpfe (Hier geht es zum FC-Ranking). Trotz optischer Dominanz fand der BVB überhaupt kein Mittel gegen den FC. „Es war heute nicht viel dabei, was uns gefallen hat“, sagte dementsprechend Dortmunds Trainer Edin Terzic. „Das einzig Positive war, dass wir als Sieger vom Platz gehen.“ FC-Trainer Steffen Baumgart hatte angekündigt, den Gegner überraschen zu wollen. Das gelang dem FC defensiv auf beeindruckende Weise. Die Sorge, das Kölner Gebilde würde ohne Ellyes Skhiri und Jonas Hector nicht funktionieren, wandelten die Geißböcke in Lust auf mehr – zumindest gegen Dortmund, immerhin einen Titelaspiranten.

Allerdings offenbarten die Kölner wieder ihre Schwächen im Torabschluss. Gerade Adamyan hätte mindestens eine seiner hervorragenden Chancen nutzen müssen. Zudem fehlte an der ein oder anderen Stelle der letzte, der entscheidende Pass. „Wir hatten immer wieder gute Ballgewinne, haben es dann aber häufig nicht konsequent zu Ende gespielt“, sagte Timo Hübers. So gingen die Kölner letztlich als Verlierer vom Platz. „Wenn du dann so spät das Gegentor bekommst, ist das sehr ärgerlich“, stimmte auch Florian Kainz zu. So ärgerlich, dass beinahe die Baumgart-Mütze nicht bei Moukoko gelandet wäre.

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Rasmus Carstensen – ein lohnendes Investment?

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Rasmus Carstensen – ein lohnendes Investment?

Rasmus Carstensen wurde mit großer Skepsis in Köln begrüßt. Der Rechtsverteidiger kam in Genk nicht zum Zug. Nach den ersten Einsätzen für den FC, stellt sich die Frage nach dem Warum?

Als Rasmus Carstensen in Köln vorgestellt wurde, war die Skepsis unter den Fans groß. Kein Wunder, der Rechtsverteidiger kam in Genk so gut wie gar nicht zum Zug. Das scheint sich beim FC zu ändern. Dort hält man große Stücke auf Rasmus Carstensen – wird er ein lohnendes Investment?

Auch wenn Steffen Baumgart es ganz sicher anders meinte, ließ der Kölner Trainer rund eine Stunde vor dem Duell gegen Borussia Dortmund seinen Worten taten folgen. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag sagte der Kölner Coach, dass der FC in dieser Spielzeit den ein oder anderen Gegner überraschen wolle. Das tat Baumgart schon bei der Aufstellung. Denn auf dem Spielbogen tauchte ein Name auf, den man nicht unbedingt in der Startelf vermutet hätte – zumindest nicht gemeinsam mit Benno Schmitz. Rasmus Carstensen (Zum Datenblatt) stand da und damit jener Rechtsverteidiger, den der FC vor wenigen Wochen verpflichtete und von dem der Trainer zunächst sagte, er solle sich hinter Benno Schmitz erst einmal entwickeln. Nun lief der Däne allerdings vor Benno Schmitz im rechten Mittelfeld auf und löste seine Aufgabe gut, wie Steffen Baumgart nach dem Spiel gegen den BVB betonte.

Carstensen ist mehr als eine Notlösung

Tatsächlich spulte der 22-Jährige rund 12 Kilometer ab, brachte 70 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und leitete mit gedankenschnellen Pässen gefährliche Aktionen ein. So bei einem Doppelpass mit Dejan Ljubicic, der daraufhin Davie Selke bediente. Der Stürmer scheiterte an Niklas Süle und dem Pfosten. Seine scharfe Hereingabe auf Sargis Adamyan im zweiten Abschnitt hätte ein Tor verdient gehabt. Der Armenier traf aus kurzer Distanz nur Gregor Kobels Bein. Dass der Däne seine Rolle auf der rechten Seite offensiv auslegt, war bekannt. Dass er auch im rechten Mittelfeld in den Überlegungen von Steffen Baumgart eine Rolle spielt, eher nicht.

„Ich bin ein Verteidiger, der viel laufen kann und offensiv denkt, ohne die Defensiv-Aufgaben zu vernachlässigen“, sagte Carstensen in der vergangenen Woche und dass er sich auf den Zweikampf mit Schmitz freue. Dazu kam es zuletzt aber nicht. Denn schon im Pokal gegen Osnabrück setzte Baumgart die Neuverpflichtung im rechten Mittelfeld ein, auch da löste der 22-Jährige seine Aufgabe ordentlich. In seiner Zeit in Silkeborg spielte Carstensen genau drei Mal als Rechtsaußen. „Hoffentlich kann ich ein paar Vorlagen geben“, hatte sich Carstensen vorgenommen. Dass seine Hereingaben nicht zu Toren führten, lag nicht an Carstensen oder der Qualität seiner Pässe.

Bislang 24 Tore vorbereitet

Dass der etatmäßige Abwehrspieler über Offensivqualitäten verfügt, zeigt seine bisherige Profibilanz. In 89 Pflichtspielen bereitete Carstensen 24 Tore vor, erzielte zwei Tore. Unter Steffen Baumgart scheint er sich zu einer Option auf der rechten Seite zu entwickeln. Zumal der Däne über ein hohes Tempo verfügt. Nach dem Pokalspiel gegen Osnabrück hatte Baumgart betont, dass ihm drei, vier schnelle Spieler fehlen würden. Carstensens Einsatz wirkte ein wenig wie Notlösung. Nach dem Dortmund-Spiel ist klar, dass es deutlich mehr werden kann. Tatsächlich soll in den kommenden Tagen Faride Alidou beim FC unterschreiben, mit Linton Maina kehrt in den kommenden Wochen eine weitere schnelle Offensivkraft zurück und Carstensen könnte wieder eine defensivere Position übernehmen. So oder so könnte sich das Investment in Carstensen für die Kölner auszahlen. Dem Vernehmen nach hat der FC für den geliehenen Spiele eine Kaufoption ausgehandelt, die etwa bei rund 1.5 Millionen Euro liegt. Aktuell wird der Marktwert des Dänen von Gool.ai auf 1.25 Millionen Euro berechnet. Das Online-Portal sieht aber ein großes Entwicklungspotenzial. Schon im kommenden Sommer könnte die Kaufoption also deutlich unter dem Marktwert liegen.

Dabei war Carstensen mit einer Portion Skepsis in Köln begrüßt worden, nachdem er bei Genk in der vergangenen Saison keine Rolle gespielt hat. Das lag auch an der starken Konkurrenz in Belgien, an der der 22-Jährige nicht vorbeikam. Carstensen erhielt allerdings nur wenige Chancen, sich zu beweisen. Das scheint beim FC anders zu sein. Und stand jetzt wird er diese auch nutzen.

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„Bis auf das Ergebnis hat Vieles gestimmt“

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„Bis auf das Ergebnis hat Vieles gestimmt“

Der BVB war dominant, der FC hatte die besseren Chancen. Das sahen auch Spieler und Trainer so. Die Stimmen zum Spiel.

Ich gebe der Mannschaft mit, dass sie fünf Minuten die Köpfe hängen lassen sollen und dann sollen sie loslegen. Sie sollen das als Leistung nehmen und die kann man so einschätzen, dass wir schon sehr gut verteidigt haben, dass wir gute Umschaltmöglichkeiten hatten, in der zweiten Halbzeit dann auch 100-prozentige Torchancen. Aber das gehört zum Fußball dazu. Am Ende ging wenig rein, da müssen wir weiter arbeiten an unserem Fußball. Mit gefällt, wie die Jungs arbeiten und über Grenzen gehen. Ich bleibe dabei: Wenn du so spielst, dann gewinnst du mehr, als du verlierst. Wir haben in Dortmund gespielt und bis auf das Ergebnis hat Vieles gepasst.“ 
 

Steffen Baumgart

In der zweiten Halbzeit haben wir es noch besser gemacht, als in er ersten. Und von unseren Dingern muss eher einer reingehen, als sich gegen das Standbein schießen und oben geht er dann drüber. Im Fußball musst du dir alles erarbeiten. Das Ergebnis steht und damit Glückwunsch an Dortmund. Wir werden weiter arbeiten und haben von dem, was wir gesagt haben, was wir wollen, eine ganze Menge umgesetzt und trotzdem gehst du etwas traurig nach Hause, was aber verständlich ist.“ 

Steffen Baumgart

Wir haben heute ein super Spiel gemacht. Hatten immer wieder gute Ballgewinne, haben es dann aber häufig nicht konsequent zu Ende gespielt. Wir waren heute sehr schwer zu bespielen und hätten mindestens einen Punkt verdient. Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt nach vorne schauen. Auf dieser Leistung können wir definitiv aufbauen.”

Timo Hübers

Wir haben nicht alles richtig gemacht, sonst hätten wir gewonnen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir haben das umgesetzt, was der Trainer gefordert hat. Wäre der letzte Pass angekommen, hätten wir vielleicht gewonnen. Vergangene Saison haben wir hier 1:6 verloren, von daher kann man die Spiele nicht vergleichen. Am Ende haben uns ein paar Prozent gefehlt.“

Dejan Ljubicic

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Dortmund

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So bewerten wir die FC-Profis gegen Dortmund

Der 1. FC Köln hat den Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund verloren, dennoch eine ordentliche Leistung absolviert. Dementsprechend gab es auch einige gute Noten. So bewerten wir die FC-Profis.

Der FC kehrt ohne Punkte, aber mit der Gewissheit einer guten Leistung aus Dortmund zurück. „Mir gefällt, wie die Jungs arbeiten. Wenn wir so spielen, gewinnst du mehr als du verlierst“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart nach der Begegnung. Zwar hat der FC verloren, die Spieler haben sich zum Großteil aber gute Noten erarbeitet. Unsere Einzelkritik der FC-Profis gegen Dortmund.

Gegen Osnabrück geriet der FC vor allem im zweiten Durchgang massiv unter Druck. Jeff Chabot bekam somit viele Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Das tat der Innenverteidiger auf beeindruckende Art. Zudem krönte der Abwehrspieler mit dem Treffer zum 3:1 seine starke Leistung – es war gleichzeitig die Entscheidung. Auch Benno Schmitz trug sich mit einem beeindruckenden Treffer in die Torschützenliste ein. Denis Huseinbasic und Mathias Olesen bereiteten jeweils ein Tor vor, konnten aber nicht an die guten Leistungen der Vorbereitung anknüpfen.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Dortmund