Remis bei Schultz-Debüt

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Remis bei Schultz-Debüt

Zum Trainer-Debüt von Timo Schultz beim 1. FC Köln sind die Geißböcke nicht über ein 4:4-Unentschieden gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen hinausgekommen. Immerhin bewiesen die Geißböcke Moral und kämpften sich nach einem 2:4 noch zurück.

Wirklich viel Zeit hatte Timo Schultz noch nicht, sein Team neu einzustellen. Das merkte man im Testspiel bei Rot-Weiss Essen den Kölnern auch deutlich an. Der FC spielt bei Schultz-Debüt 4:4-Unentschieden. Für die Geißböcke trafen im Stadion an der Hafenstraße Davie Selke, Luca Waldschmidt, Florian Dietz und Jan Thielmann. Marvin Obuz, Leonardo Vonic (2) und Ron Berlinski waren für RWE erfolgreich.

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Der neue Coach wählte für die erste Halbzeit eine neu zusammengestellte Auswahl. Unter anderem starteten Noah Katterbach auf der linken Seite und Dominique Heintz in der Innenverteidigung sowie Mathias Olesen im Mittelfeld. „Man sollte das Spielsystem nun noch nicht zu hoch hängen“, hatte Timo Schultz angesichts der bisherigen beiden Trainingseinheiten noch vor dem Spiel gesagt und wird sich bereits nach 30 Sekunden bestätigt gesehen haben. Einen langen Ball aus dem Mittelfeld schätzte Dominique Heintz vollkommen falsch ein, ausgerechnet Marvin Obuz war durch und schob den Ball problemlos an FC-Keeper Marvin Schwäbe vorbei. Der FC erarbeitete sich mehr Ballbesitz, übernahm auch die Spielkontrolle, hatte aber auch weiterhin enorme Schwierigkeiten, Chancen zu kreieren.

Zu viele Fehler, zu wenig Offensivdrang

Zudem stellten sich einige Ungenauigkeiten und Fehler im zentralen Mittelfeld ein, aus denen sich immer wieder Konter der Hausherren ergaben. Unter anderem flankte Eric Voufack nach einem starken Steckpass von der rechten Seite. Die scharfe Hereingabe faustete Schwäbe direkt vor die Füße vor Leonardo Vonic, der den Ball ins Netz drosch. Zwar bemühte sich Köln auch weiterhin, mehr als ein Schüsschen aus dem Halbfeld von Mark Uth kam aber nicht dabei herum. Dafür prüfte Cedric Harenbrock den Kölner Keeper aus der Distanz. Und Essen erspielte sich weitere Chancen. Lucas Brumme wurde durch einen einfachen Pass komplett freigespielt und scheiterte aus kurzer Distanz ebenfalls an Schwäbe. Wieder landete der Ball beim Gegner, einmal mehr bei Obuz, dessen Versuch aber von Hübers von der Linie gekratzt wurde.

Auf der anderen Seite funktionierte erstmals ein Kölner Angriff. Uth schickte Luca Waldschmidt mit einem Steckpass in den Sechzehner, der legte ab auf den freistehenden Davie Selke, der einfach nur einschieben musste. Ein teuer erkauftes Tor. Denn Mark Uth konnte nicht mehr weiterspielen. Für den ehemaligen Nationalspieler kam Damion Downs. Doch das Bild änderte sich nicht. RWE blieb das bei weitem gefährlichere Team. Brumme schickte Vonic mit einem langen Ball. Timo Hübers war zwar zuerst am Spielgerät, legte dieses aber Vonic vor die Füße, der erneut am Kölner Keeper vorbeilegte. Auf der anderen Seite brachte Kainz eine scharfe Ecke auf Heintz, dessen Kopfball aber nicht platziert genug war. Keine 60 Sekunden später flankte Downs auf Waldschmidt, der ebenfalls am Essener Keeper Jakob Golz scheiterte.

Der FC wurde nun stärker. Katterbach flanke flach ins Zentrum, Waldschmidt nahm den Ball etwas glücklich mit und verkürzte auf 2:3. Nur wenige Sekunden später schickte Katterbach die Wolfsburger Leihgabe erneut. Waldschmidt spielte die gesamte Essener Hintermannschaft aus, legte den Ball dann aber nicht auf den freistehenden Downs ab, sondern jagte ihn über das leere Tor. Auch der kurz zuvor eingewechselte Jaka Potocnik versuchte es, scheiterte aber ebenfalls an Golz.

Thielmann gleicht aus

Timo Schultz wechselte zur Halbzeit die gesamte Mannschaft durch. Und das zweite Team machte da weiter, wo das erste aufgehört hatte. Köln kam druckvoll aus der Kabine und kam durch Jan Thielmann auch zum ersten Abschluss. Das Kölner Eigengewächs, das nach dem Wechsel die Kapitänsbinde trug, bekam aber nicht genug Druck hinter den Ball. Auf der anderen Seite rettete U21-Abwehrspieler Elias Bakatukanda mit einer starken Grätsche. Der FC war nach dem Wechsel nicht mehr ganz so anfällig in der Rückwärtsbewegung, stand auch im Zentrum deutlich kompakter. Zumindest die ersten 20 Minuten. Dann rutschte Bakatukanda im eigenen Sechzehner weg, Essen reagierte schnell, eroberte den und Ron Berlinski stellte den zwei-Tore-Abstand wieder her.

Doch wieder kamen die Kölner zurück. Dieses Mal mit Hilfe von RWE. Nach einem Handspiel im Strafraum trat Florian Dietz zum berechtigten Strafstoß an und verwandelte mit einer gehörigen Portion Glück. Weniger Glück hatte der Angreifer nur wenige Sekunden später, als er vollkommen unbedrängt den Ball aus gefühlt fünf Metern über das Tor lupfte. Essen hätte erneut davonziehen können. Unter anderem traf Ahmed Etri das Außennetz. Auf der anderen Seite war es dann aber Thielmann, der nach Vorarbeit von Steffen Tigges ausglich. Der Kölner Stoßstürmer versuchte es nur wenige Minuten später auch selbst noch einmal, traf aber nur den Außenpfosten. Köln war in der Schlussphase das bessere Team und suchte die Entscheidung. Unter anderem versuchte es der eingewechselte Justin Diehl, doch der Ball wurde noch geblockt. Es blieb beim 4:4-Unentschieden. Zwar war die Begegnung alles andere als aussagekräftig, dennoch liegt vor Timo Schultz und dem 1. FC Köln noch viel Arbeit.

1. FC Köln – 1. Halbzeit: Schwäbe – Katterbach, Hübers, Heintz, Schmitz – Martel – Olesen – Kainz, Waldschmidt, Uth (36. Downs) – Selke (48. Potocnik)
1. FC Köln – 2. Halbzeit: Pentke – Finkgräfe, Chabot, Bakatukanda (90. Kujovic), Carstensen – Christensen, Wäschenbach (90. Alidou) – Thielmann, Huseinbasic, Maina (100. Diehl) – Dietz (90. Tigges)
Tore: 1:0 Obuz (1.), 2:0 Vonic (17.), 2:1 Selke (32.), 3:1 Vonic (42.), 3:2 Waldschmidt (49.), 4:2 Berlinski (81.), 4:3 Dietz (85., HE), 4:4 Thielmann (97.)

Ein Lichtblick im Schatten der Trainerfrage

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Ein Lichtblick im Schatten der Trainerfrage

Das 0:2 bei Union Berlin hatte bereits unmittelbar nach Spielende große Spuren beim FC hinterlassen. Der Rücktritt des Trainers steht seitdem im Raum. Doch es gab auch Lichtblicke.

Das nackte Ergebnis bei Union Berlin hat den 1. FC Köln noch tiefer in die Krise gestürzt. Köln überwintert auf einem Abstiegsplatz, es fehlt jegliche Fantasie, wie die Geißböcke in dieser Verfassung die Klasse halten sollen. Doch es gibt auch Hoffnung: Max Finkgräfe gegen Berlin bester FC-Feldspieler.

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Die Enttäuschung war nicht nur Steffen Baumgart nach der 0:2-Pleite anzusehen. Frustriert schlichen die Spieler über den Rasen der Alten Försterei, ließen sich nur schwer vom Kölner Staff trösten. Die Niederlage hat Spuren hinterlassen. Alleine schon beim Blick auf die Tabelle. Der FC ist Tabellenvorletzter mit mageren zehn Punkten aus 16 Spielen. Köln startet also mit Sicherheit von einem Abstiegsplatz ins neue Jahr. Unsicher ist aber, mit wem die Kölner das Unterfangen Klassenerhalt an der Seitenlinie im Jahr 2024 antreten. Steffen Baumgart ließ die Frage nach seiner Zukunft unbeantwortet. Dabei hatte seine Mannschaft am Mittwoch lange kein schlechtes Spiel gemacht, war gegen schwache Berliner das bessere Team, scheiterte aber einmal mehr an der erstaunlichen Sturmflaute.

Finkgräfe mit guten Werten

Defensiv standen die Kölner lange sicher. Und das ohne ihren eigentlichen Abwehrchef Jeff Chabot, der nach der Gelb-Roten Karte gegen Freiburg gesperrt ausfiel. Dafür stand Dominique Heintz in der Anfangsformation, auf der linken Abwehrseite startete Max Finkgräfe. Und das ziemlich beeindruckend. Nur drei Tage nach dem Startelf-Debüt gegen Freiburg agierte der 19-Jährige abgebrüht im Zweikampfverhalten gegen den 15-maligen Nationalspieler Kevin Volland und war mutig in der Offensivbewegung. Immer wieder versuchte Finkgräfe über die linke Seite gemeinsam mit Linton Maina für Akzente zu sorgen, leitete die ersten Chancen ein. Dazu eroberte Finkgräfe mit getimten Grätschen zahlreiche Bälle. Der Block gegen Vollands Schuss in der Schlussphase verhinderte möglicherweise Schlimmeres.

Zwar unterliefen auch dem Youngster einige Flüchtigkeitsfehler, doch Finkgräfe kam auf eine ordentliche Passquote von über 85 Prozent. Der 19-Jährige gewann mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe, hatte starke 65 Ballkontakte und ging in sieben Dribblings, von denen er sechs erfolgreich absolvierte. Bei seinem insgesamt siebten Bundesliga-Einsatz zeigte der Youngster, dass er durchaus eine Alternative auf der linken Abwehrseite sein kann – auch von Beginn an. Das bestätigte der Sportdirektor schon am vergangenen Sonntag. „Er hatte sich die Chance verdient und ist so weit, dass er von Anfang an spielen darf“, sagte Christian Keller. „Er hat sich über ein paar gute Zweikämpfe gegen Doan ins Spiel gebissen und einige gute Aktionen gehabt. Mit Max war ich sehr zufrieden.“

Das konnte Keller auch am Mittwoch sein. Finkgräfe war einer der Lichtblicke im Kölner Team, an dem Defensivspieler lag die Niederlage in Berlin sicher nicht. Gerade in Bezug auf die mögliche Transfersperre ist der Youngster eins der großen Versprechen der Kölner Zukunft. Für den Sportdirektor stand das aber im Hintergrund. Der Fokus lag auf den Aussagen von Steffen Baumgart, die viel Raum für Diskussionen lassen.


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Natürlich Hollerbach – FC verliert auch bei Berlin

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Natürlich Hollerbach – FC verliert auch bei Berlin

Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit der nächsten Pleite in die Winterpause. Bei Union Berlin war der FC das Spiel bestimmende Team, die Tore schossen aber die Eisernen – die Führung bei der 0:2-Pleite erzielte ausgerechnet Benedict Hollerbach.

Lange Zeit das bessere Team, am Ende wieder mit leeren Händen. Der 1. FC Köln hat auch am 16. Spieltag eine Niederlage hinnehmen müssen. Der FC verabschiedet sich mit einer 0:2-Pleite gegen Union Berlin in die Winterpause. Benedict Hollerbach (55.) und David Datro Fofana (78.) trafen für die Eisernen. Für Steffen Baumgart war es eine weitere bittere Pleite.

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Zum Jahresabschluss wartete der Kölner Coach noch mit einigen Überraschungen auf. Die Frage, ob Florian Kainz oder Luca Waldschmidt im Zentrum beantwortete Baumgart mit Mark Uth und Linton Maina. Sowohl der Kapitän als auch der ehemalige Nationalspieler saßen zunächst nur auf der Bank. Genauso wie Benno Schmitz, der Platz für Rasmus Carstensen machte. Zudem spielte Dominique Heintz für den gesperrten Jeff Chabot sowie Denis Huseinbasic für Dejan Ljubicic. Vor dem Spiel hatte Baumgart am DAZN-Mikrofon betont, er erwarte keinen Leckerbissen. Er sollte recht behalten.

Carstensen und Thielmann verpassen die Führung

Die ersten Minuten gehörten eher den Defensivreihen. Beide Mannschaften riskierten nicht viel, waren auf Ballbesitz bedacht. Dennoch machte Köln in der Anfangsphase den besseren Eindruck. Der FC war bemüht, über die Außen für Gefahr zu sorgen. Zudem ließ sich Uth immer wieder zurückfallen, um das Spiel aufzubauen. Nach einer knappen Viertelstunde gab Davie Selke per Kopf den ersten Warnschuss ab, dem Ball fehlte aber jegliche Präzision. Union-Keeper Frederik Rönnow hatte jedenfalls kein Problem. Berlin fand in der Offensive so gut wie gar nicht statt, mehr als ein harmloser Distanzschuss von Kevin Volland kam nicht zustande.

Auf der anderen Seite versuchte es Eric Martel aus der Distanz (20.), verfehlte das Tor aber deutlich. Wirkliche Torchancen blieben aber lange Mangelware. Die größte Möglichkeit hatte Huseinbasic, der es nach einem Zuspiel von Jan Thielmann aus der Drehung versuchte. Rönnow musste sich sehr lang machen (38.), stand aber erneut genau richtig. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel scheiterte Carstensen per Dropkick aus wenigen Metern, anschließend vergab Thielmann den Nachschuss. Der FC hätte zur Halbzeit führen müssen, ging aber mit den wenigen Chancen zu fahrlässig um. Das hätte sich beinahe schon vor dem Seitenwechsel gerächt. Nach einer Ecke kam Schäfer zum Kopfball, setzte das Spielgerät aber über das Tor.

Hollerbach schockt den FC

Auch nach dem Wechsel gab der FC zunächst den Ton an und wollte die Führung. Thielmann flankte auf Selke, der den Ball aufs Tor brachte, aber Rönnow rettete stark. Den Nachschuss nahm Maina, traf allerdings nur Josip Juranovic. Es kam, wie es kommen musste: Union hatte nun Platz und konterte. Und das erfolgreich. Hollerbach kam in Höhe des Sechzehners an den Ball, tanzte Eric Martel mit einer einfachen Körpertäuschung aus und traf aus spitzem Winkel. Zu diesem Zeitpunkt kamen die Kölner auf zwölf Abschlüsse, Union auf vier. Doch der Treffer gab Berlin Aufwind. Einmal mehr prüfte Hollerbach den Kölner Keeper. Baumgart reagierte und brachte zunächst Dejan Ljubicic und für die Schlussphase Kainz, Waldschmidt und Florian Dietz. Köln tat nun wieder mehr für die Offensive.

Das Tor erzielte aber erneut Berlin. Zunächst scheiterte David Datro Fofana noch an Schwäbe im eins-gegen-eins, nur zwei Minuten später machte es der Angreifer besser. Kevin Volland schickte seinen Mitspieler, der aus fünf Metern kein Problem hatte. Köln mühte sich, versuchte, noch einmal Druck aufzubauen. Unter anderem versuchte es Ljubicic aus der Distanz, verzog aber deutlich. Mehr Druck erzeugten die Kölner nicht mehr. Es blieb beim 0:2, der zehnten Saisonniederlage. Der Druck auf Steffen Baumgart wird nicht weniger.

FC: Schwäbe – Finkgräfe (80. Schmitz), Heintz, Hübers, Carstensen – Martel (74. Kainz), Huseinbasic – Maina, Uth (74. Waldschmidt), Thielmann (60. Ljubicic) – Selke (74. Dietz) Tore: 1:0 Hollerbach (55.), 2:0 Fofana (78.)


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FC verliert nach Gelb-Rot auch in Freiburg

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FC verliert nach Gelb-Rot auch in Freiburg

Der 1. FC Köln hat beim SC Freiburg am Sonntagnachmittag eine 0:2-Niederlage hinnehmen müssen. Der FC spielte lange gut mit. Mit einer Gelb-Roten Karte für Jeff Chabot kam die Wende.

Trotz einer ordentlichen Leistung hat der 1. FC Köln beim SC Freiburg eine unterm Strich verdiente 0:2-Niederlage hinnehmen müssen. Lange spielten die Kölner in der chancenarmen Partie zumindest mit. Nach einer guten Stunde sah Jeff Chabot die Gelb-Rote Karte, Michael Gregoriscth (72.) und Roland Sallai (90.+5) trafen für den SC. „Mit der Gelb-Roten Karte bekommt das Spiel eine ganz andere Wendung. Und dann war es ab diesem Zeitpunkt auch verdient, dass Freiburg gewonnen hat“, sagte Sportdirektor Christian Keller nach dem Spiel.

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Im Vergleich zum Spiel gegen Mainz änderte Steffen Baumgart die Startelf gleich auf vier Positionen. Luca Waldschmidt oder Florian Kainz lautete vor der Partie eine der Aufstellungsfragen. Der Kölner Coach setzte auf beide Spieler in der Offensive, dafür saß Dauerbrenner Linton Maina zunächst auf der Bank. „Kainzi ist wieder da, wo er hingehört“, sagte Baumgart vor der Begegnung. Zudem starteten Benno Schmitz für Rasmus Carstensen und Max Finkgräfe für Dominique Heintz. Im Sturm stand erwartungsgemäß Davie Selke für Steffen Tigges in der Anfangsformation. Allerdings wählte der Kölner Trainer eine sehr offensive Ausrichtung, Waldschmidt spielte im Grunde neben Selke, dafür zog es Ljubicic auf die linke Seite.

Spielunterbrechung sorgt für den Bruch beim FC

Und tatsächlich gehörte den Kölnern auch die Anfangsphase. Der FC spielte druckvoll, setzte den Gegner früh unter Druck und suchte nach Ballgewinn dann aber den kontrollierten Weg in die Offensive. Es dauerte gute zehn Minuten bis zur ersten nennenswerten Chance. Waldschmidt flankte von der rechten Seite in die Box, Jan Thielmann kam auch mit dem gestreckten Bein an den Ball, war aber offenbar selbst überrascht. Keine 120 Sekunden später wurde die Begegnung unterbrochen. Wie erwartet warfen auch in Freiburg die Fans aus Protest Süßigkeiten auf das Spielfeld. Der SC schien sich in der Unterbrechung gesammelt zu haben, war fortan besser im Spiel, kam aber auch erst nach einer halben Stunde zu den ersten Aktionen. Zunächst scheiterte Vincenzo Grifo aus der Distanz an Marvin Schwäbe, anschließend blockte Schmitz in höchster Not kurz vor der Linie.

Freiburg übernahm zunehmend die Kontrolle, der FC stand in der Defensive nicht mehr wirklich sicher. Unter anderem versuchte es Grifo mit einem weiteren Schlenzer, verfehlte das Tor aber deutlich. Köln setzte auf das schnelle Umschaltspiel, doch die Konter wurden von dem kompakten Zentrum der Freiburger immer wieder unterbunden. Thielmann war einmal auf der rechten Seite durch, konnte nur mit einem taktischen Foul gestoppt werden, befand sich aber deutlich im Abseits. Aber auch der SC erspielte sich keine wirklich großen Torchancen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit waren die Kölner wieder auf mehr Ballsicherheit aus. Waldschmidt kam gleich zwei Mal in vielversprechende Abschlusspositionen, wurde aber jeweils geblockt. Fast schon erwartungsgemäß ging es torlos in die Kabine.

Gelb-Rot bringt die Wende

Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte Kainz. Nach einer Rettungsaktion von Jeff Chabot funktionierte das FC-Umschaltspiel mal genauso wie es sich Baumgart vorstellt und der Kölner Kapitän kam aus 16 Metern zum Abschluss, setzte den Ball aber neben den Kasten. Das Spiel nahm aber auch nach dem Wechsel nicht wirklich an Fahrt auf. Der FC war bemüht, die Offensivspieler trafen aber in den meisten Aktionen die falschen Entscheidungen oder waren einen Tick zu spät. Auch dem Freiburger Spiel fehlte weiterhin die nötige Präzision. Nach einer guten Stunde wechselte Baumgart und brachte mit Mark Uth, Linton Maina und Denis Huseinbasic frische Offensivkräfte. Der nächste Angriff gehörte aber dem SC und der hatte schwerwiegende Folgen für die Kölner. Ein Fehlpass von Thielmann führte zum Freiburger Konter, Chabot wusste sich gegen den davon eilenden Höler auf der linken Seite nur mit einer Grätsche zu helfen und sah zu recht Gelb-Rot.

Baumgart stellte für die letzte halbe Stunde auf Dreierkette um, brachte dazu Luca Kilian für den agilen Thielmann. Der FC hatte aber in Unterzahl erstaunlich viel Platz für Konter. Maina brach auf der rechten Seite durch, lief bis zur Grundlinie und spielte zurück auf Uth, der den Ball nicht traf. Auf der anderen Seite machte es Michael Gregoritsch besser. Eine lange Flanke köpfte Merlin Röhl gegen die Laufrichtung von Schwäbe, der den Ball vor die Füße von Gregoritsch fallen ließ. Der Stürmer drückte den Ball nur noch über die Linie, Hübers war zuvor bei der Rettungsaktion weggerutscht. Nur wenige Minuten später flankte Noah Weißhaupt erneut genau auf Röhl, der das Spielgerät knapp neben das Tor köpfte. Der SC spielte die Überzahl nun clever aus, setzte immer wieder Röhl in Szene. Einen Steckball entschärfte Kilian nur knapp.

Schwäbe verhinderte noch schlimmeres, als er erst gegen Gregoritsch und dann gegen Roland Sallai in der Schlussphase stark parierte. In der Nachspielzeit war Schwäbe gegen Sallai geschlagen, doch der Stürmer traf aus elf Metern nur den Innenpfosten. Keine 60 Sekunden später machte es der Angreifer besser. Nach einer Flanke kam Sallai unbedrängt zum Kopfball und traf perfekt ins lange Eck. Dabei blieb es. Der FC bleibt damit auf dem 16. Tabellenplatz, hat aber mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf Rang 14. Am kommenden Mittwoch ist der FC zu Gast bei Union Berlin.

FC: Schwäbe – Finkgräfe (73. Carstensen), Chabot, Hübers, Schmitz – Martel – Ljubicic (60. Maina), Kainz (60. Huseinbasic), Thielmann (65. Kilian) – Selke, Waldschmidt (60. Uth) Tore: 1:0 Gregoritsch (72.), 2:0 Sallai (90.+5) Gelb-Rote Karte: Jeff Chabot


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Der FC verpasst den Sieg, erkämpft aber einen Punkt gegen Mainz

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Der FC verpasst den Sieg, erkämpft aber einen Punkt gegen Mainz

Der 1. FC Köln hat am Sonntagabend den erhofften dritten Saisonsieg verpasst, blieb aber zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentreffer. Gegen den FSV Mainz erkämpften die Kölner ein torloses Remis.

Eine Woche nach dem 1:0-Erfolg über Darmstadt hat der 1. FC Köln im Duell gegen den FSV Mainz erneut gepunktet. Der FC erkämpft am 14. Spieltag einen Punkt gegen Mainz, belegt damit aber weiterhin den Relegationsplatz.

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Nachdem der Kölner Coach sowohl gegen die Bayern als auch gegen Darmstadt mit einer besonderen Defensivreihe überraschte, ließ Steffen Baumgart gegen Mainz dieses Mal (nicht ganz so überraschend) seinen Kapitän Florian Kainz erstmals in dieser Spielzeit zunächst auf der Bank. Für den Mittelfeldspieler stand Luca Waldschmidt in der Startformation. „Wir haben uns für Luca entschieden, weil er es in den letzten Wochen gut gemacht hat“, sagte Baumgart vor dem Duell. Zudem spielten Steffen Tigges für den unter der Woche noch erkrankten Davie Selke und Rasmus Carstensen kehrte für Luca Kilian wieder in die Anfangsformation zurück. Durch die Erfolge von Bochum, Heidenheim und Union Berlin an diesem Wochenende war aber klar, dass die Kölner nur mit einem Sieg den Relegationsplatz wieder verlassen würden.

Mainz mit mehr Spielanteilen

Die erste Chance hatten aber die Gäste. Nach einer Hereingabe von Silvan Widmer stand Jonathan Burkardt im Sechzehner überraschend frei (4.). Den Schussversuch blockte Carstensen aber zur Ecke. Auch bei der nächsten Flanke von Brajan Gruda war der junge Däne vor Ludovic Ajorque am Ball (7.). Köln war in der Anfangsphase eher auf Sicherheit bedacht, kam erst nach gut zehn Minuten zum ersten Abschluss. Waldschmidt versuchte es aus 16 Metern, FSV-Keeper Daniel Batz ließ den Ball abprallen, doch Carstensen brachte den Ball nicht noch einmal auf das Tor. Beide Mannschaften standen kompakt, ließen gerade im letzten Drittel wenig zu. Erst Mitte der ersten Halbzeit brachte Gruda eine Flanke auf Philipp Mwene, den Kopfball aus kurzer Distanz entschärfte Marvin Schwäbe stark. Nach einer guten halben Stunde war die Begegnung von Jeff Chabot bereits beendet. Für den Innenverteidiger kam der Ex-Mainzer Kilian.

Mainz gab aber auch weiterhin den Ton an, war aber gerade beim letzten Pass nicht zielstrebig genug. Unter anderem verpasste Leandro Barreiro mit einem weiteren Kopfball, wieder war die Flanke von Gruda gekommen. Köln fand in der Offensive dagegen so gut wie gar nicht statt. Erst ein verunglückter Pass von Tom Krauß sorgte für Gefahr, doch Jan Thielmann kam nicht rechtzeitig an den Ball, der zweite Versuch von Ljubicic wurde geblockt (40.). Erst unmittelbar vor der Pause kam Eric Martel noch einmal aus der Distanz zum Abschluss, doch auch dieser Versuch stellte Batz vor keine große Probleme. Zwar liefen die Kölner im ersten Abschnitt rund fünf Kilometer mehr als der Gegner, doch Mainz war dem FC in nahezu allen anderen Statistiken überlegen.

Thielmann an den Innenpfosten

Baumgart reagierte und brachte Leart Pacarada für Dominique Heintz, über dessen Seite nahezu 70 Prozent der Mainzer Angriffe liefen. Die erste Offensivaktion in Halbzeit zwei lief aber erneut über die linke Kölner Seite. Gruda brachte den Ball zu Ajorque, der ihn Richtung Tor schlenzte, aber dieses knapp verfehlte. Im direkten Gegenzug kam dann auch Steffen Tigges zu seinem ersten Abschluss, einem sehr harmlosen. Auf der anderen Seite spielte Barreiro den 23-jährigen Burkardt mit einem Steckpass frei, der Angreifer schob den Ball auch an Schwäbe vorbei, stand dabei aber im Abseits. Kurz darauf konnte sich der Keeper dann wieder gegen Gruda auszeichnen.

Nach einer guten Stunde kamen dann Kainz für Ljubicic sowie Florian Dietz für den schwachen Tigges. Für Dietz war es das Comeback nach seinem Kreuzbandriss im November letzten Jahres. Und der Angreifer kam auch umgehend zu seiner ersten Chance. Nach einem Pass von Maina schloss Dietz ab, traf den Ball aber nicht perfekt. Der FC tat nun aber deutlich mehr in der Offensive, sorgte so für Entlastung. So kam Dietz nach einer Carstensen-Flanke zum nächsten Abschluss, bekam bei seinem Kopfball aber nicht genug Druck hinter den Ball. Auf der anderen Seite war einmal mehr Ajorque durch, der Franzose spielte Schwäbe den Ball durch die Beine, doch der Keeper touchierte das Leder noch Richtung Ecke. Baumgart brachte für die Schlussphase noch Mainz-Schreck Mark Uth, den Thielmann auch mit einer Flanke umgehend bediente. Doch der Stürmer kam nicht richtig hinter den Ball.

Keine 120 Sekunden später probierte es Thielmann erneut mit einer Hereingabe und setzte diese an den Innenpfosten. Doch der FC wollte nun mehr. Uth setzte sich gegen gleich mehrere Innenverteidiger durch, legte sich dann den Ball aber vor Batz zu weit vor. Zwar war der FC in der Schlussphase die bessere Mannschaft, ein Tor wollte aber nicht mehr gelingen – es blieb beim leistungsgerechten Unentschieden. Am kommenden Sonntag sind die Kölner zu Gast beim SC Freiburg.

FC: Schwäbe – Heintz (46. Pacarada), Chabot (34. Kilian), Hübers, Carstensen – Martel, Ljubicic (64. Kainz) – Maina, Waldschmidt (75. Uth), Thielmann – Tigges (64 Dietz); Tore:


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Selke schießt den FC zum zweiten Saisonsieg

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Selke schießt den FC zum zweiten Saisonsieg

Der 1. FC Köln hat am Freitagabend den zweiten Saisonsieg eingefahren und vorerst die Abstiegsplätze verlassen. Beim SV Darmstadt setzten sich die Kölner 1:0 durch.

Der FC kann in der Bundesliga doch noch gewinnen und das auch noch zu Null. Der 1. FC Köln bezwingt den SV Darmstadt 1:0 und hat damit die Abstiegsränge zumindest bis Samstag verlassen. Davie Selke erlöste die Kölner. Für den FC war es das erste Spiel ohne Gegentreffer seit April.

Nach der Dreierkette in der vergangenen Woche gegen die Bayern überraschte Steffen Baumgart auch gegen Darmstadt mit der Defensivkette. Allerdings verletzungsbedingt. So stellte der Kölner Coach zurück auf Viererkette. Da Rasmus Carstensen nach einer Verletzung im Trainingsabschluss ausfiel, rückte Luca Kilian überraschend auf die rechte Außenbahn. Links startete einmal mehr Dominique Heintz. In der Offensive blieb der Kölner Coach bei der gleichen Formation, allerdings startete Dejan Ljubicic auf der Sechs, Florian Kainz hinter den Spitzen. Der FC begann schwungvoll und bemüht, das Spiel in die Hälfte der Lilien zu verlagern. Zum ersten Abschluss kamen aber die Hausherren. Tim Skarke versuchte es aus 20 Metern, schoss den Ball aber mindestens genauso weit über beziehungsweise neben das Tor.

Müder Kick im ersten Abschnitt

Nach einer guten Viertelstunde kam dann auch der erste Ball Richtung Gehäuse des Ex-Kölners Marcel Schuhen. Kainz zog aus rund 18 Metern ab, verfehlte aber ebenfalls deutlich. Der FC übernahm zunehmend die Spielkontrolle, hatten deutlich mehr Ballbesitz, wirkliche Gefahr strahlten die Kölner aber nicht aus. Vor allem, weil wieder einmal der finale Pass nicht ankam. Da auch Darmstadt in der Offensive gar nicht stattfand, plätscherte die Begegnung vor sich hin – und das sehr lange und gefühlt sehr langsam. Für Aufregung sorgte allenfalls noch eine Art Schwalbe von Luca Kilian, der Glück hatte, nicht den Gelben Karton zu sehen. Nur wenige Minuten vor dem Seitenwechsel gab es dann doch noch einen Abschluss der Darmstädter. Routinier Fabian Holland zog aus 20 Metern nach einer geblockten Ecke ab. Der Ball kam aber auch nicht auf das Kölner Tor.

Baumgart reagierte auf den insgesamt eher schwachen Auftritt seiner Mannschaft und brachte schon zur zweiten Halbzeit zwei neue Kräfte. Für den schwachen Kainz kam Luca Waldschmidt und Max Finkgräfe spielte nun für Luca Kilian. Aber wieder kamen die Hausherren zum ersten Abschluss und dieser zum ersten Mal sogar aufs Tor. Der Schlenzer von Skarke stellte Marvin Schwäbe aber vor keine großen Probleme. Anschließend hatte der Keeper die Oberhand gegen Aaron Seydel. Aber auch der FC nutzte die Feldüberlegenheit zunehmend zu Möglichkeiten. So tauchte Ljubicic im Sechzehner auf. Den Ball Richtung langes Eck hielt Schuhen aber stark. Anschließend brachte Waldschmidt einen harmlosen Freistoß auf das Tor. Seine Ecke war dann schon präziser. Die Hereingabe verlängerte ein SV-Akteur unglücklich auf Selke, der zur Kölner Führung einschob.

Videoassistent greift zwei Mal ein

Und der FC spielte weiter nach vorne. Selke schickte Maina, dessen perfekte Hereingabe schob Waldschmidt ein. Der Videoassistent griff ein und der Treffer wurde aufgrund von Mainas Abseitsstellung nicht gegeben. Im direkten Gegenzug gab es die nächste strittige Entscheidung. Timo Hübers bekam den Ball an den angelegten Arm geschossen, Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied erstaunlicherweise auf Elfmeter. Erst nach Ansicht der Bilder nahm der Unparteiische den Strafstoß zurück. In der Schlussphase erarbeiteten sich die Lilien zunehmend ein Übergewicht. Köln stand nun deutlich tiefer, setzte auf Konter und wurde auch wieder gefährlich. Unter anderem versuchte es Waldschmidt aus kurzer Distanz nach starker Vorarbeit von Jan Thielmann. In der Schlussminute verpasste Finkgräfe sein erstes Saisontor, als er alleine vor Schuhen auftauchte. Der FC setzte sich unterm Strich verdient durch und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Kommenden Sonntag steht das Heimspiel gegen Mainz auf dem Programm.

FC: Schwäbe – Heintz, Chabot, Hübers, Kilian (46. Finkgräfe) – Martel, Ljubicic (90. Uth) – Kainz (46. Waldschmidt), Maina (85. Olesen), Thielmann – Selke (73. Tigges); Tore: 0:1 Selke (59.)


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FC unterliegt den Bayern knapp, aber verdient

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FC unterliegt den Bayern knapp, aber verdient

Der 1. FC Köln hat das Heimspiel gegen den FC Bayern München erwartungsgemäß verloren. Bei der 0:1-Pleite verteidigten die Geißböcke leidenschaftlich. Am Ende gingen die Kölner erneut leer aus und das verdient.

Der Überraschungsplan von Steffen Baumgart ist nicht aufgegangen. Der Kölner Trainer wählte erstmals die Fünferkette als taktische Ausrichtung, gebracht hat es nichts. Im Gegenteil, gerade im ersten Abschnitt waren die Geißböcke mit der Ausrichtung überfordert. Der FC verliert gegen Bayern München 0:1. Das Tor erzielte natürlich Harry Kane (20.).

Unter der Woche hatte Steffen Baumgart noch betont, dass es unwahrscheinlich sei, dass er mit einer Dreier- oder Fünferkette spielen würde, obwohl er diese trainiert hatte. Doch der Kölner Trainer überraschte. Und das nicht nur mit dieser taktischen Variante. Dass entweder Mark Uth oder Luca Waldschmidt voraussichtlich für Dejan Ljubicic würden Platz machen müssen, hatte sich angedeutet. Dass aber beide Offensivkräfte auf der Bank saßen, kam dann doch mehr als nur unerwartet. Dafür stand Jan Thielmann in der Startformation. Genauso wie Luca Kilian, der für Dominique Heintz in die Startelf rotierte. Ebenfalls überraschend: Ljubicic übernahm die Position hinter den Spitzen, Kainz spielte einmal mehr auf der Sechs neben Eric Martel. Auf der anderen Seite nahm Thomas Tuchel vier Änderungen vor. Unter anderem startete Eric Maxim Choupo-Moting.

Chabot legt Kane die Führung auf

Und der Angreifer kam zu der ersten Möglichkeit. Nachdem er einen Stockfehler von Luca Kilian nach einer knappen Minute noch nicht nutzen konnte, setzte Konrad Laimer den Angreifer erneut ein und dieser den Ball knapp neben das Tor. Nur wenige Augenblicke später schickte Kane mit einem langen Ball Leroy Sané, der alleine vor Marvin Schwäbe auftauchte. Der Keeper entschärfte den Lupfer stark. Aber auch der FC spielte in den ersten Minuten munter mit. Unter anderem kam Thielmann nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Abschluss, Schiedsrichter Marco Wirtz entschied aber auf Abseits. Tatsächlich setzten die Kölner aber die Vorgabe ihres Trainers um, pressten früh, setzten die Bayern unter Druck, um das Spiel des Rekordmeisters gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen. 20 Minuten ging das einigermaßen auf.

Dann misslang Kainz ein Steckpass auf Linton Maina, die Bayern schalteten schnell über Kingsley Coman um, nutzten die erstaunlich großen Räume und kamen so zu einer Drei-auf-Eins-Situation. Sané legte perfekt ab auf Choupo-Moting, der den Ball an Schwäbe vorbeischob. Auf der Linie rettete Jeff Chabot, der den Ball aber direkt in den Fuß von Kane spielte: 0:1. Keine 120 Sekunden später war Sané erneut durch, dieser passte wieder auf den Angreifer, doch Schwäbe blieb dieses Mal Sieger. So gut die Geißböcke die Bayern im Spielaufbau stressten, so offen stand der FC in der Hintermannschaft. Immer wieder hebelten die Bayern die Kölner Defensive mit langen Bällen aus und schafften Überzahl-Situationen, Baumgarts Experiment mit der Fünferkette ging im ersten Durchgang gar nicht auf. Unter anderem kamen Sané und auch Kingsley Coman zum Abschluss, vergaben aber kläglich. Nach einer guten halben Stunde sorgten die Kölner mal für ein wenig Entlastung. Eine Flanke von Kainz brachte Rasmus Carstensen aufs Tor, doch Manuel Neuer hielt im Nachfassen. Doch die Chance war nicht mehr als eine Momentaufnahme.

FC nach dem Wechsel deutlich stabiler

Bayern gab auch nach dem Wechsel den Ton an, war aber nicht mehr so gefährlich. Auch, weil die Kölner nun deutlich tiefer standen. Baumgart blieb zunächst zwar bei der Fünferkette, zog nun aber Thielmann auf die rechte Seite zurück. Tatsächlich stand Köln nun sicherer, die Bayern waren aber auch bei weitem nicht mehr so zwingend. Und der FC näherte sich dem gegnerischen Tor wieder an. Unter anderem kam Hübers nach einer Ecke von Kainz zum Kopfball, wirkliche Gefahr strahlte der Abwehrspieler aber nicht aus. Die Bayern dominierten das Duell weiterhin, schoben sich den Ball geduldig hin und her, hatten aber ganz offensichtlich ein, zwei Gänge zurückgeschaltet. So kamen die nächsten Chancen des Rekordmeisters erstaunlicherweise überraschend. Nach einer Flanke von Coman kam Sané aus kurzer Distanz zum Abschluss, vergab aber genauso wie anschließend Coman, der den Ball an die Latte köpfte.

In der Schlussphase stellte Baumgart zurück auf Viererkette, brachte insgesamt fünf neue Spieler. Doch der Rekordmeister ließ den FC nicht mehr ins Spiel kommen. Erst in den Schlussminuten drückten die Geißböcke noch einmal, wurden aber weiterhin nicht gefährlich. Am kommenden Freitag ist Köln zu Gast in Darmstadt.

FC: Schwäbe – Kilian (78. Huseinbasic), Chabot, Hübers – Carstensen, Martel – Kainz (78. Waldschmidt), Maina, Ljubicic (64. Alidou), Thielmann (78. Pacarada) – Selke (64. Tigges); Tore: Kane 0:1 (20.)


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FC mit standesgemäßem 8:0-Erfolg in Porz

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FC mit standesgemäßem 8:0-Erfolg in Porz

Der 1. FC Köln hat das Testspiel gegen die SpVg Porz erwartungsgemäß mühelos für sich entschieden. Gegen den Mittelrheinligisten gewann der FC 8:0. Denis Huseinbasic und Steffen Tigges trafen doppelt, Max Finkgräfe besonders sehenswert.

Zwar hat sich der 1. FC Köln im Spiel gegen die SpVg Porz nicht ähnlich den Frust von der Seele geschossen wie noch im Oktober gegen den Bezirksligisten Reusrath, der FC setzte sich aber mit einem standesgemäßem 8:0-Erfolg in Porz gegen den Mittelrheinligisten durch. Baumgart verzichtete auf einige Stammkräfte wie Mark Uth, Davie Selke und Marvin Schwäbe, dafür waren auch Spieler aus der zweiten Reihe erfolgreich.

„Es werden alle zum Einsatz kommen“, hatte FC-Trainer Steffen Baumgart am Dienstag noch erklärt. Wie und wer wann spielen würde, konnte oder wollte der Trainer nicht sagen. Denn zum einen sollten einige Akteure Spielpraxis erhalten, zum anderen wollte er einigen Akteuren zu mehr Sicherheit verhelfen. So mischte der 51-Jährige die Mannschaft ordentlich durch. Timo Hübers führte das Team als Kapitän auf das Feld und nahm den Platz neben Jeff Chabot in der Innenverteidigung ein. Gerade in der Innenverteidigung haperte es bekanntlich zuletzt. Neben Hübers und Chabot stand nur Linton Maina aus der eigentlichen Stammelf in der Startformation. Zudem erhielten auch Akteure die Chance, die zuletzt eher außen vor waren. Spieler wie Luca Kilian oder Dimitrios Limnios.

Denis Huseinbasic trifft doppelt

Und wie schon beim letzten Test gegen Reusrath war der Grieche auch beim Mittelrheinligisten in der Anfangsphase ein absoluter Aktivposten beim Einbahnstraßenfußball. Unter anderem legte Florian Dietz dem Mittelfeldspieler Höhe Sechzehner auf und der 25-Jährige schob sicher ein. Nachdem Linton Maina ebenfalls von der Strafraumgrenze traf, hätte Limnios auf 3:0 erhöhen müssen. Der Mittelfeldspieler legte allerdings überlegt auf Dietz ab, der den gegnerischen Torhüter Markus Wollnik anschoss. Den Nachschuss vergab Limnios deutlich. Der FC drückte auf das nächste Tor, ließ Porz gar nicht ins Spiel kommen und kam zu zahlreichen Chancen. Unter anderem scheiterten Dietz und Faride Alidou ebenfalls an Wollnik. Dann kam der Auftritt von Denis Huseinbasic. Der Mittelfeldspieler erhöhte zunächst mit einem schönen Lupfer im Fallen auf 3:0, bevor er nur sechs Minuten später auf den 4:0-Halbzeitstand stellte.

Baumgart tauschte zur Pause die gesamte Mannschaft aus, brachte unter anderem auch Youngster Max Finkgräfe und Luca Waldschmidt, die umgehend für noch mehr Offensivdrang sorgten. Zunächst legte Waldschmidt perfekt auf den ebenfalls eingewechselten Steffen Tigges ab, der allerdings aus kurzer Distanz erstaunlich scheiterte. Anschließend setzte Finkgräfe Waldschmidt in Szene, der wiederum nur den Pfosten traf. Also machte es der 19-Jährige selbst und das beeindruckend. Einen Abpraller netzte die Nachwuchshoffnung mit einer Art Seitfallzieher in den Winkel. Auch weiterhin ließ der FC dem Mittelrheinligisten kaum Luft. Porz schaffte es nur sehr selten über die Mittellinie, die Kölner drückten, belohnten sich aber erst spät für den Offensivdrang. Waldschmidt tankte sich durch den gesamten Strafraum und vollendete locker zum 6:0.

Keine 180 Sekunden später traf dann auch Tigges mit dem ersten Tor eines Stoßstürmers, zwei Minuten vor Spielende erhöhte der Stürmer sogar auf den 8:0-Endstand, nach einer perfekten Flanke von Noah Katterbach. Nach einem Auslaufen am Donnerstag stehen für die Kölner Profis einige Tage Pause auf dem Programm. Am Montag beginnt dann die Vorbereitung für das Bayern-Spiel.

1. FC Köln: Köbbes (46. Nickisch) – Pacarada (46. Schmitz), Hübers (46. Bakatukanda), Chabot (46. Heintz), Kilian (46. Katterbach) – Huseinbasic (46. Kujovic), Wäschenbach (46. Finkgräfe), Maina (46. Waldschmidt), Limnios (46. Adamyan), Alidou (46. Tigges) – Dietz (46. Downs); Tore: 1:0 Limnios (4.), 2:0 Maina (12.), 3:0 Huseinbasic (36.), 4:0 Huseinbasic (42.), 5:0 Finkgräfe (56.), 6:0 Waldschmidt (79.), 7:0 Tigges (82.), 8:0 Tigges (88.)

Verletzte bei Polizei-Einsatz in Bochum

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Verletzte bei Polizei-Einsatz in Bochum

Unmittelbar vor dem Keller-Duell des 1. FC Köln beim VfL Bochum hat es einen Polizei-Einsatz vor dem Gästeblock gegeben. Dabei gab es laut Vereinsangaben auch Verletzte.

Die genauen Umstände sind noch unklar. Doch offenbar gab es Verletzte bei einem Polizei-Einsatz in Bochum. Nach ersten Informationen gab es Probleme beim Einlass, die zu dem Einsatz führten.

So soll die Polizei Teilen der FC-Fans den Zutritt zum Block verwehrt haben. Die aktive Fanszene schaffte es offenbar nicht ins Stadion. Unter anderem schrieb die Kölner Fanhilfe auf „X“: „Die Polizei hält aktuell die Gästefans, die das Stadion verlassen möchten, an den Toren fest. Daraus folgte der Einsatz von Pfefferspray und das wahllose Attackieren von Gästefans. Mehrere Verletzte resultierten aus dieser Aktion.“ Der Klub ließ schon während der Begegnung verlauten, dass es nach Informationen des Klubs zu einem Polizeieinsatz gekommen sei, bei dem sich FC-Fans verletzt haben sollen. „Darauf hat die Szene entschieden, sich zurückzuziehen“, hieß es vom Verein. Offenbar wurde eine Fan-Gruppierung vor dem Stadion eingekesselt.

Polizei hält FC-Ultras vom Stadion ab

Unter anderem schrieb ein User bei „X“: „Die Szene ist jetzt abgereist. Liebe @polizei_nrw_bo und @VfLBochum1848ev, bitte überarbeitet euer Sicherheitskonzept mit allen möglichen Stakeholdern. Es kann nicht sein, dass es immer Probleme gibt.“ Die Bochumer Polizei ordnete die Situation anders ein. „Wir haben die aktive Kölner Fan-Szene, die mit Bussen angereist war, mit Polizeikräften begleitet“, sagte ein Sprecher der Bochumer Polizei dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Doch die Gruppe nahm von sich aus Fahrt auf und versuchte, die Einlasskontrolle zu stürmen. Daraufhin haben die Kolleginnen und Kollegen den Ordnungsdienst unterstützt.“ Nach Angaben der Polizei sei es auch zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gekommen.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und Körperverletzungsdelikten ein. Augenzeugen berichten, dass es auch Ausschreitungen unter Kölner Anhängern gegeben habe.  

Weitere Informationen in Kürze


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Köln kommt gegen Bochum nicht über 1:1 hinaus

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Köln kommt gegen Bochum nicht über 1:1 hinaus

Der 1. FC Köln hat die große Chance verpasst, sich in wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Beim VfL war der FC mit dem 1:1 sogar noch gut bedient.

In der vergangenen Woche kam der FC trotz einer guten Leistung gegen Augsburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, am Samstagabend dann ein anderes Bild mit dem gleichen Ergebnis. Der FC zittert sich zum Punkt in Bochum. Gerade in der ersten Stunde boten die Kölner eine erschreckend schwache Leistung. Dabei wären die Kölner mit einem Sieg auf Rang 14 gesprungen.

Steffen Baumgart stellte sein Team nur auf einer Position im Vergleich zum Augsburg-Spiel um. Der Kölner Coach setzte in der Spitze wieder auf Davie Selke, Steffen Tigges saß zunächst nur auf der Bank. Doch die Geißböcke wirkten in ihren ersten Aktionen fahrig, vielleicht doch verunsichert. Erst nach wenigen Minuten steigerte sich der FC und kam zunächst über Eric Martel und anschließend über Rasmus Carstensen zu ersten Flanken, zweitere kam auch bei Selke an, der aber keinen Druck hinter den Ball bekam. Nur wenige Minuten später schickte Florian Kainz, der erneut auf der Sechs neben Martel agierte, Linton Maina, der wiederum clever auf Luca Waldschmidt zurücklegte. Doch der Angreifer blieb einmal mehr zu unpräzise. Jeff Chabot brachte den Ball nach einer Ecke dagegen aufs Tor, stellte Manuel Riemann aber vor keine großen Probleme.

Daschner trifft für den VfL

Und damit endeten die Kölner Offensivbewegungen auch schon wieder. Bochum drehte zunehmend auf. Zunächst entschärfte Marvin Schwäbe einen abgefälschten Ball von Lukas Daschner, anschließend steckte Philipp Hofmann Offensivspieler Moritz Kwarteng den Ball durch, der aber entscheidend von Timo Hübers gestört wurde. Dann war es erneut Daschner, der dieses Mal aber auch traf. Einen Schuss von Hofmann ließ Schwäbe abprallen, Daschner stand genau richtig. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Köln fand zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr ins Spiel, Bochum war dagegen gerade im Umschaltspiel extrem gefährlich. Hofmann schickte Takuma Asano, der noch in letzter Sekunde von Chabot, der zuvor das Abseits aufgehoben hatte, abgegrätscht wurde. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel rettete Carstensen einmal mehr gegen Kwarteng.

Selke trifft zum 1:1

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Wieder steckte Hofmann auf Asano durch, Chabots Abwehrversuch avancierte zur Vorlage, doch der Japaner scheiterte an Schwäbe. Keine 120 Sekunden später war der Offensivspieler wieder zur Stelle, vergab aber aus spitzem Winkel. Wie aus dem Nichts schlugen die Kölner zu. Kainz spielte Maina auf der linken Seite frei, der passte den Ball scharf ins Zentrum und Selke vollstreckte. Köln wurde nun aktiver. Auch, weil Baumgart mit Jan Thielmann eine frische Offensivkraft brachte. Der Youngster wurde auch umgehend von Heintz ins Szene gesetzt, scheiterte aber an Riemann. Doch auch Bochum spielte weiterhin mit. Eine Flanke von Kevin Stöger wurde Richtung Daschner abgefälscht, der aus kurzer Distanz nur den Außenpfosten traf. Anschließend brachte Stöger einen Freistoß direkt aufs Tor und Schwäbe war einmal mehr grandios zur Stelle. Genauso wie kurz darauf gegen Keven Schlotterbeck der aus kurzer Distanz zum Kopfball kam.

Bochum war nun wieder besser im Spiel und hätte für die Entscheidung sorgen können. Köln kam dagegen über Selke zu einem Entlastungsangriff. Der Stürmer suchte aber lieber aus spitzem Winkel den Abschluss als den mitgelaufenen Martel zu bedienen. Für die Schlussphase brachte Baumgart unter anderem Steffen Tigges und später auch Faride Alidou. Doch der Lucky Punch wollte dem FC nicht mehr gelingen. Somit geht der FC als Tabellenletzter in die Länderspielpause. „Wir sind schon mit der Intension hier reingegangen, dass wir drei Punkte mitnehmen. Wir wissen aber auch, wie schwer das ist“, sagte Torschütze Selke.

Die Begegnung wurde von Verletzten bei einem Polizei-Einsatz überschattet.

FC: Scwäbe – Carstensen (74. Schmitz), Hübers, Chabot, Heintz – Martel, Kainz – Maina (88. Alidou), Uth (58. Thielmann), Waldschmidt (74. Tigges)- Selke – Tore: 1:0 Daschner (25.), 1:1 Selke (54.)


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