Der 1. FC Köln gewinnt ein umkämpftes Testspiel gegen den FC Lugano

Marius Bülter jubelt nach dem Treffer zum 1:0.
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Der 1. FC Köln gewinnt ein umkämpftes Testspiel gegen den FC Lugano

Nach dem Ergebnis ist dem FC die Generalprobe vor dem Bundesliga-Auftakt des Jahres geglückt. Der 1. FC Köln gewinnt im Testspiel in La Nucia gegen den FC Lugano 2:1. Wirklich überzeugen konnten nicht alle Spieler.

Dank Marius Bülter und Linton Maina ist der spielerische Auftakt in das Jahr 2026 gelungen. Der 1. FC Köln gewinnt sein Testspiel in La Nucia gegen den FC Lugano 2:1. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Ex-Bundesliga-Profi Kevin Behrens erzielt.

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Erwartungsgemäß fand Lukas Kwasniok eine durchmischte Startelf. So stand beispielsweise mit Fynn Schenten einer der „Jungdachse“ zu Beginn auf dem Feld – aber mit Akteuren wie Eric Martel, Kapitän Marvin Schwäbe und Jakub Kaminski auch zahlreiche Stammspieler. Beide Teams versuchten zunächst über längere Ballbesitzphasen die Spielkontrolle zu übernehmen. Wirklich gefährlich wurden die Mannschaften in der Anfangsphase aber nicht. Ausgerechnet Schenten setzte die ersten beiden Ausrufezeichen. Zunächst versuchte es der Angreifer á la Said El Mala. Schenten bekam auf der linken Seite den Ball, zog in die Mitte und von dort ab, doch deutlich über das Tor (12.). Nur eine Minute später probierte es das Eigengewächs aus dem Zentrum, blieb aber beim Versuch zu harmlos und zu zentral.

Behrens kontert Bülters Führung

Der FC gab weiterhin den Ton an, war Spiel bestimmend, sorgte aber im Schlussdrittel zu selten für Gefahr. Auf der anderen Seite deutete Hicham Mahou mit einem ersten Abschluss sein Können an (24.). Schließlich war es Jan Thielmann, der die richtige Idee hatte. Einen eigentlich verlorenen Ball eroberte der Offensivspieler zurück, legte die Kugel ins Zentrum und dort verwandelte Marius Bülter zur Führung (28.). Doch der Rückstand rüttelte Lugano wach. Vor allem Mahou kam immer wieder gefährlich vors Tor. Unter anderem spielte Schwäbe dem Stürmer den Ball in den Fuß, doch Mahou legte die Kugel am langen Pfosten vorbei (33.). Für die Kölner verpasste Alessio Castro-Montes eine scharfe Flanke von Kaminski nur knapp (39.). Es blieb zur Pause beim knappen, aber verdienten 1:0.

Doch nach dem Wechsel gab zunächst Lugano den Ton an. Der FC lauerte auf Konter. So kam der eingewechselte Said El Mala auf der linken Seite an den Ball, legte fein zurück auf Luca Waldschmidt, der das Spielgerät wiederum nur knapp neben den langen Pfosten brachte (56.). Auf der anderen Seite hatte Kevin Behrens leichtes Spiel, als er nach einer Flanke nahezu ungestört ins Tor köpfen konnte (59.). Bereits zuvor hätten die Kölner die Kugel besser verteidigen können und müssen. Die Kölner waren nun aber wieder besser in der Partie. Unter anderem legte Kristoffer Lund stark ab auf Waldschmidt, der für Tom Krauß durchließ. Doch der Mittelfeldspieler kam einen Schritt zu spät. Den Nachschuss drosch Kainz in die gegnerische Defensive (68.).

Maina bringt die Entscheidung

Der FC war nun wieder die bessere Mannschaft, profitierte auch von einigen Fehlern im Spielaufbau des Gegners. So wirklich Kapital konnten die Kölner nicht daraus schlagen. Bis Ragnar Ache einen langen Ball mit dem Kopf verlängerte und dadurch Linton Maina auf die Reise schickte. Der gebürtige Berliner legte den Ball am Keeper vorbei und netzte stark ein (80.). Der FC wollte nachlegen. Unter anderem kam El Mala zu zwei weiteren Abschlüssen. Es blieb aber beim 2:1. Am Dienstag und Donnerstag stehen nun weitere Einheiten an, bevor sich die Kölner am Freitag Richtung Memmingen und dann Heidenheim aufmachen.

1. FC Köln 1. HZ: Schwäbe – Castro-Montes, Heintz, Martel, Sebulonsen – Huseinbasic, Johannesson – Kaminski, Thielmann, Bülter, Schenten

1. FC Köln 2. HZ: Zieler – Mausehund, van den Berg, Özkacar – Maina, Krauß, Kainz, Lund – Waldschmidt, Ache, El Mala – Tore: 1:0 Bülter (28.), 1:1 Behrens (59.), 2:1 Maina (80.)


Ex-Spieler des 1. FC Köln: Der nächste Bundesligist will Damion Downs verpflichten

Damion Downs wird künftig das Köln-Trikot nicht mehr tragen
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Ex-Spieler des 1. FC Köln: Der nächste Bundesligist will Damion Downs verpflichten

Eine Rückkehr in die Bundesliga wird wahrscheinlicher für einen Ex-Spieler des 1. FC Köln: Werder Bremen will Damion Downs verpflichten. Der Stürmer steht damit im Fokus von zwei Konkurrenten der Geißböcke.

Möglicherweise gibt es schon in der Rückrunde ein Wiedersehen mit dem 1. FC Köln: Nach dem Hamburger SV will nun auch Werder Bremen Damion Downs verpflichten.

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Ausgerechnet der große Rivale macht dem Hamburger SV nun Konkurrenz im Buhlen um Kölns Ex-Stürmer Damion Downs. Wie „Sky“ berichtet, soll sich Bremen bereits nach dem Angreifer erkundigt haben. Downs war bekanntlich im vergangenen Sommer vom 1. FC Köln nach England zum FC Southampton gewechselt. Bei den „Saints“ wird der Stürmer bislang aber nicht glücklich. In der Liga kam der 21-Jährige bislang elf Mal zum Einsatz, bereitete einen Treffer vor und hat sich sonst noch gar nicht auf das Scorerboard gebracht. Zuletzt kam der Angreifer nicht mehr zum Einsatz, ein Wechsel scheint daher eine gute Option. Zumal es für den Stürmer auch um die WM-Teilnahme mit den USA geht. Downs hatte sich gegen den DFB entschieden, war zunächst auch nominiert, zuletzt aber nicht mehr berücksichtigt worden.

Wichtiger Karriereschritt

Ein Wechsel in die Bundesliga könnte sich also als wichtiger Karriereschritt entpuppen. Nach Informationen von come-on-fc.com gibt es sogar noch weitere Interessenten aus der Bundesliga. Laut englischen Medien ist Southampton aber nur bereit den Spieler abzugeben, wenn ein adäquater Ersatz für die Offensive gefunden wird. Den gibt es bislang noch nicht. Werder Bremen soll laut der Deichstube zudem auch noch an weiteren Stürmern interessiert sein. So sollen auch Fraser Hornby oder Nelson Weiper auf der Liste von Werder stehen. Beim FC hatte man Downs einen neuen Vertrag vorgelegt, doch der Stürmer hatte sich gegen einen Verbleib entschieden und war für eine festgeschriebene Summe von acht Millionen Euro plus Boni nach England in die zweite britische Liga gewechselt. Das hatte dem FC wiederum Spielraum für den Transfermarkt im Sommer ermöglicht.

Auch durch die Einnahmen aus Transfers mit Downs und Max Finkgräfe war Thomas Kessler in der Lage, ein Dutzend neuer Spieler zu verpflichten, der Mannschaft ein neues Gesicht zu verleihen.


Rückschlag für FC-Leihspieler: Ohne Jaka Potocnik reist Rot-Weiss Essen in die Türkei

Jaka Potocnik sammelt Einsatzzeit
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Rückschlag für FC-Leihspieler: Ohne Jaka Potocnik reist Rot-Weiss Essen in die Türkei

Eigentlich soll er bei Essen Spielpraxis für höhere Aufgaben sammeln, doch Verletzungen werfen den Angreifer immer wieder zurück. Nun gibt es einen weiteren Rückschlag für den Leih-Spieler des 1. FC Köln: Jaka Potocnik reist nicht mit ins Trainingslager in die Türkei.

Bei Rot-Weiss Essen sollte er eigentlich Spielpraxis sammeln, sich für höhere Aufgaben beim FC empfehlen. Doch es läuft auch weiterhin nicht rund für den Leih-Spieler des 1. FC Köln: Jaka Potocnik reist nicht mit ins Trainingslager von Rot-Weiss Essen.

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Die Personalie Jaka Potocnik bleibt auch bei Rot-Weiss Essen eine komplizierte. Der junge Stürmer soll beim Drittligisten eigentlich Spielpraxis sammeln, um sich für höhere Aufgaben beim FC zu empfehlen. Doch so wirklich glücklich läuft das Leihgeschäft bislang nicht. Bislang kommt der Stürmer auf gerade einmal fünf Einsätze bei RWE. Nach seinem zweiten Saisontreffer in der Liga gegen den FC Ingolstadt hatte Essens Trainer Uwe Koschinat besonders positive Worte für den Spieler gefunden. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potential er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, hatte der RWE-Coach gesagt. „Er ist stark mit dem Kopf, hat ein gutes Gefühl in den Räumen zu sein, er ist ein top Junge. Er nimmt einen hervorragenden Weg in den letzten Wochen, er hat so viel Potenzial. Das können wir auch im Training beobachten, denn er ist wieder bei 100 Prozent.“

Essen beschäftigt sich mit weiterer Option

Doch die Freude währte nicht lange. Der Angreifer zog sich eine weitere Muskelverletzung zu, fällt weiterhin aus. Und reist auch nicht mit ins Trainingslager in die Türkei. Der nächste herbe Rückschlag für das Kölner Talent. Wie der „Kicker“ berichtet will man sich nun auf die Suche nach den Ursachen machen. Denn es ist bereits die dritte Muskelblessur innerhalb weniger Monate. Laut „Kicker“ befindet man sich an der Hafenstraße auf der Suche nach einer weiteren Offensivkraft. Demnach beschäftigen sich die Essener unter anderem mit Dickson Abiama. Der 27-Jährige steht aktuell beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag. Es könnte also schon bald weitere Konkurrenz für den Stürmer geben. Die Situation wird für Potocnik also nicht leichter.

Beim FC feierte Potocnik in der vergangenen Spielzeit sein Profi-Debüt, stand nach dem Einsatz gegen den Karlsruher SC aber nicht noch einmal auf dem Platz.


Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

1. FC Köln gegen Leverkusen
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Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

Mit nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen und zwei Punkten aus den vergangenen sechs steuert der FC geradewegs auf die Abstiegsränge zu. Auch, wenn die Tabellensituation komfortabel ist, sind Sorge und Frust berechtigt. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

Nur zwei Punkte holte der FC aus den vergangenen sechs Pflichtspielen. Kein anderes Team der Liga beweist eine ähnlich schwache Form. Der FC wird in den kommenden Wochen sicherlich einige Dinge hinterfragen. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

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Unter der Woche betonte Lukas Kwasniok, kein großer Freund vergangener Statistiken zu sein. Kein Wunder, denn diese spiegeln dann auch des Öfteren eine etwas verschobene Realität wider. Die Geißböcke können sich zum Beispiel wenig dafür kaufen, dass sie gegen Union Berlin deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torabschlüsse und sogar deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe auf dem Konto hatten. Am Ende standen am Samstagabend Null Punkte. Die spielen in Statistiken ein, an denen der Trainer eher schlecht vorbeikommt, die die aktuelle Realität und vor allem Gefühlslage aber dann auch nicht widerspiegelt. Die Kölner belegen nach der Niederlage das erste Mal in dieser Saison einen schlechteren Platz als Rang zehn. Aber: Als Aufsteiger liest sich die Tabelle aktuell sehr beachtlich: Köln ist zum Jahreswechsel Tabellenelfter, hat noch eine Menge Gegner und vier Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen.

Der Absturz ist mehr als brutal

Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die Geißböcke aktuell noch von dem starken Saisonauftakt zehren. Ein Polster, das man sich in Köln angefuttert hat. Kwasniok erklärte, dass der Auftakt den ein oder anderen hat träumen lassen. Ganz sicher haben die frühen Punkte aber auch über schon damalige Probleme hinweggetäuscht. Die Erfolge über Regensburg und Mainz waren mehr als glücklich und zeigten schon früh in der Saison, dass es der Aufsteiger schwer haben würde, wenn er den Ball hat, das Spiel machen muss. Möglicherweise ist das auch nicht die Kernaufgabe eines Liga-Neulings. Der Absturz von dem vermeintlich besten Transfersommer der Vereinsgeschichte bis zur Weihnachtstristesse mit gerade einmal einem einzigen Sieg aus zehn Pflichtspielen ist mehr als brutal. Die Enttäuschung, die Trainer und Team in den Sozialen Netzwerken entgegenströmt, ist also durchaus verständlich.

Nur zwei Punkte aus sechs Spielen

Der FC wollte sich eigentlich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden, der Frust kurz vor Weihnachten ist rund ums Geißbockheim aber groß. Und berechtigt. Zwei Punkte holten die Kölner aus den Begegnungen seit dem Erfolg über den Hamburger SV. Und das, obwohl sich der FC mit den Gegnern wie Borussia Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen und auch Union Berlin auf Augenhöhe wähnte. Kwasniok würde die Begegnungen sicherlich als Highlight-Spiele bezeichnen. Nur sollten genau diese, zumindest das ein oder andere, gewonnen werden. Und sowohl Union als auch St. Pauli waren Kontrahenten, bei denen das hätte gelingen können, eigentlich müssen. Und da hilft es auch nicht, dass Kleinigkeiten sicherlich hier und da den Unterschied gemacht haben. Gelinde gesagt, ist die Entwicklung der Kölner besorgniserregend.

Thomas Kessler kündigte indes an, dass man nun in Ruhe schauen werde, welche Dinge gut gelaufen seien, welche nicht. Es wird die ein oder andere Analyse geben, zu der auch sicher seine Transfers gehören werden, von denen unterm Strich dann doch nicht alle eingeschlagen sind. Ein emotionaler Schnellschuss ist nicht zu erwarten. In keine Richtung. Dennoch: Der FC wird wohl nicht daran vorbeikommen, auf dem Transfermarkt nachzubessern. Denn schon das kommende Spiel hat einen besonderen Charakter. Sollte der FC auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht gewinnen und dann in das Duell gegen die Bayern gehen, dann könnte der Abschluss der Hinrunde ungemütlicher werden als der Weihnachtsfrust nach Samstag.

0:1 gegen Union Berlin: Der 1. FC Köln verschenkt Punkte vor Weihnachten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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0:1 gegen Union Berlin: Der 1. FC Köln verschenkt Punkte vor Weihnachten

Der FC bleibt auch im sechsten Spiel in Serie ohne Dreier. Der 1. FC Köln verliert gegen Union Berlin 0:1. Und das trotz deutlicher Dominanz und nach einem Treffer nach Standardsituation. Zu allem Überfluss sah Rav van den Berg in der Schlussphase nach einem Handspiel die Rote Karte.

Der FC wollte sich eigentlich mit einem Sieg in die kurze Winterpause verabschieden, verpasste die Chance aber und zog am Ende unglücklich den Kürzeren. Nach 80 Minuten Dominanz sah Rav van den Berg die Rote Karte und ermöglichte Union eine kurze Drangphase, die in der Nachspielzeit zum 0:1 durch Andras Schäfer führte. Der 1. FC Köln verliert gegen Union Berlin 0:1.

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Lukas Kwasniok hatte sich noch nicht so wirklich in die Karten schauen, aber einige Tendenzen in Sachen Aufstellung durchblicken lassen. Insgesamt nahm der Trainer vier Veränderungen vor. So startete erwartungsgemäß Dominique Heintz in der Innenverteidigung. Sebastian Sebulonsen übernahm dafür die rechte Schiene. Auf der linken Seite startete Kristoffer Lund, dafür begann Jakub Kaminski in der vordersten Linie. Said El Mala nahm genauso wie Luca Waldschmidt zunächst auf der Bank Platz. Und auch Ragnar Ache rotierte für Marius Bülter in die Anfangsformation. Für Denis Huseinbasic kehrte Isak Johannesson in die Anfangsformation zurück, spielte aber eine Art Zehner. Eric Martel war Teil der Doppelsechs neben Tom Krauß.

Union findet in der Offensive nicht statt

Die Geißböcke waren zunächst auf einen geordneten Spielaufbau aus, Union setzte erwartungsgemäß auf eine stabile Defensive mit Umschaltmomenten. Der FC war aber zunächst besser im Spiel. Kaminskis erster Versuch landete bei Eric Martel, dessen Schuss aber geblockt wurde (5.). Keine 60 Sekunden später probierte es der Pole erneut und fand dieses Mal Berlins Keeper Rönnow (6.). Ein scharfer Querpass von Johannesson fand im Zentrum keinen Abnehmer (8.). Erst nach gut zehn Minuten kamen auch die Eisernen zum ersten Abschluss, doch Jeong wurde noch entscheidend gestört. Der FC mühte sich weiter und hatte gute Aktionen. So war es erneut Kaminski, der mit einem Drehschuss dem Tor nahe kam (23.). Zwei Minuten später schickte Johannesson den 23-Jährigen, doch Rönnow tauchte beim Flachschuss schnell genug ab.

Auch eine Ablage von Sebulonsen auf Ache konnte die Abwehr der Eisernen rechtzeitig klären. Von Union war in der Offensive in dieser Phase wenig bis gar nichts zu sehen. Auch die Kölner taten sich in der Schlussminuten der ersten Halbzeit ein wenig schwerer, blieben zwar dominant, im Schlussdrittel passierte aber nicht mehr viel. So ging es torlos in die Pause. Der FC machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte, spielte weiter nach vorne. Ein erster Vorstoß von Heintz fand im Zentrum genauso wenig einen Abnehmer (50.) wie der nächste Versuch von Martel (53.). Berlin näherte sich mehr oder weniger gefährlich nach Standards dem Kölner Tor an – meistens weniger gefährlich.

Van den Berg sieht Rot

Richtig gefährlich wurde ein Kopfball von Leopold Querfeld nach einer Ecke von Christopher Trimmel, den Marvin Schwäbe mit Mühe an den Pfosten lenkte (65.). Kwasniok reagierte und brachte mit Marius Bülter und Said El Mala frische Offensivkräfte, zudem kam Denis Huseinbasic für den starken Krauß. Doch so wirklich wurde die Offensive der Geißböcke dadurch auch nicht angekurbelt. Und die Kölner schwächten sich selbst. Van den Berg unterband einen Pass in letzter Linie mit der Hand und sah den roten Karton (83.). Eine sehr harte Entscheidung. Glück hatten die Geißböcke kurz darauf, als Kaminski der Ball im Sechzehner an die Hand sprang, Christian Dingert wertete es nicht als strafbar – genauso wenig wie eine Aktion von Martel ebenfalls in der Box.

Doch das Glück brachte den Kölnern am Ende auch nicht mehr viel. Denn in der ersten Minute der Nachspielzeit schlug Berlin mit dem gefühlt zweiten gefährlichen Torschuss zu. Nach einer Ecke konnten die Geißböcke nicht gut klären. Andras Schäfer traf aus der Distanz (90.+1). Der FC warf noch einmal alles nach vorne, belohnte sich aber nicht mehr. Damit verabschiedet sich der FC in die kurze Winterpause. Am 2. Januar bricht das Team dann ins Trainingslager Richtung Spanien auf, bevor am 10. Januar das Auswärtsspiel gegen Heidenheim auf dem Plan steht.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund, Heintz (86. Özkacar), van den Berg, Sebulonsen – Martel, Krauß (68. Huseinbasic) – Johannesson – Kaminski (86. Maina), Ache (58. Bülter), Thielmann (68. El Mala) – Tore: 0:1 Schäfer (90.+1); Gelbe Karten Köln: Sebulonsen; Rote Karte: Van den Berg


Jakub Kaminski überzeugt auch gegen Leverkusen – fehlt der Pole aber in der Offensive?

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli
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Jakub Kaminski überzeugt auch gegen Leverkusen – fehlt der Pole aber in der Offensive?

Auch bei der 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen war Jakub Kaminski der beste Kölner Feldspieler. Der 23-Jährige überzeugt Woche für Woche mit Einsatz, Willen, Laufbereitschaft. Zuletzt fehlte aber der Weg zum Tor beim 1. FC Köln: Fehlt Jakub Kaminski in der Offensive?

Zu Beginn der Spielzeit war er der absolute Topscorer bei der Geißböcken, zuletzt vor dem Tor eher selten zu sehen. Das liegt an der aktuellen Position beim 1. FC Köln: Aber fehlt Jakub Kaminski dann nicht in der Offensive der Geißböcke?

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Dass Lukas Kwasniok ein Freund der klaren Worte ist, ist mittlerweile auch in Köln überall bekannt. Dass der Trainer der Geißböcke aber einen Spieler so deutlich und in aller Öffentlichkeit als den besten des Kaders bezeichnet, hat vor einigen Wochen schon für eine kleine Überraschung gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich der Wert von Jakub Kaminski geradezu beeindruckend von dem Scorerboard beim 1. FC Köln ablesen. Dort hat sich der Pole mittlerweile seit drei Spieltagen nicht mehr eingetragen. Doch die jüngere Bilanz täuscht. Wie wichtig „Kuba“ für den FC ist, zeigte der 23-Jährige erst am vergangenen Samstag gegen Bayer Leverkusen. Kaminski war einmal mehr der beste Feldspieler auf dem Platz. Der Pole war im Grunde wieder auf jeder Position zu finden, wenn auch nicht so auffällig.

Zuletzt wenig Torgefahr

Kaminski spulte insgesamt mehr als 10,5 Kilometer ab, zog die meisten Sprints an und kam auf eine mehr als beachtliche Zweikampfquote von 75 Prozent. Einzig bei der Entstehung des Traumtors von Martin Terrier machte Kaminski nicht die allerbeste Figur. Dennoch, auch auf der Schiene ist der Pole eine absolute Verstärkung, war gegen Leverkusen in der Rückwärtsbewegung enorm wichtig, stopfte auch Löcher. Und dennoch stellt sich die Frage, ob Kaminski aktuell in der Offensive nicht fehlt. Fakt ist, dass die Kölner zuletzt ihre Schwierigkeiten in der Vorwärtsbewegung hatten, nicht mehr so wirklich viel Gefahr erzeugten. Und das gilt auch für den Polen. In den vergangenen drei Spielen kam Kaminski insgesamt auf einen xGoals-Wert von 0,01 und auf einen xAssists-Wert von 0,05.

Bis zum neunten Spieltag hatte der Nationalspieler bekanntlich vier Tore erzielt und einen weiteren Treffer vorbereitet. Es folgte gegen Frankfurt noch ein weiteres Tor. Bis auf den Treffer und die Vorlage gegen den Hamburger SV hat Kaminski sämtliche Scorer erzielt als er in der vordersten Reihe eingesetzt wurde. Gegen die Rothosen stand der Pole zwar ursprünglich als Schienenspieler in der Startelf, nach den beiden Platzverweisen spielte Kaminski dann aber verständlicherweise deutlich offensiver und setzte mit seiner Vorlage und dem Tor noch den Schlusspunkt. Dass der FC aktuell Schwierigkeiten hat, in der Offensive Chancen zu kreieren, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Wäre Kaminski der X-Faktor, der den Angriff entscheidend wiederbeleben könnte?

Kaminski sieht sich selbst in vorderster Front

Fakt ist, dass der Pole von Lukas Kwasniok eine Position im Angriff versprochen bekommen hat. „Das war ein Punkt, der mir wichtig war. Ich spiele gerne in der Offensive“, sagte Kaminski im Interview mit come-on-fc.com. „Ich spüre das Vertrauen des Trainers und spüre dadurch auch wieder mehr Selbstvertrauen. Nicht umsonst habe ich jetzt fünf Tore erzielt. In den vergangenen beiden Spielzeiten habe ich gar nichts getroffen.“ Aktuell ist der 23-Jährige wieder eher mit Defensivaufgaben betraut, dabei passt die Position in vorderster Front. „Auf dem Platz komme ich aktuell immer wieder in gute Positionen. Und natürlich spiele ich unter Lukas ein wenig offensiver. Dadurch komme ich öfter in Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart und in Aktionen im Strafraum.“

Die fehlten zuletzt gänzlich. Zwar steckt Lukas Kwasniok eigentlich in dem Dilemma, dass er mit Said El Mala einen weiteren Spieler für die linke Offensivseite hat, doch der Shootingstar agierte bekanntlich schon sehr erfolgreich in der zentralen Position und auch auf der rechten Offensivbahn wäre Kaminski eine Überlegung wert. Dort spielte der Außenbahnspieler auch gegen Bremen, machte nicht die beste Figur. Allerdings auch, weil dem FC in der Offensive insgesamt wenig einfiel, die Kölner nur wenige Chancen erspielten. Möglicherweise kommt es gegen Union Berlin am Samstag zur Rückkehr in die vorderste Linie. Für Kaminski die Chance, auch seine eigene Bilanz aufzupolieren. Gegen Union hat der Pole noch nie gewonnen.


Transfer beim 1. FC Köln? Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Vorhaben

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Bayer Leverkusen
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Transfer beim 1. FC Köln? Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Vorhaben

In gut zwei Wochen öffnet der Winter-Transfermarkt und der FC wird sich sicherlich umschauen. Vor allem in der letzten Reihe scheint es aktuell Bedarf zu geben. Das bestätigte nun auch der Trainer des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bestätigt Transfer-Wunsch.

Vor allem aufgrund der Verletzungsmisere in der Hintermannschaft besteht anscheinend Handlungsbedarf beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bestätigt nun gegenüber „Sky“ seinen Transfer-Wunsch für diesen Winter. Es wird also mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens einen Neuzugang geben.

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Bei der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen offenbarten sich einmal mehr die aktuellen Problemzonen im Kader des 1. FC Köln. Mit Rav van den Berg lief zu Spielbeginn nur ein gelernter Innenverteidiger in der Dreierkette auf. Zwar ist Eric Martel in der letzten Reihe ebenfalls eine feste Größe, doch wird der gelernte Sechser eigentlich im Zentrum ebenfalls gebraucht. Die Ideallösung ist Martel als Abwehrchef daher nicht. Hintergrund ist vor allem die Verletzungsmisere der Kölner – und die in der Hintermannschaft. Fünf der sechs Innenverteidiger des Kaders fielen in dieser Spielzeit bereits verletzt aus. Aktuell fehlen mit Luca Kilian, Timo Hübers, Dominique Heintz und Joel Schmied vier. Cenk Özkacar macht das Sextett komplett, der Türke findet aber noch nicht zu seiner Form.

„Das ist ein offenes Geheimnis“

Kein Wunder also, dass rund um das Geißbockheim über Wintertransfers spekuliert werden. Bislang hielten sich die Kölner Verantwortlichen mit Äußerungen zu den konkreten Transferideen zurück. Nun bestätigte Lukas Kwasniok gegenüber Sky, dass es durchaus Planungen gibt. „Ich würde mir wünschen, dass wir in der Rückserie keine schweren Verletzungen davontragen. Denn das ist ja der einzige Grund, warum wir gedanklich dabei sind, vielleicht auf dieser Position des Innenverteidigers etwas zu machen. Weil wir da einfach leider ein paar schwere Verletzungen erlitten haben“, sagte Kwasniok. „Wenn da irgendwie eine Möglichkeit besteht, dann ist es ein offenes Geheimnis, dass wir uns damit beschäftigen werden.“ Wie berichtet, scheint die wohl wahrscheinlichste Variante eine Leihe. Zumal die Zukunft gleich bei mehreren Kölnern Abwehrspielern nicht geklärt ist.

So laufen die Verträge von Timo Hübers, Luca Kilian und Dominique Heintz aus. Der von Hübers soll dem Vernehmen nach verlängert werden. Aber selbst dann ist nicht klar, ob der Ex-Kapitän noch einmal an sein altes Leistungsspektrum herankommen wird. Auch die Leihe von Özkacar läuft aus, möglicherweise kehren die beiden Leihspieler Julian Pauli und Elias Bakatukanda zurück. Zudem hat der FC auch noch Bedarf auf der Position des Rechtsverteidigers. Das untermauerte Kwasniok erst am Samstag mit der Kader-Nominierung von Cenny Neumann und der Nicht-Berücksichtigung von Jusuf Gazibegovic, für den eine Lösung schon für den Winter gesucht wird.


Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet zwei eindeutige Zeichen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet zwei eindeutige Zeichen

FC-Trainer Lukas Kwasniok hatte gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende gleich zwei Überraschungen im Gepäck. Und die sprechen eine klare Sprache beim Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

15 Mal war der FC-Trainer in Folge mit einer veränderten Startelf aufgelaufen. Im Duell gegen den Nachbarn vom Rhein änderte sich dies zum ersten Mal. Doch dies war nicht die einzige Überraschung, die Lukas Kwasniok am Samstag aufbot im Kader des 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sendet klare Zeichen.

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In den vergangenen Wochen war Lukas Kwasniok bekanntlich für die ein oder andere Überraschung in Sachen Aufstellung gut. 15 Pflichtspiele, 15 unterschiedliche Aufstellungen. Nicht nur, dass der Kölner Trainer in zwei Begegnungen in Folge bis dahin nicht einmal dasselbe Personal auf die Platte gezaubert hatte, insgesamt war das Personal in den 15 Begegnungen nicht einmal das gleiche – und das sogar unabhängig von Positionen. Nun aber hatte Lukas Kwasniok ausgerechnet für das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen zwei Überraschungen im Gepäck, die so vielleicht unter der Woche nicht abzusehen gewesen sind. Zum einen brachte der Trainer dieselbe Elf wie beim 1:1 gegen den FC St. Pauli, als die Kölner den Gegner zwar lange dominiert hatten, am Ende aber nur mit einem Punkt dastanden.

Cenny Neumann erstmals im Profi-Kader

Zum anderen stand Cenny Neumann erstmals im Profi-Kader der Geißböcke. Der 18-Jährige spielt in der Regel in der U21 der Geißböcke, wurde nun erstmals zu einem Spiel der Profis mitgenommen. Zum Einsatz kam der Abwehrspieler nicht, ein deutliches Zeichen sendete der Trainer mit dieser Nominierung aber schon. Und zwar in zwei Richtungen. Kwasniok hatte noch in der vergangenen Woche erklärt, dass es den Nachwuchsspielern wenig bringen würde, bei den Profis nur auf der Bank zu sitzen, während es bei in diesem Fall der U21 durchaus Spielzeit geben würde, die in der Entwicklung entscheidend sei. Genauso erklärte der Kölner Trainer aber auch, dass sich die Situation aber schon am vergangenen Spieltag auch wieder ändere, da sich die Kölner Reserve zwei Wochen früher in die Winterpause verabschiedet hat.

Insofern war die Nominierung eines Nachwuchsspielers keine Sensation. Aber eben ein Fingerzeig Richtung Kaderplanung. Denn für Jusuf Gazibegovic dürfte damit auch die letzte Messe beim FC wohl gelesen sein. Cenny Neumann beackert in der U21 die rechte Seite, ist nominell als Rechtsverteidiger geführt. Dass Kwasniok den 18-Jährigen also dem ehemaligen Champions-League-Teilnehmer Gazibegovic vorzog, war ein klares Statement. Dem Bosnier ist die Situation um seine Person natürlich nicht neu. In Köln ist man auf der Suche nach einem Abnehmer, Gazibegovic selbst sucht genauso, will über Spielzeit vielleicht doch noch einmal in den Fokus der Nationalmannschaft kommen. Und die hat noch immer die Chance, sich über die Playoffs für die WM zu qualifizieren.

Ein Zeichen an die Kaderplaner

Dass Gazibegovic unter Kwasniok bislang keine Rolle spielt, führte der Trainer in der Vergangenheit auf dessen Körperlichkeit zurück. Sollten die Angaben des Online-Portals transfermarkt.de stimmen, ist Neumann drei Zentimeter größer als „Gazi“ und in der Tat auch alles andere als ein Abwehrhüne. Die Vorzeichen stehen also ganz klar auf Trennung. Und da Kwasniok dann wiederum einen weiteren Rechtsverteidiger mitnahm und nicht die Innenverteidiger aus dem Nachwuchs, die sich in Testspielen und im Training durchaus stark präsentierten, spricht wiederum dafür, dass es also Bedarf auf der rechten Abwehrseite gibt. Wie bereits berichtet wird sich der Fokus der Kaderplaner also (auch), vielleicht vor allem auf diese Baustelle richten.

Gerade auf den Schienen fehlen die Alternativen. Zuletzt mussten erneut Jan Thielmann und Jakub Kaminski auf diesen Positionen ran. Zwar betonte Kwasniok, dass es in seinem System Positionsgruppen gäbe, die Spieler nicht auf ihre nominell exakten Rollen fixiert seien, doch darf durchaus die Frage erlaubt sein, ob die beiden Offensivkräfte nicht an anderer Stelle wirkungsvoller wären. Dass dem FC durchaus spielerische Elemente fehlen, zeigte die Begegnung am Samstag eindeutig. Zumal es durchaus überraschte, dass Kwasniok gegen Leverkusen dieselbe offensive Startelf aufbot wie noch in der Woche zuvor. Schließlich war schon zu erwarten, dass Bayer 04 auch ohne die beiden Topscorer Patrik Schick und Alejandro Grimaldo das Spiel bestimmende Team sein würde.

Nach der Begegnung gegen die Werkself ist der Eindruck jedenfalls groß, dass der FC noch sehr dringend an einigen Stellschrauben nachzuarbeiten hat.


Kommentar: Die Niederlage im Nachbarschaftsduell verdeutlicht die Realität des 1. FC Köln

1. FC Köln gegen Leverkusen
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Kommentar: Die Niederlage im Nachbarschaftsduell verdeutlicht die Realität des 1. FC Köln

Die Niederlage gegen Bayer 04 am Samstagabend war durchaus verdient. Das sah auch FC-Trainer Lukas Kwasniok so. Und umso mehr zeigt das Duell gegen die Werkself, dass der Klassenerhalt das Saisonziel ist beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

Gegen Mannschaften wie eben Bayer 04 Leverkusen wird deutlich, dass ein Überraschungsmoment alleine eben nicht reicht, um Punkte mit nach Hause zu nehmen. Eine deutliche Erkenntnis für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

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Als Lukas Kwasniok vor einigen Wochen auf die beiden Niederlagen gegen Frankfurt und Gladbach angesprochen wurde, da setzte der Trainer ein Lächeln auf und erklärte, dass es in Köln ja nur eine Frage der Zeit gewesen sei, bis die erste kritische Frage auftauche. Nach Lächeln war dem 44-Jährigen am Samstagabend gar nicht so zumute. Der FC hat eine verdiente 0:2-Niederlage gegen Leverkusen einstecken müssen und kann sich eigentlich sogar bei Marvin Schwäbe bedanken, dass die Pleite nicht noch höher ausgefallen ist. Nach nunmehr fünf Pflichtspielen ohne Sieg muss sich der Trainer nicht den kritischen Frage während der Pressekonferenz stellen, vielmehr mehren sich die kritischen Töne in den Sozialen Medien. Kwasniok hatte am Samstag offensichtlich keine große Lust in die tiefe Fußballanalyse zu gehen.

„Unterlegen von der ersten bis zur letzten Minute“

Doch der Trainer brachte die Erkenntnis des Kölner Spieltags ganz einfach auf den Punkt. Seine Mannschaft sei „unterlegen von der ersten bis zur letzten Minute“ gewesen. Die Wahrnehmung war absolut zutreffend und bedurfte keiner sportwissenschaftlichen Expertise. Kwasniok urteilte, dass sie selten einem Gegner so unterlegen gewesen seien und brachte das Kräfteverhältnis mit dem Vergleich eines „Champions-League-Aspiranten gegen einen Aufsteiger“ ebenfalls trefflich auf den Punkt. Allerdings gehört zu der ganzen Wahrheit auch, dass Leverkusen an diesem Samstagabend durchaus verwundbar gewesen ist. Alleine schon, weil mit Alejandro Grimaldo und Patrik Schick die beiden Topscorer der Werkself angeschlagen fehlten.

Auch Leverkusen wirkte im Abspiel, im Spielaufbau nicht immer sattelfest. Die Kölner hatten durchaus ihre Ballgewinne und wenn auch wenige, aber ihre Chancen. Dieses Spiel hätte einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Kwasnioks Mannschaft die Wünsche des Trainers umgesetzt und eben mutig nach vorne gespielt hätte, mit den Attributen, die es zum Bestehen eines Nachbarschaftsduells eben braucht. Die Geißböcke standen aber tief in der eigenen Hälfte, warteten erst einmal die Angriffe des Gegners ab, verirrten sich nur selten in die Offensive. Der FC trat für ein emotionales Lokal-Duell seltsam passiv, seltsam blockiert auf, gefühlt ohne Feuer und ohne den nötigen Biss. Und das lag sicher nicht (nur) an der fehlenden aktiven Fan-Szene.

Der FC wird um den Klassenerhalt spielen

Die Niederlage am Samstagabend war definitiv verdient. Natürlich darf ein Aufsteiger gegen den Vizemeister, einen Champions-League-Aspiranten, verlieren und dabei vielleicht auch so deutlich unterlegen sein. Der Vergleich ist nun mal nicht von der Hand zu weisen, auch, wenn der fulminante Saisonauftakt über die Kräfteverhältnisse offenbar hinweggetäuscht hat. Der FC ist Aufsteiger, wird in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt spielen. Das dürfte nach dem 0:2 endgültig klar sein. Kwasniok rechnete am Samstag selbst vor, wie dieser gelingen soll – mit zehn Siegen. Aktuell stehen die Kölner bei vier. Heißt in den verbleibenden 20 Partien noch sechs Erfolge, etwa alle drei Partien ein Dreier. „Das ist machbar“, erklärte der Trainer. „Aber schwierig“. Vor allem wenn man so deutlich vor Augen geführt bekommt, dass der Überraschungsmoment alleine am Ende in dieser Liga nicht ausreicht.

Die Kölner müssen auch weiterhin nicht in Panik verfallen. Das Polster ist auch nach dem 14. Spieltag noch ein komfortables, es ist aber ganz sicher auch ein trügerisches.

Verliert sich der 1. FC Köln in der Underdog-Rolle?

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Verliert sich der 1. FC Köln in der Underdog-Rolle?

Der 1. FC Köln wollte in Leverkusen leiden, zupacken und mutig umschalten – und lieferte genau das Gegenteil. Statt der angekündigten Grundtugenden zeigte der Aufsteiger eine zahnlose, fahrige Vorstellung. Der 1. FC Köln lässt den Worten wenig Taten folgen.

Neunzig Minuten schwer verdauliche Kost im Nachbarschaftsduell zwischen Bayer Leverkusen und den Geißböcken. Vor allem blieb eine Erkenntnis: Der 1. FC Köln lässt den Worten wenig Taten folgen.

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Auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Duell mit Leverkusen präsentierte FC-Coach Lukas Kwasniok seinen Plan, wie der Aufsteiger der Werkself ein Schnippchen schlagen sollte. Er forderte Effizienz. Man müsse bereit sein, Phasen ohne Ball auszuhalten, „mal zu leiden“, um im richtigen Moment zuzupacken. Das entscheidende Duell gelte es zu gewinnen und in Umschaltmomente zu kommen. Das Aufeinandertreffen mit dem spielerisch überlegenen Lokalrivalen wolle man trotzdem mit breiter Brust bestreiten, als Underdog mit Grundtugenden und gepflegtem, mutigem Fußball, der hinten dicht hält und vorne eiskalt zuschlägt.

Einen Tag später folgte die ernüchternde 0:2-Niederlage in der BayArena. Mit den vom FC-Trainer geforderten „Grundattributen“ hatte dieser Auftritt wenig zu tun. Der 44-Jährige ging nach dem Abpfiff zähneknirschend mit seiner Mannschaft ins Gericht: „In den ersten 45 Minuten waren wir deutlich unterlegen. Mit dem Ball waren wir nichts. Auch gegen den Ball hatten wir Probleme. […] Wir waren heute leider von der ersten bis zur letzten Minute unterlegen. Champions-League-Aspirant gegen Aufsteiger, selten war man in dieser Saison so klar unterlegen.“

Zahnlose Offensive: FC findet keine Mittel gegen Bayer

Eigentlich war alles angerichtet, um Kasper Hjulmands Elf den Abend zu vermiesen. Zwei schwer zu ersetzende Leverkusener Schlüsselspieler mussten pausieren. Edel-Allrounder Alejandro Grimaldo und Stürmer Patrik Schick, die erfolgreichsten Scorer der Werkself, saßen verletzt auf der Tribüne. Dazu las sich die Startformation des Effzeh wie eine Kampfansage, ganz im Sinne von Kwasnioks Ankündigungen. Der FC setzte auf die identische Anfangsformation wie am vergangenen Spieltag gegen St. Pauli. Auf dem Papier blieb Kwasniok seinem Versprechen vom mutigen Fußball treu. Allerdings nur bis Schiedsrichter Harm Osmers anpfiff.

Denn dann offenbarte sich, dass die Domstädter im Duell mit den rasch kombinierenden Leverkusenern kaum die Füße auf den Rasen bekamen. „Wir haben gar keinen Zugriff bekommen, wollten sie auch in Mann-Mann anlaufen. Aber ich habe da keine Aktion gesehen, weil es einfach zu lange gedauert hat, bis es vom Geist in den Beinen war und die Jungs dann beim Gegenspieler gewesen sind. Da war der Ball meistens weg, während die Leverkusener das einfach deutlich besser hinbekommen haben“, monierte Kwasniok im Sky-Interview. Damit brachte er den Auftritt seines Teams auf den Punkt. Zu langsam im Kopf, zu spät in den Zweikämpfen.

Kwasnioks Konzept verpufft gegen Leverkusen

Von der erhofften Durchschlagskraft in der Offensive blieb lediglich eine nennenswerte Gelegenheit von Luca Waldschmidt in der 20. Minute. Said El Mala ließ Leverkusens Malik Tillman mit einer Finte stehen, zog in den Strafraum der Gegner und passte den Ball mit dem Außenrist auf den einlaufenden Waldschmidt. Dieser bewies in dieser Situation kein gutes Timing und konnte das Zuspiel nicht verwerten. Damit war die beste Gelegenheit vertan, gegen die Werkself in Führung zu gehen. Ansonsten ging beim 1. FC Köln nur wenig zusammen: Schlampige Zuspiele und eine quasi unsichtbare vordere Kette aus Marius Bülter, El Mala und Waldschmidt brachten Kwasniok dazu, zur Pause gleich drei Wechsel vorzunehmen: „Weil es eben nicht so gut war, habe ich in der zweiten Halbzeit gesagt, dass es nur noch um den zweiten Ball geht. Wir haben Körperlichkeit und Geschwindigkeit reingebracht. Das war die Idee für die zweite Halbzeit, aber leider ist sie nach hinten losgegangen“, gab der 44-Jährige im Anschluss an die Partie zu.

Der Blick geht nach unten

Köln muss den Blick vorerst klar nach unten richten. Zwei Punkte aus fünf Partien haben das mühsam erarbeitete Polster deutlich schmelzen lassen. Dennoch sei das kein Grund zur Panik, meint Kwasniok: „Uns war von Anfang an klar, dass wir einzig und allein um den Klassenerhalt kämpfen würden“. Mit Ruhe, fokussierter Arbeit und Punkten in den direkten Duellen auf Augenhöhe, wie am kommenden Samstag gegen Union Berlin, könne der FC die Trendwende noch aus eigener Kraft erzwingen. Vielleicht stimmt gegen die Köpenicker dann auch wieder die Verbindung zwischen „Beinen und Geist“.