Said El Mala rettet dem 1. FC Köln in Bremen den Punkt

Said El Mala trifft auch gegen Bremen
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Said El Mala rettet dem 1. FC Köln in Bremen den Punkt

Der FC hat die dritte Niederlage in Serie abwenden können. Der 1. FC Köln holt einen Punkt bei Werder Bremen. Und den dank eines späten Treffers von Said El Mala. Zuvor hatte Marco Friedl getroffen

Das Weserstadion bleibt für den FC weiterhin ein schwieriges Pflaster. Die Kölner warten nach 30 Jahren weiterhin auf ihren zweiten Erfolg an der Weser. Immerhin rettete Said El Mala den Kölnern einen Punkt. Marco Friedl traf für Werder, El Mala glich spät aus. Allerdings war der Zähler aufgrund einer desolaten ersten Halbzeit dann doch schmeichelhaft.

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Am Freitag hatte Lukas Kwasniok die Startelf-Nominierung von Rav van den Berg zumindest als Option angedacht, am Samstag entschied er sich zunächst gegen den Niederländer. Dafür startete Sebastian Sebulonsen in der Dreierkette, etwas überraschend gemeinsam mit Dominique Heintz und Cenk Özkacar. Erstmals stand auch Alessio Castro-Montes von Beginn an auf der linken Schiene in der Anfangsformation. Der FC hatte somit im 14. Pflichtspiel zum 14. Mal eine unterschiedliche Startelf auf dem Platz. Auf der rechten Schiene begann dafür Jan Thielmann, so dass in der Offensive Said El Mala und Jakub Kaminski Marius Bülter flankierten. Die ersten Minuten gehörten aber dem Gastgeber. Auch, weil der FC sich in der letzten Reihe noch nicht so richtig sortiert hatte.

Friedl nickt locker ein

Und die musste sich früh neu sortieren, denn nach gut zehn Minuten verletzte sich Heintz und wurde dann doch durch van den Berg ersetzt. Die erste dicke Chance hatte dann aber trotz der Bremer Überlegenheit der FC. El Mala wurde an der Mittellinie angespielt, nahm Tempo auf und suchte in der Box den Abschluss, setzte aber eine Etage zu hoch an (16.). Doch Bremen war das bessere Team, hatte deutlich mehr vom Spiel und belohnte sich. Nach einer Ecke klärte Castro-Montes die Kugel nicht clever genug, Jens Stage brachte den Ball erneut scharf vors Tor und Marco Friedl nickte ein (22.). Der Gastgeber blieb Spiel bestimmend, aber auch der FC hatte eine weitere Möglichkeit. Wieder wurde El Mala geschickt, dieses Mal blieb der Shootingstar aber im direkten Duell hängen (29.).

Gerade die linke Kölner Seite war besonders anfällig. Immer wieder wurden die Flanken vors Tor geschlagen, immer wieder verteidigten die Kölner, wenn auch nicht immer sauber. Für einen Hauch von Gefahr sorgte Castro-Montes mit einem Freistoß aus dem Halbfeld. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit gab es dann auf beiden Seiten doch noch Möglichkeiten. Martel blieb mit einem Abschluss an Friedl hängen (45.), auf der anderen Seite parierte Schwäbe einen Abschluss von Cameron Puertas (45.+2). Lukas Kwasniok wechselte zur Pause, brachte für den überforderten Castro-Montes Kristoffer Lund. Auch Tom Krauß kam für Isak Johanneson. Und Lund fügte sich mit einem haarsträubenden Fehlpass ein, schickte Schmid auf die Reise, aber Schwäbe rettete weltklasse (49.). Den Nachschuss setzte Keke Topp zu hoch an.

El Mala sichert den Punkt

Doch der Angreifer netzte nur wenige Minuten später ein. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verlor Bülter den Ball gegen Stage, der die Kugel zurücklegte. Topp schob nur ein, aber Stage hatte sich zuvor im Abseits befunden (54.). Die Kölner investierten nun aber mehr in die Offensive. Unter anderem flankte El Mala auf Bülter, der aber keinen Druck hinter die Kugel bekam (61.). Bremen war längst nicht mehr so zielstrebig, setzte aber auf Konter. Der FC übernahm die Spielkontrolle, ohne wirklich gefährlich zu werden. Mit Luca Waldschmidt und Florian Kainz wechselte Kwasniok weitere Offensivkräfte ein. Doch die Kölner blieben weiterhin zu harmlos. Der ehemalige Kölner Kapitän legte sogar fast noch das 0:2 aus Kölner Sicht auf. Doch Sugawara vergab aus guter Position (86.).

Auf der anderen Seite hätte Luca Waldschmidt beinahe doch noch für einen halbwegs versöhnlichen Nachmittag gesorgt. Nach einer starken Flanke von El Mala kam der Offensivspieler zum Abschluss, traf aber nur den Pfosten (88.). Als keiner mehr so recht daran glaubte, nahm sich El Mala auf der linken Seite ein Herz. Der Schuss des Shootingstars wurde zum 1:1 abgefälscht. In der Nachspielzeit sah Niklas Stark noch die Gelb-Rote Karte. Einen Einfluss nahm das nicht mehr auf das Spiel. Am kommenden Samstag empfangen die Geißböcke dann den FC St. Pauli in Köln.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar (74. Waldschmidt), Heintz (12. Van den Berg), Sebulonsen – Castro-Montes (46. Lund), Martel (81. Kainz), Johannesson (46. Krauß), Thielmann – El Mala, Bülter, Kaminski; Tore: 1:0 Friedl (22.), 1:1 El Mala (90.+2); Gelbe Karten FC: Castro-Montes (1), Thielmann, Martel (3); Gelb-Rote Karte: Stark


Bitterer Dämpfer: Der 1. FC Köln kassiert gegen Frankfurt eine 3:4-Pleite

Marvin Schwäbe enttäuscht, während die Spieler von Frankfurt jubeln
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Bitterer Dämpfer: Der 1. FC Köln kassiert gegen Frankfurt eine 3:4-Pleite

Der FC ist mit einer bitteren Pleite in den letzten Block des Jahres gestartet. Der 1. FC Köln unterliegt Eintracht Frankfurt 3:4 und das trotz früher Führung. Es war erst die zweite Heimniederlage der Geißböcke gegen Frankfurt seit 1994.

Die Kölner haben sich viel für die Begegnung gegen die Hessen vorgenommen, sie wurden unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt. Der 1. FC Köln unterliegt Eintracht Frankfurt nach Toren von Jakub Kaminski, Marius Bülter und Luca Waldschmidt sowie Arthur Theate, Mahmoud Daoud und Jonathan Burkardt (2) 3:4.

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Lukas Kwasniok wechselte nach der Länderspielpause im Vergleich zur 1:3-Pleite im Rheinderby auf vier Positionen. Im Offensivbereich rückte Jakub Kaminski für Said El Mala wieder auf die gewohnte linke Offensivschiene. Dafür begann Sebastian Sebulonsen auf der rechten Abwehrseite. Wie angekündigt startete Jan Thielmann nach langer Verletzungspause auf dem rechten Flügel. In der Defensive stellt Kwasniok auf eine Viererkette um. Damit rückte Dominique Heintz für Cenk Özkacar in die Innenverteidigung neben Joel Schmied. Eric Martel begann auf der Sechs. Shootingstar Said-El-Mala übernahm vorerst die Jokerrolle und der in der Woche angeschlagene Marius Bülter nahm zudem vorerst auf der Bank Platz und wurde von Ragnar Ache ersetzt.

Frankfurt bestraft Kölner Fehler

Und das zahlte sich zunächst auch aus: Einen langen Ball von Heintz legte Ache auf Kaminski perfekt zurück. Der polnische Nationalspieler stand völlig frei am Sechzehner und schlenzte zur frühen Führung ein. Der Treffer wurde auf Abseits überprüft und schließlich gegeben. Die Frankfurter bemühten sich zunehmend in ihr Ballbesitzspiel zu finden und drängten den FC in die eigene Hälfte. Doch die Kölner Viererkette zeigte sich unbeeindruckt und sorgte immer wieder mit langen Bällen für schnelle Konter, ohne die ganz große Gefahr zu verursachen. Die beste Chance hatte noch Ache nach einer Ecke (28.). Auf der anderen Seite machte Knauff ordentlich Tempo. Unter anderem brachte Jonathan Burkardt einen Kopfball nach der Hereingabe des Nationalspielers Richtung Winkel, aber Schwäbe war zur Stelle.

Machtlos war der Keeper nach einer Ecke, als Theate beim Kopfball höher als Ache stieg und einnickte (39.). Die Kölner zeigten die richtige Reaktion und wurden nach einer Ecke durch Thielmann gefährlich, doch der Offensivspieler verfehlte das Tor. Kurz vor der Pause bekamen die Geißböcke dann die Quittung für viel zu einfache Ballverluste. So vertändelte Sebulonsen die Kugel, über Umwege kam Fares Chaibi zu Abschluss. Schwäbe parierte unglücklicherweise direkt in den Fuß von Mohammed Dahoud, der seinen ersten Startelfeinsatz nutzte und den Ball nur noch ins Tor schieben musste (45. +6). Nach dem Wechsel hätte Thielmann die Hessen früh schicken können, als er alleine Richtung Tor lief, doch das Kölner Eigengewächs verpasste den richtigen Zeitpunkt, hätte vielleicht auf den mitgeeilten Kristoffer Lund spielen müssen (48.).

Burkardt macht mit Doppelpack alles klar.

Die Eintracht war nun viel griffiger, der FC dagegen viel anfälliger. Chaibi und Burkardt kombinierten sich durch die Kölner Innenverteidigung. Schwäbe konnte den Ball im letzten Moment noch von Chaibis Füßen fischen (51.). Immer wieder beschäftigte die Frankfurter Offensive nun die Kölner Abwehr. Entfaltung gab es nur noch selten. Das hohe Pressing der Gäste bewährte sich. Burkardt leitete sein erstes Tor selbst über einen Seitenwechsel auf den rechts mitgelaufenen Ritsu Doan ein. Der Flügelspieler zog im Eins-gegen-Eins zu leicht an Kristoffer Lund vorbei und flankte auf den ersten Pfosten, wo Burkardt den Ball mit dem ersten Kontakt ins Tor zur 3:1 Führung lenkte (60.). Keine zwei Minuten später nutzten die Frankfurter eiskalt ihre nächste Chance und erhöhten auf 4:1 (63.). Wieder war es Burkardt, der Lund stehen ließ. Die Vorarbeit kam von Ansgar Knauff.

Lukas Kwasniok brachte frische Kräfte. Und Said El Mala fügte sich direkt mit einer starken Aktion ein, doch den Versuch des Kölner Youngsters grätschte Robin Koch im letzten Moment weg. Der FC mühte sich auch weiterhin, doch die ganz großen Ideen hatte die Offensivabteilung nicht mehr. Erst in der Schlussphase wurden die Kölner wieder aktiver und belohnten sich. Der eingewechselte Marius Bülter kam in der Box an den Ball und verkürzte noch einmal. Der FC machte weiter Druck, hatte auch weiterer Chancen. Unter anderem scheiterte der Youngster in der Nachspielzeit am Pfosten. Dann war der eingewechselte Waldschmidt noch einmal nach El-Mala-Flanke per Kopf zur Stelle (90.+3). Beim 3:4 blieb es am Ende. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast bei Werder Bremen (15:30 Uhr, Liveticker aus Bremen bei come-on-fc.com).

1. FC Köln: Schwäbe – Lund, Heintz, Schmied (62. Kainz), Sebulonsen (81. Castro-Montes) – Martel, Huseinbasic (76. Waldschmidt), Johannesson – Kaminski, Thielmann (62. El Mala) – Ache (76. Bülter); Tore: 1:0 Kaminski (4.), 1:1 Theate (39.), 1:2 Dahoud (45.+), 1:3, 1:4 Burkardt (60., 63.), 2:4 Bülter (82.), 3:4 Waldschmidt (90.+3)


Frauen des 1. FC Köln reisen im Pokal zum Zweitliga-Ersten: Schwarze Serie durchbrechen für den großen Traum

Die Spielerinnen des 1. FC Köln vor dem Duell gegen Leipzig
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Frauen des 1. FC Köln reisen im Pokal zum Zweitliga-Ersten: Schwarze Serie durchbrechen für den großen Traum

Die Frauen des 1. FC Köln stehen am Sonntag vor der nächsten Bewährungsprobe: Im Achtelfinale des DFB-Pokals soll der Zweitligist SC Sand nicht zum Stolperstein werden. Dafür müssen die Kölnerinnen jedoch ihre schwarze Serie in der deutsch-französischen Grenzregion beenden.

Für einen Sieg müssen die Kölnerinnen ihre schwarze Serie in der deutsch-französischen Grenzregion beenden. Die Frauen des 1. FC Köln stehen am Sonntag vor der nächsten Bewährungsprobe.

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Der zweite Einsatz im DFB-Pokal führt die FC-Frauen in dieser Saison in die deutsch-französische Grenzregion. Nach dem deutlichen 6:0 in der ersten Hauptrunde in Kleve beim VfR Warbeyen steht auch im Achtelfinale ein Auswärtsspiel bei einem Zweitligisten an. Die Aufgabe wird diesmal jedoch deutlich schwieriger, denn es geht nach Willstätt in Baden-Württemberg, nur knapp zwanzig Kilometer entfernt von der französischen Großstadt Straßburg. Dort heißt der Gegner SC Sand, langjähriger Bundesligist und aktueller Tabellenführer der zweiten Bundesliga.

“Wir wollen in die nächste Runde einziehen“

Die FC-Frauen reisen als Favoritinnen an, doch unterschätzen dürfen und werden sie den Gegner keineswegs. Dafür besteht mit Blick in die Historie auch überhaupt kein Anlass: Die letzten Erfolge des 1. FC Köln auswärts beim SC Sand liegen eine gefühlte Ewigkeit zurück: 2011 und 2012 gelangen jeweils 2:0-Siege in der zweiten Bundesliga, seither gab es in fünf Anläufen vier Niederlagen und lediglich ein Unentschieden. Setzt sich diese Serie fort, wäre der Traum vom Pokal-Finale im eigenen Wohnzimmer wieder einmal geplatzt. In dieser Saison steigt das Endspiel am 14. Mai im Müngersdorfer Stadion.

Doch die Kölnerinnen sind fest entschlossen, ihren jüngsten Aufwärtstrend auch am Sonntag im Pokal fortzusetzen. „Wir wollen in die nächste Runde einziehen“, äußerte die Trainerin Britta Carlson ohne Umschweife, warnte aber auch davor, den kommenden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es ist eine erfahrene Mannschaft mit einem ekligen Platz. Ich glaube, keiner spielt gerne beim SC Sand. Ich kenne das auch noch aus der Zeit beim VfL Wolfsburg. Es wird sicherlich kein einfaches Spiel. Wir sind in der Favoritenrolle, mal ein bisschen anders vielleicht als in der Liga.“

“Mit jedem Spiel mehr fühle ich mich wohler“

Dabei wird der FC sicher auch auf die Qualität der eigenen Spielerinnen vertrauen. So beispielsweise von Pauline Bremer, die nach ihrer Verletzung zu Saisonbeginn mittlerweile immer besser in Fahrt kommt. „Das war natürlich super ärgerlich“, blickte die Stürmerin auf ihre ersten Wochen am Geißbockheim zurück, „aber mit jedem Spiel mehr fühle ich mich wohler.“ Zuletzt sicherte Bremer mit ihrem späten Tor zum 1:0 die drei Punkte in der Bundesliga gegen Hoffenheim.

Der SC Sand hat mit Pija Reininger und Julia Matuschewski allerdings auch zwei treffsichere Spielerinnen in ihren Reihen, die in der Liga zusammen 13 der 25 Tore für das Team erzielt haben. Die Süddeutschen hatten sich mit einem 3:0-Sieg im Zweitliga-Duell beim SV Meppen für das Achtelfinale qualifiziert.


DFB-Nominierung, Medienrummel, Fanliebe und Druck – Das hat es mit dem Hype um Said El Mala auf sich

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DFB-Nominierung, Medienrummel, Fanliebe und Druck – Das hat es mit dem Hype um Said El Mala auf sich



Die Südkurve singt seinen Namen, die Medien überschlagen sich: Said El Mala ist der neuer Star am Geißbockheim. Doch die guten Leistungen bringen auch Druck mit sich beim 1. FC Köln: Der Hype um Said El Mala.

Trotz der bitteren Derby-Niederlage ist die Stimmung gut am Geißbockheim. Das liegt nicht nicht nur am Karnevalsauftakt, viel größer ist der Anteil von Shootingstar Said El Mala. Der 19-Jährige hat mit seinen Leistungen zuletzt für viel Aufsehen um seine Person gesorgt beim 1. FC Köln: Der Hype um Said El Mala.

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Von Marie Reiners und Hendrik Broschart

Länderspielpausen gehen für einige Effzeh-Fans wohl eher in Richtung Stimmungskiller als Fußballfest. Alle paar Wochen müssen sich die Anhänger statt mit der Herzensmannschaft dann doch mit der DFB-Elf „begnügen“. Diesmal ist das jedoch anders. Denn endlich steht wieder ein Geißbock im Aufgebot der Nationalmannschaft. Sturmjuwel Said El Mala hat die Bundesliga mit seinen spektakulären Dribblings und sehenswerten Toren so sehr begeistert, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn für den Lehrgang gegen Luxemburg und die Slowakei nominierte.

Durch die Nominierung ist El Mala noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Genau darin zeigt sich, wie sehr sportlicher Erfolg heutzutage auch von medialer Inszenierung begleitet wird. Doch woher kommt dieser Rummel und wann wird aus berechtigter Begeisterung ein übertriebener Hype? Darüber hat come-on-fc.com mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Christoph Bertling von der Deutschen Sporthochschule Köln gesprochen.

Zwischen Begeisterung und Opportunismus: Wie der El-Mala-Hype die Medien treibt

Jeder Ballkontakt von Said El Mala löst ein Raunen im Stadion aus, und selbst kleinste Nebensächlichkeiten scheinen zur Breaking News zu werden. Längst ist von einem medialen Hype die Rede. Hypes ließen sich dadurch definieren, „dass ein Thema immer weiter in seiner Tiefe und Breite mit enormer Kraft in die Öffentlichkeit getragen wird. Dabei entspricht die Nachrichtenlage längst nicht mehr dem Umfang der Berichterstattung“, sagte Bertling. Die geht über die erbrachten Leistungen längst hinaus. Seriöse Medien vermelden beispielsweise, ein konkretes Interesse von Top-Clubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund und heizen die Sorge, vor einem Abschied genauso an, wie die Aussicht auf Millionen. Hinter der jüngsten El-Mala-Newsflut stecke auch ein wirtschaftliches Interesse vieler Medien, erklärt der Experte: „Man erkennt hier häufig einen gewissen Opportunismus bei Journalistinnen und Journalisten. Sie versuchen, eine große Reichweite zu erzielen und setzen deshalb immer stärker auf diesen Hype.“

Said El Mala – Der größte Coup in der jüngeren Geschichte des 1. FC Köln (SZ-Digital, 28. Oktober)

Einschaltquoten, Klicks und Reichweite wögen dabei oft schwerer als journalistische Prinzipien: „Eigentlich sollte der Journalismus die sportliche Leistung, das Alter und die Position kritisch einordnen und nicht den Hype unreflektiert übernehmen. Wenn Fans in den sozialen Medien oder auf Blogs euphorisch reagieren, ist das völlig in Ordnung. Das gehört zu ihrer Rolle. Der Journalismus ist jedoch dafür da, diese Phänomene zu erklären und einzuordnen. Das geschieht jedoch häufig nicht, stattdessen lassen sich viele Redaktionen emotional mitreißen und verstärken den Hype dadurch noch.“ Doch ist ein Hype nicht erst durch das ins Spiel bringen eben dieser Formulierung erst so richtig losgetreten worden? Und, wenn Journalisten bewusst auf viele Klicks abzielen, befriedigen sie damit nicht eine offenbar besonders große Nachfrage? Immerhin werden die Artikel ja geklickt. Ab wann wird aus einer Berichterstattung überhaupt ein Hype?

Zwischen Medienrummel und Spielerwohl

Es ist ein schmaler Grad zwischen dem Aufbau einer künstlichen und inszenierten Aufregung und einer journalistischen Abbildung des Geschehens, die das gesteigerte Interesse der Öffentlichkeit bedient. Gleichzeitig sei es zu kurz gedacht, die Verantwortung allein bei den Medien zu suchen: „Es ist der ureigene Mechanismus. Sportjournalismus lebt von Stars. Es geht nicht nur um Fußball, sondern auch um ein bisschen Show.“ Sportmedienschaffende befinden sich bei Personalien wie der von Said El Mala in einer schwierigen Lage. Denn es sind Geschichten wie die des gebürtigen Krefelders, des fast gescheiterten Talents, das über Umwege den Durchbruch schafft und nun einen kometenhaften Aufstieg erlebt, die dem Fußball jene besondere Faszination verleihen, die ihn umtreibt.

Jene Geschichten sind es aber auch, die die Sehnsucht nach einem großen Star in Köln befriedigen. Einem Spieler, der nach der schmerzhaften Causa Wirtz die Kölner Seele zu heilen vermag. Der Hoffnung auf Erfolg und die ganz großen Transfereinnahmen schürt und somit ein Stück weit Wiedergutmachung liefern könnte. Der Trubel um den Teenager stellt sowohl den Verein als auch sein privates Umfeld vor eine Herausforderung. El Mala soll geschützt werden, ohne ihn vollständig von der Öffentlichkeit abzuschirmen. Anfang Oktober erklärte sein Berater dem Kölner Stadt-Anzeiger gegenüber: „Es gibt leider auch ein paar Dinge, die dem Jungen und dem FC schaden. Unruhe bringen zu viele mediale Spekulationen und Influencer, die um jeden Klick und jedes Like kämpfen. Außerdem tauchen plötzlich Berater auf, die sich früher nie für den Spieler interessiert haben, und buhlen um Said.“

“Wir müssen jetzt unbedingt damit aufhören, Said El Mala kleinzuhalten!” (Fußball-Creator Max Giesen (giesenmax) via Instagram am 19. Oktober) 

Doch nicht nur das Umfeld, sondern auch der Spieler selbst ist gefordert. Bertling sieht ihn in der Pflicht, zusätzlich eigene Strategien zum Umgang mit dem medialen Druck zu entwickeln: „Oftmals verstehen junge Spieler sehr schnell, wenn man ihnen direkt erklärt, wie Journalisten aus welchen Gründen Geschichten zusammenstellen und welche Notlagen hinter bestimmten Berichten stehen. Wenn sie die Mechanismen begreifen, nehmen sie es nicht mehr so persönlich, sondern denken sich: ‚Ah ja, so ist das`“.

Heldenstatus auf Probe

Fußball ist zwar ein Mannschaftssport, doch seit jeher ziehen Einzelspieler die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Schon zu Zeiten von Pelé, Maradona oder Beckenbauer standen die Stars im Mittelpunkt des Interesses, und daran hat sich bis heute wenig geändert. Fans folgen zunehmend den Spielern, weniger den Vereinen. Die Suche nach dem nächsten großen Star beginnt immer früher. El Mala ist ein aktuelles Beispiel dafür, wie junge Talente in kürzester Zeit zum Mittelpunkt der Öffentlichkeit werden. Seine unbekümmerten Auftritte verbinden Veranlagung, Lockerheit und Selbstvertrauen.

Schon wenige Auftritte genügten, um ihn mit Lukas Podolski zu vergleichen, der einst ähnlich fröhlich die Domstadt und später ganz Deutschland begeisterte. Ein öffentlicher Aufruf, El Mala solle mit zur WM 2026, folgte prompt und zeigt, wie schnell aus Begeisterung Heldenstatus entstehen kann. El Mala euphorisiert die Stadt und bekommt nach kürzester Zeit sogar seinen eigenen Song von den Fans. Eine nicht aufzuhaltende Spirale entsteht, der sich weder die Anhänger noch der Verein oder die Medien entziehen können.

Kwasnioks Wunder-Junge jetzt schon besser als Poldi (BILD-Online, 3. November)

Zahlreiche gescheiterte Karrieren vieler hochgehandelter Talente belegen, dass Erwartungen und Vergleiche zur Last werden können. Je euphorischer und ungefilterter über ein vermeintliches Jahrhunderttalent gesprochen wird, desto schmerzhafter kann der Fall sein. Bertling erklärt: „Wir wissen aus der Forschung, dass negative Effekte einen viel stärkeren Einfluss auf Menschen haben als positive. Momentan kann es ihn bestärken, wenn er die Situation richtig einordnet. Wenn er seine Leistung aber nicht mehr bestätigen kann, dann ist die Gefahr viel größer, dass es ihn hemmt.“ So wurde es auch zum Stadtgespräch, dass der Youngster im Rheinderby bereits nach 45 Minuten ausgewechselt wurde. „Er war nicht gut, deswegen habe ich ihn rausgenommen. So einfach ist das“, machte Kwasniok im Anschluss an die Partie deutlich.

Die Zauberformel lautet: „Behutsam-Hype“

Schon Anfang Oktober mahnte der Trainer zu einem behutsamen Umgang mit seinem Schützling. Die Situation des Teenagers, der laut mancher Stimmen aus der Sportmedienlandschaft nach nur wenigen Bundesligaminuten schon ganz oben angekommen ist, sei „vergleichbar mit der ersten Liebe“, so der Trainer des 1. FC Köln damals. Er habe immer wieder talentierte Jungs erlebt, „die sich mit 14 das erste Mal verlieben“. Das habe häufig irreversible Brüche in den Karrieren zur Folge.

Und auch der Bundestrainer machte umgehend nach der Nominierung deutlich, dass die Berufung nicht überbewertet werden sollte: „Der Spieler muss klar verstehen, warum er hier ist und was seine Aufgabe ist. Es kann aber durchaus sein, dass er das zweite Spiel dann schon wieder bei der U21 ist“, sagte Nagelsmann. Festhzuhalten bleibt aber: Selbst wenn El Malas Ausflug zur Nationalelf nur von kurzer Dauer bleibt, markiert er doch die nächste Stufe im ohnehin brodelnden Hype um den 19-Jährigen und eine Bestätigung seiner Leistungsexplosion der letzten Wochen.


Patrik Kristal: Wieder für die A-Nationalmannschaft nominiert, auf die Kölner Profis muss er noch warten

Patrik Kristal im Trikot der estnischen Nationalmannschaft
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Patrik Kristal: Wieder für die A-Nationalmannschaft nominiert, auf die Kölner Profis muss er noch warten

Das Talent des 1. FC Köln Patrik Kristal ist wieder für die A-Nationalmannschaft Estlands nominiert. Und das nicht zum ersten Mal. Für den Sprung zu den Kölner Profis ist es für den gerade noch 17-Jährigen aber noch zu früh.

Bereits mit 16 feierte der Youngster sein Debüt in der A-Elf seines Landes. So richtig durchstarten kann der U21-Spieler aber noch nicht beim 1. FC Köln: Patrik Kristal ist wieder für die A-Nationalmannschaft Estlands nominiert.

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Zum Geburtstag gibt es mal wieder ein besonderes Spiel. Am Mittwoch wird Patrik Kristal volljährig, am Donnerstag steht für den jetzt noch 17-Jährigen das Länderspiel gegen Norwegen auf dem Spielplan. Der Kölner Youngster bekommt es mit Erling Haaland zu tun. Es ist zwar ein WM-Qualifikationsspiel, doch das Ticket in die USA, nach Mexiko oder Kanada ist bereits außer Reichweite. Vor einem guten Jahr gab der Mittelfeldspieler sein Debüt für die A-Nationalmannschaft, das mit gerade einmal 16 Jahren. „Das ist bis heute ein Rekord. Und das ist mir sehr wichtig“, sagte Kristal im Sommer noch in der soccernet.ee-Talkshow „Life Behind the Ball“. Tatsächlich hatte die Nominierung im September 2024 für Furore gesorgt. Patrik wandelt auf den Spuren seines Vaters Marko Kristal, einer estnischen Legende.

Am Wochenende der erste Scorer

„Es heißt immer, er ist der Sohn von Marko. Ich will aber, dass es irgendwann heißt, er ist der Vater von Patrik“, so die ambitionierten Ziele des Mittelfeldspielers. Beim FC wurde der Offensivspieler im vergangenen Winter verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet. Man hält große Stücke auf Kristal. Wenngleich der Weg zu den Profis ganz offensichtlich noch ein weiter ist. Bislang hat der Mittelfeldspieler noch nicht bei Lukas Kwasniok mittrainieren dürfen, ist fester Bestandteil des U21-Kaders – wenn auch nicht unumstrittener Stammspieler. Am vergangenen Wochenende legte Kristal mal wieder ein Tor auf. Der erste Scorerpunkt in dieser Spielzeit. In der Vorbereitung hatte der Mittelfeldspieler gleich mehrere ordentliche Begegnungen abgeliefert.

Das Talent ist unumstritten, das Potenzial groß. Nicht umsonst spielt der 17-Jährige bereits A-Nationalmannschaft. Auch, wenn der Weg in die A-Elf Estlands vielleicht nicht so weit ist, wie bei anderen Nationen, ein großer Erfolg. Der Weg ist für sein Alter ein beeindruckender. In der Saison 2021/22 lief das Offensivtalent 32 Mal in der Esiliiga, der zweithöchsten estnischen Liga auf. Zudem stand das Talent 27 Mal in der Startelf und erzielte sechs Tore für die Reserve seines Heimatclubs. In derselben Spielzeit gab der Youngster mit nur 14-Jahren für FCI Levadia sein Debüt sowie sein Startelf-Debüt in der ersten estnischen Liga, der Premium Liiga. Levadia beendete die Saison 2021/22 als Tabellenerster, wurde Meister. Kristal wechselte im Februar 2024 zu Paide Linnameeskond.

Patrik Kristal hat hohe Ziele

Nun will er in Köln seinen Weg machen. Dabei spielt der FC in den langfristigen Planungen aber nur die Rolle einer Zwischenstation. Kristal will in die Premier League. „Das ist die beste der Top-5-Ligen“, sagte der Mittelfeldspieler im Sommer. Erst einmal sollte das Talent dafür bei den Profis in Köln zum Zug kommen. Ob der Aufstieg des Youngster auch in Deutschland so schnell kommt, ist offen. Doch beim FC verspürt man keinen Druck. „Es wäre jetzt schwierig, dem Jungen einen Rucksack aufzusetzen und in die Glaskugel zu gucken“, so U21-Coach Evangelos Sbonias im vergangenen Winter. Schon damals deutete der Trainer an, dass Kristal noch an seiner Körperlichkeit arbeiten müsse. Daran hat sich wohl noch nicht viel geändert.


Bereits die dritte muskuläre Verletzung der Saison: Die Achterbahnfahrt von Jaka Potocnik geht weiter

Jaka Potocnik sammelt Einsatzzeit
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Bereits die dritte muskuläre Verletzung der Saison: Die Achterbahnfahrt von Jaka Potocnik geht weiter

Am Wochenende noch als Matchwinner gefeiert, nun der nächste Rückschlag für den verliehenen Stürmer des 1. FC Köln: Jaka Potocnik fällt erneut verletzt aus.

Die Hoffnung war groß, dass der Durchbruch nun gelingen würde. Doch aktuell ist man sicherlich eher besorgt beim 1. FC Köln: Jaka Potocnik fällt erneut verletzt aus. Der Stürmer hat sich zum dritten Mal in dieser Saison eine muskuläre Verletzung zugezogen.

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So wirklich lange hielt das Hochgefühl rund um Jaka Potocnik dann nicht. Noch am Wochenende hatte der junge Slowene das erste Mal in der Startelf bei Rot-Weiss Essen gestanden, umgehend ein Tor erzielt und RWE zum Erfolg gegen Ingolstadt geführt. Kurz vor Spielende erfolgte die Auswechslung. Und wie sich jetzt herausstellt aus nicht ganz so erfreulichen Gründen. Potocnik hat sich offenbar eine muskuläre Verletzung zugezogen und wird erneut ausfallen – voraussichtlich wochenlang. Nun heißt es Regeneration anstatt von EM-Qualifikation mit der U21 von Slowenien, unter anderem gegen Rav van den Berg bei den Niederlanden. Ein herber Dämpfer für den 20-Jährigen, der am Wochenende nach einem harten Saisonauftakt endlich angekommen schien.

Bereits die dritte muskuläre Verletzung

Doch die Realität sieht nur wenige Tage später eben anders aus. Schon in der Vorbereitung hatte ein Muskelfaserriss den Stürmer ausgebremst. Potocnik war bekanntlich gerade erst an die Hafenstraße verliehen worden. Der Angreifer soll Spielpraxis sammeln, um auch beim FC bei den Profis anzukommen. Zwar feierte der Slowene in der vergangenen Spielzeit schon sein Debüt für die Geißböcke, allerdings nur mit einem Kurzeinsatz. Auf einen weiteren Einsatz wartete Potocnik vergebens. Ende August gab der 20-Jährige dann auch sein Debüt für RWE, spielte zwei weitere Begegnungen, saß bei zwei weiteren auf der Bank, bevor die nächste Muskelverletzung dazwischen kam.

Potocnik kämpfte sich erneut zurück, spielte zuletzt zwei Mal. Unter anderem ganz stark gegen Ingolstadt. Das fand auch Trainer Uwe Koschinat, der erklärte, dass Potocniks Potenzial in Europa nicht unbekannt sei. Jetzt also die nächste Hiobsbotschaft. Beim FC hat man natürlich ein genaues Auge auf den Angreifer. Potocnik war bekanntlich von den Kölnern als Nachwuchsspieler unter Vertrag genommen worden. In dessen Folge war der FC von der FIFA mit einem Registrierungsverbot belegt worden. Eine Transfersperre, die die Kölner arg beutelte und sicherlich nicht unschuldig an dem Abstieg war. Der FC ist für Potocnik also ein hohes Risiko eingegangen und hofft nach wie vor, dass sich die Verpflichtung früher oder später auszahlt. Ein Grundstein soll die Leihe nach Essen legen. Doch dort gibt es nun den nächsten Dämpfer.


„Überraschungsmannschaft der Saison“: FC-Frauen spielen Rekord-Hinrunde

Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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„Überraschungsmannschaft der Saison“: FC-Frauen spielen Rekord-Hinrunde

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln sind auf dem besten Weg, ihr Saisonziel schon vor Weihnachten zu realisieren. Nach dem 1:0-Erfolg gegen Hoffenheim und insgesamt sieben Punkten aus der englischen Woche hat das Team jetzt schon so viele Punkte gesammelt wie nach der kompletten Vorsaison. Die Frauen des 1. FC Köln spielen eine Rekord-Hinrunde.

Die Kölnerinnen spielen die beste erste Bundesliga-Halbserie ihrer Geschichte. Bereits zum aktuellen Zeitpunkt hat das Team von Britta Carlson den Punktestand der kompletten vergangenen Saison erreicht. Die Frauen des 1. FC Köln spielen eine Rekord-Hinrunde.

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Den gemeinsamen Jubel mit den Fans hatten sich die Spielerinnen nach dem Abpfiff redlich verdient. Die FC-Frauen fuhren mit dem 1:0 gegen die TSG Hoffenheim bereits den vierten Saisonsieg ein – und haben damit schon jetzt einmal mehr gewonnen als in der kompletten vergangenen Spielzeit. Mit 14 Punkten ist jetzt bereits exakt dieselbe Ausbeute erreicht wie am Ende der vergangenen Saison – und allein die Hinrunde hat jetzt noch drei Spiele. Die Kölnerinnen spielen die beste erste Bundesliga-Halbserie ihrer Geschichte. Der Rekord lag bisher bei 12 Punkten aus der Saison 2021/22.

„Ich bin total happy“

„Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, kommentierte die Trainerin Britta Carlson auf diese Umstände angesprochen, „dass wir immer besser zusammenfinden. Wir hätten sogar noch ein paar Punkte mehr haben können, aber ich bin total happy, dass wir so früh so viele Punkte haben. Genau das haben wir uns vorgenommen, dass wir so ein bisschen die Überraschungsmannschaft sind in dieser Saison und dass wir auf jeden Fall Richtung einstelligem Tabellenplatz wollen. Da sind wir mehr als auf einem guten Weg.“

Carlson lobte ihre Mannschaft für den Auftritt gegen die TSG: „Wir haben eine tolle Moral bewiesen das ganze Spiel, das Tempo hochgehalten und gehen als verdiente Siegerinnen vom Platz.“ Die Matchwinnerin war dabei ausgerechnet Pauline Bremer, die zuvor noch eine sehr gute Möglichkeit ungenutzt ließ: „Das hat mich natürlich super geärgert, weil das die Chancen sind, die wir uns erarbeiten. Die müssen wir dann einfach nutzen“, gab die Stürmerhin hinterher zu, „ich versuche mich dann einfach auf die nächste Chance zu konzentrieren. Und die war ja zum Glück drin.“

“Die beiden harmonieren immer besser da vorne“

Auch die Trainerin freute sich für ihre Angreiferin: „Pauli hat sich einfach auch belohnt, wie das gesamte Team, für die Leistung, für die Intensität. Ich hatte zwischendurch einmal kurz Kontakt mit ihr, ob es noch geht, weil sie die Woche vorher krank war. Ich hatte sie bewusst in Frankfurt in der ersten Halbzeit draußen gelassen, um sie auch nicht gleich wieder von Null auf Einhundert zu bringen. Und dann hat sie den Daumen hoch gemacht und dann war ich mir sicher, dass sie auf jeden Fall noch mal eine Chance bekommt.“

Dabei kristallisiert sich mit Bremer und Sandra Jessen ein neuer Traum-Sturm heraus: „Die beiden harmonieren immer besser da vorne zusammen, legen sich die Bälle auch gegenseitig auf, wenn es geht. Da ist dann wenig Stürmer-Egoismus, sondern es geht nur ums Team.“ Letztlich war es übrigens weniger der Sieg zum Abschluss der erfolgreichen englischen Woche, der den Spielerinnen die Teilnahme am Karnevalsauftakt am Dienstag ermöglichte. Der Elfte im Elften ist bei den FC-Frauen trainingsfrei: „Dienstag haben wir frei, weil es zwei Tage nach dem Spiel ist“, verriet Carlson und ergänzte augenzwinkernd: „Da haben die Spielerinnen ein bisschen Glück gehabt mit Karneval. Aber nach so einer Leistung hätten wir auch sonst eine Belohnung ausgesprochen.“

Dennoch betonte die Trainerin auch: „Auf Karneval können wir nur bedingt Rücksicht nehmen, weil wir am Wochenende wieder ein schweres Spiel haben und dann in die nächste Runde im Pokal einziehen wollen.“ Die FC-Frauen sind am Sonntag (13 Uhr) beim Zweitliga-Spitzenreiter SC Sand zu Gast im Achtelfinale des DFB-Pokals.


Said El Mala beim DFB – das sagt Julian Nagelsmann: Zwischen WM-Ticket und mahnenden Worten

Said El Mala bei seinem ersten Auftritt für den DFB
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Said El Mala beim DFB – das sagt Julian Nagelsmann: Zwischen WM-Ticket und mahnenden Worten

Am Montag trainiert Said El Mala erstmals mit der A-Nationalmannschaft. Der Kölner Shootingstar könnte in den bevorstehenden Partien sein Debüt feiern. Nach sechs Jahren gäbe es wieder ein Nationalspieler beim 1. FC Köln: Julian Nagelsmann richtet mahnende Worte an Said El Mala.

Zum ersten Mal seit sechs Jahren gibt es wieder einen deutschen Nationalspieler bei den Geißböcken. Dementsprechend ist die Freude groß beim 1. FC Köln: Doch Bundestrainer Julian Nagelsmann richtet auch mahnende Worte an Said El Mala.

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Auch Tage nach der ersten Nominierung wird über jene unter den Experten noch fleißig diskutiert. Der eine hält die Berufung von Said El Mala in die A-Nationalmannschaft für verfrüht, Lothar Matthäus bekräftigte erst am Samstagabend im Rahmen des Rheinischen Derbys, dass für eine Nominierung nicht der Zeitpunkt entscheidend sei. Es stelle sich nicht die Frage, ob zu früh, vielmehr ginge es um das Thema gut genug, so der Tenor des Rekordnationalspielers. Zuletzt meldete sich dann auch Felix Magath zu Wort und erklärte sinngemäß, dass eine solche Nominierung auch das Risiko einer gewissen Unruhe biete. Am Ende des Tages trifft die Entscheidung über die Berufung seiner Spieler aber einzig und alleine der Bundestrainer und Julian Nagelsmann hat El Mala nun einmal ins Team geholt.

„Es sind viele Spieler in der Verlosung“

Am Montagnachmittag wird der 19-Jährige also das erste Mal mit der Mannschaft und dem Bundestrainer auf dem Platz stehen. Andere Talente sind dafür nicht mit dabei. Gerade die Nicht-Berücksichtigung von Lennart Karl hatte den ein oder anderen überrascht. Der Bayern-Youngster spielt dafür erstmals bei der deutschen U21 vor. Seine Beweggründe erklärte Julian Nagelsmann dann auf der Pressekonferenz am Montagmittag in Wolfsburg. „El Mala hat etwas mehr Bundesligaminuten. Auch Karl ist natürlich ein interessanter Spieler, der wie El Mala ein Profil hat, das wir nicht allzu oft haben“, sagte der Bundestrainer, der betonte, dass er „kein Freund vom extrem frühen Hochpushen“ sei. „Ich muss Said jetzt einfach mal im Training sehen. Wir haben jetzt noch zwei Pflichtspiele. Im März gibt es noch zwei – hoffentlich – Testspiele, unter anderen Voraussetzungen. Es geht darum, zu spüren, wie sie sich hier bewegen und ob sie schon die Qualität haben, für das Turnier infrage zu kommen.“ 

El Mala kann also die kommenden Tage durchaus als WM-Bewerbung betrachten. Pluspunkte sammelte der Youngster bereits einige im DFB-Trikot. Vor allem für die U19 bei der letzten EM. Da zeigte El Mala bereits, dass er Turniere spielen kann. Natürlich auf ganz anderem Level. „Es sind viele Spieler in der Verlosung, die reinrutschen könnten. Bei Said hat es jetzt gereicht für das Mal-Mitmachen, weil er vom Profil her einer ist, den wir in Deutschland nicht viel haben. Das ist sein Vorteil und der Nachteil für den einen oder anderen“, sagte Nagelsmann. „Deswegen muss ich sie einfach mal sehen. Der Spieler muss klar verstehen, warum er hier ist und was seine Aufgabe ist. Es kann aber durchaus sein, dass er das zweite Spiel dann schon wieder bei der U21 ist.“

Endlich angekommen? Jaka Potocnik überzeugt und wird gelobt: „Ganz Europa“ kenne sein Potenzial

Jaka Potocnik sammelt Einsatzzeit
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Endlich angekommen? Jaka Potocnik überzeugt und wird gelobt: „Ganz Europa“ kenne sein Potenzial

Beim FC wollte es in der vergangenen Spielzeit noch nicht rundlaufen, bei RWE deutete der Stürmer nun sein Potenzial in Liga drei erstmals so richtig an. Und das sicher im Fokus des 1. FC Köln: Ist Jaka Potocnik endlich angekommen?

Der Stürner blickt auf eine durchwachsene Vergangenheit zurück. Mittelfristig will er es nicht nur in Essen, vor allem bei seinem Heimatclub schaffen, beim 1. FC Köln: Ist Jaka Potocnik endlich angekommen?

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So ein wenig überraschend kam die Startelf-Nominierung dann schon. Es war die erste in dieser Spielzeit und dann auch noch nach einer durchaus komplizierten Eingewöhnungsphase. Jaka Potocnik war im Sommer vom FC an die Hafenstraße verliehen worden. Der sportliche Durchbruch wollte dem jungen Slowenen bei Rot-Weiss Essen aber zunächst nicht gelingen. Potocnik pendelte zwischen diversen Verletzungen und Kurzeinsätzen. Am Wochenende stand dann aber der erste Startelf-Einsatz an. „Es wird einfach Zeit, ihn jetzt auch im Wettkampf von Anfang an zu sehen“, sagte RWE-Coach Uwe Koschinat bereits vor der Begegnung gegen Ingolstadt und das möglicherweise in kluger Vorahnung. Denn der 20-Jährige lieferte bei seinem ersten Einsatz von Beginn an.

Potocnik soll Leistung untermauern

Potocnik machte ein starkes Spiel und krönte seine Leistung auch mit einem Treffer. Der Stürmer erzielte die 1:0-Führung. Ahmet Arslan brachte eine starke Hereingabe und Potocnik köpfte ein. „Ich weiß, wie man das macht“, sagte Potocnik. „Gerade nach dieser harten Zeit bedeutet mir das viel.“ Verständlich, denn der Saisonbeginn lief alles andere als erfreulich. Überhaupt waren die vergangenen Spielzeiten nicht immer glücklich für den Stürmer, der in der vergangenen Saison auch sein Profidebüt für die Geißböcke gegeben hatte. Es blieb bei dem einzigen Kurzeinsatz gegen Karlsruhe. Damals machten die Kölner Verantwortlichen noch ein paar körperliche Defizite aus. Nun scheint der Slowene immer besser zu recht zu kommen und könnte vielleicht seinen Durchbruch in der 3. Liga packen.

„Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potenzial der Spieler hat“, sagte Koschinat weiter. Doch der Essener Coach deutete auch an, dass es noch ein weiter Weg sein könne. „Das muss er untermauen. Zu aller erst mit Leistung, aber auch mit der Fitness. Mittelstürmer müssen besonders hart arbeiten, da kann man sich nicht nur auf sein Talent verlassen.“ Die nächste Chance Leistung zu zeigen, bekommt Potocnik nun bei der U21 der Slowenen. Am Freitag steht das EM-Quali-Spiel gegen die Niederlande mit Rav van den Berg auf dem Programm. Anschließend geht es dann in der 3. Liga weiter und für Potocnik sicherlich auch um die Zukunft bei den Geißböcken. Nach dem dunklen Kapital um die Transfersperre würde Potocnik in Köln zu gerne auch positive Schlagzeilen schreiben. Aber auch dahin ist der Weg noch weit. Jede gute Leistung ist ein Schritt in diese Richtung.


Trotz Derby-Niederlage: Es gab positive und negative Erkenntnisse beim 1. FC Köln

Kristoffer Lund im Duell gegen Borussia Mönchengladbach
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Trotz Derby-Niederlage: Es gab positive und negative Erkenntnisse beim 1. FC Köln

Das 1:3 im Rheinischen Derby war bitter und schmerzhaft. Allerdings spiegelte das Ergebnis die Leistung nicht wider. Denn die Geißböcke waren sicher nicht das schlechtere Team. Im Gegenteil: Einige Dinge liefen sehr gut beim 1. FC Köln: Diese Lehren kann der FC aus der Derby-Pleite ziehen.

Der FC musste eine bittere Niederlage hinnehmen, allerdings spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf nicht so wirklich wieder. Denn spielerisch war das gar nicht schlecht vom 1. FC Köln: Diese Lehren kann der FC aus der Derby-Pleite ziehen.

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Wie schnelllebig der Fußball ist und wie nah Freud und Leid beieinander liegen, durften die Kölner innerhalb von einer Woche feststellen und verdeutlichten vor allem die Worte von Lukas Kwasniok. Erklärte der Kölner Coach nach dem Duell gegen den Hamburger SV noch, dass die Dramaturgie des Spiels zu Kölner Gunsten ausgefallen sei, so betonte der 44-Jährige am Samstagabend, dass eben jene Dramaturgie nun eben gegen den FC ausgeschlagen sei. Tatsächlich beschreiben Kwasnioks Worte sehr gut, wie knapp diese beiden Begegnungen dann tatsächlich auch waren, und dass in beiden Fällen Schiedsrichterentscheidungen den Ausschlag gegeben haben. Wie die beiden Platzverweise gegen die Rothosen am neunten Spieltag, waren wohl auch die Strafstöße gegen Köln am zehnten Kann-Entscheidungen.

„Niederlagen mit Anstand akzeptieren“

Beide Elfmeter sind in anderen Spielen ähnlich schon gegeben worden, eine klare Fehlentscheidung lag indes aber nicht vor. Der Eingriff des Video-Assistenten war also fraglich. Zwar sagte Kwasniok, er hasse den VAR, gleichzeitig schlug der Trainer aber ob der vermeintlichen Fehlentscheidungen nicht wild um sich. Viel mehr sagte der Coach, man solle „Siege mit Stotz feiern, Niederlagen aber mit Anstand akzeptieren.“ Das tat Kwasniok und es dürfte ihm nicht schwer gefallen sein. Denn so schlecht das Ergebnis aus Kölner Sicht in einem Derby auch sein konnte, spiegelt sich der Spielablauf darin eben nicht wieder. Schon im Vorfeld war darüber gesprochen worden, dass der FC erstmals seit langer Zeit nicht als Außenseiter an den Niederrhein reisen würde. Das bestätigte sich im Borussia-Park. Der FC bekam freundlicherweise den Ball übergeben und suchte auch nahezu über die komplette Spielzeit den Weg nach vorne.

Die Kölner kamen auf 60 Prozent Ballbesitz, auf 17 zu sieben Torschüsse, sechs zu zwei Ecken und zu einer massiven optischen Überlegenheit. Der FC wurde in dieser Begegnung seiner Favoritenrolle durchaus gerecht, auch wenn die Anzeigetafel am Ende eine andere Wahrheit sprach. Das hatte durchaus Gründe. So zum Beispiel die „externen Faktoren“, die anders als noch gegen den HSV dieses Mal tatsächlich gegen den FC sprachen – abgesehen von dem Elfmeter für Ragnar Ache, der wiederum einem Videobeweis nicht zwingend hätte Stand halten müssen. Des weiteren fehlten dem FC im Schlussdrittel die entscheidenden Ideen. „Insgesamt müssen wir mit dem Ballbesitz ein Stück weit besser umgehen“, sagte FC-Keeper Marvin Schwäbe. Symptomatisch war eben, dass das 1:3 durch den ersten Kölner Elfmeter in dieser Saison erzielt wurde.

„Leider haben wir hier und da eingeladen“

Durch die taktische Umstellung nach dem Wechsel bekam der FC deutlich mehr Zug zum Tor, schraubte den xGoals-Wert von 0,1 auf mehr als zwei in die Höhe. Es fehlte allerdings auch die Effizienz, die die Kölner in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat. „Der Plan ist für Gladbach heute aufgegangen, weil wir es nicht geschafft haben, uns viele Chancen zu kreieren. Wir hatten uns vorgenommen, dominanter zu sein und uns besser durchzuspielen. Das ist uns nicht gelungen“, sagte Thomas Kessler. Und dann war da eben noch die Anfälligkeit bei Kontern, die dem FC letztlich das Genick brach und das auch durch individuelle Fehler. „Wir haben uns Konter gefangen, was Gladbach ins Spiel gebracht hat. Ich glaube, ansonsten wäre es für uns in die richtige Richtung gegangen. Leider haben wir sie hier und da ein bisschen eingeladen“, sagte Marvin Schwäbe.

„Ich fand, dass wir nicht die schlechtere Mannschaft waren. Es ist lange, lange her, dass der FC nach Mönchengladbach gefahren ist und die Borussia uns den Ball gegeben hat, hinten gestanden hat und gar nichts machen wollte“, sagte Thomas Kessler. Und Lukas Kwasniok ergänzte, dass sich die Mannschaft genau das in den vergangenen Wochen erarbeitet habe und man darauf stolz sein könne. Aktuell vielleicht ein schwacher Trost, zumindest aber eine gute Erkenntnis. Kwasniok kündigte an, jetzt auch den „nächsten Entwicklungstep“ gehen zu wollen. Der wird wohl auch nötig sein. Denn der Mangel an kreierten Ideen erinnerte dann doch an Spiele der Vorsaison, als der FC trotz Dominanz kein durchschlagendes Element fand.