Isak Johannesson hat viel Erfahrung mit den Derbys: „Aber das ist natürlich viel größer“

Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
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Isak Johannesson hat viel Erfahrung mit den Derbys: „Aber das ist natürlich viel größer“

Isak Johannesson hat sowohl in Kopenhagen als auch in Düsseldorf Derbys erlebt. Da sogar gegen den FC. Der Isländer kennt auch die Schattenseiten der Rivalität. Vor allem nach seinem Wechsel zum 1. FC Köln: Isak Johannesson weiß um die Bedeutung des Derbys.

Am Samstag steht ein besonders brisantes Duell auf dem Spielplan für den 1. FC Köln: Isak Johannesson weiß um die Bedeutung des Derbys.

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Die Wucht der Kölner Fans hat Isak Johannesson in den vergangenen Wochen, aber auch in der vergangenen Spielzeit kennenlernen dürfen. Nach seinem Last-Minute-Treffer gegen Regensburg, nach dem Treffer gegen Wolfsburg zum Beispiel. Oder bei den stimmungsgeladenen Begegnungen wie zuletzt gegen den Hamburger SV. Mit Fortuna Düsseldorf erlebte der 22-Jährige auch schon Derbys in und gegen Köln. Doch die nächste Stufe wird der Mittelfeldspieler dann wohl am Samstagabend kennenlernen. „Ich habe ja schon Derbys gegen Köln gespielt. Aber das kommende ist natürlich viel größer. Ich freue mich darauf“, sagte Johannesson am Mittwoch am Rande der Trainingseinheit. „Ich habe schon viele wichtige Dinge über das Derby gehört. Es ist das wichtigste Spiel für Köln.“

„Es herrscht eine große Rivalität“

Die Magie eben jener Derbys erlebte die Kölner Neuverpflichtung auch schon in Dänemark, als er mit Kopenhagen gegen Bröndby antrat. „Zwischen den Fans herrscht eine große Rivalität. Ich mag es, genau diese Derbys zu spielen. Aber auf das gegen Gladbach freue ich mich besonders“, sagt Johannesson und liefert den Grund direkt mit. „Wir haben einen guten Start hingelegt. Wenn wir drei Punkte holen, sind wir in einer richtig guten Position vor der Länderspielpause“, sagt Johannesson. Aktuell belegen die Kölner den siebten Tabellenplatz. Mit einem Erfolg beim Nachbarn würden die Geißböcke in der Tabelle auf jeden Fall klettern. Denn Leipzig und Hoffenheim werden sich im direkten Duell so oder so Punkte abnehmen. Auch, wenn Gladbach nicht optimal in die Saison gestartet ist, wird das aber kein Selbstläufer.

„Wir müssen uns nur auf uns konzentrieren. Aber natürlich gucken wir auch ein wenig auf Gladbach“, sagt der Isländer und weist darauf hin, dass die Borussia trotz schwerem Start eine gute Rolle spielen kann. „Mit einer guten Leistung haben wir eine gute Chance, zu gewinnen.“ Wie viel eine Rivalität unter Nachbarn bedeutet, musste der Mittelfeldspieler im Sommer ertragen. Nachdem der 22-Jährige seinen Abschied aus Düsseldorf Richtung Köln bekannt gegeben hatte, wurde er in den Sozialen Medien massiv angegangen. Johannesson sperrte zwischenzeitlich sogar die Kommentarfunktion seines Instagram-Accounts. Den Wechsel an sich bereut Johannesson auch nicht. „Ich bin sehr glücklich in so einem guten Team zu spielen. Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht hab.“

Und dieser Schritt führt den Isländer am Samstagabend eben in den Borussia Park. „Die Fans werden uns natürlich wieder unterstützen. Sie werden alles geben. Wir werden alles geben“, sagt der Isländer. „Sie sind super wichtig für uns. Sie geben uns so viel Energie.“

Déjà-vu für Ex-FC-Profi: Marvin Obuz dreht bei Rot-Weiss Essen wieder auf

Marvin Obuz für Rot-Weiß Essen im Duell gegen Borussia Dortmund
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Déjà-vu für Ex-FC-Profi: Marvin Obuz dreht bei Rot-Weiss Essen wieder auf

Im Sommer hat Marvin Obuz den FC wohl endgültig verlassen. Das ehemalige Talent ist wieder zu Rot-Weiss Essen zurückgekehrt. Kein Wunder, an der Hafenstraße feierte er seine größten Erfolge. Zunächst wollte es nicht rundlaufen. Aber Marvin Obuz blüht bei Rot-Weiss Essen wieder auf.

Er galt einst als großes Kölner Talent, durchlief zahlreiche Juniorenmannschaften bei den Geißböcken und hat den Sprung zu den Profis nie so richtig geschafft. Im Sommer endete die Zeit beim FC. Bei seinem neuen Club wollte es zunächst aber auch nicht laufen. Zunächst, denn mittlerweile sieht die Welt wieder anders aus. Marvin Obuz blüht bei Rot-Weiss Essen wieder auf.

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Möglicherweise fühlen sich diese Tage ein wenig nach Déjà-vu bei Marvin Obuz an. Der gebürtige Kölner avancierte am vergangenen Wochenende zum Matchwinner bei Rot-Weiss Essens Erfolg über den 1. FC Schweinfurt. RWE setzte sich 2:1 gegen den Aufsteiger durch und befindet sich als Tabellenfünfter mit drei Zählern Rückstand zur Spitze auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen. Beide Tore bereitete Obuz vor und ragte auch sonst aus einer solide auftretenden Essener Mannschaft hervor. Der Offensivspieler scheint nach anfänglichen Schwierigkeiten an der Hafenstraße wieder angekommen zu sein. Im Sommer lief der Vertrag bei den Geißböcken aus. Das ehemalige Kölner Talent, das vergeblich auf seinen Durchbruch im zweiten Versuch hoffte, kehrte seinem Heimatverein den Rücken.

Seit einigen Wochen dreht Obuz auf

Und das in der Hoffnung, ein zweites Mal in Essen durchzustarten. Das tat Obuz nämlich bereits in der Saison 23/24. Als der FC gegen den Abstieg kämpfte, hoffte der Offensivspieler nicht nur auf Einsatzzeit, Essen spielte lange um den Aufstieg mit und Obuz hatte genau daran seinen großen Anteil. Sieben Tore erzielte der Außenspieler damals, bereitete 14 vor. Und genau darauf bauten sie nun auch wieder an der Hafenstraße. Obuz wurde in die 3. Liga geholt, obwohl auch Angebote aus der 2. Bundesliga vorgelegen haben sollen. Unter anderem hat sich wohl auch der Karlsruher SC um die Dienste bemüht. Am Ende wurde es Essen. Doch der Saisonauftakt verlief alles andere als perfekt. Obuz verletzte sich in der Vorbereitung, hatte Mühe, den direkten Anschluss zu finden.

Erst in den vergangenen Wochen dreht der Offensivspieler zunehmend auf. Und genau das erinnert auch an die Spielzeit 23/24. Denn auch damals hatte das ehemalige Kölner Talent seine Anlaufschwierigkeiten. Im Oktober 23 startete der Lauf des heute 24-Jährigen. Und das mit einem 2:1-Erfolg über Saarbrücken. Beide Tore bereitete Obuz vor. In den folgenden sieben Spielen war der ehemalige U20-Nationalspieler an sechs Toren direkt beteiligt. Eine Bilanz, mit der Obuz nun sicher auch gerne an seine beiden Vorlagen vom Wochenende anknüpfen würde. Der erste Schritt ist gemacht.

WM in Gefahr? FC-Profis Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic läuft die Zeit davon

Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic hoffen noch auf den WM-Zug
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WM in Gefahr? FC-Profis Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic läuft die Zeit davon

Jusuf Gazibegovic stand zuletzt zwei Mal wieder im Kader, Einsatzzeit sammelte er nicht. Denis Huseinbasic machte sein 100. Pflichtspiel für die Geißböcke. Für beide gibt es zurzeit ein Wettrennen neben dem 1. FC Köln: Huseinbasic und Gazibegovic droht das WM-Aus.

Am Sonntagabend stand Jusuf Gazibegovic wieder im Kader der Geißböcke, Denis Huseinbasic lief für den FC von Beginn an auf. Doch beide kämpfen um einen ganz großen Traum und der hängt auch an der Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic droht das WM-Aus.

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Die Gefühle dürften am Sonntagabend bei einem Spieler der Geißböcke besonders gespalten gewesen sein. Auf der einen Seite sicherlich die Freude über den 4:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg, auf der anderen Seite einmal mehr ein komplettes Spiel als Zuschauer verfolgt. Immerhin stand Jusuf Gazibegovic gegen den HSV zu ersten Mal seit Ende August wieder im Bundesliga-Kader der Geißböcke – genauso wie schon unter der Woche im Pokal-Spiel gegen Bayern München. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass der Rechtsverteidiger aufgrund der personellen Situation, also vor allem der Verletzung von Timo Hübers in den Kader rutschte. Einsatzzeit erhielt der 25-Jährige auch weiterhin nicht. Und FC-Coach Lukas Kwasniok machte zuletzt bekanntlich auch keinen Hehl daraus, dass es Gazibegovic schwer haben wird.

Rechtsverteidiger will sich beweisen

Besonders bitter: Am Sonntag kehrten mit Linton Maina, Florian Kainz und Denis Huseinbasic gleich drei Spieler in die Startelf zurück, die unter Kwasniok ebenfalls einen Rollentausch erleben. In den vergangenen Spielzeiten Leistungsträger, Stammspieler oder zumindest im erweiterten Kreis, in dieser Spielzeit meist Joker. Doch im Gegensatz zu Gazibegovic ergab sich nun für das Trio die Chance, von Beginn an Akzente zu setzen. Und dem ein oder anderen gelang das auch. Die Zeichen stehen natürlich auf Abschied. Lukas Kwasniok scheint keine Verwendung für den 25-Jährigen zu haben, Gazibegovic will wieder mehr spielen. Ein Vereinswechsel ist die einzige naheliegende Option, falls der Kölner Coach nicht doch noch eine bislang offenbar unentdeckte Gamechanger-Stärke in dem Rechtsverteidiger entdeckt.

Noch vor wenigen Wochen hatte der Bosnier angekündigt, für seine Chance kämpfen zu wollen. Bislang hat der Rechtsverteidiger seinen Trainer wohl nicht überzeugt. Es ist mindestens fraglich, ob ihm das noch gelingen wird. Und selbst dann, wäre „Gazi“ wohl auch eher ein Ergänzungsspieler, der hin und wieder seine Chance bekommen könnte. Dabei braucht der Abwehrspieler Einsatzzeit, um einen ganz anderen Traum zu verwirklichen. Gazibegovic würde mit Bosnien-Herzegowina zu gerne an der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Südost-Europäer zum zweiten Mal nach der W 2014 an einem großen Endturnier teilnehmen. Aktuell belegt die Mannschaft von Sergej Barbarez den zweiten Rang der Gruppe M, hinter Österreich und vor Rumänien.

Gelingt Bosnien die direkte WM-Qualifikation?

Und genau gegen diese beiden Teams tritt Bosnien-Herzegowina in der kommenden Länderspielpause an. Sollte das Team gegen Rumänien in der kommenden Woche gewinnen, geht es anschließend gegen Gazibegovics zweite Heimat Österreich um den Gruppensieg und die direkte WM-Quali. Nur finden diese Endspiele eben ohne die beiden FC-Profis statt. Denn erneut wurden weder Gazibegovic noch Denis Huseinbasic von Barbarez nominiert. Im September rückte der Rechtsverteidiger noch nach, spielte auch gegen San Marino und Österreich stark und hoffte, sich für weitere Aufgaben im Verein und auf Nationalebene beworben zu haben. Das scheint nicht der Fall zu sein. Denn Gazibegovic steht auch nicht auf Abruf bereit.

Das gleiche gilt für Huseinbasic, der am Sonntag mal wieder von Beginn an auflief. Nicht nur das, Huseinbasic bestritt sein 100. Pflichtspiel für den FC. Eine Entwicklung, die bei seiner Verpflichtung für 50.000 Euro von Kickers Offenbach so vielleicht nicht absehbar gewesen ist. Doch auch der Mittelfeldspieler ist dieser Tage beim FC nicht immer erste Wahl. Das Kapitel Nationalmannschaft erlebte offenbar im Juni einen herben Dämpfer, als der 24-Jährige aus dem Kreis des A-Teams frühzeitig abreiste. Aus mentalen Gründen, wie es hieß. Ein kolportierter Streit mit Trainer Sergej Barbarez wurde ausgeschlossen. Dennoch dürfte die WM auch für den Mittelfeldspieler aktuell in weiter Ferne sein. Immerhin wird Huseinbasic wohl auch weiterhin seine Chancen für Eigenwerbung bekommen.


Zwei Tore in zwei Spielen: Ragnar Ache scheint beim 1. FC Köln angekommen zu sein

Ragnar Ache jubelt über seinen Treffer gegen den HSV
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Zwei Tore in zwei Spielen: Ragnar Ache scheint beim 1. FC Köln angekommen zu sein

Der 1. FC Köln steht nach dem 4:1-Heimsieg im Aufsteigerduell gegen den Hamburger SV auf dem siebten Tabellenplatz der Bundesliga und kann mit breiter Brust ins prestigeträchtige Rheinische Derby mit Borussia Mönchengladbach am 10. Spieltag gehen. Großen Anteil am jüngsten Erfolg der Geißböcke hat auch eine Neuverpflichtung des 1. FC Köln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.

Gegen den FC Bayern traf er im Pokal und nährte die Hoffnung auf eine Überraschung. Gegen den HSV wurde er mit seinem Tor zum Dosenöffner für den 1. FC Köln: Ragnar Ache ist in der Bundesliga angekommen.

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Für Ragnar Ache persönlich dürfte die vergangene Woche trotz der Pokal-Niederlage und dem Aus gegen Rekordmeister FC Bayern München (1:4) ziemlich zufriedenstellend gewesen sein. Der Angreifer stand sowohl im DFB-Pokal gegen die Münchner in der Startelf als auch jüngst beim Heimspiel gegen den HSV und eröffnete beide Partien jeweils zugunsten seiner Farben mit einem Tor. Nachdem er vor Beginn der vergangenen Woche noch ohne Pflichtspieltreffer für den FC in dieser Saison war, scheint Ache nun gerade rechtzeitig vor dem Derby gegen den Rivalen vom Niederrhein seine Form und vor allem auch seinen Platz im Kölner System gefunden zu haben und könnte so womöglich ein entscheidender Faktor im Duell mit Mönchengladbach werden.

Ragnar Ache kommt rechtzeitig in Form 

Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hatte schon im Pokal gegen die Bayern einen vor allem in Halbzeit eins sehr ordentlichen Auftritt hingelegt und ging nicht unverdient durch das erste Saisontor von Ache in Führung. Im wichtigen Bundesliga-Duell im Kampf um den Klassenerhalt gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg sorgte sein Tor jedoch auch beim Stürmer selbst noch mal für euphorischere Stimmung. „Es fühlt sich viel besser an als am Mittwoch. Ein Tor zu schießen und zu gewinnen, ist immer ein geiles Gefühl“, so der gebürtige Frankfurter.

Nach zuletzt zwei Auftritten von Beginn an zeigte sich der Neuzugang aus Kaiserslautern fokussiert und blickt auch dem Duell mit dem Rivalen selbstbewusst und mit Vorfreude entgegen. „Ich fühle mich top und bereit für das Derby“, so der 27-Jährige. Ein positives Signal für alle FC-Fans, denn dabei war vor allem die Fitness des 1,83 Meter großen Offensivmannes immer wieder auch ein Thema am Geißbockheim und vermutlich Mitgrund oder gar Hauptgrund für seinen Bankplatz in den meisten Pflichtspielen in dieser Saison. „Am Anfang der Saison hätte ich keine 90 Minuten spielen können“, bestätigte auch er selbst die Probleme zu Beginn der Spielzeit. „Jetzt haben sich die beiden Spiele gut angefühlt, so muss ich weitermachen und weiterarbeiten, sodass ich mehrere Spiele hintereinander 90 Minuten spielen kann.“

Mit X-Faktor Ache ins Derby

Mit seiner Präsenz im Angriffsdrittel und seiner wiedergefundenen Form bringt Ache beim 1. FC Köln noch einmal eine neue Komponente ins Spiel. Der ehemalige U21-Nationalspieler verfügt über ein starkes Timing in der Luft und ist aufgrund seiner Sprungkraft trotz „nur“ 1,83m ein exzellenter Kopfballspieler auch im Luftduell gegen deutlich größere gegnerische Verteidiger. Als Wandspieler gewinnt Ache immer wieder wichtige Zweikämpfe im oder rund um den gegnerischen Strafraum und hat dabei oft auch den Blick für den besser postierten Nebenmann, legt so viele Torschüsse oder gefährliche Aktionen per Kopf auf. Dazu verfügt er über ein gutes Stellungsspiel, wie jüngst gesehen beim in der Entstehung durchaus etwas wirren 1:0-Führungstors des FC.

Pünktlich zum Derby kann FC-Coach Kwasniok also auf einen formstarken Ache bauen, der langsam aber sicher angekommen scheint bei seinem neuen Arbeitgeber und in der Bundesliga. Mit einem Sieg gegen den ungeliebten Rhein-Rivalen könnte sich wohl auch Ache endgültig in die Herzen der Kölner Anhänger spielen – falls er da nicht ohnehin schon angekommen ist. Der Stürmer selbst zeigte sich nach Abpfiff der Partie gegen den HSV noch ein wenig zurückhaltend, was die Zukunft angeht. „Im Fußball darf man immer träumen, aber am Ende muss man bodenständig bleiben und von Woche zu Woche gucken, dass man Spiele gewinnt und Punkte holt.“ Die nächste Chance dazu hat der 1. FC Köln dann am kommenden Samstag im Topspiel am Abend (18.30 Uhr) gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Vielleicht kann ja dann auch Ache mithelfen, aus dem Traum vom Derbysieg Realität werden zu lassen.


29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück

Florian Kainz jubelt mit der Mannschaft
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29 Mal probiert, endlich ist es passiert! Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück

Mit einem guten Spiel und einem überragenden Freistoß setzt er nach einer schwereren Phase wieder ein Ausrufezeichen beim 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.

Noch kein Mal schaffte es der Mittelfeldspieler in die Anfangsformation – bis zum Sonntag. Und sofort zeigte er eine beeindruckende Leistung für den 1. FC Köln: Florian Kainz meldet sich eindrucksvoll zurück.

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Für Florian Kainz gab es erst einmal nur einen Weg. Den zu Linton Maina. Der Mittelfeldspieler schüttelte seine Mannschaftskollegen nach seinem Treffer mit einer kurzen Täuschung ab, um seinem langjährigen Weggefährten lächelnd in die Arme zu fallen. Die beiden Kölner Profis eint eine ungewohnte Rolle in dieser Saison. Sowohl Maina als auch Kainz gehörten in den vergangenen Jahren zu den Stammspielern, oft auch zu den Leistungsträgern, zumindest zum erweiterten Kreis der Startelf. In dieser Saison ist alles anders. Die beiden Offensivkräfte kommen nicht so recht über die Rolle des Jokers hinaus. Im Sommer hatten sowohl Maina als auch Kainz im Interview mit come-on-fc.com gesagt, dass sie sich über den neuen, großen Konkurrenzkampf freuen. Die Freude hielt sich sicherlich zuletzt in Grenzen.

„Die ganze Situation war Wahnsinn“

Doch Lukas Kwasniok hält auch weiterhin sein Wort. Am Freitag hatte der Trainer gesagt, dass Florian Kainz irgendwann durchaus seine Chance von Beginn an bekommen würde. Und nur zwei Tage später war das irgendwann dann auch gekommen. Kainz und Maina standen in der Anfangsformation, der Österreicher zum ersten Mal in dieser Spielzeit, der gebürtige Berliner in der Liga zum zweiten Mal. „Dadurch, dass die Hamburger eben auch in einem 3-4-3 oder einem 3-5-2 zum Teil gegen den Ball agieren, war die Überlegung mit Ragnar Ache und mit Linton zwei unterschiedliche Spielertypen auf die letzte Reihe zu positionieren“, sagte Kwasniok. „Dann ist es manchmal schon auch sinnig, so einen Schwimmer irgendwo rund um die zwei zu positionieren.“ Kwasniok wollte mit diesem Schwimmer spielerische Mittel durchs Zentrum finden.

Und Kainz fand diese. Gerade im ersten Abschnitt lief im Zentrum viel über den Mittelfeldspieler. Der Routinier wich aber auch auf die Außen aus. Schon im ersten Abschnitt hätte der Offensivspieler treffen müssen, kurz bevor Ache die Führung erzielte. „Vor dem 1:0 wäre der Weg für mich frei gewesen und im Nachhinein war die ganze Situation Wahnsinn. Ich hätte dreimal selbst schießen können, dann wollte ich nicht zu Linton passen, weil ich dachte, dass er im Abseits stehen könnte“, sagte Kainz. „Dann kriegt ihn Linton auch nicht unter. Ragy hat es dann gut gemacht und ich freue mich, dass er wieder getroffen hat.“ Kainz nutzte dafür einen ruhenden Ball. Und das hatte nicht nur Seltenheitswert, das war die Premiere. „Ich habe ihn gut getroffen und bin froh, dass ich jetzt das erste Freistoß-Tor in meiner Karriere geschossen habe.“ 15 Jahre und 29 Versuche brauchte es für dieses Tor.

„Er hat die Chance genutzt“

Ein besonders schönes und ein besonders wichtiges. Denn eigentlich hatte der FC damit das Momentum wieder auf seiner Seite. „Kainzi hat heute diese Möglichkeit bekommen. Er hat sie genutzt und mit einem tollen Freistoß dann auch untermauert“, lobte Kwasniok, der aber auch schnell wieder bremste. „Er weiß, dass er nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten machen kann. Wir hoffen, dass wir nicht so lange auf das zweite Freistoß-Tor von ihm werden warten müssen wie aufs erste.“ Das hofft wohl auch Kainz, der sich in seiner „neuen Rolle“ auf der Bank erst einmal zurecht finden musste. „Es ist natürlich schön, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte der Mittelfeldspieler. Für Kainz wird es in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, Eigenwerbung zu betreiben. Denn bekanntlich läuft der Vertrag des Österreichers im Sommer aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.


„Haben als Team den Unterschied gemacht“: Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter

Die Frauen des 1. FC Köln jubeln nach ihrem Sieg
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„Haben als Team den Unterschied gemacht“: Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich mit der bis dahin wohl besten Saison-Leistung aus der Länderspiel-Pause zurückgemeldet. Das Team dürfte mit dem Abstiegskampf in diesem Jahr nichts zu tun haben. Die Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter.

Die kommende englische Woche bietet für die Fußballerinnen des FC die Chance, schon den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Die Frauen des 1. FC Köln entwickeln sich rasant weiter.

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Zu gruseliger Stimmung bestand am Freitagabend kein Grund im Franz-Kremer-Stadion – zumindest nicht bei all denen, die es mit dem 1. FC Köln hielten. Die FC-Frauen zeigten an Halloween eine souveräne Vorstellung und lieferten die bislang wohl beste Saisonleistung ab. Der Auftritt der Kölnerinnen wurde verdient mit drei Punkten belohnt. Entsprechend strahlte auch die Trainerin Britta Carlson nach dem Spiel: „Ich bin sehr zufrieden, wie das Spiel gelaufen ist. Gerade nach einem Tag Vorbereitungszeit mit der gesamten Mannschaft.“

„Das hat die Mannschaft auch gut umgesetzt“

Wobei Sandra Jessen sogar beim Abschlusstraining nicht dabei sein konnte. Die Stürmerin spielte noch am Mittwochabend mit Islands Nationalmannschaft in Reykjavík und kehrte erst am Donnerstag nach Köln zurück. Knapp 24 Stunden stand die Angreiferin bereits wieder in der Startelf für den FC: „Ich habe mit Sandra gesprochen. Sie hatte mir gesagt, wie die zehn Tage abgelaufen sind“, berichtete Carlson, „die waren vergleichsweise wenig intensiv, sonst hätten wir es mit ihr auch nicht gemacht. Sie ist eine Spielerin, die 30 Jahre alt ist und es damit entscheiden kann. Wenn sie mir sagt, sie fühlt sich bei hundert Prozent, dann vertraue ich ihr da.“

Grundsätzlich ärgerte sich die Kölner Trainerin jedoch, dass nach einer Länderspiel-Pause überhaupt freitagabends bereits in der Bundesliga gespielt wird. „Alle Trainer, alle Vereine würden sich wünschen, dass dieser Freitagsspieltag nicht da ist nach einer Abstellung“, äußerte Carlson, „aber man kann es auch nicht verändern, also haben wir es so angenommen. Und ich glaube, das hat die Mannschaft auch gut umgesetzt.“

„Sie ist immer ein bisschen unberechenbar“

Pauline Bremer erwischte dabei ein Traum-Debüt in der Startelf, gekrönt mit einem schönen Heber-Tor zum 1:0, dem Dosen-Öffner des Abends: „Sie ist immer ein bisschen unberechenbar, man weiß nicht genau, was sie macht“, beschrieb Carlson die Vorzüge ihrer Stürmerin, „das ist manchmal nicht ganz so einfach für uns Trainer, aber auch für die Mannschaft. Aber das zeichnet sie auch aus. Sie arbeitet fürs Team, hat aber sicherlich noch Dinge, die sie besser machen muss. Das weiß sie auch und sie ist noch nicht bei hundert Prozent. Aber sie hat heute gezeigt, wie wertvoll sie schon sein kann.“

Die Trainerin unterstrich jedoch auch die Team-Leistung: „Es ist eine Mannschaftsleistung heute wieder gewesen, wo keiner herausgestochen ist. Alle haben gemeinsam an diesem 3:0 geschraubt. Klar machen die einen immer die Tore, aber alle anderen haben die auch gut in Szene gesetzt. Das zeichnet uns auch gerade aus, dass wir keine einzelnen Spielerinnen haben, die den Unterschied machen, sondern dass wir als Team heute auch den Unterschied gemacht haben. Dieser Zusammenhalt auch neben dem Platz, den sieht man auch, der ist extrem wichtig für die Saison und das freut mich extrem.“

Selbstbewusstsein und Selbstverständnis

Der einstudierte Freistoß zum 2:0 freute die Carlson besonders, weil dies nicht vom Trainer-Team kam: „Wir haben immer wieder die Spieler dazu ermutigt, eigene Entscheidungen zu treffen. Das ist der nächste Schritt, es ist ein player’s game und kein Coaching-Game, dass sie noch mehr eigenständige Entscheidungen treffen. Jedes Spiel, das du gewinnst, steigert natürlich das Selbstbewusstsein und das Selbstverständnis im Spiel. Das ist heute eher aus dem Selbstverständnis entstanden, denn so haben wir die Ecke jetzt nicht trainiert.“

Angesprochen auf die Zwischenbilanz am Freitagabend, vorübergehend plötzlich nur noch drei Punkte hinter einem Europapokal-Platz zu liegen, schmunzelte Carlson: „Ich sehe es so, dass wir ein Spiel gewonnen haben und die Serie zuhause hält. Jetzt müssen wir schnell regenerieren, auf die Tabelle gar nicht schauen. Das nächste Spiel ist Frankfurt und dann wollen wir auch versuchen, auswärts zu punkten. Aber ich glaube, wir haben uns jetzt in der Liga auch den Respekt erarbeitet, dass die auf jeden Fall wissen, dass da ein starker FC Köln kommt.“

Mit dem Duell am Mittwochabend (19 Uhr) in Frankfurt und zum Abschluss der englischen Woche am Sonntag (16 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim hat das Team zwei Chancen, direkt die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen. Mit Punkten aus diesen Partien würden die Kölnerinnen weiteres Selbstbewusstsein sammeln – und den Respekt in der Liga vergrößern. Mit dem Abstieg, das kristallisiert sich immer mehr heraus, wird der FC in dieser Saison nichts zu tun haben.


Kwasniok: Jakub Kaminski der „entscheidende Mann“ und der „beste Spieler“ des 1. FC Köln

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV
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Kwasniok: Jakub Kaminski der „entscheidende Mann“ und der „beste Spieler“ des 1. FC Köln

Mit einem Tor und einem Assist trug sich der 23-Jährige doppelt in die Scorerliste ein. Und das, obwohl der polnische Nationalspieler auf eher ungewohnter Position unterwegs war. Daher gibt es keinen Zweifel für Lukas Kwasniok: Jakub Kaminski ist der „beste Spieler“ des 1. FC Köln.

Trotz ungewohnter Position gehörte der polnische Nationalspieler gegen den HSV zu den Leistungsträgern bei den Geißböcken. Auch deswegen gab es den Ritterschlag von Trainer Lukas Kwasniok Jakub Kaminski ist der „beste Spieler“ des 1. FC Köln.

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Lukas Kwasniok streckte die Daumen in die Höhe, um dann noch ein paar Kusshände hinterherzuschicken. Der Adressat stand nur wenige Meter entfernt und fiel dem Kölner Trainer schließlich in die Arme. Der Kölner Coach hatte eine gute Stunde vor dem Spiel gegen den Hamburger SV mit einem taktischen Kniff überrascht. Und dieser stellte sich als durchaus sinnvolle Aktion heraus. So lief Jakub Kaminski dieses Mal auf der rechten Seite als Schienenspieler auf. „Wir hatten in der Vergangenheit über die rechte Seite schon mal Schwierigkeiten, einen guten Spielvortrag dann auch an den Tag zu legen“, sagte Kwasniok. „Da haben wir noch Luft nach oben gehabt, das wollten wir heute tun. Und Kuba erfüllt dann diese Aufgabe.“ Tatsächlich arbeitete der Pole unermüdlich.

„Er war der entscheidende Mann“

Wenn auch im ersten Abschnitt noch nicht so richtig auffällig. „Ich habe noch nicht oft auf dieser Position gespielt. Aber das ist die Entscheidung des Trainers“, sagte Kaminski. „Das Wichtigste ist für mich, dass ich spiele. Die Position ist mir scheißegal.“ Dabei überzeugte der 23-Jährige auf ganzer Linie. Kaminski zog mit 28 die meisten Sprints an, spulte nahezu zwölf Kilometer ab und kam auf die meisten Torabschlüsse. Auch, wenn der Pole am Gegentreffer der Hamburger nicht unbeteiligt war, der Schienenspieler war ein absoluter Aktivposten, ein Leistungsträger. „Er ist und das habe ich von Anfang an gesagt, der beste Spieler, den wir haben. Es ist der beste Spieler“, sagte Kwasniok. „Er kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig und er war der entscheidende Mann am heutigen Tage, weil er unser Spiel verändert hat.“

Starke Worte vom Kölner Trainer und damit wohl auch ein Lob an Thomas Kessler und Co., die den Transfer ermöglicht haben. Kaminski kam bekanntlich im Sommer als Leihspieler vom VfL Wolfsburg. Nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die nächsten zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. Daher war die Leihe wohl für Kaminski ein wichtiger Schritt und wie sich jetzt rausstellt, eine Win-Win-Win-Situation für alle Parteien. Denn die Geißböcke haben eine Kaufoption im Vertrag verankert, diese liegt dem Vernehmen nach bei rund fünf Millionen Euro und ist offenbar bis Ende Mai gültig. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim ersten FC vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann. Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“

Erstaunliche Entwicklung

Nun beweist der 23-Jährige die Qualität beim FC, kommt mittlerweile auf vier Saisontore und hat damit seinen eigenen Bundesliga-Rekord aus der Spielzeit 22/23 in Wolfsburg eingestellt. Damals kam der polnische Nationalspieler zusätzlich noch auf drei Vorlagen, bislang steht Kaminski in Köln bei einem Assist. Das aber erst nach neun Spieltagen. Unterm Strich eine beeindruckende Entwicklung. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok und deutete an, dass dann Clubs wie der FC von dieser Konstellation profitieren könnten. Das scheint der Fall zu sein. Und Kwasniok verriet mit einem Schmunzeln noch ein Geheimrezept: „Vielleicht hilft die polnische Kommunikation“, sagt der in Gliwice geborene Trainer.

Das Vertrauen des Trainers dürfte tatsächlich ein Grund für die positive Entwicklung sein.


Erfolg des 1. FC Köln: Gute Leistung, externe Faktoren und „der liebe Gott“

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Erfolg des 1. FC Köln: Gute Leistung, externe Faktoren und „der liebe Gott“

Mit dem verdienten Erfolg im Aufsteiger-Duell geht es für den FC weiter nach oben. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Geißböcke überlegen. Nach dem Wechsel kamen andere Erfolgsfaktoren dazu beim 1. FC Köln: Das war der Schlüssel zum Erfolg gegen Hamburg.

Lukas Kwasniok hatte ein Spiel auf Augenhöhe erwartet, er sollte es bekommen. Auch, wenn das Ergebnis sehr deutlich ausfiel zu Gunsten des 1. FC Köln: Das war der Schlüssel zum Erfolg gegen Hamburg.

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Am Mittwochabend fühlte sich Köln vom Team der Unparteiischen zumindest um ein spannenderes Pokalspiel gebracht, am Sonntagnachmittag war die Kölner Anhängerschaft wohl mehr als glücklich, dass es einen Video-Assistenten gab. Im Cup erzielte Luis Diaz bekanntlich den Ausgleich nach Abseitsstellung, in der Liga nahm Schiedsrichter Daniel Schlager den vermeintlichen Anschlusstreffer von Fábio Vieira nach erstaunlich langen Minuten wieder zurück – weil Rayan Philippe seinen Arm im Gesicht von Eric Martel positioniert hatte. Dass Ransford Königsdörffer zudem in der Sicht von Marvin Schwäbe und dabei wohl auch im Abseits gestanden hatte, wurde ebenfalls überprüft, hatte aber keine Auswirkung. Das Tor wurde so oder so zurückgenommen. Und diese Entscheidung war für den FC wohl eine essentielle. Denn keine 60 Sekunden zuvor hatte Florian Kainz mit einem perfekten Freispruch die Kölner auf Erfolgskurs gebracht.

„Hamburg war in dem Moment die bessere Mannschaft“

Und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Der HSV hatte wie bereits im ersten Abschnitt kurz vor dem 1:0 durch Ragnar Ache besser ins Spiel gefunden. „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit eine gute Torchance gegen uns gehabt, die wir mit einem guten Torhüter dann auch wieder bereinigen können“, sagte der Kölner Coach. „Dann haben wir mit dem Freistoß vermeintlich das Spiel auf unsere Seite gezogen, aber dann kommt die Psyche dazu. Denn dann hast du auf einmal etwas zu verlieren.“ Und genau in diesem Moment traf Vieira und machte dem HSV für mehr als sechs Minuten Hoffnung auf einen Anschlusstreffer. „Glücklicherweise war diese Entscheidung dann auf unserer Seite“, sagte Kwasniok. „Das gibt dir vermeintlich noch mal ein bisschen Auftrieb. Dem war aber nicht so.“

Tatsächlich war in dieser Phase der Gast stärker und kämpfte um den Anschluss. Der sehr agile Jean-Luc Dompé nutzte die zaghafte Verteidigung von Jakub Kaminski mit einem schicken Schlenzer dann doch zum 2:1. „Hamburg war in dem Moment schon die bessere Mannschaft und ich glaube, die äußeren Faktoren, die externen Faktoren waren heute komplett auf unserer Seite“, fuhr Kwasniok fort. Und damit meinte der Kölner Trainer nicht nur das zurückgenommene Tor von Vieira. Vielmehr die wohl Spiel entscheidenden Szenen, die gerade auf Hamburger Seite für viel Unmut sorgten. Der gerade erst eingewechselte Immanuel Pherai zog gegen Denis Huseinbasic ein taktisches Foul sah Gelb, um keine 60 Sekunden später ungestüm in Kristoffer Lund auszurutschen. Auch, wenn keine Absicht darin lag, der Platzverweis ging dennoch in Ordnung. „Der Spieler geht mit hoher Intensität in den Zweikampf, spielt nicht den Ball und grätscht mit hohem Tempo in die Beine seines Gegenspielers“, erklärte Schiedsrichter Schlager später.

„Das war schon beachtlich“

Vier Minuten später sah auch Vieira die Ampelkarte, das genau fünf Minuten nach der ersten Verwarnung. Schlager erklärte, dass er dem Mittelfeldspieler mehrfach darauf hingewiesen habe, die Beschwerden zu unterlassen. Irgendwann sei eine Grenze erreicht gewesen. Mit zwei Mann mehr ergaben sich mehr Räume. Der FC profitierte von den externen Faktoren. „Das hatten wir gegen Dortmund nicht, das hatten wir gegen den FC Bayern nicht. Die brauchst du aber, um Spiele in der Bundesliga zu ziehen“, sagte der Trainer. „In Summe habe ich das Gefühl gehabt, dass der liebe Gott gedacht hat, was einfach bei den letzten zwei Spielen nicht der Fall war, das gibt man euch heute zurück. Spätestens mit der zweiten Gelb-Roten Karte wurde es dann ein wenig leichter.“ Doch der HSV gab sich auch weiterhin nicht auf und hätte durch Nicolai Remberg beinahe den Ausgleich erzielt, aber Marvin Schwäbe war zur Stelle.

„Was der HSV dann auch mit Minus zwei Mann abgeliefert hat, das war schon beachtlich“, lobte auch der Kölner Coach. „In der Phase, als der HSV zwei Rote Karten bekommen hat, waren wir zu passiv. Sie hatten mehrere Torchancen, was mit zwei Mann weniger nicht sein kann“, fand auch Ragnar Ache. Doch Schwäbe parierte eben, machte dann das Spiel mit einem starken Abwurf schnell und ebnete damit die Vorentscheidung. Jakub Kaminski legte Said El Mala in der Nachspielzeit das 3:1 auf, bevor dieser sich nur zwei Minuten später revanchierte. Und somit kletterten die Kölner auf Platz sieben und bleiben damit auch am neunten Spieltag ein Team der oberen Tabellenhälfte. „Der erste Blick geht nach jedem Spiel eben auf die Distanz und Differenz zu den Nicht-Abstiegsplätzen. Wir haben jetzt aktuell acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und unsere Aufgabe ist es, im nächsten Spiel zu versuchen diesen mindestens eben aufrechtzuerhalten und nach Möglichkeit, um die Menschen auch hier in Köln glücklich zu machen, vielleicht auch etwas ausbauen zu können.“


4:1-Erfolg! Der 1. FC Köln ringt den Hamburger SV nieder

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem Treffer von Florian Kainz
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4:1-Erfolg! Der 1. FC Köln ringt den Hamburger SV nieder

Der FC hat den vierten Sieg der laufenden Spielzeit eingefahren und das Duell der Aufsteiger für sich entschieden. Der 1. FC Köln gewinnt gegen den HSV 4:1. Damit klettern die Geißböcke auf Rang sieben.

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber eins, das sich am Ende ausgezahlt hat. Der 1. FC Köln gewinnt gegen den HSV 4:1. Ragnar Ache, Florian Kainz, Said El Mala und Jakub Kaminski trafen für den FC. Jean-Luc Dompé hatte zwischenzeitlich verkürzt. Die Kölner profitierten aber auch von zwei Platzverweisen.

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Lukas Kwasniok wechselte gleich auf fünf Positionen und überraschte durchaus. Noch unter der Woche hatte der Kölner Trainer erklärt, Florian Kainz würde sicher irgendwann „reingeworfen“ werden. Nun war es soweit. Der Österreicher stand genauso in der Startelf wie Linton Maina und Denis Huseinbasic. Außerdem begann Cenk Özkacar in der Innenverteidigung und Marvin Schwäbe kehrte erwartungsgemäß in die Startelf zurück. Eric Martel übernahm wieder die Rolle in der zentralen Defensive. Said El Mala saß zunächst nur auf der Bank. Doch so überraschend die Nominierung von Kainz schien, so versuchte dieser, diese umgehend zu rechtfertigen. Zumindest gehörte der erste vielversprechende Abschluss dem Mittelfeldspieler (6.). Der FC gab weiterhin den Ton an. Unter anderem verfehlte Isak Johannesson das Tor mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern (12.).

Ache und Kainz treffen für den FC

Und gerade als der HSV besser ins Spiel fand, leistete sich Albert Sambi Lokonga einen folgenschweren Stockfehler, Kainz witterte die Chance, lief alleine auf Daniel Heuer Fernandez zu, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt. Der Versuch wurde von Luka Vuskovic geblockt, Maina nahm den zweiten Versuch, scheiterte aber ebenfalls. Der Ball landete bei Ragnar Ache, der sein Torkonto dann auch in der Bundesliga eröffnete (25.). Maina suchte kurz darauf den nächsten Abschluss, aber setzte zu hoch an (31.). Auf der anderen Seite brachte Rayan Philippe eine perfekte Flanke auf William Mikelbrencis, der aber seinen eigenen Mann anschoss (32.). Anschließend durfte sich auch Marvin Schwäbe bei einem Schlenzer von Ransford Königsdörffer auszeichnen (33.).

Auch Kainz probierte es nochmal aus der Distanz, aber setzte ebenfalls zu hoch an (34.). Genauso wie Maina aus der Box, der von Johannesson mit einem starken Steckpass eingesetzt wurde (42.). Es blieb zur Halbzeit bei der knappen Kölner Führung. Kwasniok musste schon zur Halbzeit wechseln, brachte Sebastian Sebulonsen für Joel Schmied. Und der Norweger fügte sich in der Innenverteidigung mit einem starken Ballgewinn ein. Sebulonsen übergab an Maina, der zwei Meter vor der Sechzehnerlinie von den Beinen geholt wurde. Den Freistoß nahm sich Kainz, der die Kugel in den Giebel schweißte (49.). Die Freude erhielt nur eine Minute später einen Dämpfer als Fábio Vieira aus der Distanz einnetzte. Zuvor hatte aber Rayan Philippe Martel mit dem Arm im Gesicht getroffen. Der Treffer wurde zurückgenommen (52.).

Dompé bringt den HSV zurück

Anschließend hätte Königsdörffer verkürzen können, traf aber nach einer Flanke den Ball nicht richtig. Das machte Jean-Luc Dompé mit einem schicken Schlenzer in den Winkel nach einer guten Stunde deutlich besser (61,). Der HSV war nun besser im Spiel, wollte den Ausgleich. Der Kölner Coach reagierte, brachte mit Dominique Heintz, Tom Krauß und Said El Mala drei neue Kräfte. Die Gäste gaben dennoch den Ton an. Und wieder zappelte der Ball im Netz von Marvin Schwäbe. Dieses Mal stand Rayan Philippe deutlich im Abseits, als er Vuskovic bediente (71.). Auf der anderen Seite wurde El Mala geschickt, der den hohen Ball aber nicht sauber verwerten konnte. Hamburg wollte viel, schwächte sich aber selbst. Immanuël Pherai stand noch keine zwei Minuten auf dem Platz, da musste der Offensivspieler schon wieder mit Gelb-Rot runter (79.).

Und nur vier Minuten später sah auch Vieira die Ampelkarte (83.). Der FC spielte nun in doppelter Überzahl. Der HSV spielte dennoch weiter nach vorne. Und ließ sich auskontern. Zunächst scheiterte El Mala noch an Heuer Fernandes. Dann machte Schwäbe das Spiel schnell mit einem Abwurf auf Kaminski, der legte quer zu El Mala, der nur noch einschieben musste (90.+7). Anschließend revanchierte sich der Torschütze und legte Kaminski das 4:1 auf (90.+9). Dabei blieb es. Am kommenden Samstag steht dann das Derby an.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar, Martel, Schmied (46. Sebulonsen) – Lund, Huseinbasic, Johannesson (66. Heintz) Kaminski – Kainz (66. Krauß) – Ache, Maina (66. El Mala); Tore: 1:0 Ache (25.), 2:0 Kainz (49.), 2:1 Dompé (61.), 3:1 El Mala (90.+7), 4:1 Kaminski (90.+9) Gelbe Karten FC: Bülter; Gelb-Rote Karten: Pherai (79.), Vieira (83.).


Deutlicher Heimsieg: Frauen des 1. FC Köln bezwingen Nürnberg

Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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Deutlicher Heimsieg: Frauen des 1. FC Köln bezwingen Nürnberg

Die Fußballerinnen des FC sind mit Schwung aus der Länderspiel-Pause in die Englische Woche gestartet: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Nürnberg 3:0. Die Kölnerinnen ließen dem Aufsteiger 1. FC Nürnberg keine Chance.

Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Nürnberg 3:0 und plötzlich rücken sogar die Europapokal-Ränge in Sichtweite.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 1:5-Niederlage in München vor der Länderspielpause auf drei Positionen: Martyna Wiankowska, Laura Donhauser und Pauline Bremer ersetzten Celina Degen, Adriana Achcinska und die gelb-gesperrte Carlotta Imping. Für Bremer war es der erste Startelf-Einsatz für die Kölnerinnen. Die FC-Frauen übernahmen nach den ersten Minuten des Abtastens das Kommando und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, ohne jedoch zunächst die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden. Umso bemerkenswerter, dass die Kölnerinnen mit der ersten Chance direkt in Führung gingen: Anna-Lena Stolze spielte Bremer mit einem Heber in den Lauf frei. Die Stürmerin ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und chippte den Ball über die herausstürmende Torhüterin Larissa Rusek hinweg zum 1:0 ins Tor (23.).

FC führt zur Halbzeit deutlich

Danach dauerte es jedoch einige Zeit bis zum nächsten Aufreger: Stolze stürmte auf das Nürnberger Tor zur, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Rusek (38.). Ein Querpass auf die mitgelaufene Jessen wäre in dieser Situation mutmaßlich die bessere Wahl gewesen. Doch die vergebene Chance war schnell vergessen: Keine zwei Minuten später spielte Laura Vogt von der linken Seite flach an die Sechzehner-Grenze. Martyna Wiankowska verwertete per schönem Schlenzer per Direktabnahme, die vom Innenpfosten zum 2:0 ins Tor prallte (40.). Die Kölnerinnen drückten vor der Pause aufs Tempo. Bremer traf mit einem Schuss nur den Außenpfosten (45.+1). Wenige Augenblicke später verwertete Sara Agrez eine Flanke von Anna Gerhardt per Kopf zum 3:0 (45.+1).

Die Gäste wechselten zur zweiten Hälfte doppelt und fanden etwas besser ins Spiel. Doch mehr als eine Vielzahl an Eckbällen sprang an Ertrag nicht heraus. Die Fränkinnen blieben insgesamt zu harmlos im Offensivspiel. Die eingewechselte Weronika Zawistowska hätte beinahe den vierten Kölner Treffer erzielt, doch Rusek lenkte den strammen Schuss aus 16 Metern über die Latte (71.). Auch die ebenfalls eingewechselte Vanessa Leimenstoll scheiterte mit ihrem Kopfball an Rusek (84.). Lydia Andrade schloss ihren Solo-Lauf mit einem Schuss ab, der knapp am Tor vorbeiflog (90.+4).

Der 1. FC Köln hat sich durch den dritten Saisonsieg in der Tabelle am 1. FC Nürnberg vorbeigeschoben und steht damit vorerst auf dem neunten Platz. Schöne Zwischenbilanz am Freitagabend zum Start ins Wochenende. Der Champions-League-Quali-Rang drei ist zumindest am Freitagabend nur noch drei Punkte entfernt. Allerdings ist der Weg in dieser Saison noch lang.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Hegering (74. Bohnen), Agrez, Wiankowska – Donhauser (74. Leimenstoll), Vogt, Feiersinger (63. Zawistowska) , Stolze (63. Achcinska) – Bremer, Jessen (83. Andrade). Tore: 1:0 Bremer (23.), 2:0 Wiankowska (40.), 3:0 Agrez (45.+1). Zuschauer: 1335.