FC-Frauen empfangen Nürnberg: „Haben uns Respekt unserer Gegner erarbeitet“

Britta Carlson kassiert mit ihrem Team die zweite Niederlage
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FC-Frauen empfangen Nürnberg: „Haben uns Respekt unserer Gegner erarbeitet“

Die Frauen des 1. FC Köln wollen nach der Länderspiel-Pause den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen: Dafür ist am Freitagabend ein Heimsieg gegen den Aufsteiger 1. FC Nürnberg Pflicht. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Nürnberg.

Die Trainerin kann ihre Aufstellung für Freitag nur sehr kurzfristig festlegen. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen Nürnberg.

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In den vergangenen Tagen war es vergleichsweise ruhig, wenn die Trainerin Britta Carlson ihre Mannschaft zum Training am Geißbockheim um sich versammelte. Gleich acht Spielerinnen des Bundesliga-Teams waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs: Celina Degen und Laura Feiersinger (beide Österreich), Sandra Jessen (Island), Adriana Achcińska, Martyna Wiankowska und Weronika Zawistowska (alle Polen) sowie Irina Fuchs (Schweiz) und Sara Agrez (Slowenien) fehlten zwischenzeitlich. „Die Trainingsgruppe ist kleiner, aber alle arbeiten intensiv“, konstatierte Carlson und ergänzte: „Einige haben am Wochenende zusätzlich in unserer U21 gespielt. Die Nationalspielerinnen sind am Donnerstag wieder im Training.“ Ella Touon und Amelie Bohnen standen am Sonntag in der U21-Startelf beim 8:0-Erfolg in der Regionalliga West gegen Spoho Köln.

„Du musst relativ kurzfristig reagieren“

Wer am Freitag gegen Nürnberg zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich somit erst nach der Rückkehr aller Spielerinnen von ihren Nationalmannschaften: „Du musst relativ kurzfristig reagieren, weil du auch nicht weißt, in welcher Verfassung die Spielerinnen zurückkommen. Es sind ja einige, die noch am Dienstag relativ spät spielen, wie zum Beispiel die Polen in Wales, aber das betrifft unseren Gegner genauso“, äußerte Carlson und betonte zugleich: „Bei Nürnberg kommt noch die Anreise hinzu. Wir haben natürlich immer für alle Fälle Plan A, B und C im Kopf. Die Gegneranalyse werden wir erst mit der gesamten Mannschaft durchgehen. In der Kürze der Zeit ist das schon eine besondere Herausforderung.“

Die Wege mit dem 1. FC Nürnberg kreuzen sich in dieser Saison bereits zum zweiten Mal. Im Sommer gewannen die FC-Frauen im Trainingslager in Österreich klar mit 3:0 gegen den Aufsteiger. Das Duell will die Kölner Trainerin aber nicht als Maßstab nehmen: „Das Spiel ist schon ein bisschen her und ich finde, dass Nürnberg seitdem eine gute Entwicklung gemacht hat. Sie haben vor der Länderspielpause noch einen wichtigen Sieg gegen Freiburg eingefahren. Sie haben ihre Punkte geholt und es wird ein Duell, das uns auf jeden Fall fordern wird.“

„Wir haben uns den Respekt unserer Gegner erarbeitet“

Die Kölnerinnen wollen ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und den jüngsten 1:5-Ausrutscher in München vor der Länderspielpause vergessen lassen: „Wir haben gute Leistungen gezeigt und konnten auch in München eine Halbzeit mithalten. Ich glaube, wir haben uns den Respekt unserer Gegner erarbeitet.“

Mit Blick auf die Entwicklung ihrer Mannschaft seit dem Saisonstart zog Carlson dieses Zwischenfazit: „Wir haben in der Tabelle drei Punkte zu wenig, finde ich. Das ist ein bisschen schade. Aber es ist ein Learning für uns gewesen und vom ersten Spieltag an ging es jeden Tag etwas mehr in die richtige Richtung, auch wenn die Ergebnisse anfangs nicht ganz gestimmt hatten. Wir brauchen sicherlich noch ein paar mehr, um das Selbstbewusstsein noch weiter zu stärken und die Entwicklung weiter mit Ergebnissen zu füttern. Am besten direkt am Freitag gegen Nürnberg.“


Frust beim 1. FC Köln: Deutliche Kritik nach Abseits-Tor – „…für doof verkaufen“

Marius Bülter fand deutliche Worte
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Frust beim 1. FC Köln: Deutliche Kritik nach Abseits-Tor – „…für doof verkaufen“

Ob die Szene Spiel entscheidend war, ist reine Spekulation. Dennoch war man natürlich nicht sonderlich glücklich beim 1. FC Köln: Die Spieler üben deutliche Kritik nach dem Abseits-Tor der Bayern. Denn der Treffer von Luis Diaz hätte nicht zählen dürfen.

Die Szene hat die Dynamik des Spiels verändert für den 1. FC Köln: Die Spieler üben deutliche Kritik nach dem Abseits-Tor der Bayern.

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Irgendwie wirkt es schon ein wenig kurios, dass die bislang schlechteste Erfahrung mit Tobias Welz für den 1. FC Köln eine als Video-Assistent war. Am 12. Spieltag der Abstiegssaison 2017/18 fingen sich die Geißböcke einen Strafstoß ein. Schiedsrichter Dr. Felix Brych fiel auf eine Schwalbe des Argentiniers Pablo de Blasis rein. Welz hätte aus dem Kölner Keller wohl eingreifen müssen, tat der Unparteiische nicht und wurde anschließend dafür hart kritisiert. Auch im Pokalspiel gegen die Bayern hätte der VAR eigentlich eingreifen müssen, wenn es diesen denn geben würde. Den gibt es aber erst ab dem Achtelfinale. Und so gab es kein Korrektiv, das den Schiedsrichter und sein Team auf dem Platz überstimmte.

„Ich glaube schon, dass man einfach dazu stehen sollte“

Tatsächlich hatte Luis Diaz ziemlich eindeutig im Abseits gestanden, als Josip Stanišić den Torabschluss suchte. Den Ball ließ Ron-Robert Zieler klatschen und der Kolumbianer war mit dem Ausgleich zur Stelle. Der Gegentreffer, vielleicht auch erst das anschließende 1:2, zog den Kölnern komplett den Stecker. „Jetzt hätten wir einmal den VAR gebraucht, jetzt ist er nicht da. Ich muss dennoch sagen, einen, anderthalb Meter kann man schonmal sehen“, sagte Ron-Robert Zieler. Tatsächlich stand Diaz so deutlich im Abseits, dass es ein Linienrichter durchaus hätte sehen können. „Wenn nicht sehen muss. Das ist ein Problem“, sagte auch Lukas Kwasniok. Ein Problem, denn der Gegentreffer veränderte die Spieldynamik komplett. Der FC knüpfte nicht mehr an die starke erste halbe Stunde an.

Und doch zeigte der Kölner Trainer auch Verständnis. „Wenn du halt immer mit Navi unterwegs bist, dann lernst du irgendwann diese Straßen nicht mehr“, sagte Kwasniok. „Du vergisst es. Sie können sich immer auf diesen VAR verlassen und auf einmal ist er nicht da.“ Der FC-Trainer erklärte auch, dass es für die Fans bitter gewesen sei, aber am Ende vielleicht kein Unterschied gemacht hätte. „Sie hätten uns einfach erdrückt“, sagte Kwasniok. Marius Bülter war da schon ein wenig undiplomatischer. „Mich ärgert noch mehr, dass ich dann in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter spreche und er mir erzählen will, dass er es sich in der Halbzeit nicht angeguckt hat und mich ein Stück weit für doof verkaufen will“, so der Stürmer. „Ich glaube schon, dass man dann einfach dazu stehen sollte.“

Insgesamt erwischte das Schiedsrichter-Team wohl nicht den allerbesten Abend. So zeigte Welz Said El Mala bereits nach zwei Minuten für ein durchaus hartes Einsteigen die Gelbe Karte. Anschließend blieb der Karton aber meist in der Brusttasche, obwohl die Gangart beider Teams auf dem Niveau des El-Mala-Fouls blieb. Nebe Diaz für Ballwegschlagen sah in der Schlussviertelstunde Dayot Upamecano den Karton für klares Ballspielen. Unterm Strich kassierte der FC die Pokal-Pleite aber nicht aufgrund der Schiedsrichterleistung, Einfluss aufs Spiel nahm sie schon.


Bitteres Pokal-Aus: Der 1. FC Köln schnuppert 35 Minuten an der Überraschung

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Bitteres Pokal-Aus: Der 1. FC Köln schnuppert 35 Minuten an der Überraschung

Eine gute halbe Stunde schnupperte der FC an der Pokal-Überraschung. Dann schlug der Rekordmeister erbarmungslos zu. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern 1:4 und verabschiedet sich aus dem Pokal.

Der FC hat die große Pokal-Überraschung am Ende doch deutlich verpasst. Eine starke erste halbe Stunde reichte den Geißböcken nicht, um den Bayern gefährlich zu werden. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern 1:4. Die Führung durch Ragnar Ache drehten Luis Diaz, Harry Kane (2) und Michael Olise.

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Kölns Trainer Lukas Kwasniok änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:1-Bundesliga-Niederlage vier Tage zuvor in Dortmund auf vier Positionen. Marvin Schwäbe, der schwer verletzte Timo Hübers, Cenk Özkacar und Denis Huseinbasic wurden durch Ron-Robert Zieler, Joel Schmied, Tom Krauß und Ragnar Ache ersetzt. Stadionsprecher Michael Trippel sorgte für den ersten Gänsehaut-Moment des Abends, als er vor dem Spiel bei der Mannschaftsaufstellung auch den Namen von Timo Hübers aufrief. Die FC-Fans sorgten derweil zum Einlauf der Mannschaften vor dem Spiel für den passenden atmosphärischen Rahmen mit ihrer Römer-Choreo über die gesamte Südkurve. Es lag eine knisternde Stimmung in der Luft, die Kölner glaubten an die Pokal-Sensation gegen die scheinbar übermächtigen Bayern.

Ache bringt den FC in Führung

Die Gastgeber brauchten im Hexenkessel Müngersdorf zunächst noch einige Minuten, um ins Spiel zu finden, traten dann aber selbstbewusst auf. Und die erste zwingende Torchance gehörte sogar dem FC: Nach einer Ecke von Jakub Kaminski landete eine Kopfball-Abwehr bei Isak Johannesson. Dessen strammer Schuss wurde jedoch vom Ex-Kölner Jonas Urbig im Bayern-Tor mit Mühe über die Latte gelenkt (11.). Und der FC blieb weiter mutig: Urbig musste sich bei Ragnar Aches Kopfball erneut strecken, parierte aber stark (16.). Kurz danach hatten auch die Gäste ihre erste gute Gelegenheit, doch Harry Kane köpfte freistehend nach einer Flanke von Luis Diaz am Kölner Tor vorbei (18.). Und Kane kam direkt nochmals zum Kopfball-Abschluss, nachdem Sebastian Sebulonsen eine hohe Hereingabe unglücklich genau auf den Bayern-Stürmer verlängerte. Ron-Robert Zieler packte jedoch sicher zu (21.).

Nach dieser kleinen Drangphase der Gäste schüttelten sich die Geißböcke jedoch und traten wieder aufs Gaspedal. Der Funke sprang aufs Publikum über. Der Lohn eines engagierten Auftritts: Nach einer Ecke von Johannesson von der linken Seite stieg Ragnar Ache im Zentrum am höchsten und köpfte den Ball zum 1:0 ins Tor (31.). Müngersdorf explodierte in diesem Moment und verwandelte sich in ein Tollhaus – untermalt von roten Bengalos in der Südkurve. Die Freudenstimmung hielt jedoch nicht lange: Zieler konnte einen Schuss von Josip Stanisic nur nach vorne abklatschen lassen und Luis Diaz staubte zum 1:1 ab (36.). Bitter: Diaz hatte beim Schuss zunächst klar im Abseits gestanden und griff dann aktiv ins Spielgeschehen ein. Einen VAR gibt es im DFB-Pokal jedoch erst ab dem Achtelfinale und so wurde der Treffer nicht zurückgenommen.

Kane mit Doppelpack

Und die Bayern drehten die Partie aus dem Nichts komplett: Harry Kane schüttelte nach Zuspiel von Michael Olise am Fünfer Eric Martel ab und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel und aus der Drehung zum 1:2 ins lange Eck und crashte damit vorerst die Kölner Party vollends (38.). Der Doppelschlag entpuppte sich auch als sportlicher Wirkungstreffer, denn die Geißböcke fanden bis zur Halbzeit nicht mehr in ihr selbstbewusstes Spiel zurück. Die Hausherren versuchten sich zu Beginn der zweiten Hälfte langsam zurück in die Partie zu kämpfen, als Luis Diaz dem FC den wohl endgültigen Knockout hätte verpassen müssen. Der Münchener schoss jedoch frei auf Zieler zulaufend überhastet und unplatziert deutlich am Kölner Tor vorbei (52.). Kurz darauf war es jedoch Martel, der dem FC wieder Leben einhauchte. Urbig wehrte den strammen Schuss aus spitzem Winkel jedoch zur Ecke ab (56.).

Und dann passierte es aber doch: Harry Kane stieg nach einer Ecke von Joshua Kimmich im Fünfer am höchsten und köpfte zum 1:3 ein (64.). Hierbei machte auch Zieler keine gute Figur, der Keeper flog am Ball vorbei. Mit diesem Gegentreffer war die Partie letztlich vorentschieden. Im einsetzenden Regen setzte sich mit zunehmender Spieldauer die Qualität der Gäste durch. Olise vollendete einen mustergültigen Konter nach Querpass von Diaz im Sechzehner mühelos zum 1:4 (72.). Den lange Zeit leidenschaftlichen Kölnern fehlten am Ende die Mittel und vielleicht auch die Kräfte, um noch einmal Nadelstiche nach vorne zu setzen – vom Pfostenschuss des eingewechselten Linton Maina einmal abgesehen (86.). Unterm Strich setzte sich der Favorit an diesem Abend verdient durch. Die Kölner können sich jedoch erhobenen Hauptes aus dem DFB-Pokal verabschieden.

Am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen den Hamburger SV auf dem Programm.

1. FC Köln: Zieler – Lund, Martel, Schmied – Kaminski, Krauß (73. Kainz), Johannesson, Sebulonsen – El Mala (65. Huseinbasic), Ache, Bülter (65. Özkacar); Tore: 1:0 Ache (31.), 1:1 Diaz (36.), 1:2, 1:3 Kane (38., 64.), 1:4 Olise (72.); Gelbe Karten: El Mala


Der Kampf des 1. FC Köln wird in Dortmund nicht belohnt

Said El Mala im Zweikampf mit Rami Bensabaini
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Der Kampf des 1. FC Köln wird in Dortmund nicht belohnt

Lukas Kwasniok wollte einen Punkt aus Dortmund entführen. Es hat nicht sollen sein. Der 1. FC Köln unterliegt in Dortmund 0:1. Der Gegentreffer fiel erst in der letzten Minute. Die Begegnung wurde von der wohl schweren Verletzung von Timo Hübers überschattet.

Erst in der letzten Minute der Nachspielzeit kassierten die Kölner den bitteren Gegentreffer. Nach hartem Kampf gab es für die Geißböcke nichts beim BVB zu holen. Der 1. FC Köln unterliegt in Dortmund 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Maximilian Beier.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok wählte einmal mehr eine neue Startelf. Wie schon angedeutet, rotierte Joel Schmied aus der Anfangsformation. Doch nicht nur der Schweizer nahm zunächst auf der Bank Platz, auch Dominique Heintz musste wieder raus. In der letzten Kette startete erstmals seit Wochen dafür wieder Cenk Özkacar sowie Eric Martel. Denis Huseinbasic übernahm die Position im Zentrum. Für den verletzten Jan Thielmann sowie Luca Waldschmidt starteten Marius Bülter und Said El Mala. Und der Kölner Shootingstar kam auch zum ersten Abschluss der Partie (3.). Der Flachschuss stellte Gregor Kobel vor keine großen Probleme. Nach einem weiteren Versuch wurden die Geißböcke auch nach einer Ecke gefährlich. Die Hereingabe von Isak Johannesson, konnte Martel nicht verwerten (6.). Auf der anderen Seite rettete Timo Hübers vor Daniel Svensson (8.).

El Mala lässt dicke Chance liegen

Doch der BVB wurde stärker, übernahm die Spielkontrolle und kam zu einigen gefährlichen Aktionen in der Box. Auch, weil Marvin Schwäbes Faustabwehr gleich mehrfach nicht gelang. Für die größte Gefahr sorgte dann aber El Mala. Nach einem starken Ballgewinn von Bülter war der Angreifer durch, legte die Kugel an Gregor Kobel, aber auch knapp am Pfosten vorbei (19.). Der BVB hatte nach wie vor mehr vom Spiel, der FC die besseren Chancen. Wirklich gefährlich wurden die Dortmunder im Schlussdrittel lange nicht. Erst Karim Adeyemi prüfte nach einer guten halben Stunde den Kölner Keeper. Doch Schwäbe blieb lange stehen und rettete. Auf der anderen Seite war El Mala erneut durch, setzte die Kugel aus 16 Metern aber deutlich über den Kasten (35.). Felix Nmecha probierte aus der Distanz, doch der Ball rauschte am Pfosten vorbei. Mit dem 0:0 ging es in die Kabine.

Zur zweiten Halbzeit brachte der Kölner Coach Tom Krauß für Marius Bülter. Möglicherweise um den Kölnern mehr Stabilität zu verleihen. Doch die erste große Chance gehörte dem BVB. Nach einem feinen Chipball von Felix Nmecha landete die Kugel vor Serhou Guirassy und das zwei Meter vor dem Tor, doch der Stürmer scheiterte an Schwäbe (53.). Der FC stand in der Defensive aber weiterhin stabil. Doch auch der BVB war in den Umschaltmomenten nicht mehr so anfällig. Erst Nmecha prüfte den Kölner Keeper aus 16 Metern, der erneut ganz stark parierte (61.). Der BVB machte auch weiterhin Druck, hatte deutlich mehr Spielanteile. Doch die ganz großen Chancen blieben weiterhin Mangelware. Auch den Geißböcken fiel nicht mehr viel ein. Es fehlte die Entlastung.

Hübers verletzt vom Platz

So brachte Kwasniok für die Schlussphase mit Linton Maina und Ragnar Ache zwei Offensivkräfte. Auch Joel Schmied kam noch zu seinem Einsatz. Für den Schockmoment der Begegnung sorgte dann Timo Hübers. Der Kölner Innenverteidiger verdrehte sich im Zweikampf mit Serhou Guirassy das Knie und musste offenbar schwerer verletzt vom Platz. Der FC spielte die letzten Minuten also in Unterzahl. Dortmund drückte nun auf die Entscheidung. Und wieder war es Schwäbe, der in der Schlussminute der regulären Spielzeit einen Schuss von Julian Brandt aus dem Eck fischte. Und auch gegen Beier war der Keeper erneut zur Stelle. Als es nach dem sicheren Punktgewinn aussah, traf Beier dann doch noch etwas glücklich zum entscheidenden 1:0 (90.+7). Am Mittwoch wartet im DFB-Pokal gegen die Bayern das nächste Großkaliber.

1. FC Köln: Schwäbe – Hübers, Martel, Özkacar (55. Heintz) – Sebulonsen, Huseinbasic (72. Schmied), Johannesson (72. Maina), Lund – Bülter (46. Krauß), El Mala (72. Ache), Kaminski; Tore: 1:0 Maximilian Beier (90.+7); Gelbe Karten: Johannesson (3), Sebulonsen (2)


Trotz Jessens Führungstor: FC-Frauen gehen in München nach der Pause unter

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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Trotz Jessens Führungstor: FC-Frauen gehen in München nach der Pause unter


Die FC-Frauen schnupperten beim amtierenden Meister und Tabellenführer bis kurz vor der Pause an einer Sensation. In der zweiten Hälfte setzte sich die Qualität von Bayern München jedoch äußerst deutlich gegen den 1. FC Köln: Deutliche Niederlage gegen Bayern München

Ein überzeugender Auftritt der Frauen des 1. FC Köln in der ersten Halbzeit entwickelte sich im weiteren Spielverlauf zu einer klaren Angelegenheit: Deutliche Niederlage gegen Bayern München

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:2 drei Tage zuvor gegen Leverkusen auf drei Positionen: Celina Degen, Carlotta Imping und Anna-Lena Stolze ersetzten Laura Donhauser, Martyna Wiankowska und Weronika Zawistowska. Das Spiel begann mit zwei identischen Szenen auf beiden Seiten: Zunächst landete ein Heber aus der Distanz von Bayerns Linda Dallmann nur an der Latte des Kölner Tores (4.). Und nur wenige Sekunden später lupfte Stolze den Ball aus der zweiten Reihe gefährlich auf das Münchener Tor, die Torfrau Maria-Luisa Grohs lenkte mit Mühe über den Querbalken (4.).
Anna Gerhardt servierte die Ecke im Anschluss von der rechten Angriffsseite auf den ersten Pfosten, wo Sandra Jessen zum 0:1 einköpfte (5.). Hier sah Grohs wiederum nicht ganz so glücklich aus.

FC kratzte an Sensation

Köln blieb auch in der Folge mutig und selbstbewusst. Bayern hatte zwar mehrheitlich den Ball, doch die FC-Frauen standen sicher und ließen keine gefährlichen Torchancen des amtierenden Meisters zu. Dabei mussten die Gastgeberinnen früh auf ihre Nationalspielerin Lena Oberdorf verzichten, die nach einem Zusammenprall mit Adriana Achcinska mit dick bandagiertem Knie ausgewechselt werden musste (23.). Erst in der üppigen Nachspielzeit gelang dem Favoriten doch noch der Ausgleich: Ausgerechnet die Kapitänin Marina Hegering verpasste eine Hereingabe in den Kölner Sechzehner. Momoko Tanikawa, die für Oberdorf eingewechselt wurde, ließ noch die heranstürmende Sara Agrez aussteigen und schlenzte den Ball zum 1:1 ins Tor (45.+6).

Bayern drehte nach der Pause auf

Carlson wechselte zur zweiten Hälfte, brachte Ella Touon für Carlotta Imping. Doch das verhinderte nicht, dass die Gastgeberinnen nun aufdrehten. Und folgerichtig fiel der schnelle Führungstreffer: Klara Bühl schlug eine Ecke in den Sechzehner und Magdalena Eriksson köpfte in der Mitte zum 2:1 ein (53.).

Bayern hielt das Tempo hoch – und legte einen weiteren Treffer nach: Lea Schüller konnte im Sechzehner fast von der Grundlinie unbedrängt zurücklegen und die ebenfalls blanke Kapitänin Georgia Stanway schob mühelos zum 3:1 ein (60.). Und es wurde noch bitterer für den FC: Stanway schlug eine Flanke aus dem Mittelfeld hoch in den Strafraum. Sara Agrez ließ Stine Pedersen aus den Augen, die freistehend zum 4:1 einköpfte (71.).

Kurz vor Schluss gab es sogar noch einen Strafstoß für Bayern: Marina Hegering versetzte ihrer Gegenspielerin Pernille Harder im Sechzehner zwar einen leichten Stoß im Zweikampf, allerdings ging Harder auch sehr leicht zu Boden. Die Gefoulte selbst trat vom Punkt an und verwandelte sicher zum 5:1 (84.). Am Ende waren die Kölnerinnen mit diesem Ergebnis sogar noch gut bedient. Für den 1. FC Köln geht es nach der Länderspielpause am 31. Oktober (18:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter.

FC Köln: Fuchs – Degen (81. Bohnen), Hegering, Agrez, Gerhardt (65. Leimenstoll) – Vogt, Feiersinger – Imping (46. Touon), Achcinska (65. Bremer), Stolze (65. Andrade) – Jessen. Tore: 0:1 Jessen (5.), 1:1 Tanikawa (45.+6), 2:1 Eriksson (53.), 3:1 Stanway (60.), 4:1 Pedersen (71.), 5:1 Harder (84., Foulelfmeter).


„Unter Lehrgeld verbuchen“: Sbonias fordert Lerneffekt nach Last-Minute-Pleite der U21

Evangelos Sbonias bei der U21
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„Unter Lehrgeld verbuchen“: Sbonias fordert Lerneffekt nach Last-Minute-Pleite der U21

Die U21 des 1. FC Köln zahlt Lehrgeld – und das ausgerechnet gegen den Aufsteiger Bonner SC. So verpassten die Kölner die Chance, in der Tabelle weiter an die Tabellenspitze heranzurücken. Insbesondere die Chancenverwertung wurde dem Team letztlich zum Verhängnis. 

Eine schwache Chancenverwertung und ein Last-Minute-Treffer sorgten für eine bittere Niederlage in der Regionalliga West: Die U21 des 1. FC Köln zahlt Lehrgeld.

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Alles lief bereits auf ein 0:0 hinaus – und selbst das wäre für die U21 zuhause gegen den Bonner SC eigentlich bereits zu wenig gewesen. Doch dann kam es sogar noch schlimmer. Der eingewechselte Ilias Elyazidi verlor den Ball im Mittelfeld und der BSC schaltete blitzschnell um über Marzouk Kotya-Fofana, dessen Bruder Assad in der FC-U19 spielt. Genau vor diesen Situationen hatte Kölns Trainer Evangelos Sbonias im Vorfeld der Partie gewarnt. Kotya-Fofanas Zuspiel verwertete der ebenfalls eingewechselte Eray Isik zu einem Torschuss, den Yannick Mausehund unglücklich abfälschte. Der dritte Bonner Joker, der an diesem Spielzug beteiligt war, Robin Bird, reagierte blitzschnell und drosch den Ball zum 0:1 ins Tor. Der eingewechselte Luca Dürholtz versuchte seine Mannschaft vor dem Wiederanpfiff noch einmal zu motivieren – doch letztlich vergeblich.

Kölner zahlen „Lehrgeld“

„Ein schlimmer Ballverlust im Zentrum entscheidet das Spiel, das muss man dann unter Lehrgeld verbuchen“, konstatierte Sbonias kurz nach der Partie, „es ist natürlich schon sehr bitter, dieses Spiel so zu verlieren. Daraus müssen wir schleunigst lernen.“ Denn eigentlich wären sogar drei Punkte drin gewesen für die U21 – insbesondere nach der Steigerung kurz nach der Halbzeit, als das Team eine Vielzahl an guten Gelegenheiten ungenutzt verstreichen ließ.

Vielleicht wäre das mit dem abwesenden Malek El Mala besser verlaufen, doch das bleibt hypothetisch. Der Stürmer war nach seiner jüngsten Verletzungspause nicht rechtzeitig fit. „Es hat noch nicht gereicht. Das waren nur anderthalb Trainingseinheiten. Ich wollte kein Risiko eingehen“, erklärte Sbonias hinterher, „von daher hoffen wir, dass er nächste Woche fit ist.“ Sargis Adamyan wiederum, der überragende Akteur der jüngsten Spiele, blieb diesmal blass im Kölner Spiel. Der U21 gelang es jedoch auch nicht, Fouls rund um den Sechzehner zu ziehen, die Adamyan als Standard-Spezialisten in Szene gesetzt hätten.

Platz Acht nach zwölf Spieltagen

Die FC-Talente rutschten durch die fünfte Saison-Niederlage auf den achten Platz zurück. Damit verpasste es das Team auch, die Vorlage des Schalker 0:0 gegen Fortuna Köln zu nutzen und näher an die Tabellenspitze heranzurücken. „Darum ging es gar nicht“, blendete Sbonias den Blick auf die Tabelle aus, „sondern man muss das Spiel einzeln betrachten. Du hättest mindestens einen Punkt holen müssen. Darum geht es. Danach kann man dann auf die Tabelle schauen. Das haben wir nicht geschafft, daher ist es müßig, darüber zu sprechen.“

Doch schon am kommenden Samstag hat die U21 die Chance, den Rückstand nach oben zu verkürzen, wenn das Team im Stadtderby beim Tabellen-Zweiten SC Fortuna Köln antritt. „Jetzt müssen wir aber erst mal das Spiel sauber abarbeiten und dann bereiten wir uns auf Fortuna Köln vor“, schloss Sbonias am Samstagnachmittag.


1. FC Köln punktet in „Abnutzungskampf“: Zäher Fight gegen Augsburg wird belohnt

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1. FC Köln punktet in „Abnutzungskampf“: Zäher Fight gegen Augsburg wird belohnt

Der 1. FC Köln erkämpft sich gegen den FC Augsburg ein 1:1, das mehr mit Mentalität als mit Glanz zu tun hatte. Erst nach Impulsen von der Bank strahlten die Hausherren wirkliche Gefahr aus. So gelang noch der Ausgleich für den 1. FC Köln: Der zähe Fight gegen Augsburg wird belohnt.

Wie schon so oft in dieser noch jungen Saison war Juwel Said El Mala entscheidend beteiligt am Punktgewinn des 1. FC Köln: Der zähe Fight gegen Augsburg wird belohnt.

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Der 1. FC Köln lieferte sich am Samstagnachmittag mit dem FC Augsburg ein phasenweise zähes Duell, das eher von Kampf als von spielerischer Klasse geprägt war. Beide Mannschaften zeigten großen Einsatz, aber wenig Highlights. Effzeh-Coach Lukas Kwasniok brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Das war ein Abnutzungskampf in der Bundesliga. Es gab kaum Torraum-Aktionen. Die Defensive stand stabil. Nach dem Umschaltmoment und dem Ballgewinn hatten wir in der ersten Halbzeit die Chance auf das 1:0. Doch nach dem 0:1 und dem absolut korrekten Elfmeter gegen uns war klar, dass es schwierig werden würde, noch einmal zurückzukommen.“

Unglücksrabe Heintz: „Das wird im Fußball bestraft“

Den Rückstand fingen sich die Kölner nach dem Wiederanpfiff. Der auf der rechten Außenbahn für den verletzten Ex-Kölner Elvis Rexhbecaj ins Augsburger Team gerückte U-21-Nationalspieler Anton Kade sorgte mit einem mutigen Dribbling im Strafraum für Aufregung. Beim Versuch, ihn zu stoppen, traf FC-Verteidiger Dominique Heintz unglücklich dessen Knie. Schiedsrichter und Videoassistent entschieden auf Strafstoß. Der Augsburger Fabian Rieder blieb vom Punkt aus eiskalt und brachte die Fuggerstädter in Führung. Unglücksrabe Heintz zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Wenn er pfeift, dann ist er natürlich dazu berechtigt. Ich finde aber nicht, dass ich aktiv hingehe. Er geht aktiv in mich rein. Das sieht in dieser Geschwindigkeit blöd aus. Das passiert leider. Das ist dann mein Fehler, und dazu muss man auch stehen. Ein anderer Stürmer läuft vielleicht weiter, ein anderer nimmt es dankend an.”

Trotz des Rückschlags attestierte Heintz seiner Mannschaft eine ordentliche Leistung: „Augsburg hat es einfach gut gemacht. Es war ein sehr wildes, sehr umkämpftes und zweikampfbetontes Spiel. Ich finde trotzdem, dass wir das Spiel angenommen und wenig zugelassen haben. Schade, dass ich dann den Elfmeter verursache und wir mit 0:1 in Rückstand geraten. Das wird im Fußball bestraft.“

Wie schon gegen Wolfsburg: FC-Lösung sitzt auf der Ersatzbank

Nach dem Rückstand reagierte Trainer Lukas Kwasniok mit einem Doppelwechsel. El Mala und der wieder fitte Marius Bülter kamen für Dominique Heintz und Luca Waldschmidt ins Spiel, woraufhin der FC auf eine Viererkette umstellte. El Mala war nach seiner Rückkehr von der U21-Nationalmannschaft mit leichten Muskelbeschwerden zunächst geschont worden. Doch kaum auf dem Platz, zeigte der 19-Jährige nach einer Viertelstunde, weshalb er in Köln als großes Versprechen für die Zukunft gilt. Auf der linken Seite nahm er einen Pass von Bülter auf, zog entschlossen in die Mitte und versenkte den Ball mit dem rechten Fuß unhaltbar unter die Latte.

Trotz des überschwänglichen Hypes um den 19-Jährigen sieht Trainer Kwasniok noch Optimierungspotenzial beim Supertalent:„Er ist ein Highlight-Spieler. Bis er ein guter Bundesliga-Spieler ist, liegt noch Welten dazwischen. Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen, wenn man der Mannschaft insgesamt nicht hilft. Kaminski ist sicherlich kein absoluter Highlight-Spieler, aber er ist zwei, drei Klassen besser und wertvoller für die Mannschaft. Deswegen ist es unsere Aufgabe, Said dahin zu bringen, wo Kaminski jetzt mit Anfang zwanzig ist. Ich habe das Gefühl, dass er diese Phase genießt – wir auch.“

Zur Wahrheit gehört auch: Bis zur Einwechslung von Bülter und El Mala ging für die Geißböcke nach vorne herzlich wenig, abgesehen von einer hochkarätigen Chance von Jakub Kaminski. Nach einer schönen Kombination über Luca Waldschmidt legte er sich den Ball zurecht, traf aus 16 Metern aber nur den Außenpfosten. Mit den frischen Kräften von Bülter und El Mala drängte sich der Eindruck auf, dass die letzte Entschlossenheit, die man bei den Geißböcken bis dahin noch vermisst hatte, nun endgültig auf dem Platz eingekehrt war. So betonte auch Kwasniok die Bedeutung der Einwechslungen: „Wir haben einen breiten Kader und eine gute Bank. Die hat uns heute auch wieder ins Spiel zurückgebracht, weil wir dadurch sehr variabel das Spiel verändern können.“

Kölns Kampf wird belohnt – zumindest ein bisschen

Vor den anstehenden Kracherbegegnungen in der Liga gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18:30 Uhr) und im Pokal gegen Rekordmeister FC Bayern München (Mittwoch, 20:45 Uhr) hätten drei Punkte auf der Habenseite dem 1. FC Köln sicher noch einmal einen Schub an Selbstvertrauen gegeben. Am Ende geht die Punkteteilung gegen die Fuggerstädter jedoch über die gesamte Spielzeit betrachtet in Ordnung. Angesichts der insgesamt überzeugenden Leistung muss sie nicht als Rückschlag verstanden werden, sondern eher als Fingerzeig, dass der aktuelle Ligastart keine Selbstverständlichkeit ist. Auch Trainer Lukas Kwasniok mahnte nach dem Spiel zur Gelassenheit: „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wir haben einen Punkt gegen den FC Augsburg geholt. Jeden Punkt gilt es zu feiern, und das werden wir tun. Natürlich willst du in einem Heimspiel immer gewinnen, egal gegen wen. Darüber darf man kurz geknickt sein. Die Jungs werden das aber richtig einordnen können.“


Der „Highlight-Spieler“ des 1. FC Köln Said El Mala: Aber Lukas Kwasniok lobt und mahnt

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg
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Der „Highlight-Spieler“ des 1. FC Köln Said El Mala: Aber Lukas Kwasniok lobt und mahnt

Einmal mehr machte der Youngster beim FC im Duell gegen den FCA den Unterschied, sicherte den Geißböcken den Punkt und setzt das nächste Ausrufezeichen für sich und den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok lobt und mahnt bei Said El Mala.

Trotz des dritten Saisontors und des geretteten Punkts gibt es auch bremsende Worte beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok lobt und mahnt bei Said El Mala.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok mag am vergangenen Donnerstag vielleicht ein wenig überrascht gewesen sein, als auf der obligatorischen Spieltags-Pressekonferenz das Thema Said El Mala mit der Frage nach einem Einsatz von Beginn an bereits wieder beendet war. Denn in der Länderspielpause hatte es wieder einige Themen um den Youngster gegeben. Die höchst unterschiedlichen Auftritte bei der U21-Nationalmannschaft, die Explosion seines Marktwerts, wieder aufkeimende Gerüchte um ein mögliches Interesse einiger Topclubs zum Beispiel. Der 44-Jährige hatte zuletzt in einem Interview moniert, dass er zuletzt immer wieder mehrfach auf El Mala angesprochen worden sei. Nun aber nur die Frage nach einem weiteren Startelf-Einsatz, die der Trainer dann leicht verständlich erklärte. Man habe für den Spieler eine gewisse Verantwortung und müsse ohnehin entscheiden, ob El Mala vielleicht von der Bank kommend wertvoller wäre.

„Das ist genau seins“

Dass der Offensivspieler grundsätzlich wertvoll für die Kölner ist, hat der 19-Jährige im Spiel gegen den FC Augsburg beeindruckend bewiesen – wieder einmal. Nach einem Vertikalpass nahm der U21-Nationalspieler Tempo auf, zog in bester Arjen-Robben-Manier in die Box und schlenzte die Kugel in den Giebel. El Mala erzielte damit den dritten Saisontreffer und rettete den Kölnern vor allem einen Zähler. „Das ist genau seine Stärke. Wir versuchen ihn in die Position reinzubringen, dass er ins Eins-gegen-Eins kommt“, sagte Eric Martel. „Das ist genau seins. Eins-gegen-Eins, dann geht er auf seinen starken Fuß und knallt den super rein.“ Tatsächlich hat man in Köln einen ähnlich starken Dribbler seit Jahren nicht mehr gesehen. Und während man den Eindruck gewinnt, der FC würde den Hype um den Spieler einfangen wollen, tut dieser wiederum alles dafür, dieses Vorhaben abzuschmettern.

Mit diesen Leistungen ist der Wirbel um den Spieler einfach vorprogrammiert und wird sicher nicht mehr abklingen. „Ich kann und will den Hype um Said gar nicht klein halten“, sagt Kwasniok. „Genauso wenig wie die Euphorie in dieser Stadt. Wir wollen uns auf das Wesentliche fokussieren. Und das ist die Arbeit mit dem Jungen und die Arbeit mit der Mannschaft. Wir wissen um seine Fähigkeiten.“ Und diese Fähigkeiten bringt der 19-Jährige eindrucksvoll auf den Platz.

„Da liegen noch Welten“

Doch der Kölner Trainer erklärt auch, dass es für El Mala noch ein weiter Weg in der Bundesliga sein kann. „Er ist ein absoluter Highlight-Spieler. Aber zwischen einem Highlight-Spieler und einem guten Bundesligaspieler – da liegen noch Welten“, sagt Kwasniok. „Es bringt nichts, nur Highlights zu setzen, aber insgesamt der Mannschaft nicht zu helfen. Bei allem Respekt für Said: Jakub Kaminski ist nicht so ein absoluter Highlight-Spieler, ist aber zwei, drei Klassen weiter und wertvoller für die Mannschaft. Deshalb ist es unsere Aufgabe, ihn dahin zu bringen, wo Kaminski jetzt mit Anfang 20 ist.“ El Mala drängt mit jedem Treffer auf mehr Einsatzzeit und natürlich in den Fokus anderer Clubs.

Das ist auch dem Kölner Coach bewusst. „Machen wir uns nichts vor: Wenn er weiterhin so trifft und zu den Highlights noch die für die Bundesliga wichtigen Aspekte hinzugewinnt, müssen wir ihn unfassbar teuer abgeben. Das wird eines Tages mal passieren“, prophezeit Kwasniok. „Das ist auch in Ordnung so. Ich habe aktuell das Gefühl, dass er den FC sehr im Herzen trägt und die Phase hier genießt.“ Und so lange El Mala beim FC spielt, können wohl auch die Fans den Spieler, vor allem aber seine Highlights genießen.


Said El Mala sichert dem 1. FC Köln gegen Augsburg den Punkt

Said El Mala trifft zum 1:1 gegen den FC Augsburg
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Said El Mala sichert dem 1. FC Köln gegen Augsburg den Punkt

Der FC hat den vierten Saisonsieg verpasst, aber einen weiteren Punkt eingesammelt. Der 1. FC Köln spielt gegen den FC Augsburg 1:1. Wieder einmal avancierte Said El Mala zum Kölner Unterschiedsspieler.

Said El Mala bleibt beim FC weiter der wichtige Faktor. Der Offensivspieler rettete dem FC am Samstagnachmittag einen wichtigen Zähler. Der 1. FC Köln spielt gegen den FC Augsburg 1:1. El Mala glich die Führung durch Fabian Rieder nach Elfmeter aus.

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Lukas Kwasniok hatte schon am Donnerstag angedeutet, dass Marius Bülter und Said El Mala nicht unbedingt Kandidaten für die Anfangsformation sein würden. Und tatsächlich verzichtete der Coach zunächst auf beide Akteure. Dafür rotierte Luca Waldschmidt in die Anfangsformation. Doch Augsburg lief die Kölner hoch an und eroberte zu Beginn einige Bälle. Unter anderem kam Anton Kade so zum ersten Abschluss, der aber in die Kategorie ungefährlich fiel (4.). Auf der anderen Seite wurde ein Versuch von Jakub Kaminski abgeblockt (7.). Doch die Kölner taten sich gerade in den ersten Minuten schwer. Nach vorne ging meist nur etwas durch lange Bälle von Marvin Schwäbe. Eine scharfe Hereingabe von Kaminski sorgte mal für ein wenig Gefahr, Finn Dahmen hielt die Kugel im Nachfassen.

Rieder trifft vom Punkt

Vielleicht so etwas wie der Weckruf. Denn anschließend verpasste Kristoffer Lund eine starke Flanke von Joel Schmied nur hauchdünn. Anschließend brachte Eric Martel nach einer Ecke einen Kopfball gefährlich aufs Tor, doch der Sechser hatte sich regelwidrig Platz gemacht (15.). Luca Waldschmidt brachte schließlich einen direkten Freistoß aufs Tor, aber viel zu ungefährlich (22.). Deutlich gefährlicher war der Abschluss von Kaminski, den der Pole aus 16 Metern an den Außenpfosten lenkte (26.). Und auch Sebastian Sebulonsen kam nach einem Freistoß von Johannesson zum Abschluss, traf den Ball aber nicht (35.). Auch Augsburg war phasenweise um Spielkontrolle bemüht, im Schlussdrittel fiel den Gästen aber nicht viel ein. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel grätschte Heintz noch eine scharfe Hereingabe weg – es ging torlos in die Kabine.

Die Kölner kamen unverändert, aber mit viel Schwung aus der Kabine. Die ganz große Gefahr strahlte der Gastgeber aber auch weiterhin nicht aus. Auch Augsburg war im Schlussdrittel eher harmlos. Bis Heintz Augsburgs Kade unglücklich am Knie traf. Schiedsrichter Timo Gerach entschied sofort auf Strafstoß und Fabian Rieder vollendete zur Augsburger Führung (54.). Kwasniok reagierte sofort, brachte Said El Mala und Marius Bülter. Doch der Gast verteidigte im letzten Drittel gut und der FC blieb zu unsauber. Hinter eine Flanke von Bülter bekam Thielmann keinen Druck. Auf der anderen Seite scheiterte Alexis Claude-Maurice mit einem Distanzschuss an Schwäbe (68.). Für die Schlussviertelstunde brachte der Kölner Coach mit Florian Kainz, Ragnar Ache und Denis Huseinbasic drei neue Kräfte.

El Mala macht El-Mala-Sachen

Und Huseinbasic leitete umgehend den Ausgleich ein. Der Bosnier gewann im Mittelfeld den Ball, spielte in die Tiefe auf El Mala. Der Kölner Shootingstar nahm sich die Kugel, zog ins Zentrum und schlenzte den Ball in den Giebel (76.). Und der FC setzte nach. Huseinbasic versuchte es aus der Distanz, wählte aber das falsche Regalfach (79.). Der FC erhöhte noch einmal den Druck. Unter anderem war El Mala nach einem Vertikalpass erneut durch. Der Angreifer setzte Kaminski ein, der alleine auf Dahmen zulief, aber die Nerven nicht behielt. Den Abpraller setzte Johannesson in die Augsburger Hintermannschaft. Kaminski hatte sich aber ohnehin im Abseits befunden.

1. FC Köln: Schwäbe – Schmied, Hübers, Heintz (59. El Mala) – Sebulonsen (74. Huseinbasic), Martel, Johannesson, Lund (74. Kainz) – Waldschmidt (59. Bülter), Thielmann (74. Ache), Kaminski; Tore: 0:1 Rieder (54.), 1:1 El Mala (76.)


Ausbau des Geißbockheims lässt weiter auf sich warten – Prozess erst im Sommer 2026

Geschäftsstelle des 1. FC Köln
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Ausbau des Geißbockheims lässt weiter auf sich warten – Prozess erst im Sommer 2026

Eigentlich hatte der FC mit der Wahl des neuen Präsidiums und des neuen Kölner Oberbürgermeisters auf eine baldige Lösung gehofft. Es sollte voran gehen für den 1. FC Köln: Der nächste Dämpfer beim Ausbau des Geißbockheims.

Nach bereits jahrelangen Auseinandersetzungen im Streit um die Nutzung der Gleueler Wiese gerät das Vorhaben erneut ins Stocken beim 1. FC Köln: Der nächste Dämpfer beim Ausbau des Geißbockheims.

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Gefühlt war es eine der ersten Amtshandlungen. Der neue Vorstand des 1. FC Köln und der designierte Bürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester waren erst wenige Tage gewählt, da gab es am Geißbockheim bereits das erste Treffen. Und damit die Hoffnung vieler FC-Fans, dass der jahrelang Kampf um den Ausbau eben jenes Geißbockheims endlich schneller voran geht. „Der 1. FC Köln ist tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt. Umso mehr freut es uns, dass Torsten Burmester als neuer Oberbürgermeister den FC als ersten offiziellen Termin ausgewählt hat. Wir wollen diesen guten Austausch fortsetzen und die gemeinsame Verantwortung für unsere Stadt aktiv wahrnehmen“, hatte FC-Präsident Jörn Stobbe Anfang Oktober gesagt. 

Prozess erst im kommenden Sommer

Tatsächlich hat der künftige Oberbürgermeister im Wahlkampf zum FC und dessen Ausbauplänen am Geißbockheim gestanden. Der FC würde auch weiterhin gerne seine drei Trainingsplätze auf den Gleueler Wiesen bauen. Doch wie der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstagsausgabe berichtet, wird es zumindest eine juristische Entscheidung über die Gültigkeit der beiden Bebauungspläne nicht so schnell geben. Das OVG Münster teilte dem Stadt-Anzeiger auf Nachfrage mit, dass die Verhandlung erst für kommenden Juni anberaumt ist. Ein Urteil könnte sogar noch am gleichen Tag erfolgen. Das OVG hatte 2022 die Pläne für den Umbau wegen eines Formfehlers für unwirksam erklärt. Das Urteil wurde später gekippt, nun gibt es im Juni die nächsten Verhandlungen.

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff sagte dem Stadt-Anzeiger am Freitag: „Wir sind enttäuscht, dass es so spät ist, aber wir stellen uns darauf ein und sind bereit.“ Zuletzt hatte man sich eigentlich auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser vom Verein und dem Bündnis aus Grünen, CDU und Volt erwirkte Kompromiss, zwar das Leitstungszentrum auf dem Gelände des bisherigen Fußballplatzes zu bauen, die drei weiteren Plätze allerdings nicht auf der Gleuler Wiese zu errichten, scheint gescheitert. Denn die Verwaltung der Stadt sollte neue Flächen für den Breitensport und den FC finden, die lassen aktuell aber noch auf sich warten.

Der FC kann sich auch bei gewonnenem Prozess auf neuen Ärger einstellen. Denn selbst wenn die Pläne vom OVG für wirksam erklärt würden und der FC die Baugenehmigung beantragen könnte, steht dem Bau noch einiges im Wege. Ein neuer Bebauungsplan soll die Gleueler Wiese als Grünflache schützen, der Aufstellungsbeschluss ist vom Rat seit vergangenem Jahr beschlossen. Sollte der FC nach gewonnenem Prozess den Bauantrag stellen, gäbe es aufgrund des Aufstellungsbeschlusses eine Veränderungssperre und dem Vorhaben wäre erneut erst einmal ein Riegel vorgeschoben.