1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #7: René Wagners Debüt und die Möglichkeit zur Befreiung
Simon Bartsch
Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #7: René Wagners Debüt und die Möglichkeit zur Befreiung. Der Podcast zum 1. FC Köln.
Im Podcast sprechen Simon und Simon von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #7: René Wagners Debüt und die Möglichkeit zur Befreiung.
Podcast zum 1. FC Köln
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Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.
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Folge #7:
In Folge Sieben gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Das erste Duell unter dem neuen Kölner Cheftrainer René Wagner. Die doppelte Simon-Kombi bestehend aus Simon Bartsch und Simon Hense wurde erneut ergänzt durch Hendrik Broschart aus dem come-on-fc-Team. Zusammen diskutieren sie, wie das Bundesliga-Cheftrainer-Debüt von Wagner gelungen ist, wie es um die Leistung des FC gegen Frankfurt steht und was das kommende Duell gegen Werder Bremen bereithält. Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.
„…dann habe ich keine Haare mehr“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt
Simon Bartsch
Am Sonntag war der FC zu Gast in Hessen und konnte nach einem 0:2 Rückstand noch einen Punkt mit nach Köln nehmen. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Jakub Kaminski und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln beiEintracht Frankfurt.
Für René Wagner war es sein erstes Bundesliga-Duell als Chefcoach an der Seitenlinie. Gegen die Adler gelang den Geißböcken noch ein 2:2-Unentschieden.
Jakub Kaminski für den 1. FC Köln im Duell gegen Eintracht Frankfurt (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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„Chapeau für die Mannschaft“
Jakub Kaminski
“Chapeau für die Mannschaft. Nach dem 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Wir haben noch die Chance auf das 3:2 – ein tolles Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir direkt zwei, drei gute Chancen. Wir schießen das Tor aber nicht. Aber das ist der Fußball. Wir müssen in unserer Situation diese Chancen dann auch nutzen. Wir müssen jetzt nach vorne gucken.“
“Wir kämpfen immer bis zum Ende. Die erste Situation war 100 Prozent. Am Ende ist das Wichtige, dass wir den Punkt geholt haben. Wir haben jetzt sechs Finale vor uns. Wir müssen alles geben, um in der Liga zu bleiben. Köln kann nicht in der 2. Liga spielen.“
„Schwierige Momente gehören dazu. das muss ich akzeptieren. Wenn ich jetzt an das Spiel gegen Schwede eine Woche lang denke, dann habe ich keine Haare mehr.“
Zu seinem Babyjubel: “Meine Frau ist schwanger. Es ist eine gute Zeit für uns.“
„Da profitieren wir von“
Marvin Schwäbe
“Auswärts den Punkt mitzunehmen, ist am Ende des Tages das, was wir uns minimal vorgestellt haben. Die zwei Gegentore müssen wir auf jeden Fall noch einmal analysieren. Das ging mir definitiv zu einfach. Zwei Mal Box-Verteidigung, wo wir nicht gut stehen. Es spricht für die Mannschaft, das wir weiterhin dran glauben, egal in welchen Rückstand wir sind. Wir kommen wieder zurück und das zählt am Ende.“
„Es ist natürlich nicht einfach. Aber, wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt. Man hat es heute wieder gesehen. Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“
Zu René Wagners Coaching: „Er hat es natürlich sehr einfach gehalten, hat uns in den zwei Wochen sehr gut eingestellt. Er hat eine gute Kommunikation gefunden. Ich glaube, er ist sehr nah bei uns. Er hat die richtige Worte für diese Situation gefunden, die ja nicht einfach ist. Er hat die Fäden ganz gut in der Hand.“
„Wir haben einfach ganz viele Spieler, die ganz viel Herz haben…“
René Wagner
“Es war ein Auf und Ab. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei, drei Riesenchancen, wenn ich gerade an die beiden Umschalter denke. Da hat Kuba den ersten auf dem Schlappen liegen und dann gehen wir 0:2 in Rückstand und dann wird es in Frankfurt echt schwer. Die Jungs haben gezeigt, was für ein Charakter in der Mannschaft steckt. Das 2:2 war am Ende super für uns. Mit ein bisschen Glück kann man noch ein, zwei Chancen erspielen. Dann ging das Spiel auch ein bisschen auf. Beide Mannschaften haben versucht, noch Kontrolle zu bekommen.“
„Wir haben einfach ganz viele Spieler, die ganz viel Herz haben und dann auch die Power haben, 90 Minuten Vollgas-Fußball zu gehen. Dann liegst du 0:2 hinten und hast vielleicht nicht mehr die Angst in der eigenen Hälfte, da mal Risiko zu gehen. Dann sieht man auch die Qualität der Jungs, den Ball mal nach vorne zu spielen. Ich würde mir wünschen, dass wir dann auch in der ersten Halbzeit den Mut fassen. Vor allem in der gegnerischen Hälfte. Wir haben auch nach dem Wechsel, zwei, drei Situationen, wo wir ein bisschen cleverer sind. Ich wünsche mir, dass die Jungs dann die Leistung auch mal ohne Rückstand abrufen.“
„Wir haben schnell auf die Viererkette umgestellt. Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat. Wir hatten zwei, drei Spieler, die immer gekippt sind. Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben. Wir standen in der 2. Halbzeit dann echt gut. Dann sind es aus meiner Sicht zwei unfassbare Aktionen der Frankfurter, dann sind wir in der Box-Verteidigung nicht sauber, bekommen die Gegentore und kommen super zurück und müssen am Ende mit dem Punkt zufrieden sein.“
Zu seinem ersten Bundesliga-Spiel als Cheftrainer: „Ich hab ein, zwei Mal ins Stadion gekuckt und schon gedacht, da kommt jetzt etwas Neues, da zu stehen. Aber das hilft der Mannschaft ja nicht, wenn ich mich mit Sachen ablenke, die nicht zum Spiel gehören. Ich versuche, mit den Jungs hinter mir, die Lösungen zu finden, die wir dann auch auf dem Feld brauchen. Ich muss bei meiner Aufgabe bleiben.“
Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt: Castro-Montes gleicht aus – 2:2
Simon Bartsch
Am Sonntagnachmittag ist der FC zu Gast in Frankfurt. Dann steht für die Geißböcke das 28. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt.
Nach dem 3:3-Unentschieden im Derby vor der Länderspielpause müssen die Geißböcke heute auswärts gegen die Mannschaft von Albert Riera zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von René Wagner, denn der Erfolgsdruck ist hoch.
Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt. Spannend wird sein, wie der neue Coach René Wagner seine Mannschaft aufstellen wird und ob es Veränderungen gegenüber der Startelf seines Vorgängers Lukas Kwasniok geben wird. Personell stehen dem neuen Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, so gut wie alle Spieler zur Verfügung. Einzig Eric Martel fehlt gegen die Eintracht wegen seiner Gelb-Rot Sperre. Jedoch sind noch nicht alle Rückkehrer auch bereit für den Einsatz. „Alessio ist eine Kaderoption, Joel noch nicht“, so Wagner auf der Pressekonferenz vor Frankfurt.
Gegen Frankfurt stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der Druck auf den neuen Trainer und das Team ist enorm im Kampf um den Klassenerhalt. Das weiß auch Wagner, sieht in der Herausforderung allerdings das Positive. „Wir versuchen an vielen Stellen Kleinigkeiten zu verändern“, so der Kölner Trainer. Für den 37-Jährigen wird die Begegnung die erste Feuertaufe als Bundesliga-Cheftrainer an der Seitenlinie. „Der Club hat uns als Staff eine Aufgabe gegeben, die wir jetzt erfüllen sollen. Wenn alle um mich herum Erfolg haben, dann werde ich automatisch auch erfolgreich sein. Wenn es dem Staff gutgeht und die Mannschaft das Gefühl hat, dass sie am Wochenende performen kann, dann werde ich wahrscheinlich einen guten Job gemacht haben“, so Wagner.
„Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC“ – Jonas Hector äußert sich zum Duell des FC gegen Frankfurt
Redaktion
In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ äußerte sich der ehemalige Kölner Spieler zusammen mit Fabian Köster zur 3:4-Niederlage des 1. FC Köln: Jonas Hector übt deutliche Kritik am FC.
Die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt bietet Raum für Diskussionen. Auch der ehemalige Nationalspieler des FC hadert mit der Begegnung zwischen Frankfurt und dem 1. FC Köln: Jonas Hector übt deutliche Kritik am FC.
Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln
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Die zweite Niederlage des 1. FC Köln führte bereits während des Duells, aber vor allem im Nachgang zu Diskussionen in den Sozialen Medien und unterhalb der Kölner Fans. Auch Ex-FC-Spieler Jonas Hector hat eine Meinung zur Niederlage seiner ehemaligen Mannschaft – und die fällt sehr deutlich aus. Zusammen mit Fabian Köster sprach Hector im gemeinsamen Podcast „Schlag und Fertig“ in der neusten Folge über die Begegnung gegen Frankfurt. „Es waren Sachen, die einen aus Fansicht super aufregen. Zwei Gegentore resultieren direkt beziehungsweise indirekt daraus, dass hinten rumgedribbelt wird und der Ball nicht einfach weggedroschen wird. Wo man aus der Leihen-Fansicht sagt: „Schieß doch einfach den scheiß Ball weg!“ Dann wurde der Ball verloren und zweimal entsteht ein Tor. Das finde ich schon super ärgerlich“, machte Köster seinem Frust Luft. „Wir sind Aufsteiger, da kann man auch mal eine Ball wegpölen“, ergänzte Köster. Auch Lothar Matthäus kommentierte während des Spiels, dass man mit den limitierten Möglichkeiten eines Aufsteigers nicht hinten rumdribbeln sollte.
„Das hat mich ein bisschen enttäuscht“
Auch Hector sieht die gefallenen Gegentore kritisch: „Wenn man das so spielen will, dann muss man damit rechnen, dass das auf Kritik stößt, aus Fanreihen oder aus Expertensicht. Das finde ich absolut verständlich, dass man sich darüber aufregt. Die Gegentore waren zu einfach. Dann wird es schwer gegen eine Mannschaft, die das konsequent zu Ende spielen kann“, so Hector. Der ehemalige FC-Profi findet allerdings auch eine Erklärung: „Es gibt viele, die zum ersten Mal in der Bundesliga spielen in dem Kader, in der Mannschaft, die auch von Beginn an gespielt haben. Das gehört eben auch zu so einem Lernprozess dazu“, ordnet Hector ein. „Da muss man dann eben auch manchmal so kack Gegentore schlucken. Lieber in einem Spiel direkt alles und dann nie mehr.“
Köster kritisierte ebenfalls das Tor, das in Unterzahl gefallen ist. Die Frage, ob Kwasniok nicht früher hätte einwechseln müssen, um so das Tor zu verhindern, wurde auch bereits in den Sozialen Medien heftig diskutiert. „Wenn du dir das Tor aber anguckst, da hättest du auch Elf-gegenElf spielen können. Das Tor bekommst du nicht, weil du in Unterzahl spielst“, meint Hector. Ein anderer Aspekt habe ihn allerdings mehr geärgert: „Ich fand schade, dass die zweite Halbzeit so dahingeplätschert ist. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft deutlich aktiver spielt. So wie die letzten zehn, 15 Minuten. Da hat man ja gesehen, dass das auch gut klappt. Am Ende waren das vier, fünf richtig richtig gute Chancen“, so Hector. Ich hatte das Gefühl, dass man da ein Stück weit abwartend agiert hat. Auch mit dem 2:1 Rückstand. Da habe ich mir erhofft, dass die Mannschaft mit richtig Vollgas aus der Halbzeit kommt.“ Es habe nur eine Chance von Thielmann gegeben und sonst bis zur 80. Minute nichts mehr, kritisiert Hector. „Das hat mich ein bisschen enttäuscht.“ Man könne nur eine Sache daraus lernen: „Das Leben geht weiter.“
„Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC“
Besonders stellte der Ex-Kölner allerdings seine Erfahrungen auf Social Media dar. Nach dem Duell habe er die Kommentare im Netz gelesen: „Gefühlt ist wieder alles scheiße beim FC nach zwei Niederlagen. Trainer kacke und es ist wieder alles ganz anders als nach den ersten vier, fünf Spielen“, fasst Hector die Reaktionen auf Social Media zusammen. Der Trainer habe viel zu spät gewechselt und viel zu lange gewartet. Es wurde viel zu abwartend gespielt. Im Gegenzug dazu gab es auch diejenigen, die die Kirche im Dorf lassen wollen. „Du hast schon gemerkt, dass ein Stimmungsumbruch da ist in den Kommentaren,“ berichtet Hector. „Ich dachte, jetzt können die mal in Ruhe arbeiten, jetzt kommen die ersten, die sich schon wieder aufregen.“ Eine Erfahrung, die der 35-Jährige sicherlich des Öfteren am eigenen Leib gemacht hat. „Ich kann ja auch verstehen, dass man sich über ein einzelnes Spiel aufregt, aber jetzt direkt auch den Trainer in Frage zu stellen, das weiß ich nicht.“
Hier ist der 1. FC Köln weiterhin Spitze: Kwasnioks Plan sticht erneut, nur leider nicht ganz
Simon Bartsch
Am Samstag erwischte der FC sicherlich nicht den besten Abend. Zu viele Fehler kosteten die Mannschaft von Lukas Kwasniok Punkte gegen die Eintracht. Doch einen Lichtblick gab es dennoch: Die Joker des 1. FC Köln sind erfolgreich gegen Frankfurt.
Bereits vor dem Duell hatte Lukas Kwasniok auf die besondere Bedeutung der Kölner Bank hingewiesen: Die Joker des 1. FC Köln sind erfolgreich gegen Frankfurt.
Marius Bülter und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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„Abarbeiten“ sei erstmal die Hauptaufgabe seiner Startelf gegen Frankfurt, hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok am Samstagabend noch vor dem Duell gegen die Hessen im Interview bei „Sky“ erklärt. Er habe dann Joker auf der Bank, die das Spiel mit Qualität und Kreativität hinten raus noch einmal verändern könnten. Der Spielplan schien durchaus durchdacht, die Vorgehensweise sinnvoll. Immerhin hat der FC in dieser Spielzeit so schon den ein oder anderen Zähler eingefahren. Im Nachhinein erscheint Kwasnioks Aussage wie eine weise Vorahnung. Denn von den im Vorfeld benannten Jokern Florian Kainz, Marius Bülter, Luca Waldschmidt und Said El Mala gelang es gleich Dreien, Scorerpunkte zu sammeln.
„Die zwei stehen schon draußen ready…“
Das Einzige, das den Matchplan des Kölner Coaches durchkreuzte, waren dann wohl die zu schnell gefallenen Gegentore. Denn bereits nach der 63. Minute hatten die Hessen das anfängliche 1:0 in ein 1:4 umgewandelt. Gerade der Doppelpack von Jonathan Burkardt versetzte den Kölnern einen Schlag, denn der Frankfurter schraubte das Ergebnis innerhalb von drei Minuten um zwei Tore noch oben. Und das zu einem Zeitpunkt, als sich Kainz und El Mala schon für die Einwechslung bereit hielten. „Die zwei schnellen Gegentore in der zweiten Hälfte waren ausschlaggebend. Das zweite kriegen wir zu schnell, sind dann ein Stück weit nicht clever genug. Die zwei stehen schon draußen ready, wir müssen nur den Ball ins Aus schlagen“, sagte Torhüter Marvin Schwäbe.
Nach dem Doppelwechsel und der Einwechslung von Bülter und Waldschmidt nur zehn Minuten später drehte sich das Kölner Spiel tatsächlich. Die Joker erfüllten die ihnen von Beginn an zugedachte Rolle und sorgten in der Schlussphase der Partie noch einmal für mächtig Wirbel – und Tore. Denn sowohl Bülter als auch Waldschmidt trafen für den FC und brachten die Geißböcke noch einmal an den Rand der Sensation. Auch El Mala trug sich mit seinem Assist auf Waldschmidt in die Scorerliste ein, hatte zuvor nur mit viel Pech den Pfosten nach einem schicken Schlenzer getroffen. „Am Ende muss man sagen, wir sind dann gut zurückgekommen und hätten vielleicht am Ende noch das 4:4 machen können“, so Thomas Kessler. „In Gänze haben wir heute auf Bundesliga-Niveau Lehrgeld bezahlt.“
“Eine tolle Bank“
Mit zwei Toren und einem Assist lieferten die Kölner Joker das positive Element der Begegnung gegen Frankfurt und untermauern den bisherigen Kölner Rekord. Denn mit sieben Toren und 14 Torbeteiligungen stehen die Einwechselspieler des FC ligaweit auf Platz eins. „Dadurch, dass wir extrem gute Joker haben, ist der Glaube immer da. Alle die reinkommen reißen sich den Arsch auf. Sie wissen, dass sie ihre Qualität und Kreativität auf den Platz bringen können, dass sie uns damit helfen. Da ist sich keiner zu schade für“, so Schwäbe. Doch zaubern kann die Kölner Bank dann eben auch nicht. „Wenn wir mit einem 3:1 am Ende dastehen, dann wissen wir, da können wir noch rankommen. Bei drei Toren Unterschied in der letzten Viertelstunde ist es einfach schwer“, erklärte Schwäbe weiter.
Und so gelang es dem FC eben nur bis auf ein Tor an die Hessen heranzukommen – das allerdings knapp. Dass Kwasniok bei den Einwechslungen ein glückliches Händchen beweist, zeigt der Ligavergleich. Dass der Kölner Coach auf der anderen Seite für seine wechselnden Aufstellungen kritisiert wird, sollte man aber nicht einfach abtun. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft für ihren Coach und die Fans bereit ist, das letzte Hemd zu geben. „Als wir nichts mehr zu verlieren hatten, hatten wir heute eine tolle Bank, die unabhängig vom Spielstand den Menschen zeigen will, dass es sich lohnt, ins Stadion zu kommen“, so Kwasniok. Ein Gut, das der FC in der Vergangenheit nicht immer sein Eigen nennen konnte.
Der richtige Matchplan, falsche Entscheidungen – kein Grund zur Sorge: Kommentar zum 1. FC Köln
Simon Bartsch
Mit der 3:4-Niederlage am Samstagabend kassierten die Kölner bereits die fünfte Liga-Niederlage und finden sich nun erstmals in der unteren Tabellenhälfte wieder. Das ist ärgerlich, aber kein Grund zur Sorge. Denn beim FC läuft nach wie vor viel richtig. Ein Kommentar zur 3:4-Niederlage des 1. FC Köln.
Vor der Saison wäre eine Niederlage gegen den Champions-League-Teilnehmer Frankfurt alles andere als eine Überraschung gewesen. Am Samstagabend hatte der FC dennoch die Chance, die Hessen zu schlagen. Individuelle Fehler machten den offenbar guten Matchplan zunichte. Besorgniserregend ist die aktuelle Entwicklung aber noch nicht. Ein Kommentar zur 3:4-Niederlage des 1. FC Köln.
Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt (Foto: Bau Barrena / Getty Images)
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Nach dem elften Spieltag ist es nun soweit: Zum ersten Mal in dieser Saison stehen die Kölner in der unteren Tabellenhälfte. Das ist ärgerlich für den Aufsteiger, aber nicht besonders besorgniserregend. Denn das zu Beginn der Spielzeit gesammelte Polster der Kölner ist mit sieben Punkten Vorsprung auf Rang 16 groß. Wohlgemerkt ein Saisonbeginn, der noch im Sommer als besonders schwer erklärt wurde. Dementsprechend groß war auch die Euphorie. Die jüngste Tendenz hat den Verein und seine Fans nun aber doch auf den Boden der Tatsachen geholt. Vier der vergangenen fünf Pflichtspiele gingen verloren, davon aber immerhin auch drei gegen Champions-League-Teilnehmer, die nun wahrlich nicht der Kragenweite der Kölner entsprechen. Nach dem 3:4 gegen Frankfurt ist die Bilanz erstmals negativ in dieser Spielzeit.
Der richtige Matchplan
Den sieben Punkten aus den ersten drei Saisonspielen folgten in den nächsten acht Partien ebenfalls sieben Zähler, der Schnitt pro Spiel ist in jenen acht Duellen auf 0,875 geschrumpft und das wiederum hoch gerechnet auf 34 Spieltage wären 29 Punkte. Die Situation sähe ohne das anfängliche Polster weitaus bedrohlicher aus. Man könnte also meinen, dass die Alarmglocken schon einmal vorsichtshalber aus der Kiste gekramt werden sollten. Doch dazu besteht aktuell noch kein Anlass. Lukas Kwasniok hatte auch gegen die Eintracht wieder einen passenden Matchplan ausgearbeitet. Bis zum Kopfball von Jonathan Burkardt nach einer halben Stunde hatte man eigentlich den Eindruck, der FC würde nach der frühen Führung mit einem weiteren Konter die Weichen eher auf Erfolgskurs setzen, als den Ausgleich kassieren zu können.
Falsche Entscheidungen
Dass individuelle Fehler die Kölner Marschroute konterkariert haben, ist ärgerlich, diese gehören aber zum Profifußball nun einmal dazu. Am Samstagabend wurden dann jedoch an zu vielen Stellen zu viele schlechte Entscheidungen getroffen – das aber vornehmlich auf dem Platz. Sei es der geblockte Torschuss, der besser ein finaler Pass im Sechzehner geworden wäre oder das Abspiel im Zentrum zum Nebenmann, das sich als langer Ball auf den davoneilenden Jakub Kaminski besser geeignet hätte. Ob Kwasniok mit der Aufstellung und seinen Wechseln alles richtig oder eben alles falsch gemacht hat, ist rein spekulativ. Fest steht, selten zuvor hatte der FC einen Trainer, der so präzise die Antworten auf die Stärken und Schwächen seiner Gegner und dem eigenen Team gefunden hat.
Natürlich liegt auch der 44-Jährige mal falsch, doch meist folgt dann schnell auch die Korrektur. Die fast erfolgreiche Aufholjagd hat jedenfalls gezeigt, dass der FC über eine intakte Mannschaft verfügt, dass jederzeit mit dieser Mannschaft zu rechnen ist. Und das eben nicht nur in den 90 Minuten auf dem Feld, sondern auch in den 34 Begegnungen einer Saison. Am Samstagnachmittag steht das Auswärtsspiel gegen Bremen auf dem Spielplan. Mit einem Sieg wäre nicht nur die Bilanz wieder ausgeglichen, der FC würde sich wieder in der oberen Tabellenhälfte wiederfinden. Und das wäre etwas, was man vor der Saison für einen Tabellenplatz nach zwei Drittel der Hinrunde sofort unterschrieben hätte.
Timo Hübers wieder im Stadion – „Wir werden mit ihm definitiv sprechen“
Simon Bartsch
Bei der 3:4-Niederlage der Kölner gegen Eintracht Frankfurt kehrte auch Timo Hübers wieder zurück ins Stadion des 1. FC Köln. Der Innenverteidiger wird wohl noch lange ausfallen. Die Zukunft ist noch nicht geklärt.
Am Samstagabend kehrte Timo Hübers wieder zurück ins Stadion des 1. FC Köln. Der Abwehrspieler hatte sich vor vier Wochen verletzt und wird weiterhin fehlen. Eine Rückkehr ist komplett offen. Zumal auch der Vertrag des Innenverteidigers im Sommer ausläuft.
Timo Hübers noch guter Dinge im Kölner Stadion
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Die Bilder waren schockierend, die Schwere der Verletzung schon erwartbar. Umso schöner Timo Hübers am Samstagabend wieder im Stadion zu sehen. Der Abwehrchef der Geißböcke war mit seiner Freundin gekommen, um die Begegnung seines FCs live vor Ort zu verfolgen. Schon unter der Woche weilte der Innenverteidiger am Geißbockheim, wird dort behandelt. Hübers wird wohl bis zum Ende der Saison ausfallen. Der Ex-Kapitän hatte sich vor vier Wochen im Zweikampf mit Serhou Guirassy im Spiel gegen Borussia Dortmund verletzt, war vom Platz getragen und später operiert worden. Eine genaue Diagnose der Verletzung ist nicht bekannt, nur war immer wieder von der besonderen Schwere die Rede. Dafür spricht auch, dass Hübers sein Knie nicht oder zumindest nur teilbelasten darf, so wie es bei einer Meniskusnaht oder einer Kniescheiben-Verletzung ist.
„Wir werden mit ihm definitiv sprechen“
In dieser Saison wird Hübers wohl nicht mehr auflaufen. Ob er überhaupt noch einmal den Geißbock auf der Brust tragen wird, ist aktuell offen. Denn der Vertrag des 29-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. Nach wie vor gilt es als wahrscheinlich, dass der FC dem Abwehrspieler eine Vertragsverlängerung anbieten wird, so wie es bei Luca Kilian im vergangenen Jahr der Fall war. Allerdings ist die Heilungsprognose sicherlich eine andere. „Die Knieverletzung ist sehr schwer. Er wird eine lange Zeit benötigen und auch einen steinigen Weg hinter sich legen müssen. Das werden wir gemeinsam tun“, sagte Thomas Kessler bei „Sky“. „Timo ist ein verdienter Spieler, ist jahrelang bei uns im Club, er war letztes Jahr unser Kapitän. Wir werden mit ihm definitiv darüber sprechen.“
Hübers hatte in der vergangenen Woche gegenüber der Bild gesagt, dass es ihm „den Umständen entsprechend gut“ gehe.
Ungewohnte Fehlerflut: 1. FC Köln zahlt gegen Frankfurt Lehrgeld
Hendrik Broschart
Viele vermeidbare Fehler bescherten den Geißböcken am gestrigen Abend eine letztlich verdiente Niederlage im Aufeinandertreffen mit Eintracht Frankfurt. Gegen die Hessen offenbarten sich ungewohnte Problemfelder beim 1. FC Köln: Ein Abend voller verhängnisvoller Fehler.
Den Geißböcken steht eine arbeitsreiche Woche der Aufbereitung bevor. Denn beim Spiel gegen Frankfurt war die Fehlerliste beim 1. FC Köln länger als gewohnt: Ein Abend voller verhängnisvoller Fehler.
In bestechender Form und trotzdem machtlos: Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln . (Foto: Herbert Bucco)
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Im Anschluss an die 4:3-Heimniederlage fand Thomas Kessler deutliche Worte zur Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben heute auf Bundesliga-Niveau Lehrgeld bezahlt. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht. Wir haben 1:0 geführt und hätten es viel cleverer spielen müssen“, ordnete der Sportdirektor des FC ein und ergänzte: „Wir haben nach 30 Minuten unseren Matchplan verlassen und sind durch Ballverluste mit einem 1:2 in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit hat man die Qualität von Frankfurt gesehen. Am Ende ist es eine bittere Niederlage“, lautete die Analyse des 39-Jährigen. Nach dem furiosen Start der Hausherren, der bereits in der vierten Minute in die frühe Führung mündete, als Jakub Kamiński nach einer präzisen Vorlage von Ragnar Ache vollendete, übernahmen über weite Strecken des Spiels nur noch die Gäste das Kommando.
Unsauberer Aufbau, teure Folgen: Frankfurt schlägt zweimal zu
Immer wieder rückte Marvin Schwäbe in den Mittelpunkt und musste gleich mehrfach mit starken Paraden den Ausgleich verhindern. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte war es schließlich so weit: Frankfurts Arthur Theate stieg nach einer Ecke am höchsten und erzielte den längst überfälligen Ausgleich. Dass Gegentore nach Standards kein neues Problem darstellen, überrascht angesichts des bisherigen Saisonverlaufs kaum, führen die Geißböcke diese Statistik im Ligavergleich an. Viel eher wirft erneut die Entstehung des Eckballs Fragen auf. Vorausgegangen war ein aggressives Pressing von Frankfurts Farés Chaibi, der Schwäbe derart unter Druck setzte, dass sich der Kölner Schlussmann zu einem unsauberen Pass auf Außenverteidiger Kristoffer Lund gezwungen sah.
Lund konnte nur in höchster Not den heraneilenden Kaminski erreichen, doch bei ihm war Endstation. Frankfurt setzte nach, erzwang den Ballverlust und holte so die Ecke heraus. Dieses Muster setzte sich fort und knapp zehn Minuten später wurde die Mannschaft erneut bestraft. Auslöser war wieder ein unkontrollierter Aufbau, diesmal mit Sebastian Sebulonsen über rechts als unglücklichem Protagonisten im roten-weißen Trikot. Frankfurt fing den Ball ab, schaltete schnell um und vollendete abgeklärt, sodass der Ball erneut im Kölner Tor einschlug. „In der ersten Hälfte spielen wir uns bei den Gegentoren auf den Außen fest, anstatt dann in der 45. + 5 den Ball einfach tief zu schlagen und uns nicht zu schade zu sein, dann raus zu rücken und den Ball weg vom Tor zu machen“, sagte Schwäbe.
Gefährliche Ansätze verpuffen: Köln zu unpräzise im Offensivspiel
Doch damit nicht genug: Während die Defensive also nicht ganz trittfest agierte, taten sich die Domstädter obendrein schwer, ihre Offensivansätze in klare Chancen umzumünzen. Zwar deuteten die Kölner immer wieder Gefahr an, vor allem durch schnelle Umschaltaktionen, doch die vielversprechenden Momente verpufften häufig wirkungslos. Besonders Isak Johannesson bot sich mehrfach in guten Positionen auf den Außenbahnen an, wurde von seinen Mitspielern jedoch übersehen.
Ragnar Ache tauchte immer wieder gefährlich im Frankfurter Strafraum auf, fand jedoch selten die optimale Lösung. In der 34. Minute etwa drehte er sich stark um die eigene Achse und suchte den Abschluss, doch die Frankfurter Defensive blockte ab und Zetterer sicherte den Ball. Dabei wäre Sebulonsen völlig frei gewesen. Kurz darauf setzte Ache Thielmann in Szene, dessen Abschluss aus zwölf Metern erneut an Zetterer scheiterte, während Lund unbedrängt mitgelaufen war und wahrscheinlich mehr Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Später fehlte erneut die nötige Präzision, als ein vielversprechender Konter in der 59. Minute über Ache ins Leere lief, weil er sich trotz gleich vierer verheißungsvoller Optionen in der Vorwärtsbewegung durch Frankfurts Robin Koch mühelos den Schneid abkaufen ließ.
Kölner Aufbäumen kommt zu spät
Die Liste der verhängnisvollen Fehlentscheidungen gegen Frankfurt war länger als in den Wochen zuvor. Letztlich zu lang, um gegen einen Champions-League-Teilnehmer etwas Zählbares einzufahren. Dennoch zeigten die Geißböcke bemerkenswerte Courage. Selbst als die Partie nach dem schnellen Doppelschlag von SGE-Stürmer Jonathan Burkardt in der 60. und 63. Minute und dem daraus resultierenden 4:1 scheinbar entschieden war, gab sich die Mannschaft nicht auf.
Angeführt von den in der zweiten Hälfte eingewechselten Impulsgebern Marius Bülter, Said El Mala und Luca Waldschmidt entwickelte sich die Begegnung zunehmend zu einem klassischen Alles-oder-nichts-Auftritt. Die Kwasniok-Elf warf in der Schlussphase noch einmal alles in die Waagschale und entfachte mit den zwei späten Treffern durch Bülter und Waldschmidt (83.; 90+3.) späte Hoffnungen, noch etwas aus dem verkorksten Auftritt mitzunehmen.
Kwasniok: „Sind heute der gebrochene Verlierer“
Diese Mentalitätsleistung veranlasste Trainer Lukas Kwasniok nach Spielende dazu, sich vor seine Schützlinge zu stellen: „Die Mannschaft ist heute wieder 130 Kilometer gelaufen. Sie versucht, die Menschen hier so gut es geht glücklich zu machen. Am Ende sind wir immer enttäuscht, weil wir verloren haben, aber es kommt immer auf die Art und Weise an. Die Jungs haben bis zum Schluss Gas gegeben. Wenn das dritte Tor vielleicht ein Ticken früher gefallen wäre, dann wäre hier richtig Halligalli gewesen. So sind wir heute der gebrochene Verlierer.“
Nach den Niederlagen gegen Gladbach und Dortmund blieb der Ertrag also erneut aus. Doch die Art und Weise des Aufbäumens zeigte zumindest, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt, wenn Struktur und Mut zusammenfinden.
Eine Fünf und eine Zwei: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt
Simon Bartsch
Der FC hat zwar Moral bewiesen, die Aufholjagd startete aber zu spät. 3:4 unterliegt der FC den Hessen. Auch, weil die Defensive zu anfällig war. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt.
In der Offensive zeigten sich die Kölner vor allem in der Schlussphase stark, in der Defensive ungewohnt anfällig. Zum ersten Mal kassierten die Kölner vier Gegentore in dieser Saison. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt.
Große Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Der FC hat die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Pflichtspielen hingenommen. Dazu eine ärgerliche, weil der FC auch aufgrund von individuellen Fehlern zu anfällig war, zu leicht die Gegentore kassierten. In der Offensive waren die Kölner vor allem in der Schlussphase stark, vor allem die Joker.
Nur Schwäbe überzeugt in der Defensive
Marvin Schwäbe
Musste nach gut 20 Minuten nach einer scharfen Hereingabe von Knauff erstmals zu Boden. Aber kein Problem für die Nummer eins. Fischte einen Kopfball von Burkardt stark aus dem Winkel. War dann vor dem Wechsel gleich doppelt machtlos, obwohl er den ersten Versuch von Chaibi noch stark parierte. Hatte gegen Burkardt nach dem Wechsel ebenfalls keine Chance.
Kristoffer Lund
Startete eigentlich gewohnt sicher. Sah aber vor allem bei den beiden Burkardt-Treffern nicht wirklich gut aus. Ließ sich vor dem 1:3 von Doan vernaschen, rutschte vor dem 1:4 unglücklich weg.
Dominique Heintz
Stand überraschend wieder von Beginn an auf dem Platz. Rechtfertigte die Maßnahme bereits nach fünf Minuten mit einem starken langen Ball auf Ache, aus dem das 1:0 resultierte. Stand zuvor nicht sicher gegen Burkardt. Kam auf starke 70 Ballkontakte und eine Zweikampfquote vor mehr als 70 Prozent.
Joel Schmied
Ließ sich zu Beginn in der eigenen Box austanzen und landete auf dem Rücken, aber Heintz war zur Stelle. Wirkte nicht immer stabil. Wieder mit starker Passquote (96%) wichtig für das Aufbauspiel. Hatte das 2:1 unfreiwillig auf dem Rücken. Machte beim 1:2 zu viel falsch, sah auch beim 1:3 nicht gut aus. Musste verletzt raus.
Sebastian Sebulonsen
Hatte mit Knauff auf seiner Seite ordentlich Betrieb und auch zu oft seine Probleme. Der Ballverlust vor dem 1:2 ging eindeutig Richtung katastrophal. Immerhin insgesamt mit der besten Zweikampfquote auf dem Platz (77%).
Eric Martel
Kehrte zurück auf die Sechserposition und ordnete das Zentrum. Das ging auch in der Anfangsphase recht gut. Verlor aber zunehmend den Zugriff zur Partie. Kehrte nach dem Wechsel in die Innenverteidigung zurück. Gewann im Schnitt nur jeden dritten Zweikampf. Für einen Spieler seiner Qualität zu wenig. Spulte aber wieder mehr als 13 Kilometer ab.
Startete ungewohnt offensiv. War unter anderem zwei Schritte zu langsam bei einem langen Pass von Thielmann. Wurde aber auch gleich mehrfach von seinen Mitspielern in guter Position übersehen. War aber auch in seinen Offensivaktionen nicht immer sauber.
Denis Huseinbasic
Seltsamer Auftritt des Mittelfeldspielers. Gewohnt stark im Passverhalten, erstaunlich schwach in den Zweikämpfen. Suchte einmal den Abschluss, zielte aber zu hoch. Ansonsten zu wenig für die Offensive.
Jakub Kaminski
Spielte wieder in der vorderen Kette, ließ sich aber auch immer wieder zurückfallen. Wurde von Ache perfekt vor der Führung eingesetzt, bei der der Pole auch leichtes Spiel hatte und es dennoch stark machte. Blieb auch anschließend ein Unruheherd, wirkte aber nicht immer glücklich.
Ragnar Ache
Stand erwartungsgemäß in der Startelf. Das zahlte sich zunächst auch aus. Bereitete Kaminskis Führung stark vor. Wollte Kaminski auch mit einem langen Ball bedienen, traf aber nur die Beine des Polen. Verpasste auch ein Anspiel auf Johannesson, der in der Box freie Bahn gehabt hätte. Zu zaghaft gegen Theate beim Ausgleich.
Jan Thielmann
Startete in der rechten Offensive. Seine Rolle schien allerdings sehr fließend, auch mal Spitze und dann sogar in der Tiefe eines Sechsers. Beeindruckende Leidenschaft. Hätte einen Nachschuss nach einer Ecke aufs Tor bringen müssen. Holte sich kurz vor der Halbzeit mit einer Grätsche zu recht Szenenapplaus ab. Dennoch zu wenig Impact.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 60 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.
Bitterer Dämpfer: Der 1. FC Köln kassiert gegen Frankfurt eine 3:4-Pleite
Redaktion
Der FC ist mit einer bitteren Pleite in den letzten Block des Jahres gestartet. Der 1. FC Köln unterliegt Eintracht Frankfurt 3:4 und das trotz früher Führung. Es war erst die zweite Heimniederlage der Geißböcke gegen Frankfurt seit 1994.
Die Kölner haben sich viel für die Begegnung gegen die Hessen vorgenommen, sie wurden unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt. Der 1. FC Köln unterliegt Eintracht Frankfurt nach Toren von Jakub Kaminski, Marius Bülter und Luca Waldschmidt sowie Arthur Theate, Mahmoud Daoud und Jonathan Burkardt (2) 3:4.
Marvin Schwäbe enttäuscht, während die Spieler von Frankfurt jubeln (Foto: Pau Barrena/GettyImages)
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Lukas Kwasniok wechselte nach der Länderspielpause im Vergleich zur 1:3-Pleite im Rheinderby auf vier Positionen. Im Offensivbereich rückte Jakub Kaminski für Said El Mala wieder auf die gewohnte linke Offensivschiene. Dafür begann Sebastian Sebulonsen auf der rechten Abwehrseite. Wie angekündigt startete Jan Thielmann nach langer Verletzungspause auf dem rechten Flügel. In der Defensive stellt Kwasniok auf eine Viererkette um. Damit rückte Dominique Heintz für Cenk Özkacar in die Innenverteidigung neben Joel Schmied. Eric Martel begann auf der Sechs. Shootingstar Said-El-Mala übernahm vorerst die Jokerrolle und der in der Woche angeschlagene Marius Bülter nahm zudem vorerst auf der Bank Platz und wurde von Ragnar Ache ersetzt.
Frankfurt bestraft Kölner Fehler
Und das zahlte sich zunächst auch aus: Einen langen Ball von Heintz legte Ache auf Kaminski perfekt zurück. Der polnische Nationalspieler stand völlig frei am Sechzehner und schlenzte zur frühen Führung ein. Der Treffer wurde auf Abseits überprüft und schließlich gegeben. Die Frankfurter bemühten sich zunehmend in ihr Ballbesitzspiel zu finden und drängten den FC in die eigene Hälfte. Doch die Kölner Viererkette zeigte sich unbeeindruckt und sorgte immer wieder mit langen Bällen für schnelle Konter, ohne die ganz große Gefahr zu verursachen. Die beste Chance hatte noch Ache nach einer Ecke (28.). Auf der anderen Seite machte Knauff ordentlich Tempo. Unter anderem brachte Jonathan Burkardt einen Kopfball nach der Hereingabe des Nationalspielers Richtung Winkel, aber Schwäbe war zur Stelle.
Machtlos war der Keeper nach einer Ecke, als Theate beim Kopfball höher als Ache stieg und einnickte (39.). Die Kölner zeigten die richtige Reaktion und wurden nach einer Ecke durch Thielmann gefährlich, doch der Offensivspieler verfehlte das Tor. Kurz vor der Pause bekamen die Geißböcke dann die Quittung für viel zu einfache Ballverluste. So vertändelte Sebulonsen die Kugel, über Umwege kam Fares Chaibi zu Abschluss. Schwäbe parierte unglücklicherweise direkt in den Fuß von Mohammed Dahoud, der seinen ersten Startelfeinsatz nutzte und den Ball nur noch ins Tor schieben musste (45. +6). Nach dem Wechsel hätte Thielmann die Hessen früh schicken können, als er alleine Richtung Tor lief, doch das Kölner Eigengewächs verpasste den richtigen Zeitpunkt, hätte vielleicht auf den mitgeeilten Kristoffer Lund spielen müssen (48.).
Burkardt macht mit Doppelpack alles klar.
Die Eintracht war nun viel griffiger, der FC dagegen viel anfälliger. Chaibi und Burkardt kombinierten sich durch die Kölner Innenverteidigung. Schwäbe konnte den Ball im letzten Moment noch von Chaibis Füßen fischen (51.). Immer wieder beschäftigte die Frankfurter Offensive nun die Kölner Abwehr. Entfaltung gab es nur noch selten. Das hohe Pressing der Gäste bewährte sich. Burkardt leitete sein erstes Tor selbst über einen Seitenwechsel auf den rechts mitgelaufenen Ritsu Doan ein. Der Flügelspieler zog im Eins-gegen-Eins zu leicht an Kristoffer Lund vorbei und flankte auf den ersten Pfosten, wo Burkardt den Ball mit dem ersten Kontakt ins Tor zur 3:1 Führung lenkte (60.). Keine zwei Minuten später nutzten die Frankfurter eiskalt ihre nächste Chance und erhöhten auf 4:1 (63.). Wieder war es Burkardt, der Lund stehen ließ. Die Vorarbeit kam von Ansgar Knauff.
Lukas Kwasniok brachte frische Kräfte. Und Said El Mala fügte sich direkt mit einer starken Aktion ein, doch den Versuch des Kölner Youngsters grätschte Robin Koch im letzten Moment weg. Der FC mühte sich auch weiterhin, doch die ganz großen Ideen hatte die Offensivabteilung nicht mehr. Erst in der Schlussphase wurden die Kölner wieder aktiver und belohnten sich. Der eingewechselte Marius Bülter kam in der Box an den Ball und verkürzte noch einmal. Der FC machte weiter Druck, hatte auch weiterer Chancen. Unter anderem scheiterte der Youngster in der Nachspielzeit am Pfosten. Dann war der eingewechselte Waldschmidt noch einmal nach El-Mala-Flanke per Kopf zur Stelle (90.+3). Beim 3:4 blieb es am Ende. Am kommenden Samstag ist der FC zu Gast bei Werder Bremen (15:30 Uhr, Liveticker aus Bremen bei come-on-fc.com).