Weiterer Neuzugang beim 1. FC Köln? So ist der Stand im Transfer-Poker um Rav van den Berg

Rav van den Berg ( Foto:  Ed Sykes/Getty Images)
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Weiterer Neuzugang beim 1. FC Köln? So ist der Stand im Transfer-Poker um Rav van den Berg

Mit der Verpflichtung von Cenk Özkacar hat der FC seine Transfer-Bemühungen für diesen Sommer noch nicht abgeschlossen. Nach wie vor geistert der Name eines niederländischen Innenverteidigers rund ums Geißbockheim. Doch der Deal ist alles andere als in trockenen Tüchern beim 1. FC Köln: So ist der Stand bei Rav van den Berg.

Mit dem eindrucksvollen 4:0-Erfolg über Atalanta Bergamo haben die Geißböcke die Hoffnung genährt, für die kommende Spielzeit ordentlich aufgestellt zu sein. Wie aussagekräftig der Test wirklich war, wird sich erst zeigen müssen. So oder so wird es wohl noch weitere Veränderungen geben im Kader des 1. FC Köln: So ist der Stand bei Rav van den Berg.

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Nach dem 1:0-Erfolg über Swansea City ging es für Rav van den Berg am Samstag in die Kabine des FC Middlesbrough. Allerdings nicht, um sich nach einem umkämpften Spiel umzuziehen, denn der 21-Jährige stand für den englischen Zweitligisten nicht im Kader, feierte dann den Sieg aber doch mit seinem Team. Middlesbroughs Teamchef Rob Edwards war der Meinung, dass es sich nicht „richtig anfühlte“, wenn er den Innenverteidiger bei der ungeklärten Transfersituation spielen lassen würde. Auch ein Einsatz am Dienstag im Caraboa Cup gegen die Blackburn Rovers gilt als eher unwahrscheinlich. Die Situation um van den Berg ist ungeklärt, weil es nach wie vor großes Interesse an dem Abwehrspieler gibt. Der 21-Jährige soll trotz der Verpflichtung von Cenk Özkacar weiterhin auf dem Wunschzettel von Thomas Kessler stehen.

„Wir sind noch in Gesprächen“

Der türkische Nationalspieler ist wohl eher auf der linken Innenverteidigerposition zu Hause, während van den Berg eher die zentrale oder rechte Position einnehmen würde. Dass der FC sich durchaus vorstellen kann, noch einmal nachzubessern, bestätigte Thomas Kessler am Rande des Testspiels gegen Atalanta Bergamo. „Wir sind noch in Gesprächen und schauen, was auf dem Markt möglich ist“, so Kessler. „Wir können nicht alles machen und nicht jedes Gespräch für dazu, dass wir einen Transfer tätigen. Aber wir schauen uns um und gucken mal, ob noch etwas passiert.“ Ob der Transfer von van den Berg „passiert“, scheint derzeit offen. Laut englischen Medien sind die FC-Bosse nach wie vor an einer Verpflichtung des Abwehrspielers interessiert.

Allerdings soll dem englischen Zweitligisten, der das erste Kölner Angebot zurückgewiesen hat, nach come-on-fc.com Informationen bislang keine weitere Offerte vorliegen – auch nicht von Mitbewerbern. Die Kölner waren wohl bereit, für van den Berg tief in die Tasche zu greifen. Sieben Millionen Euro wurden kolportiert – eine stolze Summe. Der junge Niederländer wäre damit zumindest finanziell der Kölner Königstransfer. Van den Berg soll sich wiederum einen Wechsel nach Köln sehr gut vorstellen können. Bei der Einigung mit dem Spieler scheint der FC zumindest gute Karten zu haben. Allerdings heißt es aus England, dass der Zweitligist van den Berg nur gehen lassen werde, wenn die finanziellen Vorstellungen erfüllt würden. Edwards betonte zuletzt, dass das Verhältnis zu van den Berg ein Gutes sei und er sich eine Fortführung der gemeinsamen Arbeit gut vorstellen könne.

Lukas Kwasniok lässt Stammelf-Frage offen und beantwortet sie damit

Lukas Kwasniok beim Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Lukas Kwasniok lässt Stammelf-Frage offen und beantwortet sie damit

Nicht wenige Beobachter hatten für die Begegnung gegen Atalanta Bergamo einen weiteren Eindruck für die Stammelf zum kommenden Pokal-Auftakt erwartet. Doch davon will der Kölner Coach nichts wissen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok setzt künftig auf die Breite des Kaders.

Florian Kainz, Luca Waldschmidt, Said El Mala, Linton Maina – gleich mehrere Spieler kamen erst in der Schlussphase im Testspiel gegen Bergamo zum Einsatz. Gerade in der Offensive hat der Coach die Quak der Wahl beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok setzt auf die Breite des Kaders.

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Lukas Kwasniok ist mitunter schon mal redselig. Zumindest plaudert der neue Kölner Trainer über Dinge, die bei seinen Vorgängern undenkbar gewesen wären. „Klar ist das ein anderes Umfeld in Köln und dann kann dir das ein oder andere auch mal auf die Füße fallen“, sagte Jonas Hector in der Pause des Vorbereitungsspiels bei Magenta TV. „Er ist halt so.“ So sprach Kwasniok am Samstag unverblümt über die Zukunft von Imad Rondic und vor wenigen Wochen einigen Spielern die Bundesligatauglichkeit ab. Bei einer Frage in der Mixed Zone in den Katakomben des Kölner Stadions wirkte der 44-Jährige am Samstag ein wenig verwundert. Zum wiederholten Male wurde der Coach gefragt, wie viel Stammelf für die kommende Saison die Begegnung gegen Bergamo mit sich gebracht habe.

Kwasniok will sich nicht festlegen

Kwasniok wurde auch dieses Mal nicht müde, die durchaus nachvollziehbare Frage zu beantworten. „Es wird keine Stammelf geben, es wird aber eine Startelf geben“, sagte der Coach und schob erklärend hinterher: „Je nach Bedarf und Verfassung der jeweiligen Spieler.“ Die Frage nach der Stammelf ist im Fußball obligatorisch ein Thema – ganz sicher nicht nur bei den Geißböcken. Kwasniok bricht aber aus der klaren Idee nach der vermeintlichen besten Elf aus. Im Gegenteil. Der Coach ist froh über den breiten Kader und hat die Testspiele genau ihrem Sinn entsprechend genutzt. Es ging Kwasniok wohl eben nicht nur darum, die besten Spieler für die etatmäßige Position zu finden. Vielmehr scheint der Coach ein großes Ganzes zu sehen.

Kwasniok setzte immer wieder auf verschiedene Formationen. Wohl auch, um die richtige Antwort auf das jeweilige Spielsystem des Gegners zu finden. So machte der Coach keinen Hehl daraus, dass er auch gegen Bergamo nicht gezielt die vermeintliche beste Elf aufgestellt habe, sondern die Spieler, die auf die Spielweise des Gegners am ehesten passen. So betonte der Trainer, dass beispielsweise Doppeltorschütze Jan Thielmann für diese Begegnung genau der richtige Mann gewesen sei. „Jan war heute wie einige andere Spieler auch prädestiniert für die Begegnung. Es gibt Räume und Wege, wie du dem Gegner mit Herz und Leidenschaft wehtun kannst“, sagte der Trainer. „Er macht nicht einen Lauf, er kommt entgegen und macht es wieder und wieder. Dieses Unnachgiebige war das entscheidende heute.“

Tatsächlich hatte der 44-Jährige schon vor dem Bergamo-Spiel angedeutet, dass er eine Mannschaft aufstellen werde, die er für die beste gegen eine Mann-gegen-Mann-Mannschaft hielt. Gegen Regensburg wird der FC am Sonntag aber auf einen anderen Gegner treffen. Eine andere Herangehensweise, ein anderes taktisches System. Und gerade deswegen wird die erfolgreiche Elf aus dem Bergamo-Spiel nicht die des Saisonauftakts in der Pokalrunde sein. Eine komplette Stammelf ist bei dem neuen Kölner Trainer also nicht zu erwarten, vielmehr wird es wohl einen Pool an Spielern geben, aus denen sich die Stammelf dem Gegner entsprechend jeweils zusammensetzt.

Nicht im Kader: Imad Rondic steht beim 1. FC Köln schon wieder vor dem Abschied

Imad Rondic im Testspiel gegen Bergisch Gladbach
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Nicht im Kader: Imad Rondic steht beim 1. FC Köln schon wieder vor dem Abschied

Kurz vor Ende der Wintertransferphase hat der FC noch einmal zugeschlagen und den Bosnier als Hoffnungsträger verpflichtet. Nun könnte der Weg schon wieder beendet sein beim 1. FC Köln: Imad Rondic steht vor dem Abschied.

Beim 4:0-Erfolg über Atalanta Bergamo zeigten die Kölner vor allem in der Offensive ein starkes Spiel. Ein Akteur war gar nicht erst dabei beim Test des 1. FC Köln: Imad Rondic steht vor dem Abschied.

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Ein gutes halbes Jahr nach der Verpflichtung steht Imad Rondic bei den Geißböcken offenbar schon wieder vor dem Aus. Der FC-Stürmer war am Samstag nicht in den Kader für das Testspiel gegen Atalanta Bergamo berufen worden. „So ist leider das Leben“, sagte der Kölner Trainer, der betonte, dass er für die Offensive nur drei Positionen vorgesehen habe und vor allem über die Schienen für Gefahr sorgen wollte. „Wenn man dann noch mal nachlegen will, da sieht man wie eng es ist“, sagte Kwasniok weiter. Tatsächlich tümmelten sich beim FC gleich zahlreiche Spieler, die im Schlussdrittel Offensivpower erzeugen sollen. So viele, dass Spieler wie Luca Waldschmidt, Florian Kainz, Linton Maina und Said El Mala erst einmal von der Bank kamen. „Man muss Entscheidungen treffen, die sind für den einzelnen nicht immer so angenehm. Das Leben ist schön, es ist aber nicht immer fair“, so Kwasniok.

Droht Rondic das Aus?

Auf Nachfrage bestätigte der Trainer, dass man Rondic durchaus mitgeteilt habe, dass er sich nach Alternativen umschauen könne. Ganz so deutlich wurde Sportdirektor Thomas Kessler dann nicht. „Wir haben zumindest darüber gesprochen, dass es mit der Einsatzzeit für ihn schwer werden kann nach den Eindrücken der Vorbereitung“, sagte Kessler. „Der Trainer hat viele Spieler im Kader gehabt. Die Wahl ist nicht auf ihn gefallen. Der Spieler kann sich darüber Gedanken machen, wie er seine Zukunft sieht.“ Obwohl der Bosnier bislang nicht überzeugte, eine doch überraschende Entwicklung. „Es bedeutet ja nicht, dass wir ihn vor die Tür kehren wollen. Es ist ein aktueller Leistungsabgleich. Wenn morgen das erste Pflichtspiel anstehen würde, würde es nicht für den Kader reichen“, sagte Kessler. Ein möglichst zeitiger Abgang ist demnach nicht anberaumt. „Wir planen da nichts. Es geht einfach um den aktuellen Leistungstand. Es ist jeder dafür verantwortlich, den Trainer davon zu überzeugen, im Kader oder der Startelf zu stehen. Am Ende geht es auch darum, wie der Spieler seine Zukunft sieht.“   

Rondic war im Winter verpflichtet worden. Der Stürmer sollte der lahmenden Kölner Offensive auf die Beine helfen. Das gelang aber nicht. Mehr als ein Billardtor gegen den SC Paderborn sprang nicht heraus. Auch in der Vorbereitung lief es für den Angreifer alles andere als rund.

Nächste Leihe eines Talents: Der 1. FC Köln verleiht Mansour Ouro-Tagba an den VfB Stuttgart II

Mansour Ouro-Tagba verlässt den 1. FC Köln auf Leihbasis
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Nächste Leihe eines Talents: Der 1. FC Köln verleiht Mansour Ouro-Tagba an den VfB Stuttgart II

Schon oft hat der FC den Weg gewählt, Talente für mehr Spielpraxis zu verleihen. Nun geht der nächste Youngster diesen Weg: Der 1. FC Köln verleiht Mansour Ouro-Tagba an den VfB Stuttgart II.

Am ersten Spieltag der Regionalliga West stand er für die Kölner U21 noch 90 Minuten auf dem Platz. Nun verlässt Mansour Ouro-Tagba den FC für ein Jahr, um auf höherem Niveau Spielpraxis zu sammeln: Der 1. FC Köln verleiht Mansour Ouro-Tagba an den VfB Stuttgart II in die dritte Liga.

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Der FC verleiht sein nächstes Talent für ein Jahr, wie es schon öfter bei Nachwuchsspielern der Weg des Vereins war: Mansour Ouro-Tagba geht in dieser Saison für den VfB Stuttgart II auf Torejagd. Der Stürmer hatte vor ein paar Wochen beim Auftakt der Regionalliga West noch für die U21 der Kölner durchgespielt. Die zwei Partien danach war er jedoch nicht im Kader. Nun soll das Talent sich in der dritten Liga weiterentwickeln. Für ihn ist es schon das zweite Mal, dass die Geißböcke ihn verleihen. Vor einem Jahr war Ouro-Tagba nämlich in die zweite Liga zu Jahn Regensburg gegangen, kam nach nur neun Joker-Einsätzen aber schon im Winter wieder zurück. Danach machte das Talent für die U21 des FC in der restlichen Saison in 14 Einsätzen drei Tore und drei Vorlagen.

Schon Erfahrung in der dritten Liga

Aber auch die dritte Liga ist kein Neuland für das Sturm-Talent. „Wir haben uns mit Mansour offen über seine Zukunft ausgetauscht. Er kennt die 3. Liga aus seiner Zeit bei 1860 München und wir sind davon überzeugt, dass diese Liga aktuell die bestmögliche Plattform für seine Entwicklung ist, um dort den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen. Wir wünschen ihm für die Saison alles Gute und viel Erfolg”, sagt Lukas Berg, Technischer Direktor des 1. FC Köln.

Für 1860 debütierte Ouro-Tagba mit 18 Jahren in der dritten Liga, nachdem er zuvor lange in die Münchner Jugend ausgebildet wurde. In insgesamt 20 Einsätzen kam der 1,90 Meter große Stürmer auf drei Tore. Im Sommer 2024 verpflichtete ihn darauf der 1. FC Köln. Nun soll sich der Spieler bei der zweiten Mannschaft der Stuttgarter weiterentwickeln und vielleicht für mehr beim FC im kommenden Sommer empfehlen.

Der 1. FC Köln verpflichtet Innenverteidiger Cenk Özkacar 

Cenk Özkacar spielt künftig für den 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln verpflichtet Innenverteidiger Cenk Özkacar 

Der nächste Neuzugang für den 1. FC Köln: Cenk Özkacar kommt auf Leihbasis vom FC Valencia.

Der neunte Neuzugang der Geißböcke schließt die Vakanz in der Innenverteidigung 1. FC Köln: Cenk Özkacar kommt auf Leihbasis vom FC Valencia.

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Am späten Mittwochabend sickerte die Verbindung zwischen dem 24-Jährige Türken und dem 1. FC Köln durch. Heute dann wurde der Transfer nun vom Verein offiziell verkündet. Özkacar kommt vom FC Valencia an den Rhein. Der Abwehrspieler wird zunächst geliehen, der FC hat aber anscheinend eine Kaufoption für 2026 vereinbart. Diese soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Der Marktwert des türkischen Nationalspielers liegt laut „transfermarkt.de“ bei 1,2 Millionen Euro. Nach Informationen der „Bild“ soll der FC eine Leihgebühr von unter 300.000 Euro an Valencia zahlen.

Kommt noch ein weiterer Innenverteidiger?

Özkacar spielte für diverse türkische Clubs bei den Junioren und wechselte 2020 vom heutigen Drittligisten Altay SK zu Olmypique Lyon. Von dort ging es in Leihstationen über OH Leuven zum FC Valencia. 2023 verpflichtete der spanische Erstligist den Abwehrspieler für fünf Millionen Euro – die dem damaligen Marktwert entsprachen – fest, bevor 2024 die nächste Leihe zu Valladolid folgte. Diese endete in diesem Sommer. Nun folgt die nächste nach Köln. Bei Valladolid kam der Innenverteidiger lange nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinaus, wurde erst zum Ende der Saison Stammspieler. Insgesamt stehen nur elf Spiele in der vergangenen Spielzeit auf dem Konto. Özkacar wurde 2022 von Stefan Kuntz in die A-Nationalmannschaft der Türkei berufen.

Der 24-Jährige kommt allerdings auf nur neun Einsätze, wurde zuletzt nicht mehr berücksichtigt. „Auch wenn die vergangene Saison für ihn nicht optimal verlaufen ist, sind wir überzeugt von seinem Potenzial und seinen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Gespräche mit ihm haben uns gemeinsam zu der Überzeugung gebracht, dass er die nötige Ambition und Mentalität mitbringt, die wir für die anstehenden Herausforderungen benötigen. Damit wird er unserer Mannschaft guttun – wir freuen uns sehr, dass er sich für den FC entschieden hat“, sagt Thomas Kessler.

„Ich wusste sofort, dass es der richtige Schritt ist“

Der 1,90-Meter-Mann erfüllt die Anforderung. „Mit Cenk bekommen wir wie geplant einen Linksfuß für unsere Innenverteidigung dazu, der das Niveau auf dieser Position ebenso wie den Konkurrenzkampf erhöhen wird“, so Kessler weiter. Özkacar kann aber auch auf den Außenpositionen agieren und gilt zudem als körperlich robuster Spielertyp. Mit dem Türken schließt der FC die nächste Baustelle. Gerade auf der Innenverteidigerposition haben die Kölner noch händeringend gesucht. Zuletzt waren Ahmetcan Kaplan, dessen Ablöse einfach zu hoch war, und Rav van den Berg auf dem Wunschzettel. Der Niederländer galt sogar als wahrscheinlicher Transfer. Ob der FC noch immer an einer Verpflichtung interessiert ist, ist wahrscheinlich. Die Kaderplanung ist sicherlich noch nicht vollends abgeschlossen, doch mit der Özkacar wurde nun eine weitere wichtige Lücke wurde geschlossen.

„In den Gesprächen mit Thomas habe ich ein richtig gutes Gefühl für den FC bekommen – für die Historie des Clubs und seine Bedeutung für die Menschen. Ich wusste sofort, dass es der richtige Schritt für mich sein wird, nach Deutschland in die Bundesliga zu wechseln. Ich freue mich schon jetzt auf das Stadion und die Fans, die für ihre Leidenschaft und ihre Unterstützung über die Grenzen von Köln hinaus bekannt sind“, sagt Cenk Özkacar. 

Nächste Lücke geschlossen – doch die Kaderplanung ist noch nicht beendet beim 1. FC Köln

Thomas Kessler treibt die Kaderplanung voran
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Nächste Lücke geschlossen – doch die Kaderplanung ist noch nicht beendet beim 1. FC Köln

Mit Cenk Özkacar haben die Kölner die nächste Kaderlücke geschlossen. Die Geißböcke haben damit alle Positionen wie geplant doppelt besetzt. Dabei wird es aber sicherlich nicht bleiben. Die Kaderplanung beim 1. FC Köln ist noch nicht abgeschlossen.

Gut eine Woche vor dem Start in die Pflichtspiele ist beim FC in Sachen Kader einiges passiert. Gleich neun Spieler hat Thomas Kessler in diesem Sommer verpflichtet – eine ordentliche Bilanz. Zumal mit Said El Mala dem FC ein weiterer „neuer“ Akteur zur Verfügung steht. Und dennoch: Die Kaderplanung beim 1. FC Köln ist noch nicht abgeschlossen.

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Wenn es rein um die Quantität geht, hat Thomas Kessler das Puzzle für die kommende Spielzeit wohl zusammengesetzt. Der Sportdirektor hat zumindest die frühzeitig erklärten Kaderlücken gestopft, jede Position ist im Kölner Kader doppelt besetzt. Man könnte also meinen, die Kaderplanung der Geißböcke ist mit dem neunten Neuzugang dieses Sommers abgeschlossen. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zusammensetzung des Teams für die kommende Spielzeit noch weitergeht. Thomas Kessler ist mit seinem Planungs-Latein noch nicht am Ende. Und das, obwohl der Sportdirektor in dieser Woche schon zwei Mal zugeschlagen hat. „Zumindest auf dieser Position ist die Lücke geschlossen“, sagte Lukas Kwasniok. „Es ist aber nicht so, dass wir nicht anderweitig auf dem Transfermarkt und umschauen, um da nicht etwas in der Spitze zu machen.“

Weitere Abwehrspieler im Fokus

Nach wie vor sollen Derrick Köhn und Rav van den Berg oben auf der Wunschliste der Kölner stehen. Köhn steht aktuell noch bei Galatasaray unter Vertrag, gleich mehrere Vereine haben die Fühler nach dem Linksverteidiger ausgestreckt. Der FC soll bei dem Spieler eigentlich gute Karten haben, doch die Ablöse stellt noch eine hohe Hürde dar. Die Vorstellungen der Teams sollen weit auseinander gehen und die Konkurrenz schläft nicht. Auch andere Clubs können sich eine Verpflichtung von Köhn durchaus vorstellen – darunter einige Zahlungskräftige. Ähnlich verhält es sich bei Rav van den Berg, der bei Middlesbrough unter Vertrag steht und ebenfalls eine stolze Ablöse kosten soll. Zwar hat sich Feyenoord laut englischen Medien aus den Verhandlungen zurückgezogen, dafür gibt es aber auch das Interesse einiger weiterer Clubs. Der FC soll angeblich sieben Millionen Euro für den 21-Jährigen geboten haben. Eine große Summe für einen Spieler, dessen Marktwert auf 4,5 Millionen Euro taxiert wird.

Und auch hier gibt es Clubs, die vermutlich eine breitere Schatulle auf dem Schreibtisch stehen haben. Auch Keven Schlotterbeck wird nach wie vor gehandelt. Und das kommt nicht von ungefähr. Die Kölner Defensive hat sich in der Vorbereitung alles andere als sattelfest gezeigt. Das war sicherlich auch der offensiven Ausrichtung von Lukas Kwasniok geschuldet, allerdings spielten die Kölner auch ausnahmslos gegen unterklassige Clubs. „Mehr Stabilität in der Defensive“ ist ein Thema, das die Geißböcke nicht erst seit dieser Spielzeit umgibt. Ein erfahrener Innenverteidiger, zumindest einer mit dem Format, sofort zum Stamm zu gehören, würde dem FC gut tun. Ob Özkacar da die erhoffte Hilfe ist, wird sich nach den zahlreichen Leihen erst zeigen müssen.

Wie geht es in der Offensive weiter?

Ob die Planungen aber auch mit weiteren Abgängen wie beispielsweise von Leart Pacarada oder eine Leihe von Julian Pauli einhergehen, wird sich erst zeigen müssen. Und auch in der Offensive könnte die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen sein. Zwar ist Marius Bülter im Angriff variabel einsetzbar, der Stürmer kommt aber eher übers Tempo, ist nicht der klassische Neuner. Gerade mit Blick auf die Verletzungsanfälligkeit von Ragnar Ache, wäre ein weiterer Backup sicherlich alles andere als verkehrt. Zumal die einzige weitere Alternative Imad Rondic nach wie vor noch nicht so richtig zündet. Auch, wenn die Saison für den FC in zehn Tagen mit dem Pokalspiel gegen Regensburg beginnt, hat Thomas Kessler noch bis zum 1. September Zeit, nachzubessern. Diese wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch nutzen.

Der erste Härtetest: Lukas Kwasniok und den 1. FC Köln erwartet eine echte Herausforderung

Lukas Kwasniok coacht beim Testspiel gegen Fortuna Köln
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Der erste Härtetest: Lukas Kwasniok und den 1. FC Köln erwartet eine echte Herausforderung

Nur noch etwas über eine Woche dauert es bis zum ersten Kölner Pflichtspiel der Saison. Davor steht aber noch ein Testspiel-Kracher auf dem Programm: Das sagt Lukas Kwasniok zum Härtetest des 1. FC Köln gegen Bergamo.

Bald ist die Sommervorbereitung vorbei und es geht für die Kölner endlich wieder in der Bundesliga los. Davor testet der FC aber noch gegen den italienischen Spitzenclub Atalanta Bergamo: Das sagt Lukas Kwasniok zum Härtetest des 1. FC Köln gegen Bergamo.

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Fünf Spiele, vier Siege, ein Unentschieden: So lautet die bisherige Bilanz der Testspiele des 1. FC Köln in der Sommervorbereitung. In den Partien hat der FC aber bis jetzt nur gegen Mannschaften gespielt, die maximal in der zweiten Liga ihres Landes vertreten sind. Einige Teams spielen sogar nur im Amateurbereich. Zum Ende der Vorbereitung wird im sechsten Testspiel die Qualität des Gegners jedoch nochmal deutlich nach oben geschraubt. Denn die Kölner treten gegen den italienischen Topverein Atalanta Bergamo an. Der erreichte in der abgelaufenen Saison den dritten Platz in der Serie A und qualifizierte sich damit für die Champions League. Vor etwas über einem Jahr gewannen die Italiener außerdem die Europa League, indem sie gegen das zuvor in der Spielzeit ungeschlagene Leverkusen gewannen.

Keine feste Startelf

Damals bezwang Bergamo Bayer mit einem extremen Mann gegen Mann-Pressing, für welches der Verein seit mittlerweile einigen Jahren bekannt ist und es perfektioniert hat. Gegen diesen Ansatz muss Kwasniok die passenden Spieler finden. „Es geht jetzt um eine Startelf gegen Atalanta, um das bestmögliche Gesicht zu zeigen. Und das bestmögliche Gesicht bedeutet morgen, eine Mann gegen Mann-Konstellation lösen zu können. Die ist extrem hart. Wenn du dich aber daran nicht orientierst und ausrichtest, dann kann das echt nach hinten losgehen. Ich versuch die besten Jungs aufzustellen, die Mann gegen Mann die Attribute mitbringen, um gut aussehen zu können“, sagt Kwasniok.

Das ist auch ein Grundprinzip des Trainers, dass er seine Mannschaft so aufstellt, wie er denkt, dass sie die besten Lösungen gegen die Gegner findet. Daher habe er auch keine feste Startelf. „Ich hab einen ganzen Kader zur Verfügung und nicht irgendwie elf Spieler“, so der Coach. Deswegen werde sich die Aufstellung im DFB-Pokal in einer Woche auch von der gegen Atalanta unterscheiden. „Das ist beim Spiel in Regensburg was völlig anderes höchstwahrscheinlich, wo du eher einen tiefen Block bespielen musst. Da brauchst du dann wieder andere Qualitäten der Spieler. Und in Mainz sieht es auch wieder anders aus. Ich will den Kader nutzen. Ich hab einfach so viel Qualität in der Mannschaft, so viel unterschiedliche Qualitäten, dass das immer wieder von Woche zu Woche auch mal zu fünf Startelf-Veränderungen kommen kann.“

Kölner Außenseiterrolle

Auch wenn der Test gegen Atalanta damit nicht so viel Aufschluss über die Startelf im ersten Pflichtspiel gegen Jahn Regensburg geben dürfte, ist die Begegnung trotzdem ein wichtiger Härtetest. Denn in dem Spiel ist der FC klarer Außenseite. Das zeigt sich alleine beim Blick auf die geschätzten Kaderwerte: 73 Millionen Euro bei den Kölnern versus 436 Millionen Euro bei Bergamo. Die Geißböcke können so die Situation einüben, dass ein Gegner ihnen auf dem Papier eigentlich deutlich überlegen ist. So, wie es in der Bundesliga auch der Fall sein wird bei zum Beispiel den Partien gegen Bayern München. Und so ist der Test auch eine gute Standortbestimmung, da Bergamo der bis jetzt mit Abstand stärkste Kontrahent in den Testspielen ist.

Nach 0:3 jetzt 0:5 – U21 des 1. FC Köln kassiert nächste bittere Auswärts-Pleite

Die U21 des 1. FC Köln startet in die neue Saison
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Nach 0:3 jetzt 0:5 – U21 des 1. FC Köln kassiert nächste bittere Auswärts-Pleite

Die U21 des 1. FC Köln hat auch im zweiten Auswärtsspiel der Regionalliga-Saison eine empfindliche Niederlage kassiert. Nach dem 0:3 beim 1. FC Bocholt setzte es bei der U21 des SC Paderborn am Freitagabend sogar eine 0:5-(0:2)-Klatsche. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Paderborn.

Der Pechvogel des Abends war Max Lippert, der gleich zwei Gegentreffer einleitete. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Paderborn.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf gegenüber dem 3:0-Heimerfolg gegen Wiedenbrück sechs Tage zuvor nur auf einer Positionen – und das gezwungenermaßen: Safyan Toure ersetzte den noch angeschlagenen Etienne Borie. Auf den Rängen waren die Kölner von Beginn an tonangebend: Rund 150 mitgereiste Schlachtenbummler sorgten im Gästeblock für lautstarke Unterstützung und verwandelten die Begegnung in ein atmosphärisches Heimspiel. 

Fehlende Ideen im Offensivspiel

Das Duell auf dem Rasen begann jedoch verhalten. Gefährliche Aktionen in den Strafräumen waren lange Zeit Mangelware. Die beste Chance besaßen die Gastgeber: Nach einem hohen Ball in den Strafraum tauchte Luis Flörke frei vor Luis Hauer auf, doch der Kölner Torwart parierte den Schuss aus spitzem Winkel vom Fünfmeter-Eck sicher (22.). Und nur wenige Sekunden später touchierte ein Distanzschuss von Julius Bugenhagen die Latte des Kölner Tors (23.). Paderborns Reserve war in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft, den FC-Talenten fehlte es an Ideen im Offensivspiel. Folgerichtig fiel der Führungstreffer, wenn auch nach einem ruhenden Ball: Kerem Yalcin köpfte eine Ecke am Fünfmeterraum direkt vor dem Gästeblock unbedrängt zum 1:0 ins Tor (33.).

Ein Fehlpass von Max Lippert sorgte für den zweiten Gegentreffer: Paderborn schaltete von der Seitenauslinie blitzschnell um und Stefano Marino schlenzte den Ball vom Sechzehner zum 2:0 ins Netz (38.). Sbonias reagierte auf den dürftigen Auftritt seiner Mannschaft mit einem Dreifach-Wechsel zur zweiten Hälfte und nahm dabei die komplette offensive Dreier-Reihe vom Feld. Dafür kamen Fayssal Harchaoui, Arda Süne und Malek El Mala neu in die Partie. Dürholtz rutschte dafür eine Reihe vor zwischen Süne und Yacobi, der aus dem Sturmzentrum auf Linksaußen rutschte. Harchaoui spielte dafür neben Emin Kujovic auf der Doppel-Sechs und El Mala bildete fortan die Angriffsspitze.

Umstellung zeigt Wirkung

Die Umstellungen und die mutmaßliche Kabinenpredigt des Trainers zeigten Wirkung: Die Kölner traten nach dem Seitenwechsel engagierter auf, auch wenn sie zunächst nicht den Weg in den Sechzehner fanden. Die beste Aktion war ein Distanzschuss von Süne, der knapp links unten am Paderborner Tor vorbeizischte (56.). Wenige Sekunden später hätte es klingeln müssen, doch El Mala scheiterte nach Flanke von Yacobi am Paderborner Schlussmann (58.). Auf der Gegenseite rettete Luis Hauer per Fuß gegen Bennit Bröger (58.). Bitter: Mitten in die Kölner Drangphase erzielte der SCP den dritten Treffer und sorgte damit für die Entscheidung. Und wieder war es ein Fehlpass von Lippert, der zum Gegentor führte. Wie schon beim 2:0 war es Marino, der abermals per flachem Distanzschuss zum 3:0 verwandelte (59.).

Und es kam noch schlimmer: Nach einer kurz ausgeführten Ecke legten die Gastgeber den Ball in den Rückraum zu David Stamm. Dessen Schuss aus über 20 Metern schlug unhaltbar für Hauer links unten zum 4:0 ein (64.). Marino bugsierte eine flache Hereingabe im Zentrum zum 5:0 über die Linie (76.). Das Spiel offenbarte, dass vor dem Trainer Evangelos Sbonias noch viel Arbeit mit seiner neuformierten und jungen Mannschaft liegt. Für die U21 geht es kommende Woche Sonntag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger Sportfreunde Siegen weiter.                       

1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Dabrowski (81. Mausehund), Özkan, Lippert (65. Spitali) – Kujovic, Dürholtz – Labenz (46. M. El Mala), Kristal (46. Harchaoui), Toure (46. Süne) – Yacobi. Tore: 1:0 Yalcin (33.), 2:0/3:0 Marino (38./59.), 4:0 Stamm (64.), 5:0 Marino (76.).


Viele Zugänge, aber es braucht auch Abgänge: Thomas Kessler muss sich als Verkäufer beweisen

Thomas Kessler treibt die Kaderplanung voran
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Viele Zugänge, aber es braucht auch Abgänge: Thomas Kessler muss sich als Verkäufer beweisen

Mit einigen Neuzugängen hat Thomas Kessler den Kader der Kölner mittlerweile verstärkt. Neben den Verpflichtungen muss sich der Sportdirektor aber auch als Verkäufer beweisen: Thomas Kessler muss noch für Abgänge sorgen beim 1. FC Köln.

Mit der bevorstehenden Verpflichtung von Cenk Özkacar stehen insgesamt rund 30 Spieler im Kader des FC. Darunter fallen einige Talente, die noch verliehen werden sollen, sowie ein paar Spieler, die die Geißböcke gerne von der Gehaltsliste haben würden. So soll der Kader noch verkleinert werden: Thomas Kessler muss noch für Abgänge sorgen beim 1. FC Köln.

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Mit dem bevorstehenden Wechsel von Cenk Özkacar hat der FC inzwischen schon neun Neuzugänge in diesem Sommer zu vermelden. Die Verstärkungen sind auch dringend nötig, damit die Kölner in der Bundesliga bestehen können. So gab es zu Beginn der Transferphase auf vielen Positionen noch Fragezeichen, ob die Qualität für den Klassenerhalt reicht. In diesen Bereichen sind die Geißböcke jetzt zumindest schonmal besser aufgestellt. Allerdings ist der Kader durch die vielen Transfers deutlich angewachsen. Es hat zwar auch einige Abgänge wie etwas Tim Lemperle, Damion Downs oder Max Finkgräfe gegeben, aber die Spieleranzahl ist mit über 30 trotzdem sehr groß. Daher ist es für Sportdirektor Thomas Kessler bis zum Ende des Transferfensters eine der dringendsten Aufgaben, noch für Abgänge zu sorgen. Das ist gleich aus mehreren Gründen wichtig.

Profis ohne Zukunft

So gibt es einige Akteure im Kader, die spätestens seit diesem Sommer keine Perspektive mehr im Verein haben und deswegen abgegeben werden sollen. Dazu zählen Florian Dietz (zuletzt wohl Interesse vom FC Schweinfurt), Sargis Adamyan (Gerüchte um Wechsel zum VfL Osnabrück) und Jacob Christensen. Mit Steffen Tigges hat Kessler gerade erst einen Spieler zum SC Paderborn verkauft, der sonst wohl auch in diese Kategorie gefallen wäre. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Denn auch wenn die Profis keine bis kaum Chancen auf Einsatzzeiten haben, verdienen die sie trotzdem noch ein gutes Gehalt. Da wäre es finanziell sehr wichtig für den FC, wenn sie dieses loswerden könnten. Auch wenn die wirtschaftliche Lage im Vergleich zu vor ein paar Jahren wieder besser ist, kann es sich der Klub nämlich eigentlich nicht leisten, Geld für keine Gegenleistung auszugeben. Besonders auch nicht, da die Neuzugänge alle bestimmt auch für ein ordentliches Gehalt gekommen sein werden.

Außerdem ist das Abgeben der Spieler wichtig, da diese sonst unzufrieden werden und das auch in der Mannschaft kundtun könnten. Zwar wissen alle drei um ihren geringen Status beim Trainerteam, ihre Situation ist von Anfang an klar. Jedoch könnte es trotzdem gut sein, dass gerade ein Spieler wie Jacob Christensen unbedingt spielen möchte. Denn der Däne kommt gerade von einem Kreuzbandriss zurück und ist erst 24 Jahre alt. Wenn es dann nicht mit einem Wechsel klappen sollte und der Mittelfeldspieler in Köln nur auf der Bank sitzt, könnte er unruhig werden. Was auch insofern verständlich wäre, da für seine Karriere gerade nach der langwierigen Verletzung Spielzeit sehr wichtig ist.

Talente brauchen Einsatzzeit

Die ist auch für die jungen Talente im Kader von großer Bedeutung, damit sie sich entwickeln können. Daher sucht Kessler für etwa Neo Telle, der aber erst noch seinen Vertrag verlängern müsste, Emin Kujovic und vielleicht auch Julian Pauli einen Leihverein. Dieser sollte jedoch in einer besseren Liga sein als die Regionalliga, in welcher die U21 der Kölner antritt. Wenn bei den Talenten keine Leihe gelingt, hat das für den FC direkt einen doppelten Nachteil. Zum einen könnten die Youngster noch mehr als die aussortierten Profis unzufrieden werden, wenn sie keine Einsatzzeit erhalten, und so auch schwieriger zu halten sein. Für die Nachwuchshoffnungen gibt es keinen Grund, sich länger an einen Verein zu binden, bei dem sie keine Chance bekommen.

Zum anderen entwickeln sich die Spieler bei fehlender Einsatzzeit natürlich auch nicht wie erhofft. Das Training bei den Profis oder die Spiele bei der U21 alleine reichen nicht, um mit der Zeit auf Bundesliga-Niveau zu kommen. Dabei ist genau das das Ziel der Geißböcke. Der eigenen Anspruch ist, ein Entwicklungsclub zu sein. Daher ist Kessler gefordert, Lösungen für die Talente zu finden. Eine Aufgabe, die – zusammen mit dem Verkaufen von Spielern ohne Perspektive – ebenfalls wichtig in der Bewertung ist, wie Kessler seinen Job im Sommer erledigt hat. Der Sportdirektor muss beweisen, dass er nicht nur ein-, sondern auch verkaufen kann.