Der nächste Versuch bei Silas Andersen? „Bereit für den nächsten Karriereschritt“

Spielt Silas Andersen bald für den 1. FC Köln?
,

Der nächste Versuch bei Silas Andersen? „Bereit für den nächsten Karriereschritt“

Auf der Suche nach einem Sechser und vielleicht einem möglichen Martel-Ersatz fällt immer wieder ein Name. Versucht es der 1. FC Köln erneut bei Silas Andersen? Der soll zumindest über einen Wechsel nachdenken.

Die Frage nach Eric Martel kann auch weiterhin nicht beantwortet werden. Eine Alternative könnte Silas Andersen sein.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Eine knappe Woche nach der emotionalen Verabschiedung von Florian Kainz, Dominique Heintz und Luca Kilian könnte es am Samstag die nächsten letzten Spiele mit dem Geißbock auf der Brust geben. Gleich bei mehreren Akteuren steht mindestens im Raum, in der kommenden Spielzeit eben nicht mehr für den FC aufzulaufen. Die große Abschiedssause wird es dann aber nicht mehr geben, denn zumindest offiziell ist noch nichts final entschieden. Einer der Akteure, der möglicherweise denn Club verlassen wird ist Eric Martel. Der Sechser hat bekanntlich noch keinen neuen Vertrag unterschrieben, befindet sich aber in Gesprächen – nur eben nicht nur mit dem FC. Die Kölner würden den Spieler gerne halten, doch nicht zu jedem Preis. Schon lange schauen sich die Geißböcke auf dem Transfermarkt nach Alternativen um. Zuletzt war Dresdens Kofi Amoako offenbar ein heißer Kandidat. Nur wäre der U-Nationalspieler sicher kein Eins-zu-eins-Ersatz.

Wechsel trotz Verlängerung?

Im Winter wurde ein anderer Name gehandelt, der nach Informationen von come-on-fc.com noch immer ein Thema ist. Silas Andersen würde in das Kölner Profil passen, gilt als spielstarker und physischer Sechser und der Däne stand schon im Winter ganz oben auf der Wunschliste der Geißböcke. Damals soll es Gespräche gegeben haben. Tatsächlich berichteten schwedische und dänische Medien damals, dass der BK Häcken ein Kölner Angebot in Höhe von vier Millionen Euro abgewiesen haben. Zuvor hatten sich schon ganz andere europäische Clubs an dem Verhandlungsgeschick des schwedischen Erstligisten die Zähen ausgebissen, waren sogar mit höheren Angeboten in Höhe von sieben Millionen Euro gescheitert. Der polyvalente Mittelfeldspieler (zentrales, defensives, linkes Mittelfeld) blieb bei seinem Club und verlängerte sogar noch einmal seinen Kontrakt bis 2029. Das schließt einen Wechsel nun im Sommer aber ganz sicher nicht aus.

In schwedischen Medien wird weiterhin über ein konkretes Interesse aus der Bundesliga, namentlich vom FC und dem Hamburger SV berichtet. Auch Vereine wie Trabzonspor sind aktuell an dem 21-Jährigen dran. Und die Chancen für einen Wechsel stehen offenbar nicht schlecht. Glaubt man zumindest den Worten von Sportdirektor Erik Friberg. Der sagte nun im Interview mit dem schwedischen „Expressen“, dass er es für unwahrscheinlich halte, Andersen nach der WM noch in Häcken zu halten. „Es wirkt auch so, als sei er bereit für den nächsten Karriereschritt. Es war perfekt, dass er etwa 18 Monate hier war und dann den nächsten Schritt gemacht hat“, sagt Friberg. Dem Vernehmen nach wollen die Schweden mindestens sechs Millionen Euro für den Mittelfeldspieler. Das Online-Portal transfermarkt.de schätzt den Wert des Rechtsfußes auf zwei Millionen Euro ein. Mit einem Wechsel beispielsweise in die Bundesliga würde dieser noch steigen.

1. FC Köln im Endspurt: Ungewohnter Trainingsauftakt vor dem Bayern-Spiel

René Wagner beim Training mit der Mannschaft
,

1. FC Köln im Endspurt: Ungewohnter Trainingsauftakt vor dem Bayern-Spiel

Zum Auftakt in die letzte Woche der Saison gab es ein ungewohntes Bild beim 1. FC Köln: Das Team absolviert aktuell ihre Leistungsdiagnostik. Derweil rollten bereits die Bagger an, die den Rasen auf dem Trainingsplatz 1 wieder auf Vordermann bringen sollen.

Für den FC geht es nun in die letzte Woche vor dem Saisonende. Am Samstag wartet das Spiel gegen den FC Bayern zum Abschluss. Und wie Lukas Kwasniok schon vor Monaten prophezeite, haben die Kölner den Klassenerhalt vor dem Duell gegen den Rekordmeister geschafft. Wenn auch gerade so.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Die Geißböcke sind am Dienstag in die Vorbereitung auf das letzte Spiel der Saison gestartet. Am Samstagnachmittag sind die Kölner zu Gast beim FC Bayern München. Ausgerechnet gegen den Rekordmeister heißt es nun, Wiedergutmachung zu betreiben. Der Auftritt gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Sonntag hatte Fragezeichen und eine gewisse Ratlosigkeit hinterlassen. Die Leistung der Kölner entsprach jedenfalls nicht der von Trainer René Wagner geforderten Spannung. Im Gegenteil, die Kölner wirkten mindestens ideen-, vielleicht sogar lustlos. In der Offensive fiel dem FC so gut wie nichts ein, in der Defensive häuften sich die Fehler. Fragezeichen dürfte vielleicht auch der ein oder andere Fan am Dienstag am Geißbockheim hinter der Stirn gehabt haben. Denn die Kölner trainierten hinter verschlossenen Türen, während auf dem Trainingsplatz eins die Bagger anrollten.

Nur eine öffentliche Einheit

Der Rasen wird erneuert, dazu zunächst abgetragen. Doch im Franz-Kremer-Stadion trainierte auch nur eine kleine Gruppe. Denn für Dienstag und Mittwoch ist Leistungsdiagnostik angesagt. Wie in jedem Jahr wird diese erhoben, um den Spielern einen zugeschnittenen Trainingsplan für die Sommerferien mit an die Hand zu geben – und das ungeachtet der jeweiligen Zukunft. Die Vorbereitung beginnt dann im Sommer mit einer ähnlichen Diagnostik. Daran wird das Trainerteam sehen können, wie im Sommer gearbeitet wurde. Die Einheiten am Dienstag und Mittwoch werden daher auch hinter verschlossenen Türen stattfinden. Genauso wie das dann wieder „normale“ Training am Donnerstag. Die einzige öffentliche Einheit findet am Freitag statt. Anschließend macht sich die Mannschaft auf nach München, um dort am Samstag das letzte Saisonspiel zu bestreiten.

Einen besonderen sportlichen Wert hat die Begegnung eigentlich nicht mehr. Der FC hat die Klasse ganz sicher gehalten, der FCB steht schon lange als Titelverteidiger fest. Für die Bayern geht es noch darum die 89 Punkte zu erreichen – das wäre das viertbeste Bundesliga-Abschneiden der Historie. Allerdings wird René Wagner wohl sehr daran gelegen sein, dass sich die Mannschaft anders präsentiert als noch am 33. Spieltag. Denn so sicher wie kolportiert ist die Beförderung des Interims-Coachs dann möglicherweise doch nicht.

Zuverlässiger Back-up des 1. FC Köln: Joel Schmied überzeugt gegen Heidenheim

Joel Schmied vom 1. FC Köln
,

Zuverlässiger Back-up des 1. FC Köln: Joel Schmied überzeugt gegen Heidenheim

Einiges an Wirbel gab es am Sonntag beim FC, nachdem bekannt wurde, dass Jahmai Simpson-Pusey kurzfristig aus dem Kader gestrichen wurde. Einen ließ der kurzfristige Wechsel jedoch völlig unbeeindruckt beim 1. FC Köln: Joel Schmied zeigt seinen Wert als Back-up.

Weil Jahmai Simpson-Pusey zu spät zum Anschwitzen kam, gab es gegen den 1. FC Heidenheim eine völlig unerwartete Chance für Joel Schmied, sich mal wieder von Beginn an zu zeigen. Und diese Möglichkeit nutzte der Innenverteidiger. Trotz zuletzt wenig Spielpraxis empfahl er sich mit einer soliden Leistung.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Es war der erste Moment, der die Stimmung bei den Geißböcken am Sonntagabend trübte. Gut eine Stunde vor Anpfiff gab der Verein bekannt, dass Jahmai Simpson-Pusey nicht im Kader für das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim stehen würde. Der Innenverteidiger war zu spät zum Anschwitzen gekommen, worauf Trainer René Wagner hart durchgriff. „Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass das Spiel für uns wichtig ist. Dann müssen wir Haltung zeigen. Wenn ein Spieler zu spät ist, muss es Konsequenzen geben und die Mannschaft es zu spüren bekommen,“ erklärte der Trainer bei DAZN. Für den Leistungsträger Simpson-Pusey rückte Joel Schmied kurzfristig in die Startformation. Keine leichte Aufgabe für den Schweizer. Schließlich war es für den 27-Jährigen der erste Startelfeinsatz seit dem 23. Spieltag gegen Hoffenheim und das ohne große Vorbereitung.

Solider Auftritt ohne große Eingewöhnung

Aber davon ließ sich Schmied nicht beeindrucken. Während etwa sein Nebenmann Cenk Özkacar einen Tag zum Vergessen mit einigen Fehlern erlebte, war der Schweizer einer der wenigen Spieler in der Kölner Defensive, die zumindest eine gewisse Sicherheit ausstrahlten. So war der 27-Jährige gut in den Zweikämpfen, gewann 71 Prozent seiner Duelle am Boden und zeigte auch seine Kopfballstärke. Auch im Aufbauspiel war der im Winter 2025 vom FC Sion in die Domstadt gewechselte Profi stark eingebunden, brachte von seinen 56 Pässen gute 89 Prozent an den Mann und dribbelte immer mal wieder mutig gegen die tief stehenden Heihenheimer an. Zwar ließ Schmied, wie eigentlich die gesamte FC-Verteidigung, Eren Dinkçi vor dem 1:2 zu leicht gewähren, ansonsten war es aber eine sehr solide Vorstellung des Abwehrspielers bis zu seiner Auswechslung in der 71. Minute.

Damit bewies der Schweizer den Wert, den er für die Geißböcke haben kann. In den Wochen zuvor war er noch kaum zum Zug gekommen. Seinen Stammplatz, den er zu Saisonbeginn unter Lukas Kwasniok hatte, verlor der 27-Jährige zuletzt. Denn nach seinem vor Sonntag letzten Einsatz von Beginn an im Februar gegen Hoffenheim fiel der Defensivspezialist das zweite Mal in dieser Saison für einige Wochen mit einer Muskelverletzung aus. Erst Mitte April gegen St. Pauli gab er sein Comeback im Kader. In der Zwischenzeit hatte sich jedoch unter dem neuen Coach René Wagner das Duo aus Simpson-Pusey und Özkacar mit guten Leistungen festgespielt. So blieb Schmied zweimal ohne Einsatz im Kader, wurde dann gegen Union Berlin in der Schlussphase eingewechselt.

Schmied als zuverlässiger Back-up

Mit seinem überraschenden Startelf-Comeback gegen den FCH konnte der Innenverteidiger aber mal wieder zeigen, dass auf ihn Verlass ist. So kann der Abwehrspieler mindestens als zuverlässiger Back-up sehr wichtig sein. Denn wie am vergangenen Sonntag zu sehen war, braucht der Schweizer keine große Eingewöhnungszeit, wenn er gefordert ist. So gibt der Defensivspieler seinem Trainer die Sicherheit, immer eine Option in der Hinterhand zu haben, die er ohne große Sorgen bringen kann.

Ob Schmied in Zukunft vielleicht auch wieder mehr sein kann als nur der souveräne Ersatz, bleibt aber abzuwarten. So ist schließlich noch nicht klar, ob der FC bei Simpson-Pusey die Kaufoption von wohl ungefähr acht Millionen Euro ziehen wird. Und mit Özkacar, bei dem der Verein die Option zur festen Verpflichtung wohl ziehen möchte, Rav van den Berg und in der neuen Saison dem dann wieder genesenen Timo Hübers gibt es auch ohne weitere Neuzugänge schon einiges an Konkurrenz in der Kölner Innenverteidigung. Aber mit der soliden Leistung gegen Heidenheim hat Schmied zumindest mal wieder zeigen können, dass er auf jeden Fall bereit ist, wenn er gebraucht wird, und sich die Mannschaft auf ihn verlassen kann.

Offene Verträge beim 1. FC Köln: Desolater Auftritt zur Unzeit

,

Offene Verträge beim 1. FC Köln: Desolater Auftritt zur Unzeit

Beim letzten Heimspiel der Saison mit ungewisser Zukunft lieferten Cenk Özkacar und Kristoffer Lund schwache Auftritte zum ungünstigsten Zeitpunkt ab. Beide Leihspieler hätten gegen Heidenheim Argumente für ihren Verbleib sammeln können. 1. FC Köln: Offene Verträge, schwache Auftritte

Der Klassenerhalt war längst gesichert, die Saison so gut wie abgehakt. Und doch hatte das letzte Heimspiel des 1. FC Köln gegen den FC Heidenheim für einige Akteure im Kader eine ganz eigene Bedeutung. Für Leihspieler wie Cenk Özkacar und Kristoffer Lund war es eine von zwei letzten Gelegenheiten, Geschäftsführer Thomas Kessler von ihrer Qualität zu überzeugen. Was die Auftritte der beiden über ihre Zukunft am Geißbockheim verraten.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Das übergeordnete Saisonziel der Geißböcke war bereits vor Anpfiff erreicht. Und dennoch war der Auftritt gegen Heidenheim ein Gradmesser – nicht nur für Trainer René Wagner, sondern auch für diverse Personalien im Kader. Geschäftsführer Thomas Kessler muss sich in den kommenden Wochen die Frage stellen, ob diese Spieler über den Sommer hinaus für die Domstädter auflaufen werden. Umso bedenklicher stimmt daher der Auftritt am Sonntagnachmittag. Coach Wagner blickt auf diese Angelegenheit mit mittlerweile bekannter Besonnenheit. „Es war ein Bundesligaspiel, das wir verloren haben. Am Ende geht es immer um die Aufgabe. Wir haben versucht, in der Halbzeitpause ein, zwei Dinge anzupassen. Das ist uns in der zweiten Hälfte teilweise gelungen, teilweise aber auch nicht. Wir können uns nicht damit beschäftigen, was drum herum passiert, auch nicht, was in den nächsten Tagen passiert.“

Cenk Özkacars gebrauchter Tag

Insbesondere zwei Akteuren gelang es auf dem Platz nicht, das Spiel gegen Heidenheim zu nutzen, um Zweifel an einem möglichen Verbleib in der Domstadt zu zerstreuen. Dazu gehörte Innenverteidiger Cenk Özkacar, der einen gebrauchten Tag erwischte – obwohl er sich das zu diesem Zeitpunkt wohl am wenigsten leisten konnte. Wie der „Kicker” in der vergangenen Woche berichtete, wollen die Verantwortlichen des 1. FC Köln den 25-jährigen Türken fest vom FC Valencia verpflichten und die Kaufoption von rund zwei Millionen Euro ziehen. Nach Informationen von Sky ist ein Verbleib des Innenverteidigers jedoch noch keine beschlossene Sache. Genau deshalb hätte sich das Spiel gegen Heidenheim angeboten, um überzeugende Argumente für die anstehenden Verhandlungen zu sammeln. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Özkacar leitete das 0:1 mit einem katastrophalen Fehlpass durch das Zentrum selbst ein, war beim Gegentreffer nicht eng genug am Torschützen und verlor über die gesamte Partie hinweg ungewohnt viele direkte Duelle auf der letzten Linie. Auch beim zwischenzeitlichen 1:2 fehlte ihm im entscheidenden Moment der Zugriff. Ein Auftritt zum Vergessen zur Unzeit.

Kristoffer Lund wusste nicht zu überzeugen

In diesem Zusammenhang rückt neben Özkacar auch Kristoffer Lund in den Fokus. Zwar sah er beim zweiten Treffer der Heidenheimer unglücklich aus, letztlich konnte er gegen den Abschluss von Arijon Ibrahimović jedoch wenig ausrichten. Und doch lässt sich diese Szene als sinnbildlich für seinen Gesamtauftritt gegen die Mannschaft von der Brenz lesen. In der offensiv ausgerichteten Rolle des Wingbacks warf Lund alles hinein, was er hatte, doch gegen den überragend aufgelegten Eren Dinkçi hatte er über weite Strecken das Nachsehen.

Wie bei Özkacar hatte Geschäftsführer Thomas Kessler auch für Lund eine Kaufoption vereinbart: Rund zwei Millionen Euro würden fällig, wollte der FC den Spieler fest verpflichten. Wie come-on-fc.com berichtet, ist ein Verbleib des Abwehrspielers daher alles andere als sicher. „Sky“ berichtet zudem, dass der FC die Kaufoption nicht ziehen wird. Dann würde Lund im Sommer zurück nach Italien zum SSC Palermo gehen. Thomas Kessler ließ sich am Donnerstag diesbezüglich nicht in die Karten schauen, als er über die Leihen sprach. Er erklärte jedoch, dass man ganz bewusst Kaufoptionen in die Leihverträge verankert habe.

Kein Grund für voreilige Schlüsse

Fest steht: In der spannenden Situation beider Spieler wäre ein starkes Signal wichtig gewesen. Und dennoch gilt es, nach dem desolaten Spiel gegen Heidenheim keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Özkacar und Lund haben in dieser Saison effektiv zum Klassenerhalt beigetragen und sind sowohl unter Kwasniok als auch unter Wagner zu festen Größen bei den Rheinländern aufgestiegen. Ihre Bilanz spricht für sich. Doch genau darin liegt das Dilemma, vor dem Thomas Kessler in den kommenden Wochen steht. Auftritte wie gegen Heidenheim streuen Zweifel, ob die vorhandenen Optionen tatsächlich ausreichen, um die sportliche Weiterentwicklung des 1. FC Köln in der kommenden Saison voranzutreiben. Oder ob es nicht an der Zeit wäre, auch andere Wege zu prüfen.

Kommentar zum 1. FC Köln: Eine Bewerbung sieht anders aus

René Wagner und Thomas Kessler
,

Kommentar zum 1. FC Köln: Eine Bewerbung sieht anders aus

Noch zu Beginn der vergangenen Woche verdichteten sich die Anzeichen, dass René Wagner auch in der kommenden Spielzeit Trainer der Geißböcke sein wird. Das scheint nach dem Heidenheim-Spiel aber nicht mehr ganz so sicher. Eine Bewerbung hat Wagner jedenfalls nicht abgegeben. Ein Kommentar zur 1:3-Pleite des 1. FC Köln.

Für das Duell gegen Heidenheim hatte sich der Kölner Trainer viel vorgenommen, umgesetzt hat es seine Mannschaft am Sonntag nicht. Und so ließen die Pfiffe nach dem Spiel nicht lange auf sich warten.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Als der FC am Sonntag eine Stunde vor Beginn der Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim wie gewohnt den Kader präsentierte, da fehlte ungewöhnlich ein Name: Jahmai Simpson-Pusey, einer der Leistungsträger der vergangenen Wochen, ein Transfer, von dem man sich in Köln eigentlich auch für die Zukunft viel verspricht. Die Erklärung ließ keine drei Minuten auf sich warten. Der Engländer, so teilte der Verein mit, sei zu spät zum Anschwitzen gekommen und von René Wagner aus dem Kader gestrichen worden. Eine bemerkenswerte Meldung und das auf unterschiedlichen Ebenen. So war der junge Vater beispielsweise bislang eher nicht durch Disziplinlosigkeit aufgefallen – zumindest nicht nach außen. Bemerkenswert auch, weil der Verein Verfehlung und Strafe so schnell, so deutlich kommunizierte. Immerhin gab es in der jüngeren Vergangenheit auch Vorfälle, bei denen ein anderer Weg gewählt wurde.

Fahriger Auftritt wirft Fragen auf

Über die Beweggründe zu spekulieren, ist von außen schwer. Fakt ist aber, dass der Verein ein deutliches Signal ausgesendet hat – ob bewusst oder nicht. Mit der Entscheidung bewies René Wagner eine beachtliche Konsequenz, die ein Image vom alles tolerierenden, zu nahen Trainer-Freund nicht zulässt. Gleichzeitig untermauerte der Coach seine Worte von Freitag. Dort hatte Wagner betont, dass es seine Aufgabe sei, die Spannung im Team aufrecht zu halten – selbst, wenn der Klassenerhalt sicher sei. Auch deswegen hatte es der 37-Jährige vermieden, den Routiniers Dominique Heintz und Florian Kainz eine Einsatz-Garantie vorab auszusprechen. Nur brachte die Mannschaft die geforderte Spannung eben nicht auf den Platz. Im Gegenteil: Der Auftritt war fahrig, teils wirkte er unkontrolliert, auf jeden Fall unkonzentriert. Er war in der Offensive ideenlos, in der Defensive erschreckend anfällig.

Marvin Schwäbe sagte später zu recht, dass so eine Leistung nicht für die Bundesliga reicht. Und so muss es nicht wundern, dass die Fans die Frage nach dem Trainer so deutlich stellen. Erst wenige Tage zuvor hatten sich die Zeichen verdichtet, dass Wagner im Sommer zum Cheftrainer befördert und den FC in die kommende Spielzeit führen werde. Dem Vernehmen nach wollten aber Teile der Entscheidungsträger die beiden Leistungen aus den ausstehenden Spielen gegen Heidenheim und den FC Bayern München abwarten, wohlwissend, dass gegen den Rekordmeister nicht mit einem Kantersieg zu rechnen ist. Die Bewerbungsunterlagen von Sonntag hätte der Trainer wohl lieber nicht abgegeben. Der Kölner Keeper hat schon recht, wenn er anmerkt, dass man nun nicht alles schlecht reden soll. Wagner hat der Mannschaft zunächst Stabilität verliehen, hat die richtige Ansprache bei einigen Spielern gewählt.

Saison soll analysiert werden

Das kommt an und auch deswegen stehen große Teile des Teams hinter dem Coach. Kessler ist ebenfalls weiterhin von dem Dresdener überzeugt. Doch zeigt die Form- und die Entwicklungskurve augenscheinlich gerade nicht nach oben. Und so erscheint es als nur folgerichtig, dass der Geschäftsführer am Sonntag erklärte, dass man die Saison in ihrer Gänze analysieren werde und dass dann auch noch einmal die Trainerfrage auf den Tisch komme. Kessler wird sich sicher nicht aufgrund der Fanstimmung von Wagner abwenden, doch der ehemalige Kölner Keeper wird mit seinem Team sicherlich den Trainermarkt ebenfalls im Auge behalten. Denn einen Fehlstart in die neue Saison kann sich der FC vermutlich nicht erlauben, ihn zumindest nicht leicht wegstecken. Ohne den (teils glücklichen) Einstand nach Maß zu Beginn dieser Saison würden die Kölner sich nun in einer erschreckend dramatischen Situation befinden. Und das muss um jeden Preis in der kommenden Spielzeit verhindert werden.

Einigung mit Spieler, aber bei Tromsø holte sich der 1. FC Köln wohl schon zwei Körbe ab

Abubacarr Sedi Kinteh soll sich mit den Kölnern bereits einig sein
, ,

Einigung mit Spieler, aber bei Tromsø holte sich der 1. FC Köln wohl schon zwei Körbe ab

Der FC ist nicht erst seit dem besorgniserregenden Auftritt gegen Heidenheim an einem weiteren Innenverteidiger interessiert. Am Morgen berichtete Sky-Reporter Patrick Berger von einer mündlichen Einigung zwischen Spieler und Verein. Das Problem ist wohl eher der abgebende Club. Der 1. FC Köln holte sich für Abubacarr Sedi Kinteh anscheinend schon zwei Körbe ab.

Er ist 19 Jahre alt, spielt in der ersten norwegischen Liga und hat offenbar das Interesse von zahlreichen Clubs geweckt. Abubacarr Sedi Kinteh steht wohl auf der Liste der Geißböcke und die Kölner haben sich offenbar bereits Absagen abgeholt.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Wie berichtet sucht der FC aktiv nach einem neuen Innenverteidiger und ist offenbar in Norwegen fündig geworden. Am Montag berichtete Sky, dass Köln an Abubacarr Sedi Kinteh vom norwegischen Erstligisten Tromsø IL interessiert ist. Der 19-Jährige Innenverteidiger kommt in dieser Spielzeit auf sieben Einsätze, fünf von Beginn an. Der Nationalspieler Gambias gilt als zweikampfstark und robust. Vor allem aber ist das Tempo bemerkenswert. Kinteh wurde mit annähernd 37 km/h geblitzt, wäre bei einem Wechsel nach Köln wohl einer der schnellsten Spieler der Bundesliga. Laut Sky-Reporter Patrick Berger haben FC und der Spieler bereits eine Einigung erzielt. Das deckt sich auch mit Meldungen aus Norwegen. Demnach könne sich der Abwehrspieler einen Wechsel in die Bundesliga und auch in die Domstadt sehr gut vorstellen. Kinteh ist offenbar schon bei mehreren Clubs angeboten worden.

Tromsø pokert hoch

Der FC hat angebissen und will den Spieler gerne verpflichten. Berger berichtete dann am Abend, dass die Kölner sich mit einem ersten Angebot von 3,5 Millionen Euro wohl einen Korb abgeholt haben. Laut dem norwegischen Fernsehsender TV2 ist es dabei nicht geblieben. So sollen die FC-Verantwortlichen ein zweites Angebot in Höhe von etwa fünf Millionen Euro angeboten haben. Dies würde in etwa dem Marktwert des Spielers entsprechen. Der wird zumindest von dem Online-Portal transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro geschätzt. Doch auch damit sind die Geißböcke abgeblitzt. Dem Vernehmen nach will Tromsø mindestens sechs Millionen Euro für den Spieler haben. Und die Norweger scheinen auch guten Grund für einen hohen Poker zu haben. Denn wie TV2 weiter berichtet, soll auch der saudi-arabische Club Al-Ahli seine Fühler nach dem Innenverteidiger ausgestreckt haben.

Zudem sollen englische und italienische Vereine an einer Verpflichtung interessiert sein – laut TV2 wohl auch die AC Florenz. Aktuell sieht es beim FC nach einem Überangebot in der Innenverteidigung für die kommende Saison aus. Gerade wenn im Sommer die Youngster Julian Pauli und Elias Bakatukanda wieder zurück ans Geißbockheim kommen. Allerdings spielte zweiterer zuletzt im vergangenen November. Mit Dominique Heintz und Luca Kilian wurden am Sonntag gleich zwei Abwehrspieler verabschiedet. Ob das Interesse bedeutet, dass der FC die Kaufoption bei einem der Leih-Innenverteidiger nicht ziehen wird, ist nicht klar. Dem Vernehmen nach wollen die Kölner Jahmai Simpson-Pusey (trotz disziplinarischer Maßnahme) fest unter Vertrag nehmen, die Ablöse läge allerdings bei acht Millionen Euro. Wie es mit Cenk Özkacar weitergeht, ist unklar.


Der zweite Meistertitel in Folge und doch keine Zukunft beim 1. FC Köln

Rasmus Carstensen wurde beim FC nicht so richtig glücklich
,

Der zweite Meistertitel in Folge und doch keine Zukunft beim 1. FC Köln

Seit gestern ist es amtlich: Aarhus GF ist zum ersten Mal seit 40 Jahren dänischer Meister. So holt sich FC-Leihspieler Rasmus Carstensen seine zweite Meisterschaft in Serie, nachdem er vergangene Saison mit Lech Posen den Titel in Polen gewann. Auch Jusuf Gazibegovic könnte mit Sturm Graz noch Meister werden. Gibt es also eine neue Chance für Carstensen und Gazibegovic beim 1. FC Köln? Wohl eher nicht.

Der Rückstand auf den Linzer ASK beträgt für Gazibegovic und sein Team vor dem letzten Spieltag zwei Punkte. Rasmus Carstensen feierte die Meisterschaft. Beide Rechtsverteidiger blühten somit nach ihrem Tapetenwechsel wieder auf.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Im Sommer packte Carstensen seine Koffer und schloss sich Aarhus GF, dem Verein seiner Freundin, an. Nach wenigen Wochen spielte sich der Däne in die Startelf und wurde zum Stammspieler. In allen 22 Spielen der regulären Saison kam er zum Einsatz. Dabei gelangen ihm als rechter Schienenspieler im 3-4-3-System fünf Tore und zwei Vorlagen. In der Meisterrunde kam der 25-Jährige lediglich in den ersten beiden Duellen zum Einsatz. Grund dafür ist laut einem Bericht von „Tipsbladet.dk“ eine nicht weiter definierte Verletzung. Von Vereinsseite gab es bisher kein Statement.

Geringes Transferminus

Nichtsdestotrotz wird Carstensen vermutlich fest zum dänischen Meister wechseln. Sportdirektor Carsten V. Jensen hatte öffentlich Interesse bekundet, den Spieler fest zu verpflichten und somit die Kaufoption in Höhe von 1,2 Millionen Euro zu ziehen. Auch Carstensen habe Bereitschaft signalisiert, in der dänischen Heimat zu bleiben. Der FC müsste somit ein kleines Transferminus hinnehmen. Die Domstädter überwiesen im Sommer 2024 rund 1,5 Millionen Euro an den KRC Genk.

Jusuf Gazibegovic wechselte im Winter dieser Saison auf Leihbasis zurück zu seinem Ex-Verein Sturm Graz. In der Hinrunde kam der Bosnier auf gerade einmal 22 Bundesligaminuten beim 4:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg. Der 26-Jährige ging dann schließlich für mehr Spielzeit zurück nach Österreich. Dort gehörte er sofort wieder zum Stammpersonal. In zehn Spielen kommt er auf rund 700 Minuten und bereitete dabei ein Tor vor. Die anderen vier Spiele verpasste er verletzungsbedingt. Mit einem Sieg gegen Rapid Wien und Schützenhilfe der Austria würde Sturm Graz am letzten Spieltag Linz überholen und österreichischer Meister werden.

Fester Verkauf geplant

Dieser Titel würde jedoch nichts an der kurzfristigen Zukunft des Bosniers ändern. Da Graz keine Kaufoption besitzt, wird der Rechtsverteidiger im Sommer nach Köln zurückkehren. Wohl aber nur kurzfristig. Zuletzt berichtete „Sky“, man strebe eine dauerhafte Lösung an und wolle den 26-Jährigen fest verkaufen. Möglicherweise schlägt sein aktueller Club dann zu. Dort ist er schließlich Publikumsliebling und betonte zuletzt mehrfach, wie wohl er sich dort fühle. Sein Marktwert wird von „transfermarkt“ auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Gut möglich, dass der FC zumindest die investierten zwei Millionen Euro zurückbekommt. Die könnten dann vielleicht direkt in einen Ersatz fließen, da auf der Position durch den Verkauf der beiden Leihspieler Bedarf entstehen würde.

So lief das Wochenende für die anderen Leihspieler

Jaka Cuber Potocnik konnte mit Rot-Weiß Essen mit 1:0 gegen den SC Verl gewinnen und somit die Chance auf den Aufstieg wahren. Der 20-Jährige spielte die vollen 90 Minuten. Mansour Ouro-Tagba verlor mit dem VfB Stuttgart II mit 5:3 gegen Hansa Rostock. Der Togolese wurde nach 55 Minuten ausgewechselt. Emin Kujovic wurde kurz vor dem Schlusspfiff bei einer 1:0-Führung gegen Ried eingewechselt. Wolfsberg brachte das Ergebnis ins Ziel. Imad Rondic konnte den Abstieg von Preußen Münster nicht mehr verhindern. Beim 1:1 gegen Darmstadt spielte er das gesamte Spiel durch. Dynamo Dresden verlor mit 2:1 bei Eintracht Braunschweig. Julian Pauli stand für dieses Spiel nicht im Kader.

Transfergerücht: Der 1. FC Köln soll sich mit Abubacarr Sedi Kinteh bereits einig sein

Abubacarr Sedi Kinteh soll sich mit den Kölnern bereits einig sein
, ,

Transfergerücht: Der 1. FC Köln soll sich mit Abubacarr Sedi Kinteh bereits einig sein

Der Klassenerhalt ist trotz der Pleite am Sonntag sicher, die Planungen für die kommende Spielzeit werden intensiviert. Dem Vernehmen nach sollen sich die Kölner bereits mit einem Innenverteidiger einig sein. Der 1. FC Köln will Abubacarr Sedi Kinteh verpflichten.

Wirklich glücklich konnten die Kölner Verantwortlichen mit dem Auftritt der Geißböcke nicht gewesen sein. Die 1:3-Pleite gegen Heidenheim war absolut verdient. Die erhoffte Spannung, von der René Wagner noch in der vergangenen Woche gesprochen hatte, war nicht zu sehen. Vor allem in der Hintermannschaft unterliefen den Kölnern viele Fehler. Für die kommende Spielzeit schaut sich der FC – wie von come-on-fc.com berichtet – nach einem Innenverteidiger um. Und das könnte Abubacarr Sedi Kinteh werden.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Das berichtet zumindest Sky-Reporter Patrick Berger exklusiv. Demnach haben sich die FC-Bosse mit dem Spieler bereits eine „grundsätzliche mündliche Einigung“ erzielt. Kinteh wolle demnach in die Bundesliga, der FC sucht nach einem Innenverteidiger. Der Abwehrspieler steht aktuell in Norwegen bei Tromsø IL unter Vertrag. In dieser Spielzeit lief Kinteh sieben Mal für seinen Club auf, fünf Mal von Beginn an. Der 19-Jährige feierte bereits im vergangenen Jahr sein Debüt für die Nationalmannschaft von Gambias. Kinteh gilt als robuster Abwehrspieler, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 37 km/h umgehend zu den schnellsten Spielern der Liga gehören würde. Darüber hinaus ist der Spieler kopfballstark und kompromisslos in den Zweikämpfen.

Marktwert liegt bei rund fünf Millionen Euro

Allerdings gibt es einen großen Haken. Kinteh hat noch Vertrag bis zum Winter 2029. Aktuell wird der Marktwert des 19-Jährigen vom Online-Portal transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro geschätzt. Für eine ähnliche Summe soll der Spieler vor einigen Wochen schon in der Bundesliga angeboten worden sein. Aktuell gibt es offenbar zahlreiche Interessenten. Vorwiegend aus England und die Premier-League-Clubs sind bekanntlich bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Auch der FC Basel und BSC Youngs Boys sollen Interesse bekundet haben. Auch deswegen könnten die Kölner bei möglichen Vertragsverhandlungen aufs Gaspedal drücken wollen.

Aktuell sieht es beim FC nach einem Überangebot in der Innenverteidigung aus. Mit Dominique Heintz und Luca Kilian wurden allerdings zwei Abwehrspieler am Sonntag verabschiedet. Die Zukunft von Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey ist nicht geklärt. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda kommen zwei Innenverteidiger von ihren Leihen zurück, doch ob sie in der kommenden Saison auf Einsatzzeit kommen werden, ist mindestens bei Bakatukanda nicht gesagt. Joel Schmied und Rav van den Berg sind gesetzt. Timo Hübers wird gegen Ende des Jahres zurück erwartet.


U21-Coach Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln verriet: So kam es zum überraschenden El-Mala-Comeback beim BVB

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
,

U21-Coach Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln verriet: So kam es zum überraschenden El-Mala-Comeback beim BVB

Die U21 des 1. FC Köln hat am vorletzten Spieltag einen Punkt für die Moral geholt – und hätte mit etwas mehr Spielglück und Konsequenz im Abschluss sogar drei Punkte aus der Roten Erde entführen können. Das sagt Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln zum U21 Duell gegen den BVB.

Das Comeback von Malek El Mala rundete den Nachmittag ab. Der Trainer war nach dem Abpfiff entsprechend zufrieden.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Am Ende wurde es noch richtig dramatisch: Die U21 hatte gerade das 1:1 erzielt und es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Maik Akumu plötzlich im spitzen Winkel frei vor dem Dortmunder Tor auftauchte. Dortmunds Torwart Silas Ostrzinski wehrte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke ab. Es hätte der späte Siegtreffer für die U21 sein können, der nicht gänzlich unverdient gewesen wäre. Bitter: In der Mitte standen gleich mehrere Kölner blank und hätten bei einem Querpass wohl nur noch einschieben müssen.

„Das ist schade“

„Er ist aus der U19, ein 2008er Jahrgang, das darf man nicht vergessen“, nahm der Trainer Evangelos Sbonias seinen Stürmer nach dem Abpfiff in Schutz, konstatierte aber auch: „Da muss er nur den Kopf hochnehmen, im Zentrum sind drei Leute frei. Wenn er querlegt, können wir uns belohnen mit dem 2:1. Das ist schade.“ Unmittelbar danach gab es noch eine Auseinandersetzung zwischen beiden Trainerbänken. Dortmunds Co-Trainer Marcel Schmelzer echauffierte sich lautstark in Richtung Kölner Bank, weil mit Patrick Göbel bei der Entstehung des FC-Angriffs ein Dortmunder Spieler angeschlagen liegengeblieben war. Dies war nach dem Schlusspfiff zwar schnell abgehakt, offenbarte aber, dass beide Mannschaften am Ende mit dem Punktgewinn nur bedingt zufrieden waren.

„Wir haben endlos viele Torchancen gehabt. Du musst heute zwei, drei Tore machen“, ärgerte sich Sbonias über die verpassten Gelegenheiten in der ersten Hälfte aber insbesondere in der Schlussphase. Luiz Labenz hatte den Ausgleich allein zweimal auf dem Fuß, ehe er im dritten Anlauf endlich fiel. Für den 20-Jährigen war es eine besondere Genugtuung, schaffte der Stürmer doch bisher nicht den erhofften Durchbruch am Geißbockheim. „Es freut mich für ihn, er hatte eine komplizierte Saison“, kommentierte Sbonias hinterher. Labenz war dabei Wiederholungstäter: Im November traf der Offensivspieler ebenfalls als Joker zum 2:2-Ausgleich in Rödinghausen. Damals gewann die U21 am Ende sogar noch, dieser Schlusspunkt blieb dem Team diesmal verwehrt.

“Es ist wichtig, auch für die Entwicklung“

„Es ist wichtig, auch für die Entwicklung, für den Aufwand, der betrieben wird, wenigstens einen Punkt mitzunehmen“, unterstich Sbonias das Positive. Das Comeback von Malek El Mala sorgte ebenfalls für gute Laune. Viel deutete darauf hin, dass der Stürmer in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen würde. Doch Sbonias überraschte mit El Mala auf der Ersatzbank und der Einwechslung in der Schlussphase: „Jetzt ging es, es war die Woche okay. Das freut uns natürlich“, sagte Sbonias.

Gut möglich, dass El Mala zum Saison-Abschluss zuhause gegen Schalke weitere Einsatz-Minuten bekommen wird. Zumal mit dem Schlusspfiff am Samstagnachmittag auch die Sommerpause beginnen wird, ehe am 22. Juni die Vorbereitung auf die neue Saison bei der U21 startet.

1. FC Köln unterliegt Heidenheim: Eine Niederlage, die Fragen und Ratlosigkeit hinterlässt

,

1. FC Köln unterliegt Heidenheim: Eine Niederlage, die Fragen und Ratlosigkeit hinterlässt

Der 1. FC Köln stolpert durch den letzten Heimspieltag der Saison. Und mittendrin steht René Wagner, dessen Zukunft als Cheftrainer nach 96 enttäuschenden Minuten so ungewiss erscheint, wie selten zuvor erscheint. Der 1. FC Köln verliert gegen Heidenheim – eine Niederlage mit Folgen?

Der 1. FC Köln präsentiert sich beim 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim strukturschwach und zweikampfarm. Zu wenig für René Wagner, dessen Trainerbank am Geißbockheim wieder ins Wanken zu geraten scheint.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Selbstbewusst hatte René Wagner vor dem letzten Heimspieltag drei Punkte gefordert. Selbst, wenn der Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt in trockenen Tüchern sein sollte, wolle er die Spannung bei seinem Team aufrecht halten. Der Cheftrainer des 1. FC Köln wollte auch nach dem gesicherten Klassenerhalt ein Zeichen setzen, wollte seinen Geißböcken gegen Frank Schmidts Heidenheimer, die noch vor dem vergangenen Spieltag längst als abgestiegen abgeschrieben worden waren, noch einmal Haltung und Siegermentalität abverlangen.

96 Minuten später stand Wagner am DAZN-Mikrophon und suchte nach Erklärungen für eine 1:3-Niederlage, die mehr Fragen aufwarf als sie beantwortete. „Das war mir einfach in vielen Situationen dann ein oder zwei Zweikämpfe zu viel“, räumte der Trainer ein. Ein Satz, der symptomatisch klang. Und der im Umfeld des FC längst auf eine andere, weitaus größere Frage abfärbt: Wer steht in der kommenden Saison an der Seitenlinie?

Fehlender Zugriff, mangelnde Stabilität

Noch in der vergangenen Woche wurde kolportiert, Wagner sei auch in der kommenden Saison Trainer der Geißböcke, der 37-Jährige würde zum Cheftrainer befördert werden. Nach Informationen von come-on-fc.com war die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt noch nicht gänzlich gefallen. Immerhin standen noch zwei Spiele aus, die Leistungen gegen Heidenheim und die Bayern sollten sehr wohl noch in die Bewertung fallen. Und die Leistung gegen den Abstiegskandidaten war sicherlich kein Bewerbungsschreiben. Nun deuteten Wagners Worte auf eines von zwei großen Problemfeldern hin, mit denen seine Mannschaft an diesem Nachmittag zu kämpfen hatte. Auffällig war zunächst, wie sehr der Ausfall des gelbgesperrten Martel im Zentrum ins Gewicht fiel. Allzu oft machten es die Geißböcke den Heidenheimern zu leicht, wenn diese den Ball durch die Mitte trugen.

Besonders anschaulich wurde das beim zweiten Treffer der Heidenheimer. Erin Dinkçi tankte sich zentral bis in den Strafraum durch, wurde kurz vor dem Abschluss zwar vom Ball getrennt, doch das Spielgerät prallte nach links zu Arijon Ibrahimović, der aus 13 Metern die rechte untere Ecke anvisierte. Lund wollte vor der Linie klären und fälschte den Ball dabei unglücklich ins eigene Netz ab. Ein weiteres Problemfeld war taktischer Natur. Wagner verlangte seinen Außenverteidigern Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen enorm viel ab: Beide bewegten sich im Angriffsspiel auffällig hoch und weit ins gegnerische Drittel vor.

Das Risiko, das mit dieser Rolleninterpretation einhergeht, offenbarte sich in einer Szene, die glimpflich ausging. Heidenheim schaltete über Pieringer auf Konter um; der Stürmer wollte links den mitgelaufenen Dinkçi bedienen. Doch Maina startete einen Sprint und unterband das Zuspiel noch am Sechzehner. Einmal mehr war es kein strukturelles Kölner Mittel, das die Gefahr bannte, sondern individuelles Engagement im letzten Moment.

Wagners Grande Finale steigt in München

Die Kölner wirkten in der Offensive nicht zielstrebig, in der Defensive unterliefen dem FC erstaunlich viele Fehler, die Zuordnung stimmte nicht, Heidenheim hatte mitunter leichtes Spiel. Von der erhofften Spannung fehlte so ziemlich jede Spur. Unterm Strich eine Leistung, die zum ausgerufenen Spieltagsziel in keinem Verhältnis stand. Und das stimmte auch FC-Keeper Marvin Schwäbe ärgerlich, der seinem Unmut Luft machte: „Wir haben uns eigentlich viel vorgenommen, gerade für die Abschiede, für uns selbst, nochmal für die Fans im Stadion, nochmal einen draufzulegen.“ Dementsprechend blieb der Torwart mit dem Ergebnis und der Vorstellung seiner Mannschaft nicht einverstanden und wurde sogar sehr deutlich: „Das reicht nicht, eine Bundesliga zu bestehen.“

So verwunderte es auch nicht, dass die Fans die Spieler mit einem gellenden Pfeifkonzert zur Verabschiedung von Luca Kilian, Dominique Heintz und Florian Kainz schickten. Ganz offensichtlich ist die Frage nach dem Trainer bei den Fans offener oder kritischer als zuvor. Geschäftsführer Thomas Kessler ließ sich vom schwachen Auftritt seiner Mannschaft nicht zu voreiligen Schlüssen verleiten. „Ich glaube, wir haben viele Dinge gesehen in dieser Saison, die haben mir gut gefallen. Es haben mir aber auch viele Dinge gezeigt, dass wir an Themen arbeiten müssen“, so der 40-Jährige. „Und dass wir unsere Stellschrauben auch noch weiter drehen müssen, um es einfach zu verbessern. Als Aufsteiger 1. FC Köln jetzt zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten zu haben, war für uns sehr positiv. Aber das werden wir in Ruhe analysieren. Und dann kommt logischerweise ja die Trainerthematik auf den Tisch.“

Zum Spiel beim Rekordmeister erklärte der Geschäftsführer, dass man auch dort drei Punkte holen könne. Eine Aussage, die mehr nach Pflichtoptimismus klang als nach echter Überzeugung. Für René Wagner aber ist sie die entscheidende: In der Allianz Arena bekommt der Cheftrainer des 1. FC Köln seine letzte Möglichkeit, Argumente für den eigenen Verbleib auf dem Trainerstuhl am Geißbockheim zu liefern.