Mit dem Duell gegen Stuttgart geht es für den FC am 5. Spieltag weiter. Lukas Kwasniok steht der Großteil des Kaders zur Verfügung, es fallen aber auch einige Spieler aus. Sperren sitzen die Geißböcke bislang nicht ab. Diese Spieler fehlen dem 1. FC Köln.
Am 5. Spieltag der Bundesliga spielt der FC gegen den VfB Stuttgart. Nachdem die Kölner lange Glück in Sachen Verletzungen hatten, fallen nun einige Akteure aus. Diese Spieler fehlen dem 1. FC Köln.
Rav van den Berg wird dem 1. FC Köln vorerst fehlen
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Gleich zwei schwerere Verletzungen muss der FC im bisherigen Saisonverlauf hinnehmen. Luca Kilian hat sich wie berichtet erneut das Kreuzband gerissen. Frühestens im kommenden Frühling wäre wieder an einen Einsatz des Innenverteidigers zu denken. Gegen den VfL Wolfsburg zog sich dann Rav van den Berg am 3. Spieltag eine Schulterverletzung zu, als der Abwehrspieler von Lovro Majer unsanft von den Beinen geholt wurde. Der Wolfsburger kam mit der Gelben Karte davon, der Kölner Profi mit einer Schultereckverletzung, die bereits operiert wurde. Dennoch wird der Niederländer längere Zeit fehlen. Nach dem Ausfall eines weiteren Innenverteidigers wurde Dominique Heintz gegen Leipzig erstmals in den Kader berufen.
Es drohen noch keine Gelbsperren
Unter der Woche verletzte sich dann Luca Waldschmidt am Sprunggelenk. Der Offensivspieler soll sich nicht schwerer verletzt haben, ein Einsatz gegen Stuttgart ist also möglich. Immerhin trainierte er am Freitag schon wieder. Ausfallen wird aber Marius Bülter. Der Angreifer hat eine Achillessehnen-Reizung. Ein Einsatz „macht keinen Sinn“, sagte Lukas Kwasniok Ansonsten ist das Team komplett. Sperren aufgrund von Gelben Karten haben die Kölner zu Beginn der Saison natürlich noch nicht eingeheimst. Doch das könnte sich schon bald ändern. Denn Joel Schmied kommt mittlerweile auf drei Verwarnungen in drei Begegnungen. Zudem sind Kristoffer Lund, Eric Martel und Isak Johannesson verwarnt. Martel sah in dieser Spielzeit ebenfalls drei Mal den gelben Karton, ein Mal allerdings im Pokal.
Für die Begegnung gegen Stuttgart muss der Trainer auch wieder einen Spieler aus dem Kader streichen. Wer das sein wird, ist noch unbekannt. Es könnte sich aber durchaus wieder um Jusuf Gazibegovic oder um Dominique Heintz handeln.
Für den FC steht am Sonntag erst das zweite Heimspiel der Saison auf dem Spielplan. Köln ist die einzige Mannschaft, die erst einmal im eigenen Stadion ran durfte. Doch der Coach sieht darin einen Vorteil für den 1. FC Köln: Darum schätzt Lukas Kwasniok die vielen Auswärtsspiele.
Erst ein Heimspiel in vier Spieltagen, der FC durfte bislang eher in der Fremde ran. Doch ausgerechnet das gefällt dem Coach des 1. FC Köln: Darum schätzt Lukas Kwasniok die vielen Auswärtsspiele.
Lukas Kwasniok auf der PK vor dem Stuttgart-Spiel
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Die Floskel-Bingo-Spieler unter den Pressekonferenz-Zuschauern dürften überrascht bis enttäuscht gewesen sein, als Lukas Kwasniok zum Fred-Feuerstein-Gedächtnis-Ruf ansetzte. „Yabba Dabba Doo! Endlich daheim“, sagte der Kölner Coach und freute sich dabei sichtbar. Allerdings war wiederum nicht ersichtlich, ob der verblüfften Gesichter der anwesenden Journalisten oder ob der Grund seines Strahlens dann doch eher das bevorstehende zweite Heimspiel der Saison war. Am Sonntag empfangen die Kölner den VfB Stuttgart im eigenen Stadion. „Du gehst raus, die Hymne kommt, du hast eine ganz andere ein anderes Feeling, es ist alles vertraut, du hast Bock den Menschen was zu zeigen“, schwärmte der Kölner Coach, der selbst erst bei einem Pflichtspiel in den Genuss des Stadions gekommen ist – zumindest als Trainer der Geißböcke.
„Wir haben auch ein bisschen was drauf“
Tatsächlich ist der FC vor dem Sonntagsduell gegen den VfB das einzige Team der Liga, das bislang erst einmal vor dem eigenen Publikum spielen durfte. Und gerade deswegen blickt der Kölner Coach auch deswegen zurzeit besonders gerne auf das Tableau. „Mit vier Punkten aus drei Auswärtsspielen als Aufsteiger in der Bundesliga, kannst du leben“, sagte der Trainer am Freitag. Tatsächlich hatte der 44-Jährige schon vor dem ersten Pflichtspiel erklärt, dass er gar nicht so traurig über das doch anspruchsvolle Auftaktprogramm gewesen sei. Die Rechnung ist ganz einfach: Hätten die Kölner aus jenen drei Spielen nur einen, vielleicht zwei Zähler geholt, der Coach hätte sicherlich noch nicht unter massivem Druck arbeiten müssen.
„Die Erwartungshaltung ist auswärts eine andere. Du hast von Beginn an einen Punkt. Und wenn du den mit allem, was du hast, verteidigst, dann akzeptiert das jeder. Daheim ist die Erwartungshaltung: Drei Punkte müssen her“, hatte der Coach noch vor der Niederlage in Leipzig gesagt. Doch die Erwartungshaltung schraubt der Trainer auch in der Fremde ein wenig nach oben. Denn in der Fremde hätten die Kölner auch gerne „einen fünften, sechsten, siebten“ Zähler gehabt. „So ticken wir auch mittlerweile, dass wir immer mehr haben wollen“, sagte der Coach, der sich vor dem VfB nicht verstecken will. „Wir haben auch ein bisschen was drauf. Mit den Fans im Rücken kann das ein durchaus wildes Spiel werden, weil beide Mannschaften nach vorne spielen wollen.“
Nun also sollen weitere Punkte in einem Heimspiel her. So wie gegen den SC Freiburg, mit einem ähnlichen Feuerwerk. Bei einer Wiederholung wäre der Fred-Feuerstein-Ruf vielleicht noch einmal drin.
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht am Sonntag das nächste Heimspiel in der Bundesliga auf dem Plan. Um 17:30 Uhr erfolgt der Anstoß im RheinEnergieSTADION. Wer überträgt das Duell des 1. FC Köln gegen den VfL Stuttgart?
Mit Marius Bülter fällt beim FC der bislang gefährlichste Stürmer für das Duell gegen den VfB Stuttgart aus. Und zwangsläufig stellt sich die Frage nach einem adäquaten Ersatz beim 1. FC Köln: Wer spielt für Marius Bülter?
Durch die Verletzung im Angriff muss der Köln Coach umstricken. Im Angriff wird es eine Veränderung geben beim 1. FC Köln: Wer spielt für Marius Bülter?
Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
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Die Nachricht kam dann doch etwas überraschend: Marius Bülter wird dem 1. FC Köln im Duell gegen den VfB Stuttgart nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer leidet unter einer Achillessehnen-Reizung. Ein Einsatz „hätte keinen Sinn“ gemacht, sagte Lukas Kwasniok am Freitag. Das ist schon alleine insofern bitter, weil Bülter einer von fünf Spielern ist, die immer in der Anfangsformation gestanden haben. Kwasniok wird nicht müde zu betonen, dass er keine Stammelf besitze, Stammspieler ist Bülter im noch jungen Saisonverlauf allemal und dazu noch mit zwei Toren und zwei Vorlagen der gefährlichste Akteur bei den Kölnern. Einen so erfolgreichen Auftakt hätten dem 32-Jährigen wohl nur die wenigsten Experten zugetraut, aktuell führt für den Kölner Coach kein Weg an dem Stürmer vorbei.
„Wir haben die Qual der Wahl“
Eigentlich, denn nun bremst die Achillessehne Bülter aus. Der Stürmer wird also zum ersten Mal gar nicht zum Einsatz kommen und reißt damit eine doch große Lücke in die Achse, die Kwasniok in seinem System vorsieht. Die Antwort auf die Frage nach dem möglichen Ersatz wollte der Coach nicht liefern. Sicherlich, weil er sich nicht in die Karten schauen lassen wollte, sicherlich aber auch, weil sein System so variabel, auch der Einsatz seines Stürmers so unterschiedlich bislang war, dass es einfach gleich mehrere Optionen gibt. Auf der Hand läge nominell wohl, dass Ragnar Ache den Stürmer vertreten könne. „Oder Linton Maina. Oder Said El Mala. Wir haben die Qual der Wahl, das ist doch das Schöne. Darum geht es im Mannschaftssport“, sagte Kwasniok. „Wenn einer ausfällt oder wenn zwei ausfallen, dass dann andere in die Bresche springen.“
Auf den Außenpositionen wären sicherlich Maina oder El Mala eher die Vertretung als Zielstürmer Ache. Der Kölner Coach hob die Leistungen der beiden Joker einmal mehr hervor. Denkbar wäre auch wieder eine wechselnde Variante mit Jakub Kaminski, Jan Thielmann und Luca Waldschmidt, der nun doch zur Verfügung steht. Ob es allerdings für einen Platz in der Anfangsformation reicht, werden wohl die nächsten Stunden zeigen. Allerdings würde sich so auch die Spieldynamik voraussichtlich verändern. Denn Bülter bringe nun mal eine körperliche Wucht mit sich. Dann wäre man doch wieder schnell bei Ache. „Eine gewisse Körperlichkeit, die durch den Ausfall von Bülti wegbricht, müssen wir wettmachen“, sagte Kwasniok. Und die bringt der Stürmer einfach mit. „Er hat ja auch schon dazu beigetragen, dass wir im Pokal weitergekommen sind, aus Wolfsburg einen Punkt mitgenommen haben und deswegen glaube ich schon auch, dass er sich das verdient hätte“, sagte der Coach.
Auffallend: Bislang wurde Ache erst einmal für Bülter eingewechselt. Genauso wie Said El Mala am vergangenen Samstag. Wer übernimmt denn nun die Rolle im Sturm? „Lassen wir uns überraschen“, betont Kwasniok.
Nach der ersten Saisonniederlage bei RB Leipzig steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok das nächste Heimspiel vor der Tür. Wer am Sonntagabend gegen den VfB Stuttgart von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln gegen Stuttgart spielen.
Für den 1. FC Köln steht gegen Stuttgart das zweite Heimspiel der noch jungen Bundesligasaison auf dem Programm. Wie bereits in Leipzig muss Trainer Lukas Kwasniok seine Startelf auch gegen die Schwaben auf mindestens einer Position verändern. Ob es jedoch noch weitere Veränderungen an der Startformation geben wird, bleibt abzuwarten. So könnte der 1. FC Köln gegen Stuttgart spielen.
Lukas Kwasniok im Duell gegen Leipzig (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart konnte Trainer Lukas Kwasniok hinsichtlich der Einsätze von Luca Waldschmidt, der das Mittwochstraining aufgrund einer Verletzung am Knöchel abbrechen musste, und Marius Bülter, der zu Beginn der Woche wegen eines Eisbeins aussetzte, eine positive, aber auch eine negative Nachricht bezüglich eines möglichen Einsatzes im zweiten Heimspiel der diesjährigen Bundesligasaison verkünden. „Luca hat heute mit trainiert mit dem Tape, das sieht gut aus. Mal gucken, wie der Fuß reagiert. Bei Bülti sieht es nicht gut aus. Er hat eine Achillessehnenreizung, die sich jetzt doch als etwas hartnäckiger herausgestellt hat, als wir uns das alle erhofft und gewünscht haben. Das gehört leider dazu. Er hat es gestern versucht, aber hat sich nicht wohlgefühlt und reagiert. Dann haben wir gesagt, das macht keinen Sinn, und dann hoffen wir, dass er uns nächste Woche wieder zur Verfügung steht“, so Kwasniok.
Kwasniok hat die Qual der Wahl
Somit müssen die Kölner neben Rav van den Berg, der mit einer Schulterverletzung fehlt, auch auf einen ihrer wichtigsten Offensivakteure verzichten. Nach seinem Wechsel aus Hoffenheim nach Köln benötigte Bülter wenig Anlaufzeit, stand in allen fünf Pflichtspielen in der Startelf und hatte mit seinen zwei Treffern sowie zwei weiteren Vorlagen einen enormen Anteil am gelungenen Saisonstart des FC. Besonders das Zusammenspiel mit Jan Thielmann und Jakub Kamiński funktionierte in den vergangenen Spielen hervorragend. Nun muss Kwasniok seine Offensive umstellen und seine Startformation gegen Stuttgart im Vergleich zur Vorwoche auf mindestens einer Position verändern.
Angesprochen auf die Frage, ob Ragnar Ache jetzt für Bülter beginnt, wollte sich Kwasniok nicht aus der Reserve locken lassen, betonte aber auch, dass der bullige Angreifer gute Chancen hat: „Oder Linton Maina. Oder Said El Mala. Wir haben die Qual der Wahl und das ist doch das Schönste“, so der Trainer. Sollte der Fuß von Luca Waldschmidt nicht gut auf die Belastung reagieren und keinen Einsatz von Beginn an zulassen, dürfte es also Veränderungen geben.
Klarheit in der Defensive?
Während sich in der Offensive noch viele Fragen stellen, scheint die Defensive da deutlich klarer zu sein. Marvin Schwäbe wird im Tor stehen. Davor dürften Joel Schmied, Timo Hübers in der Innenverteidigung, Sebastian Sebulonsen auf der rechten Abwehrseite und Eric Martel auf der defensiven Mittelfeldposition sicher sein. Einzig bei der Position des Linksverteidigers ist nicht abzusehen, wer gegen Stuttgart beginnt. Nachdem Kristoffer Lund in den ersten drei Ligaspielen in der Startformation stand, übernahm Tom Krauß gegen RB Leipzig. Der gebürtige Leipziger, der eigentlich im Mittelfeld zu Hause ist, bekam eine Einsatzgarantie, allerdings ohne Positions-Erklärung.
Allerdings könnte der Kölner Trainer auch die ein oder andere Überraschung präsentieren und beispielsweise auch El Mala oder Maina anstelle von Kaminski auflaufen lassen. Wie er letztlich aussehen wird, wird man spätestens am Samstagabend erfahren.
So könnte der FC gegen Stuttgart spielen:
Marvin Schwäbe, Tom Krauß, Joel Schmied, Timo Hübers, Sebastian Sebulonsen, Isak Johannesson, Eric Martel, Luca Waldschmidt, Jakub Kaminski, Ragnar Ache, Jan Thielmann
Am Samstagabend gab es einen klaren Wahlsieg für das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team um Jörn Stobbe beim 1. FC Köln: Nach der Wahl äußerten sich die Teams zum Ergebnis.
Knapp ist die Entscheidung der Mitglieder im RheinEnergieSTADION nicht ausgefallen. Mit einer deutlichen Mehrheit wurde das Team FC gewählt. Nun gibt es einen neuen Vorstand beim 1. FC Köln: Nach der Wahl äußerten sich die Teams zum Ergebnis
Die drei Teams um das Amt des Vorstands beim 1. FC Köln
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Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln erreichte am Samstagabend nach etwa acht Stunden ihren Höhepunkt. Die anwesenden Mitglieder wählten nach einer langen Aussprache im Vorfeld ihr Team für das Präsidentschafts-Amt. Mit einer absoluten Mehrheit von 64,97 Prozent der gut 5700 Stimmen setzte sich das Team bestehend aus Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek gegen die Mitstreiter durch. Im Nachgang der Veranstaltung äußerten sich sowohl die Wahl-Verlierer, als auch das Siegerteam.
Das sagt Sven-Georg Adenauer
“Ich nehme das sportlich auf. Ich hätte mir schon ein paar Prozente mehr gewünscht. Aber das hätte sich das Team Stroman wahrscheinlich auch gewünscht. Es war eine eindeutige Entscheidung und das muss man respektieren. Ich bin stolz darauf, dass wir so ein tolles Team hatten und überhaupt die Unterschriften bekommen haben und dass wir damit den Mitgliedern die Chance gegeben haben, auszuwählen. Ich bin mit mir im Reinen und gratuliere dem Gewinner und drücke ihm die Daumen, dass sie den FC so nach vorne bringen, wie es der FC verdient hat.“
„Ich habe auch mit einer Stichwahl gerechnet. Das muss ich schon ganz ehrlich sagen. Ob die Kurve, wie man so schön sagt, dann vielleicht doch mit so vielen Leuten da war und wie auch immer Druck ausgeübt hat, dass es dann so gekommen ist, wie es gekommen ist, das weiß ich aber nicht. Es waren sehr viele junge Leute da. Wenn jetzt mehr grauhaarige Menschen dagewesen wären, wären meine Chancen vielleicht ein bisschen größer gewesen. Es ist wie es ist.“ Auf die Nachfrage, ob das Druck ausüben, vielleicht ein wenig übertrieben sei: „Ja, das ist übertrieben“.
„Ich habe mich richtig reingehangen“
„Ich hatte schon den Eindruck, dass wir an der ein oder anderen Stelle schon viel Beifall bekommen haben. Es haben dann möglicherweise auch viele Leute das Stadion verlassen, weil es dann doch lange wurde. Ich fand es war eine super Sitzungsleitung von Michael Vesper. Dass das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team den meisten Applaus bekommen hat und auch favorisiert war, das hat man schon gemerkt.“
„Der 1. FC Köln ist mein Verein und das wird immer so bleiben“
„Ich habe gelernt, dass die Welt in Ostwestfalen – ich hätte jetzt fast gesagt noch in Ordnung ist. Hier ist sie jedenfalls anders. Ich habe mich richtig reingehangen. Wir haben mit unserem Team den Mitgliedern ein Angebot gemacht und es ist abgelehnt worden. Wenn man mich fragt und meine Expertise einfordert, dann werde ich sicher nicht nein sagen. Der 1. FC Köln ist mein Verein und das wird immer so bleiben, egal was passiert.“
Das sagt Wilke Stroman
„Ich bin unendlich traurig. Das ging mir gerade und meinen beiden Kollegen auch sehr sehr nah. Wir haben alles gegeben. Wir haben jetzt sechs Monate unglaublich viel Arbeit investiert. Am Ende des Tages ist das Ergebnis relativ deutlich. Wir gratulieren dem Team Stobbe von Herzen zu diesem Sieg und wünschen ihm und seinem Team für die kommenden drei Jahre alles Gute und ein gutes Händchen für unseren Verein.“
Zur Frage nach den Gründen zum klaren Votum: „Die Frage stelle ich mir selbst. Ich hätte nicht gedacht, dass das hier ein lupenreiner Heimsieg wird, sondern, dass das eine knappe Kiste wird. Es wurde gut mobilisiert, es waren viele Leute im Stadion, was natürlich schön ist. Woran es gelegen hat, kann ich wirklich nicht sagen.“
Zu dem emotionalen Wahlkampf des Teams: „Wir haben das ganz bewusst gemacht, weil der Wahlkampf relativ lange war. Wir hatten sehr sehr viele Interviews. Unser Gefühl war, dass die Leute, die hier herkommen inhaltlich gut informiert sind. Man hat an den Wortbeiträgen auch gemerkt, dass der überwiegende Teil, der hier herkommt, sich eine Meinung gebildet hat. Wir haben deswegen bewusst, dass ein Statement von Herzen das ist, dass die Leute vielleicht dazu bringt, den Knopf drei zu drücken. Es hat nicht sollen sein. Ich bin mir aber sicher, dass es nichts geändert hätte, wenn wir 20 Minuten lang unser Programm dargestellt hätten.“
Eine weitere Kandidatur?
Zu einer möglichen weiteren Kandidatur: „Ich weiß, dass es abgedroschen klingt, aber das ist mein Verein. Die Aufgabe wäre eine Herzensangelegenheit, die ich wirklich mit 1948 Prozent gemacht hätte. Deswegen war am Dienstag meine Überzeugung, dass man mit einer Niederlage hier rausgeht, nicht direkt aufgibt, sondern es nochmal probiert. Heute Abend würde ich das nicht direkt sagen. Lasst mir mal ein, zwei Wochen oder ein, zwei Jahre Zeit und dann schauen wir mal. Die Tür ist nicht zu. Jetzt gerade fühlt es sich nicht so gut an.“
Warum es nicht gelungen ist, mehr Befürworter ins Stadion zu holen: „Ich glaube, dass die Variante Unterschriften zu sammeln eine gute ist. Ich würde dafür werben, die Hürde etwas geringer zulegen. Zumindest technisch. Meines Erachtens geht es darum, Ernsthaftigkeit zu zeigen. Es sollen ja keine 12 Teams antreten.“
„In Summe ist es fair gelaufen“
Zum langen Wahlkampf: „Die Zeit danach war sehr sehr lang. Wir waren drei, vier Monate unterwegs. Es war unfassbar anstrengend mit Höhen und Tiefen. In Summe ist es fair gelaufen. Wir haben uns mit Respekt verhalten. Dass man von außen schon merkt, dass dieses Amt eins ist, dass ein hohes Ansehen hat und dass da Interessen mitschwingen, hat man gemerkt. Wir hätten uns von Außen den einen oder anderen Gegenwind gerne gespart.“
„Bei den Stimmen, die wir analog in den Kneipen, in den Parks, in den Cafés gesammelt haben, war das Hybrid-Thema das absolute Thema Nummer eins. Ich hätte das so nicht erwartet, das Team hat es nicht erwartet und das Team Adenauer haben das genauso empfunden. Ich glaube, die digitale Teilhabe würde dem Verein guttun. Das ist nicht der entscheidende Punkt, warum wir nicht gewonnen haben. Aber je mehr Leute teilgenommen hätten, wäre unsere Chance größer gewesen. Das war unsere Überzeugung.“
Das sagt Jörn Stobbe
„Es bedeutet mir unheimlich viel, dass als Team hinbekommen zu haben. Dankeschön an alle Mitglieder. Wir haben so viel vor. Wir dürften ja nicht sagen, was wir alle machen dürfen. Jetzt machen wir ein bisschen mehr.“
„Es war ein überraschendes Votum, weil wir ja auf Augenhöhe gekämpft haben. Die Gründe kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich freue mich erstmal.“
„Es war ein wunderschöner Tag, wunderbares Wetter. Die Sonne hat geschienen. Es war einfach nur phantastisch. Es war für die FC-Familie eine gute Sache, auf die man aufbauen kann. Es geht um den Zusammenhalt, für den wir von Tag eins stehen. Das ist das Wichtigste. Wir haben schon viele gute Ideen. Jetzt sollen sich die Kräfte bündeln.“
Als erstes gibt es Gespräche mit den drei Geschäftsführern des FC
„Da wir auf diesen Moment nicht vorbereitet sind, weil wir aus Karma-Gründen gesagt haben, dass wir erst einmal nur auf uns und auf heute schauen, werden wir uns dann erst einmal zusammensetzen. Wir machen ja keinen Aktionismus. Wir werden uns jetzt erstmal mit dem Team am Geißbockheim sehr schnell zusammensetzen. Das sind unsere ersten Ansprechpartner. Wir werden aber auch nicht lange warten. Ab morgen früh geben wir alle Kraft, die wir haben für den FC. Als erstes gibt es Gespräche mit den drei Geschäftsführern des FC.“
„Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot gemacht“
„Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot gemacht an uns mit der Übergabe. Und dann werden wir genau schauen, wie wir die Kräfte bündeln.“
„Wir schauen morgen erst einmal auf die Mitglieder, auf die ganzen Unterstützer. Wir wollen auch die überzeugen, die uns nicht gewählt haben. Ich glaube schon, dass die Grenzen da ein bisschen vermischt sind. Wir haben eine riesen Chance, mit denen richtig etwas zu rocken.“
„Die Zuversicht ist im Laufe des Abends größer geworden, aber mit dem Ergebnis haben wir nicht gerechnet.“
Auch Alvermann und Sobek äußern sich
Jörg Alvermann: „Ein paar Tränchen habe ich schon verdrückt. Man hat es an den Reaktionen während der Veranstaltung gemerkt, es fühlte sich gut an. Deshalb sind wir optimistisch reingegangen. Als dann das positive Ergebnis mit dem recht deutlichen Votum kam, da kamen die Emotionen richtig raus.“
Ulf Sobek: „Ich liebe diesen Verein und ich fand es absolut großartig, das Vertrauen auch in dieser Höhe ausgesprochen zu bekommen. Das ist ein klarer Auftrag an uns.“
Nach Wochen des Wahlkampfs, am Tag vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, gibt es ein neues Präsidium beim 1. FC Köln: Das Team Stobbe gewinnt die Vorstands-Wahl.
Die Entscheidung ist gefallen, es gibt einen neuen Präsidenten beim 1. FC Köln: Das Team Stobbe gewinnt die Vorstands-Wahl bei den Geißböcken.
Das neue Vorstandsteam des 1. FC Köln: Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek
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Noch nie zuvor in der langen Geschichte des Vereins traten drei Teams als Kandidaten für die Posten im Präsidium an. Dieser historische Anlass motivierte rund 6.000 Stimmberechtigte, sich heute in Köln-Müngersdorf zusammenzufinden – erwartet wurden 8.000. Vom Mitgliederrat wurden der Immobilienunternehmer Jörn Stobbe, der Rechtsanwalt Jörg Alvermann und der Sportwissenschaftler Ulf Sobek vorgeschlagen. Auch die Teams um den Unternehmer Wilke Stroman mit der ehemaligen FC-Spielerin Tugba Tekkal und den bis dato amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich sowie um den Kommunalpolitiker Sven-Georg Adenauer mit Metzgermeister Martin Hollweck und Unternehmensberater Thorsten Kiesewetter hatten die notwendigen Unterschriften von Mitgliedern gesammelt, um zur Wahl zugelassen zu werden. Am Wahlabend dann fiel die Entscheidung schließlich zugunsten der Kandidaten Stobbe, Alvermann und Sobek aus.
Showdown im Wahlkampf um die Vorstandsposten
Alle Teams bekamen Vorab Gelegenheit, sich vor der Abstimmung final an die anwesenden Mitglieder zu wenden und mit einer letzten Präsentation auf Stimmenfang zu gehen. Sven-Georg Adenauer, gesäumt von Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck, machte den Anfang: “Diesem Verein gehört unser Herz und unser Gefühl”. Der 65-Jährige betonte dabei immer wieder auch seinen Großvater, Konrad Adenauer:„Ich heiße Adenauer. Dieser Name ist wie kein anderer mit der Geschichte unserer Stadt und unseres Landes verbunden. Ich trete aber nicht an, weil ich diesen Namen trage. Ich trete an, um Verantwortung zu übernehmen. Der FC braucht kein Weiter so, sondern Treue und Verlässlichkeit!“, und schloss mit einer Spitze gegen seine Kontrahenten: “Wir holen unser Mandat nicht aus Hinterzimmern, sondern von Euch!”.
Stehende Ovationen nach Auftritt von Stobbe, Alvermann und Sobek
Dann betraten Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann die Bühne: „Mit eurer Stimme stellt ihr die Weichen für unsere Zukunft. Für uns gibt es ein klares Ja zu einem Mitglieder-geführten Verein und ein klares Nein zu Investoren”, eröffnete Spitzenkandidat Stobbe. Das ehemalige FC-Aufsichtsratsmitglied fügte hinzu: “Ich will mit meinem Wissen und Netzwerk Immobilienprojekte anpacken. Das Geißbockheim und das Stadion sind harte Nüsse, die sind nicht leicht zu knacken. Und ich mache seit 30 Jahren nichts anderes. Der FC braucht mein Wissen!”. Im Anschluss feuerte Jörg Alvermann gegen die in den vergangenen Wochen geäußerten Vorwürfe: Auf die Stimmen, das Team Stobbe sei investoren- bzw. kurvennah, antwortete er etwa: „Wer aus einer bloßen Wahlempfehlung ableitet, wir seien kurvennah, der hat gar nichts, aber auch wirklich rein gar nichts von der aktiven Fanszene verstanden.“
Tekkal: “Ich kandidiere, weil ich eine Frau bin, die für diesen Job qualifiziert ist”
Zuletzt traten Wilke Stroman, Tugba Tekkal und Carsten Wettich vor die Tribüne und sagten: „Nach 77 Jahren gehört endlich eine Frau in den Vorstand des FC. Wir sind ein Team von Mitgliedern für Mitglieder. Wir haben bereits 6.000 neue Mitglieder gewinnen können und möchten nun auch euer Vertrauen gewinnen.“ Tugba Tekkal ergänzte: „Ich kandidiere nicht, weil ich eine Frau bin. Ich kandidiere, weil ich eine Frau bin, die für diesen Job qualifiziert ist. Ich wäre stolz, wenn auch auf Vorstandsebene sichtbar wäre, was auf Vereinsebene bereits Realität ist.“ Stroman schloss den Beitrag des letzten Teams mit den Worten ab: „Wir stehen hier oben, weil ich weiß: Wir sind das richtige Vorstandsteam für den 1. FC Köln.“
Werner Wolf: “Haben Angst, dass uns die Veranstaltung entgleist”
50 Wortmeldungen der anwesenden Mitglieder sorgten unmittelbar vor der Wahl zum Teil für Unruhen unter den Anwesenden. Auf den Vorschlag der Sitzungsleitung hin, die Liste der Wortmeldungen beziehungsweise die Redezeit der Redenden zu kürzen, entgegnete eine Rednerin: “Ich möchte darum bitten, dass alle Rednerinnen und Redner die Chance bekommen, sich zu äußern. Demokratie ist nicht immer bequem, eine Mitgliederversammlung ist nicht immer bequem”, äußerte sie. Ein überlanger Beitrag von Roland Koch, Berater des Team Adenauer, veranlasste schließlich das Eingreifen von Werner Wolf: “Wir haben Angst, dass uns die Veranstaltung entgleitet. Wenn wir das Recht, sich zu äußern, entziehen, dann ist das Ergebnis anfechtbar. Deswegen bitte ich um Disziplin.” Der Vorsitzende des Mitgliedsrates, Fabian Schwab, ergänzte: “Ich möchte auch darum bitten, auf eine angemessene Wortwahl zu achten”. Nach den zum Teil scharfen Beiträgen hatten die Teams noch einmal die Chance, sich zu äußern.
So haben die FC-Mitglieder gewählt
Am Ende der Mitgliederversammlung stellten sich die Ergebnisse folgendermaßen dar: Gut 5700 Mitglieder haben ihre Stimme abgegeben Team Adenauer holte 9,86 Prozent der Stimmen, das Team um Wilke Stroman kam auf 25,18 Prozent und das neue Präsidentschafts-Team um Stobbe holte 64,97 Prozent und damit die benötigte absolute Mehrheit. „Ich danke euch für das Vertrauen für das Team FC“, sagte Stobbe im Anschluss.
So geht ein beispielslose Vorstandswahl zu Ende. Der neue Präsident der Geißböcke hört auf den Namen Jörn Stobbe und bildet zusammen mit Jörg Alvermann und Ulf Sobek für die kommenden drei Jahre das Präsidium.
Freude und Erleichterung waren groß bei den Fußballerinnen des 1. FC Köln: Durch den ersten Saisonsieg in Essen fiel eine Last von den Schultern, das Team sprang aus dem Tabellen-Keller der Bundesliga. Doch schon am Wochenende steht die nächste Herausforderung auf dem Plan für die Frauen des 1. FC Köln: Am Sonntag steht die erste Hauptrunde im Pokal an.
Nach dem Duell gegen Essen geht es für die Frauenmannschaft des FC direkt weiter. Im DFB-Pokal muss direkt nachgelegt werden von den Frauen des 1. FC Köln: Am Sonntag steht die erste Hauptrunde im Pokal an.
Sandra Jessen vom 1. FC Köln im Duell gegen die SGS Essen (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Es war durchaus Druck auf dem Kessel am Mittwochabend an der Hafenstraße: Sowohl die SGS Essen als auch der 1. FC Köln hatten die Chance, mit einem Sieg im Keller-Duell den bisher missglückten Saisonstart positiver zu gestalten. Entsprechend drohte dem Verlierer des Duells der verfrühte Herbst-Blues. Und letztlich schafften es die Kölnerinnen insbesondere dank einer konzentrierten Anfangsphase, die Partie für sich zu entscheiden. Der Doppelpack von Sandra Jessen reichte am Ende gegen einen überraschend harmlosen Gegner zu den ersten drei Punkten in dieser Saison. Damit sprang der FC am Ende des Spieltags vom letzten Platz auf Rang elf – und feierte den Erfolg nach dem Abpfiff mit den anwesenden Kölner Fans.
„Nicht schön, aber wertvoll“
„Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns“, strahlte die Matchwinnerin Sandra Jessen nach der Partie, „besonders für den Kopf. Wir haben viel gearbeitet, viel auf dem Platz gemacht und Gas gegeben. Aber endlich mal belohnt zu werden, ist natürlich etwas Besonderes.“ Trainerin Britta Carlson konstatierte nach dem Schlusspfiff zum Sieg: „Nicht schön, aber wertvoll. Wir hätten trotzdem auch noch ein Tor machen können, auch wenn wir jetzt nicht unseren besten Fußball gezeigt haben. Aber lieber so als bei den anderen Spielen. Insofern bin ich total happy, auch für die Mannschaft, für den ganzen Invest, den sie jetzt gefahren haben, dass sie in gewissen Situationen auch cleverer waren als vorher, um das jetzt auch verdient nach Hause zu bringen.“
Auf die Frage, ob die Erleichterung oder die Freude nach dem Abpfiff überwogen, entgegnete die Trainerin: „Erleichterung habe ich gar nicht, eher Freude, weil ich darauf vertraut habe, dass es irgendwann passieren wird. Es war nicht so, dass ich in Selbstmitleid verfalle, auch für die Mannschaft nicht. Ich habe gesehen, wo die Entwicklung hingeht. Klar tut es gut, wenn du jetzt drei Punkte hast, wenn du vorher als einziger mit null Punkten ganz unten stehst.“ Der Blick beim FC ging aber nach dem Duell schnell wieder nach vorne, denn schon am Sonntag geht es weiter, wenn auch in einem anderen Wettbewerb: Die Kölnerinnen müssen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals beim VfR SW Warbeyen antreten.
Unterschätzen darf man den Gegner nicht
Dabei zählt gegen das aktuelle Schlusslicht der zweiten Bundesliga in Kleve nur ein Weiterkommen. Unterschätzen darf und wird der FC den kommenden Gegner dennoch nicht. Das lehrt auch die Vergangenheit aus der Vorsaison, als die Kölnerinnen schon in der ersten Runde das Pokal-Derby bei der klassentieferen Mönchengladbacher Borussia nach Elfmeterschießen verlor. „Wir haben jetzt eine englische Woche in den Knochen, wollen aber genauso weitermachen und wollen das Spiel natürlich gewinnen“, richtete Carlson den Blick nach vorne, „dafür werden wir die Kraft wieder sammeln und werden es angehen wie jedes andere Pflichtspiel auch. Es ist ein Pokalspiel und da hofft jeder, egal auf wen er trifft, dass er weiterkommt.“
Die Kölnerinnen hoffen, dass der Traum vom Endspiel im eigenen Stadion in dieser Saison deutlich länger lebt. Das Finale steigt am 14. Mai 2026 im Müngersdorfer Stadion.
Die Siegesserie der U21 ist gerissen: Nach zuletzt vier Dreiern in Folge endete das Heimspiel gegen den FC Gütersloh torlos. Es war die erste Punkteteilung für den FC in dieser Saison. Dennoch ist das Team seit nunmehr fünf Spielen ungeschlagen. Die U21 des 1. FC Köln spielt Remis gegen den FC Gütersloh.
Patrik Kristal wäre als Joker beinahe zum späten Matchwinner geworden. Die U21 des 1. FC Köln spielt Remis gegen den FC Gütersloh.
Sargis Adamyan bei der U21 des 1.FC Köln
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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Oberhausen auf zwei Positionen in der Offensive: Nilas Yacobi und Etienne Borie ersetzten den verletzten Malek El Mala und Arda Süne, der auf die Bank rutschte. Die Kölner besaßen direkt in der Anfangsphase zwei gute Gelegenheiten: Sargis Adamyan leitete den ersten gefährlichen Angriff selbst ein, passte über Safyan Toure raus auf die linke Außenbahn zum aufgerückten Mikail Özkan. Dessen flache Hereingabe brachte Adamyan im Zentrum scharf aufs Tor, doch Güterslohs Torwart Jarno Peters parierte per Fuß (3.). Und nur wenige Sekunden später scheiterte Yacobi aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel ebenfalls an Peters (4.).
Glück, abgeflachte Partie und nahezu ein Torschrei
Kurz danach hatte der FC jedoch Glück, dass die Gäste einen Kölner Ballverlust im Mittelfeld nicht besser ausnutzten, als Patrik Twardzik frei aufs Tor zulief, jedoch überhastet aus der Distanz abzog, was Luis Hauer vor keine Probleme stellte (10.). Nach diesem furiosen Beginn verflachte die Partie allerdings umso mehr, erwähnenswerte Aktionen in den Strafräumen entwickelten sich vorerst nicht mehr. Torgefahr strahlte erst wieder ein Schuss von Güterslohs Jan Lukas Liehr aus, der vom Sechzehner jedoch knapp links unten am Tor vorbeiflog (42.).
Die Kölner waren nach dem Seitenwechsel insbesondere nach Eckbällen gefährlich: So wurde eine Kopfball-Verlängerung von Luc Dabrowski am ersten Pfosten nach einer Ecke von Emin Kujovic noch vor der Linie geklärt (55.). Gütersloh hingegen hatte den Torschrei nach einem hohen Freistoß aus dem Mittelfeld auf den Lippen, doch Björn Rothers Schuss am ersten Pfosten ging knapp am Kölner Tor vorbei (57.). Luis Hauer hatte Probleme bei einem Distanzschuss von Güterslohs Sandro Reyes, konnte den Ball nur zur Seite abwehren (65.).
Unentschieden geht durchaus in Ordnung
Die Gäste erhöhten in der Schlussphase den Druck, Marvin Ajani klärte einen Ball in höchster Not kurz vor der Linie (80.). Und keine 120 Sekunden später hatte der FC Glück, dass Paolo Maiella das Kunststück fertigbrachte, den Ball aus wenigen Metern nicht im Tor unterzubringen (82.). Doch dann waren die Gastgeber wieder am Drücker: Luiz Labenz hatte den späten Siegtreffer für den FC auf dem Fuß, brachte die Flanke von Marvin Ajani aber am zweiten Pfosten nicht im Tor unter (87.). Noch bitterer war es für den eingewechselten Patrik Kristal, dessen Schuss nur am Pfosten landete (89.). Labenz scheiterte in der Schlussminute mit seinem Schuss am Gütersloher Torwart (90.).
Nach dem Chancenplus in der Schlussphase war der Punkt für den FC eigentlich zu wenig. Über die gesamte Spieldauer geht das Unentschieden aber durchaus in Ordnung. Die U21 verpasste es damit zwar, den Rückstand zur Tabellenspitze weiter zu verkürzen, baute die Serie jedoch auf fünf Spiele ohne Niederlage aus. Für die FC-Talente geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) bei der U23 Fortuna Düsseldorfs weiter.
Nach dem Denkzettel für den Vereinsvorstand um FC-Präsident Werner Wolf im vorangegangenen Jahr wurde die Entlastung bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln mit großer Spannung erwartet beim 1. FC Köln: Der Vorstand um Werner Wolf entlastet.
Vor Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung beim 1. FC Köln: Vorstand um Werner Wolf entlastet.
Dr. Werner Wolf vom 1. FC Köln
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Auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr sorgte die Nicht-Entlastung des Vorstands um Präsident Werner Wolf für Aufsehen. In seiner Funktion als Vize des abtretenden Vorstands äußerte sich Carsten Wettich offen über das Misstrauensvotum aus dem Vorjahr: „Das hat mich und uns sehr getroffen. Wir haben entschieden, dass wir es besser machen und euer Vertrauen zurückerarbeiten wollen”. Nach der Nicht-Entlastung des Vorstands auf der Mitgliederversammlung 2024 herrschte dann heute Nachmittag Gewissheit: Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung entlasteten die anwesenden Mitglieder dem Vorstandsteam um Werner Wolf, Eckard Sauren und Carsten Wettich. Knapp 6.000 Anwesende griffen dazu zu den elektronischen Stimmgeräten und ermöglichten dem Vorstand einen versöhnlichen Abschied mitsamt dem ausgesprochenen Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Dabei erzielten Wolf und Sauren mehr als 77 beziehungsweise 79 Prozent der Stimmen, Wettich kam auf knapp 61 Prozent.
Mitgliederrat-Vorsitzender Schwab: Zusammenarbeit lief „schwierig, schleppend und wenig konstruktiv“
Die Risse zwischen dem Mitgliederrat und dem Vorstand wurden im Vorfeld der Abstimmung dennoch noch einmal besonders deutlich: Fabian Schwab, der stellvertretend für das Kontrollgremium des Vereins sprach, teilte mit: „Der Vorstand hat uns den Jahresbericht nicht vorgelegt. Daher können wir keine Stellungnahme dazu abgeben.“ Der Vorsitzende des Mitgliederrates fügte hinzu: „Damit können wir unserer satzungsgemäßen Aufgabe nicht nachkommen. Ich muss aber sagen, dass es damit nur bedingt ein Jahres- und Rechenschaftsbericht war.“ Schwab fasste die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Gremium als „schwierig, schleppend und wenig konstruktiv“ zusammen und rügte den Vorstand für dessen vorangegangene Stellungnahmen.
Konsequenzen für die Vorstandswahlen: Nachteil für Stroman, Tekkal und Wettich
Die ausbleibende Entlastung hätte als extremes Misstrauensvotum auch die Wahlen des neuen Vorstandes beeinflusst. Denn durch die besondere Konstellation, dass der in diesem Jahr erneut angetretene Kandidat Carsten Wettich gleichzeitig auch Teil des scheidenden Vorstandstrios ist, hätte das Team um Unternehmer Wilke Stroman einen eindeutigen Nachteil. Das Votum im Zusammenhang mit der doppelten Verstrickung der Personalie Wettich hätte demnach eine enorme Signalwirkung verursacht mit empfindlicher Signalwirkung für die wegweisende Wahl. Auch der Mitgliederrat wurde mit 69 Prozent entlastet.
Werner Wolf verabschiedet sich unter Standing Ovations
Der ausgebliebene Vertrauensentzug der Mitglieder fügte sich dem emotionsgeladenen Abschied des Präsidenten a.D. Dr. Werner Wolf an. So fand Wolf zum Ende seines Redebeitrags bewegende Worte: „Die vergangenen sechs Jahre waren die intensivsten und prägendsten Zeiten meines Lebens. Ich wollte dem Verein etwas zurückgeben. Heute gebe ich mein Amt demütig und dankbar zurück.“ Abschließend verabschiedete sich Wolf unter Applaus mit den Worten: „Ab jetzt bin ich einfach nur noch Fan. Vielen Dank für unvergessliche sechs Jahre“.