Wird ein altes Gerücht wieder heiß? Der 1. FC Köln soll Interesse an Rani Khedira haben

Rani Khedira soll ein Kandidat beim 1. FC Köln sein (Foto: Ronny Hartmann/Getty Images)
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Wird ein altes Gerücht wieder heiß? Der 1. FC Köln soll Interesse an Rani Khedira haben

Schon einige Namen wurden für die Sechser-Position beim 1. FC Köln gehandelt. Jetzt könnte ein altes Gerücht wieder heiß werden: Der 1. FC Köln soll an Rani Khedira interessiert sein.

Ein Spieler mit Erfahrung soll her für das defensive Mittelfeld beim 1. FC Köln. Dieser Profi könnte Rani Khedira sein. Zwischen dem Spieler und dem FC soll es laut Transfer-Journalist Marlon Irlbacher von Sky Gespräche geben.

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Das Profil ist klar, welches der 1. FC Köln auf der Sechs sucht: Es soll ein erfahrener Spieler her, der vor allem im defensiven Bereich über Qualitäten verfügt. Denn Stand jetzt stehen mit Tom Krauß, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler nur drei Optionen zur Verfügung. Und obwohl schon einige Namen wie Edson Álvarez oder Ellyes Skhiri gehandelt worden waren, gab es bis jetzt noch keine Einigung mit einem der Kandidaten. Jetzt könnte ein Kandidat, der bereits vor einigen Wochen gehandelt wurde, wieder spannend werden. Denn laut Sky-Reporter Marlon Irlbacher gibt es Gespräche zwischen dem 1. FC Köln und Rani Khedira von Union Berlin.

Fast 300 Bundesligaspiele

Der tunesische Nationalspieler würde mit 32 Jahren und 287 Bundesligaspielen definitiv in das Profil der Geißböcke passen. Und die Qualitäten des Sechsers liegen ganz klar in der Defensive – obwohl er in der abgelaufenen Saison mit fünf Toren und zwei Vorlagen in der Liga auch offensiv Akzente setzen konnte. Ob ein Transfer aber wirklich zustande kommt, steht noch nicht fest. Denn laut Irlbacher gibt es bis jetzt bezüglich eines Wechsels noch keinen Kontakt zwischen den Vereinen.

Nach dem Test am vergangenen Samstag hatte FC-Coach René Wagner sich mit Blick auf die Sechser-Suche noch gelassen gezeigt. „Dann müssen wir auch die Geduld haben, zu warten, bis der Spieler sich zeigt für uns und dann schnappen wir zu“, so der Trainer. Dabei würde der Verein auch nur aktiv, wenn es sich um einen Profi handelt, der den Verein weiterbringe. „Wenn wir uns da nicht sicher sind, oder sich der Spieler nicht sicher ist, dann machen wir da nichts, was uns auf der Position nicht gefällt“, erläuterte Wagner. Ob sich die Geißböcke und Khedira am Ende sicher sind, dass ein Wechsel das jeweils richtige ist, zeigt sich dann in den kommenden Tagen oder Wochen.


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FC-Grenze erreicht? BVB bereitet wohl ein neues Angebot für Said El Mala vor

Said El Mala im Testspiel gegen Sociedad
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FC-Grenze erreicht? BVB bereitet wohl ein neues Angebot für Said El Mala vor

Seit Wochen zieht sich der Transferpoker zwischen Borussia Dortmund und dem FC in die Länge. Nun könnte es aber ein akzeptables Angebot geben für den 1. FC Köln: Der BVB soll mit Boni 50 Millionen für El Mala bieten.

Kein Transferthema wird beim 1. FC Köln in diesem Sommer so heiß diskutiert wie der mögliche Abgang von Said El Mala. Jetzt scheint es im Poker mit dem BVB bald eine neue Entwicklung zu geben.

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Am vergangenen Samstag noch stand Said El Mala im Test gegen Real Sociedad ungefähr eine Stunde für den 1. FC Köln auf dem Platz. Dabei machte der 19-Jährige trotz der vielen Gerüchte um einen Wechsel nach Dortmund nicht den Eindruck, als ob er mit dem FC schon abgeschlossen hätte. „Der Junge gibt jeden Tag jedem das Gefühl, dass er mit keiner Silbe auch nur daran denkt, wegzugehen. Was dann passiert, das können wir alle nicht beeinflussen, außer vielleicht er selber und der Verein. Aber wir sind aktuell in der Position, dass Said El Mala bei uns Fußballer bleibt“, meinte daher auch Trainer René Wagner nach dem Spiel.

Angebot erreicht potenziell die Kölner Grenze

Allerdings könnte der letzte Teil von Wagners Aussage bald schon nicht mehr stimmen. Denn wie die „Bild“ berichtet, soll Borussia Dortmund ein neues Angebot für den Kölner Shootingstar vorbereiten. Und dieses solle erstmals mit Bonuszahlungen die 50 Millionen Euro sprengen. Also genau die Marke, die immer wieder als Schmerzgrenze des FC kolportiert wird. Neben der reinen Ablösesumme sollen die FC-Verantwortlichen um Thomas Kessler jedoch auch eine Weiterverkaufsbeteiligung verlangen. So könnten die Geißböcke bei einem zukünftigen Abgang des Angreifers von Dortmund erneut mitverdienen.

Öffentlich hatten die Dortmunder Verantwortlichen sich zuletzt zurückhaltend gezeigt und nicht direkt über den El-Mala-Poker gesprochen. „Dass wir um jeden Euro kämpfen, hat Karetsas ja auch gezeigt“, meinte Geschäftsführer Sport Lars Ricken nach dem Dortmunder Testspielsieg gegen Arsenal jedoch generell über die Transferstrategie der Borussia. So habe man sich für den 32 Millionen Euro Transfer des griechischen Nationalspielers bereits im April getroffen „und wir haben erst jetzt vor Kurzem den Deal abgeschlossen, weil es uns wichtig ist, auch wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten.“ Außerdem habe man noch viele Ideen und wegen der Einsparungen durch Abgänge wie Julian Brandt oder Niklas Süle noch einiges an finanziellem Spielraum.

Keine Unruhe beim FC

Ob dieser ausreicht, um den Transfer von El Mala zu finalisieren und Kessler zu überzeugen, wird sich zeigen. Zumindest Trainer Wagner stören die vielen Gerüchte nicht. „0,0! Ich kenne natürlich nicht die Gründe für Saids Erwachsenwerden im Sommer – aber wenn die ganzen Gerüchte dazu beitragen, dass so ein Said El Mala im Training und beim Spiel herauskommt, dann waren die Gerüchte sehr, sehr gut für uns, weil er aktuell ein Bild zeigt, das tadellos ist“, so der Coach.


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„Ich fühle mich extrem wohl“: Blüht Linton Maina unter René Wagner beim 1. FC Köln auf?

Linton macht in der Vorbereitung einen guten Eindruck
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„Ich fühle mich extrem wohl“: Blüht Linton Maina unter René Wagner beim 1. FC Köln auf?

Nicht nur mit seiner Leistung gegen Real Sociedad machte Linton Maina einen guten Eindruck in der Vorbereitung. Ein Grund für die starke Frühform des Flügelspielers ist wohl auch der neue Chefcoach des 1. FC Köln: Profitiert Linton Maina von Trainer René Wagner?

Das 1:0 gegen San Sebastián war zwar erst sein erster Treffer in der Vorbereitung, trotzdem zeigt sich Linton Maina insgesamt in einer guten Verfassung. Daran hat auch das Vertrauen seines Trainers einen Anteil.

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Die abgelaufene Saison war für Linton Maina eine unbefriedigende. Der Flügelspieler kam zwar immerhin auf 24 Einsätze, 15 davon allerdings nur als Joker. Dabei gelangen ihm außerdem nur zwei Tore und zwei Vorlagen – eine recht magere Ausbeute. Kein Wunder daher, dass auch über einen potenziellen Abgang vom FC spekuliert wurde. Dem schob der Angreifer nach dem Test am vergangenen Samstag gegen Real Sociedad aber klar einen Riegel vor. „Mir hat niemand etwas anderes gesagt. Ich gehe nicht davon aus, zu gehen. Und ich hatte die Bedenken auch noch nie“, erklärte der 27-Jährige.

Vertrauen des Trainers als wichtiger Faktor

Und zu einem Abgang hat der Offensivspieler momentan auch keinen Grund. Denn Maina präsentiert sich in der Vorbereitung gut in Form. Im Test gegen San Sebastián belohnte er sich mit dem Treffer zum 1:0, nachdem er gegen den gleichen Gegner einen Tag zuvor noch einen Elfmeter verschossen hatte. Ein Grund für die gute Frühform ist dabei, wie sich der Angreifer momentan im Verein fühlt. „Ich fühle mich extrem wohl. Das Trainerteam kenne ich jetzt schon ne Weile. Es macht Spaß, mit ihnen und der Mannschaft zu arbeiten“, so der Flügelspieler.

Besonders Trainer René Wagner, den er schon seit dessen Co-Trainer-Tätigkeit beim FC unter Steffen Baumgart kennt, hilft ihm dabei sehr. „Ich weiß, woran ich bei ihm bin. Er hat mich damals auch mit geholt mit Baumi zusammen. Ich hoffe, dass ich ihm das Vertrauen zurückzahlen kann“, betonte der der 27-Jährige die gute Beziehung zu Wagner. Besonders die Kommunikation seines Coaches lobte der Angreifer: „Jeder weiß, woran er ist bei René. Er führt viele Gespräche mit den Spielern.“

Neue taktische Rolle

Diese Klarheit und das Vertrauen helfen Maina sehr. Es scheint, als könnte der Flügelspieler unter seinem Coach wieder richtig aufblühen. Neben den menschlichen Aspekten hilft dem Offensivspieler außerdem die taktische Rolle, die sein Trainer für ihn vorsieht. Maina spielt zwar nominell als Rechtsaußen, steht jedoch recht eng und zieht immer wieder in die Mitte, interpretiert seine Rolle recht frei. So kommt er entweder selber in gute Abschlusspositionen wie beim Führungstreffer am vergangenen Samstag oder kann mit Pässen in die Tiefe seine Mitspieler schicken.

„Said ist im Eins-gegen-eins gut, deshalb bleibt er links ein bisschen breiter. Und ich probiere, Anschluss im Zentrum zu halten und wenn die Pässe lang auf Ragy (Ragnar Ache, Anm. d. Red.) kommen, da zu sein“, beschreibt der 27-Jährige seine Rolle selbst. Und weiter: „Da muss man natürlich auch auf den Ball warten, bis er kommt. Deswegen fühle ich mich auf der Position sehr wohl, weil ich das Gefühl habe, dass ich mehr am Spiel teilnehmen kann.“ Dabei genießt der Angreifer den Freiraum, den ihm diese Rolle lässt. Ob Maina dann auch beim Saisonstart auf dieser Position aufläuft, wird sich zeigen. Denn dafür muss er sich im Konkurrenzkampf gegen etwa Jan Thielmann oder auch Youssoupha Niang beweisen. Aber die Chancen scheinen dank Wagners Vertrauen und taktischen Kniffen gut zu stehen, dass der Flügelspieler sein Potential deutlich besser als in der vergangenen Saison auf den Platz bringen kann.


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Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten

Thomas Kessler am Telefon
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Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten

Während sich auf der Zugangsseite alles um Mikey Moore dreht, bleiben auf einer anderen Kaderbaustelle Fragezeichen. Zwei Wochen vor Saisonstart fehlt weiterhin ein Sechser auf Bundesliganiveau beim 1. FC Köln: Lenkt der Talente-Hype von Problemen ab?

Alle reden über Mikey Moore, dabei tickt beim FC eine ganz andere Uhr: Auf der Sechs herrscht weiterhin Fehlanzeige – und die Zeit bis zum Saisonstart schwindet.

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Seit Tagen dominiert im Hinblick auf Neuverpflichtungen ein Thema rund um den 1. FC Köln: Die mögliche Ausleihe von Mikey Moore von Tottenham Hotspur. Der 18-Jährige gilt als vielversprechendes Talent und soll für den FC in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen. Laut Transfer-Journalist Florian Plettenberg fehle für den Transfer nur noch die endgültige Freigabe von Spurs-Coach Roberto De Zerbi. Ansonsten seien sich die Vereine und der Spieler einig. Was dabei in den Hintergrund rückt, ist eine ganz andere Problematik: Zwei Wochen vor Saisonstart fehlt den Kölnern immer noch ein Sechser auf Bundesliganiveau.

Schon seit längerem ist öffentlich bekannt, dass der 1. FC Köln in diesem Sommer nach einem defensiven Mittelfeldspieler sucht. Mit Eric Martel und Denis Huseinbasic haben zwei Optionen für diese Position den Verein im Sommer verlassen. Und auch Florian Kainz, der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, kam gelegentlich in dieser Rolle zum Einsatz. Als erster Neuzugang wurde schon vor einigen Wochen Paul Okon-Engstler präsentiert. Neben Tom Krauß und Isak Johannesson gehört er allerdings zu den einzigen Kandidaten für diese zentrale Position. An anderen Spielern wie Ellyes Skhiri oder Edson Alvarez war der FC interessiert, am Ende gab es aber keine Einigung. Dennoch scheint es, als würde ein bisschen darüber hinweg gesehen werden, obwohl das erste Pflichtspiel immer näher rückt. Der Grund dafür ist die bevorstehende Verpflichtung des jungen Engländers Mikey Moore auf Leihbasis.

Offensivtalent statt Schlüsselspieler

Auch wenn Mikey Moore ein hochtalentierter Spieler ist, dem eine große Karriere bevorstehen könnte, lenkt sein anstehender Wechsel doch von einem zentralen Problem am Geißbockheim ab. Aktuell stehen im FC-Kader nur drei Kandidaten für die beiden Positionen im Zentrum. Mit Neuzugang Gil Neves sowie den Nachwuchsspielern Kristiyan Irmiev und Patrik Kristal stehen zwar drei Alternativen bereit. Ob sie allerdings sofort Optionen für den Bundesligakader sind, ist eher unwahrscheinlich. Auch Profifußballer benötigen Eingewöhnungszeit. Für Spielertransfers im Sommer gilt als Faustregel: Je früher der Spieler mit seiner neuen Mannschaft trainieren kann, desto besser. Besonders die Wichtigkeit der Teilnahme am Trainingslager wird immer wieder hervorgehoben. So früh wie möglich soll der Kader beisammen sein, um Abläufe einzustudieren und sich aneinander zu gewöhnen.

Bahnt sich ein Paniktransfer an?

All das sind Dinge, die mit dem neuen Sechser, den der Verein noch immer sucht, nun während der Saison stattfinden müssen. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Positionen im Fußball und auch im Spielsystem der Geißböcke. Gesucht wird ein erfahrener Mittelfeldspieler, der dem Kölner Team Stabilität verleiht. Bisher konnte mit einem solchen Kandidaten keine Einigung erzielt werden. Möchte der FC das Risiko eines Paniktransfers kurz vor Ende der Transferphase vermeiden, müssen die Verantwortlichen wohl Kompromisse eingehen. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass ein weniger erfahrener Spieler das bereits ohnehin junge Trio im zentralen Mittelfeld ergänzt. Eine andere Option wäre die Verpflichtung eines Spielers von außerhalb der Bundesliga. Ob sich ein erfahrener Spieler aus dem Ausland oder der 2. Bundesliga sofort im deutschen Oberhaus zurechtfindet, ist jedoch ebenfalls unklar.

Gerade solche Kompromisse möchte Trainer René Wagner auf jeden Fall vermeiden. „Weil die Personalie so wichtig sein kann, lassen wir uns Zeit – und wenn die richtige Personalie nicht dabei ist, dann können wir es halt nicht machen“ so der Coach nach dem Spiel gegen Real Sociedad. „Wenn wir uns nicht sicher sind oder wenn der Spieler sich nicht sicher ist, dann machen wir nichts, was uns auf der Position nicht gefällt. Dann müssen wir Geduld haben, bis der Spieler sich für uns zeigt – und dann schlagen wir zu.“ Außerdem betonte der Coach, dass gerade die jungen Talente im Verein auf der Position sich reinhängen und anbieten.

Ob sich der FC mit dieser Personalie womöglich verzockt, wird sich im Laufe der Saison zeigen. Sollte zeitnah kein Spieler für die Sechs verpflichtet werden, bleibt nur noch zu hoffen, dass eines der Talente überrascht – oder Mikey Moore das vielleicht auch kann.


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Ragnar Ache im Exklusiv-Interview: „Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann“

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Ragnar Ache im Exklusiv-Interview: „Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann“

In der vergangenen Saison war der Angreifer einer der Topstürmer der Geißböcke – gegen Ende der Spielzeit verletzte ich der 28-Jährige jedoch. Mit come-on-fc.com spricht der Stürmer über einen schweren Start, seine Fußball-Freie-Zone und seine Ziele beim 1. FC Köln: Ragnar Ache im Exklusiv-Interview.

Während des Trainingslagers in Kitzbühel traf come-on-fc.com FC-Stürmer Ragnar Ache zum Interview. Der 28-Jährige sprach über seine Premierensaison bei den Geißböcken, die Unterschiede zwischen dem Fußball in den Niederlanden und Deutschland – und ob er sich auch in dieser Saison die Haare färben wird.

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Das Interview führte Simon Bartsch für come-on-fc.com

Herr Ache, erst einmal herzlichen Glückwunsch nachträglich. Wofür gab es von den Mitspielern mehr Glückwünsche? Für den Geburtstag oder für die Ernennung zum Top-Tor der Saison?

Ragnar Ache: Eindeutig zum Geburtstag.

Das Tor hat aber auch jeden Glückwunsch wirklich verdient. Sie haben es Mal gegen Fürth mit einem Fallrückzieher versucht – eher mit mäßigem Erfolg. Jetzt gegen Hoffenheim mit großem Erfolg. Kann es ein drittes Mal überhaupt geben? Die Fallhöhe ist doch jetzt extrem hoch.

Ragnar Ache: (Lacht) Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich es nie wieder versuchen werde. So etwas passiert ja mehr oder weniger automatisch. Aber wenn ich darüber nachdenke, dann sagt mein Körper mir, dass ich es einfach besser lassen sollte.

Fallrückzieher gegen Hoffenheim: „Ich freue mich immer, wenn ich das Video im Netz sehe“

Es war eigentlich keine optimale Position, in der Sie sich bei der Flanke befunden haben. Der Ball kam eher in den Rücken. Welche Synapse hat den Impuls gegeben, ich probiere es trotzdem?

Ragnar Ache: Das ging alles instinktiv, ganz schnell. Auf einmal lag ich in der Luft. Dann habe ich durchgezogen. Im Ernst: Man denkt in so einer Situation nicht nach, ob man ansetzt oder nicht. Es passiert einfach.

Ihre akrobatische Einlage als Bild im Louvre, als Meme, die Reaktion von Cenk Özkacar – das Tor ging viral. Erfüllt dieser mediale Hype einen dann auch mit einer Portion Stolz?

Ragnar Ache: Natürlich ist diese Aufmerksamkeit schön – und man ist auch ein wenig stolz. Aber am Ende geht es dann einfach mit der Saison weiter. Cenks Reaktion war aber schon sehr lustig. Ich freue mich immer, wenn ich das Video im Netz sehe. Es ist aber nicht so, dass ich morgens aufstehe und denke: ‚Mensch, jetzt könnte ich mir das Tor nochmal anschauen‘.

Wo wir von Stolz reden. Sie sind Europa-League-Sieger, haben aber in einem Interview mal gesagt, dass Sie gar nicht viel dazu beigetragen hätten. Warum so kritisch? Immerhin sind Sie abgesehen von Ron-Robert Zieler der einzige Spieler im Kader, der einen so großen Titel aufweisen kann.

Ragnar Ache: Natürlich ist das ein geiler Titel. Wir haben vor zig Tausend Zuschauern in Barcelona gespielt. Es wird immer ein besonderer Moment meiner Karriere bleiben, in so einem Spiel, gegen so einen Gegner, in diesem Stadion eingewechselt zu werden. Aber es war die 90. Minute. Wirklich viel trägt man dann nicht zum Titel bei, im Gegensatz zu den Jungs, die über 90 Minuten gespielt haben.

„Das war nicht die beste Zeit meiner Karriere“

Ihrem ersten Profitor für Sparta Rotterdam ist noch ein zweites gefolgt. Nach dem Doppelpack haben Sie im Interview gesagt, Sie könnten sich dennoch verbessern.

Ragnar Ache: Ich bin einfach sehr selbstkritisch, manchmal sagen mir meine Mannschaftskollegen sogar zu selbstkritisch. Aber so bin ich: Selbst, wenn man zwei Tore geschossen hat, gibt es immer Dinge, die man verbessern kann. Dieser Gedanke ist mir wichtig. Das Spiel damals ging dann auch nur 2:2 aus.

Ich erinnere mich noch an die erste Mixed Zone in Köln. Da klang so ein wenig die Kritik an Frankfurt durch, dass Sie dort nicht so wirklich viel gespielt haben. Wie kritisch blicken Sie auf die Zeit bei der Eintracht zurück?

Ragnar Ache: Da bin ich ehrlich zu mir selbst, das war nicht die beste Zeit meiner Karriere. Ich habe wenig gespielt – und dementsprechend konnte ich mich auch eigentlich nie so richtig beweisen. Immer wenn ich einigermaßen in den Rhythmus gefunden hatte, habe ich mich wieder verletzt. Frankfurt hat in dieser Zeit zu einem europäischen Top-Club entwickelt, deshalb war es schwierig für mich, Schritt zu halten.

Ragnar Ache im Trainingslager in St. Johann
Gibt es da auch Phasen von Selbstzweifel und wenn ja, wie gehen Sie damit um?

Ragnar Ache: Ja, natürlich. Aber ich die Mannschaft hat mir dabei geholfen, positiv zu bleiben.

Schwerer Start in der Bundesliga

Besonders bitter war Ihr erster Einsatz von Beginn an gegen Leverkusen…

Ragnar Ache: In Leverkusen war ich anfangs auf jeden Fall nervös und habe gefühlt jedes Duell gegen Tapsoba verloren. Dann bin ich in der 76. ausgewechselt worden, ohne, dass ich irgendwas zeigen oder beweisen konnte. Das war glaube ich das letzte Spiel, das ich für Frankfurt gemacht habe.

Vor Ihren Anfängen bei Rotterdam haben Sie schon in Deutschland das Trikot von Sparta getragen, sind dann dort hin. Später sind Sie als Profi zurück zu ihrem Heimatclub Frankfurt. Gab es vor dem Wechsel nach Köln eine emotionale Bindung zum FC? Hatten Sie einen heimlichen Stoff-Hennes in Ihrem Zimmer?

Ragnar Ache: (Lacht). Nein. Bei FIFA hatte ich aber schon mit dem FC gespielt…

„Das habe ich nicht verstanden“

In ihrem letzten Saisonspiel für Kaiserslautern haben Sie bereits einen Vorgeschmack auf Ihren kommenden Arbeitgeber bekommen. Hätten Sie gedacht, dass die Saison in Köln so turbulent wird?

Ragnar Ache: Köln ist ein Riesenverein, in einer Riesenstadt. Ich lese aber nur wenige Berichte über den FC und bleibe auch nur selten in den Sozialen-Medien beim FC hängen.

Ein Thema waren die Bilder während und nach dem Union-Spiel, als Sie auf der Bank saßen und von Jan Thielmann getröstet wurden. Ganz Köln hat sich damals gefragt, was ist da los. Also: Was war da los?

Ragnar Ache: Es war die 53. Minute, wir waren erst ein paar Minuten wieder auf dem Platz und der Trainer hat in der Pause gesagt, dass das Spiel gut laufe. Und dann wurde ich ausgewechselt, das habe ich nicht verstanden.

Der gleiche Trainer hat Sie mal als „Herr der Lüfte“ beschrieben, weil sie „Sekunden in der Luft stehen können“. Mit 1,83 Metern sind Sie nicht der größte Spieler, gewinnen aber am zweitmeisten Kopfballduelle der Liga. Woher kommt die Sprungkraft.

Ragnar Ache: Die ist wohl angeboren. Das ist nichts, was ich trainiert habe.

Rollentausch in der Jugend

Und dennoch gab es „nur“ drei Kopfballtore, obwohl Köln die fünfmeisten Flanken geschlagen hat. Ist das ein Punkt, wo Sie sagen, da hätte mehr kommen können oder mehr kommen müssen?

Ragnar Ache: Wir haben schon viele Flanken geschlagen, das stimmt. Aber sie kamen nicht immer in die gefährlichen Bereiche. Flanke ist ja nicht gleich Flanke.

Aber Sie sind ein Zielstürmer, der an Toren gemessen wird und Sie verfügen über eine enorme Kopfballstärke…

Ragnar Ache: Ja, ich würde auch sagen, dass ich diese Stärke noch besser einbringen kann…

Es gibt ja die Binsenweisheit, dass ein guter Torwart auch mal ein guter Stürmer gewesen ist. Bei Ihnen war es anscheinend andersrum oder waren Sie gar nicht so ein guter Torwart?

Ragnar Ache: Wenn man jung ist, empfindet man Dinge anders. Man schätzt sich anders ein. Aber ich würde schon sagen, dass ich ein sehr guter Torwart war. Ob ich als Keeper Profi geworden wäre, kann ich aber nicht sagen. (lacht)

Premierensaison beim FC: „Die Anfangsphase war nicht ganz einfach“

Dann sind Sie mit elf Jahren in die Niederlande gegangen, eine neue Sprache. Es heißt aber, später gab es Menschen im Umfeld von Sparta, die nicht glauben konnten, dass Sie kein Niederländer sind. Fällt es Ihnen leicht, sich anzupassen?

Ragnar Ache: Das stimmt. Ich habe sehr schnell Holländisch gelernt. Aber es ist ja auch ähnlich wie Deutsch. In dem Alter lernt man Sprachen einfach schnell. Auf der anderen Seite wollte ich damals einfach nur Fußball spielen und dafür braucht man keine Sprache. Man nimmt den Ball, geht auf den Platz und spielt. Da muss man nicht viel reden.

Ragnar Ache musste verletzt vom Platz
Und in Köln, wie schnell war da die Anpassungsfähigkeit? Sie standen schon auf dem Rosenmontagszug. Das haben viele Kölner noch nicht geschafft.

Ragnar Ache: Die Anfangsphase war nicht ganz einfach. Gerade vor einem Jahr das Trainingslager. Aber ich habe sehr schnell Freunde gefunden. Mit Denis Huseinbasic habe ich mit direkt gut verstanden. Luca Waldschmidt, Marvin Schwäbe, Linton Maina – das ging recht schnell. Dann ist mit Rav van den Berg auch noch ein Holländer dazugekommen – und Monty.

„Bei mir ist zuhause eine Fußball-Freie-Zone“

Wenn Sie auf den niederländischen Fußball und auf den deutschen blicken, was sind da für Unterschiede?

Ragnar Ache: Von vielen Leuten und von meinen Freunden in Holland höre ich oft, dass der holländische Fußball sehr stark in der Qualität abgenommen hat. Ajax ist beispielsweise nicht mehr die Topmannschaft, die sie mal war. Aber es ist schon so, dass in Deutschland viel mehr auf Athletik geachtet wird, während in den Niederlanden das Fußballerische im Vordergrund steht.

Kann sich denn der DFB – gerade jetzt, wo der nächste Umbruch ansteht – etwas in den Niederlanden abschauen?

Ragnar Ache: Erst einmal muss man zwischen der niederländischen Liga und der Nationalmannschaft differenzieren. Die meisten Nationalspieler spielen im Ausland, abgesehen von ein, zwei Spielern bei Ajax. Ich glaube, bei Nationen wie Spanien kann man sich mehr abschauen.

Sie haben selbst keine WM geguckt, schauen überhaupt wenig Fußball. Das wirkt für einen Fußballprofi untypisch…

Ragnar Ache: Untypisch würde ich jetzt nicht sagen. Aber bevor ich mir eine Begegnung anschaue, analysiere ich lieber meine eigenen Spiele. Bei mir ist zuhause eine Fußball-Freie-Zone. Wenn ich mich den ganzen Tag mit Fußball beschäftige, will ich in den eigenen vier Wänden auch mal abschalten und an andere Sachen denken.

„Vielleicht gibt es spontan eine neue Farbe“

Dann lieber japanische Anime…

Ragnar Ache: Zum Beispiel. Aber vieles anderes auch. Basketball, Baseball, Playstation, ich mache irgendwas, was nichts mit Fußball zu tun hat.

Sie wurden von ihren Mitspielern ganz gerne mal als zurückhaltend beschrieben. Es gibt aber Videos, auf denen sie wild tanzen, hier machen Sie sich gerne mit den Mitspielern einen Spaß, wie passt das zusammen?

Ragnar Ache: Ich habe meine Momente – und ich habe ein gewisses Energielevel. Wenn das leer ist, dann ist es auch wirklich leer. Dann ziehe ich mich eher zurück und rede wenig. In der Regel probiere ich einfach, positiv zu sein und meine Energie mit allen zu teilen.

Nach dem Union-Spiel musste eine Veränderung her, die Haare wurden gefärbt. Welche Haarfarbe werden wir in dieser Saison sehen und was wird vorher passiert sein? Ein weiterer Fallrückzieher?

Ragnar Ache: Ich hätte sie gerne jetzt wieder gefärbt. Aber das ist einfach zu schlecht für meine Haare. Ich will nicht mit 35 schon eine Glatze haben. Jetzt lasse ich die Haare erst ein bisschen wachsen. Vielleicht gibt es spontan eine neue Farbe. Oder ich überrasche euch mit langen Haaren.


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Das Warten auf den Richtigen: Dieses Profil sucht der 1. FC Köln auf der Sechser-Position

Isak Johannesson soll noch mehr Konkurrenz bekommen beim 1. FC Köln
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Das Warten auf den Richtigen: Dieses Profil sucht der 1. FC Köln auf der Sechser-Position

Schon seit Beginn der Transferphase sucht der 1. FC Köln nach einer Verstärkung im defensiven Mittelfeld. Zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel ist diese Baustelle immer noch offen. Aber es gibt ein klares Anforderungsprofil beim 1. FC Köln: Das soll der gesuchte neue Sechser mitbringen.

Auch wenn bei den Geißböcke schon einige Spieler gehandelt wurden, gab es noch keine Einigung mit einem Sechser. Dabei hat der FC um Trainer René Wagner klare Vorstellungen davon, was der neue Spieler mitbringen soll.

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Im Kader des 1. FC Köln stehen zum aktuellen Zeitpunkt mit Isak Johannesson, Paul Okon-Engstler und Tom Krauß nur drei Kandidaten für die Rollen im zentralen Mittelfeld. Auch wenn alle drei unbestritten viel Talent und Qualität mitbringen, fehlt doch besonders Johannesson und Okon-Engstler einiges an Erfahrung. Daher sind die Geißböcke seit Wochen auf der Suche nach einer weiteren Option für die Sechs. So wurde der FC im Laufe der Transferperiode bereits mit verschiedenen Kandidaten in Verbindung gebracht, verpflichtet haben die Geißböcke bisher jedoch nur den jungen Okon-Engstler.

Zum Beispiel an seiner Verpflichtung zeigt sich, dass der 1. FC Köln bisher in diesem Sommer viel auf die Verpflichtung von jungen Talenten gesetzt hat. Aber auch am Geißbockheim weiß man, dass junge Spieler alleine nicht ausreichen. Es braucht zusätzlich Routiniers, die voran gehen und ihren Mitspielern Sicherheit geben. Gerade auf einer so zentralen Position wie der Sechs kann Erfahrung viel ausmachen.

Warten auf den Richtigen

Auch wenn der Pflichtspielauftakt in Würzburg nur noch zwei Wochen entfernt ist, möchten die Kölner auf einen Spieler warten, der dieses Anforderungsprofil erfüllt. René Wagner sieht die Suche nach einem neuen Anführer in der Zentrale gelassen. „Dann müssen wir auch die Geduld haben, zu warten, bis der Spieler sich zeigt für uns und dann schnappen wir zu“, erklärte er nach dem Testspiel gegen Real Sociedad. Dabei weiß der Coach: Mit Verpflichtungen von Spielern kurz vor Ende der Transferphase, die vermeintlich nicht die erste Wahl waren, hat man beim FC in den vergangenen Jahren keine guten Erfahrungen gemacht. Ein solcher Transfer soll klar vermieden werden. „Wenn wir uns da nicht sicher sind, oder sich der Spieler nicht sicher ist, dann machen wir da nichts, was uns auf der Position nicht gefällt“, kommentierte der Kölner Cheftrainer die Suche nach dem neuen Spieler.

Die Kölner halten also an ihrem Anforderungsprofil fest, obwohl die Zeit langsam knapp wird. In der Schlussphase des Sommertransferfensters ergeben sich häufig neue Optionen, wenn Spieler merken, dass sie bei ihrem aktuellen Verein außen vor sind. Möglicherweise hofft man am Geißbockheim darauf, dass dadurch ein Kandidat, der den eigenen Vorstellungen entspricht, kurzfristig noch zu haben ist. Beispiele von älteren Spielern, die bei ihrem Club aussortiert wurden und anschließend woanders ihren zweiten Frühling erlebt haben, gibt es viele.

Interne Lösungen

Trotz der hartnäckigen Kölner Suche nach einem Sechser findet Wagner aber auch anerkennende Worte für die Leistung der Spieler, die schon im Kader stehen. „Wir haben heute alle gesehen, dass ein Tom Krauß Gas gibt, dass Isak Johannesson da ist und dass die jungen Spieler drücken“, lobte er seine Schützlinge. Neuzugang Paul Okon-Engstler, der bei dem Test am Samstag ohne Einsatz blieb, soll ebenfalls im Laufe der Saison eine klare Option in der Zentrale sein. Auch Patrik Kristal aus der U21 hat in den letzten Wochen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und sich „auch bei uns in den Fokus reingespielt“, so Wagner. 

Die Suche nach einem erfahrenen Sechser mit Führungsstärke geht also weiter. Wann und ob dieser Spieler jedoch zu der Mannschaft stößt, wird sich noch zeigen.


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Ausgerechnet in Dortmund: Malek El Mala rückt mit Treffer in den Transfer-Fokus

Jubelt nach seinem Treffer gegen Rheinsüd
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Ausgerechnet in Dortmund: Malek El Mala rückt mit Treffer in den Transfer-Fokus

Ausgerechnet gegen Dortmund trifft er wieder für die U21 des 1. FC Köln: Malek El Mala macht beim BVB auf sich aufmerksam. Das ist auch wegen einer Transfergeschichte brisant.

Malek El Mala erzielte beim 1:1 in Dortmund sein erstes Pflichtspieltor seit November. Ausgerechnet im Stadion Rote Erde sorgte der 21-Jährige für Gesprächsstoff – auch wegen einer brisanten Transfergeschichte.

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Es war einer dieser Abende, an denen sich sportliche Leistung und Transfergerüchte auf besondere Weise überlagern. Malek El Mala stand beim Gastspiel der U21 des 1. FC Köln bei Borussia Dortmunds U23 im Fokus – und lieferte genau in diesem Moment ab. Mit einem sehenswerten Treffer sicherte der Angreifer den Kölnern das 1:1 und rückte damit ausgerechnet in Dortmund noch stärker ins Blickfeld. Die Konstellation könnte kaum brisanter sein. El Malas Bruder Said gilt seit Wochen als Wunschspieler der Dortmunder Verantwortlichen. Ein möglicher Wechsel des jüngeren Bruders könnte auch Auswirkungen auf Malek El Mala haben, der seinem Bruder unter Umständen nach Westfalen folgen könnte. Dann würde er künftig genau in jener U23-Mannschaft des BVB spielen, gegen die er am Freitagabend auflief.

Erstes Tor nach langer Verletzungspause

Der 21-Jährige ließ sich davon jedoch nichts anmerken. In der 64. Minute zog er von der linken Strafraumgrenze nach innen und traf mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck zum Ausgleich. Es war sein erstes Pflichtspieltor seit dem 2. November – und zugleich ein wichtiges Signal nach seiner langen Durststrecke. Denn eine schwere Verletzung hatte El Mala monatelang außer Gefecht gesetzt. Erst im Mai kehrte er zum Saisonende mit zwei Kurzeinsätzen zurück. Zum Auftakt der neuen Regionalliga-Spielzeit gegen Wiedenbrück stand er erstmals wieder in der Startelf, blieb dabei jedoch ohne Torerfolg. Entsprechend unzufrieden sei der Angreifer nach dieser Partie gewesen, berichtete sein Trainer Manuel Hartmann hinterher.

Der Auftritt in Dortmund dürfte dieses Gefühl zumindest teilweise korrigiert haben. Mit einer einzigen Aktion nahm El Mala entscheidenden Einfluss auf die Partie und zeigte jene Qualität, die ihn zu einem der spannendsten Offensivspieler im Kölner Nachwuchs macht. Nach 71 intensiven Minuten in Dortmund war sein Arbeitstag allerdings beendet – nach der langen Verletzungspause wäre die volle Spielzeit verständlicherweise noch zu viel gewesen.

Dortmund schon in der Vergangenheit interessiert gewesen

Dabei blieb er bis zum Treffer eher unauffällig. Gegen die robuste Dortmunder Defensive fand El Mala zunächst kaum Räume und war offensiv weitgehend abgemeldet. Umso bemerkenswerter war die Entschlossenheit und Präzision seines Abschlusses. Auch auf der Gegenseite blieb die Aktion nicht unbemerkt. „El Mala hat es in der Situation sehr gut gemacht“, sagte Dortmunds Trainer Daniel Rios nach der Partie.

Besonders interessant wird der Treffer jedoch vor dem Hintergrund der Transfergeschichte. Nach Informationen unserer Redaktion plante Borussia Dortmund in der Vergangenheit bereits, Malek El Mala nach Dortmund zu holen. Demnach sollten die Brüder zeitversetzt beim BVB spielen, entsprechende Wechsel seien bereits vorbereitet gewesen. Letztlich kam es jedoch anders. Dass El Mala nun ausgerechnet in Dortmund sein erstes Pflichtspieltor seit neun Monaten erzielte, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dynamik. Der Treffer war sportlich wertvoll für den 1. FC Köln – und könnte gleichzeitig dafür gesorgt haben, dass auch der Name Malek El Malas in Dortmund wieder ein Stück präsenter geworden ist.


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Nur Option Nummer Fünf: Julian Pauli steht im Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung vor einer schwierigen Aufgabe

Julian Pauli hat viel Konkurrenz beim 1. FC Köln
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Nur Option Nummer Fünf: Julian Pauli steht im Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung vor einer schwierigen Aufgabe

Am Samstag gegen Real Sociedad durfte Julian Pauli immerhin für 45 Minuten ran. Gute Aussichten auf Einsatzzeit hat der 21-Jährige zumindest momentan trotzdem nicht: Julian Pauli hat es schwer in der Innenverteidigung des 1. FC Köln.

Neben einem kurzen Einsatz am Freitag im ersten Test gegen San Sebastián war es am Samstag im zweiten Spiel gegen den spanischen Pokalsieger die erste volle Halbzeit, die Julian Pauli in der Vorbereitung absolvierte. Ob es in den ersten Saisonspielen jedoch viele mehr werden, scheint momentan fraglich.

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Es hat leider ein bisschen was von einem Dé­jà-vu: Wie vor einem Jahr war Julian Pauli beim 1. FC Köln mit großen Ambitionen in die Vorbereitung gestartet. Doch wie schon 2025 bremste den Verteidiger auch in diesem Sommer eine Verletzung aus. Dadurch verpasste der 21-Jährige mehrere Trainingseinheiten und konnte erst jetzt im Doppeltest gegen Real Sociedad mit knapp 15 Minuten am Freitag und 45 Minuten am Samstag seine ersten Minuten sammeln. Durch seine längere Pause hinkt der Innenverteidiger im Konkurrenzkampf jedoch trotzdem erstmal hinterher.

Vier Spieler vor Pauli

Das zeigt sich auch an den Aussagen von Trainer René Wagner nach dem Spiel. Dieser lobte auf Nachfrage zuerst die Kombination aus Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili, die am Samstag als Innenverteidiger-Duo starteten. Im Anschluss ging er auf ihre Konkurrenten ein: „Am Ende geben die andern beiden Innenverteidiger aber genauso viel Gas und dann wird es besonders schwer für mich, da eine Entscheidung zu treffen. Weil ich es auch schon dem Rav und dem Joel gesagt habe, die standen zwar heute nicht auf der Platte, aber standen sie ja gegen Hertha. Und deswegen testen wir da Kombinationen und schauen einfach, dass die zwei besten sich am Ende durchsetzen.“ Wer bei den möglichen Kombinationen zuerst keine Erwähnung fand, war Julian Pauli.

Erst auf Nachfrage, wie es denn mit dem 21-Jährigen aussehe, ging Wagner auf ihn ein: „Julian hab ich persönlich noch zu wenig gesehen. Wir haben ihn heute 45 Minuten gesehen, gestern 15 Minuten. Julian ist ein Spieler vom 1. FC Köln. Natürlich ist er genauso eine Option wie alle anderen.“ Trotzdem bewerte er aktuell vor allem die vier zuerst genannten Profis, weil nur diese alles mitgemacht haben und „es sonst auch unfair Julian gegenüber wäre.“ Damit schließt der Coach die Tür für das Eigengewächs noch nicht. Es ist aber ein deutliches Zeichen, dass es der Innenverteidiger gegen seine Konkurrenten erstmal schwer haben wird.

Erneute Leihe für Spielpraxis?

Damit steckt Pauli in einer ähnlich komplizierten Lage wie im vergangenen Sommer. Damals ließ sich der 21-Jährige zu Dynamo Dresden verleihen, um sich weiterzuentwickeln und in 2026/27 dann wieder beim FC anzugreifen. Der Plan ging insofern auf, dass der Youngster auf mehr Einsatzzeit kam mit 21 Einsätzen in der 2. Bundesliga. Jetzt droht ihm allerdings erneut in Köln die Bank. Und das obwohl Spielpraxis in seinem Alter sehr wichtig sei, wie Thomas Kessler bereits vor ungefähr einer Woche betonte: „Es ist für Julian in seinem Alter wichtig, viel zu spielen. Er hat viel Potenzial und bringt viel mit.“ Trotzdem musste auch der Geschäftsführer Sport zugeben, dass der Innenverteidiger durch die muskulären Probleme zu Vorbereitungsbeginn hinterherhinkt.

Darum könnte etwa eine weitere Leihe eine Option sein. “Wir werden uns noch mal in die Augen schauen müssen, ob er hier die Möglichkeit zu regelmäßiger Spielzeit hat. Wenn ja, möchte ich, dass er unbedingt hier bleibt. Sollte das nicht der Fall sein, würden wir noch mal sprechen.“ Dabei dürfte die Tendenz aktuell nach den Aussagen Wagners eine Woche später eher Letzteres sein.


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Verletzung im Oberschenkel: Sebastian Sebulonsen fällt bis auf Weiteres aus

Sebastian Sebulonsen und Maik Afri Akumu im Zweikampf
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Verletzung im Oberschenkel: Sebastian Sebulonsen fällt bis auf Weiteres aus

Im Testspiel gegen San Sebastián am Samstag hatte er bereits gefehlt, nun gibt es Gewissheit beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen fällt vorerst aus.

Eigentlich hätte Sebastian Sebulonsen gestern gegen Real Sociedad auf dem Platz stehen sollen. Doch kurzfristig fiel der Rechtsverteidiger aus. Jetzt hat der 1. FC Köln genaueres zur Verletzung bekannt gegeben.

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Eine kurzfristige Überraschung hatte es in der Startelf für das Testspiel gegen San Sebastián gegeben: Mit David Fürst startete ein Talent aus dem eigenen Nachwuchs auf der rechten defensiven Seite. Eigentlich wäre für diese Position für die Partie wohl Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen eingeplant gewesen. Doch der Norweger musste kurz vor dem Spiel verletzungsbedingt passen. Am Tag danach gab der FC mehr bekannt: Der 26-Jährige fällt bis auf Weiteres aus. Eine genaue Ausfallzeit gab der Verein nicht an.

Ausfall zum Saisonauftakt

Eine Muskelverletzung im Oberschenkel setzt Sebulonsen vorerst außer Gefecht. Damit wird der Abwehrspieler aller Voraussicht nach auch den Pflichtspielauftakt in zwei Wochen gegen die Würzburger Kickers und den Start in die Bundesliga knapp eine Woche später gegen die TSG 1899 Hoffenheim verpassen. Ein ziemlicher Rückschlag für Coach René Wagner und die Mannschaft. Schließlich war der Norweger nicht nur vergangene Saison eine Stütze, sondern hatte in der Vorbereitung ebenfalls einen guten Eindruck gemacht. Dadurch ergibt sich jedoch wie schon gegen Real Sociedad eine Chance für Talent Fürst. Denn der 19-Jährige konnte in den vergangenen Wochen einiges an Eigenwerbung betreiben, machte seine Sache auch im Test gegen den spanischen Pokalsieger sehr ordentlich.

Auch wenn der Youngster trotz des Sebulonsen-Ausfalls nur die Nummer zwei rechts hinten sein dürfte. Denn dort ist neben dem Norweger Alessio Castro-Montes fest eingeplant. 2025/26 war der damalige Sommerneuzugang noch häufig auf der linken Seite zum Einsatz gekommen. Dabei hatte 29-Jährige immer wieder angedeutet, dass er der Mannschaft mit seiner Kreativität viel geben kann und dürfte auch deswegen die Nase vorne haben. Aber ausruhen kann sich der Belgier nicht. Denn Fürst macht ihm mit guten Leistungen Druck. Und das Talent dürfte daher in den kommenden Wochen wohl noch die eine oder andere Chance bekommen und sich so vielleicht nachhaltig für mehr beim FC empfehlen – zumindest bis Sebulonsen wieder fit ist.


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Bei klarem Sieg der FC-Frauen: Hendrich feiert FC-Debüt 

OF Kathrin Hendrich ist seit kurzem beim FC (Foto: Eddie Keogh/Getty Images)
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Bei klarem Sieg der FC-Frauen: Hendrich feiert FC-Debüt 

Mit 5:1 entscheiden die Frauen des 1. FC Köln das Testspiel gegen den FC Twente für sich. Ein prominenter Neuzugang war dabei das erste Mal auf dem Platz: Kathrin Hendrich gibt ihr Debüt für den 1. FC Köln.

Kathrin Hendrich hat ihren ersten Einsatz im Trikot des 1. FC Köln absolviert. Beim 5:1 im Test gegen den FC Twente wurde die Nationalspielerin nach rund einer Stunde eingewechselt. Trainerin Britta Carlson ist von ihrem Neuzugang nicht nur sportlich überzeugt.

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Viel besser hätte der erste Auftritt von Kathrin Hendrich im Trikot des 1. FC Köln kaum laufen können. Zwar saß die 34-Jährige beim Testspiel gegen den niederländischen Spitzenklub FC Twente zunächst auf der Bank, doch nach rund einer Stunde durfte die neue Führungsspielerin erstmals für die Kölnerinnen auf den Platz. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden, der FC führte bereits deutlich. „Ich habe mich gefreut, dass ich heute schon einigen Minuten bekommen habe. Das hat echt sehr viel Spaß gemacht“, sagte Hendrich nach ihrem Debüt. Dass es am Ende ein klarer 5:1-Erfolg wurde, habe den gelungenen Einstand zusätzlich versüßt. „Natürlich ist es immer am schönsten, wenn man auch gewinnt. Heute war es sogar sehr deutlich. Ich finde, das war ein guter Test. Alle waren voll da und motiviert.“

Nur kurze Zeit zur Eingewöhnung

Für Hendrich sind es derzeit intensive erste Tage in Köln. Die Nationalspielerin ist erst spät in die Vorbereitung eingestiegen und hat bislang lediglich zweimal mit ihrer neuen Mannschaft trainiert. Dennoch habe sie sich schnell eingelebt: „Die Mädels sind alle supernett. Natürlich kannte ich auch viele schon. Das macht es dann auch einfacher.“ Auch die Trainerin Britta Carlson zeigte sich nach dem Spiel angetan von ihrem prominenten Neuzugang. Hendrich sei nicht nur sportlich eine Bereicherung. „Sie ist nicht nur spielerisch eine tolle Persönlichkeit, sondern auch als Mensch. Sie spielt seit Jahren auf Top-Niveau und tut der Mannschaft gut.“

Dass Hendrich erst zu einem relativ späten Zeitpunkt zur Mannschaft gestoßen ist, dürfte zunächst dennoch eine kleine Herausforderung darstellen. Während ihre neuen Mitspielerinnen bereits das Trainingslager absolviert und sich mit den Abläufen vertraut machen konnten, muss die erfahrene Verteidigerin einige Inhalte nun im Schnelldurchlauf aufnehmen. Aufgrund ihrer Erfahrung und Qualität dürfte dieser Rückstand allerdings schnell aufgeholt sein. Mittelfristig könnte sich damit eine äußerst routinierte Innenverteidigung beim FC herauskristallisieren. Gemeinsam mit Marina Hegering verfügt Hendrich über internationale Erfahrung auf höchstem Niveau. Sofern beide Spielerinnen fit seien, dürfte an diesem Duo kaum ein Weg vorbeiführen.

Gute Mannschaftsleistung gegen Twente

Dass Köln nicht nur individuell, sondern auch als Team bereits gut unterwegs ist, zeigte sich gegen Twente von Beginn an. Die FC-Frauen dominierten die Partie im Franz-Kremer-Stadion und gingen früh in Führung. Lydia Andrade traf bereits in der fünften Minute zum 1:0. Nachdem ein vermeintliches Eigentor der Niederländerinnen zuvor wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt worden war, legte Marina Hegering nach.

Die Innenverteidigerin staubte in der 18. Minute zum 2:0 ab, nachdem Twentes Torfrau eine Ecke von Elise Stenevik an die Latte gelenkt hatte. Noch vor der Pause erhöhte erneut Hegering per Kopf nach einer Flanke von Saedis Run Heidarsdottir auf 3:0. Zwar gelang Enschede anschließend der Anschlusstreffer, doch Sophie Nachtigall stellte noch vor dem Seitenwechsel den alten Abstand wieder her. Taylor Ziemer sorgte nach der Pause für den 5:1-Endstand.

Aufbruchstimmung – aber auch noch einiges an Arbeit

Carlson habe trotz des deutlichen Sieges keinen Anlass, bereits von einer fertigen Mannschaft zu sprechen. Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt sei sie „zum jetzigen Stand sehr zufrieden“. Gleichzeitig gebe es „noch viele Punkte, an denen wir arbeiten wollen“. Es sei „noch nicht alles perfekt“, und auch zum ersten Pflichtspiel werde noch nicht alles reibungslos funktionieren.

Mit Hendrich hat der 1. FC Köln übrigens nicht nur sportlich eine prominente Verstärkung verpflichtet. Die Nationalspielerin dürfte die ohnehin spürbare Aufbruchstimmung rund um die FC-Frauen weiter verstärken. Bereits mehrere Hundert Dauerkarten seien verkauft worden, teilte der Verein auf Nachfrage unserer Redaktion mit – mehr als in den vergangenen Jahren. Bis zum Ende des Vorverkaufs am Mittwoch könnten noch einige weitere Jahreskarten hinzukommen. Der FC will hoch hinaus. Bei Hendrichs Vertragsunterschrift ging es dafür sogar hoch hinaus auf den Kölner Dom. Nun soll es sportlich weiter nach oben gehen.


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