Zwei Vereine, ein Problem: Wie der lange Ausfall eines Schlüsselspielers den FC und Werder Bremen jeweils entscheidend schwächt 

Timo Hübers fehlt dem 1. FC Köln seit Monaten verletzt
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Zwei Vereine, ein Problem: Wie der lange Ausfall eines Schlüsselspielers den FC und Werder Bremen jeweils entscheidend schwächt 

Am Sonntag steht für den FC das wichtige Spiel im Abstiegskampf gegen Werder Bremen an. Dass beide Mannschaften so weit unten in der Tabelle stehen, liegt auch am langfristigen Ausfall jeweils eines Schlüsselspielers. Der 1. FC Köln und Bremen stehen mit einem gleichen Problem im Abstiegskampf.

Sowohl beim 1. FC Köln als auch bei Werder Bremen hat jeweils der Ausfall eines wichtigen Spielers für (fast) die gesamte Saison für einige Probleme gesorgt. Die Verletzung von Timo Hübers auf Kölner und von Mitchell Weiser auf Bremer Seiten ist jeweils einer der Gründe, warum die Lage bei beiden Mannschaften so kritisch ist.

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Er sollte eine der Stützen unter Lukas Kwasniok sein: In den ersten acht Partien der Liga sowie in der ersten Pokalrunde der aktuellen Saison stand Timo Hübers immer in der Startformation, spielte meistens durch. Dabei zeigte der Innenverteidiger einige gute Leistungen und stellte seinen Wert für das Team unter Beweis. So war der 29-Jährige wichtig als Abwehrchef und im Spielaufbau. Dann kam jedoch kurz vor Schluss im Spiel gegen Borussia Dortmund: Der Defensivspezialist verletzte sich bekanntermaßen schwer am Knie, fiel seitdem aus.

FC ohne Abwehrchef

Wie wichtig der ehemalige Kölner Kapitän für die FC-Defensive war, zeigte sich noch mehr, als er dann fehlte. So feierten die Geißböcke zwar erst noch einen 4:1-Sieg gegen den HSV. Danach blieben die Ergebnisse aber aus. In den 19 Partien nach dem Erfolg gegen die Hamburger holten die Domstädter nur zwei Siege. Und eine der größten Problemzonen war die Abwehr. Denn genau der Abwehrchef, den Hübers zuvor dargestellt hatte, fehlte nun. So stand die Abwehr immer wieder wackelig, spielte nur noch eine einzige Partie (gegen den VfL Wolfsburg) zu Null. Diese Defensivprobleme wurden noch dadurch verstärkt, dass sich auch viele der anderen Innenverteidiger immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten und sich die Verteidigung nicht einspielen konnte.

Aber nicht nur der FC wurde schwer vom langfristigen Ausfall eines Schlüsselspielers getroffen. Beim kommenden Gegner Werder Bremen ist die Lage sehr ähnlich. Denn bei den Grün-Weißen riss sich Mitchell Weiser in der Sommervorbereitung das Kreuzband und konnte diese Spielzeit noch kein einziges Spiel absolvieren. In den vorherigen Saisons war der 31-Jährige unumstritten auf der rechten Schiene gesetzt. Von dort aus war der beim FC ausgebildete Profi der wahrscheinlich wichtigste Kreativspieler der Werderaner. So gelangen Weiser 2024/25 in 32 Bundesligaspielen starke fünf Tore und neun Vorlagen und hatte einen großen Anteil daran, dass Bremen nicht nur eine sorgenfreie Saison spielte, sondern sogar nur einen Punkt hinter dem internationalen Geschäft landete. Und auch in der aktuellen Spielzeit hätte der Schienenspieler eine zentrale Rolle spielen sollen. Ohne den Routinier blieb die Offensive der Grün-Weißen jedoch viel zu oft harmlos und ist wohl die größte Baustelle bei Werder.

Schlüsselspieler schwer zu ersetzen

Ob Köln und Bremen ohne die Verletzungen von Hübers beziehungsweise Weiser momentan besser dastehen würden, ist natürlich spekulativ. Aber beide hätten auf jeden Fall die Qualität ihres jeweiligen Teams deutlich erhöht. Sowohl für die Geißböcke als auch für die Grün-Weißen ist es dabei nicht so einfach möglich, so wichtige Spieler einfach zu ersetzen – sei es durch Transfers oder durch möglichst gleichwertige Alternativen im Kader. Daher ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Mannschaften mit ihnen im Abstiegskampf besser dastehen würden. Aber so lange Hübers und Weiser weiter nicht fit sind, müssen die Kölner und die Werderaner wohl oder übel mit der Situation zurechtkommen und weiter Alternativen finden. Wer von beiden die besseren im Saisonendspurt hat, wird sich dann schon am Sonntag in der Domstadt das erste Mal zeigen.


Umschaltmomente, aber auch Kontrolle: So will der 1. FC Köln zu Hause gegen die Bremer punkten

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Umschaltmomente, aber auch Kontrolle: So will der 1. FC Köln zu Hause gegen die Bremer punkten

Am Sonntag steht für den 1. FC Köln ein richtungsweisendes Spiel an. Um 15:30 Uhr empfangen die Geißböcke den SV Werder Bremen. In der Tabelle trennt beide Teams nur ein Punkt. Für die Kölner Mannschaft um René Wagner eine entscheidende Partie: So will der 1. FC Köln gegen Bremen punkten.

Gegen Werder Bremen gibt es für Trainer René Wagner und den FC einen richtigen Abstiegskrimi. Denn die Kölner stehen auf dem 15. Tabellenplatz und gehen mit 27 Punkten ins Duell, Bremen liegt mit 28 Zählern direkt davor. Ein Sieg wäre für den FC also essentiell.

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Die wohl zentralste Nachricht für die Geißböcke vor dem Spiel am Sonntag betraf Said El Mala. Wie FC-Trainer René Wagner mitteilte, ist der Offensivspieler nach seinen Sprunggelenksproblemen aus dem Frankfurt Spiel rechtzeitig wieder fit geworden und gegen die Bremer eine Option für die Startelf. Nach zuletzt nur individuellem Training konnte der 19-Jährige am Freitag wieder voll mit der Mannschaft trainieren. Damit steht Wagner, abgesehen von den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, der komplette Kader zur Verfügung.

Viel Konkurrenz im Kampf um die Startelfplätze

Das sorgt allerdings auch für knifflige Entscheidungen. Gerade im Zentrum hat der neue Coach die Qual der Wahl: Eric Martel, der nach seiner Gelbsperre wieder einsatzbereit ist, Isak Johannesson, Denis Huseinbasic und Tom Krauß konkurrieren um die Plätze. Auch in der Innenverteidigung herrscht große Konkurrenz und die Personalien dürften auch davon abhängen, ob der FC mit einer Dreier- oder Vierer-Kette auflaufen wird. Laut Wagner sind ein, zwei Positionen schon fix und ein, zwei noch offen. Auch Alessio Castro-Montes ist nach seinem starken Comeback inklusive Tor gegen die Frankfurter ein Kandidat für die Startelf, während Joel Schmied zunächst erst einmal nur eine Kaderoption ist. 

Ein zentrales Ziel formulierte Wagner aber dann doch schon vorab: „Wir wollen versuchen, nicht immer in Rückstand zu geraten und wollen keine Gegentore bekommen, die vermeidbar sind.“ Denn genau das waren seiner Einschätzung nach die beiden Frankfurter Tore am vergangenen Wochenende gegen den FC. Für Wagner gilt es, solche zu einfachen Gegentore unbedingt zu vermeiden. Stattdessen fordert der Trainer mehr Kontrolle und ein strukturierteres Aufbauspiel mit Ball. Er betonte, dass man weiterhin Ruhe und Gelassenheit beibehalten muss und den externen Druck intern so gering wie möglich halte. Gleichzeitig hebt der Coach die positiven Aspekte aus der vergangenen Partie gegen die Eintracht hervor. Nach einem 2:0-Rückstand nicht aufzugeben zeigte erneut die Moral und Comeback-Qualitäten der Mannschaft, die im direkten Duell im Abstiegskampf gefordert sein werden, um einen Unterschied zu machen.

Stabile Bremer Defensive

Mit Bremen wartet allerdings ein formstarker Gegner. Seitdem Trainer Daniel Thioune am 4. Februar übernommen hat, haben sich die Grün-Weißen stabilisiert und zuletzt drei ihrer vergangenen fünf Spiele gewonnen. Wagner betonte die starke Leistung der Werderaner am vergangenen Wochenende, trotz der knappen 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig. Dort waren die Bremer nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft. Dabei trete Werder laut dem FC-Coach defensiv kompakt auf und verfüge über viel Tempo in der letzten Linie. Gerade das Umschaltspiel der Gäste sieht Wagner als große Stärke. Entsprechend wichtig werde die Kölner Restverteidigung sein. Gleichzeitig benannte der FC-Coach aber auch Chancen, wie die Kölner Bremen gefährlich werden könnten: Mit eigenen Umschaltmomenten über Schlüsselspieler in der Offensive wie Ragnar Ache, El Mala oder Jakub Kaminski wollen die Geißböcke die Bremer Defensive knacken.

Am Sonntag wird es dann auf eine gesunde Mischung ankommen: aus einer defensiven Stabilität mit einem kontrollierten Spielaufbau in gezielte Offensivaktionen kommen. Moral und Kampfgeist haben die Kölner ihren Fans zu genüge in den vergangenen Wochen gezeigt. Doch was am Ende der Saison zählt, sind die Punkte – und die fehlen den Kölnern aktuell. Dem Druck zum Trotz forderte Wagner den klaren Fokus auf die Aufgabe am Sonntag. Denn eines ist klar: In diesem direkten Duell kann der FC einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf machen und mindestens einen Platz in der Tabelle hochklettern. Drei Punkte im eigenen Stadion wären nicht nur tabellarisch wertvoll, sondern auch ein richtungsweisendes Signal im Kampf um den Klassenerhalt.


Mittelfeldspielerin Taylor Ziemer verlängert bis 2028 beim FC

Taylor Ziemer verlängert beim 1. FC Köln bis Sommer 2028 (Foto: 1. FC Köln)
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Mittelfeldspielerin Taylor Ziemer verlängert bis 2028 beim FC

Seit Mitte 2024 ist die Mittelfeldspielerin schon bei den Geißböcken – und wird das auch noch länger bleiben: Taylor Ziemer verlängert bis Sommer 2028 beim 1. FC Köln.

Vom niederländischen Club FC Twente kam Taylor Ziemer vor bald zwei Jahren zum FC. Jetzt verlängert die 27-Jährige ihren Vertrag bis Sommer 2028 – auch wenn sie momentan noch von einer Verletzung zurückkommt.

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Seit bald zwei Jahren ist Taylor Ziemer Spielerin des 1. FC Köln. Im Sommer 2024 kam sie vom niederländischen Club FC Twente in die Domstadt. Und auch wenn die Mittelfeldspielerin momentan noch verletzt ist, scheint sie die Verantwortlichen bei den Kölnerinnen in ihren Einsätzen zuvor überzeugt zu haben. Denn die 27-Jährige verlängert ihren Vertrag bis Mitte 2028. „Taylor Ziemer ist eine wichtige Spielerin für uns. Umso mehr freuen wir uns, dass sie nach ihrer Verletzung bald wieder auf dem Platz stehen und unser Trikot tragen wird. Sie ist ein zentraler Bestandteil unserer Mannschaft und wird uns mit ihrer Qualität auch in Zukunft viel Freude bereiten“, erklärte Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball beim FC.

Bisher 22 Ligaeinsätze

Auch Ziemer selber freut sich sehr über die Ausdehnung des Kontrakts. „Ich fühle mich beim FC sehr wohl und freue mich, weiter das FC-Trikot zu tragen. Ich kann es nicht abwarten, wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und als Profifußballerin den Traum weiterzuleben, den mein Vater und ich immer geteilt haben,“ so die Mittelfeldspielerin. Nach ihrem Wechsel nach Köln wurde die 27-Jährige 2024/25 direkt Stammspielerin und Leistungsträgerin. Bisher trug sie in insgesamt 22 Partien in der Bundesliga das Kölner Trikot. Dabei erzielte sie vier Tore und gab zwei Vorlagen.

Ausgebildet wurde die US-Amerikanerin in den USA. Dort lief sie für die Virginia Cavaliers und die Texas A&M Aggies. In der Zeit gewann die Mittelfeldspielerin zweimal den Gatorade Player of the Year award, der den besten High School-Athleten in Kalifornien überreicht wird. Außerdem durchlief Ziemer die Juniorinnen-Nationalteams der USA bis zur U19. In Europa spielte sie bereits in den Niederlanden für ADO Den Haag sowie eine Saison für den FC Twente. Dort wurde die 27-Jährige 2023/24 Meisterin und trug mit neun Treffern in 20 Einsätzen zum Titel bei, bevor sie im Sommer dann nach Köln ging. Außerdem war die Mittelfeldspielerin drei Spielzeiten in Island für Breiðablik im Einsatz und sammelte dort und mit Twente auch Erfahrungen in der Champions League.


René Wagner kann gegen Bremen aus dem Vollen schöpfen – Auch Said El Mala rechtzeitig fit

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf
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René Wagner kann gegen Bremen aus dem Vollen schöpfen – Auch Said El Mala rechtzeitig fit

Am Sonntag steht für den FC der Abstiegskrimi gegen Werder Bremen an. In der Partie steht Trainer René Wagner bis auf die Langzeitverletzten der gesamte Kader zur Verfügung beim 1. FC Köln: Said El Mala ist rechtzeitig für das Bremen-Spiel fit.

Für das wichtige Spiel gegen Werder Bremen hat FC-Coach René Wagner eine Menge Optionen zu Verfügung. Eine davon wird auch Said El Mala sein, der wieder voll mittrainieren konnte.

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Die vielleicht wichtigste Nachricht für alle FC-Fans, ob Said El Mala rechtzeitig fit wird, hatte FC-Coach René Wagner auf der Pressekonferenz vor dem Abstiegskrimi gegen Werder Bremen direkt zu Beginn: „Ihm geht es gut. Er hat heute voll trainiert, wird morgen voll trainieren. Und dann ist er eine Option, zu starten am Sonntag.“ Zuvor hatte der 19-Jährige diese Woche nicht voll trainieren können, nachdem er gegen Eintracht Frankfurt kurz vor Schluss angeschlagen ausgewechselt werden musste. Diese Probleme hat der Angreifer aber damit rechtzeitig überwunden, um den Geißböcken im Spiel gegen den direkten Konkurrenten von Anfang an zu helfen.

Viele Optionen für Wagner

Und auch ansonsten kann der Trainer personell aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Das führt jedoch dazu, dass Wagner einige schwierige Entscheidungen treffen muss. So konkurrieren zum Beispiel in der Mittelfeldzentrale durch die Rückkehr von Eric Martel mit noch Isak Johannesson, Denis Huseinbasic und Tom Krauß gleich vier Spieler um zwei Positionen. „Unter der Woche haben wir auch klar mit allen beteiligten Spielern kommuniziert. Da gibt es ein, zwei Positionen, da sind wir uns noch nicht ganz sicher. Da ist es fifty-fifty. Es gibt ein, zwei Positionen, die sind fix. Und das werden wir dann der Mannschaft am Sonntag mitteilen“, hielt sich der Coach noch bedeckt.

Ein Kandidat für die Startelf ist Alessio Castro-Montes. Der Schienenspieler hatte gegen Frankfurt sein Comeback nach längerer Verletzungspause gegeben und direkt zum Ausgleich getroffen. „Bei Alessio ist es so, dass er starten könnte. Da müssen wir aber entscheiden, ob es das Richtige ist, das Spiel jetzt schon zu beginnen, oder ob wir nochmal ein Spiel mehr brauchen, wo er vielleicht ein bisschen mehr Spielzeit bekommt in der zweiten Halbzeit. Aber das lassen wir uns alles noch offen für Sonntag“, so Wagner. Zwar nicht für die Startelf, aber immerhin wieder eine Option für den Kader ist außerdem Joel Schmied nach seiner Verletzungspause. Damit steht dem Trainer fast schon ein Überangebot in der Innenverteidigung zur Verfügung, da auch Jahmai Simpson-Pusey nach der Geburt seines Sohnes Anfang der Woche wieder eine Option ist.

Bremen defensiv deutlich stabiler geworden

Diese Optionen wird der Coach gegen Werder allerdings auch brauchen. Denn die Bremer haben sich zuletzt unter ihrem neuen Trainer Daniel Thioune deutlich verbessert gezeigt. „Es ist einfach eine sehr stabile Mannschaft gegen den Ball. Die schaffen es immer wieder sehr, sehr gefährlich umzuschalten, haben viele Spieler mit hoher Geschwindigkeit auf der letzten Linie“, erklärte Wagner seine Sicht auf den Gegner. Daher müsste seine Mannschaft Restverteidigung aufmerksam sein, aber auch selber auf Umschaltmomente setzen, da er dort bei den Bremern Probleme sehe. Trotzdem ist es für Wagner ebenfalls Teil des Planes, „das wir mit Ball weiter daran arbeiten, was wir die letzten drei Wochen besprochen haben. Dass wir auch mal Kontrolle über das Spiel bekommen.“ Mit dieser Mischung will der Trainer mit seiner Mannschaft am Sonntag dann endlich wieder einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg feiern.


Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Marius Bülter vom 1. FC Köln
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Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Nach einem bockstarken Saisonstart konnte Marius Bülter im weiteren Saisonverlauf nur selten überzeugen. Rechtzeitig vor der Partie gegen Werder meldete sich der 33-jährige nun mit seiner Vorarbeit zum 2:2 in Frankfurt zurück. Und eine besondere Statistik macht Hoffnung, dass der Stürmer im Abstiegskrimi eine wichtige Rolle spielen könnte beim 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.

Viele seiner bisherigen Spiele gegen Werder Bremen dürfte Marius Bülter in guter Erinnerung behalten haben. Kann der FC-Stürmer im Abstiegskracher gegen die Hanseaten zum entscheidenden Trumpf für die Geißböcke werden?

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Nach zwei Spieltagen hatte es Marius Bülter erst einmal allen gezeigt, die seinen Transfer von der TSG 1899 Hoffenheim zum 1. FC Köln kritisch gesehen hatten. Im Auftaktspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 köpfte der 1,88 Meter große Offensivspieler eine Waldschmidt-Flanke mustergültig zum 1:0-Sieg in die Maschen. Eine Woche später schoss Bülter beim 4:1-Heimerfolg über den SC Freiburg nicht nur das 2:0, sondern bereitete zudem die Tore von Jakub Kaminski und Jan Thielmann vor. Und auch beim 3:3 am dritten Spieltag in Wolfsburg zeigte er eine ordentliche Leistung.

Schwierige Phase nach überragendem Start

„Bülti“ hatte also einen sehr entscheidenden Anteil daran, dass die Geißböcke ihr Punktekonto als Aufsteiger zu Saisonbeginn ordentlich füllen konnten. Nicht nur für den 1. FC Köln, sondern auch für den Neuzugang selbst ein Auftakt nach Maß. Und der ließ hoffen, dass der gebürtige Ibbenbürener dauerhaft die so dringend benötigte Verstärkung für die Kölner Offensive sein würde. Aber wie heißt es eben manchmal in Kölle: „Et bliev nix wie et wor“. 

Nach einer verletzungsbedingten Pause an den Spieltagen fünf und sechs konnte sich der flexible Offensivspieler in der Hinrunde nur noch mit einer Torvorlage (beim 1:1 gegen den FC Augsburg) und einem Treffer (beim 3:4 gegen Eintracht Frankfurt) in die Scorer-Listen eintragen. Ansonsten folgte viel Leerlauf mit durchwachsenen bis schwachen Leistungen und zum Teil wenig Einsatzzeiten. So konnte auch Bülter nicht verhindern, dass der FC von den vergangenen 19 Bundesligaspielen gerade einmal zwei gewinnen konnte und bis auf Platz 15 abrutschte.

Bülter im Abstiegskampf zurück zu alter Stärke?

Trotzdem könnte er im anstehenden Abstiegsendspiel gegen Werder Bremen einer der zentralen Akteure werden. Dafür spricht zum einen, dass der 33-Jährige am vergangenen Spieltag in Frankfurt nur eine Minute nach seiner Einwechslung das 2:2 durch Alessio Castro-Montes vorbereitete. Die Formkurve des Stürmers könnte also gerade rechtzeitig zum Saison-Endspurt wieder nach oben zeigen. Zum anderen ist das Team von der Weser so etwas wie Bülters Lieblingsgegner unter den aktuellen Bundesligisten. Bereits fünfmal traf er in bisher elf Begegnungen gegen die Hanseaten (dreimal für Hoffenheim und zweimal für Union Berlin), davon sogar zweimal per Doppelpack. Gelänge es dem Angreifer, seine beeindruckende Bremen-Bilanz am Sonntag aufzupolieren, könnte das ein entscheidender Beitrag für den so dringend benötigten FC-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt sein. 

Und weil mit Saïd El Mala der Top-Torjäger des 1. FC Köln wegen einer Sprunggelenksblessur am Mittwoch und Donnerstag nicht mit der Mannschaft trainieren konnte und noch nicht feststeht, ob der Youngster rechtzeitig fit wird, dürften die Geißböcke um jede treffsichere Alternative im Angriff froh sein. Ein Bülter als Werder-Schreck, der an seine gute Form zu Saisonbeginn anknüpfen kann, wäre da Gold wert.


Schwierige Lage in der Zentrale: Felipe Chávez ist weiter nur fünfte Wahl

Felipe Chávez hat bisher einen schweren Stand beim 1. FC Köln
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Schwierige Lage in der Zentrale: Felipe Chávez ist weiter nur fünfte Wahl

Obwohl er einer von nur zwei Winterneuzugängen ist, hat Felipe Chávez bisher kaum gespielt beim FC. Der Mittelfeldspieler stand noch gar nicht in der Startelf. Und auch unter Wagner scheint die Situation sich nicht zu verbessern: Felipe Chávez ist weiter in einer schwierigen Lage beim 1. FC Köln.

Im Winter kam Felipe Chávez per Leihe mit Kaufoption von Bayern München zum 1. FC Köln. Seitdem stehen gerade mal vier Einsätze als Joker für den 18-Jährigen zu Buche. Und auch unter René Wagner ist das Talent anscheinend weit von viel Spielzeit oder sogar einem Startelfeinsatz entfernt.

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Eigentlich hätte es Felipe Chávez Chance sein können am vergangenen Sonntag. Denn gegen Eintracht Frankfurt fehlte zum einen Eric Martel in der Mittelfeldzentrale gesperrt. Zum anderen wollte FC-Coach René Wagner Isak Johannesson nach dessen Reisestrapazen mit der isländischen Nationalmannschaft nicht von Beginn bringen. So blieben für den Platz neben dem gesetzt Tom Krauß nur noch zwei etatmäßige Optionen für den Trainer übrig: Denis Huseinbasic und eben Chávez. Für letzteren war es vielleicht die größte Möglichkeit seit seinem Wechsel in die Domstadt im Winter, das erste Mal in der Startelf zu stehen. Aber sein Trainer entschied sich gegen ihn für Huseinbasic. Am Ende spielte der 19-Jährige, der am heutigen Freitag Geburtstag feiert, sogar keine Minute.

Bisher maximal Joker

Es ist eine nachvollziehbare Entscheidung, dass Wagner im Abstiegskampf auf den erfahreneren Huseinbasic setzt und nicht auf den jungen Chávez. Gleichzeitig zeigt sich daran, wie schwer der Stand des Talents auch unter dem neuen Trainer ist. Schon unter Kwasniok kam der Winterneuzugang aus München nur zu vier Kurzeinsätzen und saß dreimal 90 Minuten auf der Bank. Wirklich Einfluss konnte der 19-Jährige in seinen wenigen Chancen nicht nehmen. Dabei könnten die Geißböcke seine Qualitäten gerade in den kommenden Spielen durchaus brauchen. Denn der peruanische Nationalspieler verfügt über eine starke Technik, eine hohe Spielintelligenz sowie einen guten Abschluss. Gerade die ersten beiden Aspekte würden den Kölnern in Spielen wie jetzt gegen Werder Bremen oder St. Pauli, in denen der FC wahrscheinlich mehr vom Spiel hat als etwa zuletzt gegen Frankfurt, gut zu Gesicht stehen. Oder sie hätten ihnen auch schon gegen Borussia Mönchengladbach und den Hamburger SV in der Theorie helfen können.

Dass er diese Qualitäten noch nicht einbringen konnte, liegt bestimmt auch an der geringen Menge an Minuten. Allerdings könnte ebenfalls ein Faktor sein, dass der erst frisch 19 Jahre alte Youngster den Sprung in die Bundesliga noch nicht geschafft hat, anscheinend für das Niveau noch nicht bereit ist. Das würde auch weiter erklären, warum sowohl Kwasniok als auch Wagner in der Regel anderen Spielern den Vorzug gaben. So ist der Mittelfeldspieler unter Wagner nach den Eindrücken des Frankfurt-Spiels wohl nur fünfte Wahl in der Mittelfeldzentrale. Und dürfte es damit weiter sehr schwer haben, auf mehr Einsatzzeit zu kommen.

FC mit Kaufoption

Dabei ist es bei einem gerade erst 19-Jährigen natürlich normal, dass der Schritt in die Bundesliga schwer fällt. Allerdings bleibt dann die Frage, wie sinnhaft die Leihe des Mittelfeldspielers ist, wenn dieser nicht viele Einsatzzeiten bekommt. Ein Punkt kann dabei natürlich sein, dass die Kölner um Geschäftsführer Thomas Kessler dachten, dass der Mittelfeldspieler schon weiter ist und eine größere Rolle spielen könnte. Ein weiterer Aspekt dürfte sein, dass die Geißböcke sich eine Kaufoption gesichert haben. Sie könnten das Talent also über den Sommer hinaus in der Domstadt halten, damit dieser seine zweifellos vorhandenen Anlagen weiter entwickeln kann. Allerdings hat der FC Bayern gleich zwei Rückkaufoptionen vereinbart. Eine für 2027 und eine für 2028. Wenn sich Chávez also nach der möglichen festen FC-Verpflichtung wie erhofft entwickelt, haben die Münchner weiter die Möglichkeit, ihn zurückzuholen.

Ob für eine mögliche solche Entwicklung aber Köln der optimale Ort ist, müssen alle Parteien im Sommer entscheiden. Vielleicht schafft es Chávez bis dahin doch noch, schon in dieser Spielzeit mit seinen Qualitäten auf dem Platz Einfluss zu nehmen und den Kölnern im Kampf gegen den Abstieg zu helfen. Auch wenn er dafür wohl erstmal weiterhin nicht allzu viele Chancen bekommen dürfte als fünfte Wahl hinter Krauß, Martel, Johannesson und Huseinbasic.


Jahmai Simpson-Pusey: „Der Wechsel nach Köln war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen in meinem Leben“

Jahmai Simpson-Pusey für den 1. FC Köln
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Jahmai Simpson-Pusey: „Der Wechsel nach Köln war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen in meinem Leben“

Am vergangenen Sonntag fehlte Jahmai Simpson-Pusey dem FC noch aus einem guten Grund: Der 20-Jährige wurde Vater. Für das wichtige Spiel gegen Werder Bremen ist der Innenverteidiger aber wieder eine Option. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er spielen wird, denn der Engländer ist direkt eingeschlagen beim 1. FC Köln: So sieht Simpson-Pusey seine ersten Monate in Köln.

Gegen Eintracht Frankfurt hatte die Kölner Defensive einige wackelige Momente. Mehr Stabilität könnte die Rückkehr von Jahmai Simpson-Pusey bringen, der FC-Coach René Wagner gegen Werder Bremen wieder zur Verfügung steht.

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Nachdem seine Teamkollegen am vergangenen Wochenende beim Debüt von Trainer René Wagner nach 2:0-Rückstand immerhin noch einen Punkt holten, gab es für Jahmai Simpson-Pusey, der nicht im Kader gestanden hatte, einen Tag später etwas ganz anderes zu feiern: Der Engländer und seine Partnerin sind Eltern eines Sohnes geworden. Darum war es für den 20-Jährigen auch klar, dass er gegen die Eintracht fehlen würde, wie er am Rande des Trainings am Donnerstag erklärte: „Die Familie ist wichtiger als der Fußball.“ Für das Spiel gegen Werder Bremen am kommenden Sonntag ist der Innenverteidiger aber wieder eine Option für die Geißböcke.

„Wir müssen gewinnen und brauchen eine gute Leistung“

Und die können den Innenverteidiger, der im Winter per Leihe von Manchester City kam, die ihn zuvor an Celtic Glasgow verliehen hatten, definitiv gebrauchen. Denn seit seiner Ankunft war Simpson-Pusey, wenn er verfügbar war, einer der wichtigsten Spieler in der sonst eher anfälligen Kölner Defensive. Das habe er selber nicht vor seinem Wechsel erwartet, so der Defensivspezialist. Vor allem, weil er es vorher nicht gewohnt war, in einer so großen Liga anzutreten. „Direkt zu spielen, war ein kleiner Schock. Aber ich habe das Gefühl, dass ich gut damit umgegangen bin“, erklärte der Verteidiger zu seinem Kaltstart in Köln. Bei seiner vorherigen Station in Glasgow hatte Simpson-Pusey in der Hinrunde vor seinem Wechsel nämlich gerade mal ein Spiel für die erste Mannschaft bestritten.

Bei seinem möglicherweise nächstem Einsatz am Wochenende gegen Werder Bremen steht dann für den Verein direkt eine ganze Menge auf dem Spiel. Die Geißböcke sind momentan 15. mit nur einem Punkt Rückstand auf den 14. Werder. Mit einem Sieg könnte der FC also an den Bremern vorbeiziehen. Gleichzeitig haben die Kölner jedoch nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, auf dem momentan St. Pauli steht, und könnten somit am Ende des Spieltags auf den Platz 16 abrutschen. Simpson-Pusey ist die Bedeutung, die der Partie gegen Werder damit zukommt, bewusst: „Es ist sehr wichtig. Wir müssen gewinnen und brauchen eine gute Leistung.“

Unklare Zukunft im Sommer

In Köln fühlt sich der 20-Jährige bereits nach ein paar Monaten sehr wohl. „Der Wechsel nach Köln war wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Ich bin sehr glücklich mit dem Team, den Menschen um mich herum. Ich dankbar für die Möglichkeit, die ich bekommen hab“, so der Abwehrspieler. Dabei hatte Simpson-Pusey schon vor seiner Ankunft gesehen, was für ein großer Verein der FC ist. Dabei gefällt im Gegensatz zu England, dass die Fans auch einzelne Trainingseinheiten sehen können und es weniger abgeschottet ist: „Ich mag, wie es hier gemacht wird. Die Fans spielen eine große Rolle für den Club, da ist es nur richtig, dass sie uns an manchen Tagen trainieren sehen können.“

Ob die Fans den Innenverteidiger aber auch über den Sommer hinaus in Köln spielen und trainieren sehen können, steht noch nicht fest. „Das ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann“, meinte der Engländer. Zumindest habe es noch keine Gespräche gegeben. Der FC besitzt für den Abwehrspieler eine Kaufoption. Allerdings hat Simpson-Puseys Stammverein Manchester City wiederum eine Rückkaufoption. Bevor in der Hinsicht aber konkrete Entscheidungen getroffen werden, wird sich der 20-Jährige nun erstmal voll auf den Abstiegskampf mit dem FC und auf das Spiel gegen Werder Bremen am Sonntag fokussieren. Und dabei vielleicht noch mehr Argumente für eine Verpflichtung sammeln.


Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Zeit bei Manchester City, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 2

Der 20-Jährige kam im Winter aus England und wurde von Manchester City bis zum Sommer an den 1. FC Köln ausgeliehen. Wie es für den Innenverteidiger weitergeht, ist bislang noch offen. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der Engländer mit come-on-fc.com über seine Karriereziele, die Zukunft beim FC und die Zeit bei Manchester City. Jahmai Simpson-Pusey im Interview – Teil 2.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
In den Spielen für den FC haben Sie absolut überzeugt. Und das mit 20 Jahren. Ganz Köln fragt sich, wieso hat so ein Innenverteidiger mit dieser Klasse genau ein Spiel für Celtic gemacht. Was waren die Gründe, dass es nicht funktioniert hat?

Jahmai Simpson-Pusey: Es lief einfach nicht wie geplant. Ich hatte schon die Hoffnung, auf Einsatzminuten zu kommen. Im  Grunde habe ich alles gemacht, was von mir verlangt wurde und irgendwann kam ich einfach nicht mehr zum Einsatz. Dann kam ein neuer Trainer und auch unter ihm spielte ich keine Rolle. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Auch, weil ich nicht auf meiner Stammposition gespielt habe. Letztendlich hat es zwischen mir und Celtic einfach nicht gepasst.

Sie beschreiben die Zeit in Schottland dennoch als sehr wichtig…

Jahmai Simpson-Pusey: Das war sie definitiv. Viele Spieler machen eine solche Erfahrung mit 23, 24 oder 25 Jahren und lernen, mental damit umgehen. Für 18- oder 19-Jährige ist es hart, keine Spielzeit zu bekommen, nicht im Kader zu stehen und mit der Jugendmannschaft trainieren zu müssen. Das kann ziemlich demoralisierend sein. Ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Irgendwann bekommt man seine Chance. Es gibt diese Redewendung: Bevor du ganz oben ankommen kannst, musst du immer erst einmal unten gewesen sein. Diese Erfahrung war für mich wichtig. Das bringt mir einiges für die Zukunft.

Sie sind 20 Jahre alt und strahlen eine beeindruckende Ruhe am Ball aus, lösen Druck-Situationen spielerisch. Woher kommt diese Ruhe? Ist das die Schule von ManCity?

Jahmai Simpson-Pusey: Ja, definitiv. Diese Spielweise gehört zur Philosophie bei der Ausbildung in Manchester. Ich war aber auch nicht immer Innenverteidiger und denke, dass ich am Ball wahrscheinlich etwas besser bin als der durchschnittliche Innenverteidiger. Vielleicht hilft es, dass ich schon zahlreiche andere Positionen gespielt habe, im zentralen Mittelfeld oder als Kind im Sturm. Ich habe das Gefühl, dass Dribblings und der Druck von anderen Spielern mich nicht so sehr aus der Ruhe bringen.

Dann ist dies eine Ihrer Stärken, wo liegen Ihre Schwächen?

Jahmai Simpson-Pusey: Gerade in der Phase, in der ich nicht gespielt habe, gab es einige Themen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder an mein altes Niveau anknüpfen kann. Aber natürlich gibt es auch noch Themen, an denen ich arbeite.

„Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben“

Gibt es bei Pep Dinge, die Sie von ihm gelernt haben, die Sie der Mannschaft weitergeben können?

Jahmai Simpson-Pusey: Er hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Als Innenverteidiger sagte er mir immer, dass es die kleinen, einfachen Dinge sind, die einen zum Top-Spieler machen. Den Gedanken lasse ich in mein Spiel einfließen, auch wenn ich wahrscheinlich riskanter spiele als andere. Aber es sind immer die einfachen Dinge, die die Defensive zusammenhalten. Die Abwehrreihe ist quasi das Herzstück des Teams.

Sie haben Ihre Ausbildung bei einem der besten Vereine der Welt erlebt. Sie standen für ManCity schon einige Male auf dem Platz, haben Champions League gespielt. Und das unter einem der besten Trainer der Welt. Stellt die Ausbildung die Weichen für Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey:  Ich habe mit den besten Spielern und dem besten Trainer auf höchstem Niveau gespielt, da bekommt man einen Einblick in deren Arbeitsweise. Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen. Ich würde sagen, dass diese Erfahrung eine gute Voraussetzung ist, um auf Top-Niveau anzukommen. Aber ich lasse die Dinge einfach auf mich zukommen.

Sebastian Sebulonsen und Jahmai Simpson -Pusey vom 1 FC Köln
Was sind denn Ihre langfristigen Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey: Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil man daran später auch gemessen wird. Ich will einfach mein Bestes geben und dann schauen wir, wohin das führt.  

Und kurzfristig? Wie stehen die Chancen aus Ihrer Sicht, dass wir Sie nächste Saison in Köln sehen werden? Der FC hat eine Kaufoption…

Jahmai Simpson-Pusey: Dazu kann ich aktuell nicht viel sagen. Ich weiß es selbst noch nicht. Es liegt ja auch nicht alles in meiner Hand. Im Fußball kann so viel passieren. Es macht keinen Sinn, Dinge zu versprechen, die dann doch anders kommen.

Der Weg mit ManCity ist zwangsläufig ein erfolgreicher. Bei Celtic ging es auch um Titel. Nun stecken Sie das erste Mal mit einer Mannschaft im Abstiegskampf. Wie erleben Sie das mental?

Jahmai Simpson-Pusey: Ich denke da eigentlich nicht drüber nach. Ich spiele einfach die Spiele und versuche, immer mein Bestes für die Mannschaft zu geben. Ich glaube, meine Mitspieler machen das genauso. Deshalb beunruhigt mich die Situation im Moment auch nicht. Es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin gut performen werden. Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben.

Wer ist fußballerisch Ihr Vorbild? Welche Eigenschaften hätten Sie gerne von ihm?

Jahmai Simpson-Pusey: Was die Qualitäten auf dem Platz angeht, ist es John Stones. Ich mag seine Spielweise sehr, besonders die der letzten Saison. Er spielt genauso, wie ich selbst gerne spielen würde. Seine Rolle auf dem Platz ist mit viel Verantwortung verbunden. Über die gesamte Saison hinweg war er ein herausragender Spieler.

Sie kennen Erling Haaland von ManCity, haben gegen Harry Kane gespielt. Wer ist der unangenehmere Stürmer? Und wie unangenehm ist es gegen „Mr Fallrückzieher“ Ragnar Ache im Training zu spielen?

Jahmai Simpson-Pusey: Persönlich würde ich sagen, Erling Haaland ist definitiv schwerer zu bespielen. Weil er eher ein Stürmer ist, der sich in deinem Rücken immer wieder davonstehlen kann. Er ist super athletisch, springt einfach über dich hinweg, um zu köpfen. Und Kane – Kane ist ein wahnsinnig guter Spieler, aber er spielt eigentlich nie gegen die letzte Abwehrkette. Er lässt sich immer zurückfallen und holt sich den Ball. Er ist eher ein Spielmacher im Sturm. Die beiden spielen sehr unterschiedlich. Ragy ist einfach eine Bestie, ein Top-Spieler und ein sehr aufgeschlossener Typ. Er ist immer bereit, an Dingen zu arbeiten, von denen er denkt, er könne da besser werden. Da habe ich größten Respekt vor.

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Doch keine harte Kader-Entscheidung beim 1. FC Köln, aber wohl ein erster Fingerzeig

René Wagner beim Training mit der Mannschaft
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Doch keine harte Kader-Entscheidung beim 1. FC Köln, aber wohl ein erster Fingerzeig

René Wagner hatte noch am Freitag angekündigt, nun uncoole Entscheidungen treffen zu müssen. Das blieb dem neuen Coach für die Partie gegen Frankfurt erspart. Und doch haben die Nominierungen Aussagekraft beim 1. FC Köln: Kader-Zusammenstellung ist durchaus ein Fingerzeig.

Am Sonntag steht für den neuen Trainer René Wagner das erste Duell als Chefcoach der Geißböcke auf dem Plan. Die Personalentscheidung für die Begegnung könnte bereits eine erste Aussagekraft besitzen, wie es in den kommenden Wochen weitergehen wird.

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Über seine Aufstellung und zuvor die Kader-Nominierung wollte René Wagner am Freitagnachmittag nicht viel sagen. Der neue Trainer der Geißböcke gab aber schon mal einen ersten Eindruck, wie er die Mannschaft in den kommenden Wochen führen wolle. Auf der einen Seite erklärte der Coach, dass er in Bezug auf die Kader-Zusammenstellung nun Entscheidungen treffen müsse, die nicht jeder „cool finden“ würde. Auf der anderen Seite erklärte der Trainer aber auch sinngemäß, dass nun einmal über allem die Mannschaft und der Klassenerhalt stehe. Die Entscheidung fiel dann aber gar nicht so hart aus, wie erwartet. Denn schon früh stand fest, dass die Youngster Fynn Schenten, Youssoupha Niang und auch Cenny Neumann der U21 am Samstag im Duell gegen Fortuna Düsseldorf helfen und somit nicht bei den Profis zum Einsatz kommen würden.

Die Mannschaft soll „bestmöglich performen“

Die weiteren Entscheidungen nahmen ihm die Spieler dann doch wieder selbst ab. Allerdings nicht durch neuerliche Verletzungen. Joel Schmied hatte unter der Woche teilintegriert trainiert, ein Einsatz wäre zu früh gekommen. Und der letzte Streichkandidat wurde dann Jahmai Simpson-Pusey, der aus persönlichen Gründen nicht mit nach Frankfurt reiste. Nach Informationen von come-on-fc.com ist eine verspätete Anreise durchaus möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich. Große Überraschungen gab es dadurch im Kader, der am Samstag nach Frankfurt aufbrach, nicht mehr. Auch, wenn also die Entscheidungen nicht wirklich hart erscheinen, so sind sie möglicherweise ein Fingerzeig. Der könnte bedeuten: Die kommende Woche scheint die Marschroute eher „Routine statt jung und wild“ zu sein.

Schon in der vergangenen Woche hatte Jan Thielmann erklärt, dass der Trainer einen besonderen Draht zu den erfahrenen Spieler habe und nun nach der richtigen Mischung suche. Allerdings erscheint es eher unwahrscheinlich, dass Wagner nun in der ersten Elf auf die Routiniers setzen wird, die zuletzt eher außen vor waren. Zwar haben Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Co. durchaus die Chance, sich wieder zu beweisen, in den Fokus zu spielen. Nur eine absolute Leistungsexplosion ist dann doch nicht zu erwarten. Auf der anderen Seite werden die Youngster sicherlich ebenfalls weiterhin ihre Chancen bekommen. „Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft bestmöglich performen kann“, sagte Wagner am Freitag. Das wird gegen Frankfurt auch dringend nötig sein.


Wie sieht die erste Wagner-Elf aus? So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt beginnen

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf
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Wie sieht die erste Wagner-Elf aus? So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt beginnen

Matchday in Köln. Und zum ersten Mal steht René Wagner als Cheftrainer der Geißböcke an der Seitenlinie. Viel wollte der neue Trainer nicht über eine vermeintliche Startelf verraten. So könnte der 1. FC Köln gegen Frankfurt beginnen.

Für den 1. FC Köln steht am Sonntag das Duell bei Eintracht Frankfurt auf dem Programm. Im Vergleich zum wilden 3:3-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach kann sich René Wagner gegen die Eintracht auf einige Rückkehrer freuen, muss allerdings auch den Ausfall eines Stammspielers verkraften. Durch die vielen Optionen hat der 37-Jährige bei seiner Aufstellung die Qual der Wahl.

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Der 1. FC Köln muss gegen Eintracht Frankfurt neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers auch auf Eric Martel verzichten. Der Mittelfeldspieler hatte kurz nach seinem Tor im Derby nach einem Ellbogenschlag gegen Joe Scally die Gelb-Rote Karte gesehen und steht dadurch für die Partie bei der SGE nicht zur Verfügung. Allerdings kann FC-Trainer Rene Wagner auch einige Rückkehrer begrüßen. So kann der 37-Jährige bei seinem Debüt an der Seitenlinie sowohl auf die bis dato verletzten Alessio Castro-Montes und Tom Krauß als auch auf den zuletzt gesperrten Sebastian Sebulonsen zurückgreifen. Jahmai Simpson-Pusey stieg überraschend nicht in den Bus nach Frankfurt ein, bleibt aus privaten Gründen zunächst zu Hause. Die Option, dass der 20-Jährige noch nachreist, ist gegeben aber unwahrscheinlich. Schmied kehrte ebenfalls ins Training zurück, wird aber noch keine Option sein.

Offensivreihe gesetzt

Wahrscheinlich scheint, dass zumindest ein paar der Rückkehrer sofort in die Startelf rutschen könnten. Zwischen den Pfosten wird erneut Marvin Schwäbe beginnen. Vor dem Schlussmann könnte Wagner weiterhin auf ein 4-2-3-1-System setzen. Auf den beiden Außenverteidigerpositionen werden voraussichtlich Kristoffer Lund links und Sebastain Sebulonsen rechts starten. In der Innenverteidigung besteht die womöglich größte Wahl. Hier kann Wagner aus Cenk Özkacar, Rav van den Berg und Dominique Heintz wählen. Aufgrund des wahrscheinlichen Ausfalls von Simpson-Pusey bleibt es wohl wie in den vergangenen Wochen bei Cenk Özkacar und van den Berg.

Im zentralen Mittelfeld könnten aufgrund der Sperre von Eric Martel als Doppelsechs Isak Johannesson und Tom Krauß, der gegen Gladbach kurzfristig passen musste, starten. In der offensiven Dreierreihe sind Said El Mala links und Jakub Kaminski als Zehner gesetzt. Auf der rechten Außenbahn hat Wagner mit Linton Maina und Jan Thielmann zwei Optionen auf Augenhöhe. Aufgrund des eventuell leicht höheren Einsatzes sowie der Tatsache, dass Thielmann in dieser Spielzeit auf dieser Position schon mehrmals überzeugte, hat der 23-Jährige eine wohl leicht bessere Chance. Die Position des Mittelstürmers wird Ragnar Ache einnehmen. Der ehemalige Lauterer kam in der Rückrunde immer besser in Fahrt und erzielte teilweise traumhafte Tore. Besonders die Körperlichkeit sowie das Tempo des Angreifers dürften im Duell mit Frankfurts Verteidigern eine wichtige Waffe werden.

So könnte der FC gegen beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Lukas Kwasniok gibt Rav van den Berg Anweisungen

Rav van den Berg

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Jan Thielmann vom 1. FC Köln

Jan Thielmann

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache