Viel investiert, doch die Achillesferse bleibt

Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic vom 1. FC Köln
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Viel investiert, doch die Achillesferse bleibt

Mit Jusuf Gazibegovic und Imad Rondic haben die Kölner im Winter zwei Baustellen geschlossen. Doch beide Akteure haben noch nicht den erhofften Effekt. Die Kader-Baustellen sind beim 1. FC Köln noch immer die gleichen.

Mit vier Neuverpflichtungen ist der 1. FC Köln im Winter auf dem Transfermarkt aktiv geworden, die ausgemachten Problemstellen konnten bislang aber noch nicht geschlossen werden. Yusuf Gazibegovic kam für zwei Millionen Euro von Champions League-Teilnehmer Sturm Graz als Verstärkung für die rechte Außenbahn, die sich bisher noch nicht bezahlt gemacht hat. Und auch die erhoffte Offensivkraft schlägt noch nicht wirklich ein. Die Kader-Baustellen sind beim 1. FC Köln noch immer die gleichen.

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Der Frust von Jan Thielmann war durchaus zu verstehen, als der U21-Nationalspieler sich ein wenig vehement über eine Entscheidung des Schiedsrichters aufregte. Der Unparteiische hatte zuvor einige Foulspiele an Kölner Spielern mit lockerer Linie wenn überhaupt mit einem Freistoß ohne Verwarnung geahndet. Bei Thielmann zückte Florian Exner dann den Gelben Karton. Der FC wird also am Sonntag im Duell gegen Fortuna Düsseldorf auf Jan Thielmann verzichten müssen. Demnach wird voraussichtlich Jusuf Gazibegovic wieder von Beginn an auf dem Platz stehen. Der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina war bekanntlich als erster Spieler nach der Transfersperre verpflichtet worden. Eine vielversprechende Neuverpflichtung. Gazibegovic kam mit der Erfahrung einiger Champions-League-Spiele, als Nationalspieler und Leistungsträger von Sturm Graz. Das Online-Portal transfermarkt.de berechnet den Marktwert des Rechtsverteidigers auf 5 Millionen Euro.

Nächste Chance gegen Düsseldorf

Dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung, doch in den ersten wenigen Wochen in Köln ist der 24-Jährige dieser noch nicht gerecht geworden. Mit Zweikampfquote von 44 Prozent und insgesamt durchwachsenen Leistungen ist Gazibegovic nach fünf Spielen zumindest noch nicht der Stabilisator, den sich der FC auf der rechten Defensivseite gewünscht hatte. Zur Erinnerung: Im Oktober hatten die Kölner die beiden größten Kader-Baustellen auf eben jener Position und im Angriff ausgemacht und den Transferwunsch von Spielern hinterlegt, die möglichst schnell helfen sollten. In der Hinrunde spielte Jan Thielmann auf der rechten Abwehrsseite, hatte bekanntlich seine Probleme und dennoch die Nase vor Rasmus Carstensen vorne, der mittlerweile für Lech Posen spielt. Nun soll Gazibegovic der Stabilisator der Hintermannschaft sein.

Gegen Magdeburg strahlte der 24-Jährige aber erneut nicht die ganz große Sicherheit aus. Der Bosnier wurde erst zur zweiten Hälfte eingewechselt, ließ beim 0:2 nach eigener Ecke seinen Gegenspieler frei davonlaufen. Thielmann stand schon im Pokal gegen Leverkusen in der Startelf. Nun erneut gegen Magdeburg, während der Neuzugang zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. So wirklich in Fahrt kommt Gazibegovic noch nicht. Möglicherweise dauert die Eingewöhnung dann doch ein wenig länger als erhofft. Gegen Düsseldorf wird der Abwehrspieler wohl die nächste Chance bekommen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Struber eine positionsfremde Lösung wie beispielsweise Dejan Ljubicic findet, der in der Nationalmannschaft schon auf der Rechtsverteidigerposition gespielt hat.

Rondic erst mit einigen Kurzeinsätzen

Genauso wichtig war es den FC-Kaderplanern aber auch, für weitere Offensivkraft zu sorgen. Dazu verpflichtete Köln bekanntlich kurz vor Toreschluss noch Imad Rondic. Und das nach harten und langen Verhandlungen. Das Anliegen der Kölner ist alles andere als verwunderlich, denn dem FC fehlt weiterhin die Offensivwucht. Schon in den vergangenen Wochen entwickelten die Kölner wenig Power im letzten Schlussdrittel. Am Freitagabend war die Ernüchterung nach dem bitteren 0:3 gegen den 1. FC Magdeburg dementsprechend auch besonders hoch. Damion Downs und Linton Maina waren gegen Leverkusen und anschließend gegen Schalke Aktivposten, doch die Begegnung in Sachsen-Anhalt kam den beiden schnellen Offensivspielern nicht entgegen. Vielleicht auch, weil der FC nicht die Räume für Konter bekam.

Die Kader-Baustellen sind beim 1. FC Köln noch immer die gleichen

Imad Rondic spielt bislang noch keine große Rolle. Gegen Bayer Leverkusen ließ der Angreifer sein Können bereits aufblitzen, erzielte einen Treffer, stand dabei aber hauchdünn im Abseits. In der Liga kam der Stürmer bislang auf zwei Kurzeinsätze mit insgesamt zwei Torschüssen. Auch der Bosnier befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase – nach zwei Wochen ist das aber auch kein Wunder. Wichtig wäre, dass die Kölner Neuzugänge diese möglichst schnell hinter sich lassen. Denn die Kader-Baustellen sind noch immer die gleichen.

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Magdeburg-Spiel

FC-Leihspieler im Einsatz – So lief das Wochenende für Dietz und Co

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FC-Leihspieler im Einsatz – So lief das Wochenende für Dietz und Co

Ein direktes Duell, eine Niederlage gegen den Verfolger, ein Premierentreffer, ein Debüt, eine Niederlage gegen den Tabellenführer und ein Brüder-Doppelpack. Der Spieltag hätte für die Akteure nicht unterschiedlicher laufen können. So lief das Wochenende für die Leihspieler des 1. FC Köln.

Ausgerechnet Sargis Adamyan schoss mit Jahn Regensburg das Tor zum 1:1 und sorgte damit dafür, dass der HSV nur einen Punkt aus dem Duell mitnahm. Die Auswirkung seines Tores war die weitere Tabellenführung für den FC. Doch nicht bei allen verliehenen Akteuren verlief der Spieltag erfolgreich. So lief das Wochenende für die Leihspieler des 1. FC Köln.

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Mit der Niederlage beim 1. FC Magdeburg (0:3) musste der FC seine zweite Niederlage der Rückrunde einstecken. Da jedoch auch die direkten Verfolger, der Hamburger SV und der 1. FC Kaiserslautern patzten, bleibt das Team von Trainer Gerhard Struber auch nach diesem Spieltag Tabellenführer. Ausgerechnet Leihspieler Sargis Adamyan hatte mit seinem Treffer gegen den HSV einen großen Anteil daran. Der Armenier war an diesem Wochenende genauso treffsicher wie die beiden El Mala-Brüder, die beide ebenfalls einen Treffer erzielten und Viktoria Köln so zum Sieg über Alemannia Aachen führten. Bei den anderen vier Leihspielern war von Niederlagen bis zum ersten Sieg alles mit dabei. 

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Direktes Duell zwischen Dietz und Bakatukanda

Beim Spiel von Blau Weiß Linz gegen den SCR Altach trafen gleich zwei vom FC ausgeliehene Profis aufeinander. Dabei feierten beide eine Premiere. Während Stürmer Dietz in der Startelf der Altacher stand, musste Verteidiger Elias Bakatukanda bei Linz zunächst auf der Bank Platz nehmen. Nach einer eher uninteressanten ersten Halbzeit nahm das Spiel im zweiten Durchgang richtig Fahrt auf. Kurz nach der Pause erzielte Dietz mit seinem Premierentreffer in Österreich das 1:0 für den Tabellenletzten Altach. Für den Angreifer selbst war es das erste Tor seit September 2022. „Der Treffer war für mich sehr wichtig. Als Stürmer willst du immer Tore schießen. Wenn dann das Erste fällt, ist es auch für mich eine wichtige Sache“, so der 26-Jährige nach der Partie bei Sky Austria.

In der 68. Minute konnte Dietz dann einen weiteren Scorerpunkt auf seinem Konto verbuchen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Linzer legte der Stürmer den Ball im Strafraum zu seinem Kollegen Pascal Estrada rüber, der die Kugel zur erneuten Führung im Tor versenkte. Eine Viertelstunde vor dem Ende und kurz nach dem dritten Treffer der Altacher wurde dann Bakatukanda eingewechselt. Für den jungen Innenverteidiger war es der erste Einsatz für seinen neuen Verein Linz, doch auch er konnte an der Niederlage nichts mehr verändern.

Niederlage für Carstensen und Onuoha

Rasmus Carstensen war am Wochenende mit Tabellenführer Lech Posen im Heimspiel gegen den dritten Rakow Tschenstochau gefordert. Nachdem der Rechtsverteidiger im vorherigen Ligaspiel zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, stand der Däne nun über die gesamte Spieldauer auf dem Rasen. In einem spannenden Spiel musste sich der 24-Jährige mit seiner Mannschaft am Ende knapp mit 1:0 geschlagen geben, was für ihn die zweite Pleite im dritten Einsatz für die Polen bedeutete. Ebenfalls eine Niederlage musste Chilohem Onuoha mit dem SC Verl in der dritten Liga hinnehmen. Gegen den Tabellenführer Energie Cottbus hielten die Ostwestfalen lange gut mit, kassierten jedoch in der zweiten Hälfte den entscheidenden Gegentreffer. Onuoha saß zu Beginn der Partie zunächst auf der Bank und kam erst in der 83. Minute auf das Feld. In den wenigen Minuten blieb der Offensivspieler blass und konnte nicht dabei helfen, noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. 



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Magdeburg-Spiel

Ausgerechnet Adamyan! Stürmer verhilft FC zum Verbleib an der Spitze

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Ausgerechnet Adamyan! Stürmer verhilft FC zum Verbleib an der Spitze

Trotz der 0:3-Pleite gegen den 1. FC Magdeburg nimmt das Wochenende noch ein positives Ende. Der 1. FC Köln behauptet auch Dank Sargis Adamyan die Tabellenspitze. Die Kölner Leihgabe traf bei Remis gegen den Hamburger SV.

Glückliches Ende eines durchwachsenen Wochenendes. Der 1. FC Köln behauptet auch Dank Sargis Adamyan die Tabellenspitze nach dem 22. Spieltag der 2. Bundesliga. Die Kölner Leihgabe hatte maßgeblichen Anteil am 1:1-Unentschieden des Jahn gegen den Hamburger SV.

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Bereits nach sechs Minuten war die Kölner Leihgabe für das Tabellenschlusslicht erfolgreich. Eric Hottmann wurde auf der linken Außenbahn mit einem langen Ball geschickt, der Offensivspieler nahm Tempo auf und legte quer auf Adamyan. Der Armenier brauchte aus kurzer Distanz nur einschieben. Der Angreifer erzielte damit bereits sein zweites Saisontor, schon in der vergangenen Woche war der 31-Jährige gegen Fürth erfolgreich. Beim FC kam Adamyan in zweieinhalb Jahren auf insgesamt vier Treffer für die Geißböcke. Mit der Führung im Rücken spielte Regensburg mutig auf, hatte zeitweise mehr vom Spiel und die besseren Möglichkeiten. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde der Tabellenzweite aus Hamburg gefährlicher. Nach dem Wechsel erhöhten die Rothosen den Druck.

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Selke verschießt den ersten Elfer, trifft mit dem zweiten

Und erhielten nach einem Kontak an Jean-Luc Dompé einen Strafstoß. Den vergab Davie Selke. Regensburg versteckte sich auch weiterhin nicht. Gerade Adamyan spulte Kilometer um Kilometer ab. Und Hamburg schwächte sich selbst. Emir Sahiti sah die Ampelkarte. Dennoch kam der HSV zum Ausgleich. Erneut trat Selke zu einem Elfmeter an, dieses Mal traf der Ex-Kölner. Hamburg erhöhte den Druck, fand den Schlüssel nicht mehr – es blieb beim 1:1. Damit bleiben die Rothosen auf dem zweiten Tabellenplatz und der FC behauptet die Spitze – trotz der deutlichen Pleite. Auch, weil der 1. FC Kaiserslautern am Samstag gegen Hannover 96 nicht über ein 0:0 hinauskam. Die Tabelle bleibt damit weiterhin sehr eng zusammen. Zwischen Platz eins und Rang sechs liegen genau drei Zähler.

Am kommenden Sonntag haben die Geißböcke die Chance, dann im Derby den Vorsprung auf Düsseldorf auszubauen. Da der Hamburger SV den 1. FC Kaiserslautern empfängt würden die Geißböcke mit einem Sieg auch Boden auf mindestens einen weiteren direkten Konkurrenten gut machen. Allerdings sollte dann schon eine deutliche Leistungssteigerung drin sein. Das 0:3 gegen Magdeburg war schon sehr ernüchternd.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Defensiv stabiler, vorne harmlos: So steht es um die FC-Frauen vor dem Müngersdorf-Ausflug

Britta Carlson, Frauen-Trainerin des 1. FC Köln
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Defensiv stabiler, vorne harmlos: So steht es um die FC-Frauen vor dem Müngersdorf-Ausflug

Britta Carlson muss weiter auf ihren ersten Torjubel warten beim 1. FC Köln. Carlsons Mannschaft blieb auch im dritten Spiel unter ihrer Führung ohne eigenen Treffer. In Freiburg setzte es in der dritten Partie der neuen Trainerin zudem die erste Niederlage. Fortschritte sind bislang nur teilweise zu erkennen.

Gerade einmal zehn Tore in 15 Spielen – nicht die Ausbeute einer Mannschaft, die sich eigentlich auf höheren Tabellenplätzen sieht. Im kommenden Duell geht es gegen Bayern München. Die Wahrscheinlichkeit, das Punktekonto dann zu erhöhen, ist nicht sonderlich hoch. Denn die FC-Frauen sind seit 277 Minuten ohne Treffer. Britta Carlson muss weiter auf ihren ersten Torjubel warten beim 1. FC Köln.

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Nicole Bender-Rummler gab sich in der Winterpause noch ehrgeizig. Die Leiterin des Frauenfußballs beim 1. FC Köln hatte im Interview immer noch auf die Plätze sechs und sieben für die Abschlusstabelle geschielt. Nach den ersten drei Spielen mit der neuen Trainerin Britta Carlson gerät diese Tabellen-Region jedoch zunehmend außer Reichweite. Mit sieben Punkten sind die FC-Frauen weiter fest auf den zehnten Platz zementiert. Immerhin: Zwei Zähler kamen nach der Winterpause dazu, darunter sogar ein sensationeller gegen den VfL Wolfsburg. Im Rückblick stellt sich jedoch heraus, dass just die Partie gegen die Wölfinnen auch prädestiniert für das Kölner Spiel war: Die FC-Frauen konnten sich aufs Verteidigen fokussieren, was ihnen zugegebenermaßen auch gut gelang.

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Britta Carlson muss weiter auf ihren ersten Torjubel warten beim 1. FC Köln

In den Spielen danach in Essen (0:0) und zuletzt in Freiburg (0:2) wurde aber deutlich, dass auch Carlson keine Wunderdinge mit dieser Mannschaft vollbringen kann. Im Spiel nach vorne ist der FC weiterhin extrem ungefährlich und viel zu ideenlos. Dabei darf auch das Verletzungspech keine Ausrede sein, immerhin ist insbesondere die Offensive des FC weiterhin von den Namen her klangvoll besetzt. Dennoch geht dem Sturm des FC bereits seit Monaten die Gefährlichkeit ab, das war bereits unter Daniel Weber und seiner Interims-Nachfolgerin Jacqueline Dünker der Fall. Gerade einmal zehn Tore in 15 Spielen sind nicht die Ausbeute einer Mannschaft, die sich insgeheim in höheren Tabellen-Regionen sieht.

Die FC-Frauen sind sogar seit 277 Minuten ohne Treffer. Britta Carlson muss weiter auf ihren ersten Torjubel warten beim 1. FC Köln. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass noch 90 weitere Minuten hinzukommen könnten. Denn der nächste Gegner nach der Länderspiel-Pause heißt Bayern München. Das Duell am 9. März (14 Uhr) wird im Rhein-Energie-Stadion ausgetragen, bisher sind mehr als 20.000 Karten für die Partie abgesetzt. Aber bei weitem nicht alles ist schlecht: Die Defensive beim FC hat sich unter Carlson bisher deutlich stabilisiert, trotz der zwei Gegentore zuletzt in Freiburg. Den größeren Anteil hat dabei jedoch Aurora Mikalsen. Die norwegische Nationaltorhüterin entpuppt sich als genau das Puzzlestück, das der Defensive bisher gefehlt hat.

Noch zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung

Carlson wiederum ging mit ihrer Mannschaft nach der Niederlage in Freiburg weniger hart ins Gericht als noch unter der Woche in Essen: „Wir haben es heute leider nicht geschafft, unser eigenes Spiel erfolgreich durchzusetzen. Wir hatten natürlich auch etwas Verletzungspech, das hat man heute gemerkt. Wir haben alles reingelegt, es war spielerisch von uns aber zu wenig. Wir haben uns stabilisiert, aber wir haben auch in drei Spielen kein Tor geschossen. Der SC Freiburg hat heute mit Cora Zicai eine Unterschiedsspielerin gehabt, die bestimmte Momente auch genutzt hat. Das hat uns gefehlt.“ Die Trainerin kündigte zudem an: „Wir werden jetzt konzentriert weiterarbeiten, um die nächsten Schritte zu gehen.“ Carlson hat dafür nun drei Wochen Zeit – ehe sich in Müngersdorf die ganz große Bühne für sie und ihre Mannschaft bietet.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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„Mit ganzer Wut im Bauch“: Sponsel von der Profi-Ersatzbank zum U21-Matchwinner

Meiko Sponsel vom 1. FC Köln
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„Mit ganzer Wut im Bauch“: Sponsel von der Profi-Ersatzbank zum U21-Matchwinner

Ausgerechnet Meiko Sponsel wurde der Matchwinner für die U21 im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück: Der Verteidiger saß am Freitagabend noch 90 Minuten in Magdeburg auf der Bank der Profis. Danach reiste er im Auto schnell zurück in die Domstadt – und sicherte der U21 mit seinem Treffer drei Punkte für den 1. FC Köln: Erst Profi-Ersatzbank dann U21-Matchwinner.

So schnell kann es gehen: Mit der Wut nach der Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg im Bauch, legte Meiko Sponsel dann alles in das Duell gegen den SC Wiedenbrück – und punktete für den 1. FC Köln: Erst Profi-Ersatzbank dann U21-Matchwinner.

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Hinter Meiko Sponsel lagen intensive Stunden: Der 22-Jährige stand am Freitagabend erstmals im Zweitliga-Aufgebot des FC beim Auswärtsspiel in Magdeburg. Der hochgewachsene Außenverteidiger kam bei der 0:3-Pleite jedoch nicht zum Einsatz. Damit war der Weg frei für einen Einsatz am Samstagmittag bei der U21. Möglich machte dies mit Eberhard Trautner, Koordinator für den Torwartbereich des FC: „Er hat mich netterweise abgeholt“, verriet der Matchwinner. Dabei war der Einsatz bei der U21 auch schon „im Vorfeld abgesprochen“, wie Sponsel berichtete. Hinter dem gebürtigen Wiesbadener, der seit 2017 das FC-Trikot trägt und zwischendurch eine Saison nach Essen ausgeliehen war, lagen aufregende Stunden. „Das erste Mal im Kader zu sein, ist natürlich ein Erlebnis. Die Niederlage war natürlich scheiße, aber mit der ganzen Wut im Bauch habe ich dann heute alles in das Spiel reingelegt.“

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„Es freut mich, dass ich so dem Team helfen konnte“

Tatsächlich trat Sponsel immer wieder in Erscheinung – nicht nur beim Tor des Tages. Bemerkenswert: Sponsel lief eigentlich als Linksverteidiger auf, wechselte aber auch immer wieder mit Georg Strauch die Flügel. Der Trainer Evangelos Sbonias erklärte diesbezüglich hinterher: „Das war, weil Meiko die weiten Einwürfe von beiden Seiten gemacht hat und wir nicht wollten, dass Meiko von der anderen Seite wieder rüberläuft. Deshalb war es zwei, drei Mal bei den Einwürfen, dass sie die Seite gewechselt haben.“ Der Verteidiger schmunzelte derweil zu seinem Siegtor: „Das muss auch mal endlich sein. Immer am zweiten Pfosten lauern, heute hat es funktioniert. Es freut mich, dass ich so dem Team helfen konnte.“

Sbonias haderte derweil einmal mehr mit der oftmals zu zaghaften Offensive seines Teams: „Es fehlt der letzte Punch, die letzte Genauigkeit, um vielleicht noch mal ein oder zwei Tore höher zu führen.“ Der Platzverweis für den Kapitän Marco Höger machte die Aufgabe dann nochmals schwieriger: „Wir müssen dann die eine oder andere Situation überstehen, aber es ist nicht so, dass jetzt hier eine Chancenflut war. Wir haben uns in alles reingeworfen, haben alle Zweikämpfe geführt und am Ende ist es dann klar, rettet man sich über das Ziel. Aber wir haben die zwei hundertprozentigen Torchancen.“ Bernie Lennemann bei seinem FC-Debüt sowie insbesondere der frei aufs Tor zulaufende Mansour Ouro-Tagba ließen diese Gelegenheiten jedoch ungenutzt verstreichen.

„Da braucht man dann auch ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl“

„Das sind zwei hundertprozentige Torchancen“, ärgerte sich Sbonias ein wenig, „das waren auch die klarsten in der zweiten Halbzeit und von daher ist es jetzt nicht so, dass es dann am Ende komplett unverdient ist.“ Der Platzverweis von Marco Höger ärgerte den Trainer auch kurz nach dem Abpfiff noch: „Da braucht man dann auch ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl. Ich meine, es ist Marco Höger, das ist kein junger Spieler, der da irgendwie durchdreht und nicht weiß, was er tut.“ Dennoch waren unterm Strich objektiv beide Verwarnungen für ein Ballwegschlagen und ein Foulspiel gerechtfertigt und damit in der Summe auch die gelb-rote Karte.

Sorgen gab es derweil kurz nach dem Spiel noch um Yannick Mausehund, der in der ersten Hälfte verletzt vom Platz musste. „Der ist ungeknickt am Knöchel. Da müssen wir jetzt die Untersuchungen am Montag abwarten“, konnte Sbonias am Samstag noch keine Entwarnung geben. Oliver Schmitt verpasste die Partie gegen Wiedenbrück krankheitsbedingt.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Die nächste Chance vertan – Mehr Tiefen als Höhen bei Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt und Dejan Ljubicic
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Die nächste Chance vertan – Mehr Tiefen als Höhen bei Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt wurde für mehr Kreativität und Spielwitz im Kölner Offensivspiel geholt, viel übrig ist davon allerdings nicht. Die Sorgen werden größer beim Unterschiedsspieler. Luca Waldschmidt kämpft um seine Zukunft beim 1. FC Köln.

Auch nach eineinhalb Jahren beim 1. FC Köln kommt der Mittelfeldstar nicht in Fahrt. Der gebürtige Siegener erhält wenig Spielzeiten, spielte für FC-Trainer Gerhard Struber zuletzt keine Rolle mehr. In Magdeburg konnte Waldschmidt seine Chance erneut nicht nutzen. Zwischen dem eigenen Anspruch und der Realität klafft eine große Lücke. Luca Waldschmidt kämpft um seine Zukunft beim 1. FC Köln. 

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Wenn es derzeit beim 1. FC Köln an der Offensive an etwas mangelt, dann ist es die Kreativität und die Begeisterung, die man zu Saisonbeginn entfacht hatte. Für diese Elemente wurde unter anderem Luca Waldschmidt geholt. Mit großen Versprechungen wurde der Offensivspieler von Christian Keller nach der einjährigen Leihe für diese Saison vom VfL Wolfsburg fest verpflichtet und sollte den Angriff des FC auf ein anderes Niveau heben. Doch die Erwartungen wurden bislang nicht erfüllt: In 18 Spielen der zweiten Bundesliga gelangen dem 28-Jährigen in dieser Saison nur drei Treffer, dazu keine Vorlage. Auch seine Spielzeit ist für die Ansprüche von Waldschmidt zu wenig: Nur neunmal startete der 28-Jährige von Beginn an in dieser Spielzeit, von denen er nur zweimal über 90 Minuten auf dem Platz stand.

Verspielt Waldschmidt seine Zukunft beim FC?

Dabei würde sich, angesichts der nicht allzu großen Alternativen im Offensivbereich der Kölner, die Chance für den Mittelfeldspieler ergeben, sich als Zehner fest zu behaupten. Während des verletzungsbedingten Ausfalls von Florian Kainz zu Saisonbeginn und dem anschließenden Aufbautraining des Österreichers hatte Waldschmidt die Gelegenheit, sich als Stammspieler bei Gerhard Struber als Zehner, als Gestalter zu empfehlen. Waldschmidt nutzte diese Chance nicht, kam häufiger von der Bank und war bei den Einwechslungen kaum an spielentscheidenden Aktionen im Kölner Offensivspiel beteiligt. Doch es lief noch schlimmer: Waldschmidt wurde zuletzt nicht mal mehr als Einwechselspieler in Betracht gezogen, saß gegen Braunschweig und Schalke in der Liga nur auf der Bank, ebenso im DFB-Pokal gegen Leverkusen.

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Der ehemalige Naitonalspieler war somit keine große Option mehr für Struber. Dennoch lässt sich der 28-Jährige nicht hängen, leistete Extraschichten nach dem Training. In den Einheiten selbst zeigte sich Struber von seinem Offensivspieler zufrieden. „Luca zeigt sich im Training gerade sehr positiv. Er geht professionell damit um, dass er aktuell ein Stück weit hinten dran ist“, sagte Struber nach dem Training am Mittwoch. Belohnt wurde Waldschmidt mit seiner Einwechslung gestern Abend in Magdeburg. Aber Impulse blieben bei ihm wie so oft in dieser Saison aus. Dennoch ist Struber von seinem Schützling weiterhin überzeugt. „Luca wird in den nächsten Wochen für uns ein ganz entscheidender Spieler sein“, ergänzte Struber.

Kriegt Waldschmidt nochmal die Kurve?

Um einen neuen Vertrag muss Waldschmidt beim 1. FC Köln zwar erstmal nicht spielen, schließlich läuft sein Engagement noch bis Mitte 2027. Dennoch rennt der gebürtige Siegener seinen eigenen Ansprüchen hinterher, muss um mehr Spielzeit richtig kämpfen. Seine Klasse hat Waldschmidt beim FC seit seiner Leihe immer mal wieder gezeigt. In der vergangenen Winterpause im Testspiel gegen Viktoria Köln spielte sich der 28-jährige Mittelfeldspieler wieder in die Startelf zurück. Doch auch beim Ex-Verein in Hamburg blieb Waldschmidt blass, auffällig war nur seine gelbe Karte bei dem Verhindern eines schnellen Freistoßes des Gegners.

Luca Waldschmidt muss sich steigern, um nochmal die Kurve beim 1. FC Köln zu kriegen. Die Extraschichten im Training und der Zuspruch von Struber könnten den Angreifer wieder in die richtige Bahn lenken. Vielleicht nutzt Waldschmidt dann die Chance, wieder öfter auf dem Platz zu stehen und den Unterschied auszumachen, der ihn auszeichnet.     



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Magdeburg-Spiel

Kommt der Warnschuss zur rechten Zeit? Ein Kommentar zur Niederlage des 1. FC Köln gegen Magdeburg

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Kommt der Warnschuss zur rechten Zeit? Ein Kommentar zur Niederlage des 1. FC Köln gegen Magdeburg

Es war zu erwarten, dass die „dreckigen Spiele“ des FC nicht immer für einen Erfolg in der Liga reichen würden. Nun trafen die Geißböcke auf einen Gegner, der defensiv stabil steht und bei dem ein einzelner Patzer oder der geniale Moment eben nicht zum Sieg verhilft. Die kommenden Wochen werden richtungweisend sein. Ein Kommentar zur 0:3-Niederlage des 1. FC Köln.

FC-Trainer Gerhard Struber fand nach dem Duell gegen Magdeburg deutliche Worte. Der Patzer gegen den FCM kam für den FC vielleicht zum richtigen Moment und könnte ein Weckruf sein, bevor nun weitere schwere Gegner warten. Ein Kommentar zur 0:3-Niederlage des 1. FC Köln

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Klar, im Nachhinein ist man immer etwas schlauer. Und dennoch: Die Pleite des 1. FC Köln beim 1. FC Madeburg kommt sicher nicht völlig unerwartet, hat sich vielleicht sogar ein wenig angedeutet. Sicher nicht in der Höhe, sicher nicht auf diese Art und Weise. Aber, dass der FCM seinen ersten Heimsieg gegen den Spitzenreiter eingefahren hat, ist wiederum alles andere als eine Sensation. Und das liegt eben nicht nur an der Qualität, die die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt dann eben doch auch im eigenen Stadion aufbieten kann. Ohnehin sprachen die Statistiken beim FCM meist eine doch gänzlich andere Sprache als die Ergebnisse. Das Team von Christian Titz mischt nicht umsonst im Konzert der Großen mit und wenn Magdeburg nun auch im eigenen Stadion eine Macht wird, könnte es sogar etwas mit dem Aufstieg werden.

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Absolut verdiente Niederlage

Unterm Strich hat sich gegen den FCM bewahrheitet, dass es mit Minimalisten-Fußball in der Liga dann aber eben doch nicht reicht. Das Motto „Nicht sexy, aber erfolgreich“ geht eben doch nicht in jedem Spiel auf. Tatsächlich war es vielmehr zu erwarten, dass der FC nach Hamburg erneut an die Art Gegner kommen würde, die defensiv so stabil steht, dass es nicht den Schalke-Patzer als Einladung oder diesen einen entscheidenden Moment wie gegen beispielsweise Regensburg geben würde. Abgesehen von den Stocher-Versuchen von Mathias Olesen nach einer guten Viertelstunde sammelten die Kölner schließlich keine großen Chancen, so veränderte sich der xGoals-Wert nach dem Wechsel auch nur noch maginal. Von der Bank kamen auch keine Impulse mehr, die man mit viel wohlwollen als Offensivaktion hätte bezeichnen können.

Und wenn man vorne keine Tore schießt, noch nicht einmal gute Chancen rausspielt, dann kann die brutale Effizienz eines Gegners den Unterschied machen, wenn die eigene Defensive dann doch nicht immer auf der Höhe ist. Die Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg war durchaus verdient – auch, wenn sich die Teams lange auf einer niedrigen Augenhöhe begegnet sind. Für einen Aufstiegskandidaten wäre es zu einfach, die Pleite mit leeren Akkus, dem Fehlen von Eric Martel im speziellen und der dünnen Personaldecke im allgemeinen zu erklären. Wer zu Spielbeginn eine Bank mit einem von transfermarkt.de geschätzten Marktwert von mehr als 15 Millionen Euro aufwartet, der sollte sich anschließend auch nicht beschweren. Haben die Kölner Verantwortlichen auch nicht.

Es kommen noch andere Gegner

Gerhard Struber fand sogar ungewohnt deutliche Töne, kritiserte seine Mannschaft. Eine Art Weckruf. Vielleicht kommt er zum richtigen Zeitpunkt. Die Kölner spielen ja trotz bitterer Pleite noch immer eine große Rolle im Konzert der Aufstiegskandidaten, belegen nach dem 22. Spieltag noch immer einen direkten Aufstiegsplatz. Im Grunde ist nicht wirklich viel passiert. Ein Warnschuss, mehr nicht. Doch bei allen möglichen Charaktertests, die die Kölner in den vergangenen Wochen kolportiert bestanden haben. Bei allen personellen und taktischen Umstellungen, allen möglichen Wendepunkten, findet sich vielleicht ein wenig Platz für einen kleinen Gedankengang: In der Hinrunde sammelten die Geißböcke in den Begegnungen bis Magdeburg sieben Punkte ein, es folgten sechs Spiele mit fünf Punkten, 15 Gegentoren und in der Folge die erste Krise seit dem Abstieg.

Weitestgehend gegen Mannschaften, die in der Offensive mehr Effizienz aufbieten, als so mancher anderer Gegner. Mannschaften, bei denen ein einziger Treffer vielleicht nicht reicht. Die aktuelle Position in der Tabelle gibt dem FC weiterhin recht, man sollte nicht alles verteufeln, schwarz malen. Es ist nicht mehr als ein Gedankenspiel. Am Ende ist man ohnehin im Nachhinein immer schlauer.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Magdeburrg-Spiel

FC-Fans mit Feuerwerkskörpern angegriffen! Ausschreitungen nach Magdeburg-Spiel

Während des Spiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Köln
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FC-Fans mit Feuerwerkskörpern angegriffen! Ausschreitungen nach Magdeburg-Spiel

Nach dem Auswärtsspiel der Geißböcke in Magdeburg ist es zu Ausschreitungen auf einem Parkplatz am Stadion gekommen. Das berichten mehrere Augenzeugen. Offenbar wurden Fans des 1. FC Köln nach Magdeburg-Spiel angegriffen.

Unschöne Bilder nach der 0:3-Pleite der Geißböcke in Magdeburg: Offenbar wurden Fans des 1. FC Köln nach Magdeburg-Spiel angegriffen und verletzt. Das berichten mehrere Augenzeugen gegenüber come-on-fc.com. In den Sozialen Medien gibt es dazu auch einige Videos. Die Polizei Magdeburg hat sich bislang nicht geäußert.

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Die Enttäuschung der FC-Profis und Fans war nach der 0:3-Pleite in Magdeburg erwartungsgemäß groß. Zu unschönen Szenen kam es nach der Begegnung offenbar auf dem Gästeparkplatz der Avnet-Arena. Auf Videos in der Sozialen Medien sind Feuerwerkskörper zu sehen, die auf den Parkplatz geschossen werden. Das bestätigen gleich mehrere Augenzeugen auch come-on-fc.com. Demnach sollen rund 100 Vermummte die Kölner Fans mit Pyrotechnik beschossen haben. Offenbar haben sich FCM-Anhänger unbefugt Zutritt zum Gäste-Parkplatz verschafft, anscheinend über den Zaun. Zeugen berichten, dass auch ein Tor geöffnet wurde. Die Polizei bestätigt gegenüber come-on-fc.com einen „Vorfall“, konnte die Vorkommnisse aber noch nicht genauer erläutern.

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Leichte Verletzte nach Ausschreitungen

Der Angriff steht aber außer Frage. In der Folge stellten sich FC-Fans den Vermummten entgegen und es soll zu einer Massenschlägerei gekommen sein, bei denen mehrere Fans leicht verletzt wurden. Schließlich griff die Polizei ein und trennte die Gruppen. Laut Augenzeugen sei die Polizei zunächst aber lange nicht präsent gewesen, habe erst spät eingegriffen. Auch Autos wurden bei dem Angriff beschädigt. Bereits während der ersten und zum Anpfiff der zweiten Halbzeit wurde Pyro im Stadion gezündet. Zwischenzeitlich musste das Spiel unterbrochen werden. Für die Vergehen im Stadion wird auch der 1. FC Magdeburg ordentlich zur Kasse gebeten werden. Knapp 3000 FC-Fans hatten die Reise nach Magdeburg angetreten.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Magdeburrg-Spiel

Chance vertan? Max Finkgräfe wenige Einsätze, viel zu oft der Unglücksrabe

Max Finkgräfe im Trikot des 1. FC Köln.
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Chance vertan? Max Finkgräfe wenige Einsätze, viel zu oft der Unglücksrabe

Der Youngster der Kölner bekam gegen Magdeburg erneut eine Chance. Und das früher als gedacht. Denn nach dem Aus von Leart Pacarada nach bereits einer halben Stunde sprang der 20-Jährige ein für den 1. FC Köln: Seine Chance hat Max Finkgräfe nicht wirklich genutzt.

Die alleinige Schuld hat der Abwehrspieler sicherlich nicht an den zwei der drei Toren am Freitagabend gegen Magdeburg. Beteiligt war der Youngster aber allemal. Und so war es für das Talent erneut ein schwarzer Abend beim 1. FC Köln: Seine Chance hat Max Finkgräfe nicht wirklich genutzt.

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Es deutete nicht wirklich viel daraufhin, dass Max Finkgräfe viel Einsatzzeit gegen den 1. FC Magdeburg bekommen würde. Der Linksverteidiger saß auf der Bank, einmal mehr. Erst zwei Mal stand Finkgräfe in dieser Spielzeit in der Liga in der Startelf, vier weitere Male wurde er eingewechselt. Und gegen den FCM dann auch ein fünftes Mal und das früher als gedacht. Denn Leart Pacarada hatte sich schon in der ersten Halbzeit auswechseln lassen. Gerhard Struber sprach davon, dass die Verletzung des Routiniers nicht ganz so schlimm sei, man aber die „Bilder“, also die Bildgebung weiterer Untersuchungen, noch abwarten müsse. So kam Finkgräfe nach einer guten halben Stunde und bekam die Chance, den ohnehin als eng ausgemachten Zweikampf mit Pacarada noch ein wenig anzuheizen.

Finkgräfe ab und an einafch überfordert

So eng der Zweikampf dann wohl auch sein mag, so wirkliche Ausrufezeichen hat der Youngster bei seiner wenigen Einsatzzeit noch nicht setzen können. Im Gegenteil: Nach seiner Verletzung im Sommer feierte der U20-Nationalspieler gegen Ulm sein Comeback – eine missglückte Rückkehr. Finkgräfe musste auf der rechten Seite ran, war heillos überfordert und wurde aufgrund der drohenden Ampelkarte schon zur Halbzeit wieder ausgewechselt. Auch, wenn Struber seinen Schützling immer wieder lobte, ihn in die Nähe der Startformation sprach, ist die Wahrheit eigentlich eine andere. Finkgräfe spielt nicht die allergrößte Rolle in den Planungen des Österreichers. Seine etwas mystische Aussage, er sähe Finkgräfe auf einer Position, auf der man den „jungen Burschen“ noch nie gesehen habe, verpuffte, da der Youngster gar nicht spielte.

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Ein kompliziertes Unterfangen für einen Spieler, der in der vergangenen Saison noch der Shootingstar war und nun nur noch selten ein Bein auf die Erde im Stadion bekommt. Immerhin durfte Finkgräfe im Januar gegen den Hamburger SV wieder von Beginn an ran, stempelte im Strafraum Marco Richter und verursachte den Strafstoß, der wiederum die Niederlage der Kölner bedeutete. Struber erklärte damals „nicht nachtragend“ sein zu wollen und ließ den Youngster doch wieder zwei Spiele auf der Bank. Nun bekam der gebürtige Mönchengladbacher also die nächste Chance und der 20-Jährige hat auch diese nicht wirklich genutzt.

An zwei Toren beteiligt

Schon wenige Minuten nach der Einwechslung fiel der Youngster durch etwas überhastete Hereingaben auf. Als sich die Begegnung aber weitestgehend in der neutralen Zone abspielte, da griff Finkgräfe gegen den agilen Livan Burcu zu, holte den Offensivspieler von den Beinen, sah Gelb und verursachte vor allem einen unnötigen Freisoßt aus dem Halbfeld. Der reichte dem FCM zur Führung. „Wir haben heute in dem Moment ein Schläfchen gehabt“, sagte Struber. „Wir haben in dem Moment unsere Duell-Fähigkeit nicht unter Beweis gestellt und dann haben wir uns ein weiteres Mal sehr billig wegkontern lassen.“ Das eben beim 0:2. Und wieder war Finkgräfe mitten drin in der Verlosung. Der Linksverteidiger hob zunächst das Abseits auf und fälschte dann die Kugel dem Torschützen Mo El Hankouri unglücklich vor die Füße.

Natürlich traf den Abwehrmann an beiden Gegentoren keine alleinige Schuld. Die ganze Kölner Defensive bröckelte. Doch Finkgräfe erwischte einmal mehr einen ganz schwarzen Tag. Und so stellt sich einmal mehr die Frage, ob es überhaupt ein konkretes Interesse an dem Abwehrspieler gibt. Im Winter soll sich der VfB Stuttgart um Finkgräfe bemüht haben. Aktuell sind die Leistungen nun aber nicht sonderlich stark und auch nicht konstant genug, um sich wirklich in den Fokus der Bundesliga zu spielen.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Und plötzlich bröckelt das Prunkstück des 1. FC Köln

Schwwache Vorstellung der Abwehr des 1. FC Köln
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Und plötzlich bröckelt das Prunkstück des 1. FC Köln

Nicht alleine die personellen Ausfälle bei den Kölnern waren am Freitagabend eklatant zu spüren. Laut FC-Trainer Gerhard Struber fehlten auch der Wille und die Gier. Die Mannschaft wirkte müde. Und so kam der FC gegen die starke Magdeburger Offensive unter die Räder: Beim 1. FC Köln schwächelt auch die Defensive.

FC-Trainer Gerhard Struber musste auf gleich mehrere Stammspieler verzichten. Gerade die Abwehr wollte am Freitagabend nicht so richtig in Schwung kommen: Beim 1. FC Köln schwächelt auch die Defensive.

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Die Enttäuschung konnte Gerhard Struber nach der doch deutlichen Pleite beim 1. FC Magdeburg nicht verbergen. „Mir hat der letzte Wille, dieser Hunger, diese Gier gefehlt, das Spiel für uns in eine Richtung zu bewegen. Das ist das, was uns am Ende jetzt etwas frustriert und enttäuscht“, sagte der Kölner Coach bei „Sky“. Sicherlich auch frustriert, weil die Kölner die große Chance hatten, den kleinen Puffer zu den Nicht-Aufstiegsplätzen zumindest ein wenig auszubauen. Nun aber sind die Geißböcke mit dafür verantwortlich, dass die Liga auch weiterhin eine besonders schwache bleibt. Und so ein wenig hatte die Pleite vielleicht auch in der Luft gelegen. Viel war über die Heimschwäche der Mannschaft von Christian Titz gesprochen und geschrieben worden und irgendwie wollte es ein wenig passen, dass die Magdeburger ausgerechnet gegen den Spitzenreiter zuschlagen würden.

Akkus der Kölner leer

Die Sorge vor einer Niederlage gegen den FCM hatte vielleicht vielschichtige Gründe. Sicher nicht, dass die Bilanz in Magdeburg bislang eine sehr bescheidene, wenn auch eine mit wenigen Fallzahlen war. Vielmehr hatte der FC die Reise nach Sachsen-Anhalt doch personell extrem angeschlagen angetreten. Vor allem der Ausfall von Eric Martel war vor der Begegnung natürlich ein großes Thema. Nach der Pleite wollte Struber dem Ausfall nicht zu viel Bedeutung schenken. „In den ersten 20 Minuten sind wir sehr ordentlich rein gekommen, da waren wir auch gut in Schwung und hatten richtig Zugriff auf das Spiel. Dann haben wir nachgelassen im Verlauf der Spielzeit. Das darf uns nicht passieren. Das hat nichts mit Eric Martel zu tun“, sagte der Coach dann doch sehr entschieden.

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Tatsächlich kamen die Kölner mit mehr Schwung auf den Platz, hatten auch die ersten Möglichkeiten, verloren dann den Zugriff, um ihn kurz vor der Halbzeit wiederzufinden. Nach dem Wechsel passierte lange nichts. Zumindest nicht in den Schlussdritteln. Und eigentlich deutete viel auf ein torloses Remis hin. Eigentlich. Denn dann ließ sich der eingewechselte Max Finkgräfe zu einem unnötigen Foulspiel hinreißen. Baris Atik schlug eine starke Flanke in die Box, in der Daniel Heber lauerte und erstaunlicherweise das Kopfball-Duell gegen den doch deutlich größeren Damion Downs für sich entschied. Struber sprach später davon, dass seine Mannschaft dabei die „Duell-Fähigkeit“ nicht unter Beweis gestellt habe und von einem „Schläfchen“. In der Tat wirkten die Kölner müde, erschöpft von den intensiven Spielen der vergangenen Wochen.

„Wir sind kritisch mit uns selber“

Vielleicht war auch deswegen nach dem Gegentor nicht mehr viel im Tank. Doch die fehlende Spritzigkeit kann eben nicht für alle Spieler gelten. Vor allem nicht für die Einwechselspieler, wie Luca Waldschmidt. Der ehemalige Nationalspieler sollte die Offensive der Geißböcke beleben, doch wenn überhaupt blieb es bei dem Versuch. Ohnehin wollten die Kölner die Intensität der vergangenen Tage nicht als Ausrede gelten lassen. „Natürlich war es intensiv, natürlich war es eine harte Woche letzte Woche, wir haben aber trotzdem vier Tage Zeit, um uns zu regenerieren“, sagte Marvin Schwäbe.

Struber stellte nach dem Gegentreffer zudem um, wechselte von der Dreier- auf die Viererkette und erhoffte sich mehr Power im Angriff, bekam aber Auflösungserscheinungen in der Abwehr. „Es hat Momente gegeben, wo wir einfach nicht sauber und souverän in der Box verteidigen und das Ding weg klären“, sagte Struber und sprach den zweiten Gegentreffer an. Der dritte fiel nach einem Konter und einem doch erstaunlich schwach verteidigten Ball von Timo Hübers. „Wir sind kritisch mit uns selber und haben schon einen gewissen Anspruch, wie wir liefern wollen“, sagte Struber. Dem Anspruch wurde der FC aber am Freitag keinesfalls gerecht.

„Schnell den Haken setzen“

Im Gegenteil, die Kölner kamen gegen die erwartet starke Offensive der Magdeburger phasenweise unter die Räder. Dabei war der Vorwärtsdrang des Gegners durchaus bekannt. Schon alleine statistisch ist die einfach nicht von der Hand zu weisen. Mit dem 3:0-Erfolg kommt der FCM nun auf 47 Tore und damit auf genauso viele wie der HSV auf dem Konto hat – kein anderes Team ist gefährlicher. Allerdings konnten sich die Geißböcke in den vergangenen Wochen auf die eigene, eine stabile Abwehr verlassen. Fünf Gegentore in elf Ligaspielen sprachen ebenfalls eine eindeutige Sprache. Nun sind es acht in zwölf und das auch aufgrund der Effizienz, die Magdeburg begleitet. Im Schnitt ist jeder siebte Versuch ein Tor, beim FC ist es jeder elfte.

Beim 1. FC Köln schwächelt die Defensive

In der Schlussphase der zweiten Halbzeit hatte die Kölner Hintermannschaft jedenfalls viel von der Abwehr, die in der Hinrunde in den sechs Spielen von Magdeburg bis Paderborn ganze 15 Gegentore kassierten. Soweit soll es nun natürlich nicht kommen. „Wir werden aber auch ganz schnell dann wieder den Haken setzen und flott drauf losgehen in diese lange Trainingswoche und versuchen, es nächstes Mal über die gesamte Spielzeit auf einem viel besseren Level hinzubekommen“, sagte Struber. Das wird gegen Düsseldorf auch nötig sein.



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