Zu viele Gegentore, René Wagner muss etwas verändern – Ist Joel Schmied ein Kandidat für die Derby-Startelf?

Joel Schmied im Training des 1. FC Köln
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Zu viele Gegentore, René Wagner muss etwas verändern – Ist Joel Schmied ein Kandidat für die Derby-Startelf?

Eine Minute Bundesliga, so sieht der aktuelle Leistungsnachweis von Joël Schmied in dieser Saison aus. Dabei durfte sich der Schweizer nach dem Abgang von Cenk Özkacar und dem anhaltenden Ausfall von Timo Hübers durchaus Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht haben. Stattdessen setzte René Wagner auf Jahmai Simpson-Pusey und Neuzugang Luka Lochoshvili. Doch nach neun Gegentoren in vier Spielen und mehreren individuellen Fehlern der beiden könnte ausgerechnet im Derby Schmieds Stunde schlagen.

Im Trainingslager im Sommer zeigte sich Joel Schmied immer wieder im Training, ging voran, übernahm Verantwortung auf dem Platz und stand neben Luka Lochoshvili in den Trainingspielchen in der Innenverteidigung. Viel deutete auf mehr Einsatzzeit hin, nur ist die auch zu Beginn dieser Saison überschaubar.

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Aktuell muss Schmied darum kämpfen, überhaupt in René Wagners Startelf zu stehen. Im Winter 2024 war es der FC, der um Schmied gekämpft hat. Die Kölner Verantwortlichen wollten den Kapitän des FC Sion unbedingt als einen der ersten Neuzugänge nach der Transfersperre verpflichten. Einfach so ziehen lassen wollte ihn Sion-Präsident Christian Constantin allerdings nicht. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Tage. Constantin forderte zunächst mindestens drei Millionen Euro Ablöse, Christian Keller wollte diese Summe nicht zahlen. Am Ende einigten sich die beiden Vereine offenbar auf rund zweieinhalb Millionen Euro. Auch Schmied selbst machte schnell deutlich, was er sich von seinem Wechsel erhoffte. Beim FC unterschrieb er einen Vertrag bis 2029 und sprach von seinem nächsten Karriereschritt.

Verletzungen bremsen Schmied immer wieder aus

Nach dem Aufstieg wurde Schmied zu einer festen Größe in Kwasnioks Dreierkette. Nach Timo Hübers schwerer Verletzung übernahm er sogar noch mehr Verantwortung und rückte zeitweise zum Abwehrchef auf. Doch ausgerechnet in dieser Phase erwischte es auch den Schweizer. Eine Oberschenkelverletzung setzte ihn mehrere Wochen außer Gefecht. Sein Comeback währte nur kurz. Nachdem er Anfang Februar wieder in den Kader zurückgekehrt war, musste Schmied wegen einer erneuten Muskelverletzung wieder pausieren. Immerhin kam er im Saisonendspurt noch zu einigen Minuten unter Kwasnioks Nachfolger Wagner. In der Sommervorbereitung wollte er dann wieder voll angreifen.

Wird Joël Schmied zum Profiteur in der FC-Abwehr?

In der Sommervorbereitung machte der ehemalige Schweizer Juniorennationalspieler einen guten Eindruck. Trotzdem zeichnete sich immer mehr ab, dass Wagner in der Innenverteidigung auf Simpson-Pusey und Lochoshvili setzen wird. Für Schmied blieb zum Saisonstart nur die Rolle des Herausforderers. Allerdings konnten die beiden gesetzten Innenverteidiger in den ersten Spielen nicht vollends überzeugen, dazu führten individuelle Fehler zu Gegentoren. Saisonübergreifend wartet der FC unter Wagner als Cheftrainer sogar noch gänzlich auf das erste Spiel ohne Gegentor. Nach dem bisherigen Saisonstart dürfte der FC-Coach also zumindest darüber nachdenken, ob er an seiner bisherigen Besetzung festhalten will. Gerade vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach steht Wagner unter Druck. Eine Niederlage dürfte die Diskussionen um seinen Namen vollends entfachen.

Ein möglicher Nutznießer könnte eben Schmied sein. Der Schweizer hat sich in dieser Saison bislang nichts zu Schulden kommen lassen. Von Unzufriedenheit über seine Situation ist nach außen zumindest auch nichts zu hören. Stattdessen wartet er geduldig auf seine Chance. Ob er diese ausgerechnet im Derby bekommt, wird sich am 11. Oktober zeigen. Für Schmied könnte es der Moment sein, auf den er nach einer turbulenten Zeit beim FC lange gewartet hat.

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Said El Mala in der Endauswahl: FC-Youngster darf vom Golden Boy träumen und trainiert wieder – Wagner testet U19-Stürmer

Said El Mala und Mikey Moore wieder im Training
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Said El Mala in der Endauswahl: FC-Youngster darf vom Golden Boy träumen und trainiert wieder – Wagner testet U19-Stürmer

Zwischen Geißbockheim und internationaler Auszeichnung: Said El Malas Karriere geht weiter steil nach oben. Nach seiner starken Premierensaison beim 1. FC Köln und dem kürzlichen Debüt bei der deutschen Nationalmannschaft hat der 20-Jährige es nun in die Endauswahl für den Golden-Boy-Award geschafft.

Der Trainingsplatz füllt sich am Geißbockheim. Bei der Einheit am Dienstagvormittag gab es bereits die nächsten Rückkehrer: Said El Mala und Mikey Moore waren wieder mit dabei. Genauso wie ein weiteres neues Gesicht: U19-Angreifer Kevin Ekweribe darf sich ebenfalls zeigen. El Moore kehrten mit viel Selbstvertrauen von der Länderspielreise zurück, einer hat sogar eine Auszeichnung im Blick. Said El Mala hat es in die Endauswahl für den Golden-Boy-Award geschafft und gehört damit zu den letzten verbliebenen 25 Talenten auf der Liste.

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Seit 2003 vergibt die italienische Zeitung „Tuttosport“, in diesem Jahr gemeinsam mit transfermarkt.de, eine Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler Europas. Die Talente müssen ab 2006 geboren sein und im Bewertungszeitraum in einer der europäischen Top-Ligen aktiv sein.

Said El Mala unter den letzten 25 beim Golden Boy 2026

Nach einer starken Premierensaison mit 13 Toren und fünf Assists wurde El Mala im Kalenderjahr 2026 für den Award nominiert. Eine Jury aus Sportjournalisten verschiedener Länder konnte für die U21-Talente abstimmen. In der ersten Runde im Mai konnten auch noch Fans an der Abstimmung teilnehmen. Jeden Monat wurden dann die Letztplatzierten gestrichen. Bei einer Gala Anfang Dezember wird der glückliche Gewinner bekannt gegeben.

Es handelt sich nicht um einen offiziellen Titel, aber um eine renommierte Auszeichnung. Erstmals konnten es monatlich auch neue Spieler in die Liste schaffen. Das finale Wort am Ende der Wahl hat dann die Jury. Neben El Mala sind mit Lennart Karl und Finn Jeltsch noch zwei weitere deutsche Youngsters in der Endauswahl vertreten. Aus der Bundesliga kommen noch Konstantinos Kartestas und Joane Gadou vom BVB hinzu. Mikey Moore war auch in den vorherigen Listen vertreten, schaffte es aber nicht in die 25.

El Malas Leistungen hatten in der vergangenen Saison für Furore gesorgt und das Interesse von zahlreichen Top-Klubs im Sommer geweckt. Der 20-Jährige war in Deutschland in der Sommer-Transferperiode zwischenzeitlich das Gesprächsthema Nummer eins. Letztlich entschied er sich jedoch für einen Verbleib am Geißbockheim und feierte zuletzt sein Debüt bei der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klopp.

Podolski schaffte es 2005 unter die besten drei

2024 war mit Max Finkgräfe letztmals ein FC-Profi für den Award nominiert. Die Kölner Fans stimmten zu Beginn fleißig ab für den Außenverteidiger, der die erste Runde mit 50 Prozent aller Stimmen zunächst gewann. Doch dann flog er aus der Wertung, als der FC in die 2. Bundesliga abstieg. Denn an der Wahl dürfen nur Spieler der ersten Liga teilnehmen. Der bislang einzige FC-Spieler, der es unter die besten drei schaffte, war Lukas Podolski. Das Kölner Eigengewächs belegt 2005 den dritten Platz hinter Wayne Rooney und Lionel Messi.

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Jaka Potocnik erneut ausgebremst: Wie geht es für den FC-Stürmer weiter? „Wir wollen nichts riskieren“

Jaka Potocnik sammelt Einsatzzeit
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Jaka Potocnik erneut ausgebremst: Wie geht es für den FC-Stürmer weiter? „Wir wollen nichts riskieren“

Es war kein gutes Wochenende für die Stürmer des 1. FC Köln. Neben den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache verpasste auch Leihspieler Jaka Cuber Potocnik das Testspiel von Rot-Weiß Essen. Der 21-Jährige wird aktuell von einer Muskelverletzung ausgebremst und reiste deswegen auch nicht zur U21-Nationalmannschaft von Slowenien. Sein Trainer Uwe Koschinat ist jedoch zuversichtlich, dass der Angreifer bald wieder einsteigen kann.

Die bisherige Saison lief für Jaka Cuber Potocnik mit Sicherheit noch nicht wie erhofft. Nach acht Einsätzen in der 3. Liga und im DFB-Pokal wartet der Mittelstürmer noch vergeblich auf seine erste Torbeteiligung. Während der Länderspielpause wurde er zudem aus dem Teamtraining genommen. Der Slowene wird von muskulären Problemen geplagt. Was könnte die aktuelle Situation für Potocniks Zukunft bei RWE und beim 1. FC Köln bedeuten?

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2022 verpflichtete der FC Potocnik von Olimpija Ljubljana als vielversprechenden Stürmer für die Zukunft. Im Nachwuchs der Geißböcke schlug er sofort ein und erzielte einige wichtige Tore. Für den Profikader spielte er dennoch lange keine Rolle. Nach mehreren Kadernominierungen ohne Einsatz feierte das Talent schließlich am 29. September 2024 im Heimspiel gegen den Karlsruher SC sein Debüt. Bis heute sein einziges Spiel für die Profis des FC. Stattdessen folgte im anschließenden Sommer eine Leihe nach Essen, wo er mit RWE den Aufstieg in die 2. Bundesliga nur knapp verpasste. An der Hafenstraße sammelte Potocnik Erfahrungen und Spielzeit, weshalb seine Leihe in diesem Sommer noch einmal verlängert wurde.

Jaka Cuber Potocnik wartet bei RWE auf den Durchbruch

Nach einer erfolgreichen ersten Saison im Ruhrgebiet geriet die Entwicklung des Perspektivspielers zuletzt ins Stocken. Potocnik hat keinen sicheren Stammplatz und wartet noch immer auf seine erste Torbeteiligung in dieser Spielzeit. Lediglich im Niederrheinpokal war der Angreifer bisher erfolgreich. Der verletzungsbedingte Ausfall kommt in dieser Lage denkbar ungelegen. Laut Trainer Uwe Koschinat könnte Potocnik am Ende der Woche wieder ins Training einsteigen, für das Auswärtsspiel in Münster am Freitagabend dürfte es daher eng werden.

Wie geht es für Jaka Cuber Potocnik beim 1. FC Köln weiter?

Schwächere Phasen sind in der Entwicklung eines jungen Spielers ganz normal. In Köln fällt Potocnik aktuell wohl noch in die von Thomas Kessler angesprochene Kategorie: Zu gut für die Regionalliga, noch zu schwach für die Bundesliga. Wie die langfristige Planung in Köln mit dem Stürmer aussieht, ist unklar. Mit Youssoupha Niang und Fynn Schenten sammeln zwei weitere junge Angreifer aktuell Spielzeit bei Leihclubs, die in der vergangenen Saison schon in der Bundesliga zum Einsatz kamen. Ob das Leihkonzept der Geißböcke aufgeht, wer am Ende zum FC zurückkehrt und wie die Perspektive von Potocnik aussieh,t wird sich wohl erst im Saisonverlauf zeigen.

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Sieben von acht Toren nach der Pause: Dieses Problem hat der 1. FC Köln

Said El Mala überzeugte nicht gänzlich im Spiel gegen Würzburg
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Sieben von acht Toren nach der Pause: Dieses Problem hat der 1. FC Köln

Die ersten fünf Pflichtspiele der Saison 2026/27 sind gespielt – und für den 1. FC Köln verlief der Start in die neue Spielzeit eher durchwachsen. Im Pokal zog die Mannschaft von René Wagner in die zweite Runde ein, in der Bundesliga folgten auf den Auftaktsieg gegen Hoffenheim drei schwächere Partien. Gegen Stuttgart und den HSV verloren die Geißböcke, gegen Bremen reichte es immerhin für einen Punktgewinn. Unabhängig vom Ausgang der Spiele fällt jedoch folgendes auf: Der FC erzielte sieben seiner acht Tore in der zweiten Halbzeit.

Die Offensive des 1. FC Köln hat sich im Sommer verändert. Mit Mikey Moore und Thijs Dallinga sind gleich zwei Neuzugänge direkt zu Stammspielern aufgestiegen. Nun fällt der Niederländer monatelang aus. Unabhängig des Personals zeigt sich im Angriff ein auffälliges Muster. Sieben der acht bisher erzielten Treffer schoss der FC im zweiten Durchgang. Schläft der Angriff in der Anfangsphase, liegt es an der Qualität der Einwechselspieler oder handelt es sich bei dieser Statistik um reinen Zufall?

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Fußball ist ein Ergebnissport. Wie dieses Ergebnis zu Stande kommt, ist erst einmal zweitrangig. Beim 1. FC Köln ließen die Erfolgserlebnisse in den bisherigen Partien meist bis in den zweiten Durchgang auf sich warten. In vier von fünf Spielen lagen die Geißböcke zur Pause zurück und nur ein einziger eigener Treffer wurde vor dem Halbzeitpfiff erzielt. Zwar hat die Wagner-Truppe gegen Würzburg und Hoffenheim ihre Comeback-Qualitäten schon unter Beweis gestellt, dennoch wäre es hilfreich, wenn es nicht jede Woche auf diese ankommen würde.

Warum der 1. FC Köln vor der Pause kaum Tore erzielt

Einzig im Heimspiel gegen Werder Bremen traf der FC vor der Pause. Wenige Minuten vorher war Dallinga bereits per Elfmeter am Bremer Torhüter gescheitert. In der zweiten Halbzeit sieht die Bilanz zwar besser aus, bei den Auswärtsspielen in Stuttgart und Hamburg war es allerdings jeweils schon zu spät für eine Aufholjagd. Es scheint teilweise, als bräuchte die Kölner Offensive Zeit, um zunächst einmal zu erwachen. Diese Startschwierigkeiten kann man sich in der Bundesliga allerdings nicht erlauben. Trotz vereinzelter Torannäherungen kommt es kaum zu tatsächlichen Abschlusschancen. Falls doch, blieben diese ungenutzt.

Umso seltsamer, da die Mannschaft in der zweiten Halbzeit bereits angedeutet hat, dass sie zu mehr in der Lage ist. In Stuttgart hatten die Kölner nach der Pause ihre beste Phase und kamen zwischenzeitlich nochmal ran, gegen Hoffenheim drehten die Geißböcke die Partie und selbst in Hamburg sah der zweite Durchgang besser aus. Neben der Standardschwäche ist auch die fehlende Fähigkeit, eine Partie früh an sich zu reißen eine der zentralsten Baustellen am Geißbockheim.

Warum die Einwechselspieler die FC-Offensive beleben

Es ist aber mehr als wahrscheinlich, dass die starken Phasen im zweiten Durchgang aber gar nicht daran liegen, dass die Spieler aus ihrem Schlaf der Anfangsphase erwacht sind, sondern an der Qualitätssteigerung durch die eingewechselten Spieler oder eine taktische Umstellung mit ihnen. In Stuttgart brachten die kurz zuvor verpflichteten Mikey Moore und Ellyes Skhiri neuen Schwung ins Spiel, gegen Würzburg und Hoffenheim hatte Linton Maina nach seiner Einwechslung entscheidenden Anteil an den Toren und in Hamburg verkürzte der eingewechselte Ragnar Ache kurz vor Abpfiff noch einmal.

Aufgrund diverser Ausfälle und Transferbewegungen musste Wagner seinen Kader in den ersten Wochen immer wieder anpassen. Dadurch mussten Leistungsträger wie Ache, Skhiri oder Said El Mala teilweise zunächst auf der Bank Platz nehmen, wodurch die Qualität auf dem Platz noch einmal gesteigert werden konnte. Obwohl diese Spieler in den nächsten Wochen klare Startelfkandidaten sind, hat Wagner dennoch spannende Optionen auf der Bank. Sei es Rückkehrer Luca Waldschmidt, Kämpfer Jan Thielmann oder den flankenstarken Borna Sosa. Wenn die Kölner ihre Karten clever ausspielen, kann die Qualität, späte Tore zu erzielen noch wichtig werden. Ein paar Treffer vor der Pause würden dem FC dennoch guttun. Nur ohne die beiden Mittelstürmer wird das Unterfangen nicht leichter.

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So lockte René Wagner Mikey Moore zum und behielt Said El Mala beim 1. FC Köln

Said El Mala, Mikey Moore und René Wagner
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So lockte René Wagner Mikey Moore zum und behielt Said El Mala beim 1. FC Köln

Auch bei ihren Nationalmannschaften sorgten Said El Mala und Mikey Moore für Schlagzeilen. Der eine ist nun der 44. Nationalspieler des 1. FC Köln, der andere führte die U20 Englands als Kapitän und Torschütze zu drei Erfolgen und dem Turniersieg. Dass die beiden Ausnahmetalente aber auch beim 1. FC Köln spielen, ist unter anderem René Wagner zu verdanken.

Dass FC-Trainer René Wagner einen besonderen Draht zu seinen Spielern hat, betonen die Kölner Profis immer wieder. Der Coach legt besonderen Wert auf eine gute, transparente Kommunikation. Und damit scheint Wagner auch seinen Einfluss auf zwei Toptalente genommen zu haben.

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Der 44. Kölner Spieler, der das Nationaltrikot trägt, der 999. Debütant der DFB-Auswahl. Said El Mala hat am vergangenen Donnerstagabend ein kleines Stück deutsche Fußballgeschichte und vielleicht ein etwas größeres FC-Historie geschrieben. Dementsprechend stolz ist man dieser Tage wohl auch am Geißbockheim. Dass El Mala sein Debüt unter Jürgen Klopp feiern würde, war wohl nur eine Frage der Zeit und insofern klar. Dass er das aber als Spieler des 1. FC Köln tun würde, schien im Sommer mindestens offen. Nun ist El Mala weiterhin Spieler der Geißböcke und sorgt beim FC ordentlich für Furore. Mit dem Debüt in der Nationalmannschaft ist der Youngster den nächsten Schritt gegangen. Und weitere sollen folgen. Denn schon in der vergangenen Transferphase gab es viele nationale und internationale Interessenten. „Said ist ein junger Spieler mit einer brutalen Qualität“, sagte René Wagner nun gegenüber come-on-fc.com. „Er ist aber auch ein junger Spieler, der noch ganz viel lernen muss.“

„Deshalb fühlt er sich hier wohl“

Aktuell lernt der Spieler ein wenig den Ernst des Fußballerlebens kennen. Denn mittlerweile haben sich viele Kontrahenten auf die Qualitäten des Shootingstars eingestellt. „Es ist sehr schwer für jemanden, der so eine kristallklare Unterschiedsfähigkeit hat. Weil sich die Gegner inzwischen teilweise mit zwei Spielern dagegenstellen, um ihn zu verteidigen“, so Wagner weiter. „Im Vergleich zur vergangenen Saison ist die Situation jetzt eine andere für ihn. Er ist im zweiten Jahr, und damit verbunden sind neue Themen, an denen er arbeitet und mit denen er umgehen muss. Wir unterstützen ihn dabei, damit er hier beim FC sein Potentialmaximum erreichen wird.“ Natürlich weiß aber auch der 38-Jährige, dass die Zeit in Köln für den Spieler wohl eher endlich ist. Die Angebote aus Dortmund, aber natürlich auch von anderen Clubs, vorwiegend aus England, sind durchaus verlockend. Ein Wechsel zum BVB wäre im Hochsommer nicht die ganz große Überraschung gewesen.

Zwar verabschiedeten sich die Westfalen irgendwann, doch dann klopfte mit Leipzig der nächste Interessent an. Schließlich beendeten El Mala und der FC die Spekulationen mit einem starken Video in den Sozialen Medien. Der Youngster wird also noch mindestens eine halbe, vermutlich die gesamte Saison in Köln bleiben. Und wie zuletzt bekannt wurde, hat René Wagner dort seine Finger im Spiel. Das erklärte Jörn Stobbe erst unlängst im Podcast „Dreierkette Köln“. Der FC-Präsident betonte, dass El Mala ohne Wagner nicht in Köln geblieben wäre. „Es war ein direkter, ehrlicher und klarer Umgang miteinander. Er weiß, was wir von ihm erwarten – und welche Schritte er hier gehen kann“, erklärte der Coach auf Nachfrage von come-on-fc.com. „Aus meiner Sicht schätzt er den offenen Austausch sehr und fordert ihn ein. Deshalb fühlt er sich wohl hier. Und er weiß natürlich auch, dass er hier Fußball spielt, wenn er seine Leistung bringt. Das ist das, was er am liebsten macht.“

Marktwert wird auf 50 Millionen geschätzt

Am liebsten und auch beeindruckend gut. Nicht umsonst wird der Marktwert mittlerweile auf rund 50 Millionen Euro geschätzt. Heißt: Sollte El Mala den FC tatsächlich bald verlassen, würden die Kölner in bislang unbekannte Transfer-Dimensionen vorstoßen. Zumindest in der Theorie könnten die Kölner den Erlös dann doch gleich in einen anderen Spieler stecken, der ebenfalls unfassbar viel Potenzial mitbringt. In Mikey Moore. Nur in der Theorie, weil der Engländer ohne Kaufoption von Tottenham ausgeliehen ist und die Lilywhites haben gleich mehrfach klargemacht, dass die Zukunft des Spielers bei den Spurs liegen soll. Auch Wagner ist fasziniert von der „brutalen Qualität“, sieht aber auch bei dem 19-Jährigen noch Entwicklungspotenzial. Dennoch war eine Verpflichtung des Spielers nicht selbstverständlich. Denn auch um Moore bemühten sich zahlreiche internationale Clubs. Die besten Karten sollen neben dem FC die Glasgow Rangers gehabt haben.

Dort hatte der Offensivspieler schon in der Vorsaison seine Spuren hinterlassen. Doch auch Moore entschied sich für den FC und wie Stobbe auch in diesem Fall erklärte, war Wagner ebenfalls nicht unschuldig. „Wir haben einfach offen und ehrlich darüber gesprochen, was wir hier von ihm erwarten. Natürlich waren wir auch sehr früh an ihm dran“, so der Trainer. „Es hilft sicher, wenn man einen jungen Spieler früh überzeugt, dass er bei der Mannschaft den Unterschied machen kann. Wir haben ihm die Perspektive aufgezeigt, dass er hier Spielzeit sammeln kann, wenn er performt.“ Das tut er offensichtlich. Moore ist schon jetzt unumstrittener Stammspieler, zeigte bereits, welche Qualität in ihm steckt. „Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, kann ich nicht sagen, mit Sicherheit hat es auch geholfen, dass in seiner Muttersprache mit ihm sprechen konnte“, erklärte Wagner. Dem Vernehmen nach soll der FC dem Spieler die Spielmacherrolle in Aussicht gestellt haben. Das alleine wird aber nicht der einzige Grund gewesen sein.

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FC-Zeit schon wieder vorbei? Was bedeutet die Verletzung von Thijs Dallinga für seine Zukunft beim 1. FC Köln

Thijs Dallinga musste verletzt vom Platz
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FC-Zeit schon wieder vorbei? Was bedeutet die Verletzung von Thijs Dallinga für seine Zukunft beim 1. FC Köln

Nach seinem Traumeinstand gegen Hoffenheim galt Thijs Dallinga als Hoffnungsträger für die Saison. Vier Pflichtspiele später könnte die Zeit des Niederländers beim FC jedoch schon wieder vorbei sein. Nach seiner Kreuzbandverletzung im Testspiel gegen Viktoria Köln fällt der Stürmer einige Monate aus. Ob er nach seiner Rückkehr noch einmal für die Geißböcke auflaufen kann, ist noch unklar.

Während des gesamten Transfersommers suchten die FC-Verantwortlichen nach einem neuen Stürmer, der Ragnar Ache im Zweifel ersetzen kann. Mit Thijs Dallinga wurde dieser kurz vor dem Saisonauftakt präsentiert, wobei der Neuzugang schnell seine Qualitäten unter Beweis stellte. Gegen Hoffenheim traf er direkt doppelt und verdrängte Ache zuletzt sogar aus der Startelf. Durch die Verletzung ist seine Zukunft beim FC jedoch vorerst ungewiss.

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Der vergangene Samstag war ein bitterer Tag für den 1. FC Köln.  Die Geißböcke verpassten nicht nur den Sieg gegen Viktoria Köln, sie verloren auch gleich beide ihrer etatmäßigen Stürmer. Thijs Dallinga musste den Platz nach etwa 30 Minuten gestützt verlassen, sein Kollege Ragnar Ache wurde daraufhin eingewechselt, kehrte aber ebenfalls nach einigen Griffen an den Oberschenkel nicht aus der Pause zurück. Beide machten sich anschließend direkt auf den Weg ins Krankenhaus für weitere Untersuchungen. Während Ache in einigen Wochen zurückerwartet wird, könnte Dallinga mit seinem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfallen. Keine ideale Ausgangslage für einen Leihspieler.

Hohe Kaufoption

Nach seiner erfolgreichen Zeit in Frankreich investierte Bologna 2024 viel Geld in den Niederländer. In Italien konnte er sich allerdings nicht durchsetzen und knüpfte nie an seine Torausbeute an. Der Wechsel in die Bundesliga bot dem 26-Jährigen daher die Chance auf einen Neuanfang. Seine Zeit in Köln hätte zudem kaum vielversprechender beginnen können. Mit zwei Toren am 1. Spieltag sicherte sich Dallinga sofort seinen Platz in der Anfangsformation. Ob seine bisherigen vier Einsätze für den FC allerdings schon ausreichen, um nach Saisonende die Kaufoption in Höhe von elf Millionen Euro zu ziehen, ist wohl unwahrscheinlich. Stattdessen könnten die Verantwortlichen im Winter noch einmal aktiv werden. Da der FC aufgrund der langen Ausfallzeit das Gehalt des Angreifers nur in den ersten sechs Wochen selbst zahlen muss, dürfte im Winter das nötige Budget zur Verfügung stehen.

Die Stürmersituation beim 1. FC Köln

Durch die beiden Ausfälle steht René Wagner nun vor einer Herausforderung. Es gibt einige Kandidaten für die Rolle des Mittelstürmers im Kader, keiner von diesen hebt sich jedoch direkt hervor. Als klassischer Neuner steht nur Imad Rondic im Kader. Der Bosnier wurde vor der Saison zunächst aussortiert, kehrte später ins Mannschaftstraining zurück und feierte wenige Tage danach auch seine Premiere in der Bundesliga. Die erste Wahl dürfte er dennoch nicht sein. Marius Bülter und Said El Mala haben in der vergangenen Saison die Position ebenfalls schon bekleidet, obwohl sich beide auf der linken Seite wohler fühlen. Luca Waldschmidt hat seine Stärken insbesondere neben oder hinter einem klaren Zielspieler. Bis Sonntag hat Wagner noch Zeit für einen ersten Lösungsansatz. Wer im Derby stürmt, könnte sich also erst kurz vor dem Spiel entscheiden.

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Nach Verletzungsschock und Lücken im Kader: Der FC wird vorerst nicht nachbessern

Thomas Kessler und Tim Steidten beim Training am Montag
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Nach Verletzungsschock und Lücken im Kader: Der FC wird vorerst nicht nachbessern

Wie reagiert der FC auf die Ausfälle der beiden Mittelstürmer Thijs Dallinga und Ragna Ache? Erst einmal wohl gar nicht. Nach Informationen von come-on-fc.com wird es keine schnellen Veränderungen im Kader geben. Im Winter soll es aber möglicherweise Nachbesserungen geben.

Thijs Dallinga wird dem FC monatelang fehlen, Ragnar Ache wohl einige Wochen. Doch ein Schnellschuss ist am Geißbockheim nach Informationen von come-on-fc.com nicht zu erwarten. Einen vertragslosen Stürmer werden die Kölner wohl nicht unter Vertrag nehmen

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Thomas Kessler und Tim Steidten machten sich am Montagnachmittag ein Bild vor Ort. Die beiden Kaderplaner waren beim Training am Geißbockheim zu Gast und sahen, dass mit Gideon Mensah und Paul Okon-Engstler bereits die ersten beiden Nationalspieler wieder zurück beim Team sind. Zwei andere Spieler waren bekanntlich nicht vor Ort. Thijs Dallinga und Ragnar Ache fallen vorerst aus. Dallinga hatte sich im Testspiel gegen Viktoria Köln am Samstag eine Kreuzbandverletzung zugezogen, Ragnar Ache eine Muskelverletzung. Damit fallen beide Mittelstürmer aus, der Niederländer wohl viele Monate. Und natürlich kamen auch die Spekulationen auf, ob der FC reagieren würde. Gleich mehrere vertragslose Stürmer sind auf dem Markt. Die Kölner hätten durchaus Profis verpflichten können. Spieler wie der ehemalige spanische Nationalspieler Joselu, der zurzeit keinen Verein findet. Doch die Kölner werden genau das nach Informationen von come-on-fc.com nicht tun.

Mögliche Transfers im Winter

Der FC wird vorerst die Füße still halten und die Verletzungen intern auffangen. Alternativen werden im Kader durchaus gesehen. Bekanntlich spielten schon Said El Mala, Mikey Moore, aber auch Marius Bülter und Luca Waldschmidt im Angriff. Moore spielte unter anderem bei der U20 unter der vergangenen Woche im Angriff, wenn auch ein wenig hinter der nominellen Spitze. Es wird also nach einer Lösung mit den aktuellen Offensivspielern gesucht. Allerdings wird wohl nach einer Alternative im Winter gesucht. Immerhin hat der FC einen Backup für Ragnar Ache gesucht, weil der Angreifer eben verletzungsanfällig ist. Da aber dieser Angreifer ausfällt und das anscheinend länger als bis zur Winterpause, könnte es im Winter also die Nachbesserung geben. Der FC hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder betont, dass vertragslose Spieler nach dem Sommertransferfenster nicht die erste Wahl wären. Das scheint sich also auch nun wieder zu bewahrheiten.

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Erste Rückkehrer: Personal-Update vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach

René Wagner gibt im Training Anweisungen
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Erste Rückkehrer: Personal-Update vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach

Nach zwei Wochenenden ohne Pflichtspiel ist der 1. FC Köln am Montag in die Vorbereitungswoche vor dem Derby gestartet. Die ersten beiden Nationalspieler sind schon wieder zurück und weiterhin dürfen sich einige Jugendspieler zeigen. Ragnar Ache und Thijs Dallinga fehlen nach ihren Verletzungen im Testspiel gegen Viktoria Köln und Alessio Castro-Montes arbeitet weiterhin im Reha-Bereich.

Auf den unvollständigen Kader wartet eine intensive Trainingswoche, bevor am Sonntagnachmittag das Spiel gegen den Rivalen ansteht. Am Dienstag stehen dabei gleich zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.

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Die ungewöhnlich lange Länderspielpause neigt sich dem Ende entgegen und die Rückkehr des Bundesligaalltags rückt näher. Paul Okon-Engstler und Gideon Mensah sind nach ihren Reisen mit der Nationalmannschaft schon wieder zurück in Köln und trainieren mit der Mannschaft. Said El Mala und Mikey Moore haben ihre Spiele ebenfalls schon hinter sich und dürften zeitnah zurückkehren, während fünf weitere Kölner Nationalspieler zum Start der Woche noch gefordert sind. Verletzungsbedingt muss der FC zudem auf Ragnar Ache und Thijs Dallinga verzichten, die zunächst ausfallen. Alessio Castro-Montes und Timo Hübers arbeiten weiterhin im Reha-Bereich.

Intensive Woche mit Doppel-Einheit

Für die FC-Profis steht vor dem dritten Heimspiel der Saison eine anspruchsvolle Woche auf dem Programm. Nach dem Trainingsauftakt am Montag folgen am Dienstag gleich zwei Einheiten. Um 11 und 15 Uhr trainieren die Geißböcke öffentlich. Mittwoch folgt ein freier Tag, bevor am Donnerstag mit Rückkehr der Nationalspieler die heiße Phase der Spielvorbereitung beginnt. Wagner möchte sich dabei nicht in die Karten schauen lassen, weshalb das Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Einen Ausblick auf die Partei wird die Pressekonferenz geben, die am Freitag um 14 Uhr stattfindet.

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Diese FC-Talente kämpfen erneut um René Wagners Aufmerksamkeit

Etienne Borie von der U21 des 1. FC Köln
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Diese FC-Talente kämpfen erneut um René Wagners Aufmerksamkeit

Für einige ist es die zweite Chance, für andere ein längeres Bewerbungsschreiben an René Wagner. Durch die vielen Nationalspieler haben gleich sieben Youngster des 1. FC Köln die Möglichkeit, sich in den Fokus des Kölner Trainers zu spielen. Doch die Ausgangslage im Werben um mehr ist höchst unterschiedlich.

Im Sommer hat unter anderem David Fürst einen guten Eindruck hinterlassen, doch auch die anderen Nachwuchshoffnungen der Geißböcke zeigten sich in den vergangenen Tagen im Training von René Wagner und hoffen auf mehr. Im Sommer waren ebenfalls sechs Talente bei den Profis unterwegs, hinterließen auch im Trainingslager einen guten Eindruck. Doch der Weg zu den Profis ist nach wie vor ein weiter.

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René Wagner war schon im Sommer voll des Lobes als er über die Nachwuchshoffnungen der Geißböcke sprach. Die Youngster haben sich komplett reingeworfen, alles gegeben. Sechs Spieler hatte der Kölner Coach mit nach Kitzbühel genommen, aber auch während der gesamten Vorbereitung bei den Profis gehabt. Dass es von dem halben Dutzend aktuell keiner in den Kader schafft, liegt vor allem an der Qualität der ersten Mannschaft. Alle Positionen sind eigentlich doppelt besetzt. Und doch gibt es den ein oder anderen Spieler, der sich mittelfristig durchaus die Hoffnung auf mehr machen darf.

Jonathan Friemel

Auf den ersten Blick ist die Spielzeit des gelernten Linksverteidigers in dieser Saison alles andere als beeindruckend. Nicht mal die Hälfte aller Spiele (in Minuten gemessen) hat der Abwehrspieler für die U21 der Geißböcke auf die Platte gebracht. Der zweite Blick verrät aber schon deutlich mehr. Denn Friemel verbrachte die Vorbereitung bei den Profis. Der 19-Jährige blieb nicht nur bis zum Ende der Vorbereitung, Friemel saß sogar bei den ersten beiden Pflichtspielen, dem Pokalfight gegen Würzburg und dem 3:2-Erfolg über die TSG Hoffenheim auf der Bank. Daraus kann man allerdings nicht ableiten, dass der Youngster dadurch auch die besten Karten unter den Nachwuchsspielern hat. Friemel wurde zunächst in den Kader berufen, weil dem FC ein Backup für Gideon Mensah fehlte. Der ist nun gefunden und Friemel seit Ende August wieder fest in der U21.

David Fürst

Der Rechtsverteidiger war im Sommer eine der größeren Entdeckungen. Friemel löste seine Aufgaben stark, blieb für sein doch junges Alter von 19 Jahren routiniert und spielte sich in den Fokus. Fürst kehrte dennoch ein wenig früher als Friemel zurück zur U21. Und seitdem der 19-Jährige wieder bei der Mannschaft von Manuel Hartmann weilt, ist er bereits Stammspieler. Der rechte Abwehrspieler ist bereits sehr weit und in Köln setzt man große Stücke auf die Nachwuchshoffnung. Vom Profikader ist der Youngster aber aufgrund der Konkurrenz doch recht weit entfernt. Aktuell sind Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes gesetzt, zweiterer aber verletzt.

Assad Kotya-Fofana

Der Innenverteidiger geriet erst in den vergangenen Tagen in die Schlagzeilen. Allerdings in erster Linie, weil er einen Profivertrag unterschrieben und damit seinen Verbleib bei den Geißböcken verlängert hat. Beim FC hält man von dem Abwehrspieler, der schon zwei Mal ein Endspiel um die Junioren-Meisterschaft stand, viel. Dass sich Kotya-Fofana jetzt erstmals bei den Profis beweisen darf, hängt aber in erster Linie mit den Nationalspielern zusammen. So muss der Nachwuchs die entstandenen Lücken schließen. Mit Rav van den Berg, Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili sind drei Innenverteidiger aktuell nicht am Geißbockheim. Kehren die drei zurück, rückt mehr Zeit bei der ersten Mannschaft für den 19-Jährigen wieder ein Stück weit weg. Immerhin: Der Eindruck im Test gegen die Viktoria war ein guter.

Luis Stapelmann

Das gilt auch für den nächsten Defensivspieler der U21. Der 19-Jährige war in der Regionalliga zu Beginn der Saison eine feste Größe. Nun darf sich der Innenverteidiger erstmals bei den Profis beweisen. Im Sommer war das Talent nicht mit dabei. Ob das aber auch die erste Wahl des Youngsters war, ist zumindest offen. Denn der Abwehrspieler stand auch auf der Abrufliste der deutschen U20-Nationalmannschaft. Das Debüt wird es für den Kölner noch nicht geben. Denn mit der Begegnung gegen England und Mikey Moore am Samstag endete die Länderspielreise der U20.

Luc Dabrowski

Auch der 20-Jährige darf sich erstmals bei den Profis beweisen. Die Nominierung überrascht tatsächlich, denn der Innenverteidiger kam bei der U21 in dieser Spielzeit nur selten zum Einsatz. Die Konkurrenz ist groß. Dabrowski kommt auf einen Einsatz bei neun Kader-Nominierungen. Gegen Bergisch Gladbach durfte der Abwehrspieler über 90 Minuten ran. Anschließend hieß es aber wieder zuschauen.

Etienne Borie

Der Mittelfeldspieler gilt schon seit langer Zeit als eins der größeren Kölner Talente. Doch der Durchbruch wollte bislang auch aufgrund von Verletzungen noch nicht gelingen. Auch zuletzt fiel der Karlsruher wieder länger aus. Seit einigen Wochen ist er wieder mit dabei und am vergangenen Samstag erzielte der 20-Jährige auch sein erstes Tor in dieser Spielzeit. Nun darf er sich wieder einmal bei den Profis zeigen.

Fayssal Harchaoui

Harchaoui wurde 2023 mit Deutschland U17-Welt- und Europameister, trainierte 2025 unter Kwasniok zeitweise bei den Profis, wurde in diesem Sommer von Wagner aber nicht in dessen Nachwuchsgruppe aufgenommen. So wirklich klar scheint der Weg des Mittelfeldspielers nicht. In der U21 kommt er mittlerweile auf mehr als 40 Einsätze in der Regionalliga. Der 20-Jährige profitiert aktuell von den Ausfällen von Nilas Yacobi und Kristyan Irmiev.

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„Dann haben wir diese Punkte nicht verdient“: Frauen-Trainerin Britta Carlson legte die Finger nach Freiburg-Niederlage in die Wunde

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Dann haben wir diese Punkte nicht verdient“: Frauen-Trainerin Britta Carlson legte die Finger nach Freiburg-Niederlage in die Wunde

Ein unglücklicher Gegentreffer brachte die Fußballerinnen des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg auf die Verliererstraße. Britta Carlson ärgerte sich über die Wirkung des Freiburger Tores auf ihre Mannschaft beim Duell des 1. FC Köln: Britta Carlson wird nach dem Freiburg-Spiel deutlich.

Nicht nur die Niederlage ärgerte die Trainerin. Britta Carlson äußerte sich auch zum Stand bei den beiden Kölner Verletzten.

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Die Meinungen der beiden Trainer gingen nach dem Spiel auf der Pressekonferenz deutlich auseinander. „Wir freuen uns natürlich riesig über die drei Punkte, über den Sieg. Ich glaube, es war am Ende, auch wenn man den Spielverlauf sieht, verdient“, bilanzierte Freiburgs Coach Marco Konrad auf der Pressekonferenz. Sein Gegenüber Britta Carlson widersprach jedoch: „Ich sehe es ein bisschen anders, dass das nicht unbedingt verdient war. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir euch relativ an die Wand gespielt. Ich glaube, da war kein Torschuss und wir müssen eigentlich nach drei Minuten das 1:0 machen, haben weitere Möglichkeiten, die Tore zu erzielen.“ Carlsons Schlussfolgerung: „Insofern hat es eher an uns gelegen, dass wir heute nicht den Punkt oder die Punkte hier behalten haben.“

“Dann mache ich meiner Mannschaft den Vorwurf…“

Der unglückliche Gegentreffer nach der Pause habe jedoch einen negativen Einfluss auf ihre Mannschaft gehabt. Lisa Schmitz ließ einen vermutlich als Flanke gedachten und womöglich von Vanessa Leimenstoll noch leicht abgefälschten Ball über die Unterkante der Latte ins Tor springen. „Unsere Torfrau hat den wahrscheinlich nicht wirklich gesehen“, mutmaßte Carlson, „sonst wüsste ich nicht, warum sie den nicht hält. Ich glaube, da musste sie in die Sonne schauen.“ Das Tor ärgerte die Übungsleiterin rückblickend vermutlich weniger als die Folgen davon:  „Dann mache ich meiner Mannschaft den Vorwurf, dass wir dann nicht so weiterspielen wie in der ersten Halbzeit.“ Der letzte Glaube habe ihr bei den Spielerinnen gefehlt. „Und das habe ich meiner Mannschaft auch so mitgegeben, dass wir dann auch diese Punkte nicht verdient haben, weil mir dann die letzten Prozente fehlen und die Durchschlagskraft.“

Zusätzlich zur Niederlage musste Köln zwei Verletzungen verkraften. Marina Hegering musste zur zweiten Hälfte ausgewechselt werden und ebenso für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus wie Taylor Ziemer, die erst nach rund einer Stunde eingewechselt wurde und kurz vor Schluss schon wieder vom Feld musste. Hegering habe sich in einem Zweikampf verletzt. Bei der Kapitänin müsse untersucht werden, „ob die Organe in Ordnung sind“, wie Carlson hinterher erklärte. Ziemer habe sich bei einem Aufprall gegen die Bande eine Gehirnerschütterung erlitten. „Sie ist stark genug, sie wird auch schnell wieder zurückkommen“, gab die Trainerin ihrer Stürmerin motivierende Worte mit auf den Weg.

Nach der Niederlage gegen Freiburg bleibt dem FC nun Zeit zur Aufarbeitung. Das nächste Spiel steht erst am 17. Oktober (12 Uhr) zuhause gegen den Hamburger SV an. Bis dahin dürfte Carlson vor allem an einer Sache arbeiten: Dass ihre Mannschaft nach dem nächsten Rückschlag nicht den Glauben verliert.

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