Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Gegen den Hamburger SV standen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal gemeinsam auf dem Platz. Auch wenn das Zusammenspiel noch nicht perfekt harmonierte, dürften die beiden Hochbegabten in den kommenden Wochen gesetzt sein. Damit bleiben nicht mehr viele Positionen hinter der Spitze frei beim 1. FC Köln: Mehreren Offensivspielern droht eine schwere Saison.

Mit Said El Mala und Mikey Moore hat der FC zwei Youngster in seinen Reihen, die aufgrund ihrer Qualität gesetzt sind. Hinter den beiden entfacht sich dadurch ein großer Konkurrenzkampf. Denn bis zu fünf Spieler kämpfen um die verbliebenen Plätze neben den beiden Kölner Hoffnungsträgern.

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Es war nicht die Premiere, die sich alle beim 1. FC Köln erhofft haben: In Hamburg liefen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal zusammen für die Geißböcke auf. Das Potenzial ihres Zusammenspiels blitze allerdings nur in ein paar Momenten auf. So war nach der Partie klar: Das Duo braucht noch Zeit, um sich einzuspielen. Und die wird ihnen Trainer René Wagner mit Sicherheit geben. Denn auch wenn sie die Niederlage beim HSV nicht abwenden konnten, dürften die beiden Hochbegabten in der Kölner Offensive gesetzt sein. Zu groß ist ihre Qualität, als dass der FC auf einen von beiden freiwillig verzichten könnte. Lange sah es so aus, dass neben dem Duell zwischen Thijs Dallinga und Ragnar Ache im Sturm, nur eine Position offen ist. Beide fallen nun aus. Dennoch machen sich gleich fünf Profis Hoffnungen auf weitere Einsatzzeit. Für einige von ihnen dürfte es eine schwierige Saison werden.

Linton Maina beim 1. FC Köln in der Pole Position

Zumindest in den nächsten Wochen dürfte sich Linton Maina in der Hinsicht keine Sorgen machen. Der Rechtsaußen stand seit dem zweiten Spieltag immer in der Startelf und konnte die guten Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen. Mit seiner Dynamik und seinem Tiefgang belebte der Angreifer immer wieder das Kölner Offensivspiel. In seinen insgesamt fünf Einsätzen im Pokal und in der Liga kommt der 27-Jährige dabei bereits auf ein Tor und zwei Vorlagen. Durch seine zuletzt guten Leistungen wird der Flügelspieler wohl auch in den kommenden Wochen in der Pole Position um den Platz neben El Mala und Moore sein. Allerdings muss Maina seinen starken Start weiter bestätigen, um nicht verdrängt zu werden.

Dass der Angreifer zuletzt so gut aufspielte, verkompliziert die Situation natürlich nochmal zusätzlich für seine Konkurrenten. Besonders Jan Thielmann bekam das in den vergangenen Wochen zu spüren. Denn während das Kölner Eigengewächs im Pokal gegen Würzburg und in den ersten beiden Ligaspielen noch von Anfang an spielen durfte, blieb er gegen Werder Bremen und den HSV ohne eine Minute. Eine logische Entwicklung angesichts seiner Leistungen. Der 24-Jährige konnte in seinen Einsätzen kaum für Impulse sorgen. Gerade spielerisch muss der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler mehr zeigen, um wieder ein Kandidat für die Startelf zu sein – oder um zumindest Chancen als Joker zu bekommen.

Marius Bülter und Luca Waldschmidt kämpfen um Einsatzzeit

Solche Chancen wiederum bekam Marius Bülter bisher immer wieder. Gegen Würzburg und Werder war der Routinier in der Startelf, ansonsten kam er immerhin zu Joker-Einsätzen. Dabei zeigte der Angreifer hin und wieder Ansätze, dass er für die Mannschaft wertvoll sein kann. Zum Beispiel indem der 33-Jährige im Pokal die Hereingabe gab, die zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte, oder durch das Erzwingen des Eigentors von Ramon Hendriks gegen den VfB Stuttgart. Bülter könnte nun von den Ausfällen der Stürmer profitieren. Der Routinier kann in der Spitze spielen, könnte aber auch über den Flügel kommen, falls sich Wagner für eine Spitze mit Moore oder El Mala entscheidet.

Luca Waldschmidt kam bislang nicht über wenige Minuten hinaus. Das lag allerdings auch an einer Verletzung. So fiel der siebenmalige deutsche Nationalspieler zum Saisonstart mit muskulären Problemen aus. Wegen seines Trainingsrückstands nominierte ihn sein Coach darauf nicht für den Spieltagskader gegen Bremen. Eine Situation, die den 30-Jährigen frustrierte, wie er kurz darauf im Podcast des 1. FC Köln offen zugab: „Das fühlt sich für mich scheiße an.“ So ist Waldschmidt überzeugt davon, dass er seinen „Impact immer reinbringen kann.“ Wenigstens für knapp zehn Minuten durfte der Angreifer das gegen den HSV unter Beweis stellen. Trotzdem mit Sicherheit zu wenig für die Ansprüche des erfahrenen Profis. Sollte sich an dieser Ausgangslage auch in den kommenden Wochen nichts ändern, dürfte sich bei ihm noch mehr Frust anstauen.

Auch Reigan Heskey kämpft um Einsatzzeit beim 1. FC Köln

Mehr erhofft hatte sich bestimmt auch Reigan Heskey nach seinem Wechsel in die Domstadt im Sommer. Der Engländer wurde bisher nur einmal eingewechselt und stand in den vergangenen beiden Spielen nicht im Spieltagskader. Stattdessen lief das Talent einmal für die U21 der Geißböcke auf. Sicherlich hatte sich der 18-Jährige gewünscht, bereits schneller in der Bundesliga Fuß zu fassen und mehr Einsatzzeit zu bekommen. Die Erwartungen bremste sein Trainer jedoch zuletzt: „Fußballerisch haben wir keine Bedenken, dass er sofort Einfluss nehmen kann, aber er muss die Bundesliga auch athletisch bewältigen.“ Somit wartet wohl noch einiges an Arbeit auf den Linksaußen, bis er regelmäßig in der ersten Mannschaft spielen darf. Das ist bei einem so jungen Spieler wie ihm auch angesichts der zuvor beschriebenen Konkurrenzsituation allerdings auch nichts Ungewöhnliches.

Dabei könnte sich die Situation im Winter noch verschärfen. Denn am Donnerstagmorgen kam durch die „Bild“ das Gerücht auf, dass der FC über eine schnelle Rückkehr von Jakub Kaminski nachdenke. Der Pole ist seit seinem Sommerwechsel zu Benfica noch nicht richtig in Portugal angekommen und musste häufig auf der Bank Platz nehmen. Sollten die Geißböcke den Offensivspieler im Winter zurückholen, gäbe es noch einen Kandidaten mehr um einen freien Platz. Und der 24-Jährige dürfte wie in der vergangen Saison klare Ansprüche auf einen Stammplatz haben. Aber auch ohne Kaminski ist die Konkurrenzsituation bereits so groß, dass Wagner gefordert sein wird, alle Spieler bei Laune zu halten, selbst wenn diese auf wenig Einsatzzeit kommen. Zudem wird bereits über einen weiteren Mittelstürmer nachgedacht. Wie gut der Coach diese Herausforderung meistern kann, wird sich zeigen.

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Marius Bülter könnte Ragnar Ache durchaus ersetzen – doch für Wagner gibt es einen Haken

Marius Bülter könnte eine Option am Sonntag eine Option werden
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Marius Bülter könnte Ragnar Ache durchaus ersetzen – doch für Wagner gibt es einen Haken

Dass Marius Bülter weiß, wo das Tor steht, bewies der Angreifer gegen Viktoria Köln. Nach den Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga könnte der 33-Jährige nun im Sturmzentrum gefragt sein. Die Daten zeigen allerdings: Ein Ache-Ersatz wäre Bülter nicht.

René Wagner wird nach dem Spiel gegen Viktoria Köln am vergangenen Samstag sicherlich schon geahnt haben, dass da möglicherweise die nächste Baustelle auf ihn wartet. Es wäre „extrem bitter“, wenn beide Mittelstürmer ausfallen würden, sagte der Coach. Und nur wenige Stunden später bewahrheitete sich der Verdacht. Thijs Dallinga wird dem FC monatelang fehlen, Ragnar Ache wohl einige Wochen. Und natürlich ploppten gleich die Spekulationen rund ums Geißbockheim auf, ob es vielleicht doch noch eine Veränderung im Kader geben werde. Die gibt es in diesem Jahr wohl nicht mehr, das Verletzungspech soll intern aufgefangen werden. Unter anderem wird Marius Bülter gehandelt. Dabei stellt sich durchaus die Frage, ob das Profil zum Gesuch des Trainers passt.

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Tatsächlich hat der 33-Jährige die Position über viele Jahre bekleidet, wurde als klassischer Mittelstürmer geführt und eingesetzt. Und doch wuchs zuletzt der Eindruck, dass der Spieler eher auf den Außen zu Hause ist. Zuletzt prägten die Einsätze auf den Außen das Bild, das der Offensivspieler hinterließ. Bülter gilt als flexibel einsetzbarer Offensivspieler. Linksaußen, Rechtsaußen, hinter den Spitzen oder eben ganz vorne – der Routinier bringt reichlich Erfahrung auf unterschiedlichen Positionen mit. Doch auf welcher ist er für die Mannschaft am effektivsten? Ganz sauber trennen lassen sich die Daten nicht – schließlich sind viele Aufstellungen fließend, Spieler lassen sich in andere der angedachten Räume fallen, verschieben innerhalb des Teams, auch während des Spiels. Und doch lassen sich zahlreiche Begegnungen klar definieren, in denen der Angreifer als Mittelstürmer oder Flügelspieler auflief. Seine stärkste Phase im Angriffszentrum erlebte der Routinier in der Saison 2021/22 bei Schalke 04. In den ausgewerteten Spielen erzielte Bülter als zentrale Spitze 13 Tore und bereitete neun weitere Treffer vor – bei 2119 Einsatzminuten.


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Ist Marius Bülter überhaupt ein Mittelstürmer?

Nur hat sich das Spiel des mittlerweile 33-Jährigen seitdem erheblich verändert. Bülter hat zahlreiche andere Positionen bekleidet, wird von den Trainern anders eingesetzt, hat sich aber auch angepasst. Und doch wäre das Sturmzentrum wahrlich kein Neuland für die Offensivkraft. Was die Position angeht, wäre er keine Notlösung, auf die Wagner nur aufgrund der Ausfälle von Ache und Dallinga zurückgreifen müsste. Bülter kommt seit dem Sommer 23 auf 2,06 Abschlüsse und 0,26 Expected Goals pro 90 Minuten. Dass diese Werte höher ausfallen können als bei Einsätzen auf dem Flügel, kommt natürlich nicht überraschend. Ein Mittelstürmer bewegt sich nun mal häufiger in zentralen und tornahen Räumen. Viel wichtiger erscheint bei der Suche nach einem Sturm-Ersatz die Frage, welche Art von Angreifer denn überhaupt gesucht wird. Denn im direkten Vergleich mit Ache und Dallinga fallen dann doch erhebliche Unterschiede auf.

Denn die Bezeichnung „Mittelstürmer“ sagt wenig darüber aus, wie ein Spieler diese Position interpretiert. Ache ist ein klassischer Zielspieler. Der Angreifer bindet Innenverteidiger, wird bei langen Zuspielen gesucht und soll der eigenen Mannschaft die Möglichkeit geben, über gewonnene oder zumindest behauptete Bälle nachzurücken. Das lässt sich besonders deutlich am Kopfballspiel ablesen. Ache kommt seit der Saison 22/23 auf elf Kopfballduelle in 90 Minuten, bei Bülter sind es vier. Von den Luftduellen gewinnt Ache wiederum fünf, also einen mehr als der vermeintliche Ersatz überhaupt bestreitet, der selbst wiederum im Schnitt nur etwas mehr als eins dieser Duelle für sich entscheidet. Auch insgesamt entscheidet der aktuell verletzte Angreifer mehr Zweikämpfe für sich. Dabei ist auch dort die Rolle eine andere.

Warum Marius Bülter kein Eins-zu-eins-Ersatz für Ragnar Ache ist

Während Ache als physischer Fixpunkt im Angriff dient, ist Bülter wesentlich stärker am spielerischen Geschehen beteiligt. Der 33-Jährige spielt als Mittelstürmer mehr als 21 Pässe pro 90 Minuten, Ache kommt nicht einmal auf zehn. Auch im Dribbling liegen Welten zwischen beiden Angreifern. Bülter kommt auf 3,09 Dribblings pro 90 Minuten, Ache auf 1,60. Daraus lässt sich durchaus ableiten, dass wiederum der 33-Jährige vielmehr ins eigentliche Spiel mit eingebunden ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang noch eine andere Statistik. So kommt Ache deutlich häufiger zum Abschluss (3,24 zu 2,04 pro 90 Min) und erzeugt dabei auch die deutlich höhere Torgefahr (0,6 zu 0,26 xGoals-Wert). Bemerkenswert: Dallingas Werte liegen nur knapp über denen von Bülter.

Damit ergibt sich für Wagner eine durchaus interessante Situation. Die Frage, ob Bülter grundsätzlich im Sturmzentrum spielen kann, ist eigentlich schnell beantwortet. Das kann er. Mehr als 4500 ausgewertete Einsatzminuten auf dieser Position und seine Vergangenheit etwa bei Schalke liefern dafür genügend Belege. Die wichtigere Frage ist, was eine solche Entscheidung für das Kölner Spiel bedeuten würde. Einen Eins-zu-eins-Ersatz für Ragnar Ache sollten die Fans jedenfalls nicht erwarten. Ache ist Zielspieler und physischer Fixpunkt, Bülter ein beweglicher und wesentlich stärker ins Kombinationsspiel eingebundener Angreifer. Heißt wohl im Umkehrschluss: Sollte Bülter im Sturm auflaufen, wird sich nicht der Angreifer an die Qualitäten eines Ragnar Ache anpassen, vielmehr müsste Wagner wohl sein System an die Qualitäten von Marius Bülter anpassen.

Seine beiden Treffer gegen Mönchengladbach erzielte der Angreifer übrigens als Offensivspieler hinter den Spitzen.

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Jakub Kaminski zurück zum 1. FC Köln: Was dafür sprechen würde, was dagegen

Wie geht es weiter mit Jakub Kaminski?
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Jakub Kaminski zurück zum 1. FC Köln: Was dafür sprechen würde, was dagegen

Im Sommer 2025 wechselte Jakub Kaminski auf Leihbasis aus Wolfsburg nach Köln. In der Domstadt stieg der Pole schnell zum Leistungsträger auf. Nach abgelaufener Leihe zogen die Geißböcke die Kaufoption und verpflichteten den variablen Mittelfeldspieler fest, nur um ihn wenig später teurer weiterzuverkaufen. Bei Benfica wurde Kaminski bisher jedoch noch nicht glücklich, sodass sich die Geschichte nun wiederholen könnte.

Neben Said El Mala war Jakub Kaminski wohl der größte Lichtblick in der vergangenen Saison beim 1. FC Köln. Egal ob als Flügelspieler, Außenverteidiger oder zentraler Mittelfeldmann, „Kuba“ lieferte stets ab. Durch seinen Transfer im Sommer nach Portugal spülte er dem FC zusätzlich einiges an Geld in die Kassen. Für den Winter steht nun erneut eine Leihe nach Köln im Raum, womöglich wieder mit Kaufoption.

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Die Zeit von Jakub Kaminski beim 1. FC Köln scheint auf den ersten Blick perfekt verlaufen zu sein. Der FC lieh den Polen zunächst zu guten Konditionen aus und bekam einen Spieler, der sofort helfen konnte und über die gesamte Saison hinweg eine wichtige Rolle einnahm. Anschließend zogen die Geißböcke die Kaufoption in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro, verkauften den Offensivmann jedoch direkt weiter für 17 Millionen Euro. Ein Deal, von dem jeder Sportdirektor träumt. Sollten sich die bisherigen Gerüchte konkretisieren, könnte die Geschichte in eine zweite Runde gehen.

Was Jakub Kaminski dem 1. FC Köln geben könnte

Eine der Kernkompetenzen des 24-Jährigen ist seine aktive Arbeit gegen den Ball. Ob in offensiver oder defensiver Rolle, Kaminski gehörte stets zu den laufstärksten Spielern im Kölner Kader und ackerte, wenn es sein musste über die vollen 90 Minuten. Obwohl sich der FC im Sommer mit Mikey Moore einen hochtalentierten Offensivspieler sichern konnte, fehlt dieses Element im Kölner Spiel. Während der Benfica-Spieler in der vergangenen Saison häufig mit Jan Thielmann die Flügelzange bildete, haben sich in diesem Jahr Said El Mala und Linton Maina zunächst festgespielt. Beide sind jedoch nicht für ihre Abwehrarbeit bekannt, sondern glänzen besonders im eigenen Ballbesitz. Kaminski könnte die Rolle deutlich kontrollierter spielen und dem FC dadurch mehr Sicherheit geben. Dass sich durch eine Rückkehr aber die Kilometer-Anzahl der Mannschaft automatisch drastisch erhöht, ist naiv gedacht. Schließlich setzen sich diese Werte aus verschiedenen Faktoren zusammen, hängen auch von der Taktik des Teams ab.

Wo soll Kaminski beim FC spielen?

Eine wichtige Frage bleibt zudem: Welche Position soll der 32-fache Nationalspieler überhaupt bekleiden? Während Ex-Trainer Lukas Kwasniok El Mala häufig zunächst draußen ließ, hat sich der neue deutsche Nationalspieler unter René Wagner in der Startelf etabliert. Kaminski müsste also auf einer anderen Position unterkommen. Moore dürfte seinen Platz in der Anfangsformation ebenfalls sicher haben. Die einzig verbleibende Option in der Offensive wäre im aktuellen System dementsprechend die rechte Außenbahn. Maina hatte sich hier zwar zuletzt etabliert, eine Rückholaktion des Polen könnte die Karten allerdings noch einmal neu mischen. Dennoch ist es nicht zu erwarten, dass der 24-Jährige seinen Platz sofort sicher hätte. Zumal sich andere Spieler ebenfalls mehr Einsatzzeit versprechen. Allerdings hat der Pole ja schon in der vergangenen Spielzeit bewiesen, dass er durchaus auf anderen Positionen spielen kann. Gefühlt auf jeder.  

Kurioses Transfermodell für den 1. FC Köln

Leihen mit Kaufoption sind im heutigen Fußball gang und gäbe. Nicht jeder Spieler findet sofort einen Abnehmer. Durch solche Vereinbarungen bleibt der aufnehmende Club deutlich flexibler und kann die Ausgabe zudem auf den nächsten Sommer verlagern. Dass Spieler per Kaufoption verpflichtet und anschließend sofort weiterverkauft werden, ist hingegen deutlich seltener. Sollte es tatsächlich zu einer Kaminski-Rückkehr ans Geißbockheim kommen, womöglich wieder mit Kaufoption, hätte der FC nicht nur seinen teuersten Sommerabgang schnell zurückgebracht, sondern auch die Chance, den wirtschaftlichen Erfolg des ersten Transfers zu wiederholen. Dann würden die Geißböcke den Spieler, der ihnen 17 Millionen im Sommer eingebracht hat zu günstigen Konditionen zurückbekommen – kurios.

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Assad Kotya-Fofana macht auf sich aufmerksam – doch wie geht es für das FC-Talent weiter?

Assad Kotya-Fofana im Spiel gegen die Viktoria
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Assad Kotya-Fofana macht auf sich aufmerksam – doch wie geht es für das FC-Talent weiter?

In der vergangenen Woche verlängerte Assad Kotya-Fofana seinen Vertrag bei den Geißböcken, es folgte der Startelf-Einsatz im Testspiel gegen die Viktoria. Und der Innenverteidiger lieferte. Kotya-Fofana gilt beim FC als großes Talent. Doch gerade auf seiner Position zeigt die jüngere FC-Vergangenheit, wie schwer der Weg zu den Profis werden kann.

Mit Vertragsverlängerung und Einsatzminuten im Testspiel der Profis blickt Assad Kotya-Fofana auf eine ereignisreiche Woche zurück. Der Blick ist aber auch schon nach vorne gerichtet. Denn der 18-Jährige gilt als großes Talent. Doch reicht das?

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Den 31. August 2025 wird Assad Kotya-Fofana möglicherweise nie mehr vergessen. Der Innenverteidiger brachte ein seltsames Kunststück fertig – einen seltenen Doppelpack. Zunächst erzielte der Abwehrspieler im Duell gegen die U19 der SV Elversberg mit einem Traumtor aus 40 Metern das 2:0, anschließend verhalf er den Saarländern mit einem Eigentor zur Rückkehr ins Spiel. Da der FC die Begegnung sicher über die Zeit brachte, waren die Worte von Trainer Stefan Ruthenbeck anschließend mahnend, aber nicht vernichtend. Ein Jahr später erlebt der nun 18-Jährige wieder Momente, die nicht einfach an ihm vorbeiziehen werden. Die vergangene Woche dürfte zumindest eine ganz besondere sein. Zunächst verlängerte der Defensivmann seinen Vertrag bei den Geißböcken, anschließend wurde er in den Kader der Profis für das Testspiel gegen die Viktoria aus Köln gerufen und stand sogar als einzige Nachwuchshoffnung sofort in der Anfangsformation.


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Assad Kotya-Fofana überzeugt bei den Profis des 1. FC Köln

Zwar hatte Kotya-Fofana ein paar Wackler in den ersten Minuten drin, dann spielte der Innenverteidiger aber eine seiner größten Qualitäten zunehmen aus: die Ruhe am Ball, selbst unter Druck. Eine Qualität, die dem 18-Jährigen von Mitspielern und Trainern gleichermaßen attestiert wird. René Wagner sprach später von den U21-Spielern, die alles reingeworfen haben. Gerade der Innenverteidiger erhielt viele Minuten. Natürlich auch, weil die Hintermannschaft der Geißböcke aufgrund der Länderspielpause mächtig ausgedünnt war. Gleich drei der vier Innenverteidiger waren mit den Nationalmannschaften unterwegs, „nur“ IV Nummer drei Joel Schmied weilte am Geißbockheim. Kotya-Fofana gilt schon lange als großes Talent der Kölner Akademie. Die Vertragsverlängerung ist ein folgerichtiger Schritt. „Ich habe mich für die Verlängerung entschieden, weil ich mich beim FC sehr wohlfühle und in den Gesprächen mit den Verantwortlichen viel Vertrauen gespürt habe“, sagte der Spieler. „Ich möchte mich beim FC weiterentwickeln und meinen Weg hier weitergehen.“

Und doch wird die Frage erlaubt sein, wie der Weg aussehen könnte. Denn in Sachen Vertrauen in die eigene Jugend geht der FC zwar vorbildlich voran, die Durchlässigkeit der Innenverteidiger ließ aber zuletzt zu Wünschen übrig. Neo Telle galt einst als großes Talent, feierte unter Gerhard Struber sein Profidebüt, spielt mittlerweile bei der Fortuna aus Köln. Elias Bakatukanda bestreitet gerade sein drittes Jahr als Leihspieler, Julian Pauli sein zweites. Beide schnupperten bekanntlich ebenfalls bereits Profi-Luft mit dem Geißbock auf der Brust. Gerade bei Pauli wäre im Sommer bei einem passenden Angebot ein Verkauf wohl eine Variante gewesen. Eine gewisse Parallele zu Nationalspieler Yann Bisseck lässt sich wohl nur schwer von der Hand weisen. Dass der FC mit gestandenen Abwehrspielern plant, ist in der Bundesliga natürlich Normalität, es verdeutlicht aber auch, dass der Weg in die Bundesliga ein sehr weiter ist.

Wie geht es für Assad Kotya-Fofana beim 1. FC Köln weiter?

Und das wird sich für den 18-Jährigen wohl auch nicht so schnell ändern. Bakatukanda und Pauli werden im Sommer erst wieder ans Geißbockheim zurückkehren. Dann wird man sich die nächsten Schritte überlegen. Sollte Rav van den Berg tatsächlich im Winter eine andere Herausforderung suchen und es sich dabei nicht um eine Leihe handeln, würden die Kölner an dieser Stelle ebenfalls nachbessern. Timo Hübers sollte im Laufe der Rückrunde ebenfalls wieder zur Mannschaft stoßen. Der FC scheint also quantitativ auf dieser Position gut aufgestellt zu sein. Kotya-Fofana wird seinen Weg finden müssen. Möglicherweise über Leihen, möglicherweise weiter über die U21, obwohl er wie auch schon bei seinen vorherigen Stationen noch eine Altersgruppe darunter spielen könnte. Mit der Vertragsverlängerung und den ersten Minuten im Testspiel ist aber ein erster großer Schritt getan.

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„Kein Mehrwert“: FC-Trainerin Carlson nicht von jeder Bundesliga-Revolution überzeugt

Britta Carlson beim Spiel der Frauen des 1. FC Köln in Essen
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„Kein Mehrwert“: FC-Trainerin Carlson nicht von jeder Bundesliga-Revolution überzeugt

Der deutsche Fußball-Meister der Frauen könnte ab der Saison 2027/28 erstmals in einer Endrunde mit Halbfinale und Finale ermittelt werden. Für die Vereine geht es dabei vor allem um höhere Medienerlöse. Kölns Trainerin Britta Carlson steht dem möglichen neuen Format allerdings kritisch gegenüber, begrüßt jedoch eine andere Neuerung ab der kommenden Spielzeit.

Die Frauen-Bundesliga bekommt ab der Saison 2027/28 einen neuen Fernseh-Vertrag – und dieser bringt auf jeden Fall Veränderungen mit sich. Wie groß diese ausfallen, das entscheiden die interessierten Medien-Unternehmen, deren Wünschen die Vereine letztlich folgen dürften.

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Eine der Optionen sieht vor, dass die vier besten Mannschaften der regulären Saison in einer Endrunde mit Halbfinals, Spiel um Platz drei und Finale um die deutsche Meisterschaft kämpfen. Hinzu könnten Relegationsspiele zwischen erster und zweiter Liga kommen. Die Gesamtzahl der Spiele pro Saison würde inklusive Supercup bei diesem Modell von aktuell 183 auf 190 steigen. Der FBL e.V., dem auch der 1. FC Köln angehört, hat am Mittwoch die Gespräche mit interessierten Medienunternehmen aufgenommen. Im November sollen die Anbieter verbindliche Angebote vorlegen. Anschließend soll die Mitgliederversammlung des Frauen-Fundesliga FBL e.V. am 30. November final abstimmen.

Britta Carlson zu den Playoffs: „Es macht die Liga für mich nicht unbedingt interessanter“

Hinter den Überlegungen stehen natürlich wirtschaftliche Interessen. Die Medienerlöse der Frauen-Bundesliga liegen derzeit bei 5,2 Millionen Euro pro Saison und sollen fortan signifikant steigen. Zudem könnte das Modell mit einer Endrunde um die Meisterschaft für mehr Abwechslung bei den Titelträgern sorgen. Seit 2013 gewannen ausschließlich der VfL Wolfsburg und Bayern München die Bundesliga, die Münchnerinnen zuletzt sogar vier Mal in Folge. Kölns Trainerin Britta Carlson sprach sich jedoch zuletzt gegen Playoffs aus: „Es macht für mich die Liga nicht unbedingt interessanter. Vielleicht bin ich da oldschool, aber für mich ist eine Meisterschaft immer noch eine komplette Saisonleistung und nicht abhängig von irgendwelchen Playoffs.“

Zwar könnten kleinere Vereine, zu denen sie auch den 1. FC Köln zählen würde, von einer solchen Reform möglicherweise profitieren, „aber ich sehe das große Ganze. Ich sehe es nicht als Mehrwert für die Spielerinnen, es ist noch mal mehr Belastung.“ Der Frauenfußball müsse zwar wirtschaftlich wachsen. Dies dürfe aber nicht um jeden Preis geschehen: „Genau das hat den Frauenfußball die Jahre abgegrenzt von den Männern. Jeder Verein und auch der Liga-Verband hat andere Möglichkeiten, weiter Geld zu generieren. Du hast eine Europameisterschaft in Deutschland und ich glaube nicht, dass jetzt die Playoffs so viel Geld einbringen, dass wir dadurch noch besser werden und wieder konkurrenzfähiger England gegenüber.“

Britta Carlson „Eine Konferenz ist sicher zielführend“

Um den Abstand zu Bayern München zu verkleinern, verwies Carlson deshalb auf einen anderen Ansatz als eine Reform des Wettbewerbs: „Andere Vereine können nachziehen, das tun wir ja auch gerade, dass wir in gute Trainer, in gute Ausbildung investieren, in die Akademie, in den Nachwuchs. Dann obliegt es jedem Verein, da mehr zu investieren, um auch dem FC Bayern gegenüber vielleicht konkurrenzfähiger zu werden.“ Eine andere Änderung im Spielplan begrüßte die Kölner Trainerin jedoch. Ab der kommenden Saison soll es nur noch drei feste Anstoßzeiten geben: ein Einzelspiel am Freitagabend, eine Partie am Samstagmittag sowie fünf Begegnungen am Sonntagnachmittag. Die fünf Sonntagsspiele sollen parallel ausgetragen und – wie in der Männer-Bundesliga – in einer Konferenz übertragen werden. Der bislang wenig beliebte Montag als Spieltermin fällt weg. „Für mich sind Montagsspiele genauso bescheiden wie es auch bei den Männern war. Eine Konferenz ist sicherlich zielführend“, sagte Carlson.

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Sturm-Not beim 1. FC Köln: Kann Kevin Ekweribe wirklich zur Option werden?

Kevin Ekweribe im Trainingsspiel der Profis des 1. FC Köln
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Sturm-Not beim 1. FC Köln: Kann Kevin Ekweribe wirklich zur Option werden?

Nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache sucht der FC nach einer Alternative für das Sturmzentrum. Kevin Ekweribe wurde nun für das Training der Profis hochgezogen. Deswegen ist der Spieler aber nicht zwangsläufig schon eine Alternative.

Ein neues Gesicht am Geißbockheim? Kevin Ekweribe trainierte am Dienstag bei den Profis mit. Der Junioren-Spieler dürfte von den Ausfällen der etatmäßigen Mittelstürmer profitieren. Doch kann der 18-Jährige schon Bundesliga? Daten aus 48 Spielen zeigen, was für – und was gegen – den Nachwuchsstürmer spricht.

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Mit sichtbar viel Spaß kehrten Said El Mala und Mikey Moore von den Länderspielen mit ihren Nationalmannschaften zurück. Kein Wunder, beide hatten positive Erlebnisse gesammelt. Obwohl die Offensivhoffnungen mit einer kompletten Trainingswoche also genug Zeit haben, sich auf das Derby gegen Gladbach vorzubereiten und wohl alternativlos sind, waren einige Nachwuchskräfte weiterhin bei den Profis. Und dazu mit Kevin Ekweribe noch ein neues Gesicht. Der Offensivspieler wurde nun ebenfalls zu den Profis hochgezogen. Mit großer Wahrscheinlichkeit als Reaktion auf die Ausfälle von Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Denn Ekweribe ist nominell ein Mittelstürmer, der in dieser Saison in fünf U19-Ligaspielen bereits drei Tore erzielt hat und ein weiteres vorbereitete. Für viele FC-Fans wohl ein neues Gesicht, doch der Angreifer ist am Geißbockheim kein Unbekannter. Seit 2019 kickt das Nachwuchstalent für den FC, durchlief seit der U12 sämtliche Stationen und ist nun in der U19 angekommen, sammelte aber auch schon Minuten in der U21.

Kevin Keweribe ist beim FC vor allem Mittelstürmer

Stefan Ruthenbeck lieferte darauf Anfang des Jahres eine ziemlich eindeutige Antwort. Der U19-Trainer bezeichnete seinen Angreifer damals als „Neuner“ und nannte gleich mehrere Eigenschaften, die den Spieler auszeichnen. Der Youngster bringe ein gutes Tempo mit, könne mit beiden Füßen Tore erzielen und aufgrund seiner Größe auch als Zielspieler eingesetzt werden und Bälle festmachen. Gerade letztere Worte dürften FC-Coach René Wagner gerade gut in den Kram passen. Denn durch die Ausfälle von Ache und Dallinga fehlt dem FC genau das – ein Zielspieler, der die Bälle festmachen kann. Doch es gibt einen kleinen Haken. Die Daten sprechen bislang noch eine andere Wahrheit. come-on-fc.com liegen die Daten aus 48 Spielen Ekweribes seit März 2024 vor. Die Stichprobe umfasst mehr als 2300 Einsatzminuten aus verschiedenen Wettbewerben und inzwischen auch der U21. Allerdings bildet sie nicht sämtliche Pflichtspiele des Angreifers in diesem Zeitraum ab, ist aber umfangreich genug, um eindeutige Tendenzen zu erkennen.

In jenen Begegnungen erzielte der Stürmer 14 Tore, hochgerechnet erzielt der Spieler 0,5 Treffer in 90 Minuten. Bemerkenswert: In diesen Spielen kommt der Stürmer auf einen xGoals-Wert von 14,1. Er traf also genau so oft, wie es die Qualität seiner Chancen erwarten ließ. Dabei kommt er im Schnitt auf zwei Abschlüsse pro Spiel, einer kommt auch aufs Tor. Zum Vergleich: Ache kommt auf etwas mehr als drei Abschlüsse pro Spiel, Dallinga auf etwas mehr als zwei. Soweit so gut. Doch dann gibt es eben noch weitere Daten. In den ausgewerteten Begegnungen bestritt Ekweribe 89 Kopfballduelle und gewann davon 38 – eine Quote von knapp 43 Prozent. Bei sämtlichen erfassten Zweikämpfen liegt seine Erfolgsquote bei knapp 39 Prozent. Das widerspricht nicht Ruthenbecks Einschätzung eines möglichen Zielspielers. Die Werte liefern aber zumindest keinen Hinweis darauf, dass Ekweribe sein Spiel bislang hauptsächlich über körperliche Dominanz oder die Lufthoheit definiert.

Mit Tempo über die Flügel

Für seine bislang auffälligsten Stärken gibt es handfeste Belege. So aus dem Februar 2025 als der Angreifer mit einem 90-Meter-Solo im Spiel gegen den FC Augsburg in der U17 nahezu die komplette Hintermannschaft der Fuggerstädter abschüttelte und eiskalt einschob. Auch in anderen Begegnungen kam der Offensivspieler mit Tempo über die Flügel, bereitete so auch einige Treffer vor. Heißt: Ekweribe kann auch mit Tempo über die Flügel kommen und sucht zudem auch mal gerne den Weg in die Tiefe. Allerdings wird er in seinen Mannschaften nicht vorwiegend als Außenstürmer eingesetzt. Im Gegenteil. In nahezu neun von zehn Spielen ist der Angreifer der „Neuner“, den Ruthenbeck in ihm sieht. Und der Torerfolg gibt dieser Maßnahme auch recht: Zwölf seiner 14 Treffer erzielte der Spieler als nomineller Mittelstürmer – das heißt aber nicht, dass er diese Tore auch als klassischer Knipser verwertete. Er erscheint also als Mittelstürmer, der aufgrund seines Tempos und seiner Beweglichkeit auch aus anderen Räumen Gefahr entwickeln kann.

Seien Torgefahr bewies der Spieler auch, als er im Halbfinale um die Deutsche U19-Meisterschaft gegen den SC Paderborn in der Verlängerung traf. Ruthenbeck lobte anschließend ausdrücklich die Wirkung seiner Einwechselspieler. Nur wenige Wochen später setzte der Verein ein weiteres Signal. Der FC verlängerte den Vertrag mit seinem Nachwuchsstürmer langfristig. Der Technische Direktor Lukas Berg erklärte dabei, Ekweribe sei mit seinem Potenzial „noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt“. Und so dürfte der Stürmer auch nicht wirklich als ernsthafte und dauerhafte Alternative für die Bundesliga gelten. Zwischen Nachwuchs- und Profifußball liegen Welten – gerade auf einer Position, auf der Körperlichkeit, Handlungsschnelligkeit und Zweikampfhärte besonders gefragt sind. Dennoch: Der FC verfügt aktuell nicht über viele gelernte Mittelstürmer, Ekweribe ist einer. Ob nach der U19, nun der U21 auch der Schritt bei den Profis erfolgt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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Mit Selbstvertrauen ins Derby? Viele FC-Profis schoben in der Länderspielpause Frust

Luka Lochoshvili holte zwei Punkte in vier Spielen
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Mit Selbstvertrauen ins Derby? Viele FC-Profis schoben in der Länderspielpause Frust

Die Fans des 1. FC Köln fiebern nach der Länderspielpause dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach entgegen. Nachdem Said El Mala und Mikey Moore am Dienstag wieder ins Training eingestiegen waren, trudeln in den kommenden Tagen dann auch die anderen Nationalspieler wieder am Geißbockheim ein. Die meisten mit wenig aufgefrischtem Selbstvertrauen.

Die Länderspielpause ist vorbei – die FC-Profis kehren ans Geißbockheim zurück, um sich auf das wichtige Derby am kommenden Sonntag (15.30 Uhr; Liveticker bei come-on-fc.com) gegen Borussia Mönchengladbach vorzubereiten. Nicht alle Nationalspieler holten sich frisches Selbstvertrauen.

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Said El Mala ließ die Herzen der FC‑Fans höherschlagen, als er am vergangenen Donnerstag gegen Serbien (2:0) sein DFB-Debüt feiern durfte und damit zum 44. deutschen Nationalspieler in der Kölner Klubhistorie wurde. Auch wenn er sowohl gegen die Serben als auch gegen die Griechen noch ein wenig nervös wirkte und nicht so viele Akzente im Spiel setzen konnte, darf man sich auf die zukünftige DFB-Karriere des Shootingstars freuen. Denn jeder in der Domstadt weiß, wozu der 20-Jährige imstande ist. Genau das weiß auch Bundestrainer Jürgen Klopp, der El Mala in beiden Partien als erste Einwechslung (gegen Griechenland mit Nick Woltemade) ins Spiel brachte.

Mikey Moore trifft zwei Mal für England

Für Mikey Moore, Isak Johannesson und Reigan Heskey war die Länderspielpause ein voller Erfolg. Der junge Moore war mit der U20 unterwegs, führte seine Mannschaft bei den Siegen gegen Italien, Frankreich und Deutschland als Kapitän auf den Platz. In den drei Partien traf er gleich zweimal und steuerte einen Assist bei, weshalb der 19-Jährige nun mit ordentlich Selbstvertrauen ans Geißbockheim zurückgekehrt ist. Nicht umsonst gilt Moore als eines der größten Talente auf der Insel. Die Isländer um Johannesson starteten zunächst mit einem Unentschieden gegen Estland. Im Anschluss folgten zwei Siege und ein weiteres Remis, wobei der FC-Profi in allen Partien in der Startelf stand. In Gruppe C in der Nations League steht der 23‑Jährige mit seiner Nationalmannschaft nun auf dem ersten Rang. Und auch für Reigan Heskey lief die Länderspielreise mit der englischen U19-Nationalmannschaft zufriedenstellend. Drei Siege in vier Spielen konnte seine Mannschaft verbuchen. In zwei Partien stand Heskey in der Startelf. Beim 2:1 gegen die USA gelang dem Sohn von England-Legende Emile Heskey sogar ein Treffer.

Bank-Frust für Rav van den Berg und Jahmai Simpson-Pusey

Weniger gut lief es dagegen für Rav van den Berg, Jahmai Simpson-Pusey, Paul Okon-Engstler und Luka Lochoshvili. Van den Berg, der ohnehin derzeit einen schweren Stand beim FC hat, hatte auf Spielpraxis bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft gehofft, um etwas Selbstvertrauen zu tanken. Doch genau das Gegenteil trat ein. Der Innenverteidiger stand beim ersten Duell gegen Norwegen nicht mal im Kader und kam gegen Slowenien und Bosnien-Herzegowina nicht zum Einsatz. Ähnlich erging es auch Simpson-Pusey, der ebenfalls beim ersten Spiel der englischen U21-Nationalmannschaft nicht berücksichtigt wurde und im zweiten Spiel auf der Bank schmorte. Gegen Irland durfte der 20-Jährige am Dienstagabend dann aber von Beginn an ran, kassierte mit seiner Mannschaft jedoch eine Pleite.

Im Gegensatz zu van den Berg ist Simpson-Pusey allerdings unter FC-Coach René Wagner in Köln gesetzt in der Innenverteidigung. Für den Niederländer – dem ein wenig Spielpraxis im Testspiel gegen Viktoria Köln vielleicht gutgetan hätte, wäre er in Köln geblieben – war es eine Länderspielpause zum Vergessen. Lochoshvili kam dagegen für Georgien zwar in allen vier Partien zum Einsatz, sammelte mit seiner Truppe aber lediglich zwei Zähler und steht in Gruppe F der Nations League auf dem letzten Platz. Und Okon-Engstler absolvierte mit Australien zwei Freundschaftsspiele gegen Brasilien, wobei er sowohl beim 1:1 als auch bei der 2:4-Pleite in der Startelf stand.

Gideon Mensah reist vorzeitig ab

Ziemliches Chaos gab es bei Gideon Mensah. Mit Ghana legte der FC-Profi einen kompletten Fehlstart in die Qualifikation für den Afrika-Cup hin, verlor sowohl gegen die Elfenbeinküste als auch gegen Gambia. Im Anschluss, nach dem überraschenden Trainer-Aus bei den Black Stars, wurde das Testspiel gegen Marokko abgesagt. Es soll Streit um Prämien gegeben haben. Mensah kehrte daraufhin vorzeitig in die Domstadt zurück.

Insgesamt lässt sich zusammenfassen: Von Euphorie, über Bank-Frust bis zu vorzeitiger Abreise war bei den FC-Profis alles dabei. In den kommenden Tagen werden nun auch die letzten Nationalspieler in Köln zurückerwartet. Dann heißt es: vollen Fokus auf das so wichtige Derby gegen Borussia Mönchengladbach.


So spielen die Profis des 1. FC Köln

Said El Mala

🇩🇪 Deutschland

  • vs. Serbien1. Okt2:0
  • bei Griechenland4. Okt0:0

Isak Johannesson

🇮🇸 Island

  • vs. Estland26. Sep1:1
  • bei Luxemburg29. Sep3:0
  • vs. Bulgarien3. Okt3:0
  • bei Estland6. Okt0:0

Luka Lochoshvili

🇬🇪 Georgien

  • vs. Nordirland25. Sep0:1
  • vs. Ukraine28. Sep0:0
  • bei Ungarn2. Okt0:1
  • bei Nordirland5. Okt0:0

Paul Okon-Engstler

🇦🇺 Australien

  • vs. Brasilien25. Sep1:1
  • vs. Brasilien29. Sep2:4

Gideon Mensah

🇬🇭 Ghana

  • bei Elfenbeinküste24. Sep0:2
  • vs. Gambia29. Sep2:4

Jahmai Simpson-Pusey

England England (U21)

  • vs. Kasachstan25. Sep4:2
  • vs. Slowakei2. Okt0:0
  • bei Irland6. Okt1:3

Mikey Moore

England England (U20)

  • bei Italien25. Sep3:1
  • vs. Frankreich29. Sep2:1
  • vs. Deutschland3. Okt2:1

Reigan Heskey

England England (U19)

  • bei Irland25. Sep1:0
  • vs. Norwegen29. Sep2:1
  • vs. Belgien5. Okt0:1

Rav van den Berg

🇳🇱 Niederlande (U21)

  • bei Norwegen25. Sep0:0
  • bei Slowenien2. Okt4:2
  • vs. Bosnien & Herzegowina6. Okt4:0

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Von den Rotations-Königen zur Stammelf beim 1. FC Köln? Diese FC-Profis sind unter René Wagner gesetzt

René Wagner hat zunächst viel rotiert - doch eigentlich hat er eine Stammelf
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Von den Rotations-Königen zur Stammelf beim 1. FC Köln? Diese FC-Profis sind unter René Wagner gesetzt

Auf den ersten Blick ist René Wagner wie sein Vorgänger Lukas Kwasniok ein Freund der Rotation. Doch der Schein trügt. Denn der Kölner Coach hat längst eine feste Formation gefunden, die wenig Spielraum lässt.

Lukas Kwasniok hatte bereits früh angekündigt, dass es bei ihm keine Stammelf geben werde. Rein statistisch scheint das auch für seinen Nachfolger zu gelten. Doch die Statistik hat bekanntlich nicht immer recht.

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Fünf Pflichtspiele, fünf unterschiedliche Startformationen und 16 von Beginn an eingesetzte Spieler – was nach Lukas Kwasniok klingt, ist in echt René Wagner. Der neue Cheftrainer liegt in Sachen Rotation mit seinem Vorgänger zumindest statistisch auf einer Wellenlänge. Kwasniok stellte allerdings 17 Spieler in die jeweiligen Anfangsformationen der ersten fünf Auftritte seiner Mannschaft. Statistisch kann also in beiden Fällen keine Rede von einer Stammformation sein. Doch der Schein trügt. Denn Wagner scheint durchaus den Großteil einer festen Anfangself gefunden zu haben. Das war vor einem Jahr anders und das bewusst. Denn Kwasniok machte nie einen Hehl daraus, dass er auf eine feste Anfangsformation grundsätzlich verzichten würde. „Es wird keine dauerhafte Stammelf geben, sondern immer nur eine Startelf“, sagte der damalige Coach schon bei seinem Amtsantritt. Und Kwasniok ließ seinen Worten Taten folgen. Bis zum 14. Spieltag schickte der Trainer keine zwei Mal die gleiche Elf aufeinanderfolgend ins Rennen.

Darum wechselte René Wagner seine Startelf beim 1. FC Köln

Nicht nur das, in jenem Zeitraum standen die gleichen elf Spieler nie gemeinsam zum Anstoß auf dem Platz. Insgesamt nahm der Ex-Coach in jenen Spielen zehn Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche vor. Bei Wagner sind die nackten Zahlen ähnlich. Auch der aktuelle Trainer hat noch nicht einmal mit der gleichen Elf begonnen, ließ 16 Spieler zum Anpfiff von der Leine, allerdings nahm der 38-Jährige insgesamt nur sieben Wechsel im Vergleich zur Vorwoche vor. Und doch gibt es einen wesentlichen Unterschied. Während Kwasniok seine Wechsel mit einer taktischen Herangehensweise erklärte, vielleicht sogar auf den Überraschungsmoment setzte, sind die Wechsel bei Wagner anders begründet. Denn Wagner vermeintliche Stammelf stand erst in wenigen Spielen komplett zur Verfügung. Ellyes Skhiri kehrte bekanntlich erst kurz vor dem Deadline Day zum FC zurück, hatte an seiner Form zu arbeiten, gehört mittlerweile aber zu den unumstrittenen Stammspielern.

Mikey Moore erhielt wiederum erst spät die Freigabe. Said El Mala und Doppeltorschütze Thijs Dallinga fielen gegen den VfB Stuttgart erkrankt aus, hätten sonst gegen die Schwaben sicherlich begonnen. Die unterschiedlichen Formationen sind also nicht der Ausdruck eines taktischen Kniffs, vielmehr waren sie zum Großteil erzwungen. Denn innerhalb der vergangenen Wochen hat sich schon eine Anfangsformation herauskristallisiert, die unter Wagner nur wenig Spielräume lässt. Marvin Schwäbe ist im Tor genauso gesetzt wie die Innenverteidigung Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey sowie Linksverteidiger Gideon Mensah. Alessio Castro-Montes war bis zu seiner Verletzung ebenfalls fest eingeplant. Im Zentrum führt kein Weg an Skhiri vorbei, Tom Krauß spielte bislang ebenfalls immer in der Anfangsformation. Die Dreierkette davor ist mindestens auf zwei Positionen festgespielt. Mikey Moore und Said El Mala sind unausweichlich.

Diese Spieler sind in Wagners FC-Stammelf gesetzt

Und auch Linton Maina hat zuletzt viele Argumente gesammelt, warum er die Nase vor Luca Waldschmidt, Jan Thielmann oder Marius Bülter hat. Wirklich umkämpft schien nur die Spitze mit Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Schien, weil die beiden bekanntlich ausfallen. Hier wird es also erneut Veränderungen geben müssen – verletzungsbedingt. Auch unter Kwasniok gab es durchaus Spieler, die der Trainer immer wieder aufstellte. Eine feste Elf wollte der damalige FC-Coach daraus aber ausdrücklich nicht entstehen lassen. Noch nach den ersten Saisonspielen betonte Kwasniok, unterschiedliche Gegner würden unterschiedliche Spielertypen erfordern. Die Rotation war nicht Begleiterscheinung, sondern Teil seiner Idee. Kwasniok hatte also durchaus Stammspieler, während Wagner an einer Stammelf arbeitet. Die Rotation wurde bei Kwasniok erst später auch aufgrund der zahlreichen Verletzungen notwendig.

Wagner reagiert aktuell auf Begleiterscheinungen punktuell. Die Sorge, der Trainer würde als ehemaliger Assistent von Kwasniok dessen Arbeitsweise kopieren, stellt sich zunehmend als nicht berechtigt heraus. Wagner fordert offenbar nicht nur eine klare Kommunikation, er ist anscheinend ein Freund einer klaren Hierarchie. Wie fest diese Hierarchie tatsächlich ist, werden die kommenden Wochen zeigen. Denn eine Stammelf bedeutet im Umkehrschluss, dass es für die Spieler dahinter zunehmend schwerer wird. Wagner hatte schon früh in der Saison erklärt, dass er auch diese Spieler bei „der Stange halten“ wolle. Spannend, wie er das umsetzen will.


Sechs Spieler standen in allen fünf bisherigen Pflichtspielen des 1. FC Köln in der Startelf: Marvin Schwäbe, Tom Krauß, Gideon Mensah, Alessio Castro-Montes, Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili.

Wagners Startelf im Überblick
Die ersten fünf Pflichtspiele der Saison 2026/27
16
verschiedene Starter
5
verschiedene Startelfen
7
Veränderungen
SpielerWÜRTSGVFBSVWHSV Starts
Schwäbe●●●●●5/5
Krauß●●●●●5/5
Mensah●●●●●5/5
Castro-Montes●●●●●5/5
Simpson-Pusey●●●●●5/5
Lochoshvili●●●●●5/5
Johannesson●●●○○3/5
Ache●●●○○3/5
El Mala●●○○●3/5
Thielmann●●●○○3/5
Maina○○●●●3/5
Bülter●○○●○2/5
Okon-Engstler○●●○○2/5
Skhiri○○○●●2/5
Dallinga○○○●●2/5
Moore○○○●●2/5
● Startelf ○ nicht gestartet
WÜR Würzburg  ·  TSG Hoffenheim  ·  VFB Stuttgart  ·  SVW Bremen  ·  HSV Hamburg

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1. FC Köln News: Alle Meldungen immer auf einen Blick

Das Stadion des 1. FC Köln
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1. FC Köln News: Alle Meldungen immer auf einen Blick

Alle wichtigen und aktuellen Informationen rund um den 1. FC Köln an einem Ort. Hier findest du alle Nachrichten zu der Mannschaft, Transfergerüchten, Entwicklungen, Verletzungen und allem, was rund um die Geißböcke passiert.


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Wie René Wagner Rückkehrer Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln zu alter Stärke verhilft

Ellyes Skhiri und René Wagner beim Training
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Wie René Wagner Rückkehrer Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln zu alter Stärke verhilft

Sein Wechsel nach Köln war von Skepsis begleitet, doch beim FC blüht Ellyes Skhiri wieder auf, ist einer der Leistungsträger des 1. FC Köln. FC-Trainer René Wagner scheint bei dem 31-Jährigen den richtigen Schlüssel gefunden zu haben.

Innerhalb weniger Wochen hat sich Ellyes Skhiri beim FC zu einem Leistungsträger entwickelt. Eine Entwicklung, die viele FC-Anhänger so nicht haben kommen sehen. René Wagner offenbar schon. Der Trainer wollte den Spieler unbedingt. Und das könnte der Schlüssel sein.

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Ellyes Skhiri ist kein Spieler der lauten Töne. Der Mittelfeldspieler der Geißböcke hat schon wenige Tage nach seinem zweiten Amtsantritt beim FC vor wenigen Wochen erklärt, dass er eine Leader-Rolle bei den Geißböcken einnehmen wolle, allerdings durch seine Leistung. Ausgerechnet die stellten aber zahlreiche Fans bereits in Frage, da hatte der Tunesier den Vertrag am Geißbockheim noch nicht unterschrieben. Als im Sommer die ersten Gerüchte um den Mittelfeldspieler aufploppten, kam in den Sozialen Medien Skepsis auf. Die war von Außen betrachtet vermutlich auch nicht ganz unbegründet. Der Mittelfeldspieler sollte in der Nationalmannschaft Tunesiens bei der WM im Sommer eben auch Verantwortung übernehmen, doch bekanntlich scheiterten die Nordafrikaner sang- und klanglos, spielten ein erschreckend schwaches Turnier. Und das galt eben auch für Skhiri, der zuvor auch ein kompliziertes Jahr bei der Eintracht hinter sich gebracht hatte.

„Egal was passiert, er bringt immer seine Leistung“

Nun also der Tapetenwechsel und die Rückkehr nach Köln. Und da gerade das Zurückkommen zu einem alten Verein eher selten so richtig gut funktioniert, ebbte die Skepsis mit der Unterschrift auch nicht wirklich ab. Tatsächlich haben sich Thomas Kessler und Co. bei der Kaderzusammenstellung auf die Fahne geschrieben, eben auch Spieler aus einer vermeintlichen Formdelle zu holen. Dass das klappen kann, zeigte die Leihe von Jakub Kaminski in der Vorsaison. Und auch bei Skhiri sind die Anzeichen bislang sehr vielversprechend. Wagner machte schon unmittelbar nach der Verpflichtung von Skhiri keinen Hehl daraus, dass der Mittelfeldspieler von vornerein einer seiner Wunschkandidaten gewesen sei. „Er ist ein Vollprofi und wir wussten, dass er unserer Mannschaft Stabilität, Halt und Struktur geben wird“, sagte Wagner im Interview mit come-on-fc.com. „Er bringt einfach eine Qualität mit, die unbestritten wichtig für uns sein wird. Auch in Frankfurt hat er sich so eingebracht: Denn egal, was passiert, er bringt immer seine Leistung.“

„Er arbeitet extrem hart“

Und dafür arbeitet der 31-Jährige hart, ist ein Vorzeigeathlet, vermutlich einer der fittesten Spieler der Mannschaft, vielleicht der Liga. „Er arbeitet extrem hart. Er ist mir vor kurzem abends noch im Geißbockheim entgegengekommen, weil er gerade von einem Lauf zurückkam“, erzählt der Trainer, der offenbar nie einen Zweifel daran hatte, dass Skhiri unter ihm wieder funktionieren würde. Eben so wie bei seiner ersten Station in Köln, als „Flaco“ in Windeseile zum Publikumsliebling avancierte. Und doch wirkt es so, als habe der Trainer den richtigen Schlüssel finden müssen und gefunden. Und das könnte eben eine Ebene zwischen Spieler und Trainer sein. „Ellyes ist auf jeden Fall jemand, der Vertrauen braucht. Dadurch kann er vielleicht noch den einen oder anderen Prozentpunkt mehr rausholen“, so Wagner. „Wenn das am Ende der Hebel ist, um ihn dazu zu befähigen, Tore zu machen und zu assistieren, dann bin ich froh, dass wir den Hebel haben.“

Und das zeigt sich auch auf dem Platz, auch wenn der 31-Jährige gegen Viktoria Köln nicht gerade seinen besten Tag erwischte. Bei den Einheiten in der vergangenen Woche war Skhiri dagegen wieder einmal einer der Leader. Und das eben nicht nur durch Leistung. Skhiri übernahm beim Training auch gerne das Wort – und das ist eher ungewöhnlich.

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