FC-Frauen zuhause weiter sieglos: 1. FC Kรถln unterliegt Frankfurt erneut deutlich

Aurora Mikalsen (Foto: Daniela Porcelli / getty Images)
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FC-Frauen zuhause weiter sieglos: 1. FC Kรถln unterliegt Frankfurt erneut deutlich

Die FC-Frauen haben auch im vorletzten Heimspiel der Saison keinen Sieg im Franz-Kremer-Stadion feiern kรถnnen: Der 1. FC Kรถln verlor vor 2430 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt nach dem 0:8 im Hinspiel auch beim erneuten Aufeinandertreffen deutlich. Das Team konnte nicht an die starke Leistung zuletzt in Leverkusen anknรผpfen. Die Frauen des 1. FC Kรถln verloren gegen Frankfurt mit 0:4.

Die FuรŸballerinnen des FC konnten erneut keinen Sieg einfahren. Immerhin: Der Klassenerhalt war auch rechnerisch schon vor dem AnstoรŸ sicher. Die Frauen des 1. FC Kรถln verloren gegen Frankfurt mit 0:4.

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Kรถlns Trainerin Britta Carlson รคnderte ihre Start-Formation im Vergleich zum starken 1:1 bei Bayer Leverkusen auf zwei Positionen: Amelie Bohnen feierte ihre Bundesliga-Premiere und ersetzte Sara Agrez im Abwehr-Zentrum. Laura Donhauser rutschte fรผr Vanessa Leimenstoll in die erste Elf. Leimenstoll fehlte komplett im Kรถlner Aufgebot, Agrez saรŸ auf der Ersatzbank. Die Eintracht wurde ihrer Favoriten-Rolle mit einem druckvollen Start direkt gerecht. Ein Kopfball der Ex-Kรถlnerin Carlotta Wamser nach einer Ecke landete nur am Pfosten (2.). Kurz danach schlug es jedoch im Kรถlner Tor ein: Ein Fehlpass von Janina Hechler leitete den schnellen Frankfurter GegenstoรŸ ein. Im Sechzehner legte Lara Prasnikar gekonnt ab in ihren Rรผcken zu Laura Freigang, die blank stehend unhaltbar zum 0:1 einschoss (6.).

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Die Partie war frรผh vorentschieden

Beim zweiten Gegentreffer war die FC-Abwehr viel zu passiv. Martyna Wiankowska konnte die Prasnikar-Flanke von der linken Abwehrseite in den Strafraum nicht verhindern. Etonam Anyomi nahm den Ball zentral im Sechzehner ungestรถrt an und schloss aus der Drehung ab. Der Schuss unten rechts ins Eck lieรŸ Aurora Mikalsen im Kรถlner Tor keine Abwehr-Mรถglichkeit (16.). Die Gastgeberinnen blieben offensiv harmlos. Bezeichnend, dass die gefรคhrlichste Aktion fรผr den FC von den Frankfurterinnen selbst ausging: Freigangs Klรคrungsversuch nach einem Wiankowska-FreistoรŸ zischte nur knapp rechts unten am Pfosten vorbei (30.). Kurz vor der Pause hatten die Kรถlnerinnen Glรผck: Laura Vogt spielte einen FreistoรŸ im Mittelfeld genau in die Beine einer Gegenspielerin.

Anyomi war dadurch frei durch und stรผrmte aufs Tor zu, schoss den Ball jedoch nur an die Latte (40.). Ein Querpass auf die mitgelaufenen und ebenso blanken Freigang oder Prasnikar hรคtte wohl das sichere dritte Gegentor bedeutet. Kurz nach der Pause fiel der dritte Gegentreffer aber doch: Freigang konnte nach einer Wamser-Flanke unbedrรคngt zum Kopfball hochsteigen und versenkte den Ball im Kรถlner Tor zum 0:3 (53.). Die Partie war damit frรผh vorentschieden. Den Kรถlnerinnen gelang es in der Folgezeit weiterhin nicht, fรผr gefรคhrliche Torraum-Aktionen zu sorgen. Frankfurt verwaltete den Vorsprung ohne groรŸe Mรผhe. Anyomi scheiterte kurz vor dem Ende frei zulaufend an der stark parierenden Aurora Mikalsen (86.). In der Nachspielzeit erhรถhte Elisa SenรŸ nach Wamser-Zuspiel auf 0:4 (90.+1).

Die Kรถlnerinnen bleiben mit mageren acht Punkten damit weiter auf dem vorletzten Platz der Tabelle. Da das Schlusslicht Potsdam aber bereits am Freitagabend gegen Leverkusen verlor, war der Kรถlner Klassenerhalt bereits vor der Partie auch rechnerisch sicher. Fรผr den 1. FC Kรถln geht es am kommenden Sonntag (18:30 Uhr) beim Pokal-Finalisten Werder Bremen weiter.

1. FC Kรถln: Mikalsen โ€“ Gerhardt, Bohnen, Hechler, Wiankowska (61. Agrez) โ€“ Donhauser, Feiersinger, Vogt (61. Schmidt), Bienz (73. Schiffarth) โ€“ Ziemer, Achcinska (83. Cordes). Tore: 0:1 Freigang (6.), 0:2 Anyomi (16.), 0:3 Freigang (53.), 0:4 SenรŸ (90.+1). Zuschauer: 2430.


Deutliche Worte des 1. FC Kรถln Richtung Schiedsrichter – „Ich finde das fast ein bisschen รผbermรผtig“

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Deutliche Worte des 1. FC Kรถln Richtung Schiedsrichter – „Ich finde das fast ein bisschen รผbermรผtig“

Nach dem Duell des 1. FC Kรถln gegen Hannover fand FC-Trainer Gerhard Struber deutliche Worte. Und das nicht Richtung eigener Mannschaft. Zufrieden mit der Leistung des Unparteiischen war man nicht beim 1. FC Kรถln: Deutliche Worte zum Schiedsrichter nach dem Duell gegen Hannover.

FC-Trainer Gerhard Struber und Keeper Marvin Schwรคbe waren nicht zufrieden mit der Leistung des Unparteiischen. Und nach der 0:1-Niederlage war die Stimmung nicht die beste beim 1. FC Kรถln: Deutliche Worte zum Schiedsrichter nach dem Duell gegen Hannover.

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Gerade einmal zwei Fouls erlaubte sich Leart Pacarada am Sonntagmittag gegen Hannover 96. Zwei VerstรถรŸe, die so wohl Alltag im Ligabetrieb der zweiten Bundesliga sind. Doch Schiedsrichter Timo Gansloweit fรผhrte wรคhrend der Partie in Niedersachsen ein hartes Regiment – zumindest hin und wieder. So sah Pacarada bereits fรผr sein erstes Foul in der 23. Minute der Begegnung gegen Hyun-ju Lee den ersten gelben Karton. Dabei sollte es allerdings nicht bleiben. Sowohl fรผr den Kรถlner als auch fรผr seine Teamkollegen und Gegner hatte Gansloweit weitere Karten zu vergeben. Besonders schmerzlich war allerdings die kurz nach Wiederanpfiff. In der 50. Minute kam es zu einem Zweikampf zwischen Pacarada und Monju Momuluh. Dabei legte der Kรถlner den Hannoveraner kurz vor dem Sechzehner und sah dafรผr ebenfalls Gelb. Somit musste der 29-Jรคhrige mit Gelb-Rot vom Platz – die Kรถlner mussten die Begegnung in Unterzahl zu Ende spielen.

„Das sollte man vielleicht mal รผberdenken“

„Das ist der spielentscheidende Moment. Es gab einen Austausch auf dem Platz, aber da rede ich dann auch gegen eine Wand“, sagte Timo Hรผbers, der tatsรคchlich auf Gansloweit einredete. Allerdings gab es nach der Entscheidung wenig Spielraum. Der VAR darf bei einem gelben Karton bekanntlich nicht eingreifen. „Mir fehlt da ein bisschen das Fingerspitzengefรผhl vom Schiedsrichter“, so der Kรถlner Kapitรคn weiter, der schon die frรผhe Verwarnung an Pacarada monierte. „Er bringt sich selber damit in die Bredouille, dann vielleicht auch Gelb-Rot geben zu mรผssen.“ Und die gab er dann auch. Der FC spielte nahezu eine komplette Hรคlfte in Unterzahl. Ehrlicherweise zum Teil aber besser als in Gleichzahl. Wohl auch, weil Hannover nicht mehr All-in gehen musste.

Dass der Platzverweise dem FC aber nicht in die Karten spielte, war klar. Zumal der Gastgeber die erste Chance nach der Ampelkarte zur Fรผhrung nutzte. โ€žGrundsรคtzlich waren es heute schon grobe Kartenspiele. Ich weiรŸ nicht, ob man gut beraten ist, so einen jungen Schiedsrichter, der so wenige Spiele hat, dann so ein Spiel zuzumuten“, sagte Gerhard Struber. Gansloweit gab neun Gelbe Karten und den Platzverweis. „Ich bin ein Fรถrderer der Talente, aber man sollte schon hinterfragen, ob man so einen jungen Kerl darauf loslรคsst, hier zu lernen, in so einer Phase, in der wir alle drinstecken. Ich finde das fast ein bisschen รผbermรผtig und das sollte man vielleicht auch mal รผberdenken.โ€œ Bei aller Kritik an dem Unperteiischen sollte aber auch nicht untergehen, dass die Kรถlner bis dato รผberhaupt keine spielerischen Mittel fanden und ein verwarnter Verteidiger einen Zweikampf auch anders angehen kann.

„Das Foul war clever gezogen“

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Auf der anderen Seite war die Kartenvergabe des Schiedsrichters nicht immer nachvollziehbar. So gab es Mal eine Verwarnung fรผr ein Allerweltsfoul, das wiederum in der nรคchsten Situation ungeahndet blieb. „Am Ende sollte ein Schiedsrichter ein gutes Gefรผhl haben und ein Selbstverstรคndnis aufbauen und mit diesem Kartenspiel mit Karten auf beiden Seiten in diesem AusmaรŸ, da tue ich mich heute sehr schwer mit zu leben. Man hat eine gewisse Unerfahrenheit gesehen und die (Erfahrenheit, Anm. d. Red) wรผnsche ich mir in solchen Spiele schon, damit die Schiedsrichter das in der Hand haben und nicht auf so einfache Dinge reinfallen. Denn das Foul war schon clever gezogen. Und dass das dann mit Gelb bestraft wird, ist schon ein hartes Ding.“ Struber betonte aber, dass er den Schiedsrichter nicht vorschieben wolle, sondern sein Team einfach nicht gut genug war.


Mehrere Fรผnfen, ein AusreiรŸer nach oben – die Einzelkritik des 1. FC Kรถln gegen Hannover

Mark Uth im Spiel gegen Hannover 96
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Mehrere Fรผnfen, ein AusreiรŸer nach oben – die Einzelkritik des 1. FC Kรถln gegen Hannover

Besonders bitter war die 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 fรผr den 1. FC Kรถln, der mit einem Sieg gegen die Roten am nรคchsten Spieltag den Aufstieg vorzeitig hรคtte perfekt machen kรถnnen. Stark aufspielende Hausherren und ein รคrgerlicher Platzverweis verhinderten dies jedoch. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Kรถln gegen Hannover.

Dank der Niederlage des HSV im Parallelspiel bleiben die GeiรŸbรถcke an der Tabellenspitze. Doch die Mannschaftsleistung gegen Hannover รผber weite Strecken des Spiels lรคsst die Freude darรผber wohl in Grenzen halten. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Kรถln gegen Hannover.

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FC-Trainer Struber kรผndigte vor dem Spiel an, gegen die schwer zu durchschauenden Hannoveraner mit Variabilitรคt รผberzeugen zu wollen. „Wir wollen situationsflexibel sein“, gab der ร–sterreicher am Sky-Mikrofon die Marschroute vor. Das funktionierte allerdings nur auf Seiten der Gรคste. Die Hannoveraner รผberrumpelten den FC mit schnellem Umschaltspiel und รผberforderten die Struber-Elf mit einer Variation aus Dreier- und Viererkette, der FC wurde mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Die Gelb-Rote Karte fรผr Leart Pacarada gleich zu Beginn der ersten Halbzeit verschaffte den Hausherren, die รผber weite Strecken mehr Torgefahr ausstrahlten als der FC, dann den entscheidenden Vorteil zum 1:0-Sieg.

Niederlage nach Platzverweis- รคrgerlicher Auftritt der Geissbรถcke

Schwรคbe Einzelkritik

Marvin Schwรคbe

Die Nummer eins zwischen den Pfosten der Kรถlnerย hatte Glรผck, als die Hausherren durch Lee frรผh in der Partie zu einer GroรŸchance kamen. Der Abschluss des Sรผdkoreaners strich knapp am linken Pfosten vorbei. Der 30-Jรคhrige war bester Kรถlner, zeigte sich hellwach und hielt sein Team in der ersten Hรคlfte im Spiel. Hannover erspielte sich viele Standardsituationen, hatte insgesamt mehr Chancen und deutlich mehr Zug zum Tor. Immer wieder prรผften Lee, Tresoldi und Gindorf den Kรถlner Schlussmann, doch Schwรคbe parierte stark. Das 1:0 von Gindorf in der 57. Minute war aber fรผr Schwรคbe nicht unhaltbar.ย Dennoch guter Auftritt.


Leart Pacarada

Leart Pacarada

รœber die linke AuรŸenbahn suchte der Kosovare zwar Wege, die kompakte Dreierkette der Niedersachsen zu knacken – im Gegensatz zum Spiel gegen Mรผnster gelang ihm das aber nur selten. Nach einer harten Schiedsrichter-Entscheidung sah er die Gelb-Rote Karte. Ein Bรคrendienst fรผr seine Mannschaft, die fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste. Bei seiner zweiten Verwarnung stellte er sich ungeschickt an und brachte den Hannoveraner Momuluh kurz vor dem Kรถlner Strafraum zu Fall. Es war der erste Platzverweis fรผr den FC in dieser Saison. Der FC muss damit folgerichtig gegen Regensburg auf Pacarada verzichten.ย 


Dominique Heintz

Dominique Heintz

Hatte frรผh Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Hausherren. Zwar zeigte er sich in den Zweikรคmpfen prรคsent und stemmte sich mit viel Einsatz gegen die anstรผrmenden Hannoveraner, fiel aber immer wieder durch kleine Stellungsfehler auf. Vor allem der flinke und schnelle Lee bereitete ihm einen arbeitsreichen Tag. Oft kam er einen Schritt zu spรคt. So auch in der 82. Minute, als er Tresoldi nur mit einem Foul stoppen konnte und dafรผr die gelbe Karte sah.



Timo Hรผbers Einzelkritik 1. FC Kรถln 3-

Timo Hรผbers

In Unterzahl bewahrte er den FC in der 66. Minute vor dem 0:2, als er nach einer Ecke den Ball mit einem Kopfball von der Torlinie fischte. Auch sonst verteidigte er die Standards der Hannoveraner aufmerksam und mit groรŸem Einsatz. Als Kapitรคn warf er gegen seinen Ex-Verein alles in die Waagschale, konnte aber trotz aufopferungsvollem Kampf die Niederlage nicht verhindern. Bedenklich dagegen ab und an das Zweikampfverhalten – wie etwa gegen Lee zu Beginn.


Jan Thielmann

Gegen die quirligen Hannoveraner Ezeh und Gindorf hatte er alle Hรคnde voll zu tun. Er kam in der ersten Hรคlfte kaum in die Zweikรคmpfe, zog stattdessen mehrere Fouls und verschuldete so einige aussichtsreiche FreistoรŸpositionen, die den FC aufgrund der Standardstรคrke der Niedersachsen immer wieder in Bedrรคngnis brachten. Trotzdem warf er sich in jeden Zweikampf, auch wenn seine Bilanz durchwachsen blieb. Er kรคmpfte bis zum Schlusspfiff, trieb die mitgereisten Fans immer wieder an und gab alles – am Ende lag er vรถllig ausgepumpt auf dem Rasen der Heinz-von-Heiden-Arena. Hatte die meisten Ballkontakte aller FC-Spieler.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


FC-Spieler mit einem aufopferungsvollem Auftritt


Eric Martel Einzelkritik

Eric Martel

Agierte als eine Art Hybrid aus Sechser und Innenverteidiger und gewann im Mittelfeld wichtige Zweikรคmpfe. Besonders nach Pacaradas Platzverweis in der Defensive gefragt. Seine Qualitรคten in der Spielerรถffnung konnte er dabei allerdings kaum unter Beweis stellen. Dennoch รผberzeugte er mit unermรผdlichem Einsatz: Mit รผber 12 abgespulten Kilometern lief er mehr als jeder andere Spieler auf dem Platz. Kam auf die beste Passquote.


Florian Kainz Einzelkritik

Florian Kainz

In der ersten Halbzeit blieb er weitgehend unauffรคllig – abgesehen von der Flanke, an der Downs und Waldschmidt vorbeirauschten. Zwar suchte er immer wieder nach Lรถsungen, doch das Mittelfeld erwies sich hรคufig als Endstation der Kรถlner Bemรผhungen. Seine unsaubere Pรคsse verhinderten einen strukturierten Spielaufbau. Insgesamt fand der FC in der Anfangsphase kaum Raum in der Vorwรคrtsbewegung. Auffรคllig war auch, dass sรคmtliche Standards wirkungslos verpufften. In der 39. Minute hatte er die mit Abstand beste Chance der Kรถlner, scheiterte aber am stark parierenden Zieler. Nach 58 Minuten war fรผr ihn Schluss, er machte Platz fรผr Huseinbasic.


Dejan Ljubicic

In der ersten Halbzeit blieb er weitgehend unauffรคllig und รผbernahm zusammen mit Kainz und spรคter Huseinbasic die defensivere Rolle vor Martel. Der 27-Jรคhrige spielte รผber die vollen 90 Minuten und hatte in der 96. Minute die groรŸe Chance zum Ausgleich, doch sein Schuss wurde im letzten Moment von Halstenberg geblockt. Insgesamt war er der FC-Spieler mit den meisten Torschรผssen.


Luca Waldschmidt Einzelkritik

Luca Waldschmidt

Der vermeintliche Unterschiedsspieler zeigte viele Ideen, scheiterte aber meist an der Umsetzung. Fast jeder seiner Pรคsse wurde von den aufmerksamen Hannoveranern abgefangen, die mit starkem Stellungsspiel รผberzeugten und seine Schnittstellenpรคsse auf Downs oder Lemperle geschickt verteidigten. In der 53. Minute war sein Arbeitstag beendet: Er machte Platz fรผr Finkgrรคfe, der anstelle von Pacaradaย  auf die linke Verteidigerposition rรผckte. War der FC-Spieler mit den meisten Fouls.


Wie bewertet ihr den FC gegen Hertha BSC?

Tim Lemperle Einzelkritik

Tim Lemperle

In der ersten Halbzeit wurde der Stรผrmer von der Hannoveraner Innenverteidigung gut in Schach gehalten. Gegen Mรผnster hatte er noch hervorragend mit Downs im Sturmduo harmoniert, doch in diesem Spiel war sein Einfluss auf das Geschehen in der ersten Halbzeit kaum spรผrbar. Die starke Fรคhigkeit des Stรผrmers, Bรคlle zu blocken und Rรคume zu รถffnen, spielte gegen die kompakte Defensive der Hannoveraner keine Rolle. Immer wieder wurde er effektiv gestoppt und konnte so nicht zu seiner gewohnten Stรคrke finden.


Damion Downs Einzelkritik

Damion Downs

Gemeinsam mit Lemperle weit hinter den hohen Erwartungen geblieben. Der aktuell beste Torschรผtze des FC war zwar bemรผht, doch die Offensivbemรผhungen wirkten oft wie eine One-Man-Show, ohne genรผgend Unterstรผtzung von anderen Spielern. Insbesondere die robuste Defensive der Hannoveraner, bestehend aus den groรŸ gewachsenen Tomiak und Neumann, lieรŸ dem FC kaum Raum fรผr Entfaltung. So wirkte die Offensive der er weitgehend machtlos gegen die starke Verteidigung der Hannoveraner. Kam auf insgesamt acht (!) Ballkontakte.


Lichtblicke in Unterzahl

Max Finkgrรคfe

Er wurde in einer hitzigen Phase des Spiels fรผr Pacarada eingewechselt. Trotz Unterzahl schaltete er sich aktiv in die Offensive ein und trug maรŸgeblich zur Druckphase der Kรถlner bei. Seine Einwechslung war ein wichtiger Faktor, um die Offensive zu beleben und die Hannoveraner Abwehr unter Druck zu setzen.


Denis Huseinbasic

Er kam zu Beginn der zweiten Halbzeit fรผr den schwachen Kainz ins Spiel. Mit seinen spielerischen Qualitรคten sollte der Mittelfeldspieler auch in Unterzahl fรผr mehr Gefahr vor dem Tor von Zieler sorgen. Er zeigte zwar gute Ansรคtze und belebte das Spiel, blieb aber letztlich machtlos gegen die gut organisierte Defensive der Hannoveraner. Hinzu kamen immer wieder kritische Ballverluste in der Vorwรคrtsbewegung, die den Angriff immer wieder ins Stocken brachten.


โ€œAm Ende werden wir trotzdem aufsteigenโ€œ – Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Kรถln gegen Hannover

Der FC verlor bei Hannover 96 0:1. Nachdem Leart Pacarada den Platz mit Gelb-Rot verlassen musste, traf Lars Gindorf in der 57. Minute fรผr Hannover. Nach dem Spiel รคuรŸerte sich unter anderem FC-Trainer Gerhard Struber. Die Stimmen zum Auswรคrtsspiel des 1. FC Kรถln gegen Hannover.

Verdiente 0:1-Pleite in Unterzahl: Der 1. FC Kรถln lรคsst die nรคchste groรŸe Chance liegen

Tim Lemperle vom 1. FC Kรถln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Verdiente 0:1-Pleite in Unterzahl: Der 1. FC Kรถln lรคsst die nรคchste groรŸe Chance liegen

Der FC hat die Chance verpasst, einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Aufstieg zu machen und einmal mehr als der groรŸe Gewinner aus dem Spieltag hervorzugehen. Der 1. FC Kรถln verliert aber 0:1 bei Hannover 96. Denoch gehen die Kรถlner als Spitzenreiter in den Saisonendspurt.

Es war vieles angerichtet fรผr den FC, die Chance eine beachtlich groรŸe und die GeiรŸbรถcke haben sie liegengelassen. Der 1. FC Kรถln verliert 0:1 bei Hannover 96 und verpasst damit die Chance, den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sieben Punkte auszubauen. Fรผr die Niedersachsen war Lars Gindorf erfolgreich, kurz zuvor hatte Leart Pacarada die Gelb-Rote Karte gesehen.

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Rund 15.000 FC-Fans waren dem Motto „Ganz in WeiรŸ“ gefolgt und die Reise nach Hannover angetreten, um die GeiรŸbรถcke zu unterstรผtzen. Gerhard Struber lieรŸ die gleiche Mannschaft auflaufen, wie noch in der Vorwoche gegen Mรผnster. Dort hatten die Kรถlner in der Offensive durchaus รผberzeugt. Die erste Chance gehรถrte aber den Gastgebern. Monju Momuluh spielte Hjunju Lee frei, der mit einer schicken Kรถrpertรคuschung Timo Hรผbers einfach stehen lieรŸ und dann aus kurzer Distanz das Tor doch klar verfehlte (7.). Den GeiรŸbรถcken fehlten in der Anfangsphase die Ideen, um in der Offensive fรผr Gefahr zu sorgen, die 96er setzten auf schnelle Konter, waren dabei aber auch eher selten zwingend. Erst nach einer guten Viertelstunde nรคherte sich der FC nach einer Flanke von Florian Kainz dem Tor ernsthaft an, doch Damion Downs und Luca Waldschmidt verfehlten die Kugel knapp.

Pacarada fliegt vom Platz

Doch die Niedersachsen blieben griffiger, waren das Spiel bestimmende Team. Nach einer Ecke zog Lars Gindorf aus der Distanz ab, der Ball wurde von Nicolรฒ Tresoldi per Kopf verlรคngert und Marvin Schwรคbe war zur Stelle (20.). Genauso wie bei einem FriestoรŸ aus dem Halbfeld, den Marcel Halstenberg aus kurzer Distanz auf den Kasten brachte (24.). Auch einen strammen Flachschus von erneut Tresoldi parierte der Kรถlner Keeper (31.), anschlieรŸend einen weiteren Versuch von Gindorf (33.). Der FC fand im Angriff gar nicht statt. Nach einer halben Stunde kamen die Niedersachsen auf sieben Abschlรผsse, die GeiรŸbรถcke auf gerade einmal einen. Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel ging es dann doch einmal aufs Tor der 96er. Tim Lemperle wurde lang geschickt, der Stรผrmer spielte die Kugel quer und Florian Kainz stand nach einem Haken blank in der Box. Doch der ร–sterreicher scheiterte an Ron-Robert Zieler (40.).

Auch Luca Waldschmidt probierte es noch einmal im ersten Abschnitt, der Abschluss wurde aber geblockt (45.). Es ging ohne Tore in die Kabine. Und aus der kam Hannover mit Schwung. Es waren keine 120 Sekunden gespielt, da versuchte es Lee erneut, die Kugel rauschte aber am Pfosten vorbei (47.). Momuluh rauschte dagegen an Pacarada vorbei, nahm dessen ungestรผmes Eingreifen dankend an und holte so die Ampelkarte gegen den Linksverteidiger raus (51.). Hannover erhรถte in รœberzahl den Druck, der FC stand ganz tief. Und diese Dominanz nutzte der Gastgeber. Nach einer Ecke nahm Gindorf aus rund 18 Metern aus der Distanz MaรŸ und netzte ein (57.). Hannover spielte weiter nach vorne, aber auch die Kรถlner mรผhten sich nun immer mehr in die Offensive.

Kรถln in Unterzahl ohne Ideen

Die besseren Chancen hatte aber weiterhin der Gastgeber. Unter anderem brachte Boris Tomiak den Ball gefรคhrlich aufs Tor, doch Timo Hรผbers klรคrte auf der Linie (66.), zuvor hatte Dominique Heintz nur das AuรŸennetz getroffen (64.). Die Kรถlner warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, waren auch trotz Unterzahl die dominante Mannschaft. Doch es fehlten auch weiterhin die zwingenden Torchancen. So wรคre es eher noch Jannik Dehm gewesen, der mit einem Schlenzer den Schlusspunkt unter die Begegnung gesetzt hรคtte. Auf der anderen Seite kam auch noch Dejan Ljubicic zu einem Abschluss, doch die Kugel wurde geblockt. Immerhin hat sich durch die Niederlage des Hamburger SV nicht so wirklich viel in der Tabelle verรคndert. Am kommenden Samstag empfangen die GeiรŸbรถcke dann Jahn Regensburg zum Heimspiel.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

FC: Schwรคbe – Pacarada, Heintz, Hรผbers, Thielmann – Martel – Kainz (59. Huseinbasic), Ljubicic, Waldschmidt (53. Finkgrรคfe) – Downs (74. Uh)h, Lemperle; Tore: 1:0 Gindorf (57.); Gelb-Rote Karte: Pacarada (51.)


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Ein ungewohntes Luxusproblem – So kรถnnte der 1. FC Kรถln gegen Hannover spielen

Gerhard Struber wirkt enttรคuscht
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Ein ungewohntes Luxusproblem – So kรถnnte der 1. FC Kรถln gegen Hannover spielen

Mit dem Auswรคrtsspiel bei Hannover 96 kรถnnen die Kรถlner einen groรŸen Schritt Richtung Bundesliga machen. Fรผr den Kรถlner Trainer Gerhard Struber gibt es ein fast schon ugnewohntes Luxusproblem, auf mehreren Positionen hat der Trainer die Qual der Wahl. So kรถnnte der 1. FC Kรถln gegen Hannover spielen.

Zwar fehlt Linton Maina nun doch im Kader und dennoch ergibt sich fรผr Gerhard Struber ein ungewohntes Luxusproblem. So kรถnnte der 1. FC Kรถln gegen Hannover spielen.

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Die vergangenen Tage dominierte Dejan Ljubicic die Schlagzeilen rund um den 1. FC Kรถln. Der Mittelfeldspieler sorgt einmal mehr fรผr Transfergerรผchte. Erst hat der 27-Jรคhrige einen Medizincheck in Berlin platzen lassen, es folgte die Nachricht, dass der ร–sterreicher unmittelbar vor einem Wechsel nach Kroatien stehe, aber auch Bundesligisten sind weiterhin an Ljubicic interessiert. Gerhard Struber beteuerte am Freitag, dass sich der Mittelfeldspieler dennoch komplett auf den FC konzentriere. Und damit wird der ร–sterreicher auch eine Startelf-Option fรผr die Begegnung am Sonntag. Gut mรถglich, dass Struber der gleichen Elf wie am vergangenen Wochenende gegen Hannover vertraut. Immerhin lieferten die GeiรŸbรถcke eine ordentliche Offensiv-Leistung ab. Dann wรคre Ljubicic wieder Teil der Startformation.

Offensiv-Trio beim 1. FC Kรถln gesetzt

„Wir wollen schon etwas mitnehmen aus Mรผnster, wo sich einige Spieler auf einem ordentlichen Niveau prรคsentiert haben“, sagte Gerhard Struber. „Und gleichzeitig gibt es auch eine Trainingswoche dazwischen, in der einiges passiert oder sich der ein oder andere zeigt.“ HeiรŸt: Alles ist mรถglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der ร–sterreicher aber erneut die Viererkette wรคhlt, ist sicherlich nicht gering. Leart Pacarada und Jan Thielmann sind gesetzt, in der Innenverteidigung spricht dann viel fรผr Timo Hรผbers, der zu seinem Ex-Club heimkehrt, sowie Dominique Heintz. Das wรผrde bedeuten, dass Eric Martel einmal mehr auf der Sechs spielt. Nach dem guten Auftritt gegen Mรผnster wird auch das Offensiv-Trio Luca Waldschmidt, Damion Downs und Tim Lemperle mit Sicherheit wieder auflaufen.

Neben Ljubicic kรถnnte Florian Kainz das Mittelfeld wieder komplettieren. In der Theorie wรคre auch Linton Maina denkbar. Doch der AuรŸenbahnspieler schaffte es doch nicht in den Kader. Eine defensivere Variante wรคre wohl Denis Huseinbasic. Mark Uth wรผrde die Offensive wohl auch beleben, ist aber ebenfalls kein Kandidat fรผr die Anfangsformation. Sollte sich Struber fรผr die Dreierkette entscheiden, wird wohl Martel zurรผck in die letzte Kette rรผcken.

Duell gegen Hannover: So kรถnnte die Startelf des 1. FC Kรถln aussehen

Leart Pacarada beim Spiel des 1. FC Kรถln

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungstrรคger beim 1. FC Kรถln

Dominique Heintz

Timo Hรผbers im Pokalspiel des 1. FC Kรถln

Timo Hรผbers

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Dejan Ljubicic vom 1. FC Kรถln

Dejan Ljubicic

Eric Martel vom 1. FC Kรถln

Eric Martel

Damion Downs ist ein Hoffnungstrรคger beim 1. FC Kรถln

Damion Downs

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Kรถln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Kรถln

Tim Lemperle

Florian Kainz noch als Kapitรคn des 1. FC Kรถln
Florian Kainz



Wieder der Gewinner des Spieltags? Der 1. FC Kรถln muss zur Vorentscheidung nur noch zugreifen

Fรผr den FC steht nun das Auswรคrtsspiel bei den 96ern an. Sicher keine leichte Aufgabe, aber eine groรŸe Chance. Denn die komplette Konkurrenz hat maximal einfach gepunktet, der FC kรถnnte einmal mehr zum groรŸen Gewinner des Spieltags werden und im Aufstiegskampf: Der 1. FC Kรถln muss eigentlich nur noch zugreifen.