„Ich hoffe, dass er Anfang nächsten Jahres wieder eine Option sein wird“: Der FC braucht einen Skhiri-Ersatz

René Wagner auf der PK
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„Ich hoffe, dass er Anfang nächsten Jahres wieder eine Option sein wird“: Der FC braucht einen Skhiri-Ersatz

Kaum hatte sich Ellyes Skhiri vollständig beim FC integriert, wurde er von einer Verletzung wieder ausgebremst. Der Ausfall wiegt schwer. René Wagner hofft auf eine Rückkehr nach der Winterpause, bis dahin müssen jedoch Alternativen her.

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Ausgerechnet vor dem Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Club Eintracht Frankfurt verletzte sich Ellyes Skhiri schwer. Der Tunesier verletzte sich im Derby am Sprunggelenk und steht den Geißböcken zunächst nicht zur Verfügung. Wann er genau zurückkehrt ist noch unklar. Trainer René Wagner äußerte lediglich eine erste Tendenz: „Ich hoffe schon, dass er Anfang nächsten Jahres wieder eine Option sein wird.“ Gleichzeitig warnt der Kölner Übungsleiter aber auch vor einem zu schnellen Wiedereinstieg. „Da müssen wir jetzt auch geduldig bleiben und schauen, wie sich der Reha-Prozess bei ihm verhält“, so der 38-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Die Wichtigkeit des Spielers für die gesamte Mannschaft ist Wagner wohl bewusst: „Jetzt aktuell müssen wir gucken, dass wir ihn hoffentlich so schnell wie möglich zurückbekommen.“ Stattdessen sind nun andere Spieler gefordert und müssen „in die Bresche springen“.

Die Alternativen für Skhiri

In Frankfurt dürften nun wie schon in der zweiten Halbzeit des Derbys Tom Krauß und Isak Johannesson im Mittelfeldzentrum beginnen. Der erste Ersatzmann ist Paul Okon-Engstler, obwohl der Australier noch nicht vollständig in der Bundesliga angekommen ist. Wagner sieht dennoch das Potenzial in dem 21-Jährigen: „Da haben wir einen Spieler, den nicht alle auf dem Schirm haben, den wieder aber jeden Tag im Training sehen und der uns fußballerisch helfen kann.“ Als zusätzliche Option stand Neuzugang Gil Neves am Donnerstag mit den Profis auf dem Trainingsplatz. Der Portugiese wurde im Sommer von Benfica Lissabon verpflichtet und kam bisher primär für die U21 zum Einsatz. Für den Spieltagskader dürfte der Youngster zunächst allerdings keine Option sein. Da vertraut Wagner auf Johannesson, Krauß und Okon-Engstler: „Wir glauben, dass wir mit den drei Spielern aktuell gut aufgestellt sind.“

Kölner Krankenlager wächst

Während der FC vor wenigen Wochen noch mit nahezu voller Kapelle trainierte, sieht die Personal-Situation mittlerweile schon ganz anders aus. Neben Skhiri fallen auch Ragnar Ache und Thijs Dallinga längerfristig aus. Beide Stürmer verletzten sich im Testspiel gegen Viktoria Köln und müssen bis auf Weiteres ersetzt werden. Der Niederländer zog sich einen Kreuzbandriss zu, weshalb ungewiss ist, ob er überhaupt noch einmal für die Domstädter auflaufen kann, bevor seine Leihe im Sommer endet. Bei Ache handelte es sich um eine Muskelverletzung, weshalb der wuchtige Mittelstürmer in einigen Wochen zurückerwartet wird. Ebenfalls an einer Muskelverletzung laboriert zudem Rav Van den Berg. Der Innenverteidiger war zuletzt außen vor und wird nun zusätzlich von der Verletzung ausgebremst. Der langzeitverletzte Timo Hübers arbeitet nach wie vor im Reha-Bereich. Eine zeitnahe Rückkehr ist allerdings noch nicht absehbar.

Eine positive Meldung ist jedoch das Comeback von Alessio Castro-Montes. Der Belgier verpasste den Derbysieg, nachdem er vor der Länderspielpause in jeder Partie in der Startelf stand. Der Außenverteidiger steht Wagner nun wieder vollständig zur Verfügung und stellt dementsprechend auch schon eine Option für das Spiel in Frankfurt dar.

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Jonas Hector sieht Schwäche bei Said El Mala: „Dann fallen zwei, drei Tore mehr“

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln gegen Gladbach
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Jonas Hector sieht Schwäche bei Said El Mala: „Dann fallen zwei, drei Tore mehr“

Der 1. FC Köln hat das Derby gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen, doch Jonas Hector hätte sich einige nervenaufreibende Minuten gerne erspart. In seinem Podcast spricht der ehemalige FC-Kapitän über vergebene Chancen und die Entscheidungsfindung von Said El Mala. Dabei findet der 36-Jährige deutliche, aber auch verständnisvolle Worte für den Kölner Matchwinner.

Jonas Hector verfolgte das Derby am Sonntagnachmittag aus einer Loge im RheinEnergie-Stadion. Der Ex-Kapitän der Geißböcke freute sich natürlich über den Erfolg, fand aber in der neuen Folge von „Schlag und fertig“ auch mahnende Worte. Denn das „Gezitter“ hätten sich die Kölner seiner Meinung nach auch sparen können. Beispielsweise wenn Said El Mala andere Entscheidungen getroffen hätte.

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14 Mal hat Jonas Hector das Derby gegen den ungeliebten Rivalen vom Niederrhein gespielt, sieben Mal gab es ein Unentschieden, fünf Mal gewann der Kölner, also nur zwei Niederlagen – die Bilanz ist also insgesamt positiv. Natürlich weiß der Ex-Kapitän der Geißböcke um die Bedeutung des Erfolgs von Sonntag. „Im Endeffekt sehr sehr wichtig und sehr gut, dass der FC das Ding gezogen hat“, erklärte der 36-Jährige nun in seinem Podcast „Schlag & Fertig“. „Wir sind einfach happy, dass der FC jetzt sieben Punkte hat. Und dass Gladbach bei null Zählern steht, ist auch okay für uns.“

Jonas Hector sieht Schwächen bei Said El Malas Entscheidungen

Doch so richtig glücklich war der ehemalige Defensivspieler mit dem Verlauf der Begegnung dann doch nicht. „Ich bin mittlerweile vor und auch nach dem Spiel relativ entspannt. Dann steht es 2:1 nach 67 Minuten und ich sag direkt schon, dass das 3:1 her muss, sonst ist das ein Gezitter bis zum Abpfiff“, so Hector. „Und es war mal wieder genau das. Du machst das 3:1 nicht, hast zwei, drei wirklich gut Chancen und du zitterst und zitterst, weil jeder Ball der in den Sechzehner fliegt… da fliegt eben auch ein bisschen Angst mit.“ Gegen die Fohlen war der FC durch Isak Johannesson verdient in Führung gegangen, der Ausgleich fiel nur wenige Minuten später. Im zweiten Abschnitt brachte Said El Mala die Kölner erneut in Front. Dann begann das große Zittern. „Ich glaube schon, dass man das man vielleicht umgehen könnte“, so der Ex-Kapitän.

Das am ehesten natürlich durch weitere Tore – und die Chancen waren da. Unter anderem lief El Mala vor seinem Führungstreffer in einer Zwei-auf-eins-Situation gemeinsam mit Marius Bülter Richtung Tor. Den frei stehenden Angreifer übersah El Mala allerdings komplett, probierte es lieber alleine und scheiterte. „Wir haben ja schon oft darüber gesprochen, dass die letzte Entscheidungsfindung dann oftmals doch nicht die richtige ist“, so Hector. „Ich glaube auch, wenn er in der ein oder anderen Situation den Kopf hoch macht, dann bereitet er ein ziemlich sicheres Tor vor. Und das war in dem Spiel auch wieder ein, zwei Mal der Fall.“ Doch der Ex-Kölner zeigte auch Verständnis: „Er will da extrem aufs Tor gehen, was auch gut ist. Und er kommt ja auch oft in diese Situationen, was ebenfalls sehr gut ist. Aber ich glaube, wenn er die richtige Entscheidung treffen würde, fallen in dem Spiel zwei, drei Tore mehr für den FC.“

Jonas Hector über die strittigen Szenen: „Vielleicht spreche ich auch aus der FC-Brille“

Nach dem Spiel gab es zumindest in Gladbach aber auch Zweifel, ob das eine Tor von El Mala überhaupt hätte zählen dürfen. Denn Tom Krauß hatte zuvor Daiki Hashioka abgeräumt. Eine durchaus diskutable Szene. „Ich glaube, er hätte El Mala behindern können. Ich finde es schwierig. Wenn er es im Spiel pfeift, dann ist es okay. Wenn das Tor fällt und er nimmt es zurück, dann hat er richtig Diskussion“, so Hector. „Ich glaube, ich würde es laufen lassen. Vielleicht spreche ich auch aus der FC-Brille.“ Eine weitere diskutable Situation hatte der 36-Jährige nicht so recht gesehen. Marius Bülter hatte seinen Gegner mit offener Sohle gestempelt. Für ähnliche Fouls hat es in der Bundesliga auch schon die Rote Karte gegeben. „Ich habe mir im Spiel da gar nichts dabei gedacht. Er stochert ein wenig. Das ist komplett an mir vorbeigegangen“, sagte Hector und erklärte, er wolle sich die Szene aber auch lieber nicht mehr anschauen.


Schlägt Fleiß Status? René Wagners klare Ansage an die Mannschaft – und warum sie nicht für jeden gilt

René Wagner sendet wichtige Zeichen an seine Mannschaft
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Schlägt Fleiß Status? René Wagners klare Ansage an die Mannschaft – und warum sie nicht für jeden gilt

Borna Sosa und Isak Johannesson standen im Derby überraschend in der Startelf, Imad Rondic kehrte nach seiner Ausbootung in den Kader zurück. Unterschiedliche Personalentscheidungen von René Wagner, die dennoch eine Gemeinsamkeit haben: Der Trainer des 1. FC Köln belohnt Einsatzbereitschaft. Dahinter steckt offenbar ein bewusstes Führungsprinzip. Das hatte Wagner bereits im großen Interview mit come-on-fc.com erklärt.

Nach den Ausfällen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache war rund ums Geißbockheim eine ganze Woche über die Alternativen im Sturm diskutiert und spekuliert worden, die personellen Überraschungen fielen im Derby allerdings an anderer Stelle. Denn FC-Coach René Wagner stellte seine Mannschaft gegen Borussia Mönchengladbach auf zwei Positionen um, die eigentlich fest vergeben schienen. Tom Krauß und Gideon Mensah machten Platz für Isak Johannesson und Borna Sosa. René Wagner lieferte im Anschluss an die Begegnung die Erklärung, die aber vor allem ein Zeichen an sein Team war.

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René Wagner ist in der Regel kein Trainer der großen Gesten und lauten Worte. Der Coach kann schon an der Seitenlinie stampfen, auf und ab marschieren. Doch die ganz großen Szenen will er seinen Spielern überlassen. Manchmal braucht es aber auch keine großen Worte, um wichtige Botschaften zu vermitteln. So wie am vergangenen Sonntag, als Borna Sosa und Isak Johannesson im Derby gegen Borussia Mönchengladbach überraschend in der Startelf standen. Auch die erneute Kader-Rückkehr von Imad Rondic nach seiner zwischenzeitlichen Ausbootung ist so ein Zeichen. Drei Personalien, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben und doch viel darüber verraten, wie Wagner seine Mannschaft führt.

René Wagner: „Trainingsleistungen muss man auch belohnen“

Denn die Einstellung der Spieler wird bei den Entscheidungen eine wichtige Rolle gespielt haben. Sosa hatte sich während der Länderspielpause im Training empfohlen. Rondic hatte trotz seiner schwierigen sportlichen Situation nicht nachgelassen. Wagner honorierte den Einsatz seiner Spieler und auch Johannesson, den der Coach nach eigener Aussage auch aus taktischen Gründen Tom Krauß vorzog, hatte sich zuletzt im Training stark gezeigt. Wagner sendete damit ein Signal an all jene, die aktuell nicht zur ersten Wahl gehören: Wer sich reinhängt, kann seine Situation verändern. So deutete nicht wirklich viel darauf hin, dass Sosa schnell eine Chance erhalten würde. Der Kroate war kurz vor Transferschluss verpflichtet worden, als Backup für Gideon Mensah, allerdings schon mit der Ambition in das direkte Duell zu treten. Mensah hatte die Nase vorne.

Und der Ghanaer war bis dato eigentlich auch die Konstante in der Kölner Hintermannschaft. „Borna hat jetzt super drei Wochen gehabt, hier in der Länderspielpause. Er hat es sich verdient zu starten. Ich glaube, Trainingsleistungen muss man auch belohnen“, erklärte Wagner nach dem 2:1-Erfolg gegen Gladbach. Natürlich hatte die Entscheidung auch sportliche Gründe. Wagner wollte gegen die Borussia offensiver auftreten und versprach sich von Sosa zusätzliche Möglichkeiten im Spiel mit dem Ball. Doch bemerkenswert war, wie ausdrücklich der Coach die Leistungen im Training hervorhob. Erstaunlich auch: Mensah erwischte zwar auf seiner Länderspielreise einen rabenschwarzen Tag, als er bei der 2:4-Niederlage gegen Gambia an drei Gegentreffern mindestens beteiligt war, doch der Linksverteidiger kehrte früh zurück und hatte ebenfalls viel Zeit, sich im Training zu zeigen.

Eine ähnliche Botschaft wie bei Sosa hatte Wagner bereits bei Rondic vermittelt. Der Angreifer schien beim FC sportlich abgeschrieben, arbeitete aber trotz seiner schwierigen Situation weiter intensiv an sich. Wagner würdigte dessen Einsatzbereitschaft und holte den Stürmer zurück in den Kreis der Mannschaft. Im Derby erhielt Rondic schließlich sogar einige Einsatzminuten. Wagners unmissverständliche Botschaft: Einsatzwille und Trainingsleistung öffnen Türen, die so verschlossen schienen.

Was René Wagner bereits im Interview mit come-on-fc.com erklärte

Dass hinter diesen Entscheidungen mehr stecken könnte als die Bewertung einzelner Trainingseinheiten, hatte Wagner bereits Anfang Oktober im großen Interview mit come-on-fc.com durchblicken lassen. „Jeder Spieler, der gerade nicht zu der Startelf gehört, muss das Gefühl haben, dass er in die Anfangsformation reinbrechen kann“, erklärte der FC-Trainer damals. Ein Satz, den man inhaltlich wohl schon von einigen Trainern gehört hat. Wagner verleiht diesen Worten aber Nachdruck. Die Spieler auf der Bank sollen nicht den Eindruck gewinnen, dass ihre Rolle unabhängig von ihren Leistungen bereits feststeht. Sie sollen eine Perspektive erkennen können. Und zwar nicht nur in Gesprächen mit dem Trainer, sondern auch durch dessen Entscheidungen. Gerade Spieler, die über Wochen kaum zum Einsatz kommen, brauchen die Überzeugung, dass sich ihre Arbeit lohnt.

Wagner hatte im Interview zudem erklärt, dass er seinen Spielern mit Offenheit und Klarheit begegnen wolle. „Ich versuche, jedem Spieler den gleichen Respekt zu geben, indem ich ehrlich, offen und klar mit ihm bin“, sagte der Trainer. Dazu gehört offenbar auch, dass sich die sportliche Hierarchie innerhalb einer Mannschaft verändern kann. Allerdings wirft dieses Vorgehen eine grundsätzliche Frage auf. Wie stark darf die Trainingsleistung darüber entscheiden, wer am Wochenende auf dem Platz steht? Schließlich geht es für einen Bundesligatrainer nicht darum, besonders engagierte Spieler zu belohnen, sondern die Mannschaft aufzustellen, die die größten Erfolgsaussichten verspricht.


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Gerade der Fall Sosa zeigt dieses Spannungsfeld. Mensah hatte sich in den ersten Saisonspielen einen Stammplatz erarbeitet. Während der Länderspielpause war der Ghanaer allerdings mit seiner Nationalmannschaft unterwegs, Sosa konnte dagegen beim FC trainieren und sich empfehlen. „Wir stellen an jedem Spieltag die Mannschaft aufs Feld, von der wir glauben, dass es die besten elf Spieler sind, die wir in dem Moment zur Verfügung haben“, sagte Wagner im Interview. Damit müssen sich Trainingsfleiß und sportliche Qualität keineswegs widersprechen. Wer unter der Woche überzeugt, kann auch für das nächste Spiel die bessere Option sein. Zudem unterscheiden sich die Anforderungen je nach Gegner und taktischer Ausrichtung. Sosas offensive Qualitäten könnten in bestimmten Begegnungen gefragt sein, während Mensah mit seinen defensiven Stärken in anderen Spielen Vorteile bietet.

Wagners Zeichen hat aber auch seine Grenzen

Dass es nicht nur nach Trainingsleistung geht, dürften andere Beispiele wie von Jan Thielmann oder Luca Waldschmidt zeigen. Gerade das Kölner Eigengewächs ist für sein Engagement in den Einheiten bekannt, ist immer ein Spieler, der voran geht, Einsatz zeigt. Doch der 24-Jährige spielt bislang im System Wagner eine kleinere Rolle. Das kann sich vielleicht auch wieder ändern, doch aktuell gibt es Spieler, die es einfach schwer haben. Nur hatte man das vor der Saison einem Imad Rondic eben auch nachgesagt. Der Trainer betont die Bedeutung des Zusammenhalts, spricht von einem guten Miteinander und davon, möglichst alle Spieler mitzunehmen. Sein viel zitierter „sozialer Leim“ soll die Mannschaft zusammenhalten. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Spieler gleichermaßen zufrieden sein kann oder dass Konkurrenzkampf vermieden werden soll.

Wagner hat gezeigt, dass Einsatz gesehen wird. Ob daraus ein Prinzip wird oder ein Derby-Moment bleibt, entscheidet sich an Spielern wie Thielmann und Waldschmidt. Solange ihr Fleiß folgenlos bleibt, ist Wagners Botschaft nur halb gesendet.

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20 Spiele ohne Weiße Weste: Dem 1. FC Köln droht der Negativrekord

Marvin Schwäbe dirigiert seine Abwehr
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20 Spiele ohne Weiße Weste: Dem 1. FC Köln droht der Negativrekord

Die Defensive ist beim 1. FC Köln schon länger ein Problem. Seitdem René Wagner das Traineramt übernommen hat, blieben die Geißböcke in 13 Pflichtspielen kein einziges Mal ohne Gegentreffer. Gegen Frankfurt soll sich das nun ändern. Andernfalls droht sogar ein neuer Negativrekord.

In den ersten fünf Spielen der Bundesligasaison 2026/27 musste Marvin Schwäbe schon zehnmal hinter sich greifen. Nur fünf Teams in der Liga haben bisher mehr Gegentore kassiert. Zu diesen Mannschaften gehört auch der kommende Gegner Eintracht Frankfurt. In der hessischen Großstadt will der FC am Freitag endlich wieder die weiße Weste wahren.

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Der 1. FC Köln hat seine Abwehr im Sommer auf gleich mehreren Positionen verstärkt. Neben Innenverteidiger Luka Lochoshvili wurde hinten links gleich doppelt nachgelegt. Mit Gideon Mensah und Borna Sosa wurden direkt zwei erfahrene Spieler für diese Position verpflichtet. Die defensiven Baustellen bestehen jedoch weiterhin. Seit Januar warten die Domstädter auf ein Spiel ohne Gegentor. Seitdem sind inklusive DFB-Pokal schon 20 Pflichtspiele vergangen.

1. FC Köln seit 19 Bundesligaspielen ohne Zu-null

Im Jahr 2020 blieben die Kölner saisonübergreifend 21 Bundesligaspiele am Stück ohne weiße Weste. So oft hintereinander wie kein zweites Mal in der Vereinsgeschichte – bisher zumindest. Sollten die Kölner Defensive gegen Frankfurt und anschließend gegen Schalke nicht dichthalten, wäre dieser Rekord eingestellt. Für René Wagner wäre ein Pflichtspiel ohne Gegentreffer ein Novum als Cheftrainer des 1. FC Köln. Seit seiner Übernahme gelang es den Geißböcken kein einziges Mal, das eigene Tor über 90 Minuten erfolgreich zu verteidigen. Stattdessen musste sein Team in 13 Spielen insgesamt 27 Gegentore hinnehmen. Eine erschreckende Bilanz, die weder den Erwartungen noch den eigenen Ansprüchen entsprechen dürfte. Ein zentraler Schwachpunkt ist nach wie vor die Anfälligkeit bei gegnerischen Standards. Alleine in den ersten vier Ligaspielen trafen die Kölner Gegner viermal nach ruhenden Bällen. Eine Schwäche, die nicht erst seit Kurzem bekannt ist. Die Partie in Frankfurt wäre also ein guter Zeitpunkt, diese Gegentor-Serie zu beenden.

Warum bekommt der 1. FC Köln seine Abwehr nicht stabil?

Bereits während der Sommervorbereitung zeichnete sich eine klare Hierarchie in der Innenverteidigung ab. Neben dem fest von Manchester City verpflichteten Jahmai Simpson-Pusey spielte sich der Georgier Lochoshvili in der Startelf fest. An diesem Duo hat sich nach den ersten fünf Spielen nichts geändert. Für Joel Schmied und Rav Van den Berg blieb bisher bloß der Bank- bzw. Tribünenplatz. Der Neuzugang aus Nürnberg hatte vor allem in den ersten Partien sichtlich Schwierigkeiten, sich an das Niveau der Bundesliga zu gewöhnen. Insbesondere beim Spiel in Stuttgart sammelte er wertvolle, wenn auch schmerzhafte Erfahrungen. Dennoch bringt der 28-Jährige Qualitäten mit, die der Mannschaft zuvor nur begrenzt zur Verfügung standen. Mit seinen 1,92 m Körpergröße ist der Abwehrschrank ein guter Kopfballspieler und strahlt auch bei offensiven Standards Torgefahr aus. Auf seinen ersten Treffer für den FC wartet er allerdings noch.

Hinten links duellieren sich aktuell Mensah und Sosa um den Startelfplatz. Nachdem der Ghanaer zunächst die Nase vorne hatte, stand im Derby Sosa überraschend in der Anfangsformation und wurde anschließend von seinem Trainer für seine Leistungen im Training gelobt. Wer von den beiden am Freitag startet, ist noch unklar. Auf der Rechtsverteidigerposition scheint die Rollenverteilung hingegen klarer. Während Alessio Castro-Montes zu Saisonstart von dem Ausfall von Sebastian Sebulonsen profitierte, hat sich die Situation inzwischen umgekehrt. Durch eine Verletzung des Belgiers rückte Sebulonsen direkt zurück in die Startelf und wird auch in den nächsten Wochen dort gesetzt sein.

Klar ist jedoch: Wer auch immer auf dem Platz steht, Interesse an einem ersten Zu-Null-Spiel unter Wagner dürften alle haben.

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Nach dem Schock um Ellyes Skhiri: Der 1. FC Köln trifft eine klare Transfer-Entscheidung

Thomas Kessler und Tim Steidten vom 1. FC Köln
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Nach dem Schock um Ellyes Skhiri: Der 1. FC Köln trifft eine klare Transfer-Entscheidung

Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat die Begegnung des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach überschattet. Der Mittelfeldspieler wird den Kölnern fehlen. Zumal gerade ein routinierter Sechser im Sommer verpflichtet werden sollte. Nun stellt sich die Frage, ob die Kölner nachbessern müssen. Die Antwort ist bereits getroffen.

Der 1. FC Köln wird auf die Verletzung von Ellyes Skhiri vorerst nicht mit einer Neuverpflichtung reagieren. Das stellte Geschäftsführer Sport Thomas Kessler gegenüber der „Bild“ klar. Stattdessen sollen Tom Krauß, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler den Ausfall des Routiniers intern auffangen. Damit haben die Kölner eine wichtige Personalentscheidung bereits vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt getroffen.

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Eigentlich hätte es am Freitag ein besonderes Wiedersehen geben sollen. Ellyes Skhiri hat noch in der vergangenen Spielzeit bei der Eintracht gespielt. Für das Duell in Frankfurt, die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hätte sich der 31-Jährige sicher viel vorgenommen. Denn, wie Skhiri vor einigen Wochen in einem Interview dem „Express“ verriet, war die Trennung nicht so einfach, wie vielleicht von Außen wahrgenommen. „Ich habe nach der WM mit Markus Krösche gesprochen und er hat mir früh mitgeteilt, dass sie auf meiner Position nicht mehr mit mir planen und ich mir einen neuen Verein suchen soll“, sagt Skhiri, der mit dieser Entscheidung auch hätte leben können. Aber: „Als ich nach der WM zurückgekehrt bin, hat man mir wenige Minuten vor dem Training mitgeteilt, dass ich nicht auf den Platz darf. Ich wurde auch erst sehr spät darüber informiert, dass ich nicht mit ins Trainingslager reisen darf.“ 


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Ellyes Skhiri: Der 1. FC Köln verliert seinen Mittelfeld-Leader

Nun wäre Skhiri gerne nach Frankfurt zurückgekehrt, nur eben im FC-Trikot. Und auch in anderer Rolle. Denn der Sechser ist beim FC schnell zum Leader geworden. René Wagner hält große Stücke auf den Spieler, lobt seinen Willen und sein Engagement in höchsten Tönen. Noch im Interview mit come-on-fc.com erklärte der Trainer vor gut zwei Wochen, wie wichtig der Tunesier für die Mannschaft sei. Das Vertrauen hatte Skhiri bei den Hessen zuletzt nicht mehr gespürt. Auch deswegen war der Abschied im Sommer nur folgerichtig. Zum Wiedersehen kommt es nun aber bekanntlich nicht. Der Mittelfeldspieler hat sich am Sonntag im Derby gegen Mönchengladbach schwer verletzt. Florian Neuhaus war gegen Skhiri zu späte gekommen. Skhiri musste mit einem verletzten Sprunggelenk und vor allem der Trage vom Platz.

Nun fällt beim FC eine weitere Säule aus – und das über Wochen. Besonders bitter, die Geißböcke hatten im Sommer über Wochen nach dem richtigen Sechser, einem erfahrenen Spieler mit Führungsqualitäten gesucht. Es waren mehrere Namen in der Verlosung, es wurden viele Namen genannt. Doch die Verhandlungen zogen sich. Erst kurz vor Toresschluss, unmittelbar vor dem Deadline Day wurde Skhiri verpflichtet. Nun fällt jener Routinier, der Leistungsträger und Leader weg. Und natürlich wird erneut über einen möglichen vertragslosen Sechser spekuliert. Namen gäbe es einige. Wie beispielsweise Abdoulaye Touré, der bis zum Sommer noch bei Le Havre spielte oder Adrien Tamèze, der vergangene Spielzeit für den FC Turin auflief. Doch die Kölner werden auch dieses Mal nicht voreilig nachbessern.

Thomas Kessler schließt Skhiri-Nachverpflichtung aus

„Wir beschweren uns nicht. Wir haben den Kader in der Breite bewusst so aufgestellt, dass wir auf solche Dinge reagieren können. Tom Krauß hat den Part von Ellyes schon im Derby übernommen und sich stark präsentiert. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Ausfall von Ellyes mit ihm, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler gut kompensieren können“, sagte Thomas Kessler nun der „Bild„. „Es gibt keine Überlegungen, einen vertragslosen Spieler nachzuverpflichten.“ Schon nach den Ausfällen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache hatte es ähnliche Spekulationen gegeben. Auch dort hatte man sich – wie von come-on-fc.com berichtet – am Geißbockheim gegen einen Schnellschuss ausgesprochen. Alle Ausfälle sollen intern aufgefangen werden.

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Erst Bankplatz, dann Derby-Startelf: Ist Borna Sosa beim 1. FC Köln jetzt die Option für Frankfurt?

Borna Sosa vom 1. FC Köln
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Erst Bankplatz, dann Derby-Startelf: Ist Borna Sosa beim 1. FC Köln jetzt die Option für Frankfurt?

Überraschend stand Borna Sosa beim Derbysieg des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach erstmals in der Startelf. René Wagner begründete die Entscheidung mit starken Trainingsleistungen und zusätzlichen offensiven Möglichkeiten. Für Gideon Mensah könnte damit ein bislang sicher geglaubter Stammplatz ins Wanken geraten.

Viele Bundesliga-Fans dürften Borna Sosa vor allem wegen seiner präzisen Flanken in Erinnerung haben. Eine Qualität, die ansonsten im FC-Kader kaum zu finden ist. Nicht nur deshalb war die Freude in Köln groß, als der Linksverteidiger kurz vor Bundesligastart vorgestellt wurde. Mit seiner Verpflichtung wurde gleichzeitig auch die letzte große Kaderbaustelle geschlossen. Die erhofften Leistungen blieben jedoch zunächst aus – bis zum vergangenen Sonntag jedenfalls.

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Beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach stand Borna Sosa erstmals in der Startelf von René Wagner beim 1. FC Köln. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Gideon Mensah ist der Kroate deutlich offensiver ausgerichtet. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Partie teilte der Kölner Übungsleiter seine Gedanken, die ihn schließlich zu dieser Entscheidung bewegten. „Ich glaube, dass er uns die ein oder andere Lösung mehr gibt mit dem Ball“, sagte Wagner. Mit Blick auf den Ausgang des Spiels scheint dieser Plan zumindest fürs Erste aufgegangen zu sein.

Borna Sosa beim 1. FC Köln: Wagner erklärt die Startelf-Überraschung

Grundsätzlich wollte Wagner gegen den Rivalen vom Niederrhein offensiver und mutiger auftreten. Deswegen erhielt auch Isak Johannesson im Mittelfeld den Vorzug vor Tom Krauß. Während der Isländer die vergangenen zwei Wochen bei seiner Nationalmannschaft verbrachte und dementsprechend im Teamtraining fehlte, nutze Sosa genau diese Zeit, um sich zu empfehlen. „Borna hat jetzt super drei Wochen gehabt, hier in der Länderspielpause. Er hat es sich verdient zu starten. Ich glaube, Trainingsleistungen muss man auch belohnen“, erklärte der FC-Coach seine überraschende Entscheidung. In den ersten Saisonspielen wirkte Mensah links hinten fest gesetzt. Ganz so eindeutig scheint es jetzt nicht mehr zu sein. In jedem Fall konnte der 28-Jährige am Sonntag Werbung in eigener Sache betreiben und seine Ambitionen untermauern.


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Borna Sosa oder Gideon Mensah: Wer spielt gegen Frankfurt?

Auf den FC warten in den kommenden Wochen fünf weitere Spiele, bevor die nächste Länderspielpause ansteht. Welcher der beiden Linksverteidiger aktuell die Nase vorne hat, ist schwer zu sagen. Beide Spieler bringen ein unterschiedliches Paket auf den Rasen. Während der Ghanaer seine Stärken speziell in der Defensive hat, kann Sosa für mehr Torgefahr sorgen. Zudem bringt der Kroate eine enorme Standardstärke mit. Womöglich macht Wagner seine Entscheidungen auch von dem anstehenden Gegner abhängig. In den Partien gegen Frankfurt, Schalke, Leverkusen und gleich doppelt gegen Union Berlin dürfte es auf unterschiedliche Dinge ankommen. Gut möglich, dass Sosa genau deswegen geholt wurde: Um die taktische Flexibilität im Kader zu erhöhen. Nachdem die Position hinten links seit dem Karriereende von Jonas Hector eine stetige Baustelle war, haben die Geißböcke nun gleich zwei zuverlässige Optionen. Wer von den beiden am Freitag in Frankfurt startet, dürfte sich wohl erst während der Trainingswoche entscheiden.

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FC-Talent Kevin Ekweribe: Der nächste Treffer und die Frage nach dem nächsten Schritt

Kevin Ekweribe im Trainingsspiel der Profis des 1. FC Köln
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FC-Talent Kevin Ekweribe: Der nächste Treffer und die Frage nach dem nächsten Schritt

In der vergangenen Woche durfte er mit den Profis trainieren und es wurde bereits über eine Alternative im Sturm spekuliert. Nun folgte sein nächster starker Auftritt bei der Kölner U19. Kevin Ekweribe hat erneut auf sich aufmerksam gemacht. Doch wie weit ist Ekweribe tatsächlich schon?

Es war nicht das erste Mal, dass Kevin Ekweribe mit einer dieser Aktionen auf sich aufmerksam machte. Im U19-Spiel am Wochenende zog der Offensivspieler kurz nach dem Seitenwechsel von der linken Seite nach innen und brachte den 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern in Führung. Der Siegtreffer, denn am Ende setzte sich die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck mit 1:0 durch und festigte ihre Position an der Tabellenspitze.

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Für den Stürmer war es ein weiterer bemerkenswerter Auftritt im Trikot der Geißböcke – wenn auch der Younggoats. Vor allem aber fiel sein Treffer zu einem wichtigen Zeitpunkt. Gegen einen direkten Konkurrenten gelang dem FC kurz nach der Pause der Führungstreffer. Die Kölner U19 bleibt damit ungeschlagen und hat inzwischen acht Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten FCK. In der vergangenen Woche trainierte der Spieler noch bei den Profis. Und nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache war über eine mögliche Sturm-Alternative in der ersten Mannschaft spekuliert worden. Für den Spieltags-Kader reichte es aber nicht. Die personelle Situation im Sturm hat Ekweribe zumindest vorübergehend näher an die Bundesliga-Mannschaft herangebracht. Allerdings ist der Nachwuchsspieler wie berichtet kein klassischer Ersatz für die beiden verletzten Angreifer.

Kevin Ekweribe entscheidet Spitzenspiel des 1. FC Köln

Dass Ekweribe den Treffer mit einem Zug von außen ins Zentrum erzielte, passt zu seinem offensiven Profil. Der Nachwuchsspieler kann von der linken Seite aus selbst den Abschluss suchen. Wenn er eigentlich auch eher als Mittelstürmer eingesetzt wird und das durchaus erfolgreich. Nun wäre es sicher verfrüht, aus einem Treffer gegen Kaiserslautern bereits eine unmittelbare Bundesliga-Perspektive abzuleiten. Zwischen erfolgreichen Auftritten in der Nachwuchsliga und Einsätzen in der Bundesliga liegt ein erheblicher Schritt. Zudem ist der FC mit Spielern ähnlicher Profile gut besetzt. Allerdings zeigen die Beispiele Said El Mala und Mikey Moore eben auch, dass die Kölner durchaus bereit sind, jungen Akteuren die Chance auf Einsatzzeit bei den Profis zu geben – wenn diese dann die erhoffte Qualität auf den Platz bringen.

Ekweribe ist sicher noch auf einem anderen Level unterwegs. Die Konkurrenz ist groß, ein Zielstürmer, wie ihn die Kölner aktuell gebrauchen könnten, ist der 18-Jährige nicht. Und: Der FC erspielt sich bekanntlich seine Chancen, nutzt nur zu wenige davon. Dabei ist Ekweribe beim FC längst kein Unbekannter. Der 18-Jährige spielt seit 2019 für die Kölner und durchlief die Nachwuchsmannschaften seit der U12. Im Juni verlängerte der Verein seinen Vertrag langfristig. Damals hob der Technische Direktor Lukas Berg ausdrücklich hervor, dass der Angreifer sein Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft habe. Dass der FC langfristig mit Ekweribe plant, steht seit der Vertragsverlängerung im Sommer fest. Ob und wann daraus eine ernsthafte Perspektive für die Bundesliga entsteht, ist dagegen offen. Der Treffer gegen Kaiserslautern liefert jedenfalls ein weiteres Argument für den Offensivspieler.


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„Das ist großer Luxus“: U21-Coach Manuel Hartmann äußerte sich nach Derby-Pleite und betonte die Vorzüge seines Kaders

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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„Das ist großer Luxus“: U21-Coach Manuel Hartmann äußerte sich nach Derby-Pleite und betonte die Vorzüge seines Kaders

Die U21 des 1. FC Köln zeigte nach einem 0:2-Pausenrückstand gegen Borussia Mönchengladbachs U23 eine deutliche Reaktion. Für den Trainer Manuel Hartmann war die Leistungssteigerung freilich kein Grund zur Zufriedenheit. Das sagt Manuel Hartmann nach der Pleite der U21 des 1. FC Köln.

Vor allem die fehlende Energie zu Beginn und die mangelhafte Chancenverwertung bereiteten dem Coach Sorgen.

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Manuel Hartmann war nach der Derby-Niederlage etwas ratlos: „Warum brauchen wir immer diese Rückstände, warum brauchen wir immer den Rücken zur Wand“, fragte sich der FC-Trainer. Sein Team wachte erst nach der Halbzeit auf und bestimmte die Partie, doch die Hypothek der ersten Hälfte war letztlich zu groß. Hartmann habe in der Kabine an seine Spieler appelliert, den Derby-Charakter auch auf dem Platz sichtbar zu machen. Ohne Zuschauer müsse die Mannschaft ihre Energie selbst erzeugen, mehr Körperkontakt suchen und im Pressing konsequenter agieren.

“Die Wechsel haben sehr gezündet“

Dass die Kölner nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel fanden, lag auch an den Einwechslungen. Insbesondere Etienne Borie und Maik Akumu brachten neue Impulse. „Die Wechsel haben sehr gezündet“, lobte Hartmann, „die zeigen gleich mit ihren ersten Aktionen: Hey, wir wollen hier was drehen. Und das gibt der Mannschaft natürlich Energie. Wenn du so eine Bank zum Wechseln hast, das ist natürlich ein großer Luxus.“ Hartmann verriet auch die Gründe, warum er drei Spieler in der Pause auswechselte. Nilas Yacobi habe nach längerer Krankheit noch nicht wieder die nötige Fitness besessen, Luiz Labenz diesmal keinen guten Tag erwischt. Gil Neves sei zudem bereits verwarnt gewesen.

Die Leistungssteigerung konnte die Niederlage letztlich nicht mehr verhindern. Dabei sah Hartmann genügend Möglichkeiten, zumindest noch einen Punkt mitzunehmen: „Chancen hast du eigentlich fast für zwei Spiele.“ Dass seine Mannschaft die Möglichkeiten nicht konsequent nutzte, sei besonders bitter: „Am Ende des Tages müssen wir uns heute ein bisschen an unserer Chancenverwertung aufhängen.“ Ein Unentschieden wäre aus seiner Sicht mindestens verdient gewesen. Viel Zeit, sich über die verpasste Gelegenheit zu ärgern, bleibt den Kölnern nicht. Bereits am Freitagabend steht die nächste schwierige Aufgabe beim SV Rödinghausen an.

„Wir haben eine brutale Qualität, aber…“

Für den Trainer geht es deshalb vor allem darum, die Leistungsschwankungen seiner jungen Mannschaft in den Griff zu bekommen. Die Entwicklung sei zwar erkennbar, die entscheidende Konstanz fehle aber noch. „Wir haben eine brutale Qualität, aber die Jungs müssen ihren Plan durchziehen“, betonte Hartmann. Die zweite Halbzeit gegen Gladbach habe ihn trotz der Niederlage positiv gestimmt. Nun müsse die Mannschaft diese Energie von Beginn an auf den Platz bringen. Maik Akumu und Etienne Borie haben sich jedenfalls nachhaltig für den Sprung in die Startelf beworben.

Die U21 rutschte derweil durch die fünfte Niederlage im zwölften Spiel auf den elften Platz zurück und hinkt punktemäßig den Erwartungen hinterher. Mit 14 Zählern muss der Blick vorerst weiter Richtung Abstiegszone gehen, um dort den Vorsprung zu wahren. Ein Sieg in Rödignhausen beim Drittletzten wäre daher doppelt wichtig.

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1. FC Köln: Isak Johannesson nutzt seine Chance – und könnte zum Gewinner des Skhiri-Ausfalls werden

Isak Johannesson nach seinem Treffer im Derby
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1. FC Köln: Isak Johannesson nutzt seine Chance – und könnte zum Gewinner des Skhiri-Ausfalls werden

Nachdem Isak Johannesson seinen Platz in der Anfangsformation von René Wagner zuletzt verloren hatte, stand er beim Derbysieg gegen Gladbach wieder von Beginn an auf dem Rasen. Der Isländer glänzte mit seinem Treffer und überzeugte auch darüber hinaus. Durch die Verletzung von Ellyes Skhiri könnte er in den nächsten Monaten wieder stärker in den Fokus rücken.

Der Saisonstart hätte für Isak Johannesson beim 1. FC Köln kaum besser verlaufen können. Mit einem Doppelpack im Pokal sicherte der Mittelfeldspieler den Geißböcken in Würzburg das Weiterkommen. Beim Bundesligaauftakt eine Woche später spielte der Linksfuß erneut eine wichtige Rolle beim Sieg gegen die TSG Hoffenheim. Durch die Rückkehr von Ellyes Skhiri aus Frankfurt blieb ihm zuletzt jedoch nur noch der Bankplatz. Nun hat sich die Ausgangslage grundlegend verändert.

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Nach dem Heimsieg am 1. Spieltag wartete der FC zuletzt drei Spiele auf einen Sieg. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach gelang den Kölnern nun dieser wichtige Erfolg. Obwohl René Wagner während der Länderspielpause auf insgesamt neun Profis verzichten musste, kontrollierten die Domstädter die Partie über weite Phasen. Nach seinem Einsatz für Islands Nationalmannschaft stand auch Isak Johannesson wieder in der Startelf. Nachdem Wagner zuletzt auf die Kombination aus Tom Krauß und Ellyes Skhiri vertraute, setzte er im Derby auf Johannesson an der Seite des Tunesiers. Der 23-Jährige gilt als kreativer und offensiv stärker als sein Mitspieler. Schon in der vergangenen Saison wurde nach einer Rolle für den 43-fachen Nationalspieler gesucht, der sich am wohlsten auf der Achterposition fühlt. Da eine solche Rolle bisher im Kölner System nicht vorgesehen war, kam er bereits auf unterschiedlichen Positionen zum Einsatz.

Überzeugender Auftritt im Derby

Die Qualitäten Johannessons wurden beim FC nie infrage gestellt. Das einzige Problem: Die Kölner Nummer acht kann ihr Potenzial zu selten abrufen. Seit seiner Verpflichtung aus Düsseldorf im Sommer 2025 kämpft der Isländer immer wieder mit Leistungsschwankungen und fehlender Konstanz. Am Sonntag war davon allerdings nichts zu sehen. Der Mittelfeldspieler überzeugte im Derby, traf selbst zur 1:0-Führung und kreierte einige Angriffe aus dem Zentrum. Nachdem Wagner zuletzt mit Skhiri und Krauß auf zwei defensivere Sechser setzte, ging sein Plan mit Johannesson am Sonntag vollständig auf. Seine Rolle könnte in den nächsten Monaten deutlich größer werden – nicht nur wegen seines starken Auftritts im Derby.

Wie reagiert der FC auf den Skhiri-Ausfall?

Ein Wermutstropfen beim Sieg gegen den Rivalen war die Verletzung von Skhiri kurz vor der Halbzeit. Der Tunesier blieb in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Duell an der Seitenlinie auf dem Rasen liegen und wurde anschließend umgehend in die Mediapark-Klinik gebracht. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich die traurige Gewissheit: Der Sechser wird dem FC mit einer Sprunggelenksverletzung längere Zeit fehlen. Umso bitterer, da er sich nach seiner Rückkehr im Sommer gerade erst wieder in der Stammformation festgespielt hatte. Ohne den 31-Jährigen fehlt es dem FC an Struktur aus dem Zentrum.

Wie schon zu Saisonbeginn könnten Johannesson und Krauß eine mögliche Lösung sein. Als weitere Option käme Paul Okon-Engstler infrage. Der Australier muss sich jedoch noch an die Intensität der Bundesliga gewöhnen und dürfte dementsprechend zunächst höchstens als Einwechselspieler zum Einsatz kommen. Johannesson kann nun also in den nächsten Monaten seine Wichtigkeit unter Beweis stellen und Verantwortung übernehmen. Wer weiß, was für ihn und den FC dann noch möglich ist.

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Kommentar: Der FC darf diesen Derbysieg feiern – aber nicht falsch verstehen

Die Kölner Spieler jubeln nach dem Derbysieg
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Kommentar: Der FC darf diesen Derbysieg feiern – aber nicht falsch verstehen

Der Derbysieg gegen Gladbach verschafft dem 1. FC Köln, vor allem aber René Wagner wichtige Luft. Doch so groß die Erleichterung auch ist: Die Probleme der vergangenen Wochen sind nicht verschwunden. Warum der Erfolg vor allem eine Chance sein muss. Ein Kommentar.

Der FC hat das Derby am Sonntagnachmittag mit einer Willensleistung für sich entschieden. Die Punkte, der Derbysieg und die Intensität machen Lust auf mehr und lassen die Fans wieder in eine kleine Euphorie verfallen. So wichtig dieser Erfolg für die Kölner auch ist, er darf nicht die Baustellen des Teams kaschieren.

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Es gibt diese Siege, die tatsächlich dann doch mehr sind als einfach nur drei Punkte. Das Derby gehört zweifelsohne dazu. Das zeigten die Reaktionen der Spieler unmittelbar vor, natürlich erst recht nach dem 2:1-Sieg im Duell gegen das ungeliebte Team vom Niederrhein. Der Erfolg über die Fohlen hat nicht nur den Fans der Geißböcke gutgetan. Gerade in einer Phase, in der die Kritik am Trainer lauter, die Fragen nach der sportlichen Entwicklung häufiger und die Sorgen ums Personal größer geworden sind. Dieser Derbysieg war wichtig für die Mannschaft und den Coach. Sie verschafft den handelnden Personen Luft, ist gut für das Selbstvertrauen, erst recht für die Tabelle und die Stimmung in der Domstadt. Der FC hat allen Grund zur Freude und sich die neue Euphorie als Derbysieger auch verdient. Nur muss ein Fehler vermieden werden: Den Erfolg mit einer Lösung seiner Probleme zu verwechseln.

Die großen Baustellen sind beim 1. FC Köln noch nicht gelöst

Denn so wichtig dieser Sieg für alle Beteiligten ist, er darf die Fehler der vergangenen Wochen nicht kaschieren. Zu glauben, die Problemfelder wären ausradiert, wäre nicht nur naiv, es wäre schlichtweg falsch. Denn auch im Derby waren einige der Baustellen der Geißböcke deutlich zu sehen. Beispiele gäbe es einige. Das 1:1 vielleicht. Joe Scally stand bei seinem Kopfball einen Meter hinter Ellyes Skhiri so blank, er hätte die Kugel noch in Ruhe annehmen können, natürlich nicht müssen – denn aus dieser Entfernung wäre es wohl schwieriger geworden, die Kugel nicht im Tor unterzubringen. In der Defensive fehlt noch immer die Stabilität, die eine Mannschaft benötigt, wenn sie sich dauerhaft aus den unteren Tabellenregionen fernhalten will. In der Offensive fehlt weiterhin die Kaltschnäuzigkeit, die nötige Effizienz. Und ein Spiel ohne Gegentor nach Standards, dafür aber einem erzielten ist noch keine Trendwende.

Zu den Ausfällen gesellt sich nun ein weiterer Leistungsträger, denn auch Ellyes Skhiri wird den Kölnern Wochen, eher Monate fehlen. Wohlgemerkt der Wunschtransfer des Kölner Trainers, der Skhiri schon mehrfach als einen der Leader der Mannschaft beschrieben hat. Der Derbysieg war also auch noch ein teuer erkaufter. Der FC hat weiterhin Fragen zu beantworten, Wagner weitere Puzzleteile zu finden. Vor allem aber muss sich zeigen, ob der FC seine Leistungen künftig verlässlicher abrufen kann. Gegen Gladbach halfen Emotionen, die besondere Atmosphäre und der unbedingte Wille, dieses Derby zu gewinnen. All das gehört zum Fußball. Es darf sogar eine Stärke sein. Doch nicht jede Partie wird ein Derby sein. Nicht jeder Gegner wird dem FC dieselben Räume bieten. Und nicht in jedem Spiel wird Said El Mala mit einer herausragenden Einzelaktion den Unterschied machen können.

René Wagner hat durch den Derbysieg Zeit gewonnen

Und dann ist da noch der andere Teil der Wahrheit. Der Trainer hat durch den Derbysieg Argumente und Zeit gewonnen. Das Team hat gezeigt, dass es ihrem Coach bedingungslos folgt, seine Ansprachen verstanden hat. Der FC kann sich aus schwierigen Situationen befreien. Die Mannschaft verfügt über Qualität, Charakter und Spieler, die eine Begegnung entscheiden können. Wer das nach diesem Derby bestreiten wollte, würde dem Auftritt nicht gerecht. Genauso wenig wäre es allerdings angebracht, die Kritik der vergangenen Wochen nun als grundsätzlich unbegründet abzutun. Die Fragen nach der defensiven Ordnung, der richtigen Besetzung einzelner Positionen und der spielerischen Entwicklung sind nicht plötzlich verschwunden. Sie müssen weiter gestellt werden. Noch nicht einmal trotz des Erfolgs, eher, weil jetzt die Luft vorhanden ist, sie in Ruhe zu beantworten.

Die Quintessenz des Sonntags lautet also: Ein Derbysieg kann eine Mannschaft befreien, besser machen kann er sie nicht.

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