Beke Sterner schießt die Frauen des 1. FC Köln zum Heim-Sieg
Daniel Mertens
In der Schlussphase schwappte sogar die La Ola über die Haupttribüne des Franz-Kremer-Stadions: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben ihr erstes Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison gegen die TSG Hoffenheim mit 1:0 (0:0) gewonnen. Beke Sterner war die Matchwinnerin. Mit dem Sieg trotzten die Kölnerinnen der Personalnot, denn gleich elf Spielerinnen standen nicht zur Verfügung.
Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 0:2-Niederlage zum Saisonstart in Frankfurt auf drei Positionen: Celina Degen, Taylor Ziemer und Vanessa Leimenstoll ersetzten die verletzten Saedis Heidarsdottir und Kathrin Hendrich sowie die erkältete Sophie Nachtigall. Carlson musste mit Julia Schiffarth, Anna-Lena Stolze, Irina Fuchs, Laureta Elmazi, Paula Hoppe, Elise Stenevik, Jil Schäfer und Merle Hokamp gleich auf acht weitere Spieler verletzungsbedingt verzichten.
Come-on-fc.com berichtet aus dem Franz-Kremer-Stadion
Die Kölnerinnen starteten trotz des personellen Aderlasses zielstrebiger und bestimmender in die Partie. Pauline Bremer besaß, wie schon in Frankfurt, die frühe Chance zum Führungstreffer. Hoffenheims Torhüterin Laura Dick wehrte den platzierten Schuss der frei im Sechzehner stehenden Bremer allerdings mit einer starken Parade per Hand zur Ecke ab (11.). Auf der Gegenseite hatte der FC Glück, dass Lisa Schmitz aufmerksam war und den Schuss der ebenfalls frei im Sechzehner auftauchenden Marie Steiner per Fuß abwehren konnte (13.).
Sterner erzielt den einzigen Treffer
Die Gastgeberinnen blieben in der Folgezeit die aktivere Mannschaft, setzten die TSG mit frühem Pressing in der Hoffenheimer Hälfte immer wieder unter Druck und erzwangen die Fehler im Aufbauspiel. Zwingende Torgefahr entwickelte sich dennoch bis zur Halbzeit nicht mehr. Die zweite Hälfte brauchte zunächst einige Anlaufzeit, doch dann durften die FC-Fans endlich jubeln. Celina Degen schickte Beke Sterner auf dem rechten Flügel. Der Sommer-Neuzugang aus Essen hob kurz den Kopf, um zu schauen, wo die Torhüterin steht. Es folgte ein Schlenzer von der Außenbahn über Laura Dick hinweg ins lange Eck zum 1:0 (56.).
Der TSG fehlten danach zunächst die Ideen, um die Kölner Defensive zu überwinden. Als die Gäste jedoch einmal zielstrebig das Tempo anzogen, wurde es direkt gefährlich. Svenja Fölmli tauchte nach einer Hereingabe von der rechten Seite völlig frei am Fünfer auf, köpfte jedoch genau auf die FC-Torfrau Lisa Schmitz, die den Ausgleich verhindern konnte (73.). Beide Mannschaften lieferten sich in der Schlussphase ein offenes Duell, am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. Der Kölner Sieg war über die 90 Minuten betrachtet verdient.
Für den 1. FC Köln geht es am Samstag der kommenden Woche beim Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 weiter. Das Spiel findet im Bruchweg-Stadion statt und wird um 14 Uhr angepfiffen.
Argumente für offensivere Rolle: Wurde Isak Johannesson beim 1. FC Köln bisher falsch eingesetzt?
Erik Stalleicken
Mit dem Doppelpack am Montagabend gelang es dem Isländer, den 0:1-Rückstand gegen die Würzburger Kickers zu drehen und den FC im DFB-Pokal eine Runde weiter zu schießen. Das lag sicher auch an der offensiver ausgerichteten Rolle des 23-Jährigen. Wurde Isak Johannesson bislang beim 1. FC Köln zu defensiv eingesetzt?
Mit zwei Treffern, einer deutlich offensiveren Ausrichtung und einem guten Spiel avancierte Isak Johannesson zum Matchwinner gegen Würzburg. Damit liefert er weitere Argumente für eine andere Ausrichtung.
„Genau den!“ Lukas Kwasniok hatte im Dezember 2024 in der „At Broski“-Show eine klare Antwort auf die Frage, welchen Spieler von Fortuna Düsseldorf er sich aussuchen würde, wenn er die Wahl hätte. Gemeint war der heutige Kölner Isak Johannesson. Den linken Fuß des Isländers titulierte Ex-Trainer Lukas Kwasniok einst als „genial“ und bezeichnete Johannesson als seinen „absoluten Lieblingsspieler“ der Fortuna. Als die beiden dann letzten Sommer in Köln zusammentrafen, hofften daher einige Fans auf ein perfektes Match zwischen Spieler und Trainer. Doch so ganz schien der Isländer nicht ins Kwasniok-System zu passen und Johannesson wurde den Erwartungen an seine Verpflichtung nicht unbedingt gerecht. Insbesondere der jüngste Pokalauftritt sorgt für neue Argumente für eine offensivere Rolle des Nationalspielers. Wurde Johannesson beim 1. FC Köln bislang falsch eingesetzt?
Seltener Teil torgefährlicher Aktionen
Ein Blick auf die Zahlen seiner letzten Saison beim rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf und der abgelaufenen Spielzeit beim FC liefert zumindest einige Argumente für eine andere Rolle als bisher. Besonders auffällig ist der Unterschied in der offensiven Präsenz des 23-Jährigen. Während Johannesson in seiner letzten Saison bei der Fortuna auf 1,54 Schüsse pro 90 Minuten kam, sind es beim FC nur noch 0,54. Auch sein xG-Wert fiel damit von 0,21 auf 0,05 erwartete Tore pro 90 Minuten. Der Isländer kam in Düsseldorf also nicht nur häufiger zum Abschluss, sondern war deutlich öfter an Aktionen beteiligt, aus denen eigene Torgefahr entstand.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Johannesson phasenweise die Elfmeter der Fortuna übernahm, wie auch im Derby, weshalb diese Werte ein klein wenig verschönert werden. Dennoch belegen weitere Statistiken den Rückgang in den Aktionen nach vorne. 4,33 gewonnene Offensivduelle sowie 1,28 erfolgreiche Dribblings in Düsseldorf stehen gerade einmal 1,85 beziehungsweise 0,81 in Köln gegenüber. In Liga zwei suchte der Isländer also deutlich häufiger das direkte Duell, um für Gefahr zu sorgen. Interessant ist dabei, dass die Werte für progressive Läufe und seine Ballberührungen im gegnerischen Strafraum mit einer Differenz von jeweils unter 0,09 nahezu gleich geblieben sind. Johannesson erreicht also weiterhin ähnliche Räume, kommt dort aber wesentlich seltener zu den eigenen torgefährlichen Aktionen, die ihn beim Rivalen noch so gefährlich machten.
Zentrales Element im Spielaufbau
Seine Passwerte belegen gleichzeitig, dass die tiefere Rolle beim FC keineswegs eine geringere Wichtigkeit für das Spiel seiner Mannschaft mit Ball bedeutet. Mit 41,51 Pässen pro 90 Minuten spielt er praktisch genauso viele wie vor seinem Wechsel, als der Wert bei 41,53 lag. Bei den Pässen ins letzte Drittel liegt er mit 6,35 sogar leicht über seinem Wert in Düsseldorf von 6,04. Sein Einfluss auf das Spiel hat also definitiv nicht abgenommen. Gleichzeitig ist aber auch, trotz tieferer Position, ein Rückgang in der Defensive erkennbar.
Während die Menge der Abfangaktionen von 2,53 auf 2,25 pro 90 Minuten nur gering abnahm, ging die Zahl seiner Defensivduelle von 5,37 auf nur noch 3,87 pro 90 Minuten deutlich zurück. Somit ist Johannesson beim FC zwar stärker aus der Tiefe in den Spielaufbau eingebunden, hat sich aber weder zum deutlich präsenteren Defensivspieler entwickelt noch seine offensive Gefahr aus Düsseldorf beibehalten. Genau diese Kombination macht die Positionsfrage interessant.
Denn die Zahlen zeichnen eher das Profil eines zentralen Mittelfeldspielers, der seine Qualitäten nicht ausschließlich aus der Tiefe heraus entfaltet. Der 23-Jährige bringt weiterhin die nötige Passqualität und das Spielverständnis mit, um den Spielaufbau zu dirigieren, gleichzeitig beweist der Rückgang seiner Offensivstatistiken, dass ihm durch die tiefere Rolle nahezu seine komplette Wirkung nach vorne genommen wurde. Auf der Acht könnte er weiterhin aus dem Zentrum das Spiel lenken, könnte gleichzeitig aber auch durch seine Progressivität mit und ohne Ball für deutlich mehr Torgefahr sorgen als auf der Doppelsechs. Ob die Acht tatsächlich die ideale Position für den Isländer ist, lässt sich aus den Zahlen allein natürlich nicht abschließend beantworten. Der jüngste Auftritt in Würzburg liefert dafür allerdings durchaus einen spannenden Vorgeschmack.
Matchwinner in offensiverer Rolle
Denn nach dem 0:1-Pausenrückstand bei den Würzburger Kickers wurde Johannesson in Halbzeit zwei offensiver eingesetzt und avancierte zum „Man of the Match“. Der Isländer sicherte mit seinem Doppelpack den 2:1-Auswärtserfolg und damit das Weiterkommen der Kölner im DFB-Pokal. „Isak war in der ersten Halbzeit etwas defensiver und sollte die Bälle verteilen. Dann haben wir in der Halbzeit umgestellt. Er konnte offensiver stehen und dort in die Aktionen kommen.
Beim ersten Tor wäre er dort nicht gewesen, wenn er defensiver gestanden hätte“, kommentierte Thomas Kessler die Partie des Isländers. Seine Leistung liefert also einen weiteren Nachweis für seine Qualitäten nach vorne. Nun liegt es an René Wagner, diese auch bestmöglich in sein System zu integrieren. Sollte dies erfolgreich gelingen könnte Johannesson womöglich endlich zeigen, warum Ex-Coach Kwasniok einst so große Stücke auf den technisch versierten Isländer hielt. Auf der PK am Donnerstag erklärte der Coach, dass man beim FC versuche, den Spieler nun häufiger in die Nähe der Box zu bekommen.
Wurde Isak Johannesson bislang beim 1. FC Köln zu defensiv eingesetzt?
Die Statistiken im Vergleich zu den Werten aus Zeiten bei der Fortuna sprechen zumindest dafür. Bei den Geißböcken ist Johannesson deutlich seltener an gefährlichen Offensivaktionen beteiligt als noch in Düsseldorf.
Auf welcher Position könnte Johannesson seine Stärken besser ausspielen?
Ein Rolle auf der Acht könnte besser zu seinem Profil passen. Dort könnte er weiterhin den Spielaufbau mitgestalten, aber auch on gefährlichere Räume kommen.
Was zeigte Johannessons Auftritt im DFB-Pokal gegen Würzburg?
Mit der offensiveren Rolle gelang es Johannesson, zwei Tore zu erzielen und somit zum Matchwinner des 2:1-Siegs gegen die Kickers zu avancieren. Damit liefert er weitere Argumente für eine offensiver ausgerichtete Rolle.
Kiez statt belgisches Viertel: Warum St. Pauli für Youssoupha Niang die richtige Station ist
Matthias Wilhelm
Der 1. FC Köln verleiht Youssoupha Niang für die Saison 2026/27 an den FC St. Pauli. In der 2. Bundesliga soll das Offensivtalent Erfahrung und Spielzeit sammeln. Nach zwei Unentschieden zum Saisonstart und einer Niederlage im Pokal stehen die Kiezkicker bereits unter Druck. Niang soll helfen, den Bundesliga-Absteiger wieder zurück in die Spur zu bringen. Im besten Fall profitieren aber alle Beteiligten von diesem Deal.
Zum Start der Saisonvorbereitung galt Youssoupha Niang noch als ein Startelfkandidat beim 1. FC Köln. Nach seinen ersten Einsätzen in der vergangenen Spielzeit konnte der Stürmer im Sommer zunächst überzeugen und in den Testspielen glänzen. Mit den Verpflichtungen von Thijs Dallinga und Reigan Heskey sowie dem Verbleib von Said El Mala ist die Kölner Offensive mittlerweile breit besetzt. Nach einem offenen Austausch mit Trainer René Wagner wechselt Niang nun auf Leihbasis zum FC St. Pauli um in Liga zwei Spielpraxis zu sammeln.
Youssoupha Niang bei seinem Heimdebüt gegen den FC Bayern München
Das größte Spiel in der noch jungen Karriere von Youssoupha Niang dürfte wohl das Finale der deutschen U19-Meisterschaft im Mai 2025 gewesen sein. Mit zwei Treffern im Endspiel gegen Leverkusen hatte der Stürmer großen Anteil am Titelgewinn der Jungböcke. In der folgenden Saison gelang ihm der Sprung in den Profikader, wo Niang insgesamt zehnmal in der Bundesliga auf dem Rasen stand. Die Emotionalität des Clubs ist dem Bonner also wohl bekannt. In Hamburg könnte ihn nun ein ähnlich emotionales Umfeld erwarten. René Wagner sieht in der Leihe eine große Chance für seinen Schützling: „Das ist eine super Herausforderung für ihn“, sagte der Coach.
St. Pauli unter Zugzwang
Nach dem Abstieg haben mit Nikola Vasilj, Hauke Wahl und Jackson Irvine einige Leistungsträger und Führungsspieler den FC St. Pauli verlassen. Der Saisonstart lief zudem nicht wie erhofft. Gegen Fürth und Kiel wurden die Punkte in der Liga jeweils geteilt und im Pokal war bereits in der ersten Runde bei Rot-Weiß Essen Schluss. Das Team von Marcel Rapp muss sich zunächst finden und Niang soll dabei helfen. Mit seinem Tempo und seiner Abschlussqualität kann er sowohl auf Rechtsaußen als auch im Sturmzentrum agieren. In der Offensive um die erfahrenen Martijn Kaars und Branimir Hrgota kann das FC-Eigengewächs die gesuchte Variabilität bringen.
Neben dem VfL Wolfsburg gibt es in dieser Saison wenige klare Aufstiegsfavoriten. Die Liga könnte dementsprechend bis zum letzten Spieltag spannend sein und wenige Punkte können den Unterschied zwischen Aufstiegsrängen, Mittelfeldplätzen und Abstiegskampf ausmachen. In Hamburg spielt Niang zudem erstmals außerhalb des Rheinlands, wodurch auch seine persönliche Entwicklung vorangetrieben werden könnte.
Bewährtes Modell beim FC
Niang ist nicht der erste talentierte Nachwuchsspieler, der zunächst verliehen wird. Mit Tim Lemperle, Salih Özcan und Jonas Urbig gibt es diverse prominente Beispiele für Eigengewächse, die nach ihrer Leihe aufgeblüht sind. Ein Modell, auf das man in Köln gerade in den letzten Jahren gerne zurückgegriffen hat, um Spieler Einsatzzeiten zu geben, ohne sie endgültig abzugeben. In diesem Sommer ist unter anderem Fynn Schenten bereits verliehen worden. Der Stürmer läuft in der kommenden Spielzeit für Koda Kerkrade in den Niederlanden auf. Auch Julian Pauli und Elias Baktukanda sind weiterhin Leihkandidaten, nachdem sie im Sommer erst von ihren Leihstationen zurückkehrten.
Die Verantwortlichen in Köln betonten kürzlich noch, dass es Spieler im Kader gibt, bei denen es für die Bundesliga aktuell noch nicht reicht, für die Spielpraxis in der Regionalliga allerdings zu wenig ist. „Wir haben mit Youss darüber gesprochen, dass wir ihn hier beim 1. FC Köln sehen, dass er aber auch noch einmal eine andere Erfahrung braucht“, erzählte Cheftrainer Wagner. Niang hat nun in Hamburg seine neue sportliche Heimat auf Zeit gefunden. Beim FC St. Pauli soll er sich entwickeln und dann ab nächstem Sommer wieder für den FC auf Torejagd gehen.
Niang wechselte 2019 vom Bonner SC nach Köln und durchlief anschließend alle Jugendmannschaften bis zu den Profis.
Welche anderen Spieler könnten den FC noch per Leihe verlassen?
Die wahrscheinlichsten Kandidaten für eine Leihe in diesem Sommer sind Julian Pauli und Elias Bakatukanda. Die beiden Innenverteidiger haben aktuell wenig Aussicht auf Spielzeit und könnten den Verein noch per Leihe verlassen.
Welche Spieler im Kölner Kader kommen aus dem eigenen Nachwuchs?
Im aktuellen Kader des 1. FC Köln stehen mit Julian Pauli, Elias Bakatukanda und Jan Thielmann drei Eigengewächse.
Den FC erwartet eine schwere Aufgabe, auch, weil es in Köln noch viele Fragezeichen gibt
Elias Schnaubelt
Das Warten hat ein Ende, die Bundesliga ist zurück. Am Samstagnachmittag begrüßt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim im RheinEnergieSTADION. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen beider Teams nach den Pokalauftritten kaum sein. Nach dem blauen Auge gegen Würzburg könnte der FC nun ein blaues Wunder erleben. So will der 1. FC Köln das Duell gegen Hoffenheim angehen.
Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung wohl noch größer. Mit Ach und Krach gelang den Kölnern die Wende im DFB-Pokalspiel gegen den Drittligisten aus Würzburg. Nach dem Spiel standen vor allem viele Fragezeichen, wie etwa die Frage nach einer konkreten Spielidee. Viel Zeit, um Antworten zu finden, blieb jedoch nicht, denn am Samstag wartet schon die nächste Herausforderung am Horizont – und die hat es gewaltig in sich.
Fast schon mühelos, im sprichwörtlichen „Stile einer Spitzenmannschaft“, bewältigten die Sinsheimer ihre Pflichtaufgabe im Pokalspiel gegen den Regionalligisten Erzgebirge Aue mit 4:0. Dabei sollte man selbstverständlich nicht zu viel Gewichtung auf die Ergebnisse der ersten Pokalrunde legen. Unterm Strich haben der FC und die TSG dasselbe erreicht: Sie sind eine Runde weitergekommen. Doch auch die Hoffenheimer wurden innerhalb der Saisonvorbereitung bereits in die Schranken gewiesen.
Wer austeilen will, muss auch einstecken können – und eingesteckt haben die Sinsheimer. So zum Beispiel beim Doppeltest gegen die Tottenham Hotspur, wovon der erste mit 3:0 an die Nordlondoner ging. Ironischerweise könnte der Hauptverantwortliche für diese Niederlage schon bald mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen. Mikey Moore schnürte gegen das Team von Christian Ilzer einen Doppelpack, die Chancen für eine Wiederholung dessen am Samstag sind allerdings aus zeitlichen Gründen dann doch sehr gering. Da kann die Ilzer-Elf nochmal durchschnaufen.
Diese hat im Vergleich zum FC ihre Transfers bereits frühzeitig eingetütet, wobei die Achse der Mannschaft nach der erfolgreichen letzten Saison zusammengehalten werden konnte. Konstanz findet man bei den Kraichgauern überdies nicht nur auf dem Platz. Obwohl man in der Saison 2024/25 nur um Haaresbreite den Relegationsplatz verfehlte, schenkte man Trainer Christian Ilzer weiterhin das Vertrauen. Besser hätten die Verantwortlichen kaum entscheiden können. Mit einem überragenden fünften Platz sprengte die TSG sämtliche Erwartungen und konnte sich zudem für die UEFA Europa League qualifizieren.
„Sie sind in ihrer Idee Fußball zu spielen nochmal einen Schritt weitergekommen“
René Wagner warnte auf der Pressekonferenz vor dem Duell ausdrücklich vor der Qualität der Hoffenheimer: „Es ist eine Mannschaft, die sich nach dem letzten Jahr gefestigt hat. Sie haben auf den Positionen, wo sie Verstärkung brauchten, nachgelegt, haben sich verjüngt und haben Geschwindigkeit und Dynamik im Kader.“ Diese hört vor allem auf den Namen Adam Daghim. Der 20-jährige Däne kam in diesem Sommer für 13 Millionen Euro aus Salzburg. Letzte Saison spielte der Angreifer leihweise für den VFL Wolfsburg, wo er mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 36 km/h geblitzt wurde.
Des Weiteren verstärkten sich die Sinsheimer mit heißbegehrten Talenten wie Nathan De Cat (17), Mats Rots (20) und Cajetan Lenz (20) sowie mit dem etablierten Bundesligaspieler Patrick Wimmer. „Sie sind in ihrer Idee Fußball zu spielen nochmal einen Schritt weitergekommen“, fand René Wagner. „Das hat man auch in den Vorbereitungsspielen gesehen, wo aber nicht alles funktioniert hat, auch da wurden Spiele verloren.“ Viel zu bedeuten hat das für den Trainer jedoch nicht: „Das gehört zu einer Vorbereitung dazu. Am Ende wird die Mannschaft aber viel Intensität, viel Tiefe und viel Leidenschaft, auch gegen den Ball, dabeihaben. Darauf haben wir uns eingestellt“, so Wagner weiter.
Aus FC-Sicht hat man sich hoffentlich besser eingestellt als auf die Partie gegen Würzburg. Mit einer derartigen Leistung wäre ein Erfolg gegen die TSG Hoffenheim undenkbar, zumal bei den Gästen lediglich die Ausfälle des rotgesperrten Tim Lemperle und des verletzten Andrej Kramaric ins Kontor schlagen. Ansonsten erwartet die Köllner am Samstag die geballte Power aus dem Kraichgau. Personell kann Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Timo Hübers und Sebastian Sebulonsen fehlen weiterhin und auch Luca Waldschmidt fällt mit muskulären Problemen aus.
Mögliche Aufstellung der TSG: Baumann – Coufal, Kabak, Hajdari, Rots – Avdullahu, Burger – De Cat, Wimmer – Hlozek, Daghim
Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.
Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?
Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.
Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?
Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.
„Oh, FC Köln“ – Stefan Raab veröffentlicht neuen Song für den 1. FC Köln
Redaktion
Am Samstagnachmittag startet der FC in die neue Bundesliga-Saison. Pünktlich zum Auftakt des ersten Spieltags bringt FC-Anhänger und Entertainer Stefan Raab einen neuen Song zum 1. FC Köln an den Start. „Oh, FC Köln“ wird im dazugehörigen Musikvideo von etlichen weiteren prominenten Gesichtern gesungen.
Die Liebe des gebürtigen Kölners zum 1. FC Köln hat Stefan Raab in der Vergangenheit bereits mehrfach öffentlich kund getan. Nun veröffentlicht der 59-Jährige einen neuen Song zum FC.
Kaum ein Fußballverein wird so oft besungen wie der des 1. FC Köln. Bereits in der Vergangenheit veröffentlichten Prominente, die ihrer Liebe zum Verein Ausdruck verleihen wollten Songs, die den Club hoch leben lassen. Nun bringt auch TV-Entertainer-Legende und FC-Fan Steffan Raab pünktlich zum Saisonstart in die Bundesliga-Spielzeit 2026/27 ein neues Lied samt Video heraus, indem der FC erneut besungen wird. Mit dabei sind zahlreiche Größen aus Musik, Sport, Comedy und TV, die ihren Herzensverein hoch leben lassen.
„Oh, FC Köln, ich liebe dich“
Der Song mit dem Titel „Oh, FC Köln“ ist angelehnt an die Fangesänge der Kölner Fans. Im dazugehörigen Video finden sich nicht nur zahlreiche prominente FC-Anhänger. Es ist gespickt mit historisch bedeutsamen sowie hoch emotionalen Szenen rund um den 1. FC Köln. So beginnt das Video mit Ausschnitten des legendären Fan-Marsches am 14. September 2017, als der FC in London in der Europa-League gegen Arsenal spielte. Unvergessen die mehr als 10.000 Fans, die „En unserem Veedel“ im Emirates sangen und auch bei dem ein oder anderen (heutigen come-on-fc-) Reporter für Gänsehaut sorgten. Auch Szenen zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1978 oder der Platzsturm von „Hennes“ sind Teil des Musik-Videos.
Unterstützt wird Raab von Prominenten wie unter anderem Kasalla, Brings, Wolfgang Niedecken, Carolin Kebekus oder Axel Stein. Auch FC-Ikone Lukas Podolski steht im aktuellen FC-Heimtrikot in Köln und singt „Du bist mein Verein, ich liebe dich“. Die Leidenschaft des Entertainers Raab ist nicht neu. Im Rahmen seiner ehemaligen Show „TV-Total“ trat der Kölner bereits mit Peter Stöger zusammen als „Trainer“ am Geißbockheim auf und „leitete“ die Einheiten. Auch die FC-Hymne „FC, jeff Jas!“ nahm Raab mit Gildo Horn und Niedecken zusammen neu auf. Nun geht also ein neuer Song an den Start.
„Papier spielt am Samstag keinen Fußball“ – U21-Coach Hartmann über Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett
Daniel Mertens
Die U21 hat sich mit dem 2:1 in Oberhausen eindrucksvoll zurückgemeldet nach dem 0:3-Dämpfer davor gegen Gütersloh. Vor der Mannschaft des Trainers Manuel Hartmann liegt jetzt eine englische Woche, die am Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Lotte startet. Der Coach der Nachwuchstalente wirft im Gespräch mit come-on-fc.com einen Blick nach vorne auf den Gegner. Die U21 des 1. FC Köln empfängt Lotte.
Manuel Hartmann sprach mit come-on-fc.com über den kommenden Gegner Lotte, die Reaktion auf Gütersloh und das Profi-Quartett.
Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln (Foto: 1. FC Köln)
Herr Hartmann, wie wichtig war der Sieg gegen Oberhausen als direkte Reaktion auf das Gütersloh-Spiel für die Moral Ihrer Mannschaft?
Manuel Hartmann: Ich glaube, dass es sehr wichtig war – nicht nur wegen der drei Punkte, sondern vor allem wegen der Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat. Nach dem Spiel gegen Gütersloh war bei uns allen eine gewisse Enttäuschung da, weil wir uns mehr vorgenommen hatten und das Ergebnis auch nicht unbedingt den Spielverlauf widergespiegelt hat. Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen. In Oberhausen haben die Jungs Charakter gezeigt, sind mutig aufgetreten und haben sich für ihren Aufwand belohnt. Das gibt natürlich Selbstvertrauen und zeigt, dass wir auch nach Rückschlägen schnell wieder in die richtige Richtung kommen können. Das ist eine gute Entwicklung bei einer jungen Mannschaft.
„Ein Sieg verändert immer etwas“
Wie nehmen Sie die Stimmung im Unterschied zur Vorwoche wahr?
Manuel Hartmann: Die Stimmung ist natürlich gelöster. Ein Sieg verändert immer etwas, gerade innerhalb einer jungen Mannschaft. Gleichzeitig versuchen wir als Trainerteam und auch innerhalb der Mannschaft, das so zu kommunizieren, dass wir weder nach einer Niederlage alles schlecht reden, noch nach einem Sieg alles überbewerten. Wir wollen da eine gewisse Stabilität in unsere Emotionen bekommen. Die Jungs wirken im Training sehr fokussiert und haben natürlich Lust auf das Heimspiel, das den Beginn der englischen Woche markiert. In dieser Woche können wir als Mannschaft wieder einen sehr großen Sprung machen.
Lotte hat noch kein Spiel gewonnen. Gehen Sie als Favorit in das Heimspiel?
Manuel Hartmann: Auf dem Papier geht man vielleicht als Favorit ins Spiel. Aber so ein Papier spielt am Samstag keinen Fußball. Fußball funktioniert da einfach anders. Wir wissen, dass Lotte noch keinen Sieg hat, dürfen uns davon aber nicht in falsche Sicherheit wiegen und Prozentpunkte weniger investieren. Gerade Mannschaften, die auf ihren ersten Erfolg warten, bringen eine gewisse Unberechenbarkeit mit, aber auch eine enorme Energie und Entschlossenheit. Unser Anspruch muss es sein, unabhängig vom Tabellenstand in jedem Spiel unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Wenn wir das schaffen, haben wir eine gute Voraussetzung für eine gute Leistung und vor allem dafür, die Punkte hier in Köln zu behalten.
Was für einen Gegner erwarten Sie und was für ein Spiel?
Manuel Hartmann: Ich erwarte mit Lotte eine sehr junge Mannschaft, die über sehr viel Talent verfügt und sehr unangenehm und unberechenbar spielen wird. Sie werden immer versuchen, uns das Leben schwer zu machen, die Räume eng zu halten und die Zweikämpfe sehr intensiv zu führen. Für uns geht es darum, geduldig zu bleiben, trotzdem mit voller Überzeugung und Volltempo unsere Angriffe zu spielen. Hinten müssen wir im Gegensatz zum Gütersloh-Spiel voll konzentriert sein und dürfen keine Situationen unterschätzen.
Wir wollen uns im Spiel durchsetzen und gleichzeitig die Bereitschaft zeigen, die ein Regionalliga-Spiel verlangt. Ich erwarte ein intensives Heimspiel, in dem einem nichts geschenkt wird und in dem wir von der ersten Minute an hoch präsent sein müssen.
“Wir wollen nichts erzwingen“
Sind Etienne Borie und Len Wörsdörfer zurück im Training und wann könnten beide wieder Alternativen für den Kader sein?
Manuel Hartmann: Bei den beiden gibt es eine positive Entwicklung. Sie sind jetzt Anfang der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und sind weiter auf dem Weg, sich wieder näher ans Team heranzuarbeiten und möglichst bald wieder vollständig ins Mannschaftstraining einzusteigen. Wichtig ist dabei für uns, dass beide vollständig gesund sind. Wir wollen nichts erzwingen.
Wird Ihr „Profi“-Quartett aus Gil Neves, Maik Akumu, Nilas Yacobi und David Fürst am Samstag wieder dabei sein und wie nehmen Sie die Jungs wahr?
Manuel Hartmann: Ob unser Profi-Quartett wieder dabei ist, entscheidet sich immer in der Abstimmung mit dem Profibereich. Da kann kurzfristig oben etwas passieren oder es kann noch einmal eine Verschiebung geben. Wir sind immer in einem sehr guten Austausch und wollen natürlich die beste Lösung für die Entwicklung der Jungs und gleichzeitig für den Mannschaftserfolg beider Mannschaften finden.
Wenn sie bei uns dabei sind, dann sind sie vollwertiger Teil der Gruppe und werden von uns genauso behandelt und verhalten sich auch genauso. Was ich bei allen Jungs sehr positiv wahrnehme, sind die Energie und das Engagement, das sie einbringen. Auch die Erfahrungen, die sie im Profibereich sammeln konnten, haben bei allen einen positiven Effekt für ihre Entwicklungen.
Gleichzeitig müssen die Spieler verstehen, dass es nicht darum geht, einfach nur der Spieler zu sein, der im Profi-Setting war. Sie müssen jeden Tag zeigen, dass sie unserer jungen Mannschaft helfen und dort auch den Unterschied machen können. Das ist dann auch der Step, den man braucht, um die nächsten Schritte Richtung Profi-Team zu machen. Aktuell gefällt mir diese Haltung bei den Jungs sehr gut.
„Wir schauen von Tag zu Tag“
Wie schaut es ansonsten personell für Samstag aus?
Manuel Hartmann: Wir schauen von Tag zu Tag. Wir müssen die Trainingswoche abwarten, dazu gibt es immer wieder Verschiebungen im Training. Einer bekommt mal eine Blessur, jetzt kommt wieder die Erkältungszeit, sodass vielleicht jemand krankheitsbedingt ausfällt. Das wollen wir natürlich alles so gut wie möglich minimieren.
Grundsätzlich haben wir eine sehr gute Konkurrenzsituation im Kader. Genau das wollen wir auch, weil es für die Entwicklung der Jungs extrem wichtig ist. Für mich ist wichtig, dass jeder Spieler das Gefühl hat, dass er gebraucht wird und seinen Beitrag leisten kann. Bisher hat sich auch schon gezeigt, dass das genauso ist.
Wer am Samstag final im Kader steht, entscheiden wir natürlich auch anhand der Trainingswoche, des Fitnessstatus und in Rücksprache mit dem athletischen Bereich. Wir besprechen, bei wem wir vielleicht im Hinblick auf die Belastungssteuerung etwas aufpassen müssen. Dazu kommt die englische Woche mit drei Spielen innerhalb weniger Tage. Ich glaube trotzdem, dass wir sehr, sehr gut aufgestellt sind.
Ein Blick in die Daten: Wo findet Jan Thielmann endlich seine Rolle?
Erik Stalleicken
Ob als Mittelstürmer, hängende Spitze, Rechtsaußen, rechter Schienenspieler oder auch als Rechtsverteidiger – Jan Thielmann kam seit seinem Profidebüt im Dezember 2019 auf zahlreichen Positionen zum Einsatz, konnte sich dennoch nie endgültig fest spielen. Zuletzt rückte Thielmann auf die Zehn. Ein spannendes Experiment, das aber durchaus Fragen aufwirft. Wann findet Jan Thielmann endlich seine Rolle beim 1. FC Köln?
Der mittlerweile 24-Jährige betonte bereits in der Vergangenheit mehrfach, dass er dort spielen werde, wo der Trainer ihn am meisten brauche. So kam es in der Vorbereitung zur nächsten Variante.
Das Experiment des Zehners ist nun der nächste Versuch von vielen, um die richtige Position für Thielmann zu finden und seine Stärken bestmöglich ins System zu integrieren. Ein Blick auf Thielmanns Karrieredaten in der Bundesliga zeigt zunächst ziemlich deutlich, was den 24-Jährigen auszeichnet. Mit 1,3 Schüssen und 2,39 erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten sucht er regelmäßig selbst den Weg in Richtung Tor. Dazu kommen 6,83 geführte Offensivduelle, von denen er 2,44 gewinnt. Das Eigengewächs lebt damit zu einem großen Teil von seiner Dynamik und der Fähigkeit, selbst Aktionen zu initiieren. Er wartet nicht ausschließlich auf Zuspiele in gefährlichen Räumen, sondern versucht, diese Situationen mit Ball am Fuß selbst herzustellen.
Kreativ genug für die Zehn?
Gleichzeitig ist aber auch seine Arbeit gegen das Spielgerät ein wichtiger Bestandteil seines Spiels. 5,73 Defensivduelle und 5,54 Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte pro 90 Minuten zeigen eine hohe Aktivität gegen den Ball, die nicht nur aus seinen vereinzelten Spielen als Rechtsverteidiger stammt. Das ergibt ein Profil, das zunächst deutlich stärker nach einem dynamischen Offensivspieler als nach einem klassischen Spielmacher klingt. Gerade die Kombination aus Dribbling, Direktheit und Arbeit gegen den Ball macht eine offensive Außenposition naheliegend.
Auch die vergangene Saison verändert dieses Bild nicht grundlegend, zeigt aber mit Blick auf seine mögliche neue Rolle eine interessante Entwicklung. Thielmann führte mit 3,92 Offensivduellen pro 90 Minuten deutlich weniger als im Schnitt seiner Bundesliga-Karriere. Auch seine erfolgreichen Dribblings gingen von 2,39 auf 1,13 pro 90 Minuten zurück. Er suchte das direkte Duell also wesentlich seltener. Seine Torgefahr nahm dagegen nicht im gleichen Maße ab: Mit 1,29 Schüssen und 0,11 xG pro 90 Minuten lagen beide Werte fast exakt auf seinem Karriere-Niveau. Gleichzeitig steigerte Thielmann seine genauen Pässe ins letzte Drittel von 2,78 auf 3,39, was eine kleine Entwicklung im kreativen und gestaltenden Bereich andeutet. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler scheint seine Aktionen damit zuletzt etwas regelmäßiger über Kombinationen und das Zusammenspiel mit seinen Mitspielern zu suchen, ohne seine eigene Abschlussgefahr einzubüßen.
Gleichzeitig ging sein Wert für Pässe in den Strafraum pro 90 Minuten von durchschnittlich 2,44 auf 1,93 in der abgelaufenen Saison zurück. Thielmann beteiligt sich so zwar häufiger am Spiel im letzten Drittel, bringt den Ball dadurch aber nicht häufiger direkt in den gefährlichsten Raum. Werte, die das Profil eines Zehners nicht gerade nahelegen. Dazu blieb seine Arbeit gegen den Ball auf einem hohen Niveau. 61,1 Prozent seiner Defensivduelle konnte Thielmann gewinnen. Dazu kommen 5,86 Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Sein Spiel ist also zuletzt nicht nur vom direkten Eins-gegen-eins geprägt. Grundsätzlich bleibt er aber ein dynamischer und aktiver Offensivspieler.
Wo findet Thielmann sein Zuhause?
Thielmanns Zahlen lassen sich definitiv auch nicht wie die eines eines klassischen Zehners lesen. Zwar kann er sich stärker ins Kombinationsspiel und ins letzte Drittel einbringen, die Dribblings, Offensivduelle und Abschlüsse zeigen aber, dass seine größten Stärken weiterhin in der eigenen Dynamik liegen. Für einen zentralen Spielmacher, der vor allem zwischen den Linien als kreativer Taktgeber gefragt ist, fehlt ihm statistisch ein klares, kreatives Alleinstellungsmerkmal. Als Stürmer würde wiederum seine Fähigkeit, aus dem Lauf und über direkte Aktionen zu kommen, stärker eingeschränkt werden.
Eine dauerhaft tiefere Rolle als Rechtsverteidiger würde hingegen einen zentralen Teil seiner offensiven Qualitäten verschenken. Zusätzlich wirkte der 24-Jährige selbst in Liga zwei mehrfach überfordert auf der rechten Defensivposition. Am schlüssigsten erscheint deshalb weiterhin eine offensive Rolle auf der rechten Seite, in der Thielmann genügend Freiheit für eigene Aktionen bekommt, gleichzeitig aber situativ einrücken und seine Arbeit gegen den Ball einbringen kann. Die Zehn scheint damit aktuell nicht wirklich mehr als eine interessante zusätzliche Option zu sein. Denn nach den Daten ist diese Position nicht zwingend die, auf der sein Gesamtprofil am besten zur Geltung kommt.
Nicht die perfekte Position, sondern die perfekte Rolle
Die Generalprobe gegen Paderborn liefert trotzdem einen interessanten Fingerzeig. Thielmann agierte dort zentral hinter der Spitze und fühlte sich in dieser Rolle nach eigener Aussage wohl. Das reicht natürlich nicht aus, um aus dem Vorbereitungstest eine neue Stammposition abzuleiten. Es zeigt gleichzeitig aber, dass Wagner seinem Offensivspieler mehr als nur eine klassische Rolle auf der rechten Seite zutraut. Vielleicht liegt die Lösung für Thielmann am Ende ohnehin weniger in einer starren Positionsbezeichnung als in der richtigen Aufgabenverteilung: genügend Freiheit für seine Dynamik, Möglichkeiten für eigene Vorwärtsaktionen und gleichzeitig die Verantwortung, gegen den Ball aktiv zu bleiben.
Die Daten sprechen dabei weiterhin eher für eine offensive Ausgangsposition auf der rechten Seite als für einen dauerhaften Wechsel ins Zentrum. Für Wagner könnte die Herausforderung deshalb darin liegen, nicht die eine perfekte Position für Thielmann zu finden, sondern die Rolle, in der seine unterschiedlichen Stärken am besten zusammenkommen. Genau das, was in den vergangenen Jahren seit Steffen Baumgart bis dato keinem weiteren Trainer gelungen ist.
Jan Thielmann ist eigentlich auf dem rechten Offensivflügel zu Hause. In der jüngeren Vergangenheit wurde der 24-Jährige aber auch immer wieder als rechter Verteidiger ausprobiert. Das Experiment scheiterte und wurde in der vergangenen Spielzeit ad acta gelegt.
Wie lange hat Jan Thielmann in Köln Vertrag?
Der gebürtige Föhrener steht beim FC noch bis Sommer 2028 unter Vertrag. Der Marktwert wird von transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro eingeschätzt.
Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?
Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.
René Wagner mahnt vor der Spielidee des kommenden Gegners, die des 1. FC Köln ist noch nicht erkennbar
Matthias Wilhelm
René Wagner sprach auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Bundesligaauftakts gegen die TSG Hoffenheim von einem Gegner, der „in seiner Idee Fußball zu spielen, nochmal ein Stück weiter gekommen ist, im Vergleich zum letzten Jahr.“ Aber welche „Idee“ hat der 1. FC Köln überhaupt selbst und wie möchte Wagner spielen lassen?
René Wagner absolvierte in diesem Sommer seine erste vollständige Vorbereitung als Cheftrainer des 1. FC Köln. Das erste Pflichtspiel der Saison ist ebenfalls schon Geschichte. In einem mühsamen Duell setzten sich die Geißböcke am Ende in Würzburg mit 2:1 durch und zogen in die zweite Pokalrunde ein. Von einem dominanten und überzeugenden Auftritt kann allerdings nicht die Rede sein. Eine eindeutige Spielidee war ebenfalls nicht erkennbar. Kurz vor dem Bundesligastart gegen Hoffenheim stellt sich die Frage, welche Idee der FC überhaupt hat, um erfolgreich zu sein.
René Wagner vom 1. FC Köln (Neil Baynes / Getty Images)
„Viel Intensität, viel Tiefe, viel Leidenschaft – auch gegen den Ball“, beschrieb Wagner den kommenden Gegner. Einige klare Eigenschaften der Sinsheimer. Über die Herangehensweise seines eigenen Teams sprach der Trainer da schon deutlich weniger. Lediglich zu den Startelfeinsätzen von Marius Bülter und Jan Thielmann in Würzburg teilte Wagner seine Gedanken im Vorfeld. „Generell ist die Idee, wenn beide auf dem Feld stehen, dass sie natürlich über Intensität und auch über das Spiel mit dem Ball ihre Momente finden sollen“, erklärte der 38-Jährige. Theoretisch ein interessanter Ansatz, der in Würzburg allerdings nicht aufging. Beide Offensivspieler blieben blass und konnten am Montag nicht überzeugen. Auch die gewünschte Intensität fehlte.
Während Thielmann als Aushilfszehner aufgelaufen ist, blieb Bülters genaue Rolle dagegen unklar. Auch die gewünschte Strafraumbesetzung mit Ex-Hoffenheimer, der „ein Spieler ist, der auch gerne mal in der Box ankommen kann“, kam selten zustande. Nun ist ein Pokal-Erstrundenspiel immer etwas Besonderes und sollte nicht überbewertet werden, aber klar ist: Gegen Hoffenheim muss eine Leistungssteigerung folgen.
Kölner Mannschaft noch in der Findungsphase
Nach einigen Veränderungen des Kaders im Sommer läuft beim FC sichtlich noch nicht alles rund. In Würzburg wirkte das Kölner Spiel wenig kreativ. Viele Bälle wurden auf Said El Mala gespielt, in der Hoffnung, dass daraus ein Tor – zumindest Chancen entstehen könnte. Diese Chancen blieben allerdings Mangelware. In der Rückschau auf Würzburg spricht Wagner von „ein bis zwei Themen, die wir uns nochmal genauer angesehen haben.“ Dazu gehört das Herausspielen von Torchancen, insbesondere gegen tiefstehende Gegner. Ein Problem, das am Geißbockheim bereits bekannt ist. In der Bundesliga ist die Ausgangslage jedoch, wie der Cheftrainer ebenfalls betont, häufig eine andere. Gegen viele Gegner ist der FC zunächst in der Außenseiterrolle und kann deutlich abwartender agieren.
Im Test gegen Real Sociedad wurde beispielsweise viel mit langen Bällen gearbeitet. Mit Ragnar Ache hat der FC einen körperlich robusten Spieler, der Bälle gut abschirmen und weiterleiten kann. Gerade im schnellen Umschaltspiel hat der FC einige Waffen in den eigenen Reihen, die jede Abwehr vor Probleme stellen können. Said El Mala, Linton Maina und Reigan Heskey bringen das entsprechende Tempo mit, um blitzschnell in die Tiefe zu starten. Außerdem stehen mit Alessio Castro-Montes, Jahmai Simpson-Pusey und Isak Johannesson gleich mehrere Spieler im Kader, denen solche Zuspiele zuzutrauen sind.
Struktur aus dem Mittelfeld
Die Rückkehr von Ellyes Skhiri eröffnet dem FC neue Möglichkeiten. Während Tom Krauß insbesondere durch seine harte Zweikampfführung und seinen Kampfgeist glänzt, kann der Tunesier dem Spiel wesentlich mehr Struktur verleihen. Skhiri ist oft anspielbar und in der Lage, das Tempo zu regulieren. Darüber hinaus fängt er häufig Pässe ab und kann anschließend den direkten Gegenangriff einleiten.
Seit Wochen warten die FC-Fans auf die Verpflichtung von Mikey Moore. Der talentierte Engländer soll die Qualität in der Offensive weiter erhöhen und gemeinsam mit El Mala zum neuen gefürchteten Kölner Offensiv-Duo avancieren.
Wie die Geißböcke unter Wagner in der Bundesliga auftreten werden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Nach der Vorbereitung und dem holprigen Weiterkommen im DFB-Pokal gibt es kurz vor dem Bundesligaauftakt noch viele Fragezeichen rund um den 1. FC Köln.
Wie hat der FC die letzte Bundesligasaison abgeschlossen?
Der 1. FC Köln hat die Saison 2025/26 mit 32 Punkten auf Platz 14 beendet.
In welchem System spielt der FC üblicherweise?
Das Standardsystem unter René Wagner ist gerade offensiv flexibel. Vor einer Viererkette spielen zwei Sechser, zwei Außenspieler und zwei zentrale die häufig in verschiedenen Räumen auftauchen.
Welche Spieler im Kölner Kader spielt am längsten für den FC?
Im aktuellen Kader des 1. FC Köln ist der dienstälteste Spieler Jan Thielmann. Er debütierte im Dezember 2019 bei einem 2:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen für die Profis.
Johannesson, Skhiri oder Krauß? Das vermeintliche Überangebot im Mittelfeld
Simon Bartsch
Mit einer starken Leistung hat sich Isak Johannesson in den Kreis der Startelf gespielt, Ellyes Skhiri soll mittelfristig eine tragende Rolle übernehmen und Tom Krauß hat sich seinen Stammplatz in der Vorsaison und in der Vorbereitung verdient. Stellt sich die Frage, ob für alle drei Spieler Platz ist in der Anfangsformation des 1. FC Köln: Im Mittelfeld hat Wagner die Qual der Wahl.
Gleich drei zentrale Mittelfeldspieler drängen sich zurzeit bei den Kölnern auf. Und es stellt sich durchaus die Frage, wer gegen Hoffenheim aufläuft. Eine Option wären vielleicht sogar alle drei Spieler.
Ein wenig verschüchtert wirkte Isak Johannesson schon als er die Trophäe zum „Man of the Match“ nach dem Spiel gegen Würzburg am Montag überreicht bekam. Dabei hielt sich die Überraschung nach dem 2:1-Erfolg diesbezüglich vollkommen in Grenzen. Mit seinem Doppelpack hatte der Isländer die Partie noch gedreht, dem FC die zweite Runde und möglicherweise ein attraktives Los beschert. Wie schon im Vorjahr setzte der Mittelfeldspieler ein großes Ausrufezeichen zum Saisonauftakt. Damals hatte Johannesson den entscheidenden Treffer im Pokal gegen Regensburg in der Nachspielzeit erzielt, avancierte damit auch zum Matchwinner. Nun wieder und gleichzeitig gab Johannesson mit einem insgesamt guten Auftritt eine Bewerbung für mehr ab. Nun ist der Isländer eigentlich auf der offensiven Sechs, vielleicht der Acht zu Hause – und stößt damit in eine interessante Konstellation. Denn gerade im Mittelfeld bahnt sich so ein wenig die Qual der Wahl für René Wagner an.
So hatte sich Tom Krauß in der Vorbereitung auf der Sechs festgespielt. Der gebürtige Leipziger blickt auf eine starke Saison zurück. Vor allem in der zweiten Hälfte der Spielzeit war Krauß einer der absoluten Leistungsträger, ging mit beeindruckendem Willen voran, spielte sogar, obwohl er eigentlich an einer Knieverletzung laborierte. Nun ist Krauß fit und hat sich in der Vorbereitung Einsatzzeit verdient. Dass aktuell kein Weg an dem 24-Jährigen vorbeiführt, hängt aber auch mit dem personellen Umbruch im Kader zusammen. Mit Eric Martel und Denis Huseinbasic haben zwei zentrale Mittelfeldspieler den FC verlassen. Paul Okon-Engstler wurde kurz vor dem Trainingslager verpflichtet, befindet sich wohl noch ein wenig in einer Art Eingewöhnungsphase und ist zumindest zurzeit noch keine erste Wahl. Ellyes Skhiri soll diese werden. Doch der Tunesier kam erst sehr spät zur Mannschaft, hat erst eine Woche Vorbereitung mit den Kölnern in den Beinen, spielte gegen Würzburg eine gute Viertelstunde.
Es soll mehr werden, aber eben nicht zu schnell. „Ellyes ist ein Spieler, den wir natürlich alle kennen. Aber bei ihm müssen wir aufpassen, dass wir ihn nicht zu früh reinschmeißen und dann vielleicht auch über 90 schon gehen muss“, sagte René Wagner am Donnerstag auf der Pressekonferenz. „Ich glaube, das könnte ein Zacken zu früh für ihn kommen.“ Nach einer Woche wolle man kein Risiko eingehen. Allerdings ist der Mittelfeldspieler ohnehin ein Akteur, der besonders auf seine Fitness achtet.
Die ganz großen Probleme sind da eher nicht zu erwarten. „Vielleicht können wir am Wochenende mit einem längeren Einsatz rechnen und dann schauen wir, dass wir ihn relativ schnell in die Startelf bekommen“, so Wagner weiter, der nach wie vor keinen Hehl daraus macht, dass der Tunesier eine zentrale Rolle in der Achse der Mannschaft einnehmen wird. „Er wird uns Struktur geben, er kann das Spiel organisieren und wenn wir jetzt von Profilen sprechen wollen, dann ist es eher eine Holding Six und er ein Spieler, der unser Spiel auch lenken soll“, so Wagner weiter.
Johannesson offensiver ausgerichtet?
Allerdings hätten laut Wagner alle drei Spieler ihre Profile und Stärken, die „sie fürs Spiel mitbringen können“, so Wagner weiter. „Dann müssen wir gucken, welche Kombination, in welcher Art und Weise uns am Besten tut. Am Ende geht es aber darum, die Kombination für das Wochenende zu finden, die uns die größte Chance gibt, ein Spiel zu gewinnen. Da wird ein fitter Ellyes natürlich öfters mal dazugehören.“ Dass die Profile dabei unterschiedlich sind, ist klar. Johannesson zeigte gegen Würzburg beispielsweise, welche Qualität er in der Vorwärtsbewegung haben kann, während Krauß sich auf Defensivaufgaben konzentrierte und später sogar die Position des Rechtsverteidigers übernahm.
Johannesson bleib natürlich aufgrund seiner Tore besonders in Erinnerung. „Er ist ein Spieler, der unglaublich viel Volumen hat, viel Intensität und jetzt geht es darum, dass wir ihn vielleicht ein bisschen näher in die Box bekommen, dass er torgefährlicher werden, assistieren, selber Tore schießen kann“, sagte Wagner und mahnte gleichzeitig, dass er die Defensivaufgaben nicht vernachlässigen dürfe.
Johannesson wird dabei aber wohl kaum eine Rolle des abgewanderten Jakub Kaminski einnehmen können. Auf der offensiven Sechs, der Acht kann man sich den Isländer durchaus vorstellen, die Zehn ist er vom Profil wohl eher nicht. „Generell geht es darum, dass wir die gute Position für die Teamkameraden finden. Gerade wenn wir jetzt in so einer Kombination spielen wie auch in Würzburg mit zwei Achtern und einer Sechs oder vielleicht auch drei Sechsern“, so Wagner. „Am Ende geht es mir darum, in welchen Räumen sollen die Spieler ankommen. Und wenn der Isak es dann schafft, über sein Volumen auch immer wieder gefährlich in die Box zu kommen, dann freut uns das, dann wird er gefährlich und kann jetzt vielleicht wie in Würzburg auch Tore machen.“ Klingt fast so, als wäre die Antwort auf die frage nach dem zentralen Mittelfeld für das Heimspiel gegen Hoffenheim beantwortet.
Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.
Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?
Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.
Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?
Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.
„Kenne ich nur als Gegnerin“: Kathrin Hendrich und die FC-Frauen fiebern Heim-Kulisse entgegen
Daniel Mertens
Die Fußballerinnen des 1. FC Köln stehen vor ihrem ersten Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison. Am Freitagabend (18:30 Uhr) ist die TSG Hoffenheim zu Gast im Franz-Kremer-Stadion. Es ist das Duell der beiden Enttäuschten nach dem ersten Spieltag. Die Frauen des 1. FC Köln empfangen die TSG Hoffenheim.
Beim FC feiern mehrere Spielerinnen ihre Heim-Premiere, unter anderem Kathrin Hendrich und laufen das erste Mal Mit dem Geißbock auf dem Trikot im Franz-Kremer-Stadion auf.
Kathrin Hendrich ist seit kurzem beim FC (Foto: Eddie Keogh/Getty Images)
Das Franz-Kremer-Stadion ist für sie natürlich bereits bekanntes Terrain: Kathrin Hendrich hat aus ihren Stationen in Frankfurt, München und Wolfsburg bereits einige Gastspiele am Geißbockheim hinter sich. Wenn am Freitagabend jedoch das Flutlicht angeht, wird die 34-Jährige erstmals aus der Heimkabine auf den Rasen treten und dort den Geißbock auf dem Trikot tragen. „Ich freue mich auf das erste Mal im FC-Trikot im Franz-Kremer-Stadion zu spielen, freue mich auf die Musik beim Aufwärmen und Einlaufen und die Atmosphäre“, verriet die deutsche Nationalspielerin vorab im Gespräch mit unserer Redaktion, „das kenne ich bisher nur als Gegnerin des FC. Ich mag die Karnevalsmusik sehr und hoffe, dass viele Zuschauer kommen werden. Von mir kommen auch einige Freunde und die Familie.“
„Es war nicht der erwünschte Start“
Für die Kölnerinnen geht es dabei darum, die Enttäuschung des ersten Spieltags abzuschütteln. Eine Niederlage in Frankfurt ist zwar kein Beinbruch, dennoch hatten die Kölnerinnen mehr erhofft. „Das erste Spiel ist eigentlich immer das schwierigste, weil man noch nicht so wirklich weiß, wo man steht. Wir haben es in der ersten Hälfte nicht geschafft, die Basics, auf die alles aufbaut, richtig auf den Platz zu bekommen“, blickte Hendrich zurück und mutmaßte: „Wenn uns das besser gelungen wäre, hätten wir es auch einem starken Gegner wie Frankfurt schwerer machen können. Es war nicht der erwünschte Start.“
Hoffenheim reist jedoch ebenfalls nicht mit einer breiten Brust in die Domstadt. Die TSG verlor zum Auftakt zuhause gegen den Aufsteiger TSG Hoffenheim mit 1:2. Im Vorjahr gewann der FC gegen die Kraichgauerinnen zuhause mit 1:0. Pauline Bremer erzielte seinerzeit das späte Siegtor. Hendrich wird sehr wahrscheinlich auch gegen die TSG wieder gemeinsam mit der Kapitänin Marina Hegering in der Innenverteidigung spielen. Offen ist, ob die Trainerin Britta Carlson abermals mit einer Dreierkette starten wird wie in Frankfurt, als Amelie Bohnen zwischen dem routinierten Duo agierte. Vermutlich bilden Hendrich und Hegering diesmal jedoch eine Zweier-Abwehr. „Marina kenne ich natürlich seit vielen Jahren und ich weiß, wie sie sich auf dem Platz verhält – und andersrum genauso. Das hilft natürlich sehr“, äußerte Hendrich mit Blick auf die Konstellation in der Abwehr, betonte aber zugleich: „Wir haben auch noch andere Spielerinnen, es sind nicht nur Marina und ich.“
Eine stabile Abwehr wird gerade gegen die TSG die Basis dafür sein, dass der FC im ersten Heimspiel etwas Zählbares einfährt. Und wenn die Kölnerinnen in der Offensive ihre Chancen besser nutzen als in Frankfurt, dann dürfte auch während der Partie Karnevalsmusik im Franz-Kremer-Stadion erklingen. Dann dürfte auch Kathrin Hendrich noch ein ganzes Stück mehr strahlen bei ihrem Heim-Einstand.
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Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?
Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.
Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?
Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.
Wie spielten die FC-Frauen gegen Frankfurt?
Die Frauen des 1. FC Köln verloren das erste Spiel der neuen Saison im Stadion am Brentaobad in Frankfurt 0:2.